Tag Archives: Brandgefahr

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Gut geschützt vor Rauch und Gas

Rauchwarn- und CO-Melder können im Ernstfall Leben retten

Die meisten Opfer von Bränden ersticken – vor allem im Schlaf – aufgrund der gefährlichen Rauchgasentwicklung. Dieses Risiko minimieren Rauchwarnmelder, die mittlerweile bundesweit in Neubauten für Schlaf- und Kinderzimmer sowie Flure vorgeschrieben sind. „Für einen lückenlosen Schutz empfehlen wir, jeden Raum mit einem Rauchwarnmelder auszustatten, denn Feuer kann grundsätzlich überall ausbrechen“, erklärt Stefan Holitschka von der Initiative ELEKTRO+. Besonders wichtig ist der Rauchwarnmelder in der Küche, da Brände hier sehr leicht und oft entstehen. Empfehlenswert sind Modelle mit Zwei-Kammer-Mess-System, denn sie können zwischen Wasserdampf aus dem Kochtopf und gefährlichem Rauch unterscheiden. Ein Fehlalarm ist dadurch nahezu ausgeschlossen. Die Bi-Sensor-Technologie schlägt auch bei auffälliger Hitzeentwicklung Alarm, bevor eine Flamme sichtbar wird, zum Beispiel bei Schwel- und Flüssigkeitsbränden. Für ein Plus an Sicherheit können die Geräte außerdem per Funk miteinander vernetzt werden: Schlägt ein Rauchwarnmelder Alarm, geben alle anderen Geräte ebenfalls ein Signalton ab.

Produktqualität und regelmäßige Kontrolle sind entscheidend
Für optimalen Schutz sollte die Einsatz- und Funktionsbereitschaft je nach Herstellerangabe – mindestens aber einmal im Jahr – durch das Drücken der Prüftaste am Rauchwarnmelder überprüft werden. Gibt das Gerät nach einigen Sekunden einen Signalton ab, ist es funktionstüchtig. Ertönt kein Signalton, müssen die Batterien gewechselt oder der komplette Melder ausgetauscht werden. Eine Austauschpflicht besteht spätestens nach zehn Jahren, da auch die kleinen Lebensretter technischer Alterung unterliegen und die Rauchkammern mit den Jahren verschmutzen. „Beim Neukauf empfehlen wir von Anfang an auf geprüfte Qualität zu setzen“, erklärt Stefan Holitschka. Ständigen Kontrollen unterliegen Rauchwarnmelder mit einem VdS-Prüfzeichen. Auch das unabhängige Zeichen „Q“ weist hochwertige Geräte aus. Um das Kennzeichen zu erhalten, werden die Rauchmelder auf ihre Langlebigkeit, die Anzahl der Fehlalarme und ihr Stabilität geprüft. Die Lebensdauer der Geräte und der fest eingebauten Batterien muss zehn Jahre betragen. „Solche Qualitätsmerkmale sind für Verbraucher eine wichtige Orientierungshilfe. Wer sich bei der Auswahl von Rauchwarnmelder unsicher ist, kann der kompetenten Beratung des Elektrofachmanns vertrauen“, rät der ELEKTRO+-Experte. Einen Fachbetrieb in der Nähe finden Interessierte unter https://www.elektro-plus.com/fachbetriebssuche.

CO-Melder schützen vor unsichtbarer Gefahr
Noch tückischer als Rauch ist das giftige Kohlenstoffmonoxid (CO): Da es farb-, geruch- und geschmacklos ist, wird das Gas in der Regel nicht gleich bemerkt. Eine Vergiftung kann jedoch sehr schnell tödlich sein. Um dies zu verhindern, ist die Installation eines Kohlenstoffmonoxidmelders, auch CO-Melder genannt, empfehlenswert. Denn auch wenn Heizungen, Kamine oder sonstige Feuerstätten regelmäßig gewartet werden, kann die Gefahr eines Defektes und damit eines erhöhten Kohlenstoffmonoxid- Ausstoßes nicht ganz beseitigt werden. Der CO-Melder überwacht über elektrochemische Sensoren durchgehend den Kohlenstoffmonoxidgehalt in der Raumluft und gibt sowohl einen lauten Alarmton als auch ein optisches Signal ab, sobald die CO-Konzentration einen bestimmten Schwellenwert überschreitet.
Übrigens: Häufig verwechselt mit dem CO-Melder wird der Raumluftsensor bzw. CO2-Sensor. Dieser misst den Kohlenstoffdioxidgehalt in der Raumluft und zeigt an, ob er über oder unter dem eingestellten Grenzwert liegt. Kohlenstoffdioxid ist ein guter Indikator für die Luftqualität – ein hoher CO2-Wert ist ein Beleg für verbrauchte Raumluft. Wird der Grenzwert überschritten, kann eine entsprechende Funktion automatisch angesteuert werden, beispielsweise Fenster öffnen oder Lüfter einschalten.

Weitere Informationen und eine Broschüre zum Thema Rauchwarnmelder stehen kosten-los auf der Website der Initiative bereit: www.elektro-plus.com

Die Standards der Elektroausstattung in Wohngebäuden zu verbessern und Bauherren, Modernisierer und Architekten herstellerübergreifend über die Vorteile einer zukunftssicheren Elektroinstallation aufzuklären, ist zentrales Anliegen der Initiative ELEKTRO+ ( www.elektro-plus.com). Die Initiative vereint die Fachkompetenz führender Markenhersteller und Verbände der Elektrobranche.

