Tag Archives: Artenvielfalt

Pressemitteilungen

Sparda-Bank München unterstützt Volksbegehren Artenvielfalt „Rettet die Bienen“

Die Sparda-Bank München eG ist Unterstützerin des Volksbegehrens zum Schutz der Artenvielfalt in Bayern. Knapp eine Million Unterschriften wird für eine Gesetzesänderung zugunsten von Bienen und Insekten benötigt.

München – Als offizieller Partner unterstützt die Sparda-Bank München das bayerische Volksbegehren zum Schutz der Artenvielfalt. Das geht nun in die entscheidende Phase: Vom 31. Januar 2019 bis 13. Februar 2019 müssen sich zehn Prozent der Wahlberechtigten in den Rathäusern dafür eintragen, damit es zum Erfolg wird. Knapp eine Million Unterschriften werden benötigt.

Viele in Bayern heimische Tier- und Pflanzenarten sind bedroht. Drei Viertel der Insekten- und über die Hälfte aller Bienenarten sind bereits aus der Landschaft verschwunden. Auch bunt blühende Wiesen, alte Wälder und unbegradigte Flussufer – Nahrungsspender, Lebensraum und Brutstätte der meisten Insekten – werden immer seltener. Das Insektensterben geht zulasten zahlreicher Vogelarten, die dadurch ihre Nahrungsgrundlage verlieren. Mit dem Volksbegehren versucht ein breites Bündnis aus Verbänden, Parteien und Unternehmen in Bayern, eine Gesetzesänderung zugunsten der Artenvielfalt und der Blühwiesen im Freistaat zu bewirken. Helmut Lind, Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank München, erklärt: „Als Genossenschaftsbank gehören der Schutz unserer Heimat und das Wohl der Menschen zu unseren ursprünglichsten Interessen. Deshalb unterstützen wir das Volksbegehren und bitten jeden, seine Stimme für artenreiche, lebendige Landschaften in Bayern abzugeben.“

Damit das Volksbegehren Erfolg hat, müssen zehn Prozent der Wahlberechtigten in Bayern – knapp eine Million Bürgerinnen und Bürger – ihre Unterschrift unter das Volksbegehren setzen. Die Abstimmung erfolgt vom 31. Januar 2019 bis zum 13. Februar 2019 in den Rathäusern der bayerischen Städte und Gemeinden.

Die Sparda-Bank München setzt sich seit ihrer Gründung 1930 für das Wohl der Menschen in Oberbayern und den Schutz der Umwelt ein. Die Genossenschaftsbank wirtschaftet zu 100 Prozent klimaneutral und leistet mit zahlreichen Baumpflanzaktionen einen aktiven Beitrag zum Erhalt wichtiger Rückzugsräume für viele Tierarten.

Informationen zum Volksbegehren Artenvielfalt „Rettet die Bienen!“:
https://volksbegehren-artenvielfalt.de

Daten und Fakten zur Sparda-Bank München eG
(30.6.2018)

Die Sparda-Bank München eG, 1930 gegründet, ist die größte Genossenschaftsbank in Bayern mit rund 300.000 Mitgliedern und 46 Geschäftsstellen in Oberbayern.

Als einzige Bank in Deutschland engagiert sich die Sparda-Bank München für die Gemeinwohl-Ökonomie, die für ein wertebasiertes Wirtschaften plädiert und das Handeln des Unternehmens zum Wohl der Gesellschaft in der Gemeinwohl-Bilanz misst. Weitere Informationen unter www.zum-wohl-aller.de

2018 wurde die Sparda-Bank München zum elften Mal in Folge als bestplatzierter Finanzdienstleister im Wettbewerb „Deutschlands Beste Arbeitgeber“ von Great Place To Work Deutschland in der Größenkategorie 501 bis 2.000 Mitarbeiter ausgezeichnet.

Über die NaturTalent Stiftung gemeinnützige GmbH und die NaturTalent Beratung GmbH unterstützt, entwickelt und begleitet die Sparda-Bank München Projekte, die die Einzigartigkeit von Menschen sichtbar machen und ihnen Zugang zu ihrem Naturtalent ermöglichen.
Nur wenn Menschen ihr gesamtes Potenzial entfalten, werden sie in der Lage sein, ihr Leben und dadurch die gemeinsame Zukunft von uns allen als Gesellschaft erfolgreich zu gestalten.

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Zur Nachahmung empfohlen: In 10 Schritten zum Biotop

Jeder kann etwas gegen das Artensterben tun – Neuer Ratgeber gibt Praxistipps

Zur Nachahmung empfohlen: In 10 Schritten zum Biotop

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Jeder kann etwas gegen das Artensterben tun – Neuer Ratgeber gibt Praxistipps

Insektensterben, Agrarwende, Landschaftswandel – Diese Begriffe sind abstrakt und alltagsfern. Dabei gibt es zahlreiche praktische Möglichkeiten, sich für den Erhalt der biologischen Vielfalt vor der eigenen Haustür zu engagieren. Ein bewährtes und effektives Werkzeug für Vielfalt in der Kulturlandschaft ist das Anlegen von Biotopen.

Die Heinz Sielmann Stiftung hat nun den Ratgeber „In 10 Schritten zum Biotop“ veröffentlicht. Der Leitfaden soll dazu anstiften, deutschlandweit neue Biotope einzurichten. Er gibt interessierten Bürgerinnen und Bürgern, Gemeinden und Verwaltungen ganz konkrete Hilfestellung. „Wir müssen öffentliche Träger, aber auch zivilgesellschaftliche Akteure darin bestärken, auch in ihrer Gemeinde, ihrem Landkreis oder auf privaten Flächen Biotopprojekte umzusetzen. Jeder ökologische Baustein hilft, dem Verlust der biologischen Vielfalt entgegenzuwirken und damit auch unsere Lebensgrundlagen zu sichern“, erklärt Michael Beier, geschäftsführender Vorstand der Heinz Sielmann Stiftung.

Die Idee „Jeder Gemeinde ihr Biotop“ geht auf den renommierten Ornithologen und Naturschützer Prof. Dr. Peter Berthold zurück. Seit über sechzig Jahren engagiert sich der Wissenschaftler für den Naturschutz. Seit 2005 ist er Stiftungsratsmitglied der Heinz Sielmann Stiftung. Auf seine Initiative hin entstand Sielmanns Biotopverbund Bodensee. In den letzten 14 Jahren wurde dort ein Rettungsnetz für die Natur aufgebaut. Über 110 Biotopbausteine an 36 Standorten konnten gemeinsam mit Städten und Gemeinden geschaffen werden, darunter vor allem neu angelegte Stillgewässer, aufgewertete Streuobstwiesen und extensive Weideprojekte. „Ich empfehle die Anlage von Biotopen ausdrücklich zur Nachahmung. Wenn möglichst viele Akteure diese Idee kopieren, wäre das ein entscheidender Schritt gegen den Artenschwund. Jeder, der etwas beitragen möchte, kann das tun“, resümiert Prof. Berthold mit Blick auf die Broschüre.

