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Wissenschaft/Forschung

Wir und die anderen

Die Soziologin Ana Mijić erforscht mit Unterstützung des Wissenschaftsfonds FWF, wie Bosnierinnen und Bosnier in Österreich im Spannungsfeld von Krieg, Nachkrieg und Migration ihr Selbstbild konstruieren und ist dabei einem kosmopolitischen Nationalismus auf der Spur.

Was macht Migration mit der Identität eines Menschen und wie wirken sich Kriegserfahrungen auf das Selbstbild aus? Als die Soziologin Ana Mijić ihren Forschungsfokus 2014 erstmals auf diese Fragen richtete, hatte sie die Kriege im ehemaligen Jugoslawien im Blick. Dass das Thema kurze Zeit später eine neue Brisanz erhalten sollte, war für die Wissenschafterin nicht abzusehen.

Konkret beschäftigt sich Mijić, die derzeit eine durch den FWF geförderte Hertha-Firnberg-Stelle an der Universität Wien innehat, mit den Folgen des Bosnienkrieges. Beendet vor 22 Jahren, ist dieser inzwischen Geschichte. Doch der Konflikt zwischen den drei Volksgruppen – den Serben, Kroaten und Bosniaken – schwelt bis heute. Viele sind in den 1990er-Jahren geflüchtet. Rund 90.000 Kriegsflüchtlinge aus Bosnien kamen nach Österreich. Insgesamt leben Schätzungen zufolge rund 200.000 Menschen mit bosnischem Migrationshintergrund in Österreich.

Ethnische Zugehörigkeit und Opferrolle

In ihrem Dissertationsprojekt versuchte Mijić zu entschlüsseln, wie die Menschen vor Ort, also in Bosnien-Herzegowina, nach dem Krieg ihre Identitäten neu definierten. Nachdem die Bevölkerung während des Krieges auf ihre ethnische Zugehörigkeit zurückgeworfen wurde, ist diese zu einem ganz zentralen Bestandteil des Selbst geworden, wie Mijić in den Gesprächen mit Menschen aus allen sozialen Schichten und aus verschiedensten Region herausfand. „Indem sie ihre eigene ethnische Gruppe zum Opfer machen, gelingt es ihnen auch nach dem Krieg an einem positiven Wir-Bild festzuhalten“, erklärt sie.

Ausgehend davon richtet die Wissenschafterin nun ihr Interesse auf das Thema „Diaspora“. Hier kommt jedoch noch eine andere wesentliche Komponente ins Spiel: die Migrationserfahrung. „Der Zusammenhang von Krieg – Nachkrieg – Migration stellt einen spezifischen Erfahrungsraum dar, innerhalb dessen die Menschen in der Diaspora ihre Identität neu konstruieren (müssen)“, so die Soziologin. Sowohl die Herkunft als auch die neue Heimat werden damit zum Ausgangspunkt für die Auseinandersetzung mit der eigenen Identität. In ihrem Firnberg-Projekt stellt Mijić nun die Frage, wie Bosnierinnen und Bosnier in Österreich in dem Spannungsfeld von Krieg, Nachkrieg und Migration und damit auch dem Leben in einer Minderheitenkonstellation ihre Selbstbilder entwerfen.

Long-Distance Nationalismus?

Die bosnischen Diasporas in Österreich will die Soziologin in den kommenden drei Jahren in ihrer ganzen Bandbreite erfassen. – Von der Gastarbeitergeneration über die Kriegsgeflüchteten bis zu den in Österreich geborenen Personen, ist sie den Lebenswelten der Eingewanderten und ihrer Nachfahren auf der Spur. Nicht zuletzt, weil davon auszugehen ist, dass die Menschen mit ihren spezifischen Identitäten eine Gesellschaft mitgestalten, in der sie gar nicht leben (müssen). – Sei es auch auf Kosten der Bevölkerung in der Herkunftsgesellschaft. Die Forschung zeigt, dass Ausgewanderte in der Regel ein stärkeres Bedürfnis nach der Bestimmung der eigenen Herkunft haben: „Dann wird, wenn es etwa um Wahlen geht, eher auf die nationalistische Karte gesetzt“, erklärt Ana Mijić. Die Wissenschaft spricht hier vom „Long-distance nationalism“.

Kosmopolitischer Nationalismus

Mijićs These lautet jedoch, dass die im Ausland lebenden Bosnierinnen und Bosnier einen kosmopolitischen Nationalismus pflegen: „Ich gehe davon aus, dass beide Komponenten in den Selbstbildern eine Rolle spielen, denn – so die These – nationalistische und kosmopolitische Deutungen können durchaus nebeneinander bestehen.“ Es stellt sich dann allerdings die Frage, wie sich dieses Nebeneinander gestaltet. Hier vermutet Mijić durchaus milieu- und generationsspezifische Unterschiede: Die Generation der sogenannten „Gastarbeiter/innen“ wird andere identitätsrelevante Deutungen herausgebildet haben als Menschen, die während des Krieges nach Österreich gekommen sind; ältere Menschen, die noch in Bosnien sozialisiert wurden, verarbeiten die Spannung zwischen Herkunft und Ankunft sehr wahrscheinlich anders als junge Menschen, die als Kinder nach Österreich auswanderten, oder sogar hier geboren wurden.

Hier hat die Nachwuchswissenschafterin soeben mit ihren Recherchen begonnen und unter anderem mit jungen Bosnierinnen und Bosniern der zweiten und dritten Generation gesprochen. „Es zeigt sich, dass sich auch die Jungen Fragen zu ihrer Identität stellen“, konstatiert Mijić. Doch vor allem, so legen zumindest die bisherigen Analyseergebnisse nahe, weil sie von anderen zu einer Identifikation gedrängt werden: Wer nach seiner „Herkunft“ und „Identität“ gefragt wird, kommt nicht umhin, sich damit auseinanderzusetzen und Antworten zu finden. Oder anders formuliert: „Das Verlangen nach Eindeutigkeit produziert Eindeutigkeit“, so Mijić.


Zur Person
Ana Mijić (https://www.soz.univie.ac.at/personen/mitarbeiterinnen-am-institut-fuer-soziologie/mijic-mag-ana/ana-mijic-publikationen-uni-wien/) studierte Politikwissenschaft und Soziologie in Tübingen. 2007 wechselte sie als Assistentin an das Institut für Soziologie der Universität Wien und publizierte das Dissertationsprojekt „Verletze Identitäten“ im Campus Verlag. Seit 2016 erforscht Ana Mijić im Rahmen einer Hertha-Firnberg-Stelle des FWF die Nachkriegsdiaspora(s) der Bosnierinnen und Bosnier in Österreich.

