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Carsharing: Auf den Versicherungsschutz kommt es an!

ARAG Experten über das Für und Wider der geteilten Autos

Wer unter 10.000 Kilometer im Jahr mit dem Auto zurücklegt, kann im Carsharing eine gute Alternative zum eigenen Auto finden. Das spart nicht nur die Anschaffungskosten für einen Pkw, sondern auch Unterhalt, Stellplatz, Kfz-Steuer und -Versicherung. Jedoch sollten dabei mehrere Komponenten berücksichtigt werden: Wo ist die nächste Station? Wie ist die Angebotsabdeckung im eigenen Umfeld? Wofür wird ein Auto überhaupt benötigt? Gibt es verkehrstechnische Alternativen im öffentlichen Personennahverkehr? Auch stellt sich die Frauge, wie es um den Versicherungsschutz beim Car-sharing steht – denn da sind die Modalitäten von Anbieter zu Anbieter sehr unterschiedlich, so ARAG Experten.

Wann lohnt sich Carsharing?
Generell ist festzuhalten, dass sich Carsharing für die tägliche Fahrt zur Arbeit – mag die Strecke auch noch so kurz sein – nicht lohnt, besonders, wenn die Standzeit gezahlt werden muss. Die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder auch mit dem eigenen Auto wäre in einem solchen Fall eher anzuraten. Das Autoteilen bietet sich für Personen an, die nur sporadisch ein Auto zu unterschiedlichen Zwecken benötigen. Das Praktische dabei ist, dass es bei allen Anbietern Wahlmöglichkeiten zwischen verschiedenen Modellen gibt. So kann für den Großeinkauf ein Kombi, für die schnelle Fahrt durch die Stadt ein kleiner Flitzer oder für die Landpartie ein Cabrio geordert werden. Allerdings sollte das Auto nicht zu selten genutzt werden, da beim Carsharing auch meist feste Gebühren anfallen. Wer nur einmal im Jahr einen Ausflug machen möchte oder das Auto generell für mehrere Tage benötigt, fährt mit einem Leihwagen günstiger.

Wie setzen sich die Kosten zusammen?
Einen einheitlichen Richtwert, nach dem sich beim Carsharing die Kosten berechnen, gibt es nicht – schließlich konkurrieren zahlreiche unabhängige Anbieter um die Autofahrer ohne eigenen Pkw. Allerdings ist die Tarifstruktur bei den meisten Anbietern ähnlich. Die Kosten setzen sich aus einer Anmeldegebühr (meist zwischen 20 und 40 Euro), gegebenenfalls einer Monatsgebühr (je nach Anbieter) und einer Nutzungsgebühr zusammen. Diese unterteilt sich in eine Zeit- und Kilometerpauschale. Häufig liegen die Preise hier bei rund zwei Euro pro Stunde und ungefähr 20 Cent pro Kilometer. Meist hängt die Höhe der Nutzungsgebühr mit den Pauschalkosten zusammen, d.h. werden höhere Beiträge erhoben, sinkt die Nutzungsgebühr. Die Benzinkosten sind grundsätzlich im Preis enthalten.

Wie ist der Versicherungsschutz?
Auch wenn sich die Vertragsgestaltung bei allen Anbietern ähnelt und es je nach Region auch nicht immer Alternativangebote gibt, sollte der Nutzer dem Unternehmen nicht blind vertrauen. Die ARAG Experten raten, insbesondere darauf zu achten, wie das Auto versichert ist. Zwar sind Vollkaskoversicherungen meist vertraglich inkludiert – aber fast immer mit einer Selbstbeteiligung. Diese kann je nach Anbieter stark variieren, so dass es im Ernstfall trotz Kasko-Schutz teuer werden kann. Bei manchen Unternehmen kann der Selbstbehalt durch Zahlung eines Zusatzbeitrages gesenkt werden. Fahranfänger sollten die Bedingungen besonders genau prüfen. Viele Unternehmen erhöhen nicht nur die Selbstbeteiligung für Fahrneulinge, sondern fordern noch Kaution und Zusatzversicherung. Eine günstige Methode für Einsteiger ist Carsharing entgegen vielfacher Vermutungen daher nicht.

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https://www.arag.de/service/infos-und-news/rechtstipps-und-gerichtsurteile/auto-und-verkehr/

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Warum jeder schwimmen können sollte

ARAG Experten erläutern, warum Schwimmen so wichtig ist und wie man es lernt

Noch genießen wir lange Sonnentage und laut Wetterprognose soll auch in den kommenden Tagen das Bilderbuchwetter zurückkehren. Da lockt ein Sprung in den nahe gelegenen See oder eine andere erfrischende Badestelle. Doch je länger das Traumwetter anhält, desto mehr Menschen ertrinken auch bei dem verständlichen Wunsch nach Abkühlung. So ertranken im vergangenen Jahr mindestens 504 Menschen in Deutschland. 24,8 Prozent mehr als im weniger sonnigen 2017, so die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Besonders häufig trifft es Kinder; denn immer weniger können schwimmen. ARAG Experten geben Tipps, damit sich Kinder und Erwachsenen sicher im Wasser bewegen können.

Immer weniger können Schwimmen
Schwimmen sollte zu den Grundfertigkeiten wie Lesen, Schreiben und Rechnen gehören! Doch Deutschland wird immer mehr zu einem Nichtschwimmerland. Weit mehr als die Hälfte der Zehnjährigen in Deutschland kann nicht richtig schwimmen, wie eine repräsentative Umfrage im Auftrag der DLRG zeigt. Eine Studie des Robert-Koch-Instituts belegt, dass Mädchen häufiger und im Durchschnitt auch etwas früher schwimmen lernen als Jungen. Bei den älteren Semestern sieht es kaum besser aus. Auch fast die Hälfte der Erwachsenen sind mittlerweile keine sicheren Schwimmer. Dabei konnten noch Ende der 1980er Jahre knapp 90 Prozent der Bevölkerung schwimmen. Warum geht diese wichtige, unter Umständen lebensrettende Fertigkeit verloren?