Die Broschüre kann mit einer E-Mail an info@sielmann-stiftung.de unter dem Betreff „Broschüre Biotopverbund“ bestellt werden. Unter www.sielmann-stiftung.de/biotopverbund-bodensee finden Sie ein Bestellformular.

Weitere Informationen: https://www.sielmann-stiftung.de

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Über die Heinz Sielmann Stiftung

Die Heinz Sielmann Stiftung vergibt seit 2010 die Auszeichnung zum Gartentier des Jahres. Im letzten Jahr gewann das Rotkehlchen den Publikumspreis. In diesem Jahr standen sechs Insekten zur Wahl.

Die Heinz Sielmann Stiftung wurde 1994 von Prof. Heinz Sielmann und seiner Frau Inge Sielmann als öffentliche Stiftung bürgerlichen Rechts gegründet. Unter dem Leitsatz „Vielfalt ist unsere Natur“ verfolgt sie vier Ziele:

1. Menschen, vor allem Kinder und Jugendliche, durch persönliches Erleben an einen positiven Umgang mit der Natur heranführen
2. Letzte Refugien für seltene Tier- und Pflanzenarten erhalten
3. Die Öffentlichkeit für die Natur und deren Schutz sensibilisieren
4. Das Heinz Sielmann-Archiv des Naturfilms bewahren

2016 hat die Heinz Sielmann Stiftung als erste private Stiftung einen Nachhaltigkeits-Report nach GRI Standard veröffentlicht. Die Stiftung verwendet jährlich rund 8 Mio. EURO für Natur- und Artenschutzprojekte, für Umweltbildung sowie Öffentlichkeitsarbeit.

Weitere Informationen: https://nachhaltigkeit.sielmann-stiftung.de

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Energie/Natur/Umwelt

Green Value SCE: Die Signalwirkung des Hambacher Waldes

Läutet das Beispiel Hambacher Wald das Ende des Raubbaus an der Natur in Deutschland ein?

 

Suhl, 08.10.2018. „Es geht eigentlich immer nur um das Eine: Die Befürworter der Braunkohle sehen durch den Verzicht Arbeitsplätze und die Grundversorgung mit Energie bedroht. Die Gegner sind der Meinung, dass mit der Braunkohle ein ohnehin totes Pferd geritten wird und eine Energieversorgung durch Erneuerbare längst sichergestellt ist – würde man die Anbieter denn lassen“, erklären die Verantwortlichen der europäischen Genossenschaft Green Value SCE. Auf der Strecke bleibt die Natur. In diesem Fall der Hambacher Wald. „Dabei hat eine Studie des BUND deutlich gemacht, dass der Ausstieg aus der Kohlewirtschaft viel früher möglich ist, als bisher geplant. Die Umweltschutzorganisation hat hierzu einen konkreten Ausstiegsplan vorgelegt“, so die Verantwortlichen der europäischen Genossenschaft Green Value SCE.

Hambacher Wald – große Artenvielfalt

Der Hambacher Wald nördlich von Düren ist der älteste Wald im Rheinland. Er wurde bereits Ende des 10. Jahrhunderts erwähnt. Seit dem 16. Jahrhundert gab es für „Waldfrevel“ – also beispielsweise den Diebstahl von Holz – drakonische Strafen. „Der Hambacher Wald ist die Heimat von 142 geschützten Tierarten, ganz zu schweigen von vielen seltenen Bäumen wie Hainbuchen und Stieleichen, die teilweise bis zu 350 Jahre alt sind. Zweihundert Hektar Wald, so groß ist der Hambacher Forst heute noch. Mehr als die Hälfte des Gebietes will RWE roden, um so den angrenzenden Tagebau Hambach aufrechterhalten zu können. Ein Biotop, das Unternehmen wie RWE durch keine Maßnahme der Welt wiedergutmachen können“, meint die Green Value SCE. Nicht nur Umweltschützer gingen daher auf die Barrikaden – oder, im Beispiel des Hambacher Waldes, in ihre Baumhäuser. Tausende demonstrierten. Nun müssen die Gerichte entscheiden.

 

Gericht setzt Rodungen im Hambacher Wald aus

Nun eine überraschende Entscheidung: Denn das Oberverwaltungsgericht Münster verfügte einen vorläufigen Rodungsstopp im Hambacher Forst. „Die Richter entsprachen damit in einem Eilverfahren dem Antrag des Umweltverbandes BUND“ so eine dpa-Meldung. Im Hambacher Forst lebten seltene Tierarten wie der Mittelspecht, die Kreuzkröte und die Bechsteinfledermaus, die nach Einschätzung von Naturschützern vom Aussterben bedroht sind. „Damit dürften ein bis zwei Jahre gewonnen sein, denn so lange dauern üblich Prozesse dieser Art“, meinen die Verantwortlichen der Green Value SCE. Am vergangenen Wochenende kam es dann zu einer der größten Demonstrationen, die das Braunkohlerevier je erlebt hat. 50.000 Teilnehmer – so die Einschätzung der Presse – demonstrierten überwiegend friedlich für den Erhalt des Hambacher Waldes. Auch die Polizei wurde abgezogen. Erste Aktivisten finden wieder an, Baumhäuser zu bauen. „Ein Erfolg für die Natur(?)“, fragen sich die Verantwortlichen der Green Value SCE. Zunächst sicherlich ja. Aber der Hambacher Wald sei viel mehr als nur ein Stück erhaltenswerte Zukunft. „Der Hambacher Wald hat Signalwirkung, dass die Menschen hierzulande endlich eine Abkehr von der konventionellen Energie und den Ausbau erneuerbarer Energiequellen wollen. Dies muss auch in der Politik ankommen, wo in den letzten Jahren mehr geredet denn gehandelt wird“, meint Green Value SCE abschließend.

 

Weitere Informationen unter: https://www.green-value-sce.de

 

 

Die Green Value SCE ist eine europäische Genossenschaft. Das Genossenschaftsprinzip der Green Value SCE drückt sich dabei durch einen gemeinschaftlich geprägten Investitionsansatz aus, der eine Streuung in unterschiedliche internationale Assets ermöglicht. Hierdurch wird einer breiten Zielgruppe von Investoren der Zugang zu Anlagen gewährt, die ihnen ansonsten vorbehalten geblieben wären.

 

 

Pressemitteilungen

Volksbegehren „Artenvielfalt-Rettet die Bienen“

ÖDP richtet Unterschriftsstellen für Bayern in NRW ein -Volksbegehren als Vorbild für Aktivitäten in NRW

Volksbegehren "Artenvielfalt-Rettet die Bienen"

Ökologisch Demokratische Partei (ÖDP), Landesverband NRW

Bayerisches Volksbegehren
„Artenvielfalt – Rettet die Bienen“

ÖDP richtet Unterschriftsstellen für Bayern in NRW ein.

