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Die Zukunft kommt im Alltag an – in Megatrends investieren

15. Acatis-Value-Konferenz in Frankfurt am Main am 25.5. 2018

Die Zukunft kommt im Alltag an - in Megatrends investieren

Dr. Hendrik Leber, Geschäftsführender Gesellschafter ACATIS. (Bildquelle: ACATIS, Veröffentlichung frei)

Disruptionen richtig einschätzen

Quantensprünge in Mobilität, Viehzucht, Medizin

Mit künstlicher Intelligenz Anlegerstimmungen auswerten

Frankfurt am Main, 28. Mai 2018 (mpr) – „Erfolgreiches Investieren bedeutet immer, die Erwartungen an die Zukunft in der Gegenwart vorwegzunehmen. Heute ist es wichtig, Value Investing 2.0 zu entwickeln, Disruptionen zu antizipieren und den Aufstieg und Fall von Geschäftskonzepten abzuschätzen. Denn was gestern noch Science Fiction war, ist heute schon Gegenwart.“ Mit diesen Worten steckte Gastgeber Dr. Hendrik Leber den Rahmen seiner 15. Acatis-Value-Konferenz in Frankfurt am Main am 25. Mai 2018 mit rund hundertfünfzig institutionellen Investoren ab. Die Kapitalverwaltungsgesellschaft Acatis mit einem Anlagevermögen von über 5 Mrd. EURO widmet sich dem Value Investing und veranstaltet die jährliche Value-Konferenz zum Zwecke des Ideenaustauschs in der value-orientierten Investmentbranche. In diesem Jahr ging es darum, den Blick auf technische und gesellschaftliche Neuerungen zu werfen, die marktreif sind.

Autonome Elektrofahrzeuge, Transaktionstechniken wie Blockchain und Robotik und KI in Medizin, Biotechnologie und Landwirtschaft werden aus Sicht von Acatis das tägliche Leben schneller und intensiver verändern, als den meisten Menschen heute bewusst ist. „Die Burggräben etablierter Firmen werden rasant schmaler. Alte Branchen werden nicht völlig verschwinden, aber langsamer wachsen und weniger profitabel sein. Darum müssen die etablierten Rezepte des Value-Investing weiterentwickelt werden“, so Leber.

Das Kurs-Buchwert-Verhältnis sei nicht mehr aussagekräftig, Kapitalintensität kein Pluspunkt mehr, im Gegenteil. „Heute kommt es darauf an, potenziell erfolgreiche Firmen zu erkennen und zu finanzieren, bevor andere das tun.“ Trends setzen sich simultan, gegenseitig befruchtend und damit exponentiell wachsend um. „Wir müssen Value Investing neu definieren, the winner takes it all.“

Megatrends – Prognosen von gestern und heute

Die Veränderungen in Technologie, Märkten, Kommunikation und Gesellschaft der vergangenen Jahre waren enorm. Doch das sei erst der Anfang: Künstliche Intelligenz werde unsere Welt in den kommenden Jahren mehr verändern, als das Internet in den vergangenen 15 Jahren, so Zukunftsforscher Lars Thomsen von der Beratungsfirma future matters, Zürich.
„Fast jede Branche entwickelt derzeit neue Produktionsmethoden. Robotik in Kombination mit autonomen, intelligenten Systemen stellt die Effizienz menschlicher Arbeit zunehmend infrage. Es ist Zeit, die neuen Trends der kommenden zehn Jahre zu untersuchen, um einen Eindruck davon zu gewinnen, wie unsere Welt im Jahr 2028 aussehen könnte. Es geht um neue Investitionschancen und um die Frage, wie diese Entwicklungen unser Leben, unsere Werte und die Gesellschaft verändern werden.“

„Wir suchen und finden Umschlagspunkte. Es geht um Systemverständnis, Datenanalysen und Logik.“ „Digitalisierung“ geschehe seit 40 Jahren. „Aber erst heute haben die Systeme die Fähigkeit, Muster zu erkennen und zu lernen, und die Systeme können sich austauschen und deshalb viel schneller als Menschen lernen.“ Die Menschheit erzeuge mit Computerhilfe Datenräume, die nur noch von Computern durchforstet werden können.

In den nächsten sechs Jahren würden enorme Revolutionen in der Robotik stattfinden, viele Gabelstaplerfahrer und Warenpicker in Lagerhäusern werden überflüssig werden. „Wir haben mit vielen Herstellern gesprochen, wann sie einen humanoiden Roboter für unter 20.000 Dollar herstellen können. Der Median der Prognosen liegt bei 2023. Und wir glauben, dass dann der Robotermarkt inklusive seiner Zulieferer größer werden wird als der Automobilmarkt.“
Der zweitgrößte Trend sei der Umbau der Mobilitätssysteme von schlecht wirkenden Verbrennern zu Stromern. Der Umschlagpunkt sei bereits erreicht, da schon jetzt gleiche Leistung und Komfort zum gleichen Preis erreicht seien. Und für Elektroautos werde der Preis weiter sinken. Die objektiv höhere Sicherheit autonomer vernetzter Kraftfahrzeuge werde vermutlich durch geringere Versicherungsprämien den höchsten Anreiz im Markt erfahren; die längsten Verzögerungen werden durch die Gesetzgebung verursacht werden.

Energie ist der nächste Megatrend, gegenwärtig am Umschlagpunkt von fossiler auf regenerative Energienutzung. Neue Solarkraftwerke seien mittlerweile pro Kilowattstunde deutlich günstiger als die modernsten Kohlekraftwerke.
„Die nächste Wirtschaftskrise wird eine Krise der Arbeit werden, es werden auch millionenfach Schreibtischtätigkeiten erfasst werden. Bisherige Arbeitszeitmodelle werden nicht mehr halten. Ob neue Arbeitsplätze entstehen, wenn intellektuelle menschliche Tätigkeiten wegfallen, ist fraglich, anders als bei bisherigen Umschwüngen.“

Bonusvereinbarungen mit KI auswerten

Value-Investoren sind immer auf der Suche nach Informationen, die noch mehr aussagen über die tatsächlichen Vorgänge in Unternehmen und damit über deren wahren Wert. Wie Acatis Textanalysewerkzeuge der Künstlichen Intelligenz nutzt, um solche Informationen als Indikator für Investmententscheidungen automatisiert zu extrahieren, darüber berichtete Oliver Rolle in seinem Beitrag.

US-Unternehmen veröffentlichen die Gestaltung der Manager-Anreizsysteme in sogenannten „DEF 14A“ Proxy-Statements. Darin werden die Faktoren der Bonusberechnung für das Management beschrieben. In den meisten Fällen sind diese Texte weder klar noch deutlich, sondern extrem lang, in juristischer Fachsprache gehalten, für Laien wie Experten irreführend und verwirrend. Doch richtig gesetzte Anreize bauen nach den Acatis-Analysen auf industriespezifischen, allgemein akzeptierten Metriken auf und machen sich im Unternehmensergebnis bemerkbar.

Acatis hat dafür in einer Voruntersuchung drei Kennzahlengruppen aus den Bereichen Finanzbuchhaltung, Kapitalmarktorientierung und Geschäftsmodellorientierung gebildet und manuell auf Validität und Reliabilität untersucht – ein extrem aufwändiges Vorgehen. Diese Kennzahlen will Acatis zukünftig maschinell ermitteln und zu einem KI-basierten Modell für die Beurteilung von Anreizsystemen ausbauen.

Alternative Antriebskonzepte bei VW

„Alternative Antriebe gewinnen weltweit zunehmend an Bedeutung im Antriebsportfolio von VW“, so Dr. Jörg Huslage, Manager Konzernentwicklung Batterie. Die Elektrifizierung des Antriebsstranges bis hin zu Null-Emissionsfahrzeugen sei beschlossene Strategie des Konzerns.

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten reichen von der Optimierung des klassischen Verbrennungsmotors über verschiedene Hybridvarianten bis hin zu vollelektrischen Batterie- und Brennstoffzellenfahrzeugen und decken das breitestmögliche Spektrum ab. „Haupttreiber sind die CO2-Emissionen, die auf Grund von EU-Regulierung nachhaltig verringert werden müssen, was nur mit E-Fahrzeugen geht.“ Die Wende werde 2020 kommen, wenn VW eine Vielzahl neuer Fahrzeuge auf einer neuen Elektro-Modellplattform auf den Markt bringen werde.

Emissionsfrei müsse aber der gesamte Energiebereitstellungsprozess sein, die Emissionen könnten nicht einfach an andere Stellen verlagert werden. Ein Wasserstoff-Brennstoffzellenauto habe letztlich nur einen Wirkungsgrad von 30 Prozent, wenn die gesamte Herstellungs- und Lieferkette der Energie berücksichtigt werde, und ist damit aus dem Rennen. Der Schwerpunkt liege deshalb seit Jahren auf der Batterieforschung und der Anpassung der Baukasten-Plattformen an den notwendigen Platz für Batterien. Alle Forschungen hätten bisher gezeigt, dass die etablierte Lithium-Ionen-Technologie laufend verbessert werden könne und so noch für lange Zeit unschlagbar bleibe.

In 2025 will VW rund 50 verschiedene vollelektrische Fahrzeugtypen anbieten und bis dahin auch gemeinsam mit anderen Herstellern ein Netz von 400 Schnelladestationen in ganz Europa aufbauen. Die Kostendegression großer Serien im Konzern sei eine gute Basis für eine flächendeckende Einführung elektrischer Antriebe.

Quantensprünge in der Medizin – Krebsimmuntherapie,
Gentherapie und Zahlung nur bei Therapieerfolg

Über Quantensprünge in der Medizin berichtete Mario Linimeier, Molekularbiologe, Betriebswirt und Geschäftsführer beim Münchner Healthcare-Spezialisten Medical Strategy und Co-Manager des Medical BioHealth Trends, einem auf Small & Mid Caps spezialisierten Gesundheitsfonds. „Auf dem Gebiet der Onkologie zeichnet sich eine Revolution ab. Galt Krebs lange Zeit als tödliche Erkrankung, gelingt es nun mit Hilfe immunologischer Ansätze, das Überleben von Patienten im Vergleich zu bisher genutzten Therapien signifikant zu verlängern und Krebs in eine chronische, aber nicht tödliche Erkrankung zu transformieren.“ Bisherige Chemotherapien brächten immer nur einen kurzen Zeitaufschub, weil die Tumorzellen resistent gegen die Chemotherapie werden. Doch das körpereigene Immunsystem könne stimuliert werden, die Krebszellen dauerhaft selbst zu bekämpfen.

Auch Gentherapie habe jetzt den Marktdurchbruch erreicht. Die US-Arzneimittelbehörde FDA erteilte 2017 die ersten Zulassungen für drei bahnbrechende Gentherapie-Produkte in den USA, so dass defekte Gene ersetzt werden können. Hier eröffnen sich jetzt nach Jahrzehnten der Forschung Milliardenmärkte, was den derzeit noch extrem hohen Medikamentenpreisen geschuldet ist. Doch parallel dazu werden neue Bezahlmodelle entwickelt – pay per performance; die Krankenkasse zahlt nur bei Therapieerfolg.

