Tag Archives: Bundeskartellamt

Pressemitteilungen

E.ON-Innogy-Deal ist ein herber Rückschlag für den Wettbewerb in Deutschland

(Mynewsdesk) Der bundesweite Strom- und Gasanbieter lekker Energie hat sich sowohl gegenüber der EU-Kommission als auch gegenüber dem Bundeskartellamt deutlich gegen das Zusammenschlussvorhaben von E.ON, RWE und Innogy in der geplanten Form ausgesprochen. Würde das Vorhaben so genehmigt, stünde zu befürchten, dass die neue E.ON ihre Vertriebsmacht ausnutzen könnte, um den Markt zu Lasten von Verbrauchern und kleinen Energieunternehmen einzuschränken.

„21 Jahre nach der Liberalisierung des Energiemarktes in Deutschland wäre dies ein herber Rückschlag für den Wettbewerb“, sagt Josef Thomas Sepp, Sprecher der Geschäftsführung der lekker Energie. „Sollten die EU-Kommission und das Bundeskartellamt dem geplanten Vorhaben zustimmen, müssten wegen der drohenden Marktmacht mindestens die Beteiligungen an den überregionalen Marken Eprimo und E wie einfach auf dem Prüfstand stehen.“

Die lekker Energie GmbH ist nur aufgrund einer Entscheidung der EU-Kommission noch als Wettbewerber am Energiemarkt tätig. 2009 stimmte die EU-Kommission der Übernahme der niederländischen Nuon Energy durch die schwedische Vattenfall nur unter der Auflage zu, die damalige Nuon Deutschland GmbH mit ihren Berliner und Hamburger Haushaltskunden an einen dritten Wettbewerber zu veräußern. Begründung: Die marktbeherrschende Stellung von Vattenfall in den regionalen Märkten Berlin und Hamburg. Josef Thomas Sepp: „Was damals Recht war, muss auch heute gelten.“

2010 wurde die Nuon Deutschland GmbH an die Enervie-Gruppe verkauft und firmierte fortan unter dem Namen lekker Energie GmbH. Seit 2013 ist lekker eine hundertprozentige Tochter der SWK Stadtwerke Krefeld und beliefert über 320.000 Haushaltskunden in ganz Deutschland mit Energie.

Diese Pressemitteilung wurde via Mynewsdesk versendet. Weitere Informationen finden Sie im lekker Energie

Die lekker Energie GmbH ist ein führender Anbieter von Strom und Gas an Privat-, Gewerbe- und Geschäftskunden. lekker ist kunden- und serviceorientiert und schneidet bei Vergleichstests regelmäßig mit Bestnoten ab. Als einer der bedeutendsten Lieferanten von Ökostrom an private Haushalte steht lekker seit 2003 für umwelt- und verbraucherfreundliche Produkte. Für faire Wettbewerbsbedingungen setzt sich das Unternehmen im Bundesverband Neue Energiewirtschaft ein.

Firmenkontakt
Mynewsdesk
Mynewsdesk Client Services
Ritterstraße 12-14
10969 Berlin

press-de@mynewsdesk.com
http://www.themenportal.de/vermischtes/e-on-innogy-deal-ist-ein-herber-rueckschlag-fuer-den-wettbewerb-in-deutschland-15664

Pressekontakt
Mynewsdesk
Mynewsdesk Client Services
Ritterstraße 12-14
10969 Berlin

press-de@mynewsdesk.com
http://shortpr.com/1al14q

Die Bildrechte liegen bei dem Verfasser der Mitteilung.

Pressemitteilungen

Seriöse Vergleichsplattformen werden zertifiziert

Für mehr Transparenz am Vergleichsmarkt

Seriöse Vergleichsplattformen werden zertifiziert

Girokonto Vergleich

Finanzportale der Pharetis GmbH unterstützen Bundeskartellamt bei Sektoruntersuchung, um für mehr Transparenz am Vergleichsmarkt zu sorgen.

Bundesregierung plant, seriöse Vergleichsplattformen zu zertifizieren, um Verbrauchern bei der Auswahl seriöser und nutzerfreundlicher Portale zu helfen. Die Pharetis GmbH unterstützt das Vorhaben.

In den vergangenen Jahren haben immer mehr Banken verschiedenste Kontenmodelle eingeführt, die teils versteckt, teils transparent, Kosten für Finanzdienstleistungen wie Geldabhebungen, Kreditkartennutzung oder Überweisungen beinhalten. Gerade für Verbraucher gestaltet es sich schwierig, im Angebotsdschungel den Durchblick zu behalten. Aus diesem Grund entstehen immer mehr Vergleichsportale, die Unterstützung bieten. Doch nicht alle arbeiten wie die Pharetis GmbH wirklich transparent und verbraucherfreundlich.
Deshalb schritt die EU ein. Sie verlangt, dass künftig eine kostenfreie und zertifizierte Vergleichswebseite für Girokonten in Deutschland angeboten werden soll. Die Bundesregierung hat sich für ein privatwirtschaftliches System entschieden. Das bedeutet, dass für seriöse Vergleichsplattformen unter Berücksichtigung bestimmter Regularien bald die Möglichkeit bestehen soll, sich von einer Prüfstelle als seriöser Anbieter zertifizieren lassen zu können.

