Tag Archives: Barmer

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Wie fit sind Deutschlands Ohren?

Wie fit sind Deutschlands Ohren?

Ausschnitt aus dem Healthy Hearing Index 2018 von Mimi Hearing Technologies und BARMER

Berlin, 1. März 2018 – Das Hörvermögen der Deutschen unterscheidet sich offenbar je nach Region. So nehmen Menschen in Oldenburg Geräusche, Musik und Gespräche um etwa fünf Dezibel besser wahr als in Rostock. Zumindest belegen das erste Auswertungen des deutschlandweiten „Healthy Hearing Index“ von Mimi Hearing Technologies, die anlässlich des „Welttags des Hörens“ am 3. März präsentiert werden.

Der Index entstand im Rahmen der gemeinsamen Initiative mit der BARMER zum gesunden Hören und basiert auf statistischen Daten, die mit den Apps „Mimi Hörtest“ und „Mimi Music“ gesammelt wurden. „Schwankungen beim Hörvermögen um einige Dezibel sind noch kein Anlass zur Panik. Der Index soll aber aus gutem Grund für das Thema sensibilisieren. Besonders junge Menschen hören gern laute Musik und können damit ihren Ohren schaden“, sagt Dr. Christian Graf, Abteilungsleiter Prävention bei der BARMER.

Junge Menschen unterschätzen Lautstärke
Dr. Henrik Matthies, Geschäftsführer von Mimi Hearing Technologies, ruft aus diesem Grund vor allem junge Menschen, die ihr Gehör noch nicht getestet haben, auf: „Testet eure Ohren: kostenlos und sehr einfach – in nur sechs Minuten! Zum „Welttag des Hörens“ werden wir auf unserer Website spannend aufbereitete Informationen rund um das Hören präsentieren. Denn wir wollen vor allem Jugendliche in ihrer digitalen Lebenswelt erreichen und zeigen, dass es Spaß macht, mehr über das Gehör zu verstehen.“ Auch Prof. Dr. Birgit Mazurek, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Tinnitus-Stiftung Charite, bestätigt: „Die Zahl junger Menschen mit Hörproblemen wächst rasant. Wir unterstützen den „Welttag des Hörens“ am 3. März, weil Gehörschutz zu unseren zentralen Aufgaben gehört. Ziel ist es, möglichst viele Menschen zu erreichen und zu animieren, achtsamer mit dem eigenen Gehör umzugehen.“

Individuell statt laut
Mit Hilfe der Apps „Mimi Hörtest“ und „Mimi Music“ kann Musik auf dem Smartphone an individuelle Stärken und Schwächen des Gehörs so angepasst werden, dass Nutzer Musik in besserer Qualität hören, und zwar bei geringerer Lautstärke. Damit kann die präventive Idee eines gesunden Hörens in den Alltag integriert werden.

Infos rund um „gesundes Hören“ von Mimi finden Sie ab dem 2. März hier: https://gesundes-hoeren.mimi.io/
Alle Infos zur Initiative zum gesunden Hören und zum Index von der BARMER ab dem 2. März auf: www.barmer.de/hoeren

Über Mimi Hearing Technologies
Mimi ist weltweit Spezialist im Bereich der Klang-Personalisierung für ein optimiertes Hör- und Musikerlebnis. Mehr als 1,2 Millionen Menschen haben die Apps von Mimi heruntergeladen. Mit dem Mimi Hearing Test lässt sich das eigene Hörvermögen ermitteln, die Mimi Music-App ermöglicht die Anpassung von Musik an das individuelle Hörprofil.

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BARMER In der Kritik: Krankenkassen erzielten 2017 Milliardenüberschuss

BARMER In der Kritik: Krankenkassen erzielten 2017 Milliardenüberschuss

BARMER Krankenkasse wegen Kürzung bei schwerbehindertem Säugling in der Kritik

Die gesetzlichen Krankenkassen haben im vergangenen Jahr einen Überschuss von rund drei Milliarden Euro erzielt. Das teilte der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) am Donnerstag in Berlin mit. Er bestätigte damit nach Informationen von BERLINER TAGESZEITUNG (BTZ) im Grundsatz einen entsprechenden Medienbericht.

