Tag Archives: Breitbandausbau

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BITMi begrüßt Ende der 5G-Versteigerung als Chance für die Wirtschaft

Aachen/Berlin, 14. Juni 2019 – Die Auktion für die Zuteilung der 5G-Frequenzen wurde gestern von der Bundesnetzagentur für beendet erklärt. Die 41 versteigerten Frequenzblöcke gingen an die Deutsche Telekom, Vodafone, Telefonica und 1&1 Drillisch.

Der Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) begrüßt, dass mit dem Ende der Auktion jetzt der 5G-Ausbau starten kann und durch ergänzende Auflagen die Netzbetreiber nun auch die meisten Funklöcher bestehender 4G-Netze bis Ende 2022 stopfen müssen. Für die mittelständische IT-Wirtschaft bietet die 5G-Verbreitung viel Potential, beispielsweise zur Weiterentwicklung von Anwendungen und IT-Lösungen im Bereich des Internet of Things (IoT) oder der Künstlichen Intelligenz (KI). Deutschland erhält nun die Chance, sich als weltweit führender 5G-Standort zu etablieren und damit seine wirtschaftliche Position zu stärken.

„Wir haben immer dafür plädiert, einer schnellen Versteigerung und einem schnellen Ausbau von 5G den Vorzug gegenüber den maximalen Auktionserlösen des Staates zu geben. Denn Deutschlands größtes Problem in der Digitalisierung ist die fehlende Geschwindigkeit. Nun haben wir doch wieder hohe Staatseinnahmen statt hoher Geschwindigkeit bekommen. Insofern plädieren wir dringend an die Bundesregierung, jetzt auch die notwendigen Rahmenbedingungen für einen zügigen Ausbau zu schaffen. Umständliche Verwaltungsverfahren und unsichere Grundlagen müssen nun schnellstmöglich beseitigt werden“, mahnt BITMi-Präsident Dr. Oliver Grün.

Zudem müsse das Augenmerk nun auf die Verwendung der durch die Auktion eingenommen Mittel gelenkt werden. Derzeit ist vorgesehen, dass die Erlöse in ein Sondervermögen des Bundes namens „Digitale Infrastruktur“ fließen. Der Glasfaser-Breitbandausbau soll davon nunmehr nur noch zu 70% finanziert werden, ein Teil der Erlöse von 30% soll jetzt den längst zugesagten Digitalpakt für die Schulen finanzieren.

„Die sehr hohen Investitionen alleine zur Frequenznutzung von 6,5 Milliarden Euro aus der Auktion fehlen zudem den Providern für den 5G-Netzausbau. Daher halten wir es für sinnvoll, wenn zumindest mit einem Teil der Erlöse der Mobilfunkausbau unterstützt würde“, so Grün weiter.

Der Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) vertritt über 2.000 IT-Unternehmen und ist damit der größte IT-Fachverband für ausschließlich mittelständische Interessen in Deutschland.

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Breitbandausbau in Deutschland gewinnt an Dynamik

Neuer Besucherrekord: 500 Teilnehmer treffen sich zum 8. Breitband-Symposium

Mit fast 500 Gästen aus dem In- und Ausland hat das diesjährige Breitband-Symposium in Garmisch-Partenkirchen am 20. und 21. Februar 2019 einen neuen Besucherrekord aufgestellt. Die im achten Jahr in Folge von der vor Ort ansässigen Langmatz GmbH organisierte Veranstaltung hat sich längst als zentrale Plattform der FTTH-Branche erfolgreich etabliert. „Die hervorragende Resonanz dieser Veranstaltung ist Ansporn für uns, ein solches Thema auf die Beine zu stellen“, betonte Stephan Wulf, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Langmatz in seiner Begrüßungsrede.

Am ersten Tag des Symposiums hatten die Teilnehmer Gelegenheit, sich in einer Vielzahl spannender Vorträge im Kongresshaus über den Stand der Digitalisierung in Deutschland und Europa sowie aktuelle Marktentwicklungen im Breitbandausbau zu informieren. Für die Moderation sorgten in diesem Jahr Kerstin Stromberg-Mallmann und Josef Lohr, Funktionsstellenleiter Produktanlauf bei Langmatz. Das von der Vier-Schanzen-Tournee bekannte Olympia-Skistadion wurde tags darauf von Langmatz zum Open House umfunktioniert. Dort präsentierte der Organisator in einem großen Zelt seine neuesten Produkte für den Glasfaserausbau gemeinsam mit den unterschiedlichen Angeboten der 26 Partnerfirmen. Die Räume auf dem Schanzentisch, mit spektakulärem Ausblick ins Tal, wurden für Workshops rund um den Breitbandausbau genutzt. Die Themen: „Richtiges Handling der Glasfaser im Installationsalltag“, „Alternative Verlegetechniken“ und „LWL Inhouse Verteilkonzepte“. Außerdem hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, mit einem Shuttlebus in das nahe gelegene Langmatz Werk in Oberau zu fahren, um dort die verschiedensten Produktionsabteilungen kennen zu lernen.

Langmatz: Im Markt gesetzt
Als mittelständisches Unternehmen ist Langmatz auf die drei Bereiche Energietechnik, Telekommunikation und Verkehrstechnik spezialisiert. Wobei die Telekommunikation in den letzten Jahren immer mehr Raum einnehme, erläuterte Stephan Wulf in seiner Einführung. „Mit 50 Jahren im Markt ist Langmatz etabliert, wir sind gesetzt“, fasste er die erfolgreiche Entwicklung zusammen. Getrieben durch die Projekte im Breitbandausbau ist der Gesamtumsatz im letzten Jahr auf 90 Millionen Euro angestiegen. Damit ist Langmatz in Deutschland und im europäischen Ausland gut verankert. Wulf: „Was man in Deutschland bei Unternehmen nicht mehr so häufig findet und Langmatz als Unternehmen so besonders macht, ist die hohe Kernkompetenz in allen Fertigungsprozessen.“ Dies schließt die CAD-gestützte Konstruktion des Produktes ein und den Formenbau bis hin zur Fertigung des Endprodukts im eigenen Maschinenpark. Auch die hochwertigen Kunststoffe aus Recyclat werden im eigenen Hause hergestellt. Neben einer Vielzahl von Produkten für den Glasfaserausbau, die vom Central Office bis zum Teilnehmer reichen, sind Kabelschächte aus Kunststoff, die sich auch in FTTH-Projekten etabliert haben, ein zentraler Bestandteil des Portfolios. In diesem Segment ist Langmatz sowohl in Deutschland als auch Europa Marktführer.