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Abflammgeräte: Unkraut vernichtet – Hecke in Brand

R+V-Infocenter: Trockene Pflanzen können Feuer fangen

Wiesbaden, 24. Juli 2019. Schnell, effektiv und rückenschonend: Immer mehr Gartenbesitzer nutzen Abflammgeräte, um das Unkraut auf Terrassen oder Wegen zu vernichten. Von den Unkrautbrennern geht jedoch eine hohe Brandgefahr aus, warnt das R+V-Infocenter. Insbesondere Hecken fangen schnell Feuer, wenn die Geräte zu nah an trockene Gräser und Äste kommen.

Außen grün – innen staubtrocken
Viele Unkrautbrenner arbeiten mit einer offenen Gasflamme, die um 1.000 Grad Celsius heiß wird. Deshalb dürfen sie auch nur auf festen Untergründen zum Einsatz kommen – etwa auf Pflaster oder Asphalt. Das Gefährliche: Viele Nutzer unterschätzen die Strahlungswärme und den Funkenflug. „Trockene Pflanzen, Gartenabfälle und Schuppen aus Holz können selbst in einigen Metern Entfernung noch blitzschnell Feuer fangen“, sagt Torge Brüning, Brandschutzingenieur bei der R+V Versicherung. Besondere Vorsicht ist in der Nähe von Sträuchern und Hecken geboten. „Oft sind sie außen grün, innen jedoch staubtrocken. Brennt dann ein kleines Ästchen, breitet sich das Feuer rasend schnell aus.“ Manche Heckenpflanzen enthalten zudem ätherische Öle, die die Brandgefahr noch verstärken.

Erhöhte Brandgefahr bei Wind
Starker Wind kann dies zusätzlich begünstigen. „Wer bei windigem Wetter mit dem Unkrautbrenner arbeitet, handelt unter Umständen grob fahrlässig“, erklärt R+V-Experte Brüning. Denn die Gefahr durch den Funkenflug steigt, und der Wind facht das Feuer zusätzlich an. Brennt die Hecke lichterloh, kann oftmals nur noch die Feuerwehr verhindern, dass die Flammen auf Schuppen, Carports oder Wohnhäuser überspringen.

Weitere Tipps des R+V-Infocenters:
– Die Bodendecke auf Wiesen, Feldrainen, Hochrainen oder ungenutzten Grundflächen abzubrennen, ist verboten.
– Vor Arbeitsbeginn sollten Nutzer die Unkrautflächen von allem Brennbarem befreien, etwa von trockenem Laub und Ästen.
– Ein Eimer mit Löschwasser oder ein bereitliegender Gartenschlauch kann im Notfall hilfreich sein.
– Elektrische Unkraut- oder Infrarotbrenner sind etwas sicherer als gasbetriebene Geräte, da sie nicht mit einer offenen Flamme arbeiten.
– Um Verbrennungen zu vermeiden, sollten die Hobbygärtner geschlossene, feste Schuhe und eine lange Hose tragen.

Das R+V-Infocenter wurde 1989 als Initiative der R+V Versicherung in Wiesbaden gegründet. Es informiert regelmäßig über Service- und Verbraucherthemen. Das thematische Spektrum ist breit: Sicherheit im Haus, im Straßenverkehr und auf Reisen, Schutz vor Unfällen und Betrug, Recht im Alltag und Gesundheitsvorsorge. Dazu nutzt das R+V-Infocenter das vielfältige Know-how der R+V-Fachleute und wertet Statistiken und Trends aus. Zusätzlich führt das R+V-Infocenter eigene Untersuchungen durch: Die repräsentative Langzeitstudie über die „Ängste der Deutschen“ ermittelt beispielsweise bereits seit 1992 jährlich, welche wirtschaftlichen, politischen und persönlichen Themen den Menschen am meisten Sorgen bereiten.

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Grillen: Brandrisiko kann mehrere Tage bestehen

Das IFS warnt vor Bränden durch Grillkohle und heiße Asche

In Gärten, auf Balkonen und selbst im Park brutzelt es. Fast alle Deutschen grillen gern, vier von zehn sogar im Winter, wie eine Statista-Umfrage im vergangenen Jahr ergab. Der Juli ist Hochsaison für Grillfreunde, und obwohl der Gasgrill aufholt, setzt ein Großteil überzeugt auf die Klassiker Holzkohle und Briketts.

„Leider werden die Temperaturen und Glühzeiten von vielen weit unterschätzt“, sagt Dr. Hans-Hermann Drews, Geschäftsführer des Institutes für Schadenverhütung und Schadenforschung (IFS). Und so endet manch kulinarischer Freizeitspaß mit einem Feuerwehreinsatz.

Ein häufiger Fehler ist die falsche Entsorgung der Kohlereste und Asche. In Versuchen hat das IFS bemerkenswert lange Glühzeiten ermittelt. Wie lange die Temperatur gefährlich hoch bleibt, hängt stark von den Gegebenheiten ab, etwa dem verwendeten Grill und der Menge der Grillkohle. „Wir empfehlen, von einer Brandgefahr von bis zu drei Tagen nach dem Entzünden der Grillkohle auszugehen“, sagt Drews.

Konkret bedeutet das, Kohlereste und Asche dürfen während dieser Zeit nicht in der Mülltonne oder einem anderen brennbaren Behälter entsorgt werden. Nach dem Grillen sollten die Überreste des Brennstoffs zum Abkühlen in einen feuerfesten Behälter mit Deckel gefüllt werden. Sie einfach im Grill zu lassen, hat bereits zu zahlreichen Bränden geführt. Wenn der Grill durch einen Windstoß umfällt oder glühende Partikel herausgetragen werden, sind hölzerne Terrassenböden, Gartenmöbel und gedämmte Fassaden in Gefahr.

