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Kunst und Glaube – Christliche Kunstwerke

Herr, wir preisen deine Stärke, Vor dir beugt die Erde sich Und bewundert deine Werke. Wie du warst vor aller Zeit, So bleibst du in Ewigkeit.

Das Lied „Großer Gott, wir loben dich…“ war der feierliche Abschluss der sonntäglichen Messe in meiner Ministrantenzeit. Es war das Bild vom „Pantokrator“, dem Weltenherrscher, aber

auch vom kleinen, schutzbedürftigen weihnachtlichen Jesuskind

(… Großer Herr, o starker König. Liebster Heiland, o wie wenig, achtest du der Erden Pracht!…), dem gedemütigten Gekreuzigten (Oh Haupt voll Blut und Wunden…) und vor allem von dem wieder auferstandenen, glorreichen großen Gott, dem Erlöser der Welt. Bewegende Musik und große, herrliche Dome zeugen von christlicher Anbetung und großem Glauben.

Und heute? Monumentaldarstellung sei dem Christentum von Anfang an wesensfremd gewesen, sein Gott habe sich schließlich kleingemacht, sei Mensch geworden und somit gerade das Gegenteil einer Kolossal- figur, sagen evangelische Kunstexperten mit ihrem kleinen Glauben. Hier wird ein Detail aus der Jesusgeschichte fälschlicherweise zum gesamten Christusbild aufgeblasen!

Mit monumentalen Christusdarstellungen tut sich die Kirche deshalb schwer – und seien sie auch nur überlebensgroß, heißt es dort in einer Stellungnahme zu meinem Christusdom.

Es heißt, seit Jahrzehnten sei in der evangelischen Landeskirche keine größere Kreuzigungsgruppe mehr in Auftrag gegeben worden. „Mit spitzen Fingern“ müsse man solche Entwürfe anfassen, sagen Kunstbeauftragte, und schließen sich dem adornoesken Verbot und seinem Epigonen Joseph Beuys an. Beuys hatte, Adorno folgend, das Ende der Möglichkeit verkündet, Christus leibhaftig dar- zustellen. Deshalb werden nur Künstler beauftragt, die bei der Gestaltung von Kreuzigungsgruppen auf eine figürliche Christusdarstellung – wie absurd! – verzichten. Ich meine, das ist bedauernswert, denn dies riecht nach geistiger Unfreiheit und Andienen an das alttestamentarische Verbot der Gottesdarstellung. Bei so einem garstigen Gespann der Unterwerfung wird sich Schönheit nicht niederlassen können, denn die Abhängigkeit von schlauer Zweckmäßigkeit ist mit Schönheit unvereinbar. Schönheit ist nur durch sich selbst bestimmt, fordert keine Erklärung und braucht auch keine erklärenden Begrifflichkeiten – schon gar nicht von solch unchristlichen Ungeistern wie Adorno und Beuys, denn der Sinn für Schönheit ist der göttliche Funke in uns.

Die Auftraggeber christlicher Kunst als Institution der Kirchen sind jene, die das Wort Christi in fragwürdige Diskussionen einbringen. Sie sind die adornoesken, negativ antizipierten Kunstwerke der modischen Vorzeige-Intellektuellen, die, wenn auch Theologen, dennoch Geister ohne wahre christliche Religion sind. Sie haben deshalb eine „Heiden- Angst“ vor meinem Christus-Dom.

„Sein Leib sei unser Tempel.“ Dieser Gedanke führte zur Idee, die Gestalt Christi als Kirchenraum, als Dom, der die ganze Gestalt durchdringt, zu sehen. In meiner Filmpräsentation des Christusdomes heißt es: „Das Kreuz und das eingeschlossene Oktogon sind die ältesten Grundriss- formen des christlichen Kirchenbaus. Sie tragen im wahrsten Sinne des Wortes den Leib des Herrn. Das Achteck steht für die göttliche Perfektion und die Auferstehung Christi. Der Schnitt zeigt die Besonderheit und das Neue im Christusdom: Die Botschaft der Hl. Messe: Durch Ihn und mit Ihm und IN IHM, ja, IN IHM.

Je mehr man sich der Christus-Statue nähert, umso deutlicher tritt der Christusdom in seiner Kirchenarchitektur hervor, aus dessen Mitte wie eine übermächtige Kuppel der Pantokrator, der Weltenherrscher, emporragt. Die 30 m hohen Kreuzkapellen mit ihren Glockenfassaden und den Darstellun- gen aus dem Leben Christi werden umlaufend von Engeln bewacht.

Die umlaufenden Wände des Achtecks werden im Inneren des Domes von den 14 Kreuzwegstationen einschließlich der Kreuzigungsszene der Kapelle als 60 m langes Relief gestaltet.
Und ganz oben im Christusdom, hoch im Licht, ist das Abbild des Erlösers und Weltenherrschers zu sehen: Nur von dort oben ist das Heil zu erwarten! Dieses Abbild des Pantokrators in der Kuppel ist ein Gemälde, dass Seine Eminenz Daniel Patriarch von Rumänien bei Angerer der Ältere als Ikone in Auftrag gegeben hatte.

