Tag Archives: Branchenverband

Pressemitteilungen

E-FOOD 2025 – Drastisches Wachstum angesagt

Der Online-Lebensmittelmarkt wächst rasant auf 15 Mrd. € p.a. in 2025

Umfangreicher kostenloser Download

2016/17 wird es wohl soweit sein: Erstmalig wird vom gesamten Food-Umsatz in Deutschland weniger als die Hälfte zu Hause auf klassische Weise zubereitet und gegessen; über 50 Prozent werden au¬shäusig gegessen oder als (Teil-)Fertiggericht durch Lieferdienste nach Hause geliefert.

Das ist einer der entscheidenden Trends, auf die sich die Branche einstellen muss. Bio, regional und frisch, verbunden mit Convenience, sind andere Trends. Gerade der Convenience-Aspekt dürfte in Zukunft noch wesentlich an Bedeutung gewinnen, da es im Rahmen der Doppelverdiener- Haushalte interessant ist, weniger Zeit für das Einkaufen zu verwenden und gegebenenfalls auch weniger für das Kochen selbst. Man lässt sich liefern, entweder Produkte zugeschnitten auf den Kochwunsch oder aber Fertig- bzw. Halbfertiggerichte.

Wir erleben momentan im gesamten klassischen Handel eine Disruption durch E-Commerce. Genauso erleben wir aber auch eine Disruption im Food-Segment, momentan allerdings noch weniger durch den E-Commerce, aber die herkömmlichen Branchenstrukturen verlieren trotzdem allmählich an Bedeutung durch die Art und Weise, wie Essen produziert, vertrieben, verkauft und konsumiert wird. Das Thema Home Delivery, also die Lieferung nach Hause, wird immer wichtiger. Amazon, Google, Rocket Internet & Co. investieren Millionen um nicht zu sagen Milliarden in diese Dienste, in Food-Start-ups und auch schon bestehende Organisationen. 2014 waren das über 1 Milliarde US-Dollar, fast 300 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Geld geht in Serviceangebote, in Bestell- und Bezahldienste für Restaurants, in Lieferdienste usw. Die Digitalisierung jedweder Art hat damit auch die Food-Branche erreicht.
Aber nicht nur in Deutschland hat bisher der E-Commerce für Food, kurz: E-FOOD, relativ geringe Werte erreicht – in einem Land mehr, in anderen Ländern weniger, in Deutschland mit etwa 0,6 Prozent beson¬ders wenig. Aber in der Schweiz wie auch in Großbritannien und den USA liegen die Werte bereits wesentlich höher. Ich kann im Geschäft einkaufen, ich kann es mir nach Hause liefern lassen, ich kann bestellen und selbst abholen, ich kann aber auch außer Haus essen. Die Wege, satt zu werden, sind vielfältiger Natur.

Aber es gibt unzählige Bremsklötze auf dem Weg des E-Commerce für Food-Artikel:
– Relativ niedrige Margen erlauben keinen so hohen Investitionsaufwand in Lieferdienste,
Verpackung, Bereitstellung und/oder IT wie sonst im E-Commerce.
– Hohe Filialdichte ermöglicht auch einen schnellen Einkauf im stationären Geschäft; nahezu jeder Deutsche kann innerhalb von 15 Minuten zu Fuß oder mit dem Fahrrad einen Discounter erreichen und diese haben sich zum absoluten Nahversorger mit dem höchsten Anteil entwickelt.
– Kunden wollen die Ware fühlen, sehen und riechen, auch schmecken.
– Frische Artikel müssen prinzipiell sofort zugestellt werden.
– Online lohnt sich für Lieferanten wie auch Kunden aufgrund der Kostenstrukturen und des weniger dichten Vertriebsnetzes nur bei größeren Mengen.
– Kooperative, firmenübergreifende Lieferdienste des stationären Handels sind bisher nicht
entstanden bzw. haben noch keine besondere Bedeutung im Markt, so dass der einzelne Lieferant auf eigene Lieferdienste oder eben auf die großen generellen Logistiker wie DHL, Hermes etc. angewiesen ist.
– Es fehlen die zündenden Marketing-Ideen, den Konsumenten zum E-FOOD zu bewegen.
– Die momentan sich ausbreitenden Online-Lebensmittelhändler bieten zu wenig frische Produkte, die sind aber noch immer Mangelware in ihrem Angebot.
– Hauptanbieter sind vor allen Dingen Anbieter von verpackter Ware, die in der Regel nicht frische-orientiert daherkommt.
– Ein letzter Punkt ist nicht ganz unwichtig: Discounter bedrängen den stationären Food- Handel enorm – sie zwingen ihn laufend zu Innovationen; aber die Discounter sind bisher selbst nicht oder nur geringfügig im FOOD-Online-Geschäft tätig, da sie bekanntlich ja noch nie als große Innovatoren aufgetreten sind. Sollten Aldi, Lidl & Co. dieses Geschäft mit Großinvestitionen angehen, werden alle anderen stationären Händler gezwungen sein, mit ebenso großen Investitionen ad hoc und sofort nachzuziehen. Dann, vor allem dann, wird es höchst spannend im Markt!