In Parks und Wäldern ist das Grillen in der Regel nicht erlaubt. Die Großbrände der zurückliegenden Monate sollten jedem Grund genug sein, diese Verbote zu beachten. Ausnahme sind eigens dafür geschaffene Grillplätze. Auch hier gelten die oben genannten Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung der Asche.

Eine nordische Variante wird hierzulande immer beliebter: Das sogenannte Schwedenfeuer, bei dem ein aufrecht stehendes und an der Oberseite eingesägtes Stück Baumstamm angezündet wird, ist meist nur für eine gemütliche Atmosphäre gedacht, wird aber auch zum Grillen benutzt. „Die Glut in einem solchen Stamm wird über 1000 °C heiß“, sagt Drews. Das Schwedenfeuer darf darum nicht unbeaufsichtigt im Garten oder auf Grillplätzen stehengelassen werden. Die Überreste sollten großzügig abgelöscht werden oder wie Grillkohle in einem feuerfesten Behälter mehrere Tage abkühlen.

Das Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung e. V. wurde 1976 gegründet. Es geht zurück auf das Brandverhütungslabor, das 1884 von der Schleswig-Holsteinischen Landesbrandkasse ins Leben gerufen wurde. Heute hat der Verein mit Hauptsitz in Kiel bundesweit neun Standorte. Ein Team aus Naturwissenschaftlern und Ingenieuren untersucht im Schwerpunkt Brand- und Brandfolgeschäden, Leitungswasser- und Feuchteschäden. Die Erkenntnisse aus den Ursachenermittlungen dienen der allgemeinen Schadenverhütung und werden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Kontakt
IFS Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer e. V.
Ina Schmiedeberg
Preetzer Straße 75
24143 Kiel
0431 – 7 75 78 – 10
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Radeln mit Brandrisiko

Was Pedelecbesitzer über den Akku ihres Fahrrades wissen sollten

Jedes fünfte neu gekaufte Fahrrad ist mit einem Elektromotor ausgestattet – und darum mit einem Akku. Die Lithiumzellen der Akkupacks haben eine hohe Energiedichte und tragen grundsätzlich ein gewisses Brandrisiko in sich. Bei richtiger Handhabung handelt es sich dabei um ein überschaubares Alltagsrisiko. Allerdings gibt es Faktoren, durch die die Brandgefahr steigt:

Ist der Akku, zum Beispiel durch einen Sturz, mechanisch beschädigt, so kann es in einer Akkuzelle zum Defekt und in der Folge zur Brandentstehung kommen. Die gespeicherte Energie wird explosionsartig entladen. Durch die entstehende Hitze kann eine Kettenreaktion im Akkupack ausgelöst werden – die benachbarten Zellen werden „angesteckt“. Geht der Akku eines Elektrofahrrades thermisch durch, besteht erhebliche Brand- und Verletzungsgefahr. Sichtbar beschädigte Akkus sollten darum nicht benutzt und auf keinen Fall geladen werden.

Die meisten Akkubrände entstehen während der Ladephase. Das IFS empfiehlt, Lithium-Akkus darum nicht in der Nähe brennbarer Gegenstände zu laden und in einem Raum mit Rauchmelder. Bei Pedelec-Akkus darf zudem ausschließlich das vom Hersteller vorgesehene Ladegerät verwendet werden. Andernfalls kann es zu einer Überladung kommen, die zum Durchgehen des Akkus führen kann.

Empfindlich sind die Lithium-Akkus außerdem gegen Kälte und Tiefentladungen, die nicht nur die Leistungsfähigkeit und Lebensdauer des Akkus beeinträchtigen, sondern auch Defekte begünstigen. Wer das Elektrofahrrad samt Akku den ganzen Winter in der Garage hat stehen lassen, sollte darum die ersten Ladevorgänge genauer beobachten.

Seit einiger Zeit ist eine neue mögliche Fehlerquelle für die Akkus von Pedelecs auf dem Markt: Verschiedene Internethändler bieten Tuning-Bauteile an, mit denen die für Pedelecs vorgeschriebene Geschwindigkeitsbegrenzung von 25 km/h ausgehebelt wird. Das IFS rät davon ab, die vom Hersteller gelieferte Technik im Zusammenhang mit Lithium-Akkus zu verändern.

Das Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung e. V. wurde 1976 gegründet. Es geht zurück auf das Brandverhütungslabor, das 1884 von der Schleswig-Holsteinischen Landesbrandkasse ins Leben gerufen wurde. Heute hat der Verein mit Hauptsitz in Kiel bundesweit neun Standorte. Ein Team aus Naturwissenschaftlern und Ingenieuren untersucht im Schwerpunkt Brand- und Brandfolgeschäden, Leitungswasser- und Feuchteschäden. Die Erkenntnisse aus den Ursachenermittlungen dienen der allgemeinen Schadenverhütung und werden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

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ARAG Verbrauchertipps zum Thema Silvester – Teil 2

