Tag Archives: Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie

Pressemitteilungen

Frühbucherrabatt für 19. BVL-Kongress Legasthenie und Dyskalkulie vom 17. – 19. März 2017 in Würzburg

Der Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie (BVL) bietet bis zum 20. Januar 2017 einen Frühbucherrabatt zu seinem 19. BVL-Kongress in Würzburg an. Das Programmheft mit Abstracts steht zur Einsicht online bereit.

Frühbucherrabatt für 19. BVL-Kongress Legasthenie und Dyskalkulie vom 17. - 19. März 2017 in Würzburg
Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie

Der Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e. V. führt in Kooperation mit der Universität Würzburg vom 17. – 19. März 2017 seinen 19. Bundeskongress Legasthenie und Dyskalkulie durch. Der Kongress steht unter dem Thema: „Erkennen, fördern und fordern: Neue Erkenntnisse zur Legasthenie und Dyskalkulie“. Die Registrierung mit einem Frühbucherrabatt ist bis zum 20. Januar 2017 online möglich, danach gelten die regulären Preise. Das komplette Programmheft mit den Abstracts der Vorträge und Workshops steht zur Einsicht und zum Download auf der BVL-Homepage bereit.

Ein umfangreiches Fort- und Weiterbildungsprogramm wird von über 60 namhaften Referentinnen und Referenten Eltern, Betroffenen, Lehrern/innen, Erziehern/innen, Therapeuten/innen, Schülern/innen, Auszubildenden und Studierenden präsentiert. Es werden aktuelle Ergebnisse und Methoden zur Diagnostik und Förderung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Problemen beim Lesen, Rechtschreiben und Rechnen vorgestellt. Schwerpunkt der Vorträge sind neue Testverfahren, bewährte und neue Förderkonzepte, die schulisch und außerschulisch eingesetzt werden können, sowie die aktuellen Leitlinien zur Diagnostik und Behandlung bei einer Lese-Rechtschreibstörung und einer Rechenstörung. Ebenso gibt es ein Angebot für Jugendliche und Erwachsene, die sich in Ausbildung oder Studium befinden. Der Kongress bietet ein Forum zum gegenseitigen Kennenlernen, intensiven Austausch und Entwicklung neuer Ideen zur Verbesserung der Fördererfolge und der Entwicklungschancen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit einer Legasthenie und Dyskalkulie. Eine individuelle Beratung im Rahmen des Kongresses zu den Themen Schule, Ausbildung, Studium und Beruf wird zusätzlich angeboten. Nutzen Sie die Chance des persönlichen Austauschs.

Der BVL wird auf dem Kongress zum sechsten Mal jungen Forscherinnen und Forschern für ihre wissenschaftliche Arbeit zur Diagnostik und Förderung bei schulischen Entwicklungsstörungen mit dem „Wissenschaftspreis des BVL“ auszeichnen. Der BVL-Kongress bietet eine einzigartige Verknüpfung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse und praktischer Ansätze zur Unterstützung von Menschen mit Legasthenie und Dyskalkulie. Durch das breite Themenangebot, das auf die verschiedenen Bedürfnisse der Zielgruppen zugeschnitten ist, kann jeder Teilnehmer seine Kongresstage ganz individuell gestalten. Der Frühbucherrabatt macht die Teilnahme besonders attraktiv. Nähere Informationen zum Kongress und zur Online-Anmeldung sind auf der BVL-Startseite http://www.bvl-legasthenie.de oder unter http://www.bvl-legasthenie.de/bundesverband/bundeskongress.html abrufbar.

Weitere Informationen:

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Der Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e.V. besteht seit über 30 Jahren und ist eine Interessenvertretung von Betroffenen und deren Eltern sowie von Fachleuten (Pädagogen, Psychologen, Ärzten, Wissenschaftlern und im sozialen Bereich Tätigen), die sich in Theorie und Praxis mit der Legasthenie und Dyskalkulie auseinandersetzen. Er trägt dazu bei, dass gesetzliche Grundlagen und wissenschaftliche sowie praktische Möglichkeiten der Hilfe in allen Bundesländern geschaffen und verbessert werden. Durch persönliche Beratung, Informationsschriften und Hinweise auf geeignete Literatur sollen die Eltern die Schwierigkeiten ihrer betroffenen Kinder besser verstehen lernen.
Der BVL fördert durch wissenschaftliche Kongresse und Veröffentlichungen die Forschung und den wissenschaftlichen Dialog unter Fachleuten aller beteiligten Disziplinen. Durch Informationen und Zusammenarbeit mit den Medien macht der BVL die Probleme der Legastheniker und Dyskalkuliker bekannt.

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Kinder mit einer Legasthenie oder Dyskalkulie dürfen in der Schule nicht „aussortiert“ werden!

