Tag Archives: außergewöhnliche Belastung

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Therapiekosten bei Burnout können steuerlich absetzbar sein

Immer mehr Menschen fühlen sich erschöpft und ausgebrannt. Sie leiden unter einem Burnout. Häufig hängt dies mit einer großen Belastung im Job zusammen. Ein hohes Arbeitspensum und der damit verbundene Zeitdruck führen zu permanentem Stress und Schlafproblemen. Dazu kommen vielleicht noch Unzufriedenheit, Enttäuschung oder Mobbing. Sport und Entspannung am Feierabend und ein kurzer Urlaub reichen meist nicht aus. Nach dem Urlaub kommen die Symptome schnell zurück. Medizinische Behandlungen sind notwendig, um Heilung zu erreichen.

Burnout ist keine typische Berufskrankheit

Da die seelischen und körperlichen Probleme in erster Linie durch den Beruf verursacht werden, sollte man meinen, Burnout zähle zu den Berufskrankheiten. Fallen Kosten zur Verbesserung oder Heilung von Berufskrankheiten an, so sind diese als Werbungskosten in unbegrenzter Höhe bei der Einkommensteuer abziehbar. So waren beispielsweise die Behandlungen einer Schultergelenkserkrankung einer Berufsgeigerin in der Einkommensteuer abziehbar. Im Fall von Burnout sahen es die Richter vom Bundesfinanzhof jedoch anders.

Burnout wird nicht als eine typische Berufskrankheit, wie z. B. die Staublunge eines Bäckers, eingestuft. Da ein Burnout in seinen psychischen und psychosomatischen Ausprägungen vielfältig ist, wird er nicht hundertprozentig der emotionalen Belastung im Beruf zugeschrieben. Auch wenn das Arbeitsverhältnis Hauptauslöser dieser Erkrankung ist, kommt oftmals eine private Mehrfachbelastung dazu. Somit wurde einem generellen Werbungskostenabzug bei Burnout eine Absage erteilt. Hierfür ist die ausschließliche berufliche Ursache Voraussetzung.

Burnout durch Mobbing am Arbeitsplatz

Wird ein Mitarbeiter jedoch in der Firma gemobbt und erkrankt infolge dessen, sieht der Sachverhalt anders aus. „Beeinträchtigen Kollegen oder Vorgesetzte die Psyche oder Gesundheit eines Mitarbeiters, so dürfen die Behandlungskosten unter gewissen Voraussetzungen sehr wohl in der Einkommensteuer als Werbungskosten geltend gemacht werden“, erklärt Robert Dottl, Vorstand der Lohnsteuerhilfe Bayern e.V. (Lohi).

Um das dem Finanzamt gegenüber zu belegen, sollte ein ärztliches Attest vorliegen, dass der Burnout auf Mobbing am Arbeitsplatz zurückzuführen ist. Ebenso ist es ratsam, die Notwendigkeit einer Therapie, um seinen Beruf weiter ausüben zu können, vor Antritt der Behandlungen durch einen Arzt bescheinigen zu lassen. Dann ist ein eindeutiger Zusammenhang zwischen der beruflichen Tätigkeit und der Burnout-Erkrankung gegeben und die selbst getragenen Behandlungskosten können in voller Höhe als Werbungskosten geltend gemacht werden.

Außergewöhnliche Belastungen als Plan B

Ist der Werbungskostenabzug nicht möglich, können die eigens finanzierten Kosten einer Therapie als außergewöhnliche Belastung angesetzt werden. Dies setzt aber ein vor der Therapie ausgestelltes amtsärztliches Attest oder eine Bescheinigung des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung über die Notwendigkeit der Behandlung voraus. „Großer Nachteil der außergewöhnlichen Belastung jedoch ist, dass die zumutbare Grenze der Eigenbelastung erst überschritten werden muss. Daher ist ein Werbungskostenabzug, wenn möglich, vorzuziehen“, so Robert Dottl.

