Tag Archives: Ackerbau

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Verdopplung der Plantagen in nur 50 Jahren

Großes Nord-Südgefälle bei Landnutzungsänderungen

Verdopplung der Plantagen in nur 50 Jahren

Weltweite Entwicklung der Ackerflächen

Die stetig wachsende Bevölkerung und wohlstandsbedingte Änderungen der Ernährungsgewohnheiten sind die Treiber für die Intensivierung und Steigerung der landwirtschaftlichen Erzeugung. Ein Großteil des Mengenzuwachses ist allerdings auf die Ausdehnung und damit auf direkte Landnutzungsänderungen, vor allem auf der Südhalbkugel, zurückzuführen, stellt die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) unter Hinweis auf Angaben der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinen Nationen (FAO) fest. Die Sojaanbaufläche in Südamerika wird nach wie vor ebenso ausgedehnt wie die Palmölplantagen in Südostasien, insbesondere in Indonesien.

Auf der Nordhalbkugel ist diese Entwicklung, bedingt durch Naturschutzprogramme und den Flächenbedarf für Infrastruktur und Siedlungsflächen, seit Jahren rückläufig. Durch Produktivitätssteigerungen konnte der Flächenrückgang bisher mehr als kompensiert werden. Dies ist nicht zuletzt ein Ergebnis der Forschungs- und Innovationsleistung von Hochschulen und Unternehmen sowie der erfolgreichen Überführung durch die landwirtschaftliche Beratung in die Praxis.

Die Umwandlung von Urwald und anderen für den Umwelt- und Klimaschutz notwendigen Flächen stößt zunehmend auf öffentlichen und politischen Widerstand. Daher müssen für alle Anbauregionen verbindliche Nachhaltigkeitsanforderungen geschaffen werden, wie sie bereits in der Erneuerbare-Energien Richtlinie für Biokraftstoffe und die für ihre Herstellung benötigten Anbaubiomasse auch für Staaten außerhalb der EU festgelegt sind. Forderungen werden lauter, diese Anforderungen im Sinne eines „level-playing-fields“ für einen globalen, fairen Wettbewerb ohne Umwelt- oder Sozialdumping, unabhängig von der Endverwendung weiterzuentwickeln.

Technisch ist es heute möglich, die Biomasseproduktion unabhängig von der Endverwendung zu zertifizieren und zu überwachen, wie dies bei der Rapsproduktion in Deutschland bereits umgesetzt wird, betont die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP). So werde die Herkunft transparent und rückverfolgbar.

Auf der Südhalbkugel ist vor allem die Durchsetzung sozialer Standards sowie die Frage des Landerwerbs und -besitzes die entscheidende Voraussetzung für eine nachhaltige Biomasseproduktion. Illegale Urwaldrodungen bzw. Landnutzungsänderungen für neue Palmölplantagen oder für den Sojaanbau müssen beendet werden, fordert die UFOP.

Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) vertritt die politischen Interessen der an der Produktion, Verarbeitung und Vermarktung heimischer Öl- und Eiweißpflanzen beteiligten Unternehmen, Verbände und Institutionen in nationalen und internationalen Gremien. Die UFOP fördert Untersuchungen zur Optimierung der landwirtschaftlichen Produktion und zur Entwicklung neuer Verwertungsmöglichkeiten in den Bereichen Food, Non-Food und Feed. Die Öffentlichkeitsarbeit der UFOP dient der Förderung des Absatzes der Endprodukte heimischer Öl- und Eiweißpflanzen.

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Effizienzgewinne in der Landwirtschaft – Ausblick Industrie 4.0

Wie der Strukturwandel die Lebenswirklichkeit verändert – Industrie ist durch die Landwirtschaft geprägt

Effizienzgewinne in der Landwirtschaft - Ausblick Industrie 4.0

Maschinenbau Hahn GmbH&Co. KG, Papenburg an der Ems ins Niedersachsen

Ursprung und Entwicklung. Diskussionsbeitrag von Jens Hahn, Maschinenbau Hahn GmbH & Co. KG aus Papenburg / Niedersachsen

Herbstzeit bedeutet Zeit der Ernte und des Erntedankes. Die Herbstzeit war in der Landwirtschaft auch eine Zeit des Innehaltens. Ruhige Zeiten, dieses Lebensverständnis gibt es heute nicht mehr.

Maschinenbau Hahn GmbH & Co. KG steht für eine niedersächsische Erfolgsgeschichte. Im September 1979 gründeten die Brüder Wessel und Wolbert Hahn mit ihrem Vater Wessel Sen. in Papenburg, Emsland die Maschinenbau Hahn GmbH. Anfangs hatte sich das Unternehmen der zerspanenden Fertigung und Montage gewidmet. Es folgten, mit Fördertechnik und Anlagenbau, Wiegetechnik, Tank- und Stahlwasserbau, Revisionen, Instandsetzungen von Maschinen, Sonderanfertigungen, Herstellung von Verschleißteilen und Ersatzteilen, mechanischer Bearbeitung und Zerspanungstechnik, neue Geschäftsbereiche. Jens Hahn, Technische Leitung Schweißaufsicht erläutert, dass gerade in der Industrie es mit dem Strukturwandel rasend schnell geht.

Wie war das bei der Landwirtschaft?

Bis vor einigen Jahrzehnten arbeitete fast die gesamte Bevölkerung in der landwirtschaftlichen Produktion. Durch Effizienzgewinne beim Einsatz von Maschinen wurde die menschliche Arbeitskraft verdrängt, und nur noch ein ganz geringer Teil der Bevölkerung ist in der landwirtschaftlichen Urproduktion tätig.

Landwirtschaft als Vorbild für die Industrie

Dieser Veränderungseffekt wird für die Industrieproduktion und die Dienstleistung in den nächsten Jahren in der technologischen Entwicklung erwartet, meint Jens Hahn. Das heißt, das „Internet der Dinge“ und „Industrie 4.0“ werden ähnlich wie in der Landwirtschaft dazu führen, dass von ehemals 100 Arbeitskräften nur noch drei benötigt werden. „Grund genug, sich die technischen Möglichkeiten auf einem Bauernhof einmal näher anzuschauen. Dabei ist festzuhalten, dass der Strukturwandel in der Landwirtschaft allerdings mehrere Jahrzehnte benötigte, während der Strukturwandel durch „Industrie 4.0“ und das „Internet der Dinge“ in wenigen Jahren eintreten wird“, gibt Jens Hahn zu bedenken.

Entwicklung der Landwirtschaft

Landwirtschaft wird seit ca. 10.000 Jahren als Ackerbau und Viehzucht betrieben. Die ersten Menschen, die zuvor als Jäger und Sammler umhergezogen waren, gründeten Dörfer und wurden sesshaft. Das erste Getreide wurde vor ca. 10.000 Jahren in Nordafrika oder Vorderasien ausgesät. Später gelang es dann, Wildtiere zu zähmen und zu züchten. Erst in dem Moment, als es gelang, mehr Nahrungsmittel zu produzieren, als der Bauer mit seiner Familie direkt benötigte, war es möglich, dass einige Mitglieder der Gemeinschaft andere Berufe, wie Handwerksberufe, ergriffen.

