Tag Archives: Bank- und Kapitalmarktrecht

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Arbeitskreis für Bank- und Kapitalmarktrecht im Berliner Anwaltsverein

Der Arbeitskreis Bank- und Kapitalmarktrecht im Berliner Anwaltsverein feiert sein einjähriges Bestehen.

Arbeitskreis für Bank- und Kapitalmarktrecht im Berliner Anwaltsverein

Ein Jahr Arbeitskreis für Bank- und Kapitalmarktrecht im Berliner Anwaltsverein

Am 10.05.2016 fand die Auftaktveranstaltung zur Gründung des Arbeitskreises mit Kurzreferaten der drei Sprecher des Arbeitskreises Hans-Christian Kirchner, Dr. Marc Liebscher, LL.M. und Dr. Sven Tintemann statt. Seither kann der Arbeitskreis auf verschiedene Vorträge und gemeinsame Veranstaltungen mit anderen Arbeitskreisen im Berliner Anwaltsverein zurückblicken.

Am 12.07.2016 referierte RA Dr. Martin Weimann zu „Unternehmensbewertung im Squeeze-Out-Verfahren – Empirische Erfahrungen“.

Am 13.09.2016 trug Prof. Dr. Erik Kraatz zum Thema „Geldwäsche für Rechtsanwälte“ vor. Die Veranstaltung wurde als gemeinsame Arbeitskreissitzung mit dem Arbeitskreis Strafrecht durchgeführt.

Es folgte eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Arbeitskreis IT-Recht am 08.11.2016 in welcher RA Dr. Ulrich Schulte am Hülse zum Thema „Abgreifen von Bankzugangsdaten im Online- Banking nach dem BGH- Urteil vom 26.01.2016“.

Im Januar 2017 müsste eine geplante Veranstaltung leider kurzfristig aufgrund einer Erkrankung des Vortragenden abgesagt werden.

Am 21.03.2017 fand ein Vortrag von Dr. Stephan Gärtner zu dem Thema „Auskunfteien und Finanzdienstleister -branchenspezifische Anforderungen an den Datenschutz“ statt.
Zum einjährigen Bestehen des Arbeitskreises hielt Dr. Marc Liebscher, LL.M. einen spannenden Vortrag zum Thema „Durchsetzung von Ansprüchen aus Staatsanleihen nach Umschuldungsmaßnahmen- Problemübersicht und aktuelle Rechtsprechung“. Hierbei lieferten sich die Zuhörer eine angeregte Diskussion zu der Frage, ob ein griechischer Schuldenschnitt überhaupt zivilrechtliche Auswirkungen aus Staatsanleihen deutscher Anleger haben könne.

Im Nachgang der Veranstaltung zum einjährigen Bestehen des Arbeitskreises Bank- und Kapitalmarktrecht ließen einige Teilnehmer den Abend noch in dem bekannten Restaurant “ Zur letzten Instanz“ gemeinsam ausklingen.

Dr. Sven Tintemann, Sprecher des Arbeitskreises für Bank- und Kapitalmarktrecht im Berliner Anwaltsverein resümiert: „Wir hatten im ersten Jahr des Bestehens des Arbeitskreises viele interessante Vorträge. Vielen Dank an alle Referenten, die hier ohne Vergütung zum Vorteil ihrer zuhörenden Kollegen tätig geworden sind. Der Arbeitskreis wurde durch die Berliner und Potsdamer Kollegen im ersten Jahr seit seiner Gründung gut angenommen. Mittlerweile haben wir in unserem Email-Verteiler mehr als 40 Kollegen, die sich für die Veranstaltungen des Arbeitskreises interessieren. Auch für die kommenden Veranstaltungen freuen wir uns auf spannende Vorträge. Die Termine für die Monate Juli und September werden wir rechtzeitig über den Newsletter mitteilen.“

Für den 15.11.2017 ist bereits ein weiterer gemeinsamer Termin mit dem Arbeitskreis Strafrecht geplant, zu dem dieser den Arbeitskreis Bank- und Kapitalmarktrecht diesmal zu einem Vortrag der Rechtsanwältin Nadeborn zum Thema Missbrauch des bargeldlosen Zahlungsverkehrs / Computerbetrug referiert.

