Tag Archives: Bankkunde

Pressemitteilungen

innobis integriert Legitimations- und qualifizierten digitalen Signaturprozess in Online-Antragsportalen

Förderbankanträge medienbruchfrei, rechtskonform und mit Zeitersparnis vollständig online abwickeln

innobis integriert Legitimations- und qualifizierten digitalen Signaturprozess in Online-Antragsportalen

Online – Legitimation und digitale Signatur in einem Schritt

Hamburg, den 07. Dezember 2017 – Die innobis AG hat einen Prototypen für Online-Antragsportale von (Förder-)Banken entwickelt, der ein vollintegriertes Legitimations- und Signaturverfahren digitaler Anträge direkt aus den kundenindividuellen Webportalen heraus ermöglicht. Bankkunden können, ganz ohne Einsatz von zusätzlicher kosten- und wartungsintensiver Hardware wie beispielsweise Kartenlesegeräten, ihren Darlehns- oder Förderantrag medienbruchfrei, rechtskonform und mit Zeitersparnis ganz bequem online abwickeln: Der Antragsteller wird aus dem Online-Portal der Bank mit einem qualifizierten Fernsignaturdienstleister verbunden. In einem Video-Chat bestätigt der Kunde seine Identität mit seinem Personalausweis, nach erfolgreicher Prüfung durchläuft das signierte Antragsdokument vollautomatisch den Bearbeitungs- und Genehmigungsprozess vom Online-Portal bis in das beispielsweise bestandsführende SAP-System einer Bank. Der Prozess erfüllt alle gesetzlichen Anforderungen und ermöglicht die Legitimation und qualifizierte digitale Signatur in nur einem, vollständig online durchführbaren Schritt.

Kai Prössel, Senior Consultant Development & Integration Services der innobis AG: „Mit dem Prototypen gehen wir den nächsten Schritt in die digitale Zukunft der Banken. Der Antragsteller kann problemlos, quasi vom Sofa aus, seinen Antrag im Webportal der Bank stellen, der dann nach Legitimationsprüfung und digitaler Signatur automatisch in das Bestandssystem der Bank überführt wird. Bank und Kunde gewinnen durch diese medienbruchfreie, rechtskonforme Antragstellung wertvolle Zeit, eine echte Win-Win-Situation für beide Seiten.“

Herausforderungen der digitalen Signatur
Die gesetzlich vorgeschriebene Unterschrift ist bis heute die größte Hürde in der Online-Abwicklung von Anträgen, denn trotz der Möglichkeit digital zu signieren, werden die Unterschriften größtenteils immer noch per Hand geleistet. Die Gründe dafür liegen unter anderem in der technologischen Umsetzung und den Sicherheitsbedenken. Seit dem 01.07.2016 können in allen 28 EU-Mitgliedsstaaten und im EWR sogenannte Vertrauensdienste (nach der Verordnung (EU) Nr. 910/2014 über elektronische Identifizierung und Vertrauensdienste für elektronische Transaktionen im Binnenmarkt und zur Aufhebung der Richtlinie 1999/93/EG, kurz eIDAS-Verordnung) angeboten werden. Nach der eIDAS-Verordnung zugelassene Fernsignatur-Dienstleister, wie zum Beispiel IDnow, dürfen qualifizierte digitale Signaturen ohne zusätzliche Hardware ausstellen. eIDAS macht es möglich, rechtsverbindliche Geschäftsprozesse mit Schriftformerfordernis komplett online durchzuführen.

Qualifizierte Fernsignaturdienstleister auswählen
Bei der Auswahl eines Fernsignaturdienstleisters empfiehlt es sich, auf die Qualifizierung zu achten: so genannte qualifizierte Vertrauensdiensteanbieter, wie beispielsweise IDnow, erfüllen laut eIDAS die höchsten Sicherheitsanforderungen und strengsten Haftungsregelungen. Dazu gehören unter anderem die Gewährleistung von Datenschutz und Datensicherheit sowie der Einsatz von vertrauenswürdigen IT-Systemen.

Umsetzung im Online-Portal
Der Digitalisierungsdruck wächst bei Banken. In Zeiten niedrigster Zinsen sinkt der Anreiz für Fördernehmer, wenn dies mit hohen bürokratischen Hürden und unzeitgemäßen oder völlig fehlenden Online-Möglichkeiten verbunden ist. Mit der qualifizierten digitalen Signatur werden Antragsdokumente rechtssicher unterschrieben und identifizieren den Kunden als Urheber. Damit Online-Unterschriften künftig flächendeckend zum Einsatz kommen und die Akzeptanz bei den Bankkunden steigt, sind einfache und medienbruchfreie Prozesse für die Signaturerstellung wichtig. Der Prototyp der innobis ermöglicht solche Prozesse und stellt darüber hinaus sicher, dass die Daten sicher und vollautomatisch in die bestandsführenden SAP-Systeme der Banken gelangen.