Volksbegehren als Vorbild für Aktivitäten in Nordrhein-Westfalen

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(Münster/Dortmund/München) – „Wir erleben derzeit das größte Artensterben seit den Dinosauriern und können hier nicht mehr tatenlos zusehen“, so die Wochenzeitung „Die Zeit“. Über 50% der Bienenarten sind bedroht und über 80% der Falter sind bereits verschwunden. Auch Vögel und viele andere Arten sind in ihren Beständen drastisch dezimiert.

Die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) hat zum Schutze der Artenvielfalt ein Volksbegehren in Bayern eingeleitet.
Bereits über 50 Organisationen sind im Bündnis dieses Volksbegehrens. Neben einem breiten, offenen Bündnis sieht die ÖDP ihre eigene große Erfahrung mit der direkten Demokratie als großes Pfund, um auch dieses Volksbegehren erfolgreich umzusetzen. Bereits bei der Abschaffung des bayerischen Senats, der Streichung von 5 zusätzlichen Atomkraftwerksstandorten und der Einführung des konsequenten Nichtraucherschutzes hatte die ÖDP die großen Hürden nehmen können, die bei Volksbegehren und Volksentscheiden in Bayern gelten.

Jetzt geht es darum, durch Gesetzesänderungen den Artenschutz zunächst in Bayern zu stärken. Die ÖDP NRW sieht in diesem Volksbegehren eine Signalwirkung für ganz Deutschland, wie dies auch bei der Einführung eines konsequenten Nichtraucherschutzes war.

Die ÖDP in Nordrhein-Westfalen unterstützt dieses Volksbegehren auch als Signal für NRW. Daher richtet die ÖDP NRW für dieses Volksbegehren auch Unterschriftsstellen ein. Unterschreiben können alle mit erstem Wohnsitz in Bayern. Eine Reise in den Freistaat ist für die Unterschriftsleistung nicht erforderlich. Dies kann an einer der Unterschriftsstellen erfolgen.

Die nächsten Gelegenheiten das bayerische Volksbegehren zu unterstützen besteht für Bürgerinnen und Bürger mit Erstwohnsitz in Bayern

am 1. September 2018 in Dortmund in der Katharinenstraße,

und

vom 6. bis 9. September in Dortmund auf der FAIRFRIENDS, Westfalenhallen, Halle A3, Stand A34.

Nähere Informationen zum Volksbegehren:
https://volksbegehren-artenvielfalt.de/

oder
https://www.oedp-bayern.de

Die Forderungen des Volksbegehrens in Stichworten:

1.) Biotopverbund schaffen

Das Problem: Die einzelnen, lokalen Lebensräume (Biotope) sind nicht mehr verbunden. Menschliche Siedlungen, Straßen und leergeräumte Ackerlandschaften schlagen tödliche Schneisen, die für die meisten Arten unüberbrückbar sind. Inzucht ist die Folge, die Tiere werden anfällig für Krankheiten und sterben. Deshalb fordern wir: Schafft zusammenhängende Lebensräume, sog. Biotopverbünde.

2.) Nachhaltige Ausbildung

Zu Unrecht wird derzeit die Schuld einseitig auf die Bauern geschoben. Die ganze Agrar-Förderungspolitik und auch die Ausbildung junger Landwirte ist seit Jahrzehnten falsch ausgerichtet. Statt das überlieferte bäuerliche Wissen über Zusammenhänge gelehrt zu bekommen, ist die Ausbildung auf Ertrag, Effizienz und „Smart Farming“ ausgerichtet. Die jungen Bauern lernen zwar alles über die chemische und mechanisier-te Landwirtschaft, aber sie lernen wenig über die Folgen und Zusammenhänge und auch die Risiken für Mensch und Natur. Das muss geändert werden, sonst hat die Artenvielfalt keine Chance. Das fordert auch die Bundesregierung (BNE).

3.) Mehr Transparenz

Wir wollen, dass die Bürger*innen Bayerns darüber informiert werden ob die Forderungen auch umgesetzt werden. Dafür ist der Landtag zuständig, nicht die Medien, die in der Regel Transparenz herstellen. Deshalb: Wir fordern, dass der Landtag jährliche Statusberichte über den Zustand der Arten und der Naturschönheit behandelt und veröffentlicht. So erfahren wir jedes Jahr, wie es um das ökologische Gleichgewicht bestellt ist. Nur so wird das neue Gesetz auch umgesetzt und angewendet.

4.) Mehr Öko, mehr Bio

Der Irrweg der exportorientierten Landwirtschaft führt zu einem dramatischen Artenrückgang; gleichzeitig müssen viele landwirtschaftliche Kleinbetriebe schließen. Die Folgen sind Agrarwüsten, gifthaltige Monokulturen und ein Verlust der Naturschönheit in unserer bayrischen Heimat. Der Artenschutz und die Unterstützung der bäuerlichen Landwirtschaft sind eng miteinander gekoppelt. Beide Seiten – Natur und Bauern – müssen gewinnen. Allem voran müssen Landwirte fair bezahlt werden, damit sie sich überhaupt noch um die Natur kümmern können.
Derzeit gibt es ca. 10% ökologisch bewirtschaftete Flächen. Wir fordern mind. 25% bis 2025. Außerdem muss der bayrische Staat als Vorbild vorangehen. Deshalb fordern wir, dass alle staatlichen Agrar- und Forstflächen umgestellt werden, auf eine ökologi-sche Bewirtschaftung und nachhaltige Nutzung.

5.) Mehr Blühwiesen

Mindestens 10% der Naturflächen müssen in Blühwiesen umgewandelt werden!
Aber, es blüht doch alles im Sommer, oder? Ja, aber meistens blüht es nicht durchgehend und oft sind es nicht die benötigten Futterquellen. Bienen und andere Bestäuber sind aber auf Vielfalt und Durchgängigkeit angewiesen. Eine Rapsmonokultur und zu satte Wiesen, auf denen fast nur noch der Löwenzahn blüht, sind kein gedeckter Tisch. Durch zu frühes und häufiges Mähen entstehen für die Insekten immer wieder Hungerperioden. Zuerst verhungern die Insekten, dann die Vögel, weil ihre Hauptnahrung, die Insekten, schon tot sind.

6.) Weniger Pestizide

Weg von Neonicotinoiden und weniger Bayer/Monsanto „Pflanzenschutz“!
Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass die chemische Landwirtschaft die Artenviel-falt ruiniert und gleichzeitig die Gesundheit der Bauern gefährdet. Das Totschlagar-gument, dass die Ernährungssicherheit mit Methoden von gestern gefährdet wird, ist eine Lüge. Permakultur, Ökolandbau, robuste Saaten und ein gesunder Boden bringen genügend Ertrag für uns. Wir produzieren aber gigantische Exportmengen und hier müssen wir uns entscheiden: Wollen wir deutsche Erzeugnisse in China und Afrika zu Dumping-Preisen verkaufen? Sind wir bereit aus Profitgründen und fehlgesteuerte Agrarpolitik, Artensterben, Bodendegradierung und nitrithaltigem Trinkwasser zu akzeptieren? Das muss sich ändern!

