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Medizinische Leitlinie: neue Behandlungsstandards für die kutane Lyme-Borreliose sind veröffentlicht

OnLyme-Aktion.org begrüßt erste Schritte in die richtige Richtung

Medizinische Leitlinie: neue Behandlungsstandards für die kutane Lyme-Borreliose sind veröffentlicht

19. Juni 2016 – Die neue Leitlinie zur „Kutanen Lyme-Borreliose“ ist nach mehrjähriger Vorarbeit jetzt in der Endfassung erschienen. Die Leitlinie, die von Patientenseite maßgeblich von intensiver mehrjähriger Mitarbeit durch die Leitlinienarbeitsgruppe des Aktionsbündnisses gegen zeckenübertragene Infektionen Deutschland e. V., „OnLyme-Aktion.org“, geprägt war, bezieht sich primär auf die Diagnostik und Therapie der Hautmanifestationen der Lyme-Borreliose. Der neueste Stand zur Diagnostik und Behandlung der kutanen Erscheinungsformen der Lyme-Borreliose ist jetzt der Öffentlichkeit und Fachwelt zugänglich, doch bleiben aufgrund der unzureichenden Studienlage entscheidende Fragen unbeantwortet. Andere Symptome und Erscheinungsformen der Borreliose sind nicht Ziel und Gegenstand dieser Leitlinie.

„Leider wurden bei Weitem nicht alle unsere Eingaben berücksichtigt und sicherlich werden diese Leitlinien nicht allen Patienten gerecht werden können. Trotzdem hoffen wir, dass wir durch die vielen intensiven Einzelgespräche unsere berechtigten Anliegen deutlicher machen konnten. Insbesondere ist immer wieder der unzureichende Forschungsstand zu Diagnostik und Therapie hervor zu heben“, sagt Ursula Dahlem, Vorstandsvorsitzende des Aktionsbündnisses und Leiterin der Leitlinienarbeitsgruppe von OnLyme-Aktion.org.

Sie führt weiter aus: „Gemeinsam mit der Deutschen Borreliosegesellschaft konnten wir bewirken, dass diese Leitlinie auf die kutane Manifestation der Multisystem-Infektion reduziert wurde. Wir hoffen, dass es somit künftig nicht mehr, wie in der Vergangenheit, zu starken Vermischungen der anderen Borreliose-Manifestationen kommt. Das Review der Therapie durch das Cochrane Institut ist noch nicht abgeschlossen, hier gibt es noch Diskussionen; auch zur Diagnostik bleiben noch Fragen und Wünsche offen. Problematisch bleibt der Mangel an klinischen Studien, die die Grundlage für die Empfehlungen in einer Leitlinie bilden. Letzten Endes haben wir unseren Einfluss aber so gut das überhaupt möglich war geltend gemacht. In den Arztpraxen wird sich entscheiden, inwieweit den Patienten die in Fachkreisen geforderte partizipative Entscheidungsfindung ermöglicht werden wird. Wir konnten diesem Ansatz in der nun verabschiedeten Leitlinie mehr Raum verschaffen. Dennoch sei daran erinnert, dass Leitlinien keine Richtlinien sind. Ärzte sind in Diagnostik und Therapie unabhängig und nicht an diese Leitlinie gebunden.“

Die Leitlinie basiert auf der Aktualisierung der 2009 von einem Expertengremium erstellten Leitlinie Nr.013-044 „Kutane Manifestationen der Lyme Borreliose“ der niedrigsten Entwicklungsstufe S1. Die Leitlinie wurde entsprechend den methodischen Vorgaben zur Entwicklung und Weiterentwicklung von Leitlinien für Diagnostik und Therapie der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V. (AWMF) erstellt und entspricht nach dem Dreistufenkonzept der AWMF einer S2k-Leitlinie. Insgesamt haben 22 Fachgesellschaften interdisziplinär an der Leitlinie mitgearbeitet.
In Deutschland sind jährlich mindestens über 200.000 Menschen neu von der Lyme-Borreliose betroffen. Sie ist die häufigste durch Zecken übertragene Infektionskrankheit in Europa. Geplant ist nun eine interdisziplinäre Gesamtleitlinie „Lyme-Borreliose – Diagnostik und Therapie der Lyme-Borreliose“, Entwicklungsstufe S3. Die jetzt veröffentlichte Leitlinie zu Hautmanifestationen stellt dazu lediglich Teil 1 dar. Eine interdisziplinäre Leitliniengruppe bereitet derzeit Teil 2 „Neuroborreliose“ und anschließend Teil 3 „Lyme Arthritis, Lyme Karditis und andere seltene Manifestationen“ für die ambulante und stationäre Versorgung vor.

