Tag Archives: Adoption

Pressemitteilungen

Stiefkindadoption auch für nicht verheiratete Paare!

Das Bundesverfassungsgericht hat in einer Entscheidung aus März 2019 (BVerfG, Beschluss vom 26.03.2019, 1 BvR 673/17) die Rechte von nicht verheirateten Paaren weiter gestärkt. Paare ohne Trauschein sollen in die Lage versetzt werden, eine Stiefkindadoption durchzuführen mit dem Ergebnis, dass das Kind hiernach ein gemeinschaftliches Kind ist.

Bislang war die Adoption des Kindes des Partners zum Zwecke der Herstellung einer gemeinsamen Familie ausschließlich Ehepaaren und eingetragenen Lebenspartner/innen (LPartG) vorbehalten.

1. Kurz zur Ausgangslage und zu den Begrifflichkeiten:

Eine Volladoption eines minderjährigen Kindes führt dazu, dass die annehmende Adoptivmutter und/oder der annehmende Adoptivvater Eltern des Kindes werden mit der Folge, dass die Elternschaft der abgebenden leiblichen Eltern mit allen Konsequenzen erlischt.

Eine Stiefkindadoption eines minderjährigen Kindes führt dazu, dass das Kind die annehmende Stiefmutter oder den annehmenden Stiefvater als Elternteil hinzu erhält und gleichzeitig die Elternschaft des leiblichen Elternteils bestehen bleibt.

Nach derzeitiger Rechtslage kann die Adoption eines Stiefkindes, die zur gemeinsamen Elternschaft der Erwachsenen führt, nur in den Familien stattfinden, in denen der Stiefelternteil mit dem rechtlichen (in der Regel leiblichen) Elternteil verheiratet oder nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz (LPartG) verpartnert ist.

Beispiele:

– Der leibliche Kindesvater ist verwitwet und heiratet erneut; die zweite Ehefrau adoptiert das Kind ihres Ehemannes. Beide sind danach Eltern des Kindes; der Vater leiblicher Elternteil und die zweite Ehefrau Adoptivmutter.
– Die leibliche ledige Kindesmutter lernt eine Frau oder einen Mann kennen und heiratet diese/n, wonach der Ehegatte das Kind stiefadoptiert. Beide sind danach Eltern.
– Zwei Frauen planen und bekommen ein Kind gemeinsam, müssen aber heiraten, bevor eine Stiefkindadoption stattfinden kann.

Adoptierte bislang ein nicht mit dem leiblichen Elternteil verheirateter Lebensgefährte dessen minderjähriges Kind, verlor das Kind die Verwandtschaft, das Erbrecht und jeglichen Unterhaltsanspruch gegenüber dem leiblichen Elternteil. Es handelte sich dann um eine Volladoption eines minderjährigen Kindes, bei dem zwingend das Verwandtschaftsverhältnis zu den bisherigen Eltern gekappt wird, auch wenn diese mit dem Kind zusammenleben. Das ist regelmäßig nicht im Interesse der Beteiligten.

Wegen dieser drastischen Folgen gibt es in der Praxis der Gerichte so gut wie keine Fälle, in denen ein nicht verheirateter Lebensgefährte das minderjährige Kind des anderen Lebensgefährten oder der Lebensgefährtin adoptiert hätte.

Lediglich die Stiefkindadoption als Rechtsinstitut führt dazu, dass die verwandtschaftliche Bindung zu dem leiblichen Elternteil erhalten bleibt und eine neue verwandtschaftliche Bindung zu dem neuen Adoptivelternteil hinzukommt. Nur durch die Stiefkindadoption kann ein minderjähriges Kind den bisherigen Elternteil behalten und einen neuen zweiten Elternteil dazugekommen.

Die familienrechtlichen Vorschriften gingen bislang davon aus, dass lediglich eine Heirat oder eine eingetragene Lebenspartnerschaft (LPartG) ein Indiz für eine tragende und gefestigte Bindung zwischen den erwachsenen Beteiligten ist und machten diese zur Voraussetzung der Stiefkindadoption. Lediglich auf Grundlage dieser stabilen ehelichen Verbindung sollte ein Kind adoptiert und hiernach mit beiden Eltern verwandt sein.

2. Die künftige neue Rechtslage:

Das Bundesverfassungsgericht sieht hierin eine Benachteiligung von Kindern in nichtehelichen Familien und hat dem Gesetzgeber aufgegeben bis März 2020 die familienrechtlichen Vorschriften entsprechend zu ändern.

Die obersten Verfassungsrichter gehen davon aus, dass die bisherigen adoptionsrechtlichen Regelungen zur Stiefkindadoption unter zwingender Voraussetzung einer Heirat mit dem leiblichen Elternteil nicht mehr zeitgemäß sind. Die Richter befürworten die bestehenden familienrechtlichen Regelungen zwar insoweit, dass bei Stiefkindadoptionen minderjähriger Kinder ein strenger Prüfungsmaßstab anzuwenden ist, soweit geprüft wird, dass das Kind in eine intakte Elternbeziehung adoptiert wird.

Die intakte Elternbeziehung dient dem Kindeswohl; das Kind soll nicht kurz nach der Stiefkindadoption mit einer (möglicherweise vorhersehbaren) Trennung der Eltern konfrontiert werden. Denn Adoptivkinder sollen genauso wie leibliche Kinder in günstigen familiären Bedingungen aufwachsen, hierfür ist eine stabile Paarbeziehung der Erwachsenen die Grundlage.

Das Bundesverfassungsgericht geht jedoch insoweit mit der Zeit und den neuen gesellschaftlichen Gegebenheiten, als dass es anerkennt, dass immer mehr Paare in nichtehelicher Gemeinschaft zusammenleben (Stichwort Patchworkfamilien) und eine Eheschließung nicht beabsichtigen. Diese Entscheidung der Eltern soll nicht zum Nachteil des Kindes gereichen. Denn letztendlich kümmert sich der nicht leibliche Elternteil in stabilen „wilden Ehen“ genauso um das Kind wie in einer Ehe mit Trauschein Auch in langjährigen nichtehelichen Beziehungen hat das Kind einen Anspruch darauf, rechtlich durch eine Adoption mit dem Stiefelternteil verbunden zu werden und rechtlich verbindlich Sorge und Unterhalt einzufordern. Oft lernen sich die Erwachsenen kennen, wenn das Kind noch sehr klein ist und es entsteht eine stabile Familie, nur eben ohne Hochzeit.

Das Gericht führt aus, dass die Ehe in der Elternbeziehung ein wichtiger traditioneller Stabilitätsindikator ist, aber eben nicht der einzige Stabilitätsindikator. Stabilität kann durchaus auch durch eine langfristige häusliche, wirtschaftliche, sorgende Bindung ohne Ehe begründet werden.