Eier von nachweislich glücklichen Hühnern

Prof. Daniel Berckmans von der katholischen Universität Leuven in Belgien erforscht neue Wege in der Präzisionsviehhaltung (Precision Livestock Farming). Schwerpunkt ist die Entwicklung von Echtzeit-Algorithmen für einzelne Menschen und Tiere. Die Technik unterstützt die vollautomatische Tierhaltung an sieben Tagen in der Woche. Mit Kameras, Mikrofonen, Sensoren und dem „Internet der Dinge“ kann der Landwirt erkennen, welche Tiere Hilfe benötigen. Lahmheitserkennung durch Bildanalyse, Futteraufnahme-Messungen, Wachstums- und Tierschutzüberwachung werden die Viehzucht für alle Beteiligten verändern. „Die bisherige menschliche Beobachtung von Zuchttieren muss dringend rationalisiert werden, wenn die weltweite Fleischproduktion für eine wachsende Bevölkerung signifikant steigen und dennoch das Tierwohl verbessert werden soll.“ Über 60 Mrd. Tiere werden jährlich für die menschliche Ernährung getötet – aber erst einmal müssen sie schlachtreif werden. Und die Nachfrage wird bis 2050 um 75 Prozent steigen.
Moderne Technik erlaubt es, Einzeltiere einer Herde als Individuen wahrzunehmen und individuell zu behandeln. Mit modell-basierter Beobachtung und Verbesserung von biologischen Reaktionen begann Berckmans Team bereits 1991, testweise zuerst mit Insekten. Die Erfassung von Atemgeräuschen von Schweinen – Husten – zeigte bald, wie durch Geräuschanalyse Zuchttiere gesünder aufgezogen und der Antibiotikaeinsatz reduziert werden konnte.
Die Bildauswertung von Hühnerställen führte zu einfachen Algorithmen mit geringem Rechenbedarf, die etwa über blockierte Futtertröge informieren. Mit diesen Überwachungssystemen lässt sich für jedes Huhn erkennen, ob es sich wohlfühlt, und die Lebensumstände können automatisiert an die Bedürfnisse der Tiere angepasst werden. Solche Systeme eignen sich für den Bauernhof, aber genauso auch für das Monitoring von Formel-1-Fahrer oder Patienten. Für eine Reihe von Geschäftsmodellen sucht Berckmans Investoren, um seine Entwicklungen in die Märkte zu bringen.

Mit KI Anlegerstimmungen in Echtzeit auswerten

Jamie Wise, Gründer von BUZZ Indexes in Toronto und seit kurzem Kooperationspartner von Acatis für den am 15. Mai aufgelegten Fonds Acatis AI BUZZ US Equities, extrahiert mit Computertechniken des Natural-Language-Processing (NLP) Informationen aus Texten. BUZZ analysiert mit dieser Form der Künstlichen Intelligenz (KI) die Investorenstimmungen auf Onlineplattformen und selektiert damit die Aktien für den BUZZ-Index.
Wise erläuterte den BUZZ-Prozess, der sich auf soziale Netzwerke konzentriert. „Die Auswertung von Stimmungen kann für die Börse kurz- und mittelfristig zu Vorhersagen über Preisentwicklungen beitragen.“ BUZZ ist der einzige Index, der die positive Stimmung von Investoren über US-amerikanische börsennotierte Großfirmen auswertet. Er versammelt die 75 Aktien mit der besten Bewertung, mit einer jeweiligen maximalen Gewichtung von 3 Prozent, und wird monatlich neu zusammengestellt. Der originale BUZZ US Sentiment Leaders ETF ist 2016 gestartet, Modellrechnungen seit Anfang 2013 liegen kontinuierlich deutlich über dem S&P-500-Index. Die Schwarmintelligenz der Influencer scheint also die Realität der Börse gut vorwegzunehmen. „Der Wert des Prozesses kommt aus der Menge der Daten, die verarbeitet werden.“

Weitere Auskünfte über die Value-Konferenz erteilt die Acatis Investment Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH, E-Mail anfragen@acatis.de, Tel. 069 / 97 58 37 77.

1.635 Wörter / 12.730 Zeichen
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Vorteil für Menschen als Investor: Kenne den Heimatmarkt

14. Acatis-Value-Konferenz in Frankfurt am Main am 12. 5. 2017

Vorteil für Menschen als Investor: Kenne den Heimatmarkt

Dr. Hendrik Leber, ACATIS

Was noch bleibt, wenn die Maschinen übernommen haben

Performancevorsprung durch lokale Expertise

Big Data hat noch Grenzen – Kreativität durch Dissonanz

Frankfurt am Main, 15. Mai 2017 (mpr) – Maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz drängen im Finanzsektor an die Spitze. Im März diesen Jahres stellte der Frankfurter Value-Manager Dr. Hendrik Leber, Acatis, den weltweit ersten komplett von Computern gesteuerten Aktien-Investmentfonds vor, den Bayerninvest Acatis KI Aktien Global-Fonds.
Was den Menschen als Fondsmanager noch zu tun bleibt, wenn die Maschinen übernommen haben, dies war im Umkehrschluss das Thema der diesjährigen, der 14. Acatis-Value-Konferenz in Frankfurt am Main am 12. Mai 2017 mit über hundert institutionellen Investoren. Veranstalter Leber glaubt, "dass der Mensch in den nächsten Jahren mit Kreativität und der Verarbeitung weicher Faktoren noch genügend zu tun haben wird", und das, obwohl Acatis seit 15 Jahren eine fundamentale Unternehmensdatenbank aufbaut und sich seit vier Jahren intensiv mit der Nutzung dieser Daten durch Künstliche Intelligenz (KI) befasst.

"Maschinen können schon heute besser als die meisten Menschen Schach, Go und Poker spielen, Sprache übersetzen, Bilder klassifizieren, medizinische Diagnosen erstellen, Musik komponieren, Kochrezepte erfinden und Bilder malen. Sie beginnen, sich als Autofahrer oder Pilot in der realen Welt zu bewegen, und sie können an der Börse handeln." Eine Maschine habe heute im Massenmarkt bei ausreichender Datenlage bessere Voraussetzungen als die Investmentprofis, weil die schiere Merkfähigkeit des Menschen begrenzt sei – vielleicht 10.000 Geschäftsberichte in einem Leben. "Die Maschine kennt alle Geschäftsberichte, 2 bis 3 Millionen Datensätze gleichzeitig, und sieht im Idealfall die Muster, die auch der Mensch erkennt. Maschinelles Deep Learning findet auch komplexe, nichtlineare, mehrdimensionale Zusammenhänge."

Big Data hat noch Grenzen

Die Leistungsfähigkeit und Geschwindigkeit der Rechner hat Big-Data-Modelle erst denkbar und machbar gemacht. "Big Data erfasst alle Handelschiffe auf den Weltmeeren, Big Data erkennt beliebige Objekte aus dem All, Big Data zählt die Autos auf den Walmart-Parkplätzen, Big Data weiß, wo der Verkehr sich staut. Big Data kann alle diese Informationen verknüpfen – doch wo bleiben die weichen Informationen, wo der kreative, dissonante Ansatz?" Regionale und ethnische Besonderheiten, Kunden- und Know-how bezogene Informationen, der physische Augenschein von Fertigungsanlagen, all dies seien Daten, die noch nicht in Big Data abgebildet seien und mit deren Erfassung und Interpretation menschliche Analysten vorerst noch punkten könnten. "Menschen können an wenigen Beispielen lernen, lassen sich nicht so leicht täuschen wie Maschinen, haben eine sehr vielseitige Erfahrung. Kluge Analysten nutzen die Maschinen in den nächsten Jahren zur Vorauswahl interessanter Firmen, aber vielleicht stört der Mensch am Ende nur noch, weil er zu langsam und zu beschränkt ist."

Was nicht im Geschäftsbericht steht

Daniel Kröger, hauptverantwortlich für den Acatis Aktien Europa Fonds UI und darüber hinaus Co-Manager für alle Acatis-Investmentfonds, arbeitet seit zehn Jahren als Portfoliomanager und recherchiert selbst vor Ort in ganz Europa, um Unternehmen mit langfristigen Wachstumsaussichten zu finden. Ihm sagen persönliche Gespräche mit dem Management und ein Besuch vor Ort mehr als jeder Geschäftsbericht. Dabei folgt er einer einfachen Regel: "Kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) werden von weniger Investoren und Analysten beobachtet, haben aber nach einschlägigen Untersuchungen eine höhere Outperformance gegenüber Large Caps." Und in Europa gibt es über 9.000 solcher KMU. Deutschland hat mit weitem Vorsprung vor den USA die meisten mittelständischen Weltmarktführer, nämlich über 1.300. Das sei eine hervorragende Voraussetzung für einen value-orientierten Stockpicker. "Was verrät ein Geschäftsbericht häufig nicht?" – und gibt gleich selbst die Antwort: Die wahren Treiber und Katalysatoren des Geschäftsmodells, der Burggraben für Konkurrenten ist nicht immer erkennbar, dem Geschäftsbericht kann der Leser nur passiv folgen, Segmente sind mitunter "strategisch", damit Kunden und die Konkurrenz gewisse Margen nicht erkennen. "Der Geschäftsbericht mag über Jahre hinweg eine herausragende Gewinndynamik zeigen, doch es gibt Fälle, in denen eine Investition in ein solches Unternehmen dennoch gut überlegt sein sollte."
Kröger versucht immer, den CEO kennenzulernen und richtig einzuschätzen, denn "CEOs sind grundsätzlich prozyklisch, stellen die Wahrheit geschönt dar. Aus Verhaltensweisen des CEOs lässt sich auf die Unternehmensführung schließen. Solche Gespräche bieten darüber zusätzlich Hintergrundinformationen zu Wettbewerbern und der Value Chain." Sein Fazit: „Die Ergebnisse von Investorenbesuchen lassen sich nicht quantifizieren. Die größte Überwindung kostet das eigene Ego. Sei nicht voreingenommen und packe Unternehmen nicht in eine Schublade, unterliege nicht dem Irrglauben, ein besserer CEO zu sein. Versuche, die Stellschrauben des Unternehmens zu verstehen. Viel Training bringt die nötige Erfahrung, um Personen und Verhalten besser einzuschätzen, sei empathisch, stelle offene Fragen, bleibe neugierig, scheue dich nicht, dumme Fragen zu stellen. Viele Informationen fließen in den Hinterkopf – verknüpfe diese."