Interessierte Kolleginnen und Kollegen können sich gerne zum Newsletter unter der Adresse ak-kapitalmarkt (at) berliner-anwaltsverein.de anmelden. Über diese Adresse werden auch gerne Vortragsangebote interessierter Kollegen entgegen genommen.

Die Rechtsanwälte haben sich auf die folgenden Rechtsgebiete spezialisieren:
-Bankrecht
-Datenschutzrecht
-Insolvenzrecht
-Internetrecht
-Kapitalmarktrecht
-Privates Baurecht
-Prospektrecht / Beratung bei Prospekterstellung
-Schufa-Recht
-Steuersparmodelle
-Anwalts- und Notarhaftung
-Unternehmensberatung
-Versicherungsrecht
-Wohnungseigentumsrecht (Schwerpunkt Schrottimmobilien)
-Zivilrecht mit Schwerpunkt Verbraucherschutz
ADVOADVICE – kompetente Beratung von erfahrenen Rechtsanwälten. Von einem Rechtsanwalt erwarten Sie vor allem zwei Dinge: faire Beratung und kompetente Experten. Die Rechtsanwälte der Kanzlei sind in zahlreichen Online- und Printmedien in Erscheinung getreten. Weitere Informationen unter http://www.advoadvice.de

Kontakt
AdvoAdvice Partnerschaft von Rechtsanwälten mbB Tintemann Klevenhagen
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Pressemitteilungen

Bei Kapitalanlage muss auch über Risiken informiert werden

Mit Urteil vom 15.04.2014 entschied das Oberlandesgericht (OLG) Nürnberg, dass eine Bank, wenn sie Kapitalanlagen mit Risiken anbietet, nicht nur die Vorteile betonen darf (AZ.: 3 U 2124/13).

Bei Kapitalanlage muss auch über Risiken informiert werden

NOETHE LEGAL Rechtsanwälte

NOETHE LEGAL Rechtsanwälte , Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Köln und Zürich informiert:

Geklagt hatte der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und er hat vom OLG Recht bekommen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Das OLG führte aus, aus dem Wertpapierhandelsgesetz ergibt sich, dass die Produktinformationen eindeutig und ausgewogen sein müssen, das heißt, die Nachteile oder Risiken einer Kapitalanlage müssen im gleichen Umfang dargestellt werden wie die Vorteile. Insbesondere sei es nicht ausreichend, wenn bei einem Angebot der Anlage im Internet nur die Vorteile genannt werden und im Übrigen auf andere Dokumente, beispielsweise den Emissionsprospekt, verwiesen werde, selbst wenn diese dort verlinkt seien. Das gelte selbst dann, wenn in den verlinkten Dokumenten in ausreichendem Umfang über die Risiken informiert werde.

Vorliegend bot die Beklagte wohl auf ihrer Internetseite Genussscheine eines niedersächsischen Solarparks an. Sie hob scheinbar zwei Vorteile der Kapitalanlage konkret hervor, namentlich die hohe Verzinsung in Höhe von 5,65% pro Jahr und die „Projektsicherheiten im Rang nach der fremdfinanzierenden Bank“, welche der Solarparkbetreiber zugunsten der Kapitalanleger stellt.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband machte geltend, die Risiken der Anlage seien nur sehr knapp und allgemein dargestellt worden. Dadurch würde für potenzielle Anleger nicht deutlich, dass die besagten Genussscheine nicht der Einlagensicherung unterliegen, d.h. bei einer Insolvenz des Solarparks das Risiko des Totalverlustes der Kapitalanlage droht. Auch werde nicht deutlich, dass nachrangige Sicherheiten bei einer hohen Fremdfinanzierung letztlich von geringem Wert sind. In Bezug auf die Verzinsung der Kapitalanlage werde weiter nicht darauf hingewiesen, dass Kursverluste in Betracht kommen, wenn das Zinsniveau auf dem Kapitalmarkt steigt. Hinzu kommt, dass dem Kapitalanleger nicht erklärt wird, was genau mit „Projektsicherheiten“ tatsächlich gemeint ist.

