Tag Archives: Aufsichtspflicht

Pressemitteilungen

Der D.A.S. Leistungsservice informiert: Urteil in Kürze – Familienrecht

Eltern haben Aufsichtspflicht bei Videospielen

Eltern, die ihrem minderjährigen Kind eine Spielekonsole überlassen, müssen dafür sorgen, dass sie nicht auf mit „USK 18“ gekennzeichnete Spiele zugreifen können. Denn solche Spiele gefährden das Kindeswohl. Dies hat laut Michaela Rassat, Juristin der D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH (D.A.S. Leistungsservice), das Amtsgericht Bad Hersfeld entschieden.

Worum ging es bei Gericht?

Ein Paar hatte sich scheiden lassen. Das gemeinsame Kind lebte bei der Mutter, die Eltern hatten das gemeinsame Sorgerecht. Der zehnjährige Junge wechselte nach Belieben zwischen beiden Wohnungen, die nur 300 Meter voneinander entfernt lagen. Da der Vater in puncto Hausaufgaben weniger streng war, gerieten die Eltern schnell in Streit über richtige Erziehung und Besuchszeiten. Schließlich landeten sie vor Gericht. Bei seiner gerichtlichen Anhörung erzählte der Junge, dass er von den Eltern gemeinsam zu Weihnachten eine Spielekonsole geschenkt bekommen hatte, auf der er auch „Grand Theft Auto (GTA) 5“ sowie „Call of Duty“ spielte. Das Gericht sprach die Eltern darauf an, dass diese Spiele erst ab 18 seien. Sie schienen darüber Bescheid zu wissen, es aber nicht besonders ernst zu nehmen. Insbesondere die Mutter verwies darauf, dass sie eine Ausgrenzung ihres Sohnes befürchte, wenn er nicht mehr die gleichen Spiele spielen dürfe wie seine Altersgenossen. Außerdem habe sie ihn ermahnt, bei „GTA 5“ nur Auto zu fahren und keine „kriminellen Sachen“ zu machen.

Das Urteil

Das Amtsgericht Bad Hersfeld hielt es für erforderlich, beiden Eltern eine Erziehungsauflage zu erteilen. „Eine solche Auflage kann das Gericht aussprechen, wenn es zu dem Ergebnis kommt, dass das Wohl des Kindes gefährdet ist und die Eltern nicht willens oder in der Lage sind, diese Gefahr abzuwenden“, so Michaela Rassat. Das Gericht stellte fest, dass das Kind hier freien Zugang zu Spielen mit vorwiegend gewalttätigem Inhalt hatte. Dies stelle eine Gefahr für das seelische Wohl des Kindes dar, gegen die sofort einzuschreiten sei. Auch mit dem Inhalt der Spiele beschäftigte sich das Gericht. „Grand Theft Auto 5“ sei ein extrem gewaltbetontes Spiel, bei dem gravierende Körperverletzungen, Tötungen, Folterszenen sowie Raub und Diebstahl nachzuspielen seien. „Call of Duty“ bringe den Spieler als Einzelkämpfer in verschiedene Kriegsszenarien. Beide Spiele seien mit „USK 18“ und „keine Jugendfreigabe“ gekennzeichnet – und damit für einen Zehnjährigen absolut ungeeignet. Das dauerhafte virtuelle Erleben von Gewaltszenen wirke sich negativ auf die Psyche eines Kindes aus. „Das Gericht erteilte den Eltern daher das Verbot, ihrem Sohn künftig weiterhin Spiele mit ungeeigneter Altersfreigabe zur Verfügung zu stellen“, erklärt Rassat. „Sie hätten dafür zu sorgen, dass er nur noch für sein Alter geeignete Videospiele zur Verfügung habe.“

Was bedeutet das für Eltern?

Bei Verfahren um die Ausgestaltung der Kindeserziehung kommt es manchmal zu Ergebnissen, die die Eltern nicht erwarten. Dieses Urteil zeigt, dass sich manche Eltern wenig Gedanken darüber machen, mit welchen virtuellen Inhalten sich ihre Kinder beschäftigen. „Eltern sollten aber in jedem Fall darüber Bescheid wissen, mit welchen Inhalten sich das Kind online oder auf einer Spielekonsole beschäftigt. Und vor allem sollten sie dafür sorgen, dass nur solche Spiele den Weg nach Hause finden, die für das entsprechende Alter geeignet sind. Dafür ist es hilfreich, die Beschreibung des Spieleherstellers zu lesen oder zumindest auf die Altersbeschränkung auf der Verpackung zu achten“, so der Tipp der Rechtsexpertin.
Amtsgericht Bad Hersfeld, Beschluss vom 27. Oktober 2017, Az. 63 F 290/17 SO

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„Schäden beim St. Martins-Umzug“ – Verbraucherinformation der ERGO Group

Was Eltern rund um Aufsichtspflicht, Haftung und Unfallschutz wissen sollten

"Schäden beim St. Martins-Umzug" - Verbraucherinformation der ERGO Group

Bei einem St. Martins-Umzug kann schnell ein Missgeschick passieren.
Quelle: ERGO Group

Singende Kinder, bunte Laternen, Sankt Martin hoch zu Ross: Anlässlich des Martinstags am 11. November finden wieder zahlreiche Laternenumzüge statt. Oft stellt sich dann die Frage nach der Aufsichtspflicht. Denn wo sich viele Kinder tummeln – noch dazu im Dunklen – kommt es immer mal zu Missgeschicken oder Unfällen. Michaela Rassat, Juristin der D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH (D.A.S. Leistungsservice), erklärt, bei wem während des Umzugs die Aufsichtspflicht liegt. Rolf Mertens, Versicherungsexperte von ERGO, weiß, welche Versicherung im Schadenfall einspringt. Und wann Unfallversicherungen zum Tragen kommen, ergänzt Rudolf Kayser, Unfallexperte von ERGO.

Aufsichtspflicht – Kita oder Eltern?

