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Erster Stadtrat Martin Burlon eröffnet den Wahlkampf

Seine Partei sind die Bürger

Erster Stadtrat Martin Burlon eröffnet den Wahlkampf

Martin Burlon mit seinem Wahlkampfteam. (Bildquelle: Achim Ritz)

Dreieich, 6.09.2018. Knapp acht Wochen vor der Bürgermeisterwahl ist Erster Stadtrat Martin Burlon am Mittwochabend im Bürgerhaus Sprendlingen mit Pauken und Trompeten des Spielmannszuges der Freiwilligen Feuerwehren Dreieich-Götzenhain/Offenthal und einer engagierten Rede in den Wahlkampf gestartet.

Bürgermeister Dieter Zimmer, der aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr antritt, ergriff im vollbesetzten Foyer zunächst das Wort und sagte, dass er in Martin Burlon einen kompetenten Nachfolger im Rathaus sehe, „Als ich wegen einer Krankheit längere Zeit abwesend war, hat er bewiesen, dass er die Stadtverwaltung erfolgreich leiten kann“, so der Rathaus-Chef. Ich habe mit Martin Burlon gern zusammengearbeitet und erlebt, dass er stets gut vorbereitet in schwierige Gespräche ging, beispielsweise in der Sportplatzkommission, sachlich argumentierte und immer Lösungen gefunden habe, mit denen bis heute alle leben können. Außerdem hat er ein Gedächtnis wie ein Elefant, das hat mir oft geholfen“, so lobte der Bürgermeister Burlon.
Mit seiner über achtjährigen Erfahrung als Erster Stadtrat und den detaillierten Kenntnissen der kommunalpolitischen Themen, Verwaltungsstrukturen und Verfahrensprozesse kann der parteiungebundene Bewerber für das Bürgermeisteramt punkten. In seiner frei gesprochenen rund 40-minütigen Rede präsentierte sich der 43-jährige Verwaltungsjurist bei seinem Wahlkampfauftakt kämpferisch in der Sache und zielstrebig in der Darstellung seiner Kernthemen: Soziales, Wohnen, Mobilität, Klimaschutz, Ehrenamt und Digitalisierung.

Martin Burlon will sich für ein familienfreundliches Dreieich stark machen. „Ich werde die Zahl der Betreuungsplätze für Kinder weiter ausbauen und mit Hilfe des neuen kommunalen Wohnungsbauunternehmens DreieichBau bezahlbaren Wohnraum schaffen“, kündigte er an. Die neue Kita Heckenborn sei erst der Anfang, vier weitere Einrichtungen für die Kinderbetreuung würden folgen, damit Familie und Beruf Hand in Hand gehen können. Zum Problem fehlender Erzieherinnen sagte Burlon, dass die Stadt stärker auf ihre attraktiven Arbeitsbedingungen hinweisen und auch in den sozialen Medien Fachkräfte akquirieren sollte. Ein Pluspunkt von Dreieich sei, dass die Gruppenstärke in den Kitas bei höchstens 22 statt wie in anderen Kommunen bei 25 Kindern liege.

Mit starkem Beifall bekräftigten die Besucher Burlons Plädoyer und seinen Einsatz für die Anbindung von Dreieich-Buchschlag an die geplante Regionaltangente West (RTW). Er kündigte an, er werde die Weichen stellen, damit die RTW an der Schnittstelle Buchschlag mit der Dreieichbahn gekoppelt wird. „Die Dreieichbahn muss aber funktionieren, Pünktlichkeit und Komfort dürfen nicht länger auf der Strecke bleiben.“
Zur Mobilität der Zukunft gehört für den Bürgermeisterkandidaten, der bei seinen beiden Wahlen zum Ersten Stadtrat 2010 und 2015 von fast allen Fraktionen Stimmen erhielt, auch, dass man verschiedene Verkehrsträger nutzt und große Räder drehen muss. Burlon fordert die Verlängerung der Straßenbahnlinie 17 durch Neu-Isenburg bis nach Dreieich. „Das ist eine Idee, die seit Jahren im Regionalen Flächennutzungsplan als nützliches Verkehrsprojekt beschrieben wird.“