Technisierung der Landwirtschaft seit einigen Jahrzehnten

Eine Ballenpresse z.B., die ein Mähdrescher im Sommer benutzt, um daraus aus dem abgeernteten Getreide Stroh zu pressen, ersetzt zusammen mit dem Mähdrescher bei der Ernte ca. 25 Personen. Gleiches gilt für Fütterungsanlagen. Wer kennt noch den sprichwörtlichen Kuhhirten, der für ein paar wenige Kühe zu sorgen hatte? In den modernen Ställen landwirtschaftlicher Großbetriebe leben oft Hunderte von Kühen und Rindern oder mehr als 1.000 Schweine, Puten oder Hühner. Ohne eine automatisierte Fütterungstechnik wäre ein Landwirt damit beschäftigt, den ganzen Tag die Tiere zu versorgen und zu füttern.
Moderne Fütterungsanlagen werden computergesteuert; die damit verbundene Technik erinnert an das „Internet der Dinge“. Bei der Sensorfütterung kontrollieren Fühler, wie viel Futter noch im Trog befindlich ist. Die Tiere haben Codierungen im Halsband oder Ohr. Dadurch erfährt die Computeranlage, welches Tier gerade am Futterstand frisst und welche Nährstoffe eventuell noch notwendig sind.

Der Traktor ersetzt viele Tiere oder Menschen. Moderne Traktoren fahren satellitengesteuert, der voll autonome Traktor wird Wirklichkeit, der Landwirt bestellt vom Bürostuhl sein Land.

Strukturwandel Industrie 4.0

Durch die industrielle Landwirtschaft veränderte sich die Produktivität so dramatisch, dass die Landstriche regelrecht entvölkert wurden. Es wurde und wird für die Herstellung von Lebensmitteln kaum noch Menschen benötigt. Jens Hahn gibt zu bedenken, dass für Industrie und Dienstleistungswirtschaft die Digitalisierung eine historische Zäsur darstellt. „Industrie 4.0 ist der Oberbegriff, hierbei werden Lösungen, Prozesse und Technologien zusammengefasst, die einen hohen Einsatz von IT und einen intensiven Vernetzungsgrad der Systeme in den Fertigungsstätten beschreiben. Speziell die Digitalisierung der Fertigungstechnik und der Logistik wird aktuell vorangetrieben, weitere Industriebranchen folgen. Die Landwirtschaft war Vorreiter, gleiches wird für die Fabrikationsanlagen eintreten. Heute sind die Hallen voller Mitarbeiter, die die Maschinen bedienen. Von diesen Arbeitsplätzen werden die allermeisten wegfallen, ohne dass damit weniger produziert werden wird. Die Landwirtschaft entwickelt sich rasch zu einer digitalisierten Branche mit dem Ziel der Effizienzsteigerung, dem Traktor macht das Warten auf besseres Wetter nichts aus“, gibt Jens Hahn zu bedenken.

Das Unternehmen Maschinenbau Hahn GmbH & Co.KG wurde 1979 in Papenburg an der Ems in Niedersachsen gegründet. Mit Schwerpunkt in der zerspanenden Fertigung und Montage. Im Laufe der Unternehmensgeschichte folgte der Unternehmensausbau im Bereich Fördertechnik und Anlagenbau, Wiegetechnik, Tank- und Stahlwasserbau, Revisionen, Instandsetzungen von Maschinen, Sonderanfertigungen, Herstellung von Verschleißteilen und Ersatzteilen. 1991 wurde die Zerspanungstechnik im Zuge der Expansion verlagert und im Jahre 2000 als Hahn Fertigungstechnik GmbH verselbständigt. Die Maschinenbau Hahn GmbH & Co. KG ist ein Familienunternehmen mit 60 erfahrenen und hoch qualifizierten Fachkräften, die regional wie auch international tätig sind. Auf dem Gebiet des Anlagenbaus und der Fördertechnik sowie im Konstruktionsbau gehört Maschinenbau Hahn GmbH & Co KG mittlerweile zu den leistungsfähigsten Fertigungsstätten des Nordwestens. Weitere Informationen unter www.maschinenbau-hahn.de

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Glyphosat-Verbot: EU-Politik vertagt, bayerischer Mittelständler handelt

Molkerei Berchtesgadener Land verankert Glyphosat-Verbot in Milchlieferbedingungen mit sofortiger Wirkung

Glyphosat-Verbot: EU-Politik vertagt, bayerischer Mittelständler handelt

Aufsichtsräte der Molkerei Berchtesgadener Land: einstimmig für sofortiges Glyphosatverbot

Piding, 26.10.2017: Während der zuständige EU-Fachausschuss eine Entscheidung über ein Verbot bzw. die umstrittene Zulassungsverlängerung von Glyphosat erneut vertagte, fällte der Aufsichtsrat der Molkerei Berchtesgadener Land gestern eine klare, einstimmige Entscheidung: Mit sofortiger Wirkung wird die Anwendung jeglicher Totalherbizide in der Grünland- und Ackerbaubehandlung verboten.

Das Glyphosatverbot gilt damit ab sofort für alle 1.800 Genossenschaftsmitglieder, deren Milch in Piding verarbeitet wird. Geschäftsführer Bernhard Pointner, der gemeinsam mit dem Vorstand diese Entscheidung vorbereitet und empfohlen hat: „Es gibt in unserem Milcheinzugsgebiet keine Notwendigkeit, ein Totalherbizid einzusetzen, dessen wissenschaftliche Bewertung hinsichtlich Auswirkungen auf Mensch und Umwelt kontrovers ist.“

Mit dieser Entscheidung geht die mittelständische Molkereigenossenschaft konsequent den Weg, ihr Wirtschaften an den Leitplanken der Nachhaltigkeit auszurichten. Bereits 2010 entschied man sich für gentechnikfreie Fütterung. Die Landwirte erhalten seit Jahren einen fairen Preis für ihre Milch, in der viel Arbeit steckt. Die Kunden erhalten ein Produkt bester Qualität.
Die beschlossenen Regelungen werden in die Milchlieferbedingungen aufgenommen und die Einhaltung über das bestehende Qualitätsmanagement-Tool QSSM extern überwacht.

„Die Wertschätzung, die Bürger und Bürgerinnen mit dem Kauf unserer Milchprodukte den Landwirten gegenüber zum Ausdruck bringen, ist für uns eine Verpflichtung. So auch diese Entscheidung, entgegen dem Gesetzgeber, der den Einsatz der umstrittenen Totalherbizide zulässt“, so Bernhard Pointner. „Ich kann hinter dem Hinauszögern einer Entscheidung der Politiker nur starke Lobbykräfte vermuten und fordere deshalb die deutsche Politik auf, sich endlich für ein schnelles Glyphosatverbot stark zu machen.“

Die Molkerei Berchtesgadener Land ist eine renommierte Molkereigenossenschaft mit rund 1.800 Landwirten zwischen Watzmann und Zugspitze im Grünlandgürtel der Alpen. Knapp 500 Landwirte wirtschaften heute schon anerkannt ökologisch. Die Molkereivertreter stellen sich ihrer Verantwortung gegenüber Mensch, Tier und Umwelt und verfolgen konsequent und transparent Nachhaltigkeitsziele. Für ihr außerordentliches Nachhaltigkeitsengagement ist die Molkerei Berchtesgadener Land als mittelgroßes Unternehmen für den 10. Deutschen Nachhaltigkeitspreis nominiert, der im Dezember verliehen wird.