OnLyme-Aktion.org, das gemeinnützige Aktionsbündnis gegen zeckenübertragene Infektionen Deutschland e. V., hat sich zum Ziel gesetzt, mit Aktionen und Kampagnen auf die gesundheitspolitischen Missstände insbesondere bei der Lyme-Borreliose aufmerksam zu machen und Betroffenen eine Stimme zu geben.
Das Aktionsbündnis unterhält ein kostenfreies, unabhängiges Online-Patientenforum, in dem Betroffene Informationen und Erfahrungsaustausch finden: http://forum.onlyme-aktion.org/

Kontakt
OnLyme-Aktion.org
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Zeckenstich-Borreliose – Aktionsbündnis lädt im Mai 2016 zu Aktionstagen ein

OnLyme-Aktion.org fordert aussagefähige Diagnostiktests und mahnt patientenzentrierte medizinische Versorgung an

Zeckenstich-Borreliose - Aktionsbündnis lädt im Mai 2016 zu Aktionstagen ein

Im Rahmen internationaler Mai-Aktionstage zur häufig von Zecken übertragenen Lyme-Borreliose ruft das Aktionsbündnis gegen zeckenübertragene Infektionen Deutschland e. V., „OnLyme-Aktion.org“ zu Informations- und Aktionstagen in mehreren Städten Deutschlands auf.
Orte und Zeiten der OnLyme-Aktion.org-Aktionstage 2016:

Berlin – Aktionstag
Samstag, 07.05.2016. Infostand in der Zeit von 10 bis 16 Uhr
Ort: Fußgängerzone Wilmersdorfer Straße in Berlin-Charlottenburg
Kontakt: borrelioseprotest-berlin@web.de

Hamburg – Aktionstag
Samstag, 07.05.2016. Zeit: Infostand von 10 Uhr bis 17 Uhr
Ort: Fußgängerzone Spitalerstr./Mönckebergstr. Nähe Hbf.
Kontakt: borrelioseprotest.hamburg@web.de

Saarbrücken – Aktionstag
Samstag, 21.05.2016. Zeit: Infostand von 10 Uhr bis 16 Uhr
Ort: Fußgängerzone Bahnhof-/Reichsstraße in Höhe Europagalerie
Kontakt: bonin.petra@gmx.de

Mainz – Aktionstag
Samstag, 28.05.2016. Zeit: Infostand von 10 Uhr bis 16 Uhr
Ort: Auf dem Leichhof (von der Schöfferstraße kommend, linke Seite zwischen den Bäumen)
Kontakt: bonin.petra@gmx.de

Leipzig – Aktionstag
Samstag, 21.05.2016. Zeit: Infostand von 9.30 Uhr bis 15.00 Uhr
(8. Leipziger Selbsthilfe- und Angehörigentag)
Ort: Universität Leipzig, Sportwissenschaftliche Fakultät, Jahnallee 59 (auf der Freifläche zwischen Testfeld und Schwimmhalle)
Kontakt: borrelioseprotest-leipzig@web.de