Im Vorfeld wurde vom Bundeskartellamt im Oktober 2017 eine Sektoruntersuchung verschiedenster Vergleichsportale eingeleitet. Sie soll Informationen über Funktionsweisen und Strukturen von Vergleichsportalen der Branchen Energie, Telekommunikation, Versicherungen, Finanzdienstleistungen und Reisen liefern.
Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes: „Millionen von Verbrauchern informieren sich alltäglich mit Hilfe von Vergleichsportalen im Internet. Buchungen über hohe Beträge und weitreichende Vertragsabschlüsse werden von den Angaben der Portale beeinflusst. Wir müssen sicherstellen, dass die Verbraucher sich dabei auf die Zuverlässigkeit, die Objektivität und die Transparenz der Portale verlassen können.“
Die Pharetis GmbH unterstützt das Ziel der Bundesregierung, für mehr Transparenz am Markt sorgen zu wollen. Im Rahmen einer ersten Ermittlungsrunde hat das Bundeskartellamt zunächst rund 150 Vergleichsportale befragt. Die darauf aufbauende zweite Befragungsrunde richtete sich mit spezifischen Fragen an insgesamt 36 Vergleichsportale, die in den untersuchten Branchen am relevantesten waren. Obwohl der Wirkungsbereich erst vor wenigen Jahren aufgebaut wurde, wurden bereits 4 unabhängige Finanzportale der Pharetis GmbH (kostenloser-girokonto-vergleich.de, kreditkarte-kostenlos-im-vergleich.de, kredit-suche.com sowie studenten-girokonto.de) für die 2. Befragungsrunde der Sektoruntersuchung herangezogen.

Im Finanzsektor sollte durch die Befragung u.a. geklärt werden, inwieweit die Portale den Markt abdecken können, welche Funktionen genutzt werden, um die Ergebnisse durch Vergleichsportale darzustellen und inwieweit Provisionszahlungen Einfluss auf die Bewertungen haben.

Die Ergebnisse der Untersuchung wurden am 12.12.2018 von der Beschlussabteilung Verbraucherschutz als Konsultationspaper veröffentlicht. Es zeigt sich, dass viele Vergleichsportale den Verbrauchern zutreffende und seriöse Informationen bieten. Kritisiert wurde bei einigen Betreibern jedoch die fehlende Transparenz in Bezug auf die Rankings. Für den Verbraucher bleibt teilweise völlig unklar, wie die Reihenfolge der Suchergebnisse und die Empfehlungen im Einzelnen zustande kommen. Die betroffenen Unternehmen haben nun Gelegenheit, zum Konsultationspapier Stellung zu nehmen.

Bei den durch die Pharetis GmbH betriebenen Vergleichsportalen werden alle Vor- und Nachteile der Finanzprodukte transparent aufgeführt, „unabhängig davon, ob von den Anbietern dafür Vermittlungsprovision gezahlt werden oder nicht. Nur so können objektive, unverfälschte und nutzerfreundliche Bewertungen entstehen“, so Dirk Ehrlich, Geschäftsführer der Pharetis. GmbH.

Weitere Informationen zur Sektoruntersuchung Vergleichsportale: https://www.bundeskartellamt.de/SharedDocs/Publikation/DE/Sektoruntersuchungen/Sektoruntersuchung_Vergleichsportale_Konsultation.html

Die Pharetis GmbH betreibt mehrere Internetportale -> www.pharetis.de

Kontakt
Pharetis GmbH
Dirk Ehrlich
Karl-Heine-Str- 99
04229 Leipzig
03413084740
info@pharetis.de
http://www.pharetis.de

Pressemitteilungen

Schüler auf dem Weg in den Vorstand

Beim bundesweiten Schülerwettbewerb CHEF für 1 TAG haben Eduard-Spranger-Schüler aus Freudenstadt in der ersten Etappe gesiegt.