Endlich ist der große Tag gekommen und die Kinder können mit ihren meist selbst gebastelten Laternen durch die Dunkelheit marschieren. Neben den Erziehern begleiten sie dabei häufig auch ihre Eltern. Doch wer ist dann für die Aufsichtspflicht zuständig? „Mit der Anmeldung in einer Kita übergeben die Eltern die Aufsichtspflicht vertraglich an den Kita-Träger. Dies gilt jedoch nur während der regulären Betreuungszeiten der Einrichtung, also tagsüber“, erklärt Michaela Rassat, Juristin der D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH (D.A.S. Leistungsservice). „Begleiten Eltern ihre Sprösslinge außerhalb der üblichen Betreuungszeiten beim Laternenumzug, liegt die Aufsichtspflicht bei ihnen. Darauf weisen manche Kitas bereits auf der Einladung zum Sankt-Martins-Fest hin.“ Zerkratzt ein Kind beispielsweise mit seinem Laternenstab den Lack eines parkenden Autos, kann es daher zu einer Haftung seitens der Eltern kommen. Anders sieht es aus, wenn die Eltern ihre Kinder nicht begleiten oder wenn nach dem Umzug noch ein Sankt-Martin-Schauspiel geplant ist und die Erzieher die Kinder hinter die Bühne zu sich nehmen. Wirbelt dann ein Kind vor lauter Lampenfieber die teure Kamera einer Mutter zu Boden, kann die Haftung bei der Kita liegen. Nach Ende einer Aufführung oder einer anderen Gemeinschafts-Aktion, bei der die Kinder in der Obhut der Erzieher sind, sollten diese deutlich darauf hinweisen, dass nun wieder die Eltern die Verantwortung für ihre Sprösslinge tragen.

Wer haftet im Fall der Fälle?

Unabhängig davon, wer die Aufsichtspflicht hat, gilt: „Erzieher oder Eltern müssen nur dann für einen von den Kindern verursachten Schaden haften, wenn sie die Aufsichtspflicht verletzt haben. Da es keine gesetzliche Definition gibt, lässt sich meist schwer beantworten, ob tatsächlich eine Verletzung der Aufsichtspflicht vorliegt“, weiß die D.A.S. Expertin. Denn Eltern und Erzieher müssen die Kinder nicht 24 Stunden am Tag überwachen. Die Kleinen brauchen auch Freiräume, um eigenverantwortliches Verhalten lernen zu können. Daher entscheiden Gerichte in der Regel im Einzelfall. Wieviel Aufsicht nötig ist, richtet sich dabei nach Alter, Entwicklungsstand und früherem Verhalten des Kindes. Zudem sind Kinder bis zur Vollendung ihres siebten Lebensjahres nicht haftbar. Dann bleibt der Geschädigte auf den Kosten sitzen. „Eltern sollten daher bei ihrer Privat-Haftpflichtversicherung darauf achten, dass die Police eine Kinderschadensklausel enthält“, rät Rolf Mertens, Versicherungsexperte von ERGO. In diesen Fällen zahlt die Versicherung eine Entschädigung.

Unfall beim Laternenumzug

Im Getümmel kommt es nicht selten zu kleinen Unfällen, gerade in der Dunkelheit. Die Kinder sind aufgeregt und abgelenkt. Da stoßen sie schnell mit jemandem zusammen. Das kann auch mal einen Arm- oder Beinbruch zur Folge haben. „Wenn der Umzug eine Veranstaltung der Kita ist, greift der Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung“, weiß Rudolf Kayser, Unfallexperte von ERGO. Die Kinder sind dann während der Veranstaltung sowie auf dem Hin- und Rückweg abgesichert. Die Leistungen sind allerdings begrenzt. Wer einen umfassenden Schutz möchte, der auch Assistenzleistungen umfasst, kommt um eine private Unfallversicherung nicht herum. Denn gerade nach einem Unfall kann ein umfangreiches Reha-Management nötig werden, damit es möglichst nicht zu bleibenden Beeinträchtigungen kommt. „ERGO stellt zudem bei schweren Verletzungen seinen Versicherten einen Unfall-Manager zur Seite, der sich in Absprache mit den Eltern individuell um die Bedürfnisse des verletzten Kindes kümmert“, so der Experte von ERGO.
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ERGO ist eine der großen Versicherungsgruppen in Deutschland und Europa. Weltweit ist die Gruppe in mehr als 30 Ländern vertreten und konzentriert sich auf die Regionen Europa und Asien. Unter dem Dach der Gruppe steuern drei Einheiten das deutsche und internationale Geschäft sowie das Digital- und Direktgeschäft (ERGO Deutschland, ERGO International und ERGO Digital Ventures). Knapp 44.000 Menschen arbeiten als angestellte Mitarbeiter oder als hauptberufliche selbstständige Vermittler für die Gruppe. 2016 nahm ERGO 17 Mrd. Euro an Beiträgen ein und erbrachte für ihre Kunden Versicherungsleistungen von 16 Mrd. Euro.
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Demenz – Wer haftet bei Schäden?

ARAG Experten zum Thema Schadensersatzpflicht bei Alzheimer und Demenz

Rund 1,5 Millionen Menschen in Deutschland leiden an Demenz. Sie haften in der Regel nicht für Schäden, die sie verursachen. Angehörige und Pflegepersonal unter Umständen schon; nämlich immer dann, wenn eine Verletzung der Aufsichtspflicht vorliegt. ARAG Experten geben Auskunft.

Freie Willensbestimmung
Da im Falle fortgeschrittener Demenz vom Zustand einer krankhaften Störung der Geistestätigkeit ausgegangen werden kann, der die freie Willensbestimmung ausschließt, haftet der Kranke nicht. Denn ein erwachsener Mensch muss grundsätzlich nur dann für einen Schaden haften, wenn er ihn selbst schuldhaft verursacht hat. Das gilt sowohl für die zivilrechtliche Haftung als auch für die strafrechtliche Beurteilung: Stiehlt ein Demenzkranker also in einem Geschäft, hat in der Regel der Inhaber das Nachsehen. Denn eine Person, die das Unrecht ihrer Tat nicht einsehen kann, um nach dieser Einsicht zu handeln, ist strafrechtlich nicht schuldfähig. Käme es zur Anzeige wegen Diebstahls, würde das Verfahren daher vermutlich wegen Schuldunfähigkeit eingestellt.

Ehepartner haften nicht automatisch
Jeder Erwachsene haftet nur dann, wenn er schuldhaft, also vorsätzlich oder fahrlässig, handelt. Verursacht ein Demenzkranker durch unvorhersehbare Aktionen zum Beispiel einen Verkehrsunfall, haftet nicht, wie oft angenommen, automatisch der Ehepartner für den Schaden. Die Tatsache, dass zwei Personen verheiratet sind, führt nicht zwangsläufig zu einer gemeinsamen zivilrechtlichen Verantwortlichkeit.