Die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) wurde 1982 als Bundespartei gegründet. Die ÖDP hat derzeit bundesweit ca. 6400 Mitglieder und über 470 Mandatsträger auf der Gemeinde-, Stadt- und Kreisebene, ist in Bezirkstagen vertreten, stellt Bürgermeis-ter und stellv. Landräte und ist seit 2014 auch im Europäischen Parlament vertreten.

Wer wir sind …
In der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) arbeiten Menschen, die gemeinwohlorientiert denken und handeln. Der obers-te Grundsatz unseres politischen Handelns ist, dass wir nicht nur an uns selbst denken, sondern auch solidarisch an alle Men-schen auf unserer Erde und an die zukünftigen Generationen. Wir entwickeln zukunftsfähige Lösungen für Mensch, Tier und Umwelt mit dem Ziel einer lebenswerten, gerechten und friedvollen Gesellschaft. Der Grundsatz „Mensch vor Profit“ steht im Mittelpunkt unserer Politik. Wir lösen die Umwelt- und die Armutsfrage gemeinsam, indem wir ökonomische, ökologische und soziale Zusammenhänge ehrlich und weitsichtig betrachten.

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Sparda-Bank München unterstützt Volksbegehren zum Schutz der Artenvielfalt

München – In Bayern ist der Bestand von vielen Tier- und Pflanzenarten rückläufig. Besonders betroffen sind Insekten, darunter auch zahlreiche Bienenarten – 53 Prozent der hiesigen Bienenarten sind bedroht. Zeitgleich gibt es immer weniger blühende Wiesen und andere natürliche Lebensräume, die die Insekten für Nahrung und ihre Fortpflanzung benötigen. Zum Schutz der Bienen und Blühwiesen im Freistaat möchte nun ein breites Bündnis ein Volksbegehren Artenvielfalt „Rettet die Bienen!“ anstreben. Mit der Petition soll das Bayerische Naturschutzgesetz zugunsten der Artenvielfalt geändert werden. Die Sparda-Bank München eG unterstützt die Aktion gemeinsam mit vielen weiteren Partnern. „Wir befürworten das Volksbegehren, da das Überleben der Bienen für das ökologische Gleichgewicht und damit auch für die Menschen und unsere Region elementar wichtig ist“, erklärt Helmut Lind, Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank München, den Hintergrund des Engagements. Noch bis 1. September 2018 werden bayernweit Unterschriften für die Petition gesammelt.

Die oberbayerische Genossenschaftsbank engagiert sich als erste Bank in Deutschland für die Gemeinwohl-Ökonomie, zu deren Werten neben Menschenwürde, Solidarität, soziale Gerechtigkeit, Mitbestimmung und Transparenz auch die ökologische Nachhaltigkeit zählt. Helmut Lind: „Wir alle – Gesellschaft ebenso wie Politik und Wirtschaft – stehen in der Verantwortung, etwas für ein gesundes Klima und eine gesunde Umwelt zu tun. Damit auch kommende Generationen eine lebenswerte Zukunft vor sich haben.“

Informationen zum Volksbegehren Artenvielfalt „Rettet die Bienen!“:
https://volksbegehren-artenvielfalt.de

Informationen zur Gemeinwohl-Ökonomie bei der Sparda-Bank München:
https://www.zum-wohl-aller.de
www.sparda-m.de/nachhaltigkeit

Daten und Fakten zur Sparda-Bank München eG
(31.03.2018)

Die Sparda-Bank München eG, 1930 gegründet, ist die größte Genossenschaftsbank in Bayern mit rund 300.000 Mitgliedern und 46 Geschäftsstellen in Oberbayern.

Als einzige Bank in Deutschland engagiert sich die Sparda-Bank München für die Gemeinwohl-Ökonomie, die für ein wertebasiertes Wirtschaften plädiert und das Handeln des Unternehmens zum Wohl der Gesellschaft in der Gemeinwohl-Bilanz misst. Weitere Informationen unter www.zum-wohl-aller.de

2018 wurde die Sparda-Bank München zum elften Mal in Folge als bestplatzierter Finanzdienstleister im Wettbewerb „Deutschlands Beste Arbeitgeber“ von Great Place To Work Deutschland in der Größenkategorie 501 bis 2.000 Mitarbeiter ausgezeichnet.

Über die NaturTalent Stiftung gemeinnützige GmbH und die NaturTalent Beratung GmbH unterstützt, entwickelt und begleitet die Sparda-Bank München Projekte, die die Einzigartigkeit von Menschen sichtbar machen und ihnen Zugang zu ihrem Naturtalent ermöglichen.
Nur wenn Menschen ihr gesamtes Potenzial entfalten, werden sie in der Lage sein, ihr Leben und dadurch die gemeinsame Zukunft von uns allen als Gesellschaft erfolgreich zu gestalten.
Die Sparda-Bank München unterstützt auch ihre Mitglieder bei diesem Prozess und versteht sich als Potenzial- und Lebensbank der Zukunft, wobei sie ihren rein wirtschaftlichen Förderauftrag um die persönliche Förderung ihrer Mitglieder ergänzt.

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Good Vibrations: Dunkle Erdhummel ist Gartentier des Jahres 2018

Zum Tag des Gartens am 11. Juni gibt die Heinz Sielmann Stiftung den Gewinner der Abstimmung bekannt.

Good Vibrations: Dunkle Erdhummel ist Gartentier des Jahres 2018

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Die Dunkle Erdhummel (Bombus terrestris) wurde von 2.670 Teilnehmern zum Gartentier des Jahres 2018 gewählt. Zwischen dem 30. April und 10. Juni konnten Interessierte online für einen von sechs nützlichen Gartenhelfern abstimmen. Mit der Aktion möchte die Heinz Sielmann Stiftung auf den dramatischen Rückgang der biologischen Vielfalt in unserer Kulturlandschaft hinweisen. Mit 43,6% der Stimmen lief die Dunkle Erdhummel den anderen Kandidaten klar den Rang ab. Den zweiten Platz belegte mit 20,5% der Stimmen der Siebenpunkt-Marienkäfer, dicht gefolgt von der Hornisse, die knapp 14,4% der Stimmen bekam.

Das Gartentier des Jahres 2018 gehört zur Familie der Echten Bienen. Die Königinnen der Dunklen Erdhummel werden bis zu 23 Millimeter groß. Auf dem schwarzen Rumpf trägt sie eine ein Millimeter breite braungelbe Querbinde. Außerdem erkennt man sie an den grauweiß gefärbten Stellen am Hinterleib. Oft ist sie schon sehr früh im Jahr, ab Februar oder März, auf der Suche nach Nahrung und einem passenden Ort für ein Nest.