Publikationen
Mijić, Ana: Verletzte Identitäten. Der Kampf um den Opferstatus im bosnisch-herzegowinischen Nachkrieg (http://www.campus.de/buecher-campus-verlag/wissenschaft/soziologie/verletzte_identitaeten-8573.html). Frankfurt/New York: Campus Verlag, 2014

Frühwirth, Angelika/Mijić, Ana: F[r]iktionen. Eine Sozialphysik der Reibungslosigkeit. In: Psychologie & Gesellschaftskritik Jg. 41, Nr. 161, Heft 1, 2017

Mijić, Ana: „Hurt Identities?“ The Postwar Bosnian Narrative of Self-Victimization, in: Ruthner, Clemens et al. (Hg.): Narrative/s in Conflict (Culture & Conflict Series). Berlin/New York: de Gruyter (in Druck)

Bild und Text ab Montag, 7. August 2017 ab 9.00 Uhr MEZ verfügbar unter: http://scilog.fwf.ac.at


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Gesundheit/Medizin Pressemitteilungen Sport/Fitness Wissenschaft/Forschung

Mit der movival App und Webanwendung Krebsprävention im Alltag leben

Priv.-Doz. Dr. med. Thomas Widmann (© Priv.-Doz. Dr. med. Thomas Widmann)
Webanwendung und App der movival GmbH (© Priv.-Doz. Dr. med. Thomas Widmann)
Priv.-Doz. Dr. med. Thomas Widmann (© Priv.-Doz. Dr. med. Thomas Widmann)
Nutzung der movival-App (© Priv.-Doz. Dr. med. Thomas Widmann)

 

  • Krebs effektiv durch Tracking vorbeugen
  • Aktuelle Infos zum Thema Krebsprävention aus der Welt der Medizin
  • Moderne Anwendung für iOS und Android
  • Von Medizinern entwickelt

 

Ob man Teil einer Risikogruppe ist oder einfach ein bewusstes und gesundes Leben führen möchte: Mit der movival App ist es möglich, der Entstehung von Krebs durch eine positive Änderung des alltäglichen Verhaltens vorzubeugen.

 

Die von Priv.-Doz. Dr. med. Thomas Widmann und seinem Team entwickelte Anwendung setzt dabei auf den Sportgeist des Anwenders und ermuntert ihn, sich körperlich fit zu halten. Dieses zunächst einfach wirkende Konzept basiert auf wissenschaftlichen Studien, die eindeutig belegen, dass definierte Faktoren die Entstehung von Krebs verhindern können. Die Erkenntnisse von Dr. Widmann werden u. a. von der Molekularbiologin und Nobelpreisträgerin Prof. Dr. Elizabeth H. Blackburn als wesentliche Arbeiten zum Thema Bewegung und Telomere zitiert.

 

Bewegungsmangel führt dazu, dass sich die Telomere – Endstränge der Chromosomen – in unseren Körperzellen verkürzen. Diese Entwicklung gilt als eine mögliche Grundlage für die Entstehung von Tumoren. „Um die Länge der Telomere zu erhalten, sind schützende Enzyme notwendig. Durch regelmäßige körperliche Bewegung werden u. a. diese Enzyme aktiviert und dadurch die Telomere stabilisiert.“, erläutert hierzu Dr. Widmann. Auf der Grundlage dieser Forschungsergebnisse analysierte der Arzt, wie viel Bewegung innerhalb eines definierten Zeitraums notwendig ist, um Krebs vorzubeugen.

 

Gemeinsam mit seinem Team entwickelte er die movival App und Webanwendung, die den Nutzer in einem präventiven Verfahren begleitet und unterstützt. Mithilfe eines ausgeklügelten Algorithmus wird die alltägliche Bewegung in movival-Punkte umgerechnet. Movival-Punkte bilden exakt den Wert an Bewegung ab, den es braucht, um positiven Einfluss auf die Telomere in den Zellen zu nehmen.

 

Die movival App und Webanwendung ist so weit mehr als ein einfacher Sportracker. Sie ist ein medizinisches Produkt, dass effektiv dazu geeignet ist, Krebs vorzubeugen. Die App ist erhältlich für iOS und Android.

 

 

Hintergrund

Priv.-Doz. Dr. med. Thomas Widmann hat sich schon seit seinem Studium an den Universitäten in Regensburg, Würzburg und der Mayo Clinic in Rochester, MN, USA intensiv mit dem Thema Krebsentstehung und Krebsprävention auseinandergesetzt und in eigenen Projekten die Auswirkungen von Bewegung auf den menschlichen Körper erforscht. Als Chefarzt an der Asklepios Fachklinik für Onkologie, Anschlussrehabilitation und Rehabilitation in Triberg/Schwarzwald integriert Priv.-Doz. Dr. med. Thomas Widmann eigene wissenschaftliche Erkenntnisse zusammen mit denen internationaler Forschergruppen in ein eigenständiges Therapie- und Bewegungskonzept. Es baut auf der Kern-Erkenntnis auf, dass durch ein regelmäßiges Bewegungsprogramm eine Aussicht für Patienten besteht, das Krebsrückfallrisiko signifikant zu senken. Eine individuelle Anleitung zu einem solchen Bewegungsprogramm erhalten Patienten während eines Aufenthaltes in der Klinik.

 

3.118 Zeichen inkl. Leerzeichen, 426 Wörter

 

 

Pressekontakt:

 

RITTWEGER und TEAM Werbeagentur GmbH

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Musik/Kino/DVD Wissenschaft/Forschung

Der Klang des späten Mittelalters

Das Musikleben des Spätmittelalters war prall und variantenreich. Auch das Musikschaffen im österreichischen Raum. Wiener Wissenschafterinnen und Wissenschafter setzen nun, unterstützt vom Wissenschaftsfonds FWF, die Musik mit dem Alltag jener Zeit in Verbindung. Und schaffen neue Zugänge für ein besseres Verständnis.

„Die Stadt im Spätmittelalter“, sagt Reinhard Strohm, „die ist ein Ort akustischer Signale. Da schlagen die Glocken der Minoritenkirche zu einem Gebet, zu einer Vesper oder einer Messe, da erklingen die Glocken der Augustiner und vermitteln ihre Botschaften, Adelige ziehen, begleitet von Fanfaren durch die Stadt, allenthalben wird gerufen, gesungen, gebetet.“ Und das ist noch nicht alles. Dazu muss man sich auch noch Hufgetrappel, Schweinegrunzen, Hühnergackern, Entenschnattern, das Quietschen, Knarren, Hämmern, Rumpeln, Rattern, Knattern, das Schreien, Stöhnen, Rufen, Jammern, Betteln, Bitten, Beten in allen Tonlagen und Lautstärken denken und noch viel mehr. Die Stadt im Spätmittelalter und darüber hinaus ist ein Platz totaler akustischer Kakophonie. – Aus heutiger Sicht oder Hörgewohnheit.

Nun arbeitet Strohm, Musikwissenschafter an der Oxford University, nur in zweiter Linie am Klangraum Stadt, vor allem aber arbeitet er gemeinsam mit Birgit Lodes, Lehrstuhlinhaberin für Historische Musikwissenschaft an der Universität Wien, im Rahmen des FWF-Projekts „Musikleben des Spätmittelalters in der Region Österreich“ an der Erschließung eines ganz anderen Klangraums.

Überstrahlt und zugetönt

„Es ist tatsächlich so“, erklärt Lodes, „dass man vergleichsweise wenig über die Musik dieser Zeit weiß, zumal Wien und Österreich so sehr von barocker Musik und noch mehr von der Wiener Klassik geprägt sind.“ Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert. Sie bilden gemeinsam ein Zentralgestirn im heimischen Musikuniversum, überstrahlen alles, definieren alles. Bis hin zu unseren Hörgewohnheiten.