Value Investing in Schwellenländern – ineffiziente Märkte, chancenreiche Firmen

Axel Krohne arbeitete bis 1997 als Bauingenieur, bevor er in die USA emigrierte, sich beim Morgan Stanley Training Program in San Diego, Kalifornien, einschrieb und dort bis 2004 als Finanzberater Erfahrungen sammelte. Heute sucht er mit seiner EM Value AG nach Value-Aktien in Emerging Markets und Schwellenländern – zwei Begriffe, die nicht einmal der Hälfte der Anleger in Deutschland etwas sagen. Diese Aktienmärkte sind häufig ineffizient und volatil. Das macht sie für Krohne jedoch interessant, denn gleichzeitig sind sie kaum beachtet, und Krohne ist dort nahezu konkurrenzlos. Durch das geringe Aufsehen, das diese Märkte erregen, haben die Unternehmen dort eine extrem niedrige Bewertung, sind entsprechend billig zu haben. Egal ob Vietnam, Ghana oder Sri Lanka, es gibt eine breite Auswahl an Firmen mit enormen Chancen. "85 Prozent der Weltbevölkerung lebt in den Schwellenländern, dennoch stehen die Emerging Markets und Frontier Markets nur für 25 Prozent der gesamten Marktkapitalisierung." Krohne macht sich die Philosophie Alexander von Humboldts zu eigen: "Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben." "Wir identifizieren vor Ort exzellente Unternehmen zu günstigen Preisen, beteiligen uns nicht an Rohstoffspekulationen, investieren nur direkt in den Märkten in Unternehmen mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 5 und niedriger, verzichten auf teure Währungsabsicherungen. Denn: Die Entwicklungsländer bieten attraktive Opportunitäten und werden immer wohlhabender. Ineffiziente Aktienmärkte und niedrige Liquidität eröffnen dort attraktive Investmentmöglichkeiten." Banken, Lebens- und Genussmittel sowie Freizeitunternehmen gehören zu seinen bevorzugten Zielbranchen.

Lokale Expertise auf der iberischen Halbinsel

Den Nutzen der lokalen Expertise illustrierte auch Otto Kdolsky, Investment Analyst bei Magallanes Value Investors Madrid, am Beispiel spanischer und portugiesischer Aktien. Kdolsky vertrat seinen verhinderten Chef, Iván Martín, Gründungspartner und Chief Investment Officer von Magallanes. "Schlüsselfaktoren zur Hebung von Value-Potenzial sind ineffiziente Aktienmärkte, ungleichgewichtige und konzentrierte Firmenstrukturen, übersehene, unbekannte und unsichtbare Unternehmen, Familienfirmen und unabhängiges Denken – das alles finden Sie in Spanien und Portugal." Gleichzeitig sei es bisher gut möglich gewesen, Value mit den richtigen spanischen Aktienfonds aufzubauen – 18 % der Fonds sind hier besser als der Marktdurchschnitt, gegenüber nur 11,8 % auf europäischer Ebene, 2,1 % in den USA und global gar nur 1,6 %.

Die Unternehmensstruktur sei auch erheblich konzentrierter als in Resteuropa. "Die größten 10 börsennotierten Unternehmen repräsentieren 60 % der kompletten Marktkapitalisierung." Zum Vergleich: Deutschland 40 %, Frankreich 35 %. Das bedeute, dass viele Unternehmen unter einer von außen nicht einsehbaren Sichtbarkeitsschwelle lägen. "24 % der iberischen Aktien werden von keinem Analysten beobachtet." Auf diesem Markt sucht und findet Magallanes kleine Value-Perlen für die eigenen Aktienfonds, meist familienkontrolliert, Marktführer auf dem jeweiligen Gebiet, schuldenfrei oder gar mit hohem Cash-Bestand, mit gesundem Wachstum und hohen Gewinnen zu niedrigem Aktienpreis. Entscheidungsgrundlagen sind neben Buchzahlen direkte Beobachtung, eigenes Research, Konferenzen, Gespräche.

Indien – unüberschaubar selbst für Insider

"Indien ist so groß und tiefgründig, dass nicht einmal ein Inder es in seiner Gänze wirklich versteht. Seine Sprachen, seine Geschmäcker, seine Kultur, seine Geschichte, seine Religion und seine Wirtschaft sind verschieden und doch miteinander verflochten. Das trügerisch attraktive Indien hat so manchen Anleger reich gemacht und viele Unternehmen enttäuscht." Krishnaraj Venkataraman, Beaconsfield Investment Management, investiert seit über 20 Jahren in die meisten börsennotierten Unternehmen Indiens und ist Sub-Advisor des Indienfonds von Acatis (Acatis INDIA VALUE EQUITIES – EUR ACC, ISIN DE000A141SG1). Seine Grundsätze bei der Kapitalanlage sind von Benjamin Graham und Warren Buffett geprägt. Venkataraman studierte Ingenieurwesen und absolvierte einen MBA, war danach bei Tata Steel und Procter & Gamble tätig, gründete ein Online-Marketingunternehmen, das zum größten Unternehmen seiner Art in Indien avancierte, bevor es dem Internet-Crash zum Opfer fiel. Er war Miteigentümer eines Analytik-Unternehmens, das im Juli 2008 verkauft wurde. Seitdem ist er Vollzeit-Investor. Er berichtete in seinem Vortrag über das andere und einzigartige Indien anhand von drei Beispielen – dem Autohersteller Maruti, ein Gemeinschaftsunternehmen der indischen Regierung mit dem japanischen Hersteller Suzuki, dem Goldpfandleiher Manappuram General Finance and Leasing und der Augenklinikkette Aravind – die es ihren Kunden überlässt, den Preis der Behandlung gegen Blindheit festzulegen, seit 1976 einen Weltmarktanteil von 10 % bei der Produktion von intraokularen Linsen erreicht hat und heute in 146 Länder exportiert. 50 % der indischen Patienten werden kostenlos behandelt, was das Unternehmen zu extremer Produktivität zwingt.

Die genaue Kenntnis und der physische Besuch der Unternehmen sind für Venkataraman Voraussetzungen für das Erkennen und Bewerten von Value-Investment-Chancen. Hinzu kommen die Hintergrundinformationen über politische und sozioökonomische Entwicklungen, die die Basis für den jeweiligen Markterfolg eines Unternehmens abgeben. Ohne physische Präsenz auf den lokalen Märkten sei eine Analyse auch heute nicht möglich. "Indien ist eine Nation im Aufbruch, und wir eröffnen Möglichkeiten, sich hier rational als Value-Investoren zu engagieren."

Vom Leben lernen mit Bio-Imaging und Datenanalyse

Zurück zu den Möglichkeiten von Big Data: Ein tief gehendes Verständnis der grundlegenden molekularen Prozesse bei der Entwicklung von Leben erfordert neuartige bildgebende Verfahren, die vollständige Aufnahmen biologischer Gewebe und Organismen zusammen mit leistungsfähigen Datenverarbeitungsalgorithmen ermöglichen. Während es diese neuen bildgebenden Verfahren ermöglichen, Leben in einer noch nie da gewesenen räumlichen und zeitlichen Auflösung zu dokumentieren, generieren sie Tag für Tag mehrere Terabyte Daten, was mit immensen Herausforderungen im Hinblick auf die Verarbeitung, die Visualisierung, das Verbreiten, die Analyse und die Quantifizierung der Daten einhergeht. Dr. Lars Hufnagel vom EMBL Heidelberg (European Molecular Biology Laboratory) stellte die neuesten Fortschritte auf dem Gebiet des Bio-Imaging vor, das gleichzeitig Treiber und Voraussetzung für reifere neuronale Netze werden könnte. Zum einen kann man mit diesen Techniken dem Hirn beim Denken zusehen, und sei es nur das eines kleinen Fisches, um so Hinweise auf die Konstruktion besserer neuronaler Netze zu finden. Zum anderen wird die wachsende Datenflut des Bio-Imaging nur noch durch künstliche Intelligenz auswertbar.

Mit 5 Sekunden von der Dissonanz zur Hochleistung

Wie nahe Dissonanz, Kreativität und Hochleistung beieinanderliegen können, demonstrierten Albert Schmitt und Stephan Schrader von der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen mit ihrem 5-Sekunden-Modell. Es geht dabei nicht um Zeitsekunden, sondern um Gegensatzpaare, die je nach ihrer Nähe und Intensität wie musikalische Sekunden dissonant wirken können, aber dadurch erst Höchstleistungen möglich machen; durch das Bemühen, die Dissonanz verschwinden zu lassen. Notwendigkeit und Sinn, Hierarchie und Demokratie, Perfektion und Abenteuer, Energie und Konzentration sowie Erfolg und Spaß sind die fünf Sekunden, die Schmitt, Musiker und seit 1999 Managing Director des Orchesters, gemeinsam mit dem Personalmanager Prof. Christian Scholz entwickelte und zur Selbstrettung des insolventen Orchesters in den 90er Jahren einsetzte. Unter Schmitts Leitung erfolgte die strategische Neuausrichtung und der Aufstieg des Orchesters in die Weltspitze. Dazu gehörten neben künstlerischen Höchstleistungen auch strukturelle Innovationen: Das Orchester wird als klassisches Unternehmen geführt, die Musiker sind die Gesellschafter. Das 5-Sekunden-Modell inspiriert auch Wirtschaftsunternehmen und amtierende Fußballweltmeister. Ein Beispiel: Perfektion und Abenteuer – Perfektion ist Grundvoraussetzung für ein gelungenes Konzert, wirkt für sich alleine aber steril. Perfektion alleine ist der falsche Weg, aber ein Abenteuer ohne Perfektion ist auch keine Höchstleistung. Sein Kollege Schrader orchestrierte dies eindrücklich mit seinem Cello-Loop – ein einziges Cello, live vervielfältigt mit einem Loop-Synthesizer, kann wie ein ganzes Orchester klingen. Dissonanz und emotionalisierende Neuschöpfung liegen direkt nebeneinander.

Weitere Auskünfte über die Value-Konferenz erteilt die Acatis Investment GmbH, E-Mail anfragen@acatis.de,
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Fehlbewertungen auf reiferen Märkten häufiger und stärker

14. ACATIS Value Preis verliehen

Fehlbewertungen auf reiferen Märkten häufiger und stärker

Verleihung des ACATIS-Value-Preises 2016 an Adrian Lechthaler (links), rechts Prof. Dr. Detlev Stock, Jurymitglied. Foto: ACATIS

Frankfurt am Main, 19. September 2016 (mpr) – Der weit verbreiteten Einschätzung, dass es insbesondere auf Aktienmärkten in Schwellenländern notwendigerweise zu stärkeren Fehlbewertungen als in bereits entwickelten Ländern komme, tritt Dr. Heiko Jacobs von der Universität Mannheim in seiner Arbeit „Market Maturity and Mispricing“ entgegen, für die er jetzt mit dem 1. Platz des ACATIS Value Preis 2016 in der Kategorie Dissertationen/ wissenschaftliche Aufsätze ausgezeichnet wurde. Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert.
Die Studie wird in einer kommenden Ausgabe des renommierten Journal of Financial Economics veröffentlicht. Jacobs greift in seiner ökonometrischen Untersuchung auf die MSCI Marktklassifikation sowie 115 Millionen tägliche Aktienrenditedaten zwischen 1994 und 2013 zurück. Auf dieser Basis prüft er das von Stambaugh, Yu und Yuan (2015) entwickelte Querschnitts-Fehlbewertungsverfahren, das den Informationsgehalt von elf Marktanomalien gleichzeitig untersucht. Jacobs findet in der Tat für den gesamten Betrachtungszeitraum weltweit deutliche Fehlbewertungsanomalien an den Aktienmärkten, die zu Renditeunterschieden von 100 Basispunkten pro Monat führen. Diese Fehlbewertungen sind allerdings statistisch signifikant höher in den entwickelten Ländern. Zu Jacobs Schlussfolgerungen gehört unter anderem, dass aktive Investmentstrategien in entwickelten Märkten profitabler sein könnten, weil sie zudem mit geringeren Transaktionskosten als auf weniger entwickelten Märkten einhergehen. Er glaubt, dass seine Untersuchung von Investmentprofis genutzt werden könne, um Anlageprozesse noch effizienter zu gestalten. Manche Länder entziehen sich der Analyse: Japan, China oder Russland haben nur sehr geringe nutzbare Anomalien.
(Anmerkung: Die Arbeit ist im Journal of Financial Economics angenommen und mittlerweile auch online ( http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0304405X16301428 ), aber noch keiner konkreten Ausgabe zugeordnet, d.h. noch nicht gedruckt erschienen.)