+++ Good Vibrations – Hummeln sind Spezialisten für Vibrationsbestäubung +++

Die Dunkle Erdhummel ist nicht sehr wählerisch. Auf ihrer Speisekarte stehen Nektar und Pollen unterschiedlichster Pflanzen. Sie wurde an über 220 Wildpflanzenarten beobachtet. Beim Pollensammeln wenden die Hummeln einen Trick an. Um nicht mühsam die einzelnen Staubbeutel mit dem Pollen ernten zu müssen, schütteln die Tiere die begehrten Pollenkörnchen aus der Blüte heraus. Durch verlangsamtes Flügelschlagen erzeugen sie eine Frequenz, die die Blüte erzittern lässt. Die Hummel wird von Kopf bis Fuß mit Pollen eingepudert. Viele unserer Nutzpflanzen sind auf Bestäuber angewiesen, die auf der richtigen Frequenz brummen. Nachtschattengewächse wie Tomate, Kartoffel, Zucchini, Kürbis, Paprika und Aubergine aber auch Blaubeeren und Preiselbeeren lassen vorzugsweise vibrierende Hummeln an den nahrhaften Pollen ran.

+++ Fleißige Hummel +++

Daher werden Erdhummeln auch im industriellen Maßstab als Bestäuber in der landwirtschaftlichen Nahrungsmittelproduktion eingesetzt. Die Sammelhummeln arbeiten täglich von Sonnenaufgang bis nach Sonnenuntergang. Auch bei schlechtem Wetter. So bestäuben sie zwischen 2.000 und 4.000 Tomaten- oder Paprikablüten, wenn sie in Gewächshäusern unterwegs sind. In der freien Natur werden ebenso viele Kirsch-, Himbeer-, Apfel-, Stachelbeer- oder Johannisbeerblüten besucht.

+++ Bestäuber schützen – Lebensgrundlagen sichern +++

Blütenbestäubende Insekten sind die Grundlage für die weltweite Ernährungssicherheit. „Die Dunkle Erdhummel ist Botschafterin für eine Vielzahl von Wildbienen und anderen Insekten, ohne die unsere Nahrungsmittelproduktion undenkbar wäre“, erklärt Michael Beier, geschäftsführender Vorstand der Heinz Sielmann Stiftung. „Um das Insektensterben aufzuhalten und unsere eigenen Lebensgrundlagen zu sichern, brauchen wir eine mutige und zukunftsfähige Agrarpolitik – in Deutschland und der Europäischen Union. Landwirtschaft und Naturschutz werden immer noch als Gegenspieler gesehen und instrumentalisiert. Eine neue EU-Agrarpolitik, die nennenswerte Umwelteffekte auslöst, ist überfällig. Die Lösung kann nur in der Verknüpfung des Agrarbudgets mit den Zielen des Umwelt- und Naturschutzes im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung sein“, appelliert Beier an die politischen Entscheidungsträger.

+++ Jeder kann der Hummel helfen +++

Jeder Gartenfreund kann selbst etwas für das Gartentier des Jahres und all seine summenden Kollegen tun. Dr. Hannes Petrischak, Biologe bei der Heinz Sielmann Stiftung, erklärt: „Der Verlust der Insektenbiomasse und -Vielfalt ist auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, Überdüngung sowie das Ausräumen der Landschaft zurückzuführen. Gärtner können mit einer naturnahen Gestaltung einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt leisten.“ Insekten brauchen wilde Ecken mit einem vielfältigen Angebot an Blütenpflanzen. Außerdem sollten sandige Stellen oder Totholz erhalten bleiben, denn hier richten die Sechsbeiner oft ihre Kinderstuben ein. „Beim Einkaufen sollte man öfter zu regionalen Produkten aus biologischer Landwirtschaft greifen. Nur so können wir das, auch für uns Menschen bedrohliche, Insektensterben aufhalten“, schließt Petrischak ab.

+++ Und sie fliegen doch +++

Der Insektenexperte räumt zudem mit einem gängigen Vorurteil über Hummeln auf. „Seit den 1930er Jahren hält sich hartnäckig die Legende, dass Hummeln nach den Gesetzen der Aerodynamik gar nicht fliegen können“, erklärt Petrischak. Die zunächst als Scherz herangezogene Berechnung geht von falschen Grundannahmen aus. Kurz gesagt: Man postulierte, dass Hummelflügel zu klein sind, um den dicken Körper in die Luft zu heben. Richtig ist aber, dass kleine Luftwirbel entstehen, wenn die Hummel bis zu 200 Mal in der Sekunde mit den Flügeln schlägt. „Diese erzeugen tornadoartige Wirbel, die den Hummelkörper in die Höhe heben. Sie fliegen eben doch“, so Petrischak abschließend.

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Über die Heinz Sielmann Stiftung

Die Heinz Sielmann Stiftung vergibt seit 2010 die Auszeichnung zum Gartentier des Jahres. Im letzten Jahr gewann das Rotkehlchen den Publikumspreis. In diesem Jahr standen sechs Insekten zur Wahl.

Die Heinz Sielmann Stiftung wurde 1994 von Prof. Heinz Sielmann und seiner Frau Inge Sielmann als öffentliche Stiftung bürgerlichen Rechts gegründet. Unter dem Leitsatz „Vielfalt ist unsere Natur“ verfolgt sie vier Ziele:

1. Menschen, vor allem Kinder und Jugendliche, durch persönliches Erleben an einen positiven Umgang mit der Natur heranführen
2. Letzte Refugien für seltene Tier- und Pflanzenarten erhalten
3. Die Öffentlichkeit für die Natur und deren Schutz sensibilisieren
4. Das Heinz Sielmann-Archiv des Naturfilms bewahren

2016 hat die Heinz Sielmann Stiftung als erste private Stiftung einen Nachhaltigkeits-Report nach GRI Standard veröffentlicht. Die Stiftung verwendet jährlich rund 8 Mio. EURO für Natur- und Artenschutzprojekte, für Umweltbildung sowie Öffentlichkeitsarbeit.

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Zirpen, klopfen, stridulieren – Das Liebesleben der Insekten

Wie machen sie es? Zum internationalen Tag der Artenvielfalt gewährt die Heinz Sielmann Stiftung einen Einblick in das Liebesleben der Insekten.

Zirpen, klopfen, stridulieren - Das Liebesleben der Insekten

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Der 22. Mai ist der internationale Tag der Artenvielfalt. „Das Thema Insektensterben ist in aller Munde“, erklärt Dr. Hannes Petrischak, Biologe bei der Heinz Sielmann Stiftung. „Insekten stehen unter einem enormen Anpassungsdruck. Klimawandel, Umweltgifte und Verlust der Lebensräume machen es nötig, dass sie sich an Veränderungen anpassen, um zu überleben. Ein Anlass, sich einmal genauer anzuschauen, wie sich Insekten vermehren. Die Natur hält eine interessante Auswahl an Balzritualen bereit“, so Petrischak weiter.

