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Reisen/Tourismus Veranstaltungen/Events

Forte di Bard: ein Juwel der Alpenkultur im Aostatal

Die Museumsstiftung „Forte di Bard“ mit Sitz in der gleichnamigen Alpenfestung in der norditalienischen Region Aostatal zeigt in diesem Jahr gleich sechs große Ausstellungen von Rang, darunter weltweit renommierte Werke wie die Fotos des Wildlife Photographer of the Year, Bergmotive von Magnum-Fotografen, und sie beherbergt nicht zuletzt den weltweit angesehenen Preis für Fotojournalismus, World Press Photo

Forte di Bard, Aostatal © Foto archivio Regione Autonoma Valle d’Aosta

Vielleicht denkt man beim Namen Aostatal zuerst an die Naturschönheiten, die vier Viertausender und an das Skivergnügen, für die diese kleine norditalienische Bergregion steht. Und wer diesen Winkel im Westen der Alpen einmal besucht hat, wird sich sicherlich auch an köstliche Gaumenfreuden erinnern. Charakteristische Käse wie Fontina DOP und Fromadzo DOP, oder ausgezeichnete Speck- und Schinkenspezialitäten wie der Lard d’Anard DOP oder der Jambon de Bosses lassen jedem das Wasser im Munde zusammenlaufen.

Das Aostatal hat mit der imposanten Festung Forte di Bard darüber hinaus auch ein bedeutendes Kultur- und Ausstellungszentrum zu bieten. Die von Napoleon geschleifte und ab 1830 restaurierte Festungsanlage beherbergt heute eine Reihe wichtiger Museen. Allein das Alpenmuseum wäre eine Reise wert! In 29 Sälen kann der Besucher eine interaktive und auch Kindern zugängliche Reise durch die Alpen machen, welche das Zusammenspiel von Natur, dem Eingriff des Menschen, der Geografie wie auch des Wetters in dieser faszinierenden Bergwelt erlebbar machen.

Bard und das Forte di Bard, Aostatal © Foto archivio Regione Autonoma Valle d’Aosta

Doch auch die wechselnden Ausstellungen im Forte di Bard sind von Weltrang und der diesjährige Veranstaltungskalender hat es in sich: Noch bis zum 2. Juni gibt es in Zusammenarbeit mit dem Natural History Museum London eine Vorschau auf die 54. Preisverleihung zum Wildlife Photographer of the Year 2019 mit ausgezeichneten Fotos.

Vom 19. März bis zum 10. November sind Arbeiten des Turiner Fotografen Gianfranco Roselli zu sehen, und vom 5. April bis zum 30. Juni werden in Zusammenarbeit mit dem Museumsverbund Polo Museale dell’Emilia Romagna Werke des berühmten emilianischen Meisters Giovan Francesco Barbieri, genannt Il Guercino, aus dem 17. Jh. zu sehen sein. Fast im Anschluss, vom 24. März bis zum 10. November bleibt es historisch, wenn restaurierte Preziosen des 13. Jh. bis 16. Jh. aus Kirchen, die bei dem großen Erdbeben vor 10 Jahren in Aquila beschädigt wurden, hier ausgestellt werden.

Ganz große Arbeiten der Fotografie werden auch in der zweiten Jahreshälfte zu sehen sein. Vom 12. Juli bis zum 10. November sind in der Ausstellung Mountains by Magnum Photographers großartige Fotos der weltberühmten Agentur zu bestaunen. Und vom 6. Dezember bis zum 6. Januar ist die renommierte Auszeichnung World Press Photo zu Gast im Forte di Bard.

Bard im Aostatal © Foto archivio Regione Autonoma Valle d’Aosta

Dabei ist selbst das mittelalterliche Städtchen Bard, über dem die Festung thront, einen Besuch wert. Der malerische Ort liegt am engen Eingang zum Champorcher-Tal und war somit immer das Tor zur Region. Enge, romantische Gassen prägen hier das Bild, über denen die Häuser Bögen schwingen. Wer hier hindurchschlendert, stößt auf bezaubernde Fenster, bogenförmig und kreuzförmig und kann die Atmosphäre des Lebens in einer längst vergangenen Epoche atmen.

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Veranstaltungen/Events

Winterspaß im Aostatal by night

Klein aber fein: Die norditalienische Wintersport-Region Aostatal liegt etwas abseits der großen alpinen Touristenströme und steckt voller charmanter Überraschungen. Eine ganze Reihe stimmungsvoller und romantischer Winteraktivitäten für jedermann locken noch bis zum April und laden dazu ein, die Region bei Nacht zu entdecken.

Aostatal Gressoney-Saint-Jean © Foto archivio Regione Autonoma Valle d’Aosta

Die kleine norditalienische Alpenregion Aostatal mit ihren vier Viertausendern Matterhorn, Gran Paradiso, Monte Rosa und Mont Blanc/Monte Bianco bietet nicht nur großes Schneevergnügen, sondern auch sehr viel Charme. Kinderfreundlichkeit wird hier großgeschrieben, kulinarischer Genuss ebenso, und natürlich das einzigartige Naturerleben einer ursprünglichen Bergwelt. Wintersportaktivitäten gibt es hier unzählige, von den klassischen Aktivitäten wie Skiabfahrt, Langlauf oder Schneeschuhwanderungen selbstverständlich bis zu Freestyle, Snowboard, Fatbike und Heliskiing.

Einige besondere sportliche und romantische Veranstaltungen erwarten den Besucher noch bis zum April, und jedes Event wirft ein ganz eigenes Schlaglicht auf ein Stückchen dieser Region, mit der die Bewohner sich sehr verbunden fühlen.