Es gibt mehrere Gründe: Noch in den 1960er und 1970er Jahren bauten selbst kleine Städte und Gemeinden Hallenbäder. Hier lernte fast jedes Kind das Schwimmen – sei es beim Schwimmkurs im Verein oder während des Schulunterrichts. Doch die Gemeinden haben kaum noch die Mittel, um die in die Jahre gekommenen Frei- und Hallenbäder zu sanieren. Das trifft die Schulen. Die können allzu oft keinen Schwimmunterricht mehr erteilen, weil das nächstgelegene Schwimmbad geschlossen hat. Die öffentlichen Bäder müssen oft auch privat betriebenen Spaßbädern weichen. Aber in Whirlpools und auf Wasserrutschen lernt man nicht schwimmen. In zahlreichen Kommunen streiten Vereine und Schwimmschulen um die wenigen Becken, die zum Schwimmenlernen geeignet sind. Wer sein Kind in den Schwimmkurs schicken möchte, muss oft Wartezeiten oder lange Wegstrecken überwinden, bevor der erste Schwimmzug getan wird.

Gewöhnung ans Wasser
Wer seine Bahnen sicher durchs Becken oder den See zieht, vollführt komplexe Bewegungsabläufe. Die muss der Körper erst erlernen und verinnerlichen. So genannte Crash-Kurse sind also nichts für Kinder! Auch das Seepferdchen-Abzeichen als Ziel ist nicht ausreichend. Dass Seepferdchen zeigt, dass ein Kind nicht sofort untergeht. Dass der Träger ein sicherer Schwimmer ist, der auch mit ungewohnten oder Gefahren-Situationen zurechtkommt, besagt es nicht. Ein guter Schwimmkurs hat mindestens das Freischwimmer-Abzeichen zum Ziel. Bevor ein Schwimmkurs oder der Schwimmunterricht in der Schule losgeht, benötigt ein Kind Vertrauen zum Wasser. Erst dann ist es bereit, sich darin aufzuhalten.

Je früher Eltern ihre Kinder mit dem Wasser vertraut machen, desto besser. Denn wenn sich erst einmal Angst vor dem Wasser einschleicht, ist sie nur schwer wieder loszuwerden. Die nötige Vertrautheit mit Wasser entsteht auch durch Regelmäßigkeit. Deshalb sollten Eltern – wenn möglich – einmal pro Woche mit ihren Kleinen ins Schwimmbad oder an den See gehen. Es gibt auch Wassergewöhnungskurse für Ein- bis Vierjährige, die viele Schwimmvereine anbieten. So vorbereitet kann der Schwimmunterricht beginnen.

Schwimmen lernen – aber richtig!
Eltern sollten ihren Kindern das Schwimmen nur selbst beibringen, wenn sie dazu geschult sind, so ARAG Experten. Ausgebildete Schwimmlehrer haben Grundwissen in Pädagogik und Lernpsychologie der Kinder. Zudem bringen sie den Kindern die richtigen Bewegungsabläufe bei. Das ist wichtig, weil gerade beim Brustschwimmen viel falsch gemacht werden kann. Die falsche Technik kann dem kleinen Körper mehr schaden als nützen. Wie finden Eltern aber einen guten Schwimmkurs, wenn die Schule keinen Schwimmunterricht anbietet? Darauf sollte man achten:

Besonders wichtig ist, dass die Schwimmlehrer ein Zertifikat vorweisen können. Denn die Bezeichnung Schwimmlehrer ist nicht gesetzlich geschützt – jeder darf sich so bezeichnen. Lizenzierte Lehrgänge für Schwimmlehrer bieten z. B. der Deutsche Schwimmverband oder die DLRG an.

Es befinden sich nicht mehr als zwölf Kinder in einer Lerngruppe.

Der Unterricht ist vielseitig, so dass die Kinder spielerisch und ohne Druck lernen können.

Der Kurs sollte nicht weniger als 20 Stunden beinhalten.

Die meisten Bäder und Schwimmvereine bieten übrigens auch Schwimmkurse für Erwachsene an. Es ist nämlich nie zu spät um zu lernen, sich sicher im Wasser zu bewegen. Die alte Weisheit, „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“, lassen ARAG Experten nicht gelten.

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ARAG Recht schnell…

Aktuelle Gerichtsurteile auf einen Blick

+++ Trennungsunterhalt setzt kein Zusammenleben voraus +++
Der Anspruch auf Trennungsunterhalt setzt weder voraus, dass die Beteiligten vor der Trennung zusammengezogen sind oder zusammen gelebt haben, noch dass es zu einer Verflechtung der wechselseitigen Lebenspositionen und zu einer inhaltlichen Verwirklichung der Lebensgemeinschaft gekommen ist. Dies hat nach Auskunft der ARAG das Oberlandesgericht Frankfurt am Main entschieden (Az.: 4 UF 123/19).

Sie wollen mehr erfahren? Lesen Sie die aktuelle Pressemitteilung des OLG Frankfurt.

+++ Ein Mietwagen ist kein Werkswagen +++
Ein als Mietwagen genutzter Pkw darf beim Verkauf nicht als „Werkswagen“ deklariert werden. Wie das Oberlandesgericht Koblenz laut ARAG entschieden hat, fallen unter den Begriff „Werkswagen“ nur Fahrzeuge eines Automobilherstellers, die entweder im Werk zu betrieblichen Zwecken genutzt oder von einem Mitarbeiter vergünstigt gekauft, eine gewisse Zeit genutzt und dann auf dem freien Markt wiederverkauft werden. Bietet ein Gebrauchtwagenhändler hingegen unter dem Begriff „Werkswagen“ auch Fahrzeuge an, die vom Fahrzeughersteller einem Mietwagenunternehmen zur Verfügung gestellt wurden, müsse er den Käufer hierüber aufklären. Geschieht dies nicht, könne der Käufer die Rückabwicklung des Kaufvertrages verlangen (Az.: 6 U 80/19).

Sie wollen mehr erfahren? Lesen Sie die aktuelle Pressemitteilung des OLG Koblenz.

+++ Makler: Kein Geld wegen falscher Auskunft +++
Informiert der Makler einen Kaufinteressenten über Tatsachen, die für die Kaufentscheidung wesentlich sind, infolge einer unzureichenden Organisation der Abläufe in seinem Büro leichtfertig falsch, kann er seinen Anspruch auf Vergütung verlieren. ARAG Experten verweisen auf den entsprechenden Beschluss des Oberlandesgerichts Koblenz. Damit wurde die Rechtsansicht des Landgerichts Mainz bestätigt, das die Klage eines Maklers auf Zahlung seines Lohns für den vermittelten Vertragsabschluss abgewiesen hatte (Az.: 2 U 1482/18, IBRRS 2019, 2053).