Wie kommen wir in die Gigabit-Gesellschaft?
Geht es nach Dr. Iris Henseler-Unger, Geschäftsführerin des Wissenschaftliches Institut für Infrastruktur und Kommunikationsdienste GmbH (wik), gibt es in den nächsten Jahren drei wichtige Punkte auf dem Weg in die Gigabit-Welt: neue Technik, neue Kunden und neue Gesetze. Beim Endkunden ist Glasfaser eine neue Technik, aber auch 5G – darüber hinaus würden noch weitere Mobilfunk-Frequenzen in den Markt kommen. Ziele des Koalitionsvertrags, wie Leitmarkt für 5G zu werden und eine lückenlose Mobilfunkversorgung für den ländlichen Raum sicher zu stellen, sieht Dr. Henseler-Unger noch in weiter Ferne. Die Bundesregierung nehme dies alles sehr ernst, auch in Bezug auf die Förderung, jedoch „fehlt noch viel, das Breitbandziel 2025 zu erreichen.“ Für die Unternehmen bedeute die künftig auf Glasfaser beruhende Basisinfrastruktur unzählige Möglichkeiten, neue Geschäftsmodelle und Wachstum. Die sich durch neue Gesetzesgrundlagen – vornehmlich von der EU – ergebenden neuen Rahmenbedingungen seien erstmal für alle gut. „Aber die Leute warten ab“, sagte sie, „eventuell verbessern sich die Konditionen.“ Es müsse sich im Markt rechnen, so ihre Einschätzung. „Was im Gesetz steht, ist zunächst irrelevant.“

Digitalisierung in Europa: Das Beispiel Estland
Wie sich die Digitalisierung in Europa entwickelt, zeigte Heiko Voss in seinem Vortrag am Beispiel Estlands. Der Geschäftsführer von Voss Telecom Services GmbH und Gesellschafter von Estonian Fibre gab anhand des Cisco-Studienberichts von 2018 einen Einblick, wie Europäer den Prozess der Digitalisierung erleben. Demnach nehmen wir die zunehmende Digitalisierung vor allem in unserer Freizeit wahr (35,8%), erst danach folgt die Arbeit (23,4%). Bei unseren Gefühlen dominiert die Neugier (23,5%) nur ganz knapp vor der Genervtheit (22,8%). Ganz anders in Estland: „e-Estonia – the coolest digital society“ sei eine unglaubliche Erfolgsgeschichte, die aus einer Partnerschaft zwischen einer zukunftsorientierten Regierung, einem aktiven IT-Sektor und einer technisch versierten Bevölkerung entstand, so Voss. Die Esten seien sehr stolz auf diese Entwicklung, nähmen sich selbst als digitale Gesellschaft wahr und hätten weniger Ängste. Kernziele der estnischen Regierung sind verbesserte Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft, Wohlstand der Bevölkerung und einfache sowie effiziente öffentliche Verwaltung. „Herzstück der Digitalisierung in Estland ist die 2002 eingeführte elektronische ID, die von 98 Prozent der Bürger genutzt wird“, erläuterte Voss das Erfolgskonzept der dortigen Digitalisierung.

Stadtwerke München: Digitalisierung einer Infrastruktur aus dem letzten Jahrhundert
Mit 1,2 Millionen Kunden, 9.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von rund 7,2 Milliarden Euro zählen die Stadtwerke München (SWM) zu den größten deutschen Energieversorgern. Wie eine Großstadt die Digitalisierung vorantreibt und neue Geschäftsfelder durch den Breitbandausbau erschließt, schilderte Dr. Jörg Ochs, Geschäftsführer SWM Infrastruktur GmbH & Co. KG. Eine moderne Glasfaserinfrastruktur mit 9.000 Kilometern Länge bilde in München die Basis für die Digitalisierung, erläuterte er in seinem Vortrag. Für den geplanten 5G-Ausbau habe man beispielsweise bereits alle Bushäuschen mit Glasfaser vernetzt. Ein kostenloses WLAN mit 1.500 Access Points verbindet die Bürger, das größte öffentliche TETRA-Netz sorgt für eine krisensichere Infrastruktur und ein LoRaWAN dient als effiziente Sensorvernetzung im Umfeld von IoT und Smart City. Neue Technologien werden beispielsweise im Wasserverlustmanagement eingesetzt. „Unser Ziel ist die KI-basierte Analyse von Audio-Daten“, erzählt er. Dafür werden an Hydranten Sensoren angebracht, um herauszufinden, wo eine Wasserleckage entstehen wird. Jährliches Investitionsvolumen in die TK-Infrastruktur: 50 Millionen Euro. Zum Ende seines Vortrages führte er die Zuhörer mit einem Video in die Welt einer gerade entstehenden Smart City, dem M-Quartier mit 33 Hektar Fläche.

Neue Verlegetechnik: Wie H-Trenching die Prozesse beschleunigt
Fabian Stadelmeier, verantwortlich für Sonderverlegetechnologie bei der Leonhard Weiss GmbH & Co. KG, gab in seinem Referat aus der Perspektive eines Tiefbauunternehmens Einblicke in die Entwicklung von Trenching in Deutschland. Beim so genannten H-Trenching (H steht für hochwertig) handelt es sich um eine Verlegetechnik im Netzausbau, bei der Asphaltoberflächen aufgefräst werden, um darin Leerrohre zu verlegen. Dieses Verfahren, welches bei Leonhard Weiss bereits seit einigen Jahren erfolgreich eingesetzt wird, kann die Ausbaugeschwindigkeit um das Sechsfache erhöhen, die Effizienz von Bauabläufen steigern und die Kosten um zehn bis 15 Prozent minimieren. Dass es für den erfolgreichen Einsatz dieser Methode zwingend notwendig ist, spezifische Qualitätskriterien einzuhalten und sie keine Patentlösung für jede Verkehrsfläche ist, machte er anhand eines Praxisberichts aus dem eigenen Hause deutlich. Es bestehe Verwirrung bei Kommunen, Netzbetreibern und Bauunternehmen, wie das Verfahren genau aussieht, da unterschiedliche Technologien angewandt werden, so Stadelmeier. Seine Empfehlung an Vertreter des Bundes, der Länder und Kommunen: „Wir müssen das Wissensdokument „H-Trenching“ zu einem Normentwurf entwickeln, das die Einhaltung der Qualitätsstufen vorgibt.“

Ergebnis der Podiumsdiskussion: Trenching im Tiefbau
Die im Anschluss geführte Podiumsdiskussion drehte sich um die Frage, ob das Trenching eher als alternative Verlegetechnik der Zukunft oder als potentielle Fehlerquelle im Netzausbau zu bewerten sei. Ein Grundkonsens bestand darin, dass der Einsatz vom Einzelfall abhänge. Ein Vorschlag lautete, Trenching für Strecken zu nutzen und mit konventionellem Tiefbau zu kombinieren. Von vielen Seiten wurde gefordert, wie bereits von Fabian Stadelmeier zuvor in seinem Vortrag, für das Trenching einen klaren Qualitätsstandard festzulegen, der zur Norm werden sollte.