Böllerverbote/Vorsichtsmaßnahmen/Spielwaren/Kündigung/GEMA

Böllerverbote 2018/2019
In der Nähe von Krankenhäusern, Kinder- und Altenheimen sowie Reetdach- und Fachwerkhäusern ist das Abfeuern von Knallern, Böllern und Raketen grundsätzlich verboten. Dieses Verbot gilt auch für die nähere Umgebung von Kirchen – ein Verbot, das in den vergangenen Jahren wenig Beachtung fand. Daher haben einige Stadt- und Bezirksregierungen für bestimmte Plätze, Orte und Teile der Innenstädte Böllerverbote verhängt. ARAG Experten nennen einige Beispiele:
– Um den Kölner Dom wird auch in diesem Jahr mit Absperrgittern eine Zone eingerichtet, in der Feuerwerk verboten ist. Ein hohes Polizeiaufgebot, zahlreiche Kontrollpunkte und Videoüberwachung sollen die Einhaltung des Verbots sicherstellen.
– In Düsseldorf möchte die Stadt mit einem Böllerverbot in der Altstadt und auf dem Burgplatz das allgemeine Sicherheitsgefühl der Menschen erhöhen.
– In der Silvesternacht dürfen in Dortmund am Hauptbahnhof und dem zentralen Platz „Alter Markt“ keine Feuerwerkskörper gezündet werden.
– Potsdamer können das neue Jahr auf der Terrasse vor Schloss Sanssouci begrüßen – das Zünden von Feuerwerk ist aber tabu. Wegen der Brandgefahr für das UNESCO-Weltkulturerbe ist Pyrotechnik in den historischen Parks verboten.
– Viele Kommunen in Schleswig-Holstein haben Verbotszonen für Pyrotechnik festgelegt. Auf Sylt und Amrum umfassen diese Zonen die gesamte Insel. In Sankt Peter-Ording gilt wegen der vielen Reetdachhäuser ebenfalls ein absolutes Feuerwerksverbot.

Zuwiderhandlungen können empfindliche Geldbußen nach sich ziehen. ARAG Experten empfehlen daher allen, die in Stadtgebieten partout nicht auf das Silvesterfeuerwerk verzichten möchten, sich vorher zu informieren, ob an geplanter Stelle das Zünden ihrer Feuerwerkskörper gestattet ist.

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Der sichere Umgang mit Feuerwerkskörpern
Für einen unfallfreien Jahreswechsel sind bestimmte Vorsichtsmaßnahmen in puncto Böller & Co. unerlässlich. ARAG Experten raten dringend dazu, die Gebrauchsanweisung zur Abwechslung mal nicht nur genau zu lesen, sondern auch zu befolgen. Grundsätzlich sollten Feuerwerkskörper eine ausreichend lange Zündschnur haben und daraufhin überprüft werden, ob sie unbeschädigt sind. Ist z. B. bei einer Rakete der Führungsstab gebrochen oder angeknackst – Hände weg! Zum Starten sollte der Stab in eine Flasche oder beispielsweise ins Gras oder einen Schneehaufen gesteckt werden. Auch sollte man unbedingt darauf achten, wohin die Rakete geschossen wird. Setzt sie ein benachbartes Gebäude in Brand, muss der Verursacher bei fahrlässigem Verhalten nämlich unter Umständen für die Schäden aufkommen. Wer“s laut mag und auf den kostspieligen Krach nicht verzichten möchte: Nach dem Zünden schnell werfen und zwar nicht in Richtung Zuschauer. Hierbei weisen die ARAG Experten jedoch darauf hin, dass auch der Zuschauer bei einem Silvester-Feuerwerk gewisse Risiken eingeht, die er im Zweifelsfall selbst zu tragen hat.

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Silvestermüll – Jeder kehrt vor der eigenen Tür
Feuerwerksreste, leere Sektflaschen und Böllerverpackungen: Jedes Jahr nach Silvester sammelt sich allerhand Müll auf Straßen, Bürgersteigen und öffentlichen Plätzen. Die Stadtreinigung ist laut ARAG Experten nicht allein dafür verantwortlich, dass der Müll verschwindet – auch Anwohner und Grundstückbesitzer müssen zum Besen greifen. Wenn sie das nicht tun, kann das für sie teuer werden. Grundsätzlich gilt das Verursacherprinzip, sprich, wer den Dreck macht, der muss ihn auch wieder wegräumen. So steht es in fast allen örtlichen Straßenreinigungssatzungen. Da die Verantwortlichen nach der Silvesterknallerei aber kaum ausgemacht werden können, müssen Grundstücksbesitzer den Silvestermüll auf dem Bürgersteig vor ihrer eigenen Tür wegräumen, wenn das die kommunale Satzung so vorsieht. Auch wenn sie ihn nicht verursacht haben.

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Böller sind Spielwaren
Das Oberlandesgericht (OLG) Naumburg hat entschieden, dass Böller in einem Spielwarengeschäft verkauft werden dürfen. Wie erstinstanzlich bereits das Landgericht Magdeburg, sah auch das OLG die Silvesterfeuerwerkskörper als Spielwaren an. Spielzeug umfasse nicht nur Gegenstände, mit denen Kinder spielen. Auch Erwachsene und Tiere spielen. So spielen auch und gerade Erwachsene Kartenspiele (Poker, Skat etc.), mit elektrischen Modelleisenbahnen oder mit Computerspielen. Auch Feuerwerkskörper werden über Jahrzehnte hinweg sowohl von Kindern und Jugendlichen als auch von Erwachsenen geschätzt. Spielen bedeutet einzig und allein, sich zum Vergnügen, Zeitvertreib und allein aus Freude an der Sache selbst auf irgendeine Weise zu betätigen. Auch Feuerwerk dient allein dem Vergnügen des Betrachters, erläutern ARAG Experten die Entscheidung (OLG Naumburg, Az.: 9 U 192/10).

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Fristlose Kündigung wegen Böllern
Die Verletzung eines Arbeitskollegen durch einen explodierenden Feuerwerkskörper rechtfertigt die fristlose Kündigung des Arbeitsverhältnisses. In dem zugrunde liegenden Fall war der 41 Jahre alte Angestellte seit ca. 15 Jahren bei der Firma beschäftigt. Im August 2012 brachte er auf einer Baustelle einen „Böller“ in einem Dixi-Klo zur Explosion, während sich dort sein Arbeitskollege aufhielt. Dabei blieb unklar, ob dies aus Versehen oder absichtlich erfolgte.