Sie wollen mehr erfahren? Lesen Sie den aktuellen Beschluss des OLG Koblenz.

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Pressemitteilungen

Was darf ein Rentner hinzuverdienen?

ARAG Experten erklären Ihnen alles, was Recht ist

Die Zahl der Ruheständler, die einer geregelten Arbeit nachgehen, steigt stetig. Laut den neuesten Zahlen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales hatten 2018 rund 1,45 Millionen Rentner einen Job. Mehr als jemals zuvor. Und der Trend hält an. Wichtig sind dabei die Hinzuverdienstgrenzen – je höher diese ausfallen, desto mehr Geld kann dem Rentner insgesamt zur Verfügung stehen. Die ARAG Experten erklären Ihnen die Regeln rund um den Hinzuverdienst zur Rente.

Das Wichtigste: Dürfen Rentner einen Nebenjob haben?
Die gute Nachricht: Ja, es ist erlaubt, als Rentner einen Nebenjob zu haben. Haben Sie die Regelaltersgrenze noch nicht erreicht, müssen Sie Ihre Beschäftigung allerdings dem Rentenversicherungsträger melden. Egal, wie alt Sie sind, müssen Sie Ihre Einnahmen zudem versteuern, wenn es sich nicht um einen Minijob handelt und Sie zusammen mit Ihrer Rente über dem Grundfreibetrag liegen.

Seit dem 1. Juli 2017 ist der Hinzuverdienst zur Rente deutlich flexibler geregelt, als dies bislang der Fall war. Mit Einführung der sogenannten „Flexi-Rente“ sind die festen Hinzuverdienstgrenzen entfallen. Stattdessen können Rentner vor Erreichen der Regelaltersgrenze 6.300 Euro pro Jahr anrechnungsfrei hinzuverdienen. Von dem darüber liegenden Verdienst werden 40 Prozent auf die Rente angerechnet. Das gilt auch für Erwerbsminderungsrenten. Die bisherigen starren Teilrentenstufen und Verdienstgrenzen sind dadurch entfallen. Alternativ haben Sie nach der Neuregelung die Möglichkeit, die Höhe Ihrer Teilrente von vorneherein selbst festzulegen. Sie muss mindestens zehn Prozent Ihrer Vollrente betragen. Daraus ergibt sich dann gleichzeitig Ihre individuelle Hinzuverdienstgrenze. Auskunft über die verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten im Hinblick auf Teilrente und Hinzuverdienst gibt Ihnen Ihr Rentenversicherungsträger. Für einen ersten Überblick haben wir die wichtigsten Regeln für Sie zusammengestellt.

Müssen für den Hinzuverdienst Steuern gezahlt werden?
Wenn Sie mehr als 450 Euro im Monat hinzuverdienen, sind Sie sozialversicherungspflichtig und müssen Ihre zusätzlichen Einnahmen versteuern – vorausgesetzt, Ihre Rente und Ihr Nebenverdienst liegen insgesamt über dem steuerlichen Grundfreibetrag.

Keine Hinzuverdienstgrenze bei Regelaltersrente
Sie haben die Regelaltersgrenze erreicht und beziehen nun eine Altersrente? Dann dürfen Sie grundsätzlich unbegrenzt zu Ihrer Rente hinzuverdienen. Ihre monatliche Rentenzahlung wird nicht beeinflusst. Sie sind auch nicht verpflichtet, Ihre Beschäftigung Ihrem Rentenversicherungsträger zu melden. Unter Umständen müssen Sie Ihre zusätzlichen Einnahmen aber versteuern.

Rente vor Erreichen der Regelaltersgrenze
Im Fall einer vorgezogenen Altersrente, beispielsweise der Rente mit 63, wird Ihnen die Rente bis zu einem jährlichen Hinzuverdienst von 6.300 Euro als Vollrente ausgezahlt, d. h. Sie erhalten Ihre Rente in voller Höhe ausbezahlt. Diese Grenze gilt in den alten und neuen Bundesländern gleichermaßen. Den Nebenjob und Ihren Verdienst müssen Sie Ihrem Rentenversicherungsträger melden. Erreichen Sie die Regelaltersgrenze, können Sie wiederum unbegrenzt hinzuverdienen.

Was passiert, wenn der Hinzuverdienst größer ist?
Das ist ganz einfach: Liegt Ihr Hinzuverdienst über der gesetzlich geregelten Hinzuverdienst-Grenze von 6.300 Euro im Jahr, wird etwas von Ihrer Rente abgezogen. Und zwar 40 Prozent des Betrages, der über 6.300 Euro hinausgeht. Je nachdem wie viel Sie hinzuverdient haben, erhalten Sie dann weniger Rente oder sogar gar keine.

Ein Beispiel:
Sie beziehen eine vorgezogene Altersrente von 900 Euro im Monat. Daneben verdienen Sie in Ihrem Job noch monatlich 1.400 Euro. Das ergibt einen Jahresverdienst von 16.800 Euro. Wird der Freibetrag von 6.300 Euro abgezogen, bleiben noch 10.500 Euro. Auf den Monat umgerechnet, sind das 875 Euro. 40 Prozent davon, also 350 Euro, werden auf Ihre Rente angerechnet. Sie erhalten deshalb nur noch eine monatliche (Teil-)Rente von 550 Euro ausbezahlt.

Kann unbegrenzt zur Rente hinzuverdient werden?
Nein, denn der Gesetzgeber hat mit dem Flexirenten-Gesetz eine persönliche Obergrenze für den Hinzuverdienst eingeführt. Für den sogenannten Hinzuverdienstdeckel wird Ihr höchstes Einkommen aus den letzten 15 Kalenderjahren vor Beginn der Altersrente herangezogen. Die Entgeltpunkte dieses Jahres werden mit der jeweils geltenden monatlichen Bezugsgröße multipliziert. Liegen gekürzte Rente und Hinzuverdienst zusammen darüber, wird der übersteigende Verdienst zu 100 Prozent auf die Teilrente angerechnet.

