Tag Archives: Versicherung

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ARAG Verbrauchertipps zu Karneval – Teil 3

ARAG Experten geben wertvolle Rechtstipps für die fünfte Jahreszeit.

ARAG Verbrauchertipps zu Karneval - Teil 3

Karneval und Arbeit I
In Karnevalshochburgen führen der Karneval, Fastnacht oder Fasching zu Ausnahmesituationen, auch am Arbeitsplatz, während in anderen Regionen normal gearbeitet wird. Ob und wie gefeiert wird, möglicherweise sogar mit einer eigenen Betriebsfeier, hängt in erster Linie vom einzelnen Unternehmen ab. Generell gilt: Rosenmontag und Faschingsdienstag sind keine gesetzlichen Feiertage, allerdings kann etwas anderes per Arbeits- oder Tarifvertrag vereinbart sein oder durch langjährige betriebliche Übung gelten. Wer sich im Fasching austoben möchte, muss also eventuell Urlaub nehmen. Das Arbeitsgericht Köln hat entschieden, dass Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst keinen Anspruch auf Arbeitsbefreiung an Geburtstagen, zur Weiberfastnacht und am Rosenmontag haben (Az.: 2 Ca 6269/09). Genauso hat auch der Bayerische Verwaltungsgerichtshof zum Karnevalsdienstag entschieden (Az.: 17 P 05.3061).

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Karneval und Arbeit II
Weiberfastnacht oder Rosenmontag ist ein kleines Bier mit den Kollegen oder ein Piccolo um 11:11 Uhr doch erlaubt, oder? Der Arbeitnehmer muss grundsätzlich arbeitsfähig sein, erklären ARAG Experten. Einen Rausch sollte man sich deshalb am Arbeitsplatz nicht antrinken. Ob Alkohol generell verboten ist, hängt von den individuellen Vereinbarungen in Unternehmen ab. Besser ist es auf jeden Fall, vorher mit dem Vorgesetzten oder Chef zu sprechen, wenn im Betrieb angestoßen werden soll.

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Vorfahrt für Fasching und Karneval
Fahrzeughalter in Mainz, Düsseldorf, Köln und anderen Karnevalshochburgen parken am Rosenmontag gefährlich. Wer nämlich sein Auto am Weg des Karnevalsumzuges in einem verkehrsberuhigten Bereich außerhalb der eingezeichneten Parkplätze abstellt, muss laut ARAG Experten für die Abschleppkosten unter Umständen tief in die Tasche greifen. Das entschied das Verwaltungsgericht Koblenz. Selbst die so genannte Parkerleichterung für Schwerbehinderte ließen die Richter nicht als Ausrede gelten, weil der Autofahrer nicht nachweisen konnte, dass der behauptete Arztbesuch tatsächlich stattgefunden hatte (VerwG Koblenz, Az.: 4 K 536/09).

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Nicht ohne Kostüm?
Ohne Kostüme kein Karneval – und je kreativer das Outfit, desto besser. Fast alles ist erlaubt. Ein paar Grenzen sind den Jecken und Narren bei der Kostümwahl aber dennoch gesetzt: Die Verkleidung darf kein öffentliches Ärgernis erregen, so ARAG Experten. Nimmt das Kostüm exhibitionistische Züge an oder provoziert zu stark, drohen mitunter rechtliche Konsequenzen – wie ein Bußgeld oder eine Anzeige. Aber nicht nur Busen-Blitzer können so eine Ordnungswidrigkeit darstellen. Auch das Tragen von Nazi-Emblemen auf Uniformen oder ähnlichem ist zu Karneval strafbar. Die Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ist nach dem deutschen Strafrecht ein Vergehen gegen § 86a StGB und kann mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit einer Geldstrafe bestraft werden.

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Die ARAG ist das größte Familienunternehmen in der deutschen Assekuranz und versteht sich als vielseitiger Qualitätsversicherer. Neben ihrem Schwerpunkt im Rechtsschutzgeschäft bietet sie ihren Kunden in Deutschland auch attraktive, bedarfsorientierte Produkte und Services aus einer Hand in den Bereichen Komposit, Gesundheit und Vorsorge. Aktiv in insgesamt 17 Ländern – inklusive den USA und Kanada – nimmt die ARAG zudem über ihre internationalen Niederlassungen, Gesellschaften und Beteiligungen in vielen internationalen Märkten mit ihren Rechtsschutzversicherungen und Rechtsdienstleistungen eine führende Positionen ein. Mit 3.800 Mitarbeitern erwirtschaftet der Konzern ein Umsatz- und Beitragsvolumen von mehr als 1,7 Milliarden EUR.

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ARAG Recht schnell…

Urteile auf einen Blick

ARAG Recht schnell...

+++ Keine Unterhaltspflicht gegenüber Eltern +++
Eine Unterhaltsverpflichtung eines erwachsenen Kindes besteht laut ARAG nicht, wenn der bedürftige Elternteil seine eigene, frühere Unterhaltsverpflichtung gegenüber dem Kind gröblich vernachlässigt hat und eine Inanspruchnahme insgesamt grob unbillig erscheint (OLG Oldenburg, Az.: 4 UF 166/15).

+++ Fahren ohne Führerschein: Zwei Autos sichergestellt +++
Bei schwerwiegenden Verstößen können laut ARAG Kraftfahrzeuge sichergestellt werden. Das Verwaltungsgericht Köln erachtete eine solche polizeiliche Verfügung für rechtmäßig, da der 18-jährige gegnerische Antragsteller ein Intensivtäter im Bereich der Straßenverkehrsdelikte ist, der sein Verhalten offenkundig nicht eigenständig kontrollieren kann, um sich regelkonform zu verhalten (VG Köln, Az.:20 L 3178/16).

+++ Keine Geldbuße trotz Handy am Steuer+++
Wer bereits vor Antritt der Fahrt telefoniert und sein Telefonat sodann während der Fahrt mit Handy in der Hand fortsetzt, muss laut ARAG unter Umständen keine Geldbuße zahlen. Dies hat das OLG Stuttgart entschieden (OLG Stuttgart, Az.: 4 Ss 212/16).