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RAPSBLÜTE 2017

Deutschlands bedeutendste Öl- und Eiweißpflanze sorgt wieder für blühende Landschaften

RAPSBLÜTE 2017

Rapsblüte 2017 (Bildquelle: UFOP e. V. / Johannes Haas)

In Deutschland haben die alljährlichen Raps-Festspiele begonnen. Die Natur hat wieder die Farbeimer ausgepackt und auf rund 1,3 Millionen Hektar ordentlich gelbe Farbe eingesetzt. Auch wenn es so aussieht, als würde immer mehr Raps angebaut, trügt dieser Eindruck. Schon seit Jahren bewegt sich die Rapsanbaufläche in Deutschland konstant zwischen 1,3 und 1,5 Millionen Hektar. Jeder einzelne Hektar davon liefert elf Monate nach der Aussaat von lediglich 2,5 kg Saatgut bei der Ernte im Juli zwischen 4.000 und 5.000 kg Rapssaat.

Mecklenburg-Vorpommern ist mit einer Anbaufläche von 235.200 Hektar für den deutschen Rapsanbau weiterhin das bedeutendste Bundesland. Weitere wichtige Anbauregionen sind mit 171.000 Hektar Sachsen-Anhalt, mit 135.500 Hektar Brandenburg und mit 131.900 Hektar Sachsen. Insgesamt repräsentieren die östlichen Bundesländer rund 58 Prozent der in Deutschland ausgesäten Rapsfläche. Mit 129.000 Hektar folgt Niedersachsen im Ranking der Bundesländer. Die Länder Thüringen (122.800 Hektar), Bayern (119.200 Hektar) und Schleswig-Holstein (101.000 Hektar) weisen ebenfalls eine Anbaufläche über 100.000 Hektar auf.

Die Ernte im Juli 2017 wird etwa 5 Mio. Tonnen Rapssaat liefern, die anschließend in Ölmühlen gepresst wird. Dabei entstehen ca. 2,2 Millionen Tonnen Rapsöl. Das Speiseöl aus Rapssaat ist bereits seit 2009 das beliebteste in Deutschland und liegt mit einem Marktanteil von über 40 Prozent deutlich vor Sonnenblumen- und Olivenöl. Der größte Teil des Öls findet sich jedoch nicht in der Küche, sondern als Rapskraftstoff in Fahrzeugtanks wieder. Hier ersetzt es mit einem Anteil von bis zu 7 Prozent konventionellen Dieselkraftstoff. Das schont nicht nur die Erdölreserven, sondern reduziert die Treibhausgasemissionen um durchschnittlich 60 Prozent. Diese unterschiedlichen Verwendungen von Rapsöl werden von den Verbrauchern überwiegend begrüßt. Gut zwei Drittel der Deutschen beurteilen die Beimischung von Biodiesel zu fossilem Diesel positiv, so eine Umfrage von TNS Infratest aus dem letzten Jahr.

Neben Rapsöl entsteht bei der Pressung als zweite Komponente auch proteinhaltiges Rapsschrot, das in der Rinder-, Schweine- und Geflügelmast überaus gefragt ist. Hier ersetzt es als gentechnikfreies Eiweißfuttermittel im großen Umfang Sojaschrot. Diese Gentechnikfreiheit ist Voraussetzung dafür, dass immer mehr Milchprodukte, Eier oder Rindfleisch mit dem Hinweis „ohne Gentechnik“ gekennzeichnet werden dürfen. Raps ist hierfür die mit Abstand wichtigste heimische Proteinquelle. Die dadurch eingesparten Sojaimporte entsprechen einem Anbauumfang von rund einer Million Hektar in Südamerika. So trägt der Rapsanbau in Deutschland indirekt auch zum Schutz der Regenwälder bei.

Die leuchtend gelben Felder besitzen übrigens nicht nur für Menschen eine große Attraktivität. Auch Bienen fliegen im wahrsten Sinne des Wortes auf die gelbe Pracht, denn Raps ist hierzulande als wichtigste Trachtpflanze für die Insekten eine unverzichtbare Nektar- und Pollenquelle. Belohnt wird das mit 40 kg Rapshonig pro Hektar. Gefragt ist dabei der sprichwörtliche Bienenfleiß, denn für ein Glas Honig fliegen die Bienen rund 40.000 Mal aus dem Bienenstock und besuchen dabei zwei bis sieben Millionen Rapsblüten.

Eine Besonderheit der Rapspflanzen ist beim Blick auf die blühenden Felder nicht sichtbar, da sie unter der Oberfläche liegt. Wolfgang Vogel, Vorsitzender der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) und selbst praktizierender Landwirt erklärt, um was es sich dabei handelt: „Rapspflanzen haben eine ausgesprochen lange Pfahlwurzel, die den tiefen Erdschichten mit einer enormen Anzahl von Wurzelhaaren Nährstoffe entnimmt. So bereitet Raps den Boden ideal für die nachfolgenden Pflanzen vor. Das macht die Pflanze so gut, dass beispielsweise der im darauffolgenden Jahr angebaute Weizen bis zu 10 Prozent mehr Ertrag liefert. Das ist für uns Landwirte ein wichtiges Argument für den Rapsanbau.“

Weniger erfreulich ist für die deutschen Bauern und ihre europäischen Kollegen hingegen das seit 2013 bestehende Verbot des Einsatzes bestimmter Pflanzenschutzmittel, das durch die EU-Kommission erlassen wurde. „Durch das geltende Anwendungsverbot für drei Wirkstoffe aus der Gruppe der Neonikotinoide entstehen uns jährlich Verluste in Höhe von fast 900 Mio. Euro. Sollte der Rapsanbau durch diese Einschränkungen ökonomisch weiter an Wettbewerbsfähigkeit verlieren, würde dadurch die wichtigste Futterquelle der Bienen und auch ein zentrales und wertvolles Fruchtfolgeglied im Ackerbau verlorengehen“, so Wolfgang Vogel.

Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) vertritt die politischen Interessen der an der Produktion, Verarbeitung und Vermarktung heimischer Öl- und Eiweißpflanzen beteiligten Unternehmen, Verbände und Institutionen in nationalen und internationalen Gremien. Die UFOP fördert Untersuchungen zur Optimierung der landwirtschaftlichen Produktion und zur Entwicklung neuer Verwertungsmöglichkeiten in den Bereichen Food, Non-Food und Feed. Die Öffentlichkeitsarbeit der UFOP dient der Förderung des Absatzes der Endprodukte heimischer Öl- und Eiweißpflanzen.

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Studie: Neonikotinoid-Verbot im Raps kostet EU-weit jährlich 900 Mio. Euro

Verlierer ist auch die Umwelt durch höhere Treibhausgas-Emissionen und höheren Wasserverbrauch

Studie: Neonikotinoid-Verbot im Raps kostet EU-weit jährlich 900 Mio. Euro

Referenten der HFFA-Studienvorstellung am 13. Januar 2017

Den europäischen Rapsproduzenten und -verarbeitern entstehen durch das geltende Anwendungsverbot für drei Wirkstoffe aus der Gruppe der Neonikotinoide jährlich Verluste in Höhe von fast 900 Mio. Euro. Zu diesem Ergebnis kommt eine von Bayer und Syngenta in Auftrag gegebene und von der Forschungsgesellschaft HFFA Research GmbH durchgeführte Studie, die heute im Rahmen einer Informationsveranstaltung in der Landesvertretung Sachsen-Anhalt in Berlin vorgestellt wurde.