So ist der Online-Einkauf von Lebensmittel noch immer eine Nische in Deutschland wie auch in vielen anderen Ländern, aber die Verbraucher haben durchaus schon klare Vorstellungen zu diesem Thema.

Wie groß das künftige Wachstum ausfallen und wer davon profitieren wird, ob nun Pizza- und Sushi-Buden mit entsprechenden Lieferdiensten oder der stationäre Lebensmittelhandel, das ist eine Wette auf die Zukunft. Aber immerhin 12,5 Millionen Deutsche haben laut dem Branchenverband BITKOM bereits Lebensmittel im Internet gekauft – das sind 28 Prozent aller Internetnutzer! Das ist sicherlich noch kein großer Marktdurchbruch, der ist erst dann gegeben, wenn diese Millionen auch regelmäßig Lebensmittel online bestellen und weitere dazu kommen.
Die UEC – Ulrich Eggert Consult + Research in Köln ist so nach umfassenden Recherchen zu dem Ergebnis gekommen, dass der Online-Food-Handel bis 2025 auf 15 Mrd. € wachsen wird, bis 2030 auf etwa 25 Mrd. €. – Weitere Details zu Analyse und Berechnung dieser Prognose bietet die kostenlose Kurzstudie E-FOOD 2025 auf www.ulricheggert.de/kostenlosestudien

Die Ulrich Eggert Consult + Research (früher: Consulting),Köln wurde zu Anfang 2007 von Ulrich Eggert in Köln nach über 32 jähriger Tätigkeit bei der ehem. BBE-Unternehmensberatung GmbH, Köln, davon mehr denn 13 Jahre als Geschäftsführer, gegründet. Ulrich Eggert setzt heute als freiberuflicher Unternehmensberater, Referent, Moderator und Organisator von Veranstaltungen sowie als Trend- und Zukunftsforscher und Autor von Studien und Fachbüchern seine erfolgreiche Tätigkeit für Handel/Handwerk, Industrie und Dienstleistung fort.
Seine Tätigkeitsfelder sind u. a.:
— Trend und Zukunftsforschung
— Markt- und Handelsforschung
— Strategie-Beratung, Portfolio-Entwicklungen
— Duedilligence
— moderierte Workshop-Beratungen
— Absatzplanungen, Machbarkeits-Studien.
Seine Arbeitsthemen umfassen die
— Entwicklungen in Konsum und Gesellschaft
— Zukunft von Handel und Distribution/Vertrieb
— Versand-/Distanzhandel, E-Commerce und Multi-Channel-Retailing
— Innovationen und Innovationsmanagement
— Neue Geschäftmodelle und Formate
— Neu Vertriebsstrategien
— Kooperation, Systembildung und Franchising
— Vertikalisierung und Direktvertrieb
— Marke und Markenpolitik
— Virtualisierung von Unternehmen.