Bildmaterial zum Download:
Kai Prössel, Senior Consultant Development & Integration Services der innobis AG
Online-Legitimation und digitale Signatur in einem Schritt

Über die innobis AG
Die innobis AG ist seit über 25 Jahren IT- und SAP-Dienstleister für Banken und andere Finanzdienstleister. Das Serviceportfolio reicht von der Beratung über die Softwareentwicklung bis hin zum Application Management. innobis verantwortet dabei den gesamten Prozess unter Berücksichtigung aller bankfachlichen, organisatorischen, rechtlichen und regulatorischen Vorgaben. Das Unternehmen beherrscht Branchenlösungen wie ABAKUS oder MARK. Zu den Kunden zählen unter anderem die Bankenkooperation, Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank (DGHyp), Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB Hamburg), Investitionsbank Schleswig Holstein (IB.SH), SEB und Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank). Weitere Informationen unter www.innobis.de

Firmenkontakt
innobis AG
Natalie Poeschel
Südportal 5
22848 Norderstedt
+49 (0)40 / 55487-470
n.poeschel@innobis.de
http://www.innobis.de

Pressekontakt
innobis AG
Natalie Poeschel
Südportal 5
22848 Norderstedt
+49 (0)40 / 55487-470
presse@innobis.de
http://www.innobis.de

Pressemitteilungen

ARAG Recht schnell…

Urteile auf einen Blick

+++ Schule ist kein Arbeitsplatz +++
Die Schule ist kein Arbeitsplatz im Sinne der Allgemeinen Reiserücktrittsversicherungsbedingungen. Die unerwartete Zusage für ein Auslands-Schuljahr und eine damit zusammenhängende Stornierung von Flügen unterfällt laut ARAG deswegen nicht als „Arbeitsplatzwechsel“ dem Versicherungsschutz (AG München, Az.: 273 C 2376/17).

+++ Nur Sofortüberweisung ist unzulässig +++
Eine Sofortüberweisung als einzige kostenlose Zahlungsmöglichkeit bei Onlinegeschäften ist laut ARAG unzulässig. Der Verbraucherzentrale Bundesverband hatte einen Online-Anbieter von Reisen auf Unterlassung verklagt, der als vorgeschriebene kostenlose und zumutbare Zahlungsmöglichkeit nur die Sofortüberweisung angeboten hatte. Eine Kreditkartenzahlung sollte 12,90 Euro extra kosten (BGH, Az.: KZR 39/16).

Langfassungen:

Schule ist kein Arbeitsplatz
Die Schule ist kein Arbeitsplatz im Sinne der Allgemeinen Reiserücktrittsversicherungsbedingungen. Im verhandelten Fall hatte der Kläger bei einer Münchener Versicherung einen Reiserücktrittsversicherungsvertrag abgeschlossen. Die im Rahmen des Vertrages mitversicherte minderjährige Tochter des Klägers hatte sich für das parlamentarische einjährige Patenschafts-Programm 2016/17 beworben, jedoch zunächst am 19.11.2015 eine Absage erhalten. Nach Erhalt dieser Absage buchte der Kläger unter anderem auch für seine Tochter für den 23.09.2016 einen Flug nach San Francisco. Mit Schreiben vom 10.02.2016 wurde ihm dann aber mitgeteilt, dass die Tochter nunmehr doch an dem Patenschafts-Programm mit Beginn am 11.08.2016, also zeitlich vor den gebuchten Flügen, teilnehmen könne. Deswegen stornierte der Kläger die Flüge für die Tochter und stellte der beklagten Versicherung die Stornierungskosten in Höhe von 887,62 Euro in Rechnung. Diese weigerte sich zu zahlen. Der Kläger ist der Auffassung, es liege ein Versicherungsfall vor. Die minderjährige Tochter habe sich zum Zeitpunkt der Reisebuchung in der Schulausbildung befunden. Insoweit stehe der Schulbesuch einem Arbeitsplatz gleich. Denn bei der Teilnahme an der Schulausbildung handele es sich um eine Pflicht des minderjährigen Kindes, sein Arbeitsplatz sei die Schule, die das Zentrum seiner Beschäftigung bilde. Bei der Teilnahme an dem Patenschafts-Programm liege somit ein Arbeitsplatzwechsel vor, weshalb die Beklagte einstandspflichtig sei. Die zuständige Richterin wies die Klage ab, da der Schulwechsel der Tochter des Klägers keinen Versicherungsfall darstelle. Ein Arbeitsplatzwechsel der Tochter des Klägers liege hier nicht vor. Auch wenn der Schulbesuch verpflichtend sein möge, sei die Schule kein Arbeitsplatz des Schülers, erklären ARAG Experten (Amtsgericht München, Az.: 273 C 2376/17).