Die Deutsche Kinderhilfe hat gemeinsam mit dem Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie (BVL) zu einer Pressekonferenz eingeladen, um eine Bildungskampagne zur Verbesserung der schulischen Rahmenbedingungen für Kinder mit einer Legasthenie und Dyska

Kinder mit einer Legasthenie oder Dyskalkulie dürfen in der Schule nicht "aussortiert" werden!
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Zum 1. Mal wird am 30.9.2016 der Tag der Legasthenie und Dyskalkulie ausgerufen, um deutlich zu machen, dass für die betroffenen Kinder in der Bildung noch viel getan werden muss. Die gemeinsame Kampagne der Deutschen Kinderhilfe und des BVL „Bessere Bildungschancen für Kinder mit Legasthenie und/oder Dyskalkulie!“ soll helfen, die Chancen in unserem Bildungssystem zu verbessern, damit Kinder schulisch unterstützt und nicht „aussortiert“ werden.

Die Podiumsteilnehmenden der Pressekonferenz beleuchteten die aktuellen Problembereiche aus verschiedenen Blickwinkeln, d. h. von der Medizin, über Pädagogik, Politik bis hin zu eigener Betroffenheit. Rainer Becker, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Kinderhilfe, sieht aufgrund von fehlenden schulischen Rahmenbedingungen und mangelhafter Umsetzung des Rechts auf inklusive Bildung die Bildungschancen von Kindern mit Legasthenie und Dyskalkulie noch immer erheblich beeinträchtigt. „Obwohl jedes unserer Kinder schon allein aus ethischen Gründen mit einbezogen werden müsste und wir darüber hinaus ihr Potential auch aus wirtschaftlichen Gründen nicht verschenken dürften, wird in unserem Bildungssystem, trotz erklärter Inklusionsabsichten, überwiegend immer noch Exklusion – also Ausschluss – praktiziert“, sagt Rainer Becker.

Herr Prof. Michael von Aster, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie der DRK Kliniken in Berlin, machte in seinem Eingangsstatement deutlich, dass Kinder, deren Legasthenie oder Dyskalkulie zu spät erkannt wird, häufig an psychosomatischen Folgeerkrankungen leiden. „Frühes Erkennen, sorgfältiges Diagnostizieren und individualisiertes und schulnahes Fördern hilft chronisches Schulscheitern zu verhindern und damit die Chancen für eine gelingende Bildungs- und Persönlichkeitsentwicklung zu verbessern“, sagt Prof. von Aster.

Ministerpräsident Bodo Ramelow pflichtete dem bei und sagte: „Ganz wichtig ist dabei – das weiß ich aus eigenem Erleben -, die Diagnose so früh wie möglich zu stellen. Denn es ist bitter, wenn man Legastheniker ist, dies aber nicht weiß und man das lange Zeit als Dummheit ausgelegt bekommt. Aber – das kann ich rückblickend auch sagen – es hat mich stark gemacht, weil ich meinen Weg gehen musste mit diesem Stigma.“ Das sah auch Knut Janßen, Vater von zwei betroffenen Kindern, so. „Könnten wir die Zeit zurückdrehen, so wäre es unser größter Wunsch, dass die Legasthenie früher erkannt wird. Es tut weh zu erleben, wie ein Kind an den Unterricht angepasst werden soll, wo doch eigentlich der Unterricht an das Kind angepasst werden muss“, sagt Janßen. Eltern fühlen sich bis heute allein gelassen. Das, was Schule nicht leisten kann, muss außerschulisch nachgeholt werden, sofern Eltern dazu überhaupt fachlich bzw. finanziell in der Lage sind. Kinder aus bildungsfernen Haushalten trifft es besonders hart und sie erreichen oftmals keinen Schulabschluss.

Ministerpräsident Bodo Ramelow betonte die Wichtigkeit, für jedes Kind die passende Förderung zu finden, denn Lernschwierigkeiten wie Legasthenie und Dyskalkulie kommen in unterschiedlichen Ausprägungen vor, und diese gilt es zu berücksichtigen. So ist ein gemeinsam mit den Lehrern, Eltern und gegebenenfalls der Jugendhilfe erarbeiteter individueller Förderplan ein geeignetes Instrument, um Schülerinnen und Schüler zu unterstützen. „Dabei können auch der Einsatz technischer Hilfsmittel, das Erbringen von Leistungsnachweisen in mündlicher statt schriftlicher Form oder der zeitlich begrenzte Verzicht auf Noten Maßnahmen zur Herstellung von Chancengleichheit beziehungsweise zur Förderung sein“, sagt Bodo Ramelow.

Politisch bekommt die Situation für Familien eine ganz besondere Bedeutung. Die schulrechtlichen Regelungen sind in jedem Bundesland anders gestaltet und die Bildungsperspektiven in Folge dessen sehr unterschiedlich. „Das führt sogar soweit, dass es z. B. für die Dyskalkulie in sieben Bundesländern noch gar keine Regelung gibt. Familien müssten eigentlich bei der Arbeits- und Wohnortsuche darauf achten, in welches Bundesland sie mit ihrem Kind ziehen, um es schulisch abzusichern“, beklagt Tanja Scherle vom BVL-Vorstand.