IT-Sicherheitsgesetz: Konsequenzen für KRITIS Dienstleister
Um den Schutz kritischer Infrastrukturen (KRITIS) und die Auswirkungen aktueller Gesetzgebungsvorhaben auf nationaler und supranationaler Ebene, ging es in dem Vortrag von Matias Krempel. Der stellvertretende Leiter des Arbeitskreises „Audits und Standards“ machte die Zuhörer auf die Bedrohungsszenarien aufmerksam, die durch unsere Abhängigkeit von Telekommunikation und Strom in unserer digitalen Welt bestehen. „Wenn wir von Schutz reden, reden wir über unsere bedrohten Assets, um diese zu schützen“, stellte Krempel klar. Die EU sei gerade in der Endphase eines neuen Gesetzes, dem „Cybersecurity Act“, das die „Essential Services“ zum Gegenstand habe und in Deutschland im Rahmen des IT-Sicherheitsgesetzes umgesetzt wird. Damit werde der Fokus auf Sicherheit in der Lieferkette erweitert, auf Produkte, Services und Prozesse. Seine Empfehlung: „Wir sollten Schicksalsgemeinschaften von Herstellern und KRITIS-Dienstleistern organisieren, um die Standards mitzugestalten und in die bestehenden Prozesse zu integrieren.“

Langmatz: Schutz kritischer Infrastruktur gegen unberechtigten Zugriff
Welche Produkte ein Hersteller zum Schutz kritischer Infrastruktur entwickelt, war Gegenstand des Referats von Curt Badstieber, bei Langmatz für das Technical Business Development zuständig. „Bereits seit Ende der 90er Jahre erleben wir im Rahmen von Vandalismus und Terrorismus Angriffe auf die Glasfaser“, stellte er einleitend fest. Die Antwort von Langmatz auf Bedrohungen der Infrastruktur lautet: Erschwerter Angriff mit einfachen Maßnahmen. Dazu gehören Entwicklungen wie eine mechanische Schachtdeckelsicherung mit einem verschraubten Deckel und kodierten Schraubenköpfen. Wichtig sei dabei, Schachtdeckel oder Außenschränke nie mit Logos zu versehen, um niemand durch diese Signale anzulocken. Es gelte, wirksame Hürden für potentielle Angreifer aufzubauen, so Badstieber. Bei der Mechanischen Zugangssicherung 2.0 etwa, wird in den Kabelschacht ein Deckel mit Schwenkhebelschloss eingebaut, der verhindert, dass ein Täter mit einfachen Werkzeugen das verschlossene und verriegelte Bauteil aufbrechen kann. Unterflurlösungen, so ein anderes Beispiel, dienen dem „Verstecken der Infrastruktur.“ Kaum einer würde realisieren, dass etwa eine Mobilfunkstation unter der Erde liegt. Für den Schutz der Glasfaser hat Langmatz überdies optische Überwachungssysteme im Portfolio. Diese machen eine lückenlose Überwachung von aktiven Fasern und unbeschalteten Kabeln möglich und erkennen einen unbefugten Zugriff auf Schächte oder Außenschränke – dazu gewährleisten sie absolute Abhörsicherheit.

Digitale Agenda: Anspruch und deutsche Wirklichkeit
Dass der Anspruch der digitalen Agenda und die Wirklichkeit hierzulande weit auseinanderklaffen, schilderte Jürgen Vogler, Geschäftsführer der procilon IT-Solutions GmbH, in einem amüsanten Vortrag zum Abschluss des Veranstaltungstages. Von der niedrigen Internetgeschwindigkeit, den nicht gehaltenen Versprechen der Bundesregierung im Hinblick auf den Breitbandausbau, über die Probleme mit der Förderung, den Querelen um die Versteigerung der 5G-Mobilfunknetze, bis hin zu den explodierenden Kosten für den Flughafen BER: So sähe die deutsche Realität nun mal aus, sagte er nicht ohne Selbstironie. Vogler sieht in der Digitalisierung keinen Selbstzweck: „Wir müssen das intelligent tun.“ Er wünsche sich eine Digitalisierung mit Verstand – und möglichst sicher – so sein Credo.

Wussten Sie, dass in den Alpen innovative Patente mit Weitblick entstehen? Wenn Innovationskraft auf Leistung trifft, entstehen kluge, technische Systemlösungen für Telekommunikations-, Energie- und Verkehrstechnik. Die Langmatz GmbH mit Sitz in Garmisch-Partenkirchen ist ein innovatives, mittelständisches Unternehmen für Kunststoff- und Metallverarbeitung. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vermarktet Infrastrukturkomponenten wie beispielsweise Kabelschächte, Unterflurverteiler, Signal-Anforderungsgeräte, Funkrundsteuerempfänger und Komponenten für den Glasfaserausbau. Die Langmatz GmbH ist Marktführer für Kabelschächte aus Kunststoff.

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Der Kabelschacht der Zukunft ist aus Kunststoff

Vorteile von Kunststoff vs. Beton in Zeiten erhöhten Breitbandbedarfs

Der Kabelschacht der Zukunft ist aus Kunststoff

YouTube: Ein Langmatz-Video demonstriert humorvoll die Vorteile von Kabelschächten aus Kunststoff.

Lang ist’s her: Die ersten Glasfaser-Ortsnetze wurden Anfang der 1990er Jahre unter der Bezeichnung OPAL von der Deutschen Telekom installiert. In diese Phase fällt auch die Entwicklung moderner Kabelschächte aus Kunststoff. Bis dahin hatte man Schächte ausschließlich aus Beton gefertigt. Kunststoffkabelschächte haben sich seither zum Standard entwickelt und werden heute weltweit eingesetzt.

Aktuell treibt das milliardenschwere Förderprogramm der Bundesregierung den Netzausbau in Deutschland deutlich voran. Viele Tiefbauunternehmen sind bereits auf lange Sicht ausgebucht. Etliche Landkreise und Kommunen befinden sich in der Planung von Ausbauvorhaben und stehen vor der Wahl eines effizienten Schachtsystems. Die wird immer mehr zur Gretchenfrage: Nehme ich einen Schacht aus althergebrachtem Beton oder entscheide ich mich für eine zeitgemäße Variante aus hochwertigem Kunststoff?

Innovativer Mittelständler aus der Alpenregion
Bei Kabelschächten aus Kunststoff, eingesetzt als Kabelzugschächte, Telekommunikationsverteiler und Unterflurverteiler, ist die in Garmisch-Partenkirchen ansässige Langmatz GmbH ein international gefragter Hersteller und hierzulande Marktführer. Bereits frühzeitig, zu Beginn der 90er Jahre, hatte das innovative Unternehmen aus dem Alpenland mit der Entwicklung von Schachtsystemen aus Polycarbonat begonnen. Heute bietet Langmatz in diesem Segment eine umfangreiche Auswahl an verschiedenen Größen und Ausstattungsvarianten. „Unsere Kabelschächte aus Kunststoff sind sehr stark nachgefragt. Viele Kunden haben erkannt, dass sie eine robuste und flexible Alternative zu Kabelschächten aus schwerem Beton sind und aufgrund ihrer Frostbeständigkeit äußerst langlebig ihre Funktion erfüllen“, beschreibt Stephan Wulf, Vorsitzender der Geschäftsführung bei Langmatz, die Marktlage.

