Tag Archives: Baum

Pressemitteilungen

Baumfällen für Anfänger

ARAG Experten aktuell zum Tag des Baumes am 25. April

Nicht jeder Hausbesitzer freut sich über Bäume im Garten. Sei es, dass sie ihm buchstäblich über den Kopf gewachsen sind und nun alles verschatten, das Laubharken nervt oder man den Baum gar nicht selbst gepflanzt hat und ihn sowieso nie leiden mochte. Also einfach weg damit. Aber darf man den Baum einfach so fällen? Und wenn ja, welche Dinge sollten selbsternannte Holzfäller beachten? Die ARAG Experten geben Tipps und beseitigen rechtliche Unklarheiten.

Wann darf gefällt werden?
Nach Auskunft der ARAG Experten dürfen sämtliche Baumpflegemaßnahmen, also sowohl schonende Form- und Pflegeschnitte als auch Fällungen, grundsätzlich das ganze Jahr durchgeführt werden. Allerdings dürfen kein Landesrecht, keine kommunale Baumschutzsatzung und keine naturschutzrelevanten Punkte dagegensprechen. Der oft zitierte Zeitraum 1. März bis 30. September bezieht sich lediglich auf Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze. Sie dürfen in dieser Zeit nicht beschnitten werden. Bäume innerhalb des eigenen Gartens fallen nicht darunter. Die ARAG Experten raten jedoch zum Fällen in den Wintermonaten zwischen November und Anfang Februar, weil dann das Holz am trockensten ist und früher als Brennholz verwendet werden kann.

Das sagt das Bundesnaturschutzgesetz
Das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG, § 39 Abs. 5 Nr. 2) legt seit 2010 bundesweit einheitlich fest, dass Bäume, die in Haus- oder Kleingärten stehen, grundsätzlich gefällt oder radikal zurückgeschnitten werden dürfen. Allerdings sollten Baumbesitzer vorher abklären, ob es in ihrer Kommune eine Baumsatzung gibt, die das Fällen verbietet bzw. eine Genehmigung dafür verlangt. Diese Satzungen können von Bundesland zu Bundesland und von Kommune zu Kommune sehr unterschiedlich sein. Und wenn sich Vögel den Baum als Nistplatz ausgesucht haben, ist das Fällen zunächst ohnehin tabu. Denn nach § 39 Abs. 1 BNatSchG ist es verboten, „Lebensstätten wild lebender Tiere und Pflanzen ohne vernünftigen Grund zu beeinträchtigen oder zu zerstören“.

Baumschutzsatzung: Das sind die Einschränkungen
Viele Kommunen haben ihre eigene Baumschutzsatzung, die das Fällen einschränkt oder gar verbietet. In Saarbrücken beispielsweise dürfen nur Bäume gefällt werden, die in einem Meter Stammhöhe noch keine 80 cm Umfang haben. In Köln etwa sind erst alle Bäume vor der Axt sicher, die einen Stammumfang von mehr als 100 cm in einem Meter Höhe über dem Erdboden haben. Und in Bremen hält man erst Bäume ab 120 cm Umfang für schützenwert. Meist sind überdies auch einige Baumarten vom Schutz der Satzung ausgenommen. In manchen Gemeinden benötigen Hobby-Holzfäller sogar eine Genehmigung, bevor sie dem Baum an die Rinde dürfen. Wer sich nicht daran hält, muss mit saftigen Bußgeldern rechnen. So fallen mitunter bis zu 50.000 Euro – wie zum Beispiel in Düsseldorf – und mancherorts – so etwa in Mecklenburg-Vorpommern – sogar bis zu 100.000 Euro Bußgeld an, wenn man ohne Genehmigung einen Baum fällt.

Bäume auf der Grundstücksgrenze
Haben Mieter in Mehrparteienhäusern ein Gartennutzungsrecht, schließt dies nicht das Fällen von Bäumen ein. Auch wenn es sich um Gemeinschaftseigentum einer Wohnungseigentümergemeinschaft handelt, darf ein Eigentümer nicht eigenmächtig zur Axt greifen, sondern muss den Mehrheitsbeschluss der Eigentümerversammlung abwarten. Steht ein Baum unmittelbar auf der Grundstücksgrenze, gilt: Der Nachbar muss seine Erlaubnis geben, bevor der Baum gefällt werden darf. Wird man gegen den Willen seines Nachbarn oder der Miteigentümer tätig, macht man sich unter Umständen schadensersatzpflichtig.

Worauf muss man beim Fällen achten?
Wer zur Axt oder Motorsäge greift, muss natürlich aufpassen, dass der Baum weder Gegenstände, noch Personen unter sich begräbt, wenn er fällt. Die ARAG Experten warnen, dass Motorsägen nichts für Anfänger sind, sondern für Arbeiten mit diesem Gerät entsprechende Kenntnisse erforderlich sind. Ein Helm mit Gehörschutz, Schutzhandschuhe und eine Schutzbrille gehören ebenso dazu wie eine Arbeitshose und festes Schuhwerk. Ist der Wind zu stark, sollte das Baumfällen auf einen anderen Tag verlegt werden, da Böen die geplante Fallrichtung beeinflussen können.

Wie wird gefällt?
Gefällt wird mit wenigen Schnitten. Auf der Seite, zu der der Baum fallen soll, wird eine 45-Grad-Kerbe in den Stamm geschlagen bzw. gesägt. Die Kerbe sollte etwa ein Viertel so tief sein wie der Durchmesser des Baumstammes. Der so genannte Fällschnitt wird an der gegenüber liegenden Seite des Stammes ausgeführt. Wer sicher gehen will, dass er in die gewünschte Richtung fällt, kann ein starkes Seil hoch am Stamm anbringen, so dass Helfer den fallenden Baum in die richtige Richtung ziehen können. Abschließend raten die ARAG Experten unbedingt dazu, den Baumstumpf samt Wurzelwerk zu entfernen, da er sonst erneut austreiben könnte.