Anlegern ist zu raten, etwaige bestehende Ansprüche von einem Rechtsanwalt prüfen zu lassen, da dieser helfen kann, die Ansprüche geltend zu machen und durchzusetzen. Jedenfalls sollten Anleger nicht tatenlos zusehen, insbesondere im Falle einer Insolvenz ist Handeln gefragt.

Um ihre Rechte vollumfänglich wahrnehmen zu können, sollten Sie sich daher rechtsanwaltlich beraten lassen. Sie erwartet an unseren Standorten in Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Köln und Zürich ein engagiertes, verlässliches und spezialisiertes Team von Berufsträgern.

NOETHE LEGAL Rechtsanwälte versteht sich als sowohl national als auch international ausgerichtete Kanzlei mit dem Schwerpunkt im Wirtschaftsrecht.

Kontakt
NOETHE LEGAL Rechtsanwälte
Frau Tobias Nöthe
In der Sürst 3
53111 Bonn
+49 (0) 228 52279640
info@noethelegal.com
http://noethelegal.com

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Die D.A.S. informiert: Urteile in Kürze – Bank- und Kapitalmarktrecht

Bank darf kein Bearbeitungsentgelt für Privatkredit verlangen

Geldinstitute dürfen in ihren Geschäftsbedingungen keine Klauseln verwenden, nach denen ihre Kunden für einen Privatkredit ein laufzeitunabhängiges Bearbeitungsentgelt zahlen müssen. Dies entschied nach Mitteilung der D.A.S. der Bundesgerichtshof. Derartige Klauseln sind eine unangemessene Benachteiligung des Verbrauchers.
BGH, Az. XI ZR 405/12

Hintergrundinformation:
In Allgemeinen Geschäftsbedingungen darf nicht alles niedergelegt werden, was deren Verwender gerne möchte. Das Bürgerliche Gesetzbuch enthält eine Reihe von Regelungen über den zulässigen Inhalt des „Kleingedruckten“. Unzulässig sind z.B. überraschende Klauseln – oder solche, die den Verbraucher unangemessen benachteiligen. Der Fall: Ein Geldinstitut hatte in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen für Verbraucherdarlehen vorgesehen, dass für die Überlassung des Kapitals ein einmaliges Bearbeitungsentgelt von einem Prozent des Kreditbetrages fällig werde – zusätzlich zu den Zinsen. Ein Verbraucherschutzverein erhob Unterlassungsklage gegen diese Praxis, da er die Vertragsklausel als unzulässig ansah. Das Urteil: Der Bundesgerichtshof gab den Verbraucherschützern Recht. Nach Angaben der D.A.S. Rechtsschutzversicherung betonte das Gericht, dass bei Krediten der vereinbarte Zins der laufzeitabhängige Preis für die Überlassung des Darlehensbetrages sei. Mit dem von der Kreditlaufzeit unabhängigen zusätzlichen Entgelt werde gerade nicht die Überlassung des Kapitals bezahlt, sondern es würden damit Kosten für die Bearbeitung des Darlehens in Rechnung gestellt, die die Bank in eigenem Interesse erbringe oder aufgrund gesetzlicher Pflichten erbringen müsse. Nach den gesetzlichen Vorschriften könne die Bank kein laufzeitunabhängiges Entgelt zusätzlich zu den Zinsen fordern. Eine entsprechende Vertragsklausel sei eine unangemessene Benachteiligung des Verbrauchers und somit unwirksam.
Bundesgerichtshof, Urteil vom 13. 05.2014, Az. XI ZR 405/12

Diese und weitere Verbraucherthemen finden Sie unter www.ergo.com/verbraucher. Weitere Informationen zur Rechtsschutzversicherung finden Sie unter www.das.de/rechtsportal.

