Tabu

Hinhören, hinsehen, besprechen

Tabu

„Ach Mist, das hätte ich nicht sagen sollen…“

Kennen Sie das? Sie wollen unbedingt über diese bestimmte Sache reden, können es aber nicht, weil Sie sonst als ungezogen oder unzivilisiert gelten. Diese Tabuthemen ändern und entwickeln sich im Laufe der Zeit und hängen vom jeweiligen Kulturkreis ab. Woher kommen unterschiedliche Tabus und wie kann man über sie reden? Sabine Krajewski zeigt in „Tabu – hinhören, hinsehen, besprechen“ verschiedene Hintergründe und Umgangsformen von Tabus auf. „Im Grunde beschäftigen wir uns alle ein ganzes Leben lang mit Tabus, auf die eine oder andere Weise, denn niemand kommt an ihnen vorbei oder kann ohne sie leben“, sagt Krajewski, die eine der führenden Forscherinnen zum Thema Tabu ist. Sie versucht herauszufinden, wie Kommunikation über Tabuthemen zwischen Menschen und verschiedenen Medien funktionieren kann.

„Je nach Sozialisierung lernen wir von klein auf worüber man sprechen darf und worüber nicht, was man in welcher Situation tun oder lassen sollte und in welchen Situationen bestimmte Themen, Bilder, Wörter oder gar Gedanken nicht erlaubt sind“, sagt Krajewski.
Durch Gespräche mit Experten aus verschiedenen Kulturkreisen ist Krajewski den Ursachen, Unterschieden und Entwicklungen von Tabus auf den Grund gegangen. Hawaii, Australien, Saudi Arabien und Frankreich sind nur einige von den 16 verschiedenen Kontexten, deren Tabuwelten ergründet werden. Jedes der 16 Kapitel steht für sich und präsentiert individuelle Einblicke in verschiedene Tabuwelten und zeigt dem Leser, wo und wie Tabumuster den Alltag beeinflussen.

Eine Lesereihenfolge gibt es nicht. Krajewski stellt ihr Buch als U-Bahn-Fahrplan vor, bei dem man immer wieder zum Ausgangsort, dem Hauptbahnhof, zurückkehren und von dort aus eine neue Strecke wählen kann. Dabei wird deutlich, dass Tabuthemen sehr unterschiedlich sind. „Was tabu ist hängt vom Ort ab an dem man ist, von der Zeit in der man lebt, von persönlichen Umständen wie Geschlecht und Alter, Herkunft, Bildung, Religion, Sprache und vielen anderen Faktoren“, sagt Krajewski.

Sie erklärt, dass die Schranken, die Tabus in einer Gesellschaft darstellen, nicht verschwinden, wenn man über sie spricht. Dennoch kann die Auseinandersetzung mit gemiedenen Themen, Schranken verschieben, die oftmals die Falschen schützen.

„Wirklich interessant wird es, wenn wir uns an einem anderen Ort befinden, oder in anderer Gesellschaft, in der die Regeln, die wir als normal und gegeben internalisiert haben, plötzlich andere sind“, sagt Krajewski. Eingeleitet mit dem Zitat von Konrad Adenauer „Es gibt Dinge über die spreche ich nicht einmal mit mir selbst“ nimmt die Autorin den Leser mit auf eine Reise in verschiedene Tabuwelten und erklärt, was es mit der Macht der verschiedenen Tabus auf sich hat.

Text: Anna Maria Rose

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Das sind die Fragen, die J.Kamphausen bei der Auswahl seiner Titel leiten. \\\“Meisterschaft\\\“ gilt dabei nicht als ein fernes Ziel, sondern beschreibt den Grad der Offenheit gegenüber dem Leben in seiner Vielfalt. Jeder Mensch nähert sich auf seinem Entwicklungsweg seinen Stärken, Talenten, seiner Kraft und Bewusstheit, seinem Glück und seiner Essenz. Mit seinen Veröffentlichungen möchte der Verlag diese Bewegung inspirierend und unterstützend begleiten.
In der Mediengruppe* steht J. Kamphausen für profundes Wissen und KnowHow bei der Entwicklung von Selbstkompetenz, innerer Freiheit und sozialer Verantwortung.

* Die J. Kamphausen Mediengruppe mit den Verlagen J.Kamphausen, Aurum, Theseus, Lüchow und LebensBaum sowie der Tao Cinemathek wurde 1983 in Bielefeld gegründet. Das Lieferprogramm umfasst mehr als 700 Titel aus den Themenbereichen Spiritualität, ganzheitliche Gesundheit und Wirtschaft. Einzelne Titel erreichen Auflagen von bis zu 450.000 Exemplaren.

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