3. Was bedeutet das speziell für nicht verheiratete Frauenpaare und Männerpaare?

Es ist davon auszugehen, dass der Gesetzgeber in den nächsten Monaten eine Änderung der familienrechtlichen Adoptionsvorschriften dahingehend vornimmt, dass die Stiefkindadoption auch in nicht verheirateten Familien möglich sein wird. Mit „Familie“ sind heterosexuelle und homosexuelle Patchworkfamilien gemeint. Hier werden auch homosexuelle Paare zu integrieren sein, also lesbische Frauen und schwule Männer, die ein Kind mit in die neue Beziehung gebracht haben.

Dieser Umstand ist besonders für lesbische Frauenpaare interessant, die zwar ein gemeinsames Kind miteinander planen, aber nicht zwingend einander heiraten wollen. Wenn der Gesetzgeber die Vorgabe des Bundesverfassungsgerichts umsetzt, ist davon auszugehen, dass auch in einer stabilen Beziehung zweier nicht verheirateter Frauen eine Stiefkindadoption möglich sein wird. Dann sind beide Frauen Elternteil des Kindes mit vermutlich (!) allen Rechten und Pflichten. Die rechtlichen Bindungen einer Ehe müssen sie nicht mehr eingehen.

Da der Gesetzgeber die Vorgabe der Verfassungsrichter allerdings noch nicht in einem Gesetzesentwurf umgesetzt hat, sind die letztendlichen Voraussetzungen für die neue Form der Stiefkindadoption noch nicht bekannt. In jedem Fall ist klar, dass der Gesetzgeber im Interesse des Kindeswohls die Voraussetzung der sog. Kindeswohlprüfung für die Stiefkindadoption eines Kindes in eine stabile Elternbeziehung an sich nicht lockern wird.

Auch nicht verheiratete Paare werden im Rahmen eines gerichtlichen Adoptionsverfahrens nachweisen müssen, dass ihre Beziehung gefestigt und tragfähig ist und nicht damit zu rechnen ist, dass sie sich in Kürze wieder trennen.

Der letztendliche Gesetzesentwurf bleibt abzuwarten. Gleichgeschlechtliche Paare, die bisher mangels Interesse an einer Eheschließung vor der Stiefkindadoption zurückgeschreckt sind, können dieses Vorhaben allerdings schon einmal im Auge behalten und sich Anfang 2020 hierzu rechtlich beraten lassen.

Haben Sie weitere Fragen zum Thema Stiefkindadoption? Dann rufen Sie uns an unter 0221 27 78 27 53 oder schreiben Sie uns eine Mail an info@kanzlei-huckert.de.

Quelle: https://www.kanzlei-huckert.de/stiefkindadoption/

Rechtsanwältin Simone Huckert
Gürzenichstr. 19
50667 Köln

Tel: 0221 27 78 27 53
Fax: 0221 27 78 01 65

Mail: info@kanzlei-huckert.de
Web: https://www.kanzlei-huckert.de/
Kontaktdaten und Standort: https://jm1.eu/anwaeltinhuckertmaps

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
09:00 bis 18.00

Der Wunsch nach einem guten Fachanwalt für Familienrecht in Köln ist bei Familienstreitigkeiten und Konflikten zwischen Ehepartnern sehr groß. Unser Angebot richtet sich an jeden, der Hilfe im Bereich Familienrecht braucht.

Kontakt
Rechtsanwältin Simone Huckert
Simone Huckert
Gürzenichstr. 19
50667 Köln
0221 27 78 27 53
0221 27 78 01 65
info@kanzlei-huckert.de
https://www.kanzlei-huckert.de/

Bildquelle: © Jenny Sturm / fotolila.com

Pressemitteilungen

Adoption ist eine Form, Familie zu werden und zu leben

100 Jahre Adoptionsvermittlung: Frauen, die ihr Kind zur Adoption frei geben, sind keine Rabenmütter

Stuttgart, 28. August – War es richtig, mein Kind zur Adoption frei zu geben? Hätte ich es doch schaffen können, das Kind alleine groß zu ziehen – solche Fragen bewegen die meisten Mütter, die ihr Kind nach der Geburt zur Adoption frei gegeben haben. Meist müssen sie alleine mit ihrer Entscheidung zurechtkommen. Damit eine Adoption jedoch für das Kind, die leibliche Mutter und die Adoptivfamilie gut geht, beraten und begleiten die Caritas-Mitarbeiterinnen Elisabeth Renz und Sigrid Zwergal alle an der Adoption Beteiligten. Sie sind die Gesichter der Adoptionsberatung und -vermittlung der Caritas Rottenburg-Stuttgart, die in diesem Jahr 100 Jahre alt wird.

Auch Paare, die ein Kind adoptieren wollen, schätzen die umfassende Beratung und Begleitung. So Heike und Michael Baier (alle Namen geändert). Sie sind Anfang 2017 Eltern geworden und nennen es „Glück“, nun eine Tochter zu haben. Achtmal hatten sie versucht, über eine künstliche Befruchtung ein Kind zu bekommen. Sie zogen eine Adoption in Erwägung, wurden beim örtlich zuständigen Jugendamt aufgrund ihres Alters aber nicht als Bewerber aufgenommen. Bei der Adoptionsvermittlungsstelle der Caritas Rottenburg-Stuttgart fühlten sie sich schließlich angenommen. „Hier wurde uns unsere Hoffnung auf ein Kind nicht genommen“, so Heike Baier.

In den vergangenen 100 Jahren haben sich vor allem die Voraussetzungen verändert, warum ein Kind adoptiert wird. Als 1918 die Adoptionsstelle in der Diözese Rottenburg-Stuttgart geschaffen wurde, standen fast sechs Jahrzehnte lang die Wünsche der Adoptivfamilien im Mittelpunkt. Vielfach wurden für kinderlose Erwachsene Kinder gesucht. Sie nahmen beispielsweise Kinder auf, die durch die Weltkriege zu Waisen geworden und wirtschaftlich nicht versorgt waren. Auch für Mütter, die ein nichteheliches Kind zur Welt brachten, war die Adoption häufig der letzte Ausweg. Für sie war es oft unmöglich, ihr Kind alleine groß zu ziehen und zu versorgen. Die Kinder galten als „Schandfleck“. „Mütter und Kinder wurden sozial geächtet und hatten keinerlei materielle Absicherung“, so Renz.