Verletzung der Aufsichtspflicht
Unter Umständen kann aber eine Person haften, die per Gesetz oder Vertrag die Aufsichtspflicht über den Erkrankten hat. Das kann etwa der amtlich als Betreuer bestellte Ehegatte sein oder das Heim- oder Pflegepersonal. War für einen Partner oder eine Begleitperson, die die Aufsichtspflicht über den Kranken hatte, voraussehbar, dass der Demenzkranke in einem verwirrten Moment plötzlich auf die Straße läuft, muss er daher Maßnahmen ergreifen, um das zu verhindern. Hat er das getan, kann man ihm nichts anhaben. Hat er es jedoch versäumt, wird geprüft, ob der Aufsichtspflicht genüge getan wurde. Dabei wird es letztlich immer auf den Einzelfall, also unter anderem auf die Eigenart des Erkrankten und die Schwere seiner Demenz ankommen.

Haftpflichtversicherung informieren
Mit einer Demenz steigt eindeutig das Schadensrisiko. Zur Abwendung von finanziellen Belastungen, die verursachte Schäden nach sich ziehen können, ist der Abschluss einer Haftpflichtversicherung ratsam. Bei Neuabschluss einer Versicherung muss aber eine bekannte Demenzerkrankung angegeben werden. Eine bereits vor der Erkrankung bestehende Haftpflichtversicherung sollte aber unbedingt über den Verlauf der Krankheit informiert werden. Wer das versäumt, riskiert nämlich unter Umständen, dass die Versicherungsleistungen verweigert werden.

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Kinderbetreuung: Tagesmutter braucht umfassende Haftpflichtversicherung

R+V-Infocenter: Eltern sollten im Vorfeld klären, ob Versicherungsschutz der Tagesmutter ausreicht

Wiesbaden, 10. Oktober 2013. Seit dem 1. August 2013 haben Kinder unter drei Jahren einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz – zum Beispiel in der Tagespflege. Wichtig für die Eltern: Eine Tagesmutter braucht eine Haftpflichtversicherung, die auch die ihr anvertrauten Kinder einschließt. Sie muss sonst mit ihrem privaten Vermögen für schwere Verletzungen und Folgeschäden aufkommen. „Das hat auch für Eltern und Kind Folgen. Denn sie bekommen nach einem Unfall unter Umständen keine Entschädigung“, sagt Ferenc Földhazi, Haftpflicht-Experte beim Infocenter der R+V-Versicherung. Er rät den Eltern, diesen Punkt unbedingt im Vorfeld zu klären.

Grundsätzlich gilt: Eine Tagesmutter übernimmt die Aufsichts- und Sorgfaltspflichten der Eltern. „Passiert dem Kind etwas, hängt die Haftung der Tagesmutter davon ab, ob sie fahrlässig gehandelt hat. Wenn ja, springt ihre Haftpflichtversicherung ein – aber nur dann, wenn die Kinderbetreuung eingeschlossen ist“, so R+V-Experte Földhazi. Falls nicht, muss die Tagesmutter den Schaden aus eigener Tasche begleichen und eventuell sogar eine lebenslange Rente zahlen. Ist die Tagesmutter damit finanziell überfordert, kann dies erhebliche Konsequenzen für die Eltern haben. Denn neben den Sorgen um das verletzte Kind kommen finanzielle Probleme hinzu – wenn beispielsweise ein Elternteil seinen Beruf aufgeben muss, um das Kind zu pflegen.
Die Haftung für die Tagesmutter geht sogar noch weiter. Sie ist auch verantwortlich, wenn ein Kind das andere verletzt. Grund hierfür: Kinder unter sieben Jahren haften nicht selbst für Schäden, die sie verursachen. Tipp des R+V-Infocenters: Eine private Unfallversicherung für das Kind bietet zusätzliche Sicherheit. Diese springt bei einem Unfall immer ein.

Das R+V-Infocenter wurde 1989 als Initiative der R+V Versicherung in Wiesbaden gegründet. Es informiert regelmäßig über Service- und Verbraucherthemen. Das thematische Spektrum ist breit: Sicherheit im Haus, im Straßenverkehr und auf Reisen, Schutz vor Unfällen und Betrug, Recht im Alltag und Gesundheitsvorsorge. Dazu nutzt das R+V-Infocenter das vielfältige Know-how der R+V-Fachleute und wertet Statistiken und Trends aus. Zusätzlich führt das R+V-Infocenter eigene Untersuchungen durch: Die repräsentative Langzeitstudie über die „Ängste der Deutschen“ ermittelt beispielsweise bereits seit 1991 jährlich, welche wirtschaftlichen, politischen und persönlichen Themen den Menschen am meisten Sorgen bereiten.

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„Verkehrstraining für ABC-Schützen sitzt selten auf Anhieb“ ERGO Verbraucherinformation

Wie Kinder lernen, sich bei Unfallrisiken richtig zu verhalten

"Verkehrstraining für ABC-Schützen sitzt selten auf Anhieb" ERGO Verbraucherinformation

ERGO Verbraucherinformation – Kinder im Straßenverkehr

Langfassung:

Mit dem Eintritt in die Grundschule beginnt für viele Kinder ein lang ersehnter neuer Lebensabschnitt: Endlich kein Kindergartenkind mehr! Die Schultasche ist gepackt, jetzt kann es losgehen. Die Eltern plagen dagegen oft zwiespältige Gefühle. Denn der Schulweg ist eine große Gefahrenquelle für die kleinen Verkehrsteilnehmer. Deswegen sollten Eltern sich Zeit nehmen, um ihre Kinder auf die Risiken im Straßenverkehr vorzubereiten. Was sie noch tun können, damit ABC-Schützen sicher an ihr Ziel kommen, erläutert Rudolf Kayser, Unfallexperte von ERGO.

Zwei Drittel der Eltern lassen ihre Kinder allein zum Spielplatz, zur Schule oder zum Sport gehen, wie eine im Auftrag von ERGO durchgeführte repräsentative Umfrage von Ipsos* jetzt ergab. Noch am ehesten dürfen die Kleinen ohne Begleitung zur Schule laufen (64 Prozent). Soll es dagegen zum Sport oder zum Spielplatz gehen, stimmt dem Alleingang nur etwas mehr als die Hälfte zu. „Die Sorge der Eltern läuft dabei immer mit – und das ist leider durchaus berechtigt“, meint Rudolf Kayser, Unfallexperte bei ERGO. 2011 geschah in Deutschland alle 17 Minuten ein Verkehrsunfall, bei dem ein Kind zu Schaden kam. Kinder lassen sich im Straßenverkehr leicht ablenken und reagieren in riskanten Momenten oft unberechenbar. „Hinzu kommt, dass sich die Fähigkeit, Geschwindigkeiten und Entfernungen abzuschätzen, erst entwickeln muss“, so der ERGO Experte. Allerdings können Eltern viel dazu beitragen, die Sicherheit ihrer Kinder im Straßenverkehr zu erhöhen.