In Berlin, Mainz, Leipzig, Hamburg und Saarbrücken informieren Patienten über die Gefahren, die von Zecken ausgehen und machen aus diesem Anlass auch auf die schlechte medizinische Versorgung aufmerksam. „Borreliose ist zwar die häufigste durch Zecken übertragene Infektionskrankheit, gleichzeitig fehlt es gerade bei dieser Multi-Organ-Erkrankung an allem, was medizinisch notwendig ist“, so ein Sprecher des Aktionsbündnisses. Es fehlten spezialisierte Ärzte, es gebe keine zuverlässige, standardisierte Diagnostik, keinen Impfstoff, keine sicher heilende Therapie und zu wenig Forschung, beklagt OnLyme-Aktion.org. Angesichts des Klimawandels und der steigenden Gefahr durch Zeckenstiche fordert die gemeinnützige Initiative mit dem Motto „(Be)-Handelt endlich!“ verstärkte Forschungsanstrengungen, die Entwicklung standardisierter, aussagefähiger Tests und Langzeittherapie-Studien.
Aufgrund spärlicher und dazu noch widersprüchlicher Studienergebnisse gibt es bislang keinen diagnostischen und therapeutischen Goldstandard, daher, so OnLyme-Aktion.org, sei es unerlässlich, dass Ärzte ihre Patienten über die unterschiedlichen Borreliose-Therapieansätze informieren. In diesem Zusammenhang verweist OnLyme-Aktion.org auch auf die USA, wo einige Bundesstaaten inzwischen Gesetze zum Schutz der Rechte von Borreliose-Patienten erlassen haben, um eine adäquate Therapie der fortgeschrittenen Borreliose zu ermöglichen. Eine Therapie, die hierzulande oft nicht möglich ist; siehe hierzu auch: http://onlyme-aktion.org/borreliose-online-petitionsfrist-ist-abgelaufen-onlyme-aktion-org-sagt-danke-fuer-die-grossartige-unterstuetzung/

Zecken lauern bereits ganzjährig vor der Haustür

Erst kürzlich hatte die Universität Hohenheim zum wiederholten Mal bei einer Untersuchung feststellen müssen, dass jeder Mensch, der aus der Haustür tritt, sich in den Lebensraum der Zecken begibt. Angesichts des Klimawandels und des veränderten Freizeitverhaltens riskieren immer mehr Menschen durch Zecken – oft unbemerkt – mit Krankheitserregern infiziert zu werden. Generell zeige die Zeckenforschung, dass die Parasiten ausgesprochen unberechenbar sind. „Alte Weisheiten, zum Beispiel dass Zecken nur im Sommer aktiv sind, gelten nicht mehr. Heute finden wir das ganze Jahr über aktive Zecken“, erklärt Prof. Dr. Mackenstedt von der Uni Hohenheim.

Zecken übertragen viele verschiedene Krankheitserreger

Die Bandbreite der Krankheiten, die durch Zecken übertragen werden, sei größer als oft bekannt, so OnLyme-Aktion.org und verweist auf die Erkenntnisse des Landesgesundheitsamts Stuttgart. Zecken können Viren, Bakterien und auch Parasiten wie beispielsweise Babesien übertragen. Es kommen inzwischen weitere neu-entdeckte Krankheitserreger hinzu, die teilweise lebensbedrohlich sind. Doch wie bei allen zeckenübertragenen Erkrankungen macht bereits die Diagnose große Schwierigkeiten, da die Symptome von Ärzten aufgrund ihrer unspezifischen Natur leicht fehlinterpretiert werden können.

April 2016

Patientenforum: http://forum.onlyme-aktion.org/

OnLyme-Aktion.org, das gemeinnützige Aktionsbündnis gegen zeckenübertragene Infektionen Deutschland e. V., hat sich zum Ziel gesetzt, mit Aktionen und Kampagnen auf die gesundheitspolitischen Missstände insbesondere bei der Lyme-Borreliose aufmerksam zu machen und Betroffenen eine Stimme zu geben.