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Die Lohi (Lohnsteuerhilfe Bayern e. V.) mit Hauptsitz in München wurde 1966 als Lohnsteuerhilfeverein gegründet und ist in rund 320 Beratungsstellen bundesweit aktiv. Mit über 650.000 Mitgliedern ist der Verein einer der größten Lohnsteuerhilfevereine in Deutschland. Die Lohi zeigt Arbeitnehmern, Rentnern und Pensionären – im Rahmen einer Mitgliedschaft begrenzt nach § 4 Nr. 11 StBerG – alle Möglichkeiten auf, Steuervorteile zu nutzen.

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Sind Fahrtkosten zum getrennt lebenden Kind absetzbar?

In jeder fünften Familie ist die Mutter oder der Vater alleinerziehend. Das macht in Deutschland rund 1,6 Mio. Haushalte aus, in denen Kinder von nur einem Elternteil betreut werden. Leben die Eltern eines Kindes getrennt und weiter voneinander entfernt, entstehen dem anderen Elternteil Fahrtkosten, um das Kind zu sehen und vorübergehend zu betreuen. Wer seinem regelmäßigen Umgangsrecht nachkommt, belastet mit zunehmender Entfernung seinen Geldbeutel. Hierbei geht es nicht die üblichen Kosten für die Betreuung des Kindes, also Verpflegung und Freizeitaktivitäten, sondern um die zusätzlichen Fahrtkosten, um ein Kind zu sich nach Hause zu holen oder zu besuchen, die erst durch die räumliche Entfernung der beiden Elternwohnungen entstehen.

Mit der Entfernung steigen die Besuchskosten

Auch wenn die jährlichen Kosten wie im unten angeführten Fallbeispiel fünfstellig ausfallen, können diese durch die Trennung zwangsläufig entstandenen Ausgaben leider nicht im Rahmen der Einkommensteuererklärung geltend gemacht werden. Der Bundesfinanzhof urteilte, dass solche Kosten nicht als außergewöhnliche Belastung abgesetzt werden können, da sie unter die typischen Aufwendungen der Lebensführung fallen, auch wenn sie in Einzelfällen hoch sind und die individuelle Grenze der zumutbaren Belastung überschreiten.

Fallbeispiel: Mutter und Vater wohnen 350 km voneinander entfernt:
Die Mutter, bei der die beiden Töchter leben, wohnt in Regensburg, der Vater der beiden Mädchen wohnt und arbeitet mittlerweile in Dresden. Jedes zweite Wochenende verbringen die beiden Mädchen bei ihrem Vater. Dafür holt der Vater seine Kinder am Freitagabend mit dem Auto ab und bringt sie nach Dresden. Am Sonntagabend fährt er sie wieder zurück zur Mutter. Die Wegstrecke beträgt einfach 350 km. Für den Vater bedeutet das, dass er alle zwei Wochen 1.400 km zu fahren hat. Wenn man die üblichen 30 Cent pro Kilometer für den Wertverlust des Pkw und die Benzinkosten ansetzt, so wären das 420 Euro je Wochenende und hochgerechnet auf ein Jahr um die 10.000 Euro. Ein schönes Sümmchen, das rein für die Besuchsfahrten draufgeht.

Wären die beiden Mädchen im Beispiel alt genug, um alleine mit dem Zug von Regensburg nach Dresden zu fahren, so müsste der Vater in der Regel die Kosten für die Bahntickets übernehmen, die ebenfalls im oberen vierstelligen Bereich für beide liegen würden. Das Umgangsrecht des Vaters ist also in jedem Fall mit enormen Kosten verbunden, damit er und seine Kinder Zeit miteinander verbringen können. Aber leider hat der Gesetzgeber hier keinen steuerlichen Abzug vorgesehen.

Steuerabzug bei kranken oder behinderten Kindern möglich

Für außergewöhnliche Belastungen sind laut Gesetzgeber nicht nur die Höhe, sondern insbesondere die Art und der Entstehungsgrund, die außerhalb des Üblichen liegen müssen, entscheidend. Daher gibt es Ausnahmeregelungen, die den steuerlichen Abzug von Aufwendungen für den Besuch des Kindes rechtfertigen, nur im Falle von kranken oder behinderten Kindern. Aber auch dann müssen die Besuche über die normale elterliche Besuchspflicht hinausgehen und der Pflege oder Heilung des Kindes dienen.