1977 kam mit es zu einem gravierenden Paradigmenwechsel: Das „Wohl des Kindes“ wurde als oberste Leitlinie jeder Adoption gesetzlich verankert. Heute werden Eltern für Kinder gesucht und nicht umgekehrt. Ziel ist, dass das Kind in der Adoptivfamilie Geborgenheit und Zuwendung erhält und sich in seiner Persönlichkeit stabil entwickeln kann. Aus Sicht der Caritas Rottenburg-Stuttgart kann eine Adoption auch für leibliche Eltern die Möglichkeit und Chance bieten, ihr Kind in einer Familie emotional, sozial und rechtlich zu beheimaten.

„Frauen, die ihr Kind zur Adoption frei geben, werden aber auch heute noch häufig als Rabenmütter angesehen. Da hat sich in den letzten 100 Jahren gesellschaftlich noch zu wenig getan“, so Renz. Deshalb verheimlichten viele Frauen auch heutzutage die Adoption in ihrem Umfeld. „Wir Adoptionsberaterinnen sind oft die einzigen Menschen, denen sie sich anvertrauen und mit denen sie offen über die Adoption reden können.“ Zwergal und Renz sehen vor allem auch die Chancen, die eine Adoption bietet: Als eine neue Form, Familie zu werden. „Bei der Vielfalt an Familienformen ist es eine Möglichkeit, gemeinsame Lebenswege zu gehen.“

Für die Caritas-Adoptionsvermittlungsstelle steht die Beratung und Begleitung aller betroffener Personen im Vordergrund. Entsprechend finden schwangere Mütter hier auch emotionale und stärkende Unterstützung bei ihrer Entscheidungsfindung. „Wir schauen, ob die Adoption der richtige Weg ist oder ob es für die Mutter auch eine gute Möglichkeit gibt, mit dem Kind zu leben“, so Zwergal. Der Blick liegt auf dem Wohl des Kindes: Wo findet es seinen richtigen Platz. Es soll sich angenommen und sicher fühlen. Kommt es zur Adoption, bleiben die Beraterinnen mit allen Beteiligten auch nach der Adoption im Dialog – mit den adoptierten Kindern, leiblichen Eltern und den Adoptiveltern. „Durch unsere Begleitung versuchen wir Rahmenbedingungen zu schaffen, die ein Gelingen der Adoption für alle Beteiligten unterstützt“, so Zwergal.

Lesen Sie, welchen Weg Heike und Michael Baier gegangen sind, um ihre Tochter Lea zu adoptieren: https://www.caritas-rottenburg-stuttgart.de/hilfe-finden/hilfefelder/adoptionsvermittlung/aktuelles

Weitere Informationen unter https://www.caritas-rottenburg-stuttgart.de/hilfe-finden/hilfefelder/adoptionsvermittlung/

Für weitere Fragen stehen Ihnen Elisabeth Renz und Sigrid Zwergal zur Verfügung. Sie sind auch Ansprechpartnerinnen, sollten Sie Interesse am Kontakt mit Adoptierten, Adoptiveltern oder leibliche Eltern haben.

Die Adoptionsberatungs- und vermittlungsstelle der Caritas ist eine nach dem Adoptionsvermittlungsgesetz anerkannte Vermittlungsstelle und für den gesamten Bereich der Diözese Rottenburg-Stuttgart zuständig. Mit einem Umfang von 1,25 Stellen beraten zwei Beraterinnen Mütter, Väter und Paare, die sich aus einer schwierigen Lebenssituation heraus mit dem Gedanken auseinandersetzen, ein Kind zur Adoption frei zu geben. Sie informieren umfassend über alternative Hilfsangebote der Jugendhilfe. Außerdem beraten sie Paare, die ein Kind adoptieren möchten. Adoptierte begleiten sie bei der Auseinandersetzung mit ihrer spezifischen Lebensgeschichte und bei der Suche nach ihrer Herkunftsfamilie. Die Anzahl der beratenen Personen schwankte in den vergangenen fünf Jahren zwischen 120 und 150 pro Jahr. 27 Kinder wurden in diesem Zeitraum in eine Adoptionsfamilie vermittelt.

Der Caritasverband Rottenburg-Stuttgart e.V. ist der Wohlfahrtsverband der katholischen Kirche in der Diözese Rottenburg-Stuttgart und feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen. Als Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege in Baden-Württemberg engagiert er sich politisch für die Interessen von armen, benachteiligten und hilfebedürftigen Menschen und tritt gegen deren Ausgrenzung ein. Regional und landesweit vertritt er die Interessen von 1.740 katholischen Einrichtungen und Diensten in wichtigen Fragen pflegerischer und sozialer Arbeit. Insgesamt arbeiten unter seinem Dach 33.000 hauptamtliche und genauso viele ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In neun Caritasregionen bietet der Caritasverband soziale Dienstleistungen für Kinder, Jugendliche und Familien, alte und pflegebedürftige Menschen, Menschen mit Behinderung, Arbeitslose, Wohnungslose, Menschen mit Fluchterfahrung oder mit einer Suchterkrankung an.

Kontakt
Diözesancaritasverband Rottenburg-Stuttgart
Eva-Maria Bolay
Strombergstraße 11
70188 Stuttgart
0711/2633-1288
bolay@caritas-dicvrs.de
http://www.caritas-rottenburg-stuttgart.de

Pressemitteilungen

„Ehe für alle“ und Kinderwunsch

ARAG Experten erklären, was Sie jetzt wissen sollten

"Ehe für alle" und Kinderwunsch

Am 1. Oktober 2017 wurden genau sieben Wörter im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) ergänzt: Aus „Die Ehe wird auf Lebenszeit geschlossen.“ wurde der Satz „Die Ehe wird von zwei Personen verschiedenen oder gleichen Geschlechts auf Lebenszeit geschlossen.“ Gleichgeschlechtlichen Partnern stehen seither alle Türen zu einer rechtmäßigen Verbindung fürs Leben offen. Was das für gleichgeschlechtliche Paare mit Kinderwunsch bedeutet, erläutern ARAG Experten.

Gleichgeschlechtliche Paare: Das sind Ihre Rechte bei einer Adoption
Nach Schätzungen des deutschen Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) leben in etwa neun Prozent aller gleichgeschlechtlichen Partnerschaften bereits Kinder. Ungefähr 40 Prozent dieser Kinder stammen aus früheren heterosexuellen Beziehungen oder Ehen. Sie können seit 2013 relativ einfach adoptiert werden. Auch von dem anderen Lebenspartner zuvor adoptierte Kinder durften im Rahmen der sogenannten „Sukzessivadoption“ an Kindes statt angenommen werden. Die „Ehe für alle“ ermöglicht gleichgeschlechtlichen Paaren nun erstmals die gemeinsame Adoption eines Kindes.