Vorträge und Workshops/Veranstaltungen zu diesen Themen runden sein Leistungsprogramm ab. Bisher über 30 Veröffentlichungen in Form von Multi-Client-Studien und Büchern dazu, verzeichnet auf seiner Homepage, zeigen seine umfassende Erfahrung auf diesen Gebieten. In den Jahren 2008-15 erschienen bisher im Eigenvertrieb folgende Studien:
+ LUXUSVERTRIEB,
+ FUTURE DISCOUNT,
+ MAIL ORDER 2015,
+ HANDELS- UND VERTRIEBSINNOVATIONEN,
+ KONSUM(ENT) UND HANDEL,
+ DIE ZUKUNFT DER BAU- UND HEIMWERKERMÄRKTE,
+ DIE ZUKUNFT DER GEWERBLICHEN VERBUNDGRUPPEN,
+ HANDEL 2020 – WEGE IN DIE ZUKUNFT,
+ HANDEL UND MARKE
+ KOOPERATION IM VERTRIEB
+ VERTIKALISIERUNG IM VERTRIEB
+ MEGATRENDS 2020: HANDELSTRENDS
+ KOSTEN SENKEN MIT SYSTEM
+ NEUE HANDELSFORMATE – NEUE VERTRIEBSKONZEPTE
+ FOKUS HANDEL
+ B2B-VERTRIEBSTRENDS
+ MÖEBEL 2020: HANDEL & VERTRIEB
+ LUXUS: MÄRKTE & VERTRIEB
+ WACHSTUMSPAKET HANDEL: 3 Studien zu Wachstumsstrategien im Handel
+ MEGATRENDS HANDEL II – TRENDUPDATE 2025/30
+ 4.0 – DIE DIGITALE REVOLUTION
+ HANDEL & INTERNET
+ VERBUNDGRUPPEN & INTERNET
+ INDUSTRIE, LIEFERANTEN & INTERNET
+ GESCHÄFTSMODELLE & FORMATE IM B2C ONLINE-HANDEL
+ (QUALITATIVE) HANDELS- UND VERTRIEBSTRENDS – ALL ABOUT
DIGITALISIERUNG, INTERNET, E-COMMERCE & CO.
+ ZUKUNFT E-COMMERCE B2C – QUANTITATIVE ENTWICKLUNGEN 2020/25/30
+ 3-D-DRUCK – CHANCEN & ENTWICKLUNGEN
+ LANGFRISTIGER WANDEL IM HANDEL
+ MÖBEL & WOHNEN 2025/30
+ DIGITALES MARKETING (I)
sowie zum Bezug über den Buchhandel oder direkt beim Verlag das „KURSBUCH UNTERNEHMENSFÜHRUNG“, ISBN 978-3-8029-3422-3; „ZUKUNFT HANDEL“, ISBN 978-3-8029-3855-09 sowie „KOSTEN SENKEN!“, ISBN 978-3-8029-3847-4, alle im Walhalla-Fachverlag, Regensburg. Details zu allem unter www.ulricheggert.de. Hier finden sich auch viele aktuelle Projekte zum kostenlosen Download.

Firmenkontakt
Ulrich Eggert Consulting
Ulrich Eggert
An der Ronne 238
50859 Köln
02234 943937
mail@ulricheggert.de
www.ulricheggert.de

Pressekontakt
Ulrich Eggert Consulting
Ulrich Eggert
An der Ronne 238
50859 Köln
02234 943937
mail@ulricheggert.de
www.ulricheggert.de

Pressemitteilungen

ABAS Software AG unterstützt europäisches Automotive-Projekt

Mit dem Projekt „Auto-gration“ unterstützt die ABAS Software AG die Harmonisierung der IT-Systemlandschaft

Karlsruhe, 17.01.2012 – Die ABAS Software AG unterstützt das Projekt „Auto-gration“ der Europäischen Union. Ziel des Projekts ist es die vielfältige IT-Systemlandschaft zu harmonisieren und somit die Lieferkette für kleine und mittelständischen Unternehmen in der Automobil- und Zulieferindustrie in ganz Europa zu verbessern.

Integration von KMUs verbessern
Das Projekt der Europäischen Union wird von Branchenverbänden wie Odette International, CLEPA und CECRA vorangetrieben. Zunächst werden mit einer Ist-Analyse der Lieferketten bestehende Standards des elektronischen Datenverkehrs offengelegt. Darauf basierend wird eine Referenz-Architektur für den elektronischen Datenaustausch aufgebaut, um eine branchenweite Standardlösung anzubieten – basierend auf einem XML-Format. Darüber hinaus sollen Verknüpfungen zu den gebräuchlichen EDI-Formaten von u.a. VDA, Odette und EANCOM unterstützt werden.