Wünschenswert wäre, dass in den Schulen flächendeckend qualifiziert gefördert wird, damit alle Kinder schnelle und direkte Unterstützung bekommen. „Alle Schülerinnen und Schüler brauchen eine individuelle Förderung durch qualifizierte Pädagogen oder Therapeuten sowie einen Nachteilsausgleich und Notenschutz bis zum Schulabschluss, um einen begabungsgerechten Schulabschluss zu erreichen“, fordert Tanja Scherle vom BVL-Vorstand. Als Pädagogin sieht sie auch eine besondere Herausforderung in der Qualifizierung von Pädagogen. Eine flächendeckende Weiterbildung findet bis heute nicht statt. Prinzipiell muss beim Lehramtsstudium kein Kurs zu den Teilleistungsschwächen Legasthenie und Dyskalkulie belegt werden. Dies bedeutet, dass durchaus nicht jede Lehrkraft über die Ursachen, Auswirkungen und notwendigen Unterstützungsmaßnahmen informiert ist und so, trotz großem persönlichen Engagements, nicht nachhaltig fördern kann.

Weitere Informationen zum Thema Legasthenie und Dyskalkulie sind im Internet unter http://www.bvl-legasthenie.de abrufbar.

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Qualifizierte Lerntherapie bei Dyskalkulie statt Arbeitsblätter!

Zum Schulbeginn weist der Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie (BVL) darauf hin, dass es Kindern mit einer Dyskalkulie (Rechenstörung) nicht hilft, zusätzliche Arbeitsblätter zu lösen, sie benötigen eine fachkompetente Dyskalkulietherapie.

Qualifizierte Lerntherapie bei Dyskalkulie statt Arbeitsblätter!
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In vielen Bundesländern hat die Schule begonnen und für Kinder mit einer Dyskalkulie beginnt ein Teufelskreis. Sie können noch nicht einmal die einfachsten Rechenaufgaben lösen und bekommen trotzdem zusätzliche Arbeitsblätter zur Übung. Für viele Pädagogen und Eltern ist das nicht nachvollziehbar, denn Mathematik ist im ersten oder zweiten Schuljahr eigentlich für die meisten Kinder kein Problem.

„Nils ist jetzt in die 2. Klasse gekommen und seit seiner Einschulung kämpft er mit dem Rechnen. Er bekommt von seiner Lehrerin immer zusätzliche Arbeitsblätter, damit wir zu Hause üben. Aber irgendwie kommen wir nicht voran, weil Nils ohne meine Hilfe keine Aufgabe lösen kann“, sagt Nils Mutter. „Für Nils ist Mathe wie eine Fremdsprache, die er nicht versteht. Wir sind schon ganz verzweifelt“, klagt Nils Mutter am BVL-Beratungstelefon.

Beim BVL melden sich viele ratsuchende Eltern mit genau diesem Problem. Ihre Kinder sollen Rechenaufgaben lösen und haben keine Vorstellung, was sich hinter einer Menge oder Zahl verbirgt. Ob 8 größer als 6 ist oder welche Bedeutung eine Addition oder Subtraktion hat, ist für sie nicht zu erfassen. Circa 6 Prozent aller Schülerinnen und Schüler leiden unter einer Dyskalkulie. Für sie ist es entscheidend, dass sie durch eine qualifizierte Lerntherapie erst einen Zugang zu Zahlen und Mengen erhalten, bevor sie Rechenoperationen durchführen. „Für mich war das lange auch nicht verständlich, warum sich meine Tochter so schwer tut mit dem Rechnen, bis wir die Diagnose einer Dyskalkulie erhalten haben. Erst durch eine zielgerichtete Dyskalkulietherapie hat es meine Tochter geschafft, ihren Weg erfolgreich zu gehen“, sagt die BVL-Bundesvorsitzende Christine Sczygiel. „Den Kindern wird das Leben unnötig schwer gemacht, wenn man sie mit Arbeitsblättern quält, obwohl ihnen die Grundlagen fehlen, die Aufgaben zu lösen. Das führt letztendlich dazu, dass Kinder psychisch daran zerbrechen“, erläutert Sczygiel.

Der Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie trägt durch seinen Weiterbildungsstandard zum „Dyskalkulietherapeuten nach BVL“ mit dafür Sorge, dass es Therapeuten gibt, die Kinder mit einer Dyskalkulie anforderungsgerecht therapieren können. Eine Lerntherapie ist nicht vergleichbar mit einer schulischen Stoffwiederholung oder außerschulischen Nachhilfe. Sie geht individuell auf den aktuellen Lernstand des Kindes ein und versucht herauszuarbeiten, wie es dem Kind gelingt, den Zugang zu Zahlen und Mengen zu erhalten. Das kann bei jedem Kind sehr unterschiedlich sein. Erst danach kann damit angefangen werden, die ersten Rechenoperationen durchzuführen. Für Schulkinder mit einer Dyskalkulie bedeutet das, dass die Mitschüler vielleicht schon Multiplikationsaufgaben lösen, sie selber aber erst die Addition beherrschen. Es ist dann weder in der Lage, die Anforderungen in den Klassenarbeiten zu erfüllen, noch die zusätzlichen Arbeitsblätter zu lösen. „Hier muss auch die Schule Rücksicht nehmen und individuell auf das Kind eingehen, damit es den Kopf nicht in den Sand steckt, sondern seine Lernfortschritte sieht“, fordert Sczygiel.