Samenspenden und Leihmütter
Der Wunsch bei homosexuellen Paaren nach eigenen Kindern ist hoch: Gut 36 Prozent aller kinderlosen Männer-Paare und rund 41 Prozent aller lesbischen Paare wünschen sich Nachwuchs. Während sich eine in einer homosexuellen Beziehung lebende Frau rein rechtlich der Samenspende bedienen darf, haben es homosexuelle Männer deutlich schwerer, eigene Kinder zu haben. Leihmütter sind in Deutschland nicht erlaubt.

Adoption im Ausland
Wird ein Kind im Ausland nach dortigem Recht von beiden Lebenspartnern gemeinsam adoptiert, müssen die deutschen Behörden diese Auslandsadoption anerkennen. Das entschied der Bundesgerichtshof (BGH) unter anderem im Fall eines homosexuellen Paares, das in Südafrika gelebt hatte. Beide Partner hatten dort gemeinsam ein Kind adoptiert. Nach dem Rückzug nach Deutschland wollte das zuständige Berliner Standesamt die Adoption nicht anerkennen. Zu Unrecht, so der BGH.

Kindergeldanspruch
Der Bundesfinanzhof hat entschieden, dass einem Lebenspartner ein Kindergeldanspruch auch für die in den gemeinsamen Haushalt aufgenommenen Kinder des eingetragenen Lebenspartners zusteht. Er wandte damit die für Ehegatten geltende Regelung auf Partner einer eingetragenen Lebenspartnerschaft an. Somit werden die Kinder der im Haushalt lebenden Ehegatten wie auch die der Lebenspartner zusammengezählt. Sobald beide Lebenspartner oder Ehegatten zusammen mehr als zwei Kinder haben, ist diese Regelung günstiger, als wenn jeder einzelne Ehegatte oder Lebenspartner für seine Kinder Kindergeld beantragt.

Mehr zum Thema unter:
https://www.arag.de/service/infos-und-news/rechtstipps-und-gerichtsurteile/ehe-und-familie/

Die ARAG ist das größte Familienunternehmen in der deutschen Assekuranz und versteht sich als vielseitiger Qualitätsversicherer. Neben ihrem Schwerpunkt im Rechtsschutzgeschäft bietet sie ihren Kunden in Deutschland auch attraktive, bedarfsorientierte Produkte und Services aus einer Hand in den Bereichen Komposit, Gesundheit und Vorsorge. Aktiv in insgesamt 17 Ländern – inklusive den USA und Kanada – nimmt die ARAG zudem über ihre internationalen Niederlassungen, Gesellschaften und Beteiligungen in vielen internationalen Märkten mit ihren Rechtsschutzversicherungen und Rechtsdienstleistungen eine führende Position ein. Mit über 3.900 Mitarbeitern erwirtschaftet der Konzern ein Umsatz- und Beitragsvolumen von rund 1,6 Milliarden EUR.

Firmenkontakt
ARAG SE
Brigitta Mehring
ARAG Platz 1
40472 Düsseldorf
0211-963 2560
0211-963 2025
brigitta.mehring@arag.de
http://www.ARAG.de

Pressekontakt
redaktion neunundzwanzig
Brigitta Mehring
ARAG Platz 1
40472 Düsseldorf
0211 963-2560
brigitta.mehring@arag.de
http://www.ARAG.de

Familie/Kinder Rat und Hilfe Recht/Gesetz/Anwalt

Neuer Gesetzesentwurf: Pflegekinder sollen mehr Stabilität erhalten

Ein Pflegekind befindet sich in Deutschland in einer rechtlich und sozial sehr unsicheren Situation. Die Unterbringung in eine Pflegefamilie kann nach derzeit geltendem Recht selbst dann beendet werden, wenn das Pflegekind starke Bindungen zur Pflegefamilie aufgebaut hat. Das Elternrecht der leiblichen Eltern geht hier vor. Ein neuer Gesetzesentwurf soll die Situation von Pflegekindern verbessern und ihnen eine stabile Zukunftsperspektive ermöglichen.

Stabile Verhältnisse derzeit nur befristet

Die Herausnahme eines Kindes aus seiner Familie und die Unterbringung in eine Pflegefamilie ist zurecht das letzte Mittel zur Sicherung des Kindeswohls. Immerhin stellt diese Maßnahme einen erheblichen Eingriff in das Elternrecht der leiblichen Eltern dar. Deshalb findet die Unterbringung derzeit in den meisten Fällen auch nur befristet statt.

Wenn sich die Verhältnisse in der Herkunftsfamilie gebessert haben und eine Gefährdung des Kindeswohls ausgeschlossen werden kann, wird das Pflegekind in die Herkunftsfamilie zurückgeführt. So verständlich die Erwägungen hinter dieser Praxis auch sein mögen, so hoch ist die daraus resultierende Belastung für das Pflegekind. Dieses verliert nicht nur einmal in seinem Leben seine Familie, sondern zweimal.

Denn ein Pflegekind wird häufig enge Beziehungen zu seiner Pflegefamilie aufbauen und diese als neue Familie betrachten. Für das Pflegekind ist die Rückführung deshalb häufig ein neues Drama. Die für die Entwicklung so wichtigen, stabilen sozialen Beziehungen lassen sich so nicht aufbauen.

Stärkere Beachtung des Kontinuitätsgrundsatzes

Der neue Gesetzesentwurf soll diese Situation nun verbessern. Konkret wird das Familiengericht bei seiner Entscheidung den sogenannten Kontinuitätsgrundsatz beachten müssen. Hierunter versteht man die Vorgabe, dass starke soziale Bindungen zwischen Pflegekind und Pflegefamilie, die nicht nur vorübergehend sind, bei der Entscheidung mitberücksichtigt werden müssen.

Hieraus ergibt sich jedoch noch keine Entscheidungsregel, nach der stets für den Verbleib des Pflegekindes in der Pflegefamilie entschieden werden muss. Vielmehr muss das Gericht eine umfassende Gesamtwürdigung sämtlicher Umstände des Einzelfalls vornehmen und das Elternrecht der Herkunftsfamilie einerseits sowie das Kindeswohl und den Kontinuitätsgrundsatz andererseits gegeneinander abwägen.

Schwierige Entscheidungen in der Praxis

Sorgerechtsentscheidungen gehören zu den schwierigsten Entscheidungen in der Praxis. Das Familiengericht ist hier auf die Mithilfe von Jugendamt, leiblichen Eltern, Pflegefamilie und häufig auch des Pflegekindes selbst angewiesen. Auch die auf das Familienrecht spezialisierten Anwälte, die an solchen Verfahren beteiligt sind, müssen genau prüfen, welches Vorgehen für das Kind am besten ist.