In der Gruppe laufen Kinder sicherer als allein

Wichtig ist, die Kinder an die Risiken zu gewöhnen, ohne sie zu überfordern. „Eltern sollten mit ihnen das richtige Verhalten im Straßenverkehr üben“, sagt Rudolf Kayser. „Am besten, sie fangen rechtzeitig vor der Einschulung mit einem regelmäßigen Training an, gehen den Schulweg mehrfach mit ihnen ab und weisen dabei auf Gefahrenquellen hin.“ Nach einer Weile können beide die Rollen tauschen: Das Kind führt den Erwachsenen und erklärt, was an heiklen Punkten zu tun ist. „Generell gilt: Nicht der kürzeste Weg ist die richtige Wahl, sondern der sicherste“, rät der ERGO Experte. Kommt das Kind im Straßenverkehr dann gut zurecht, sollten Eltern ihm auch Vertrauen signalisieren. Nur so können die Kleinen eigene Erfahrungen machen und lernen, flexibel auf Risiken zu reagieren. Für die erste Zeit hat sich zudem bewährt, eine Laufgemeinschaft zu organisieren: Grundschüler aus der Nachbarschaft treffen sich vor und nach dem Unterricht, um den Schulweg gemeinsam zu bewältigen, anfangs unter Aufsicht. Später darf der Trupp alleine losziehen. Ein absolutes Muss für ABC-Schützen: Warnwesten und Lichtreflektoren, vor allem im Herbst und Winter. Mit dem Rad dagegen sollten Kinder erst zur Schule fahren dürfen, nachdem sie im vierten Schuljahr die Fahrradprüfung bestanden haben.

Im Fall eines Unfalls kommt es auf die richtige Versicherung an

Auch wenn Kindern im Straßenverkehr viele Gefahren drohen: Tatsächlich sind die Risiken nirgends so hoch wie in den eigenen vier Wänden, betont Rudolf Kayser. „Was vielen Eltern nicht bewusst ist: 60 Prozent aller Unfälle mit Kindern passieren zuhause oder im Garten.“ Ebenso wichtig wie die Sicherheit im Straßenverkehr ist es daher, auch den eigenen Haushalt auf Unfallquellen zu überprüfen. In der Freizeit kommt es zudem auf den richtigen Vorsorgeschutz an. Im Fall des Falles entstehen den Eltern sonst hohe Kosten, falls ihr Kind sich schwer verletzt oder womöglich gar eine Behinderung zurückbehält. Unterstützung vom Staat gibt es nämlich nur bei Unfällen in der Schule oder auf dem Schulweg. „Umbauten, Pflege, Therapien – die Kosten können für eine Familie im schlimmsten Fall den Ruin bedeuten“, weiß der ERGO Experte. Eine Kinderunfallversicherung kann hingegen zumindest die finanziellen Folgen eines solchen Unglücks abfedern. Manche Unfallversicherer bieten zusätzlich sogar Unterstützung bei Reha-Maßnahmen, wie zum Beispiel eine Ergotherapie.

*Quelle: Ipsos i:Omnibus™

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D.A.S. Expertentipp: Aufsichtspflicht auf dem Schulweg

Eine Gruppe quirliger Erstklässler zur Schule zu begleiten, kann eine durchaus anspruchsvolle Aufgabe sein. Eltern, die fremde Kinder mit zur Schule nehmen, sollten sich deshalb klar machen, dass sie für eine Verletzung der Aufsichtspflicht haftbar gemacht werden können. Hier unterscheidet der Gesetzgeber zwischen zwei Arten der Aufsicht: Wer bewusst Verantwortung bei der Aufsicht über fremde Kinder übernimmt, muss im Ernstfall haften. Eine Gefälligkeitsaufsicht liegt dagegen vor, wenn der Erwachsene nur gelegentlich und zeitlich sehr begrenzt die Aufsicht über Kinder aus dem Verwandten- oder Bekanntenkreis übernimmt. In einem solchen Fall trägt die Aufsichtsperson ein nur sehr eingeschränktes Haftungsrisiko. Welcher Fall jeweils vorliegt, richtet sich nach der konkreten Situation. Geht eine Gruppe Kinder gemeinsam zur Schule und wird dabei abwechselnd von verschiedenen Eltern begleitet, kann eine Übernahme der Aufsichtspflicht vorliegen. Passiert dann etwas, springt zwar zunächst die gesetzliche Unfallversicherung ein. Sie holt sich jedoch den Schadensbetrag von jedem zurück, der rechtlich für den Schaden haftbar gemacht werden kann. Dies kann zum Beispiel der fremde Unfallverursacher sein oder auch der aufsichtspflichtige Vater, der das fremde Kind zur Schule begleitet hat. Wie sehr die begleitenden Eltern aufpassen müssen, hängt wiederum vom Alter und der Reife der jeweiligen Kinder ab. Empfehlenswert ist in jedem Fall eine private Haftpflichtversicherung.

Kurzfassung:

Verkehrstraining für ABC-Schützen sitzt selten auf Anhieb

Wie Kinder lernen, sich bei Unfallrisiken richtig zu verhalten

-Gehen viele Kinder alleine zur Schule?
-Warum sind Kinder im Straßenverkehr besonders gefährdet?
-Wie helfen Eltern bei der Verkehrserziehung?
-Beschränkt sich die Gefahr allein auf den Schulweg?