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Die D.A.S. ist Europas Nr. 1 im Rechtsschutz. Gegründet 1928, ist die D.A.S. heute in beinahe 20 Ländern in Europa und darüber hinaus vertreten. Die Marke D.A.S. steht für die erfolgreiche Einführung der Rechtsschutzversicherung in verschiedenen Märkten. 2013 erzielte die Gesellschaft im In- und Ausland Beitragseinnahmen in Höhe von 1,2 Mrd. Euro. Die D.A.S. ist der Spezialist für Rechtsschutz der ERGO Versicherungsgruppe und gehört damit zu Munich Re, einem der weltweit führenden Rückversicherer und Risikoträger. Mehr unter www.das.de

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INFINUS AG: Anlegerschutzgemeinschaft Dr. Steinhübel & Bontschev

21.11.2013 – Die Anlegerschutzgemeinschaft der Kanzleien Dr. Steinhübel Rechtsanwälte und BONTSCHEV hat am 20.11.2013 in Dresden zwei Informationsveranstaltungen für geschädigte Anleger durchgeführt. Die Veranstaltungen waren ein voller Erfolg. Jeweils ca. 160 Anleger wurden über ihre rechtlichen Möglichkeiten informiert.

Rechte und Pflichten im Insolvenzverfahren

Im Mittelpunkt der Vorträge stand das Insolvenzverfahren der Future Business KG aA. Hier erfuhren die betroffenen Anleger zuerst, dass der Insolvenzverwalter Dr. Kübler nicht automatisch alle Gläubiger berücksichtigen wird. Denn im Insolvenzverfahren bzw. in der Insolvenztabelle finden nur diejenigen Anleger Berücksichtigung, die ihre Forderung besonders anmelden. Die Anleger der Future Business KG aA sind deshalb aufgefordert, selbst aktiv zu werden.

Weitere Insolvenzverfahren im Konzern

Wichtig ist, dass zwischen den verschiedenen emittierenden Gesellschaften im Konzern strikt zu unterscheiden ist. Das bedeutet z.B., dass die Anleger der PROSAVUS AG ihre Forderungen in einem anderen Insolvenzverfahren anmelden müssen. Gleiches gilt für die ecoConsort AG, bei der am 19.11.203 das vorläufige Insolvenzverfahren eröffnet wurde.

Unterschiedliche insolvenzrechtliche Behandlung der Anlageformen

Die Information, dass den verschiedenen Anlageformen der Future Business KG aA im Insolvenzverfahren eine unterschiedliche Behandlung droht, verursachte großes Erstaunen. Die Orderschuldverschreibungen werden im Insolvenzverfahren besser gestellt als z.B. die nachrangigen Darlehen und Genussrechte. Die Anleger der beiden letztgenannten Anlageformen dürften in der Insolvenztabelle nur dann Berücksichtigung finden, wenn sie mit Hilfe eines Fachanwaltes für Bank- und Kapitalmarktrecht ihre Forderungen anmelden.

Schadensersatzansprüche

Die Anlegerschutzgemeinschaft Dr. Steinhübel Rechtsanwälte und Anwaltskanzlei BONTSCHEV zeigte auch auf, dass den betroffenen Anlegern regelmäßig Schadensersatzansprüche zustehen dürften. Es wurden u.a. Ansprüche aus Anlageberatung, Prospekthaftung und Delikt erörtert. Die Anleger der Future Business KG aA erhielten den Hinweis, dass die Identifizierung der richtigen Anspruchsgegner nicht nur von der rechtlichen Haftungssituation abhängig ist, sondern auch wirtschaftliche Überlegungen anzustellen sind. Hier wird in der Folgezeit auch an eventuelle Haftpflichtversicherungen zu denken sein.

Komplexe Rechtssituation

Die rechtliche Situation im Insolvenzverfahren ist schon deshalb extrem komplex, da die Future Business KG aA mehrere hundert Emissionen getätigt hat. Dies dürfte im Insolvenzverfahren zu weiteren, noch nicht überschaubaren Problemen führen. Bemerkenswert ist auch, dass oft gleich mehrere Familienmitglieder von der Pleite der Future Business KG aA betroffen sind. Die Anlegerschutzgemeinschaft der Kanzleien Dr. Steinhübel Rechtsanwälte und BONTSCHEV vertritt deshalb nicht selten Familien, denen der Verlust des gesamten Vermögens droht.