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Der D.A.S. Leistungsservice informiert: Urteile in Kürze – Mietrecht

Betriebskosten: Vermieter dürfen Baumfällkosten nicht umlegen

Lässt ein Vermieter einen maroden Baum im Garten eines Mietshauses fällen, kann er die Kosten dafür nicht auf die Mieter umlegen. Denn: Es handelt sich nicht um regelmäßig anfallende Kosten und somit nicht um Betriebskosten der Immobilie. Dies hat laut Michaela Rassat, Juristin bei der D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH (D.A.S. Leistungsservice), das Landgericht Berlin entschieden.

Worum ging es bei Gericht?
Die meisten Mietverträge sehen eine monatliche Vorauszahlung auf die Betriebskosten vor. Der Vermieter erstellt dann für jedes Jahr eine Abrechnung, aus der sich entweder eine Nachzahlung oder ein Guthaben ergibt. Vermieter können aber nicht alle Kosten, die ihnen durch das Haus entstehen, auf die Mieter umlegen. Dies verhindert die gesetzliche Regelung in der Betriebskostenverordnung. Vor dem Landgericht Berlin ging es um einen Fall, in dem ein Vermieter im Garten eines Mietshauses eine Birke hatte fällen lassen. Die erheblichen Kosten hatte er im Rahmen der Betriebskostenabrechnung auf die Mieter verteilt. Eine Mietpartei war der Ansicht, es handele sich dabei nicht um umlagefähige Betriebskosten und zahlte nicht. Der Vermieter zog daraufhin vor Gericht.

Das Urteil
Das Landgericht Berlin stellte sich auf die Seite der Mieter. „Zwar listet § 2 der Betriebskostenverordnung die Kosten der Gartenpflege als Betriebskosten auf. Dazu gehören aber nur die Beträge, die regelmäßig im laufenden Betrieb der Immobilie anfallen“, erläutert Michaela Rassat. Dies ergibt sich aus § 1 der Betriebskostenverordnung. Summen, die einmalig entstehen, kann der Vermieter daher nicht als Betriebskosten den Mietern aufbrummen. Sie mussten die Baumfällaktion daher nicht bezahlen.

Was bedeutet das für Mieter?
„Die Kosten für regelmäßige Pflegearbeiten an den Gartenanlagen wie beispielsweise das Rasenmähen und Sträucher schneiden kann der Vermieter als Betriebskosten auf die Mieter umlegen. Einmalige Aktionen gehören jedoch nicht dazu“, so die Juristin. Diese Rechtslage gilt selbstverständlich nicht nur für das Fällen von Bäumen. „Mieter sollten daher bei ungewöhnlichen Positionen in der Nebenkostenabrechnung darauf achten, ob es sich tatsächlich um laufende Kosten handelt“, empfiehlt die Rechtsexpertin.
Landgericht Berlin, Urteil vom 13. April 2018, Az. 63 S 217/17

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Rechtliches zum Heckenschnitt – Tipp der Woche des D.A.S. Leistungsservice

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Als natürlicher, grüner Sichtschutz und Grundstücksabgrenzung sind Hecken sehr beliebt. Allerdings nehmen sie durch ihr Wachstum schnell mehr Platz ein als gewünscht. Beim Zurückschneiden ihrer Hecke müssen Gartenbesitzer aber einige gesetzliche Vorgaben beachten. So ist laut Bundesnaturschutzgesetz ein deutlicher Rückschnitt von Hecken nur in der Zeit von Oktober bis Februar erlaubt. Denn in den übrigen Monaten nutzen Vögel die Hecken zum Brüten. Dann ist nur noch ein schonender Form- und Pflegeschnitt zulässig. Und auch das nur nach einer Kontrolle, ob sich auch wirklich kein bewohntes Vogelnest in der Hecke befindet. Ein solcher Pflegeschnitt darf allenfalls den Zuwachs entfernen, der seit dem letzten größeren Schnitt entstanden ist. Ein größerer Heckenschnitt außerhalb der erlaubten Zeit ist eine Ordnungswidrigkeit und es droht ein Bußgeld von bis zu 10.000 Euro. Da es weitere Regelungen gibt, die womöglich einen Heckenrückschnitt verlangen, sollten Gartenbesitzer sich in den kommenden Wochen informieren. Beispielsweise enthalten die Nachbarschaftsgesetze der einzelnen Bundesländer Vorschriften zu Grenzabständen von Bepflanzungen. In Hessen etwa muss eine bis zu zwei Meter hohe Hecke einen Mindestabstand von einem halben Meter zum Nachbargrundstück haben. Ist der Abstand geringer, kann der Nachbar einen Rückschnitt fordern – jedoch unter Einhaltung der Jahreszeitvorgabe des Bundesnaturschutzgesetzes. Außerdem kann auch eine örtliche Baumschutzsatzung das Zurückschneiden oder Entfernen von Hecken untersagen oder reglementieren. Städte und Gemeinden können aber auch anordnen, Hecken zurückzuschneiden, wenn sie den Straßenverkehr beeinträchtigen oder Fußgänger auf Gehwegen nicht mehr daran vorbeikommen.
Anzahl der Anschläge (inkl. Leerzeichen): 1.733

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Tannenbaum sicher im Auto transportieren – Tipp der Woche des D.A.S. Leistungsservice