„Der Krankenversicherungsschutz der 90 Prozent gesetzlich versicherten Bevölkerung steht auf einer soliden finanziellen Basis“, erklärte GKV-Sprecher Florian Lanz dazu weiter. „Die anhaltend brummende Konjunktur, relativ hohe Tariflohnsteigerungen und die große Anzahl sozialversicherungspflichtig Beschäftigter haben dafür gesorgt, dass die Finanzsituation der Solidargemeinschaft insgesamt weiterhin gut ist.“ Die exakten Zahlen würden allerdings erst in etwa zwei Wochen vorliegen.

Lanz warnte zugleich davor, das Einnahmeplus der GKV zu überschätzen. Die Rücklagen der gesetzlichen Kassen entsprächen „tatsächlich nur rund einer Monatsausgabe“. Zudem dürften die guten Zahlen nicht darüber hinwegtäuschen, dass in den vergangenen Jahren „die Ausgaben für Arzthonorare, Medikamente, Hebammen und Kliniken, um nur einige Beispiele zu nennen, sehr dynamisch gestiegen sind.“ Strukturelle Reformen, beispielsweise im Krankenhausbereich und bei den Arzneimitteln, seien daher unverzichtbar.

BTZ-Informationen zufolge würden die Rücklagen und Reserven der 110 gesetzlichen Kassen mit dem neuen Überschuss auf 19 Milliarden Euro steigen. Diesen bezifferte das Blatt in seiner Donnerstagsausgabe unter Berufung auf eigene Berechnungen auf 3,1 Milliarden Euro. Zusammen mit den von Fachleuten auf neun Milliarden Euro kalkulierten Rücklagen im staatlichen Gesundheitsfonds ergebe sich damit eine Gesamtreserve im Gesundheitssystem von 28 Milliarden Euro.

Im Vergleich der Kassenarten melden die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) in einer Umfrage mit 1,45 Milliarden Euro den höchsten Überschuss, die Ersatzkassen kamen auf 1,2 Milliarden Euro. Die Betriebskrankenkassen weiteten ihr Plus demnach auf 295 Millionen Euro aus, die Knappschaft auf 102 Millionen Euro. Die Innungskassen drehten das Vorjahresminus in einen Überschuss von 174 Millionen Euro. Deutschlands größte Krankenkasse, die TK, meldete einen Gewinn von 561 Millionen Euro. Die Nummer zwei am Markt, die Barmer, kommt demnach auf 213 Millionen Euro, die DAK als drittgrößte Kasse auf 263 Millionen Euro.

„Der Gesetzlichen Krankenversicherung geht es so gut wie lange nicht mehr“, sagte der AOK-Bundesvorsitzende Martin Litsch nach Information von BERLINER TAGESZEITUNG – in einem Interview vom Donnerstag. Grund dafür sei auch die gute Konjunktur, „die die Kassen nutzen sollten, um für schlechtere Zeiten vorzusorgen und an der eigenen Wettbewerbsfähigkeit arbeiten“. Der Ersatzkassenverband erklärte, das gute Finanzergebnis entlasse die Politik auch nicht aus der Pflicht, Fehlsteuerungen im Finanzausgleich der Kassen auszugleichen.

Mit Hinblick auf diesen hohen Gewinn der Krankenkassen ist das Verhalten einiger Krankenkassen im besonderen Maße fraglich. Hier vor allem in Bezug auf die BARMER Krankenkassen, welche wie erst kürzlich berichtet, kaum nachvollziebare Kürzungen bei einem schwerbehinderten Säugling vornimmt. Nach Bürgermeinung bleibt hier nur der Rückschluss auf „moralisch völlig verkommen geldgierige Manager“ übrig, wie Bürger gegenüber BERLINER TAGESZEITUNG am heutigen Donnerstag – in Bezug auf die Gewinne der Krankenkassen vor dem Berliner Brandenburger Tor sagten = http://www.BerlinerTageszeitung.de/politik/5651-barmer-in-der-kritik.html

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BARMER streicht schwerbehindertem Kind Teile von therapeutischem Hilfsmittel