Die Chancen der Digitalisierung nutzen, das heißt für Martin Burlon auch, die über das Internet angebotenen Dienstleistungen der Stadtverwaltung auszubauen. „Damit es im Bürgerbüro keine Wartezeiten mehr gibt, habe ich bereits eine Online-Terminvereinbarung eingeführt. Eine von mir installierte Arbeitsgruppe wird demnächst Vorschläge machen, wie der Service für die Bürgerinnen und Bürger online erleichtert werden kann.“
Der in Sprendlingen aufgewachsene Bewerber für die Bürgermeisterwahl am 28. Oktober sagte, dass er Dreieichverbunden sei. „Meine Familie ist hier seit Generationen zuhause“. Ich war in der Erich-Kästner-Schule und habe 1994 am Ricarda-Huch-Gymnasium mein Abi gemacht.“
Alternative Wohnformen für Senioren, mehr Mitbestimmung für Kinder und Jugendliche, für die er eine eigne Sprechstunde einrichten möchte und ein Stadtmarketing, das sich stärker um den Einzelhandel kümmert – diese Themen stehen auf Burlons Agenda ganz oben. Die Unterstützung der Vereine und der ehrenamtlichen Kräfte beispielsweise bei der Feuerwehr und beim DRK sowie die Stärkung der Wirtschaftsförderung, „das ist für mich Chefsache“, sagte er.

Auch wenn es bei den Gewerbesteuereinnahmen eine Delle gibt, so hatte Martin Burlon doch eine positive Nachricht: „Wir haben es geschafft, drei Jahre früher als geplant, die Zone des Schutzschirms zu verlassen. Bei meinem Amtsantritt als Erster Stadtrat hatten wir 2010 genau 107 Millionen Euro Schulden und 41 Millionen Kassenkredite. Heute sind die Schulden bei 47 Millionen Euro und die Kassenkredite bei Null“, so Burlon.
Sein Credo lautet: Mehr Beteiligung, mehr Mitbestimmung aller Dreieicher. „Meine Partei sind die Bürger der Stadt“, sagte Martin Burlon und ging von rhythmischem Klatschen des Publikums begleitet von der Bühne auf die Menschen an den Tischen zu, um mit ihnen im persönlichen Gespräch über die Zukunftsthemen Dreieichs zu diskutieren.

Demnächst werde er die Bürgerinnen und Bürger in den Stadtteilen einladen, auf seiner „Burlon-Bank“ Platz zu nehmen, um bei Events wie „Auf ein Bier mit Burlon“ oder „Auf einen Bembel mit Burlon“ mit ihm zu sprechen. Die nächste Möglichkeit, den Bürgermeisterkandidaten kennenzulernen, gibt es am Freitag, 7. September, um 18 Uhr am Dreieichplatz, wenn es heißt „Biken mit Burlon“.

Mehr Infos zum Bürgermeister-Kandidaten finden Sie unter: https://www.burlon-wählen.de/

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parteilos – kommunal – souverän – Eine beachtliche politische Kraft – und doch als Gruppe unsichtbar (Wams) – Parteiunabhängige Bürgermeister und Landräte treffen sich in Dresden

Der Bürgermeistertag – Kommunale Fachtagung für parteiunabhängige Bürgermeister und Landräte –
empfängt am 15./16. Mai 2014 wieder parteilose Amtsträger in Dresden

Bundesweit sind derzeit knapp 45 % aller hauptamtlichen (Ober-)Bürgermeister ohne Parteizugehörigkeit.
Bei den Landräten sind es nahezu 20 %.

parteilos - kommunal - souverän  - Eine beachtliche politische Kraft - und doch als Gruppe unsichtbar (Wams) - Parteiunabhängige Bürgermeister und Landräte treffen sich in Dresden

www.der-buergermeistertag.de

Nach Auswertung der Daten der Statistischen Landesämter von 2005 bis heute*, stieg der Anteil der parteilosen (Ober-)Bürgermeister von einem Drittel auf besagte 45%, die der Oberbürgermeister kreisfreier Städte von 9 auf rund 12%, die der Landräte blieb relativ konstant.

Diese Zahlen werden sich in 3 Monate verändert haben, nachdem in Bayern am 16.3., in Brandenburg, Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Baden-Württemberg, Saarland, Rheinland-Pfalz und NRW am 25.5. neben den Kommunalwahlen auch viele Direktwahlen stattfanden – wobei interessant sein dürfte zu beobachten, ob sich der Trend der letzten Jahre fortsetzt.

„Parteilos“ ist attraktiv!