So am 5. März in Gressoney-Saint-Jean. Hier wird der Sessellift Weissmatten abends geöffnet, um allen Besuchern eine nächtliche Abfahrt auf der an diesem Abend perfekt ausgeleuchteten legendären Piste „Leonardo David“ zu ermöglichen. Benannt nach dem berühmten Slalomfahrer und Sohn des Ortes, genießt diese Piste Weltruf und ist bei Könnern wie Kennern beliebt wegen seiner ständigen Rhythmuswechsel, wegen des steilen Gefälles und der stets perfekten Schneeverhältnisse. Für alle Skifahrer eine unvergessliche und reizvolle Herausforderung.

Aostatal Mont Blanc © Foto archivio Regione Autonoma Valle d’Aosta

Ein begeisterndes Ereignis ist ebenfalls der Winter Eco Trail by night, am 9. März in Courmayeur. Der 13 km lange Parcours des Wettkampfes schlängelt sich mit einem Höhenunterschied von 1500 m entlang der Pisten der Skianlage von Courmayeur. Die Einschreibung zum Wettkampf steht allen Läufern offen. Auch für diejenigen die nicht so sportlich sind, die aber dennoch eine magische Schneenacht in den Bergen genießen wollen, haben sich die Veranstalter etwas einfallen lassen: Zuschauer können auf einem gekennzeichneten Abschnitt neben dem Parcours spazieren und auch die Seilbahn steht in dieser Nacht für 10 € zur Verfügung. Viereinhalb Stunden bleiben den Schneebegeisterten für ein einmaliges Naturerlebnis in einer verzauberten Bergwelt.

Sonnenuntergang Aostatal Mont Blanc © Foto archivio Regione Autonoma Valle d’Aosta

Ebenfalls in Courmayeur verführt die Veranstaltungsreihe Ciaspolata sotto le stelle dazu, bei Dunkelheit die Natur zu genießen. Das Schneeschuhwandern unterm Sternenhimmel wird noch bis April immer dienstags und samstags ab 17 Uhr angeboten. Unter Leitung eines kundigen Wanderführers geht es in die schneebedeckte, nächtliche Natur hinaus. Ein ganz besonderes Erlebnis, um die Stille und beeindruckende Natur unter dem nächtlichen Firmament zu genießen, auch für Besucher, die noch nicht so vertraut sind mit dem Schneeschuhwandern, das sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Diese bezaubernden Abende können auf Wunsch auch noch gekrönt werden von einem Abendessen auf der Hütte, garantiert mit reichhaltigen und schmackhaften Spezialitäten aus dem Aostatal.

Überall finden sich lizensierte Naturführer. Die staatlich kontrollierten Ausbildungen garantieren ein hohes Niveau und so ist es sehr beliebt, sich von einem lokalen lizensierten Führer auf eine Entdeckungstour mitnehmen zu lassen. So auch, wenn es bei der Reihe Alla scoperta di Ayas darum geht, die Schönheit des winterlichen Ayas-Tals bei Nacht zu erkunden. Immer dienstags und freitags ab 17 Uhr, noch bis April, geht es auf eine ca. 2-stündige Tour zu Fuß und mit einem Bus zwischen Champoluc, Ayas und Antagnod. Die alten Orte quillen geradezu über von Tradition. Überall stößt man auf das architektonische Erbe der Walserkultur mit ihren charakteristischen historischen Häusern. Malerisch am Fuße des Monte Rosa gelegen lädt das Ayas-Tal zu einem idyllischen Winterausflug in der Abendstimmung am Bergmassiv ein.

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Reisen/Tourismus Veranstaltungen/Events

Aostatal: Adventsmarkt wie im Alten Rom

In Aosta eröffnet der weihnachtliche Adventsmarkt „Marché Vert Noël“ am 24. November seine Pforten, auf dem Areal des antiken Römischen Theaters, eine großartige Gelegenheit den Zauber der alten Römerstadt mit Bergpanorama zu erleben

Marché Vert Noël, Aosta © Enrico Romanzi

Die kleine Alpenregion Aostatal, ganz im Nordwesten Italiens, ist den meisten als Erholungsparadies bekannt: die Bergwelt lockt mit den legendären vier Viertausendern: Mont Blanc/Monte Bianco, Monte Rosa, das Matterhorn und Gran Paradiso. Wunderschöne Natur, lebendige Traditionen und eine raffinierte alpine Gastronomie, das sind für die meisten Besucher die Themen. Im Winter natürlich auch Schneeschuhwandern und die vielfachen Wintersportmöglichkeiten.

Und dann ist da noch Aosta, die gemütliche kleine Hauptstadt der Region, die gerade zur Adventszeit mit einer ganz besonderen Attraktion lockt. Der Weihnachtsmarkt „Marché Vert Noël“ öffnet vom 24. November bis zum 6. Januar seine Pforten, und zwar auf dem Areal des Römischen Amphitheaters, vor seiner gut erhaltenen, stattliche 22 Meter hohen Fassade, einem Wahrzeichen der Stadt. Vor dieser majestätischen Kulisse zaubern für die festlichen Wochen kleine Holzbuden ein einladendes Bergdorf, das überbordet vor Kunsthandwerk und önogastronomischen Leckerbissen der Region. Einige Produzenten demonstrieren ihr Handwerk eigens für die Besucher.

Römisches Amphitheater, Aosta © EnricoRomanzi

Wer hier durch die Gassen des alpinen Weihnachtsdorfes schlendert, mit Glühwein, dem vin brulé, in der Hand, auf der Suche nach stilvollen Geschenkideen und regionalen Gaumenkitzlern, der tut dies immer auf den Spuren der Alten Römer. Aosta wurde 25. V. Chr. als Augusta Praetoria gegründet. Der Ursprung der alten Römerstadt ist noch gut zu erkennen und trägt noch heute sehr zum Charme der Stadt bei; es lohnt sich, den Weihnachtsmarktbummel auszuweiten und sich gleich durch die ganze Innenstadt treiben zu lassen. Nicht weit entfernt, am östlichen Ende der heutigen Fußgängerzone – das rechtwinklige Netz der Gassen folgt noch immer der römischen Straßenführung – findet sich der gut erhaltene Augustusbogen. Durch diesen imposanten Bogen schritt der antike Besucher der Stadt, noch bevor er das Stadttor erreichte.