Das Aktionsbündnis unterhält ein kostenfreies, unabhängiges Online-Patientenforum, in dem Betroffene Informationen und Erfahrungsaustausch finden: http://forum.onlyme-aktion.org/

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Aktionsbündnis „Stop iWright“ zensiert: neue Accounts bei Facebook & Co

„Stop iWright“ forderte Autoren, Journalisten, Verlage und Leser zum Protest auf

Das Aktionsbündnis „Stop iWright“ wird weiterhin behindert. Das teilten die Sprecher Anfang dieser Woche mit: nachdem Ende August der Pressebericht des renommierten Onlinemagazins Chip über eine von dem Aktionsbündnis initiierte Demo kommentarlos entfernt wurde, wurde Anfang September nicht nur das private Account und die Fanpage zweier Aktivisten von Facebook ohne Vorankündigung gelöscht, sondern auch der Veranstaltungsaufruf für die Demonstration „Gedanken sind Frei“ vor der Google-Zentrale am 21.8., auf dem zuvor ein reger Austausch über iWright und den Internetkonzern stattgefunden hatte. Darüber hinaus wurden sämtliche von Drittusern auf ihren jeweiligen Profilen verlinkten Inhalte des Aktionsbündnisses ebenfalls entfernt. Bei den gelöschten Inhalten handelte es sich um Hintergründe über die externe Unterstützung von iWright, Infotexten zu der technischen Umsetzung des Programms und Analysen zu dem allgemeinen Bedrohungspotenzial der Software, welche durch die vielfache Teilung von Usern für Aufsehen sorgten.

Hinsichtlich des schieren Ausmaßes der Löschaktion vermuten die Aktivisten, die ihr Netzwerk unter kontinuierlichem Beschuss sehen, gezielte Gängelung und Zensur. „Es ist schon erstaunlich, wie sich bei Facebook nach wie vor islamistische Netzwerke mit kruden Weltanschauungen tummeln, aber sobald zwielichtige Geschäftsmodelle und undurchsichtige Netzwerke von Global Playern thematisiert werden, bei Facebook die Alarmglocken schrillen.“ Hintergrund des Aktionsbündnisses sind die Gerüchte um die Software iWright, die mittlerweile mit der NSA und deren kürzlich bekannt gewordener Suchmaschine iCREACH in Zusammenhang gebracht wird. iWright soll in der Lage sein, selbständig Romane schreiben zu können. „Eine Kriegserklärung an alle Autoren“ so die Organisatoren. Ob die Software, die seit dem 4. August über die Website www.iwright.deerreichbar ist und für den 25. September ihren Debütroman „Die Auslöschung der Mary Shelley“ angekündigt hat, tatsächlich dazu in der Lage ist, kann derzeit noch nicht überprüft werden. iWright-Sprecher Marc Frey gab sich jüngst in einem Interview selbstbewusst, und kündigte eine „Demokratisierung des Buchmarktes“ an. Dass iWright das Internet gezielt nach Literaturvorlagen durchsucht und diese verwendet, sehe er nicht in Konflikt mit dem Urheberrecht. Nunist die Aufregung unter Autoren groß, denen ein ähnliches Schicksal wie den Journalisten zu drohen scheint. Bisher konnten semantische Algorithmen lediglich auf Zahlen und Daten basierende Meldungen verfassen.

Bereits am vorletzten Wochenende schloss sich das Aktionsbündnis „Stop iWright“in Berlin einer Groß-Demonstration am Brandenburger Tor an. An der Auftaktkundgebung der Demonstration „Freiheit statt Angst“ nahmen 6500 Menschen teil. Damit wurde ein großes Bündnis geschmiedet, denn über 81 Organisationen riefen gemeinsam zu der Veranstaltung auf. Zusammen möchte man nun Druck auf die Regierung ausüben. Zu dem Bündnis gehören neben dem Aktionsbündnis „Stop iWright“ unter anderem der Arbeitskreis gegen Vorratsdatenspeicherung, Amnesty International, Digitalcourage, Reporter ohne Grenzen, der Neue Richterbund, die Freie Ärzteschaft und der Verbraucherzentrale Bundesverband. Neben verschiedenen Parteien, riefen auch Attac Deutschland, Campact, netzpolizik.org und der Chaos Computer Club zur Demonstration auf.