Die parteilosen Amtsträger eint eine Maxime: Sie fühlen sich ausschließlich „Ihren Bürgerinnen und Bürgern“ verpflichtet und keiner Parteiräson. Dieser Grundsatz ist mittlerweile so erfolgreich, dass Kandidaten mit Parteibuch zunehmend im Wahlkampf ihre Parteizugehörigkeit unter den Tisch fallen lassen. Kein Wunder, denn lt. Politik-Professor Hans-Georg Wehling (Universität Tübingen) ist bereits „die Wahlempfehlung einer Partei für einen Kandidaten ziemlich tödlich“, wie er bereits Ende 2010 in einem Interview dem Südkurier verriet.

Beispiele für „plötzlich Parteilose“ wird es bestimmt auch bei den kommenden Direktwahlen geben. Sicherlich werden die entsprechenden Kandidaten ganz andere Hintergründe für ihre Aufstellung als „Unabhängiger“ vorbringen, aber die Untersuchungen verschiedener Politikwissenschaftler belegen: „Ein parteiloser Kandidat hat schlicht die besseren Chancen“, wie auch Oscar Gabriel (Universität Stuttgart) im September 2009 in der Stuttgarter Zeitung betonte. In Baden-Württemberg, wo bereits seit Generationen der Schultheiß direkt gewählt wird, hat die Unabhängigkeit des Kandidaten schon traditionell eine große Bedeutung – mittlerweile sind über 60% der hauptamtlichen Bürgermeister dort parteilos. Aber auch in den Bundesländern, die erst vor jüngerer Zeit die Direktwahl eingeführt haben, steigen die Chancen für parteilose Bewerber.

Die Parteilosen sind vielen Parteipolitikern inzwischen ein Dorn im Auge

Dies mutmaßte Heinrich Stommel, Bürgermeister der Stadt Jülich, NRW im April 2013 in einem Interview mit der Aachener Zeitung. Hintergrund ist die ‚Ausstiegsklausel‘, welche die Landesregierung in Düsseldorf voriges Jahr allen Bürgermeistern anbot, um die Wahlen der Kommunalparlamente (2014) und der Wahlbeamten (eigentlich 2015) wieder zusammenzuführen. „Bei der Entkopplung von Kommunal- und Bürgermeisterwahlen haben auch nicht-parteigebundene Kandidaten gute Chancen. Nehmen Sie als Beispiel Baden-Württemberg. Aber genau das gefällt offenbar einigen Parteifunktionären nicht.“, so BM Stommel.

Im Juni 2014 werden wir spätestens wissen, ob sich die Wähler von solchen „parteipolitischen Finten“ beeinflussen lassen.

Susanne Schröter, vendoro.dewww.der-buergermeistertag.de

Hintergrund:
Bürgermeister werden, außer in den Stadtstaaten sowie Bremerhaven, in allen Bundesländern direkt gewählt – entsprechend der Süddeutschen Ratsverfassung, die, ursprünglich nur in Bayern und Baden-Württemberg vorherrschend, sich seit Ende der 1990er Jahre in nahezu allen Kommunalverfassungen durchgesetzt hat (Ausnahme: Hessen). Mit dem Wechsel des Verfassungstyps inklusive der Einführung von mehr direktdemokratischen Beteiligungsformen, wie der Direktwahl-, aber auch Abwahlmöglichkeit von Bürgermeistern und Landräten, dem Bürgerentscheid sowie dem Bürgerbegehren, versprach man sich auch, der allgemeinen Politikverdrossenheit entgegenzuwirken. Ein weiterer Effekt ist die schwindende Präsenz der Parteien an der Kommunalspitze, denn durch die Direktwahlmöglichkeit kommen zunehmend Parteilose ans Ruder. Mittlerweile suchen sogar immer öfter Parteien – mangels geeigneter Kandidaten in den eigenen Reihen – per Stellenanzeige nach (meist parteilosen) Bewerbern, die über das erforderliche Führungs- und Fachpotential verfügen.

Die Bevölkerung traut den Politikern offenbar immer weniger zu, der Kommune und der Partei gleichermaßen zur vollsten Zufriedenheit dienen zu können. Hinzu kommen oft genug die Verärgerung über parteipolitische Grabenkämpfe oder politischen Filz, was nicht unbedingt zu Politik-, aber gewiss zu Parteienverdrossenheit führt. Wenn dann ein Kandidat keine höhere Qualifikation als sein Parteibuch aufzuweisen hat, entscheiden sich die Wähler bevorzugt für den Bewerber mit der größten Parteiendistanz – und natürlich mit der größten Sachkenntnis. Lt. Dr. Timm Kern, Autor des Buches „Warum Bürgermeister abgewählt werden“, wählt die Bevölkerung einer Gemeinde zunehmend Kandidaten mit Verwaltungsfachwissen.