Die Porta Praetoria, das große Stadttor unweit des Theaters, ist ebenfalls ein beeindruckendes Zeugnis davon, wie die Antike auch heute noch bezaubern kann. Drei Pforten hat sie, zwei für Fußgänger und eines für Fuhrwerke. Die Anzahl der antiken Stätten ist so groß, dass es sich lohnt, sich über das Tourismusbüro der Stadt einen zertifizierten Stadtführer zu suchen. Diese stehen auch deutsch- oder englischsprachig zur Verfügung. Darüber hinaus bietet das Tourismusamt zahlreiche, gut erläuterte Tourenvorschläge, um die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Jeden Samstag (vom 26.12. bis zum 6.1. täglich) um 15 Uhr findet eine Führung durch das Römische Aosta statt, der Treffunkt ist gleich neben dem Eingang des Weihnachtsmarktes an der Porta Praetoria. Anmeldungen sind nicht erforderlich. Auch die nahegelegenen megalithischen Stätten können so bequem besichtigt werden. Der Treffpunkt hierfür ist immer sonntags um 10 Uhr am Augustusbogen.

Römisches Amphitheater, Aosta © EnricoRomanzi

Eine besonderes Abenteuer ist die Besichtigung des Kryptoportikus, einer teils unterirdischen, säulenbestandenen Wandelhalle, mit drei hufeisenförmig angelegten Gängen. Ihr ursprünglicher Zweck gibt noch immer Rätsel auf. Die Liste der zu besichtigenden Monumente ist lang. Stadtmauern, Wehrtürme, eine fantastisch erhaltene Römerbrücke gleich vor dem Augustusbogen, die römische Villa, Grabstätten und die Porta Decumana, das der Porta Praetoria auf schnurgerader Linie gegenüberliegende westliche Stadttor.

Marché Vert Noël, Aosta © Enrico Romanzi

Doch noch einmal zurück auf den Weihnachtsmarkt im Römischen Theater. Der antike Spielplan ist nicht überliefert, aber das Programm für diesen Winter lohnt einen Besuch: Der „Marché Vert Noël“ ist dafür bekannt, Kunsthandwerk und Handgefertigtem großen Raum zu geben. Von Seifen über Keramiken, feinsten Stick- und Strickwaren bis zu traditionellen Schnitzereien, um nur einiges zu nennen, bietet der Markt eine verführerische Welt an Geschenkideen auf qualitativ hohem Niveau. Dabei sind die Preise durchaus gemäßigt. Hinzu kommen die verführerischen Leckereien, mit denen das Aostatal aufwartet. Von Käse- bis zu Schinkendelikatessen und Süßigkeiten kann man sich die Festtagsvorfreude auf dem Gaumen zergehen lassen kann, dabei immer die imposante Fassade des Amphitheaters vor Augen. Die Anlage des Römischen Theaters ist übrigens ganzjährig zu besichtigen.

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Reisen/Tourismus Veranstaltungen/Events

Die Kuh kehrt zurück – Das Aostatal feiert den Almabtrieb

Am 29. September wird in Valtournenche am Matterhorn und in Cogne am Gran Paradiso – ein großes und buntes Fest für die ganze Region Aostatal

Almabtrieb in Cogne – Aostatal © Enrico Romanzi

 

Ganz im Nordwesten Italiens gelegen ist das Aostatal, das Land der hohen Berge, auch Tal der vier Viertausender genannt. Matterhorn, Gran Paradiso, Monte Rosa und Mont Blanc/Monte Bianco – sie alle drücken diesem Fleckchen Bergwelt ihren Stempel auf. Wie überall in den Hochalpenregionen spielt die Milchwirtschaft auch hier eine traditionell wichtige Rolle, und so ist die heimliche Königin des Aostatals die Kuh.

Wenn zum Sommerende hin die Almen geräumt und die Kühe ins Tal hinabgetrieben werden, dann nimmt dieses Ereignis einen zentralen Platz im Festkalender der traditionsbewussten Menschen im Aostatal ein. Immer zu Sankt Michaelis, also am 29. September, ist es so weit, und dabei sind die Gemeinden Valtournenche am Matterhorn und Cogne am Gran Paradiso ganz groß dabei. Volksfeste, die das Ende der Sommersaison einläuten und die nicht nur Einheimische anlocken sondern auch für Besucher einen unterhaltsamen und bezaubernden Charme ausstrahlen. Und auch Feinschmecker kommen auf ihre Kosten.

Bergweide in Vétan -Aostatal © Enrico Romanzi

In Valtournenche findet der Abtrieb unter dem Namen Désarpa am 29. September statt, in Cogne wird es Dévéteya genannt und erstreckt sich über den 29. und 30. September. Stimmungsvolle Umzüge der Züchter, Bergführer und Volkstanzgruppen, untermalt vom Klang der Kuhglocken – hier wird der buntgeschmückten Königin der Berge Reverenz erwiesen. Denn das Leben hier hing schon immer von den Prachtexemplaren der Zweinutzungskuhrasse Valdostana Pezzata Rossa ab, die extrem milchergiebig ist. Die ertragreichsten Kühe, die Reina di lacé, werden übrigens mit weißen Bouquets geschmückt.

 

Viel Spaß macht es auch, an den vielen Imbissen vorbei zu schlendern und die Spezialitäten der Region zu kosten, wie Fontina DOP oder Motzetta, hauchdünnes luftgetrocknetes Fleisch vom Rind oder Wild, das zart auf der Zunge zergeht. In Cogne gibt es an beiden Tagen des Fests sowohl mittags als abends Menüs rund um die Aromen der Almen.