Das Aktionsbündnis „Stop iWright“ verteilte Flugblätter und demonstrierte gegen iWright ( www.iWright.de ) mit Plakaten mit Plakaten. Auch Marie Schöller, die Mit-Initiatorin der „Stop iWright“-Kampagne, war vor Ort: „Die Überwachung durch Verfassungsschutz, BND und NSA ist nur ein Aspekt des Problems. Perfide wird es, wenn es um gezielte Manipulation geht. Wenn durch einen Textroboter wie die Software iWright Romane und Erzählungen erstellt werden. In Zukunft werden wir dann nicht mehr nur Werke von realen Autoren lesen, sondern interessengesteuerte Manifeste von Regierungen und Konzernen. Damit ist der Manipulation und Gleichschaltung von Gedanken, Meinungen und Phantasien Tür oder Tor geöffnet.“

„Stop iWright“ forderte das Aktionsbündnis bereits am Donnerstag, den 21.08.2014, als gemeinsam vor der Berliner Google-Zentrale (Unter den Linden) demonstriert wurde. Autoren, Literatur-Agenten, Journalisten, Verlage und Leser waren aufgefordert, an der Demo teilzunehmen. Chip berichtete und löschte ebenso.

Inzwischen gibt es lautstarke Proteste in den Social Media-Foren, so die Initiatorin Schöller, die sich durch den Warnschuss von Facebook nicht beirren lässt, und bereits eine neue Facebook-Seite für das Aktionsbündnis angelegt hat: www.facebook.com/stopiwright

Der Hintergrund: die Initiatoren betreiben eine Initiative gegen eine Software mit dem Namen iWright. Es soll sich um eine Software handeln, die automatisiert längere Prosatexte, also auch Romane schreiben kann. Anfang August ging nun iWright als Blog unter www.iwright.de online. Das Aktionsbündnis „Stop iWright“ fordert auf Demonstrationen und in den Social Media-Foren zum Protest auf.

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Demonstration in Berlin: „Stop iWright“ schließt sich „Freiheit statt Angst“ an

Aktionsbündnis „Stop IWright“ demonstrierte mit 81 Organisationen am Brandenburger Tor

Demonstration in Berlin: "Stop iWright" schließt sich "Freiheit statt Angst" an

„Stop iWright“ demonstriert am Brandenbuger Tor

Das Aktionsbündnis „Stop iWright“ schloss sich am vergangenen Samstag in Berlin bei der Groß-Demonstration am Brandenburger Tor an. Die Auftaktkundgebung der Demonstration „Freiheit statt Angst – Aufstehen statt Aussitzen“ startete am Nachmittag vor dem Brandenburger Tor in Berlin – mit 6500 Teilnehmern. Auch das Aktionsbündnis „Stop iWright“ war dabei: gegen Manipulation und NSA.

Damit wurde ein großes Bündnis geschmiedet, denn über 81 Organisationen riefen gemeinsam zur Demo auf. Zusammen will man so Druck auf die Regierung machen. Zu den Teilnehmern gehörten neben dem Aktionsbündnis „Stop iWright“ unter anderem der Arbeitskreis gegen Vorratsdatenspeicherung, Amnesty International, Digitalcourage, Reporter ohne Grenzen, der Neue Richterbund, die Freie Ärzteschaft und der Verbraucherzentrale Bundesverband. Neben verschiedenen Parteien, rufen auch Attac Deutschland, Campact, netzpolizik.org und der Chaos Computer Club zur Demonstration auf.

Viele Menschen kamen zu der Kundgebung am Brandenburger Tor: Sprecher waren der ehemalige Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar, Rolf Gössner von der Internationalen Liga für Menschenrechte, IT-Sicherheitsexperte Jacob Appelbaum und Vertreterinnen von Amnesty International und Reporter ohne Grenzen. Das Aktionsbündnis „Stop iWright“ verteilte Flugblätter und demonstrierte zudem gegen iWright www.iWright.de mit Plakaten.