Die auf das Bank- und Kapitalanlagerecht spezialisierten Kanzleien Dr. Steinhübel Rechtsanwälte und die Anwaltskanzlei Bontschev sind zugunsten der INFINUS-Anleger eine Kooperation eingegangen und haben eine überregionale Anlegergemeinschaft gegründet. Die Bündelung von Know-How und der Standortvorteil der Anwaltskanzlei Bontschev mit Sitz in Dresden ermöglicht den Betroffenen eine optimale Interessenwahrnehmung.

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11.11.2013 – Bei der INFINUS AG spitzt sich die Lage weiter zu. Vor allem die Inhaber von Orderschuldverschreibungen müssen Verluste befürchten.

INFINUS AG und Future Business KGaA – Im Visier der Staatsanwaltschaft

Nach dem Finanzskandal der S & K Gruppe und der Wölbern Invest KG ist der 3. Finanzskandal in diesem Jahr präsent. Beamte der Staatsanwaltschaft Dresden und des Landeskriminalamtes Sachsen durchsuchten am 05.11.2013 in Dresden, Stuttgart, Köln, Frankfurt sowie in Salzburg/Österreich Geschäftsräume von rund 30 Firmen rund um die INFINUS AG und die Future Business KG aA. Ausweislich der Pressemitteilung der Polizei Sachsen sollen sechs der Beschuldigten aufgrund bestehender Haftbefehle festgenommen worden sein.

Aufgrund des laufenden Ermittlungsverfahrens kann Akteneinsicht derzeit nicht genommen werden. Wir haben diese für unsere Mandanten aber beantragt. Es muss davon ausgegangen werden, daß neben den Haftbefehlen und der Beschlagnahme eines großen Teils der Firmenflotte auch Konten der Gesellschaften eingefroren wurden.

Schwer durchschaubares Firmengeflecht

Die Anlegerschutzgemeinschaft Dr. Steinhübel & Bontschev betreut eine Vielzahl von Anlegern, die Orderschuldverschreibungen bei der INFINUS AG oder der Future Business KG aA erworben haben.

Die „INFINUS AG Finanzdienstleistungsinstitut“ ist zu unterscheiden von der „INFINUS AG Ihr Kompetenz-Partner“. Letztere war als Versicherungs- und Immobilienmakler tätig und insbesondere für die Vermittlung und Verwertung kapitalbildender, einschließlich fondsgebundener Versicherungen, zuständig. Über diese wurden auch Eigentumswohnungen als Kapitalanlagen vermittelt und die dazu gehörige Finanzierung, einschließlich Lebensversicherung.

Die INFINUS AG Finanzdienstleistungsinstitut ist tätig im Bereich der Anlagevermittlung, der Anlageberatung und der Abschlussvermittlung. Sie weist nach dem aktuellen Auszug des Handelsregisters des Amtsgerichts Dresden ein Stammkapital i.H.v. 800.000,00 € aus. Als Finanzdienstleister unterliegt sie dem Kreditwesengesetz und untersteht der Aufsicht der BaFin.

Neben der INFINUS AG Finanzdienstleistungsinstitut gibt es die Future Business KG aA, unter deren Dach verschiedene Versicherungsmakler tätig sind. Persönlich haftender Gesellschafter der Future Business KG aA und der Kopf des Konzerns ist Jörg Biehl, der gleichfalls Aktionär der INFINUS AG ist. Ausweislich des aktuellen Handelsregisterauszuges soll die Future Business KGaA über ein Grund- oder Stammkapital i.H.v. 25.405.000,00 € verfügen.