Das setzt langjährige Expertise auf dem Gebiet des Familienrechts voraus, wie sie unsere Kanzlei Ihnen bietet. Trotz aller Bemühungen, die Entscheidung alleine am Kindeswohl auszurichten, ist es in der Praxis häufig sehr schwer, die für das Kindeswohl richtige Entscheidung zu finden. Denn gerade junge Pflegekinder befinden sich noch in der sozialen Entwicklung. Selbst enge Bindungen zur Pflegefamilie können vorübergehend sein, gleiches gilt andererseits für anfängliche Probleme im Verhältnis zwischen Pflegekind und Pflegefamilie.

Mehr Stabilität für das Pflegekind

Das Ziel des Gesetzesentwurfes ist es deshalb, stabile Verhältnisse für das Pflegekind zu schaffen, in denen es sich bestmöglich entwickeln kann. Bei der Entscheidung über die Herausnahme eines Kindes aus der Herkunftsfamilie soll deshalb von Anfang an festgelegt werden, ob der Entzug des Sorgerechts und die Unterbringung in eine Pflegefamilie befristet oder unbefristet erfolgen soll.

Bei einer unbefristeten Unterbringung haben Pflegefamilien gute rechtliche Möglichkeiten, das Sorgerecht für das Pflegekind auch dann weiter ausüben zu können, wenn sich die Verhältnisse in der Herkunftsfamilie gebessert haben.

 

Giuseppe M. Landucci

Rechtsanwalt
Fachanwalt für Familienrecht
Hohenstaufenring 72
50674 Köln

Web: www.kanzlei-landucci.de
E-Mail: info(at)kanzlei-landucci.de
Telefon: (0221) 34 66 55 98
Telefax: (0221) 34 66 55 99

Pressemitteilungen

Eheleute und Lebenspartner – fast gleiches Recht für alle

ARAG Experten erläutern die momentane Rechtslage

Eheleute und Lebenspartner - fast gleiches Recht für alle

Verliebt, verlobt, aber noch immer nicht verheiratet? Dabei bietet sich der Wonnemonat Mai doch geradezu an, wenn es um das lebenslange Versprechen vor dem Traualtar geht. Vor fast 16 Jahren konnten auch die ersten gleichgeschlechtlichen Paare ihren Lebensgemeinschaften einen rechtlichen Rahmen geben. Inzwischen sind ihnen zigtausende schwule und lesbische Paare auf diesem Weg gefolgt. Doch auch Jahre nach Inkrafttreten des Lebenspartnerschaftsgesetzes kann von einer Gleichstellung mit der Ehe noch nicht die Rede sein. Den momentanen Stand erläutern ARAG Experten.

Gleichstellung – Schritt um Schritt
Gleichgeschlechtliche Partnerschaften sind heute beim Unterhaltsrecht, beim Güterrecht, beim Erbrecht und beim Erbschafts- und Grunderwerbssteuerrecht Ehegatten gleichgestellt. Nach einem aufsehenerregenden Urteil des Bundesverfassungsgerichts im Jahre 2013 hatte der Bundestag auch die steuerliche Gleichstellung von homosexuellen Paaren beschlossen. Das bis dahin Eheleuten vorbehaltene Ehegattensplitting gilt seither auch für die eingetragenen Lebenspartnerschaften von Schwulen und Lesben. Vor allem, wenn ein Partner deutlich mehr verdient als der andere oder Alleinverdiener ist, ergibt sich daraus ein erheblicher Steuervorteil. Die verabschiedete Regelung sah vor, dass die Splittingvorteile für gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften rückwirkend ab dem Jahr 2001 – der Einführung der eingetragenen Lebenspartnerschaft – gelten.

Immer noch kein Recht auf gemeinschaftliche Adoption
Politisch umstritten ist weiterhin das gemeinschaftliche Adoptionsrecht. Homosexuelle Paare können ein Kind nicht gemeinsam adoptieren. Die Adoption eines Kindes durch eine einzelne Person ist natürlich möglich. Auch die nachträgliche Adoption eines vom Lebenspartner bereits adoptierten Kindes – die sogenannte Sukzessivadoption – musste der Gesetzgeber nach einer weiteren Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts – ebenfalls aus 2013 – ermöglichen. Die Umsetzung des Urteils durch gesetzliche Regelung erfolgte im Jahr 2014. Bisher schon möglich ist auch die Stiefkindadoption, wenn es sich um das leibliche Kind des Lebenspartners handelt. Sie ist aber laut ARAG Experten oft mit langen Wartezeiten verbunden.

Fazit
Die Eingetragene Lebenspartnerschaft ist als fester Bestandteil der Lebenswirklichkeit in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen. Es ist heute – anders als noch vor einigen Jahren – nicht mehr ungewöhnlich oder gar schockierend, wenn eine Frau von ihrer Frau oder ein Mann von seinem Mann spricht. Es bedarf jedoch weiterhin intensiver Überzeugungsarbeit, damit schwule und lesbische Lebenspartnerschaftender der Ehe vollständig gleichgestellt werden.

Download des Textes und verwandte Themen:
https://www.arag.de/service/infos-und-news/rechtstipps-und-gerichtsurteile/ehe-und-familie/

Weitere wertvolle Tipps finden Sie unter:
https://www.arag.com/german/newsroom/

Die ARAG ist das größte Familienunternehmen in der deutschen Assekuranz und versteht sich als vielseitiger Qualitätsversicherer. Neben ihrem Schwerpunkt im Rechtsschutzgeschäft bietet sie ihren Kunden in Deutschland auch attraktive, bedarfsorientierte Produkte und Services aus einer Hand in den Bereichen Komposit, Gesundheit und Vorsorge. Aktiv in insgesamt 17 Ländern – inklusive den USA und Kanada – nimmt die ARAG zudem über ihre internationalen Niederlassungen, Gesellschaften und Beteiligungen in vielen internationalen Märkten mit ihren Rechtsschutzversicherungen und Rechtsdienstleistungen eine führende Positionen ein. Mit 3.800 Mitarbeitern erwirtschaftet der Konzern ein Umsatz- und Beitragsvolumen von mehr als 1,7 Milliarden EUR.