Zwei Drittel der Eltern lassen ihre Kinder allein zum Spielplatz, zur Schule oder zum Sport gehen, wie eine im Auftrag von ERGO durchgeführte repräsentative Umfrage von Ipsos* jetzt ergab. Noch am ehesten dürfen die Kleinen ohne Begleitung zur Schule laufen (64 Prozent). Soll es dagegen zum Sport oder zum Spielplatz gehen, stimmt dem Alleingang nur etwas mehr als die Hälfte zu. „Die Sorge der Eltern läuft dabei immer mit – und das ist leider durchaus berechtigt“, meint Rudolf Kayser, Unfallexperte bei ERGO. 2011 geschah in Deutschland alle 17 Minuten ein Verkehrsunfall, bei dem ein Kind zu Schaden kam. Kinder lassen sich im Straßenverkehr leicht ablenken und reagieren in riskanten Momenten oft unberechenbar. „Hinzu kommt, dass sich die Fähigkeit, Geschwindigkeiten und Entfernungen abzuschätzen, erst entwickeln muss“, so der ERGO Experte. Wichtig ist, die Kinder an die Risiken zu gewöhnen, ohne sie zu überfordern. „Eltern sollten mit ihnen das richtige Verhalten im Straßenverkehr üben“, sagt Rudolf Kayser. „Am besten, sie fangen rechtzeitig vor der Einschulung mit einem regelmäßigen Training an, gehen den Schulweg mehrfach mit ihnen ab und weisen dabei auf Gefahrenquellen hin.“ Generell gilt: Nicht der kürzeste Weg ist die richtige Wahl, sondern der sicherste. Für die erste Zeit hat sich zudem bewährt, eine Laufgemeinschaft zu organisieren: Grundschüler aus der Nachbarschaft treffen sich vor und nach dem Unterricht, um den Schulweg gemeinsam zu bewältigen, anfangs unter Aufsicht. Ein absolutes Muss für ABC-Schützen: Warnwesten und Lichtreflektoren, vor allem im Herbst und Winter. Mit dem Rad dagegen sollten Kinder erst zur Schule fahren dürfen, nachdem sie im vierten Schuljahr die Fahrradprüfung bestanden haben. Auch wenn Kindern im Straßenverkehr viele Gefahren drohen: „Was vielen Eltern nicht bewusst ist: 60 Prozent aller Unfälle mit Kindern passieren zuhause oder im Garten“, so der Unfallexperte von ERGO. In der Freizeit kommt es deshalb auf den richtigen Vorsorgeschutz an. Im Fall des Falles entstehen den Eltern sonst hohe Kosten, falls ihr Kind sich schwer verletzt oder womöglich gar eine Behinderung zurückbehält. Unterstützung vom Staat gibt es nämlich nur bei Unfällen in der Schule oder auf dem Schulweg. Eine private Kinderunfallversicherung kann hingegen zumindest die finanziellen Folgen eines solchen Unglücks abfedern. Manche Unfallversicherer bieten zusätzliche Unterstützung bei Reha-Maßnahmen, wie zum Beispiel Ergotherapien.

*Quelle: Ipsos i:Omnibus™

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Schluss mit lustig: Wenn Hallenspielplätze zur Gefahrenzone werden

R+V-Infocenter: Indoor-Spielplätze müssen nicht regelmäßig überprüft werden – Eltern sollten genau hinschauen

Wiesbaden, 23. Februar 2012. Draußen ist es kalt und ungemütlich, die Kinder langweilen sich: Da ist der Besuch eines Hallenspielplatzes eine willkommene Abwechslung. Doch nicht jede Anlage hält, was die Internetseite verspricht. „Eltern sollten das überdachte Spielparadies genau unter die Lupe nehmen“, rät Thomas Paufler, Unfallexperte beim Infocenter der R+V Versicherung. Denn anders als bei öffentlichen Spielplätzen werden die Geräte bislang nicht regelmäßig von den Behörden auf ihre Sicherheit hin überprüft.

Luft- und Wabbelberge erklimmen, durch Riesenkrokodile klettern und an der Kletterwand Mut beweisen: Über 300 Hallenspielplätze laden in Deutschland zum Spielen und Toben ein. Doch eine Pflicht zum Sicherheitscheck gibt es für sie nicht. Zwar bietet beispielsweise der TÜV eine regelmäßige Überprüfung an. Aber die ist freiwillig und wird nur von wenigen Hallen genutzt. „Ist ein Indoor-Spielplatz einmal abgenommen und eröffnet, hängt es allein vom Betreiber ab, wie gut er die Anlage in Schuss hält“, so R+V-Experte Paufler.

Doch viele Sicherheitsmängel sind leicht zu erkennen. Eltern sollten zunächst auf das allgemeine Erscheinungsbild achten. „Wenn der Boden klebrig ist und die Mülleimer nicht geleert, liegt der Schluss nahe, dass auch auf die Wartung der Spielgeräte wenig geachtet wird“, sagt Thomas Paufler. Er rät Eltern deshalb, die Anlage beim ersten Besuch ganz genau anzusehen:
– Stehen an den Spielgeräten Schrauben hervor oder sind Seile durchgescheuert?
– Gibt es harte Böden, die nicht durch einen Fallschutz abgesichert sind?
– Fehlen Geländer an Brüstungen?
– Sind die Fangnetze an den Trampolinen zerschlissen?
– Gibt es scharfe Kanten an Klettergerüsten oder Stellen, wo Kinder sich die Finger einklemmen können?
– Sind die Notausgänge gut ausgeschildert und nicht durch Spielgeräte versperrt?

Ebenfalls ein wichtiges Thema ist die richtige Kleidung: Kinder sollten keine Kleidung mit Kordeln oder Schlaufen tragen, weil sie damit an den Spielgeräten hängen bleiben können. Auch Halsketten und Schlüsselbänder gehören nicht auf einen Spielplatz.

Eltern haben Aufsichtspflicht
Eltern müssen sich selbst darum kümmern, dass ihre Kinder beim Toben weder sich noch andere verletzen. „Das Aufsichtspersonal entbindet Eltern nicht von dieser Pflicht. Ein Indoor-Spielplatz ist kein Kindergarten oder Hort“, sagt R+V-Experte Paufler. Dennoch ist genügend Personal in der Halle notwendig und zeichnet eine gute Anlage aus. „Diese Mitarbeiter haben aber in der Regel keine Aufsichtspflicht, sondern kümmern sich beispielsweise um die Einweisung an den Geräten.“

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Ein Wintermärchen mit Tücken

Wenn es im Schnee Tränen gibt…

Sobald die ersten Schneeflocken fallen, beginnen Kinderaugen zu leuchten. Dann gibt es für die Kleinen nur eins: Nichts wie raus in die weiße Pracht, zum Rodeln oder zu einer tüchtigen Schneeballschlacht. Doch wenn ein Kind einen Schaden anrichtet, sich oder jemand anderen verletzt, ist der Schreck groß. Schnell stellt sich die Frage nach der Verantwortung. Was Eltern und Betreuer wissen müssen, erklärt die D.A.S. Rechtsschutzversicherung.

Schon die ganz Kleinen lieben es, geborgen in Mamas oder Papas Armen auf dem Schlitten einen Berg herunter zu sausen. Deutlich riskanter wird es allerdings, wenn die Kinder mit etwa vier Jahren anfangen, alleine zu rodeln oder erste Laufversuche auf Schlittschuhen un-ternehmen. Auch heftige Schneeballschlachten brechen schon im Kindergarten aus. Leider lassen sich bei Schnee und Glätte Unfälle nicht immer vermeiden. Und kleine Kinder sind besonders gefährdet, da sie riskante Situationen noch nicht richtig einschätzen können. „El-tern sind zur Beaufsichtigung ihrer minderjährigen Kinder verpflichtet“, erklärt Anne Kronzu-cker, Juristin bei der D.A.S. Rechtsschutzversicherung. „Wenn sie diese Pflicht verletzen, können sie für Schäden haftbar gemacht werden, die ihre Kinder anrichten.“ Dies gilt auch für Erzieher, Lehrer oder andere berufliche oder freiwillige Aufsichtspersonen wie etwa Ver-wandte, die die Beaufsichtigung fremder Kinder übernommen haben.