Schüler auf dem Weg in den Vorstand

Eduard-Spranger-Schüler im Chefgespräch mit Norwin Graf Leutrum von der BW-Bank

Beim bundesweiten Schülerwettbewerb CHEF für 1 TAG haben 29 Schüler der Eduard-Spranger-Schule in Freudenstadt in der ersten Etappe gesiegt. In ihrer Bewerbungsarbeit nutzten sie die Möglichkeiten des Internets und überzeugten als zeitgemäße Kommunikatoren. Nun wollen sie herausfinden, wie viel Führungspotenzial in ihnen steckt und wie es an der Spitze einer traditionsreichen Bank im Zeitalter der Digitalisierung zugeht. Dazu haben sie einen Gesprächsvormittag mit einem Vorstand der BW-Bank verbracht. Für die weitere Aktion verfolgen die Schüler einen Plan: Einer von ihnen soll in die Vorstandsetage der Bank einziehen – für einen Tag.
Was gehört dazu, Verantwortung für eine regional bedeutende Bank zu übernehmen, für die Mitarbeiter, die Kunden und die Stakeholder? Und wie gelangt man auf eine solche Position? Die Schüler der Eduard-Spranger-Schule nutzten den Besuch von Norwin Graf Leutrum von Ertingen, Vorstandsmitglied der Baden-Württembergischen Bank (BW-Bank), um mehr über modernes Banking und das Führen eines großen Unternehmens zu erfahren. Und sie haben im Gespräch mit dem Top-Manager eine Idee davon bekommen, wie man den Grundstein für einen erfolgreichen Start in die Zeit nach dem Abitur legt.
Ende dieses Jahres wird Graf Leutrum symbolisch seinen Posten für einen Tag einem jungen Managementtalent aus dem Wirtschaftsgymnasium überlassen. „Diese Aktion ist toll“, erklärte Graf Leutrum. „Früher hat das Thema Wirtschaft in der Schule so gut wie gar nicht stattgefunden. Deshalb ist die Unterstützung der Aktion CHEF für 1 TAG für mich keine Frage gewesen. Ich halte es für wichtig, früh Brücken zwischen Schule und Ausbildung zu schlagen“, sagt der Vorstand, der selbst Vater von drei schulpflichtigen Kindern ist.
Möglich macht dies die Aktion CHEF für 1 TAG. In dem bundesweiten Wettbewerb können Schüler unternehmerisches Denken und Führungsqualitäten unter Beweis stellen. Sie erfahren, welche Herausforderungen auf Top-Manager warten, und können vor allem herausfinden, welche Fähigkeiten sie selbst haben. In einem mehrstufigen Auswahlverfahren werden die Managementtalente ermittelt. Dazu unterzieht die Personalberatung Odgers Berndtson die 16- bis 19-Jährigen im September einem „Chef-Casting“. Es enthält Elemente eines professionellen Management Audits. Genau wie bei der Besetzung von Spitzenpositinen in Wirtschaft, Verbänden und Organisationen, ermitteln die Spezialisten heute schon vorhandene Managementpotenziale bei den Schülern.
Am Ende des Castings stehen sie fest: Fünf junge Sieger, die einen Tag lang in die Fußstapfen von fünf Spitzenmanagern treten. Neben Graf Leutrum (Vorstand der BW-Bank) sind dies in diesem Jahr: Andreas Mundt (Präsident des Bundekartellamts), Prof. Klaus-Dieter Scheurle (Sprecher der Geschäftsführung der DFS Deutsche Flugsicherung), Andreas Storm (Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit) und Wilfried Vyslozil (Vorstandsvorsitzender der SOS Kinderdörfer weltweit).

Die Initiative CHEF für 1 TAG© führt jährlich einen bundesweiten Schülerwettbewerb durch.
Wirtschaft, Unternehmen und Top-Manager in der Praxis kennenlernen, Neues über sich selbst erfahren, an einem professionellen Junior-Management-Audit teilnehmen und dann für einen Tag Top-Managern großer Unternehmen und Institutionen bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen: Das erleben Schüler der Sekundarstufe II bei der Aktion CHEF für 1 TAG©. Sie wird unterstützt von Focus Money, dem Focus Magazin Verlag, Odgers Berndtson, der Stiftung Lesen und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU).

Firmenkontakt
Aktion CHEF für 1 TAG c/o fakten + köpfe Verlagsgesellschaft mbH
Susanne Theisen-Canibol
Schulstraße 13
64521 Groß-Gerau
06152 7187111
chef1tag@faktenundkoepfe.de
http://www.chef1tag.de

Pressekontakt
Aktion CHEF für 1 TAG c/o fakten + köpfe Verlagsgesellschaft mbH
Dr. Claudia Mauelshagen
Schulstraße 13
64521 Groß-Gerau
06152 7187111
chef1tag@faktenundkoepfe.de
http://www.chef1tag.de

Pressemitteilungen

Warenbetrug beim Online-Einkauf vermeiden!

Manipulierte Bewertungen und Fake-Shops

Warenbetrug beim Online-Einkauf vermeiden!

Foto: Fotolia / kebox (No. 5724)

sup.- So viele zufriedene Kunden? Da kann man doch nichts falsch machen! Für rund drei Viertel aller Online-Shopper spielen die Produktbewertungen im Netz eine Rolle bei ihrer Kaufentscheidung. Laut einer repräsentativen Studie des Digitalverbands Bitcom hält ein Drittel der Befragten die Urteile anderer User sogar für ebenso wertvoll wie die persönlichen Empfehlungen von Familienmitgliedern oder Freunden. Aber machen die Online-Rezensionen das Warenangebot im Internet wirklich transparenter? Netz-Experten warnen vor einer Vielzahl gefälschter Kommentare, hinter deren Lob oder Abwertung oftmals sogar professionelle Dienstleister stehen. Für den Kunden sind diese manipulierten Urteile nur schwer zu erkennen, weil ihnen nicht selten durch Grammatik- oder Rechtschreibfehler der Anschein von Authentizität verpasst wird. Grundsätzlich, so die Empfehlung von Verbraucherschützern, sollten identische Formulierungen in mehreren Bewertungen ein Warnsignal sein, ebenso allzu deutlich werbende oder abfällige Urteile.