Überdurchschnittliche Value-Prämien auf dem Schweizer Markt

Einen sehr kleinen Markt, nämlich den Schweizer Aktienmarkt (Swiss Performance Index) für den Zeitraum 1999 bis 2014 hingegen untersuchte Adrian Lechthaler von der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften in seiner Masterthesis „Die ABC’s der Value Investing Strategien – Alphas, Betas und Costs“, für die er den mit 1.000 Euro dotierten ACATIS Value Preis 2016 in der Kategorie der studentischen Arbeiten entgegennehmen konnte.

Lechthaler untersuchte 2015 insgesamt neun Value-Strategien zwischen 1999 und 2014 und analysierte dabei Überrenditen, Risiken und Kosten. Die neun untersuchten Anlagestrategien überprüfen Unternehmen auf deren Bilanzstruktur, Ertragskraft, operative Effizienz und Wachstumsraten. Das Untersuchungsdesign folgt drei typischen Prozessen des Value Investings: Suchstrategie, Bewertung unter Berücksichtigung der Sicherheitsmarge und strikter Kauf- und Verkaufsdisziplin. Lechthaler fand dabei für die Schweiz eine durchschnittliche Value-Prämie von 8 Prozent, deutlich über den allgemein für die USA (5%) und Europa (5,7%) beschriebenen.

Die Jury des ACATIS Value Preises bestand aus Prof. Dr. Klaus Röder, Professor für Betriebswirtschaftslehre, Schwerpunkt Finanzdienstleistungen, an der Universität Regensburg, Prof. Dr. Detlev Stock, Professor für Betriebswirtschaftslehre und Kapitalwirtschaft an der Beuth Hochschule für Technik Berlin und Dr. Jürgen Meyer.
Die Frankfurter ACATIS Investment GmbH ist auf das Value-Investing spezialisiert und fördert seit vielen Jahren wissenschaftliche Arbeiten auf diesem Gebiet, weil viele Aspekte des Value-Investing noch nicht hinreichend erforscht sind oder weiter verbessert werden könnten. In 2016 schrieb ACATIS zum 14. Mal den mit insgesamt 7.000 Euro dotierten ACATIS Value Preis aus. Der Preis richtet sich an Akademiker und valuebegeisterte Nachwuchswissenschaftler, die auf den Spuren von Warren Buffett und Benjamin Graham wandeln.

Preisträgerarbeiten online

Die Zusammenfassungen der Preisträgerarbeiten werden auf www.acatis.de , Value Investing / Value Preis, publiziert. Die Ausschreibung für den ACATIS Value Preis 2017 wird in der ersten Hälfte des nächsten Jahres erfolgen. Die eingereichten Arbeiten sollen besonders fundamentale Bewertungskriterien (quantitative Unternehmensdaten, qualitative Merkmale oder Kombinationen aus technischen und fundamentalen Kennzahlen) berücksichtigen. Weitere Auskünfte über den Preis erteilt die Acatis Investment GmbH, E-Mail anfragen@acatis.de, Tel. 069/97583777.

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Mensch, Maschine und Modelle – die Macht der Muster in der Finanzwelt

13. ACATIS-Value-Konferenz in Frankfurt am Main am 20.5.2016

Mensch, Maschine und Modelle - die Macht der Muster in der Finanzwelt

Dr. Hendrik Leber, Geschäftsführender Gesellschafter ACATIS. Foto: mpr, Veröffentlichung frei in Verbindung mit Berichterstattung über ACATIS.

Finanztechnologien für das Value-Investieren

Unternehmensbewertung mit Deep-Learning-Netzwerken

Rechner lernen lesen – und sie verstehen auch

Richard Koo fordert staatliche Investitionen statt Austerity

Frankfurt am Main, 23. Mai 2016 (mpr) – Finanztechnologien, konkret die Einbindung maschineller rechnergestützter Auswertungstechniken in immer noch von Menschen dominierte Investmentmodelle, waren das Kernthema der diesjährigen Acatis-Value-Konferenz in Frankfurt am Main am 20. Mai 2016 mit rund 150 institutionellen Investoren. Veranstalter Dr. Hendrik Leber würzte die Konferenz darüber hinaus mit einer Prise „Deficit Spending“ in Person des taiwanstämmigen Ökonomen Richard C. Koo, der sich dezidiert dafür aussprach, in Europa die fehlende private Nachfrage durch staatliche Investitionen auszugleichen und dazu auch den Maastricht-Vertrag zu ändern, anstatt immer mehr Geld zu Niedrigzinsen in den Bankensektor zu pumpen, das in der Realwirtschaft nicht anlangt.

Leber erläuterte zunächst den Stand der Erkenntnisse zum muster- und regelbasierten Verhalten von Menschen und berichtete über aktuelle Entwicklungen bei Acatis. Kevin Endler, für die Modulor-Reihe bei Acatis verantwortlich, stellte anschließend vor, wie eine Unternehmensbewertung mit Deep Learning-Netzwerken funktioniert. Danach präsentierte Roland Schweter von Acatis Research Neues zur maschinellen Textanalyse, und Christian Osendorfer von Nnaisense berichtete über Ergebnisse aus dem Quantenstein-Projekt (Deep Learning für das Value Investieren).
Im Nachmittagsprogramm thematisierte Andreas Kern, der Gründer und CEO von wikifolio, welche Erkenntnisse und Anwendungsmöglichkeiten sich aus den Daten von wikifolio.com ergeben. Dr. Carsten Otto, Agile Software Engineer bei andrena objects, schilderte im Anschluss die Funktionsweise der Bitcoin- und Blockchain-Technologien. Richard C. Koo, Chefökonom des Nomura Research Institute in Tokio, Berater von Zentralbanken und Politikern, beleuchtete abschließend die immer wieder gleichen Muster der Bilanzrezessionen in USA, Japan und Deutschland seit den dreißiger Jahren.

Muster und Regeln

„Menschen sind schlichte Gemüter, sie generalisieren, wo sie nur können und behalten das bei, solange es Erfolg hat“, so Leber. „Wir Menschen überschätzen unsere intellektuellen Fähigkeiten. Wir lernen im Laufe des Lebens, Muster zu erkennen und reagieren darauf in vorhersehbarer Weise. Wir meiden bestimmte Situationen, genauso wie wir die heiße Herdplatte zu vermeiden gelernt haben. Und wir entwickeln Werkzeuge, um unbekannte Situationen zu analysieren, zu kategorisieren und zu strukturieren. Nur selten wird unser Handeln von abstrakten Prinzipien geleitet. Gut gewählte Leitprinzipien aber machen unser Leben erfolgreicher – sei es beim Investieren, im Beruf oder bei der Partnerwahl.“ Für Leber geht es angesichts des technischen Fortschritts in der Bild- und Texterkennung darum, sich schon jetzt auch im Investmentbereich die Fähigkeiten der Roboter zunutze zu machen, um nicht von der fortschreitenden Entwicklung abgehängt zu werden. „Investoren sind Mustererkenner, und warum sollen uns Maschinen nicht dabei helfen, mehr Muster in kürzerer Zeit zu erkennen?“ Hilfe bei der Analyse will Leber gerne von Maschinen annehmen, aber die letzte Entscheidung möchte er auf absehbare Zeit lieber selber treffen. Acatis setzt bisher drei unterschiedliche Computermodelle ein, die zum einen Vorschläge und Ideen für qualitative Strategien liefern, andererseits komplette quantitative Portfolios wie Modulor oder Quantenstein Junior generieren.

Unternehmensbewertung mit Deep Learning Netzwerken

Wie maschinelles Lernen und Mustererkennung durch künstliche neuronale Netze des "Deep Learning" in einigen Disziplinen den Menschen bereits übertreffen, darüber berichtete der Mathematiker Kevin Endler, Portfoliomanager für die Produktreihe „Acatis Modulor“ und gleichzeitig Geschäftsführer der Acatis-Beteiligungsgesellschaft Quantenstein GmbH. Deep-Learning-Systeme folgen keinen vorgegebenen Regelwerken, sondern sollen durch Beobachtung, Nachahmung und Überprüfung an der Realität immer treffsicherer werden – und das funktioniert tatsächlich. Einen ersten praktischen Versuch, zugänglich für die Öffentlichkeit auf wikifolio.com, hat Acatis bereits im Projekt „Quantenstein Junior“ umgesetzt. Acatis setzt bisher vier herkömmliche Bewertungsmodelle ein – fundamental-langfristig nach Penman, eine einfache Formel, eine empirisch gewonnene Kombination von sechs Summanden aus der Bilanz und ein statistisches Random-Forest-Modell aus 14 Variablen der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung. Deep Learning soll nun ein fünftes Modell beisteuern. Die ersten Ansätze liefern bereits vereinzelt Ideen für die Aktienselektion. Verblüffend, dass ein solches sich selbst trainierendes System Apple als Luxusgüterunternehmen klassifizier, nicht als IT-Konzern – was viele Nicht-Apple-Fans schon immer ahnten.