Vorteile von Kabelschächten aus Kunststoff
Stephan Wulf weiß, welche Anforderungen Kunden an einen zeitgemäßen Kabelschacht stellen: „Ein Schacht muss ein geringes Eigengewicht haben, flexibel an die Einbaubedingungen vor Ort anpassbar und kostengünstig sein, schnell gesetzt werden können und eine perfekte Statik besitzen. Und genau das bieten unsere Schachtsysteme.“ Für die Herstellung seiner Schächte verwendet Langmatz ausschließlich hochwertige Kunststoffe. Die im eigenen Hause entwickelte 3D-ribFrame-Technologie sorgt für die Beständigkeit und Belastbarkeit der gesamten Konstruktion bis D 400. Modulare Grundbausätze ermöglichen zahlreiche Schachthöhen und Anschlussplatzierungen für Kabelanlagen. Sollbruchstellen in den Rahmenelementen sind schnell für eine einfache Herstellung flexibler Rohreinführungen zu öffnen. Zur Auswahl stehen auch diverse Schachtabdeckungen aus Gusseisen, Beton oder auspflasterbar, die eine homogene Integration ins Stadtbild fördern.

YouTube: Die Geschichte von Toni Tiefenbauer
Bilder sagen mehr als Worte: Um die Vorteile von Langmatz Schächten aus Kunststoff gegenüber Betonschächten einem breiten Publikum zugänglich zu machen, hat die Firma vor Kurzem einen humorvollen Zeichentrick-Film zu diesem Thema auf ihrem YouTube-Kanal veröffentlicht (Link: https://youtu.be/HE5TQ7MW5ZI). Darin wird die fiktive Geschichte von „Toni Tiefenbauer“ geschildert, der als Tiefbauunternehmer den Auftrag von der Stadt erhält, einen Kabelschacht in einen Bürgersteig der Altstadt zu verlegen. Jetzt muss er viel organisieren: Genehmigungen der Stadt für die Straßensperrungen und Halteverbote, einen großen Bagger für das Heben des Betonschachts, einen entsprechenden LKW für den Transport und zusätzliches Personal. Beim Einbau passt der Betonschacht nicht, da unerwartet eine Erdleitung nicht in der angegebenen Tiefe verläuft, und er muss mit schwerem Gerät eine Anpassung in den Beton schneiden… Dann hat er einen Tagtraum: „Hätte er sich doch nur für einen leichten Kunststoffkabelschacht von Langmatz entschieden.“ In der Tat, die ganzen Mühen und zusätzlichen Kosten hätte sich Toni Tiefenbauer ersparen können, wie der Film in weiteren amüsanten Szenen zeigt. Vielleicht ist ja doch etwas dran: Der Kabelschacht der Zukunft ist aus Kunststoff.

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BITMi überreicht Minister Pinkwart Stellungnahme zur Digitalstrategie NRW

BITMi überreicht Minister Pinkwart Stellungnahme zur Digitalstrategie NRW

BITMi-Präsident Grün überreicht Minister Pinkwart die Stellungnahme

– BITMi begrüßt Digitalstrategie NRW sowie das Verfahren der öffentlichen Beteiligung
– Verband schlägt konkrete Schritte in 6 Bereichen vor
– Augenmerk liegt auf Wirtschaft, Bildung, vernetzter Mobilität, digitaler Verwaltung, Breitbandausbau und Datenrecht

Aachen, 26. September 2018 – Am Montag überreichte Dr. Oliver Grün, Präsident des Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi), dem Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie NRW Prof. Dr. Andreas Pinkwart eine Stellungnahme des BITMi zur Digitalstrategie NRW.

Eine erfolgreiche Digitalisierung kann nur funktionieren, wenn sie von der Gesellschaft getragen wird und Rahmenbedingungen für die Wirtschaft bestehen, die ein lebendiges digitales Ökosystem ermöglichen. Die Strategie für das digitale Nordrhein-Westfalen der Landesregierung liefert hierzu wichtige Ansätze, auch begrüßt der BITMi das Verfahren der Entwicklung der Digitalstrategie in einem mehrstufigen Prozess mit Beteiligung und Teilhabe der Öffentlichkeit.

Der Bundesverband IT-Mittelstand wünscht sich mehr konkrete und gezielte Maßnahmen in der finalen Digitalstrategie NRW, nimmt daher Stellung und fordert konkrete Schritte in den Bereichen Wirtschaft, Bildung, vernetzte Mobilität, digitale Verwaltung, Breitbandausbau und Datenrecht.

BITMi Forderungen Wirtschaft und Breitbandausbau

„Die Förderung des Breitbandausbaus ist nach wie vor grundlegend für digitales Vorankommen. Daher ist es auch zwingend notwendig, dass das Land hier eine strategische Führungsrolle einnimmt und einen wirklich konkreten Umsetzungsplan als Leitfaden und Orientierung für Kommunen erarbeitet“, empfiehlt Grün, der auch im Beirat Digitale Wirtschaft NRW vertreten ist und die Landesregierung bei der Umsetzung ihrer Agenda für die digitale Wirtschaft berät.

„Wichtig ist jedoch, sich nicht nur auf die Infrastruktur zu konzentrieren, sondern auf die Innovation durch Startups und Mittelstand auf der Infrastruktur. Neben der Förderung von Startups muß auch die Förderung der Digitalisierung des Mittelstandes mehr in den Fokus genommen werden“, so Grün. Nach Auffassung des Verbandes müssen transdisziplinäre Ansätze unterstützt werden, um die digitale Transformation in der NRW Wirtschaft insgesamt durch systematische Entwicklung und Einführung neuer digitaler Geschäftsmodelle anzutreiben. Nur wenn Bildung, Gründung und Wachstum zusammengedacht werden, kann die digitale Transformation gelingen.

Zur Verbesserung der Kapitalausstattung von Startups könnte beispielsweise die Aufmerksamkeit von Wagniskapitalgebern durch eine Sonderwirtschaftszone für ICOs über Blockchain-Technologie auf NRW gelenkt werden.

Grundsätzlich begrüßt der BITMi erste Maßnahmen der Landesregierung wie das Gründerstipendium oder die Innovations- und Digitalisierungsgutscheine.

BITMi Forderungen Bildung und Datenrecht

Um einen digitalen Standort NRW überhaupt erst zu ermöglichen, muss in digitale Bildung investiert werden. Die Lehre muss grundlegend digitalisiert und das Bildungssystem durchlässiger werden. Der BITMi setzt sich für ein eigenständiges Unterrichtsfach Digitalkunde ab der 3. Klasse in der Grundschule ein, das den Grundstein für ein Programmierverständnis legt und ein Bewusstsein für einen sensiblen Umgang mit Daten schafft. Datenschutz ist unumstritten wichtig, doch um die Chancen von Big Data zu nutzen benötigen wir auch ein entsprechendes Datenrecht. Der BITMi fordert daher die Forcierung rechtlicher Regelungen, die einen offenen Markt nicht-personenbezogener Daten ermöglichen.

BITMi Forderungen Digitale Verwaltung und Vernetzte Mobilität

Um eine von der Gesellschaft getragene, erfolgreiche Digitalisierung in Gang zu setzen, müssen auch in öffentlichen Bereichen Veränderungen stattfinden. Die Entwicklung zum E-Government muss konsequent vorangetrieben werden, wofür nicht bloß die Verwaltung intern digitalisiert werden muss, sondern auch die Interaktion mit den Bürgern. Der BITMi hält das geplante Open Data Gesetz, mit dem die Landesregierung kostenlos Daten zur Verfügung stellen möchte, für einen guten Ansatz, empfiehlt aber verpflichtende offene Schnittstellen zur Ermöglichung der Nutzung dieser Daten von jedermann.