*Hinweis zu den Zahlen:
Die Daten der Statistischen Landesämter müssen bzgl. der Parteizugehörigkeit der angegebenen Mandatsträger überwiegend nachrecherchiert werden, da die Angabe einer Parteimitgliedschaft keine Pflicht ist. In der Regel wird angegeben, wer den Wahlvorschlag gemacht hat. Somit ergibt sich folgende Problematik:
– Ein Kandidat, der Träger des Wahlvorschlags einer Partei ist, muss nicht zwangsläufig Parteimitglied in der Partei sein, für die er antritt.
– Ein Kandidat, der ohne Angaben zum Träger des Wahlvorschlags antritt, kann Mitglied in einer Partei sein.

Das herauszufinden, ist überwiegend Handarbeit und birgt eine Fehlerquelle, die es nicht zulässt, absolute Zahlen zu nennen – zumal auch immer wieder Mandatsträger aus einer Partei austreten oder Mitglied einer Partei werden. Der bundesweite Trend ist aber eindeutig. Wir rechnen mit einer maximalen Abweichung von 2 Prozentpunkten – nach unten wie nach oben! Bildquelle:-

vendoro, Susanne Schröter
organisiert und betreut seit 2000 Veranstaltungen und Tagungen, so auch von 2006 bis 2010 die „Bundestagung parteiunabhängiger Bürgermeister und Landräte“.
Seit 2011 ist vendoro, Susanne Schröter, Veranstalterin von „Der Bürgermeistertag – Kommunale Fachtagung für parteiunabhängige Bürgermeister und Landräte“, seit 2013 von „stimme.stärken – Fachtagung für kommunale Mandatsträgerinnen und weibliche Führungskräfte in der kommunalen Verwaltung“ und ab Mai 2014 von „busyWell – stimme.stärken – Tagung für Gründerinnen, Unternehmerinnen und weibliche Führungskräfte““. www.vendoro.de.

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Susanne Schröter
Bautzner Landstr.
01324 Dresden
0172-7479700
post@vendoro.de
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Der Bürgermeistertag 2012

Am 26. und 27. April 2012 sind wieder mehrere tausend parteilose Rathaus- und
Landkreis-Chefs Deutschlands eingeladen, nach Dresden zu kommen.

44% aller Städte und Gemeinden und 20% aller Landkreise werden von Parteilosen regiert.
Für sie findet ‚Der Bürgermeistertag‘ am 26./27.4.2012 in Dresden statt.
Die, meist direkt von den Bürgern gewählten Mandatsträger, sind in allen Bundesländern zu finden. Wie bereits die Stuttgarter Zeitung im September 2009 schrieb, sind sie
„Teil einer beachtlichen politischen Kraft, die in keiner Wahlanalyse auftaucht: die der parteilosen Politiker.“

Für diese überparteilich tätigen Gemeinde- und Kreisoberhäupter wurde „Der Bürgermeistertag“ ins Leben gerufen. Einmal im Jahr haben die Kommunalpolitiker Gelegenheit, um sich persönlich kennen zu lernen, Vorträge zu wichtigen kommunalen Themen zu hören und ihre Erfahrungen auszutauschen.

Dabei regen hochkarätige Redner zum Diskutieren und Debattieren an.

Die Referenten sind u. a.:

Franz-Reinhard Habbel
Sprecher und Direktor für politische Grundsatzfragen des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB) in Berlin und zugleich Leiter des DStGB-Innovators Club

Dr. Timm Kern, MdL
Mitglied im Landesvorstand der „Vereinigung Liberaler Kommunalpolitiker“ (VLK)
Baden-Württemberg

Dr. Andreas Eisen
Geschäftsführer des Genossenschaftsverbandes e.V., Berlin.

David Flüthmann
Senior Consultant bei der ÖPP Deutschland AG, Berlin

Edmund Mastiaux
Gründer und Geschäftsführer von zfm – Zentrum für Management- und Personalberatung

Zum Abendessen wurde für die Teilnehmer schließlich Dresdens schönster Platz reserviert.
Bei gutem Essen und angeregten Gesprächen können diese den Blick auf die Dampfer der
Weißen Flotte vor der Brühlschen Terrasse und die großartige Kulisse von Semperoper,
Augustusbrücke, Hofkirche und Schloss genießen.

