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Absichtslose Ästhetik

Konrad Frey war ein Pionier. Er hat datenbasiert und wissenschaftsgetrieben Solarhäuser geplant und gebaut. Bekannt sind er und sein Werk nur wenigen. Das soll ein vom Wissenschaftsfonds FWF unterstütztes Projekt des Architekturtheoretikers Anselm Wagner ändern.

 

„Die Architektur Konrad Freys zeichnet sich dadurch aus, dass sie ihre Form aus der Funktion heraus entwickelt“, sagt der Grazer Kunsthistoriker und Architekturtheoretiker Anselm Wagner. Die Arbeit des 1934 in Wien geborenen und später in Graz und London tätigen Architekten zeichnet sich durch noch mehr aus –, sie ist Sonnenhausarchitektur im besten Sinne des Wortes. Bereits 1972 hat Konrad Frey zusammen mit Florian Beigel das erste Solarhaus Österreichs entworfen. – Basierend auf seinen wissenschaftlichen Arbeiten zur Nutzung der Sonnenenergie seit Ende der 1960er-Jahre.

Frey war zweifellos ein Pionier und ist dennoch weitgehend unbekannt. „Graz ist für die Grazer Schule bekannt, wie sie Friedrich Achleitner genannt hat, und für die Dekonstruktivisten wie Günther Domenig“, erläutert Wagner, der aktuell das vom Wissenschaftsfonds FWF geförderte Forschungsprojekt „Die Solarhäuser von Konrad Frey: Umweltforschung und solares Wissen im Entwurf“ an der Technischen Universität (TU) Graz leitet. Konrad Frey ist kein Dekonstruktivist. Er sei, betont Wagner, auch kein zeichnender Architekt, vielmehr ein Forschender.

Als Architekt übersehen

Ein Forschender, der nur wenig gebaut hat, und das noch dazu meist am Rand, in der Provinz. Abseits der Metropolen, fern der stark befahrenen Wege. „Hätte er in Wien gearbeitet, wären seine ersten Arbeiten im Umfeld der Stadt entstanden, seine Architektur wäre längst schon Gegenstand der Forschung“, ist Anselm Wagner überzeugt.

In den vergangenen Jahren nimmt die Debatte um Nachhaltigkeit an Fahrt auf. Doch, kritisiert Wagner, drehe sie sich in erster Linie um Ökonomie und Ökologie. Nicht aber um die Architektur. „Das hat Folgen für die Landschaft, in Form uninspirierter Null-Energie-Häuser. Die Ästhetik wird vollkommen außer Acht gelassen“, kommentiert Wagner. Dabei finden wissenschaftliche Erkenntnis, Stilempfinden und ökologischer Anspruch durchaus zusammen. Das zeigen die Arbeiten Freys, der in den 1970ern am Grazer Forschungszentrum Joanneum die Energieberatung aufbaute.

Versuchsstation der Energiegewinnung

Das Haus Zankel nahe Genf und doch schon in Frankreich, in Prévessin, plante Frey ab 1976 für den damaligen CERN-Physiker Karl Zankel. Es ist in jeder Hinsicht ungewöhnlich, ist eine ausdrucksvolle Raumskulptur, ein Solarlabor, eine Versuchsstation. Es vereint aktive und passive Gewinnung von Solarenergie und funktionelle Technikbegeisterung mit postmodernem Witz. „Frey hat, wie gesagt, aus der Funktion heraus seine Formen gefunden. Er konnte gar keine Schule begründen. Es gibt keine Linie, kein Design, das er geprägt hat“, erklärt Wagner. Vielmehr handle es sich bei den Bauten des Energieberaters um eine absichtslose Ästhetik. Wesentlich sei indes der Begriff des ‚Environments‘, erklärt Forschungsleiter Wagner. „In dem Sinne, dass für Frey ein Haus nicht nur eine Wohnmaschine ist, sondern den physischen und psychischen Bedürfnissen seiner Bewohner ebenso entsprechen muss, wie es sich in seine Umgebung einfügt.“

Das Projekt sucht nun die Detailarbeit des Architekten festzuhalten, seine Zugänge freizulegen und die Übersetzung von Erkenntnis in Raumgestaltung nachvollziehbar zu machen. „Frey hat einen stark wissenschaftlichen Ansatz in seiner Architektur“, betont Wagner. Das unterscheide ihn von seinen Grazer Zeitgenossen und Kollegen.

Anspruchsvoll und günstig

Was ihn wiederum mit ihnen verbindet, ist die Eigenschaft konsequenten Querdenkens. In seinem jüngsten Bau, seinem Privathaus, setzte Konrad Frey ausschließlich Standardbauelemente aus dem Baumarkt ein. „Er wollte damit“, erklärt Wagner, „belegen und beweisen, dass es möglich ist, günstig und mit gängigen Elementen ein Solarhaus zu errichten. Ein anspruchsvolles Solarhaus.“

Basierend auf dem Vorlass Freys, der dem Archiv der TU Graz zur Verfügung steht, wird das laufende Forschungsprojekt noch bis 2019 durch die Auswertung unveröffentlichter Quellen, neuer Daten, vom Institut für Bauphysik und Bauökologie der TU Wien durchgeführte Messungen und Neukonzeptionen der Energieeffizienz ein Online-Werkverzeichnis und eine Monografie erstellen. Das Verzeichnis soll bereits ab Ende 2017 online gehen. Damit wird Frey auch als, wenngleich höchst eigenständiger Teil der Grazer Schule gewürdigt werden.

Zur Person
Nach Lehraufträgen an der Universität für angewandte Kunst Wien, der Universität Mozarteum Salzburg, der Universität Wien und der Universität Graz sowie Gastprofessuren unter anderem an der TU Wien, der TU Graz und der University of Minnesota ist Anselm Wagner (http://akk.tugraz.at/team/anselm-wagner/) seit 2010 Universitätsprofessor und Vorstand des Instituts für Architekturtheorie, Kunst- und Kulturwissenschaften an der TU Graz.

Publikationen
M. Schuss, U. Pont, M. Taheri, C. Lindner, A. Mahdavi: „Simulation-assisted monitoring-based performance evaluation of a historically relevant architectural design“, in: Building Simulation Applications Proceedings 3 (2017), Hg. v. M. Baratieri, V. Corrado, A. Gasparella, F. Patuzzi, ISSN: 2531-6702, Paper-Nr. 78

Bild und Text ab Montag, 16. Oktober 2017 ab 9.00 Uhr MEZ verfügbar unter: http://scilog.fwf.ac.at


Wissenschaftlicher Kontakt
Univ.-Prof. Dr. Anselm Wagner
Institut für Architekturtheorie, Kunst-
und Kulturwissenschaften
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8010 Graz
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Finanzen/Wirtschaft Wissenschaft/Forschung

APEIRON verstärkt Vorstand mit Branchenexperte Peter Llewellyn-Davies als neuen Finanzvorstand

Wien: 13. Oktober 2017 – Das auf Krebsimmuntherapie spezialisierte Wiener Unternehmen APEIRON Biologics AG hat Peter Llewellyn-Davies zum neuen Finanzvorstand und Chief Business Officer (Vorstand für Unternehmensentwicklung) berufen. Der Biotech- und Finanzfachmann Llewellyn-Davies gilt als international erfahrener und anerkannter Transaktionsexperte. Die Besetzung dieser strategisch wichtigen Position nach der Marktzulassung des von APEIRON entwickelten Immuntherapeutikums gegen Neuroblastom soll das Unternehmen auf die nächste Wachstumsphase vorbereiten.