Auch im öffentlichen Verkehrsraum sollten Potentiale der Digitalisierung genutzt werden. Mit der Etablierung von Testfeldern im Raum NRW können Chancen genutzt werden, Mobilitäts-Technologien der Zukunft wie das autonome Fahren weiterzuentwickeln und so die deutsche Automobilbranche zu stärken.

Hier finden Sie die vollständige Stellungnahme des BITMi zur Digitalstrategie NRW: https://www.bitmi.de/wp-content/uploads/BITMi-Stellungnahme-Digitalstrategie-NRW.pdf

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Neu: Langmatz Glasfaser-Netzverteiler 2.0

Fibre future by Langmatz: Redesign des Gf-NVt EK 245 auf Basis von Kundenwünschen

Neu: Langmatz Glasfaser-Netzverteiler 2.0

Der neue Langmatz Gf-NVt 2.0: Nochmals vereinfachte Installation und Betrieb des Netzverteilers.

Seit mehreren Jahren ist die in Garmisch-Partenkirchen ansässige Langmatz GmbH mit umfassenden Systemlösungen für den FTTB/H-Glasfaserausbau unter dem Label „fibre future“ erfolgreich bei ihren Kunden platziert. Zum Produktportfolio gehören alle relevanten Komponenten vom Central Office bis ins Gebäude. Dazu zählt der vielseitige Glasfaser-Netzverteiler (Gf-NVt) EK 245, mit dem Langmatz seit seiner Einführung im Jahre 2012 für Furore sorgt. Beim aktuellen Nachfolger, dem Gf-NVt 2.0, wurden eine Reihe Optimierungen vorgenommen, die die Installation und vor allem den Betrieb des Netzverteilers nochmals vereinfachen und flexibler machen. Vom neuen Modell versprechen sich die Garmisch-Partenkirchener die bisherige Erfolgsgeschichte fortzuschreiben, schließlich flossen diverse Kundenwünsche in das Redesign ein.

Easy Handling: Der Gf-NVt 2.0
Glasfaser-Netzverteiler von Langmatz sind als oberirdische Outdoor-Gehäuse für die langlebige und kostengünstige Glasfaserverteilung konzipiert. Der neue Gf-NVt 2.0 weist eine ganze Reihe Neuerungen auf, die die verschiedenen Montageschritte wesentlich erleichtern und unterstützen. An der Innenseite der Gehäusetür ist die Montageplatte für das E&MMS angebracht. Ein Schwenken des Kassettenbereichs (E&MMS) während der Beschaltung und Herstellung der Glasfaserverbindungen ist damit für den Monteur nicht mehr erforderlich – er hat vollen Zugriff auf den gesamten Arbeitsbereich. Zusätzlich erleichtert der von 90 auf 130 Grad erweiterte Tür-Öffnungswinkel das Handling der Glasfasern. Die Kabelführung zwischen Tür und Gehäuseinnerem erfolgt über ein Flexrohr, welches die Glasfaserkabel sicher von dem E&MMS Kassettenbereich an der Türinnenseite in den Gehäusebereich überführt.
Bestand bisher das Problem, dass bei der Fixierung der Röhrchen an der Bodenplatte die üblichen Klemmringe aufwändig zu montieren waren, bietet der Gf-NVt 2.0 eine bahnbrechende Lösung: Durch den Einsatz von Fixierlaschen für die Mikrorohre schafft Langmatz eine optimale Einzelzugentlastung und gewährleistet die sichere Befestigung der Röhrchen beim Durchgang durch die Bodenplatte. Außerdem ist mittels der Langmatz-Fixierlasche neuerdings eine leichtere Nachjustierung bei der Montage der Röhrchen möglich. Neu ist auch die herausnehmbare Bodenplatte mit Kunststoffrahmen. Diese unterstützt die unterschiedlichen Montageschritte beim Belegen des Gf-NVt mit Mikrorohren. Die neue Variante des Gf-NVt ist außerdem acht Kilogramm leichter als ihr Vorgängermodell. Abschließend bleibt zu erwähnen, dass bei all den Änderungen die Belegungsmatrix des Mikrorohrmanagements für 5 Millimeter, 7 Millimeter, 10 Millimeter und 12 Millimeter Mikrorohre gleich geblieben ist und die Dokumentation der Belegung damit unverändert übernommen werden kann.

FTTx-Produkte von Langmatz: Alles komplett aus einer Hand
Die Langmatz GmbH hat ein durchgängiges Konzept mit aufeinander abgestimmten Produkten entwickelt. Dazu gehören Schutz- und Überwachungssysteme, Glasfaser-Hauptverteiler (Gf-HVt), Kabelschächte aus Kunststoff, Glasfaser-Verteilsysteme (ober- und unterirdisch), Hauseinführungen sowie Glasfaser-Abschlusspunkte (Gf-AP). Bei sämtlichen FTTx-Produkten von Langmatz handelt es sich um praxisbewährte Komponenten, die eine Systemlösung für zusammenhängende FTTx-Infrastrukturen schaffen.

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ARAG Verbrauchertipps zum Breitbandausbau

Schaltungstermin/Breitband-Geschwindigkeit

ARAG Verbrauchertipps zum Breitbandausbau

Wenn der Schaltungstermin beim Breitband-Anschluss nicht zustande kommt
Pauschalreisen ins All sind Anfang des 21. Jahrhunderts in greifbarer Nähe. Trotzdem dauert es laut Stiftung Warentest im Schnitt fünf lange Wochen, bis ein DSL-, Kabel- oder LTE-Anschluss in der Wohnung endlich in Betrieb genommen werden kann. Manchmal dauert es sogar länger als zehn Wochen, bis die Bits fließen. Der Grund dafür ist ganz lapidar: Meistens halten Techniker die Vor-Ort-Termine einfach nicht ein. Wer versetzt wird, sollte umgehend den Anbieter kontaktieren und eine Frist von etwa drei Wochen festlegen. Sollte dieser Termin verstreichen, ohne dass sich der Anbieter rührt, kann der Vertrag gekündigt werden. Auch eine Beschwerde bei der Bundesnetzagentur, die solche Vorfälle sammelt, ist ratsam (030/224 80 500, tk-anbieterwechsel@bnetza.de). Wenn der Anbieterwechsel nicht klappt, können Verbraucher zunächst von ihrem alten Anbieter weiterversorgt werden. In diesem Fall können nur 50 Prozent der regelmäßigen monatlichen Entgelte erhoben werden und der alte Anbieter ist verpflichtet, seinem Noch-Kunden eine taggenaue Abrechnung zur Verfügung zu stellen. Kosten beim neuen Anbieter fallen erst an, wenn der Wechsel erfolgreich vollzogen ist. Um das Risiko, ohne Anschluss dazustehen, zu minimieren, raten ARAG Experten grundsätzlich zu zwei wesentlichen Schritten: Zum einen, sich rechtzeitig um den neuen Anschluss zu kümmern. Und zum anderen den Festnetzanschluss nicht selbst zu kündigen, sondern dem neuen Anbieter die Abstimmung mit dem alten Anbieter zu überlassen. Das spart unter Umständen kostbare Zeit und Nerven. Falls dann doch alle Stricke reißen, besteht noch die Möglichkeit, die Wartezeit mit einem drahtlosen Internetzugang per UMTS- oder LTE-Stick zu nutzen. Das Datenvolumen kann dabei zwar begrenzt sein, aber manche Anbieter stellen diesen Stick für die Übergangszeit kostenlos zur Verfügung.

