Tag Archives: Aorta

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Wie entsteht ein Verschluss der Aorta?

Eine Minderdurchblutung der Aorta kann verschiedene Ursachen haben

Wie entsteht ein Verschluss der Aorta?

Eine Verkalkung der Blutgefäße kann auch an der Aorta auftreten. (Bildquelle: © crevis – Fotolia)

Die Arteriosklerose, also die Verkalkung eines Blutgefäßes, kann auch an der Aorta auftreten. Die Arteriosklerose gilt dabei als eine der Hauptursachen für die Entstehung eines Bauchaortenaneurysmas. Etwa fünf von hundert Männern im Alter über 65 Jahren weisen eine krankhafte Erweiterung der Hauptschlagader, meist in Verbindung mit einer Arteriosklerose auf. Eine Arterienverkalkung entsteht durch die Ablagerung von Fetten und sogenannten Schaumzellen an der Arterienwand. Meist handelt es sich dabei um einen schleichenden Prozess, der das Gefäß zunehmend verengt und in der maximalen Ausprägung verschließt. Die Folgen können Schlaganfall und Herzinfarkt sein, mit teils gravierenden Auswirkungen auf die empfindlichen Organe Herz und Gehirn. Das sogenannte Leriche-Syndrom (Aortenbifurkations-Syndrom), benannt nach dem französischen Chirurgen Rene Leriche (1879-1955) kennzeichnet den Verschluss der Bauchschlagader ( Aorta) an den Aufzweigungen in die Beckenarterien.

Leriche-Syndrom – wenn sich die Aorta verschließt

Ein Verschluss der Aorta entwickelt sich langsam, meist über Jahre, durch fortschreitende Arteriosklerose. An der Aorta bilden sich sogenannte Umgehungkreisläufe, die als Kollateralen bezeichnet werden. Beschwerden treten dann verzögert auf, ein Leriche-Syndrom entsteht. Die Durchblutungsstörung führt dann zu krampfartigen Beinschmerzen, die nach einer kurzen Gehstrecke auftreten. Ein akuter Verschluss der Hauptschlagader durch eine thrombotische Auflagerung kann durch eine Embolie entstehen. Oft sind hiervon Patienten mit Herz-Rhythmus-Störungen oder künstlicher Herzklappe betroffen.

Wie wird ein Leriche-Syndrom an der Aorta behandelt?

Wie das Leriche-Syndrom an der Aorta behandelt wird, hängt von seiner Ausprägung ab. Bei geringer Ausprägung kann die Durchblutung durch eine Ballondilatation, also Aufdehnung der Verkalkung mittels Ballon oder mittels Stent behandelt werden. In anderen Fällen sind eine offene Operation und die Anlage eines sogenannten Y-Bypasses notwendig. Dabei handelt es sich um eine Gefäßprothese, die als Umgehungsstraße zur Bauchschlagader und der Beckenarterien verwendet wird. Bei einem vollständigen thrombotischen Verschluss der Hauptschlagader durch ein Blutgerinnsel, ist eine sofortige Embolektomie notwendig. Dabei wird das Blutgerinnsel operativ aus der Aorta entfernt. Zum Einsatz kommt dabei ein Ballon-Katheter (Fogarty-Katheter), der von der Leistenarterie aus eingeführt wird.

Bei Dr. med. Ahmed H. Koshty, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie, liegt der Schwerpunkt auf der Therapie aller Erkrankungen der Aorta. Die Klinik ist in einem Wachstumsprozess und arbeitet eng mit Ärzten, Pflegepersonal und Physiotherapeuten zusammen.

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Diagnostik an der Aorta

Wie lassen sich Erkrankungen an der Aorta diagnostizieren? Antworten aus der Gefäßchirurgie Siegen

Diagnostik an der Aorta

Aorta: Das Klinikum Jung-Stilling der Diakonie hat sich spezialisiert.