Der betroffene Kollege des Angestellten zog sich aufgrund der Explosion Verbrennungen am Oberschenkel, im Genitalbereich und an der Leiste zu und war drei Wochen arbeitsunfähig. Die Firma kündigte das Arbeitsverhältnis des Klägers wegen dieses Vorfalls fristlos. Der Mann klagte gegen die Kündigung. Das Gericht entschied, dass unabhängig vom genauen Hergang ein tätlicher Angriff auf einen Arbeitskollegen vorliegt, bei dem mit erheblichen Verletzungen des Kollegen zu rechnen gewesen sei. Bereits darin liege ein wichtiger Grund zur fristlosen Kündigung des Arbeitsverhältnisses. Dass der nicht sachgerechte Umgang mit Feuerwerkskörpern zu schweren Verletzungen führen könne, ist allgemein bekannt. Das gelte erst recht, wenn wie hier so damit hantiert werde, dass dem Betroffenen keinerlei Reaktions- und Fluchtmöglichkeit offen bleibt, ergänzen ARAG Experten (ArbG Krefeld, Az.: 2 Ca 2010/12).

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GEMA-Gebühren für die Silvesterparty?
Wer öffentlich ein Musikstück abspielt, muss für diese Nutzung Gebühren an die GEMA (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte) zahlen, die diese Einnahmen dann an den Künstler bzw. Urheber des Liedes weiterleitet. Dabei spielt es keine Rolle, von welchem Medium das Lied abgespielt wird. Bei privaten Feiern muss der Gastgeber in der Regel keine GEMA-Gebühren zahlen.

Aber die ARAG Experten warnen: Je größer die Party, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass die GEMA sie als öffentlich einstuft. Nur wenn alle Gäste in einer persönlichen Beziehung zum Gastgeber stehen, gilt die Veranstaltung als privat. Wenn also keine wildfremden Party-Crasher am Silvesterabend auftauchen und die Feier mutwillig stören, darf der Gastgeber nach Lust und Laune seine Lieblingslieder abspielen. Die ARAG Experten weisen allerdings darauf hin, dass Sportvereine, die für ihre Mitglieder eine Silvesterparty ausrichten, streng genommen sehr wohl gebührenpflichtig sind. Denn hier sind mindestens zwei Personen zu Gast, die nicht miteinander verwandt oder befreundet sind. Und dann muss laut Urheberrechtsgesetz (§ 15 Absatz 3) für Musik gezahlt werden.

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Die ARAG ist das größte Familienunternehmen in der deutschen Assekuranz und versteht sich als vielseitiger Qualitätsversicherer. Neben ihrem Schwerpunkt im Rechtsschutzgeschäft bietet sie ihren Kunden in Deutschland auch attraktive, bedarfsorientierte Produkte und Services aus einer Hand in den Bereichen Komposit, Gesundheit und Vorsorge. Aktiv in insgesamt 17 Ländern – inklusive den USA und Kanada – nimmt die ARAG zudem über ihre internationalen Niederlassungen, Gesellschaften und Beteiligungen in vielen internationalen Märkten mit ihren Rechtsschutzversicherungen und Rechtsdienstleistungen eine führende Position ein. Mit mehr als 4.000 Mitarbeitern erwirtschaftet der Konzern ein Umsatz- und Beitragsvolumen von 1,6 Milliarden EUR.

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Erhöhte Brandgefahr: Entstehende Brände können mit Feuerlöschern bekämpft werden

Feuerlöscher nach dem Einsatz unbedingt neu auffüllen lassen

Erhöhte Brandgefahr: Entstehende Brände können mit Feuerlöschern bekämpft werden

Wer sich mit der Handhabung eines Feuerlöschers vertraut macht, ist im Ernstfall gut gerüstet

Aufgrund der anhaltenden Hitze besteht in ganz Deutschland eine erhöhte Brandgefahr. Hierbei handelt es sich nicht nur um Waldbrände, sondern auch um Feuer in der häuslichen Umgebung, die durch Funkenflug oder Leichtsinn entstehen können. Vor diesem Hintergrund weist der Bundesverband Brandschutz-Fachbetriebe e.V. (bvbf) darauf hin, dass sich Brände in ihrer Entstehungsphase fast immer mit einem Feuerlöscher erfolgreich bekämpfen lassen.

Einfache Handhabung

Die Handhabung eines Feuerlöschers ist denkbar einfach und in wenigen Minuten für jedermann umzusetzen. Im Brandfall kann daher jeder „erste Hilfe“ leisten, größere Sachschäden vermeiden und sogar Menschenleben retten. Wie in jeder Notsituation gilt auch bei einem Brand: Ruhe bewahren, denn hektisches Handeln verhindert überlegtes Reagieren.

Mit der Bedienungsanleitung vertraut machen

Auf jedem Feuerlöscher ist die Bedienungsanleitung in einfachen Worten und Bildern erklärt:

– Löschdüse gezielt auf den Brand richten.
– Sicherung entfernen, den Schlagknopf oder Betätigungsgriff drücken und mit dem
Löschstrahl das Feuer bekämpfen.

– Darauf achten, dass genügend Abstand zu den Flammen besteht.

– Währenddessen, idealerweise von einer anderen Person, über die Notrufnummer
112 die Feuerwehr verständigen.