Nur Sofortüberweisung ist unzulässig
Eine Sofortüberweisung, die über einen externen Dienstleister abgewickelt wird, ist nach Überzeugung des BGH-Kartellsenats unzumutbar, weil ein Bankkunde dabei in der Regel gegen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen seiner Bank verstößt. Diese untersagen nämlich die Eingabe von PIN und TAN, die für Onlineüberweisungen genutzt werden, außerhalb von vereinbarten Internetseiten. Verstößt ein Kunde dagegen, soll er für einen möglichen Schaden voll haften. „Ein Zahlungssystem, das einem erheblichen Teil der Kunden ein vertragswidriges Verhalten abverlangt, ist als einzige unentgeltliche Zahlungsmöglichkeit … nicht zumutbar“, schrieben die Richter laut ARAG Experten in dem Urteil (BGH, Az.: KZR 39/16).

Download der Texte:
https://www.arag.de/service/infos-und-news/rechtstipps-und-gerichtsurteile/

Die ARAG ist das größte Familienunternehmen in der deutschen Assekuranz und versteht sich als vielseitiger Qualitätsversicherer. Neben ihrem Schwerpunkt im Rechtsschutzgeschäft bietet sie ihren Kunden in Deutschland auch attraktive, bedarfsorientierte Produkte und Services aus einer Hand in den Bereichen Komposit, Gesundheit und Vorsorge. Aktiv in insgesamt 17 Ländern – inklusive den USA und Kanada – nimmt die ARAG zudem über ihre internationalen Niederlassungen, Gesellschaften und Beteiligungen in vielen internationalen Märkten mit ihren Rechtsschutzversicherungen und Rechtsdienstleistungen eine führende Position ein. Mit über 3.900 Mitarbeitern erwirtschaftet der Konzern ein Umsatz- und Beitragsvolumen von rund 1,6 Milliarden EUR.

Firmenkontakt
ARAG SE
Brigitta Mehring
ARAG Platz 1
40472 Düsseldorf
0211-963 2560
0211-963 2025
brigitta.mehring@arag.de
http://www.ARAG.de

Pressekontakt
redaktion neunundzwanzig
Thomas Heidorn
Lindenstraße 14
50674 Köln
0221-92428215
thomas@redaktionneunundzwanzig.de
http://www.ARAG.de

Aktuelle Nachrichten Finanzen/Wirtschaft Gesellschaft/Politik Pressemitteilungen

Michael Oehme: Besserer Sparer-Schutz in der EU?

St. Gallen, 19.12.2013. Die Europäische Union (EU) will zukünftig die Spareinlagen von Privatleuten besser schützen. Guthaben bis 100.000 Euro sollen unberührt bleiben.

EU-Staaten, Europaparlament und EU-Kommission einigten sich gestern auf die neuen Regelungen in Brüssel. Ziel sei, dass Bankkunden im Krisenfall schneller als bisher auf ihr Erspartes zurückgreifen können und vor einem Totalverlust bewahrt werden. Die neuen Regelungen sind ein weiteres Produkt der Finanzkrise. Aktionäre und Gläubiger sollen finanziell stärker herangezogen werden, während Kleinanleger ihr Erspartes bis zu einer Höhe von 100.000 Euro behalten können.

Des Weiteren sollen Sparer innerhalb von sieben Werktagen bei einer Bankpleite ihr Geld erhalten, anstatt wie bisher nach 20 Tagen. Innerhalb von fünf Werktagen sollen Bankkunden zudem eine „Notauszahlung“ zur Deckung der unmittelbaren Lebenshaltungskosten erhalten können.

Mit den Auflagen will die EU auch so genannte „Banken-Runs“ verhindern: Kunden angeschlagener Bankinstitute heben panisch ihr Geld ab – und die Geldhäuser geraten in noch größere Bedrängnis. Um die Kunden abzusichern, sollen die Banken künftig Geld in spezielle Notfall-Fonds einzahlen. Die Größe der Fonds muss mindestens 0,8 Prozent der abgesicherten Einlagen entsprechen. Die EU-Staaten hatten einen laxeren Wert von 0,5 Prozent gefordert, das Europaparlament 1,5 Prozent. Spätestens seit der Zypern-Krise fürchten auch viele deutsche Anleger, dass sie im Krisenfall für ihre Bank zahlen müssten.

In Deutschland gibt es jedoch bereits einen entsprechenden Krisenfonds.

Schließlich arbeitet die EU daran, Steuerzahler künftig in der Regel vor Kosten durch Bankenpleiten zu schützen. Die Euro-Finanzminister berieten sich über den Aufbau eines einheitlichen Mechanismus sowie eines europäischen Fonds zur Abwicklung von Pleitebanken.

Mehrere Ressortchefs sagten am frühen Mittwochmorgen, die Basis sei geschaffen. In der Finanzkrise hatten die EU-Länder insgesamt rund 1,6 Billionen Euro in marode Geldhäuser investiert.

„Inwiefern vermeintlich stärkere Länder wie Frankreich und Deutschland dabei für schwächere herhalten müssen, ist noch nicht eindeutig klar“, erklärt Michael Oehme, Consultant bei der CapitalPR AG. Möglich sei dabei, dass deutschen Konteninhaber bei ausländischen Banken über 100.000 Euro auch zur Kasse gebeten würden.

Weitere Informationen unter http://www.capitalpr-ag.ch