 

APEIRON Biologics AG, ein privates Biotech Unternehmen mit Sitz in Wien, Österreich, das immunologische Therapien gegen Krebs entwickelt, gab heute die Berufung von Peter Llewellyn-Davies zum neuen Finanzvorstand und Chief Business Officer bekannt. Mit über 25 Jahren Erfahrung in Börsengängen, Merger & Acquisitions sowie Lizenz- und Finanztransaktionen in der chemischen Industrie, Biotech und Pharma gilt der Deutsch-Brite als einer der erfahrensten Finanzmanager der Branche. Im Verlauf seiner Karriere hat Llewellyn-Davies den erfolgreichen Strategiewechsel der Medigene AG zum Immuntherapieunternehmen und die Münchner Wilex AG in ihrem Börsengang und  anschließenden Folgefinanzierungen begleitet. Zuletzt war Llewellyn-Davies durch seine Unternehmensberatung Accellerate Partners und als Aufsichtsrat für verschiedene internationale Biotechunternehmen tätig.

Der Aufsichtsratsvorsitzende der APEIRON, Dr. Manfred Reichl, begrüßt den neuen Vorstand: „Mit dem Rückenwind der Marktzulassung unseres Onkologieprodukts ‚Dinutuximab beta Apeiron‘ beginnt ein neues Kapitel bei APEIRON. Mit Peter haben wir einen idealen Finanzvorstand gefunden, der die richtigen Erfahrungen und die Branchenexpertise mitbringt, um APEIRON zu einem nachhaltig erfolgreichen, global tätigen Biotechnologie-Unternehmen zu entwickeln.“

Auch Dr. Hans Loibner, Vorstandsvorsitzender und Chief Executive Officer von APEIRON, ist begeistert über die zukünftige Zusammenarbeit mit Llewellyn-Davies: „Peter kommt in einer entscheidenden Phase der Unternehmensentwicklung zu APEIRON. Mit den jüngsten Entwicklungen hat APEIRON sich eine gute Ausgangsposition für eine neue Phase des Wachstums gesichert. Für eine solche Wachstumsstrategie ist die in vielen Transaktionen erprobte Expertise von Peter am internationalen Kapitalmarkt eine hochwillkommene und passgenaue Ergänzung. Es ist mir eine Freude, mit ihm künftig Seite an Seite arbeiten zu können.“

Llewellyn-Davies erklärt: „APEIRON zählt derzeit zu den spannendsten europäischen Biotech-Unternehmen in privater Hand. Krebsimmuntherapie ist ein enorm chancenreiches Gebiet, auf dem das Unternehmen mit innovativen Projekten ganz vorne mitspielt. Dem reichen Potenzial der APEIRON auf diesem Sektor eine starke Basis am Kapitalmarkt zu verschaffen, ist eine wirklich reizvolle strategische Herausforderung. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit dem Team, um Apeiron gemeinsam in die nächste Phase seines Wachstums zu führen.“

Mit der Berufung von Llewellyn-Davies dankt der Aufsichtsrat und Vorstand gleichzeitig auch Herrn Mag. Lukas Kadawy, der die Finanzagenden des Unternehmens von seiner Gründung an insgesamt rund 12 Jahre erfolgreich führte. Die gelungenen Finanzierungsrunden und Abschlüsse großer Lizenzabkommen sind ihm ebenso zu verdanken wie sein wesentlicher Beitrag zur Zulassung von ‚Dinutuximab beta Apeiron‘. Herr Kadawy verließ das Unternehmen nach Ende 2015 auf eigenen Wunsch und führte interimistisch die Aufgaben bis zur Übergabe an seinen Nachfolger. Er bleibt Apeiron in beratender Funktion und als Anteilsinhaber verbunden.

 

Foto und Lebenslauf von Peter Llewellyn-Davies:
http://www.apeiron-biologics.com/index.php/people/management.html

 

Über APEIRON Biologics AG
APEIRON Biologics AG, ist ein von Prof. Dr. Penninger gegründetes privates Biotech Unternehmen mit Sitz in Wien, Österreich, das innovative Produkte in der Immun-Onkologie entwickelt. Erst kürzlich erreichte das Unternehmen in der EU die Marktzulassung für sein am weitesten vorangeschrittenes Projekt – ein Immuntherapeutikum zur Behandlung des Neuroblastoms. Das Unternehmen arbeitet außerdem an weiteren Immuntherapien gegen Krebs – zum einen an gezielten, tumorspezifischen Ansätzen und zum anderen an Mitteln zur Stimulation des Immunsystems durch neuartige ‚Checkpoint-Blockade-Mechanismen‘, bei denen der Krebs durch die natürlichen Abwehrkräfte des Körpers bekämpft werden soll. Für mehr Informationen siehe www.apeiron-biologics.com

 

Contact APEIRON Biologics AG:
Dr. Hans Loibner, CEO
Campus-Vienna-Biocenter 5
1030 Wien, Österreich
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hans.loibner@apeiron-biologics.com
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Bau/Immobilien Energie/Natur/Umwelt Pressemitteilungen Wissenschaft/Forschung

TechnoLab eröffnet mobile Prüfkammer für Sonnensimulation

Berlin, 12. Oktober 2017 Die TechnoLab GmbH, einer der führenden Anbieter von Umweltsimulation und Schadensanalytik, stellt eine neue Kammer für Sonnensimulationsprüfungen zur Verfügung. Die Tests lassen sich mit unterschiedlichen Klima- und Bewitterungszuständen kombinieren und eignen sich für nahezu jedes Bauteil, Produkt oder Material, das der direkten oder indirekten Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist. Die Kammer ist transportierbar und ermöglicht so Einsätze vor Ort.

Die neue Sonnensimulations-Kammer für Indoor und Outdoor lässt sich auch mieten – beratende Ingenieure unterstützen bei Ausrichtung und Durchführung des Tests und helfen bei der Anpassung des getesteten Prüflings (Q: TechnoLab)

Nach der Eröffnung einer neuen Blowing-Sand-Kammer für anspruchsvollste Tests präsentieren die Berliner TechnoLab eine weitere Innovation im Bereich der Umweltsimulation: Die neue Sonnensimulationskammer prüft die Beständigkeit von jedem dem Sonnenlicht ausgesetzten Bauteil oder Werkstoff.

Wenn die Technik ins Schwitzen kommt – Sonnensimulations-Tests für In- und Outdoor-Prüflinge

Dabei können verschiedene Bestrahlungsintensitäten, Strahlungszusammensetzungen und Witterungsbedingungen variabel oder kombiniert simuliert werden, um an unterschiedlichen Einsatzorten Alterungsprozesse sowie Beeinträchtigungen, die durch Strahlungsenergie bzw. Sonnenwärme entstehen, nachzubilden. Diese alternden bzw. schädlichen Einwirkungen können so für exponierte Produkte, Bauteile und Materialien annähernd jeder Branche – von besonderer Bedeutung in sicherheitssensiblen Bereichen – eingeschätzt und minimiert werden.

Eckdaten der Sonnensimulations-Kammer:

  • Eine Bestrahlungsfläche von 3,50 m x 1,50 m erlaubt das Testen größerer Gegenstände, wie beispielsweise ganzer Karosserie-Teile
  • Größtmögliche Flexibilität dank Mobilität: Die Kammer kann bei Bedarf zum Kunden transportiert werden, um den Test direkt vor Ort durchzuführen. Die UV-Simulationsanlage ist auch mietbar: Begleitend stellt TechnoLab beratende Experten zur Verfügung, die den Test koordinieren und anschließend bei der Beurteilung und Anpassung helfen.
  • Temperaturbereich – 40°C bis +180°C
  • Feuchte konstant oder zyklisch kondensierend / Besprühung
  • Strahlungsintensität bis zu 1120 W/m2
  • Strahlung Wellenlängenbereich zwischen 280 und 3000 nm

Sicherheitsrisiken und Ausfälle durch Sonneneinstrahlung vermeiden

Die Gründe für eine Simulation von Sonnen- oder auch Kunst-Licht- sind vielfältig. Das reicht von oberflächlicher Farbveränderung bis zu substanziellen, funktionsbeeinträchtigenden Schäden. Sehr viele Materialien, die starker Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind, verändern ihre Farbe, bleichen aus oder verlieren an Glanz. Schwerwiegender, besonders für die Kunststoff-Industrie, sind der Verlust der mechanischen Festigkeit und die physikalische Alterung der Materialien. Oberflächen können Risse bilden, sich verziehen oder durch den Wärmeeinfluss vorzeitig altern. So können beispielsweise Scheiben bzw. ihr Verbund delaminieren und reißen. Durch entsprechende Planung und Anpassung mittels intensiver Testläufe lassen sich spätere Sanierungskosten einsparen – wenn eine erweiterte Haltbarkeit und Zuverlässigkeit aller Bestandteile und somit des ganzen Produktes erreicht wird.