Rechner lernen lesen – und auch verstehen

Roland Schweter von der Acatis Research GmbH in Bochum ist Germanist und Computerlinguist und befasst sich seit zwei Jahrzehnten mit Herausforderungen der Informationstechnologie für die Textanalyse. Dabei sucht und findet er lohnende Investment-Strategien, indem er umfangreiche Geschäftsberichte und Finanznachrichten analysiert. Neu ist, dass nun auch Texte, nicht nur Zahlen analysiert werden – ganz nach dem großen Value-Investoren-Vorbild Warren Buffett, der dem Hörensagen nach täglich rund 30 Geschäftsberichte liest. Deep-Learning-Techniken sind auch hier am Werk, z.B. den Wikifolio-Datenset mit zurzeit rund 300.000 Kommentaren zu analysieren – täglich kommen rund 350 hinzu. Referenzdaten liefert die komplette deutsche Wikipedia. Die Maschinen – Server mit mehreren hochleistungsfähigen Grafikkarten, die dank spezieller Programme die Rechenarbeit erledigen – lernen und entwickeln selbstständig semantische und syntaktische Eigenschaften, mit denen sie die Bedeutung von Begriffen und Texten erkennen können. Die codierten Texte können dann arithmetisch weiterverarbeitet werden – beispielsweise „König – Mann + Frau = Königin“. Schweter sieht seine Forschung auf gutem Weg, „Aussagen mit gleicher Bedeutung, aber unterschiedlichen Wörtern werden als ähnlich erkannt.“ Auf sehr kurze Sicht von einem Tag liegt die Trefferquote zwischen Nachrichten-Sentiment und Wikifolio-Performance bereits bei einem beachtlichen Wert von 58 Prozent, um auf mittlere und lange Sicht wieder abzusinken. „Wir werden weitere Text-Corpora einbeziehen und längere Zeithorizonte untersuchen, um so alle Arten von Wirtschaftsnachrichten und –berichten für das Value-Investieren nutzbar zu machen.“

Quantenstein: Deep Learning für das Value-Investieren

„Langfristig wollen wir mit Quantenstein die menschliche Intelligenz beim Value-Investieren übertreffen“, so Christian Osendorfer von Nnaisense SA, Lugano, über die erste Phase des Projekts Quantenstein, einer Kooperation von Acatis und Nnaisense. Osendorfer hat schon zuvor tiefe Netze erfolgreich zur Anomalie-Erkennung in Zeitreihen, zur Textanalyse und für Aufgaben aus dem Bildverstehen verwendet. „Es ist immer so, dass einfache Einheiten komplexe Strukturen formen.“ Bei Quantenstein wird neben Deep Learning auch das evolutionäre Reinforcement Learning (RL) angewandt, also Prüfung und Selbstverstärkung durch entsprechende Algorithmen – „wobei wir an der maschinellen Überprüfung der Ergebnisse noch intensiv forschen.“

Investieren mit Social-Media-Techniken: wikifolio.com

Wikifolio kombiniert die individuelle Geldanlage mit den Prinzipien der Schwarmintelligenz und der sozialen Medien. Anleger sollen vom frei zugänglichen Wissen aller Trader profitieren, umgekehrt sollen Trading-Talente („Hidden Champions“) entdeckt werden. Wie das in der Praxis funktioniert und was die Daten von wikifolio.com auszeichnet, erläuterte Andreas Kern, Gründer und Geschäftsführer der wikifolio Financial Technologies AG, der seine Plattform zu den Top 3 bei den Asset-Sammelstellen in Deutschland zählt. Gehandelt werden die Konstrukte als Zertifikate über die Börse Stuttgart. Laut Kern weisen schon die heute existierenden Wikifolios höhere Erträge als herkömmliche Fondsstrategien auf, bei allerdings auch deutlich höheren Risiken. Laut einer von Kern zitierten Studie des World Economic Forum werden Techniken wie bei Wikifolio zu erheblichen Erosionen des herkömmlichen Anlagemarktes führen, den Wert menschlicher Vermögensberater verringern und die Markteintrittschranken für neue Investmentberater deutlich verringern.

Bitcoin und Blockchain – sicher und entwicklungsfähig?

Dr. Carsten Otto, Agile Software Engineer bei der andrena objects ag (Frankfurt), erläuterte die Mechanismen der Blockchain-Technologie, mit der versucht wird, ein weltweit verwendbares dezentrales Zahlungssystem zu etablieren. Anhand des Beispiels Bitcoin wurde diskutiert, ob diese Mechanismen Sicherheit bieten, und welche neuen Möglichkeiten sich daraus entwickeln könnten. Dabei sind die Bitcoin und Blockchain nicht zwingend miteinander verbunden – so ließe sich die zur Dokumentation verwendete Blockchain auch als globale, irreversible, dezentrale und zugangsfreie Buchhaltungs-Datenbank verwenden, die möglicherweise ganze Schichten der bisherigen Finanzindustrie in der Wertpapier- und Derivateabsicherung überflüssig machen könnte. Nicht umsonst arbeiten 22 weltweit agierende Finanzdiensleister und Bankhäuser im R3 CEV-Projekt zusammen.

Europas Alternative zur bankrotten Geldpolitik

Ebenfalls ein Modell, das aber besser als alle anderen makroökonomischen Theorien die heutige Wirklichkeit erklärt, stellte mit der „Bilanzrezession“ der Taiwanese Richard C. Koo, Chefökonom des japanischen Nomura Research Institute und Senior-Berater für das US-Center for Strategic and International Studies vor.
„Wir leben in einer seltsamen Welt, die so in den Lehrbüchern nicht vorgesehen war, eine Welt, in der die Kreditnehmer fehlen: Marktteilnehmer zahlen Schulden zurück, obwohl der Zins bei Null oder gar unter Null liegt. Die Sparquote liegt über der Investitionsquote. Das bedeutet eine Bilanzrezession, in der die Geldpolitik zu einer weitgehend nutzlosen Waffe verkümmert.“ Nach Jahren expansiver, aber wirkungsloser Geldpolitik stellt Koo die Frage: Wie kommen wir aus dieser „Quantitative-Easing-Falle“ und Deflationsspirale wieder heraus? Seine Antwort: Wenn Unternehmen und Verbraucher rücksichtslos sparen, muss der Staat investieren, am besten in langfristig wirksame Infrastrukturprojekte und Humankapital durch Bildung. Das aber gehe in Europa nur, wenn der seit Jahren stillschweigend gebrochene Maastricht-Vertrag auch offiziell geändert wird und Regierungen erlaubt wird, mehr als 3 Prozent des BIP an Staatsschulden aufzunehmen, wenn der private Sektor trotz Nullzinsen mehr als 3 Prozent spart. Gleichzeitig müssen Instrumente entwickelt werden, um die jeweiligen nationalen Sparguthaben in die Staatsschuldverschreibungen genau dieser Länder umzulenken, anstatt dass sie ins Ausland abfließen. Geschehe hier nicht bald etwas, wäre die politische Stabilität in Europa bedroht. Für die nächsten Jahre prognostiziert Koo an den Zinsmärkten eine hohe Volatilität durch eine Stop- and Go-Politik.

Weitere Auskünfte über die Value-Konferenz erteilt die ACATIS Investment GmbH, E-Mail anfragen@acatis.de,
Tel. 069 / 97 58 37 77.

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Great Minds of Investing – Performance und Persönlichkeit

12. Acatis-Value-Konferenz in Frankfurt am Main am 29. Mai 2015

Frankfurt am Main, 1. Juni 2015 (mpr) – Herausragende Leistungen im Investment kann nur erzielen, wer vom Gruppenzwang abweicht. Dazu braucht es ausgeprägte Charaktereigenschaften, die Thema der diesjährigen Acatis-Value-Konferenz in Frankfurt am Main am 29. Mai 2015 waren. Nach der Veranstaltung des Vorjahres, auf der der Frankfurter Value-Investor Dr. Hendrik Leber die computerbasierten Investmenttechniken in den Vordergrund gerückt hatte, diskutierte er diesmal mit seinen Rednern und rund 150 institutionellen Investoren, Vermögensverwaltern und Privatinvestoren über die Bereiche, die Maschinen (noch) nicht beherrschen. Denn Leber hat, nicht als Einziger, den Eindruck gewonnen, dass Persönlichkeit, Eigenständigkeit und herausragende Investmenterfolge eng miteinander verwoben sind.

Zu seiner jährlichen Konferenz über wertorientierte Anlagepolitik hatte Leber mit Klaus Kaldemorgen von der DWS in Frankfurt und Isabel Levy von Métropole Gestion aus Paris zwei große Namen aus der Investmentszene aufgeboten, dazu als Querdenker den US-Fotografen und Warren-Buffett-Jünger Michael O’Brien, die Münchner Finanzjournalistin Dr. Gisela Baur und den Bochumer Wissenschaftler Dr. Rüdiger Hossiep, der den Zusammenhang zwischen Unternehmensperformance und Führungskräfte-Persönlichkeit aus psychologischer Sicht darstellte. Drei Fachleute aus dem eigenen Haus informierten über neue Forschungsansätze bei Acatis.

„The Great Minds of Investing“ – Hommage an Vorbilder

„Bevor die Maschinen uns überrollen, denken wir an die Menschen, die das Investieren zu einer Profession gemacht haben.“ So brachte Leber seine Motivation für den von ihm herausgegebenen und auf der Konferenz erstmals vorgestellten Bildband „The Great Minds of Investing“ zum Ausdruck. Er stellte eingangs drei starke Investoren-Persönlichkeiten von insgesamt 33 vor, die in dem Buch portraitiert werden, nämlich Warren Buffett, Kaldemorgen und Levy. Für das Werk hatte Leber neben dem Fotografen Michael O’Brien die Autoren William Green, Gisela Baur und Birgit Wetjen gewinnen können. Erschienen ist es im FinanzBuch Verlag.

Ausführliche Langversion mit Bildmaterial online unter
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Kombination von Value und Qualität weist deutlich bessere Performance auf

ACATIS Investment GmbH prämiert wissenschaftliche Arbeiten zu wertorientierten Anlagestrategien

Kombination von Value und Qualität weist deutlich bessere Performance auf

Preisträger und Jury des Acatis-Value-Preis 2014: Juror Prof. Detlev Stock, Preisträger Matthias Hanauer, Dr. Heiko Jacobs, Thomas Grauvogl, Dr. Christian Walkshäusl, Juror Jens Kummer. Foto: ACATIS, Veröffentlichung frei in Verbindung mit Berichterstattu