„Die Musik des späten Mittelalters klingt anders“, konzediert Lodes. Fremder, ungewohnter. Auch durch die Instrumentierung. Eindimensional ist die Musik dieser Zeit freilich nicht. „Wir müssen die Variationsmöglichkeiten bedenken“, sagt Lodes. Dann und wann testet sie ihre Studentinnen und Studenten, gibt ihnen ein und dasselbe Stück zu hören. Einmal instrumental, das andere Mal nur mit Vokalstimmen vorgetragen. „Es ist verblüffend, wie selten erkannt wird, dass es sich um ein Stück handelt“, lächelt die Musikhistorikerin.

Umbruch mit Pauken und Trompeten

In gewisser Weise geht es Lodes und Strohm sowie den anderen am Projekt beteiligten Forscherinnen und Forschern auch darum, der Musik und dem Musikschaffen einer für das europäische Geistesleben essenziellen Epoche Gerechtigkeit zuteilwerden zu lassen. Zwischen 1340 und 1520 bricht Europa, im wahrsten Sinne des Wortes, zu neuen Ufern auf. Neue Technologien beenden das Zeitalter der Ritter, der Kleinadel wird durch ein aufstrebendes Bürgertum an den Rand gedrängt, die Städte gewinnen an Einfluss und die Universitäten erschließen sich den Zugang zum Wissen der Antike. Kriege toben, Seuchen und Pestilenz wüten, Päpste treffen auf Gegenpäpste, Reformation auf alte Kirche. In diesen 200 Jahren bleibt kein Stein auf dem anderen. Am Ende steht die Renaissance.

Alles das wird von Musik begleitet. „Europäisches Musikschaffen“, erklärt Strohm,  „ist in dieser Epoche nicht mehr in nationalen oder regionalen Grenzen eingeschränkt. In Windeseile verbreitet sich die Musik über Europa. Nicht einmal zwölf Monate dauert es, bis die Musik zur Inthronisierung des Herzogs von Ferrara 1441 nach Wien gelangt und hier notiert wird.

Frische Popularität Alter Musik

Selbstverständlich wird auch in Wien komponiert. So wie in Innsbruck, wohl auch in Wiener Neustadt, in Graz oder Salzburg. Auch wenn bisweilen in den Archiven so gar nichts zu finden ist, wie Lodes und Strohm bedauern. Trotzdem muss man sich jeden Fürsten, zumal die Habsburger Erzherzöge und Kaiser, mit einer Kapelle denken, mit Musikerinnen und Musikern, mit Sängerinnen und Sängern, die den hohen Herrn auf seinen Reisen begleiteten, die von seinem Ruhm und Edelmut kündeten (und sich in Briefen bitterlich über dürftige Entlohnung und widrige Lebensumstände beklagten). So tauchen Lodes und Strohm tief ein in den Alltag und damit in die Lebenszusammenhänge jener Zeit.

„Wir sind noch immer damit beschäftigt, alle Essays zum Projekt auf die Website www.musical-life.net zu stellen“, erklärt Strohm, während Lodes darauf verweist, dass durch dieses Projekt oft erstmals Musikstücke überhaupt aufgenommen wurden und nun über die Website anzuhören sind. „Es wurden aus den Einspielungen sogar zwei CDs ausgekoppelt, die nun im Handel erhältlich sind“, freut sich die Musikhistorikerin. Darum geht es ihr, Zugänge zu schaffen, Interesse zu wecken und mit Beispielen sonder Zahl am Leben zu erhalten. Auch, um jene Musikerinnen und Musiker vor den Vorhang zu bitten, die ansonsten dem Vergessen anheimfallen. Überstrahlt von den Komponisten späterer Epochen.


Zur Person
Birgit Lodes (https://musikwissenschaft.univie.ac.at/institut/personalverzeichnis/lodes/) ist nach Stationen als Visiting Fellow an der Harvard University, als Lehrbeauftragte an der Hochschule für Musik München und als Vertretung der C3-Professur für Musikwissenschaft an der Universität Erlangen-Nürnberg seit 2005 Universitätsprofessorin für Historische Musikwissenschaft an der Universität Wien, korrespondierendes Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und Mitglied der Academia Europea.

Literatur und Beiträge

Lodes, Birgit „Des Kaisers Alamire: Zur Entstehung des Chorbuchs Wien. Österreichische Nationalbibliothek. Mus. Hs. 15459“ (http://www.brepolsonline.net/doi/abs/10.1484/M.EM-EB.3.2694) in Uno gentile et subtile ingenio. Studies in Renaissance Music in Honour of Bonnie J. Blakcburn, HG Jennifer M. Bloxam, Gioia Filocamo und Leofrance Holford-Strevens, Turnhout 2009: 274-258

Lodes, Birgit „Translatio panegyricorum. Eine Begrüßungsmottete Senfls(?) für Kaiser Karl V. (1530)“, in Senfl-Studien 2, HG Stefan Gasch und Sonja Tröster, Tutzing 2013: 189-255

Lodes, Birgit „Concentus, Melopoiae und Harmonie 1507. Zum Geburtsjahr des Typendrucks mehrstimmiger Musik nördlich der Alpen“ in: Niveau, Nische, Nimbus. Die Anfänge des Musikdrucks nördlich der Alpen HG Birgit Lodes, Tutzing 2010: 22-66

Strohm, Reinhard „Polyphonie und Liedforschung“ in Einstimmig-Mehrstimmig. Deutungsperspektiven zur Musik des 15. und 16. Jahrhunderts, HG Birgit Lodes. Musik Theorie. Zeitung für Musikwissenschaft. 2012: 162-175

Strohm, Reinhard „Fifteenth-century humanism and music outside Italy“ (https://www.cambridge.org/core/books/cambridge-history-of-fifteenthcentury-music/fifteenthcentury-humanism-and-music-outside-italy/51610C80CC2E42825E12BB5D7C15BF1D), in The Cambridge History of Fifteenth-Century Music, HG Anna Maria Buss Berger und Jesse Rodin, Cambridge 2015: 263-280

Bild und Text ab Montag, 31. Juli 2017 ab 9.00 Uhr MEZ verfügbar unter: http://scilog.fwf.ac.at

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Aktuelle Nachrichten Internationales Pressemitteilungen Veranstaltungen/Events Wissenschaft/Forschung

9th Edition of International Conference on Analytical Chemistry 2018

Analytical Chemistry conferences | Analytical Chemistry 2018 | Analytical Chemistry Conference 2018

We are inviting you to attend our “9th Edition of International Conference on Analytical Chemistry 2018” which is going to be held at Vienna, Austria on March 19-20, 2018.
Analytical Chemistry 2018 spreads an extensive range of critically important sessions from basic research to recent innovations. It is particularly based on learning and sharing knowledge on current research and enormous applications of pharmaceutical sciences and chemistry. The main theme of the conference is Exploring Novel Advances and Applications in Analytical Chemistry”. We are providing an unprecedented opportunity for chemists of all stripes and colors to share their research with colleagues by discussing the latest advances in the field. We invite directors, presidents & CEO’s from companies, chemists, academic groups, directors from pharmaceutical companies. Laboratory scientists who identifies, quantifies, analyzes or tests the chemical or biological properties of compounds or molecules or who manages these laboratory scientists. Chemical researcher, molecular diagnostics, clinical laboratories, health care industry, quantitative analysts, qualitative analysts, editorial board members, students, faculty members. chemical instrument vendors, professors and students from academia in the field of analytical and bioanalytical sciences. Delegates from various pharma & instrumental companies from all over the world.