Weitere Informationen zum Thema Dyskalkulie und „Dyskalkulietherapeuten nach BVL“ sind im Internet unter http://www.bvl-legasthenie.de abrufbar.

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Bessere Bildungschancen für Kinder mit Legasthenie und Dyskalkulie!

Die Deutsche Kinderhilfe ruft gemeinsam mit dem Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie (BVL) am 30.9. den Tag der Legasthenie und Dyskalkulie aus, um auf die Belange der betroffenen Kinder aufmerksam zu machen.

Bessere Bildungschancen für Kinder mit Legasthenie und Dyskalkulie!
Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e. V.

Für viele Kinder mit einer Legasthenie und Dyskalkulie ist die Schulzeit eine besondere Hürde, da sie die täglichen Anforderungen nicht bewältigen. Nicht ausreichend Lesen, Rechtschreiben und Rechnen zu können macht es ihnen schwer, das Klassenniveau zu erreichen. In vielen Fällen führt das dazu, dass die betroffenen Kinder keinen begabungsgerechten Bildungsabschluss erreichen. „Seit über 40 Jahren engagiert sich der BVL für Menschen mit einer Legasthenie und Dyskalkulie, um die Rahmenbedingungen in Schule, Ausbildung und Studium zu verbessern. Wir wollen, dass die Kinder nicht auf ihre Schwächen reduziert und die Potenziale erkannt werden. Wir begrüßen es sehr, dass uns die Deutsche Kinderhilfe dabei unterstützt, den Kindern eine Stimme zu geben“, sagt Christine Sczygiel, Bundesvorsitzende des BVL.

Von einer Legasthenie und Dyskalkulie sind ca. 10 % aller Kinder betroffen. Die Diagnose wird oftmals viel zu spät gestellt und die Kinder scheitern bereits in der Grundschule. Eine frühzeitige Diagnostik und individuelle Förderung könnte diesen Kindern viel Leid ersparen. Ca. 40 % der betroffenen Kinder entwickeln psychosomatische Folgeerkrankungen, die ihre Entwicklung stark beeinträchtigen können. „Kinder mit einer Legasthenie oder Dyskalkulie haben Stärken, so wie jeder von uns. Um der Öffentlichkeit diese Stärken aufzuzeigen und zugleich für eine begabungsgerechte Beschulung ohne Diskriminierung einzutreten, rufen wir den 30.9. zum jährlichen „Aktionstag der Legasthenie und Dyskalkulie“ aus, sagt Rainer Becker, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Kinderhilfe e. V.

+++ Eine gezielte individuelle Förderung für Betroffene +++

Schulen sind gefordert, auf die besondere Situation der Schülerinnen und Schüler mit einer Legasthenie oder Dyskalkulie einzugehen. Von den evaluierten Förderansätzen für Kinder mit einer Teilleistungsstörung profitieren alle Kinder mit Schwierigkeiten im Lesen, Rechtschreiben oder Rechnen. Eine reine Stoffwiederholung hilft den betroffenen Kindern wenig. Ein Kind mit einer Dyskalkulie, dem noch das Grundverständnis für Zahlen und Mengen fehlt, kann die Grundrechenarten noch gar nicht verstehen. Nur durch eine gezielte individuelle Förderung kann diese Lücke geschlossen werden. In den meisten Schulen sind die Pädagogen auf diese Form der individuellen Förderung gar nicht vorbereitet. Weiterbildungen für Pädagogen oder die Einbindung von gut qualifizierten Lerntherapeuten in den Förderunterricht sind dringend notwendig, um eine Chancengleichheit zu gewährleisten.

„Wir brauchen ein Bildungssystem, das die individuelle und bestmögliche Förderung ALLER Kinder sicherstellt. Wir hoffen daher, dass sich unter dem Motto „Bessere Bildungschancen für Kinder mit Legasthenie und/oder Dyskalkulie!“ bundesweit zahlreiche Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Eltern und Initiativen an unserem Aktionstag beteiligen und dazu beitragen, betroffenen Kindern eine Stimme zu geben“, sagt Yade Lütz, Projektmanagerin für die Bereiche Bildung und Gesundheit der Deutschen Kinderhilfe. Die Deutsche Kinderhilfe und der BVL freuen sich auf die Einsendung von Aktionen anlässlich des Aktionstags am 30.9., um darüber zu berichten.