Seit die Europäische Kommission 2013 den Einsatz von Neonikotinoiden beschränkt hat, blieb ungeklärt, welche Folgen das für die europäischen Landwirte hat. Ziel der von Dr. Steffen Noleppa, Hauptautor und Geschäftsführer der HFFA Research GmbH, vorgestellten Studie war es, am Beispiel der Rapsproduktion festzustellen, wie sich die EU-weiten Anwendungsbeschränkungen wirtschaftlich und ökologisch auswirken. Die Wirkungen auf Bestäuber, die Gegenstand zahlreicher Studien sind, hat er dabei nicht berücksichtigt.

Der Hauptschädling von Raps ist der Rapserdfloh, gegen den nur einige wenige Wirkstoffe existieren. Für die Rapsbauern haben die fehlenden Möglichkeiten der Saatgutbehandlung mit Neonikotinoiden daher besondere Bedeutung. Die Studie konnte drei wesentliche Auswirkungen des Verbots für die europäischen Rapsbauern ermitteln. Erstens führt das Verbot zu einem Rückgang der Erntemenge um 4 Prozent, was einem Ertragsverlust von 912.000 Tonnen entspricht. Zweitens kommt es zu einem Qualitätsverlust bei durchschnittlich 6,3 Prozent der Ernte und drittens sind durchschnittlich 0,73 zusätzliche Blattanwendungen mit Pflanzenschutzmitteln pro Hektar Rapsanbaufläche erforderlich.

Diese Auswirkungen entsprechen einem Umsatzverlust auf dem Markt von 350 Mio. Euro. Hinzu kommen Verluste in Höhe von über 50 Mio. Euro aufgrund der geringeren Qualität, um knapp 120 Mio. Euro erhöhte Produktionskosten und Verluste von mehr als 360 Mio. Euro in vor- und nachgelagerten Bereichen. Insgesamt entstehen der europäischen Rapswirtschaft durch das Verbot von Neonikotinoiden so jährliche Verluste in Höhe von knapp 900 Mio. Euro.

Zudem weist Noleppa mit der Studie erhebliche ökologische Folgen des Verbots aus globaler Sicht nach: Angesichts der konstant hohen Nachfrage nach Raps muss der Produktionsrückgang in der EU durch Mehrproduktion in andereren Regionen der Welt ausgeglichen werden. Die Verlagerung der Rapsproduktion in Länder außerhalb der EU geht mit einem geschätzten zusätzlichen Anbauflächenbedarf von 533.000 Hektar außerhalb Europas einher, verursacht den Ausstoß von 80,2 Mio. TonnenKohlendioxid sowie einen zusätzlichen Wasserverbrauch von 1,3 Mrd. Kubikmeter. Durch die Umwandlung von Grasland und artenreichen Lebensräumen in Ackerflächen führt dies zudem zu einem Verlust an biologischer Vielfalt.

Solange Neonikotinoide zur Saatgutbeizung nicht zur Verfügung stehen, müssen Landwirte in Europa auf „zweitbeste Lösungen“ zurückgreifen. In der Praxis ist dies der Einsatz von Pyrethoiden zur Sprühanwendung. Dies war nicht nur mit Kosten für die Betriebe verbunden, sondern hatte auch ökologische Folgen. Die Ausbringung von zusätzlichen Blattinsektiziden führte im Inland zu einem vermehrten Ausstoß von Treibhausgasen, einem zusätzlichen Wasserverbrauch pro Jahr sowie einem Anstieg der Produktionskosten um annähernd 120 Mio. Euro. Für Studienleiter Noleppa ist das Ergebnis eindeutig: „Aus dieser umfassenden Analyse geht klar hervor, dass sich das Verbot nicht nur negativ auf die europäische Rapswirtschaft ausgewirkt hat, sondern auch weitreichende Folgen für die Umwelt hatte.“

Olaf Feuerborn, der Präsident des Bauernverbandes Sachsen-Anhalt, sieht die Folgen des Verbots auch aus Sicht der deutschen Landwirte überaus kritisch. „Der Wegfall der neonikotinoiden Beizung bereitet den Ackerbauern gerade in Jahren mit hohem Schädlingsdruck, wie dies in 2016 der Fall war, Schwierigkeiten. So beobachteten wir im vergangenen Jahr einen verstärkten Läusebefall, der durch eine sachgerechte Beizung so sicherlich nicht aufgetreten wäre. Läuse übertragen pflanzenschädigende Viren. Folge einer eingeschränkten Palette an Pflanzenschutzmitteln ist die Zunahme problematischer Resistenzen“, so Feuerborn.

„Die Europäische Kommission hat das Anwendungsverbot für die drei Neonikotinoid-Wirkstoffe vor knapp vier Jahren in einem regelrechten Hauruckverfahren beschlossen. Festgelegt wurde dabei, die Regelung nach zwei Jahren anhand neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse zu überprüfen – worauf wir immer noch warten“, kommentierte IVA-Präsident Dr. Helmut Schramm und führte aus: „Was die Folgen der Anwendungsverbote angeht, so zeigt die Studie der HFFA Research GmbH eindrücklich, dass die wirtschaftlichen Schäden für die europäische Landwirtschaft sogar höher sind als ursprünglich angenommen. Doch die Auswirkungen sind weitreichender, wie man etwa an der Zunahme der Spritzanwendungen oder dem erhöhten Wasserverbrauch sieht.“

Andreas Baer, Mitglied der Fachkommission Produktionsmanagement der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) und Leiter der Produktionsabteilung bei der Norddeutschen Pflanzenzucht (NPZ), verweist auf die von Seiten der Züchter in den vergangenen Jahren geleisteten, erheblichen Investitionen zur Optimierung des Beizprozesses. „Sollte der Rapsanbau durch die veränderten Rahmenbedingungen der Beizung ökonomisch an Wettbewerbsfähigkeit verlieren, verlieren wir nicht nur die wichtigste Futterquelle der Bienen, sondern auch ein wertvolles Fruchtfolgeglied im Ackerbau.“

Aus Sicht der UFOP und der des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA), die zu der Studienvorstellung eingeladen hatten, zeigen die Ergebnisse der Studie, dass die Entscheidung der Europäischen Kommission, den Einsatz von drei Neonikotinoiden in der EU zu beschränken, neben den wirtschaftlichen Kosten auch erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt nach sich zieht. Alles weist darauf hin, dass es für Landwirte unabdingbar ist, über mehr als eine Lösung zur Bekämpfung von Schädlingen zu verfügen, um einer Entwicklung von Resistenzen vorzubeugen.

Die Studie steht auf http://hffa-research.com kostenfrei zum Download zur Verfügung.