+++ Wiesenmusik +++

Die Begleitmusik warmer Sommertage ist das Zirpen der Feldgrille (Gryllus campestris). Die männlichen Grillen versuchen, die Weibchen mit ihrer Musik anzulocken. Doch wie schaffen diese wenigen Zentimeter großen Tiere es, die Luft mit den hohen Tönen zu erfüllen? Viele Insekten sind in der Lage, durch Aneinanderreiben von Teilen ihres harten Außenskeletts Töne zu erzeugen. „Der Fachbegriff dafür ist Stridulation“, weiß Petrischak. „Die Evolution hat die Grillen mit einem eigenen Musikinstrument ausgestattet. Eine Ader auf den harten Deckflügeln ist zur sogenannten Schrillader umgeformt. Auf dem anderen Flügel gibt es ganz dünne Rippen. Bewegt die Grille beide Flügel gegeneinander, entsteht das typische Zirpen“, erklärt Petrischak. Und weiter: „Wir können das nachmachen, wenn wir mit dem Fingernagel über die Zähne eines Kamms streichen.“

+++ Trommelwirbel +++

Insekten, die nicht mit einem solch ausgeklügelten Instrumentarium ausgestattet sind, locken den Partner auf andere Weise an. Die Männchen der Steinfliegen schwärmen auf der Suche nach einem paarungsbereiten Weibchen umher. Wenn sie sich niederlassen, beginnen sie mit dem Hinterleib zu trommeln, wobei die unterschiedlichen Arten unterschiedliche Frequenzen und Rhythmen benutzen. „Das Weibchen antwortet dem Männchen mit einem Trommelwirbel“, so Petrischak. „Allerdings hören die Tiere die Töne nicht, sondern sie nehmen die Erschütterungen über empfindliche Sinneszellen wahr.“

+++ Die Totenuhr tickt +++

Wer in einem alten Haus wohnt, wundert sich nachts vielleicht über ein mitunter unheimliches Klopfen. Im Volksmund heißt es „die Totenuhr tickt“. Früher glaubte man fälschlicherweise, das mysteriöse Klopfen im Gebälk kündige das nahe Ableben eines Familienmitglieds an. „Die Erklärung für das Klopfen ist viel profaner. So verständigen sich Männchen und Weibchen der Klopfkäfer, besser bekannt als Holzwürmer“, erklärt der Biologe Petrischak. Um sich zu finden und zu paaren, schicken die Käfer die Morsezeichen durch das weit verzweigte Gangsystem im Holz. „Die Methode erscheint etwas rabiat. Der Käfer hebt den Körper und schlägt mit der Stirn auf den Boden und das etwa sechs Mal pro Sekunde.“

+++ Hochzeitsgeschenke +++

Auch bei den Insekten gibt es Kavaliere der alten Schule. Mit Geschenken soll die Auserwählte von der bevorstehenden Vereinigung überzeugt werden. Tanzfliegen-Männchen der Art Empis aerobatica verpacken ein Beutetier kunstvoll in einen Seidenballon, den sie dem Weibchen anbieten. Aber Vorsicht: Männchen anderer Tanzfliegen-Arten spinnen ungenießbares wie Samenkörner oder Holzstückchen ein, manche lassen den Ballon gleich ganz leer. Das rein optische Signal wirkt auf die Weibchen so anregend, dass sie sich paarungsbereit zeigen.

Die Weibchen der Gemeinen Skorpionsfliege (Panorpa communis) lassen sich allerdings nicht täuschen. Auch wenn sich Männchen und Weibchen zum Fortpflanzungsakt bereits verbunden haben, übergibt die männliche Skorpionsfliege bis zu sieben Speicheltropfen. „Die Eiweißkügelchen sind sehr nahrhaft und wirken sich positiv auf den Erfolg der Paarung aus“, erläutert Petrischak. „Die Skorpionsfliege ist im Übrigen keinesfalls so gefährliche, wie ihr Name es ankündigt. Die Benennung ist auf den verdickten Hinterleib der Männchen zurückzuführen, der an den Stachel eines Skorpions erinnert.“

+++ Insektensterben entgegenwirken +++

Der Rückgang der Insektenzahlen hängt also keinesfalls mit mangelnder Fantasie beim Werben und Paaren zusammen. Dr. Petrischak erklärt: „Der Verlust der Insektenvielfalt und -Biomasse ist vielmehr auf eine immer intensivere Landwirtschaft mit dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zurückzuführen, sowie auf die Flächenversiegelung und das Aufräumen der Landschaft.“ Für Männchen und Weibchen wird es immer schwieriger, sich für den Liebesakt überhaupt zusammen zu finden. Ist dies dennoch gelungen, finden die Larven später häufig zu wenig Nahrung. „Jeder kann etwas für eine vielfältigere Landschaft tun. Hausbesitzer und Unternehmen können mit einer naturnahen Gestaltung ihres Gartens oder Firmengeländes anfangen. Beim Einkaufen sollte man öfter zu regionalen Produkten aus biologischer Landwirtschaft greifen. Nur so können wir diesen, auch für uns Menschen bedrohlichen Trend aufhalten“, schließt der Insektenexperte Petrischak ab.

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Über die Heinz Sielmann Stiftung

Die Heinz Sielmann Stiftung wurde 1994 von Prof. Heinz Sielmann und seiner Frau Inge Sielmann als öffentliche Stiftung bürgerlichen Rechts gegründet. Unter dem Leitsatz „Vielfalt ist unsere Natur“ verfolgt sie vier Ziele:

1. Menschen, vor allem Kinder und Jugendliche, durch persönliches Erleben an einen positiven Umgang mit der Natur heranführen.
2. Letzte Refugien für seltene Tier- und Pflanzenarten erhalten.
3. Die Öffentlichkeit für die Natur und deren Schutz sensibilisieren.
4. Das Heinz Sielmann-Archiv des Naturfilms bewahren.

2016 hat die Heinz Sielmann Stiftung als erste private Stiftung einen Nachhaltigkeits-Report nach GRI G4 Standard veröffentlicht. Die Stiftung verwendet jährlich rund 8 Mio. EUR für Natur- und Artenschutzprojekte, für Aufklärung und Umweltbildung sowie für die Information der Öffentlichkeit.

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Delfine und Wale sollen nicht länger in Geisternetzen sterben

Taucher der Ghost Fishing Stiftung und der GRD Ende August an der Küste von Irland auf gefährlicher Mission

Die Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD) möchte gemeinsam mit der niederländischen Ghost Fishing Stiftung (GF), die tödliche Bedrohung mariner Meeressäuger durch Geisternetze, insbesondere von Delfinen und Walen, an der Küste Irlands eindämmen.

Irlands atemberaubende Artenvielfalt

An Irlands Küstengewässern herrscht eine atemberaubende Vielfalt mariner Meeressäuger und Irland ist damit eines der wertvollsten Gebiete für Whale and Dolphin Watching. Irlands Gewässer beherbergen das ganze Jahr über verschiedene Delfinarten und stellen im Sommer mit Ihren nährstoffreichen Gewässern die Nahrungsgrundlage für einige Walarten dar. Finnwale, Schweinswale, Zwergwale und Buckelwale sind relativ häufig dort anzutreffen und zu beobachten. Bisher spricht man von insgesamt 24 Wal- und Delfinarten, die bisher vor Ort gesichtet wurden.