Hätten Sie in dem oben genannten Beispiel einen individuellen Hinzuverdienstdeckel von 1.800 Euro, würde Ihr Hinzuverdienst zusammen mit Ihrer Teilrente (1.400 Euro + 550 Euro = 1.950 Euro) diesen Betrag um 150 Euro überschreiten. Ihre Teilrente würde sich also um 150 Euro auf 400 Euro reduzieren. Gut zu wissen: Da die monatliche Bezugsgröße in der Rentenversicherung jährlich erhöht wird, kann sich auch der Hinzuverdienstdeckel entsprechend nach oben ändern, so ARAG Experten.

Ähnliche Themen unter:
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ARAG Verbrauchertipps zum Spätsommer

Fallobst/Sturm/Pilze/Ernte

Wem gehört das Fallobst?
Spätsommer ist Erntezeit! Die stolzen Besitzer von Obstbäumen haben jetzt die Arbeit, können aber auch im wahrsten Sinne des Wortes die Früchte ihrer Mühen ernten. Um das Schicksal von Fallobst kümmert sich das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) in Paragraf 911. Obst, das von überhängenden Zweigen direkt in Nachbars Garten fällt oder wegen der Hanglage eines steilen Grundstücks dorthin rollt (so genannter Überfall oder Hinüberfall), gehört dem Eigentümer des Grundstücks, auf dem es gelandet ist. ARAG Experten warnen allerdings: Er darf nicht nachhelfen, dass das fremde Obst bei ihm landet und keine überhängenden Früchte abpflücken. Auch schütteln darf er den Baum nicht, damit sie abfallen. Wer sich nicht daran hält, muss die Ernte herausgeben. Umgekehrt darf der Baumeigentümer sein Obst zwar pflücken, dabei aber nicht das Grundstück des Nachbarn betreten. Obst, das auf öffentliche Wege fällt, gehört allerdings nicht der Gemeinde, sondern steht weiterhin dem Eigentümer des Baumes zu.

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Vorsicht Sturm!
Bei einem spätsommerlichen Sturm muss jedem klar sein, dass es zu Windstößen kommen kann, die erheblichen Schaden anrichten können. Lässt man die nötige Vorsicht vermissen, verliert man unter Umständen wegen grober Fahrlässigkeit den Versicherungsschutz. In einem beispielhaften Fall unterhielt ein 89 Jahre alter Mann eine Wohngebäudeversicherung. Als ein Sturm mit Windstärke 8 tobte, wurden das Markisentuch und der Gelenkarm der Markise über der Terrasse des alten Herrn stark beschädigt. Er ließ die Schäden zu einem Preis von 1.785 Euro reparieren; diese Kosten sollte seine Versicherung ihm erstatten. Doch diese weigerte sich unter Hinweis darauf, dass der Mann grob fahrlässig gehandelt habe, da er die fragliche Markise bei den ersten Anzeichen des aufziehenden Sturms nicht zur Gänze eingefahren hatte. Die zuständige Richterin gab der Versicherung Recht: Es müsse jedermann klar sein, gerade auch einem Mann mit langjähriger Lebenserfahrung, dass es bei Windstärke 8 zu Windstößen kommen könne, die auch eine moderne Markise zerstören können. Da der Kläger dies ignoriert hatte, bestand nach Auskunft der ARAG Experten kein Versicherungsschutz mehr (Amtsgericht München, Az.: 112 C 31663/08).

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Augenmaß beim Pilze sammeln!
Die spätsommerliche Wärme nach lässt vielerorts die Pilze im Wald sprießen. Sehr zur Freude der immer größer werdenden Sammlerschar! Mancherorts riskieren sie allerdings ein saftiges Bußgeld, weil sie zu große Mengen sammeln oder in Gebieten nach Pilzen suchen, in denen besondere Verbote gelten. In Naturschutzgebieten und im bei Pilzkennern besonders beliebten Nationalpark Eifel, ist das Sammeln generell verboten. Viele der beliebten Speisepilze zählen laut Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) außerdem zu den besonders geschützten Arten. Das Bundesnaturschutzgesetz verbietet, diese „aus der Natur zu entnehmen“ und sie „in Besitz zu nehmen“. Laut ARAG Experten enthält die BArtSchV allerdings eine Ausnahmegenehmigung, nach der Steinpilze, Pfifferlinge, Birkenpilze und Rotkappen, Morcheln, Schweinsohr und Brätling in geringer Menge für den eigenen Bedarf gesammelt werden dürfen. Welche Mengen erlaubt sind, legen die zuständigen Behörden fest. In der Regel sind aber Mengen bis zu zwei Kilogramm pro Pilzsucher und Tag zulässig.

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Vorsicht Ernte!
Es ist Spätsommer – die Erntezeit steht vor der Tür! Oft unterschätzen Auto- oder Motorradfahrer die Dimensionen von Mähdreschern und Traktoren – mit bösen Folgen. Wo geerntet wird, ist daher besondere Vorsicht angesagt. Landwirtschaftliche Fahrzeuge und Maschinen können für Auto- und Motorradfahrer zur Gefahr werden. Häufig schätzen andere Verkehrsteilnehmer die Geschwindigkeit der Kolosse auch falsch ein. So kommt es dann zu folgenschweren Kollisionen. Schmutz oder Ladung können die Bremslichter oder Blinker verdecken, schlecht gesicherte Ladung kann herunterfallen. Auto- und Motorradfahrer sollten daher immer besonders vorsichtig an die Maschinen heranfahren, bremsbereit sein und sie nur langsam überholen. Erntefahrzeuge wie Mähdrescher sind meist auch besonders breit und haben beim Abbiegen einen größeren Radius als ein Pkw. Auch vor verschmutzten Fahrbahnen bei Ein- und Ausfahrten an Feldern ist für Auto- und besonders für Zweiradfahrer Vorsicht geboten. Bei Regen verwandeln sich dann die Erdklumpen in eine gefährliche Rutschbahn, warnen ARAG Experten.