Lichtalterungstest auch für Einsatzorte mit besonderen klimatischen Bedingungen

Die Prüfungen können von TechnoLab mit beschleunigten Bewitterungs-Tests nach verschiedenen lokal herrschenden Bedingungen simuliert durchgeführt werden, inklusive Beratung und Evaluation. Auch humide Gegenden, wie sie z. B. in Florida vorherrschen, oder Wüstenklimata sind testbar – in seinem Portfolio bietet TechnoLab die Parameter und Ausstattung für mehr als 25 Wüstengegenden. Neben der Sonnenbestrahlung sind hierfür auch die Blowing-Sand-Tests an die unterschiedliche Sandstaubgröße, Windgeschwindigkeit und Partikelverteilung individuell angepasst, sodass TechnoLabs Umweltsimulationen eine größere Aussagekraft besitzen als herkömmliche Sand- und Staubtests mit dem Standardmedium Quarzsand. Kombinationsmöglichkeiten sowohl für den Lichtalterungstest wie auch für Blowing Sand, wie hohe UV- oder IR-Pegel und extrem hohe Temperaturen, sind individuell umsetzbar. Der Kunde erhält dadurch größtmögliche Planungssicherheit und Qualitätsgarantien. So lassen sich selbst ausgefallene und besonders aufwendige Produkttests stressfrei, unkompliziert und ergebnissicher durchführen.

Die Prüfungen sind nach allen relevanten Normen zu realisieren. Eine Auswahl findet sich unter http://www.technolab.de/_de/umweltsimulationen/lichtechtheit/index.php.

Die TechnoLab-Ingenieure sind darüber hinaus um die Erfüllung individueller Kundenwünsche und Optimierungen bemüht, um dem Trend nach Spezialisierungen vieler sicherheitsrelevanter Branchen wie Automobilbau oder Luft- und Raumfahrt entgegenzukommen.

Über TechnoLab

TechnoLab ist einer der führenden Dienstleister im Bereich Umweltsimulation und Schadensanalytik. Das Unternehmen bietet Materialtests, Qualitätsprüfungen, Zertifizierungen nach ISO und DIN sowie Schadens-Analysen und unterstützt Entwickler bei der Optimierung ihres Fertigungsprozesses. Die Dienstleistungen kommen vor allem in der Elektronik-Industrie, der Elektronikfertigung, aber auch in vielen anderen innovativen Industriebereichen zum Einsatz. Die Umweltsimulations-Tests prüfen die Beständigkeit von Materialien, einzelnen Bauelementen, Baugruppen sowie ganzen Geräten und lassen sich kundenindividuell anpassen. Geprüft wird nach jeglichen chemisch-biologischen, physikalischen oder sonstigen Einwirkungen wie IP-Schutzarten, Temperaturwechsel/-schock, Korrosionsverträglichkeit oder Lichtechtheit.

Mehr unter www.technolab.de

Unternehmenskontakt:

TechnoLab GmbH, Wohlrabedamm 13, 13629 Berlin
Kris Karbinski, T: +49-(0)30- 3641105-21, F: +49-(0)30- 3641105-69. E-Mail: kris.karbinski@technolab.de

Pressekontakt:

Konzept PR GmbH, Leonhardsberg 3, 86150 Augsburg
Thomas K.J. Kraus: T: +49-821-34300-11, F: +49-821-34300-77, E-Mail: th.kraus@konzept-pr.de
Alexandra Linde, T: +49-821-34300-26, F: +49-821-34300-77, E-Mail: a.linde@konzept-pr.de

Wissenschaft/Forschung

Schneider Electric Austria: Dr. Maria Resch wird neue “Head of HR” Österreich

Wien, 9. Oktober 2017 – Dr. Maria Resch, 49, wird künftig als „Head of HR Austria“ bei Schneider Electric, dem weltweiten Spezialisten für Energiemanagement und Automatisierung, wirken. Dr. Resch war zuvor fünf Jahre Personalmanagerin in einer international führenden Aktiengesellschaft im Bereich Health Care Management.

Darüber hinaus hat Dr. Maria Resch hat 13 Jahre lang als Coach, Senior Consultant und Projektmanagerin in verschiedenen Management-Beratungen Wiens gearbeitet. Ihre Schwerpunkte lagen dabei in den Bereichen Personalmanagement, Potenzialanalyse, Talentmanagement und Leadership-Entwicklung.Ihr Schwerpunkt bei Schneider Electric liegt darin, die Unternehmensstrategien proaktiv zu unterstützen und die Stärken und Kompetenzen des österreichischen Teams zu fördern.

Zuvor war die zertifizierte Arbeits- und Organisationspsychologin als Leiterin der strategischen Personal- und Organisationsentwicklung eines Engineering Unternehmens tätig. Zusätzlich unterrichtete sie als Lehrbeauftragte an verschiedenen Fachhochschulen und Bildungseinrichtungen in Wien.

Aktives Zuhören und Verstehen bilden für Dr. Resch die Basis für eine, intern wie extern, erfolgreiche Zusammenarbeit und sind für sie Basis für ein konstantes Unternehmenswachstum. Eines ihrer ersten Ziele bei Schneider Electric ist es, schrittweise Aktionspläne zu entwickeln, die zu sichtbaren Ergebnissen führen. Dabei ist es ihr besonders wichtig, den gemeinsamen Weg zu betonen.

Wir freuen uns sehr, mit Dr. Resch einen so professionellen, erfahrenen und einfühlsamen HR-Profi an Bord zu haben“, kommentiert Karl Sagmeister, Geschäftsführer von Schneider Electric in Österreich, die Besetzung. „Für die Weiterentwicklung unserer Organisation ist umfassendes Mitarbeiter-Management von essentieller Bedeutung. Ich bin überzeugt davon, dass es bei Frau Dr. Resch in besten Händen liegt.“

 

Hier finden Sie ein hochauflösendes Foto:

http://mediathek.results.at/wp-content/uploads/2017/10/Maria-Resch1.jpg

 

Über Schneider Electric

Schneider Electric ist führend in der digitalen Transformation von Energiemanagement und Automation. Dazu bieten wir intelligente Lösungen für Privathaushalte, Gebäudetechnik, Rechenzentren sowie für Infrastrukturanbieter und die Industrie.

Mit Niederlassungen in über 100 Ländern gehört Schneider Electric zu den weltweiten Marktführern im Energiemanagement, in der Mittel- und Niederspannung sowie bei der sicheren Stromversorgung und der Automatisierungstechnik. Wir bieten integrierte Effizienzlösungen, die Energie, Automation und Software nahtlos miteinander verbinden.

Schneider Electric arbeitet mit dem grössten globalen Partnernetzwerk von Integratoren und Entwicklern zusammen. Unsere offene Systemarchitektur gewährleistet Kontrolle in Echtzeit und maximale Betriebseffizienz.

Hervorragende Mitarbeitende und Partner machen Schneider Electric zu einem großartigen Unternehmen. Davon sind wir überzeugt. Unser Bekenntnis zu Innovation, Vielfalt und Nachhaltigkeit garantiert, dass das Leben aller Menschen pulsiert; immer und überall. Bei Schneider Electric nennen wir das “Life Is On“.

 

Media Contact Schneider Electric
Catharina Pulka, Exec. MSc
Marketing Communication Director
Switzerland & Austria
M: 0676 830 54 165
catharina.pulka@schneider-electric.com

 

Media Contact results & relations
Mag. Brigitte Pawlitschek
Geschäftsführung
PR Agentur für Österreich
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Wissenschaft/Forschung

Frauenstimmen gegen Vorurteile in der Monarchie

Sie stammten aus der Monarchie Österreich-Ungarn, migrierten, schrieben vielfältig und gegen den gesellschaftlichen Mainstream des 19. und frühen 20. Jahrhunderts an und wurden in der Literaturgeschichte bisher weitgehend vernachlässigt: Germanistin Alexandra Millner hat mit Unterstützung des Wissenschaftsfonds FWF 200 Autorinnen mit Migrationserfahrung aufgespürt und in einer Datenbank vereint.