Mehr zum Thema unter:
https://www.arag.de/service/infos-und-news/rechtstipps-und-gerichtsurteile/internet-und-computer/

Breitband-Geschwindigkeit ist keine Hexerei
Eine aktuelle bundesweite Breitbandmessung der Bundesnetzagentur hat es Anfang 2017 gezeigt: Lediglich 12 Prozent der Festnetzanschlüsse und fünf Prozent der Mobilfunkanschlüsse liefern die vertraglich zugesicherte Geschwindigkeit. Abseits der gut erschlossenen Metropolen werden oft nur Bruchteile der Übertragungsgeschwindigkeiten geliefert. Was also tun, wenn statt 150 Megabit pro Sekunde nur fünf ankommen? Einen ersten Eindruck kann man sich beispielsweise mit einem Speedtest im Internet verschaffen, der den Anschluss auf seine maximalen Upload- und Downloadraten sowie den Ping zum Server überprüft ( www.breitbandmessung.de). Sollte der Test langsamere Raten zeigen, als gebucht, raten ARAG Experten, sich mit dem Anbieter in Verbindung zu setzen und schriftlich mit einer Frist von ein bis zwei Wochen zum Nachbessern aufzufordern. Er hat vertraglich eine Geschwindigkeit zugesichert, von der er nicht abweichen darf. Kann er aufgrund technischer Probleme auf Anbieterseite nicht die bezahlte Leistung liefern, können Verbraucher eine Herabstufung auf den nächstkleineren Tarif fordern. Ändert der Anbieter auch nach wiederholter Aufforderung nichts, kann der Vertrag fristlos gekündigt werden.

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Die ARAG ist das größte Familienunternehmen in der deutschen Assekuranz und versteht sich als vielseitiger Qualitätsversicherer. Neben ihrem Schwerpunkt im Rechtsschutzgeschäft bietet sie ihren Kunden in Deutschland auch attraktive, bedarfsorientierte Produkte und Services aus einer Hand in den Bereichen Komposit, Gesundheit und Vorsorge. Aktiv in insgesamt 17 Ländern – inklusive den USA und Kanada – nimmt die ARAG zudem über ihre internationalen Niederlassungen, Gesellschaften und Beteiligungen in vielen internationalen Märkten mit ihren Rechtsschutzversicherungen und Rechtsdienstleistungen eine führende Position ein. Mit über 3.900 Mitarbeitern erwirtschaftet der Konzern ein Umsatz- und Beitragsvolumen von rund 1,6 Milliarden EUR.

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Neue Koalition muss Wohlstandsbedeutung der Digitalisierung erkennen

Neue Koalition muss Wohlstandsbedeutung der Digitalisierung erkennen

Aachen/Berlin 12. Januar 2018 – Nach dem heutigen positiven Ergebnis der Sondierungsgespräche zwischen CDU/CSU und SPD ist die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen und damit die Fortführung der Großen Koalition sehr wahrscheinlich.

Das Thema Digitalisierung findet in dem 28seitigen Papier zu den Ergebnissen der Sondierung allerdings nicht die Aufmerksamkeit, die es verdient. „Die Digitalisierung ist eine Revolution und wird unseren Wohlstand in der Zukunft maßgeblich beeinflussen. Die Politik muss endlich lernen, nicht nur auf Entwicklungen zu reagieren, sondern zu agieren. In dem Papier wird der Digitalisierung erneut nur scheibchenweise begegnet, es fehlt jede aktive Digitalstrategie für Deutschland. Im Verlauf möglicher Koalitionsverhandlungen muss sich dies dringend ändern“, so Dr. Oliver Grün, Präsident des Bundesverbandes IT-Mittelstand e.V. (BITMi).

Der Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) fordert in seinem Positionspapier „Digitaler Mittelstand 2020“ zu den Bundestagswahlen erhebliche Maßnahmen, um eine erfolgreiche Digitalisierung zu realisieren. Union und SPD berücksichtigen jedoch nur einzelne verteilte Schritte hin zur Digitalisierung.

Positiv ist zu bewerten, dass ganz konkrete Forderungen des BITMi, wie beispielsweise die steuerliche Forschungsförderung, Anreize für Investition in die Digitalisierung von Unternehmen, und zweistellige staatliche Milliarden-Investitionen in den Breitbandausbau einen Platz in dem Ergebnispapier der Sondierungsgespräche fanden.

Es fehlen neben einer Strategie beispielsweise konkrete Maßnahmen, um die digitale Bildung inhaltlich in den Schulen zu verankern. Auch die sehr deutlich anstehende Veränderung der Berufswelt durch die Digitalisierung wird nur vage erfasst.

„Dass der Begriff „Digitalisierung“ sich an vielen Stellen des Papiers in relativ unkonkretem Zusammenhang wiederfindet, spiegelt unser Hauptproblem in Deutschland deutlich wider“, so Grün. „Wir brauchen eine zentrale Verantwortlichkeit in Form eines Digitalministers mit entsprechender Expertise, der sich ressortübergreifend den Digitalthemen annimmt und für eine gemeinsame Strategie aller Ministerien sorgt“.

Für die nahe Zukunft ist wichtig, dass man sich dieser Problematik bewusst wird und schon in den Koalitionsverhandlungen das Thema Digitalisierung zentral und mit größter Bedeutung platziert.

Der BITMi setzt sich dafür ein, dass die mittelständische IT-Wirtschaft bei den Koalitionsverhandlungen entsprechend Ihrer großen Bedeutung für die gesamte deutsche Wirtschaft berücksichtigt wird.

Positionspapier BITMi „Digitaler Mittelstand 2020“: https://www.bitmi.de/wp-content/uploads/BITMi-Positionspapier-2017.pdf

Der Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) vertritt über 2.000 IT-Unternehmen und ist damit der größte IT-Fachverband für ausschließlich mittelständische Interessen in Deutschland.

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SWW Wunsiedel GmbH sorgt für schnelles Internet in der Region

Breitbandausbau in drei Ortsteilen Wunsiedels viel früher als geplant abgeschlossen

Mit Hochgeschwindigkeit surfen: Das ist heute für die Lebensqualität fast ebenso wichtig wie eine sichere Belieferung mit Strom, Trinkwasser und Wärme. In Wunsiedel sorgt die SWW Wunsiedel GmbH für den raschen Ausbau des Glasfasernetzes. In diesem Jahr wurden die Ortsteile Stemmasgrün, Johanneszeche und Wintersreuth mit Glasfaserkabeln erschlossen – und das weit schneller als geplant.