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Wenn private Online-Verkäufe zur Steuerfalle werden

ARAG Experten geben Tipps, wie man die Steuerfallen beim Onlinehandel umgeht

Es muss ja nicht gleich die Mega-Yacht für 168 Millionen Dollar sein, die 2006 als bislang teuerster Artikel bei Ebay verkauft wurde. Auch mit Smartphones, Schmuck oder einem Oldtimer lässt sich auf Online-Marktplätzen wie eBay, Amazon und Co. viel Geld verdienen. Und genau da liegt der Hase im Pfeffer bzw. das Finanzamt auf der Lauer: Denn wer regelmäßig online Artikel verkauft, kann schnell vom Privatverkäufer zum steuerpflichtigen Händler werden und muss unter Umständen mit saftigen Nachforderungen rechnen. Die ARAG Experten nennen die wichtigsten Steuerfallen.

So sucht das Finanzamt nach Steuersündern
Seit 2013 müssen Portalbetreiber auf Anfrage des Finanzamtes Namen, Adresse und Bankverbindung eines Verkäufers weitergeben und alle Verkäufe auflisten (Bundesfinanzhof, Az.: II R 15/12). Zudem ermittelt das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) mit der Suchmaschine Xpider, wer über einen längeren Zeitraum oft oder viel Ware über Handelsplattformen verkauft. Dabei geraten vor allem Händler ins Visier der Beamten, die Neuware anbieten. Das zuständige Finanzamt beleuchtet die so gewonnen Daten ganz genau und entscheidet jeden Fall individuell. Und wer so als gewerblicher Händler eingestuft wird, muss mit saftigen Nachforderungen rechnen.

Ab wann ist man gewerblicher Händler?
Der Übergang zwischen Privatverkauf und professionellem Handel ist fließend. Wer seinen Kleiderschrank entrümpelt und die Ex-Lieblingsbluse vom Ex-Lieblingsdesigner verkauft, muss keine Steuern zahlen. Auch die geerbte Münzsammlung kann problemlos online versteigert werden, ohne dem Finanzamt Geld zu überweisen. Wer aber dauerhaft gewinnbringend Artikel verkauft, macht sich verdächtig. Laut ARAG Experten wird der Fiskus aufmerksam, wenn jemand regelmäßig handelt, hohe Umsätze erzielt, oft Neuware, gleichartige Sachen oder für Dritte verkauft und dabei die angebotene Ware aufwändig platziert.

Aufgepasst bei Wiederverkauf und Spekulationsgütern!
Wenn Sachen innerhalb eines Jahres gekauft und wieder verkauft werden, schaut das Finanzamt genau hin. Zudem interessiert es sich für so genannte Spekulationsgüter wie beispielsweise Gold, Antiquitäten oder Kunst, die schnell und mit hohem Profit wiederverkauft werden. Dann müssen auch private Händler Vorsicht walten lassen und dürfen die jährliche Freigrenze von 600 Euro Gesamtgewinn für private Veräußerungsgeschäfte nicht überschreiten. Gewinne, die darüber liegen, müssen in der Einkommenssteuererklärung als „sonstige Einkünfte“ mit Höhe des Gewinns, Kaufpreis und Datum von An- und Verkauf angegeben werden.

Welche Steuern fallen bei gewerblichen Händlern an?
Nach Angaben der ARAG Experten müssen gewerbliche Händler Einkommens-, Umsatz- und Gewerbesteuer zahlen. Dabei liegt der aktuelle Grundfreibetrag, der zur Absicherung des Existenzminimums dient und daher keiner Einkommenssteuer unterworfen ist, bei 9.168 Euro. Wer den Onlinehandel als Nebenverdienst zu seiner nichtselbständigen Tätigkeit betreibt, darf bis zu 410 Euro pro Jahr steuerfrei behalten, ohne eine Steuererklärung abgeben zu müssen – es sei denn, er ist dazu bereits aus anderen Gründen verpflichtet. Außerdem muss keine Umsatzsteuer abgeführt werden, wenn die Netto-Umsätze 17.500 Euro nicht überschreiten. Eine Umsatzsteuer wird erst fällig, wenn die Umsätze im zurückliegenden Jahr höher als 17.500 Euro waren und im laufenden Jahr voraussichtlich mehr als 50.000 Euro betragen. Die ARAG Experten weisen darauf hin, dass auch noch die Kommunen für die Gewerbesteuer die Hand aufhalten könnten, wenn die Gewinne höher als 24.500 Euro pro Jahr sind.

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Die ARAG ist das größte Familienunternehmen in der deutschen Assekuranz und versteht sich als vielseitiger Qualitätsversicherer. Neben ihrem Schwerpunkt im Rechtsschutzgeschäft bietet sie ihren Kunden in Deutschland auch attraktive, bedarfsorientierte Produkte und Services aus einer Hand in den Bereichen Komposit, Gesundheit und Vorsorge. Aktiv in insgesamt 17 Ländern – inklusive den USA und Kanada – nimmt die ARAG zudem über ihre internationalen Niederlassungen, Gesellschaften und Beteiligungen in vielen internationalen Märkten mit ihren Rechtsschutzversicherungen und Rechtsdienstleistungen eine führende Position ein. Mit mehr als 4.100 Mitarbeitern erwirtschaftet der Konzern ein Umsatz- und Beitragsvolumen von 1,7 Milliarden EUR.

ARAG SE ARAG Platz 1 40472 Düsseldorf, Aufsichtsratsvorsitzender Gerd Peskes, Vorstand Dr. Dr. h. c. Paul-Otto Faßbender (Vors.), Dr. Renko Dirksen, Dr. Matthias Maslaton, Wolfgang Mathmann, Hanno Petersen, Dr. Joerg Schwarze
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Pressemitteilungen

Weltpferdetag: ARAG-Rechtstipps rund um Ross und Reiter

ARAG Experten geben Tipps, damit Reiter auch rechtlich fest im Sattel sitzen

Am 20. August ist Weltpferdetag. Anlass genug für die ARAG Experten, aktuelle und viel diskutierte rechtliche Fragen rund um Ross und Reiter zu beantworten: Damit das Glück da bleibt, wo es hingehört – auf dem Pferderücken.

