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Wie gestaltet die Politik einen optimalen Bildungsraum?

Wie gestaltet die Politik einen optimalen Bildungsraum?

Es gibt kaum Themen, die mehr Anlass zur Diskussion geben als Bildung. Bildung soll einerseits zur Entwicklung der Persönlichkeit dienen, andererseits soll sie Frieden sichern und die Wirtschaft vorantreiben. Wie soll aber unser Bildungssystem zukünftig aussehen? Das im Oktober beim GRIN Verlag erschienene Buch Der individuelle und gesellschaftliche Prozess zur Bildung unter chaostheoretischer Betrachtung von Christian Bodenstein setzt sich mit genau dieser aktuellen Frage auseinander.

Der individuelle Drang nach Freiheit und der gesellschaftliche Wunsch nach Ordnung bilden ein Spannungsfeld. Zu viele Gesetze hemmen die individuelle Entfaltung, zu wenige gefährden das friedliche Zusammenleben. Doch wie muss ein Bildungsraum aussehen, in dem sich eine Gesellschaft harmonisch entwickeln, in dem sich Individuen aber dennoch frei entfalten können? In Der individuelle und gesellschaftliche Prozess zur Bildung unter chaostheoretischer Betrachtung entwirft Christian Bodenstein einen optimalen Bildungsraum, in dem eine harmonische Entwicklung der Gesellschaft stattfinden könnte.

Bildungsraum und Chaostheorie

Um zu bestimmen, ob der individuelle und gesellschaftliche Bildungsprozess chaotisch oder determiniert verlaufen, betrachtet Christian Bodenstein die Entwicklung des Bildungsraums unter Berücksichtigung der Chaostheorie. Diese beschäftigt sich mit den Strukturen und der Vorhersagbarkeit von komplexen, komplizierten und dynamischen Systemen, deren Entwicklung aus einem scheinbar unregelmäßigen und unbestimmbaren Verhalten hervorgeht. Zusätzlich beleuchtet der Autor die historische Entwicklung. Inwieweit trug das Bildungsverständnis in der Vergangenheit zur Stabilität oder Labilität von Gesellschaften bei? Und unter welchen Bedingungen gefährden sich Gesellschaften in ihrer Entwicklung? „Der individuelle und gesellschaftliche Bildungsprozess“ ist eine hochinteressante Lektüre für Pädagogen, Politiker und all jene, die sich mit Fragen der Bildung sowie des Bildungsraumes auseinandersetzen.

Über den Autor

Christian Bodenstein (1978) wuchs in der DDR auf und erlebte hautnah mit, wie ein von der Politik vorgegebenes Bildungssystem die Gesellschaft beeinflusst. So waren Lehrer Mittel zum Zweck, um eine am politischen Gemeinwohl orientierte Ideologie durchzusetzen, wodurch allerdings das individuelle Bedürfnis nach Freiheit und Bildung unterdrückt wurde. Heute ist Herr Bodenstein selbst Lehrer an einer Berufsschule. „Der individuelle und gesellschaftliche Prozess zur Bildung unter chaostheoretischer Betrachtung ist seine sechste Publikation beim GRIN Verlag.

Das Buch ist im Oktober 2018 beim GRIN Verlag erschienen (ISBN: 978-3-668-82022-7).

Direktlink zur Veröffentlichung: https://www.grin.com/document/444390

Kostenlose Rezensionsexemplare sind direkt über den Verlag unter presse@grin.com zu beziehen.

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Unterschiedliche hochschulpolitische Prioritäten der Parteien

Hochschulpolitische Befragung zur Landtagswahl in Bayern 2018

Unterschiedliche hochschulpolitische Prioritäten der Parteien

(Bildquelle: @ vhb e.V.)

Viel grundsätzliches Lob, jedoch wenig Zusagen zur speziellen Förderung durch mehr Personal oder höhere Einstufung der Lehrenden – so lässt sich die Position der CSU gegenüber den Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAWs) im bayerischen Landtagswahlkampf kurz zusammenfassen. Die FDP möchte gezielt ausgewählte Projekte fördern, so lange die Qualität der Lehre prioritär gewährleistet bleibt. Die AfD betont an den HAWs das praxisorientiertes Werkzeug der Lehre. Die Grünen, die Linke, die SPD und die Freien Wähler bekunden die Notwendigkeit grundsätzlich monetär in die ehemaligen zu investieren und diese zunehmend in Sachen Aufbau eines Mittelbaus und Promotionsrecht aufzuwerten.

Befragung zur Hochschulpolitik

Dies sind Ergebnisse einer hochschulpolitischen Befragung, die der Verband der Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer an Fachhochschulen in Bayern (vhb e.V.) in den vergangenen Wochen anlässlich der nahenden Landtagswahl in Bayern durchgeführt hat. Befragt zur aktuellen Parteilinie wurden anhand eines Fragekatalogs zu den Forderungen der Hochschullehrervertretung die bildungspolitischen Sprecher aller derzeitigen bayerischen Landtagsfraktionen, sowie die bildungspolitischen Sprecher der Parteien, die derzeit gemäß aktueller Wahlumfragen die Chance haben die Fünf-Prozent-Hürde zu überspringen.

„Die grundsätzliche Bedeutung der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften auch für die angewandte Forschung und die Kooperation mit der Praxis wird von nahezu allen Parteien betont und honoriert“, fasst vhb-Vorstand Prof. Dr. Tobias Plessing zusammen. „Die Bekenntnisse zum konkreten Ausbau und zur Gremienmitsprache innerhalb der Hochschulen sind jedoch sehr unterschiedlich ausgefallen. Wir werden weiter darauf hinarbeiten, dass den Bekenntnissen zu den HAWs im kommenden Bayerischen Landtag Taten folgen.“

Weitere Details und konkrete Statements aus der Befragung zur bildungspolitischen Bedeutung der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAWs) in Bayern hier im Aspekte-Originalartikel als pdf.

Im vhb e.V. haben sich 1.500 Hochschullehrer und Hochschullehrerinnen in Bayern zusammengeschlossen um gemeinsam die Zukunft der Hochschulen für Angewandte Wissenschaft (HAWs) mitzugestalten. Der vhb ist Mitglied des bundesweiten Hochschullehrerverbands hlb.

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Mitarbeiter: Woher nehmen, wenn nicht stehlen?

Falsche Bildungspolitik bringt Mittelstand in prekäre Lage

Karlsruhe – Mehr und mehr Unternehmen haben Probleme geeignete Mitarbeiter zu finden. Das hat eine Umfrage des COBUS-Wirtschaftsbarometers ergeben. So gaben 84,6 % der befragten Unternehmen an die Auswirkungen des Fachkräftemangels zu spüren. Das entspricht einem Anstieg von 9,3 % im Vergleich zum Vorjahr.

Die Lage spitzt sich weiter zu. Vor allem in der Produktion, aber auch im Dienstleistungsbereich zeigen sich große Lücken zwischen Arbeitsnachfrage und Angebot. Die Ursache des Problems ist indes schon lange bekannt: „Eine verfehlte Bildungspolitik hat zu viele Jugendliche dazu verleitet ein Studium zu beginne, anstatt sich zu Fachkräften ausbilden zu lassen“ resümiert Uwe Leest, Geschäftsführer der COBUS Marktforschung GmbH, „diese fehlen nun dem Arbeitsmarkt, weshalb Unternehmen anderweitig Personal finden müssen“.