Auch Mary Shelley, die den Initiator der „Stop iWright“-Kampagne vertritt, war vor Ort: „Die Überwachung durch Verfassungsschutz, BND und NSA ist nur ein Aspekt des Problems. Perfide wird es, wenn es um gezielte Manipulation geht. Wenn durch einen Textroboter wie die Software iWright Romane und Erzählungen erstellt werden. In Zukunft werden wir dann nicht mehr nur Werke von realen Autoren lesen, sondern interessengesteuerte Manifeste Von Regierungen und Konzernen. Damit ist der Manipulation und Gleichschaltung von Gedanken, Meinungen und Phantasien Tür oder Tor geöffnet!“

Also: „Aufstehen statt Aussitzen!“ Dies fordert auch das Aktionsbündnis „Stop iWright!“. Bereits am Donnerstag, den 21.08.2014 um 10 Uhr protestierte das Aktionsbündnis „Stop iWright“ vor der Berliner Google-Zentrale, Unter den Linden 14. Autoren, Literatur-Agenten, Journalisten, Verlage und Leser waren aufgefordert, an der Demo teilzunehmen. Hintergrund sind die Gerüchte um die Software iWright, hinter der nach neuesten Erkenntnissen die NSA steckt. Die Software soll angeblich in der Lage sein, selbständig Romane schreiben zu können. „Eine Kriegserklärung an alle Autoren“ so die Organisatoren. So ist das Programm iWright in der Lage, aufgrund weniger Angaben einen kompletten Roman zu verfassen. Ob die Software, die seit 4. August über die Website www.iwright.de angekündigt wird, tatsächlich dazu in der Lage ist, kann derzeit noch nicht überprüft werden. Dennoch ist die Aufregung unter Autoren groß, denen nun ein ähnliches Schicksal wie den Journalisten zu drohen scheint. Bisher konnten semantische Algorithmen lediglich auf Zahlen und Daten basierende Meldungen verfassen. Der Protest geht weiter.

Inzwischen gibt es lautstarke Resonanz auch in den Social Media-Foren, so der Autor Liam Gremm auf seiner Facebook-Seite https://www.facebook.com/profile.php?id=100006091067810

Mary Shelley c/o Liam Gremm, Dickhardtstr. 24, 12161 Berlin

Der Hintergrund: Seit Wochen betreibt Liam Gremm seine Facebook-Seite. Darin erzählt der Jungschauspieler über die Schwierigkeiten, einen adäquaten Job zu kriegen: Keine Jobs, keine Aufmerksamkeit, kein Geld. Er beschließt, einen Roman schreiben. Zu diesem Zweck holt er sich Rat aus der Community der Autoren und Foren aus FB. Dadurch erfährt er von einer Software mit dem Namen iWright. Es soll sich um eine Software handeln, die automatisiert längere Prosatexte, also auch Romane schreiben kann. Anfang August ging nun iWright als Blog unter www.iwright.de online.

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Pressemitteilung – „Aktionsbündnis Barrierefreiheit“ fordert Barrierefreiheit auch für Menschen mit Sprech- und Sprachbehinderungen

Betroffene stoßen im Alltag immer wieder auf Hindernisse und Einschränkungen.

Mit dieser deutlichen Forderung wendet sich das Aktionsbündnis Barrierefreiheit mit einer groß angelegten Aktion an Abgeordnete des Bundestages sowie die aufgestellten Kandidaten für die kommende Bundestagswahl der einzelnen Parteien.

Montag, 15.07.2013 – Das Aktionsbündnis Barrierefreiheit übergibt den angesprochenen Politikern eine Auflistung der krankheitsbedingten Barrieren sowie einen umfassenden Forderungskatalog zu deren Beseitigung.