Der Vertrag für dieses Projekt wurde am 12. Mai dieses Jahres von der SWW und der Stadt Wunsiedel unterschrieben. Bereits drei Tage später startete man mit der Feinplanung der Trassen. Nach rund sechs Wochen stand der finale Bauzeitenplan und in den folgenden Monaten erfolgten die Tiefbauarbeiten in den drei Ortsteilen.

Ab Ende Oktober konnten die Glasfaserkabel, auch Lichtwellenleiter genannt, in die bereits verlegten Rohre montiert werden. Mitte November erhielt die Stadt Wunsiedel die Fertigstellungsanzeige. Laut Vertrag wäre damit bis zum Februar 2018 Zeit gewesen. „Nur dank der hervorragenden Zusammenarbeit aller beteiligten Firmen konnten wir das schaffen“, freut sich der Projektverantwortliche der SWW Markus Hausmann.

18 Hausanschlüsse
Insgesamt wurden 3,5 Kilometer Glasfaserleitungen verlegt sowie 800 Meter Hausanschlusskabel für 18 Anwesen. Die Übertragungsraten betragen mindestens 100 Mbit/s im Download und mindestens 50 Mbit/s im Upload. „Damit setzen wir die dynamische Entwicklung bei der Breitbandversorgung fort“, sagt Hausmann. Von 1026 Ende 2016 auf jetzt 1700 gestiegen sei etwa die Zahl der Gebäude, die direkt oder über den nächsten Hauptverteiler oder per Richtfunk Highspeed-Internet nutzen können.

„Wir werden die Web-Infrastruktur unserer Stadt weiter so schnell wie möglich verbessern“, ergänzt Hausmann. Mittlerweile sei für die SWW als lokal verwurzelter Versorger das Breitband-Internet ebenso ein selbstverständlicher Teil des Portfolios wie die klassischen Leistungen eines Stadtwerks, betont Geschäftsführer Marco Krasser. Wer sich für Highspeed-Surfen oder Telefonie über die SWW interessiert, der findet die entsprechenden WUNconnect-Angebote unter www.wunconnect.de Infos gibt es auch unter Telefon 0800 7994968 (0800SWW4you).

Die SWW Wunsiedel GmbH ist ein Eigenbetrieb der Stadt Wunsiedel. Zu den Geschäftsfeldern gehören die Strom-, Gas-, Wasser- und Wärmeversorgung sowie die Sparte Telekommunikation. Das Unternehmen hat es sich zum Ziel gesetzt, die Energiewende vor Ort voranzutreiben. Die dafür entwickelten Strategien werden als Wunsiedler Weg bezeichnet.

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Neu von Langmatz: Glasfaser-Abschlusspunkt compact

Für einfache Installation und Inbetriebnahme filigraner Glasfasertechnik

Neu von Langmatz: Glasfaser-Abschlusspunkt compact

Gf-AP EK 440 compact: Kompakte Komponente für den Glasfaserausbau. (Bildquelle: Langmatz GmbH)

Unter dem Motto „fibre future“ bietet die Langmatz GmbH seit vielen Jahren Komplettlösungen für den FTTB/H-Glasfaserausbau und ist bundesweit in zahlreichen Breitbandausbau-Projekten Partner von Kommunen, Stadtwerken und Telekommunikationsbetreibern. Jetzt bringt das in Garmisch-Partenkirchen ansässige Unternehmen einen neuen Glasfaser-Abschlusspunkt mit der Bezeichnung „compact“ (Gf-AP EK 440 compact) auf den Markt.

Produkt mit praxisbewährten Eigenschaften
„Auf Grund vieler Kundenanfragen nach einer Variante des bewährten Gf-AP EK 330, der sehr umfangreiche Anwendungsmöglichkeiten hat, haben wir uns für die Entwicklung eines Produktes im unteren Preissegment entschieden. Der neue ‚compact‘ hat bei gleicher Qualität etwas weniger an Funktionalität, die aber für viele ausreichend ist“, erläutert Stephan Wulf, Vorsitzender der Geschäftsführung von Langmatz. Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich bei dem „kleinen Bruder“ um ein äußerst kompaktes Produkt. Es ermöglicht das Management von bis zu zwölf Glasfasern, integriert in ein robustes und geschütztes Gehäuse aus Polycarbonat mit einem Schutzgrad IP 54. Er ist sowohl für den Einsatz bei der Übergabe zum Kundennetz als auch für ein Ein- oder Mehrfamilienhaus und den Firmenbereich geeignet, anwendbar für Steckverbindung, Fusionsspleiß und Splitter.

Einfach installiert und flexibel bis ins Detail
Der Langmatz Gf-AP EK 440 compact ist so konzipiert, dass sich Installation, Aufnahme, Verlegung und Inbetriebnahme filigraner Glasfasertechnik für den Anwender leicht gestalten. Ferner wurde viel Wert auf große Flexibilität bis ins Detail gelegt. So sind Zu- und Abgang von Kabeln und Mikrorohren mit einem Durchmesser von fünf, sieben, zehn oder zwölf Millimetern unten links oder rechts frei wählbar. Die herausnehmbare Montageplatte für Fasermanagement und Kupplungs- beziehungsweise Spleißschutz-Ablage hat Steckplätze für sechs Kupplungen, auch die Aufnahme von handelsüblichen Einzelzugabdichtungen für Mikrorohre ist gewährleistet. Außerdem bestehen verschiedene Verschlussarten für das Gehäuse mit Plombierungsmöglichkeit. Ein weiteres Plus: Sowohl für die Montage als auch Inbetriebnahme oder Service ist kein Spezialwerkzeug notwendig.

Stabilität und Sicherheit bei Installation und im Betrieb
Das Fasermanagement ist durch Führung auf der Montageplatte sehr einfach, ein geschützter Bereich für den sicheren Anschluss der Kabel ist ebenfalls vorhanden. Auch die Einhaltung der Biegeradien ist durch vordefinierte Faserführungen garantiert. Die Abgangskabel sind über Silikondichtungen geschützt. Ein besonderer Vorteil des Gf-AP EK 440 compact besteht überdies darin, dass Kupplungen sogar während des laufenden Betriebes entnommen werden können.

Zum Lieferumfang gehören ein Gehäuse mit Deckel, eine Montageplatte, zwei Dichtungselemente für den Kabelabgang sowie eine Installationsanleitung als Onlineversion.

Anmerkung für die Redaktion
Das Langmatz-Produktportfolio umfasst alle Komponenten für den Glasfaserausbau vom Central Office bis ins Gebäude: Schutz- und Überwachungssysteme, Glasfaser-Hauptverteiler (Gf-HVt), Kabelschächte aus Kunststoff, Glasfaser-Netzverteiler (Gf-NVt), Verteileinrichtungen mit Muffe, Hauseinführungen und Glasfaser-Anschlusspunkte (Gf-AP).