So ist bereits Hilfe unterwegs, falls das Feuer doch nicht unter Kontrolle zu bringen ist. Außerdem kann die Feuerwehr die mögliche Ursache des Brandes klären und ein Wiederaufflammen des Brandherdes verhindern.

Feuerlöscher nach dem Einsatz unbedingt neu auffüllen lassen

Nach jedem Einsatz muss der Feuerlöscher unbedingt neu aufgefüllt werden – auch dann, wenn er nur teilweise entleert wurde. Die Kosten dafür übernimmt in der Regel die Feuer- oder die Hausratversicherung. Und die Wiederauffüllung übernehmen qualifizierte Brandschutz-Fachbetriebe, die man zum Beispiel im Internet unter www.bvbf-brandschutz.de findet. Diese bieten auch eine kompetente Beratung bei Neuanschaffungen von Rauchwarnmeldern und Feuerlöschern an. Außerdem führen sie die regelmäßige sachkundige Prüfung der Geräte durch, die mindestens alle zwei Jahre erfolgen sollte. Denn nur so ist gewährleistet, dass ein Feuerlöscher im Falle eines Falles auch wirklich voll funktionstüchtig ist.

Der Bundesverband Brandschutz-Fachbetriebe e.V. Ist der Fachverband von Brandschutz-Fachbetrieben, -Fachhändlern und -Dienstleistern in Deutschland. Unsere Mitgliedsunternehmen bieten das gesamte Spektrum der technischen Dienstleistungen im vorbeugenden und abwehrenden Brandschutz auf hohem Niveau. Eine wesentliche Aufgabe des bvbf ist die Förderung des Brandschutz-Gedankens in der Öffentlichkeit. Denn vorbeugender Brandschutz schützt das Leben und die Gesundheit von Menschen sowie den Bestand der Umwelt.

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Grillen – aber sicher!

Immer wieder kommt es beim Grillen zu schweren Verbrennungen. Insbesondere Kinder sind gefährdet, wenn Erwachsene gefährliche Fehler machen.

Grillen - aber sicher!

Brennspiritus als Grillanzünder zu verwenden, ist eine ausgesprochen gefährliche Idee. (Bild: IFS)

Grillen gehört zum Sommer, keine Frage. Ein paar Dinge müssen allerdings beachtet werden, damit aus dem leckeren Spaß kein gefährlicher Ernst wird. „Beim Anzünden der Grillkohle kommt es immer wieder zu folgenschweren Unfällen“, sagt Dr. Hans-Hermann Drews von Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung, und zwar wenn Brennspiritus, Benzin oder vergleichbare Flüssigkeiten verwendet werden.

Diese verdunsten, und dabei bildet sich ein brennbares Gas-Luftgemisch. Wird dieses durch die Flamme oder die glühende Kohle entzündet, entsteht eine Stichflamme, die mehrere Meter in die Höhe schießen kann.

Kinder werden bei Grillunfällen häufig besonders schwer verletzt und sollten beim Grillen nicht unbeaufsichtigt gelassen werden.

Ein Anzündwürfel ist allemal sicherer als Brennspiritus. „Und an Benzin zum Grillanzünden sollten Sie nicht einmal denken“, mahnt Drews. Ganz ohne Flamme bringt ein elektrischer Grillanzünder die Kohle zum Glühen. Der muss nach dem Einsatz lediglich für eine Weile auf einer nicht brennbaren Unterlage abkühlen.

Mit einem Elektrogrill spart man sich die Kohle – und obendrein die Entsorgung der Asche. Damit sind auch die Rauchgase vom Tisch, die insbesondere beim Grillanzünden entstehen und oft für „dicke Luft“ in der Nachbarschaft sorgen.

Wer auf dem Balkon oder der Terrasse eines Hauses mit Fassadendämmung aus Polystyrol grillt, sollte außerdem auf genügend Abstand achten, damit die Wärmedämmung nicht durch Hitze oder Flammen geschädigt werden oder gar in Brand geraten kann.

Tipps für eine sichere Grillsaison von den Schadenforschern des IFS:

1.Kinder über die Gefahren aufklären und nicht unbeaufsichtigt lassen!
2.Niemals Brennspiritus oder Benzin benutzten. LEBENSGEFAHR!
3.Feuerfesten Untergrund im Freien als Standort wählen und ein standsicheres Gerät verwenden.
4.Nur mit geeigneten Zündhilfen arbeiten, wie (elektrischen) Anzündern, Zündwürfeln, Pasten oder Grillstartern.
5.Beim Kauf vom Grill, Anzünder und Kohle auf sichere und geprüfte Qualität achten, die in der Regel durch DIN- oder GS-Zeichen dokumentiert wird.
6.Ausreichend Sicherheitsabstand von Feld, Wald und Flur sowie von brennbaren Stoffen einhalten. Und auf die Windrichtung achten, wegen des Funkenfluges.
7.Grillhandschuhe ohne Kunstfasern und lange Grillzangen benutzen.
8.Selbst bei schlechtem Wetter gehört ein Grill nicht unter den Sonnenschirm und schon gar nicht in einen geschlossenen Raum. Rauch ist giftig und lebensgefährlich.
9.Kohle und Briketts nach dem Grillen mit Wasser sorgfältig ablöschen oder drei Tage in einem feuerfesten Behälter auskühlen lassen. Asche ist nicht kompostierbar und gehört in den Restmüll.