Rodeln auf eigene Gefahr
Bei ihrem ersten Schlittenausflug dürfen die Kleinen daher keinesfalls allein gelassen werden: Eltern, die ein Kind im Kindergartenalter unbeaufsichtigt auf eine Rodelpiste lassen, verletzen ihre Aufsichtspflicht. Umso älter ein Kind ist, desto weniger muss es meist beaufsichtigt werden. Allerdings gibt es hier keine allgemein verbindlichen Regeln: „Welches Ausmaß der Betreuung angemessen ist, hängt von einer ganzen Reihe von Faktoren ab, etwa vom Alter des Kindes, seinem Charakter und seinem Entwicklungsstand, aber auch von der Beschaffenheit der Piste“, erklärt Anne Kronzucker. „Wenn etwas passiert, entscheiden die Gerichte individuell.“ Wobei diese keinesfalls verlangen, dass jüngere Kinder ständig an der Hand gehalten werden müssen (AG München, Az. 122 C 8128/10). Auch kleinere Kinder dürfen also alleine rodeln, wenn Vater oder Mutter zum Beispiel unten an der Rodelstrecke warten. Welches Maß an Aufsicht nötig ist, hängt jedoch immer vom Einzelfall ab. Eines aber muss man auf jeden Fall wissen: Wer rodelt, handelt grundsätzlich auf eigene Gefahr. Denn auch die Gemeinden sind – zumindest nach den Urteilen einiger Gerichte – nicht verpflichtet, etwa auf eine Mauer im Hang hinzuweisen oder riskante Hänge zu sperren (OLG Hamm, Az. I-9 U 81/10). Gerade deswegen müssen Eltern sorgsam darauf achten, ob sich ein bestimm-ter Hügel in einem Stadtpark als Rodelpiste eignet.

Auch Schneebälle können weh tun…
Selbst harmlose kleine Schneeballschlachten können zu Unfällen führen: „Wer mit harten und teilweise gefrorenen Schneebällen wirft, kann andere durchaus schwer verletzen“, warnt die D.A.S. Juristin. Daher sollte bei Schneeballschlachten unter kleinen Kindern mindestens eine Aufsichtsperson dabei sein. Ältere Kinder müssen von ihren Eltern über potentielle Risiken und ihre Vermeidung aufgeklärt werden. Denn unter Umständen können auch Kinder rechtlich zur Verantwortung gezogen werden. Zwar sind Kinder unter sieben Jahren grund-sätzlich deliktunfähig. Das bedeutet, dass ein Sechsjähriger, der mit seinem Schneeball zum Beispiel eine Glasscheibe eingeworfen hat, nicht haftbar gemacht werden kann. Sofern auch den Eltern keine Vernachlässigung ihrer Aufsichtspflicht vorgeworfen werden kann, bleibt der Leidtragende auf seinem Schaden sitzen. „Ab dem siebten Geburtstag jedoch können Kinder bei Vorsatz oder Fahrlässigkeit juristisch belangt werden“, betont die D.A.S. Rechtsexpertin. „Ein Achtjähriger, der jemandem einen vereisten Schneeball ins Auge wirft, oder damit auf das Auto des Nachbarn zielt, kann durchaus auf Schadenersatz verklagt werden, wenn an-zunehmen ist, dass er die Folgen seines Handels abschätzen konnte.“ War dies nicht der Fall, kann es wiederum sein, dass seine Eltern wegen einer Verletzung der Aufsichtspflicht haften müssen – dies gilt generell für alle Minderjährigen.

Auf scharfen Kufen ohne Risiko?
Egal ob mit Schlittschuhen oder ohne – ein zugefrorener See übt auf Kinder einen geradezu magischen Reiz aus. „Eltern müssen unbedingt darauf achten, ob das Gewässer zum Eislau-fen freigegeben ist“, sagt Anne Kronzucker. „Wenn Schilder das Betreten der Eisfläche ver-bieten, sind die Warnungen unbedingt zu befolgen. Auch wer fremde Kinder beaufsichtigt, muss dies strikt beachten: Denn eine Missachtung der Warnschilder würde ihm das Gericht als grobe Fahrlässigkeit auslegen, sollte einem Kind etwas zustoßen.“ Bevor die ersten Flocken fallen ist es daher empfehlenswert, mit den Kindern über potentielle Gefahren im Schnee zu sprechen – auch wenn die weiße Pracht so harmlos aussieht.
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Kurzfassung:
Bei Eis und Schnee sind Eltern besonders gefordert
Wer seine Aufsichtspflicht verletzt, muss für eventuelle Schäden haften

Wenn draußen die ersten Schneeflocken fallen, sind die meisten Kinder nicht mehr zu halten. Doch gerade bei Schnee und Eis lassen sich Unfälle nicht vermeiden. Vor allem sehr kleine Kinder sind gefährdet, da sie riskante Situationen noch nicht richtig einschätzen können. Wenn sie also anfangen, alleine zu rodeln, ihre ersten Laufversuche auf dem Eis unterneh-men oder sich in eine Schneeballschlacht stürzen, empfiehlt sich erhöhte Wachsamkeit, be-tont die D.A.S. Rechtsschutzversicherung: „Eltern sind zur Beaufsichtigung ihrer minderjähri-gen Kinder verpflichtet. Wenn sie diese Pflicht verletzen, können sie für Schäden haftbar gemacht werden, die ihre Kinder anrichten.“ Bei ihrem ersten Schlittenausflug dürfen die Kleinen daher keinesfalls allein gelassen werden. Ununterbrochen bei der Hand gehalten werden müssen sie jedoch nicht. So ist es durchaus zulässig, die Kinder auf einen Schlitten zu setzen und sie unten am Hang in Empfang zu nehmen.
Welches Maß an Aufsicht notwendig ist, richtet sich nach Entwicklung und Reife des Kindes, aber auch nach der jeweiligen Situation wie etwa der Gefährlichkeit der Rodelpiste. Grund-sätzlich muss beim Winterspaß aber die gleiche Sorgfalt an den Tag gelegt werden wie in allen anderen Situationen auch. Kinder ab sieben Jahren können unter Umständen selbst für fahrlässiges oder vorsätzliches Verhalten zur Verantwortung gezogen werden. War ihre Ein-sichtsfähigkeit noch nicht ausreichend, haften womöglich die Eltern wegen einer Verletzung der Aufsichtspflicht – diese Gefahr besteht immer bis zum Eintritt der Volljährigkeit. Besonde-re Risiken gibt es bei Schneeballschlachten. Kleinere Kinder sollten sich nicht ohne Aufsicht ins Gefecht stürzen, größere müssen genau über die Gefahren aufgeklärt werden. „Wer mit harten und teilweise gefrorenen Schneebällen wirft, kann andere durchaus schwer verletzen“, warnt die D.A.S. Rechtsschutzversicherung. „Wenn so ein Geschoss daneben geht, muss mit rechtlichen Konsequenzen gerechnet werden.“ Doch bei aller Vorsicht – es ist unmöglich, Risiken ganz auszuschalten.
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Pressemitteilungen

Aufsichtspflicht im Ferienlager

Wer haftet bei einem Unfall?