Langfassungen:

Keine Unterhaltspflicht gegenüber Eltern
Eine Unterhaltsverpflichtung eines erwachsenen Kindes besteht unter Umständen nicht, wenn der bedürftige Elternteil seine eigene, frühere Unterhaltsverpflichtung gegenüber dem Kind gröblich vernachlässigt hat. Im zugrunde liegenden Fall wurde eine Unterhaltspflicht der erwachsenen Tochter verneint. Der Vater hatte über sechs Jahre lang gar nichts für die damals noch bedürftige Tochter gezahlt, obwohl er in der Lage gewesen wäre, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Er hatte darüber hinaus bei der Trennung von der Mutter per Einschreiben mitgeteilt, dass er von seiner alten Familie nichts mehr wissen wolle. Ein solcher Kontaktabbruch stellt eine weitere grobe Verfehlung gegenüber der Tochter und eine Verletzung der väterlichen Pflicht zu Beistand und Rücksicht dar. Der Kontaktabbruch ist auch nachhaltig gewesen. Allein die Einladung der Tochter zur neuen Hochzeit des Vaters und ein einmaliger Besuch der Tochter während eines Krankenhausaufenthaltes des Vaters führten noch nicht zu einer Wiederherstellung des Vater-Tochter-Verhältnisses. Zwar stellt ein Kontaktabbruch nicht regelmäßig eine grobe Verfehlung dar, die zu einem Verlust des Unterhaltsanspruchs führt. Vorliegend kommt aber neben dem Kontaktabbruch noch die grobe Verletzung der Unterhaltspflicht gegenüber dem Kind hinzu. Die Tochter hatte als Kind nicht nur wirtschaftlich schlecht dagestanden, sondern auch die emotionale Kälte des Vaters durch den Kontaktabbruch erfahren müssen. Beides zusammen führe dazu, dass die Tochter als Erwachsene jetzt nicht mehr für den Vater einstehen muss, erklären ARAG Experten (OLG Oldenburg, Az.: 4 UF 166/15).

Fahren ohne Führerschein: Zwei Autos sichergestellt
Bei schwerwiegenden Verstößen können Kraftfahrzeuge sichergestellt werden. Ein 18-Jähriger ist mit seinem Antrag auf einstweiligen Rechtsschutz gegen die Sicherstellung seiner beiden Kraftfahrzeuge gescheitert. Obwohl er nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis ist, hat die Polizei festgestellt, dass er seit September 2014 in mindestens 20 Fällen Auto gefahren ist. Zudem hat er nach polizeilichen Erkenntnissen zeitgleich weitere Rechtsverstöße begangen und sich polizeilichen Kontrollen wiederholt durch Flucht entzogen. Bei den anschließenden Verfolgungen war es laut Feststellungen der Polizei zu ganz erheblichen Geschwindigkeitsüberschreitungen und Rotlichtverstößen, zu gefährlichen Eingriffen in den Straßenverkehr, Gefährdungen des Straßenverkehrs durch rücksichtsloses Verhalten und Nötigungen gekommen. Da vielfältige Versuche des Polizeipräsidiums, eine Verhaltensänderung beim Antragsteller herbeizuführen, ohne Erfolg blieben, hat das Polizeipräsidium Köln mit Verfügung vom 25.11.2016 einen BMW Z 4 und einen Nissan Z 350 des Antragstellers sichergestellt. Die Sicherstellung bewirkt, dass der Antragsteller die Fahrzeuge dauerhaft nicht nutzen kann. Gegen diese Verfügung hat der Antragsteller Klage erhoben und zugleich mit der Begründung die Sicherstellung der Fahrzeuge sei unverhältnismäßig, einstweiligen Rechtsschutz beantragt. Dies jedoch ohne Erfolg, denn laut Verwaltungsgericht (VG) war die Sicherstellungsverfügung rechtmäßig. Denn es handele sich beim Antragsteller um einen Intensivtäter im Bereich der Straßenverkehrsdelikte, der offenkundig nicht in der Lage sei, sein Verhalten eigenständig zu kontrollieren, um sich regelkonform zu verhalten. Die Sicherstellung der Fahrzeuge war deshalb erforderlich, um eine erhebliche gegenwärtige Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer abzuwenden, ergänzen ARAG Experten (VG Köln, AZ 20 L 3178/16).

Keine Geldbuße trotz Handy am Steuer
Wer bereits vor Antritt der Fahrt telefoniert und sein Telefonat sodann während der Fahrt mit Handy in der Hand fortsetzt, muss laut ARAG unter Umständen keine Geldbuße zahlen. Der betroffene Autofahrer telefonierte bereits vor Fahrtantritt mit seinem Smartphone. Telefonierend stieg er in das Auto ein und startete den Motor. Dabei stellte sein Mobiltelefon selbsttätig über Bluetooth eine Verbindung mit der Freisprecheinrichtung des Fahrzeugs her, so dass das Telefonat während der Fahrt über die Freisprechanlage fortgeführt wurde. Dabei hatte der Autofahrer vergessen, das Mobiltelefon wegzulegen und hielt dieses weiterhin in der Hand. Gegen die Verurteilung wegen der „fahrlässigen Benutzens eines Mobiltelefons mittels Halten des Mobiltelefons während der Fahrt“ wehrte sich der Autofahrer – mit Erfolg! Ein Kraftfahrzeugführer, der während der Fahrt ein mit einer Freisprechanlage verbundenes Mobiltelefon in der Hand hält und über die Freisprechanlage telefoniert, verstößt nicht gegen das Verbot der Benutzung von Handys, solange er keine weiteren Funktionen des in der Hand gehaltenen Geräts nutzt. In der aktuellen Fassung heißt es, dass ein Fahrzeugführer ein Mobil- oder Autotelefon nicht benutzen darf, wenn hierfür das Mobiltelefon oder der Hörer des Autotelefons aufgenommen oder gehalten werden muss. Somit erfasst das Verbot nicht mehr die Benutzung jeglicher Mobilfunkgeräte, die der Fahrer hält, sondern bezieht sich nur auf Geräte, die zur Benutzung gehalten werden müssen. Der Benutzung einer Freisprecheinrichtung wohnt gerade inne, dass beide Hände für die eigentliche Fahraufgabe zur Verfügung stehen, Daher ist die Verwendung eines Mobiltelefons über Bluetooth ist also keine „Benutzung“, wenn der Fahrzeugführer dazu den Telefonhörer nicht aufnehmen oder halten muss, erläutern ARAG Experten die Argumentation des Gerichts (OLG Stuttgart, AZ 4 Ss 212/16).

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„Allergiegefahr bei Karnevalsschminke“ – Verbraucherfrage der Woche der DKV

Gut beraten von den Experten der ERGO Group

Matilda L. aus Hürth:
An Karneval möchte ich mich wieder verkleiden und schminken. Jetzt habe ich gehört, dass Karnevalsschminke Allergien auslösen kann. Stimmt das?

Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte bei der DKV Deutsche Krankenversicherung:
Die richtige Schminke gehört zu einem gelungenen Kostüm einfach dazu. Aber es ist tatsächlich so, dass manche Inhaltsstoffe Haut- und Augenreizungen oder sogar Allergien hervorrufen können. Gerade im Winter ist die Haut durch Kälte und Heizungsluft ohnehin meist schon gereizt. Häufiges Schminken und Abschminken belastet sie noch zusätzlich. In Kombination mit den in vielen Schminkfarben enthaltenen Konservierungsstoffen führt dies dann oft zu Rötungen, Juckreiz oder Ausschlag. Vor allem Menschen mit empfindlicher Haut und Kinder neigen zu einer allergischen Reaktion. Treten unangenehme Symptome auf, sollte der Betroffene die Schminke sofort entfernen und eine beruhigende Creme auftragen. Um Hautirritationen zu vermeiden, lohnt es sich, in hochwertige Theaterschminke oder wasserlösliche Farbe zu investieren. Auch Produkte mit dem Hinweis „dermatologisch getestet“ sind meist unbedenklich. Zudem sollte das Haltbarkeitsdatum der Schminke noch nicht überschritten sein. Die oberste Regel ist jedoch: Gut abschminken! Am besten mit sanften Mitteln wie Babyöl oder einer milden Seife, um einer zusätzlichen Reizung vorzubeugen. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann gekaufte Schminke zunächst in der Armbeuge testen, denn hier ist die Haut ähnlich empfindlich wie im Gesicht.
Anzahl der Anschläge (inkl. Leerzeichen): 1.283

Diese und weitere Verbraucherthemen finden Sie unter www.ergo.com/verbraucher Weitere Informationen zur Krankenversicherung finden Sie unter www.dkv.de

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Die DKV ist seit beinahe 90 Jahren mit bedarfsgerechten und innovativen Produkten ein Vorreiter der Branche. Der Spezialist für Gesundheit bietet privat und gesetzlich Versicherten umfassenden Kranken- und Pflegeversicherungsschutz sowie Gesundheitsservices, und organisiert eine hochwertige medizinische Versorgung. 2015 erzielte die Gesellschaft Beitragseinnahmen in Höhe von 4,8 Mrd. Euro.
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ARAG Verbrauchertipps zu Karneval – Teil 2

ARAG Experten geben wertvolle Rechtstipps für die fünfte Jahreszeit.

ARAG Verbrauchertipps zu Karneval - Teil 2

Rutschgefahr in Karnevalshochburgen
Geselligkeit fordert häufig auch ihren Tribut, z. B. in Form von kleinen Rempeleien in einer großen Menschenmenge. Dass dabei schon mal ein Getränk verschüttet werden kann, erklärt sich nahezu von selbst. Schade nur, wenn jemand bei einer Veranstaltung auf einer Bierlache ausrutscht und sich dabei verletzt. Bei Großveranstaltungen, gerade im Karneval, lohnt es sich allerdings aufgrund dessen nicht, den Veranstalter auf Schadensersatz oder Schmerzensgeld zu verklagen, wissen ARAG Experten. Das Vorhandensein von Flüssigkeiten auf dem Fußboden und die damit einhergehende Rutschgefahr kann nicht komplett vermieden werden (OLG Köln, Az.: 19 U 7/02).

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Wird“s im Karneval zu laut,…
… helfen denen, die es stört, nur Ohrenstöpsel. Denn beschweren hilft an diesen Feiertagen nicht, erklären ARAG Experten. So ist es nicht nur kein Problem, wenn der Karnevalsumzug eine Lautstärke von 70 Dezibel überschreitet, sondern auch, wenn die vorgeschriebenen Ruhezeiten ab 22 Uhr nicht eingehalten werden können. Die tollen Tage sind zumindest in den Karnevalshochburgen ohne Musik und Feierei nicht denkbar. Demnach müssen auch Gastwirte lautstark singende oder gar grölende Gäste nicht zur Räson bringen, indem sie sie der Kneipe verweisen (AG Köln, Az.: 532 OWi 183/96; VG Frankfurt a.M., Az.: 15 G 401/99).

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Tanzen – besser nur mit Zustimmung der Partnerin
Ausgelassene Stimmung gehört an Karneval dazu. Allzu ungestümen Tänzern kann jedoch eine Klage drohen. So erging es einem Mann, der eine Frau äußerst schwungvoll und vor allem ungefragt auf die Tanzfläche zog. Er verlor dann jedoch das Gleichgewicht und stürzte gemeinsam mit ihr rückwärts aus dem geöffneten Fenster. Das angerufene Gericht ging nicht von einem gemeinsamen Tanz aus, da die Frau keine Zeit gehabt hatte, dem Tanz zuzustimmen oder ihn abzulehnen. Daher galten zugunsten des Mannes auch keine Haftungseinschränkungen, so die ARAG Experten. Er musste der Frau wegen ihrer Verletzungen Schmerzensgeld zahlen (OLG Hamburg, Az.: 6 U 262/98).

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Wild pinkeln bleibt verboten!
Zu Karneval fließen die Getränke meist in Strömen. Der reichliche Genuss führt dazu, dass sich so mancher Jeck öfter erleichtern muss, als ihm lieb ist. Doch bitte nicht immer direkt an Ort und Stelle! Laut Gesetz stellt das „Urinieren in der Öffentlichkeit“ eine Erregung des öffentlichen Ärgernisses dar. Dafür kann laut ARAG Experten ein Ordnungsgeld von bis zu 100 Euro fällig werden.

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Ins Pfefferspray ins jecke Treiben?
In den Karnevalshochburgen geht es bald wieder hoch her. Von Weiberfastnacht bis zur Nubbelverbrennung wird gesungen, geschunkelt, getrunken und gebützt. Manchmal wird in der feuchtfröhlichen Runde allerdings auch eine Dame gebützt, die damit gar nicht einverstanden ist und so manche närrische Hand landet ungefragt auf fremden Körperteilen, auf denen sie so gar nichts zu suchen hat. Gut, wenn frau sich dann resolut eine Armlänge Freiraum schaffen kann. Da solche Zudringlichkeiten aber nicht immer so einfach zu lösen sind, gehen immer öfter Feierwillige mit Pfefferspray auf die Party, zum Rosenmontagszug oder zum Straßenkarneval. Sicher ist sicher! Doch Vorsicht: Pfeffersprays fallen unter das Waffengesetz! Sie dürfen laut ARAG Experten in Waffengeschäften und Online-Shops erst ab einem Alter von 14 Jahren gekauft und dann mitgeführt werden. Eine Ausnahme bilden Pfeffersprays mit der Aufschrift „nur zur Tierabwehr“. Diese dürfen sogar von Kindern und Jugendlichen erworben oder mitgeführt werden. Besonders zu beachten ist, dass Pfefferspray gegenüber Menschen immer nur in Notwehr eingesetzt werden darf. Straflos ist so ein Einsatz nur dann, wenn eine tatsächliche Notwehrsituation vorliegt! Hier ist Augenmaß gefordert. Überschreitet eine Person das Ausmaß der Notwehrhandlung über die gebotene Erforderlichkeit ihrer Abwehrhandlung hinaus, liegt ein intensiver Notwehrexzess vor. Die Person handelt in diesem Fall rechtswidrig und so wird ein Opfer schnell zum Täter.