SIEGEN. Das Aorten-Zentrum am Klinikum Jung-Stilling der Diakonie in Siegen ist spezialisiert auf Erkrankungen an der Aorta, also der Hauptschlagader des menschlichen Körpers. Doch wie lassen sich gesundheitliche Probleme an der Aorta diagnostizieren? Ein Aortenaneurysma, also die krankhafte Gefäßaussackung an der Hauptschlagader, verursacht nicht zwingend Beschwerden, das heißt, diese Erkrankung kann sowohl asymptomatisch als auch symptomatisch sein. Bei asymptomatischen Aneurysmen an der Aorta wird die krankhafte Gefäßaussackung meist zufällig bei Routineuntersuchungen festgestellt. Mit Hilfe einer Ultraschalluntersuchung lässt sich mit hoher Sicherheit ein Aneurysma an der Aorta im Bauchraum diagnostizieren. Die Ultraschalluntersuchung spielt vor allem in der Verlaufskontrolle eine wichtige Rolle, wie auch in der Vorsorge, die bei männlichen Patienten über 65 Jahre mittlerweile Kassenleistung ist.

Erkrankungen an der Aorta mit Magnetresonanztomographie diagnostizieren

Mit Hilfe einer Magnetresonanztomographie lässt sich ein Aortenaneurysma darstellen. Diese Untersuchung lässt Rückschlüsse auf die Größe des Aneurysmas und damit auf die Notwendigkeit oder Art einer Therapie zu. Denn von der Größe der Gefäßaussackung hängt entscheidend ab, ob und wie schnell Behandlungsbedarf besteht. Die exakte Länge und der Durchmesser des Aneurysmas lassen sich jedoch mit der Magnetresonanztomographie nicht präzise bestimmen. Zur Operationsplanung setzen die Gefäßchirurgen deshalb vorwiegend die Computertomographie ein, die als derzeit bestes diagnostisches Verfahren beim Verdacht auf ein Aneurysma an der Aorta gilt.

Die CT-Diagnostik eines Aneurysmas an der Aorta dient auch der OP-Vorbereitung

Besonders vor endovaskulären Eingriffen ist die Computertomographie unverzichtbar. Die modernen Geräte, die dazu im Aorten-Zentrum der Gefäßchirurgie in Siegen verwendet werden, nutzen eine Schnittbildtechnik und lassen exakte Rekonstruktionen zu. Länge und Durchmesser des Aneurysmas beziehungsweise der aneurysmatischen Erweiterung lassen sich detailgetreu darstellen. Auch Verkalkungen und Thromben können so erkannt werden. Zudem wird die Computertomographie in der Verlaufskontrolle von endovaskulär versorgten Aneurysmen angewendet. Durch die Nutzung eines modernen Hybrid-OP können die Gefäßchirurgen am Klinikum Jung-Stilling der Diakonie in Siegen exakte endovaskuläre Operationen mittels Stentprothese unter Durchleuchtung durchführen und bereits während der Operation kontrollieren, ob das Aneurysma erfolgreich ausgeschaltet wurde.

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Aneurysma an der Aorta: Endovaskuläre Therapie

Informationen über ein minimalinvasives Verfahren bei Erkrankungen der Aorta

Aneurysma an der Aorta: Endovaskuläre Therapie

Oftmals kommen spezielle Stentprothesen für die Aorta zum Einsatz.

Zur Behandlung eines Aortenaneurysma werden zwei gängige therapeutische Verfahren angewendet. Zum einen handelt es sich dabei um eine offene Operation, zum anderen um eine endovaskuläre Aneurysma-Ausschaltung. Was ist der Unterschied zwischen beiden Verfahren, die sich in den bisherigen Studien bezüglich der Erfolgsaussichten im Langzeitverlauf als relativ gleichwertig erwiesen haben? Bei einer offenen Operation wird das Aneurysma durch eine Prothese komplett ersetzt. Dagegen setzt die endovaskuläre Therapie auf eine Behandlung innerhalb des Gefäßes. Es handelt sich also um ein minimalinvasives Verfahren. Dabei wird über die Leistengefäße eine Stent-Prothese von innen in die Hauptschlagader eingebracht. Die Gefäßchirurgen am Aorten-Zentrum der Diakonie in Siegen verwenden für die endovaskuläre Therapie von Aneurysmen einen hochmodernen Hybrid Operationssaal, der eine exakte Positionierung der Stent-Prothese unter Röntgendurchleuchtung sicherstellt und die direkte Aneurysma-Ausschaltung dokumentiert.

Aorta: Wie funktioniert die Stentprothese?