Aber auch ein ehrlich gemeinter Nutzer-Kommentar ist nicht unbedingt hilfreich, wenn dem Verfasser jede Vergleichsmöglichkeit mit anderen Produkten fehlt. Eine gesunde Skepsis gegenüber unbedachten Klicks beim Online-Shopping ist deshalb stets angebracht. Erst recht, weil es in letzter Zeit immer häufiger vorkommt, dass sich ganze Verkaufsportale als Fake-Shops erweisen. Der Kunde glaubt, ein besonders günstiges Schnäppchen aufgespürt zu haben, bekommt dann aber mangelhafte, falsche oder auch gar keine Ware geliefert. Nach Angaben des Bundesjustizministeriums hat diese Form von Online-Betrug mittlerweile ein enormes Ausmaß erreicht. Die Strafverfolgung verläuft meist im Sande, weil sich die Server der Portale im Ausland befinden.

Um diesen Gefahren beim Internet-Einkauf zu entgehen, bevorzugen zahlreiche Verbraucher Shopping-Portale, auf denen beispielsweise der Hersteller selbst seine Produkte exklusiv, zu fairen Geschäftsbedingungen und mit abgesicherten Bestellmodalitäten anbietet. Leider wird auch diese Form von Transparenz in Deutschland zunehmend erschwert: Das Bundeskartellamt verbietet in vielen Fällen die Exklusivität des Online-Vertriebs durch den Hersteller oder durch speziell lizensierte Vertriebspartner, weil es darin eine Benachteiligung der anderen Online-Shops sieht. Die Folge: Hochwertige Qualitätsprodukte müssen zwischen Billigware, Privatverkäufen, Secondhand-Deals und nicht überprüfbaren Bewertungen angeboten werden, wo sie vom interessierten Verbraucher nur mit Mühe zu finden sind. Sicherheit und Lieferzuverlässigkeit bleiben auf der Strecke, weil sich die dafür angemessenen Preise in dem „Discountry“ der Schnäppchen-Portale nur schwer durchsetzen lassen. Kritiker dieser Behörden-Strategie wie der Wirtschaftspublizist Detlef Brendel sehen darin eine Entmündigung der Kunden. In dem Fachbuch „Wirtschaft im Würgegriff / Wie das Kartellamt Unternehmen blockiert“ (Campus Verlag, ISBN 978-3-593-50150-5) plädiert Brendel dafür, beim Online-Shopping die Auswahl zwischen unterschiedlichen Qualitäts- und Preisstufen dem Käufer zu überlassen und nicht amtlicherseits einzuschränken.

Supress
Redaktion Ilona Kruchen

Kontakt
Supress
Ilona Kruchen
Alt-Heerdt 22
40549 Düsseldorf
0211/555548
redaktion@supress-redaktion.de
http://www.supress-redaktion.de

Pressemitteilungen

Markenprodukte erfüllen Qualitätsansprüche

Mehrzahl der Verbraucher setzt auf bewährte Namen

Markenprodukte erfüllen Qualitätsansprüche

Grafik: Supress (No. 5712)

sup.- Qualitätsansprüche und positive Erfahrungswerte sind die wesentlichen Motive, die einen Verbraucher zu bekannten Markennamen greifen lassen. Das hat eine repräsentative Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers AG (PwC) ergeben. Danach entscheiden sich 66 Prozent der Bundesbürger für ein Markenprodukt, weil sie von dessen Qualität überzeugt sind. Der wichtigste Grund für dieses Vertrauen wird gleich mitgeliefert: Ein ebenso großer Prozentanteil gibt an, dass die bisherigen guten Erfahrungen mit diesem Produkt den Ausschlag geben. Diese Markentreue hat häufig eine lange Tradition: 72 Prozent der Befragten bevorzugen bestimmte Markenprodukte, weil sie ihnen bereits seit der Kindheit vertraut sind. Auch ein höherer Preis der Produkte wird angesichts dieser Wertschätzung als gerechtfertigt angesehen: „Markenprodukte sind teurer, weil sie hochwertiger hergestellt und verarbeitet sind“, so lautet die Einschätzung der meisten Umfrageteilnehmer.

Auf diese Kriterien wird besonders großer Wert gelegt, wenn es beispielsweise um besondere Anlässe bzw. um Geschenke geht. 71 Prozent der Konsumenten kaufen gezielt Markenprodukte, um mit ihren Weihnachts- oder Geburtstagspräsenten höchsten Qualitätsansprüchen zu genügen oder sich selbst einmal etwas wirklich Gutes zu gönnen. Typische Geschenkartikel führen entsprechend die Rangliste der Produktgattungen an, bei denen der Markenname eine entscheidende Rolle spielt. Bei den Bereichen Elektronik sowie Kosmetik und Körperpflege, bei Haushaltsgeräten, Werkzeugen und Wasch- bzw. Reinigungsmitteln, bei Lebensmitteln und Getränken ist es jeweils eine Mehrheit der Verbraucher, die ganz bewusst auf bewährte Marken achtet.