Gerade für berufstätige Eltern sind Zeltlager, Tenniscamps oder Sprachkurse das perfekte Angebot, um ihre Kinder in den Ferien gut versorgt und beschäftigt zu wissen. Meist werden diese Ferienfreizeiten von Vereinen oder kirchlichen Organisationen angeboten. Diese stellen auch den Jugendleiter, der die Kinder während des Zeltlagers betreut. Aber wer übernimmt die Verantwortung, wenn doch etwas passiert? Und wer hat die Aufsichtspflicht während der Ferienfreizeit? Die D.A.S. Rechtsschutzversicherung klärt auf.

Bei bis zu dreizehn Wochen Schulferien sind besonders berufstätige Eltern froh über die vielen Angebote zu Ferienzeltlagern, Abenteuercamps oder Sportkursen. Sind doch ihre Sprösslinge dort unter Aufsicht untergebracht und beschäftigt. Aber gerade die Aufsichtspflicht von Minderjährigen ist der Knackpunkt, wenn dann doch ein Kind verletzt wird oder etwas zu Bruch geht. Minderjährige sind laut Gesetz Personen unter 18 Jahren, die normalerweise von den Eltern beaufsichtigt werden müssen, welche die gesetzliche Fürsorge haben“, erklärt Dr. Daniel Rohlff, Jurist bei der D.A.S. Rechtsschutzversicherung. Die Eltern übertragen diese Pflicht auf einen Jugendverband oder auf Jugendgruppenleiter, wenn sie ihren Nachwuchs in Ferienfreizeiten betreuen lassen.

Übergabe der Aufsichtspflicht
Diese Übertragung kommt oft formlos bzw. stillschweigend zustande, etwa durch die Anmeldung zur Teilnahme an einer Veranstaltung. Umso wichtiger ist es daher, bereits im Vorfeld zu klären, wie verantwortungsbewusst und zuverlässig das Betreuungspersonal ist. Dafür gibt es zwar keine Richtlinien – aber einige Kriterien, anhand derer sich Eltern orientieren können. Der D.A.S. Experte fasst sie folgendermaßen zusammen: „Die Begleitpersonen sollten volljährig sein – das spielt auch bei Haftungsfragen eine entscheidende Rolle. Die Umsichtigkeit des Gruppenleiters zeigt sich oft an seiner Vorbereitung: Erkundigt er sich nach Allergien oder Schwimmerfahrung des Kindes? Sind gefährliche Aktivitäten wie Klettern oder Rafting ausgeschlossen? Ist eine stellvertretende, ebenfalls volljährige Aufsichtsperson dabei?“ Die Verantwortung der Betreuer endet, wenn die Kinder und Jugendlichen nach der Ferienveranstaltung wieder ihren Eltern übergeben werden.

Umfang der Aufsichtspflicht
Unter die Aufsichtspflicht fallen alle minderjährigen Teilnehmer einer Veranstaltung – diese Gruppe kann allerdings sehr unterschiedliche Bedürfnisse haben: Jugendliche haben andere Interessen als etwa Grundschulkinder – sie wollen im Zeltlager auch mal ohne Betreuer ins nahe gelegene Dorf. „Generell müssen Betreuer von Kindern und Jugendlichen bei der Aufsichtspflicht individuell entscheiden“, so der D.A.S. Experte. „Das Alter der Kinder, deren Charakter, aber auch die sonstigen Umstände sind von großer Bedeutung.“ Auch die Gerichte entscheiden bei Haftungsfragen danach, welche Sorgfalt man im Einzelfall von einem durchschnittlichen Jugendleiter hätte erwarten können. So urteilte etwa das Oberlandesgericht Koblenz (Az. 1 U 1278/90), dass es keine Verletzung der Aufsichtspflicht darstellt, wenn sich die Betreuer bei einem Schwimmbadbesuch mit einer Feriengruppe von Kindern im Alter zwischen 8 und 12 Jahren an Schwerpunkten aufhalten, den Kindern aber ansonsten erlauben, sich frei zu bewegen. Wenn dann ein Zehnjähriger in einem Nichtschwimmerbecken verunglückt, sind die Betreuer nicht haftbar zu machen. Schließlich ist es der Sinn des Aufenthalts in einem Ferienlager ohne Eltern, dass er die Erziehung zur Selbstständigkeit in besonderem Maße fördert. Dagegen wird es als Verletzung der Aufsichtspflicht angesehen, wenn bei Übernachtungen einer Jugendgruppe keine Betreuungsperson zur gelegentlichen Zimmerkontrolle abgestellt wird – vor allem, um alkoholischen Exzessen vorzubeugen (OLG Hamm, Az. 6 U 78/95). Das vorab mündlich erteilte Alkoholverbot reicht nicht aus. Ist ein Kind für einen Schaden verantwortlich, bestimmt sein Alter darüber, ob es überhaupt deliktfähig ist: Kinder unter sieben Jahren sind dies nicht, im Straßenverkehr liegt die Grenze bei zehn Jahren. Kinder zwischen sieben und 18 Jahren sind nur bedingt deliktfähig – abhängig von der Reife und Einsichtsfähigkeit des Kindes bzw. des Jugendlichen. Ein Rat der D.A.S. für Eltern: „Versuchen Sie schon vor der Anmeldung, das Betreuungspersonal kennenzulernen. Dann wissen Sie, wem Sie Ihren Nachwuchs anvertrauen!“

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Die D.A.S. informiert: Urteile in Kürze – Straßenverkehrsrecht

Aufsichtspflicht auf dem Weg zum Kindergarten

Beschädigt ein Kind auf dem Weg zum Kindergarten mit seinem Fahrrad einen PKW, haften die Eltern nicht automatisch für den Schaden. Nach Mitteilung der D.A.S. betonte das Amtsgericht München, dass von den Eltern nicht verlangt werden kann, bei einem fünfjährigen Kind ständig die Lenkstange des Fahrrads festzuhalten.
(Az. 122 C 8128/10)