 

Dass Frauen sich Bildung aneignen, selbst schreiben und ihre Werke gelesen werden, war zur Zeit der Habsburgermonarchie nicht die Regel. Umso erstaunlicher ist es, dass Alexandra Millner von der Universität Wien unterstützt vom Wissenschaftsfonds FWF nicht wenige, heute unbekannte Autorinnen gefunden hat, die im damaligen Österreich-Ungarn äußerst produktiv waren: Frauen mit Migrationserfahrung, die häufig gegen den gesellschaftlichen Mainstream anschrieben und zum Teil ein großes Lese-Publikum hatten. Im Rahmen vorangehender Forschung war der Germanistin aufgefallen, dass Frauen, die ihren Lebensmittelpunkt änderten, oft einen anderen Blick auf die Gesellschaft hatten. Ausgehend von bekannten Schriftstellerinnen wie Bertha von Suttner, Ada Christen oder Marie von Ebner-Eschenbach spürte die Elise-Richter-Stipendiatin am Institut für Germanistik rund 200 Autorinnen im Zeitraum von 1867 bis 1918 auf: frühe, zum Teil subversive Frauenstimmen, die sich unter den erschwerten Bedingungen der Zensur Gehör verschafften.

Neue Datenbank erweitert tradierten Kanon

Gemeinsam mit Katalin Teller von der Eötvös-Loránd-Universität Budapest deckte Millner ausgehend von Standard-Werken zur Literaturgeschichte, digitalisierten historischen Literaturzeitschriften, Datenbanken (z.B. Ariadne https://www.onb.ac.at/forschung/ariadne-frauendokumentation) sowie Bibliotheksverzeichnissen zu Unrecht vernachlässigte Namen auf. „Die Digitalisierung der Zeitschriften ist für uns ein Segen, zumal viele Frauen den Schritt von der unselbstständigen Publikation zu eigenen Büchern nie vollzogen haben“, betont Millner. Aus der Fülle des Materials wurden fünf Lebensgeschichten ausgesucht und exemplarisch vertieft. In der öffentlich zugänglichen Datenbank www.univie.ac.at/transdifferenz, die laufend ergänzt werden soll, sind nun Informationen zu Name und/oder Pseudonym, Lebensdaten, Migrationsbewegung, selbstständigen und unselbstständigen Publikationen sowie Links zu Digitalisaten für jede der gefundenen Autorinnen abrufbar. Der tradierte Literaturkanon hat durch diese Grundlagenforschung eine wertvolle Ergänzung erfahren.

Die Migrationserfahrungen der Frauen waren ganz unterschiedlich: Vom Rand der Monarchie in die Residenzhauptstadt Wien, in die Gegenrichtung, ins Exil, mit anderer Erstsprache als Deutsch, freiwillig oder erzwungen, wohlhabend oder mittellos. Die Autorinnen stammten häufig aus dem Adel oder gehobenen Bürgertum; sie waren Lehrerinnen, Schriftstellerinnen, Schauspielerinnen, Arbeiterinnen oder Journalistinnen. Viele schrieben, weil sie aufgrund der Großen Depression plötzlich einen Beruf ergreifen und Geld verdienen mussten. Deutsch als Amtssprache einte sie mit ihrem Lesepublikum, denn in der Habsburgermonarchie war eine strikte Form dessen, was man heute „Leitkultur“ nennt, in Kraft. Vor dem Hintergrund von Industrialisierung und Alphabetisierung wurde im Vergleich zu heute ein Vielfaches an Tageszeitungen und Zeitschriften publiziert und gelesen. Schrift wurde zunehmend ein Medium zur Verbreitung politischer Ideen. Im Rahmen ihres Elise-Richter-Stipendiums des FWF wollte Alexandra Millner den Literaturkanon erweitern: „Mir ist aufgefallen, dass viele Frauen, die aus der Peripherie ins Zentrum migriert waren, anders schrieben als jene aus dem Zentrum der Monarchie. Das geht sichtlich auf die Intensität der Migrationserfahrung zurück, die nach Formulierung und Ausdruck verlangt, und führt zu einem vorurteilsfreieren Blick.“

Transdifferenz – Hinauswachsen über Vorurteile

Um das Subversionspotenzial der Frauenstimmen auszuloten, begab sich Alexandra Millner auf die Suche nach bewusst in die Literatur eingeflochtenen „transdifferenten Momenten“. Transdifferenz beschreibt das Abweichen oder Hinauswachsen einer Person über Eigenschaften, die ihr aufgrund der Zugehörigkeit zu einer sozialen Gruppe (mit Kategorien wie Geschlecht, Religion, Sprache, Schicht, Profession oder Generation) zugewiesen werden. Die Germanistin hat eine Methode entwickelt, „um vor dem Hintergrund viel gelesener Literatur in Österreich-Ungarn und den darin vorkommenden Figuren Abweichungen festzustellen“, berichtet Millner. „Auffallend sind für mich Schriftstellerinnen, die populäre stereotype Figuren wie ‚das böhmische Dienstmädel’‚ oder ‚die junge Zigeunerin‘ gegen den Strich schreiben.“ Als Beispiel darf etwa eine Erzählung von der zu ihrer Zeit durchaus bekannten Naturalistin und Salonnière Eugenie Marie delle Grazie gelten, in der eine junge Romni nicht mit den stereotypen Eigenschaften wie schön, wild, verführerisch oder verschlagen gezeigt wird, sondern unschuldig und moralisch integer. Zudem verwehrt sich die junge Erzählerin in einem Gespräch mit ihrer alten Amme gegen deren negativen Vorurteile gegenüber den Roma.

Es zeigt sich auch, dass im Gefolge großer Emanzipationsbewegungen wie der Französischen Revolution oder der Abschaffung der Sklaverei in den USA und im Zuge der Ermächtigung der Frauen sowie der Arbeiterklasse subtile literarische Stimmen immer lauter wurden. Nebenbei beweist die Datenbank, dass Migration zur Menschheitsgeschichte gehört. Die Erfahrung mit Ortswechseln schärft den Blick für Stereotype und Vorurteile. Und der Blick zurück auf die historische Literatur wirft wiederum ein neues Licht auf die gegenwärtige Literatur über Migrationserfahrungen.


Zur Person
Alexandra Millner (https://germanistik.univie.ac.at/personen/millner-alexandra/) forscht am Fachbereich Neuere deutsche Literatur des Instituts für Germanistik (https://germanistik.univie.ac.at/) der Universität Wien. Sie studierte Deutsche Philologie, Anglistik und Amerikanistik sowie Kunstgeschichte und promovierte in Deutscher Philologie. Ihre Spezialgebiete sind Literatur und Kultur ab dem 19. Jahrhundert, insbesondere in Österreich-Ungarn sowie Gegenwartsliteratur. Zurzeit ist sie mit der Edition der Dramen und Hörspiele des österreichischen Schriftstellers Albert Drach (1902–1995) im Rahmen eines weiteren FWF-Projekts befasst.

