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Auffanggesellschaft oder sofortige Insolvenz?

Das ist Gretchenfrage, die Sie sich vor Insolvenzantragsstellung beantworten müssen!

Auffanggesellschaft oder sofortige Insolvenz?

Unternehmen müssen bei Liquidationsproblemen und Zahlungsunfähigkeit schnell über die Zukunft ihrer Firma nachdenken. Hier kommt entweder eine Insolvenz infrage oder auch das Gründen einer Auffanggesellschaft. Doch nicht jede Möglichkeit eignet sich hier für jedes Unternehmen.

Selbstständigkeit als einzige Möglichkeit

Für viele Unternehmer geht es um den Erhalt der Selbstständigkeit. Oftmals haben sie keine andere Wahl, als selbstständig zu bleiben in diesem Fachbereich. Begründet ist dies in Kundenkontakten und Know-How. Demnach stehen nur zwei Möglichkeiten zur Verfügung. Entweder schlägt man den Weg im Insolvenzverfahren ein. Oder man gibt das Gewerbe auf und wird Angestellter bei einer neu gegründeten Auffanggesellschaft. Danach beantragt er das Insolvenzverfahren als Arbeitnehmer.

Insolvenzverwalter schließt Unternehmen

Eine Insolvenz kann in diesem Rahmen entweder glatt oder auch mit vielen Problemen ablaufen. Das hängt immer vom ausgewählten Insolvenzverwalter ab. Zeigt dieser viel Verständnis, setzt er sich für den Erhalt der Betriebseinheit ein. Allerdings bevorzugen die meisten Insolvenzverwalter einen bequemen Weg und schließen das Unternehmen. Die Geschäftseinrichtung geht dann in die Insolvenzmasse ein und Sie stehen als bisheriger Unternehmer vor dem Nichts.

Auffanggesellschaft gründen

Ein zweiter Weg bietet die Auffanggesellschaft ab. Hierbei schließt man das Gewerbe selbst noch vor dem Insolvenzverfahren. Ein Bekannter gründet danach ein deckungsgleiches Gewerbe und stellt Sie als Arbeitnehmer ein. Jetzt können Sie als Arbeitnehmer den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahren stellen, wodurch das neue Unternehmen nicht angetastet wird. Sie haben in der Insolvenz selbstverständlich die Pflicht, eine angemessene Erwerbstätigkeit auszuüben. Natürlich dürfen Sie die Auffanggesellschaft nicht missbrauchen, um dem Insolvenzverwalter den Zugriff auf die spätere Insolvenzmasse zu entziehen. Aber das ist natürlich nicht Ihr Bestreben.

Unsere Rechtsanwälte und ein Fachanwalt für Insolvenzrecht in den Büros Eislingen, Leonberg, Stuttgart und Tübingen beraten Sie gern zum Thema Auffanggesellschaft und Insolvenz in unserer Kanzlei unter: 0711 – 205 263 849

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Kanzlei Rüdiger Schmidt – gemeinsam mit meinem Team aus Wirtschaftsprüfern, Steuerberatern, Betriebswirten und Fachanwälten unterstütze ich Sie, wenn Sie in eine finanzielle Schieflage geraten sind. Meine Kanzlei ist Mitglied der „Vereinte Insolvenzverwalter eG“, einem Kompetenznetzwerk regional tätiger Insolvenzverwalter, und arbeitet als Mitglied des „Verband Insolvenzverwalter Deutschlands e.V.“ (kurz VID) nach den „Grundsätzen ordnungsgemäßer Insolvenzverwaltung,GOI“. Wir sind seit 2009 nach ISO 9001:2008 zertifiziert und garantieren Ihnen damit jederzeit die hochwertige Qualität und den kundenorientierten Service, den Ihre Ausnahmesituation verlangt. Mein Team und ich stehen an Ihrer Seite.

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Schlecker Insolvenz Kündigung – Rechtsanwälte beraten und vertreten Arbeitnehmer

Rechtsanwälte aus der Ortenau (Lahr, Offenburg) raten zur Prüfung der Kündigung von Schlecker.

Die Insolvenz von Schlecker und deren Tochter IhrPlatz gibt aus anwaltlicher Sicht Anlass darauf hinzuweisen, dass sich Arbeitnehmer deren Arbeitgeber in Insolvenz geraten unbedingt Klarheit über die arbeitsrechtliche Lage verschaffen müssen.

Da das Arbeitsrecht in der unternehmerischen Krise nicht ausgesetzt wird, sieht sich die betroffene Belegschaft vor arbeitsrechtlich weitrechende Entscheidungen gestellt. Ein informiertes Vorgehen ist dabei unerlässlich.

Zunächst sollten sich betroffene Arbeitnehmer vor Augen führen, dass auch in der Insolvenz des Arbeitgebers kein Sonderkündigungsrecht besteht. Es besteht für den Insolvenzverwalter nur die Möglichkeit die ordentliche Kündigungsfrist auf drei Monate abzukürzen, wenn nicht ohnehin für das Arbeitsverhältnis eine kürzere Kündigungsfrist besteht.