Vermittlung von Orderschuldverschreibungen

Eine Vielzahl der durch die Anlegerschutzgemeinschaft Dr. Steinhübel und Bontschev betreuten Anleger hat neben weiteren Finanzprodukten so genannte Orderschuldverschreibungen und Genussrechte erworben.
Orderschuldverschreibungen und Genussrechte sind aber nicht durch die Einlagensicherung gedeckt, so dass hier immer ein Totalverlustrisiko besteht.

Die Anleger wurden teilweise mit sehr hohen Zinssätzen zwischen 5,5 und 7 % gelockt. Auf die Risiken der Anlageprodukte wurden sie regelmäßig nicht hingewiesen. Die Anleger sollten deshalb prüfen, ob Schadensersatzansprüche gegen die Anlagevermittler oder Anlageberater in Betracht kommen. Es entspricht ständiger BGH-Rechtsprechung, dass Berater und Vermittler anlage- und anlegergerecht beraten müssen und verpflichtet sind, auf die Risiken eines Produktes hinzuweisen. Dazu gehört vor allem das vom Anleger zu tragende Risiko des Totalverlusts.

Ist es sinnvoll die Orderschuldverschreibungen zu kündigen?

Viele Anleger fragen sich jetzt, ob sie ihre Orderschuldverschreibungen kündigen sollen. Da im Insolvenzfalle aber ohnehin alle Forderungen fällig werden und der Gleichbehandlungsgrundsatz gilt, bringt eine Kündigung keinen Vorteil.

Überregionale Anlegergemeinschaft

Die auf das Bank- und Kapitalanlagerecht spezialisierten Kanzleien Dr. Steinhübel Rechtsanwälte und die Anwaltskanzlei Bontschev sind zugunsten der INFINUS-Anleger eine Kooperation eingegangen und haben eine überregionale Anlegergemeinschaft gegründet. Die Bündelung von Know-How und der Standortvorteil der Anwaltskanzlei Bontschev mit Sitz in Dresden ermöglicht den Betroffenen eine optimale Interessenwahrnehmung.

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INFINUS AG: Anlegerschutzgemeinschaft Dr. Steinhübel & Bontschev

07.11.2013 – Am Dienstag, den 05.11.2013 ließ die Staatsanwaltschaft Dresden Geschäftsräume der INFINUS AG durchsuchen. Der Verdacht lautet auf Betrug. 6 Personen wurden verhaftet. Anleger fürchten um ihr investiertes Kapital in Höhe von rd. EUR 400 Mio.

INFINUS AG: Anlegerschutzgemeinschaft Dr. Steinhübel & Bontschev

Rechtsanwalt Dr. Steinhübel

INFINUS AG und Future Business KGaA

Das Geflecht um die INFINUS-Firmengruppe in Dresden scheint unübersichtlich. Zahlreiche Unternehmen tummeln sich um die INFINUS AG sowie Future Business KGaA herum. Seit Unternehmensgründung im Jahr 2002 bescherte allein die Emission von Orderschuldverschreibungen in Höhe von EUR 1,8 Mrd. ein rasantes und zugleich Misstrauen erweckendes Wachstum. Die Produktpalette ist breit und reicht von Anleihen über Genussrechte bis hin zu Fondsbeteiligungen. Die Renditen sind vielversprechend, ebenso die Selbstdarstellung der Firmengruppe. Repräsentative Bürogebäude in bester Lage sowie eine imposante Fahrzeugflotte vermitteln den Eindruck von Erfolg. Zum zehnjährigen Bestehen fand sogar Kurt Biedenkopf, ehemaliger Ministerpräsident von Sachsen, lobende Worte.