Firmenkontakt
ARAG SE
Brigitta Mehring
ARAG Platz 1
40472 Düsseldorf
0211-963 2560
0211-963 2025
brigitta.mehring@arag.de
http://www.ARAG.de

Pressekontakt
redaktion neunundzwanzig
Thomas Heidorn
Lindenstraße 14
50674 Köln
0221-92428215
thomas@redaktionneunundzwanzig.de
http://www.ARAG.de

Pressemitteilungen

Probabies Europäischer Workshop assistierte Reproduktion

PROBABIES KINDERWUNSCH WORKSHOP NOVEMBER 2016 IN BRÜSSEL

Der Workshop für zukünftige Eltern bietet umfassende, vorurteilsfreie Informationen über die zahlreichen Optionen, unerfüllten Kinderwunsch erfolgreich zu überwinden. Unabhängige Medizin- und Rechts-Experten, Spezial-Kliniken für Reproduktionsmedizin aus aller Welt, gemeinnützige Organisationen, Dienstleister für Leihmutterschaft und Adoption bieten an einem Standort gemeinsam alle wichtigen Informationen und Hilfen für glückliche Familien mit erfülltem Kinderwunsch, Alles an einem Fleck, an einem Wochenende und mit professioneller, persönlicher Unterstützung in Ihrer Sprache während des gesamten Ablaufs von der Wahl der besten Klinik bis nach der Geburt Ihres Babys.

PROBABIES CHILDWISH WORKSHOP NOVEMBER 2016 IN BRUSSELS
The workshop for prospective parents provides comprehensive, unprejudiced information on the various options to overcome unwanted childlessness successfully. Independent medical and legal experts, special clinics for reproductive medicine from around the world, charities, services for surrogacy and adoption all in one place offer important information and help for happy families to satisfy their childwish. Everything in one place, on one weekend and with professional, personal support in your language throughout the process from choosing the best clinic and service until after the birth of your baby.
Standort: Hilton Brussels Grand Place
Strasse: Carrefour de l’Europe 3
Ort: 1000 – Brüssel (Deutschland)
Beginn: 12.11.2016 17:30 Uhr
Ende: 13.11.2016 18:00 Uhr
Eintritt: 100.00 Euro (inkl. 19% MwSt)
Buchungswebseite: http://probabies.org/de/register_de.html

gemeinnützige (not-for-profit) Organisation veranstaltet den Europäischen Workshop für assistierte Reproduktion

Kontakt
Probabies.org
Majorie Dupont
Pb 35
6332 Kufstein
+43 720516781
mdupont@probabies.org
http://probabies.org

Pressemitteilungen

Unerfüllter Kinderwunsch – im Ausland zum Wunsch- und Designer-Baby?

Probabies.org Workshops für assistierte Reproduktion helfen bei unfreiwilliger Kinderlosigkeit

Unerfüllter Kinderwunsch - im Ausland zum Wunsch- und Designer-Baby?

unerfüllter Kinderwunsch endlich überwunden

Brüssel, 23.09.2016 – Probabies.org, eine neugegründete gemeinnützige (not-for-profit) Organisation, veranstaltet den Europäischen Workshop für assistierte Familienplanung am 12. – 13- November 2016 in Brüssel. Paare und Singles mit unfreiwillig unerfülltem Kinderwunsch informieren sich über die vielen Möglichkeiten der modernen Reproduktionsmedizin, Eizell- und Embryonen-Transfer, Leihmutterschaft und Adoption im Ausland.
Konservativ geschätzt gibt es in Deutschland 3 – 6 Millionen Menschen, europaweit 15 – 18 Millionen im gebärfähigen Alter, die unfreiwillig keinen Nachwuchs bekommen können. Sei es aus medizinischen Gründen oder weil sie lesbisch, schwul, oder Single sind. Viele Familien verschieben den Zeitpunkt des Kinderwunsches auf später, weil erst Beruf und Karriere im Vordergrund stehen, und danach klappt es nicht mehr mit der Empfängnis.
In den Ländern der EU gibt es viele, ganz unterschiedliche, gesetzliche Regelungen zu den Themen des unerfüllten Kinderwunsches. Probabies.org hilft und unterstützt zukünftige Eltern mit umfassenden, neutralen und vorurteilsfreien Informationen zu der komplizierten Materie und sorgt auch für finanziellen Hilfen.
Dr. Francois Dupont, Mitgründer von Probabies.org, erklärt: „Die vielen unglücklichen Menschen mit unerfülltem Kinderwunsch haben mit Probabies Workshops die Plattform, um schnell, direkt und ohne großen finanziellen Aufwand die für sie beste Lösung zu finden. Die persönliche Betreuung von der Planung bis nach der Geburt des Babys und die Zusammenarbeit mit renommierten Kliniken, Agenturen und Dienstanbietern ebnen den schweren Weg zur erfüllten Elternschaft. Die Sponsoren des Probabies Projekts machen es zudem erschwinglicher.“
Das Probabies Projekt wurde vor wenigen Monaten von Experten aus Medizin, Ethik und Recht als not-for-profit Organisation gegründet. Es bündelt Informationen, Hilfsangebote und Leistungen. Probabies berät und unterstützt die vielen Betroffenen rasch, zuverlässig und individuell. Es stellt den Kontakt zu wichtigen Leistungserbringern her und prüft deren Ergebnisse zur stetigen Optimierung, um ungewollte Kinderlosigkeit und die damit verbundenen zahlreichen bürokratischen und rechtlichen Hindernisse zu überwinden.
Probabies hilft gegen unerfüllten Kinderwunsch

gemeinnützige (not-for-profit) Organisation veranstaltet den Europäischen Workshop für assistierte Reproduktion

Kontakt
Probabies.org
Majorie Dupont
Pb 35
6332 Kufstein
+43 720516781
mdupont@probabies.org
http://probabies.org

Pressemitteilungen

„… sie können kein Brot wegwerfen“

eine biografische Erzählung von Marianne Granse

„… sie können kein Brot wegwerfen“

Dieses Buch gewährt Ihnen Einblick in eine Zeit, wie wir sie nie wieder erleben möchten.
Es beginnt 1933 in Berlin – ich wurde direkt nach der Geburt von meiner Mutter zur Adoption frei gegeben und landete für 6 Monate im Waisenhaus. Ich wurde, nachdem meine arische Abstammung fest stand – von einem Ehepaar adoptiert, das mir einen fröhlichen Vater und eine preußische Beamtentochter als Mutter bescherte – aber meine Kindheit dort war ungetrübt, vom Klavierunterricht mal abgesehen. Ich wurde mit 5 Jahren eingeschult und dann begann 1939 dieser unselige Krieg. Sie werden aus dieser schlimmen Zeit lesen, was wir in den Folgejahren erlebten, bei Bombardierungen, den anschließenden Einsätzen und Hilfeleistungen beim Dienst in der Hitlerjugend, Einschränkungen in jeder Beziehung, schließlich die Flucht 1945 aus Polen nach Westen, Hunger, Kälte, Feldarbeiten für einen Hungerlohn, Hamstertouren, das Kriegsende mit Einzug der amerikanischen Besatzungstruppen – und schließlich langsam Normalisierung und Wiederaufbau.