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Ein Tannenbaum gehört für die meisten Deutschen zum Weihnachtsfest dazu. Für sie stellt sich Jahr für Jahr die Frage: Wie bekomme ich das Ding nach Hause? Wer nicht gerade einen Verkaufsstand vor der Haustür hat, nutzt in der Regel das Auto. Die meisten Händler stecken ihre Bäume in ein Transportnetz, da werden auch die großen Modelle ein wenig handlicher. Dann am besten die Rückbank des Wagens umklappen und den Baum mit dem dicken Stammende voraus ins Fahrzeug legen – mit dem Stamm am Vordersitz liegt er am stabilsten. Um den Baum zu sichern, empfiehlt es sich, einen Spanngurt um den Stamm zu wickeln und im Inneren des Autos zu befestigen. Zuletzt gilt es, den Kofferraumdeckel mit einem Spanngummi zu fixieren. Ragt der Baum hinten mehr als einen Meter aus dem Auto heraus, müssen ihn Autofahrer mit einer an einer Querstange angebrachten roten Fahne von mindestens 30 x 30 cm sichern. Eine solche Stange ist online oder im Fachhandel vor Ort erhältlich. Bei Dunkelheit sorgt eine rote Leuchte an der Ladung für mehr Sicherheit. Nach der Straßenverkehrsordnung (StVO) dürfen Bäume hinten bis zu 3 Meter auf die Straße ragen, bei Strecken über 100 km 1,50 Meter. Der Grund: Hängt die Ladung zu weit heraus, kann sie beim Abbiegen in die Nachbarfahrbahn hineinragen und andere Verkehrsteilnehmer gefährden. Außerdem darf die Ladung weder Kennzeichen noch Rückleuchten verdecken. Wer einen Dachgepäckträger besitzt, kann den Baum auch auf das Dach schnallen. Auch hier sollte er gut durch Spanngurte gesichert sein. Eine untergelegte und gut befestigte Decke hilft, den Lack zu schützen. Achtung: Der Baum darf nicht nach vorn über den Pkw hinausragen. Bei unsachgemäßem Weihnachtsbaumtransport droht ein Bußgeld wegen falscher Ladungssicherung von 35 Euro – etwa wenn der Baum nicht richtig mit Spanngurten im Fahrzeuginnern befestigt ist. Gefährdet die Ladung andere Verkehrsteilnehmer, sind 60 Euro und ein Punkt in Flensburg fällig. Kommt es zu einem Unfall, sind es 75 Euro und ein Punkt. Ragt die Ladung hinten zu weit aus dem Auto, kostet es den Fahrer 20 Euro – fehlt eine rote Fahne, sind 25 Euro fällig. Übrigens: Wer den Baum in einem Cabrio transportieren will, sollte den Beifahrersitz umlegen und den Baum mit Spanngurten gut fixieren, damit er sich bei einer Vollbremsung nicht selbstständig macht. Außerdem darf die Ladung laut StVO weder die Sicht des Fahrers nach den Seiten noch seine Bewegungsfreiheit beeinträchtigen.
Anzahl der Anschläge (inkl. Leerzeichen): 2.445

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Baumfällen für Anfänger

ARAG Experten über die Tücken beim Baumfällen auf Privatgrundstücken

Nicht jeder Hausbesitzer freut sich über Bäume im Garten. Sei es, dass sie ihm buchstäblich über den Kopf gewachsen sind und nun alles verschatten, das Laubharken nervt oder man den Baum gar nicht selbst gepflanzt hat und ihn sowieso nie leiden mochte. Also einfach weg damit. Aber darf man den Baum einfach so fällen? Und wenn ja, welche Dinge sollten selbsternannte Holzfäller beachten? Die ARAG Experten geben Tipps und beseitigen rechtliche Unklarheiten.

Wann darf gefällt werden?
Nach Auskunft der ARAG Experten dürfen sämtliche Baumpflegemaßnahmen, also sowohl schonende Form- und Pflegeschnitte als auch Fällungen, grundsätzlich das ganze Jahr durchgeführt werden. Allerdings dürfen kein Landesrecht, keine kommunale Baumschutzsatzung oder keine naturschutzrelevanten Punkte dagegensprechen. Der oft zitierte Zeitraum 1. März bis 30. September bezieht sich lediglich auf Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze. Sie dürfen in dieser Zeit nicht beschnitten werden. Die ARAG Experten raten jedoch zum Fällen in den Wintermonaten zwischen November und Anfang Februar, weil dann das Holz am trockensten ist und früher als Brennholz verwendet werden kann.

Das sagt das Bundesnaturschutzgesetz
Das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG, § 39 Abs. 5 Nr. 2) legt seit 2010 bundesweit einheitlich fest, dass Bäume, die in Haus- oder Kleingärten stehen, grundsätzlich gefällt oder radikal zurückgeschnitten werden dürfen. Allerdings sollten Baumbesitzer vorher abklären, ob es in ihrer Kommune eine Baumsatzung gibt, die das Fällen verbietet bzw. eine Genehmigung dafür verlangt. Diese Satzungen können von Bundesland zu Bundesland und von Kommune zu Kommune sehr unterschiedlich sein. Und wenn sich Vögel den Baum als Nistplatz ausgesucht haben, ist das Fällen zunächst ohnehin tabu. Denn nach § 39 Abs. 1 BNatSchG ist es verboten, „Lebensstätten wild lebender Tiere und Pflanzen ohne vernünftigen Grund zu beeinträchtigen oder zu zerstören“.

Baumschutzsatzung: Das sind die Einschränkungen
Fast jede Kommune hat ihre eigene Baumschutzsatzung, die das Fällen einschränkt oder gar verbietet. In Saarbrücken beispielsweise dürfen nur Bäume gefällt werden, die in einem Meter Stammhöhe noch keine 80 cm Umfang haben. In Köln etwa sind erst alle Bäume vor der Axt sicher, die einen Stammumfang von mehr als 100 cm in einem Meter Höhe über dem Erdboden haben. Und in Bremen hält man erst Bäume ab 120 cm Umfang für schützenwert. Meist sind überdies auch einige Baumarten vom Schutz der Satzung ausgenommen. In manchen Gemeinden benötigen Hobby-Holzfäller sogar eine Genehmigung, bevor sie dem Baum an die Rinde dürfen. Wer sich nicht daran hält, muss mit saftigen Bußgeldern rechnen. So fallen mitunter bis zu 50.000 Euro – wie zum Beispiel in Düsseldorf – und mancherorts – so etwa in Mecklenburg-Vorpommern – sogar bis zu 100.000 Euro Bußgeld an, wenn man ohne Genehmigung einen Baum fällt.

Bäume auf der Grundstücksgrenze
Haben Mieter in Mehrparteienhäusern ein Gartennutzungsrecht, schließt dies nicht das Fällen von Bäumen ein. Auch wenn es sich um Gemeinschaftseigentum einer Wohnungseigentümergemeinschaft handelt, darf ein Eigentümer nicht eigenmächtig zur Axt greifen, sondern muss den Mehrheitsbeschluss der Eigentümerversammlung abwarten. Steht ein Baum unmittelbar auf der Grundstücksgrenze, gilt: Der Nachbar muss seine Erlaubnis geben, bevor der Baum gefällt werden darf. Wird man gegen den Willen seines Nachbarn oder der Miteigentümer tätig, macht man sich unter Umständen schadensersatzpflichtig.