Das Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung e. V. wurde 1976 gegründet. Es geht zurück auf das Brandverhütungslabor, das 1884 von der Schleswig-Holsteinischen Landesbrandkasse ins Leben gerufen wurde. Heute hat der Verein mit Hauptsitz in Kiel bundesweit neun Standorte. Ein Team aus Naturwissenschaftlern und Ingenieuren untersucht im Schwerpunkt Brand- und Brandfolgeschäden, Leitungswasser- und Feuchteschäden. Die Erkenntnisse aus den Ursachenermittlungen dienen der allgemeinen Schadenverhütung und werden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

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Wäschetrockner und Kühlgeräte verursachen die meisten Brände

Neue Brandursachenstatistik des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung

Wäschetrockner und Kühlgeräte verursachen die meisten Brände

Wäschetrockner, Kühlgeräte und Geschirrspüler können gefährlich sein. (Grafik: www.ifs-ev.org)

Etwa ein Drittel aller Brände in Gebäuden entsteht durch Elektrizität. Mit großem Abstand ist dies die häufigste Brandursache, wie die Statistiken des Institutes für Schadenverhütung und Schadenforschung (IFS) aus den Jahren 2012 bis 2017 zeigen. Die meisten Brände wurden in den vergangenen Jahren durch Wäschetrockner verursacht. Platz zwei belegen Kühl- und Gefriergeräte. Danach folgen Geschirrspüler und Waschmaschinen.

Die Nummer fünf der elektrotechnischen Brandverursacher sind Mehrfachsteckdosenleisten. Fernsehgeräte hingegen verschwinden langsam aus dem Ranking der Brandursachenermittler. „Sie standen bis vor ein paar Jahren noch ganz weit oben. Aber dabei handelte es sich überwiegend um Röhrenfernseher, und die gibt es mittlerweile in immer weniger Haushalten“, sagt Dr. Hans-Hermann Drews, Geschäftsführer des Institutes.

„Elektrogroßgeräte stehen in dieser Liste immer auf den ersten Plätzen“, so Drews. Bei der sogenannten „weißen Ware“ treffen, neben ihrer weiten Verbreitung, verschiedene Risiken zusammen: Die Geräte werden mit Netzspannung – in Deutschland also mit 230 Volt – betrieben und haben Heizeinrichtungen, im Betrieb gibt es Erschütterungen und im Geräteinneren ist Feuchtigkeit vorhanden. Diese Faktoren begünstigen die Entstehung von Kurzschlüssen und Kontaktfehlern.

Bei einem Kurzschluss mit Lichtbogenüberschlag treten Temperaturen von mehreren Tausend Grad Celsius auf. „Einen kleinen Lichtbogen sehen Sie manchmal, wenn Sie einen Stecker in die Steckdose stecken. Dann tritt er allerdings nur so kurz auf, dass die Materialien es problemlos aushalten“, erklärt Drews. Beim Lichtbogen durch einen Kurzschluss können hingegen brennbare Materialien entzündet werden. Bauteile oder Leitungsisolationen können zudem in Brand geraten, wenn es durch einen sogenannten „Wackelkontakt“ oder einen Fehler in den Steuerungs- und Regelungseinrichtungen von Geräten zu einer starken lokalen Erwärmung kommt.

Im Vorfeld gibt es meist keine Warnsignale, die man erkennen könnte. Elektrogeräte sollten darum nur dann betrieben werden, wenn im Brandfall jemand eingreifen kann – also nicht nachts und nicht, während niemand zu Hause ist. Bei Kleingeräten wie Kaffeemaschinen oder Wasserkochern rät das IFS, den Stecker zu ziehen, wenn sie nicht gebraucht werden.

Um Brände durch Steckdosenleisten zu verhindern, kann man eine Menge tun. Denn hier sind die Hauptgründe für Brandentstehungen die Überlastung durch den Anschluss von zu großen Verbrauchern und mechanische Schäden durch einen allzu groben Umgang.

Das Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung e. V. wurde 1976 gegründet. Es geht zurück auf das Brandverhütungslabor, das 1884 von der Schleswig-Holsteinischen Landesbrandkasse ins Leben gerufen wurde. Heute hat der Verein mit Hauptsitz in Kiel bundesweit neun Standorte. Ein Team aus Naturwissenschaftlern und Ingenieuren untersucht im Schwerpunkt Brand- und Brandfolgeschäden, Leitungswasser- und Feuchteschäden. Die Erkenntnisse aus den Ursachenermittlungen dienen der allgemeinen Schadenverhütung und werden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Kontakt
IFS Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer e. V.
Ina Schmiedeberg
Preetzer Straße 75
24143 Kiel
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E-Bikes: Vorsicht beim Start in die Saison

Worauf Besitzer von Elektrofahrrädern im Frühjahr achten sollten

E-Bikes: Vorsicht beim Start in die Saison

Der Akku eines Elektrofahrrades geht thermisch durch. (Bild: www.ifs-ev.org)

Rund 3,5 Millionen Elektrofahrräder sind hierzulande bereits unterwegs, und ihre Anzahl steigt weiter. Die Energie für den Motor liefern bei diesen Rädern Lithium-Akkus. Sie sind wahre Kraftpakete – und echte Sensibelchen, die bei falscher Handhabung schon mal in die Luft gehen. Bei der Energiedichte dieser Speicher ist das brandgefährlich.

„Wo Mobilität und hoher Energiebedarf zusammenkommen, sind Lithium-Akkus heute Stand der Technik. Allerdings sind sie anfällig für technische Defekte“, sagt Dr. Hans-Hermann Drews, Geschäftsführer des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung. Die Stärke des Akkutyps – viel Energie auf wenig Raum – ist zugleich seine Schwachstelle. Mechanische Beschädigungen, niedrige Temperaturen oder Tiefentladungen können zu einem Defekt führen. Besonders der Ladevorgang ist dann kritisch. Der Akku kann thermisch durchgehen, das bedeutet, die gespeicherte Energie entlädt sich explosionsartig. Auf diese Weise sind schon sehr viele Brände entstanden; Menschen wurden zum Teil schwer verletzt.