Projektdatenbank: www.univie.ac.at/transdifferenz

Publikationen
http://transdifferenz.univie.ac.at/publikationen/

Alexandra Millner, Katalin Teller: Auf Reisespuren in Bertha und Arthur Gundaccar von Suttners Literatur. In: Johann Georg Lughofer/Milan Tvrdík (Hg.): Suttner im KonText (https://www.winter-verlag.de/en/detail/978-3-8253-6552-3/Lughofer_Tvrdik_Hg_Suttner_im_KonText/). Interdisziplinäre Beiträge zu Werk und Leben der Friedensnobelpreisträgerin. Heidelberg: Winter-Verlag 2017, S. 45–73

Alexandra Millner, Katalin Teller (Hg.): Transdifferenz und Transkulturalität. Migration und Alterität in den Literaturen und Kulturen Österreich-Ungarns. Bielefeld: transcript Verlag (Sammelband in Vorbereitung)

 

Bild und Text ab Montag, 9. Oktober 2017 ab 9.00 Uhr MEZ verfügbar unter: http://scilog.fwf.ac.at

 

Wissenschaftlicher Kontakt
Dr. Alexandra Millner
Institut für Germanistik
Universität Wien
Universitätsring 1
1010 Wien
T +43 / 1 / 4277-42195
M +43 / 699 / 19231726
alexandra.millner@univie.ac.at
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Aktuelle Nachrichten Gesundheit/Medizin Pressemitteilungen Rat und Hilfe Regional/Lokal Veranstaltungen/Events Vereine/Verbände Wissenschaft/Forschung

Kostenlose Informationsveranstaltung zu Schuppenflechte

Das regionale Psoriasis-Ärzte-Netzwerk PsoNet Leipzig/Westsachsen e.V. und der Deutsche Psoriasis Bund e.V. (DPB) laden gemeinsam zur kostenlosen Informationsveranstaltung am 04.11.2017 in Leipzig ein.

 

Welt-Psoriasis-Tag 2017

„Psoriasis als Problem von Körper, Geist und Seele

4. November 2017, 10:30-13:00 Uhr
H4 Hotel Leipzig (ehemals Ramada Hotel),
Schongauer Straße 39 in 04329 Leipzig

 

In Deutschland sind mehr als zwei Millionen Menschen an Psoriasis und Psoriasis-Arthritis, umgangssprachlich auch Schuppenflechte genannt, erkrankt. Schuppenflechte ist nicht nur eine chronische Haut- und Gelenkerkrankung, sondern sie wirkt sich unmittelbar auf den ganzen Körper und insbesondere auch auf das seelische Wohlbefinden der Erkrankten aus.

Anlässlich des Welt-Psoriasis-Tages 2017 laden das regionale Psoriasis-Ärzte-Netzwerk PsoNet Leipzig/Westsachsen e.V. und der Deutsche Psoriasis Bund e.V. (DPB), die Selbsthilfeorganisation von und für Menschen mit Schuppenflechte in Deutschland, gemeinsam zu einer Informationsveranstaltung ein. Im Rahmen von drei Vorträgen mit anschließender Expertendiskussion wird die „Psoriasis als Problem von Körper, Geist und Seele“ beleuchtet:

  • Was bedeutet es, wenn problematische Körperstellen wie Handinnenflächen, Fußsohlen, das Gesicht oder auch der Intimbereich von der Psoriasis betroffen sind? Und was kann man dagegen tun? Diesen und weiteren Fragen widmet sich Dr. Uwe Wollina aus Dresden.
  • Studien belegen einen Zusammenhang zwischen Übergewicht und der Krankheitsaktivität bei Psoriasis. Nicht nur das Auftreten und die Schwere der Erkrankung, sondern auch die Behandlungserfolge stehen in Wechselwirkung mit dem Körpergewicht. Hierzu referiert Dr. Jan-Christoph Simon aus Leipzig.
  • Menschen mit Psoriasis leiden erheblich – nicht nur unter der Erkrankung selbst, sondern auch unter Stigmatisierung und Diskriminierung. Selbstisolation und Rückzug aus Angst und Scham vor Ablehnung sind eine häufige Folge. Manche Erkrankte leiden infolge der Schuppenflechte an Depressionen oder anderen psychischen Erkrankungen. Über die psychosozialen Aspekte der Psoriasis informiert Rolf Bäumer aus Berlin.

Die Informationsveranstaltung ist für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Nähere Informationen zum Programm erhalten Sie unter: www.psoriasis-bund.de/aktuelles/meldungen/meldungen-im-detail/news/informationsveranstaltung-psoriasis-als-problem-von-koerper-geist-und-seele-am-4-november-2017/

 

Deutscher Psoriasis Bund e.V. (DPB)
– Selbsthilfe bei Schuppenflechte seit 1973 –

Seewartenstraße 10
20459 Hamburg
Tel.: 040 223399-0
Mail:
info@psoriasis-bund.de
www.psoriasis-bund.de
www.facebook.com/PsoBund

Der DPB ist eine gemeinnützig tätige Selbsthilfeorganisation von und für Menschen mit Psoriasis, umgangssprachlich auch Schuppenflechte genannt. Er vertritt die Interessen aller an Schuppenflechte erkrankten Menschen in Deutschland.

Gesundheit/Medizin Wissenschaft/Forschung

Vom Spektakel zur Traumabewältigung

Voodoo-Rituale sind mehr als nur Show. Sie erfüllen wichtige soziale und therapeutische Funktionen, wie Yvonne Schaffler mit Unterstützung des Wissenschaftsfonds FWF belegte. Die Kultur- und Sozialanthropologin erforschte Praktiken von Besessenheit in der Karibik.

 

Voodoo bedeutet Gott oder Geist. – Im dominikanischen Voodoo spricht man von „misterios“. Besessenheit durch derartige Wesen ist die Essenz der Voodoo-Religion. Angeheizt durch Hollywood-Klischees werden damit geheimnisvolle Riten und schaurige Geschichten verbunden. Doch das Konzept, von Geistern besessen zu sein, gibt es in vielen Religionen und Varianten bis heute. Nur der Umgang damit ist unterschiedlich. Während christliche oder muslimische Geistliche besitzergreifende Geister verbannen wollen, geht es im Voodoo um deren Akzeptanz und die Integration in das Leben.

„Viele Voodoo-Zentren erinnern etwa an katholische Kapellen: Zahlreiche Heiligenbilder, Blumen, Kerzen und andere Devotionalien formieren sich zu kleinen Altären. Oft sind diese allerdings in Privaträumen untergebracht“, erzählt Yvonne Schaffler von ihrer Feldforschung in der Dominikanischen Republik. Dort hat die Kultur- und Sozialanthropologin mit einem Hertha-Firnberg-Stipendium, das der Wissenschaftsfonds FWF an Nachwuchswissenschafterinnen vergibt, über mehrere Jahre den Prozess der Sozialisierung von Besessenheit erforscht. Welche Formen und Funktionen Besessenheit hat oder in welchen Lebensphasen sie auftritt, waren Fragen, die Schaffler beschäftigten.

Wichtige soziale Funktionen

Besessenheit ist ein zeitlich begrenzter Trancezustand, während dem Personen fühlen, dass externe Mächte wie Ahnen oder Gottheiten ihre Körper kontrollieren. Das kann bereits im Kindesalter auftreten. Danach können sich die „Besessenen“ oft nicht erinnern, was sie während der Trance (Dissoziation) gesagt oder getan haben. In mehr als 100 gefilmten Episoden hat Schaffler diese Erlebnisse, deren Abläufe und Riten dokumentiert. Zusätzlich hat sie die Lebensgeschichten von 19 Personen erfasst, die entweder als Voodoo-Praktizierende tätig sind oder ungewollt Besessenheit erleben. Die Praktizierenden erfüllen wichtige soziale Funktionen, wie die Anthropologin zeigen konnte. Sie haben als „Heiler“ und „Heilerinnen“ besondere Stellungen inne und bieten in spirituellen Zentren Dienstleistungen wie etwa Beratungssitzungen im Zustand von Besessenheit an. „Diese Position ermöglicht ihnen ein Zugewinn an (ökonomischer) Autonomie, an Status und sozialer Absicherung“, erklärt Schaffler.