Verkannte Gefahr: Geisternetze, die „lautlosen Killer“

Geisternetze stellen weltweit mittlerweile eine enorme Bedrohung der marinen Artenvielfalt dar. Geschätzte 640.000 Tonnen Geisternetze töten jedes Jahr mehr als 136.000 Seehunde, Seelöwen, Delfine, Wale und zusätzlich Millionen von Vögel, Schildkröten, Fische und auch noch viel kleinere Organismen, die für das Ökosystem Meer notwendig sind.

Geisternetze sind Fischernetze, die absichtlich zurückgelassen oder unabsichtlich verlorengegangen sind und als tödliche Fallen – in den Meeresströmungen treibend – unselektiv und leider viel zu effektiv weiterfischen. Die ganze marine Nahrungskette ist betroffen, allesamt unschuldige Lebewesen, die den vom Menschen verursachten Gefahren in ihrem ureigenen Lebensraum nicht einfach ausweichen können.

Geisternetze: die Vermüllung der Meere mit Plastik – von makro bis mikro!

Geisternetze verschmutzen die Meere zusätzlich mit Millionen von Teilchen von Mikroplastik. Diese kleinen Teile, die kleiner als 5mm sind, entstehen, wenn sich das Plastik der ursprünglichen Fischernetze zersetzt. Dieses ökologische Problem enormen und für uns Menschen noch unvorstellbaren Ausmaßes, betrifft über die Nahrungskette auch irgendwann uns Menschen.

Delfintödliche Geisternetze bergen UND die Vermüllung des marinen Lebensraumes stoppen

Die Mission „Stone & Steel“, die Ende August stattfinden soll hat sich zur Aufgabe gemacht, delfintödliche Geisternetze zu bergen. Diese biodiversitätsvernichtenden Fallen werden mit ehrenamtlich agierenden Tauchern der Ghost Fishing Stiftung und GRD eigenen Tauchern aus den Irischen Küstengewässern geholt.
„Wenn die Netze nicht geborgen werden, werden unzählige, unschuldige marine Lebewesen weiterhin in den vor Ort treibenden Geisternetzen sterben, was die bereits sehr verwundbare Artenvielfalt stark schwächen wird“, berichtet die Diplom-Biologin Verena Platt-Till von der GRD. Unsere Partner und wir vermuten, dass es ähnlich viele Geisternetze gibt wie in der Ostsee in Polen, wo laut einer Aussage von WWF alleine im Jahr 2015 rund 270 Tonnen Fischernetze geborgen wurden.

Aufklärungsarbeit

Die ehrenamtlichen Taucher haben neben der Bergung delfintödlicher Geisternetze, vor allem auch das Ziel vor Augen mit der Mission „Stone & Steel“ ein größeres Bewusstsein in der Bevölkerung für die Problematik der Geisternetze zu schaffen. Die Videos und Fotos, die bei den Aktionen von GF entstehen, sollen dabei helfen, den Leuten zu veranschaulichen, welche Mengen an Fischernetz-Müll in den Meeren schlummert und wie viele Tiere elendig in ihnen verenden. Außerdem werden in einem weiteren Schritt die geborgenen Netze, die aus wichtigen und wiederverwertbaren Rohstoffen bestehen, von der NGO Healthy Seas gereinigt und recycelt und zu nachhaltigen Produkten, wie beispielsweise Armbändern, den Bracenets, weiterverarbeitet. Das bisher größte Netz, das geborgen und aus dem Armbänder gefertigt wurden, hatte eine Länge von 2,5km!

Weltweit einzigartig: Geisternetz-Patenschaft

Weltweit einzigartig ist nun bei der Gesellschaft zur Rettung der Delphine die Möglichkeit, eine Geisternetz-Patenschaft zu übernehmen und damit uns und unsere Kooperationspartner der Ghost Fishing Stiftung dabei zu unterstützen, biodiversitätsvernichtende und delfintödliche Geisternetze vor Irlands Küsten zu bergen und damit wertvolles Leben per Soforthilfe zu retten

Die Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD) wurde 1991 vom dreimaligen Weltumsegler Rollo Gebhard gegründet. Rollo Gebhard verstarb 2103 im Alter von 92 Jahren. Er leitete den Münchner Delfin- und Meeresschutzverein bis zu seinem Tod.

2017 übernahm der Schauspieler, passionierte Segler – er überquerte zweimal den Atlantik -, Synchronsprecher und überzeugte Buddhist Sigmar Solbach den Vorsitz.

In den Anfangsjahren bildete der Kampf gegen den Einsatz von Treibnetzen beim Thunfischfang und ähnlich destruktiv auf Meerestiere wirkendem Fischereigerät, den Schwerpunkt der Tätigkeit.

Seit Anfang der 90er-Jahre setzt die GRD das internationale Kontrollprogramm für delfinsicheren Thunfisch (SAFE) des amerikanischen Earth Island Institute (EII) in Deutschland um. Die SAFE angeschlossenen deutschen Importeure und Händler haben sich verpflichtet, nur Thunfisch anzubieten, der nicht mit Treibnetzen oder durch das Setzen von Netzen um Delfinschulen gefangen wurde.

SAFE kontrolliert heute über 90 Prozent des weltweiten Handels in Europa, Kanada, Australien und in den USA, wo der meiste Dosenthunfisch verbraucht wird. SAFE bewahrt weltweit jährlich 80.000 – 100.000 Delfine vor dem Beifangtod!

Die Münchner Delfin- und Meeresschutzorganisation unterstützt seit über 15 Jahren auch direkte Projekte und Aktionen für den Schutz wild lebender Delfine und Wale und den Erhalt ihrer Lebensräume.

Die GRD ist als ausschließlich und unmittelbar steuerbegünstigten gemeinnützigen Zwecken dienende Körperschaft anerkannt. Wir arbeiten politisch unabhängig und finanzieren uns über Spenden und Förderbeiträge.

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ForestFinance veröffentlicht erneut Biodiversitätsfortschrittsbericht

ForestFinance veröffentlicht erneut Biodiversitätsfortschrittsbericht

Faultiere fühlen sich in den nachhaltig bewirtschafteten Kakao-Wäldern von ForestFinance

Bereits zum dritten Mal in Folge veröffentlicht ForestFinance einen Biodiversitätsfortschrittsbericht und dokumentiert damit seinen Beitrag zur biologischen Vielfalt. Der Bericht richtet sich nach den sieben Punkten der Leadership-Erklärung der „Biodiversity in Good Company“ Initiative und dient als Nachweis für das fortwährende Engagement für den Erhalt und die Förderung der Artenvielfalt.

Der aktuelle Bericht erscheint auf Deutsch und Englisch und enthält fundierte Daten und Fakten zur Artenvielfalt in ForestFinance-Wäldern. Darüber hinaus gibt er einen Überblick über die zahlreichen Aktivitäten des Unternehmens in diesem Bereich. Neben einer Biodiversitätsstudie durch Experten einer externen Zertifizierungsorganisation in Panama wurden weitere interne Monitorings zur Artenvielfalt an Projektstandorten durchgeführt. Ein weiteres Highlight ist die Kooperation zwischen ForestFinance und dem Verein APPC (Pan American Conservation Association), um gemeinsam Schutz- und Lebensräume für Faultiere zu schaffen. Im Namen seiner Kunden spendete das Unternehmen für den Erwerb eines Schutzwaldes, in dem Faultiere gepflegt und langsam wieder an ein Leben in der Wildnis gewöhnt werden.