Unternehmen die es sich leisten können gehe nun dazu über aggressiv Mitarbeiter bei anderen Unternehmen abzuwerben. So ergab die aktuelle Erhebung, dass fast die Hälfte der befragten KMUs (42,9 %) in den letzten zwei Jahren ein Mitarbeiter in einer Schlüsselposition abgeworben wurde. Durch die hohe Nachfrage finden sich qualifizierte Fachkräfte daher in einer günstigen Position bei Vertragsverhandlungen. Flexible Arbeitszeiten fordern über die Hälfte der Arbeitnehmer (56,9 %), am häufigsten wird aber versucht eine Gehaltserhöhung durchzusetzen (81,5 %).

Zwar versuchen Unternehmen durch nicht entgeltliche Maßnahmen wie Weiterbildungsmöglichkeiten, Feedbackgespräche und Vertrauensarbeitszeiten Mitarbeiter an sich zu binden, jedoch verhindert das im besten Fall das Abwandern der bestehenden Arbeitskräfte. Der Mangel an geeigneten neuen Mitarbeitern besteht weiterhin, solange sich nicht etwas an der Bildungspolitik ändert.

Ausführliche Berichte und Daten zu den oben genannten und weiteren interessanten Themen finden Sie in der aktuellen Ausgabe des COBUS Wirtschaftsbarometers. Eine digitale Ausgabe des Wirtschaftsbarometers können Sie auf www.cobus.de abrufen.

Über das COBUS-Wirtschaftsbarometer Baden-Württemberg
Im Rahmen des Wirtschaftsbarometers Baden-Württemberg werden alle 2 Monate ca. 6500 mittelständische Unternehmen angeschrieben. Die Erhebung liefert aktuelle Trends und Zahlen zum wirtschaftlichen und politischen Klima in Baden-Württemberg.

Der Bericht „Oktober 2018“ erschien am 02. Oktober 2018. Die aktuellen Daten wurden vom 10. Bis zum 26. September 2018 erhoben.

Über COBUS Marktforschung

COBUS Marktforschung beobachtet für seine Kunden aus Industrie, Wirtschaft und Verwaltung intensiv die Märkte, Trends und Strömungen und liefert so wichtige Fakten für Unternehmensentscheidungen. Das 1992 in Karlsruhe gegründete Marktforschungsunternehmen arbeitet mit renommierten Wissenschaftlern zusammen und nutzt deren Expertise.

Schwerpunkt der Tätigkeit von COBUS sind nationale und internationale Märkte, hier vor allem im osteuropäischen Bereich.

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Zu viel Studenten und zu wenig Azubis

Jedes zweite Unternehmen hat Probleme geeignete Auszubildende zu finden

Karlsruhe – Für Unternehmen wird die Suche nach geeigneten Bewerbern für Ihre Ausbildungsplätze immer schwieriger. Dies zeigte eine aktuelle Umfrage des COBUS-Wirtschaftbarometers. Darin gaben 55,2 % der befragten Unternehmen an, dass sie Probleme haben, Kandidaten für ihre Ausbildungsplätze zu finden.

Der Mangel an geeigneten Bewerbern herrscht trotz der vielfältigen Ausbildungswege. Neben der klassischen beruflichen Qualifizierung durch Praktikum oder Ausbildung, die beim Großteil der befragten Unternehmen möglich ist (beide 86,2 %), wird auch das duale Studium, also Studium mit Praxisphasen im Betrieb (60,3 %), oder ein Studium Plus, sprich Studium und Berufsausbildung mit Doppelabschluss (13,8 %) angeboten.

Einen Grund für das Fehlen passender Bewerber sehen die Unternehmen in der stetig steigenden Zahl an Studierenden. 90,2 % gaben an, dass für viele Jugendliche eine Ausbildung die bessere Wahl wäre. Das zeigt sich konkret an den Studienabbrechern, die in den letzten Jahren erheblich gestiegen sind. Jeder Dritte bricht sein Studium ab, die Mehrheit der Studienabbrecher findet jedoch bald darauf einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz. Dies zeigt, dass viele Jugendliche sich beruflich falsch orientieren, erklärt Uwe Leest, Geschäftsführer der COBUS Marktforschung GmbH.

Geeignete Bewerber ziehen eine Ausbildung überhaupt nicht in Betracht, weil sie denken eine erfolgreiche Karriere sei nur mit einem Hochschulabschluss möglich. Um eine leitende Position zu übernehmen bedarf es aber in 89,1 % der befragten Unternehmen keines Studiums. Den Jugendlichen muss deshalb nahe gebracht werden, dass die Ausbildung nicht eine schlechtere Alternative zum Studium ist, sondern für viele den richtigen Einstieg ins Berufsleben darstellt.

Ausführliche Berichte und Daten zu den oben genannten und weiteren interessanten Themen finden Sie in der aktuellen Ausgabe des COBUS Wirtschaftsbarometers. Eine digitale Ausgabe des Wirtschaftsbarometers können Sie auf www.cobus.de abrufen.

Über das COBUS-Wirtschaftsbarometer Baden-Württemberg
Im Rahmen des Wirtschaftsbarometers Baden-Württemberg werden alle 2 Monate ca. 6500 mittelständische Unternehmen angeschrieben. Die Erhebung liefert aktuelle Trends und Zahlen zum wirtschaftlichen und politischen Klima in Baden-Württemberg.

Der aktuelle Bericht „April 2018“ erscheint am 09. April 2018.

Die aktuellen Daten wurden vom 13. März bis zum 26. März 2018 erhoben.

Über COBUS Marktforschung

COBUS Marktforschung beobachtet für seine Kunden aus Industrie, Wirtschaft und Verwaltung intensiv die Märkte, Trends und Strömungen und liefert so wichtige Fakten für Unternehmensentscheidungen. Das 1992 in Karlsruhe gegründete Marktforschungsunternehmen arbeitet mit renommierten Wissenschaftlern zusammen und nutzt deren Expertise.

Schwerpunkt der Tätigkeit von COBUS sind nationale und internationale Märkte, hier vor allem im osteuropäischen Bereich.

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Sexualisierte Gewalt: wann handeln, wenn nicht jetzt?

Politik: Prävention sexualisierter Gewalt – keine Priorität im Bildungssystem?

Sexualisierte Gewalt: wann handeln, wenn nicht jetzt?

Mädchen stärken – erstmals steht ein wiss. fundiertes Programm zum Einsatz in allen Schulen bereit

Seit den Vorfällen in der Silvesternacht – nicht nur in Köln – ist die Diskussion um das Thema sexualisierte Gewalt erneut entbrannt.
Seitens der Politik wurden danach teilweise kernige populistische Forderungen propagiert. Dem Problem ist aber weder durch die Verschärfung von Gesetzen, noch durch erhöhte Polizeipräsenz, Pfefferspray oder Ratschläge beizukommen, die die Bewegungsfreiheit insbesondere von Mädchen und Frauen einschränken.