Stress und Trauma

Die Gruppe der unfreiwillig Besessen empfindet die tranceartigen Zustände allerdings als Stress, da die Geister sie spontan und gegen ihren Willen kontaktieren. Oft drückt sich ihr Empfinden in desorganisiertem oder aggressivem Verhalten aus. „Ich habe festgestellt, dass davon Betroffene oft leidvolle Erfahrungen hinter sich haben, wie etwa häusliche Gewalt, Verlust von Bezugspersonen oder Diskriminierung“, berichtet die Wissenschafterin. Zudem zeigte sich, dass diese Personen auch zu körperlichen Symptomen wie Schlaflosigkeit oder Kopfschmerzen neigen. Auch traumatische Erfahrungen sind öfters Teil der Biografie der ungewollt Besessenen. Diesem Aspekt, der Verbindung von Besessenheit und Trauma, widmet sich die Forschung erst seit kurzem. Bis dato gibt es dazu vor allem Studien aus Bürgerkriegsgebieten in Afrika, die diesen Zusammenhang sichtbar machen. Schafflers Daten bestätigen diese Ergebnisse und liefern wichtige Erkenntnisse für die Erforschung von Trauma und Dissoziation.

Voodoo als Bewältigungsstrategie

Auch aus therapeutischer Sicht ist der Umgang mit unfreiwillig Besessenen potenziell interessant. So hat Schaffler festgestellt, dass ein feindlich gesinntes soziales Umfeld und Versuche, die „Dämonen“ rituell austreiben zu wollen, Leid und Stress der Betroffenen verstärken. Ein sogenannter Initiationsprozess hingegen kann als Bewältigungsstrategie dienen. Dabei werden wiederholt und unter professioneller Anleitung Zustände von Besessenheit eingeübt. „Dadurch wird zuvor unkontrollierte Trance strukturiert und kontrollierbar“, so Schaffler. Sowohl der individuelle Lebensverlauf als auch das soziale Umfeld prägen also die Wahrnehmung von oft nur schwer oder gar nicht beschreibaren persönlichen Erfahrungen und Verhaltensweisen.

Ähnlich wie in der Therapieform des „Psychodrama“, bei dem die Klientinnen und Klienten in Form einer Art psychodramatischer „Aufführung“ ihr Thema bearbeiten, werden im Voodoo-Kult körperliche Erfahrungen immer wieder durchlebt und dadurch aufgearbeitet. Besessenheit wird vermutlich auch deshalb in Afrika oder der Karibik nicht grundsätzlich als etwas gesehen, das verhindert werden muss. Sie ist vielmehr als Form des Kontakts zu den Geistern erwünscht und eröffnet verbesserte Möglichkeiten des Selbstausdrucks. Voodoo-Rituale konzentrieren sich grundsätzlich auf positive Energien und heilende Kräfte. „Man will mit den Geistern nicht auf schlechtem Fuß stehen“, weiß die Forscherin.

Spirituelle Praktiken im Aufwind

„Viele Rituale sind dementsprechend unterhaltsam, lustig und haben geradezu Party-Charakter“, schildert Yvonne Schaffler. Insbesondere in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, wie sie die Dominikanische Republik aktuell erlebt, erfahren spirituelle Praktiken Aufwind. Rituale zur Heilung, zum Schutz oder anderer Anliegen sind denn auch kein Phänomen von Randgruppen. „Viele Praktizierende haben Klienten in New York“, berichtet Schaffler. Auch New Orleans ist beispielsweise ein Hotspot des Voodoo-Kults. Die populären Stoffpuppen gelten der Stadt als Schutzgeister. Die mit Nadeln bestückte Gruselpuppe, die einem Widersacher Schmerzen zufügen soll, ist eher die Ausnahme und vor allem ein Hollywood-Produkt. Es gibt in der Karibik zwar auch eine „schadensmagische“ Ausrichtung. Man spricht dann davon, dass jemand „mit beiden Händen arbeitet“, mit einer die heilt und mit einer die verhext. Diese Praxis wird aber alleine ausgeführt, an Orten fernab der Heimat.


Zur Person
Yvonne Schaffler (http://yvonne-schaffler.eu/) ist Kultur- und Sozialanthropologin mit Fokus auf Medizinanthropologie. Das Hertha-Firnberg-Projekt des FWF „Geistbesessenheit: Modi und Funktion“ (http://pf.fwf.ac.at/de/wissenschaft-konkret/project-finder/?search%5Bwhat%5D=yvonne+schaffler&search%5Bscience_discipline_id%
5D=&search%5Bpromotion_category_id%5D=&extended=1 ) (2011-2016) führte sie an der Medizinischen Universität Wien (MUW) durch. Neben ihrer Forschertätigkeit lehrt Schaffler an der MUW sowie der Sigmund Freud Privatuniversität in Wien und befindet sich in Ausbildung zur Psychotherapeutin.

Publikationen

Yvonne Schaffler: Treating „wild” spirit possession in the Dominican Republic: Parallels and Differences between Local and Euro-American Therapeutic Approaches, (http://www.agem-ethnomedizin.de/download/Curare_40_3_161-164_Inhalt+Editorial.pdf) in: Curare 40/3, 2017 (in Druck)

Cardeña, Etzel & Yvonne Schaffler: „He who has the spirits must work a lot: A Psycho-Anthropological Account of Spirit Possession in the Dominican Republic”, in: Ethos (submitted).

Yvonne Schaffler, Etzel Cardeña, Sophie Reijman, and Daniela Haluza: Traumatic Experience and Somatoform Dissociation among Spirit Possession Practitioners in the Dominican Republic (https://link.springer.com/article/10.1007/s11013-015-9472-5), in: Culture, Medicine and Psychiatry 40(1) 74-99, 2016

Yvonne Schaffler & Bernd Brabec de Mori: A Multi-Perspective Analysis of Videographic Data on the Performance of Spirit Possession in Dominican Vodou (http://hw.oeaw.ac.at/0xc1aa500e_0x0033cbcf.pdf), in: ÖAW (Ed.) International Forum on Audio-Visual Research. Jahrbuch des Phonogrammarchivs, 6. p. 100-125, 2015 (pdf)

 

Bild und Text ab Montag, 25. September 2017 ab 9.00 Uhr MEZ verfügbar unter: http://scilog.fwf.ac.at


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Regional/Lokal Wissenschaft/Forschung

Die Alpen zwischen Verödung und Gentrifizierung

Ein Team der Universität Innsbruck untersuchte mit Unterstützung des Wissenschaftsfonds FWF die Wanderungsbewegungen der „New Highlander“ in den Alpen. Migration aus der Stadt ins Gebirge ist ein wenig beachteter, aber aktuell weltweiter Trend, der selbst periphere Bergdörfer erfasst. – Anders als erwartet, werden die Zuzügler auch als Impulsgeber erlebt.

Ein wachsender Anteil der Weltbevölkerung – schon mehr als die Hälfte – lebt heute in Städten. Im Vergleich dazu überaltern ländliche Gebiete und Bergdörfer, und ehemals gepflegte Kulturlandschaften wachsen zu. Ein Team um Ernst Steinicke vom Institut für Geographie der Universität Innsbruck registriert jedoch seit einigen Jahren einen kleinen, aber feinen siedlungsgeografischen Gegentrend. Erstmals fiel dem Projektleiter die „Amenity Migration“ in der kalifornischen Sierra Nevada (USA) ins Auge. Als „Amenity Migrants“ werden Zuzügler bezeichnet, die aufgrund von Annehmlichkeiten wie Sicherheit, Abgeschiedenheit und landschaftlichem Reiz einen zweiten Wohnsitz außerhalb der Stadt kaufen. Die alpine Wanderungsbewegung – von der Stadt ins Gebirge – ist aber keine reine Wohlstandsmigration. Sie folgt mehr dem französischen „Néo-ruralisme“ – lose als neue Landliebe übersetzbar.