Käse-Fontina-DOP-Aostatal © EnricoRomanzi

Und wenn die Königin heil zurück im Tal ist, beginnt im Aostatal die Saison der Feste rund um den kulinarischen Genuss. Die großen Apfelfeste der Region, am 7. Oktober in Gressan und vom 13. bis 14. Oktober in Antey-Saint-André laden zum Verkosten aller Köstlichkeiten ein, die die wichtigste Obstsorte des Aostatals hervorbringt: Apfelkuchen, Kekse, Konfitüren und herrlicher Saft. Ebenfalls am 14. Oktober findet im Forte di Bard, ganz am Rande der Region, der Marché au fort statt, der Markt, auf man sich einen wunderbaren Überblick über die gesamte Palette önogastronomischer Spezialitäten verschaffen kann, die die kleinste Region Italiens aufzubringen hat.

Apfel und Schloss Saint Pierre © S. Ferrandoz

Während die Kuh die unbestrittene Königin ist, ist die Biene der heimliche Star im Herbst. Ein echter Geheimtipp ist das Honigfest in Châtillon, immer am letzten Sonntag im Oktober. Dann verwandelt sich das Dorf in die Honighauptstadt des Aostatals und wird von Imkern regelrecht belagert. Für Touristen ist dieses Fest ein wahrer Leckerbissen für die Probe von herrlichen Süßspeisen, und der Wettbewerb in den Kategorien Rhododendron-, Blüten-, Kastanien-, Löwenzahn- und Lindenhonig ist unbedingt einen Besuch wert.

 

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Kunst/Kultur Reisen/Tourismus Veranstaltungen/Events

Im Aostatal schlägt das Herz im August auf der Alm

Im Aostatal kommen die Almen im Ferienmonat August ganz groß raus. Alpages Ouverts heißt das Sommerereignis, das vom 2. bis zum 25. August zum Besuch zahlreicher Almen der Region einlädt, um sich vom Alltag in den Bergen verzaubern zu lassen.

Das Aostatal ist Italiens kleinste Region und, was die Berge betrifft, auch die höchste. Im Dreiländereck mit Frankreich und der Schweiz gelegen, erhebt sich hier der Mont Blanc, italienisch Monte Bianco. Der Sommer braucht etwas länger, um in den höheren Lagen anzukommen, aber wenn er erst einmal da ist, wird er auch gebührend gefeiert, und dazu geht es im August auf die Alm.

Hochweiden am Rutor Gletscher © Enrico Romanzi

Wie in allen alpinen Bergregionen, war auch hier das Leben traditionell sehr herausfordernd. Das Land zu bewirtschaften wäre ohne das Milchvieh kaum möglich gewesen. Gleich drei einheimische Kuhrassen gibt es, wobei die Valdostana Pezzata Rossa dafür bekannt ist, dass sie auch unter den schwierigen Umweltbedingungen viel Milch gibt. Die Mühsal und die große Herausforderung der Almwirtschaft ist im kollektiven Gedächtnis tief verwurzelt. So ist Alpages Ouverts, die offenen Almen, vom 2. bis zum 25. August u.a. in Avise, Saint-Vincent, Châtillon, Valtournenche und Gressoney-La-Trinité jeweils einen ganzen Tag lang begangen, hier eine Herzensangelegenheit.

Die Idee ist einfach: Alljährlich wird im August auf eine Reihe von Almen geladen, um mit den Menschen, die dort oben arbeiten, einen ganzen Tag zu verbringen, um die Arbeitsabläufe und die Gerätschaften kennen zu lernen. Es gibt Führungen und Erklärungen auf den Weiden, in den Ställen, zur Aufzucht, und es wird gemolken. Es geht darum, zu erfahren, woher Käse, Fleisch und Speck kommen und natürlich wird gemeinsam gegessen, Typisches wie Polenta, Fontina oder Frischkäse.

Aostatal Speck – Lard d’Anard DOP © Stefano Venturini

Aber wer spricht hier schon einfach nur von Milch und Käse! Man wäre nicht in Italien, wenn die Produkte, die auf den Tisch gelangen, nicht allerhöchste Qualität hätten. Da wäre der Fontina DOP, die Königin unter den Käsesorten des Aostatals, zu nennen, eine würzige Sorte aus Kuhmilch, die auch zu heißen Gerichten wie der Polenta leicht schmelzend genossen wird, oder der Fromadzo DOP, der bei längerer Reife etwas Schärfe entwickelt. Neben vielen weiteren Käsesorten werden hier auch Butterfreunde voll auf ihre Kosten kommen, denn die Qualität der verfütterten Gräser und Kräuter bestimmt nun einmal den Geschmack. Aber nicht nur mit Molkereiprodukten besticht die Region, sondern auch die Namen hervorragender Schinken wie der mit Bergkräutern gewürzte Jambon de Bosses DOP, der köstliche mit Salz und Kräutern eingeriebene und in Holzfässern gereifte Speck Lard d’Anard DOP, oder auch die hier beliebte Motzetta, das luftgetrocknete Rinder-, Gämsen-, Hirsch oder Wildschweinfleisch, all dies sind delikate Spezialitäten, die die traditionelle Almwirtschaft über Jahrhunderte hervorgebracht hat.

Aber noch einmal zurück auf die Alm. Für die Alpages Ouverts öffnen sich verschiedene Almen zu variierenden Terminen. Die Teilnahmen ist kostenlos. Der Beginn ist 10 Uhr morgens, und man kann bei Führungen zu den Themen Rinderaufzucht und Weidenwirtschaft, Stallungen, Melken, Produktverarbeitung das Leben hier kennenlernen. Selbstverständlich ist auch an Kinderprogramme gedacht, um den Kleinen die Alm spielerisch näherzubringen. Und um 13 Uhr gibt es bei einem Mittagessen die Möglichkeit, sich an den Gaumenfreuden der Region zu ergehen.