Im wissenschaftlich-pädagogischen Bereich stehen hingegen bislang keine öffentlichen Mittel – zumindest keine in einer relevanten Höhe – für Programmentwicklung, Erprobung und den wissenschaftlichen Nachweis der Wirksamkeit von Präventionsangeboten zur Verfügung. Stattdessen wird dieser sensible Bereich ungeprüften Projektangeboten und teilweise sogar einer zwielichtigen Szene überlassen.
Ganz entscheidend ist hierbei die Frage, welche Präventionsmaßnahmen wirksam sind und wie sich insbesondere Mädchen und Frauen tatsächlich vor sexuellen Übergriffen schützen können. Die Ausbildung pädagogischer Kompetenz, die auf wissenschaftlichen Standards beruht, ist mehr denn je gefragt.

In diesem Zusammenhang möchten wir darauf aufmerksam machen, dass in dieser Situation der Fortbestand des bundesweit führenden und einzig wirklich wissenschaftlich fundierten Programms zur Prävention sexualisierter Gewalt nach zehnjähriger Pionierarbeit mangels weiterer Finanzierung, nun gerade in einem gesellschaftlichen Klima massiv gefährdet ist, in dem Kompetenz und Expertise auf diesem Gebiet wie selten zuvor gefragt ist.
Es handelt sich um das Präventionsprogramm „Mutige Mädchen“, das in Baden-Württemberg zusammen mit über 30 Projektschulen entwickelt, eingegliedert in den Regelunterricht in zwei Städten mittlerer Größe über drei Jahre flächendeckend erprobt und abschließend durch eine umfassende Wirksamkeitsstudie an der Universität Freiburg wissenschaftlich überprüft wurde. Das Programm baut systematisch auf psychologischen und soziologischen Theorien auf; ausgearbeitete Programmmanuale für alle Schultypen mit Schwerpunkt auf den dritten und siebten Klassen liegen zum Einsatz an den Schulen vor.
Mit diesem Präventionsprogramm wurden sowohl ethisch als auch wissenschaftlich Standards für den gesamten Bereich gesetzt. Zu betonen ist dabei, dass das Programm auf der Basis dieser Standards niemals kommerziell ausgerichtet war, da die wichtige Prämisse, alle Kinder und Jugendliche – auch solche aus prekären finanziellen und sozialen Verhältnissen – zu erreichen, in keinem Fall den Marktgesetzen geopfert werden sollte.

Die Luft für die ProgramminitiatorInnen und für die über 100 ehrenamtlich Mitarbeitenden wird immer dünner. Der letzte Projektstandort mit Büro zur Koordination des Programms steht inzwischen zur Disposition. Noch maximal bis zum Ende des Schuljahrs im Juli wird das Projekt auf kleinster Flamme an einigen ausgewählten Schulen aufrecht werden erhalten, sofern nicht kurzfristig wenigstens eine der im Raum stehenden Fördermaßnahmen umgesetzt werden kann.

Anfang des Jahres konnte quasi „auf dem Zahnfleisch“ glücklicherweise noch die etwa 500 Seiten starke wissenschaftliche Wirksamkeitsstudie des Programms für weiterführende Schulen abgeschlossen werden. Zugleich konnten darauf basierend die psychologisch und pädagogisch fundierten Kursmanuale für den Einsatz an verschiedenen Schultypen gerade noch in modifizierter Form vorgelegt werden, sodass jetzt eigentlich alles für einen überregionalen Einsatz des Programms bzw. von besonders empfohlenen Programmbestandteilen im Schulunterricht bereitsteht.

Nach zehn Jahren konnten inzwischen alle Stufen der Programmentwicklung erfolgreich abgeschlossen werden – ohne den Einsatz auch nur eines Cents an Steuergeldern – und das Thema steht zudem gerade im Fokus der Öffentlichkeit, ohne dass ansonsten wirklich probate Präventionsansätze zur Verfügung stünden.

Angesichts der massenweisen sexuellen Übergriffe zu Jahresbeginn wurde vielfach auf unsere Expertise zurückgegriffen. Auch hier liegt ein „schiefes“ Selbstverständnis zugrunde: die dringend notwendige Professionalität auf einem solch sensiblen Feld ist eben auch unter größtem ehrenamtlichen Einsatz nicht zum Nulltarif zu haben.

Seit inzwischen gut fünf Jahren stehen die Projektverantwortlichen direkt mit den baden-württembergischen Kultusbehörden und der Landesregierung im kontinuierlichen Austausch, um die Implementierung dieses wichtigen Themas in den Schulunterricht voranzutreiben. Etliche Gespräche mit dem FachministerInnen und der Ministerialbürokratie (Soziales, Kultus und Wissenschaft) bis hin zum Ministerpräsidenten haben stattgefunden; das Programm wurde im Kultusministerium in Stuttgart vorgestellt und vor einem Jahr erhielt das Programm schließlich – nach einer Reihe von Auszeichnungen – den Landespreis „Jugend fördern“ aus der Hand der Landesregierung.

Ins Leben gerufen wurde das Präventionsprogramm von der Psychologin Lynn Kalinowski zusammen mit ihrem Ehemann, dem Sozialphilosophen Peter Kalinowski. Das Freiburger Projektgründerpaar hat seit zehn Jahren unendlich viel Arbeitskraft und Engagement unentgeltlich für dieses gesellschaftspolitisch wichtige Thema in Form des Projekts eingebracht und daneben einen sechsstelligen Betrag aus Privatvermögen unter größten Entbehrungen eingesetzt, um das zu ermöglichen, was wir heute vor uns haben: das bundesweit am besten wissenschaftlich fundierte, erprobte und evaluierte Programm zur Prävention sexualisierter Gewalt „Made in Baden-Württemberg“.

Wir halten es zu diesem Zeitpunkt für dringend geboten, die Öffentlichkeit über das bevorstehende Aus dieses wegweisenden Präventionsprogramms zu informieren, das aus gravierenden Versäumnissen der politisch Verantwortlichen resultiert.
Hintergrundinformationen:

http://iifg.de/_media/pressemitteilung:2016-04-14_hintergrundinformationen_kurzfassung.pdf

http://iifg.de/_media/pressemitteilung:2016-04-14_hintergrundinformationen_praevention_sexualisierter_gewalt.pdf

http://iifg.de/_media/pressemitteilung:2016-04-13_regierungspraesidentin_schaefer.pdf

http://iifg.de/_media/pressemitteilung:2016-04-07_praeventionsprogramm_2006-2016.pdf

http://iifg.de/_media/pressemitteilung:2016-04-07_wissenschaftliche_fundierung_und_paedagogische_curricula.pdf

MUTIGE MÄDCHEN
Kooperationsprojekt
Interdisziplinäres Instituts für Gewaltprävention (IIfG)/ Freiburg
Institut für Psychologie der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg/ Abt. Neuropsychologie
www.iifg.de

Mit dem Gründer des IIfG und des Präventionsprogramms, Herrn Dr. Peter Kalinowski, können Sie direkt Kontakt aufnehmen:
institutsleitung@iifg.de
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Unsere Kooperationspartnerin, Frau Prof. Dr. Ulrike Halsband, Leiterin der Abteilung Neurospychologie erreichen Sie unter:
halsband@psychologie.uni-freiburg.de

Interdisziplinäres Institut für Gewaltprävention
Jacobistr. 46
79104 Freiburg
Telefon Universität: 0761-303-9442
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MUTIGE MÄDCHEN:
Kooperationsprojekt des
Interdisziplinären Instituts für Gewaltprävention
mit dem
Institut für Psychologie der Universität Freiburg/
Abteilung Neuropsychologie

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Deutschland erstickt am Fachkräftewahn. Wege aus der Bildungskrise!