Die Kombination von Value und Qualität weist eine deutlich bessere Performance auf als alleinstehende Ansätze. Das belegt die Untersuchung „Adding value to value: Which quality measure works best?“ von Matthias Hanauer und Thomas Grauvogl, beide an der Technischen Universität München. Die Wissenschaftler erreichten damit den 1. Platz beim Acatis-Value-Preis 2014 in der Kategorie Dissertationen/wissenschaftliche Aufsätze. Die Preisträger wurden Anfang September anlässlich des jährlichen Acatis-Value-Seminars in Frankfurt am Main geehrt.<br /><br />Die Autoren bestätigten in ihrer Arbeit, dass Qualitätsaktien sowohl für den amerikanischen als auch für internationale Aktienmärkte höhere Renditen bezüglich der Qualitätsmaße Bruttoprofitabilität, „Quality minus Junk“ und „F-Score“ erzielen. Auf dieser Basis untersuchten sie, ob die Investition in günstige (Value) und zugleich gute (Quality) Unternehmen einen Mehrwert bringt. Dafür sortierten die Autoren Aktien sowohl nach Buch-Marktwert-Verhältnis als auch nach Qualitätsmaßen. Die Ergebnisse zeigen, dass Strategien, die in gute und günstige Unternehmen investieren und schlechte sowie teure Unternehmen verkaufen, hochprofitabel sind. Hanauer/Grauvogl stellten fest, dass von den verglichenen Qualitätsmaßen (Bruttoprofitabilität, Quality minus Junk, F-Score) die einfache Bruttoprofitabilität die besten bzw. gleichwertige Ergebnisse lieferte. Sie interpretieren die Ergebnisse dahingehend, dass im Vergleich zu herkömmlichen Value-Strategien „Value-Traps“ und im Vergleich zu reinen Qualitäts-Strategien Investments zu überteuerten Preisen vermieden werden. <br />Außerdem betrachteten die Autoren den von Fama/ French definierten Value-Faktor (HML) und zeigten, dass dessen Rendite bei reduziertem Risiko erhöht werden kann, wenn dessen Konstruktion qualitätsneutral gestaltet wird. <br /> <br />Value-Effekt durch Aktienrückkäufe verstärkt<br /><br />Dass „eine einfache Aktienselektion anhand von gebräuchlichen Wert-zu-Preis-Verhältnissen“ heute zu kurz greife, um die Value-Prämie vollständig zu vereinnahmen, betont auch der Gewinner des 2. Preises, Dr. Christian Walkshäusl, Universität Regensburg, seit Jahren auf einem der vorderen Plätze des Value-Preises abonniert. <br />Walkshäusl untersuchte Value- und Growth-Unternehmen auf dem europäischen Aktienmarkt unter Berücksichtigung ihres Finanzierungsverhaltens, um so die Ursachen des Value-Effekts durch Verknüpfung von Kapitalmarkt- und Unternehmensebene zu ergründen. Sein Ergebnis: „Die hohen Renditen von Value-Aktien sind vor allem bedingt durch Value-Unternehmen, die Aktienrückkäufe tätigen, während sich die niedrigen Renditen von Growth-Aktien vor allem auf Growth-Unternehmen, die Kapitalerhöhungen durchführen, zurückführen lassen.“ Das bedeute, dass die Performance von Value-Strategien signifikant verbessert werden könne, wenn das Finanzierungsverhalten der Unternehmung mit berücksichtigt werde. <br /><br />Investorenstimmung hat großen Einfluss auf Renditeanomalien<br /><br />Dr. Heiko Jacobs, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Bankbetriebslehre von Prof. Dr. Martin Weber an der Universität Mannheim, untersuchte in seiner Forschungsarbeit „What explains the dynamics of 100 anomalies?“ wann und warum Renditeanomalien (z. B. der Momentum-Effekt) am Aktienmarkt am stärksten ausgeprägt sind. Er testete dafür zwei grundlegende Hypothesen der Behavioral-Finance-Forschung: den Einfluss von Investorenpsychologie und sogenannter „Limits to arbitrage“ (begrenzte Arbitragemöglichkeiten). Demnach sollten außergewöhnliche Renditen dann am höchsten sein, wenn zumindest ein wesentlicher Teil der Investoren besonders stark vom rationalen Verhalten abweicht bzw. Arbitrageure nicht gegen Fehlbewertungen vorgehen können. <br />Als Ergebnis stellt Jacobs fest, dass Investorenpsychologie einen großen Einfluss auf außergewöhnliche Renditen hat: In Zeiten, die auf besonders optimistische Investorenstimmung folgen, ist die durchschnittliche „Gesamtanomalie“ ungefähr 50 Prozent stärker ausgeprägt als in Zeiten, die auf besonders pessimistische Investorenstimmung folgen. Circa 80 Prozent der getesteten 100 Anomalien zeigen tendenziell dieses Verhalten. Im Gegensatz dazu ist die Vorhersagekraft zahlreicher populärer Näherungsvariablen für marktweite „Limits to Arbitrage“ schwach. Insofern scheinen im Fall von Investorenpsychologie Schwankungen über die Zeit von besonderer Bedeutung für das Ausmaß von Marktineffizienz zu sein, wohingegen im Fall von klassischen „Limits to Arbitrage“ die Dynamik eine vergleichsweise geringe Rolle zu spielen scheint. Die Arbeit wurde von der Jury mit dem 3. Preis bedacht. Bemerkenswert ist, dass die Datenbank von Dr. Jacobs weltweit wohl die umfassendste Anomaliendatenbank ist.<br /><br />Für die Bachelorarbeit „Unterbewertete Profitabilität – Eine empirische Untersuchung von Wert, Profitabilität und Renditeverteilung am europäischen Aktienmarkt“ bei Prof. Dr. Marcel Tyrell an der Zeppelin-Universität Friedrichshafen erhielt Constantin Porsch den Acatis-Value-Preis in der Kategorie der studentischen Prüfungsarbeiten. In dieser Kategorie war nur ein Preis ausgeschrieben. Porsch kommt zu dem Schluss, dass eine Anlagestrategie, die sowohl den Value- als auch den Profitabilitätseffekt berücksichtigt, signifikante Alphas gegenüber den Fama-French-Faktoren bei hervorragendem Verhältnis von Rendite und Risiko erzielt und gerade in Zeiten von Finanzkrisen eine erstaunliche Stabilität aufweisen dürfte.<br /><br />Jury aus Wissenschaft und Praxis<br /><br />Die Jury des Acatis-Value-Preises bestand aus Prof. Dr. Klaus Röder, Professor für Betriebswirtschaftslehre, Schwerpunkt Finanzdienstleistungen, an der Universität Regensburg, Prof. Dr. Detlev Stock, Professor für Betriebswirtschaftslehre und Kapitalwirtschaft an der Beuth Hochschule für Technik Berlin und Jens Kummer, Mitglied der Geschäftsführung der MARS Asset Management GmbH, Bad Homburg.<br />Die 1994 gegründete Frankfurter Acatis Investment GmbH hat sich auf das Value-Investing spezialisiert. Viele Aspekte des Value-Investing sind noch nicht hinreichend erforscht oder können noch verbessert werden. Deshalb fördert die Acatis Investment GmbH seit vielen Jahren wissenschaftliche Arbeiten auf diesem Gebiet.<br />In 2014 schrieb Acatis zum 12. Mal den mit insgesamt 7.000 Euro dotierten Acatis-Value-Preis aus. Der Preis richtet sich an Akademiker und valuebegeisterte Studenten, die ebenfalls auf den Spuren von Warren Buffett und Benjamin Graham wandeln. <br /><br />Für den Acatis-Value-Preis, der in den beiden Kategorien Diplom-/Magister-/Bachelorarbeiten und Dissertationen/wissenschaftliche Aufsätze vergeben wird, hat Acatis seit der ersten Ausschreibung fast 80.000 Euro an Preisgeldern ausgezahlt. In der Kategorie Diplom-/Magister-/Bachelor wurde die beste Arbeit mit 1.000 Euro ausgezeichnet, in der Kategorie Dissertationen/wissenschaftliche Aufsätze wurden insgesamt drei Preise vergeben. Der erste Platz war mit 3.000 Euro dotiert, der zweite mit 2.000 Euro und der dritte mit 1.000 Euro.<br /><br />Preisträgerarbeiten online<br /><br />Die Zusammenfassungen der Preisträgerarbeiten sind auf www.acatis.de , Value Investing/Value Preis, abrufbar. Die Ausschreibung für den ACATIS VALUE-Preis 2015 wird in der ersten Hälfte des nächsten Jahres veröffentlicht. Die eingereichten Arbeiten sollen besonders „fundamentale Bewertungskriterien“ (quantitative Unternehmensdaten, qualitative Merkmale oder Kombinationen aus technischen und fundamentalen Kennzahlen) berücksichtigen. Weitere Auskünfte über den Preis erteilt die Acatis Investment GmbH, E-Mail anfragen@acatis.de, Tel. 069/97583777. <br />

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Fondswert in 10 Jahren verdreifacht: Acatis Aktien Deutschland ELM

Frank Lübberstedt: Perlentaucher mit Begeisterung und Akribie – Outperformance über 86 Prozent seit Fondsauflage 2003

Fondswert in 10 Jahren verdreifacht: Acatis Aktien Deutschland ELM

Frank Lübberstedt: Perlentaucher mit Begeisterung und Akribie

„Mit Begeisterung, Akribie und Ausdauer suchen und finden wir immer wieder Perlen unter den deutschen Unternehmen jeder Größenordnung – das ist die Kurzfassung unseres Erfolgsrezeptes.“ Frank Lübberstedt, Berater des deutschen Aktienfonds Acatis Aktien Deutschland ELM (ISIN LU0158903558) kann sich freuen: Sein „drittes Kind“ neben den beiden aus Fleisch und Blut wird am 3. Januar 2013 10 Jahre alt und hat bisher (Stichtag 31.12.2012) ein erhebliches Wachstum um 226 Prozent hingelegt (bzw. 11,3 % p. a.), mehr als 86 Prozentpunkte über dem CDAX-Index.

Wie er das macht, verrät Lübberstedt gerne, denn es gibt kein computerbasiertes Geheimrezept, sondern vor allem viel Handarbeit. „Wir sind eine Manufaktur und suchen aktiv antizyklisch auf Basis der Value-Strategie von Warren Buffett nach unterbewerteten Titeln. Weil viele Small Caps nicht ausreichend untersucht sind, machen wir unsere Marktforschung selber. Wir besuchen Unternehmen, sprechen mit der Geschäftsführung. Das macht viel Arbeit, aber auch Spaß. Und ich stelle mir vor dem Investment immer wieder die Frage: Würde ich selber das ganze Unternehmen zu seinem Marktwert kaufen, wenn ich das Geld dafür hätte?“ Lübberstedt ist auch privat mit einem Teil seines Vermögens im Acatis Aktien Deutschland ELM investiert.

Mehrstufiger Investmentprozeß

Am Beispiel des Nahverkehrs-Telematik-Weltmarktführers Init erläutert er ausführlich den Investmentprozess. Die Filter des Investmentprozesses – Bilanzstärke, Unternehmensbewertung, Management, Marktstellung und Event – führen zum Fazit: Exzellentes Wachstumsunternehmen mit niedriger fundamentaler Bewertung, profitiert vom globalen Investitionszyklus in den öffentlichen Nahverkehr aufgrund von steigendem Umweltbewusstsein, mit starkem Fundament für weiter steigende Umsätze und Gewinne in der Zukunft – also einkaufen. „Weltmarktführer“ ist dabei keine Frage der absoluten Größe, sondern der Spezialisierung in einem Teilmarkt.

Diese starke Ausrichtung auf Weltmarktführer reduziert darüberhinaus die Abhängigkeit vom deutschen Markt. „Die Firmen haben zwar ihren Sitz in Deutschland, aber sind nicht auf den deutschen Markt beschränkt. Wenn die deutsche Konjunktur einbricht, muss es deshalb unseren Aktien nicht schlechter gehen.“

Lübberstedt investiert nicht nur in Small Caps, auch die Großen hat er im Portfolio. „Man darf sich nicht vom allgemeinen Image täuschen lassen. So hat beispielsweise der Konzern Deutsche Post DHL seit der Übernahme des Vorstandsvorsitzes durch Frank Appel kräftig Boden gut gemacht, „Baustellen“ geschlossen und die Postbank zu einem fantastischen Preis verkauft. Heute ist DHL in Asien die Nr. 1 im Logistikgeschäft vor UPS und Fedex, und in Deutschland werden die Rückläufe im Briefgeschäft fast vollständig durch den Internetversandhandel, der ja immer noch physisch ausliefern muss, ausgeglichen.“

In seiner hauseigenen Datenbank leitet er für alle Unternehmen seiner Watchlist eigene Kennzahlen her, die ihm eine klare Aussage über die Bilanz- und Ertragsstärke vermitteln. „Wir tauschen uns regelmäßig persönlich mit Dr. Hendrik Leber und seinem Team aus; schließlich verfolgen wir beide den gleichen, value-orientierten Ansatz.“ Grundsätzliche Details wie die Berücksichtigung von Events finden sich auch in anderen Fonds, die von Acatis angeboten werden.