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ARAG Verbrauchertipps zu Karneval – Teil 1

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ARAG Verbrauchertipps zu Karneval - Teil 1

Wann ist eigentlich Karneval?
Diese Frage stellen sich jährlich die Jecken und Narren nicht nur in Köln und Mainz. Die ARAG Experten sind in der Karnevalshochburg Düsseldorf verortet und wissen daher ganz genau, wie man das Datum selbst errechnen kann: Das Karnevalsdatum bzw. Faschingsdatum hängt von dem Datum ab, an dem wir Ostern feiern. An Aschermittwoch beginnt für viele Christen eine 40 Tage andauernde Fastenzeit – ohne die Sonntage. So kommt man auf 46 Tage ab Aschermittwoch. Der Sonntag vor Rosenmontag fällt somit immer auf den siebten Sonntag vor Ostern. Da wir Ostern frühestens am 22. März und spätestens am 25. April eines jeden Jahres feiern, fällt der Karneval frühestens auf den 1. Februar und spätestens auf den 9. März. In diesem Jahr fällt Weiberfastnacht auf den 23. und Rosenmontag auf den 27. Februar.

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Süßes ist schlecht für die Zähne
Diese dentale Binsenweisheit gilt ganz besonders im Karneval. Dann nämlich, wenn ein Schneidezahn irrfliegendem Zuckerwerk zum Opfer fällt. So geschehen bei einem Karnevalsumzug, bei dem wie üblich kostümierte Werfer kostenlose Leckereien unter das begeisterte Volk brachten. Bei einem der fleißigen Süßigkeitenjäger fand ein solches Bonbon (der Fachmann spricht von einer Kamelle) leider nicht den Weg in den mitgebrachten Sammelbeutel (Büggel), sondern traf besagten Schneidezahn und machte diesem den Garaus. Nicht nur des abgängigen Zahnes wegen war das Geschrei anschließend groß. Nach Angaben von ARAG Experten bestand im konkreten Fall nämlich kein Anspruch auf Schadensersatz und Schmerzensgeld, da den Veranstalter kein Verschulden traf. Laut richterlicher Begründung gehören Bonbon-Geschosse eben zum Karnevalsumzug und die Zuschauer müssen sich entsprechend darauf einrichten (LG Trier, Az.: 1 S 150/94). Dies entschied auch das Amtsgericht Köln (AG Köln, Az.: 123 C 254/10) im Fall einer Dame, die von einem Schokoladenriegel am Auge getroffen wurde. Die Geschädigte wähnte die Verkehrssicherungspflicht außer Acht gelassen und forderte 1.500 Euro Schmerzensgeld. Schließlich sei das Werfen von Schokoriegeln nicht sozial üblich und rücksichtslos, so die Dame. Dieser Argumentation konnte das Kölner Gericht naturgemäß nicht folgen.

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Die Weiber sind los…
Der Karneval beginnt in den Hochburgen am Donnerstag mit Weiberfassnacht. Wer an diesem Tag feiert und fremde Krawatten abschneidet, folgt nicht nur einem alten Brauch – sondern kann von den Herren mit gekürzter Krawatte auch auf Schadensersatz verklagt werden. Also besser nachfragen, bevor die Schere zum Einsatz kommt, raten ARAG Experten. Sonst hat der kurze Schlips unter Umständen ein längeres zivilrechtliches Nachspiel.

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Hilfe, de Zoch kütt!
Feiernde Menschen, lustige Musik und leckere Kamelle – das sind die Dinge, die den Karnevalsumzug liebenswert machen. Doch dieses stimmungsvolle Bild der Fröhlichkeit kann trügerisch sein. So ist es bereits geschehen, dass eine Karnevalsfreundin beim Abfeuern einer Kamellenkanone ein Knalltrauma erlitt. Doch wer feiern kann, der kann auch einstecken, beschreiben ARAG Experten das Urteil des Landesgerichts Trier. Mit solchen Risiken muss ein Umzugsteilnehmer rechnen und kann daher keinen Schadensersatz vom Veranstalter verlangen (LG Trier, Az.: 1 S 18/01).

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ARAG Verbrauchertipps

Auszahlungsgebühr/Lohnanspruch/Schmerzensgeld

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Bausparverträge: Wann Sie Ihre Auszahlungsgebühr zurückverlangen können
Was für Banken bereits seit zwei Jahren geklärt ist, ereilt nun auch Bausparkassen: Sie dürfen von ihren Kunden keine Extragebühr mehr verlangen, wenn diese nach der Ansparphase das Darlehen in Anspruch nehmen wollen. Gebühren für den Abschluss des Bausparvertrages sind nach Auskunft der ARAG Experten aber weiterhin zulässig (Bundesgerichtshof, Az.: XI ZR 552/15). Wer bereits eine Auszahlungsgebühr bezahlt hat, kann diese zurückverlangen, muss allerdings prüfen, ob die Ansprüche unter Umständen verjährt sein könnten. Unklar ist in diesem Zusammenhang noch, ob die Verjährung nach drei Jahren oder – wie bei den Banken – erst nach zehn Jahren eintritt. Ist die Bank der Meinung, die Forderung sei verjährt, besteht daher laut ARAG Experten die Möglichkeit, so genannte verjährungshemmende Schritte einzuleiten. Dies geschieht in der Regel nur durch einen Mahnbescheid oder eine Klage, manchmal kann auch schon die Einleitung eines Ombudsmann-Verfahrens verjährungshemmende Wirkung haben. Obwohl die ARAG Experten davon ausgehen, dass in neueren Verträgen keine Darlehensgebühren mehr zu finden sind, raten sie Verbrauchern, genau hinzusehen.

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Lohnanspruch ab dem ersten Arbeitstag
ARAG Experten weisen darauf hin, dass Arbeitnehmer ab ihrem ersten Arbeitstag Anspruch auf Lohn haben. Unter Umständen selbst dann, wenn ein ärztliches Beschäftigungsverbot besteht und der Arbeitnehmer daher gar nicht erst die Arbeit antritt. In einem konkreten Fall hatte eine Frau mit ihrem neuen Arbeitgeber im November einen Arbeitsvertrag geschlossen. Am darauf folgenden 1. Januar sollte es losgehen. Doch im Dezember legte der Arzt der Frau aufgrund einer Risikoschwangerschaft sein Veto ein und erteilte ihr ein ärztliches Beschäftigungsverbot. Der Arbeitgeber verweigerte der neuen Mitarbeiterin daraufhin ihren Lohn, da sie ihre Arbeit nie tatsächlich aufgenommen hatte. Doch die ARAG Experten weisen darauf hin, dass es bei Vorliegen eines Beschäftigungsverbotes allein darauf ankommt, ob ein Arbeitsverhältnis aufgrund eines Arbeitsvertrages besteht. Zudem bekam der Arbeitgeber die Lohnzahlungen in voller Höhe von der Krankenkasse der schwangeren Mitarbeiterin erstattet, wurde also nicht unverhältnismäßig belastet (Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg, Az.: 9 Sa 917/16).