Der Club of Deduction stellt ein neues Bildungssystem vor, dessen Umsetzung das BIP um 65% steigert.

Deutschland erstickt am Fachkräftewahn. Wege aus der Bildungskrise!

Logo Club of Deduction

Lineare Bildung sowie die häufig fälschlich gefordert wie geförderte Überspezialisierung führt mittelbar zur Vergrauung des Farbspektrums der Gesellschaft. Überdies trägt die Praxis der Vergesamtung und Generalisierung im Bildungswesen mit zu der seit über einer Dekade bekannten Minderung intellektueller Leistungsfähigkeit der Gesamtgesellschaft bei (der Durchschnitts-IQ/BQ sinkt).

Kurz, wir degenerieren, sind weniger belastbar, werden schneller und häufiger krank.

Bildlich gesprochen erhofft sich unsere Gesellschaft durch den Zulauf von Wasser in ein leckgeschlagenes Becken den Wasserpegel konstant zu halten oder diesen zu erhöhen. Jedoch das Flicken eines Beckens ist meist schwieriger als ein neues zu errichten.

Überschreitet diese Entwicklung ihren natürlichen Rubikon, erleidet das System insgesamt einen Kollaps (das Becken bärstet). Ein ähnliches Schicksal steht auch dem Rentensystem und der Familien- bzw. Sozialpolitik bevor (entsprechende Lösungen wird der Club of Deduction / CoD zeitnah vorstellen).

Fazit: „Falsche Bildung macht krank, ebenso wie gar keine!“.

Die Lösung: Bildung 2.0

Das Grundschulsystem soll künftig früher beginnen, individuelle Befähigungen herausarbeiten und in einer Orientierungsklasse münden. Ferner wird ein genereller BQ-Test (Brillianess Quotient, entwickelt vom CoD zum Erfassen der individueller Befähigung, Neigungen und Talente jedes Einzelnen / Persönlichkeitsstruktogramm) eingeführt. Des Weiteren lösen Neigungsklassen den konventionellen Unterricht ab. Zudem wird das Lehrpersonal fortlaufend in Pädagogik und Psychologie weiterqualifiziert. Darüber hinaus erfolgt die Einführung von praxisnahem Regelunterricht und Fachunterricht geleitet durch externe Referenten / Dozenten aus Industrie, Handel und Wirtschaft, etc.

Ziel ist u. a. die direkte Vermittlung von Schülern sprich Arbeitskräften in ihre Wunschberufe ohne unnötige Bewerbungsphase. Außerdem wird die Fachspezialisierung abgestellt und es werden stattdessen Universalkräfte ausgebildet, auch und besonders um der Entwicklung einer schrumpfenden Gesellschaft Rechnung zu tragen (ergänzende Pressemitteilung in Kürze).

Ferner ist die Festlegung auf einen spezifischen Beruf für die Dauer des gesamten Arbeitslebens schädlich. Auch im Hinblick auf Gesundheit und Lebenszeit! Monotone Abläufe reduzieren die Zellneubildung und verkürzen somit das Leben. Zudem begünstigt die Monotonie des Alltags Suchterkrankungen (Tabakkonsum, Alkohol, Religion, etc.).

Das Bildungssystem des Club of Deduction sieht daher und auch um mit der Geschwindigkeit der gesellschaftlichen bzw. technischen Entwicklung Schritt zu halten, die berufliche Festlegung auf eine Dekade vor, sowie nebenberufliche Weiterbildungsexkurse für den gleitenden Übergang in den nächsten Berufs- bzw. Lebensabschnitt. Bei vollständiger Umsetzung des vom CoD erarbeiteten Bildungssystems sehen wir eine Steigerung des Bruttoinlandproduktes von 60%-65% ausgehend vom gegenwärtigen Niveau, bei gleichzeitiger Erhöhung von Lebenszeit und -qualität.

Für nähere Information hinsichtlich unsere Bildungssystems wenden Sie sich gerne an uns: presse@clubofdeduction.com

Gerne stehen wir Ihnen als Experten im Bereich Bildung sowie für Stellungnahmen und Interviews zur Verfügung.

Der Club of Deduction ist eine internationale Vereinigung von Höchstbegabten & ein Thinkpool. Er fördert Talente, Erfinder und extrem begabte Menschen.

Bisherige Meilensteine sind die Entdeckung & Beschreibung der Sinnsucht, sowie der Kausalogi bzw. der Unikausalogie als neue Wissenschaft, diverse Publikationen zur Struktur & Aufbau von Materie, Antimaterie sowie Theorien zur Natur & Funktion des Ethium Meridians, einem universellen Raumcluster, welcher als höchste Oberstruktur nach Uni- & Polyversum zu sehen ist. Weitere in der Entwicklung befindliche Erfindungen, Ideen & Theorien sind unter anderem globale Projekte wie OMNIS2025 (ein orbitales Segelsolarkraftwerk), Deep Defence Shield (Asteroidenabwehr) & X-Engines (elektromagnetische Co2-neutrale Motorentechnik), an dessen Realisierung der CoD arbeitet.

Ferner verstehen wir uns als Wissensförderer und Vermittler kulturellen Austausch‘, als solcher beraten wir Politik, Wirtschaft & informieren die Öffentlichkeit.

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Deutsches Bildungssystem gibt laut neuem Index zur Effizienz von Bildungssystemen zu viel aus

Deutsches Bildungssystem gibt laut neuem Index zur Effizienz von Bildungssystemen zu viel aus

Deutschland liegt im neuen internationalen Index zur Effizienz der Bildungssysteme von 30 OECD-Ländern ganz weit hinten auf Platz 25 und damit hinter allen anderen nordeuropäischen Ländern mit Ausnahme der Schweiz – und das trotz einer relativ hohen PISA-Platzierung. Laut dem Index gebe Deutschland für die Schülerleistungen, die durch sein Bildungssystem erzielt werden, zu viel aus.
Die von GEMS Education Solutions in Auftrag gegebene Studie „The Efficiency Index -which education systems deliver the best value for money?“ ist die erste umfassende internationale Analyse, die untersucht, wie effizient die Zuteilung der Bildungsbudgets der einzelnen Länder ist. Die Ergebnisse können hier eingesehen werden www.edefficiencyindex.com
Die Rangliste der 30 OECD-Länder wird anhand der Lehrbudgets, deren Anteil an den Bildungsbudgets sich auf 80 Prozent beläuft, sowie anhand der erzielten Schülerleistungen erstellt. Auf diese Weise wird berechnet, welches System für jeden investierten Dollar das beste Ergebnis erzielt.

Verfasst wurde der Bericht von Professor Peter Dolton, Professor der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Sussex und Senior Research Fellow am Centre for Economic Performance, London School of Economics; Dr. Oscar Marcenaro Gutierrez, Lehrbeauftragter an der Universität Malaga; und Adam Still, Fachmann für Bildungsfinanzierung und -entwicklung bei GEMS Education Solutions.

Der Index stufte Finnland als effizientestes OECD-Land ein. Laut dem ökonometrischen Modell des Index könnte Deutschland mit der hohen PISA-Platzierung Finnlands mithalten und dennoch durch eine Vergrößerung der Schulklassen und starke Kürzungen der Lehrergehälter Einsparungen erzielen.