Die Stentprothese, die auch als Stentgraft beziehungsweise Gefäßstütze bezeichnet wird, besteht aus einem Metallgerüst, das mit einem synthetischen Stoff überzogen ist. Sie dient dazu, die Hauptschlagader von innen heraus zu stabilisieren und abzudichten. Liegt die Stentprothese richtig positioniert in der Hauptschlagader, kann das Blut ungehindert durchfließen, das Aneurysma wird jedoch nicht mehr mit Blut gespeist und steht somit nicht mehr unter Druck. Wie wird die Stentprothese in die Aorta eingebracht? Sie wird zusammengefaltet mit Hilfe eines speziellen Katheters in die Aorta eingeführt und dort freigesetzt. Je nach Aorten-Abschnitt und Krankheitsbild kommen unterschiedliche Stentprothesen zum Einsatz. Generell werden Rohr- von Y-Prothesen und mehrfach gebranchte Prothesen unterschieden. In bestimmten Fällen ist eine Sonderanfertigung einer Stentprothese, individuell angepasst auf den Patienten, notwendig.

Wann muss eine spezielle Stentprothese an der Aorta verwendet werden?

Je nach Lage des Aneurysmas entscheidet der Gefäßchirurg, welche Art von Stentprothese zum Einsatz kommt. Bei einem Aneurysma an der sogenannten viszeralen Aorta mit den Abzweigungen der Gefäße in Richtung Darm, Leber, Milz und Nieren werden gefensterte (fenestrierte) Stentprothesen verwendet. Ebenfalls zum Einsatz können verzweigte Prothesen mit Seitenarmen, sogenannte gebranchte Stentgrafts zum Einsatz kommen. Sie stellen die Versorgung der abzweigenden Gefäße und die Durchblutung der damit verbundenen Organe sicher. Auch im Bereich des Aortenbogens, lassen sich mittlerweile speziell angefertigte Stentprothesen endovaskulär einsetzen. Dr. Ahmed Koshty, Chefarzt in der Gefäßchirurgie am Klinikum Jung-Stilling der Diakonie in Siegen, ist einer der wenigen Gefäßchirurgen in Europa, der in der Lage ist, ein Aneurysma am Aortenbogen endovaskulär zu behandeln.

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Erkrankungen der Aorta – ein Überblick

An der Aorta, der Hauptschlagader des menschlichen Körpers, können verschiedene Krankheiten auftreten

Erkrankungen der Aorta - ein Überblick

Ein großes Blutgefäß: Die Aorta. (Bildquelle: © crevis – Fotolia)

SIEGEN. Die Aorta ist das große Blutgefäß, das aus der linken Herzkammer zunächst aufsteigend, dann in einem Bogen, dem sogenannten Aortenbogen, absteigend durch Brust und Bauch verläuft. Viele lebenswichtige Körperfunktionen hängen von einer gesunden Aorta ab. Zu den Krankheiten, die ihre Funktionsweise beeinflussen können, gehören zum Beispiel das Aortenaneurysma, die Aorten-Dissektion, die Arteriosklerose und das Leriche-Syndrom sowie ein thrombotischer Verschluss. Am Aorten-Zentrum im Klinikum Jung Stilling der Diakonie in Siegen werden Patienten mit diesen Erkrankungen behandelt. Die Klinik für Gefäßchirurgie unter der Leitung von Dr. med. Ahmed Koshty ist spezialisiert auf Erkrankungen der Aorta und nutzt für die Behandlung seit Kurzem einen neuen Hybrid-OP, mit dessen Hilfe bereits während der OP das Operationsergebnis überprüft werden kann.

Aorta: Aortenaneurysma und Aortendissektion

Der Gesundheitsberichterstattung des Bundes zufolge, wurden im Jahr 2016 in deutschen Krankenhäusern 30.451 Patienten mit der Diagnose Aortenaneurysma und -dissektion gezählt. Das entspricht einer Häufigkeit von 36 Diagnosen pro 100.000 Einwohner. Ein Aneurysma an der Aorta ist eine Gefäßaussackung, also eine krankhafte Erweiterung der Hauptschlagader durch eine Gefäßinstabilität. Sie entsteht meist durch altersbedingte Veränderungen wie Arteriosklerose, Krankheiten wie arterielle Hypertonie (Bluthochdruck) oder Erbkrankheiten, die mit einer Instabilität des Gewebes einhergehen. In der Folge kann sich die Aorta erweitern. Ob eine Operation notwendig ist, hängt von der Größe und dem Wachstum des Aortenaneurysmas ab. Bei einer Aortendissektion kommt es zu einem Einriss der inneren Wandschicht der Aorta. Dabei löst sich die innere von den äußeren Schichten der Aorta. Lebensbedrohliche Folgen können damit verbunden sein, und in bestimmten Fällen kann ein rascher Eingriff erforderlich werden.