In Deutschland gibt es mehr als 12 Millionen Betroffene mit Stimm-, Sprech- und Sprachbehinderungen sowie chronischen Atemwegserkrankungen. Allein 800.000 stotternde Menschen in Deutschland, jährlich 21.000 Neu-Betroffene mit Kehlkopfkrebs, 1.400 Neugeborene mit Lippen-Gaumen-Fehlbildungen sowie 270.000 Neuerkrankte mit Schädelhirntraumata pro Jahr, 6,8 Millionen an COPD-Erkrankte in Deutschland, jedes Jahr 200.000 Menschen mit einem Erst-Schlaganfall sowie 5 bis 7 % der Gesamtbevölkerung, die unter Asthma bronchiale leiden.

Viele dieser Menschen mit Stimm-, Sprech- und Sprachbehinderungen sowie chronischen Atemwegserkrankungen ziehen sich aus dem gesellschaftlichen Leben zurück. Die Gründe dafür können vielfältig sein, in allen Fällen leidet aber die Lebensqualität. Nachvollziehbar ist ein solcher Rückzug aus dem gesellschaftlichen Leben aus gesundheitlichen Gründen. Nicht akzeptabel ist ein Rückzug aufgrund von Einschränkungen durch reale oder empfundene Barrieren. Im Alltag stoßen Betroffene trotz allem immer wieder auf Barrieren und Einschränkungen. In vielen Fällen werden diese Hindernisse nicht mehr als Einschränkung wahrgenommen, da man sich mit der Situation „arrangiert“ hat. Diese Situation ist nach Ansicht des Aktionsbündnisses Barrierefreiheit aber nicht akzeptabel.

Die UN-Behindertenkonvention gilt seit März 2009 auch für die Bundesrepublik Deutschland. Damit besteht für die Bundesrepublik die Verpflichtung, allen behinderten Menschen eine gleichberechtigte Teilhabe an Arbeit, Beruf und Gesellschaft zu ermöglichen. Die Bundesregierung hat mit der geeigneten Umsetzung der Konvention begonnen und im Jahr 2011 einen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenkonvention verabschiedet, welcher eine Reihe von beabsichtigten Maßnahmen, die der Verbesserung der Lebenssituation von Menschen mit Behinderung dienen sollen, enthält. Barrierefreiheit gilt in fast allen Bereichen des täglichen Lebens, neben dem Bau-, Verkehrs- und Straßenwesen auch in den Bereichen Kultur, Freizeit und Tourismus sowie Kommunikation.

Für Betroffene mit Stimm-, Sprach- und Sprechstörungen und chronischen Erkrankungen der Atemwege hat die Barrierefreiheit eine beachtliche Bedeutung.

Über Bundesverband der Kehlkopfoperierten e.V.

In dem Aktionsbündnis Barrierefreiheit haben es sich sechs Verbände von Betroffenen mit Stimm-, Sprech- und Sprachbehinderungen sowie chronischen Atemwegserkrankungen zur Aufgabe gemacht, auf Barrieren aufmerksam zu machen, die ihren Mitgliedern tagtäglich begegnen, und deren Beseitigung zu fordern. Unter Federführung des Bundesverbandes der Kehlkopfoperierten e.V. zeigen die teilnehmenden Verbände auf, dass es auch durch Einschränkungen der Kommunikation aufgrund von Krebserkrankungen, angeborenen Fehlbildungen, Aphasien oder chronischen Atemwegserkrankungen zu erheblichen Beeinträchtigungen im Alltag kommen kann.

So kann es Betroffenen aufgrund ihrer eingeschränkten Kommunikationsmöglichkeiten im Notfall unmöglich sein, telefonisch Hilfe zu rufen. Im Hinblick auf die UN-Behindertenrechtkonvention, so Werner Kubitza, Präsident des Bundesverbandes der Kehlkopfoperierten, sei es nicht nachvollziehbar, dass diese Barrieren von den betroffenen Menschen weiter hingenommen werden müssten. Mit Spannung sehe er den Reaktionen auf das Schreiben des Aktionsbündnisses entgegen. Die Mitglieder des Aktionsbündnisses seien jederzeit bereit, Fragen zu beantworten, aber auch der Politik die Schwierigkeiten aus Sicht eines Betroffenen persönlich zu schildern.