Eine Firmenbörse, in der Unternehmen und Institutionen ihre auf den Bedarf von Kommunen ausgerichteten Dienstleistungen und Produkte an Informationsständen darstellen, rundet
das Angebot der Veranstaltung ab.

Für alle Interessenten besteht nur noch wenige Tage die Möglichkeit, den Frühbucherrabatt
i. H. v. 15 % zu nutzen. Alle Anmeldungen, die bist einschließlich 31. Januar 2012 eingehen,
werden berücksichtigt.

Weitere Details zur Tagung stehen unter www.der-buergermeistertag.de im Internet bereit.

Aktuelle Informationen sind auch über Facebook und Twitter erhältlich:
Facebook www.facebook.com/DerBuergermeistertag
Twitter www.twitter.com/derbmtag

Seit 2000 organisiert und betreut Susanne Schröter Buchlesungen, Vortragsveranstaltungen und Tagungen, darunter auch von 2006 – 2010 die „Bundestagung parteiunabhängiger Bürgermeister und Landräte“.

Seit 2011 ist S-Z & Partner, Susanne Schröter, Veranstalter von „Der Bürgermeistertag“.
S-Z & Partner
Susanne Schröter
Bautzner Landstr. 73c
01324 Dresden
info@der-buergermeistertag.de
0351-2798806
http://www.der-buergermeistertag.de

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Parteiunabhängige nähern sich der absoluten Mehrheit

Die „Partei der Nichtwähler“ wächst stetig, aber ein weiterer Trend wird häufig außer Acht gelassen: Bei kommunalen Direktwahlen haben zunehmend parteilose Kandidaten die Nase vorn.

Mittlerweile über 4.000 hauptamtliche (Ober-)Bürgermeister und 60 Landräte sind am 12. und 13. Mai 2011 nach Dresden zur bundesweit einzigen kommunalen Fachtagung für parteiunabhängige Bürgermeister und Landräte eingeladen. Hier haben sie an zwei Tagen nicht nur die Möglichkeit, Fachvorträge zu wichtigen kommunalen Themen zu hören, sondern auch ihre parteilosen Amtskolleginnen und -kollegen zu treffen, um mit ihnen Erfahrungen auszutauschen und ein Netzwerk von Gleichgesinnten zu knüpfen.

Denn, so bringt es Natalie Steger vom ZDF Landesstudio Sachsen, die Moderatorin der Tagung, auf den Punkt: „Gerade weil Sie in keiner Partei sind, müssen Sie vernetzt sein. Sie müssen wissen, wo Sie unabhängige Beratung herbekommen.“

Dabei eint diese Mandatsträger eine Maxime: Sie fühlen sich ausschließlich „Ihren Bürgerinnen und Bürgern“ verpflichtet und keiner Parteiräson. Dieser Grundsatz ist mittlerweile so erfolgreich, dass Kandidaten mit Parteibuch zunehmend im Wahlkampf ihre Parteizugehörigkeit unter den Tisch fallen lassen. Kein Wunder, denn lt. Politik-Professor Hans-Georg Wehling (Universität Tübingen) ist bereits „die Wahlempfehlung einer Partei für einen Kandidaten ziemlich tödlich“, wie er unlängst dem Südkurier verriet.

Beispiele für „plötzlich Parteilose“ gibt es auch bei den kommenden Direktwahlen am 27. März 2011 in Hessen. Sicherlich werden die entsprechenden Kandidaten ganz andere Hintergründe für ihre Aufstellung als Unabhängige vorbringen, aber die Untersuchungen verschiedener Politikwissenschaftler belegen: „Ein parteiloser Kandidat hat schlicht die besseren Chancen“, wie auch Oscar Gabriel (Universität Stuttgart) im September 2009 in der Stuttgarter Zeitung betonte. In Baden-Württemberg, wo bereits seit Generationen der Schultheiß direkt gewählt wird, hat die Unabhängigkeit des Kandidaten schon traditionell eine große Bedeutung – mittlerweile sind über 50% der hauptamtlichen Bürgermeister dort parteilos. Aber auch in den Bundesländern, die erst vor jüngerer Zeit die Direktwahl eingeführt haben, steigen die Chancen für parteilose Bewerber.