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UFOP-Studie: Winterrapsanbau zur Ernte 2017 bleibt auf hohem Niveau

UFOP-Studie: Winterrapsanbau zur Ernte 2017 bleibt auf hohem Niveau

Winterrapsanbaufläche zur Ernte 2017

Der Winterrapsanbau in Deutschland bleibt auch zur Ernte 2017 auf einem hohen Niveau. Im August/September 2016 wurden mit rund 1,364 Millionen Hektar sogar 2,4 Prozent mehr Winterraps als zur Ernte 2016 ausgesät. In Folge teils sehr ungünstiger Witterung mussten bis Ende Oktober aber bereits rund 13.500 Hektar Raps bundesweit umgebrochen werden. Weitere Umbrüche sind in Abhängigkeit vom Verlauf des Winters nicht auszuschließen.

Auf Basis einer aktuellen Befragung von ca. 6.500 Landwirten im September/Oktober 2016 schätzt das von der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. (UFOP) beauftragte Marktforschungsunternehmen Kleffmann Group die Aussaatfläche von Winterraps zur Ernte 2017 auf 1,364 Millionen Hektar. Im Vergleich zur Erntefläche 2016 bedeutet dies eine leichte Steigerung des Anbaus um 32.600 Hektar bzw. 2,4 Prozent. Bis zum Ende der Befragung mussten aufgrund von ungünstiger Witterung aber bereits 13.500 ha Winterraps bundesweit umgebrochen werden. Daher ist aktuell von einer Anbaufläche von rund 1,350 Millionen Hektar auszugehen.

Mecklenburg-Vorpommern ist mit einer Aussaatfläche von 235.200 Hektar für den deutschen Rapsanbau weiterhin das bedeutendste Bundesland. Im Vergleich zum letzten Jahr ist die Rapsfläche sogar noch einmal um 2,8 Prozent gestiegen (+6.300 Hektar). Weitere wichtige Anbauregionen stellen mit 171.000 ha Aussaatfläche Sachsen-Anhalt (+0,2 Prozent; +600 Hektar), mit 135.500 Hektar Brandenburg (+1,5 Prozent; + 2.000 Hektar) und mit 131.900 Hektar Sachsen (+ 1,9 Prozent; + 2.400 Hektar) dar. Insgesamt repräsentieren die östlichen Bundesländer rund 58 Prozent der in Deutschland ausgesäten Rapsfläche. Mit 129.000 Hektar folgt Niedersachsen (+6,0 Prozent; + 7.300 Hektar) im Ranking der Bundesländer. Mit 122.800 Hektar weisen Thüringen (+3,5 %; +4.100 Hektar) sowie mit 119.200 Hektar Bayern (+4,9 Prozent; + 5.600 Hektar) neben Schleswig-Holstein mit aktuell 101.000 Hektar (+6,9 Prozent; + 6.500 Hektar) ebenfalls Aussaatflächen über 100.000 Hektar auf.

Den größten prozentualen Flächengewinn verzeichnen mit 6,9 bzw. 6 Prozent Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Lediglich in Rheinland-Pfalz (-2,8 Prozent; -1.400 Hektar) und in Nordrhein-Westfalen (-1,8 Prozent; -1.100 Hektar) ist die Aussaatfläche rückläufig.

Bis Ende Oktober wurden bundesweit bereits 13.500 Hektar Winterraps umgebrochen. Die regional teilweise sehr ungünstige Witterung führte vor allem im östlichen Niedersachsen, in Sachsen-Anhalt, in Bayern und in Hessen zu für die Anbauer inakzeptablen Beständen. Abhängig von den Bedingungen im Winter sind weitere Umbrüche von bis zu insgesamt 27.900 Hektar nicht auszuschließen. Die Regionen Sachsen-Anhalt (8.300 Hektar) und Bayern (6.300 Hektar) wären hiervon erneut am stärksten betroffen.

Wie bereits in den Vorjahren hat die Fruchtfolgeplanung den mit Abstand größten Einfluss auf die Ausdehnung oder Reduzierung der Winterrapsfläche. 48 Prozent der Rapslandwirte haben die betriebliche Winterrapsfläche auf Grund entsprechender Anbauplanungen vergrößert; 56 Prozent der Rapslandwirte haben reduziert. Die Schlaggröße wirkt sich mit 25 Prozent (Ausdehnung) bzw. 21 Prozent (Reduzierung) ebenfalls deutlich auf die Anbauflächen aus. Der derzeit attraktive Erzeugerpreis war für 11 Prozent der Landwirte ein Anreiz zur Ausdehnung des Winterrapsanbaus, gefolgt von einer positiven Flächenentwicklung im Betrieb (9 Prozent). Zu Ungunsten des Winterrapsanbaus haben sich weiter eine negative Flächenentwicklung im Betrieb (6 Prozent) und die Erhöhung des Anbaus anderer Kulturen (5 Prozent) ausgewirkt.

Im Ergebnis der UFOP-Studie kann von einer stabilen Winterrapsfläche zur Ernte 2017 von aktuell rund 1,35 Millionen Hektar ausgegangen werden. Die im Vergleich zur Ernte 2016 um 2,4 Prozent (+32.600 Hektar) größere Aussaatfläche wurde im Laufe des Herbstes durch regional gehäufte Umbrüche verringert.

Seit fast zwei Jahrzehnten veröffentlicht die UFOP jeweils Mitte November eine Prognose der Winterrapsaussaatfläche. Dieser Service erlaubt sehr frühzeitig eine exakte Schätzung des Anbaus zur nächsten Ernte. Die UFOP-Studie wird von Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft anerkannt und als Grundlage für Kalkulationen und Planungen genutzt.

Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) vertritt die politischen Interessen der an der Produktion, Verarbeitung und Vermarktung heimischer Öl- und Eiweißpflanzen beteiligten Unternehmen, Verbände und Institutionen in nationalen und internationalen Gremien. Die UFOP fördert Untersuchungen zur Optimierung der landwirtschaftlichen Produktion und zur Entwicklung neuer Verwertungsmöglichkeiten in den Bereichen Food, Non-Food und Feed. Die Öffentlichkeitsarbeit der UFOP dient der Förderung des Absatzes der Endprodukte heimischer Öl- und Eiweißpflanzen.

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KTG Agrar SE pleite Anleihegläubiger bangen um ihr Geld

Das Agrarunternehmen KTG Agrar SE hat am 05.06.2016 einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens in Eigenregie beim Amtsgericht Hamburg gestellt.

KTG Agrar SE pleite  Anleihegläubiger bangen um ihr Geld

(NL/2583478808) Das Agrarunternehmen KTG Agrar SE mit Firmensitz in der Ferdinandstraße 12, 20095 Hamburg hat am 05.06.2016 nach eigenen Angaben auf der Webseite der Gesellschaft Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens in Eigenregie beim Amtsgericht Hamburg gestellt. Die KTG Agrar SE zählt zu den führenden Produzenten von ökologischen und konventionellen Marktfrüchten mit Anbauflächen von rund 45.000 Hektar.

Insolvenzantrag der KTG Agrar SE wird geprüft

Das Amtsgericht Hamburg hat zunächst einmal den Rechtsanwalt und Fachanwalt für Insolvenzrecht Stefan Denkhaus von der Kanzlei BRLBoege Rohde Luebbehuesen zum Sachverständigen zur Prüfung des Antrags bestellt.