Kontakt:
Bundesverband der Kehlkopfoperierten e.V.
Silke Fösges
Thomas-Mann-Straße 40
53111 Bonn
+49 (228) 33889304
foesges@kehlkopfoperiert-bv.de
http://www.kehlkopfoperiert-bv.de

Gesundheit/Medizin

Darmkrebs ist heilbar

(ddp direct) Mit einem bundesweit einmaligen Aktionsbündnis gegen Darmkrebs wollen Betriebskrankenkassen die in der Vergangenheit gestiegenen Krebsneuerkrankungen reduzieren. Das Aktionsbündnis, das jetzt startet, steht unter der Schirmherrschaft von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr, unterstützt durch die Felix Burda Stiftung.
Bei diesem erstmaligen Verfahren werden die Versicherten, die das 55. Lebensjahr erreicht haben, schriftlich zur Koloskopie eingeladen. Die Gruppe der 50 bis 54-Jährigen wird zur Teilnahme an einem Vorsorgetest motiviert. Dieser neue Test entspricht den Empfehlungen der Europäischen Union und aktuell den Leitlinien des Berufsverbandes niedergelassener Gastroenterologen Deutschlands e.V. (bng), der demnächst Standard werden soll. Die Nachweisquote bei diesem immunologischen Test liegt mit 90 % mehr als doppelt so hoch wie beim alten Papiertest.
Die Betriebskrankenkassen verfolgen auch das politische Ziel, ein Einladungsverfahren zur Koloskopie zu etablieren, was zukünftig dann über die Gesetzlichen Krankenkassen erfolgen soll (ähnlich wie beim Mammographie-Screening). Die Betriebskrankenkassen sind mit diesem Aktionsbündnis Vorreiter.
Darüber hinaus soll es dann erstmalig ein Angebot für die Menschen geben, die die Koloskopie ablehnen, hier soll dann der immunologische Test eingesetzt werden.
Die Betriebskrankenkassen erwarten durch die gebündelten Aktivitäten eine deutliche Zunahme der Versicherten bei der Früherkennung mit dem Endziel, die Zahl der Darmkrebserkrankungen und der Darmkrebstoten deutlich zu reduzieren. Jährlich gibt es ca. 27.000 Tote durch Darmkrebs und 70.000 Neuerkrankungen. Die 2002 eingeführte Koloskopie wird jährlich nur von rund 3 % der Berechtigten in Anspruch genommen. Initiator des Aktionsbündnisses sind der BKK-Landesverband NORDWEST und der BKK Bundesverband.
Darmkrebs ist heilbar, so Manfred Puppel, Vorstand des BKK-Landesverbandes NORDWEST, wenn er rechtzeitig erkannt wird. Wir wollen deshalb viele Versicherte motivieren, die Vor-sorgeangebote der Betriebskrankenkassen zu nutzen.
Die Effektivität dieses Projektes wird darum auch wissenschaftlich vom Universitätsklinikum Essen begleitet, die Ergebnisse werden publiziert.
Mit eingebunden und unterstützt wird das Aktionsbündnis gegen Darmkrebs auch von den Kassenärztlichen Vereinigungen sowie vom Bundesverband der Gastroenterologen.

Weitere Informationen, Texte und Filme zum Aktionsbündnis und den Partnern unter: www.bkk-gegen-darmkrebs.de

Shortlink zu dieser Pressemitteilung:
http://shortpr.com/stacsa

Permanentlink zu dieser Pressemitteilung:
http://www.themenportal.de/gesundheit/darmkrebs-ist-heilbar-87282

BKK-Landesverband NORDWEST
Karin Hendrysiak
Kronprinzenstraße 6

45128 Essen

E-Mail: karin.hendrysiak@bkk-nordwest.de
Homepage: http://www.bkk-nordwest.de
Telefon: (0201) 179-1511

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