 

Our conference includes some of the major academic and business key topics:

Tracks : Novel Approaches to Analytical and Bioanalytical Method , Analytical Methodology , Bioanalytical Methodology , Chromatograpic Techniques , Environmental Analytical Chemistry , Electrophoresis, Advancements in Mass Spectrometry, Forensic Analysis, Advances in Separation Techniques  ,,Analytical Biotechnology, Pharmaceutical Analysis, Process Analytical Chemistry, Thermal Analysis and Glycomics , Applications of Analytical and Bioanalytical Methods, New Instrumentation and Equipment , Regulatory Issues and Biosafety Challenges in Bioanalysis.

 

Academic key topics:  Atomic Absorption Spectroscopy (AAS), Atomic Fluorescence Spectroscopy (AFS), Capillary Electrophoresis (CE), Chromatography, Electrophoresis, Flow Injection Analysis (FIA), Fourier Transform Spectroscopy (FTIR), Gas Chromatography-Mass Spectrometry (GC-MS), High Performance Liquid Chromatography (HPLC), Ion-Mobility Spectrometry (IMS), Liquid,Chromatography-IR Spectroscopy (LC-IR), Nuclear Magnetic Resonance (NMR), Raman Spectroscopy, Transmission Electron Microscopy (TEM), Thermogravimetric Analysis (TGA), X-ray Diffraction (XRD), X-ray Fluorescence Spectroscopy (XRF), Mass Spectrometry (MS), High Performance Liquid Chromatography-IR Spectroscopy (HPLC-IR), Gas Chromatography (GC), Electrolysis, Atomic Emission Spectroscopy (AES)

Business key topics:  Analytical Chemistry Europe, Analytical Chemistry Asia, Analytical Chemistry Japan, Analytical Chemistry UK, Analytical Chemistry Canada, Analytical Chemistry USA , Analytical Chemistry Dubai, Analytical Chemistry Germany, Analytical Chemistry Africa, Spectrometer, Spectrophotometer, Coning and quartering, Dilution , Dissolution , Filtration,Masking ,Pulverization, Sample preparation, Separation process, Sub-sampling, Chemometrics, Calibration curve, Matrix effect, Internal standard, Standard addition, Isotope dilution, Calorimetry, Chromatography, Electroanalytical methods, Gravimetric analysis, Mass spectrometry, Spectroscopy etc.

Conference Venue:

19/03/2018                     20/03/2018

Conference start time: 9:00 AM

Conference end time: 6:00 PM

Dates: March 19-20, 2018 Vienna, Austria

Name: Ethan Mathews

Designation: Program Manager

Organization: Euroscicon Ltd.

Website: http://analyticalchemistry.euroscicon.com/

Email id : analyticalchemistry@eurosciconconferences.com

               analyticalchemistry@eurosciconmeetings.com

 

Gesundheit/Medizin Wissenschaft/Forschung

Chikungunya-Fieber: Themis Bioscience beginnt klinische Studie in Infektionsgebiet

Ein vielversprechender Impfstoffkandidat gegen Chikungunya-Fieber wird ab August in einer klinischen Studie der Phase II in Puerto Rico, einem endemischen Infektionsgebiet, getestet. Der dabei zum Einsatz kommende Lebendimpfstoff des Wiener Biotech-Unternehmens Themis Bioscience GmbH wird weltweit als einer der am weitest fortgeschrittenen Impfstoffkandidaten bewertet. Er basiert auf einem herkömmlichen Masernimpfstoff und bietet eine ausgezeichnete Immunogenität und hohe Sicherheit. Bereits eine Phase I Studie belegte die hohe Serokonversionsrate des Impfstoffes: Bis zu 100 Prozent aller geimpften Probanden produzierten neutralisierende Antikörper gegen das Chikungunya-Virus. Derzeit wird der Impfstoffkandidat in zwei parallel laufenden Phase II Studien in den USA und Österreich/Deutschland getestet. Das Ziel der weiteren Studie in Puerto Rico ist es, den Einfluss vorangegangener Chikungunya-Infektionen auf die Sicherheit und Immunogenität des Impfstoffkandidaten zu beurteilen.

Themis Bioscience GmbH (Wien) gab heute den Beginn einer weiteren klinischen Studie der Phase II ihres prophylaktisch wirkenden Impfstoffs gegen Chikungunya-Fieber bekannt. Dieser wird aufgrund ausgezeichneter Daten aus einer vorherigen Phase I Studie bereits in zwei laufenden Phase II Studien in den USA und Österreich/Deutschland getestet. Die neue, nun beginnende Studie wird den Einfluss vorangegangener Chikungunya-Infektionen auf die Sicherheit und Immunogenität untersuchen und in Puerto Rico durchgeführt, wo Chikungunya-Fieber endemisch vorkommt.

Zu der Studie meint Dr. Erich Tauber, CEO und Mitgründer von Themis: „Das Virus stellt in vielen tropischen Regionen weiterhin eine wachsende Bedrohung dar. Eine vorbeugende Impfung ist daher dringend notwendig und wir sind froh, dass wir mit unserem Lebendimpfstoffkandidaten eine Alternative anbieten können, die viele als den fortschrittlichsten Chikungunya-Impfstoffkanidaten der Welt ansehen. Dieser basiert auf einem gut etablierten Masernimpfstoff als Vektor, der zusätzlich zu einem exzellenten Sicherheitsprofil auch den Vorteil eines validierten, günstigen Produktionsprozesses bietet.“

Die anlaufende Studie wird gemeinsam mit dem Walter Reed Army Institute of Research (WRAIR), einer Einrichtung des US Department of Defense, durchgeführt. Insgesamt werden 100 Freiwillige geimpft und über ein Jahr lang auf ihre Immunantwort sowie auf Sicherheitswerte hin untersucht. Von den 100 Freiwilligen wird eine Hälfte bereits eine vorherige Infektion mit dem Chikungunya-Virus durchgemacht haben und die andere Hälfte keine Zeichen einer solchen vorangegangenen Infektion aufweisen. Alle Freiwilligen werden zwei Injektionen erhalten; eine am Anfang der Studie und eine zweite vier Wochen später.

Erich Tauber fügt an: „Diese Studie wird unsere zwei laufenden Phase II Studien mit Daten ergänzen, die für die Sicherheit des Impfstoffes in Gegenden wichtig ist, in denen Chikungunya endemisch war oder noch ist. Zusammengenommen werden in allen drei Studien über 700 Freiwillige unseren Impfstoffkandidaten erhalten. Das wird eine solide Datengrundlage liefern.“

Der von Themis entwickelte prophylaktische Chikungunya-Impfstoff baut auf einem standardmäßig verwendeten Masernimpfstoff als Vektor auf. Dieser stellt die Grundlage der Firmen-Pipeline dar, die auch einen prophylaktischen Zika-Impfstoff enthält, der derzeit in einer Phase I Studie in Österreich getestet wird.

Für den Chikungunya-Lebendimpfstoff wurden Gene, die für ausgewählte Antigene des Chikungunya-Virus kodieren, in das Genom des etablierten Masernimpfstoffes eingebracht. So werden diese Antigene direkt in der Zelle produziert, wo sie eine spezifische Immunantwort gegen Chikungunya hervorrufen. Der Masernimpfstoff wurde weltweit bei mehreren hundert Millionen Menschen erfolgreich angewendet, und bietet so ein exzellentes Sicherheitsprofil und einen validierten, günstigen Produktionsprozess, der einen echten Vorteil darstellt.