KTG Agrar SE Aktien fallen rapide

Die Aktie der KTG Agrar SE mit der ISIN DE 000A0DN1J4 wurde kurz vor bekannt werden des Insolvenzantrags vom Handel ausgesetzt und befindet sich mittlerweile auf Ramsch-Niveau im Bereich eines Penny-Stock Papiers.

Ackerbau als Kerngeschäft: Vom Feld auf den Teller operativer Betrieb wird fortgeführt

Nach Angaben der Gesellschaft im Internet unter ktg-agrar.de soll der operative Betrieb der Gesellschaft fortgeführt werden, insbesondere die Einbringung der Ernte.

Auslöser für den Insolvenzantrag und die daraus resultierende Schieflage der Gesellschaft war die Fälligkeit von Anleihezinsen der Unternehmensanleihe KTG Biowertpapier II (ISIN DE000A1H3VN9). Diese Anleihe mit einem Volumen in Höhe von 250.000.000 Euro war mit 7,125 % p.a. Verzinst und stand am 06.06.2016 zur Zinszahlung in Höhe von 17,8 Mio. Euro an. Diese Zahlung konnte jedoch nicht erfolgen.

Welche Anleger sind vom Antrag der Insolvenz betroffen?

Ebenfalls betroffen sind Anleger der Anleihe vom Typ KTG Biowertpapier III (ISIN DE000A11QGQ1) mit einem Volumen in Höhe von 92.000.000 Euro und einem Zinsversprechen in Höhe von 7,25%. Hier sollte die nächste Zinszahlung erst am 15.10.2016 erfolgen, nachdem erstmalig im Jahr 2015 Zinsen gezahlt worden waren. Die Anleihe ist im Entry Standard für Unternehmensanleihen der Deutschen Börse Frankfurt gelistet und hatte eine Laufzeit von fünf Jahren.

Mit dem Antrag auf Insolvenz in Eigenregie geht laut FAZ das Desaster am Markt für Mittelstandsanleihen weiter. Betroffen sei nun schon der 28. Emittent aus diesem Marktsegment.

Rechtsanwalt Dr. Sven Tintemann gibt zu bedenken, dass die Anleger der Mittelstandsanleihen um ihr Geld bangen, da unklar sei, ob die Insolvenz in Eigenregie durchgeführt werden kann oder ob das normale Insolvenzverfahren droht.

Im Insolvenzverfahren müssten Gläubigerversammlungen der Anleihegläubiger stattfinden, um jeweils einen gemeinsamen Vertreter der Anleihegläubiger zu wählen. Hierbei wird darauf zu achten sein, dass der gemeinsame Vertreter der Anleihegläubiger unabhängig von Empfehlungen des Gerichts oder des Insolvenzverwalters gewählt wird, meint der Dr. Tintemann, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht.
Nicht betroffen von dem Insolvenzantrag sind die Tochtergesellschaften der KTG Agrar SE, namentlich vor allem die KTG Energie AG (ISIN DE000A0HNG53) und deren Anleihe mit der ISIN DE000A1ML257.

KTG Agrar SE-Anleger suchen Hilfe Was tun?

Anlegern wird empfohlen, sich zunächst an eine Kanzlei mit Erfahrung im Bereich des Bank- und Kapitalmarktrechts zu wenden. Hier wird zu prüfen sein, ob und in welcher Form die Ansprüche der Anleger, insbesondere der Anleihegläubiger, im Insolvenzverfahren geltend gemacht werden.

Die Rechtsanwälte der Kanzlei AdvoAdvice Rechtsanwälte mbB haben große Erfahrung im Umgang mit Anlegergemeinschaften. Rechtsanwalt Dr. Tintemann vertrat mehr als 1.000 Anleger in Sachen SAM Management Group AG. Zudem führte er mehrere große Anlegergemeinschaften in Sachen Rothmann & Cie Fonds, RWI RealWert Invest, Thormann Capital sowie Takestor AG. Rechtsanwalt Klevenhagen führte zahlreiche Prozesse in Sachen Schrottimmobilien u.a. gegen die Gruetzi Gruppe und andere Vermittlungsunternehmen in Berlin und andernorts.

Bei Interesse an unserer Anlegergemeinschaft füllen Sie bitte unseren Fragebogen aus, welchen wir für Sie zum Download bereithalten.

Für weitere Informationen und eine Ersteinschätzung stehen wir unter 030-921 000 40 oder info@advoadvice.de gerne zur Verfügung. Die Kanzlei AdvoAdvice wird die Anlegergemeinschaft KTG Agrar SE über die Entwicklungen auf dem Laufenden halten und gemeinsam einen Fragenkatalog erarbeiten, um auf ungeklärte Fragen qualifiziert und fundiert zu antworten.

Ob sich die Kanzlei AdvoAdvice Rechtsanwälte mbB auch um eine Tätigkeit als gemeinsamer Vertreter der Anleihegläubiger bewerben wird, wird rechtzeitig bekannt geben.

Diese Pressemitteilung wurde im Auftrag übermittelt. Für den Inhalt ist allein das berichtende Unternehmen verantwortlich.

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UFOP mit neu aufgelegten Praxisinformationen zu heimischen Körnerleguminosen

UFOP mit neu aufgelegten Praxisinformationen zu heimischen Körnerleguminosen

Berlin, den 13. Juni 2016 – Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) stellt anlässlich der DLG-Feldtage drei neu aufgelegte und aktualisierte Praxisinformationen zu Ackerbohnen, Futtererbsen und Blauen Süßlupinen vor.

In der neuen UFOP-Praxisinformation „Anbauratgeber Ackerbohnen“ werden Standortansprüche, Fruchtfolgestellung und Produktionstechnik von Sommerackerbohnen vorgestellt sowie Hinweise zur Sortenwahl gegeben. Bei angepasster Sortenwahl und bei guter und sorgfältiger Anbautechnik bringen Ackerbohnen hohe Erträge. Auf schweren Böden mit sicherer Wasserversorgung werden von Betrieben in Norddeutschland mittlerweile mehrjährige Durchschnittserträge von über 60 Dezitonnen je Hektar mit einer Spannweite von 50 bis 80 Dezitonnen je Hektar erreicht. Damit empfiehlt sich die Ackerbohne als attraktive Blattfrucht zur Auflockerung getreidereicher Fruchtfolgen.

Aktualisiert aufgelegt worden sind die UFOP-Praxisinformationen „Anbauratgeber Körnerfuttererbse“ und „Anbauratgeber Blaue Süßlupine“. Beide Broschüren informieren über die Standorteignung, die Sortenwahl und die Anbautechnik der beiden weiteren heimischen Leguminosenarten.

Die Sommerkörnerfuttererbse bringt höchste Erträge bis 55 Dezitonnen je Hektar auf humosen, tiefgründigen Lehmböden mit neutralem pH-Wert von 6 bis 7. Sie ist aber auch auf lehmigen Sanden und flachgründigen Verwitterungsböden anbauwürdig, wenn die Wasserversorgung durch Niederschläge ausreicht. Die Blaue Süßlupine ist mit Kornerträgen bis zu 40 Dezitonnen je Hektar bei entsprechender Anbautechnologie und Sortenwahl auf typischen Roggenstandorten ein attraktives und lohnendes Fruchtfolgeglied.