Der Index hat ergeben, dass diese PISA-Ergebnisse selbst dann erzielt werden könnten, wenn Deutschland das Schüler-Lehrer-Verhältnis von 13,7 auf 26,5 erhöhen und somit fast verdoppeln würde. Alternativ dazu könnte Deutschland, wenn es denn effizienter wäre, die PISA-Ergebnisse Finnlands erreichen und dennoch die durchschnittlichen Lehrergehälter um 30 Prozent reduzieren – von derzeit 53.730 auf 37.660 USD.

WICHTIG: Der Bericht sieht davon ab, eine Empfehlung zur Reduzierung von Gehältern oder Klassengrößen in den einzelnen Ländern abzugeben. Es wird darauf verwiesen, dass es arbeitsmarktbedingte, kulturelle, wirtschaftliche oder politische Gründe haben könnte, weshalb diese maximale Effizienz nicht ohne negative Konsequenzen möglich ist. Die Verfasser haben die praktischen Auswirkungen solcher Veränderungen in den einzelnen Ländern nicht untersucht. Indem jedoch gezeigt wird, wie weit Länder hinter dem effizientesten Bildungssystem der OECD zurückfallen, bietet der Index einen aufschlussreichen Vergleichspunkt, den Regierungen zur Budgetzuteilung heranziehen können.

Der Bericht gruppiert die Länder nach ihrer Effizienz:
1.Eliteländer: Finnland, Japan und Südkorea schneiden sowohl in Sachen Effizienz als auch in Sachen Qualität sehr gut ab.

2.Effizient und effektiv: Australien, die Tschechische Republik, Neuseeland und Slowenien schneiden in Sachen Effizienz und PISA-Ergebnisse alle relativ gut ab.

3.Eher effektiv als effizient: Überhöhte Ausgaben (zu hohe Gehälter) oder aufgebläht (zu viele Lehrkräfte): Österreich, Belgien, Dänemark, Deutschland, Irland, Italien, Niederlande, Portugal, Spanien, Schweiz. Diese Länder schneiden in Sachen Qualität besser ab als in Sachen Effizienz. Dies könnte darauf zurückzuführen sein, dass die Systeme dieser Länder Ergebnisse erzielen, die nicht von der PISA-Studie erfasst werden. Oder auf die Tatsache, dass die Systeme dieser Länder über zu viele Ressourcen verfügen, welche die erforderliche Schwelle zum Erreichen hoher Bildungsergebnisse überschreiten.

4.Eher effizient als effektiv: Zu geringe Ausgaben oder zu schlechte Leistung: Frankreich, Ungarn, Island, Israel, Norwegen, Schweden, Vereinigtes Königreich und USA. Diese Länder sind eher effizient als effektiv. Dies könnte darauf zurückzuführen sein, dass sie nur eingeschränkt über Ressourcen verfügen, was sie davon abhält, die Qualität zu verbessern. Z. B. können geringe Lehrergehälter ein Hindernis darstellen, hochqualifizierte Lehrkräfte zu finden. Es könnte jedoch auch sein, dass dies an einem mangelhaften Bildungssystem liegt, falls ein Großteil der Ressourcen bereits aufgewendet wird – und dass eine Verbesserung der Bildungsergebnisse eher durch politische Änderungen als durch zusätzliche Ressourcen herbeigeführt werden könnte.

5. Ineffizient und ineffektiv: Brasilien, Chile, Griechenland, Indonesien und die Türkei Diese Systeme sind ineffizient und außerdem nicht in der Lage, für gute Schülerleistungen zu sorgen.

Der Bericht hat ergeben, dass Änderungen der Lehrergehälter und des Schüler-Lehrer-Verhältnisses die Effizienz verbessern können, da aus 63 verschiedenen Einflussfaktoren des Bildungssystems – von Lehrmaterial bis Infrastruktur – nur diese beiden Faktoren eine statistisch signifikante Auswirkung auf die PISA-Ergebnisse haben.

Dies bietet politischen Entscheidungsträgern einen wichtigen Einblick, da Regierungen im Gegensatz zu anderen Faktoren – wie der sozio-ökonomische Hintergrund eines Kindes, elterliche Unterstützung oder die Bestrebungen eines Kindes – am politischen Hebel sitzen, um sowohl Lehrergehälter als auch Klassengrößen zu verändern.

Der Bericht erkennt an, dass einige Länder, wie z. B. die Schweiz und Deutschland, die beide viel für ihre Bildungssysteme ausgeben und gute Ergebnisse erzielen, vielleicht lieber eine Politik verfolgen sollten, in denen die Effizienz des Bildungssystems nicht oberste Priorität hat. Beide Länder könnten zum Beispiel der Ansicht sein, dass PISA nicht alle Schülerleistungen erfasst, auf die ihre Systeme abzielen.

Gemeinsam geben die 30 OECD-Länder der Studie jährlich 2,2 Billionen Dollar für ihre Bildungssysteme aus, und der durchschnittliche Anteil am BIP, den diese Länder in Bildung investieren, nimmt seit Jahrzehnten zu. In einem Umfeld, in dem die staatlichen Bildungsbudgets vermutlich auch weiterhin unzureichend bleiben und die Gefahr besteht, dass die Budgets von anderen Bereichen mit höherer Ausgabenpriorität in Mitleidenschaft gezogen werden, gibt der Effizienzindex Aufschluss über die Effektivität der Ausgabenentscheidungen, die politische Entscheidungsträger derzeit treffen.

DIE WICHTIGSTEN ERGEBNISSE:

1. Das finnische Bildungssystem ist seit 15 Jahren das effizienteste der OECD. Zu weiteren leistungsstarken Ländern zählen Südkorea, Japan, Ungarn und die Tschechische Republik. Im Gegensatz dazu verzeichnen Mittelmeerländer wie Griechenland, Spanien, Portugal und Italien eine geringe Effizienz.

2. Selbst mit relativ großen Klassengrößen sind ausgezeichnete Ergebnisse möglich – trotz des Hauptaugenmerks auf einer Reduzierung der Klassengrößen in vielen westlichen Bildungssystemen. Finnland und Südkorea, die beiden Länder mit den effizientesten Bildungssystemen, erzielten gute Ergebnisse, haben relativ große Schulklassen – die dritt- und fünftgrößten Klassen der OECD-Länder – und zahlen ihren Lehrkräften Gehälter im gemäßigten Bereich.

3. Die USA liegen im unteren Drittel des Effizienzindex. Als größtes OECD-Land sind die Bildungsausgaben der USA fünfmal höher als die aller anderen Länder der Studie. Die Lehrergehälter sind ebenfalls sehr hoch.

4. Länder, die Lehrer sowohl unter- als auch überbezahlen, können ineffizient sein. Einige Länder, wie z. B. Indonesien und Brasilien, sind ineffizient, da die niedrigen Lehrergehälter es erschweren, hochqualifizierte Lehrkräfte zu finden und zu halten. Zusätzliche Ausgaben im gemäßigten Bereich würden zu erheblich besseren Bildungsergebnissen führen. Höhere Lehrergehälter, die bereits zu ausgezeichneten Ergebnissen führen, wie z. B. die der Schweiz und Deutschlands, führen nicht zwangsläufig zu besseren Leistungen und wirken sich daher negativ auf die Effizienz aus.