Nach Auswertung der aktuellen Daten der Statistischen Landesämter sind von den hauptamtlichen (Ober-)Bürgermeistern der Städte und Gemeinden in den nachfolgenden Bundesländern parteilos*:
– Baden-Württemberg: über 50 %
– Bayern: mehr als 1/3
– Brandenburg: über 40 %
– Hessen: mehr als 1/3
– Mecklenburg-Vorpommern: knapp 1/3
– Niedersachsen: über 40 %
– Nordrhein-Westfalen: knapp 1/5
– Rheinland-Pfalz: knapp 15 %
– Saarland: 1/13
– Sachsen: fast 50 %
– Sachsen-Anhalt: fast 50 %
– Schleswig-Holstein: über 50 %
– Thüringen: mehr als 1/3

Bundesweit sind damit fast 44 % aller hauptamtlichen (Ober-)Bürgermeister ohne Parteizugehörigkeit. Bei den Landräten sind es immerhin schon nahezu 20 %.

Hintergrund

Bürgermeister werden, außer in den Stadtstaaten sowie Bremerhaven, in allen Bundesländern direkt gewählt – entsprechend der Süddeutschen Ratsverfassung, die, ursprünglich nur in Bayern und Baden-Württemberg vorherrschend, sich seit Ende der 1990er Jahre in nahezu allen Kommunalverfassungen durchgesetzt hat (Ausnahme: Hessen). Mit dem Wechsel des Verfassungstyps inklusive der Einführung von mehr direktdemokratischen Beteiligungsformen, wie der Direktwahl-, aber auch Abwahlmöglichkeit von Bürgermeistern und Landräten, dem Bürgerentscheid sowie dem Bürgerbegehren, versprach man sich auch, der allgemeinen Politikverdrossenheit entgegenzuwirken. Ein weiterer Effekt ist die schwindende Präsenz der Parteien an der Kommunalspitze, denn durch die Direktwahlmöglichkeit kommen zunehmend Parteilose ans Ruder. Mittlerweile suchen sogar immer öfter Parteien – mangels geeigneter Kandidaten in den eigenen Reihen – per Stellenanzeige nach (meist parteilosen) Bewerbern, die über das erforderliche Führungs- und Fachpotential verfügen.

Die Bevölkerung traut den Politikern offenbar immer weniger zu, der Kommune und der Partei gleichermaßen zur vollsten Zufriedenheit dienen zu können. Hinzu kommen oft genug die Verärgerung über parteipolitische Grabenkämpfe oder politischen Filz, was nicht unbedingt zu Politik-, aber gewiss zu Parteienverdrossenheit führen. Wenn dann ein Kandidat keine höhere Qualifikation als sein Parteibuch aufzuweisen hat, entscheiden sich die Wähler bevorzugt für den Bewerber mit der größten Parteiendistanz – und natürlich mit der größten Sachkenntnis. Lt. Dr. Timm Kern, Autor des Buches „Warum Bürgermeister abgewählt werden“, wählt die Bevölkerung einer Gemeinde zunehmend Kandidaten mit Verwaltungsfachwissen. Ein Trend, der sicherlich nicht unerwünscht ist.

*Hinweis zu den Zahlen:
Die Daten der Statistischen Landesämter müssen bzgl. der Parteizugehörigkeit der angegebenen Mandatsträger überwiegend nachrecherchiert werden, da die Angabe einer Parteimitgliedschaft nicht Pflicht ist. In der Regel wird angegeben, wer den Wahlvorschlag gemacht hat. Somit ergibt sich folgende Problematik:
– Ein Kandidat, der Träger des Wahlvorschlags einer Partei ist, muss nicht zwangsläufig Parteimitglied in der Partei sein, für die er antritt.
– Ein Kandidat, der ohne Angaben zum Träger des Wahlvorschlags antritt, kann Mitglied in einer Partei sein.
Das herauszufinden, ist überwiegend Handarbeit und birgt eine Fehlerquelle, die es nicht zulässt, absolute Zahlen zu nennen – zumal auch immer wieder Mandatsträger aus einer Partei austreten oder Mitglied einer Partei werden. Die bundesweite Tendenz ist aber eindeutig.

Weitere Details zur Tagung stehen unter www.der-buergermeistertag.de im Internet bereit.

Aktuelle Informationen sind auch über Facebook und Twitter erhältlich:
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Seit 2000 organisiert und betreut Susanne Sitte-Zöllner Buchlesungen, Vortragsveranstaltungen und Tagungen, so auch von 2006 bis 2010 die „Bundestagung parteiunabhängiger Bürgermeister und Landräte“.

Seit 2011 ist S-Z & Partner Veranstalter von „Der Bürgermeistertag“.
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