BARMER streicht schwerbehindertem Kind Teile von therapeutischem Hilfsmittel

BARMER streicht schwerbehindertem Kind Teile von therapeutischem Hilfsmittel

Anfang Januar 2018 war bekannt geworden, dass das Bundesversicherungsamt einige Verträge der BARMER in der Heil- und Hilfsmittelversorgung überprüft. Konkret steht die Barmer im Verdacht, bei der Vergabe den Preis im Vergleich zur Versorgungsqualität zu hoch gewichtet zu haben. In einem aktuell bekannt gewordenen Fall hat die BARMER einem von einem CASK-Gen-Defekt betroffen, schwerbehindertem Säugling (10 Monate), nicht nur die Federung am Schwerbehinderten-Buggy gestrichen, sondern weitere Streichungen vorgenommen, was bei Betroffenen die Frage aufwirft: „Agieren bei der Barmer Krankenasse geldgierig skrupellose Manager?“ Das Bundesgesundheitsministerium wartet derzeit eine Prüfung des Bundesversicherungsamtes zur Hilfsmittel-Ausschreibung ab.

BERLINER TAGESZEITUNG stellt an dieser Stelle die Frage, kann es sein, dass Streichungen dieser Art bei der BARMER Methode haben um Schwerbehinderte dazu zu bewegen, die Krankenkasse zu wechseln, damit die BARMER Geld spart? Weiter muss gefragt werden: Geht die BARMER bei Streichungen von Hilfsmitteln systematisch vor? In ihrem Heil- und Hilfsmittelreport 2017 erklärte die BARMER: „Heil- und Hilfsmittel sind zu teuer und werden teilweise unnötig verschrieben.“

Erst kürzlich hat eine Potsdamerin, erkrankt an einem MCS-Syndrom (Multiple Chemical Sensitivity = Multiple Chemikalienunverträglichkeit), der BARMER in einem Gerichtsverfahren vor dem Sozialgericht vorgeworfen, lebensrettende Blutwäschen nicht zu zahlen. Die BARMER weigert sich, Blutwäsche-Behandlungen zu erstatten, welche laut behandelndem Arzt alle zwei bis drei Monate nötig sind. Das Sozialgericht in Potsdam traf in diesem Zusammenhaag eine Zwischenentscheidung und gab der Patientin am 16. Januar 2018 vorläufig Recht.
Hierzu ist mitzuteilen, Rechtsschutz in sozialen Angelegenheiten wird vom bundesdeutschen Gesetzgeber als wichtiger Bestandteil des verfassungsrechtlich abgesicherten Sozialstaatsprinzips angesehen. Deshalb werden in Verfahren der Sozialgerichtsbarkeit grundsätzlich weder Gerichtsgebühren noch Auslagen erhoben, das heißt insbesondere die Kosten für medizinische Sachverständige fallen nicht dem Kläger zur Last. Auch Kosten der beklagten Behörde sind regelmäßig nicht vom klagenden Bürger zu tragen.

In Fällen von Streichungen von Hilfsmitteln durch Krankenkassen, wie im geschilderten Fall bei BARMER, kann es also sinnvoll sein, die Krankenkasse vor dem Sozialgericht zu verklagen. Beschwerden über Sozialversicherungsträger können Sie hier stellen = https://www.bundesversicherungsamt.de/kontakt.html#c8

Vom Präsident des Bundesversicherungsamtes Frank Plate war dazu zu vernehmen, dass Krankenkassen Hilfsmittel in großem Stil ausschreiben. Die Kassen versprechen sich davon erhebliche Einsparungen. Plate hält die Ausschreibungen der BARMER für Beatmungsgeräte nach Medienberichten für nicht zweckmäßig.

BARMER-Chef Straub ist, gemessen an seinen jüngsten Äußerungen, möglicherweise kein Freund des im April 2017 in Kraft getretenen Heil- und Hilfsmittelgesetzes, weshalb von ihm im Zusammenhang mit Heil- und Hilfsmittelkosten jüngst zu vernehmen war, dass ein Ende des Kostenanstiegs bei Heil- und Hilfsmitteln nicht absehbar sei. Dies liege laut Straub auch am Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz (HHVG), durch welches die Begrenzung der Budgetsteigerungen aufgeweicht worden seien.

Die BARMER, welche im Januar 2018 mit der Deutschen BKK fusionierte, rechnet nach Einschätzung von BARMER-Chef Straub mit einem kommenden Beitragssatz von 16 Prozent. Ob in dieses Konzept Schwerbehinderte passen, welche wegen ihrer Behinderung Kosten verursachen, kann nur vermutet werden – weshalb es angeraten erscheint, dass die Politik sich Fälle von Hilfsmittel-Streichungen bei Schwerbehinderten genauer ansieht.