5.Im Allgemeinen erzielen die Länder mit einer hohen Effizienz auch hohe Schülerleistungen. Fünf der besten zehn Länder des Effizienzindex sind auch unter den besten zehn PISA-Ländern anzutreffen.

Chris Kirk, Chief Executive, GEMS Education Solutions:

„GEMS Education Solutions gab den Effizienzindex in Auftrag, um einen Beitrag zur Debatte um die Frage, welche Bestandteile der Bildungsausgaben den größten Einfluss auf die Schulleistungen der Kinder haben, zu leisten.
Er bietet dahingehend Einblicke, welche Bildungssysteme auf der Welt die besten Ergebnisse pro Pfund verzeichnen, und liefert somit eine datenbasierte Analyse, die zur politischen Entscheidungsfindung herangezogen werden kann. Der Index zeigt eindeutig, dass einige Länder ihre verfügbaren Ressourcen effizienter investieren als andere.“
„Dies erfolgt in einer Zeit, in der viele Länder mit eingeschränkten öffentlichen Haushalten zu kämpfen haben. Außerdem vermittelt der Index ärmeren Ländern die wichtige Botschaft, dass selbst mit begrenzten Mitteln eine erhebliche Verbesserung des Bildungsniveaus erzielt werden kann.“

Andrew Adonis, Bildungsminister der britischen Regierung von Tony Blair (2005 bis 2008)

„Der Effizienzindex von GEMS Education Solutions ist von unschätzbarem Wert. Es ist jedoch wichtig, ihn nicht als Allheilmittel für ein gutes, effizientes System zu erachten, denn ein solches gibt es nicht. Hochprofessionelle Lehrkräfte, die gut, aber nicht überbezahlt sind, sowie ein nicht zu kleines Schüler-Lehrer-Verhältnis sind jedoch gute Ausgangspunkte.“

Andreas Schleicher, Bildungsdirektor und Sonderbeauftragter für Bildungspolitik des Generalsekretärs der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in Paris, kommentierte:
„Dieser Bericht bietet einen erfrischenden Einblick in internationale Vergleichsdaten zur Untersuchung der Ausgabenpolitik derjenigen Länder, die mit den wenigsten Ressourcen die besten Ergebnisse erzielen. Er bricht das Schweigen um die Effizienz von Bildungsdienstleistungen.“
Obwohl die Ausgaben pro Schüler in Industrieländern in den letzten zehn Jahren um über 30 % gestiegen sind, bleiben die Lernergebnisse der meisten Länder unverändert niedrig. Diejenigen Länder, die Bildungsdienstleistungen als zu wichtig erachten, um sie an ihrer Effizienz zu messen, verwehren vielen Kindern eine bessere Bildung und ein besseres Leben.
Diskutieren Sie mit: @gemsedsolutions #edefficiencyindex www.edefficiencyindex.com

Die Verfasser des Effizienzindex:
Adam Still, Fachmann für Bildungsfinanzierung und -entwicklung bei GEMS Education Solutions; Professor Peter Dolton, Professor der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Sussex und Senior Research Fellow am Centre for Economic Performance, London School of Economics; und Dr. Oscar Marcenaro Gutiérrez, Lehrbeauftragter an der Universität Málaga.
GEMS Education Solutions bedankt sich für die Arbeit seines Beratungsgremiums, bestehend aus Lord Andrew Adonis, Andreas Schleicher und Russell Hobby.
Lord Andrew Adonis ist Reformer, Autor und Mitglied der Labour-Partei und bekleidete unter Tony Blair und Gordon Brown das Amt des Bildungs- und Verkehrsministers.
Andreas Schleicher ist Bildungsdirektor und Sonderbeauftragter für Bildungspolitik des Generalsekretärs der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in Paris.
Russell Hobby ist Generalsekretär des britischen Schulleiterverbandes.
Die Ergebnisse wurden anhand einer fortschrittlichen ökonometrischen Methodik ermittelt und beruhen auf länderübergreifend erfassten Daten der letzten 15 Jahre. Als Maßstab des System-Outputs dienten standardisierte PISA-Ergebnisse.
Laut UNESCO besuchen weltweit 1,3 Mrd. Kinder Grund- und weiterführende Schulen.
Die 63 Einflussfaktoren auf die untersuchten Bildungssysteme wurden von der OECD und der TIMMS-Studie (Trends in International Mathematics and Science Study) gemessen.

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Deutsches Kinderhilfswerk: Kooperationsverbot in der Bildungspolitik abschaffen

Deutsches Kinderhilfswerk: Kooperationsverbot in der Bildungspolitik abschaffen

Logo Deutsches Kinderhilfswerk e.V.

Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert Bundestag und Bundesrat auf, das Kooperationsverbot in der Bildungspolitik abzuschaffen. „Das Schulsystem in Deutschland hat die Aufgabe, alle Kinder und Jugendlichen entsprechend ihren Fähigkeiten optimal zu fördern. Dabei ist der Bildungserfolg unserer Kinder maßgeblich von einer guten Qualität der Schulen abhängig. Viele Bundesländer sind mit dieser Qualitätssicherung zunehmend überfordert. Die chronische Unterfinanzierung des Schulsystems hat zur Folge, dass in unseren Schulen an allen Ecken Lehrkräfte und Schulsozialarbeiter fehlen. Vielfach sind Schulen in einem derart problematischen baulichen Zustand, dass sie ein Fall für die Bauaufsicht sind. Es gibt inzwischen einen Investitionsbedarf, der die Finanzkraft fast aller Bundesländer bei Weitem übersteigt. Zudem haben wiederholte länderspezifische Bildungsreformen einen bildungspolitischen Flickenteppich hinterlassen. Sowohl Kinder und Jugendliche als auch Lehrkräfte scheitern an diesem Chaos der Unterschiede bei Wechseln zwischen den Bundesländern. Deshalb sollte endlich Schluss sein mit dem Kooperationsverbot zwischen Bund und Ländern in der Schulpolitik. Hier müssen Bundestag und Bundesrat handeln“, betont Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes, anlässlich der heutigen Debatte (03.04.2014) im Deutschen Bundestag zur Abschaffung des Kooperationsverbotes in der Bildungspolitik.

„Mit der Lockerung des Kooperationsverbotes in der Hochschulpolitik wurde der richtige Weg beschritten. Wir dürfen aber jetzt nicht stehenbleiben, sondern es ist an der Zeit, einen der größten bildungspolitischen Fehler unseres Landes endlich zu korrigieren. Wir brauchen mehr Investitionen in die Bildungsinfrastruktur, das können die Bundesländer nicht alleine stemmen. Das Kooperationsverbot abschaffen bedeutet natürlich nicht, die Bildung in Deutschland zu zentralisieren. Sie sollte aber als Gemeinschaftsaufgabe festgeschrieben und von Bund und Ländern gemeinsam finanziert werden. Nur so kann aus der Bundesrepublik Deutschland eine Bildungsrepublik Deutschland werden“, so Krüger weiter.