Chikungunya-Fieber ist eine durch bestimmte Moskitos übertragene Viruserkrankung, die ihren Ursprung in Asien und Teilen von Afrika hat. Global steigende Temperaturen und wachsende Reiseaktivitäten führen zu einer Verbreitung dieser Moskitos und dadurch des Virus in vormals gemäßigte Klimazonen. In den letzten vier Jahren wurden allein in den 45 Ländern Nord- und Südamerikas sowie der Karibik 1,7 Millionen Fälle registriert. Die Mehrheit der infizierten Personen erkrankt an Polyarthralgie, die chronisch werden kann. Von daher ist die Entwicklung einer effizienten und leistbaren prophylaktischen Impfung dringend notwendig und wird die Gesundheitskosten für chronische Erkrankungen und Behinderungen deutlich beeinflussen.

Über Themis (Juni 2017):
Themis Bioscience GmbH entwickelt prophylaktische Impfungen von der präklinischen bis zur frühen klinischen Phase. Das Unternehmen fokussiert dabei auf neu auftretende und spezielle Indikationen. Erste Impfstoffkandidaten werden derzeit gegen Chikungunya-Fieber und Zika entwickelt. Die unternehmenseigene, auf einem Masern-Vektor beruhende Technologieplattform, die vom weltweit geachteten Institut Pasteur in Paris einlizenziert wurde, bildet die Basis aller Impfstoffkandidaten des in Wien ansässigen Unternehmens. Diese Plattform ist hoch-innovativ und vollständig durch Patente abgesichert.
www.themisbio.com

Über die Impfstofftechnologie:
Die technologische Grundlage der Vektorplattform auf Basis des Masernimpfstoffes wurde am Institut Pasteur in Paris entwickelt und ist an Themis auslizenziert. Die Technik beruht auf dem standardmäßigen Masernimpfstoff als Impfvektor. Gene, die für ausgewählte Antigene des Chikungunya-Virus kodieren, wurden in das Genom des etablierten Masernimpfstoffes eingebracht. Der Masern-Chikungunya-Impfstoffvektor bewirkt eine Expression der Fremd-Antigene und eine Präsentation dieser in Makrophagen und dendritischen Zellen – den wirksamsten und effektivsten Antigen-präsentierenden Zellen. Dies löst so eine mächtige spezifische Immunantwort gegen das Chikungunya-Virus aus, die mit einer hohen Wahrscheinlichkeit zu einer langanhaltenden Immunität beiträgt, ähnlich der gegen Masern.

Kontakt Themis Bioscience GmbH:
Dr. Erich Tauber
CEO
Muthgasse 11/2
1190 Wien
T +43 / 1 / 236 7151
E erich.tauber@themisbio.com
W http://www.themisbio.com

Energie/Natur/Umwelt Pressemitteilungen Telekommunikation Wissenschaft/Forschung

Der Problemlöser für weitläufige Firmengelände: Die VORTIX Realtime-Funkbridge

Die Sicherstellung der Kommunikation zwischen den verschiedenen Gebäuden ist besonders bei weitläufigen Betriebsgeländen häufig problematisch. Wenn dann auch noch das GSM Netz schwächelt und kein anderes Netzwerk vorhanden ist, müssen die IT-Fachleute tief in die Trickkiste greifen, um die Objekte dennoch kommunizieren zu lassen.

Mit der VORTIX LAN to RF 169 MHz Funkbridge wurde bei der ConiuGo GmbH eine hoch innovative Funkbrücke für die drahtlose Anbindung von Betriebsgebäuden und Anlagen an bestehende LAN-Netzwerke entwickelt. Bewusst wurde die ISM-Frequenz 169 MHz gewählt, denn dieses Frequenzband steht nicht im Konflikt mit anderen Funktechnologien wie DECT, W-LAN oder Funkalarmanlagen (868 MHz), die auf vielen Firmengeländen im Einsatz sind. Zudem haben Funkwellen mit 169 MHz ein sehr gutes Ausbreitungsverhalten und können gut Gebäude und Wände durchdringen. Somit sind hervorragende Bedingungen gegeben für Funk-Reichweiten, die typischer Weise bis zu 2000 Meter betragen und im Freifeld bzw. mit Richtantennen bei bis zu 5000 Meter liegen können.

Die VORTIX-Funkbridge ist also ein Problemlöser für schwierige Fälle. Der Geschäftsführer der ConiuGo GmbH Dr. Ulrich Pilz betont, dass mit der LAN-Funkbridge zunächst das erste und wichtigste Produkt einer ganzen Gerätefamilie für die neue Klasse der Real-Time-Brücken für Anwender zur Verfügung steht. In der Produktpipeline befinden sich bereits weitere Brückenmodule, die die gleiche Technologiebasis nutzen und ab Juli bzw. August produziert werden. Hierbei handelt es sich um eine Funkbrücke für serielle Schnittstelle und USB sowie einen Brückenbaustein von LAN zur seriellen Schnittstelle. So wird unter dem Markenzeichen VORTIX Realtime-Technologie eine praxisnahe Produktfamilie von Brückenmodulen entstehen.

 

Unternehmen

Die Wireless Netcontrol GmbH ist ein IT- und Datenkommunikationsunternehmen in den Bereichen Industrie, Energie- und Umweltwirtschaft. Unsere Kunden profitieren von innovativen Lösungen zur Fernüberwachung und Fernsteuerung von Sensoren, Zählern und Anlagen. Anwendungsbereiche sind z.B. Smart Metering, Energie Controlling, Gebäudetechnik, Wasser- und Abwassersysteme, EEG-Erzeuger, Straßenbeleuchtung und das Verkehrsmanagement.

Computer/Internet/IT Wissenschaft/Forschung

Ein Internet der Dinge mit Chips ohne Stromversorgung

Im Rahmen eines vom Wissenschaftsfonds FWF finanzierten Projekts untersuchte eine Grazer Forschungsgruppe, wie sich ein Internet der Dinge mit RFID-Chips realisieren lässt, ohne Abstriche bei der Sicherheit machen zu müssen.

RFID-Chips sind einfache elektronische Bauteile, die uns im Alltag ständig begegnen, etwa als Aufkleber zum Diebstahlschutz in Geschäften, als elektronische Liftkarten für Ski-Lifte oder als eingenähtes Element in Kleidung, das nach dem Kauf herausgeschnitten wird. Auch Reisepässe haben seit ein paar Jahren RFID-Chips integriert. „Passive Radiofrequenz-Identifikationsetiketten“, wie die Chips im Fachjargon heißen, sind im Wesentlichen kleine, rudimentäre Computer, dünn wie eine Folie, die über keine eigene Stromversorgung verfügen, sondern allein über die Energie gespeist werden, die sie mittels Antenne empfangen. Typische Kosten in der Produktion: ein paar Cent. Theoretisch lassen sie sich zur Vernetzung von Gegenständen mit dem Internet verwenden, um damit ein „Internet der Dinge“ zu realisieren. Indem Gegenstände mit dem Internet Daten austauschen, sollen sie künftig industrielle Fertigung, autonomes Fahren und viele andere Bereiche effizienter und billiger machen. Wie bei anderen vernetzten Alltagsgegenständen stellt sich hier die Frage nach Sicherheit – smarte Autos, deren Bremsen über WLAN gekapert werden können, oder internetfähige Spielzeuge, die über keinerlei Schutz vor Angriffen verfügen, sind ein Vorgeschmack der kommenden Herausforderungen. Eine Arbeitsgruppe am Institut für Angewandte Informationsverarbeitung und Kommunikationstechnologie der Technischen Universität Graz hat sich nun in einem vom Wissenschaftsfonds FWF finanzierten Projekt mit der Sicherheit eines auf RFID-basierenden Internet der Dinge beschäftigt.