Weitere Informationen zum Thema Legasthenie und Dyskalkulie sind im Internet unter http://www.bvl-legasthenie.de abrufbar.

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Legasthenie und Dyskalkulie im Erwachsenenalter: Gemeinsam sind wir stark!

Die Gruppe der JungenAktiven (JA) im Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie (BVL) informiert Jugendliche und junge Erwachsene über ihre Möglichkeiten und Rechte, um Schule, Ausbildung und Studium erfolgreich zu absolvieren.

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Die Auswirkungen einer Legasthenie oder Dyskalkulie können noch bis ins Erwachsenenalter reichen und den Weg durch die Schule, die Ausbildung oder das Studium deutlich erschweren. Jugendliche und junge Erwachsene werden mit ihren Problemen meistens allein gelassen, sie erhalten keine Förderung mehr und oftmals wird ihnen auch ein Nachteilsausgleich in Prüfungen verwehrt. Im BVL hat sich daher eine Gruppe von Jugendlichen und jungen Erwachsenen gebildet, die sich dafür einsetzen, Hilfe zur Selbsthilfe aufzubauen. „Wenn wir unsere Anliegen selber in die Hand nehmen, dann können wir eher etwas bewegen als wenn jeder einzeln für sich kämpft“, sagt Sonja Borowski aus dem Sprecherteam der JungenAktiven (JA).

Unter dem Motto „Erfolgreich leben mit Legasthenie und Dyskalkulie“ trafen sich vom 22. bis 24. Januar in Tübingen 17 Mitglieder der JungenAktiven aus allen Teilen Deutschlands, um sich auszutauschen und voneinander zu lernen. Der Workshop hat den Teilnehmern noch einmal vor Augen geführt, wie unterschiedlich die Rahmenbedingungen in den Ländern sind. „Es ist traurig, dass die Fördermöglichkeiten vom Bundesland und der Unterstützung in den Schulen abhängig sind und es keine Einheitlichkeit gibt“, bedauert Sylvia*, eine Teilnehmerin des Workshops. Die Biografien der 17 TeilnehmerInnen zeigten, dass es je nach Bundesland, ganz unterschiedliche schulrechtliche Regelungen gibt, die die Lebensläufe stark beeinträchtigen können. Oftmals hatten die Teilnehmer das Gefühl, dass sie in der Schule für „dumm und faul“ abgestempelt werden. „Nur weil ich eine Legasthenie habe, bin ich noch lange nicht dumm“, betont Jakob* vom Sprecherteam der JA-Gruppe. Auf dem Workshop wurde herausgearbeitet, welche Möglichkeiten junge Erwachsene haben ihre Rechte durchzusetzen, um eine Chancengleichheit zu erhalten. „Das Treffen hat mir den Rücken gestärkt um rauszugehen und weiter zu kämpfen“, sagt Sylvia*. Der Winterworkshop wurde von der BARMER GEK im Rahmen der Selbsthilfeförderung finanziell unterstützt.

Unter dem Motto: „Gemeinsam sind wir stark“ wird es vom 05. bis 07. August den nächsten Sommer-Workshop in Frankfurt/Main geben. In Frankfurt wird das Thema „Biografien“ im Mittelpunkt stehen, um erneut von den Teilnehmern zu lernen und so Hilfe zur Selbsthilfe zu erfahren. Der Workshop wird ebenfalls über die Selbsthilfeförderung der BARMER GEK finanziert. „Es tut total gut mitzubekommen wie sich andere in ihrem schulischen und beruflichen Leben bisher durchgekämpft haben. Ich werde auf jeden Fall wieder am Workshop teilnehmen“, sagt Sylvia*. Bei Interesse können weitere Informationen zum Workshop per E-Mail über die JA-Gruppe ja@bvl-legasthenie.de angefordert werden.

Weitere Informationen zum Thema Legasthenie und Dyskalkulie sowie zur JA-Gruppe sind im Internet unter http://www.bvl-legasthenie.de abrufbar.
*Die vollständigen Namen sind der Redaktion bekannt.

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Diskriminierung stoppen: TV-Spots zur Legasthenie und Dyskalkulie appellieren für mehr Verständnis und Unterstützung in der Gesellschaft

Der Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie (BVL) möchte mit seinen TV-Spots darauf aufmerksam machen, dass Menschen mit einer Legasthenie und Dyskalkulie mehr Akzeptanz und Toleranz erfahren.