Ist ein Reithelm Pflicht?
Bisher gibt es in Deutschland noch keine gesetzliche Pflicht, einen Reithelm zu tragen. Allerdings können Vereine, Reitschulen und Verbände das Tragen von Helmen vorschreiben – und das machen sie in der Regel auch. Die ARAG Experten empfehlen zur eigenen Sicherheit, nur mit Helm auszureiten. Genauso wichtig ist das Tragen eines Helms bei der rechtlichen Beurteilung von Schadensersatzpflichten. Wer auf den Helm verzichtet und bei einem Reitunfall zu Schaden kommt, riskiert die Leistungsablehnung bzw. eine Kürzung der Leistungen durch die Versicherung.

Darf man im Wald reiten?
Wenn das sogenannte Waldgesetz – wie beispielsweise in Sachsen – das Reiten außerhalb der ausgewiesenen Waldwege verbietet, sollten Sie absitzen und Ihr Pferd führen. Das Führen ist nämlich laut Oberlandesgericht Dresden auch dann zulässig, wenn das Reiten verboten ist (OLG Dresden, Az. 26 Ss 505/15 (Z)). Prüfen Sie die Landesgesetze Ihres Bundeslandes, um zu erfahren, was in Ihrem Waldgebiet erlaubt ist. Mancherorts gilt beispielsweise eine Kennzeichnungspflicht und Sie müssen eine Gebühr für die Nutzung bezahlen.

Welchen Führerschein braucht man für einen Pferdeanhänger?
Ob Sie mit Ihrem „normalen“ Führerschein einen Pferdeanhänger ziehen dürfen, ist eine Frage des Gewichts. Mit einem Führerschein der Klasse B darf mit einem Anhänger gefahren werden, wenn er nicht mehr als 750 Kilogramm wiegt. Ferner darf mit Anhängern über 750 Kilogramm gefahren werden, sofern das zulässige Gesamtgewicht (also Fahrzeug und Hänger gemeinsam) 3.500 Kilogramm nicht überschreitet.

In der Regel bringt ein mit einem Pferd beladener Hänger jedoch mehr Gewicht auf die Waage. Wenn Sie sich nach einer entsprechenden theoretischen und praktischen Fahrschulung (ohne Prüfung) die Schlüsselzahl 96 eintragen lassen, dürfen Sie ein Gesamtgewicht von bis zu 4.250 Kilogramm bewegen.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, braucht die Führerscheinklasse BE, bei der das zulässige Gesamtgewicht allein des Anhängers bis zu 3.500 Kilogramm betragen darf. Dies reicht in der Regel auch für den Transport von zwei Pferden aus.

Darf man Pferde in einem Wohngebiet halten?
Die Haltung von Pferden entspricht grundsätzlich nicht der Eigenart eines allgemeinen Wohngebietes. Daher dürfen Sie in einem Wohngebiet auf einem Grundstück inmitten von Wohnhäusern keine Pferde halten. Anders kann es aussehen, wenn Sie am Ortsrand wohnen.

Welche Versicherungen sind für Reiter wichtig?
Jeder Reiter weiß: Selbst das gelassenste Pferd kann mal scheuen oder durchgehen. Und eine Pferdestärke kann großen Schaden verursachen. Eine Pferdehalterhaftpflichtversicherung schützt daher Pferdehalter vor den finanziellen Folgen.

Fünf praktische Tipps zum Pferdekauf
Sie überlegen gerade, ein Pferd zu kaufen oder liebäugeln bereits mit einem bestimmten Tier? Egal, wo Sie es finden, beim Züchter, Händler oder einer Privatperson, unsere Tipps sollen Sie unterstützen, damit der Pferdekauf reibungslos gelingt.

– Lassen Sie sich von einer pferdekundigen Person Ihres Vertrauens begleiten.
– Kaufen Sie nicht beim ersten Termin. Ein seriöser Verkäufer räumt Ihnen Bedenkzeit ein.
– Probieren Sie alles aus, was Ihr Pferd später können soll, auch das Ein- und Ausladen in einen Pferdeanhänger. Aber: Bevor Sie einen Proberitt machen, sollte erst der Besitzer eine Runde reiten.
– Kaufen Sie immer mit einem Pferde-Kaufvertrag.
– Nutzen Sie An- und Verkaufsuntersuchungen.

Ein Mann, ein Wort: Besser ist ein Pferde-Kaufvertrag
Eigentlich können Sie ein Pferd rechtlich wirksam per Handschlag erwerben, aber wir raten dennoch zu einem schriftlichen Kaufvertrag. Hier kann praktisch alles geregelt werden. Selbstverständlich werden Kaufpreis und Zahlungsweise festgelegt, aber mindestens genauso wichtig sind Vereinbarungen zur Beschaffenheit des Pferdes. Hier geht es vor allem um den Gesundheitszustand: Gab es eine tierärztliche Untersuchung oder soll sie noch vereinbart werden? Hatte es beim letzten Besitzer Krankheiten? Auch kann der Ausbildungsstand festgehalten werden, also ob ein Pferd noch nicht eingeritten oder bereits als Dressurpferd ausgebildet ist. Mit einem Pferde-Kaufvertrag klären Sie nicht zuletzt die Haftung bei Mängeln. Hier ist entscheidend, ob Privatpersonen oder Unternehmer miteinander handeln.

Wie sieht es beim Pferdekauf mit der Gewährleistung aus?
Händler oder Züchter haften beim Verkauf zwei Jahre lang für die (beschriebene) Beschaffenheit des Pferdes. Wird ein Mangel festgestellt, liegt die Beweislast in den ersten sechs Monaten beim Verkäufer. Danach muss der Käufer nachweisen, dass der Mangel bereits vor Übergabe bestand. Wird das Pferd von einem Privatmann verkauft, kann dieser die Gewährleistung ausschließen.

Mehr Sicherheit: An- und Verkaufsuntersuchung vom Tierarzt
Zu Ihrer Sicherheit sollte bei einem Privatkauf eine sogenannte Ankaufsuntersuchung erfolgen. Kaufen Sie beim Züchter oder einem seriösen Händler, werden die Pferde, schon im Interesse des Verkäufers, vor einem Kauf untersucht (Verkaufsuntersuchung). Das Protokoll ist oft Bestandteil des Kaufvertrags.