Käse-Fontina-DOP-Aostatal © EnricoRomanzi

Wer es im August nicht schafft, dem sei versichert, dass ein Besuch auf einer Alm, italienisch Alpeggio genannt, während des gesamten Sommerhalbjahres lohnende Wanderziele sind, um in einer alten Kulturlandschaft ein besonderes Erlebnis zu genießen.

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Veranstaltungen/Events

Aktiv-Sommer im Aostatal

In Cervinia wird vom 27. bis zum 29. Juli das 5. Outdoor Festival gefeiert, die großartige Gelegenheit, in dem wunderschönen Feriengebiet in einem Rundumerlebnis auszuprobieren und zu erleben, wie man aktiv den Sommer in den Bergen genießen kann. Und Biking-Fans feiern am 28. und 29. Juli in einem Massenstart die Maxiavalanche auf 3500 Meter Höhe

Maxiavalanche © Turismo Valle d’Aosta

Das Aostatal, italienisch Valle d’Aosta, ist die kleinste Region in Italien. Im Nordwesten der Alpen ist man hier stolz darauf die vier Viertausender zu den Hausbergen zählen zu dürfen, das Matterhorn, den Gran Paradiso, den Mont Blanc und Monte Rosa.

Cervinia, im Schatten des Matterhorn gelegen, ist schon seit langem für seine familienfreundlichen Skianlagen bekannt. Vom 27. bis zum 29. Juli findet hier nun das 5. Outdoor Festival statt, ein renommiertes Event, das dem Besucher ein Wochenende lang die Möglichkeit gibt, fast die gesamten Outdoor Möglichkeiten, die sich im Sommer in den Alpen erleben lassen, unter fachmännischer Betreuung auszuprobieren.

Ein Wochenende lang klettern, Ausflüge machen, Nordic Walking, Yoga, MTB, E-Bike, Trail Running, Golf, Paragliding, Free Climbing. Und da die Skianlagen von Breuil-Cervinia Valtournenche das größte zusammenhängende Gebiet für Sommerski bieten, gibt es natürlich auch diese Aktivität auf dem 5. Outdoor Festival zu erleben. Dabei stellen Anbieter von Ausrüstung und Zubehör ihr Material zu niedrigen Preisen zur Verfügung. Ein Schnupperkurs in Sachen Outdoor Sommer Experience!

Zeltlager Outdoorfestival© Turismo Valle d’Aosta

Der Hit der Veranstaltung ist aber sicherlich das Outdoor Base Camp. Für 30 Personen wird ein Zeltlager in 3317 Meter Höhe aufgebaut. Der Aufstieg und die Übernachtung werden von ausgebildeten Bergführern begleitet und betreut, und für nur 130 Euro kann sich hier jeder einmal den Gipfeln ganz nah fühlen und eine abenteuerliche Nacht draußen in den Hochalpen verbringen.

Längst hat das MTB in den Bergen Einzug gehalten. Im gesamten Aostatal gibt es ein Netz von über 1000 Kilometern an erlebnisreichen Strecken, um beim Anblick von schneebedeckten Gipfeln und atemberaubend schöner Natur diesem Sport zu frönen, auf Waldwegen, Last- und Eselspfaden. In vielen Orten stehen gut ausgebildete MTB-Lehrer zur Verfügung, bei denen man seine Techniken verbessern oder auch sich sachkundig mit dem Wegenetzt vertraut machen kann. Und natürlich gilt das auch für diejenigen, die eine Leidenschaft für adrenalinankurbelnde Abfahrten hegen. Downhill, Freeride und Cross Country – die Aficionados dieser Sportarten finden gerade im Aostatal eine Dichte an Bikeparks, die in Europa ihresgleichen sucht.

Besonders die Skianlagen von Monterosa, Pila, La Thuile und Cervinia bringen noch mehr Schwung in die Sache: die Sessellifte sind hier auch im Sommer in Betrieb und bringen Sportbegeisterte inklusive Fahrrad bequem und ohne Mühe auf den Berg, so dass sie hier Gravity-Sport auf ausgewiesenen, atemberaubend schönen Strecken erleben können. Darüber hinaus werden in der ganzen Region Fahrradtransporte, die Bike Shuttles, von vielen Sportorganisationen angeboten.

Monterosamassiv

Wer es ganz wild mag, für den ist die Maxiavalanche Pflicht. Ein internationaler Downhill-Wettbewerb an der Grenze zwischen Italien und der Schweiz. Am 28. Juli findet das Qualifikations- und Positionierungsrennen mit einem Höhenunterschied von 1000 Metern statt, und am 29. Juli geht es um den Sieg: In Eiseskälte geht es los auf dem Gletscher Plateau Rosà in 3500 Meter Höhe. Die Aufstellung zum Massenstart in vier Kategorien beginnt um 7 Uhr morgens. Und dann geht es in vier Kategorien in zwei Wellen 1500 Meter bergab, durch einen der schönsten Alpenwinkel bis zum Finish in Breuil-Cervinia.

Eine klassische Outdoor-Aktivität, für die das Aostatal bekannt ist, ist nach wie vor Sommerski. Die Anlagen in Breuil-Cervinia sind dafür bis zum 9. September geöffnet. Einen Gesamtüberblick über die Sommerskimöglichkeiten sowie weitere zahlreiche Outdoor-Events von internationalem Rang verschafft www.lovevda.it.

Veranstaltungen/Events

Weihnachtszauber im Aostatal

Am 25. November öffnet ein besonderer Weihnachtsmarkt in Aosta: in der stimmungsvollen Atmosphäre des antiken römischen Theaters

Das Aostatal, Valle d’Aosta, ist die kleinste italienische Region, im Nordwesten der Hochalpen mit den Viertausendern Gran Paradiso, Monte Rosa, Mont Blanc und Matterhorn. Neben der atemberaubenden Berglandschaft, die sie seit Jahren zu einem beliebten Urlaubsziel für Wintersportler macht, hat das Aostatal in der dunkleren Jahreszeit auch eine genussfreudige Seite zu bieten: hier trifft die Leichtigkeit des Südens auf weihnachtliche Gemütlichkeit.