Verkalkung und Verschluss der Aorta

Wenn die Arterien verkalken, sprechen Mediziner von einer Arteriosklerose, bei der es zu Ablagerungen in den Wänden der Arterien kommt. Diese Ablagerungen können mit arteriellen Durchblutungsstörungen einhergehen, die auch die Aorta betreffen können. Meist handelt es sich bei der Arteriosklerose um einen schleichenden Prozess, der in einem vollständigen Gefäßverschluss enden kann. Dieser kann auch in Folge eines thrombotischen Verschlusses durch Blutgerinnsel z.B. aus dem Herzen oder eines vorgeschalteten Aortenabschnittes entstehen, die sich zusätzlich auf den bereits bestehenden Verkalkungen ablagern. Ein kompletter arteriosklerotischer Verschluss der Aorta im Bauchraum im Bereich der Abzweigungen in die Beckengefäße wird als Leriche-Syndrom bezeichnet.

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Was ist eine Dissektion der Aorta (Aortendissektion)?

Symptome, Ursachen und Behandlung bei einer Aufspaltung der Wandschichten der Aorta

Was ist eine Dissektion der Aorta (Aortendissektion)?

Rasche Hilfe ist bei starken Brustschmerzen wichtig. (Bildquelle: © ipopba – Fotolia)

SIEGEN. Etwa 400 bis 500 Patienten erleiden jährlich in Deutschland in Folge einer Aufspaltung der Wandschichten der Aorta (Aortendissektion) eine Aortenruptur. Mediziner sprechen von einer Inzidenz von 2,9 bis 3,5 pro 100.000 Einwohner und Jahr. Meist tritt bei den Patienten ein als vernichtend empfundener Schmerz auf. Je nachdem, wo der Schmerz auftritt, lassen sich Rückschlüsse auf den Ort des Risses ziehen. Kommt es zu einer Aufspaltung der Wandschichten in dem aufsteigenden Bereich der Aorta, in dem die Gefäße für Kopf und Arme abzweigen, sprechen die Gefäßchirurgen von einer Aortendissektion vom Typ A. Dies tritt häufig im fünften bzw. sechsten Lebensjahrzent auf. Typ B bezeichnet eine Dissektion jenseits dieser Abzweigungen und zeigt sich am häufigsten im Alter zwischen 70 und 80 Jahren. Meist sind die Beschwerden nicht eindeutig. Es kann ein starker Brustschmerz auftreten. Zudem können Patienten bewusstlos werden oder es zeigen sich heftige Bauchschmerzen. „Wichtig ist, dass Patienten rasch ärztliche Hilfe erhalten“, betont Dr. Ahmed Koshty, Chefarzt der Gefäßchirurgie im Diakonie Klinikum Jung Stilling in Siegen.

Welche Ursachen können zu einer Dissektion der Aorta führen?

Hauptrisikofaktor für eine Aortendissektion ist die arterielle Hypertonie, weswegen eine medikamentöse Einstellung des Blutdrucks von großer Bedeutung ist. Eine Aortendissektion tritt gehäuft bei Patienten mit einer angeborenen Bindegewebsschwäche auf. Das kann zum Beispiel das Marfan- oder das Ehlers-Danos-Syndrom sein. Begünstigend auf die Aufspaltung der Wandschichten der Aorta wirkt sich zudem eine Arteriosklerose aus, die im Verlauf die Wand der Aorta schädigt. In seltenen Fällen spielen Gefäßwandentzündungen oder Dissektionen durch medizinische Eingriffe eine Rolle. Auffällig ist vor allem die Häufung bei Männern. Sie erleiden etwa doppelt bis dreimal so häufig eine Aortendissektion im Vergleich zu Frauen. Auch wenn die Dissektion häufiger bei älteren Patienten auftritt, können auch schon jüngere, vor allem mit Bindegewebserkrankungen, betroffen sein.