Waldinvestments, die Artenvielfalt fördern

Alle Investmentprodukte und Schutzprojekte von ForestFinance basieren auf ökologisch-nachhaltiger Waldwirtschaft und verfolgen das Ziel, langfristig einen biodiversen Mischwald entstehen zu lassen. „Nach mehr als 20 Jahren Geschäftstätigkeit bewirtschaften wir Wälder, die bereits über eine weit entwickelte Biodiversität verfügen. Über 25 Prozent der Gesamtflächen von ForestFinance dienen ausschließlich dem Naturschutz und bilden zusammen mit den wieder aufgeforsteten Brachflächen Trittsteinbiotope für viele seltene Tier- und Pflanzenarten“, erklärt ForestFinance-Geschäftsführerin Petra Kollmannsberger. Bereits 2010 hat sich ForestFinance entschieden, aktiv bei der Initiative „Biodiversity in Good Company“ mitzuwirken. Gemeinsam mit Unternehmen verschiedener Branchen wird hier an praktischen Ansätzen zum Schutz der Artenvielfalt gearbeitet. Im Rahmen der Mitgliedschaft wird in regelmäßigen Abständen ein Biodiversitätsfortschrittsbericht erstellt.

Den vollständigen Berichten finden Sie unter: https://www.forestfinance.de/fileadmin/ForestFinanceContent/PDF_Infomaterial_Berichte/BiodiversitaetsBericht_2016_DE.pdf

Mehr Informationen unter www.forestfinance.de

Über ForestFinance:
Die ForestFinance Gruppe ist seit über zwei Jahrzehnten wegweisend aktiv in der Entwicklung nachhaltiger Forst- und Agroforstinvestments, die eine Rendite mit ökologischen und sozialen Effekten verbinden. Langfristiges Ziel ist dabei die Schaffung neuer tropischer Mischwälder. Bei allen ihren Unternehmensaktivitäten orientiert sich die ForestFinance Gruppe an den Grundsätzen der Nachhaltigkeit und achtet darauf, dass soziale, ökonomische und ökologische Ziele gleichberechtigt nebeneinander stehen und zusammenwirken. Neben Mischforsten pflanzt und bewirtschaftet die Gruppe Kakao-Agroforstsysteme in Panama und seit Mitte 2012 auch in Peru.
Die ForestFinance Gruppe verwaltet mittlerweile mehr als 17.500 Hektar Forstflächen in Panama, Vietnam, Kolumbien und Peru. Mit rund 18.000 Kunden und mehr als 20 Jahren Erfahrung ist die Gruppe einer der führenden Anbieter von Walddirektinvestments in Europa und hat bereits mehrfach Erträge aus eigenen Forsten an ihre Investoren ausgezahlt.

Kontakt
Forest Finance Service GmbH
Julia Kroll
Eifelstraße 20
53119 Bonn
040-656 972 62
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Chinesen werfen Delfinschützern in Namibia Rassismus vor

Großartiger Erfolg für den Delfin- und Meeresschutz: Chinesische Firma will Fangaktion von Delfinen und anderen Meerestieren vor Namibia aufgeben.

Chinesen werfen Delfinschützern in Namibia Rassismus vor

Der russische Frachter „Ryazanovka“ sollte gefangene Delfine nach China transportieren. (Bildquelle: @ EII)

Untermalt von Rassismus-Vorwürfen gegen Delfinschützer, hat sich das chinesische Unternehmen, das vor der Küste Namibias Delfine, Orcas, Haie, Südafrikanische Seebären und andere Meerestiere fangen und für asiatische Aquarien und Delfinarien exportieren wollte, kurz vor Weihnachten anscheinend von dem Vorhaben verabschiedet. Auf der chinesischen „Einkaufsliste“ stehen über 1 000 Meerestiere, darunter Atlantische Große Tümmler, die vor Namibia vom Aussterben bedroht sind. Als Gründe für den Rückzug werden öffentliche Proteste und mangelnde Unterstützung der Regierung genannt.

Internationale Proteste verhindern Ausverkauf der marinen Artenvielfalt Namibias
„Sollte die Fangaktion eingestellt werden, wäre dies ein großartiger Erfolg für den Delfin- und Meeresschutz im südlichen Afrika“, meint Ulrich Karlowski, Biologe von der Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD). Die GRD unterstützt eine Protestaktion der Earth Organisation Namibia und hatte den namibischen Staatssekretär Dr. Moses Maurihungirire vom Ministerium für Fischerei und Meeresressourcen (MFMR) aufgefordert, keine Fang- und Exporterlaubnis zu erteilen. An der avaaz-Petition der Earth Organisation Namibia “ Stop the Live Capture of our Marine Species“ haben sich gut 15 000 Menschen aus der ganzen Welt beteiligt.

Gegner der Fangaktion hätten wegen ihrer weißen Hautfarbe von Apartheid-Regelungen profitiert
Laut eines Berichts der Allgemeinen Zeitung Namibia kritisiert die für die Fangaktion verantwortliche Beijing Ruier Animal Breeding and Promotion Company: „..dass unter den „wenigen Gegnern“ des Projekts in und außerhalb Namibias auch solche seien, die im Wohlstand lebten, die die Apartheid unterstützt und „wegen ihrer weißen Hautfarbe direkt von den diskriminierenden Apartheid-Regelungen profitiert“ hätten.“ Gleichzeitig wird bedauert, dass eine Anfangsinvestition von angeblich „mehr als 100 Millionen namibischen Dollar“ (umgerechnet knapp 7 Millionen Euro) nicht umgesetzt werde.

Gefahr noch nicht gebannt? Werden doch Delfine gefangen?
Anfang Januar sorgte laut Allgemeiner Zeitung Namibia eine anonyme Nachricht für viel Aufregung. Demnach habe der von der chinesischen Firma angeheuerte altersschwache russische Frachter „Ryazanovka“ den Hafen von Walvis Bay verlassen und vor Langstrand, ca. 19 Kilometer nördlich von Walvis Bay, Anker geworfen. Vor Langstrand kommen regelmäßig Delfine vor. Namibische Bürger, die sich dort an der Küste aufhalten, sollen verdächtige Aktivitäten der „Ryazanovka“ umgehend telefonisch melden. Laut Namibian Broadcasting Corporation überwacht die örtliche Polizei das Schiff, um mögliche illegale Fangaktionen und den Schmuggel von gefangenen Delfinen außer Landes zu unterbinden.

Die Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD) ist die einzige Umweltorganisation in Deutschland, die sich schwerpunktmäßig für den Schutz wild lebender Delfine einsetzt.

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