Diskriminierung stoppen: TV-Spots zur Legasthenie und Dyskalkulie appellieren für mehr Verständnis und Unterstützung in der Gesellschaft
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In Deutschland sind ca. 10 Millionen Menschen von einer Legasthenie oder Dyskalkulie betroffen. Bis heute hält sich der Makel, sie seien dumm oder faul. Die Begriffe „Legasthenie“ und „Dyskalkulie“ werden leider oftmals verwendet, um Menschen zu verunglimpfen. In der Schule, Ausbildung, Studium oder Beruf wird ihnen das Leben häufig unnötig schwer gemacht, anstatt sie zu unterstützen. Der BVL hat daher nach einem Weg gesucht, eine breite Öffentlichkeit darüber zu informieren, dass Menschen mit einer Legasthenie oder Dyskalkulie über die gleichen Stärken verfügen wie andere Menschen auch, denn beide Beeinträchtigungen haben keinen Einfluss auf die allgemeine Begabung.

Die Marktschreier Kommunikationsagentur, die der Initiator der BVL TV-Spots war, hat dem BVL Wege geebnet, die die Realisation eines TV-Spots trotz der knappen finanziellen Ressourcen eines Selbsthilfevereins möglich gemacht haben. Es wurden die Türen zu RTL geöffnet, wo die beiden Spots in den Werbeblöcken ein Jahr lang kostenfrei gesendet werden. Nur dank des sozialen Engagements von RTL konnte das Projekt überhaupt in Angriff genommen werden. Die Agentur hat im nächsten Schritt Studenten einer Gestaltungshochschule in München unter Leitung von Christoph Everding beauftragt, eine Idee für einen TV-Spot zu entwickeln, um auf die Themen aufmerksam zu machen. Das Konzept der Studenten Ahmed Fouda, Benedikt Matern, Pascal Plaumann und Tsing Tsing Wu sollte bildhaft darstellen, wo die Probleme bei einer Legasthenie oder Dyskalkulie liegen und wie sie mit entsprechender Unterstützung gelöst werden können. Die Konzeptidee des Legasthenie-Spots wurde vom BVL auch auf das Thema Dyskalkulie übertragen, denn beide Themen konnten nicht gleichzeitig in einem Spot vermittelt werden.

„In 20 Sekunden lässt sich so ein komplexes Thema wie Legasthenie oder Dyskalkulie natürlich nicht aufarbeiten, aber wir freuen uns, wenn Bilder die Botschaft „Menschen mit Legasthenie oder Dyskalkulie sind wie Du und ich“ transportieren“, sagt Christine Sczygiel, Bundesvorsitzende des BVL. Die Spots wurden mit dem Song „Nimm mich mit“ des jungen aufstrebenden Musikers VAUU unterlegt. Er spielt auch selber in dem TV-Spot zur Legasthenie mit. Diese spontane Unterstützung war ebenfalls eine wertvolle Hilfe. „Meine eigenen Erfahrungen mit der Legasthenie in der Schulzeit sitzen noch tief. Ich finde daher die BVL-Kampagne genial und unterstütze sie sehr gerne“, sagt VAUU. Auch wenn der Song nicht für den Spot geschrieben wurde, so steht die Botschaft „Nimm mich mit“ auch stellvertretend dafür, dass Menschen mit einer Legasthenie oder Dyskalkulie nicht ausgegrenzt werden dürfen. Nachdem in einem weiteren Schritt auch der Drehort in einer U-Bahn in München möglich war, konnte das Drehbuch für beide Spots geschrieben und die Produktion der Spots von Jodo-ProductionServices realisiert werden. Von der Idee bis zur Realisation waren es spannende Monate. Dank der guten Zusammenarbeit und des Engagements aller Beteiligten ist es gelungen, dass die beiden Spots jetzt bei RTL ausgestrahlt werden.

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Pressemitteilungen

Neue S3-Leitlinie zur Diagnostik und Behandlung einer Legasthenie

S3-Leitlinie schafft klare fächerübergreifende Standards zur Diagnostik und Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Lese- und/oder Rechtschreibstörungen.

Neue S3-Leitlinie zur Diagnostik und Behandlung einer Legasthenie
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Mit der neuen S3-Leitlinie, die federführend von der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie e.V. (DGKJP) koordiniert wurde, liegen nun erstmals klare, fächerübergreifende Handlungsempfehlungen zur Diagnostik und Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Lese- und/oder Rechtschreibstörungen vor. Ziel dieser Leitlinie ist es, klare, empirisch fundierte Handlungsanweisungen für eine eindeutige und objektive Diagnostik der Lese- und/oder Rechtschreibstörung bereitzustellen und über die Wirksamkeit einzelner Fördermethoden zu informieren. Darauf aufbauend werden Empfehlungen für eine angemessene Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit einer Lese- und/oder Rechtschreibstörung durch wissenschaftlich begründete (evidenzbasierte), qualitätsgesicherte Verfahren der Diagnostik und Therapie bereitgestellt.

Insgesamt haben 23 Gesellschaften, Verbände und Organisationen aus den Bereichen Pädagogik, Psychologie und der Medizin in einer fast dreijährigen Entwicklungsphase 29 Empfehlungen zur Diagnostik und Behandlung entwickelt. „Es ist ein bedeutsamer Durchbruch, dass es gelungen ist, fächerübergreifend diagnostische und therapeutische Standards festzulegen“, freut sich der Koordinator dieser Leitlinie, Professor Dr. Gerd Schulte-Körne von der LMU München.