Worauf muss man beim Fällen achten?
Wer zur Axt oder Motorsäge greift, muss natürlich aufpassen, dass der Baum weder Gegenstände, noch Personen unter sich begräbt, wenn er fällt. Die ARAG Experten warnen, dass Motorsägen nichts für Anfänger sind, sondern für Arbeiten mit diesem Gerät entsprechende Kenntnisse erforderlich sind. Ein Helm mit Gehörschutz, Schutzhandschuhe und eine Schutzbrille gehören ebenso dazu wie eine Arbeitshose und festes Schuhwerk. Ist der Wind zu stark, sollte das Baumfällen auf einen anderen Tag verlegt werden, da Böen die geplante Fallrichtung beeinflussen können.

Wie wird gefällt?
Gefällt wird mit wenigen Schnitten. Auf der Seite, zu der der Baum fallen soll, wird eine 45-Grad-Kerbe in den Stamm geschlagen bzw. gesägt. Die Kerbe sollte etwa ein Viertel so tief sein wie der Durchmesser des Baumstammes. Der so genannte Fällschnitt wird an der gegenüber liegenden Seite des Stammes ausgeführt. Wer sicher gehen will, dass er in die gewünschte Richtung fällt, kann ein starkes Seil hoch am Stamm anbringen, so dass Helfer den fallenden Baum in die richtige Richtung ziehen können. Abschließend raten die ARAG Experten unbedingt dazu, den Baumstumpf samt Wurzelwerk zu entfernen, da er sonst erneut austreiben könnte.

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Die ARAG ist das größte Familienunternehmen in der deutschen Assekuranz und versteht sich als vielseitiger Qualitätsversicherer. Neben ihrem Schwerpunkt im Rechtsschutzgeschäft bietet sie ihren Kunden in Deutschland auch attraktive, bedarfsorientierte Produkte und Services aus einer Hand in den Bereichen Komposit, Gesundheit und Vorsorge. Aktiv in insgesamt 17 Ländern – inklusive den USA und Kanada – nimmt die ARAG zudem über ihre internationalen Niederlassungen, Gesellschaften und Beteiligungen in vielen internationalen Märkten mit ihren Rechtsschutzversicherungen und Rechtsdienstleistungen eine führende Position ein. Mit mehr als 4.000 Mitarbeitern erwirtschaftet der Konzern ein Umsatz- und Beitragsvolumen von 1,6 Milliarden EUR.

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Baumkalender 2019

Sagenhafte Baumgestalten – Baumleben

Baumkalender 2019

„Sagenhafte Baumgestalten 2019“
Bedeutende Baumdenkmale

Die neue Ausgabe des Kalenders präsentiert einige sagenhafte und bedeutende Baumdenkmale aus ganz Deutschland! Das Titelbild zeigt die etwa 500 Jahre alte Franzosenlinde in Bargischow (Vorpommern). Besonders alt sind auch die vermutlich 150-200 Jahre alte Schwarzpappel am Kummerower See und die Robinie im fränkischen Veitshöchheim.
Eindrucksvoll sind die Esskastanie im Schlossgarten Karlsruhe und die mit einer besonderen Form wachsende Buche vom Belchen im südlichen Schwarzwald. Kurze Erläuterungen auf der letzten Seite geben Hintergründe bekannt und helfen, die imponierenden Bäume in Echt aufzuspüren.

Arbus Verlag 2018, Format 42 x 43,5 cm, Fotograf: Peter Klug
ISBN-13: 978-3-934947-42-9, Preis: 19,- Euro

„Baumleben 2019“
Baumindividuen im Jahresverlauf

Auch 2019 lässt dieser Kalender wieder Bäume erleben!
Begeistern kann der in Frankfurt stehende Ginkgo mit seiner
individuellen Wuchsform. Besonders mächtig ist der Stamm der
Neusaßer Linde beim Kloster Schöntal in Baden-Württemberg. Erstaunliche Überlebens-strategien zeigt die in Brandenburg stehende Linde mit ihren Innenwurzeln. Die Monatsbilder zeigen die unterschiedlichen Erscheinungsformen und Eigenschaften.

Arbus Verlag 2018, Format 22 x 34 cm, Fotograf: Peter Klug,
ISBN-13: 978-3-934947-41-2, Preis: 12,- Euro

Machen Sie sich vorab einen Eindruck: Die Monatsbilder sind auch im Internet unter www.baumleben.de zu betrachten.
Erhältlich sind die Kalender beim Arbus Verlag. Direktbestellungen unter: www.arbus-shop.de

Bäume sind Lebewesen und verdienen daher einen respektvollen Umgang. Bäume können ohne Menschen, aber Menschen nicht ohne Bäume leben.

Falsche und schädliche Behandlung von Naturgütern insbesondere Bäume ist oft Folge von Nichtwissen oder unzureichendem Wissen.

Mit unseren Medien und Produkten unterstützen wir Sie dabei, einen ästhetischen, vitalen und verkehrssicheren Baumbestand zu erhalten.

Kontakt
Arbus – Produkte & Medien für den Grünbereich
Peter Klug
Gartenstraße 10
73108 Gammelshausen
07164/8160003
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Klehm Arboretum & Botanic Garden: Ein Juwel botanischer Vielfalt

Mehr als 500 Baum- und Pflanzenarten in Rockford/Illinois erlebbar – Herbstfest im Oktober in bunter Naturkulisse

Klehm Arboretum & Botanic Garden: Ein Juwel botanischer Vielfalt

Der botanische Garten im Klehm Arboretum & Botanical Garden

Bezaubernde Gärten, gepflegte Parkanlagen und die gelassene Ruhe des Waldes – Besuchern der lebhaften Stadt Rockford bietet das Klehm Arboretum & Botanic Garden einen erholsamen Rückzugsort. Im Norden von Illinois, rund 90 Kilometer nordwestlich von Chicago, lässt sich hier die große und mitunter exotische Vielfalt der Natur auf überschaubarem Raum entdecken. In dem Arboretum (von lateinisch arbor – der Baum) werden schon seit über 100 Jahren Bäume und Gehölze kultiviert und gepflegt, um als „lebendes Museum“ die Besucher zu inspirieren und zu informieren. Ziel des Klehm Arboretum ist es zudem, gefährdete Pflanzen und Bäume zu schützen, um die biologische Vielfalt der Erde zu erhalten.