Bei den Bildungsausgaben liegt Deutschland rund ein Prozentpunkt unter dem OECD-Durchschnitt. Dass sich die Schülerinnen und Schüler trotzdem in der letzten Pisa-Studie verbessern konnten, zeigt deren hohe Leistungsbereitschaft. Dabei machen die beträchtlichen Leistungssteigerungen bei den Schülerinnen und Schülern aus sozioökonomisch schlechter gestellten Elternhäusern besonderen Grund zur Hoffnung. Ein Anlass zum Jubeln und Schulterklopfen ist das aber nicht, denn es gibt in Deutschland weiterhin eine zu starke Abhängigkeit zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg. An dieser Stelle braucht es verstärkte politische und finanzielle Anstrengungen, allen Kindern gleiche Chancen für eine erfolgreiche Bildungslaufbahn zu ermöglichen.

Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V., Interessenvertreter für ein kinderfreundliches Deutschland, wurde 1972 in München gegründet. Als Initiator und Förderer setzt sich der gemeinnützige Verein seit mehr als 40 Jahren für Kinderrechte, Beteiligung und die Überwindung von Kinderarmut in Deutschland ein.

Deutsches Kinderhilfswerk e.V.
Uwe Kamp
Leipziger Straße 116-118
10117 Berlin
030-308693-11
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Pressemitteilungen

Bewerbung für den ersten, mit 1 Millionen Dollar dotierten Lehrerpreis ab sofort möglich

London und Dubai, 17. März 2014 – Weltweit bester Lehrer gesucht: Ab heute, 17. März 2014 ist es möglich, Bewerbungen und Vorschläge für den weltweit ersten Lehrerpreis einzureichen. Dabei handelt es sich um einen von der Varkey GEMS Foundation mit einer Million US-Dollar dotierten Preis, der an einen außergewöhnlichen Lehrer oder außergewöhnliche Lehrerin vergeben werden soll, der oder die in seiner bzw. ihrer Berufssparte besonders gute Dienste geleistet hat. Die Bewerbungen müssen bis spätestens 31. August unter globalteacherprize.com eingereicht werden – nominieren können Schülern sowie Lehrer selber.

Sunny Varkey, Gründer der Varkey GEMS Foundation, gab im Rahmen des Global Education and Skills Forum in Dubai den Beginn des Auswahlverfahrens bekannt.

Dazu Sunny Varkey, Gründer der Varkey GEMS Foundation:
„Hiermit möchte ich auf die enormen Leistungen von Lehrern und Lehrerinnen aufmerksam machen und hervorheben, welch großen Einfluss Lehrer auf unser aller Leben haben. Es ist mir wichtig, dass Lehrer die Anerkennung erhalten, die sie verdienen, und dass der Beruf Lehrer in unserer Gesellschaft wieder zu einem der angesehensten Berufe wird.“

Bei diesem Preis geht es nicht alleinig um das Preisgeld. Es geht darum, Tausende von Anekdoten ans Licht zu bringen, in denen Lehrer und Lehrerinnen Mut bewiesen und als Inspiration gedient haben.

Wir möchten dabei Kinder auf der ganzen Welt – vom Land, aus Dörfern und Städten – dazu anregen, zu beschließen: ‚Diesen Preis möchte ich mal bekommen!‘ Zahlreiche Kinder geben an, dass sie Fernsehstar werden möchten, wenn sie groß sind. Ich möchte es schaffen, dass diese Kinder sich zum Ziel setzen, die weltweit besten Lehrer zu werden!“

Der Gewinner oder die Gewinnerin dieser Ausschreibung wird ein Lehrer oder eine Lehrerin sein, der/die im Rahmen der Ausbildung der eigenen Schüler außergewöhnliche Ergebnisse erzielt hat und sich mithilfe seines/ihres Engagements außerhalb des Klassenzimmers den Respekt der Gemeinschaft erarbeitet hat. Er/Sie dient anderen Lehrern als Vorbild und engagiert sich für wohltätige Zwecke oder ist an kulturellen Errungenschaften beteiligt. Auch muss der Gewinner oder die Gewinnerin dieser Ausschreibung andere Lehrer dazu ermutigt haben, den Lehrerberuf zu ergreifen. Er/Sie sollte sich maßgeblich an Diskussionen darüber beteiligt haben, wie man das Lehrniveau anheben kann. Zudem sollte er/sie Kindern mit verschiedenem sozialen Hintergrund den Zugang zu einer qualitativ hochwertigen Bildung ermöglicht haben und seine/ihre Schüler dazu ermutigt haben, als Weltbürger friedlich und gemeinschaftlich mit Schülern aus anderen Ländern und mit anderen Glaubensrichtungen zu lernen.

Dazu merkte Ex-Präsident Bill Clinton, Ehrenvorsitzender der Varkey GEMS Foundation, an:
„Wenn wir ein ausgezeichnetes Lern- und Lehrumfeld schaffen wollen, muss es den besten Menschen attraktiv genug erscheinen, den Lehrberuf zu ergreifen. Dazu müssen wir die Weiterentwicklung und Förderung der Fähigkeiten unserer Lehrer und Lehrerinnen unterstützen und ihnen den größten Respekt entgegenbringen.“

Die Auszeichnung kann an Lehrer und Lehrerinnen vergeben werden, die aktuell in ihrem Beruf tätig sind und dabei Kinder unterrichten, die noch schulpflichtig oder unter achtzehn Jahre alt sind. Auch Schuldirektoren, die an ihren Instituten als Lehrkraft arbeiten, ist eine Teilnahme möglich. Teilnehmen können die Lehrer und Lehrerinnen sämtlicher Schultypen in jedem Land der Welt. Dabei gelten die jeweiligen landes- und bundesweiten Gesetze. Bewerbungen müssen bis spätestens zum 31..August 2014 eingereicht werden. Der Gewinner/die Gewinnerin wird im nächsten Frühling im Rahmen des Global Education and Skills Forum 2015 in Dubai bekannt gegeben.

Ein Komitee wird über die Preisvergabe entscheiden. Im Oktober wird sich dieses Komitee beraten, um eine Vorauswahl zu treffen und zehn Finalisten und Finalistinnen zu bestimmen. Mitglieder des Preiskomitees sind: Sunny Varkey, Gründer der Varkey GEMS Foundation; Vikas Pota, Vorstandsvorsitzender der Varkey GEMS Foundation; Sir Michael Tomlinson, ehemaliger Oberinspektor für Schulen; Ann Mroz, Redakteurin für das Bildungsbeiheft der Times; und Karen Giles, Direktorin der Londoner Barham Primary School.

Im November 2014 wählt die Global Teacher Prize Academy aus den zehn Finalisten und Finalistinnen einen Gewinner oder eine Gewinnerin. Die Academy setzt sich zusammen aus Direktoren, Experten aus dem Bildungssektor, Kommentatoren, Journalisten, Beamten, Unternehmern, Unternehmensvorständen sowie Wissenschaftlern aus Großbritannien, den USA, Indonesien, China, Vietnam, Myanmar, Österreich, Pakistan, den Philippinen, den Niederlanden, Thailand, Kenia, Südafrika, Nigeria, Japan, Uganda, Singapur, Brasilien, Saudi Arabien, Indien und der Türkei.

Mitglieder der Academy sind bekannte Persönlichkeiten wie der preisgekrönte Schauspieler Kevin Spacey; Baronin Martha Lane Fox, Gründerin von Lastminute.com; die mit einem Grammy ausgezeichnete Jazzmusikerin und Sängerin Esperanza Spalding; der US-amerikanische Sozialaktivist und Pädagoge Geoffrey Canada; der nigerianische Unternehmer Jubril Adewale Tinubu, Geschäftsführer von Oando; Strive Masiyiwa, Gründer und Vorstandsvorsitzender von Econet Wireless in Südafrika; der britische Philosoph David Rodin; Hadeel Ibrahim,Vorstandsvorsitzender der Mo Ibrahim Foundation sowie Jiang Xueqin, Vizedirektor der Tsinghua International School in China.