Der Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie (BVL) sieht in der S3-Leitlinie ein wichtiges Instrument, um den betroffenen Kindern und Jugendlichen die notwendige Unterstützung zukommen zu lassen. Schulisch wie auch außerschulisch können so die richtigen Maßnahmen eingeleitet werden. „Für unsere Kinder mit einer Legasthenie liegen nun endlich klare Empfehlungen vor, wie sie diagnostiziert und wirksam gefördert werden können“, betont Christine Sczygiel, Bundesvorsitzende des BVL. „Gerade bei der Förderung gibt es so viele Angebote, die oftmals keinen nachhaltigen Erfolg zeigen. Hier hilft uns die Leitlinie sehr, Eltern gut zu beraten“, sagt Sczygiel.

Unter den folgenden Links sind die Leitlinie und die Leitliniendokumente verfügbar:

www.awmf.de
www.dgkjp.de
http://www.kjp.med.uni-muenchen.de
www.bvl-legasthenie.de

Weitere Informationen zum Thema Legasthenie und Dyskalkulie sowie zum Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e. V. sind im Internet unter http://www.bvl-legasthenie.de abrufbar.

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Über den Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e.V.:

Der Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e.V. besteht seit über 30 Jahren und ist eine Interessenvertretung von Betroffenen und deren Eltern sowie von Fachleuten (Pädagogen, Psychologen, Ärzten, Wissenschaftlern und im sozialen Bereich Tätigen), die sich in Theorie und Praxis mit der Legasthenie und Dyskalkulie auseinandersetzen. Er trägt dazu bei, dass gesetzliche Grundlagen und wissenschaftliche sowie praktische Möglichkeiten der Hilfe in allen Bundesländern geschaffen und verbessert werden. Durch persönliche Beratung, Informationsschriften und Hinweise auf geeignete Literatur sollen die Eltern die Schwierigkeiten ihrer betroffenen Kinder besser verstehen lernen.

Der BVL fördert durch wissenschaftliche Kongresse und Veröffentlichungen die Forschung und den wissenschaftlichen Dialog unter Fachleuten aller beteiligten Disziplinen. Durch Informationen und Zusammenarbeit mit den Medien macht der BVL die Probleme der Legastheniker und Dyskalkuliker bekannt.

Weitere Informationen zum Thema Legasthenie und über den Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e.V. sind im Internet unter http://www.bvl-legasthenie.de abrufbar.

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Fachtagung: Legasthenie und Dyskalkulie in Ausbildung, Studium und Beruf

Der Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie (BVL) veranstaltet gemeinsam mit der KIS (Kontakt- und Informationsstelle für Studierende mit Behinderung und chronischer Erkrankung) der Universität Würzburg am 25. April 2015 in Würzburg eine Fachtagung

Fachtagung: Legasthenie und Dyskalkulie in Ausbildung, Studium und Beruf
Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie

Menschen mit einer Legasthenie (Lese-Rechtschreibstörung) oder einer Dyskalkulie (Rechenstörung) haben teilweise auch noch im Erwachsenenalter mit ihrer Beeinträchtigung zu kämpfen. Vielen Ausbildungsbetrieben oder Hochschulen ist das nicht bewusst, denn es fehlt die Kenntnis, dass die Probleme über die Schulzeit hinaus reichen können.

„Die hohe Zahl von Studienabbrechern könnte reduziert werden, wenn die Studierenden eine bessere Beratung und Unterstützung vor und während des Studiums erhalten würden“, sagt Sandra Ohlenforst von der KIS der Universität Würzburg. „Wir sehen es als eine große Chance für alle Beteiligten, wenn die Problematik einer Legasthenie oder Dyskalkulie besser verstanden wird und so gezielte Hilfestellung erfolgen kann, die zu einem erfolgreichen Studienabschluss führt“, so Ohlenforst.

Im Rahmen der Fachtagung sollen praxisnahe Unterstützungsmöglichkeiten aufgezeigt werden und wie mit Nachteilsausgleichen oder technischen Hilfsmitteln unnötige Barrieren abgebaut werden können. Dem BVL und der KIS der Universität Würzburg ist es gelungen, zu den Themen fachkompetente Referenten zu gewinnen, die die verschiedenen Blickwinkel beleuchten und mögliche Wege der Unterstützung aufzeigen. Bei einer abschließenden Podiumsdiskussion kommen Auszubildende und Studierende zu Wort und berichten über eigene Erfahrungen.

Zielgruppe dieser Fachtagung sind Schulen, Berufsschulen, Ausbildungsbetriebe, Hochschulen sowie alle Stellen, die für Ausbildung und Studium verantwortlich sind. Ganz besonders sollen Auszubildende und Studierende motiviert werden, an dieser Fachtagung teilzunehmen, um sich gut informiert ihren täglichen Herausforderungen zu stellen. Die Anmeldung zur Fachtagung ist ab sofort online unter https://www.bvl-legasthenie.de/tagung.html möglich.