Im Rahmen des „Auto-gration“ Projekts schließt sich ABAS mit Kunden zusammen, um Pilotprojekte durchzuführen. Ziel dieser Pilotprojekte ist die Optimierung der Referenz-Architektur von „Auto-gration“ unter realen Geschäftsbedingungen. Am 15. und 16. März 2012 findet in Stuttgart die „Auto-gration Conference“ statt. Dabei werden führende Automotive-Unternehmen ihre besten Pilotprojekte präsentieren.

abas-ERP für Automotive und Supply Chain Management
Die Geschäftsprozesse der Automobil-und Automobilzulieferindustrie stellen hohe Anforderungen an alle Beteiligten in der Zulieferkette. Dabei hat die Einhaltung von Lieferfristen in dieser Branche höchste Priorität. Dispositions- und Logistikabläufe werden dabei tagtäglich vor neue Herausforderungen gestellt. Darüber hinaus spielen Effizienz, Kalkulation, Kostenmanagement und Datentransparenz eine große Rolle im Wettbewerb.

Seit Jahren unterstützt die abas-Business-Software die anspruchsvollen Aufgaben ihrer Anwender in der Automobil- und Automobilzulieferindustrie. Alle wichtigen und standardisierten Prozesse sind klar und effizient dargestellt – zum Beispiel typische Anforderungen der Industrie wie die Verwaltung von Rahmenaufträgen, Lieferabrufen, Feinabrufen und das Controlling von Fortschrittszahlen, Lagermitteln und Mehrwegverpackungen sowie die Verwaltung von Chargen und Collinummern.

Die Online-Integration standardisierter EDI-Prozesse gemäß VDA, Odette, Edifact und ANSI X12 automatisiert Prozesse, minimiert den manuellen Aufwand und beseitigt Fehlerquellen. abas-ERP stellt sich diesen kritischen Anforderungen.

Produktlebenszyklen werden immer kürzer. Sich fortlaufend ändernde Logistik- oder Prozesskonzepte fordern ein hohes Maß an Flexibilität von einem ERP-System. Die abas-Business-Software stellt sicher, dass diese Anforderungen schnell und mit relativ wenig Aufwand umgesetzt werden.

Unternehmensprofil der ABAS Software AG
Die Kernkompetenz der ABAS Software AG ist die Entwicklung flexibler ERP- und eBusiness-Software für mittelständische Unternehmen mit 10 bis über 1.000 Mitarbeitern. Mehr als 2.500 Kunden entschieden sich für ABAS als IT-Spezialist und für die integrierte abas-Business-Software. Aus dem 1980 gegründeten Unternehmen ABAS ist eine internationale Unternehmensgruppe geworden. Bei der ABAS Software AG in Karlsruhe sind 120 Mitarbeiter beschäftigt, im Verbund der rund 50 abas-Partner weltweit sind ca. 600 Mitarbeiter tätig. Die abas-Software-Partner betreuen die Kunden vor Ort und bieten Service von der Implementierung über die Hardware- und Netzwerkbetreuung bis hin zu Customizing und Hotline und sorgen für kurze Reaktionszeiten und hohe Servicequalität. ABAS ist international durch Partner in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Türkei, der Tschechischen Republik, Slowakische Republik, Polen, Ukraine, den Niederlanden, Frankreich, Italien, Spanien, Iran, Indonesien, Indien, Sri Lanka, Malaysia, Singapur, Thailand, China, Hongkong, Australien, Brasilien, Kanada und in den USA vertreten. Das Partnernetzwerk wird stetig erweitert.