Erhältlich als gedruckte Ausgabe (ISBN: 978-1-627844-96-3)
Leseprobe und Bestellung auf der Website der Autorin:
http://autorin-marianne-granse.com

Zur Autorin:
1951 Abitur, kaufm. Lehre. 2 Jahre Lehrzeit, Ausbildung zur Sekretärin, es folgten ab 1955 verschiedene Anstellungen bei Fachanwalt für Steuerrecht in Düsseldorf, 1958 Heirat, bei Olympia in Essen Vorführdame für elektrische Schreibmaschinen, Chefsekretärin in zwei Werbeagenturen Wiesbaden, 1965 Geburt der Tochter, berufsbedingt Umzüge nach Kassel und Unkel/Rhein. Dort zeitweise in der Stadtverwaltung tätig. 1995 erwarben wir über dem Örtchen Windeck-Opperzau ein großes finnisches Holzblockhaus, 2006 der hoffentlich letzte Umzug nach Wissen im Siegerland, wo mein Mann und ich mit unserem kleinen Hund unseren Lebensabend verbringen.

Firmenkontakt
Windsor Verlag
Eric J. Somes
2710 Thomes Ave
82001 Cheyenne

windsor.group.usa@gmail.com

Pressekontakt
Windsor Verlag
Eric J. Somes
2710 Thomes Ave
82001 Cheyenne
66463131
windsor.group.usa@gmail.com

Pressemitteilungen

Sukzessivadoption – Bundesrat macht den Weg frei

Ungleichbehandlung homosexueller Lebensgemeinschaften war verfassungswidrig!

Das Bundesverfassungsgericht (BverfG) erklärte im vergangenen Jahr ein Verbot, Adoptivkinder des gleichgeschlechtlichen Lebenspartners adoptieren zu dürfen, für verfassungswidrig. Bis Ende Juni 2014 hatte die Politik laut diesem Urteil Zeit, das sogenannte Recht auf Sukzessivadoption gesetzlich zu verankern. Nach dem Bundestag hat am 13. Juni nun auch der Bundesrat ein entsprechendes Gesetz gebilligt. ARAG Experten erklären, welche Adoptionsmöglichkeiten Homosexuelle und ihre Lebenspartner danach haben.

Die Neuerung: Sukzessivadoption
Bei der „Sukzessivadoption“ geht es darum, das von dem anderen Lebenspartner bereits adoptierte Kind später selbst zu adoptieren. Gleich zwei Verfahren diesbezüglich hatte das Bundesverfassungsgericht entschieden. In beiden Fällen hatten die jeweiligen Lebenspartner Kinder aus dem Ausland adoptiert. Die bisherige Gesetzeslage versagte dann den mit ihnen in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft lebenden gleichgeschlechtlichen Partnern die Möglichkeit, das jeweilige Kind ebenfalls anzunehmen. Verfassungswidrig sei dies, urteilten die obersten Richter damals (1BvL 1/11, 1 BvR 3247/09). Mit der Neuregelung wird die Sukzessivadoption für eingetragene Lebenspartner nun Gesetz.

Schon vorher erlaubt: Stiefkindadoption
Hat ein gleichgeschlechtlicher Partner bereits ein leibliches Kind aus einer vorangegangenen Beziehung, so kann der andere dieses ohne weiteres adoptieren. Voraussetzung ist, dass das Paar in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft lebt. Zudem weisen die ARAG Experten darauf hin, dass der leibliche Elternteil das alleinige Sorgerecht besitzen muss.

Immer noch verboten: Gemeinsame Adoption
Die gemeinsame Adoption eines Kindes ist und bleibt (vorerst) verboten. Wie lange noch, ist fraglich, prophezeien die ARAG Experten. Denn durch die Neuregelung der Sukzessivadoption haben gleichgeschlechtliche Paare ohnehin die Möglichkeit, gemeinsam – wenn auch nicht gleichzeitig – ein Kind zu adoptieren. Warum sollte also diese Form des Adoptionsverbotes weiterhin bestehen bleiben?

Download des Textes:
http://www.arag.de/rund-ums-recht/rechtstipps-und-urteile/sonstige/

Aktuelle Meldungen finden Sie auch bei Twitter: http://www.twitter.com/ARAG

Die ARAG ist das größte Familienunternehmen in der deutschen Assekuranz und versteht sich als vielseitiger Qualitätsversicherer. Neben ihrem Schwerpunkt im Rechtsschutzgeschäft bietet sie ihren Kunden bedarfsorientierte Produkte und Services aus einer Hand auch über die leistungsstarken Tochterunternehmen im deutschen Komposit-, Kranken- und Lebensversicherungsgeschäft sowie die internationalen Niederlassungen, Gesellschaften und Beteiligungen in 13 weiteren europäischen Ländern und den USA – viele davon auf führenden Positionen in ihrem jeweiligen Rechtsschutzmarkt. Mit 3.500 Mitarbeitern erwirtschaftet der Konzern ein Umsatz- und Beitragsvolumen von mehr als 1,5 Milliarden EUR.

ARAG SE
Brigitta Mehring
ARAG Platz 1
40472 Düsseldorf
0211-963 2560
brigitta.mehring@arag.de
http://www.ARAG.de

redaktion neunundzwanzig
Thomas Heidorn
Lindenstraße 14
50676 Köln
0221-92428215
thomas@redaktionneunundzwanzig.de
http://www.ARAG.de

Pressemitteilungen

Über Vornamen und Nachnamen: NAMENSRECHT in Deutschland

Leitfaden zum Namensrecht in Deutschland

Über Vornamen und Nachnamen: NAMENSRECHT in Deutschland

Jeder Mensch soll einen Vornamen und einen Familiennamen haben. So sieht es die deutsche Gesetzeslage. Und der Name hat Verfassungsrang. Denn nach der Werteordnung der Verfassung der Bundesrepublik Deutschland ist der Name Bestandteil des geschützten Persönlichkeitsrechts. Das Namensrecht ist in verschiedenen Gesetzen geregelt. Insbesondere im BGB, dem Bürgerlichen Gesetzbuch, im Personenstandsgesetz und im NamÄndG, dem Gesetz über die Änderung von Familiennamen und Vornamen.

Hier finden sich Regelungen und Vorschriften, die Entstehung und den Schutz des Namensrechts betreffend. Auch ist geregelt, wie ein Namen zu führen ist und unter welchen Voraussetzungen Vor- und Familiennamen geändert werden können.

Obwohl das deutsche Namensrecht im internationalen Vergleich als großzügig und liberal gilt, bewegt es sich doch in engen gesetzlichen Schranken. Insbesondere im Blick auf Namensänderungen folgt es dem Grundsatz der Namenskontinuität. Namensänderungen sind danach vom Gesetz nur in Ausnahmefällen möglich. Anlässe sind danach die Eheschließung oder die Scheidung.