Der Öffentlichkeit steht es offen, Lehrer zu nominieren. Auch ist es Lehrern und Lehrerinnen möglich, sich selbst mithilfe eines Online-Formulars unter globalteacherprize.com anzumelden. Im Rahmen der Nominierung eines Lehrers wird die Person, die ihn/sie nominiert, um eine kurze Erläuterung der Gründe gebeten. Anschließend erhält der/die Nominierte eine E-Mail, die ihn/sie darüber in Kenntnis setzt, dass er/sie für diese Auszeichnung nominiert wurde und dass er/sie eingeladen ist, am Auswahlprozess teilzunehmen. Eine Bewerbung ist in den folgenden Sprachen möglich: Englisch; ab Mai: Deutsch, Mandarin-Chinesisch, Arabisch, Französisch, Spanisch und Portugiesisch. Sie erhalten die aktuellsten Informationen online, indem Sie #TeacherPrize folgen unter: www.twitter.com/TeacherPrize und www.facebook.com/TeacherPrize

Die Bewerber und Bewerberinnen müssen Referenzen ihres/ihrer aktuellen Vorgesetzten sowie bis zu zwei zusätzliche Referenzen einreichen. Diese Referenzen dürfen Videos sein, die ihre Arbeit im Klassenzimmer und außerhalb illustrieren und dürfen von Schülern, Kollegen, Direktoren und anderen Mitgliedern der Gemeinschaft eingereicht werden.

Der Gewinner erhält das Preisgeld zu gleichen Teilen über die kommenden zehn Jahre ausbezahlt. Die Varkey GEMS Foundation steht dem Gewinner mit Finanzberatung zur Seite. Der Gewinner bzw. die Gewinnerin wird gebeten, sich als weltweiter Botschafter der Varkey GEMS Foundation zu engagieren, ohne dabei seine/ihre Arbeit als Lehrer oder Lehrerin zu vernachlässigen. Im Rahmen seines/ihres Engagements als Botschafter soll er/sie an öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen und die Öffentlichkeit dahingehend informieren, wie das Ansehen des Lehrberufs nachhaltig verbessert werden kann. Eine Bedingung, die an den Erhalt der Auszeichnung geknüpft ist, lautet, dass der Gewinner noch mindestens weitere fünf Jahre aktiv als Lehrer arbeiten muss.

Der Global Teacher Prize ist das Ergebnis eines langwährenden Engagements seitens der Varkey GEMS Foundation (VGF), um das Ansehen des Lehrberufs zu fördern. Im letzten November veröffentlichte die VGF den Global Teacher Status Index; ein erster Versuch, die Wahrnehmung und das Bild von Lehrern in 21 Ländern weltweit zu vergleichen. Laut diesem Index gibt es weltweit gravierende Unterschiede, was den Status von Lehrkräften betrifft.

In zwei Dritteln der Länder wurde Lehrkräften ein Status zugeordnet, der am ehesten dem eines Sozialarbeiters entspricht. Nur in China wurden Lehrkräfte auf dem gleichem Niveau gesehen wie Ärzte. Auch ergab die Studie, dass in zahlreichen Ländern – darunter Portugal, Japan, Brasilien, Deutschland, der Tschechischen Republik, Frankreich und Italien – ungefähr ein Drittel bis die Hälfte aller Eltern ihren Kindern unter keinen Umständen dazu raten würden, einen Lehrberuf zu ergreifen.

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Die Varkey GEMS Foundation ist der philanthropische Zweig von GEMS Education. Das Ziel der VGF lautet: Für jedes an einer GEMS-Schule unterrichtete Kind sollen 100 benachteiligte Kinder erreicht werden. Den Ehrenvorsitz der Stiftung hat Bill Clinton inne. www.varkeygemsfoundation.org

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Pressemitteilungen

Herkunft ist nur eine Ursache für ungleiche Bildungschancen

Individueller Bildungserfolg hängt vom Zusammenspiel aller Bildungskontexte ab | Fachbuch bietet neue Impulse zur aktuellen politischen Debatte

Herkunft ist nur eine Ursache für ungleiche Bildungschancen

Coverabbildung des neuen Fachbuchs Bildungskontexte von Springer VS | © Springer

Berlin | Heidelberg | Wiesbaden, 21.11.2013. Nahezu alle Parteien haben in ihren Programmen zur Bundestagswahl mehr Chancengleichheit in der Bildung gefordert. Da zahlreiche Studien belegen, dass neben der ethnischen besonders die soziale Herkunft der Schüler für die Leistungsunterschiede verantwortlich ist, soll eine stärkere finanzielle Förderung Abhilfe schaffen. Diese kann aber nur dann gelingen, wenn weitere, bisher oft vernachlässigte, strukturelle Voraussetzungen und Ursachen ungleicher Bildungschancen berücksichtigt werden. In ihrem neuen Fachbuch „Bildungskontexte“, das gerade bei Springer VS erschienen ist, zeigen die Herausgeber Rolf Becker und Alexander Schulze, dass neben den Familien und ihren Ressourcen die Bedingungen in den Schulen, die Struktur des Bildungssystems, die Wohngegend sowie die Lehrkräfte und das soziale Netzwerk der Schüler einen erheblichen Einfluss auf den individuellen Bildungserfolg haben.

Nach Ansicht der beiden Herausgeber ist die Analyse von Bildungskontexten für die Bildungsforschung besonders relevant: „Individuen werden in ihren Erwartungen, Bewertungen und Handlungen in Bezug auf Bildung – insbesondere in ihren Zielen, Erfolgen und Chancen – durch diese Kontexte geprägt“, so Becker und Schulze. Strukturelle Voraussetzungen und Ursachen ungleicher Bildungschancen seien also eine Kombination materieller, institutioneller und kultureller Umwelten oder Situationen. Die größten Kontexteffekte für die individuellen Chancen und Erfolge liegen demnach bei den Familien und im Bildungssystem. Die besondere Rolle der Schule im Bildungskontext beleuchten unter anderem die Autoren Kathrin Rachenbäumer, Christina Funke, Isabell van Ackern und Marten Clausen. In ihrem Beitrag beantworten sie die Frage, was Schulen in schwierigen Kontexten effektiv macht: ein optimales Zusammenspiel von Kontextmerkmalen und schulischen sowie unterrichtlichen Handlungsstrategien. So könnten auch Schulen in sozial kritischen Lagen ein hohes Leistungsniveau erreichen.

Die neuen Aspekte in der Bildungsforschung werden durch zahlreiche Beiträge verdeutlicht. Diese stellen sowohl theoretische Hintergründe und den aktuellen Forschungsstand als auch Methoden und Daten zur Analyse von Kontexteffekten vor. Zusätzlich werden die Ergebnisse eigens durchgeführter empirischer Studien zur Diskussion gestellt und mit den Argumenten der aktuellen Bildungsdebatte in Verbindung gesetzt.

Prof. Dr. Rolf Becker ist Direktor und Professor für Bildungssoziologie am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Bern. Dr. Alexander Schulze ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Soziologie der Universität Mainz.

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