Wie wird eine Aortendissektion behandelt?

Während bei einer Aortendissektion Typ A eine sofortige offene Operation geboten ist, bei dem Herzchirurgen einen Teil der Aorta durch eine Gefäßprothese ersetzen, kann bei Patienten mit einer unkomplizierten Dissektion der Aorta Typ B mit Medikamenten behandelt werden. Dabei steht die Einstellung des Blutdrucks im Vordergrund. Eine Operation ist bei komplizierten Typ-B-Dissektionen, d.h. bei nicht einstellbarem Blutdruck, weiterhin bestehenden Schmerzen oder Komplikationen in Form von Minderdurchblutungen von Organen oder Extremitäten indiziert. Die Therapie erfolgt dann meist minimalinvasiv mittels Implantation einer Stentprothese.

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Was Sie über ein Bauchaortenaneurysma wissen sollten

Gefäßchirurgie Siegen: Informationen zum Aneurysma an der Aorta im Bauchraum

Was Sie über ein Bauchaortenaneurysma wissen sollten

Ein Bauchaortenaneurysma sollte regelmäßig untersucht werden. (Bildquelle: © bilderzwerg – Fotolia)

SIEGEN. Kommt es an der Aorta im Bauchraum, der Bauchschlagader, zu einer Erweiterung, sprechen Gefäßchirurgen von einem Bauchaortenaneurysma. Prinzipiell kann eine Erweiterung der Aorta in verschiedenen Körperregionen auftreten. Am häufigsten jedoch ist dies an der Bauschlagader der Fall. „Ob ein asymptomatisches Aneurysma, also ein Aneurysma, das sich nicht durch bestimmte Symptome bemerkbar macht, behandelt werden muss, ist eine Frage seiner Größe, seiner Form und der Geschwindigkeit, mit der es wächst“, erklärt Gefäßchirurg Dr. med. Ahmed Koshty, Chefarzt am Diakonie Klinikum Jung Stilling in Siegen.

Aneurysma an der Aorta im Bauchraum: OP ja oder nein? Je nach Größe eine individuelle Entscheidung

Der Gefäßchirurg schildert die Abwägung, die individuell für jeden Patienten erfolgen muss: „Ziel der Behandlung eines Aneurysmas an der Bauchaorta ist es, einer Ruptur, das heißt einem Riss der Aorta, vorzubeugen. Steht eine prophylaktische Operation im Raum, muss das individuelle Risiko einer Ruptur gegen das OP-Risiko abgewogen werden“, schildert Dr. med. Koshty. Je nach Lage und Größe des Aneurysmas wählen die Gefäßchirurgen eine konventionelle, offene Operation oder ein endovaskuläres Verfahren, bei dem über einen Zugang in der Leiste eine Stent-Prothese in das Aneurysma geschoben wird.

Wann muss ein Aneurysma an der Aorta im Bauchraum (Bauchaortenaneurysma) operiert werden?

Ob ein Aneurysma behandelt werden muss, hängt wesentlich von seinem Umfang ab. Dr. Ahmed Koshty betont, dass bei einem abdominellen Aorten-Aneurysma (AAA), das im Ultraschall einen Durchmesser von 3,0 bis 3,9 Zentimetern aufweist, das Risiko einer Ruptur, zu vernachlässigen ist. Allerdings müssen solche Aneurysmen regelmäßig untersucht werden, um zu prüfen, ob sich ihre Größe oder Form verändert. Auch bei Aneurysmen mit einer Größe von 4,0 bis 5,5 Zentimetern, die nicht mit Symptomen einhergehen, wird eine Überwachung mit regelmäßigen Ultraschalluntersuchungen angeraten. Handlungsbedarf dagegen besteht, wenn das Aneurysma eine Größe von 5 Zentimetern überschreitet bzw. ein Wachstum von mehr als einem halben Zentimeter pro Halbjahr vorliegt.