Auch in abgelegenen Gebieten, geprägt von Abwanderung, niedriger Geburtenrate und hohem Altersdurchschnitt, „sehen wir in den Statistiken eine Fluktuation in der Bevölkerung. Es findet ein Austausch statt, in manchen Orten sogar eine Art alpine Gentrifizierung“, betont Ernst Steinicke. Die Stadtflucht der „New Highlander“, der neuen Bergbewohner, ist häufig längerfristig, betrifft verschiedene Gruppen und ist durch niedrige Grundstückspreise in peripheren Gebieten für mehr Menschen leistbar. In einem Forschungsprojekt wurden – unterstützt vom Wissenschaftsfonds FWF – humangeografische Fallstudien zum gegenwärtigen demografischen Wandel in den Alpen durchgeführt. 70 Gegenden mit starker Zu- und Abwanderung wurden näher untersucht und davon 25 Täler und Dörfer in Slowenien, Frankreich, Italien und Osttirol genau kartiert nach Parametern wie Wohnsitztyp, Herkunft der Einwohnerinnen und Einwohner, Nutzungsart, Naturgefahren oder Eigentumsverhältnisse. Anhand typischer Orte wie etwa in Italien Dordolla (Friaul), Ostana (Piemont) oder Gressoney (Aostatal) oder in Frankreich Le Roux (Provence-Alpes-Côte d’Azur) und Les Chapelles (Rhône Alpes) wurden Modelle von Zuzugsgebieten definiert und Effekte aufgezeichnet.

Wie peripher ist noch attraktiv?

Die neuen Bergbewohnerinnen und -bewohner sind eine heterogene Gruppe. Manche von ihnen haben aber das Potenzial demografische Probleme von Abwanderung und Überalterung im ländlichen Raum zu lindern. Einige sind Remigranten, die im Ruhestand in ihre Heimat zurückkehren. Wie bisher heiraten manche in lokale Familien ein. Gastarbeiter bleiben eine wichtige Gruppe. Im Unterschied zu den „Counter-Urbanen“, die für immer aus der Stadt flüchten, sind die meisten Amenity-Migranten multilokal: Sie legen sich einen zweiten Wohnsitz außerhalb der Stadt zu, den sie nicht nur am Wochenende nutzen. Eine weitere spannende Gruppe sind die „New Farmers“, vorwiegend sehr junge Menschen ohne agrarischen Hintergrund, die ihren Traum von landwirtschaftlicher Selbstversorgung und Sinnsuche leben. Dass die Zuzügler mit Störenfrieden gleichgesetzt werden, konnte Ernst Steinicke in Italien nicht beobachten: „Zuwanderer werden in Peripheriegebieten eher als Bereicherung empfunden und als Impulsgeber geschätzt.“ Selbst dort, wo ethnolinguistische Minderheiten leben, bringen Zuzügler zwar die Mehrheitssprache mit, wirken sich auf die Minderheiten aber eher positiv aus. Sie engagieren sich im kulturellen Leben und sind in die Dorfgemeinschaft integriert. Und wenn es um das naturräumliche Risiko geht (Hochwasserschutz, Rutschungen etc.) können schon ein bis zwei neue Landwirte die Situation in einem Dorf verbessern.

Viele „New Highlander“ brauchen Computer und Internetverbindung, weil sie vom zweiten Wohnsitz aus arbeiten wollen. In abgelegenen Gebieten ist ein befahrbarer Weg jedenfalls eine Voraussetzung. „Im Friaul haben wir aber echte ‚Ghost Towns‘ gefunden, verlassene Dörfer, die neu besiedelt wurden. Manche Orte haben sich von einstelligen zu dreistelligen Einwohnerzahlen gesteigert“, berichtet der Forscher. Natürlich gibt es auch Nachteile: Wenn zu viele kommen, steigen die Bodenpreise und die Jungen können sich kein Grundstück mehr leisten. – Steinicke nennt das den „Kitzbühel-Effekt“.

Ausnahme am Ostalpenrand

Laufend erreichen das Team Berichte über vergleichbare Phänomene in Gebirgszügen weltweit, ob aus der Region rund um den Kilimanjaro, dem Hohen Atlas, dem West-Kaukasus oder den Bergen um Sapporo. Der Ostalpenrand in Österreich – in der Steiermark, dem südlichen Niederösterreich und Kärnten – wird als einzige Region der Alpen von dieser positiven Wanderungsbewegung nicht erfasst. Die Berge sind hier nicht so hoch und oft von Wald bedeckt. Aber daran liegt es nicht. Humangeograf Ernst Steinicke und seine Mitarbeiter Peter Cede sowie Roland Löffler haben einen Parameter gefunden, den es sonst nirgendwo in dieser Form gibt: „Die Gegend ist geprägt von Großgrundbesitz, und die Holznutzung ist stark. Wenn kein Grundverkehr möglich ist, ziehen  Menschen weg, aber es kommen keine neuen dazu. Daran wird sich bis auf weiteres auch nicht so viel ändern.“


Zur Person
Ernst Steinicke (https://www.uibk.ac.at/geographie/personal/steinicke/) ist Professor an der Universität Innsbruck und Studiendekan der Fakultät für Geo- und Atmosphärenwissenschaften. Sein Forschungsinteresse gilt der alpinen Bevölkerungsgeografie und Ethno-Demografie. Er leitet seit dem Jahr 2003 vier aufeinanderfolgende FWF-Projekte, die sich mit der Bevölkerungsdynamik in den Alpen befassen. Als Fulbright Fellow an der University of California (UC) Davis (https://www.ucdavis.edu/) hat er 2001 in der kalifornischen Sierra Nevada seine Konzeption von ‚Counterurbanization‘ und ‚Amenity Migration‘ entwickelt und in der Folge in den Alpenraum gebracht.

Projekt-Webseite:
https://www.uibk.ac.at/geographie/migration/

Publikationen
Steinicke E., Warmuth W., Löffler R., Beismann M., Walder J.: Die Wiederbelebung der Alpendörfer – Ein Blick in den Westen (https://www.uibk.ac.at/geographie/migration/am_alps/borsi_igg2015.pdf). In: Innsbrucker Geographische Studien 40: 437-452, 2016 (pdf)

Löffler R., Warmuth W., Beismann M., Walder J., Steinicke E.: Amenity Migration in the Alps: Applying Models of Motivations and Effects to 2 Case Studies in Italy (https://www.uibk.ac.at/geographie/migration/am_alps/amenity-migration-in-the-alps_applying-models-of-motivations-and-effects-to-2-case-studies-in-italy.pdf). In: Mountain Research and Development 36/4, Special Issue: Mountains of Our Future Earth – Perth 2015, pp. 484-493, 2016 (pdf)

Steinicke E., Löffler R., Beismann M., Walder J.: New Highlanders in Traditional Out-migration Areas in the Alps. The Example of the Friulian Alps (http://rga.revues.org/2546). In: Journal of Alpine Research/Revue de géographie alpine 102-4 | 2014, 2015

Čede P., Beismann M., Walder J., Löffler R., Steinicke E.: Neue Zuwanderung in die Alpen – der Osten ist anders (https://www.uibk.ac.at/geographie/migration/am_alps/neue-zuwanderung-in-die-alpen—der-osten-ist-anders_moegg_2014.pdf). In: Mitteilungen der Österreichischen Geographischen Gesellschaft 156, pp. 249-272, 2014 (pdf)

Mehr Publikationen zu den FWF-Projekten:
https://www.uibk.ac.at/geographie/migration/am/pub.html

TV-Naturdokumentation
„The New Wild. Life in the abandoned Lands“ (http://www.christopherthomson.net/) von Christopher Thomson

Bild und Text ab Montag, 18. September 2017 ab 9.00 Uhr MEZ verfügbar unter: http://scilog.fwf.ac.at


Wissenschaftlicher Kontakt
Ao. Univ.-Prof. Dr. Ernst Steinicke
Institut für Geographie
Universität Innsbruck
Innrain 52
6020 Innsbruck
T +43 / 512 / 507-5408
ernst.steinicke@uibk.ac.at
https://www.uibk.ac.at

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Oxy Wunder Medizin – Plasma wirkt gegen Besenreiser

Die OXY WUNDER MEDIZIN – Anwendungen von A-Z in Gesundheit, Schönheit und Wellness
Die OXY WUNDER MEDIZIN – Anwendungen von A-Z in Gesundheit, Schönheit und Wellness

Sie sind keine Krankheit, aber hässlich: Besenreiser: Als Besenreiser bezeichnet man in der Medizin kleine sichtbare Venen an der Oberfläche der Haut, meistens an den Beinen. Diese erweiterten rot-bläulichen Äderchen können ein Hinweis auf eine Venenerkrankung sein. Oft werden diese Äderchen als kosmeti­sches Problem angesehen. Beim Arzt kann man die Ursache von Besenreisern abklären lassen.