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Essen/Trinken

Mehrkosten bei krankheitsbedingter Ernährung

Zahlreiche Krankheiten, wie beispielsweise Zöliakie, Diabetes, Gicht, Rheuma oder Neurodermitis erfordern eine spezielle Ernährung, um das jeweilige Krankheitsbild zu bessern. Manchmal ist eine Ernährungsumstellung auch die einzig mögliche Therapie, um symptomfrei zu sein und die Lebensqualität wiederherzustellen. In solchen Fällen kommt die Ernährung eigentlich einer Medikation gleich. Während Medikamente als außergewöhnliche Belastung von der Steuer absetzbar sind, lasten die Mehrkosten der Verpflegung auf dem Steuerzahler.

Oft spezielle Lebensmittel erforderlich

Ein an Zöliakie Erkrankter hat zum Beispiel Mehraufwendungen für seine Verpflegung, da die speziellen glutenfreien Lebensmittel teurer sind als vergleichbare übliche Lebensmittel, die Gluten enthalten. Auch Menschen mit Lebensmittelallergien oder -unverträglichkeiten müssen auf teure Ersatzprodukte bei ihrer Ernährung zurückgreifen, die das Allergen nicht enthalten. Nicht immer führen normale Lebensmittelgeschäfte solche Ersatzprodukte und es muss in speziellen Läden eingekauft werden. Je nach Krankheit können zusätzliche Kosten pro Monat in dreistelliger Höhe zusammenkommen.

Lebensmittel werden nicht als Arznei anerkannt

Man sollte meinen, dass diese krankheitsbedingten Zusatzkosten als Krankheitskosten bei der Einkommensteuer angerechnet werden. Fehlanzeige! Hierzu gibt es sogar einen höchstrichterlichen Beschluss. Von den Finanzbehörden anerkannt werden nur Arzneimittel. Das ist das Problem bei denjenigen Krankheiten, für die es derzeit keine Medikamente zur Therapie gibt. Ausgaben für Lebensmittel, seien sie auch krankheitsbedingt, sind im § 33 des Einkommensteuergesetzes explizit ausgeschlossen. Hier hilft selbst eine ärztliche Verordnung der Diät nicht weiter. Denn Kosten für die Verpflegung zählen zu den nicht abziehbaren Lebenshaltungskosten. Unterschiedliche Lebenshaltungskosten sind üblich und gelten somit nicht als außergewöhnliche Belastung.

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Vitamine, Mineralstoffe & Co steuerlich absetzbar

Nahrungsergänzungsmittel erfreuen sich sehr großer Beliebtheit. Obwohl in den Medien über eine positive Auswirkung auf die Gesundheit gestritten wird, lässt die Hoffnung, für seine Gesundheit etwas Gutes zu tun, die Bürger tief in die Tasche greifen. Werden die Pillen, Kapseln und Pulverchen nicht auf eigene Initiative eingenommen, sondern vom Arzt verschrieben, so sind die Ausgaben bei der Einkommensteuer absetzbar.

Auf die Einstufung der Nahrungsergänzungsmittel kommt es an. Werden sie als Lebensmittel betrachtet, ist kein steuerlicher Abzug nach dem Einkommensteuergesetz möglich. Für den Steuerabzug als außergewöhnliche Belastung müssen sie als Arzneimittel gelten. Nahrungsergänzungsmittel dürfen nämlich nicht nur aufgrund ihrer Inhaltsstoffe als Lebensmittel eingestuft werden, sondern können aufgrund ihrer pharmakologischen Wirkung auch als Arzneimittel gelten. Und Arzneimittel gemäß dem Arzneimittelgesetz können wie andere Krankheitskosten steuerlich berücksichtigt werden.