Die Insolvenz des Unternehmens kann allerdings zu Maßnahmen führen die im Ergebnis eine betriebsbedingte Kündigung rechtfertigen, etwa wenn ein Betrieb im Extremfall insgesamt stillgelegt und eine Massenentlassung der gesamten Belegschaft erfolgt. Auch wird das Vorliegen betriebsbedingter Gründe vielfach in der Insolvenz leichter zu begründen sein. In gewissen Konstellationen setzt das Bundesarbeitsgericht in der Insolvenz sogar hinsichtlich bestimmter Aspekte geringere Anforderungen an die betriebsbedingten Gründe.

Im Ergebnis sollten aber auch in der Insolvenz keine vorläufigen Schlüsse hinsichtlich der Aussichtslosigkeit einer Kündigungsschutzklage gezogen werden. Es kommt regelmäßig auf den Einzelfall an. So wären etwa auch im Fall der Massenentlassung wegen Betriebsstillegung zahlreiche gesetzliche Vorgaben zu beachten, deren Missachtung, auch in einer solchen scheinbar eindeutigen Lage, zur Unwirksamkeit ausgesprochener Kündigungen führen würde. Im Fall der Massenentlassung wäre das etwa bereits dann der Fall, wenn die erforderliche Massenentlassungsanzeige unterlassen wurde.

Arbeitnehmer von Schlecker oder IhrPlatz sollten daher beim Erhalt von Kündigungen stets anwatlichen Rat einholen. Möglicherweise lässt sich eine Abfindung rausholen. Grundsätzlich lässt sich dazu Folgendes festhalten:

Wird im Zusammenhang mit der Kündigung die Leistung von Unterschriften gefordert, sollte diese nicht ohne Berücksichtigung der Rechtslage geleistet werden. Für den Arbeitnehmer kann eine solche Unterschrift erhebliche Nachteile mit sich bringen, etwa die Aussichtslosigkeit eines Kündigungsschutzprozesses oder eine Sperrzeit beim Arbeitslosengeld. Ebenso ist es angezeigt sich im Falle der Verlagerung des Arbeitsplatzes auf eine Transfergesellschaft oder eine Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft anwaltlich beraten zu lassen. Grundsätzlich gilt in jedem Fall, keine Unterschrift ohne Prüfung der Rechtslage zu leisten. Dies gilt selbst für den Fall, dass der Betriebsrat ebenfalls einen entsprechenden Ratschlag erteilt.

Im Falle der Kündigung muss der Arbeitnehmer jeder Kündigung die er nicht hinnehmen will mit der Kündigungsschutzklage begegnen. Für diese ist unbedingt die dreiwöchige Klagefrist ab Zugang der Kündigung einzuhalten. Bis auf wenige Ausnahmefälle gilt, dass der Ablauf dieser Frist ohne Klagerhebung zur Wirksamkeit der Kündigung führt. Der Kündigungsschutzrechtsstreit ist dann bereits verloren bevor er begonnen hat.

Mit Erhalt der Kündigung muss der Arbeitnehmer daher sofort die Rechtslage klären und entsprechend tätig werden. Es wäre angesichts der dreiwöchigen Klagefrist verfehlt anzunehmen, dass kein sofortiges Handeln erforderlich ist. Es können im Einzelfall bedeutungsschwere Umstände vorliegen die sogar eine sofortige Reaktion erfordern, um kein rechtlichen Nachteil zu erleiden. Der fehlende Nachweis einer ordnungsgemäßen Bevollmächtigung des Kündigenden ist etwa so einzuordnen. Eilbedarf kann nach Erhalt der Kündigung auch hinsichtlich der Pflichten des Arbeitnehmers gegenüber der Arbeitsagentur bestehen.

In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, dass die obigen Aspekte nicht abschließend sind. Bei Kündigungen, ist daher die rechtzeitige Heranziehung eines Fachmanns vorbehaltlos zu empfehlen.

Bei allen Fragen im Arbeitsrecht einschließlich solcher zum erfolgreichen Ausspruch beziehungsweise zur erfolgreichen Abwehr von Kündigungen berät die Partnerschaft Himmelsbach & Sauer in Lahr (Offenburg, Ortenau, Freiburg) Arbeitgeber und Arbeitnehmer und vertritt deren Interessen gerichtlich sowie außergerichtlich. Die Rechtsanwälte sind spezialisiert auf Arbeitsrecht und dabei insbesondere Kündigungsschutzverfahren.

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Besuchen Sie das Arbeitsrechtsportal:

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Dort finden Sie neben zahlreichen weiteren Hinweisen zum gesamten Bereich des Kündigungsrechts auch eine Erläuterung von Gesichtspunkten zur Erstbeurteilung einer Kündigung, unter:

Hilfe bei Kündigung, Abfindung
Auf das Wirtschaftsrecht spezialisierte Rechtsanwaltskanzlei aus Lahr bei Offenburg im Ortenaukreis.
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