Inzwischen sind im Arboretum über 500 Bäume und Gehölze angesiedelt – in einem normalen Wald des Mittleren Westens der USA kommen lediglich etwa 50 Arten vor. Im Botanischen Garten der Anlage sprechen zudem die Kollektionen von 75 verschiedenen Hostas, 90 Taglilien und über 70 Pfingstrosen für sich. Im Herbst locken die rötlich bunt gefärbten Bäume, farbenfrohe Früchte, blühende Astern und Chrysanthemen sowie Ziergrasfelder in Rockfords Kleinod.

Großes Familienfest im Rausch der Herbstfarben
Am Sonntag den 14. Oktober 2018 bildet Klehm Arboretum & Botanic Garden die perfekte Kulisse für ein großes Herbstevent: Von 10 bis 15 Uhr findet wieder das beliebte Familienfest „Autumn @ the Arboretum“ inmitten des bunten Herbstlaubes der historischen Baumschule statt. Zahlreiche Aktivitäten wie der Bau einer Vogelscheuche, die Herstellung von Kürbisdekoration, die Gestaltung fantasiereicher Gesichtsbemalungen oder nostalgische Pferdekutschenfahrten laden zum Mitmachen ein. Zusätzlich erwarten Zaubershows, lebende Märchenprinzessinnen und Superhelden die Besucher. Daneben lässt ein Streichelzoo Jung und Alt die Zeit vergessen. Der Eintritt und alle Aktivitäten sind kostenlos. Leckere Speisen und Getränke werden zum Kauf angeboten.

Bewahrer seltener Bäume und Pflanzen seit 1910
Die knapp 63 Hektar große Anlage wurde 1910 als Rockford Nursery durch den Landschaftsarchitekten William Lincoln Taylor gegründet. Gemeinsam mit seinem Bruder betrieb er die Anlage. Die Geschwister führten Pflanzen aus aller Welt ein und viele der heute noch zu sehenden seltenen Bäume auf dem Gelände sind das Ergebnis der damaligen Versuchspflanzungen. 1968 kaufte die Familie Klehm die Baumschule und pflegte das Gelände bis 1985. Danach vermachte sie das Land dem Winnebago County Forest Preserve District mit der Auflage, es als Arboretum zu erhalten. Seitdem wird Klehm Arboretum & Botanic Garden beständig weiterentwickelt. Ein besonderes Anliegen ist dabei, den Bedürfnissen der Besucher noch mehr entgegen zu kommen. So wird beispielsweise im Herbst ein interaktives Wasserspiel mit naturnahen Spiel- und Lernmöglichkeiten für Kinder aller Altersklassen eröffnet.

Ab dem 3. September 2018 (Labor Day) bis 27. Mai 2019 (Memorial Day) ist Klehm Arboretum & Botanic Garden täglich von 9 bis 16 Uhr geöffnet. Von Dezember bis Februar bleibt die Anlage sonntags geschlossen. Ab Memorial Day 2019 sind die Öffnungszeiten wieder täglich von 9 bis 20 Uhr. Jeden ersten Dienstag im Monat ist der Eintritt frei. Ansonsten kostet er für Erwachsene 6 US-Dollar und für Senioren, Studenten sowie Kinder unter 18 Jahren 3 US-Dollar. Kinder bis zwei Jahren dürfen kostenlos hinein. www.klehm.org

Weitere Informationen zu Rockford/Illinois beim Fremdenverkehrsbüro Rockford, Frankfurt am Main, Telefon 069 – 255 38 280, info@gorockford.de, www.gorockford.de (deutsch), www.gorockford.com (englisch).

Die Stadt Rockford im Winnebago County, rund 90 Meilen von Chicago entfernt, repräsentiert ein typisches Stück amerikanische Geschichte im Farmland des mittleren Westens. Nicht nur für Besucher von Chicago ist Rockford ein lohnendes Ausflugsziel, als Kontrast zu dieser Kultur- und Architektur-Weltmetropole. Rockford bietet auch eine Reihe von Attraktionen, wie das außergewöhnliche Coronado Theatre. Rockford verfügt über 3.000 Hotelzimmer.

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Nachhaltigkeit braucht Vorbilder

Zum 25. Mal: B.A.U.M.-Umweltpreis für Engagierte aus Wirtschaft, Wissenschaft und Medien