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Kein Schmerzensgeld bei eigener Achtlosigkeit
Ein Baugerüst auf dem eigenen Grundstück ist kaum zu übersehen. Und trotzdem hatte die Hausherrin die Querstange wohl nicht kommen sehen, als sie hastig ins Haus lief, weil das Telefon läutete. Sie prallte derart heftig gegen die Stange, dass sie eine Gehirnerschütterung erlitt. Daraufhin verlangte sie Schmerzensgeld von der Gerüstbaufirma. Ihr Argument: Die Querstange war nicht besonders markiert oder mit Bändern in irgendeiner Form kenntlich gemacht hatte. Doch die ARAG Experten weisen darauf hin, dass eine Markierung in diesem Fall gar nicht nötig gewesen ist, da die Frau vom Gerüst wusste, das für Sanierungsarbeiten an ihrem Haus aufgestellt worden war. Zudem war die Querstange deutlich sichtbar. Die Frau hatte sie nur wegen des ungünstigen Standes der Sonne und des Telefonläutens übersehen. Damit hat sie keinen Schadensersatzanspruch (Amtsgericht Nürnberg, Az.: 239 C 5388/16).

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„Barrierefrei Reisen“ – Verbraucherinformation der ERV

Tipps für Urlauber mit Handicap

"Barrierefrei Reisen" - Verbraucherinformation der ERV

Auch Bahnreisen sind für Menschen mit Handicap möglich.
Quelle: ERGO Group

Eine Rundreise durch fremde Kulturen, Sonnenbaden an feinsandigen Karibikstränden oder eine Kreuzfahrt im Mittelmeer: Für Menschen mit Handicap keine Selbstverständlichkeit. Aber was als unerfüllbarer Wunschtraum erscheint, kann Wirklichkeit werden – wenn die Vorbereitung stimmt. Was es vor Reiseantritt zu beachten gilt, was für die Buchung wichtig ist und welche Schutzvorkehrungen notwendig sind, weiß Birgit Dreyer, Reiseexpertin der ERV (Europäische Reiseversicherung).

Manche Reiseziele erscheinen für Menschen mit Behinderung unerreichbar. „Es gibt aber immer mehr Angebote, die sich nach den individuellen Bedürfnissen der Reisenden richten – vom Urlaub am Strand über Rundreisen und Kreuzfahrten bis hin zu Wandertouren“, weiß Birgit Dreyer, Reiseexpertin der ERV. „Zu Beginn der Reiseplanung ist ein Besuch beim behandelnden Arzt empfehlenswert, um dort Möglichkeiten und Grenzen auszuloten.“ Denn auf den Reisenden können körperliche Belastungen wie etwa der erhöhte Kabinendruck während eines Flugs oder ungewohnte Klimaverhältnisse zukommen.

Die Suche nach einem geeigneten Ziel

Hilfreich ist auch eine Checkliste mit den eigenen Bedürfnissen und Vorstellungen. Sie bietet dem Reisebüro eine Orientierung für das Beratungsgespräch. „Je genauer die Angaben sind, desto besser können die Mitarbeiter des Reisebüros auf die Wünsche eingehen und somit die passende Reise zusammenstellen“, weiß die ERV Expertin. Für die Auswahl eines Hotels ist es zum Beispiel entscheidend, ob die Türen breit genug für einen Rollstuhl sind oder ob Riffelbleche auf dem Boden Sehbehinderte auf Stufen hinweisen. Unter in neuem Fenster öffnen www.checkliste-urlaub.net finden Menschen mit besonderen Bedürfnissen eine umfassende Liste mit relevanten Fragen für die Planung. Ein wesentlicher Anhaltspunkt ist auch, ob der Reisende seinen Urlaub weitestgehend im Hotelbereich verbringen oder zudem aktiv etwas unternehmen möchte. Dann ist es wichtig, frühzeitig abzuklären, mit welchen Transportmöglichkeiten die Ziele erreichbar sind.

Das passende Transportmittel

Fällt nach der Beratung die Entscheidung auf ein Ziel in Deutschland oder den angrenzenden Ländern, kommen für die Hin- und Rückreise sowohl Bus, privater Pkw als auch die Bahn in Frage. „Die Mobilitätsservicezentrale der Bahn bietet Menschen mit Behinderung eine zusätzliche Anlaufstelle bei ihrer Planung und gibt Auskunft über eventuelle Ein- und Ausstiegshilfen an Bahnhöfen“, so Birgit Dreyer. Für Rollstuhlfahrer ist es ratsam, frühzeitig Plätze zu reservieren, die für sie geeignet sind. Für eine Flugreise ist eine umfangreichere Planung notwendig. Denn nicht alle Fluggesellschaften sind gleichermaßen gut darauf vorbereitet, Reisende mit Handicap ans gewünschte Ziel zu bringen. Für Gehörlose oder Sehbehinderte ist es unter anderem wichtig, dass Flugbegleiter an Bord sind, die ihnen die Sicherheitsvorschriften erläutern können. Informationen über Betreuungsmöglichkeiten im Flugzeug gibt es im Reisebüro oder bei der Fluggesellschaft direkt. „Generell sollte der Reisende seinen Flug frühzeitig buchen und seine Reise bei der Fluggesellschaft anmelden. Dazu gehört auch die Anmeldung von Sondergepäck wie Rollstuhl, Gehhilfen oder Blindenhund“, empfiehlt die Reiseexpertin. Wenn der Urlauber die Reiseunterlagen erhält, sollte er vor allem extra gebuchte Leistungen wie Ausstattung des Hotelzimmers, vorab gebuchte Transporte und Ausflüge genau überprüfen.

Medizinische Versorgung

Häufig sind Menschen mit Handicap auf spezielle Medikamente angewiesen. „Sind die Medikamente überlebenswichtig, sollten sie unbedingt ins Handgepäck“, erklärt Birgit Dreyer. „Da die Einfuhr mancher Arzneimittel in einige Länder verboten oder nur mit Genehmigungen erlaubt ist, empfiehlt es sich, ein Attest vom Arzt im Handgepäck zu haben. Bei bestimmten Medikamenten ist sogar eine Bestätigung vom Landesamt für Gesundheit notwendig. Information darüber erhalten Betroffene bei ihrem behandelnden Arzt.“ Um für den Notfall vorbereitet zu sein, ist es zudem ratsam, sich vor Reiseantritt über die medizinische Versorgung im Reiseland zu informieren. Fremdenverkehrsämter oder Hilfsverbände verfügen oft über Kontaktdaten von deutschsprachigen Ärzten oder Hilfsdiensten am Zielort.