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Damit es nicht zu einer Ruptur der Aorta kommt

Warum die Vorsorgeuntersuchung an der Aorta für Männer über 65 Jahre sinnvoll ist

Damit es nicht zu einer Ruptur der Aorta kommt

Lebensbedrohlich: Wenn eine Aorta einen Riss hat. (Bildquelle: Aliaksei Smalenski – Fotolia)

SIEGEN. Eine Ruptur der Aorta, also ein Riss in der Hauptschlagader des menschlichen Körpers, ist eine lebensbedrohliche Situation für die Betroffenen. Das Team der Gefäßchirurgen unter der Leitung von Dr. Ahmed Koshty im Diakonie Klinikum Jung Stilling in Siegen möchte daher insbesondere Risikopatienten sensibilisieren, sich einer vorsorgenden Untersuchung an der Aorta zu unterziehen. Vor allem Männer ab 65 Jahren gehören zur besonders gefährdeten Patientengruppe. Mit einer einfachen Ultraschall-Untersuchung als Screening, die seit Kurzem bei Männern über 65 Jahren zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen gehört, lässt sich eine Erweiterung der Aorta als Risikofaktor früh erkennen. In der Gefäßchirurgie in Siegen wird diese Untersuchung angeboten.

Wenn es zu einer Ruptur der Aorta kommt, ist schnelle Hilfe wichtig

Die Gefäßchirurgie zählt vor allem Raucher und ehemalige Raucher zur Risikogruppe für einen Riss in der Aorta. Meist treten dann plötzlich heftige Bauch- oder Rückenschmerzen auf. Große Mengen Blut können dann je nach Position der Ruptur in den Brust- und Bauchraum fließen. Die Folge kann ein Herz-Kreislauf-Schock sein – ein lebensbedrohlicher Zustand: Nur etwa zehn bis fünfzehn Prozent der Betroffenen erreichen lebend eine Klinik und nur etwa die Hälfte dieser Patienten kann durch eine Notfall-OP gerettet werden. Die Gefahr, dass eine Ruptur entsteht, ist vor allem bei Patienten mit einem Aortenaneurysma, also einer Aussackung der Gefäßwand sehr hoch. Je größer der Durchmesser der Hauptschlagader, desto höher die Rupturgefahr. Wie können Patienten einer solchen Situation vorbeugen? „Wer mit dem Rauchen aufhört, kann das Risiko einer Ruptur der Aorta senken“, betont Dr. Ahmed Koshty. Zugleich empfiehlt er die Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen.

Wie läuft eine Vorsorgeuntersuchung an der Aorta ab?

In Großbritannien und den USA ist die vorsorgende Untersuchung an der Aorta weiter verbreitet als in Deutschland. Mit einer einfachen Screening-Untersuchung können die Gefäßchirurgen die Aorta untersuchen und prüfen, ob in einem bestimmten Bereich eine Aussackung oder Erweiterung des Gefäßes (Aortenaneurysma) vorliegt. Die Untersuchung erfolgt mittels Ultraschall (Sonographie). Hierbei besteht keine Strahlenbelastung und die Verwendung von Kontrastmittel ist nicht notwendig. Wird dabei ein Aneurysma entdeckt, wird der Arzt je nach Größe weitere diagnostische oder therapeutische Schritte bzw. Verlaufskontrollen in Absprache mit dem Patienten planen.

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Aortenruptur: Lebensgefahr bei Ruptur der Hauptschlagader

Wie sich Erkrankungen der Aorta auswirken, erklären die Gefäßchirurgen aus Siegen

Aortenruptur: Lebensgefahr bei Ruptur der Hauptschlagader

Verschieden Aneurysmen an der Aorta. (Bildquelle: © crevis – Fotolia)

SIEGEN. Die Aorta ist die Hauptschlagader des menschlichen Körpers. Sie führt von der linken Herzkammer in einem Bogen durch den Brustkorb. Von ihr zweigen Arterien in verschiedene Körperregionen zum Kopf und den Armen, im Bauchraum zu der Leber, der Milz, dem Darm und den Nieren ab, bis sie sich im Bauchraum in die Beckengefäße aufzweigt. Erkrankungen an der Aorta können schwerwiegende Auswirkungen auf lebenswichtige Körperfunktionen haben. Ob angeborene oder erworbene Aortenerkrankungen – hier ist oft dringender Behandlungsbedarf geboten. Am Diakonie Klinikum Jung-Stilling in Siegen ist die Behandlung von Erkrankungen der Aorta Spezialgebiet für die Gefäßchirurgen unter der Leitung von Chefarzt Dr. med. Ahmed Koshty.