Produktprofil der abas-Business-Software
Unter der Dachmarke abas-Business-Software werden die Produkte abas-ERP für die Fertigung, abas-Handel für Handels- und Dienstleistungsunternehmen und die eBusiness-Lösung abas-eB zusammengefasst. Die Mittelstandslösung abas-Business-Software (ERP, PPS, WWS, eBusiness) ist flexibel, anpassungsfähig und zukunftssicher. Der klare Aufbau des Systems und ausgeklügelte Einführungsstrategien ermöglichen kurze Einführungszeiten und eine reibungslose Integration in die Firmenstruktur. Mit geringem Aufwand lassen sich spezifische Anforderungen integrieren. Neue Funktionen und Technologien fließen mit jedem Upgrade in den Software-Standard mit ein, abas-Anwender bleiben so stets auf dem neuesten Stand. Derzeit wird die abas-Business-Software in 28 Sprachen angeboten. Bereits seit 1995 unterstützt ABAS das Open-Source-Betriebssystem Linux serverseitig. Auch im Front-End-Bereich wird die flexible betriebswirtschaftliche Standard-Software unter Linux angeboten. Wie bei den Servern zeichnet sich Linux auch bei den Clients durch ausgezeichnete Performance und Stabilität sowie durch niedrige Kosten aus.

Die Komplettlösung abas-Business-Software deckt alle Unternehmensbereiche
ab. Das Leistungsspektrum umfasst: Einkauf, Verkauf, CRM, Fertigung / PPS,
Serviceabwicklung, Disposition, Kalkulation, Materialwirtschaft / WWS, Materialbewertung, Kostenrechnung, Finanzbuchhaltung, Anlagenbuchhaltung, Konzernrechnungslegung, Controlling, BI-Integration, eBusiness, Portal-Technologie, EDI, DMS-Integration, Mobile Anwendungen.

ABAS Software AG
Christoph Harzer
Südendstr. 42
76135 Karlsruhe
presse@abas.de
+49 721/9 67 23-0
http://www.abas.de/de/presse/presse.htm

Pressemitteilungen

BHSB fordert: Beschäftigungsmodelle endlich gesetzlich regeln

Haushaltshilfen weit verbreitet – aber Bezahlung fast immer schwarz und illegal

Tausende Familien in Deutschland sind auf Pflege- und Betreuungskräfte angewiesen. Dass diese Kräfte nicht aus dem Hochlohnland Deutschland kommen können, versteht sich fast von selbst. Der Bundesverband der Vermittlungsagenturen für Haushaltshilfen und Seniorenbetreuung in der 24 Stunden Betreuung http://www.bhsb.de ist der größte europäische Branchenverband. Er kämpft seit Jahren gegen die unmenschliche Rechtsunsicherheit im Bereich der Seniorenbetreuung, die sowohl die Betreuerinnen als auch die vom Betreuungsbedarf betroffenen Familien enorm belastet und in die Illegalität drängt. Einer der engagiertesten Sprecher des BHSB ist Werner Tigges, erster Vorsitzender des Verbandes. Seine Aussage trifft den Kern: „Die Betreuung und Pflege der eigenen Angehörigen darf nicht kriminalisiert werden.“

Betroffen von der mangelnden bedarfsorienterten gesetzlichen Regelung sind beide Seiten. Sowohl die Familien, die dringend kurzfristig machbare und bezahlbare Lösungen suchen, als auch die Betreuungskräfte, die einen abgesicherten und versicherten Arbeitsplatz verdienen, der wesentlich zur Ernährung ihrer eigenen Familien beiträgt. Tigges: „beide Seiten leiden unter der Untätigkeit der Politik, die seit Jahren wegsieht.“ Wie eine legale Beschäftigung dieser fleißigen und unersetzlichen Kräfte aussehen soll, das weiß die zuständige Sozial- und Familienministerin noch immer nicht. Die von den Behörden bevorzugte Lösung der Beschäftigung über das speziell eigerichtete Arbeitsgenehmigungsverfahren der ZAV wurde in den letzten Jahren von gerade einmal ca. 2000 Familien in ganz Deutschland genutzt – bei einer auf weit über 100.000 geschätzten Zahl osteuropäischer Kräfte gerade mal ein Tropfen auf den heißen Stein.