Den richtigen Schutz im Gepäck

Wer den Planungsaufwand auf sich nimmt, sollte den Urlaub sorglos genießen können. Mit einem RundumSorglos-Paket, das Reiserücktritts- (inklusive Reiseabbruch-), Reisekranken- und Reisegepäckversicherung enthält, besteht ein umfassender Schutz, falls den Urlauber beispielsweise vor der Abreise eine schwere Grippe heimsucht.
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Die ERV (Europäische Reiseversicherung) versteht sich über ihre Kompetenz als Reiseversicherer hinaus als innovatives Dienstleistungsunternehmen. Die ERV hat über 100 Jahre Reiseschutz-Geschichte geschrieben und ist Marktführer unter den Reiseversicherern in Deutschland. Als einer der führenden Anbieter in Europa ist sie heute in über 20 Ländern vertreten. Mit ihrem internationalen Netzwerk sorgt die ERV dafür, dass ihre Kunden vor, während und nach einer Reise optimal betreut werden.
Die ERV ist der Spezialist für Reiseschutz der ERGO und gehört damit zu Munich Re, einem der weltweit führenden Rückversicherer und Risikoträger.
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„Autofahren mit Karnevalsmaske“ – Verbraucherfrage der Woche des D.A.S. Leistungsservice

Gut beraten von den Experten der ERGO Group

Petra S. aus Köln:
In der Karnevalszeit bin ich oft kostümiert unterwegs. Jetzt habe ich gehört, dass ich beim Autofahren keine Maske tragen darf. Stimmt das?

Michaela Rassat, Juristin der D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH (D.A.S. Leistungsservice):
Zur Karnevalszeit tummeln sich auf deutschen Straßen viele Autofahrer mit Maske und Kostümierung – zumindest in den Karnevalshochburgen. Beim Fahren mit Kostüm ist jedoch Vorsicht geboten: Nach Paragraph 23 der Straßenverkehrsordnung (StVO) dürfen die Beladung sowie die Besetzung des Fahrzeugs Sicht und Gehör des Fahrers nicht behindern. Zwar bezieht sich diese Regel nicht auf die Kleidung des Fahrers. Trotzdem sollten Maskierte darauf achten, dass ihre Kostümierung Sicht und Gehör nicht beeinträchtigt und sie ihr Auto problemlos bedienen können. Eine Augenklappe, ein großer Hut oder Clownsschuhe sind da eher hinderlich. Zudem sollten Autofahrer immer Paragraph 1 Absatz 2 der StVO beachten: Sie müssen sich so verhalten, dass sie andere nicht schädigen, gefährden oder mehr als unvermeidlich behindern oder belästigen. Hat ein Autofahrer also zum Beispiel einen Unfall verursacht, weil seine Teufelsmaske verrutscht war, muss er nicht nur den Schaden verantworten, sondern auch mit einem Bußgeld rechnen. Die Kaskoversicherung kann in solchen Fällen unter Umständen wegen grober Fahrlässigkeit die Zahlung kürzen. Je nach Art der Maskierung kann außerdem der Verdacht aufkommen, der Fahrer wolle seine Identität verschleiern. Blitzerfotos von Autofahrern, beispielsweise mit Mickey-Maus-Maske, trudeln in der Karnevalszeit regelmäßig in den Polizeistationen ein. Beruft sich der betroffene Fahrzeughalter dann darauf, dass ein maskierter Unbekannter gefahren sei, bekommt er höchstwahrscheinlich die Auflage, in Zukunft ein Fahrtenbuch zu führen.
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Seit 1928 steht die Marke D.A.S. für Kompetenz und Leistungsstärke im Rechtsschutz. Mit dem D.A.S. Rechtsschutz bieten wir mit vielfältigen Produktvarianten und Dienstleistungen weit mehr als nur Kostenerstattung. Er ist ein Angebot der ERGO Versicherung AG, die mit Beitragseinnahmen von 3,3 Mrd. Euro im Jahr 2015 zu den führenden Schaden-/Unfallversicherern am deutschen Markt zählt. Die Gesellschaft bietet ein umfangreiches Portfolio für den privaten, gewerblichen und industriellen Bedarf an und verfügt über mehr als 160 Jahre Erfahrung. Sie gehört zu ERGO und damit zu Munich Re, einem der weltweit führenden Rückversicherer und Risikoträger. Mehr unter www.das.de

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Pressemitteilungen

ARAG Recht schnell…

Urteile auf einen Blick

ARAG Recht schnell...

+++ Kein Steuervorteil für Karnevalspartys +++
Ein ermäßigter Steuersatz von 7 Prozent ist für Karnevalsfeiern nur rechtmäßig, wenn die Veranstaltung genug Elemente der traditionellen Brauchtumspflege enthält. Dies entschied laut ARAG der Bundesfinanzhof (BFH) in München-Bogenhausen (BFH, Az.: V R 53/15).

+++ Wer bei Kündigung nicht auszieht, muss zahlen +++
Mieter, denen ordnungsgemäß gekündigt wurde, die aber trotzdem nicht ausziehen, müssen für diese Monate mit einer saftigen Nachzahlung rechnen. Denn der Vermieter darf laut ARAG nach verstrichener Kündigungfrist die ortsübliche Miete ansetzen. Der Vermieter darf daher so viel Geld verlangen, wie er von einem neuen Mieter hätte bekommen können und muss sich nicht an die Begrenzungen und Fristen halten, die bei normalen Mieterhöhungen vor allzu hohen Forderungen schützen sollen (BGH, Az.: VIII ZR 17/16).

+++ Vorsicht bei Unfall im Parkhaus +++
Ein Nutzer eines Parkplatzes muss beim Befahren desselben stets mit ein- und ausparkenden sowie fahrenden Fahrzeugen rechnen und hat eine besondere Rücksichtnahmepflicht. Im Ergebnis könne dies laut ARAG dazu führen, dass auch der Vorfahrtberechtigte mit 50 % haftet (AG München, Az.: 333 C 16463/13).

+++ Kein Schmerzensgeld bei fehlender Schutzkleidung +++
Nimmt jemand in Kenntnis der Bedingungen für das Tragen von Schutzkleidung freiwillig ohne Schutzkleidung an einem „Maskottchenrennen“ auf einer Eishockey-Eisfläche teil, kann er laut ARAG kein Schmerzensgeld verlangen, wenn er bei einem Sturz Verletzungen erleidet (LG Köln, Az.: 20 O 258/16).