Hintergrundinformation:
Immer wieder hört und liest man „Eltern haften für ihre Kinder.“ Dies ist jedoch in Wahrheit nicht immer der Fall. Zwar gilt per Gesetz, dass Kinder vor Vollendung des siebenten Lebensjahres nicht für Schäden haften, die sie anderen zufügen. Die Eltern haften dann oft wegen einer Verletzung ihrer Aufsichtspflicht. Wann diese verletzt ist, ist jedoch stark vom Einzelfall abhängig. Der Fall: Eine Münchner Mercedesfahrerin war an einem Kindergarten vorbei gefahren. Davor standen Kinder mit Fahrrädern. Als ein Rad umstürzte, zerkratzte die daran befestigte Sichtstange die linken Türen des PKW. Die Reparatur schlug mit 1.350 Euro zu Buche. Der Ehemann der Fahrerin verklagte nun den Vater des Kindes, dem das Rad umgefallen war. Das Mädchen sei bereits vor dem Unfall allein und unbeaufsichtigt unterwegs gewesen. Das Urteil: Das Amtsgericht sah hier keine Verletzung der Aufsichtspflicht. Nach Mitteilung der D.A.S. Rechtsschutzversicherung erläuterte das Gericht, dass sich das Maß der nötigen Aufsicht nach Alter, Eigenart und Charakter des Kindes sowie der Voraussehbarkeit eines schädigenden Verhaltens richte. Zwar sei bei nicht schulpflichtigen Kindern im Straßenverkehr generell eine Aufsicht nötig. Allerdings dürfe man auch ihre Erfahrung und die Straßensituation nicht vernachlässigen. Die Fünfjährige sei seit zweieinhalb Jahren unter Aufsicht unfallfrei per Fahrrad zum Kindergarten gefahren. Der Vater habe sie hier das letzte Stück allein vorausfahren lassen. Durch Zeugen sei erwiesen, dass er mit seinen Kindern aus einem Weg gekommen sei, der überwiegend nur Rad- und Fußweg sei. Ein Kind müsse zu selbstständigem Verhalten im Straßenverkehr erzogen werden. Zudem sei das Rad nur aufgrund eines Getümmels vor dem Kindergarten umgefallen. Dieses hätte der Vater auch bei Anwesenheit nicht verhindern können. Es könne nicht verlangt werden, dass er ständig die Lenkstange festhalte.
Amtsgericht München, Urteil vom 19.11.2010, Az. 122 C 8128/10

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Privathaftpflicht: Deliktfähigkeit und Aufsichtspflicht

Das Kinder fremdes Eigentum unabsichtlich beschädigen kann vorkommen. Je nach Alter des Kindes übernimmt die Privathaftpflicht die Regulierung des Schadens.

Die Fähigkeit, für eine unerlaubte Handlung verantwortlich gemacht zu werden, nennt man Deliktfähigkeit. Da Kinder grundsätzlich bis zur Vollendung des siebten Lebensjahres schuldunfähig sind, betrifft das auch den Bereich der Privathaftpflicht: Hat ein Geschädigter keinen Rechtsanspruch auf Wiedergutmachung, eben weil ein Kind noch deliktunfähig ist, so entsteht auch gegenüber der Privathaftpflicht kein Leistungsanspruch.

Informationen zur Privathaftpflicht finden Sie hier: http://vergleichen-und-sparen.de/privathaftpflicht.html

Bei Kindern, die mindestens sieben Jahre alt sind, kann die Haftung nur dann entfallen, wenn im Schadensfall die erforderliche Einsicht für ihr Tun oder Handeln fehlt. Und dieser Nachweis muss vom Geschädigten erbracht werden. Eine Ausnahme gibt es auch in diesem Bereich: Für alle Abläufe, die mit dem Straßenverkehr zu tun haben, muss ein Kind mindestens zehn Jahre alt sein, um überhaupt haftbar gemacht zu werden. Jüngere Kinder sind aufgrund ihres Alters noch gar nicht in der Lage, die Risiken des Straßenverkehrs richtig einzuschätzen. Das gilt allerdings nur für den Bereich des fließenden Verkehrs: Ein neunjähriges Kind, das ein parkendes Auto beschädigt, kann wiederum für den Schaden haftbar gemacht werden.

Das Bürgerliche Gesetzbuch (§828) gliedert die Deliktfähigkeit in drei Altersstufen. Bis zum siebten Geburtstag ist ein Kind generell nicht deliktfähig. Für den Bereich des Straßenverkehrs gilt dieses bis zu. Zehnten Geburtstag. Vom siebten bzw. zehnten Geburtstag bis hin zum 18. Geburtstag ist ein Kind bedingt deliktfähig. Es muss also im Einzelfall geprüft werden, inwieweit das Kind in einer Schadenssituation die Folgen seines Handelns absehen kann. Ab dem 18. Geburtstag ist man voll deliktfähig.

Aufsichtspflicht bedeutet, die Aufsicht über ein Kind zu haben. Verursacht ein Kind einen Schaden, kann in weiterer Folge derjenige haftbar gemacht werden, der die Aufsichtspflicht über das Kind hat. Das sind in der Regel die Eltern, aber auch je nach Einzelfall die Großeltern, Pflegeeltern, Tagesmütter oder Kindermädchen. Allerdings müssen die Aufsicht führenden Personen nur dann haften, wenn sie im groben Maße ihre Aufsichtspflicht verletzt haben.

Ein fünfjähriger Junge, der beim Abstellen seines Fahrrades auf dem Gehweg einen Pkw beschädigt, kann also nicht haftbar gemacht werden: Er ist nicht deliktfähig. In der Privathaftpflicht ist es aber dennoch möglich, solche Schäden durch gesonderte Einschlüsse mit zu versichern.

Zündeln hingegen zwei Zehnjährige in einer Scheune und es kommt dabei zu einem Vollbrand, muss geprüft werden, ob die beiden Jungen die Folgen ihres Handels ansehen konnten. In vielen Fällen haben die Gerichte zugunsten der Geschädigten entschieden.

Um die Familie und auch die eigene bürgerliche Existenz vernünftig abzusichern, kommt man an der Privathaftpflicht nicht vorbei. Denn in vielen Fällen ist ein Schadensersatzanspruch berechtigt und die Verpflichtung zur Wiedergutmachung kann, je nach Art des Schadens, auch schnell das finanzielle Aus bedeuten.

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