Marché Vert Noël © Enrico Romanzi

Traditionen werden im Aostatal sowieso groß geschrieben. Die Geschichte ist hier überall zum Greifen nah. So garantiert die spektakuläre Kulisse des Römischen Theaters von Aosta den Liebhabern des Weihnachtsmarktzaubers ein besonders beeindruckendes Erlebnis. Vom 25. November bis zum 7. Januar verwandelt der „Marché Vert Noël“ mit seinen kleinen Buden voller Naschwerk, Kunsthandwerk und Glühwein die antike Stätte in ein weihnachtliches Bergdorf, in dem man schlendern, sich verzaubern lassen und vor allem die hervorragenden Weine und Delikatessen des Aostatals entdecken kann.

Das Areal des Theaters, dessen Bau im 1. Jh. v. Chr. begann, ist tatsächlich imposant, die 22 Meter hohe Südfassade ist sehr gut erhalten. Leicht kann sich der Besucher einen lebhaften Eindruck von den Zuschauerrängen und der Bühne machen, denn es ist alles noch da und er steht mittendrin. Ein sehenswerter und ein romantischer Ort, an dem sich Weihnachtsgefühle sicher einstellen.

Aber auch Schlemmerer kommen auf ihre Kosten. Der Anblick von regionalen Spezialitäten (DOP) wie dem Jambon de Bosses und Fontina-Käse oder Lard d‘Arnad (mit aromatischen Bergkräutern gewürzter Speck) lässt jedem Feinschmecker das Wasser im Munde zusammenlaufen.

Marché Vert Noël © Enrico Romanzi

Das gesamte Aostatal lockt während der Adventszeit und über den Jahreswechsel mit Weihnachtsmärkten, die dazu einladen, durch beschauliche Orte zu schlendern, das traditionelle Kunsthandwerk kennenzulernen und die Bergwelt zu genießen. Und immer sind dabei Gaumenfreuden garantiert. So in Chambave am 26.11. oder am 9.12. in Morgex, um nur einige zu nennen. Der „Petit Marché au Bourg“ in Châtillon am 3.12., der „Kleine Dorfmarkt“ verdient als traditioneller Kunsthandwerkmarkt besondere Erwähnung. Er schmiegt sich an das malerische Schloss Gamba und wird in diesem Jahr ein besonderes Unterhaltungsprogramm für Touristen.

In Morgex geht dies übrigens Hand in Hand mit einer anderen, sehr fröhlichen Tradition, die einen Streifzug durch die gesamte Region in dieser Jahreszeit unbedingt lohnt: das Aufstellen des Weihnachtsbaumes. Die gemütlichen kleinen Orte erstrahlen in feierlichem Lichterglanz und verlocken immer zu einem Bummel und natürlich zum guten Essen und Trinken.

Malerisch geht es auch in Pont-Saint-Martin zu, wo über dem rauschenden Fluss Dora Baltea am 29.11. der traditionelle Viehmarkt stattfindet, auf dem auch der Gaumenkitzel nicht zu kurz kommt. Wer es einrichten kann, sollte auf keinen Fall die Verkostung des Toma am 9.12. in Gressoney  verpassen. Der würzige Halbfettkäse reift auf den hiesigen Almen und wer bei einem Spaziergang durch den romantischen Ortskern auf deutschsprachige Straßenschilder trifft, hat sich nicht verlesen: noch immer wird hier das mittelalterliche Walserdeutsch gesprochen.

Weihnachtliches Gressoney © Turismo Valle d’Aosta

Und auch wer einen stimmungsvollen und ruhigeren Jahreswechsel sucht, ist im Aostatal gut aufgehoben: Laute Knallerei wird man hier weniger finden, dafür stimmungsvolle Fackelumzüge, die so manchen kleinen Ort des Tals zum Jahresende in ein bezauberndes Licht tauchen und vor der Kulisse der majestätischen Berge zu einem stimmungsvollen Silvesterfest einladen.

Aber zurück zum römischen Theater: Wer mehr über die römische Vergangenheit dieses imposanten Bauwerkes sowie der Stadt Aosta erfahren will, dem sei ein Besuch des Archäologischen Museums empfohlen, oder einer der kulturellen Rundgänge, die der regionale Tourismusverband auf seiner Webseite vorschlägt. Dort finden sich auch preiswerte Übernachtungsangebote, um die Feiertage stimmungsvoll und angenehm im Aostatal zu verbringen. Der „Marché Vert Noël“ ist täglich, auch feiertags, geöffnet.

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Essen/Trinken Pressemitteilungen Veranstaltungen/Events

Extremer Wein auf hohen Bergen

Am 26. November findet im Aostatal die Siegerehrung der 25. Mondial Vins Extrêmes statt, der weltweite Wettbewerb für Weine aus extremen Anbaugebieten

Das Aostatal liegt in den Hochalpen, im äußersten Nordwesten Italiens und zählt seit alters her zu den höchsten Weinanbaugebieten. Auf bis zu 1300 Meter hohen Terrassen werden die Reben kultiviert, eine mühevolle Arbeit, an deren Ende oft nur geringe Mengen stehen, die dafür durch hohe Qualität überzeugen.

Vins extremes © Turismo Valle d‘ Aosta

Im Rahmen des 2. Salons „Vins Extrêmes“ findet am 26. November im Forte di Bard die Siegerehrung des 25. Mondial Vins Extrêmes statt, der „Weltmeisterschaft extremer Weine“.  Der Wettbewerb wird seit 1993 vom internationalen Weinforschungsinstitut CERVIM durchgeführt. Das Wort „extrem“ bezieht sich auf die geografischen Gegebenheiten der Anbaugebiete: Berücksichtigt werden nur Weine aus Trauben, deren Reben über 500 Meter über N.N., auf Hängen mit mehr als 30 Prozent Gefälle, auf Terrassen oder auf kleinen Inseln wachsen.