„B.A.U.M. ist ein Netzwerk nachhaltig wirtschaftender Unternehmen, will aber auch in die Gesellschaft hinein wirken. Aus diesem Grund werden mit dem B.A.U.M.-Umweltpreis Unternehmensvertreter, aber auch Medienschaffende und Wissenschaftler geehrt, die sich um Umweltschutz und Nachhaltigkeit verdient gemacht haben“, so der B.A.U.M.-Vorsitzende Prof. Dr. Maximilian Gege, der auch den Vorsitz der Jury innehat.
Der B.A.U.M.-Umweltpreis 2018 geht in den Kategorien „Großunternehmen“ und „KMU“ an diese Preisträgerinnen und Preisträger:
Kategorie „Großunternehmen“
-Dr. Frank Appel, Deutsche Post DHL Group
-Bettina Würth, Adolf Wurth GmbH & Co. KG
Kategorie „Kleine und mittelständische Unternehmen“
-Florian Hammerstein und Hans Hermann Münchmeyer, Original Food GmbH
-Jörg Hoffmann, Wilkhahn – Wilkening + Hahne GmbH + Co. KG
-Christine Miedl, Sparda-Bank München eG
Bei den Unternehmen stehen vor allem Klima- und Ressourcenschutz im Mittelpunkt des Engagements. So macht sich Deutsche Post DHL für eine emissionsarme Logistik stark. Die Wurth Gruppe treibt in der Baubranche Kreislaufwirtschaft nach dem Cradle to Cradle®-Prinzip voran. Und Wilkhahn setzt auf hohe Recyclingfähigkeit bei hochwertigen Büromöbeln.
Doch zur Nachhaltigkeit gehören Umwelt-, Wirtschafts- und soziale Aspekte gleichermaßen. Das berücksichtigt besonders Original Food und verbindet in seinem Kaffeeprojekt in Äthiopien den Schutz des Regenwalds mit fairen Wirtschaftsstrukturen und guten Lebensbedingungen für einheimische Kleinbauern. Die Sparda-Bank München, Deutschlands einzige Bank mit Gemeinwohl-Bilanz, misst ihren unternehmerischen Erfolg konsequent an ihrem Beitrag zum Wohl der Gesellschaft.
In der Kategorie „Medien“ wird die ARD-Telenovela „Rote Rosen“ ausgezeichnet, die zeigt, dass auch ein Unterhaltungsformat einen Beitrag zur Umweltbildung leisten kann. Hauptdarsteller Gerry Hungbauer und Redakteurin Meibrit Ahrens nehmen den Preis entgegen.
Ein langjähriger Mahner für mehr Klimaschutz und bekannter Autor zahlreicher Bücher über Ozeane und Klimawandel ist Prof. Dr. Mojib Latif vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel, der den Preis in der Kategorie „Wissenschaft“ erhält.
Dr. Lutz Fähser und Knut Sturm, Preisträger in der Kategorie „Institutionen“, haben gemeinsam den Stadtwald Lübeck zu einem international anerkannten Vorbild für naturnahe Waldnutzung und nachhaltiges Waldmanagement gemacht.
Der B.A.U.M.-Sonderpreis geht in diesem Jahr an Marie Nasemann, Schauspielerin und Model, die auf „fairknallt“ für mehr Nachhaltigkeit in der Mode und einen bewussten Konsum bloggt und zugleich zeigt, dass die Arbeit mit nachhaltigen Marken für Influencer ein Business Case sein kann.
Seit 1993 zeichnet B.A.U.M. mit dem B.A.U.M.-Umweltpreis ganz bewusst engagierte Einzelpersonen und nicht Organisationen aus. 2017 ergab eine Studie der Universität Hohenheim, dass der B.A.U.M.-Umweltpreis nach dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis und dem Deutschen Umweltpreis bei deutschen Unternehmen zu den bekanntesten und begehrtesten Nachhaltigkeitspreisen gehört.
Die Preise werden am 26. September im Rahmen der B.A.U.M.-Jahrestagung im darmstadtium verliehen. Das Wissenschafts- und Kongresszentrum Darmstadt ist ein Vorzeigeobjekt für Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und intelligente Energienutzung.

Der Bundesdeutsche Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) e. V. wurde 1984 als erste überparteiliche Umweltinitiative der Wirtschaft gegründet und ist heute mit über 500 Mitgliedern europaweit das größte Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften. B.A.U.M. unterstützt seine Mitglieder in Fragen des unternehmerischen Umweltschutzes und nachhaltigen Wirtschaftens. Der Schwerpunkt liegt auf praxisorientiertem Erfahrungsaustausch und Service. www.baumev.de

Kontakt
B.A.U.M.e.V.
Kristina Kara
Osterstraße 58
20259 Hamburg
040 – 49071100
presse@baumev.de
http://www.baumev.de

Pressemitteilungen

Baumerhalt oder Baumfrevel?

Baumerhalt oder Baumfrevel?

Was ist davon zu halten, wenn wir alle von Umweltschutz reden, von der Filterwirkung der Bäume, diese aber willkürlich behandeln lassen und damit zerstören?
Geht ein Privatmann zum Weinhandel, möchte er einen guten Wein haben. NIE würde er einen gepanschten Wein einkaufen. Und: kein Weinhändler würde einen schlechten Wein anbieten, er wäre innerhalb kurzer Zeit bankrott! Jeder Autobesitzer bringt sein Fahrzeug zum Fachmann in die Autowerkstatt. Kein Hausbesitzer würde seine Heizung vom Schrotthändler reparieren lassen!

Wie ist es aber zu verstehen, dass von Umwelt und Naturschutz gesprochen wird, zeitgleich aber die Natur durch Ignoranz zerstört wird? Es gibt keine vernünftigen Gründe!

Die folgenden Erklärungen sollen vor allem den Baumbesitzern helfen, die an den Bäumen erledigten Schnittmaßnahmen einzuschätzen. Diese Informationen sind dazu da, dass wir die Bäume auch im Siedlungsbereich so pflegen, dass sie erhalten werden können.

Wir brauchen Bäume
Bäume haben für den Menschen zahlreiche Funktionen. Pflanzen und Bäume sind als lebende Organismen zu bezeichnen. Ohne Pflanzen wäre die Erde tot. Wir Menschen können ohne Pflanzen nicht leben.
Neuartige Forschungen untersuchen auch die „Intelligenz der Pflanzen“ (MANCUSO, VIOLA 2015). In vielen Teilen Deutschlands finden wir sehr alte Bäume, die ein Alter bis zu 800 Jahren und mehr erreicht haben. Und wir lieben und bestaunen sie. Bäume haben zahlreiche Strategien entwickelt, wie sie überleben können. Mit ihren Wurzeln verankern sie sich und nehmen Wasser und Nährstoffe auf. Der Stamm ist das stabile Stützsystem der Krone und dient dem Transport und der Speicherung verschiedener Stoffe.

Die Krone hat außer dem aus Holz bestehenden Gerüst die Blätter, in denen die Fotosynthese abläuft, also die Umwandlung von Kohlendioxid aus der Luft in Sauerstoff und Zucker – demnach Energie, von der auch das Leben der Menschen abhängt und ohne die das Leben auf der Erde nicht möglich wäre.
Gesetzlicher Schutz von Bäumen

Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, Art 20a
Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen* und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung.
*Hervorhebung durch Autor, Bäume gehören zu den natürlichen Lebensgrundlagen

Bundesnaturschutzgesetz
Kap. 3: Allgemeiner Schutz von Natur und Landschaft
§ 13 Allgemeiner Grundsatz
Erhebliche Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft sind vom Verursacher vorrangig zu vermeiden, auszugleichen und zu ersetzen, im Übrigen in sonstiger Weise zu kompensieren.