Der Vorname

Am Anfang unseres Lebens erhalten wir einen Vornamen, der standesamtlich beurkundet wird. Eltern bestimmen gemeinsam oder allein den Vornamen des Kindes. Dabei sind die Eltern bei der Bestimmung weitgehend frei. Der Name muss allerdings bestimmten Kriterien entsprechen:

– Der Vorname darf das Wohl des Kindes nicht verletzen.
– Der Vorname muss als solcher erkennbar sein.
– Der Vornamen muss das Geschlecht des Kindes erkennen lassen.
– Der Vorname darf weder Orts- noch Familienname sein.
– Maximal fünf Vornamen.

In Zweifelsfällen hilft das zuständige Standesamt weiter. Der Vorname will wohl überlegt sein. Eine Änderung zu einem späteren Zeitpunkt ist kaum möglich. Es gibt nur wenige Ausnahmefälle.

Der Nachname

Der Nachname ist namensrechtlich gesehen der Familienname des Kindes nach der Geburt. Auch diese Namensgebung ist gesetzlich geregelt.

1. Gemeinsamer Familienname der Eltern – oder: Haben die Eltern einen gemeinsamen Familienname, dann ist dieser Familienname automatisch der Nachname des Kindes.
2. Ein Ehegatte, dessen Geburtsname nicht Ehename wird, kann dem Ehenamen seinen Geburtsnamen voranstellen oder anfügen. Dieser „Begleitname“ kann nicht Geburtsname des Kindes werden. Das Kind erhält den Ehenamen.
3. Eltern ohne gemeinsamen Familiennamen aber mit gemeinsamem Sorgerecht müssen gemeinsam entscheiden, welchen Nachnamen das Kind erhält. Können sich beide Ehegatten nicht einigen, überträgt das Familiengericht die Entscheidung einem der beiden Elternteile. Ein Doppelname ist nicht vorgesehen.
4. Liegt die elterliche Sorge allein bei einem der beiden Elternteile, so erhält das Kind den Familiennamen dieses Elternteils.

Sonderfall Adoption

Mit der Adoption erhält das Kind den Familiennamen der Adoptiveltern. Unter Voraussetzungen kann das Vormundschaftsgericht auf Antrag und mit Einwilligung des Kindes beziehungsweise seines Vormundes beschließen, dass auch der Vorname des Kindes geändert wird oder diesem weitere Vornamen zusätzlich gegeben werden. In der Praxis wird der Vorname häufig geändert, wenn er so ungewöhnlich oder unaussprechlich ist.

Namensänderung

Vor- oder (und) Familiennamen können in Ausnahmefällen auf Antrag geändert werden. Bei der Eheschließung haben die Ehepartner ein Wahlrecht, welchen Familiennamen sie führen wollen. Sonderregelungen gibt es bei Staatsbürger und in Fällen von Scheidung oder Tod eines Ehepartners.

Namensänderung aus wichtigem Grund

Vor- oder (und) Familiennamen können in Ausnahmefällen und auf Antrag geändert werden, wenn ein wichtiger Grund die Änderung rechtfertigt. Dies wird als öffentlich-rechtliche Namensänderung bezeichnet. Ob ein wichtiger Grund vorliegt, wird im Einzelfall geprüft. Gründe sind beispielsweise:

– Änderung von Sammelnamen, wie zum Beispiel Meyer, Müller, Schmidt, Schulz.
– Änderung von anstößig oder lächerlich klingenden Namen.
– Änderung von langen, umständlichen, schwierig auszusprechenden Namen.
– Änderung von fremdsprachigen Namen.
– Änderung von Namen mit „ss“ oder „ß“ sowie Namen mit Umlauten.

Namensführung bei Eheschließung

Bei einer Eheschließung, bei der beide Partner deutsche Staatsangehörige sind, führen die Ehegatten ihren Familiennamen nach deutschem Recht. Sie haben mehrere Möglichkeiten ihren Namen zu führen:

– Getrennte Namensführung.
– Gemeinsamer Ehename.
– Wahl eines Doppelnamens.
– Familienname aus der Vorehe wird gemeinsamer Ehename.
– Namensführung bei ausländischer Staatsangehörigkeit.

Bei der getrennten Namensführung behalten beide Eheleute ihren bisher geführten Namen nach der Eheschließung bei. Und das auch, wenn sie bereits verheiratet waren. Eheleute können nach der Trauung einen gemeinsamen Ehenamen bestimmen. Eine Neubestimmung des Familiennamens der gemeinsamen Kinder der Eheleute kann nur 3 Monate nach der Eheschließung gemacht werden. Danach ist eine Änderung nur auf Antrag möglich.

Doppelnamen: Eheleute bestimmen einen der Geburtsnamen zum gemeinsamen Ehenamen. Der Ehegatte, dessen Geburtsname nicht Ehename wird, kann dem gemeinsamen Ehenamen seinen Geburts- oder Familiennamen hinzufügen. Er kann ihn sowohl voranstellen als auch anfügen. Die Hinzufügung bzw. Ablegung eines Doppelnamens ist jederzeit möglich, auch nach der Eheschließung.

Name des/der Ex

Seit dem 12.02.2005 können Eheleute auch den Familiennamen aus der vorhergehenden geschiedenen Ehe als gemeinsamen Ehenamen wählen. Auch hier gibt es für den Ehegatten, dessen Name (Familienname oder Geburtsname) nicht Ehename geworden ist, seinen derzeitigen Familiennamen bzw. auch Geburtsnamen hinzu zu fügen.

Ein Kind aus vorheriger Ehe behält in der Regel den Nachnamen aus dieser Ehe. Es ist aber auch möglich, bei der Wahl eines neuen Ehenamens auch dem Kind diesen Namen zu geben („Einbenennung“). Notwendig hierfür ist das Einverständnis des anderen Elternteils und bei Vollendung des fünften Lebensjahr auch das des Kindes selbst. Dies gilt für eheliche wie auch für nichteheliche Kinder.

Mehr Infos zum Namensrecht: http://www.welchername.de/Namensrecht-Ratgeber-WelcherName.pdf

WelcherName.de, das große Verzeichnis für Vornamen, Hundenamen und Katzennamen.

Kontakt
WelcherName.de
Dr. Thomas und Andreas Bippes M.A.
Voltaire-Weg 6
76532 Baden-Baden
07221 / 8582609-0
presse@primseo.de
http://www.welchername.de

Pressekontakt:
PrimSEO GbR
Dr. Thomas und Andreas Bippes M.A.
Voltaire-Weg 6
76532 Baden-Baden
07221 / 85826091
info@primseo.de
http://www.primseo.de