Fazit: Der Christusdom soll als neues sakrales Bauwerk durch Schönheit und Erhabenheit dazu beitragen, das Heilige wieder neu zu entdecken.“

Immer wieder wird der Einwand gegen den Christusdom mit einem Christus-Zitat unterstützt:
Jesus sprach: „Das Reich Gottes ist in dir und um dich herum, nicht

in Gebäuden aus Holz und Stein. Spalte ein Stück Holz und ich bin da. Hebe einen Stein auf und du wirst mich finden.“ Also keine Dome! War alles Bisherige verkehrt? Die evangelische Kirche baut doch auch heute ihre Kirchen aus Holz und Stein, anstatt bestehendes niederzureißen. Feiert doch eure Messen im Freien, ungeachtet ob es regnet, friert oder schneit!

Die Zeit, in der Jesus lebte, war unserer Zeit nicht unähnlich. Vieles vom alttestamentarischen Glauben war einer gewissen Dekadenz gewichen. Christus vertrieb die Händler aus der Synagoge, das Sakrale verlor an Bedeutung, wie heute auch. Wenn Christus von den Gebäuden aus Holz und Stein sprach, meinte er doch nur die missbrauchten, säkularisierten, händlerbesetzten Synagogen von damals. Sind hier nicht Parallelen zu unseren heutigen Discokirchen? Oder wollen unsere Neutheologen die christliche Kulturtradition, also auch den Bau unserer christlichen Dome, in Frage stellen? Dome, die nicht nur „das Schönste“ zur Ehre Gottes, sondern auch Schutz vor Regen und Schnee beim Zelebrieren der Hl. Messe für große Gemeinden bieten. Diese Mentiziden würden es wohl kaum wagen, den Tempel in Jerusalem in Frage zu stellen. Sprach Jesus nicht zu Petrus: „Du bist Petrus, der Fels, und auf diesem Felsen will ich meine Kirche bauen.“ Matthäus 16, 18

Als Christus im Tempel predigte, er sei Gottes Sohn, wollte man ihn steinigen.
„Euer Gott kann mein Vater nicht sein…“, rief Christus ihnen zu

  1. Hier ist eindeutig die Distanz zur damaligen Priesterschaft sichtbar. Zu althergebrachten Riten wie die koschere Speise und Trank sagte Christus: „Was zum Munde hineingeht, das macht den Menschen nicht unrein; sondern was aus dem Munde herauskommt, das macht den Me schen unrein.“

Der Tempel zu Jerusalem war zu Herodes Zeit nicht mehr für alle das wirkliche und wahrhafte „Haus Gottes“, in dem Gott die von den Menschen gebührende Verehrung gezollt wurde. Johannes der Täufer, der sich auf die alten Propheten Elias und Jesaja berief, wurde geköpft, da er diese Welt wachrütteln wollte.

„Ehe Abraham war, bin ICH“, waren die Worte des Kindes von Bethlehem. In TV-Diskussionen fragen sich sophistische Theologen und Wissenschaftler, welcher Einfluss es gewesen sein könnte, der Christus zu dem werden ließ, was er wurde. Nazareth in Galiläa war damals durchaus von der griechischen Mythologie beeinflusst, zum Leidwesen des in Judäa befindlichen Jerusalems. Christus, so meinen unsere Neutheologen und Wissenschaftler, war die Summe seiner Umgebung, und sie stellen sich die Frage, inwieweit der Gottessohn von der grie- chischen Philosophie beeinflusst war. Wie wäre es aber denn damit, dass Christus von Anfang, wenn auch leiblich, der Sohn Gottes war, und ihn deshalb ausschließlich Göttliches und nicht die Umgebung leitete? Letztlich geht es um die Herabwürdigung des Gottessohnes.

Jeder einfache Gläubige ist Gott um vieles näher als jene verbildeten Religions-Wissenschaftler.

„Ich bin die Türe, wer DURCH MICH hineingeht, wird selig werden“, sagt Christus.

So sagte Gott am Anfang zum betenden Menschen: „Tritt nicht näher heran! Ziehe die Schuhe von den Füßen, denn der Ort, auf dem du stehst, ist heiliger Boden!“ Ex 3,5

Der heilige Altarraum von heute ist verwaist, der Priester dreht dem Allerheiligsten den Rücken zu. Die Profanisierung zerstört die innige Anbetung Gottes. Doch das Heilige erzwingt geradezu seinen göttlichen Bereich, alleine schon, um sich vom profanen Raum abzugrenzen. In sakralen Orten wie Kirchen erfahren wir Trost hinsichtlich unse- res erbärmlichen irdischen „Geworfenseins“, wie Martin Heidegger es nennt. Die Grausamkeit unserer irdischen Endlichkeit wird von den sakralen Kultussymbolen überhöht und ins Göttliche gerückt.

Aber weh! Es wandelt in Nacht, es wohnt, wie im Orkus,

Ohne Göttliches unser Geschlecht. Ans eigene Treiben Sind sie geschmiedet allein, und sich in der tosenden Werkstatt. Höret jeglicher nur und viel arbeiten die Wilden
Mit gewaltigem Arm, rastlos, doch immer und immer Unfruchtbar, wie die Furien, bleibt die Mühe der Armen.

HÖLDERLIN

Gemälde zu Kunst und Glaube:Maria_Himmelfahrt_oR_mh

Maria Himmelfahrt