§ 14 Eingriffe in Natur und Landschaft
(1) Eingriffe in Natur und Landschaft im Sinne dieses Gesetzes sind Veränderungen der Gestalt oder Nutzung von Grundflächen oder Veränderungen des mit der belebten Bodenschicht in Verbindung stehenden Grundwasserspiegels, die die Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushalts oder das Landschaftsbild erheblich beeinträchtigen können.

§ 15 Verursacherpflichten, Unzulässigkeit von Eingriffen; Ermächtigung zum Erlass von Rechtsverordnungen
(1) Der Verursacher eines Eingriffs ist verpflichtet, vermeidbare Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft zu unterlassen. Beeinträchtigungen sind vermeidbar, wenn zumutbare Alternativen, den mit dem Eingriff verfolgten Zweck am gleichen Ort ohne oder mit geringeren Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft zu erreichen, gegeben sind. Soweit Beeinträchtigungen nicht vermieden werden können, ist dies zu begründen.
(2) Der Verursacher ist verpflichtet, unvermeidbare Beeinträchtigungen durch Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege vorrangig auszugleichen (Ausgleichsmaßnahmen) oder zu ersetzen (Ersatzmaßnahmen).

Regelwerke zum Baumschnitt und zur Baumpflege
In der ZTV-Baumpflege (Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für Baumpflege, FLL 2006/2017), einem von Fachkreisen anerkannten Regelwerk ist beschrieben, was als fachgerechte Baumpflege zu erachten ist. In dem von der FLL (Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau) herausgegebenen Werk finden sich zahlreiche Begriffsbestimmungen und Erläuterungen zur Baumpflege. Die jeweils aktuelle Ausgabe gilt als „anerkannte Regel der Technik“ im Sinne der VOB und wird von verschiedenen Fachleuten zusammengestellt. Die aktuellen Ausgaben stammen aus dem Jahr 2006 und 2017 (FLL 2006/2017). In dem Regelwerk wird beschrieben, welche Pflegemaßnahmen dazu dienen, Bäume zu erhalten und auch, welche Maßnahmen baumzerstörend sind.
Baumpflegemaßnahmen werden auch in verschiedenen anderen Literaturquellen beschrieben (KLUG 2016).

Grundsätze der Baumpflege
Die Grundsätze einer fachgerechten Baumpflege sowie die Unterschiede zu baumzerstörenden Maßnahmen können auf einfache Art zusammengefasst werden. Jeder, der an Bäumen schneidet, könnte sich diese Grundlagen innerhalb weniger Stunden aneignen.
Baumerhaltende Pflegemaßnahmen

Baumerhaltend: Einkürzungen auf Versorgungsast
Einkürzungen werden auf einen Neben- bzw. Versorgungsast geschnitten, um die Versorgung des Astes zu gewährleisten. Die Wunde kann abgeschottet und überwallt werden.

Baumerhaltend: Schnitte unter 5-10 cm
Schnittflächen von 5-10 cm Durchmesser können vom Baum abgeschottet und überwallt werden. Größere Schnitte sind nur in Ausnahmefällen mit berechtigten Gründen zulässig.

Fördern des stabilen Kronenaufbaus beim heranwachsenden Baum
Das Ziel der Baumpflegemaßnahmen an heranwachsenden Bäumen (Bäume bis 50 bzw. 80 Jahren) ist, sie an begrenzte Raumverhältnisse wie z.B. Gebäuden oder Straßen anzupassen. Des Weiteren werden statisch ungünstige Entwicklungen beseitigt, um den Baum darin zu fördern, eine stabile Krone aufzubauen.

Einkürzungen auf Versorgungsast unter bestmöglicher Berücksichtigung der äußeren Erscheinungsform
Kroneneinkürzungen sind zu begründen. Bäume haben auch danach noch einen zur Art passenden Habitus. Auch bei Einkürzungen wird auf Versorgungsast geschnitten

Baumzerstörende Schnitte
Baumzerstörend: Stummelschnitte
Bei Stummelschnitten oder Kappungen (s.u.) haben Äste keine Knospen oder Blätter mehr und sind deshalb in „Lebensgefahr“. Um bestehen zu können, müssen sie sofort neue Triebe bilden, die meist statisch ungünstig wachsen.

Baumzerstörend: Starkastschnitte
Bei Starkastschnitten (Schnittflächen > 10 cm) ist das Risiko langfristiger Fäule äußerst hoch. Die Bäume werden dadurch meist zerstört.

Baumzerstörend: Starkastschnitte
Die Folge zu großer Schnitte (Starkastschnitte über 10 cm Durchmesser) ist, dass holzzersetzende Pilze eindringen, das Holz zerstören und damit nach einigen Jahren die Bruchfestigkeit und damit den Baum gefährden.

Baumzerstörend: Kappungen
„Eine Kappung ist ein umfangreiches, baumzerstörendes Absetzen der Krone ohne Schneiden auf Zugast und ohne Rücksicht auf Habitus und physiologische Erfordernisse. Anmerkung: Keine fachgerechte Maßnahme, entspricht nicht dem Stand der Technik“ (Zitat ZTV-Baumpflege, 2017)

Baumzerstörend: Kappungen
Kappungen haben zahlreiche nachteilige Folgen: dem Baum wird eine hohe Blattmasse entnommen, Kappstellen sterben oft ab, seitlich entstehen instabile, nach oben wachsende Triebe (sogenannte Ständer).

Baumzerstörend: Kappungen
Große Schnittstellen werden von holzzersetzenden Pilzen befallen, die das Holz und damit die Stabilität zerstören.

Baumzerstörend: Kappungen
Die neben den Kappungsstellen entstehenden Triebe (Ständer) werden zunehmend zu einem Risiko und können ausbrechen.

Baumzerstörend: Kappungen
Kappungen bringen das natürliche Gleichgewicht des Baumes durcheinander. Dies verursacht aufwändige Pflegemaßnahmen, die oft das Mehrfache der normalen Pflegekosten übersteigen.