Die Auswahl durch 30 Tester fand bereits im Juli statt, und die hatten viel zu tun: 740 Weine von 306 Erzeugern aus 15 Ländern traten in 9 Kategorien, nach Farbe, Schaumwein und Zuckergehalt, zur Kür an. Zahlreiche Preise werden für einzelne Weine, Produzenten und ganze Anbauregionen vergeben.

Diese Anbaugebiete sind meist isoliert, haben ein besonderes Mikroklima und bringen unter diesen außergewöhnlichen Umstände viele autochthone Rebsorten hervor. Das gilt auch für das Aostatal: von hohen Bergen hufeisenförmig umschlossen, herrscht ein vergleichsweise trockenes Mikroklima. Die Berge bieten Schutz vor Wind und schlechtem Wetter, aber die Trauben müssen extreme Winter und relativ heiße Sommer ertragen. Kräftige Rotweine, zum Beispiel aus den einheimischen Sorten Fumin und Petit Rouge entstehen hier. Aber auch Weißweine wie der leicht perlende, aus der extrem hoch wachsenden Rebsorte Prié blanc kreierte Cave Mont Blanc sind beachtlich. Seit 1985 existiert die geschützte Herkunftsbezeichnung  „DOP Valle d’Aosta“.

Morgex © Turismo Valle d’Aosta

So ist das Engagement dieser Region für die „extremen Weine“ verständlich. Am 25. und 26. November veranstaltet die Stiftung „Forte di Bard“ in der gleichnamigen Burg im Aostatal den 2. Salon „Vins Extrêmes“ für das breite Publikum: hier stellen sich die Produzenten dieser außergewöhnlichen Weine vor. Es gibt ein reichhaltiges Programm, um die Weine in geführten Verkostungen und Geschmacksworkshops kennenzulernen, aber auch, um mehr über die Herausforderungen des Anbaus zu erfahren. Der Eintritt kostet 20 € für einen Tag, 30 € für beide Tage.  Als besonderer Höhepunkt darf dabei sicherlich die Verkostung aller prämierten Weine gelten.

Arnad© Turismo Valle d’Aosta

100 Weine aus autochthonen Reben waren in diesem Jahr auf dem Mondial Vins Extrêmes vertreten. Darunter auch viele aus dem Aostatal, wie die Sorten Prié blanc, Prëmetta oder Cornalin. Eine lohnenswerte Art, die Region und ihre Weine kennenzulernen, ist, gemütlich entlang der von der Gesellschaft „Route des vins Vallée d’Aoste“ ausgewiesenen Weinstraße zu fahren. Hier lernt man nicht nur Kellereien, Käsereien, Almen und die traditionellen kulinarischen Spezialitäten kennen sondern wird auch an atemberaubend schöne Panoramen auf die beeindruckende Bergwelt geführt.

www.lovevda.it  www.vins-extremes.it  www.mondialvinsextremes.com  www.cervim.org www.routedesvinsvda.it

 

Kunst/Kultur Veranstaltungen/Events

Das Aostatal kürt die Königin der Kühe

Am 22. Oktober findet in Aosta das 60. Finale der „Batailles de Reines“ statt, der traditionelle Wettstreit um die kämpferische Kuh

Batailles de Reines © archivio Turismo Valle d’Aosta

Das Aostatal, Valle d’Aosta, ist die kleinste italienische Region, im Nordwesten der Hochalpen mit den Viertausendern Gran Paradiso, Monte Rosa, Mont Blanc und Matterhorn. Hier hat die Almwirtschaft eine lange Tradition, und dazu gehört die Kuh. „Batailles de Reines“ bedeutet „Kämpfe der Königinnen“. Wettkämpfe zwischen Kühen, seit Jahrhunderten fester Bestandteil der hiesigen Kultur, finden zwischen Frühjahr und Herbst statt. Seit 1958 wird die Organisation und Durchführung von der Regionalregierung finanziert.

Zum 60. Jubiläum wird das große Finale der diesjährigen Saison am 22. Oktober in der Arena Croix-Noire in Aosta ausgetragen. Bei den „Königinnen“ handelt es ich um Kühe der Rasse Valdostaine pie noire, einer der alten Zweinutzungsrassen, gezüchtet für Milch- und für Fleischerzeugung, die ursprünglich im gesamten Alpenbogen heimisch waren. Muskulös und robust, sind sie mit einer Größe von durchschnittlich 120 cm bei Kühen und 130 cm bei Stieren relativ klein und, was bei der Beweidung steiler Alpwiesen sehr wichtig ist, besonders trittsicher.

Désarpa © archivio Turismo Valle d’Aosta

Die besondere Atmosphäre des Wettstreits zieht Tausende von Zuschauern in ihren Bann. Es geht um Stolz, nicht nur auf die Kühe sondern auch darauf, aus demselben Tal zu stammen. Einheimische wie auch Touristen aus Frankreich und der Schweiz lassen sich von diesem emotionsgeladenen Spektakel anlocken.

Auch für die Züchter sind die Kämpfe wichtig. Die Stammbäume werden überwacht und die Siegerin wird mit kunstvollen Blumenbouquets geschmückt. Die Kämpfe werden nicht forciert sondern entspringen dem natürlichen Instinkt der Herdentiere, ihre Rangordnung zu klären. Immer wenn auf freien Flächen, wie auf Almwiesen, die Anführerinnen zweier Herden aufeinandertreffen, fordern sie sich heraus. Ziel ist es nicht, die Gegnerin zu verletzen oder zu vertreiben. Vielmehr pressen sie ihre Hörner solange gegeneinander, bis eine von beiden zurückweicht und sich damit unterordnet. Es geht um Willensstärke und Durchhaltevermögen, die Spannung ist dabei in der Luft zu spüren.