RFID für offene Systeme

„Die Vision des Internet der Dinge, so wie wir es verstehen, ist, Computern die Fähigkeit zu verleihen, die Umgebung wahrzunehmen“, sagt Hannes Groß von der TU Graz. „Man stattet die Umgebung mit Sensoren aus, bindet sie an Computer an und verwendet das zur Prozessoptimierung.“ RFID-Chips, auch „Tags“ genannt, seien dafür besonders geeignet, so Groß. Bisherige Anwendungen von RFID-Tags seien für abgeschlossene Bereiche wie Logistikzentren oder eben Kaufhäuser konzipiert, von einem Internet der Dinge könne man hier noch nicht reden, sagt Groß. „Wir wollten ein offenes Internet der Dinge mit RFID-Tags gestalten und haben uns angesehen, welche Sicherheitslösungen dafür nötig sind.“

Groß nennt mehrere Beispiele für Anwendungen, in denen Sicherheit kritisch ist. Ein Bereich ist die Authentifizierung, wie etwa für Reisepässe oder berührungslose Schlüssel bei Autos. Ein RFID-Tag, der diese Aufgaben übernimmt, muss fälschungssicher sein. Ein anderer Bereich ist Privatheit: Hier geht es darum, dass der Tag Informationen nur jemandem weitergibt, dem er vertraut.

Anforderungen wie für ein Handy

All diese Dinge sind aus anderen Bereichen der Computersicherheit bekannt und es gibt kryptografische Lösungen dafür. „Die Anforderungen sind aus kryptografischer Sicht ähnlich wie für ein Handy“, sagt Groß. Der Unterschied liege in der begrenzten Leistung der RFID-Tags. „Weil die Tags mit so wenig Leistung auskommen müssen, versucht man normalerweise, möglichst viel Funktionalität auf das Lesegerät auszulagern.“ RFID-Tags funktionieren nur in Kombination mit speziellen Lesegeräten – in Kaufhäusern etwa gut sichtbar am Ausgang montiert, wo sie Alarm schlagen, wenn ein Tag zu nahekommt. Damit die Tags nicht mit jedem beliebigen Lesegerät, etwa dem eines Angreifers, sensible Informationen austauschen, müssen sie sich selbst schützen können. Ein Auslagern dieser Berechnungen ist also nicht möglich. „Wir müssen alle kryptografischen Berechnungen auf dem Tag durchführen, obwohl dort kaum Leistung zur Verfügung steht.“

Das hat verschiedene Konsequenzen: „Jede Sicherheitsmaßnahme macht den Chip größer und teurer“, sagt Groß. Ein weiterer Faktor ist die Rechenzeit. „Wir können mit relativ wenig Leistung kryptografische Verfahren rechnen, indem wir sie auf einfache Einzelschritte herunterbrechen, sodass der Chip nur wenige Dinge auf einmal rechnet. Die investierte Zeit wird dabei immer größer“, so Groß. All das ist entscheidend für die Praxistauglichkeit der Technologie.

Ein Prototyp namens PIONEER

Groß und seine Gruppe haben verschiedene gängige Sicherheitsprotokolle analysiert und ihre Anwendung auf RFID-Tags untersucht. „Wir haben verschiedene Angriffsszenarien durchgespielt, analysiert und uns Gegenmaßnahmen angesehen“, so Groß. Zur Demonstration wurde ein Prototyp eines RFID-Tags entwickelt, der PIONEER genannt wird und über ein Standard-Protokoll für sogenannte „Virtual Private Networks“ (VPN) mit einem Server im Internet kommuniziert. Das Protokoll wurde so adaptiert, dass es sich nahtlos in die bestehende Internet-Infrastruktur einfügt und zusätzlich die Anonymität der Tags wahrt. Der Prototyp verfügt über Sensoren und kann die damit aufgenommenen Daten verschlüsselt verschicken.

Bis zur Praxistauglichkeit werde es noch eine Weile dauern, so Groß. Wie wichtig das Thema ist, zeigt die Kritik, mit der die RFID-Technologie zuweilen konfrontiert ist, und die sich auf den fehlenden Schutz der Tags konzentriert. Diese führe zu Datenschutzproblemen, heißt es. Mit den neuen Lösungen ließen sich diese Bedenken ausräumen.


Zur Person
Hannes Groß (https://www.iaik.tugraz.at/content/about_iaik/people/gross_hannes/) ist Doktorand am Institut für Angewandte Informationsverarbeitung und Kommunikationstechnologie IAIK (https://www.iaik.tugraz.at/) der Technischen Universität Graz. Er interessiert sich für RFID-Sicherheit, sichere Hardwareimplementierung und Maßnahmen gegen Seitenkanalattacken.

Publikationen und Beiträge

Hannes Groß, Marko Hölbl, Daniel Slamanig, Raphael Spreitzer: Privacy-Aware Authentication in the Internet of Things (https://www.iaik.tugraz.at/) – 14th International Conference on Cryptology and Network Security (CANS 2015) 10-12 December 2015, Marrakesh, Morocco.

Hannes Groß, Erich Wenger, Honorio Martín, Michael Hutter: PIONEER – a Prototype for the Internet of Things based on an Extendable EPC Gen2 RFID Tag (https://www.iaik.tugraz.at/content/research/rfid/rit/publications/papers/pioneer.pdf) – Workshop on RFID Security – RFIDsec 2014, 10th Workshop, Oxford, UK, July 21 -23, 2014, Proceedings.

Hannes Groß: Sharing is Caring–On the Protection of Arithmetic Logic Units against Passive Physical Attacks (https://online.tugraz.at/tug_online/voe_main2.getvolltext?pCurrPk=84553) – Workshop on RFID Security – RFIDsec  2015, 11th Workshop, New York, USA, June 22 – 23, 2014, Proceedings.

Peter Peßl, Michael Hutter: Curved Tags – A Low-Resource ECDSA Implementation tailored for RFID (https://www.iaik.tugraz.at/content/research/rfid/rit/publications/papers/curved_tags_ecdsa.pdf) – Workshop on RFID Security – RFIDsec 2014, 10th Workshop, Oxford, UK, July 21 -23, 2014, Proceedings.

Bild und Text ab Montag, 24. Juli 2017 ab 9.00 Uhr MEZ verfügbar unter: http://scilog.fwf.ac.at

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Wissenschaft/Forschung

Seelenwanderung als gesellschaftlicher Zünd- oder Klebstoff

Für die ethnisch-religiöse Minderheit der Drusen im Nahen Osten ist Seelenwanderung ein allgemein akzeptiertes Phänomen. Mit Unterstützung des Wissenschaftsfonds FWF dokumentiert der Sozialanthropologe Gebhard Fartacek Fälle von Wiedergeburt sowie zugehörige gesellschaftliche Folgen, Diskurse und Konflikte.