Leider wird das starke Qualitätsbewusstsein der Deutschen ausgerechnet vom Bundeskartellamt oftmals unterlaufen. Für diese Behörde zählen die höheren Produktionskosten oder umfangreichere Serviceleistungen bekannter Markenhersteller nämlich nicht als zulässiger Rahmen für die Preisgestaltung. Stattdessen wird jeweils nur der günstigste Vergleichsartikel im entsprechenden Discount-Angebot als Kalkulations-Limit akzeptiert. Hersteller, die sich diesem „Discountry“ verweigern und durch eine aufwändige Fertigung samt Qualitätssicherung, durch Produktinnovationen und exklusive Vertriebswege die Angebotsvielfalt für markenorientierte Verbraucher erweitern möchten, geraten schnell ins Visier der Wettbewerbshüter. Für sein Buch „Wirtschaft im Würgegriff / Wie das Kartellamt Unternehmen blockiert“ (Campus Verlag, ISBN 978-3-593-50150-5) ist der Wirtschaftspublizist Detlef Brendel diesen Zusammenhängen nachgegangen. Sein alarmierendes Fazit: Die Markenqualität könnte bei dem behördlich verordneten Niedrigpreis-Niveau letztlich ebenso auf der Strecke bleiben wie die individuelle Entscheidungsfreiheit der Verbraucher.

Supress
Redaktion Ilona Kruchen

Kontakt
Supress
Ilona Kruchen
Alt-Heerdt 22
40549 Düsseldorf
0211/555548
redaktion@supress-redaktion.de
http://www.supress-redaktion.de

Pressemitteilungen

Wunsch nach Beratung beim Sportartikel-Kauf

Qualität ist wichtiger als der Preis

Wunsch nach Beratung beim Sportartikel-Kauf

Grafik: Supress (No. 5611)

sup.- Jung, aktiv und ständig online mit dem Rest der Welt verbunden: So muss man sich wohl einen typischen „Smart Native“ vorstellen, dem die Medien in jüngster Zeit viel Aufmerksamkeit schenken. Gemeint sind Menschen zwischen 16 und 25 Jahren, die mit dem Internet aufgewachsen sind und ihre alltäglichen Aktivitäten vorwiegend per Smartphone bestreiten. Als Zielgruppe fürs Marketing ist dieser Typus besonders interessant, weshalb sich mittlerweile auch zahlreiche Studien mit seinem Einkaufsverhalten beschäftigen. Und das fällt manchmal anders aus als die hohe Nutzungsintensität von Online-Shopping und Social Media bei den jungen Verbrauchern vermuten lässt. So sind 82 Prozent der Smart Natives mindestens einmal wöchentlich sportlich aktiv und zeigen sich gerade für Trendsportarten und neue Accessoires wie Fitness-Apps aufgeschlossen. Und mehr als die Hälfte von ihnen trägt Sportbekleidung teilweise auch im Alltag. Aber die naheliegende Vermutung, dass die Internet-Generation den Einkauf von Sportartikeln bereits schwerpunktmäßig ins Netz verschoben hat, wird jetzt von einer repräsentativen Studie widerlegt. Nach dem aktuellen „Consumer Barometer“ der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG und des Instituts für Handelsforschung (IFH) bevorzugen nur 32 Prozent aller deutschen Verbraucher den Online-Kauf von Sportausrüstungen wie Helmen, Snowboards, Fußbällen etc. Bei Sportbekleidung sind es nur 31 Prozent und bei Sportschuhen sogar nur 21 Prozent, die für diese Anschaffungen einen Internet-Shop nutzen. Die Mehrheit gibt also nach wie vor dem Einkauf im Sportfachhandel, bei einem auf Sport spezialisierten Filialisten bzw. anderen stationären Geschäften oder direkt beim Hersteller den Vorrang.

Damit werfen die Umfrageergebnisse erneut ein Licht auf die fragwürdige Praxis des deutschen Bundeskartellamtes, das seit Jahren die Vertriebswege von Sportartikel-Produzenten genau entgegengesetzt dieser Verbraucher-Vorlieben zu regulieren versucht. Hersteller, die wegen des hohen Beratungsbedarfs ihrer Produkte das persönliche Verkaufsgespräch im Fachgeschäft ebenfalls für unverzichtbar halten und den Online-Vertrieb deshalb vermeiden möchten, geraten immer öfter ins Visier der Wettbewerbshüter. Ihnen wird beispielsweise untersagt, bei der Preisgestaltung den hohen Mehraufwand echter Filialen für Personal, Verkaufsfläche, Testmöglichkeiten und weitere Serviceleistungen zu honorieren. Richtschnur für den Preis soll stattdessen ein „Discountry“ sein, in dem der jeweils billigste Vertriebsweg einer Branche den genehmigungsfähigen Rahmen vorgibt. Unter dem Vorwand, Chancengleichheit herstellen zu wollen, verhindert die Kartellbehörde damit letztlich jeden Markt für qualitätsorientierte Produkte und Vertriebskanäle. „Durch Missbrauchsverfahren versucht sie, in einer Vollkostenkalkulation relevante Serviceleistungen aus der Preisgestaltung herauszunehmen und damit Geschäftsmodelle zu kippen“, schreibt der Wirtschaftspublizist Detlef Brendel , Autor des Fachbuchs „Wirtschaft im Würgegriff / Wie das Kartellamt Unternehmen blockiert“ (Campus Verlag, ISBN 978-3-593-50150-5). Dabei belegen auch die Umfrageergebnisse des „Consumer Barometer“: Mit 80 Prozent ist die Qualität das wichtigste Kriterium beim Kauf von Sportartikeln. Der Preis kommt dagegen nur auf 62 Prozent der Nennungen.