In einer aktuellen Befragung von Bürgern vor dem Brandenburger Tor in Berlin, sagte ein Passant in diesem Zusammenhang gegenüber BERLINER TAGESZEITUNG: „Vor BARMER als Krankenkasse kann ich nur warnen! Es sollte es sich jeder zweimal gut überlegen, da Mitglied zu werden!“

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Barmer – „Fragwürdige Interessenlosigkeit bei schwerbehindertem Säugling“

Barmer - "Fragwürdige Interessenlosigkeit bei schwerbehindertem Säugling"

Nicht zum ersten Mal sieht sich die bundesdeutsche Krankenkasse BARMER massiver Kritik in Bezug von Heil- und Hilfsmitteln ausgesetzt. Erst kürzlich teilte Barmer-Chef Christoph Straub in einer Erklärung mit, bei der Ausschreibung für Beatmungs- und Atemtherapiegeräte seien alle wichtigen Qualitätsanforderungen verpflichtend festgeschrieben. Im Falle des von einer CASK-Gen-Mutation betroffenen Säugling, wird der BARMER aktuell nicht nur vorgeworfen, rigide Sparmaßnahmen bei therapeutischen Hausmitteln an den Tag zu legen. Auch die Kommunikation wird massiv durch Betroffene bemängelt.

Eltern bemängeln Verhalten der BARMER: „Eine fragwürdige Interessenlosigkeit bei unserem schwerbehindertem Säugling.“ In einer Anfrage am heutigen Tage bei der Pressstelle der BARMER in Berlin ging der verantwortliche Mitarbeiter sogar soweit, ohne Rücksicht auf die betroffenen Eltern einfach aufzulegen, sagten die Eltern – anstatt erklärend Probleme zu beantworten, oder die Hilfe seiner Mitarbeiter anzubieten. Zu derartigem Verhalten sagte der betroffene Vater der schwerbehinderten H. (10 Monate): „Dieses Verhalten der BARMER ist nicht nur äußerst fraglich, sondern zeugt bei uns als Betroffenen, von einer absoluten Interessenlosigkeit!“
Weiter führen die Eltern aus, seit Wochen trotz mehrfacher Anfragen keinerlei Erklärungen der BARMER in Bezug auf Streichungen von Hilfsmittelkosten zu erhalten: „Man gewinnt bei der BARMER den Eindruck, dass es der Krankenkasse nicht um das Wohlergehen des Kindes geht, sondern eiskalt um rücksichtslosen Profit, auch Kosten von Behinderten.

Zur Vergegenwärtigung sei an dieser Stelle mitgeteilt: Die gesetzliche Krankenversicherung ist finanziell äußerst gut aufgestellt. Nach Recherchen von BERLINER TAGESZEITUNG haben die 113 Krankenkassen allein im ersten Quartal des abgelaufenen Jahres 2017 insgesamt ein Plus von 620 Millionen Euro erwirtschaftet. Damit wären ihre Rücklagen auf einen gigantischen Rekordwert von 16,5 Milliarden Euro gestiegen. Das waren satte 200 Millionen Euro mehr als im Vorjahresquartal 2016.

Nach jüngsten Informationen ermittelt die Aufsicht gegen einige große Ersatzkassen, die im Verdacht stehen, bei der Versorgung ihrer Versicherten mit Heil- und Hilfsmitteln zu sehr auf den Preis und zu wenig auf die Qualität zu schauen. „Gegenstand der aufsichtsrechtlichen Prüfung sind Verträge zur Versorgung mit Beatmungs-, Atemtherapiegeräten und zur Stomaversorgung“, sagte hierzu der Präsident des Bundesversicherungsamtes Frank Plate in einem Interview. Die Kassen versprechen sich davon erhebliche Einsparungen. Plate hält als Präsident des Bundesversicherungsamt die Ausschreibungen der BARMER für Beatmungsgeräte für „nicht zweckmäßig“.