Langfassungen:

Kein Steuervorteil für Karnevalspartys
Ein ermäßigter Steuersatz ist für Karnevalsfeiern nur rechtmäßig, wenn die Veranstaltung genug Elemente der traditionellen Brauchtumspflege enthält. Anlass für die Entscheidung ist ein Kostümball, den ein eingetragener Karnevalsverein regelmäßig in Bergisch-Gladbach feiert. Die Veranstaltung vereint Elemente des typischen Karnevals: Die Gäste sind kostümiert, das Dreigestirn gibt sich die Ehre und zu Karnevalsmusik wird ausgelassen gefeiert. Der veranstaltende Verein, der sich u.a. die Pflege des karnevalistischen Brauchtums auf die Fahnen geschrieben hatte, sah sich hier ganz in der Tradition des rheinischen Karnevals und verlangte von den Gästen nur den ermäßigten Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent statt des Regelsteuersatzes von 19 Prozent. Das monierte das zuständige Finanzamt. Der BFH steckte nun enge Grenzen für die ausreichende Brauchtumspflege und die damit einhergehende Steuervergünstigung. Bunte Kostüme, Tänze und Musik reichten dazu jedenfalls nicht aus. Außerdem gibt es auch kommerzielle Veranstalter von Karnevalspartys, die auch nicht den ermäßigten Steuersatz beanspruchen können, erläutern ARAG Experten (BFH, Az.: V R 53/15).

Wer bei Kündigung nicht auszieht, muss zahlen
Mieter, denen ordnungsgemäß gekündigt wurde, die aber trotzdem nicht ausziehen, müssen für diese Monate mit einer saftigen Nachzahlung rechnen. Denn der Vermieter darf dann so viel Geld verlangen, wie er von einem neuen Mieter hätte bekommen können. In dem entschiedenen Fall ging es um die Miete für ein Einfamilienhaus mit gut 100 Quadratmetern Wohnfläche in München. Die Vermieter hatten Eigenbedarf angemeldet und zu Ende Oktober 2011 ordnungsgemäß gekündigt. Die Mieter gaben die Wohnung aber erst eineinhalb Jahre später zurück. Miete und Heizkosten zahlten sie in dieser Zeit wie vom Mietvertrag vorgesehen weiter. Nun müssen die ehemaligen Mieter etwa 7.300 Euro nachzahlen. Denn laut BGH haben die Vermieter Anspruch auf die deutlich höhere heute übliche Miete. Dass die Vermieter das Haus gar nicht weitervermieten, sondern in der Familie nutzen wollten, spiele keine Rolle, erklären ARAG Experten (BGH, Az.: VIII ZR 17/16).

Vorsicht bei Unfall im Parkhaus
Ein Autofahrer muss beim Befahren eines Parkplatzes stets mit ein- und ausparkenden sowie fahrenden Fahrzeugen rechnen und hat eine besondere Rücksichtnahmepflicht. Im Erdgeschoss eines Parkhauses kam es zu einem Verkehrsunfall, als beide Fahrzeugführer das Parkhaus verlassen wollten. Der Beklagte fuhr mit seinem Passat geradeaus und befand sich auf der Straße, die einmal durch das ganze Parkhaus führt. Von dieser Straße gingen von links und rechts Querstraßen ab, in denen sich die einzelnen Parkplätze befinden. Die Klägerin kam aus Sicht des Beklagten von rechts aus einer dieser Querstraßen. Die Breite der Fahrstraße, auf der sich das Beklagtenfahrzeug befand, beträgt fünf Meter, die der Querstraßen sechs Meter. Alle Straßen sind asphaltiert. Im Kreuzungsbereich kam es zum Unfall der beiden Fahrzeuge. Die Versicherung des Beklagten hat vor dem Prozess bereits die Hälfte des Schadens in Höhe von 2.569,37 Euro beglichen. Mit der Klage verlangt nun die Klägerin den Restbetrag in gleicher Höhe. Das AG München wies die Klage jetzt ab. Unter anderem wurde dies damit begründet, dass ein Nutzer beim Befahren des Parkplatzes stets mit ein- und ausparkenden beziehungsweise fahrenden Fahrzeugen rechnen müsse.
Der vom Gericht beauftragte Sachverständige stellte außerdem fest, dass der Unfall vermieden hätte werden können, wenn beide Beteiligte vorliegend ihre sich aus dem Parkplatzverhältnis ergebende besondere Rücksichtnahmepflicht erfüllt hätten, erklären ARAG Experten (AG München, Az.: 333 C 16463/13).

Kein Schmerzensgeld bei fehlender Schutzkleidung
Nimmt jemand in Kenntnis der Bedingungen für das Tragen von Schutzkleidung freiwillig ohne Schutzkleidung an einem „Maskottchenrennen“ auf einer Eishockey-Eisfläche teil, kann er kein Schmerzensgeld verlangen, wenn er bei einem Sturz Verletzungen erleidet. Im konkreten Fall wurde ein Fußballturnier auf einer Eishockey-Eisfläche in einer großen Veranstaltungshalle veranstaltet. Im Rahmen des Turniers traten verschiedene Mannschaften unter den Namen bekannter deutscher Fußballvereine an. Auch die Maskottchen dieser Vereine waren eingeladen, als Teil des Rahmenprogramms an einem Wettbewerb teilzunehmen. Gegenstand dieses Wettbewerbs war ein Wettrennen der Maskottchen auf der Eisfläche. Die Strecke führte von einer kurzen Seite der Eisfläche entlang der Bande um ein auf der Gegenseite aufgestelltes Fußballtor herum und wieder zurück. Hilfsmittel wie Spikes oder Sandpapier an den Schuhen waren nicht erlaubt. Den Teilnehmern wurde jedoch Schutzkleidung zur Verfügung gestellt, die diese unter – jedoch nicht über – ihren Kostümen tragen durften. Der Kläger nahm als Maskottchen eines Fußball-Vereins an dem Rennen teil. Dabei kam er auf der Eisfläche mehrmals zu Fall. Wegen erheblicher Verletzungen im Gesicht und am rechten Daumen klagte er gegen die Veranstalterin auf ein Schmerzensgeld von mindestens 35.000 Euro. Er machte geltend, die Veranstalterin habe das als Wendepunkt genutzte Fußballtor, gegen das er gestoßen sei, nicht ausreichend abgesichert. Das LG hat die Klage abgewiesen – die im Rahmen der Veranstaltung angefertigten Videoaufzeichnungen belegten keinen Kontakt mit dem Tor. Die Stürze auf der Eisfläche seien ein Risiko, welches dem Kläger vor Augen gestanden habe und vor dem er sich ohne Weiteres hätte schützen können. Nehme er in Kenntnis des Untergrundes sowie der Voraussetzungen betreffend Schutzkleidung und Hilfsmitteln freiwillig an einem solchen Rennen teil, könne er sich nach Auskunft der ARAG Experten nicht im Nachhinein darauf berufen, dass sich eine Gefahr verwirklicht habe, die ihm im Zeitpunkt seiner Zusage bewusst gewesen sein müsse (LG Köln, Az.: 20 O 258/16).