Dabei fällt das Verfahren mit dem langen bürokratischen Vorlauf jetzt ab Mai für Arbeitnehmer aus den „alten“ EU-Beitrittsstaaten weg. Sie können also direkt bei den Familien eingestellt werden. Also alle Probleme gelöst? „Ich wäre froh, aber ich glaube nicht recht daran.“ sagt Gero Gericke, stv. BHSB-Vorsitzender, der seit drei Jahren für viele Familien den größten Teil der Bürokratie übernimmt. „Das Problem ist der Arbeitgeberstatus an sich: Wenn der oder die nahe Angehörige nach einer Operation in wenigen Tagen aus dem Krankenhaus entlassen wird und eine Betreuung organisiert werden muss, sind die meisten überfordert, sich plötzlich unter Druck mit Fragen wie Arbeitnehmerabgaben und Lohnabrechnung zu befassen.“
Die derzeitigen Beschäftigungsmodelle für Haushaltshilfen und Betreuungskräfte in der Übersicht:

1.) Endsendemodell:
Vorteile:
rechtlich relativ sicher / Risiko liegt beim Arbeitgeber im Herkunftsland / Arbeitsvertrag im Heimatland und daher sehr komfortable Lösung für die Betreuungskraft und Familie, die nur an eine Stelle zahlt und nur einen Vertragspartner hat / Urlaubsanspruch, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und Rentenversicherung der Pflegekraft gegenüber Arbeitgeber im Herkunftsland

Nachteile:
Im Verhältnis zu den Gesamtkosten geringste Netto-Auszahlung für Kraft

2.) Gewerbemodell:
Vorteile:
Günstigste Gesamtkosten für Familie bei in Abhängigkeit von der Versicherung meist höchstem Netto-Verdienst für die Kraft;

Nachteile:
hohes Rechtsrisiko wegen Scheinselbstständigkeit / Kosten und Risiken tragen die Betreuungskraft und die Familie / die Familie wird Arbeitgeber im Falle einer festgestellten Scheinselbstständigkeit / Für echte Selbstständigkeit muss die Kraft mehrere Auftraggeber haben und eigenständig auf dem Markt auftreten / Sozialversicherungsrechtliche Unterschiede polnisches / deutsches Gewerbe.

3.) Arbeitgebermodell (auch nach Mai 2011):
Vorteil:
rechtlich sicher, bei bekannten Kräften und voraussichtlich längerfristiger Zusammenarbeit sozialversicherungsrechtlich klar

Nachteile:
Preislich vergleichbar mit dem Entsendemodell, aber hoher bürokratischer Aufwand für die Familien / Zusatzkosten durch Arbeitgeberpflichten / Risiko liegt bei der Familie inkl. aller Arbeitgeberrisiken / ggf. das Problem der Versteuerung und Sozialversicherung geldwerter Leistung (Kost und Logis – für viele Familien dann unbezahlbar) / Urlaubsanspruch / Lohnfortzahlung im Krankheitsfall

Das sind sehr viele Nachteile, für die es immer noch keine klaren Lösungen gibt. Eines ist jedoch sicher, die Politik muss endlich handeln! Vor allem brauchen wir eine unbürokratische, legale und bezahlbare Lösung!
Wem das Schicksal unserer Alten, Kranken und Pflegebedürftigen ein Anliegen ist, der sollte ein Zeichen setzen. Setzen Sie bitte Ihre Unterschrift auf unser Pflegemanifest unter http://www.weti.de/presse/infos/pflege-manifest.html
Pressekontakt:
Werner Tigges
info@bhsb.de
http://www.bhsb.de/
Telefon: 05251-8781102

Der Bundesverband der Vermittlungsagenturen für Haushaltshilfen und Seniorenbetreuung in der 24 Stunden Betreuung (BHSB) ist der größte europäische Branchenverband.
Neben der Organisation von Branchentreffen aller Art und organisierten Betreuertreffen ist vor allem das ständige Engagement für Transparenz, Professionalität und Einhaltung der hohen Qualitätsstandards die tägliche Arbeit des Bundesverbands.
BHSB
Werner Tigges
Heskemerstr. 35
35085 Ebsdorfergrund
+49 (5251) 8781102

http://www.bhsb.de
info@bhsb.de

Pressekontakt:
Der Werbetherapeut
Alois Gmeiner
Rembrandtstraße 23/5
1020 Wien
werbetherapeut@chello.at
0043/133 20 234
http://www.werbetherapeut.com