Welche Risikofaktoren führen zu einer Erweiterung der Hauptschlagader ( Aorta)?

Zu den Risikofaktoren für eine Erweiterung der Hauptschlagader, die als Aortenaneurysma bezeichnet wird, gehören die Arteriosklerose und arterielle Hypertonie (Bluthochdruck). Männer gelten generell als gefährdeter im Vergleich zu Frauen. Weitere Risikofaktoren sind Nikotinkonsum, fortgeschrittenes Alter, familiäre Disposition und genetische Erkrankungen wie Bindegewebsschwächen, Autoimmunerkrankungen und systemische Infektionen (Sepsis).

Welche Ursachen können zu einer Ruptur der Aorta führen?

Bei bestehenden Risikofaktoren und Erweiterung der Hauptschlagader können schon leichte Blutdruckspitzen zu einer Ruptur des Aneurysmas führen. Daher ist eine genaue medikamentöse Blutdruckeinstellung bei einer bekannten Erweiterung der Aorta wichtig. Zudem kann es zum Beispiel in Folge eines Unfalls durch Schwerkräfte zur traumatischen Ruptur der Aorta kommen. Hierbei reißt die Hauptschlagader an einer typischen Stelle im Bereich des Brustraums am Aortenbogen. Daher sollte bei akuten Rückenschmerzen nach einem Trauma (Unfall) auch an eine Verletzung der Aorta gedacht werden und eine CT-Angiographie durchgeführt werden. Wenn sich eine Ruptur der Aorta bestätigt, ist eine schnelle operative Therapie lebensnotwendig.

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Aorta-Kompetenzzentrum in Siegen

Jahr für Jahr erkranken 40 von 100.000 Menschen an einem Aneurysma an der Aorta

Aorta-Kompetenzzentrum in Siegen

Behandlung an der Aorta in Siegen.

SIEGEN. Bei einem Aneurysma handelt es sich um eine krankhafte Erweiterung oder Aussackung eines Blutgefäßes. Ein Aneurysma kann sich grundsätzlich an verschiedenen Blutgefäßen im Körper bilden. Vor allem treten sie bei Schlagadern (Arterien) auf. Arterien sind aufgrund des höheren Blutdrucks einer hohen Belastung ausgesetzt. Nur in seltenen Fällen bilden sich an Venen Aneurysmen. Besonders häufig kommt es zu Aussackungen entlang der Hauptschlagader ( Aorta). Hier spricht man von einem Aortenaneurysma. Alle Bereiche der Aorta können betroffen sein. Die häufigste Lokalisation ist die Bauchschlagader unterhalb der Nierenarterien (infrarenale Aorta). Eine besondere Gefahr besteht im Einreißen der Hauptschlagader (Ruptur). Der Betroffene kann innerlich verbluten.

Überwiegend kommt es zu einem Aneurysma im Bereich der Bauchaorta

Etwa 40 von 100.000 Menschen erkranken jährlich an einem Aortenaneurysma. Besonders betroffen sind Personen über 65 Jahre. Männer erkranken etwa fünfmal häufiger als Frauen. Überwiegend kommt es zu einem Aneurysma im Bereich der Bauchaorta. „Auch die Hauptschlagader im Brustkorb, der auf- und absteigende Teil, kann von einem Aortenaneurysma betroffen sein. Mit zunehmendem Lebensalter steigt das Risiko, an einem Aortenaneurysma zu erkranken. Risikofaktoren wie eine ungesunde Lebensweise (fettreiche Ernährung, Rauchen), Gefäßverkalkung und Bluthochdruck belasten die Gefäßwand. Auch können bakterielle Infektionen die Entstehung eines Aneurysma begünstigen“, schildert Dr. med. Ahmed Koshty, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie am Diakonie Klinikum Jung-Stilling in Siegen.