Im Visier der Staatsanwaltschaft

Wegen des Verdachts des Betrugs kam es am 05.11.2013 zum Großeinsatz. Die Staatsanwaltschaft Dresden ließ sämtliche Büroräumlichkeiten der Firmengruppe durchsuchen und Unterlagen sowie Fahrzeuge beschlagnahmen. Zudem wurden 6 Verdächtige festgenommen, deren Namen die Behörden zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht nennen möchten. Laut Handelsblatt sollen bei der Ausgabe der Orderschuldverschreibungen falsche Angaben zur Vermögens- und Ertragslage der Emittenten gemacht worden sein. Die Augsburger Aktienbank AG soll bereits im Juli 2013 ihre Zusammenarbeit mit der Firmengruppe gekündigt haben. Nach alledem ist zu erwarten, dass die Staatsanwaltschaft Dresden die beschlagnahmten Unterlagen auf ein betrügerisches Schneeballsystem hin überprüfen wird. Sollte sich der staatsanwaltschaftliche Anfangsverdacht bestätigen, dürfte der Schaden der rd. 25.000 Anleger enorm groß sein. Immerhin soll es um Geldanlagen in Höhe von rd. EUR 400 Mio. gehen.

Überregionale Anlegergemeinschaft

Die auf das Bank- und Kapitalanlagerecht spezialisierten Kanzleien Dr. Steinhübel Rechtsanwälte und die Anwaltskanzlei Bontschev sind zugunsten der INFINUS-Anleger eine Kooperation eingegangen und haben eine überregionale Anlegergemeinschaft gegründet. Die Bündelung von Know-How und der Standortvorteil der Anwaltskanzlei Bontschev mit Sitz in Dresden ermöglicht den Betroffenen eine optimale Interessenwahrnehmung.

Dr. Steinhübel Rechtsanwälte
Rechtsanwalt Dr. Heinz O. Steinhübel,
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
Konrad-Adenauer-Str. 9, 72072 Tübingen
Telefon (07071) 9 75 80-0, Fax (07071) 9 75 80-60
www.kapitalmarktrecht.de , kanzlei@kapitalmarktrecht.de

Über Dr. Steinhübel Rechtsanwälte:
Dr. Steinhübel Rechtsanwälte ist schwerpunktmäßig im Kapitalanlagerecht tätig. Neben institutionellen Investoren vertritt die Kanzlei vor allem Privatanleger, die durch den Erwerb einer Kapitalanlage einen finanziellen Schaden erlitten haben. Typische Anlageprodukte sind insoweit alle Wertpapierarten, (geschlossene) Fondbeteiligungen (Medien-, Schiffs-, LV- und Immobilienfonds etc.), sog. „Schrottimmobilien“ und (atypisch) stille Beteiligungen. Rechtsanwalt Dr. Steinhübel zählt seit vielen Jahren zu den erfolgreichen Anlegerschutzanwälten. Die Zeitschrift „FOCUS“ (24/2000) nahm ihn bereits im Jahr 2000 in ihre Liste der Spezialisten für Kapitalanlagerecht auf. Die Zeitschrift „Capital“(07/2008) listete ihn als Experten im Bankrecht.

Anwaltskanzlei BONTSCHEV
Rechtsanwältin Kerstin Bontschev
Fachanwältin für Steuerrecht und für Bank- und Kapitalmarktrecht
Königstraße 11, 01097 Dresden
Telefon (0351) 21 52 025-0, Fax (0351) 21 52 025-5
www.bontschev.de , kanzlei@bontschev.de

Über die Anwaltskanzlei Bontschev:
Die in Dresden ansässige Anwaltskanzlei Bontschev ist spezialisiert auf Bank- und Kapitalmarktrecht sowie Steuer-und Immobilienrecht. Kerstin Bontschev, Fachanwältin für Steuerrecht sowie für Bank- und Kapitalmarktrecht, ist Vorstandsmitglied der Rechtsanwaltskammer Sachsen und nimmt im Rahmen ihrer Tätigkeit für die DSW (Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V.) Aktionärsinteressen auf Hauptversammlungen wahr.