Von März bis Oktober finden die Vorentscheidungen immer sonntags in über zwanzig Gemeinden statt, vor dem fantastischen Alpenpanorama des Aostatals, wobei die Tiere in drei Gewichtsklassen antreten. Die Kühe werden gewogen und, weil nur trächtige Tiere zugelassen sind, veterinär kontrolliert. All das ist nur möglich durch das unermüdliche Engagement freiwilliger Helfer, die im Verein „Amis des Batailles de Reines“ zusammengeschlossen sind, dessen Vorläuferorganisation schon 1958 gegründet wurde.

Weitere traditionsreiche Feste finden rund um den Almabtrieb statt. „Désarpa“ genannt, hat er Volksfestcharakter mit Umzügen und Alphörnern, am 30 September z.B. in Cogne und in Valtournenche. Kulinarischer Genuss ist dabei garantiert, Käsespezialitäten wie der Fromazdo DOP und vor allem der Fontina d’Alpeggio DOP, der herzhafte Rohmilchalmkäse, werden hier mit Roggenbrot und Spezereien wie dem Lard d’Arnard, einem schmackhaften, in Bergkräutern konservierten genossen.

Besondere Erwähnung verdient der „Marché au Fort” am 9. Oktober in der mittelalterlichen Burg von Bard. Über 80 Erzeuger bieten hier ihre breitgefächerte Palette einheimischer Produkte zum Verkauf und zur Verkostung, wozu neben Käse und Spezereien im Aostatal auch einzigartige Weine und Apfelsäfte gehören.

Mehr Informationen unter www.lovevda.it/de „traditionelle Veranstaltungen“

 

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Biking am Viertausender

Am 10. September findet in Cogne im Aostatal der 17. GranParadisoBike statt

Biking-in-La-Thuile © archivio Turismo Valle d’Aosta

Der Gran Paradiso ist einer der vier Viertausender des Aostatals, der Region Valle d’Aosta im Nordwesten Italiens. Das beschauliche Cogne wird in diesem Spätsommer zu einem Treffpunkt des Radsports und veranstaltet am 10. September den 17. GranParadisoBike. Bereits am 9. September findet der Mini GranParadisoBike für Kinder von 7 bis 12 Jahren statt. In diesem Jahr ist der GanParadisoBike die 7. Etappe des Coppa Piemonte MTB 2017. Der Parcours hat eine Länge von 43,5 km und der Höhenunterschied +/- beträgt 1450 m.

Am 12. sowie am 26. August findet jeweils ein Test Day statt. Hierbei geht es gemütlicher zu. Treffpunkt ist Cogne, um 8.30 Uhr gibt es Kaffee, und nach der Fahrt über die Strecke trifft man sich zum gemeinsamen Mittagessen gegen 12.30 Uhr wieder dort. Die Einschreibegebühr beträgt 15 €.

Das Aostatal liegt in den Westalpen, im wildesten und höchstgelegenen Teil des Alpenbogens, und es hat sich längst zu einem hochalpinen Biking-Mekka entwickelt. Gut ausgebaute Trails, die nicht nur für Profis, sondern auch für weniger routinierte Biker fahrbar sind, durchziehen die gesamte Region und machen diese raue und zugleich bezaubernde Landschaft gerade im Sommer für die ganze Familie erlebbar. Internationale Trails führen nahe an die vier Viertausender heran, mit denen die kleine Region aufwartet.

MTB und Weinberge von Aymavilles © Enrico Romanzi

Längst gibt es Kurse für MTB-Fahrtechniktraining. Besonders in der Organisation „Bike And Mountain“ engagieren sich anerkannte Trainer – hier sind sie als “Maestri di MTB” anerkannt – dafür dass jeder seine Fahrtechniken verbessern und so noch mehr Spaß am Biken auf Gebirgsstrecken haben kann. Und diese Strecken lohnen sich. Da viele der Maestri auch Bergführer sind,  gehören geführte MTB-Touren mittlerweile zum touristischen Standardangebot. Dabei sind nicht nur atemberaubende Panoramen sondern auch umfassende Erklärungen der Landschaft garantiert. Solche Touren können z.B. am Mont Blanc, Monte Rosa oder Gran Paradiso je nach Wunsch mehrere Tage dauern, ein dichtes Netz an Bikerhotels mit umfassendem Service macht dies möglich.

Eine wahre MTB-Park-Kultur hat sich entwickelt. In den Parks von La Thuile, Pila, Cervinia und am Monte Rosa sorgt das umfangreiche Angebot an Freeride-Strecken und Downhill-Kursen dafür, dass auch der besondere sportliche Kick nicht zu kurz kommt. Diese Parks nutzen geschickt die örtlichen Sessellifte und sind international dafür beliebt, dass das Bike im Lift hochbefördert werden kann, womit Anhänger dieser Sportarten hier ganz besonders auf ihre Kosten kommen.

Downhill a Breuil-Cervinia © archivio Bike Club VdA

Um entspannte Ferientage mit der ganzen Familie zu verbringen, gewinnt auch das E-Bike an Bedeutung. E-Bike-Verleiher, die oft auch Touren in die Umgebung organisieren, gibt es nicht nur in der Stadt Aosta selbst sondern auch in Chamois und Châtillon, um nur einige zu nennen. Sogar der Nationalpark Gran Paradiso hat als erster Nationalpark Italiens überhaupt dieses Konzept aufgegriffen, um die Natur statt auf Schusters Rappen auf dem Sattel zu erkunden. So kann man beispielsweise in den Besucherzentren des Parks in Cogne, Valsavarenche und Rhêmes-Notre-Dame E-Bikes mieten und motorisiert aber ökoverträglich in die ursprünglichen Lebensräume von Steinbock, Gämse und Bartgeier eintauchen und sich so auf eine neue Art des „Bergwanderurlaubs“ begeben.

Weitere Informationen bieten die folgenden Portale:

www.lovevda.it  www.granparadisobike.it    www.pngp.it