Erkennen und Behandeln eines Aneurysmas der Aorta

Ein Aortenaneurysma ist oft ein Zufallsfund. Es wird beispielsweise im Rahmen einer Ultraschalluntersuchung oder durch eine Computertomographie des Bauchraums zufällig erkannt. Nach der Diagnose entscheidet das spezialisierte Ärzteteam der Klinik für Gefäßchirurgie über die Therapie. Nicht nur die Größe und die Lage des Aortenaneurysmas, sondern auch der gesundheitliche Gesamtzustand des Patienten spielen dabei eine Rolle. Der Siegener Gefäßchirurg Dr. med. Ahmed Koshty strebt dabei immer eine für den Patienten möglichst schonende, zugleich effiziente und nachhaltige Lösung an. Als erstem Mediziner in Deutschland gelang Dr. med. Ahmed Koshty eine erfolgreiche Implantation eines speziellen Stents in den Aortenbogen. In der Klinik für Gefäßchirurgie in Siegen wird die gesamte Bandbreite vaskulärer und endovaskulärer Chirurgie angeboten.

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Sonderanfertigung – Der Stent für die viszerale Aorta

Bei einem Aneurysma in bestimmten Bereichen der Aorta wird ein spezieller Stent benötigt

Sonderanfertigung - Der Stent für die viszerale Aorta

Bei Operationen an der Aorta werden manchmal auch spezielle Stents benötigt.

SIEGEN. Das viszerale Segment ist der obere Teil der Aorta im Bauchraum. Dieser Abschnitt verläuft unterhalb des Zwerchfells. Hier gehen die Eingeweideschlagadern (Viszeralarterien) zu Magen, Milz, Leber, Dünndarm, Bauchspeicheldrüse und Nieren ab. Ist dieser Teil der Bauchaorta von einem Aneurysma betroffen, ist die Anfertigung eines speziellen Stents notwendig. Für jeden Patienten wird ein individuell angefertigter Stent verwendet. Dr. med. Ahmed Koshty, Chefarzt in der Gefäßchirurgie am Diakonie Klinikum Jung-Stilling in Siegen, vergleicht ihn gerne mit einem Fingerabdruck. Auch wenn die Behandlung einer Gefäßaussackung im Bauch oder Brustbereich mittlerweile als Standardeingriff gilt, ist beim Bauchaortenaneurysma im Viszeralsegment Spezialwissen gefragt.

Custom made Prothese – Implantation an der Aorta in speziellen Gefäßzentren

Beginnt ein Bauchaortenaneurysma im Bereich der Viszeralarterien, muss ein spezieller Stent für den Patienten gefertigt werden, der exakt an die Gefäße des jeweiligen Patienten angepasst ist. „Maßarbeit für den Patienten“, beschreibt Chefarzt Dr. med. Koshty. Die Produktions- und Lieferzeit beträgt acht bis zwölf Wochen. „So können wir das Aneurysma ausschalten, die Durchblutung sichern und somit die Organe am Leben erhalten“, erklärt Dr. med. Ahmed Koshty. Die dabei verwendeten Stents sollten nur von darauf spezialisierten Zentren eingesetzt werden.

Aneurysma der Aorta: Die Implantation im Aortenzentrum Jung-Stilling Siegen

Das endovaskuläre Verfahren bei einem Bauchaortenaneurysma ist für den Patienten im Vergleich zu einer offenen Operation deutlich schonender. Endovaskulär bedeutet „innerhalb des Gefäßes“. Dabei wird eine Stentprothese über die Gefäße in der Leiste, ggf. der Arme, in die Aorta eingebracht. In der Gefäßchirurgie in Siegen nutzen die Ärzte den modernen Hybridsaal: Unter Röntgendurchleuchtung erfolgt die kontrollierte Implantation des Stents während der Operation. Der große Vorteil dieses Verfahrens: Die Bauchhöhle muss nicht geöffnet werden und der stationäre Aufenthalt verkürzt sich. Regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen in Form einer Computertomographie sind notwendig und werden im Diakonie Klinikum Jung-Stilling durchgeführt.

Bei Dr. med. Ahmed H. Koshty, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie, liegt der Schwerpunkt auf der Therapie aller Erkrankungen der Aorta. Die Klinik ist in einem Wachstumsprozess und arbeitet eng mit Ärzten, Pflegepersonal und Physiotherapeuten zusammen.

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