Die Seelenwanderung (auf Arabisch: taqammus) hat etwas Tröstliches. Das Phänomen ist in der drusischen Glaubensgemeinschaft nicht nur in Heiligen Büchern verankert, sondern gesellschaftlich breit anerkannt. Wenn ein Mensch stirbt, geht seine Seele – manchmal auch Fertigkeiten oder bestimmte Charakterzüge − auf ein Neugeborenes über. Der Wortstamm enthält das arabische Wort für „Hemd“. Die Seele wird gleichsam erneut angezogen. Taqammus hat aber auch einen tragischen Zug. In seinem Forschungsprojekt dokumentiert der Sozialanthropologe Gebhard Fartacek, unterstützt vom Wissenschaftsfonds FWF, auch ethnosoziologische Konsequenzen und potenzielle Konflikte, die mit dem Prinzip der Seelenwanderung einhergehen (können).

Wiedergeburt etabliert neue Beziehungen

Die Drusen, eine schiitisch geprägte ethnisch-religiöse Minderheit, lebt im Nahen Osten verstreut über den Libanon, Syrien, Israel/Palästina und Jordanien sowie in der Diaspora. Projektleiter Fartacek von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften nimmt mit seiner Feldforschung die Spur sogenannter „sprechender Kinder“ auf, deren erste Worte sich auf Erinnerungen an ein vorhergehendes Leben beziehen. Werden diese Kinder als Wiedergeburt eines konkreten Verstorbenen erkannt, betrifft die Seelenwanderung nicht mehr nur das Individuum. Menschen werden (neu) verbunden mit spürbaren Folgen in vielen Lebensbereichen wie zum Beispiel verwandtschaftliche Zugehörigkeiten, potenzielle Heiratsmöglichkeiten, Beistandspflichten, Erbschaft etc. Es wandern nicht nur die Seelen sanft entschlafener drusischer Großeltern, sondern auch die von Verbrechensopfern und jungen Menschen, die noch mitten in ihrem Leben standen. Kränkung, Streit, Rache und Verwirrung können die Folge sein. Manche Wiedergeborene suchen ihre „alte“ Familie aktiv auf und finden Frieden, andere zerbrechen an der Zurückweisung.

Gebhard Fartacek beschäftigt sich in seiner Forschungsarbeit vorwiegend mit religionsethnologischen Fragen im Nahen Osten. Er rekonstruiert Fälle in Form von Oral History und durch biografische Interviews mit Betroffenen, Angehörigen und dem Umfeld, wobei ihm seine Arabischkenntnisse zupasskommen. Zu Realitätsnähe und Wahrheitsgehalt der erzählten Begebenheiten nimmt der Forscher eine konstruktivistische Position ein: „Entscheidend ist, dass das Phänomen in dieser Gesellschaft eine anerkannte soziale Realität ist. In der drusischen Gemeinschaft scheiden sich die Geister eher an der Frage, ob taqammus den Zusammenhalt fördert oder Chaos und Unruhe bringt.“ Ihm geht es um Erzählungen, Diskurse und (problematische) Konsequenzen aus emischer Sicht, also aus Sicht der Betroffenen.

Sichtweisen auf Seelenwanderung

Einen ersten projektbezogenen Aufenthalt hat der Wissenschafter im Herbst 2016 im Libanon absolviert und sich bei seiner Feldforschung zu Menschen, die sich an ihr vorhergehendes Leben zurückerinnern, durchgefragt: „Besonders häufig sind Berichte von Menschen, die mit ihrem Leben noch nicht fertig waren und auf tragische, gewaltsame oder unerwartete Art aus dem Leben geschieden sind“, erklärt Fartacek. Seine Forschungsarbeit soll in einer Typologie von Fällen münden. Als erstes Ergebnis kristallisiert sich heraus, dass Geschichten von Wiedergeburt einer Art Plot-Bildung unterliegen und die Eckpunkte routiniert vorgetragen werden. Umso wichtiger ist es für Fartacek zu erfahren, welche Sichtweisen es auf ein und denselben Fall gibt. Die Rekonstruktionen seien, so der Forscher, ein Puzzlestein der kultur- und sozialanthropologischen Theoriebildung, die den landläufigen Vorstellungen widersprechen würden, wonach ein gemeinsam geteilter Glaube zwangsläufig zu starkem Gruppenzusammenhalt führe. „Die Wiedergeburt wird von allen Drusen akzeptiert, seine Folgen für gesellschaftlichen Zusammenhalt aber sehr widersprüchlich wahrgenommen“, erläutert Fartacek.

Durch andauernde Kriegs- und Konfliktgeschehen in Syrien konnte Gebhard Fartacek auch in Österreich drusische Flüchtlinge befragen und Aspekte von Seelenwanderung als Coping Strategie (Bewältigungsstrategie für schwierige Lebensereignisse) herausarbeiten. Mit ihm arbeitet der Islamwissenschafter Lorenz Nigst im Projekt. Unter den Flüchtlingen rekrutierte er auch einen syrischen Mitarbeiter, der ihn bei der präzisen Dokumentation und Archivierung der Gespräche im Phonogrammarchiv an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften unterstützt.

Zur Person

Gebhard Fartacek (http://www.phonogrammarchiv.at/wwwnew/mitarb_d.htm) ist Projektleiter am Phonogrammarchiv (http://www.phonogrammarchiv.at/wwwnew/index.htm) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Lehrbeauftragter u.a. am Institut für Kultur- und Sozialanthropologie der Universität Wien und der Pädagogischen Hochschule Wien. Der Sozialanthropologe beschäftigt sich mit Methoden der ethnologischen Datenerfassung und forscht u.a. zu lokalkulturellen Konfliktbewältigungsstrategien und ethnisch-religiösen Segmentierungen im Nahen Osten.

Projekthomepage: http://www.taqammus.at/

Publikationen

Fartacek, Gebhard: Unheil durch Dämonen? Geschichten und Diskurse über das Wirken der Ǧinn. Eine sozialanthropologische Spurensuche in Syrien. (http://www.boehlau-verlag.com/download/161630/978-3-205-78485-2_OpenAccess.pdf) Wien: Böhlau-Verlag, 2010 (pdf)

Fartacek, Gebhard: Pilgerstätten in der syrischen Peripherie. Eine ethnologische Studie zur kognitiven Konstruktion sakraler Plätze und deren Praxisrelevanz. (http://epub.oeaw.ac.at/3133-Xinhalt?frames=yes) Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (Sitzungsberichte der phil.-hist. Klasse 700. Band; Veröffentlichungen zur Sozialanthropologie Nr. 5), 2003

Fartacek, Gebhard: Bemerkungen zum Nahen Osten als ethnographisches Untersuchungsfeld. (http://epub.oeaw.ac.at/7936-8;link=%2F0xc1aa500e_0x0033cbc9?frames=yes&doIdentify=true) In: Journal of Audio-Visual Research – Jahrbuch des Phonogrammarchivs, Nr. 6, S. 27–50, 2015

Fartacek, Gebhard: Rethinking Ethnic Boundaries: Rituals of Pilgrimage and the Construction of Holy Places in Syria. (http://epub.oeaw.ac.at/7133-1;link=%2F0xc1aa500e_0x002a7e9f?frames=yes&doIdentify=true) In: M. Ferencová / C. Jahoda / G. Kiliánová (Hg.): Ritual, Conflict and Consensus: Comparing case studies in Asia and Europe. Wien: Austrian Academy of Sciences, pp. 119–130, 2012