Die UFOP-Praxisinformationen stehen unter www.ufop.de als kostenloser Download zur Verfügung.

Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) vertritt die politischen Interessen der an der Produktion, Verarbeitung und Vermarktung heimischer Öl- und Eiweißpflanzen beteiligten Unternehmen, Verbände und Institutionen in nationalen und internationalen Gremien. Die UFOP fördert Untersuchungen zur Optimierung der landwirtschaftlichen Produktion und zur Entwicklung neuer Verwertungsmöglichkeiten in den Bereichen Food, Non-Food und Feed. Die Öffentlichkeitsarbeit der UFOP dient der Förderung des Absatzes der Endprodukte heimischer Öl- und Eiweißpflanzen.

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UFOP-Studie: Winterrapsanbau zur Ernte 2016 steigt auf 1,34 Millionen Hektar

Aufwärtstrend der Winterraps-Anbaufläche im Vergleich zum Vorjahr bestätigt die tragende Rolle von Raps als wichtigste Blattfrucht im deutschen Ackerbau

UFOP-Studie: Winterrapsanbau zur Ernte 2016 steigt auf 1,34 Millionen Hektar

Auf Basis einer aktuellen Befragung von 4.805 Landwirten im September/ Oktober 2015 schätzt das von der UFOP beauftragte Marktforschungsunternehmen Produkt+Markt die Winterrapsanbaufläche zur Ernte 2016 auf 1,339 Millionen Hektar. Im Vergleich zur Erntefläche 2015 bedeutet dies einen leichten Anstieg des Anbaus um bundesweit 4,3 Prozent (55.435 Hektar). Die Anzahl der rapsanbauenden Betriebe zur Ernte 2016 nimmt um 0,5 Prozent zu.

Nach einem Rückgang der Anbaufläche zur Ernte 2015 bleibt der Anbauumfang zur Ernte 2016 in den einzelnen Bundesländern entweder auf dem Vorjahresniveau oder übertrifft dieses leicht.

Hauptgrund für den Anstieg des Anbaus war die langfristige Fruchtfolgeplanung (49 Prozent). Darüber hinaus waren eine geringfügige Erweiterung der Rapsanbaufläche (15 Prozent) und eine kurzfristige Fruchtfolgeplanung (13 Prozent) wichtige Gründe für eine Vergrößerung der Rapsanbaufläche. Argumente wie Betriebsvergrößerung (5 Prozent) und Preise (3 Prozent) spielten ähnlich wie die Aussaat- und Aufwuchsbedingungen sowie der geringere Anbau anderer Kulturen (je 3 Prozent) nur eine untergeordnete Rolle.

Für eine Verkleinerung der Fläche war ebenfalls allen voran die langfristige Fruchtfolgeplanung (43 Prozent) verantwortlich, gefolgt von einer kurzfristigen Fruchtfolgeplanung (12 Prozent) sowie einer geringfügigen Reduzierung der Anbaufläche (8 Prozent). Betriebsverkleinerungen (6 Prozent) und Anpassung an die Fläche (5 Prozent) spielten auch hier eine untergeordnete Rolle.

Der stärkste Flächenanstieg wird für Schleswig-Holstein (+ 13,1 Prozent bzw. + 12.033 Hektar), Brandenburg (+ 11,3 Prozent / + 14.702 Hektar) und Hessen (+ 10,9 Prozent / + 6.095 Hektar) prognostiziert. Ebenfalls überdurchschnittliche Anbauzunahmen weisen Rheinland-Pfalz mit + 7,3 Prozent (+ 3.468 Hektar), Bayern mit + 6,3 Prozent (+ 6.599 Hektar) und Thüringen mit + 5,4 Prozent (+ 6.037 Hektar) auf. Leichte Anbauzunahmen werden aus Sachsen-Anhalt mit + 3,5 Prozent (+ 5.766 Hektar) und Nordrhein-Westfalen mit + 1,2 Prozent (+ 681 Hektar) gemeldet.

Weitestgehend gleich geblieben ist der Anbau in Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Baden-Württemberg.

Wie auch in den beiden Vorjahren liegt Mecklenburg-Vorpommern beim Ranking der Bundesländer nach Anbauflächen mit etwa 231.000 Hektar an erster Stelle, gefolgt von Sachsen-Anhalt mit rund 170.000 Hektar. Es folgen die Länder Brandenburg (ca. 145.000 Hektar), Sachsen (ca. 127.000 Hektar), Niedersachsen (mit ca. 121.000 Hektar wieder auf Platz 5), Thüringen (ca. 118.000 Hektar), Bayern (ca. 111.000 Hektar) und Schleswig-Holstein (ca. 104.000 Hektar). Die Bundesländer Hessen, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz/Saarland liegen jeweils unter 100.000 Hektar.

2 Prozent der Betriebe haben bereits Rapsflächen umbrechen müssen (durchschnittlich 5 Hektar). Dies ist die Hälfte des Vorjahresniveaus. Noch 3 Prozent der Betriebe erwarten, weitere Flächen umbrechen zu müssen. Auch dieser Wert liegt leicht unter dem Vorjahr.

Bereits seit mehr als 15 Jahren präsentiert die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. (UFOP) jeweils Mitte November eine Prognose der Winterrapsaussaat. Dieser Service der UFOP erlaubt frühzeitig eine sehr exakte Schätzung der Anbaufläche des folgenden Erntejahres sowohl auf Bundesebene als auch für die einzelnen Bundesländer. Die UFOP-Rapsflächenstudie ist von allen Marktpartnern der Agrar- und Ernährungswirtschaft anerkannt und wird für Markteinschätzungen, Kalkulationen und als Grundlage für Planungen genutzt.

Die grafische Darstellung der Ergebnisse steht auf www.ufop.de zur Verfügung.

Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) vertritt die politischen Interessen der an der Produktion, Verarbeitung und Vermarktung heimischer Öl- und Eiweißpflanzen beteiligten Unternehmen, Verbände und Institutionen in nationalen und internationalen Gremien. Die UFOP fördert Untersuchungen zur Optimierung der landwirtschaftlichen Produktion und zur Entwicklung neuer Verwertungsmöglichkeiten in den Bereichen Food, Non-Food und Feed. Die Öffentlichkeitsarbeit der UFOP dient der Förderung des Absatzes der Endprodukte heimischer Öl- und Eiweißpflanzen.