Ein bisschen wie beim TÜV wird das Pferd vom Tierarzt geprüft. Er schaut nach dem Allgemeinzustand, hört Herz und Lunge ab, kontrolliert das Fell und prüft Temperatur und Puls. Es werden Röntgen-, eventuell auch Ultraschallbilder angefertigt. Möglicherweise wird auch eine Blutprobe auf Beruhigungsmittel untersucht. Am besten sind Sie bei dieser Untersuchung persönlich anwesend und fragen alles, was Ihnen unklar ist. Kalkulieren Sie rund 250 Euro für die Untersuchung ein.

Sollte sich ein Befund ergeben, verzichten Sie lieber auf den Pferdekauf oder verhandeln mit dem Verkäufer über eine verlängerte Gewährleistung seinerseits. Das sollte dann im Kaufvertrag verankert werden.

Kann man ein gekauftes Pferd zurückgeben?
Beim Pferdekauf verhält es sich ähnlich wie beim Gebrauchtwagenkauf. Entpuppt sich der flotte Gaul als lahme Mähre, sind in aller Regel eine Nachbesserung oder eine Preisminderung drin; die letzte Möglichkeit ist der Rücktritt vom Kauf. Voraussetzung für eine erfolgreiche Reklamation ist, dass der Mangel vor dem Verkauf bestanden hat bzw. bekannt war. So können Sie beispielsweise bei einem wegen einer Knochenabsplitterung lahmenden Pferd nicht einfach vom Kaufvertrag zurücktreten. Sie müssen dem Verkäufer zuerst eine Frist zur Nachbesserung setzen. Die Nachbesserung wäre in diesem Fall eine Operation. Kaufen Sie im Frühjahr ein Pferd, bei dem sich im Sommer herausstellt, dass es unter einer Allergie leidet, die von Mücken ausgelöst wird, können Sie es zurückgeben. Der „Mangel“ ist innerhalb von sechs Monaten aufgetreten und legt die Vermutung nahe, dass das Pferd schon beim Kauf krank war.

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ARAG Verbrauchertipps

Silica-Gel / Nichtbeförderung / Buchungsportale

Silica-Gel: Kleine Kugel, große Wirkung
Sie liegen oft Warensendungen mit Kleidung oder elektronischen Geräten bei, damit die Ware vor Feuchtigkeit geschützt wird: Kleine Beutel, gefüllt mit weißen Wunderkügelchen namens Silica-Gel. Dabei handelt es sich laut ARAG Experten um Wasser absorbierendes Kieselgel, das bis zu 40 Prozent des Eigengewichtes an Feuchtigkeit aufnehmen kann. Und da die kleinen weißen Perlen – im Gegensatz zur blauen, mit gesundheitsschädlichem Cobaltchlorid gefärbten, Variante – völlig ungiftig sind, kann man sie bedenkenlos im Haushalt und auf Reisen einsetzen. Etwa um Medikamente und Verbandszeug trocken zu halten, Schuhe zu trocknen oder Kleidung zu lagern, ohne dass sie auf dem Dachboden oder Keller feucht wird oder gar schimmelt. Auch im Kampf gegen unangenehme Gerüche, die beispielweise aus manchen Sporttaschen wabert, kann Silica-Gel eingesetzt werden. Als Retter in der Not können die Kugeln sogar nass gewordene Handys wieder trockenlegen. Einfach das Gerät auf möglichst vielen Kügelchen betten – funktioniert besser als Reis! Und das Beste an diesem Alleskönner: Silica-Gel ist wiederverwendbar, indem man die Kugeln – natürlich ohne den Beutel, in dem sie meist verpackt sind – etwa eine halbe Stunde bei 100 Grad im Backofen trocknet.

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Wenn der Flieger ohne Fluggäste startet
Wenn Passagiere eine Entschädigung wegen Nichtbeförderung haben wollen, müssen sie laut ARAG Experten unter Umständen beweisen, dass die Airline sich geweigert hat, sie zu befördern. In einem konkreten Fall waren die klagenden Fluggäste, die zuvor normal eingecheckt und Bordkarten erhalten hatten, in Barcelona am Boden geblieben. Nach Aussage der Passagiere hatte die Fluggesellschaft sich aufgrund einer Überbuchung geweigert, sie zu befördern. Doch die Airline behauptete, die Urlauber seien einfach zu spät am Gate gewesen. Ein Blick ins Buchungssystem zeigte, dass es genügend freie Plätze auf dem Flug nach Hannover gegeben hatte. Gleichzeitig konnten die Reisenden nicht beweisen, pünktlich am Gate gewesen zu sein. Daher urteilten die Richter zugunsten des Unternehmens (Amtsgericht Hannover, Az.: 410 C 13190/17)

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Die Psychotricks der Buchungsportale
Je höher die Nachfrage, desto höher der Preis. Dieses grundlegende Gesetz der Marktpreisbildung machen sich Buchungsportale gerne zu eigen, um Kunden zur schnellen Buchung zu bringen. Mit alarmierenden Hinweisen wie z. B. „Nur noch ein Zimmer frei“, „Hohe Nachfrage zu diesem Zimmer“ oder „Preiserhöhung erwartet“ versuchen Reiseportale, Druck auf die Kunden auszuüben. Doch die ARAG Experten warnen vor solchen Tricks, denn in der Regel ist es nur heiße Luft. Oft werden mit dieser Masche nur die Hotels abgestraft, die auf der eigenen Internetseite günstigere Preise anbieten als die Buchungsportale. Stattdessen raten die ARAG Experten, solche Warnhinweise zu ignorieren und sich im Zweifel direkt beim Hotel nach der Auslastung der Zimmer zu erkundigen und dann in Ruhe zu entscheiden, wohin die Reise gehen soll.

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Neues Engagement im eSport

ARAG wird Partner von „SK Gaming“

Die ARAG Versicherung startet ein umfassendes Engagement im Bereich des eSports und wird ab sofort offizieller Versicherungspartner der eSports Organisation SK Gaming in Köln. Sichtbar wird diese Partnerschaft unter anderem auf den Ärmeln der offiziellen Trikots von SK Gaming. So ist das ARAG Logo bei allen Auftritten der Teams präsent.

Kernpunkte der Zusammenarbeit sind gemeinsam entwickelte Content-Formate , bei denen es auch um eine speziell für Gamer relevante Versicherung geht: ARAG web@ktiv® ist eine private Cyberversicherung der ARAG, die in der Premium-Variante zum Beispiel Gaming-PCs oder Spielkonsolen absichert. Dieser neuartige Versicherungsschutz wird durch eine von beiden Partnern gemeinsam entwickelte Serie von Social-Media-Videos unter Beteiligung der Spieler von SK Gaming dargestellt und erläutert.