Auch Leber, wie Lübberstedt bekennender Value-Fan, ist des Lobes voll über seinen Beratungspartner. „Er ist ein exzellenter Stockpicker, teilt unsere Liebe zum Detail und harmoniert bestens mit unserem Team in Frankfurt. Er ist für uns genauso eine Entdeckung wie viele der Firmen im Acatis Aktien Deutschland ELM.“

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Wir sind Value Investoren. Wir investieren in Aktien und Fonds, die unserer Ansicht nach unterbewertet sind. In unseren Fonds haben wir ausgezeichnete Substanz-, Wachstums- und Turnaround-Titel, die mit einem Abschlag auf ihren Wert gehandelt werden. Wir kaufen nur unterbewertete Aktien.

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Value-Investoren auf der Suche nach Megatrends

Optimismus bei der 9. Acatis-Value-Konferenz am 25.Mai in Frankfurt am Main – Pessimisten zahlen hohen Preis für ihr Sicherheitsbedürfnis

„Wir können optimistisch sein, und wir haben die Instrumente, um optimistisch und zukunftsorientiert zu handeln“, so das Fazit des Frankfurter Value-Investors Dr. Hendrik Leber am Ende seiner diesjährigen Acatis-Value-Konferenz am 25.Mai, der neunten Konferenz insgesamt. Vor rund 150 institutionellen Investoren und Vermögensverwaltern blätterte er mit vier Kollegen aus der Investmentbranche und dem Zukunftsforscher Lars Thomsen einen Kanon von Ansichten, Vorgehensweisen und Analysen auf, um gedachte Zukunft Wirklichkeit werden zu lassen und zu überprüfen, ob die grundsätzliche Entscheidung für das Value-Investing im Sinne von Warren Buffett weiter Bestand hat.

„Die Weltwirtschaft wächst unaufhaltsam langfristig mit 8 Prozent p.a., regionale Krisen können das Weltwachstum kaum beeinträchtigen und Fundamentalfaktoren wie Arbeitsteilung und bis hin zu intelligenten Maschinen reichende Technologie sind extrem stark“, so Leber. „Langfristig dominiert die Rendite über das Risiko – wenn man Geduld hat. Unsere Aufgabe ist es, durch Aktienselektion und Kurssicherung das Portfolio zu sichern, ohne den Pfad des Value Investments zu verlassen und grundsätzlich in Unternehmen und Geschäftsmodelle zu investieren, die marktfähig und langfristig profitabel sind.“

Fakten und Wahrnehmung

„Optimismus ist gleichermaßen eine Frage der Fakten und eine Frage der Wahrnehmung“, so Lebers Auftaktstatement zu Beginn der Konferenz. Die grundsätzlichen Fragen gingen, so Leber, im Tagesgeschäft unter, und deshalb befassten sich auf der diesjährigen Konferenz die Investment-Profis Pat Dorsey (Sanibel Captiva Trust Comp., Sanibel, USA), Dr. Peter Oertmann (Vescore Solutions, München), Maarten Polfliet (Robeco Institutional Asset Management, Frankfurt am Main) und Marc Renaud (Mandarine Gestion, Paris) ausführlich damit, ergänzt vom Zukunftsforscher Lars Thomsen (Future Matters, Zürich).

Pat Dorsey leitet bei SCIA das Team für Asset-Allocation und Investment Management. Er basiert seinen vorsichtigen Optimismus auf zwei Säulen: die erste steht für die Qualität von Unternehmen, die er mit seiner „Burggrabenanalyse“ auf ihre Marktstellung hin analysiert. Säule 2 ist die Betrachtung des Marktumfeldes, in dem er aktuell für Aktien sehr günstige und attraktive Kaufgelegenheiten sieht. „Der Kapitalismus funktioniert, indem das Kapital nach der höchstmöglichen Verzinsung sucht – die im Laufe der Zeit durch Konkurrenz aber meistens sinkt.“ Optimisten fänden abseits des Konsens hochinteressante Firmen mit hohen laufenden Erträgen – Firmen, die Alleinstellungsmerkmale auf den unterschiedlichsten Feldern besäßen, die sie wie Burggräben gegen Wettbewerb absicherten. „Der Wert dieser Burggräben ist natürlich manchmal schon eingepreist – aber längst nicht immer“, sodass sich die Suche nach Aktien von Unternehmen mit unerkannten Burggräben lohne. Pessimisten, die vor allem auf Sicherheit setzten, müssten hingegen einen hohen Preis dafür zahlen – wie z.B. bei den jüngsten deutschen Staatsanleihen zum Niedrigzins unter der Inflationsrate.

Optimismus messen und ummünzen

„Wir können Optimismus messen“, versichert Dr. Peter Oertmann für Vescore Solutions. „Wir werten dazu weder Einzelmeinungen noch Befragungen aus, weil wir festgestellt haben, dass es kaum eine Verbindung zwischen subjektiven Meinungen und tatsächlichem Handeln gibt. Marktpreise hingegen reflektieren jederzeit und zuverlässig die Erwartungen.“ Herrsche Optimismus, dann tendierten mehr Marktteilnehmer zu offensiven Strategien mit hoher Risikoneigung, folglich stiegen die Kurse bei sinkender Risikoprämie. Umgekehrt steigen die Risikoprämien bei allgemeinem Pessimismus, die Kurse sinken. „Im Markt beobachtbare fundamentale Spreads erlauben eine effiziente Messung der vorherrschenden Einstellung der Investoren und bieten damit eine geeignete Grundlage zur quantitativen Nutzung dieser Informationen in Anlageprozessen.“

Auch Wissenschaftler können sich irren

„Stabilität bedeutet keine Langeweile, und schon gar nicht Erfolglosigkeit“, erläuterte Maarten Polfliet, Client Portfolio Manager bei Robeco. Polfliet stellt grundsätzlich das von William F. Sharpe postulierte Capital-Asset-Pricing-Model CAPM infrage und belegte auf der Value-Konferenz, dass in gering volatilen Aktien durchaus höheres Potenzial stecken kann, als gemeinhin angenommen wird – und umgekehrt ein höheres Risiko in der Vergangenheit nicht zu einer höheren Rendite geführt hat. „Es ist eben nicht so, dass die Wirklichkeit höheres Risiko mit höherer Rendite belohnt.“ Polfliet warnt bei der Aktienauswahl vor Konformitätsdenken – „die Zustimmung der anderen ist unwichtig, was zählt, sind Fakten“, und beruft sich dabei auf die Investorenlegende Warren Buffett. Er empfiehlt aber ausdrücklich, im ersten Schritt nach geringvolatilen Werten zu suchen.

Wenn man wie Marc Renaud von Mandarine Gestion an langfristige Normalisierungen glaubt – sowohl hinsichtlich Margen als auch Bewertung – dann ist „jetzt eine Zeit für Optimismus, obwohl die Unterbewertung des Aktienmarktes derzeit geringer ist als im März 2003 oder im März 2009“. Mandarine Gestion investiert in ganz Europa mit Schwerpunkt auf französischen und deutschen Aktien in den Segmenten Luxusartikel, Öl, Wasser, Lebensmittel, Transport, Zement oder Infrastruktur. „Europa ist Teil der Globalisierungsstory, und europäische Firmen sind daran beteiligt.“ Es gelte, diejenigen unter ihnen zu identifizieren und zu kaufen, die aktuell noch unterbewertet seien, aber bereits den Grund für eine Neubewertung geliefert hätten.

Positive Megatrends mit langem Vorlauf

Der Zürcher Zukunftsforscher Lars Thomsen sieht in den nächsten 10 Jahren Technologiewechsel in den Bereichen Energie, Elektromobilität, Medizin, Maschine-Maschine-Kommunikation und künstliche Intelligenz auf uns zukommen; Bereiche, für die mit einer Genauigkeit von rund 2 Jahren Wendepunkte angesagt werden könnten. Aber auch immaterielle Einflüsse wie die sinkende Bedeutung von physischem Eigentum in Relation zum Nutzungsrecht von Gütern – sei es Carsharing oder Musik aus dem Internet müssten beobachtet und in ihrer Rückwirkung auf Geschäftsmodelle analysiert werden. „Zukunft entsteht in Köpfen – und Börsen und Märkte haben die Aufgabe, Geld in gute Ideen umzuleiten“, schlug er den Bogen zurück zum Ziel der Value-Konferenz, Gründe für Optimismus zu analysieren und die richtigen Instrumente zu faktenbasiertem Value-Investment zu identifizieren.

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Wir sind Value Investoren. Wir investieren in Aktien und Fonds, die unserer Ansicht nach unterbewertet sind. In unseren Fonds haben wir ausgezeichnete Substanz-, Wachstums- und Turnaround-Titel, die mit einem Abschlag auf ihren Wert gehandelt werden. Wir kaufen nur unterbewertete Aktien.
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Pressemitteilungen

Starkes Jubiläum für drei Acatis-Fonds – In drei Jahren Wertzuwächse bis über 50 Prozent

Gané Value Event, IfK-Rentenfonds und Datini folgen Value-Kriterien

Frankfurt am Main, 8. Dezember 2011 (mpr) – Mitte Dezember feiern drei erfolgreiche Acatis-Fonds ihr dreijähriges Jubiläum – und alle drei haben in dieser Zeit einen Wertzuwachs von mindestens einem Drittel zu verzeichnen, einer von ihnen sogar über 50 Prozent: Der ACATIS GANÉ Value Event Fonds UI (ISIN DE000A0X7541, 51 Prozent), der ACATIS IfK Value Renten UI (ISIN DE000A0X7582, 35 Prozent) und der ACATIS Datini Valueflex Fonds (ISIN DE000A0RKXJ4, 35 Prozent), alle drei bei Universal-Investment aufgelegt.
Die Acatis Investment GmbH, Frankfurt am Main, geführt von Dr. Hendrik Leber, hat für zwei dieser erfolgreichen Fonds externe Partner gefunden, den dritten – Datini – steuert Leber selber.