Supress
Redaktion Ilona Kruchen

Kontakt
Supress
Ilona Kruchen
Alt-Heerdt 22
40549 Düsseldorf
0211/555548
redaktion@supress-redaktion.de
http://www.supress-redaktion.de

Pressemitteilungen

Beim Einkaufen wird der Service immer wichtiger

Studie bescheinigt Konsumenten Qualitätsbewusstsein

Beim Einkaufen wird der Service immer wichtiger

Grafik: Supress

sup.- Auch wenn manche Werbekampagnen noch immer etwas anderes vermuten lassen: Die deutschen Verbraucher sind mehrheitlich nicht mehr die Schnäppchenjäger, die beim Shoppen ausschließlich der günstigste Preis interessiert. Stattdessen spielen Beratung, das Einkaufserlebnis und weitere Serviceleistungen eine zunehmend wichtige Rolle. „Sie wissen, was sie wollen“, so fasst der Technologiedienstleister Cognizant die Ergebnisse seiner aktuellen Konsumentenstudie zusammen. Die bisher für ganz Europa ermittelten Umfrageergebnisse wurden jetzt erstmals gesondert für Deutschland ausgewertet und liefern interessante Erkenntnisse. Danach haben die deutschen Kunden heute klare Vorstellungen davon, „welchen Preis sie zu zahlen bereit sind und welche Dienstleistungen sie dafür erwarten. Sie sind geübt darin, Produkte zu recherchieren, Preise zu vergleichen und Lieferoptionen einander gegenüberzustellen.“

Dieses Qualitätsbewusstsein verdeutlichen unter anderem die vielfältigen Erwartungen, die nach Angaben der befragten Konsumenten jeweils gegen die Wahl des billigsten Anbieters sprechen: So sind 48 Prozent von ihnen bereit, für ein Produkt oder eine Dienstleistung mit echter Garantie mehr Geld auszugeben. Für immerhin 35 Prozent sind die Versand- und Lieferkosten einen Zuschlag wert und 33 Prozent akzeptieren dies bei kundenfreundlichen Rücknahmekonditionen. Rund ein Viertel aller Befragten nennen jeweils Treue- oder Kundenbindungsprogramme, eine einzigartige Produktvariante oder die Unterstützung nach dem Kauf als ausreichenden Grund für einen höheren Preis.

Die eigene Bequemlichkeit sowie der Service beim Kaufprozess, die ebenfalls angeführt werden, dürften sich in den Details wohl überschneiden. Aber deutlich wird: Beim Kaufen geht es längst nicht mehr um die pure Ware, sondern ebenso um die Rahmenbedingungen. Dass diese natürlich auch den Preis beeinflussen, ist für die deutschen Verbraucher kein Kaufhindernis. Damit sind sie allerdings in ihrem Marktverständnis mindestens einen Schritt weiter als die Verantwortlichen des Bundeskartellamtes, die den Wert der erwünschten Serviceleistungen regelmäßig in Frage stellen. Durch eine Reihe behördlicher Entscheidungen gegen Händler und Hersteller, von denen stets eine Orientierung am niedrigen Preisniveau eines „Discountry“ verlangt wird, soll den Verbrauchern das gerade wachsende Qualitätsbewusstsein offensichtlich wieder ausgetrieben werden. „Wer eine derart auf den Preis fokussierte Sicht vertritt, der kann unmöglich verstehen, dass beispielsweise die Preise eines serviceorientierten Anbieters, also der Preis für ein Produkt plus Dienstleistungen, nicht mit dem reinen Produktpreis eines anderen Anbieters, der keine Zusatzleistungen erbringt, verglichen werden können“, schreibt der Wirtschaftspublizist Detlef Brendel . In seinem Fachbuch „Wirtschaft im Würgegriff / Wie das Kartellamt Unternehmen blockiert“ (Campus Verlag, ISBN 978-3-593-50150-5) schildert er die fatalen Folgen der Eingriffe in unternehmerische Geschäftsmodelle.

Supress
Redaktion Ilona Kruchen

Kontakt
Supress
Ilona Kruchen
Alt-Heerdt 22
40549 Düsseldorf
0211/555548
redaktion@supress-redaktion.de
http://www.supress-redaktion.de

Pressemitteilungen

Bundeskartellamt gefährdet den Wettbewerb

Qualitätsstandards unter Generalverdacht

Bundeskartellamt gefährdet den Wettbewerb

Foto: Fotolia / Tyler Olson

sup.- Ob Tiefkühlware oder Erfrischungsgetränke, ob Pflegeartikel oder Süßigkeiten: Beim Einkauf im Supermarkt erwartet der Kunde, in jedem Regal eine gewisse Produktauswahl in unterschiedlichen Ausführungen und Preisstufen vorzufinden. Ein berechtigter Anspruch, dessen Erfüllung jedoch möglicherweise schon bald nicht mehr selbstverständlich ist. Gerade die Hersteller von Markenprodukten, die großen Wert auf hochwertige Zutaten und umfassenden Service legen, sehen sich heute vor große Herausforderungen gestellt. Zum einen müssen sie natürlich durch Qualität und informatives Marketing die Verbraucher von den Vorzügen ihrer Produkte überzeugen. Zum anderen wird es angesichts der Marktmacht des Handels und der Konzentration auf immer weniger Filialketten für die Hersteller zunehmend schwierig, die erforderlichen Preise für diese Markenqualität zu erzielen. Selbst bekannte Branchengrößen beispielsweise aus der Lebensmittelfertigung, die jeweils innerhalb ihres Produktbereichs zu den Marktführern zählen, müssen sich für einen bundesweiten Vertrieb meist die eng kalkulierten Einkaufspreise der Supermarkt- und Discounterketten diktieren lassen.