Neben diesen Aktivitäten wird das ARAG Sponsoring im Nachhaltigkeits-Programm des Düsseldorfer Familienunternehmens eingebunden. Die ARAG setzt sich bereits seit einigen Jahren mit zahlreichen Förderprogrammen für Chancengleichheit im Netz ein. Das ARAG Projekt „Konfliktmanagement an Schulen in Nordrhein-Westfalen“, das bundesweite Länderprogramm „bildung.digital“ mit der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) und die Initiative „Hass streichen“ sind dabei wesentliche Eckpfeiler. Unter diesem Dach wird nun auch ein von der ARAG und SK Gaming initiierter Award ins Leben gerufen, der Gamer für vorbildliches Verhalten im Netz auszeichnen wird.

Klaus Heiermann, Vorstandsmitglied der ARAG Holding SE: „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit einer der führenden Marken im eSport. SK Gaming bietet uns die Chance, die ARAG in einem spannenden Umfeld bei jungen Zielgruppen bekannt zu machen, sowohl in Deutschland als auch in unseren internationalen Märkten. Die ARAG hat durch ihre Innovationsstärke in kurzer Zeit unter Beweis gestellt, dass digitale Services die erfolgreiche unternehmerische Entwicklung auch in klassischen Geschäftsfeldern klar vorantreiben. In diesem dynamischen Entwicklungsbereich wollen wir rasch dazulernen und setzen dabei auch auf die Zusammenarbeit mit dem erfahrenen Team von SK Gaming.“

Besonders attraktiv ist das neue Engagement der ARAG durch seine sehr guten internationalen Nutzungsmöglichkeiten. Durch die Teilnahme von SK Gaming an weltweiten Wettkämpfen lässt sich das Sponsoring auch auf wichtigen ARAG Märkten wie den USA oder Spanien aktiv nutzen. Der ARAG Konzern setzt auf eine konsequente Internationalisierung seines Geschäftes und ist bereits in 17 Ländern aktiv.

Alexander Müller, CEO von SK Gaming: „Mit der ARAG dürfen wir einen bedeutenden Versicherungskonzern in unseren Reihen begrüßen, der genau wie wir in Deutschland stark verwurzelt und mit der Zeit zu einem weltweit agierenden Unternehmen gewachsen ist. Wir sind unglaublich stolz, in der ARAG einen Partner gefunden zu haben, der die Bedürfnisse unserer Community bestens versteht und gemeinsam mit uns echte Mehrwerte schaffen möchte.“

Den offiziellen Auftakt der Partnerschaft begehen die Partner auf der gamescom in Köln. Bei der weltweit größten Gaming-Messe wird die ARAG im Rahmen der „Telekom Magenta eTrophy“ erstmalig als Partner von SK Gaming auftreten.

Ziel und Zweck der „Dr. Paul-Otto Faßbender Stiftung für Bildung und Wissenschaft“ ist es u. a., die Forschung und Lehre an Hochschulen und sonstigen Forschungseinrichtungen zu fördern sowie Einrichtungen und Projekte zu unterstützen, die der Bildung in Geistes- und Naturwissenschaften, aber auch im musischen, kulturellen und sprachlichen Bereich dienen.

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Wenn der Campingplatz zum Lebensmittelpunkt wird

ARAG Experten über dauerhaftes Wohnen auf dem Campingplatz

Leben, wo andere Urlaub machen: Die einen sind überzeugte Camper, die anderen sehnen sich nach Wohnen abseits des Trubels, wiederum andere finden keine Wohnung oder können sich angesichts drastisch steigender Mieten das Dach überm Kopf schlicht weg nicht mehr leisten. Tatsache ist: Immer mehr Deutsche leben dauerhaft auf dem Campingplatz. Aber darf man das einfach so? Und welche Kosten fallen dafür an? Gibt es Einschränkungen? Die ARAG Experten klären auf.

Illegales Dauerwohnen
Ob man sich dauerhaft auf einem Campingplatz häuslich einrichten darf, ist nach Auskunft der ARAG Experten nicht pauschal zu beantworten. Abhängig ist dies sowohl von bauplanungsrechtlichen als auch von bauordnungsrechtlichen Vorschriften und die sind Ländersache. Grundsätzlich ist aber die Lage des Campingplatzes ausschlaggebend für dauerhaftes Wohnen. Liegt der Campingplatz beispielsweise in einem Gebiet, das im Bebauungsplan als Wohn- oder Mischgebiet ausgewiesen ist, darf dort qua gesetzlicher Definition auch gewohnt werden. Vorausgesetzt natürlich, dass die Unterkunft die jeweils geltenden Vorschriften des Bauordnungsrechts bzw. der Camping- und Wochenendplatzverordnung einhält. Liegt der Platz hingegen in „Sondergebieten, die der Erholung dienen“ (§ 10 Baunutzungsverordnung), ist dauerhaftes Wohnen in der Regel tabu. Nach Einschätzung der ARAG Experten dulden jedoch viele Kommunen das illegale Dauerwohnen. Seit einer auf einer EU-Richtlinie beruhenden Ergänzung des § 12 Baugesetzbuch im vergangenen Jahr haben die Kommunen nun zudem die Handhabe, in den bisher als „Erholungssondergebieten“ festgesetzten Bereichen auch eine Wohnnutzung zuzulassen.

Kosten
Je nach Größe und Lage und Infrastruktur des Campingplatzes variieren die Kosten für eine Parzelle enorm. Neben einer Grundpacht können Pro-Kopf-Kosten, Kosten für Wasser, Strom, WLAN, Abwasser, Gas, etc. anfallen. So können jährlich ganz leicht 1.500 Euro und mehr zusammenkommen. Verglichen mit einer Wohnungsmiete zwar immer noch wenig, aber auch diese Summe gilt es zu stemmen. Hinzu kommt die Investition in ein mobiles Heim: Ob Wohnwagen oder Wohnmobil – wer das ganze Jahr über auf dem Campingplatz leben will, sollte an den mobilen vier Wänden nicht sparen.

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