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Rote Früchte sind der Renner

Erfolgreiche Spargel- und Beerensaison: Erdbeer-Absatz in Ostbayern um 41 Prozent auf 1.200 Tonnen gestiegen/1.400 Tonnen Bruttoertrag Spargel unverändert/Innovatives Obstbau-Projekt: Brombeeren wachsen im Folientunnel termingenau und wetterunabhäng

Rote Früchte sind der Renner

Herr der Himbeeren: Auf 62 Hektar produziert der Dr. Karl Baumann die leckeren roten Früchte

Geiselhöring – Die Spargel + Beeren Baumann GmbH (Geiselhöring/Lkr. Straubing-Bogen) ist mit der Ernte 2014 mehr als zufrieden. Der Absatz von Erdbeeren aus dem Erdbeerland Baumann im Städtedreieck zwischen Regensburg, Landshut und Passau stieg im Vergleich zum Vorjahr um 41 Prozent von 850 Tonnen auf 1.200 Tonnen. Die Spargel-Produktion blieb mit 1.400 Tonnen Bruttoertrag unverändert gegenüber dem Vorjahr. Neuerdings setzt das landwirtschaftliche Unternehmen auf eine gärtnerische Nischenkultur: Brombeeren werden in einem innovativen Obstbau-Projekt in Folientunneln angebaut. „Wir können termingenau und wetterunabhängig Brombeeren in bester Qualität liefern“, sagt der geschäftsführende Gesellschafter Dr. Karl Baumann (52). Mit rund 80 Mitarbeitern, 360 Saisonkräften als Erntehelfer und 400 selbstständigen Landarbeitern bewirtschaftet das Agrarunternehmen Baumann etwa 1.000 Hektar landwirtschaftliche Fläche mit Schwerpunkt Labertal/Gäuboden.
Besonders starkes Wachstum weist Dr. Karl Baumann zufolge der Sektor Erdbeeren auf: 175 Hektar werden als Marktpflücke zur Belieferung des Lebensmitteleinzelhandels bewirtschaftet. Auf 70 Hektar Fläche mit 26 Selbstpflück-Plantagen durchzieht das Erdbeerland Baumann ganz Ostbayern von Regensburg über das Rottal bis hin zu den Hochlagen des Bayerischen Waldes.
„Pflücken ohne Bücken“
Großer Renner der Saison waren Erdbeerfelder auf Dämmen, die doppelreihig mit 50 Zentimeter hohen Stauden bepflanzt waren. Das Motto „Pflücken ohne Bücken“ kam bei den Kunden sehr gut an. Von Anfang Mai bis August wurden in dieser Saison rund 1.200 Tonnen der roten Frucht auf den Feldern des Agrarunternehmens geerntet.

Das starke Wachstum basiert auf einer Expansionsstrategie: Im letzten Jahr hat das Agrarunternehmen Baumann 80 Hektar Erdbeerfelder des Obstbaubetriebes Gögl in Ganacker (Lkr. Dingolfing-Landau) übernommen. Seit 2002 gehören etwa 35 Hektar von Erdbeeren Krinner aus Straßkirchen (Lkr. Straubing-Bogen) zum „Erdbeerland Baumann“.
König des Gemüses stabil
Stabil im Absatz bleibt der König des Gemüses: Auf rund 230 Hektar, davon 6 Hektar Grünspargel, haben rund 250 Erntehelfer 1.400 Tonnen Spargel geerntet. Aus dem Bruttoertrag ergeben sich rund 1.000 Tonnen marktfähiges Stangengemüse. Die Erträge sind gegenüber dem Vorjahr stabil geblieben. Witterungsbedingt seien sogar 20 Prozent Mehrertrag möglich gewesen. „Wir mussten wegen der Hochwasser- und Hagelschäden im Sommer 2013 viele Anlagen schonen“, erläutert Dr. Karl Baumann.
Rund 250 Saisonkräfte ernten in der Zeit von Anfang März bis Ende Juni. 20 Hektar Spargel wachsen auf Feldern mit Bodenheizung. „Mit der Spitzenqualität des Gäuboden-Spargels gehören wir zu den Marktführern in Bayern“, bekennt Dr. Karl Baumann nicht ohne Stolz. Zu den Stärken gehören „absolute Feldfrische“, „unverwechselbarer Charakter“, zarter, hervorragender und milder Geschmack“ sowie besonders ausgewählte Top-Sortierung. Kein Wunder, dass der Gäuboden-Spargel auch im Ausland begehrt ist: Rund 25 Prozent der Produktion gehen nach Italien, Österreich und in die Schweiz.
Neues Highlight Brombeeren
Auf eine gärtnerische Nischenkultur setzt der landwirtschaftliche Unternehmer mit der Brombeere. Mit 123 Hektar bundesweit spielt sie eine untergeordnete Rolle. Die Nachfrage am Markt und die gute Vermarktbarkeit hat Dr. Karl Baumann bereits 2009 erkannt und auf seinem Betrieb Freilandware kultiviert. Im März 2014 hat er ein neues innovatives Obstbau-Projekt gestartet. Nach monatelanger intensiver Planungsphase begann der Aufbau von 21 Folientunneln, etwa 100 Meter lange und neun Meter breite Gewächshäuser. In sieben Tunneln gedeihen Brombeeren der schottischen Züchtung „Loch Ness“. Durch Investitionen in Höhe von etwa 300.000 Euro in Folienhochtunnelanlagen sei es möglich, den Markt termingenau und wetterunabhängig mit Brombeeren bester Qualität zu beliefern, wie es der Verbraucher wünscht.

„Ab dem Ausstellen der Pflanzentöpfe bis zur Ernte vergehen etwa 120 Tage“, beschreibt der innovative Landwirt den gut planbaren Erntezeitpunkt. Die Projektleitung lag in den Händen des angehenden Gärtnermeisters Volker Feiser, der bereits auf seinem elterlichen Betrieb in der Nähe von Köln erste Erfahrungen mit den Tunnel-Kulturen gemacht hatte. Als Betriebsleiter erfüllte sich Feiser einen gärtnerischen Traum. Brombeeren aus der Pflanzenfamilie der Rosengewächse werden bereits seit der Antike hohe Heilkräfte nachgesagt. Besonders ein hoher Gehalt an Vitaminen und ein großer Anteil an Antioxidantien zeichnet sie aus. In den verbleibenden 14 Tunneln werden Sommer-Himbeeren kultiviert. Die Folientunnel sind mit hochmoderner Bewässerungs- und Düngungstechnik ausgestattet.
Himbeeren & Co.
Auf 62 Hektar erntet die Spargel + Beeren Baumann GmbH Himbeeren in verschiedenen Kultursystemen von Ende Juni bis Ende Oktober. Kulturheidelbeeren, Stachelbeeren und Johannisbeeren runden das Sortiment ab. Im konventionellen Ackerbau baut die Unternehmensgruppe Zuckerrüben, Weizen, Triticale, Mais und Zuckerhirse an.

Bildtext:
Herr der Himbeeren: Auf 62 Hektar produziert der landwirtschaftliche Unternehmer Dr. Karl Baumann (Spargel + Beeren Baumann GmbH) die leckeren roten Früchte. (Foto: Josef König für S+B/honorarfrei)

Über das Agrarunternehmen Baumann, Geiselhöring
Im ökonomischen Vordergrund des Agrarunternehmens Baumann stehen die Unternehmen Dr. Karl Baumann Landwirtschaft und die 2006 gegründete Vermarktungsgesellschaft Spargel + Beeren Baumann GmbH. Mit rund 80 Mitarbeitern, 360 Saisonkräften als Erntehelfer und 400 selbstständigen Landarbeitern bewirtschaftet das Agrarunternehmen Baumann etwa 1.000 Hektar landwirtschaftliche Fläche, davon 970 ha gepachtet, mit Schwerpunkt Labertal/Gäuboden. An der Spitze steht der unternehmerische Landwirt Dr. Dipl.-Ing. agrar. Karl Baumann (52).

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