Baumfrevel und Baumzerstörungen
Seit über 30 Jahren bestehen Regelwerke, die beschreiben, wie Bäume gepflegt werden können, um sie langfristig zu erhalten. Wesentliche Inhalte sind u.a., dass keine Schnitte über 10 cm Durchmesser -sogenannte Starkastschnitte – vorgenommen werden, weil dadurch diese Bäume mittelfristig zerstört werden. Klar ausgedrückt in den Regelwerken ist auch, dass es sich beim Kappen von Bäumen nicht um Pflege, sondern um Baumzerstörung oder Baumfrevel handelt.

Beurteilung derartiger Schnittmaßnahmen
Baumleben: Bäume sind lebende Organismen. Wir brauchen sie wegen ihrer zahlreichen Funktionen. Sie bestehen aus Wurzeln, Stamm und Krone. Zwischen diesen Baumteilen besteht ein Versorgungsgleichgewicht. Wird die Krone zerstört, kann sich dies negativ auf die Wurzeln auswirken.

Wie die Fotos und Beispiele im Siedlungsbereich oder auf Firmenparkplätzen zeigen: Viel zu häufig werden bei Bäumen willkürlich die Sägen angesetzt. Mit den großen, völlig unnötigen Schnittwunden sind die Bäume zerstört.
Derartige Schnitte oder Behandlungen sind als Baumfrevel zu verurteilen. Dafür gibt es keine Rechtfertigungen. Es existieren klare Regelwerke, wie Bäume zu schneiden sind (FLL, 2006/2017).

Wir empfehlen allen Baumeigentümern, derartigen Baumfrevel nicht zuzulassen. Wurden Ihre Bäume durch unsachgerechte Schnitte bereits geschädigt: Dann wurden Sie schlecht beraten – fordern Sie das Geld zurück und lassen Sie sich den Wert der Bäume erstatten. In Schadenersatzfällen liegt der Wert eines städtischen Baums bei 2000-6000 Euro und mehr. Lassen Sie es nicht zu, dass Ihre Bäume zerstört werden.
Wie oben erwähnt: Sie würden Ihre Heizung auch nicht vom Schrotthändler reparieren lassen, oder doch?

Peter Klug
Diplom-Forstwirt, v. RP FR ö.b.v. Sachverständiger für Baumpflege – Verkehrssicherheit von Bäumen – Gehölzwertermittlung

Gesamter Artikel und Fotos: http://www.baumpflege-lexikon.de/stadtbaumleben/downloads/

Bäume sind Lebewesen und verdienen daher einen respektvollen Umgang. Bäume können ohne Menschen, aber Menschen nicht ohne Bäume leben.

Falsche und schädliche Behandlung von Naturgütern insbesondere Bäume ist oft Folge von Nichtwissen oder unzureichendem Wissen.

Mit unseren Medien und Produkten unterstützen wir Sie dabei, einen ästhetischen, vitalen und verkehrssicheren Baumbestand zu erhalten.

Arbus – Produkte & Medien für den Grünbereich

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Ökologische Pflegeinnovation „Duschgel-Konzentrat I LOVE MY PLANET“ von Yves Rocher

Eine Innovation, die gut zur Haut ist und gut zur Natur: Das neue Duschgel-Konzentrat I LOVE MY PLANET von Yves Rocher ist das erste Duschgel mit einer innovativen, konzentrierten Formel, ganz im Sinne von „Weniger ist mehr“. Das neue, 4 Mal stärker konzentrierte Duschgel entspricht mit seiner patentierten, wandlungsfähigen Textur voll und ganz unserem Verantwortungsbewusstsein: Dieses konzentrierte Duschgel in einem 4 Mal kleineren Flacon ist ein noch größerer Genuss für die Sinne, verleiht noch mehr Wohlbefinden, schenkt ein ganz neues Duscherlebnis und ist noch schonender für die Umwelt. Das neue Duschgel ist so stark konzentriert, dass bereits eine haselnussgroße Menge für 1 Mal Duschen ausreicht. Ein 100-ml-Flacon entspricht 40 Anwendungen und ist damit ebenso ergiebig wie ein 400-ml-Flacon mit klassischem Duschgel. Diese Meisterleistung wurde durch einen wissenschaftlichen Test mit 80 Personen im CERCO (Studien- und Forschungszentrum für Kosmetik) bestätigt.

 

DER NATUR GUTES TUN: pro gekauftes Duschgel-Konzentrat I LOVE MY PLANET lässt Yves Rocher einen Baum pflanzen: 1 Duschgel-Konzentrat = 1 Baum gepflanzt im Rahmen der Wiederaufforstungs-Kampagne „100 Millionen Bäume“ der Umweltstiftung „Fondation Yves Rocher“. Die Marke hat sich über ihre Umweltstiftung verpflichtet weltweit 100 Millionen Bäume bis 2020 zu pflanzen, davon 180 000 Bäume in Deutschland. Mit der Wiederaufforstungs-Kampagne „100 Millionen Bäume“ bis 2020 appelliert Yves Rocher in noch nie dagewesener Art und Weise für den Schutz der Artenvielfalt.

Die Pflanzung von 100 Millionen Bäumen weltweit ist ein großes Vorhaben, das vor allem in jenen Ländern umgesetzt wird, in denen eine Wiederaufforstung für das Weltklima am Sinnvollsten ist. Bis Ende 2016 hat die Umweltstiftung „Fondation Yves Rocher“ bereits über 65 Millionen Bäume in rund zwanzig Ländern der Welt gepflanzt. Zum Beispiel in Indien, Brasilien, Senegal, Äthiopien, etc. Auch in Deutschland pflanzte die „Fondation Yves Rocher“ bereits über 100 000 Bäume im Harz, im Schwarzwald, im Allgäu, in Brandenburg und in Sachsen im Rahmen dieses weltweiten Engagements.

 

  • Duschgel-Konzentrat Olive – Petitgrain

Preis: 5,90 €/ Flacon 100 ml

  • Duschgel-Konzentrat Mango – Koriander

Preis: 5,90 €/ Flacon 100 ml

  • Duschgel-Konzentrat Bourbon-Vanille

Preis: 5,90 €/ Flacon 100 ml