Brisant und für manche Unternehmen existenzbedrohend wird die Situation allerdings erst durch eine weitere Hürde, die das Bundeskartellamt den Markenanbietern in den Vertriebsweg stellt. Nach der Logik dieser Behörde dürfen außergewöhnliche Produktgüte oder zusätzliche Service- und Dienstleistungen ohnehin keinen Einfluss auf die Preisgestaltung haben. Alle Preise, die vom jeweils untersten Niveau einer Warengattung nach oben abweichen, begründen für die Wettbewerbshüter sofort den Generalverdacht auf unzulässige Absprachen. Neben den Preis-Limits der Handelsketten sabotiert also auch das Kartellamt ein breites Warensortiment, das dem Käufer die Entscheidung zwischen unterschiedlichen Qualitätsstandards überlässt. Echter Wettbewerb, dessen Schutz eigentlich die Kernaufgabe der Kartellwächter ist, wird so zunehmend zugunsten eines gleichförmigen „Discountry“ verhindert. „Wir haben heute die Situation, dass der Wettbewerb gegen das Kartellamt verteidigt werden muss“, meint Detlef Brendel , Autor des Fachbuchs „Wirtschaft im Würgegriff / Wie das Kartellamt Unternehmen blockiert“ (Campus Verlag, ISBN 978-3-593-50150-5). Er sieht den Verbraucherschutz bedroht, wenn die Kartellamtsvorgaben zu einer Absenkung der Standards bei Produktentwicklung, Inhaltsstoffen, Fertigungskontrolle und Kundenservice führen. Für mündige Verbraucher sind schließlich nicht allein die Preise, sondern das Preis-Leistungs-Verhältnis und der individuelle Geschmack die entscheidenden Kaufkriterien. Die Voraussetzung hierfür ist aber, dass im Supermarktregal tatsächlich eine ausreichende Auswahl unterschiedlicher Qualitätsstufen zu finden ist.

Supress
Redaktion Ilona Kruchen

Kontakt
Supress
Ilona Kruchen
Alt-Heerdt 22
40549 Düsseldorf
0211/555548
redaktion@supress-redaktion.de
http://www.supress-redaktion.de

Pressemitteilungen

Luxusmarken mit individueller Online-Präsenz

Kunden erwarten Exklusivität auch im Internet

Luxusmarken mit individueller Online-Präsenz

Foto: Fotolia / Peter Atkins

sup.-Nahezu alles, was es zu kaufen gibt, kann heute auch über das Internet erworben werden. Selbst exklusive, hochwertige Markenprodukte, die vom Kunden größere Investitionen erfordern, lassen sich per Mausklick am heimischen PC bestellen. Aber könnte diese Digitalisierung des Handels nicht gerade bei den angesehenen Luxusmarken zu einer Abwertung in der Wahrnehmung der Verbraucher führen? Das war die Fragestellung bei einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung Prophet zum Online-Shopping auf gehobenem Niveau. Das eindeutige Ergebnis: Die Wertschätzung edler Produkte ist nicht gefährdet, wenn es dem Hersteller gelingt, die Individualität seiner Marke im Internet ebenso zu schützen wie im Offline-Handel. „Luxusmarken wollen das Kundenerlebnis selber bestimmen – etwa in eigenen Geschäften in guter Lage“, sagt der Markenexperte Tobias Bärschneider: „Diese Konzepte funktionieren auch im Netz. Auch dort ist der eigene Shop immer die beste Lösung.“ Für 84 Prozent der befragten Studienteilnehmer in Deutschland ist eine attraktive, auch mobil erreichbare Online-Präsenz hochwertiger Produkte längst ein Muss. Und 86 Prozent sind sogar der Meinung, dass das Internet gerade bei Luxusmarken eine gute Plattform für Kundenerlebnisse bietet.

Um diese Erlebnisse dauerhaft zu gewährleisten, empfehlen die Markenstrategen durchdacht inszenierte, selektive Aktivitäten im Netz und Distanz zu den Auftritten anderer Anbieter. Genau diese wichtigen Weichenstellungen für eine exklusive Online-Präsenz werden allerdings zunehmend vom Bundeskartellamt torpediert. Die Wettbewerbshüter betrachten es als kartellrechtlichen Verstoß, wenn ein Markenhersteller sich durch eigene und exklusiv genutzte Vertriebskanäle vom Discount-Niveau anderer Online-Shops abgrenzen möchte. Selbst der Verweis auf große Differenzen bei Fertigungsaufwand, Qualitätskontrolle und Serviceleistungen sowie auf eine entsprechend abweichende Preisgestaltung gilt bei der Kartellbehörde nicht als Argument. „Deutschen Herstellern wird es immer schwerer gemacht, über die jeweils passenden Vertriebswege ihrer Produkte selbst zu entscheiden“, kommentiert der Wirtschaftspublizist Detlef Brendel , Autor des Fachbuchs „Wirtschaft im Würgegriff / Wie das Kartellamt Unternehmen blockiert“ (Campus Verlag, ISBN 978-3-593-50150-5): „Sie müssen einem Verkauf im Niedrigpreis-Umfeld zustimmen, selbst wenn sie ihre hochwertigen und beratungsbedürftigen Markenartikel dort gar nicht sehen möchten.“ Das Bundeskartellamt verspricht sich von diesen Vorgaben „preissenkende Tendenzen“. Die wahrscheinlichere Folge dieser Behördenpolitik ist aber ein austauschbares „Discountry“ auf unterstem Preisniveau und ohne echte Auswahlmöglichkeiten. Die Freiheit zur individuellen Kaufentscheidung wird dem Kunden nämlich genommen, wenn die spezifischen Vorzüge exklusiver Luxusmarken bei deren Vertrieb nicht mehr angemessen berücksichtigt und geschützt werden dürfen.