Download der Texte:
https://www.arag.de/service/infos-und-news/rechtstipps-und-gerichtsurteile/

Die ARAG ist das größte Familienunternehmen in der deutschen Assekuranz und versteht sich als vielseitiger Qualitätsversicherer. Neben ihrem Schwerpunkt im Rechtsschutzgeschäft bietet sie ihren Kunden in Deutschland auch attraktive, bedarfsorientierte Produkte und Services aus einer Hand in den Bereichen Komposit, Gesundheit und Vorsorge. Aktiv in insgesamt 17 Ländern – inklusive den USA und Kanada – nimmt die ARAG zudem über ihre internationalen Niederlassungen, Gesellschaften und Beteiligungen in vielen internationalen Märkten mit ihren Rechtsschutzversicherungen und Rechtsdienstleistungen eine führende Positionen ein. Mit 3.800 Mitarbeitern erwirtschaftet der Konzern ein Umsatz- und Beitragsvolumen von mehr als 1,7 Milliarden EUR.

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Pressemitteilungen

„Antibiotika bei Erkältungen?“ – Expertengespräch der DKV

Was bei Schnupfen und Husten wirklich hilft und wann Antibiotika sinnvoll sind

Die Nase läuft, der Hals kratzt, die Augen tränen – in der kalten Jahreszeit kommt kaum jemand um eine dicke Erkältung herum. So mancher Patient hofft, die lästigen Symptome mit Antibiotika möglichst schnell wieder loszuwerden. Doch der voreilige Griff zu solch starken Medikamenten schadet meist eher als er nutzt. Wie eine Erkältung verläuft, was dagegen hilft und wann Antibiotika nötig sind, erklärt Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung.

Husten, Schnupfen, Heiserkeit treiben gerade im Winter Scharen von Patienten in die Arztpraxen. Nicht selten verlassen sie die Sprechstunde mit einem Rezept für Antibiotika in der Hand. Wie sinnvoll sind diese Medikamente bei einer Erkältung?

Antibiotika helfen gegen Bakterien. Erkältungen werden aber fast immer von Viren ausgelöst. Bei den üblichen Erkältungssymptomen wie Schnupfen und Halsschmerzen sind Antibiotika also nutzlos. Sie lindern weder die Symptome noch verkürzen sie die Dauer der Erkrankung. Anders ist es, wenn sich die Patienten zusätzlich eine bakterielle Infektion eingefangen haben. Typische Anzeichen einer solchen sogenannten Superinfektion sind eitriger Schnupfen, vereiterte Mandeln, Fieber, grünlich-gelber Auswurf oder Atemnot. Patienten sollten daher genau abklären lassen, ob Antibiotika in ihrem Fall sinnvoll sind oder nicht – und welches Präparat das richtige ist. Am besten, der Arzt macht eine Blutuntersuchung oder nimmt einen Abstrich aus Nase oder Rachen.

Ist es problematisch, wenn ein Patient häufig Antibiotika nimmt? Was sollten Kranke bei einer Behandlung mit Antibiotika generell beachten?

Aktuelle Studien raten von einem breiten Einsatz von Antibiotika bei leichten Erkrankungen wie Erkältungen ab. Bakterien können sich an die Wirkstoffe gewöhnen und resistent werden. Das bedeutet: Bei einer schweren Erkrankung kann der Patient in Lebensgefahr geraten, weil die Präparate nicht mehr wirken. Außerdem haben die meisten Mittel starke Nebenwirkungen. Sie töten nicht nur die schädlichen Bakterien, sondern setzen auch der Haut-, Mund- und Darmflora zu. Deshalb können Durchfälle, Ausschläge oder Pilzinfektionen die Folge sein. Antibiotika sollten daher so sparsam wie möglich zum Einsatz kommen. Wenn es aber einmal nötig ist, sollten sich die Patienten unbedingt an die Anweisungen des Arztes halten, was Dosierung und Dauer der Einnahme angeht. Denn viele setzen die Tabletten ab, sobald sie sich besser fühlen. Aber Bakterien sind zäh. Wenn einige überleben, können sich neue Stämme bilden – und das Risiko für eine erneute Erkrankung und eine Resistenz steigt.

Wenn nicht Antibiotika, was hilft dann gegen viral ausgelöste Erkältungen? Gibt es Mittel, mit denen Erkrankte ihre Symptome lindern können?

Die meisten Infekte heilen von selbst aus: In aller Regel erreichen Erkältungen nach zwei, drei Tagen ihren Höhepunkt, nach etwa einer Woche sollte das Schlimmste überstanden sein. Währenddessen sind Ruhe und ausreichend Flüssigkeit die besten Helfer. Schnupfennasen legen sich also am besten warm eingepackt aufs Sofa und trinken zwei bis drei Liter Wasser oder Kräutertee am Tag. Die Beschwerden lassen sich mit den klassischen Hausmitteln lindern. Eine Packung mit klein gehackter Zwiebel zum Beispiel hilft bei Ohrenschmerzen. Eine heiße Hühnersuppe verbessert das Wohlbefinden, zudem lässt ihr Dampf die Sekrete aus den Atemwegen abfließen. Gurgeln mit einem Aufguss aus Salbei, wilder Malve oder Kamille wirkt wohltuend bei Heiserkeit und Halsschmerzen, bei Husten hingegen haben sich Thymian und Spitzwegerich bewährt. Auch in der Apotheke gibt es eine Reihe rezeptfreier Erkältungsmittel: Schmerztabletten stillen Kopf- und Gliederschmerzen, Nasensprays sorgen für freien Atem. Je nach Bedarf spricht nichts gegen den Einsatz von Schleimlösern, Halspastillen oder Hustenstillern. Doch all diese Mittel bekämpfen nur die Symptome: Die Ursache selbst, also die Viren, kann nur das körpereigene Immunsystem besiegen – und das braucht seine Zeit. Bei hohem Fieber, starken Schmerzen oder wenn die Symptome nach sieben Tagen nicht nachlassen, ist ein Besuch beim Arzt ratsam.
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Die DKV Expertengespräche und viele weitere Verbrauchertexte stehen für Sie unter www.ergo.com/verbraucher bereit. Weitere Informationen zur Krankenversicherung finden Sie unter www.dkv.de

Bitte geben Sie bei Verwendung des bereitgestellten Bildmaterials die „ERGO Group“ als Quelle an.

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Die DKV ist seit beinahe 90 Jahren mit bedarfsgerechten und innovativen Produkten ein Vorreiter der Branche. Der Spezialist für Gesundheit bietet privat und gesetzlich Versicherten umfassenden Kranken- und Pflegeversicherungsschutz sowie Gesundheitsservices, und organisiert eine hochwertige medizinische Versorgung. 2015 erzielte die Gesellschaft Beitragseinnahmen in Höhe von 4,8 Mrd. Euro.
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