Fartacek, Gebhard (gemeinsam mit Susanne Binder), Hg.: Facetten von Flucht aus dem Nahen und Mittleren Osten. (http://www.facultas.at/list?back=023d28fab3e65ff6df176a8f70eac125&xid=4180528) Wien: Facultas-Verlag (Reihe: Kultur- und Sozialanthropologie), 2017

Bild und Text ab Montag, 17. Juli 2017 ab 9.00 Uhr MEZ verfügbar unter: http://scilog.fwf.ac.at

Wissenschaftlicher Kontakt
Mag. Dr. Gebhard Fartacek
Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW)
Phonogrammarchiv
Liebiggasse 5, 1010 Wien
T +43 / 1 / 4277-29611
Mobile: +43 677 619 19 632
E gebhard.fartacek@oeaw.ac.at
W http://www.phonogrammarchiv.at

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Wien, 17. Juli 2017

Wissenschaft/Forschung

Global Meat Substitute Market Segmentation, Size and Share

.According to a new report Global  Meat Substitute Market  (2017-2023), published by KBV Research, the global Meat Substitute Market is expected to attain a market size of $ 6.5 trillion by 2023, growing at a CAGR of 5.9% during the forecast period.

The Soy market dominated the Global Meat Substitute Market by Source in 2016, and would continue to be a dominant market till 2023. CAGR of 6.4% during (2017 – 2023). Additionally, The Mycoprotein Market is $ 1.049.8 million by 2023.

The Frozen market dominates the Global Meat Substitute Market by Type in 2016, and the market is expected to be a CAGR of 6.7% during (2017 – 2023).

The Europe market dominated the Global tofu-based meat substitutes Market by Region in 2016, and would continue to be a dominant market till 2023; Growing at a CAGR of 5.8% during the period period. The CITR of 5.5% (2017 – 2023). The CAGR of 7.6% during (2017 – 2023).

The report has a quantitative picture of the market potential in various segments across the globe. The key influencing factors of the global Meat Substitutes have been discussed in the report along with the elaborated company profiles of Amys Kitchen Inc., Beyond Meat, Premier Foods (Cauldron Foods), Monde Nissin Corporation (Quorn Foods), Meatless BV, MGP Ingredients Inc., and Vbites Food, Ltd.

Full report –  https://kbvresearch.com/global-meat-substitutes-market/

Global Meat Substitute Segmentation

By Sources

  • Soy
  • Wheat
  • mycoprotein
  • Others

By Types

  • Refrigerated
  • Frozen

By Product Types

  • Textured Vegetable Protein Based
  • Tofu Based
  • Tempeh Based
  • Quorn Based
  • Seitan Based
  • Others

By Geography

  • North America Meat Substitute Market
    • US Meat Substitute Market
    • Canada Meat Substitute Market
    • Mexico Meat Substitute Market
    • Rest of North America Meat Substitute Market
  • Europe Meat Substitute Market
    • Germany Meat Substitute Market
    • UK Meat Substitute Market
    • France Meat Substitute Market
    • Russia Meat Substitute Market
    • Spain Meat Substitute Market
    • Italy Meat Substitute Market
    • Rest of Europe Meat Substitute Market
  • Asia Pacific Meat Substitute Market
    • China Meat Substitute Market
    • Japan Meat Substitute Market
    • India Meat Substitute Market
    • Australia Meat Substitute Market
    • Singapore Meat Substitute Market
    • Malaysia Meat Substitute Market
    • Rest of Asia-Pacific Meat Substitute Market
  • LAMEA Meat Substitute Market
    • Brazil Meat Substitute Market
    • Argentina Meat Substitute Market
    • UAE Meat Substitute Market
    • Saudi Arabia Meat Substitute Market
    • South Africa Meat Substitute Market
    • Nigeria Meat Substitute Market
    • Rest of LAMEA Meat Substitute Market

Companies Profiled

  • Amys Kitchen Inc.
  • Beyond Meat
  • Premier Foods (Cauldron Foods)
  • Monde Nissin Corporation (Quorn Foods)
  • Pinnacle Foods (Garden Protein International, Inc.)
  • Meatless BV
  • MGP Ingredients Inc.
  • Vbites Food, Ltd.

Unique Offerings from KBV Research

  • Exhaustive coverage of Global Meat Substitute Market
  • Highest number of market tables and figures
  • Subscription based model available
  • Free of cost quarterly updates
  • Guaranteed best price
  • Assisted post sales research support with 10% customization free

Related Reports –

North America Meat Substitute Market (2017-2023)

Latin America, Middle East and Africa Meat Substitute Market (2017-2023)

Europe Meat Substitute Market (2017-2023)

Asia Pacific Meat Substitute Market (2017-2023)

Aktuelle Nachrichten Energie/Natur/Umwelt Finanzen/Wirtschaft Pressemitteilungen Wissenschaft/Forschung

Aero Enterprise GmbH erhält zwei Auszeichnungen für ihre innovativen Konzepte zur Inspektion von Windkraftanlagen

Linz, 13.07.2017. Das österreichische Start-up-Unternehmen Aero Enterprise hat am 26. Juni für seine herausragenden Verdienste um die Internationalisierung der österreichischen Wirtschaft den Preis „Austria´s Born Global Champion“ erhalten. Mit der Auszeichnung ehrt die Wirtschaftskammer Österreich junge, weltweit tätige Unternehmen, die innovative Produkte und Dienstleistungen anbieten und international schnell wachsen.

Nur drei Tage später wurde Aero Enterprise für seine branchenübergreifend innovativen Konzepte in der Kategorie „Industrie 4.0“ für den Innovationspreis der Deutschen Luftfahrt als Finalist unter die TOP 3 gereiht.

Vorreiter in der luftgestützten Qualitätssicherung

Das innovative Unternehmen hat das weltweit erste luftgestützte Qualitätssicherungssystem zur Inspektion von Windkraftanlagen inklusive Analysesoftware entwickelt.  Der unbemannte, halbautomatische Mini-Hubschrauber „SensorCopter“ liefert Serviceanbietern, Anlagenbauern und Betreibern hochaufgelöste Bilder und Infrarotdaten, die sie mit der Software „AERO-Lyse“ auswerten und dokumentieren können.

„Wir freuen uns über die Auszeichnungen und werden auch in Zukunft neue Impulse für die Luftfahrt setzen und neue Märkte erobern“, sagt Robert Hörmann, Geschäftsführer von Aero Enterprise. Auf der Fachmesse HUSUM Wind stellt das Unternehmen erstmals das neue selbstentwickelte Fluggerät für Offshore-Windkraftanlagen vor, das eine Flugzeit von mehr als 30 Minuten aufweist. Besucher finden die Aero Enterprise GmbH auf dem Stand von TÜV Rheinland vom 12. bis zum 15. September in Halle 3, Standnummer C19.

 

Über Aero Enterprise

Die Aero Enterprise GmbH wurde 2013 in St. Valentin gegründet. Geschäftsführende Gesellschafter sind der Fluggerätetechniker und Militärpilot Robert Hörmann und der studierte Techniker und erfahrene Consultant Peter Kurt Fromme-Knoch. Der Fokus der Aero Enterprise GmbH ist die Qualitätssicherung von Windkraft-, Industrieanlagen und Staumauern aus der Luft. Seit der Firmengründung hat das Unternehmen bereits 80 Rotorblätter von Windkraftanlagen und andere Vertikalobjekte wie Brücken und Staudämme inspiziert.