Wussten Sie, dass in den Alpen innovative Patente mit Weitblick entstehen? Wenn Innovationskraft auf Leistung trifft, entstehen kluge, technische Systemlösungen für Telekommunikations-, Energie- und Verkehrstechnik. Die Langmatz GmbH mit Sitz in Garmisch-Partenkirchen ist ein innovatives, mittelständisches Unternehmen für Kunststoff- und Metallverarbeitung. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vermarktet Infrastrukturkomponenten wie beispielsweise Kabelschächte, Unterflurverteiler, Signal-Anforderungsgeräte, Funkrundsteuerempfänger und Komponenten für den Glasfaserausbau. Die Langmatz GmbH ist Marktführer für Kabelschächte aus Kunststoff.

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IT-Mittelstand zur Bundestagswahl 2017

IT-Mittelstand zur Bundestagswahl 2017

Aachen/Berlin 20. September 2017 – Im Vorfeld der Bundestagswahl 2017 hat der Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) die Parteien, die voraussichtlich in den 19. Deutschen Bundestag einziehen werden, einem mittelstandsorientierten digitalpolitischen Check unterzogen.

Untersucht wurde bei der Analyse, welche Parteien welche Lösungen und Ideen für den digitalen Standort Deutschland sowie möglichst positive Rahmenbedingungen für den deutschen IT-Mittelstand anbieten. Der BITMi hatte in Zusammenarbeit mit seinen Mitgliedsverbänden und den über 1.500, durch den BITMi vertretenden Unternehmen das Positionspapier Digitaler Mittelstand 2020 erarbeitet und schließlich in einem zweistufigen Verfahren die Standpunkte der Parteien analysiert. In der ersten Stufe wurden zunächst nur die Wahlprogramme analysiert, nun, in der zweiten Stufe, wurden BITMi Wahlprüfsteine mit einer konkreten Befragung der Generalsekretäre bzw. Parteivorstände aus sieben Themenblöcken abgeschlossen – die Antworten der Parteien sind abrufbar.

Grundsätzlich ist die wachsende Bedeutung der Digitalisierung in der Wahrnehmung aller Parteien gegenüber der letzten Legislaturperiode positiv zu bewerten. Allerdings macht dem BITMi die Geschwindigkeit Sorgen: „Die Digitalisierung hält sich nicht an gewohnte Geschwindigkeit der Politik, wir müssen vielmehr in vollkommen anderen Größenordnungen in die Chancen der Digitalisierung investieren. Diese Erkenntnis fehlt immer noch in der Politik, das muss sich zum Erhalt unseres Wohlstandes in der Zukunft dringend ändern“, so Dr. Oliver Grün, Präsident des BITMi und Präsident des europäischen IT-Mittelstandsverbandes European DIGITAL SME Alliance.

Eine der zentralen BITMi Forderungen wird momentan nur von der FDP unterstützt – die Schaffung eines eigenständigen Digitalministeriums. Alle anderen Parteien erkennen zwar einen dringenden Handlungsbedarf an, sind sich aber teilweise unsicher (Die Linke) oder lehnen ein eigenständiges Digitalministerium ab (CDU).

Das Thema Breitbandausbau wird von allen Parteien als prioritär anerkannt. Zur Gigabit Gesellschaft bis 2020 (BITMi) bekennen sie sich aber nicht, lediglich Grüne und FDP folgen der BITMi Auffassung, dass besondere Maßnahmen wie die Veräußerung von Anteilen des Bundes beispielsweise an Post und Telekom, wichtige Ressourcen in zweistelliger Milliardenhöhe freisetzen könnten, um den Breitbandausbau entschieden zu forcieren.

Die Schaffung einer funktionierenden europäischen Datenökonomie und die Nutzung nicht-personenbezogener Daten sowie die Förderung eines offenen Markts für diese Daten spielen für die meisten Parteien keine Rolle. Lediglich die FDP hat dieses Thema richtigerweise als DAS Wachstumsfeld der Digitalisierung erkannt und verfügt über entsprechende Ideen zur Gestaltung. Die anderen Parteien sehen hier im Schwerpunkt nur eine Datenschutzdebatte.

SPD, Linke und FDP stimmen mit dem BITMi darin überein, dass ein Unterrichtsfach „Digitalkunde“ mit Medienkompetenz, Programmieren etc. schon ab der Grundschule einen wichtigen Beitrag zur erfolgreichen Digitalbildung Deutschlands leisten würde. CDU und Grüne wollen zumindest auf digitale Medien fächerübergreifend setzen, die AfD möchte Kinder erst ab der 5. Klasse an diese Materie heranführen.

Der BITMi fordert, dass nicht ausgeschüttete, thesaurierte Gewinne von mittelständischen Unternehmen, die in Digitalmaßnahmen reinvestiert werden, bis zu einer Obergrenze von 100.000 EUR von der Steuer als Sofortabschreibungen freigestellt werden. Diese Idee findet sich so konkret bei keiner Partei wieder – sie wird teilweise sogar vollständig abgelehnt, im Wesentlichen wird hier mit der ausreichenden Erhöhung allgemeiner Abschreibungsgrenzen bei geringwertigen Wirtschaftsgütern auf 800 EUR argumentiert. Letzteres zeigt aus Sicht des BITMi erneut ein nicht ausreichendes Verständnis für die Bedeutung der Digitalisierung.

Spannend wird es in der nächsten Legislaturperiode wohl auch im Bereich Forschungsförderung: Linke und AfD benennen die steuerliche Forschungsförderung weder im Wahlprogramm noch in den Wahlprüfsteinen als Vehikel zur Digitalisierung des Mittelstandes – alle anderen Parteien schon. Damit werden alle wahrscheinlichen Regierungsparteien diesen Punkt auf Ihrer Agenda haben – es bleibt zu hoffen, dass die längst überfällige Umsetzung in dieser Legislaturperiode kommt.

Im Vergleich zur ersten Stufe, der alleinigen Analyse der Wahlprogramme, ändert sich durch die nun vollzogene quantitative Auswertung der Übereinstimmungen nach der zweite Stufe der BITMi-Analyse (Analyse von Wahlprogrammen und Wahlprüfsteinen kumuliert) ein wenig. Die FDP kann sich stark absetzen und weist die deutlichsten Übereinstimmungen mit den Positionen des IT-Mittelstandes auf. SPD und Grüne folgen fast gleichauf an zweiter Stelle. CDU und Die Linke weisen nur halb so viele Übereinstimmungen mit den digitalen Mittelstandspositionen auf und landen auf Platz 3. Die AfD landet deutlich auf dem letzten Platz. Unten finden sich die Auswertungsdiagramme für alle sechs Parteien.

BITMi Analyse Wahlprogramme : https://www.bitmi.de/wahlprogramm-analyse-2017/

BITMi Wahlprüfsteine, Antworten der Parteien: https://www.bitmi.de/wp-content/uploads/Wahlprüfsteine_BITMi.pdf

BITMi Parteienanalyse: https://www.bitmi.de/wp-content/uploads/Parteienanalyse.pdf

Der Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) vertritt über 1.500 IT-Unternehmen und ist damit der größte IT-Fachverband für ausschließlich mittelständische Interessen in Deutschland.

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