Supress
Redaktion Ilona Kruchen

Kontakt
Supress
Ilona Kruchen
Alt-Heerdt 22
40549 Düsseldorf
0211/555548
redaktion@supress-redaktion.de
http://www.supress-redaktion.de

Pressemitteilungen

Sportartikel erfordern individuelle Beratung

Gesundheitsrisiko durch Fehlkäufe im Internet

Sportartikel erfordern individuelle Beratung

Foto: Fotolia / ARochau

sup.- Wozu brauche ich persönliche Fachberatung? Kann man doch alles im Netz nachlesen! Diese Haltung bestimmt heute das Einkaufsverhalten zahlreicher Online-Shopper. Sie sparen sich bei einer immer größeren Bandbreite von Produkten den Weg zum lokalen Ladengeschäft und suchen stattdessen alle Informationen, Preisvergleiche, Kundenbewertungen und Bestellmöglichkeiten direkt im Internet. Lediglich 13 Prozent aller Deutschen zwischen 16 und 74 Jahren haben nach Angaben des Statistischen Bundesamtes noch nie per Mausklick eingekauft. Der große Rest schätzt die Annehmlichkeiten der unzähligen Schaufenster am heimischen Monitor und ordert heute mit Vorliebe Kleidung bzw. Sportartikel: 66 Prozent aller Online-Kunden bestellen gelegentlich oder regelmäßig Produkte aus dieser Kategorie, die damit die Rangliste der Internet-Handelswaren deutlich dominiert. Die Umtausch-Optionen der meisten Online-Shops forcieren den Trend: Was nicht passt oder gefällt, wird eben zurückgeschickt.

Gerade bei Sportbekleidung und anderen Ausrüstungsgegenständen für die körperliche Fitness könnte sich allerdings der Verzicht auf die Beratung im Fachgeschäft als folgenreicher Fehler erweisen. Denn es besteht längst nicht nur das Risiko, dass der Käufer etwa in ungeeigneter Funktionsbekleidung zu schnell schwitzt, friert oder in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt wird. Unerkannte Fehlkäufe bei Schuhen, Protektoren oder Helmen, bei Kletter-Ausrüstungen sowie weiterem Sicherheitszubehör können auch ernsthafte Verletzungen zur Folge haben. Es ist deshalb stets empfehlenswert, vor einem Kauf solcher Artikel den kompetenten Beratungs-Service eines Sportfachgeschäfts in Anspruch zu nehmen. Jeder Einkauf im stationären Handel setzt auch ein Zeichen gegen die aktuellen Bestrebungen des Bundeskartellamtes, diese kundenorientierten Offline-Serviceleistungen einzuschränken. Die Behörde möchte nämlich alle Hersteller zum Online-Handel verpflichten, selbst die, die ihre beratungsbedürftigen Sportartikel gar nicht im Netz zwischen Privatverkäufern, Secondhand-Ware und Discount-Angeboten sehen möchten. „Markenlieferanten, die ausdrücklich den Fachhandel bevorzugen oder den Mehraufwand der Händler angemessen honorieren, werden von der Kartellbehörde ausgebremst“, so Detlef Brendel , Autor des Fachbuchs „Wirtschaft im Würgegriff / Wie das Kartellamt Unternehmen blockiert“ (Campus Verlag, ISBN 978-3-593-50150-5).

Der Wirtschaftspublizist erläutert auch den Hintergrund dieser Markteingriffe: „Es sei ein selektives und deshalb unzulässiges Vertriebssystem, so die Rechtsauffassung des Kartellamts, wenn Hersteller beispielsweise ihre Produkte gar nicht oder nur zu gestaffelten Konditionen über das Internet verkaufen lassen.“ Aber nur durch diese Staffelung, davon sind viele Hersteller überzeugt, können Serviceleistungen wie individuelle Betreuung durch geschulte Mitarbeiter sowie Produktpräsentationen und Testmöglichkeiten dauerhaft aufrechterhalten werden. Die Alternative wäre ein allgemeines „Discountry“ mit lauter Billig-Produkten, deren Preisniveau die notwendige Fachberatung für Freizeit-Sportler künftig gar nicht mehr erlaubt.

Supress
Redaktion Ilona Kruchen

Kontakt
Supress
Ilona Kruchen
Alt-Heerdt 22
40549 Düsseldorf
0211/555548
redaktion@supress-redaktion.de
http://www.supress-redaktion.de