Gemeinsam für Fachkräftesicherung

Ministerin Lemke startet Veranstaltungsreihe „Suche Personal – Biete attraktives Unternehmen“

Integrativer Ansatz zur Fachkräftesicherung

„Das Projekt soll zum einen Arbeitgebern Ideen geben, wie sie betriebliche Belange mit den Bedürfnissen der Beschäftigten in Einklang bringen können,“ erklärte Ministerin Lemke. „Zum anderen wollen wir die regionale Dimension in den Blick nehmen, denn Fachkräfte entscheiden sich nicht nur für einen Job, sondern immer auch für eine Region, in der sie leben möchten. Insofern ist neben der Arbeitgeberattraktivität die Attraktivität der Region bei der Sicherung von Fachkräften ein bedeutender Faktor“. Zu diesem Zweck werde es im Rahmen des Projekts „Lebensphasenorientierte Personalpolitik 3.0“ neben den Auftaktveranstaltungen in Trier, Ludwigshafen, Koblenz und Mainz auch Regionale Bündnisse als Plattformen des Austausches zwischen Unternehmen und regionalen Akteuren geben. Zudem umfasse das Projekt einen Preis für innovatives Vorgehen bei der Fachkräftesicherung, mit dem jährlich zwei „attraktive Unternehmen“ pro Kammerbezirk ausgezeichnet werden. Das Projekt sei, so betonte die Ministerin, integraler Bestandteil der Landesstrategie zur Fachkräftesicherung, welche die Landesregierung zusammen mit den Kammern, der Agentur für Arbeit und den Sozialpartnern im Juli 2014 gemeinsam unterzeichnete.

Mittelständler mit Mut zur Personalentwicklung

Prof. Dr. Jutta Rump, Leiterin des Institutes für Beschäftigung und Employability (IBE) der Hochschule Ludwigshafen, stellte drei mittelständische Unternehmer vor, die dank einer strategischen Personalentwicklung den drohenden Fachkräftemangel abwenden konnten.
Thomas Pütter, Geschäftsführer des Nells Park Hotels, riet in seinem Impulsvortrag den zahlreichen Unternehmern im Publikum auch bei kleiner und mittlerer Betriebsgröße in eine strategische Personalentwicklung zu investieren. Durch sein preisgekröntes MOVE UP! Programm für Auszubildende und andere Personalmaßnahmen, so Pütter, habe sich die Zahl der Bewerbung vervielfacht und sei die Kompetenz seiner Mitarbeiter stark gestiegen.
Herbert Zahnen, Geschäftsführer der Zahnen Technik GmbH, erzählte dem Plenum, wie sich der Schwerpunkt seiner Geschäftsführertätigkeit in den letzten Jahren vom Fachlichen hin zur Personalentwicklung und Weiterbildung verschoben habe. Dank der systematischen Beschäftigung mit Weiterbildung bis hin zu einer eigenen Ausbildung zum Coach, berichtete Zahnen, könne er seinen Fach- und Führungskräften exzellente Weiterbildungsprogramme bieten, die den Betrieb effizienter und attraktiver für Mitarbeiter machten.
Auch für Karin Kaltenkirchen, Geschäftsführerin des Modehauses Marx, zahlten sich Angebote und Vertrauensvorschuss für die Beschäftigten aus. Flexible Arbeitszeiten, Home Office und Führungskräfte in Teilzeit, bezeugte Kaltenkirchen, seien klare Wettbewerbsvorteile im Kampf um qualifizierte Kräfte mit familiären Verpflichtungen.

Starke, regionale Partner

Schlussendlich skizzierten Vertreter von Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer sowie der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Vulkaneifel mehrere zentrale Handlungsfelder, auf denen sie einen Beitrag zur Fachkräftesicherung leisten können: Dr. Jan Glockauer, Geschäftsführer der IHK Trier, und Dr. Manfred Bitter, Geschäftsführer der HWK Trier, unterstrichen die wichtige Arbeit der Kammern bei der Personalberatung von Unternehmen und Berufsorientierung und -ausbildung für angehende Fachkräfte. Judith Klassmann-Laux konzentriert sich mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Vulkaneifel darauf, den Fachkräften und angehenden Fachkräften die Möglichkeiten im rheinland-pfälzischen Mittelstand aufzuzeigen, so etwa über das Portal „Eifel-Azubi“.

Editors Notes
Das Institut für Beschäftigung und Employability (IBE) unter Leitung von Prof. Dr. Jutta Rump (Geschäftsführerin) erforscht personalwirtschaftliche Fragestellungen. Die Schwerpunkte liegen unter anderem in den Bereichen Beschäftigung und Beschäftigungsfähigkeit („Employability“), demografischer Wandel und Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Das IBE berät Unternehmen und Institutionen in arbeitsmarktpolitischen, personalwirtschaftlichen und sonstigen beschäftigungsrelevanten Fragen. Über alle bisherigen Projektphasen hinweg zeichnet das IBE mit der Unterstützung von Multiplikatoren verantwortlich für die konzeptionelle Entwicklung und Umsetzung der Thematik „Lebensphasenorientierte Personalpolitik“.

Das Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung Rheinland-Pfalz (MWKEL) hat das Projekt „Strategie für die Zukunft – Lebensphasenorientierte Personalpolitik“ ins Leben gerufen und fördert es. Nach dem erfolgreichen Abschluss eines Modellprojektes in den Jahren 2009 – 2011 sowie dem Ausbau der Vernetzung rheinland-pfälzischer Betriebe und der Vertiefung der Branchenspezifik in 2012 – 2013 stehen in der aktuellen Projektphase die Bildung von starken Arbeitgebermarken der rheinland-pfälzischen Unternehmen sowie der Schulterschluss mit kommunalen Akteuren zur Stärkung der Regionen im Mittelpunkt. Das Projekt ist Bestandteil der Landesstrategie zur Fachkräftesicherung Rheinland-Pfalz.

Die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) ist das Förderinstitut des Landes Rheinland-Pfalz und zuständig für die Wirtschafts- und Wohnraumförderung im Land. Im Rahmen ihrer Aufgaben zur Stärkung des rheinland-pfälzischen Mittelstandes begleitet die Förderbank das Projekt seit 2012. Hierbei bietet sie insbesondere Plattformen zum kommunikativen Austausch, um aufzuzeigen, wie Unternehmen regionen- und branchenspezifisch Fachkräfte gewinnen und halten können.

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Institut für Beschäftigung und Employability IBE
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+49 (0)621/5203-238
Jutta.rump@ibe-ludwigshafen.de
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