Unternehmensrelevante Ereignisse nutzen

Acatis-Berater für den ACATIS GANÉ Value Event Fonds UI sind J. Henrik Muhle und Dr. Uwe Rathausky, beide Geschäftsführer der Gané AG mit Sitz in Aschaffenburg. Dem Fonds ist es in den vergangenen 3 Jahren erfolgreich gelungen, Value-Investing und Orientierung an börsenphasenspezifischen Events miteinander zu kombinieren, was über die Laufzeit des Fonds bisher zu einer Performance von 51,1 Prozent (15,0 Prozent p.a.) bei einer Volatilität von 9,0 Prozent und einer Sharpe Ratio von 1,5 geführt hat (Stand 1.12.2011). Neben der absoluten Wertentwicklung ist den beiden Beratern Henrik Muhle und Dr. Uwe Rathausky wichtig, dass der Fonds in Abschwungphasen weniger verliert als der Aktienmarkt, wodurch Anleger einem geringeren Stress ausgesetzt sind als dies bei einem reinen Aktien- oder Indexfonds der Fall ist. Dem aktienorientierten offensiven Mischfonds können Zinspapiere und Anleihen beigemischt werden. Kapitalerhalt rangiert vor Rendite, Fundamentalrisiken und Marktpreisrisiken sollen gleichermaßen begrenzt werden. Gekauft wird, wenn das jeweilige Investment rational und objektivierbar ist, der Erwartungswert bei mindestens 15 Prozent Wertzuwachs pro Jahr liegt und die Investition eine Portfolioverbesserung darstellt. Auch in Zukunft soll durch die Kombination von Value (der Kauf von Unternehmen mit hervorragendem Geschäftsmodell, gutem Management zu einem günstigen Preis) und Event-Orientierung (positive Ereignisse beflügeln Investments und reduzieren Marktpreisrisiken) sowohl das fundamentale Risiko als auch das Marktpreisrisiko niedrig gehalten werden.

Hohe Rendite mit Festverzinslichen

Acatis-Partner für den IfK-Rentenfonds ist Martin Wilhelm, geschäftsführender Gesellschafter des IfK Institut für Kapitalmarkt GmbH, Kiel. Der Acatis IfK Value Renten UI hat in den vergangenen drei Jahren bewiesen, dass man mit Zinsen, Anleihen und Obligationen gutes Geld verdienen kann. „Trotz vorübergehendem Rücksetzer seit Herbst 2011 glänzt er mit einer Wertentwicklung in den letzten drei Jahren von 34,8 Prozent, 10,6 Prozent p.a. Mit einer Volatilität von 5,2 Prozent sowie einer Sharpe Ratio von 1,8 belegt er absolute Spitzenplätze“ (Stand 1.12.2011), berichtet Wilhelm stolz. Auch die Ausschüttung könne sich sehen lassen; in diesem Jahr ca. 4,5 Prozent. „Da genügend stille Reserven im Fonds schlummern, kann auch für die Zukunft eine Ausschüttung zwischen 3,5 und 5,5 Prozent als gesichert angesehen werden.“ Insgesamt habe sich der Fonds zu einer ernstzunehmenden Alternative im Zinsbereich entwickelt, da er sich innerhalb des Anleiheuniversums frei bewegen könne. Der Focus liegt im Aufspüren von Value Anleihen, die einen besonderen Renditevorsprung im Verhältnis zur Bewertung bieten. Der Fonds investiert in ein breit diversifiziertes Portfolio mit unterbewerteten Bonds und zielt sowohl auf Ausschüttungen durch Zinsen als auch auf Kursgewinne.

Flexibler Value-Fonds

Der Datini Valueflex Fonds ist ein offensiver Mischfonds, der alle anlagetechnischen Freiheiten chancenmaximierend nutzt. Dabei geht das Fondsmanagement value-orientiert und gleichzeitig unternehmerisch vor: Die „inneren Werte“ einer Anlageklasse sind bei der Entscheidung wichtiger als Kursbewegungen, Benchmarks oder Popularität. „Diese inneren Werte finden wir nicht nur bei Aktien, sondern auch bei Renten und gelegentlich bei Rohstoffen oder Derivaten“, so Leber. Wenn ein Thema identifiziert sei, würden üblicherweise bis zu 10 Prozent des Fondsvermögens investiert, aufgeteilt auf 2 bis 5 Positionen. Jede Investition solle mindestens 10 Prozent Renditepotential nach oben haben, normalerweise sind es eher 30 bis 50 Prozent. Diese offensive Anlagestrategie habe in der Vergangenheit immer wieder zu sehr hohen Kursgewinnen geführt (+82,9 Prozent seit Auflage bis 31.05.2011), manchmal auch zu deutlichen Rücksetzern (seit August 2011). Wem Renditemaximierung wichtig sei, und wem kräftige Kursbewegungen nichts ausmachten, für den sei dieser Anlagestil ideal. Namensgeber des Fonds ist Francesco Datini (1335-1410), ein mutiger, weitsichtiger und erfolgreicher Unternehmer aus der Toskana der Frührenaissance. Der Fonds hat seit seiner Auflage am 22.12.2008 34,7 Prozent Performance erwirtschaftet, 10,7 Prozent p.a., mit einer Volatilität von 12,2 Prozent und einer Sharpe Ratio von 0,8 (Stand 1.12.2011).

Weitere Auskünfte über die Fonds erteilt die Acatis Investment GmbH, E-Mail anfragen@acatis.de, Tel. 069 / 97 58 37 77; Detailunterlagen lassen sich auch von der Website www.acatis.de herunterladen.

Wir sind Value Investoren. Wir investieren in Aktien und Fonds, die unserer Ansicht nach unterbewertet sind. In unseren Fonds haben wir ausgezeichnete Substanz-, Wachstums- und Turnaround-Titel, die mit einem Abschlag auf ihren Wert gehandelt werden. Wir kaufen nur unterbewertete Aktien.
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9. Acatis-Value-Preis 2011 in Neu-Isenburg – Acatis Investment GmbH prämiert wissenschaftliche Arbeiten zu wertorientierten Anlagestrategien

Value-Bewertungsmaß „Enterprise Multiple“ erfolgreich getestet

Wann bleiben gute Fonds gut?

Frankfurt am Main, 19. September 2011 (mpr) – „Value is dead, long live value“ betiteln Christian Walkshäusl und PD Dr. Sebastian Lobe, Universität Regensburg, ihre Arbeit, mit der sie den 1. Platz in der Kategorie „Wissenschaftliche Arbeiten / Dissertationen“ des alljährlichen Acatis-Value-Preises erreichten, der Mitte September im Rahmen des jährlichen Acatis-Value-Seminars bei Frankfurt am Main verliehen wurde. Nach Ansicht der Autoren bietet der Bewertungsmaßstab Enterprise Multiple (EM), der den Unternehmenswert bestehend aus Börsenwert plus Fremdkapital minus Kasse in Relation zum EBITDA setzt, ein genaueres und robusteres Value-Bewertungsmaß als das gebräuchliche Buch-zu-Marktwert-Verhältnis (B/M) und seine Weiterentwicklungen (Faktoren-Modell von Fama/French).

„Im Gegensatz zum Kurs-Buchwert-Verhältnis ist die Prognosefähigkeit des Enterprise Multiple weitgehend unabhängig von der Marktkapitalisierung eines Unternehmens und gleichermaßen in entwickelten Ländern als auch in Emerging Markets präsent“, so die Autoren. Walkshäusl und Lobe hatten bereits im Vorjahr mit der Studie „Global Return Patterns“ einen der vorderen Plätze beim Value-Preis der Acatis Investment GmbH belegt.

Zur Jury für den Acatis-Value-Preis zählen Prof. Dr. Detlev Stock, Professor für Betriebswirtschaftslehre und Kapitalwirtschaft an der Technischen Fachhochschule Berlin, Prof. Dr. Klaus Röder, Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Universität Regensburg mit dem Schwerpunkt Finanzdienstleistungen, und der Value-Investor Dr. Dirk Schellenberger. Nach Auffassung der Jury ist die Qualität der Arbeiten in diesem Jahr weiter gestiegen. Die Acatis Investment GmbH, Frankfurt am Main, geführt von Dr. Hendrik Leber, schreibt Preisgelder von jährlich insgesamt 7000 Euro für wissenschaftliche Arbeiten aus, die sich mit dem Erfolg von value-orientierten Anlagestrategien befassen.

Den 2. Platz in der Kategorie „Wissenschaftliche Arbeiten“ belegte Dr. Peter Lückoff mit seiner Arbeit „Mutual Fund Performance and Performance Persistence: The Impact of Fund Flows and Manager Changes“, die vermutlich die erste Studie ist, die die simultanen Einflüsse von Mittelzu- und -abflüssen sowie Fondsmanagerwechseln untersucht. Sein Fazit: „Ein guter Fonds bleibt gut, wenn der Fondsmanager bleibt und keine neuen Mittel bekommt.“

Die drittplatzierte Studie „Eine empirische Analyse der Directors‘ Dealings im deutschsprachigen Raum“ von Dr. Marc Emanuel Schüssler bestätigt, dass auch hierzulande Insidergeschäfte einen deutlichen Einfluss auf die Kursentwicklung haben. Da die Daten aber bei den Aufsichtsbehörden frei zugänglich sind, lassen sie sich auch von Outsidern nutzen. Wenn dann nur solche Insidertransaktionen berücksichtigt werden, die fundamental gerechtfertigt sind, können deutliche Überrenditen auf Basis einer Kombination aus Fundamentalbewertung und Insidertiming erreicht werden, verglichen mit einer einfachen Nachahmerstrategie.

Den ersten Platz bei den Master- und Diplomarbeiten errang Shiyuan Fan von der Universität Ulm mit „Value, Momentum and Earnings Revisions Strategies of Stock Selection in Emerging Markets“. Nach ihren Worten könnten auf Sicherheit bedachte Investoren gerade vor dem Hintergrund der anhaltenden Krisen in den Industriestaaten zunehmend Aktien aus Entwicklungsländern ins Portfolio nehmen. Wer das tue, erreiche den höchsten Ertrag dann, wenn er sich mit einer Value-Strategie engagiert, die die Book-to-Market-Ratio berücksichtigt, also Eigenkapital im Vergleich zur Marktkapitalisierung.

Fundamentales, von menschlichen Fachleuten betriebenes Portfoliomanagement liefert noch immer bessere Ergebnisse als rein quantitatives computergestütztes Management, schließt Markus Grabellus in seiner Diplomarbeit „Man over Machine“, mit der er den 2. Platz in dieser Kategorie belegte. Allerdings sieht er durchaus Möglichkeiten, beide Ansätze in Zukunft stärker miteinander zu verbinden und damit noch bessere Renditen zu erwirtschaften.

Die Zusammenfassungen der diesjährigen Preisträgerarbeiten sind über www.acatis.de, Value-Preis, abrufbar. Die Ausschreibung für den Acatis-Value-Preis 2012 wird im März nächsten Jahres veröffentlicht. Die eingereichten Dissertationen und Diplomarbeiten sollen insbesondere „fundamentale Bewertungskriterien“ (quantitative Unternehmensdaten, qualitative Merkmale oder Kombinationen aus technischen und fundamentalen Kennzahlen) berücksichtigen. Weitere Auskünfte über den Preis erteilt die Acatis Investment GmbH, E-Mail anfragen@acatis.de, Tel. 069 / 97 58 37 77.

Wir sind Value Investoren. Wir investieren in Aktien und Fonds, die unserer Ansicht nach unterbewertet sind. In unseren Fonds haben wir ausgezeichnete Substanz-, Wachstums- und Turnaround-Titel, die mit einem Abschlag auf ihren Wert gehandelt werden. Wir kaufen nur unterbewertete Aktien.
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