Blaue Äderchen werden repariert und unsichtbar
Die Hochfrequenz-Therapie ist eine sehr vielseitige Behandlungsmethode, mit welcher man auch erfolg­reich unschöne Besenreiser behandeln kann. Durch die Bestrahlung mit kaltem Plasma werden die defekten Gefäßwände der blauen Äderchen nach und nach wieder gestärkt und repariert, so dass diese nicht mehr durch die Haut hindurch scheinen.

HF-Stab in Kombination mit Wirkstoffen
Mit dem HF-Stab, den man günstig im Versandhandel erwerben kann, ist die Behandlung von Besenreisern sehr einfach und effektiv. In Kombination mit einer klassischen Venencreme, die z.B. die Wirkstoffe Rosskastanie, Rotes Weinlaub oder Arnika enthält, kann man die störenden Besenreiser mit der Punkt- oder Flächenelektrode leicht selbst behandeln. Wenn man diese Behandlung täglich 1 mal vornimmt, dann sollten nach drei Wochen kleine Besenreiser verschwunden und größere sichtbar reduziert sein. Eine ausführliche Anleitung der Besenreiser-Behandlung erklärt Vanessa Halen in ihrem Erfolgs-Ratgeber DIE OXY WUNDER MEDIZIN.

Eine kostenlose Erklärung über die Wirkung, Anwendung und Heilkraft der HF-Therapie finden Sie auf Philognosie.net
https://www.philognosie.net/heilpraxis/hochfrequenztherapie-erklaerung-wirkung-plasmamedizin

Weitere Informationen über die wundervolle HF-Therapie, kostenlose Leseproben und Gratis eBooks, außergewöhnliche Tipps und Rezepte rund um die Themen Gesundheit, Schönheit und Wohlbefinden stellt die Autorin Vanessa Halen auf ihrer Homepage zur Verfügung:
http://www.wellness-infoseite.de

Die OXY WUNDER MEDIZIN – Anwendungen von A-Z in Gesundheit, Schönheit und Wellness
Der Top-Ratgeber von BoD-Bestseller-Autorin Vanessa Halen
ISBN 978-3-7357-7809-3
96 Seiten – 12,90 Euro

Verlag:
Books on Demand
In de Tarpen 42
22848 Norderstedt
Telefon: 040-534335-0
Rezensionsexemplar: presse@bod.de
Kontakt und Presseanfragen: vanessa.halen@web.de

Vanessa Halen ist passionierte Expertin in Sachen Gesundheit, Schönheit und Wellness. In den vergangenen 30 Jahren lernte sie zahlreiche Heilmethoden aus der Medizin und Naturheilkunde kennen. In ihren Ratgebern erklärt sie die besten und erfolgreichsten Methoden, die sie persönlich ausführlich getestet und für besonders wirksam befunden hat. Ihre aktuellen Bücher:
Ein neues Leben (ISBN 3-89811-731-6)
BioAging (ISBN 3-8311-4572-5)
Die neuen Schlank-Pusher (ISBN 3-8334-1473-1)
CyberBeauty (ISBN 3-8334-5295-1)
Die neuen Schönmacher (ISBN 978-3-8370-5406-4)
Die Jungmacher (ISBN 978-3-8391-8644-2)
Vorsicht, Arzt! (ISBN 978-3-8448-1910-6)
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Die total verrückte Entführung in das Jahr 2256 (ISBN 978-3-7386-2591-2)
Schlank Mixer (ISBN 978-3-7412-2820-9)

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MTX-Pen ohne Aufzahlung verfügbar

Menschen mit Psoriasis-Arthritis und Rheuma in den Fingergelenken können aufatmen: Fertigspritzen und Fertigpens mit dem Wirkstoff Methotrexat werden ohne zusätzliche Kosten für die Patientinnen und Patienten angeboten.

Wie die Firma Medac, Wedel bei Hamburg, nun bekanntgab, wird sie eine Preisanpassung für ihre Fertigspritzen und Fertigpens (Autoinjektoren) mit dem Wirkstoff Methotrexat (MTX) vornehmen und diese zum kürzlich durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) festgesetzten Festbetrag anbieten.

Hans-Detlev Kunz, Geschäftsführer des Deutschen Psoriasis Bundes e.V. (DPB), der Selbsthilfeorganisation von und für Menschen mit Schuppenflechte (Psoriasis/Psoriasis-Arthritis) in Deutschland, erklärt dazu: „Natürlich sind wir froh, dass die Firma den Preis für ihren Fertigpen auf das Festbetragsniveau absenkt und damit Patientinnen und Patienten die Entscheidung des G-BA nicht ausbaden müssen. Auch wenn es in diesem Fall aufgrund der für Patientinnen und Patienten ökonomisch freundlichen Entscheidung der Firma zu keiner Aufzahlung kommt, bleibt das Grundproblem bestehen: Es ist völlig absurd, dass der G-BA bei der Bildung von Festbeträgen das Applikationssystem gänzlich ausblendet und dabei sogar in Kauf nimmt, dass mehrere tausend körperbehinderte Menschen mit deformierten Fingern und Händen von einer wichtigen Therapieoption abgeschnitten werden.“

Gegen die Stimmen der Patientenvertretung, Ärzteschaft und Krankenhäuser hatte der G-BA zum 1. September 2017 einen Festbetrag für alle Medikamente mit parenteralem MTX beschlossen. Hierbei wurde völlig unberücksichtigt gelassen, dass die Herstellungskosten je nach Art des Injektionssystems (Aufziehspritze, Fertigspritze und Fertigpen) stark variieren. Medac – das einzige Unternehmen in Deutschland, das MTX-Fertigpens vertreibt – hatte im Vorfeld der Entscheidung auf die deutlich höheren Produktionskosten insbesondere des Pen-Systems hingewiesen und dargelegt, dass es den MTX-Fertigpen zu diesem Festbetrag nicht wirtschaftlich werde anbieten können.

Der DPB hatte dafür plädiert, für den MTX-Fertigpen einen eigenen Festbetrag für die Personengruppe zu bilden, die aufgrund einer Behinderung nur das Pen-System nutzen kann. Die Entscheidung des G-BA hat der DPB als diskriminierend kritisiert. Denn in Deutschland leben mindestens 15.000 Menschen mit Psoriasis-Arthritis und noch viel mehr Menschen mit Rheumatoider Arthritis, die aufgrund ihrer versteiften Fingergelenke weder eine Spritze aufziehen noch sich eine Fertigspritze selber applizieren können. Diesen Menschen bleibt als einzige Möglichkeit die Darreichung mittels Fertigpen, wenn sie nicht dauerhaft auf fremde Hilfe angewiesen sein sollen. Ohne eine Absenkung des Preises für das Pen-System auf den Festbetrag müssten diese körperlich behinderten Menschen künftig für ihre MTX-Therapie eine Aufzahlung leisten – hätte die Firma den Fertigpen aufgrund mangelnder Wirtschaftlichkeit gar aus dem Programm genommen, wäre ihnen diese Therapieoption gänzlich genommen worden. MTX wird, auch in Kombination mit anderen Therapien, bei zahlreichen weiteren Indikationen eingesetzt.

 

Deutscher Psoriasis Bund e.V. (DPB)
– Selbsthilfe bei Schuppenflechte seit 1973 –
Seewartenstraße 10
20459 Hamburg
Tel.: 040 223399-0
Mail:
info@psoriasis-bund.de
www.psoriasis-bund.de
www.facebook.com/PsoBund

Der DPB ist eine gemeinnützig tätige Selbsthilfeorganisation von und für Menschen mit Psoriasis, umgangssprachlich auch Schuppenflechte genannt. Er vertritt die Interessen aller an Schuppenflechte erkrankten Menschen in Deutschland.