Hierzu sagen aktuell Betroffene: „Die BARMER scheint offenbar nicht nur in Bezug auf Beatmungs- und Atemtherapiegeräten den Rotstift angesetzt zu haben, sondern auch bei therapeutischen Hilfsmitteln. Einen Eigenanteil bei einem behindertengerechten Reha-Buggy von Eltern für Säuglinge einzufordern ist – wie die nachlässige Handhabung in puncto Nachfragen – moralisch äußerst verwerflich! Im Falle unserer schwerbehinderten Tochter werden wir vor das Sozialgericht gehen und die BARMER verklagen. Ein entsprechendes Mandat haben wir Herrn Rechtsanwalt Falk Rodig aus Berlin erteilt.“

Hierzu ist sachlich festzustellen: Der Gang zum Sozialgericht ist für die Versicherten mit geringem Risiko verbunden. Denn Sie tragen grundsätzlich keine Gerichtskosten – selbst wenn Ihre Klage abgewiesen werden sollte. Sie müssen sich auch keinen Anwalt nehmen, obwohl ein professioneller Rechtsbeistand natürlich ratsam und hilfreich ist. Sofern Betroffene der Meinung sind, die BARMER, oder eine andere Krankenkasse würden unberechtigte Sparmaßnahmen an den Tag legen, steht der Gang zum Sozialgericht jederzeit offen, dies ist ein Bürgerrecht.

In einer ausführlichen Artikelreihe wird BERLINER TAGESZEITUNG, im Rechercheverbund mit Deutsche Tageszeitung, sich diesem Problem widmen, um festzustellen – ob und in welcher Weise die BARMER Sparmaßnahmen angesetzt hat und welchen Umfang diese haben. Einen entsprechend offizielle Anfrage wurde daher an das Bundesversicherungsamt, Referat II, Bonn, sowie an das Bundesgesundheitsministerium übermittelt.

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Deutschland braucht weniger Krankenhausbetten

Bessere Gesundheitsversorgung trotz geringerer Ausgaben

(NL/1024870812) „… und ein gesundes neues Jahr!“ Diese Worte waren spätestens mit Neujahrsbeginn überall wieder zu hören. Ein Wunsch, den in Deutschland mit großer Wahrscheinlichkeit auch die gesetzlichen Krankenkassen unterstützen würden. Allerdings wohl kaum aus rein persönlicher Fürsorge, sondern vielmehr aus Kostengründen. Denn um das aktuelle Versorgungsniveau vor dem Hintergrund zukünftiger Entwicklungen wie bspw. der Überalterung zu halten oder im Idealfall sogar zu verbessern, müsse das System nach Einschätzung von Experten effizienter werden. Laut der Studie „2011 Survey of Health Care Consumers in Germany“ gehen durchschnittlich mehr als 60% der Bundesdeutschen davon aus, dass eine Verbesserung der Behandlungsqualität mit einer gleichzeitigen Kostensenkung einhergehen könne. Mögliche Einsparmodelle für das deutsche Gesundheitssystem stehen daher auch Anfang 2012 unverändert auf der Agenda. Erst kürzlich hat sich dazu Deutschlands größte gesetzliche Krankenkasse, die Barmer GEK, geäußert und so die Schließung von Krankenhäusern erneut in den Diskurs eingebracht. Diesen Ansatz bekräftigt auch Thomas Hartauer, Vorstand der im Healthcare-Bereich tätigen Lacuna AG: „Mit 8,3 Krankenhausbetten pro 1.000 Einwohner belegt Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern einen Spitzenplatz in punkto Klinikkapazitäten. Allerdings ist das kein Beleg für die Qualität der Gesundheitsversorgung, wie ein Blick auf die Schweiz mit etwa 5,5 Betten pro 1.000 Bewohner zeigt. Denn die Zufriedenheit mit den medizinischen Rahmenbedingungen ist in beiden Ländern ähnlich hoch ausgeprägt.“ Neben einem Zuviel an Krankenhäusern gelten auch bürokratische Hemmnisse als einer der Hauptkostenverursacher im deutschen Gesundheitssystem.