Voraussetzungen hierfür sind dann zum einen eine ärztliche Verordnung, z. B. weil die Mikronährstoffe ein Krankheitsbild verbessern. Zum anderen müssen die Kosten dafür selbst getragen worden sein. Dies ist meist der Fall, denn Krankenkassen erstatten in der Regel die Kosten für Vitamine, Mineralstoffe, Aminosäuren und andere Nahrungsergänzungen nicht. Als Beleg für die Ausgaben sollten der Kassenzettel der Apotheke und am besten die Verpackung, auf der die Zulassungsnummer als Arzneimittel abgedruckt ist, aufbewahrt werden. Sollte das Finanzamt die Kosten nicht anerkennen, so kann auf das Urteil des Bundesfinanzhofs mit dem Aktenzeichen VI R 89/13 verwiesen werden.

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Fitnessgebühren von der Steuer absetzen?

Wer die steuerrechtlichen Hürden bezwingt, kann das!

Die Temperaturen steigen weiter, die Kleidung wird luftiger und die Badesaison beginnt. Spätestens jetzt denken viele Bundesbürger im Hinblick auf eine Bikinifigur über Sport nach, um den Winterspeck zu besiegen. Bevorzugt wird ein Rundum-Programm, das alle Körperpartien beansprucht, jederzeit und unabhängig vom Wetter ausgeübt werden kann. Oft fällt die Entscheidung für ein Fitnessstudio. Doch die Mitgliedsbeiträge gehen schnell ins Geld. „Unter Umständen kann der Fiskus daran beteiligt werden“, erklärt Hans Daumoser, Vorstand der Lohnsteuerhilfe Bayern e.V.

Wird die sportliche Betätigung der Schönheit oder des Wohlseins wegen ausgeübt, so sieht der Fiskus sie als Kosten der allgemeinen Lebensführung an. Anders verhält es sich, wenn der Sport den Zweck hat, eine Krankheit oder Verletzung zu lindern oder zu heilen. Dies kann beispielsweise bei Problemen mit dem Bewegungsapparat wie mit den Bandscheiben oder Knien, bei starken Muskelverspannungen oder nach verheilten Bänderrissen sinnvoll sein.

Ärztliche Bescheinigung wird anerkannt

„Bescheinigt der Hausarzt oder zugelassene Heilpraktiker, dass eine Sporttherapie notwendig ist, reicht dieses Attest nach § 64 der EStDV aus“, so Hans Daumoser. Dann ist der erste Meilenstein für den Abzug der Sportgebühren als außerordentliche Belastung bei der Einkommensteuer erreicht. Es ist aber entscheidend, dass der Vertrag mit dem Studio nicht vor Ausstellung des Attests unterzeichnet und das Sportprogramm nicht davor begonnen wurde.

Zur Heilkunde zugelassener Trainer

Ein freies Einzeltraining an Geräten oder die Teilnahme an Group-Fitness-Kursen angeführt von einem Fitnesstrainer reichen dem Fiskus zur Anerkennung nicht. Er fordert zum einen, dass ein Trainingsplan gemäß einer Einzelverordnung vorliegt, zum anderen, dass das gesamte Training von einem Physiotherapeuten oder Heilpraktiker angeleitet und überwacht wird. Das bieten immer mehr Fitnessstudios mit Reha-Sport an.

Kostenübernahme durch Krankenkasse prüfen

„Weiterhin kann ein Nachweis, dass die Trainingseinheiten nicht von der Krankenkasse übernommen wurden, erforderlich sein“, informiert der Steuerexperte der Lohi. Daher sollte ein Antrag auf Kostenübernahme bei der Krankenkasse vor dem Abzug als außergewöhnliche Belastung nach dem § 33 des EStG bei der Einkommensteuererklärung gestellt werden. Von den Krankenkassen werden oft nur eine begrenzte Anzahl an Sporteinheiten übernommen oder nur anteilig Zuschüsse gewährt. Die Kosten darüber hinaus sind dann ein Fall für die Steuererklärung. Unterm Strich lassen sich Fitnessgebühren von der Steuer absetzen, aber um diesen Steuerrabatt zu erhalten, müssen erst einige steuerrechtliche Hürden genommen werden.