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Gemeinschaftsschule Salem gewinnt Wettbewerb „Legasthenie und Dyskalkulie freundliche Schule“

Der Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie (BVL) zeichnet die Gemeinschaftsschule Salem beim Schulwettbewerb mit dem 1. Preis aus.

Gemeinschaftsschule Salem gewinnt Wettbewerb "Legasthenie und Dyskalkulie freundliche Schule"
Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie

Zum 3. Mal hat der Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie (BVL) zum Wettbewerb „Legasthenie und/oder Dyskalkulie freundliche Schule oder Hochschule“ aufgerufen.

Die Gemeinschaftsschule Salem konnte beim BVL mit vielen guten Ansätzen punkten. Sie gehört zu den wenigen Schulen, die sich gleichermaßen für die Förderung von Schülern mit Legasthenie und Dyskalkulie einsetzt. Das Motto der Schule „Jedem Schüler seine Chance“, wird mit einem umfangreichen Angebot im Rahmen der „Salemer Unterrichtskonzeption“ gefüllt. Die persönlichen Stärken der Schüler werden in den Mittelpunkt gestellt und es erfolgt bereits eine intensive Vorbereitung auf einen möglichen Beruf. „Wir binden die Förderstunden in die Vormittagsstunden ein, um die Schüler nicht zusätzlich zu belasten. Wichtig ist für uns auch frühe Erprobung in der Praxis durch Praktika in Betrieben, um Lust auf einen Beruf zu wecken und so die Lernmotivation zu fördern, weil die Schüler dann ein Ziel vor Augen haben“, erklärt Emil Bauscher, Rektor der Gemeinschaftsschule. Als hervorzuhebende Leistung sieht der BVL auch die kreative Form der Finanzierung des Förderkonzeptes. Durch die Initiativen der Schulleitung, der Eltern und des Fördervereins erhalten alle Schüler die Förderbedarf haben, eine hoch qualifizierte Lerntherapie. „Auch sozial bedürftige Schüler erhalten so bei Bedarf eine Einzeltherapie“, sagt Bauscher. Hier nimmt die Schule das Problem der fehlenden finanziellen Ausstattung selber in die Hand und sorgt für die finanziellen Mittel durch einen hohen persönlichen Einsatz, wie z. B. das jährliche Benefizkonzert.

Die BVL-Bundesvorsitzende Christine Sczygiel wird den Preis in Höhe von 1.000 EUR am 7. März 2015 im Rahmen einer Schulveranstaltung persönlich überreichen.

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Auszubildende mit Legasthenie oder Dyskalkulie haben einen Anspruch auf Nachteilsausgleich

Der Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie (BVL) berät Auszubildende und Ausbildungsbetriebe bei der Gestaltung eines anforderungsgerechten Nachteilsausgleichs.

Auszubildende mit Legasthenie oder Dyskalkulie haben einen Anspruch auf Nachteilsausgleich
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Legasthenie und Dyskalkulie können Auszubildende auch noch im Erwachsenenalter beeinträchtigen. Die Schulzeit wird von den meisten Betroffenen als zwar schwerste Zeit empfunden, da dort der Erwerb der Lese-, Rechtschreib- und Rechenkompetenzen im Mittelpunkt steht. Aber auch bei der Ausbildung können einige Auszubildende noch daran scheitern, eine Ausbildung erfolgreich abzuschließen. „Es ist schon fatal, wie viele Auszubildende eine Ausbildung abbrechen oder nicht abschließen können, weil sie die Prüfungen nicht bestehen“, bedauert Christine Sczygiel, Bundesvorsitzende des BVL. „Dabei geht es nicht um ein Versagen bei den fachlichen Kompetenzen, sondern um die Nichtgewährung eines Nachteilsausgleichs in den Prüfungen“, sagt Sczygiel.

Viele Auszubildende sprechen nicht offen über ihre Probleme beim Lesen, Rechtschreiben oder Rechnen, weil sie Angst davor haben, man könnte damit auch ihre fachlichen Fähigkeiten in Frage stellen. Dabei sind Arbeitgeber und die Kammern sehr daran interessiert, junge Menschen dabei zu unterstützen, ihre Ausbildung erfolgreich abzuschließen. Wichtig für alle Beteiligten ist zu wissen, in welcher Form eine anforderungsgerechte Unterstützung erfolgen kann. Der BVL berät Auszubildende und Ausbildungsbetriebe, welche Maßnahmen hilfreich sein können, damit ein Auszubildender seine fachlichen Fähigkeiten uneingeschränkt in den Prüfungen darlegen kann. Wichtige Hinweise zur Gestaltung eines Nachteilsausgleichs erhalten Ausbildungsbetriebe und Kammern auch über das neue Handbuch „Nachteilsausgleich für behinderte Auszubildende“ des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).

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