Krankenhaus in Deutschland: 1x Hüft-OP mit anschließender Herztransplantation, bitte!
Deutschlands Krankenhauslandschaft zeigt sich aus Sicht Hartauers insgesamt oftmals ineffizient. Unterversorgung in manchen ländlichen Regionen stehe hier einem teilweise wenig funktionalem medizinischen Angebot gegenüber. „Das gilt vor allem für kleinere Kliniken, die mit ihren zum Teil nur 20 Krankenhausbetten von der Miniskus-Operation über die Chemotherapie bis hin zur Geburtshilfe alle medizinischen Bereiche abzudecken versuchen“, so Hartauer. „Eine wenig effiziente Praxis, die nicht nur viel kostet, sondern auch dem Patienten keine optimale Behandlung bieten kann.“

An dieser Stelle bringt die Barmer GEK die Schließung von etwa 10-20% der insgesamt 2.000 Krankenhäuser in Deutschland in die Diskussion ein. Um dennoch die Versorgungssituation zu verbessern – sprich: die regionale Verteilung und die Behandlungsqualität zu optimieren -, kommen darüber hinaus Kooperationen und Fusionen der Spitäler in Frage. Dazu Thomas Hartauer: „Auf diese Weise können veraltete Strukturen in der medizinischen Versorgung erneuert werden, so dass sowohl Patienten als auch andere Kostenträger wie Versicherungen profitieren.“

Gesundheitssystem Deutschland: Wie viel Bürokratie ist noch gesund?
Die derzeitigen 23%, die die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland für die Verwaltung ausgeben , sind es jedenfalls nicht – zu diesem Ergebnis kommt die Deloitte-Studie „2011 Survey of Health Care Consumers in Germany“. So sehen die Befragten in administrativen Hürden die Hauptursache für die Ineffizienz des deutschen Gesundheitssystems. Einen Vergleichswert liefert die Unternehmensberatung A.T. Kearney in ihrer Studie zum Verwaltungsaufwand in der Gesundheitsversorgung Deutschlands gleich mit: Bei 6,1% liege der Anteil der Kosten, die durch bürokratische Abläufe entstehen. „Dass Gesundheit und Industrie nicht gleichgesetzt werden sollten, ist klar“, geht Thomas Hartauer auf die Zahlendiskrepanz ein. „Dennoch deutet sich hierin an, dass Deutschland in diesem Bereich noch Handlungsspielraum hat.“

Dass dies nicht die einzigen Stellschrauben sind, um die medizinische Versorgung sowohl kostengünstiger als auch qualitativ hochwertiger zu gestalten, zeigt ein Blick in die Healthcare-Branchen der Medizinaltechnik und Biotechnologie. Dazu Hartauer: „Forschung und Entwicklung bringen in beiden Sektoren beständig Innovationen hervor, die für Patienten eine angenehmere, wirkungsvollere Therapie sowie für Krankenkassen und andere Kostenträger letztlich geringere Ausgaben bedeuten. Es bleibt abzuwarten, welche Wege 2012 weiter beschritten werden.“

Zur Veröffentlichung frei gegeben. Für weiteres Bildmaterial, Informationen oder Interview-Termine wenden Sie sich bitte an:

Verantwortlicher Herausgeber
Lacuna AG
Thomas Hartauer
T. 0941 99 20 88 0
F. 0941 99 20 88 38
E. hartauer@lacuna.de

LACUNA – 1996 in Regensburg gegründet – ist eine unabhängige Investmentgesellschaft mit Sitz in Deutschland (Regensburg). Dem Namen Lacuna (lat. Lücke, Nische) verpflichtet, entwickelt, vermarktet und vertreibt Lacuna neuartige Investmentfonds- und Beteiligungs¬konzepte. Bei der Umsetzung dieser Konzepte arbeitet die Regensburger Investmentgesellschaft mit externen Spezialisten – Fondsberatern, Betreibern und Initiatoren – zusammen, die ihre Fachkompetenz bereits langjährig und erfolgreich unter Beweis gestellt haben. Das Fundament bei der Beurteilung und Auswahl dieser Partner bildet ein eigenes, unabhängiges Research. Als eigenständige Gesellschaft kann Lacuna so die optimalen Partner für ihre Investoren auswählen. Neben dem Engagement in Nischenmärkten sieht Lacuna in den Sektoren Gesundheit und Umwelt ihre Kernbranchen.
Diese Pressemitteilung wurde im Auftrag übermittelt. Für den Inhalt ist allein das berichtende Unternehmen verantwortlich.
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