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Lohi – Lohnsteuerhilfe Bayern e. V.
Die Lohi (Lohnsteuerhilfe Bayern e. V.) mit Hauptsitz in München wurde 1966 als Lohnsteuerhilfeverein gegründet und ist in rund 330 Beratungsstellen bundesweit aktiv. Mit nahezu 600.000 Mitgliedern ist der Verein einer der größten Lohnsteuerhilfevereine in Deutschland. Die Lohi zeigt Arbeitnehmern, Rentnern und Pensionären – im Rahmen einer Mitgliedschaft begrenzt nach § 4 Nr. 11 StBerG – alle Möglichkeiten auf, Steuervorteile zu nutzen.

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Der D.A.S. Leistungsservice informiert: Urteil in Kürze – Steuerrecht

Biberschaden im Garten ist steuerlich nicht absetzbar

Gartenbesitzer können die Kosten für die Errichtung einer Bibersperre und die Beseitigung von Biberschäden im Garten nicht als außergewöhnliche Belastungen von der Einkommenssteuer absetzen. Dies entschied laut D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH (D.A.S. Leistungsservice) das Finanzgericht Köln. Das Gericht fand die Schäden zwar außergewöhnlich, aber nicht schwerwiegend genug.
FG Köln, Az. 3 K 625/17

Hintergrundinformation:
Steuerzahler können sogenannte außergewöhnliche Belastungen in der Steuererklärung angeben. Diese zieht das Finanzamt dann vom zu versteuernden Einkommen ab. Außergewöhnliche Belastungen sind Kosten, gegen die der Steuerzahler nichts tun kann und die ihn mehr belasten als andere Personen mit gleichen Einkommensverhältnissen. Als außergewöhnliche Belastungen erkennt das Finanzamt zum Beispiel Krankheitskosten an, die keine Versicherung übernimmt, notwendige Fahrtkosten zu Ärzten oder Zuzahlungen zu Medikamenten. Aber auch Pflegekosten für die eigenen Eltern, für die die Pflegeversicherung nicht aufkommt, sind absetzbar. Der Fall: Biber sind fleißig. Nicht immer jedoch decken sich die Bauprojekte der Tiere mit den Interessen ihrer menschlichen Nachbarn. Ein Paar besaß ein Haus auf einem Grundstück mit einer Größe von 1.500 Quadratmetern in unmittelbarer Nachbarschaft eines Naturschutzgebietes. Das Grundstück grenzte an einen Teich, der mit einem Fluss verbunden war. Hier hatten sich Biber angesiedelt. Unter anderem unterkellerten die Tiere die Terrasse, sodass diese absackte. Außerdem stürzte durch die Untertunnelung im Garten eine Esche um. Auch die Hauseigentümerin gab an, dass sie schon in den Gartenboden eingebrochen sei. Das Ehepaar baute einen mit Geröll gefüllten Graben als Bibersperre, um die Tiere fernzuhalten. Insgesamt entstanden ihnen Kosten in Höhe von knapp 4.000 Euro, die sie in ihrer Steuererklärung als außergewöhnliche Belastungen geltend machten. Das Urteil: Das Finanzgericht Köln sah hier keine außergewöhnlichen Belastungen. Nach Informationen des D.A.S. Leistungsservice erläuterte das Gericht, dass die Kosten für Biberschäden und Sperre nicht unabwendbar oder zwangsläufig entstanden seien. Dies sei nur bei Kosten der Fall, die der Betroffene unter keinen Umständen vermeiden könne. Hier seien keine existenziell notwendigen Vermögensgegenstände betroffen. Das Haus bleibe bewohnbar. Die meisten Schäden seien im hinteren Bereich des Gartens festzustellen. Gesundheitliche Gefahren für die Kläger bestünden nicht – sie seien nicht gezwungen, in den jeweiligen Gartenbereichen herumzulaufen. Ohnehin sei in Flussnähe mit Tieren zu rechnen. Die Kläger konnten weder die Biberschäden noch die Kosten für die Bibersperre steuerlich geltend machen.
Finanzgericht Köln, Urteil vom 1. Dezember 2017, Az. 3 K 625/17

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