Über Dr. Steinhübel Rechtsanwälte:
Dr. Steinhübel Rechtsanwälte ist schwerpunktmäßig im Kapitalanlagerecht tätig. Neben institutionellen Investoren vertritt die Kanzlei vor allem Privatanleger, die durch den Erwerb einer Kapitalanlage einen finanziellen Schaden erlitten haben. Typische Anlageprodukte sind insoweit alle Wertpapierarten, (geschlossene) Fondbeteiligungen (Medien-, Schiffs-, LV- und Immobilienfonds etc.), sog. „Schrottimmobilien“ und (atypisch) stille Beteiligungen.
Rechtsanwalt Dr. Steinhübel zählt seit vielen Jahren zu den erfolgreichen Anlegerschutzanwälten. Die Zeitschrift „FOCUS“ (24/2000) nahm ihn bereits im Jahr 2000 in ihre Liste der Spezialisten für Kapitalanlagerecht auf. Die Zeitschrift „Capital“(07/2008) listete ihn als Experten im Bankrecht.

Kontakt:
Dr. Steinhübel Rechtsanwälte
Dr. Heinz O. Steinhübel
Konrad-Adenauer-Str. 9
72072 Tübingen
07071-975800
kanzlei@kapitalmarktrecht.de
http://www.kapitalmarktrecht.de

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INFINUS AG: Anlegerschutzgemeinschaft Dr. Steinhübel & Bontschev

07.11.2013 – Am Dienstag, den 05.11.2013 ließ die Staatsanwaltschaft Dresden Geschäftsräume der INFINUS AG durchsuchen. Der Verdacht lautet auf Betrug.
6 Personen wurden verhaftet. Anleger fürchten um ihr investiertes Kapital in Höhe von rd. € 400 Mio.

INFINUS AG und Future Business KGaA

Das Geflecht um die INFINUS-Firmengruppe in Dresden scheint unübersichtlich. Zahlreiche Unternehmen tummeln sich um die INFINUS AG sowie Future Business KGaA herum. Seit Unternehmensgründung im Jahr 2002 bescherte allein die Emission von Orderschuldverschreibungen in Höhe von € 1,8 Mrd. ein rasantes und zugleich Misstrauen erweckendes Wachstum. Die Produktpalette ist breit und reicht von Anleihen über Genussrechte bis hin zu Fondsbeteiligungen. Die Renditen sind vielversprechend, ebenso die Selbstdarstellung der Firmengruppe. Repräsentative Bürogebäude in bester Lage sowie eine imposante Fahrzeugflotte vermitteln den Eindruck von Erfolg. Zum zehnjährigen Bestehen fand sogar Kurt Biedenkopf, ehemaliger Ministerpräsident von Sachsen, lobende Worte.

Im Visier der Staatsanwaltschaft

Wegen des Verdachts des Betrugs kam es am 05.11.2013 zum Großeinsatz. Die Staatsanwaltschaft Dresden ließ sämtliche Büroräumlichkeiten der Firmengruppe durchsuchen und Unterlagen sowie Fahrzeuge beschlagnahmen. Zudem wurden 6 Verdächtige festgenommen, deren Namen die Behörden zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht nennen möchten. Laut Handelsblatt sollen bei der Ausgabe der Orderschuldverschreibungen falsche Angaben zur Vermögens- und Ertragslage der Emittenten gemacht worden sein. Die Augsburger Aktienbank AG soll bereits im Juli 2013 ihre Zusammenarbeit mit der Firmengruppe gekündigt haben. Nach alledem ist zu erwarten, dass die Staatsanwaltschaft Dresden die beschlagnahmten Unterlagen auf ein betrügerisches Schneeballsystem hin überprüfen wird. Sollte sich der staatsanwaltschaftliche Anfangsverdacht bestätigen, dürfte der Schaden der rd. 25.000 Anleger enorm groß sein. Immerhin soll es um Geldanlagen in Höhe von rd. € 400 Mio. gehen.

Überregionale Anlegergemeinschaft

Die auf das Bank- und Kapitalanlagerecht spezialisierten Kanzleien Dr. Steinhübel Rechtsanwälte und die Anwaltskanzlei Bontschev sind zugunsten der INFINUS-Anleger eine Kooperation eingegangen und haben eine überregionale Anlegergemeinschaft gegründet. Die Bündelung von Know-How und der Standortvorteil der Anwaltskanzlei Bontschev mit Sitz in Dresden ermöglicht den Betroffenen eine optimale Interessenwahrnehmung.