Den Start in die Saison sollten Elektroradler vorsichtig angehen lassen. Denn gewöhnlich hat das Rad samt Akku den ganzen Winter in der Garage verbracht, war dabei Kälte ausgesetzt und wurde über Monate nicht geladen. „Vor und beim ersten Laden sollten Sie darum etwas genauer hinsehen“, empfiehlt Drews.

Generell sollten Lithium-Akkus auf einer nicht brennbaren Unterlage geladen werden, da in dieser Phase die meisten Brände entstehen. Ein Rauchmelder in der Nähe hilft, ein eventuell entstehendes Feuer zu entdecken. Laden Sie die Akkus Ihres E-Bikes nur mit dem vom Hersteller empfohlenen Ladegerät. Mit einem ungeeigneten Ladegerät kann es zur Überladung kommen, und auch darauf reagieren Lithium-Akkus explosiv.

Was passiert, wenn Lithium-Akkus thermisch durchgehen, und was man tun kann, um es zu verhindern, zeigt das IFS in einem Videobeitrag:
Video

Das Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung e. V. wurde 1976 gegründet. Es geht zurück auf das Brandverhütungslabor, das 1884 von der Schleswig-Holsteinischen Landesbrandkasse ins Leben gerufen wurde. Heute hat der Verein mit Hauptsitz in Kiel bundesweit neun Standorte. Ein Team aus Naturwissenschaftlern und Ingenieuren untersucht im Schwerpunkt Brand- und Brandfolgeschäden, Leitungswasser- und Feuchteschäden. Die Erkenntnisse aus den Ursachenermittlungen dienen der allgemeinen Schadenverhütung und werden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

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Pressemitteilungen

Jeder fünfte Brand in Wohnhäusern entsteht auf dem Küchenherd

Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung warnt: „Dieses Alltagsrisiko wird unterschätzt“

Jeder fünfte Brand in Wohnhäusern entsteht auf dem Küchenherd

Das IFS warnt: Jeder fünfte Wohnungsbrand beginnt auf dem Küchenherd

Jedes Jahr verlieren Menschen in Deutschland durch Wohnungsbrände ihr Leben. Doch auch wenn das Schlimmste verhindert werden kann, ist ein Feuer in den eigenen vier Wänden für die Betroffenen stets ein Albtraum, der mit den Löscharbeiten der Feuerwehr nicht vorbei ist.

Die Ursachenstatistik des IFS zeigt: Jeder Fünfte dieser oft verheerenden Brände beginnt auf dem Küchenherd. Dabei wird in einem von drei Fällen der Herd vergessen oder allein gelassen. Zwei von drei Feuern aber entstehen, weil das Kochfeld unbeabsichtigt – und unbemerkt – eingeschaltet wird.

Zum Problem wird dies, wenn sich brennbare Gegenstände auf oder zu dicht am Kochfeld befinden. In einem Videobeitrag zeigt das IFS, wie schnell ein solcher Brand entsteht und sich ausbreitet.

„Der Herd ist keine Abstellfläche“, mahnt IFS-Geschäftsführer Dr. Hans-Hermann Drews. In der Datenbank des IFS sind aktuell mehr als 25.000 Schäden erfasst, die von den Gutachtern des Institutes detailliert im Hinblick auf die Ursache untersucht wurden. Die Auswertung zeigt, dass die Anzahl der Herdbrände seit Jahren steigt.

Gründe hierfür vermuten die Schadenforscher neben der zunehmenden Zahl älterer Menschen und immer mehr Singlehaushalten, in denen das Kochen reine Nebensache ist, im zunehmenden Alltagsstress, kleinen Küchen und einer steigenden Anzahl von Geräten, die dort Platz finden müssen.

Die potentielle Brandgefahr durch den Küchenherd wird meist nicht richtig eingeordnet. „Wir neigen dazu, außergewöhnliche Gefahren zu über- und die Alltagsrisiken zu unterschätzen“, sagt Drews, dessen Team aus Naturwissenschaftlern und Ingenieuren bundesweit täglich Brandstellen untersucht. Nahezu alle Herdbrände ließen sich verhindern, wenn der Küchenherd als das wahrgenommen würde, was er ist: die moderne Feuerstelle des Hauses.

In unserem aktuellen Video zu Herdbränden zeigen wir verschiedene Brandentstehungen, lassen Passanten in einer Umfrage zu Wort kommen und die Feuerwehr erklären, was im Brandfall zu tun ist. Sie finden den Beitrag auf unserer Internetseite ( https://www.ifs-ev.org/video-herdbraende/).

Video- und Fotomaterial stellen wir Ihnen für redaktionelle Veröffentlichungen honorarfrei zur Verfügung. Gern beantworten wir auch weitere Fragen zum Thema.

Das Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung e. V. wurde 1976 gegründet. Es geht zurück auf das Brandverhütungslabor, das 1884 von der Schleswig-Holsteinischen Landesbrandkasse ins Leben gerufen wurde. Heute hat der Verein mit Hauptsitz in Kiel bundesweit neun Standorte. Ein Team aus Naturwissenschaftlern und Ingenieuren untersucht im Schwerpunkt Brand- und Brandfolgeschäden, Leitungswasser- und Feuchteschäden. Die Erkenntnisse aus den Ursachenermittlungen dienen der allgemeinen Schadenverhütung und werden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

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