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BWF-Skandal: Landgericht Berlin spricht Urteile

Hauptangeklagter muss für sechs Jahre ins Gefängnis – Emissionsprospekte und Werbematerialien versprachen den Anlegern Renditen aus Zwischenhandelsgewinnen und nicht durch eine Goldmine.

BWF-Skandal: Landgericht Berlin spricht Urteile

Urteile im BWF-Stiftung Gold Skandal von Christian-H. Röhlke, Rechtsanwalt aus Berlin

Am 25.07.2017 ging der „BWF-Gold“-Prozess nach mehr als einjähriger Verhandlungsdauer zu Ende. Das Gericht sprach die vier verbleibenden Angeklagten schuldig und verurteilte sie zu mehrjährigen Haftstrafen. Der Hauptangeklagte Gerald S., der sich in dem Prozess geständig eingelassen hatte, muss eine Haftstrafe von sechs Jahren verbüßen. Die anderen Angeklagten Strafen zwischen 5 und 5 Jahren. Das Gericht sah es dabei als erwiesen an, dass Gerald S. die Anleger über den Charakter der tatsächlich betriebenen Geschäfte täuschte.

Gericht stützt sich auf die geständige Einlassung des Hauptangeklagten

Rechtsanwalt Christian-H. Röhlke berichtet: „Nach mehr als 70 Verhandlungstagen stützte das Gericht seine Entscheidung maßgeblich auf die geständige Einlassung des Hauptangeklagten Gerald S. Dieser hatte vor Gericht ausgesagt, ihm sei während des Betriebes der BWF-Stiftung eine Goldmine in Südamerika angeboten worden, an der er sich beteiligen könne. Er habe sich davon viele Vorteile und hohe Gewinne auch für die Anleger versprochen, so dass er das Geld der Anleger in dieser Goldmine investiert und nicht die in den Emissionsprospekten und Werbematerialien versprochen Zwischenhandelsgewinne erzielt habe. Da die Goldmine nicht in der erwünschten Zeit die erforderliche Menge an Gold produzierte, habe er, um die Anleger zunächst ruhig zu halten, das später von der Polizei aufgefundene „Dekor-Gold“ erworben und in die Safes gelegt. Dieses wollte er dann später mit richtigem Gold aus der Mine austauschen, so dass es keiner merken könne. Tatsächlich haben ja auch namhafte Wirtschaftsprüfer, die den Goldbestand geprüft haben, den Betrug ebenfalls nicht gemerkt. Bankaufsichtsrechtliche Probleme haben dagegen bei der Verurteilung keine Rolle mehr gespielt.“

Wo sind die Millionen der Anleger geblieben?

Rechtsanwalt Christian-H. Röhlke berichtet weiter, dass auch der Prozess nicht habe klären können, wo denn das von den Anlegern vereinnahmte Geld von ca. 50 Mio. Euro geblieben ist. In den Tresoren der BWF wurde zwar Gold gefunden, allerdings nur mit einem Gegenwert von ca. 11 Mio. Euro. Ob dieses Gold tatsächlich mit den Geldern der BWF-Kunden erworben wurde, ist allerdings nach wie vor vollkommen unklar. Für die betroffenen Anleger eröffnet die strafrechtliche Verurteilung einen Weg zur Inanspruchnahme der vier verurteilten Hauptangeklagten.

Möglichkeiten auf Schadensersatzanspruch der betroffenen Anleger?

Wie werthaltig dieser Weg der Inanspruchnahme ist, wird sich allerdings zeigen müssen, meint Rechtsanwalt Röhlke. Nach wie vor werden zudem beinahe im Wochentakt Vermittler zu Schadensersatz verurteilt oder aber vergleichen sich außergerichtlich zu höchst vorteilhaften Konditionen mit den Anlegern. Das strafrechtliche Urteil eröffnet allerdings einen Weg, auch die Hauptverantwortlichen Gerald S., seine Frau, Vertriebsdirektor Detlef B. und Herrn Oliver O. in die Haftung zu nehmen.

Hoffnung der geschädigten Anleger auf Schadensersatz von Vermittlern und Beratern

„Derartige, auf verbotene Handlungen gestützte Schadensersatzansprüche werden von Zivilrichtern nur äußerst zögerlich ausgeurteilt. Die Chancen sind deutlich besser, wenn eine strafrechtliche Verurteilung bereits vorliegt. Ob allerdings die Hauptangeklagten noch genügend Vermögen haben, um die Schadensersatzansprüche der Anleger abzudecken, muss skeptisch beurteilt werden. Der Prozess dürfte viel Geld gekostet haben und es ist vollkommen offen, ob die Angeklagten Teile der verlorenen Millionen gesichert haben. Röhlke Rechtsanwälte prüft für betroffene Anleger diesen Weg – neben der regelmäßigen Inanspruchnahme der Berater und Vermittler – intensiv“, teilt Rechtsanwalt Christian-H. Röhlke mit, der allen betroffenen BWF-Stiftung-Anlegern empfiehlt, kompetenten anwaltlichen Rat einzuholen.

Röhlke Rechtsanwälte haben ihre Kernkompetenz im Bereich des Kapitalanlagenrechts und der angrenzenden Gebiete des Zivilrechts, insbesondere im Handels- und Gesellschaftsrecht. Ein weiterer Schwerpunkt liegt bei Kleinverdienern, denen vermietete Eigentumswohnungen zur Altersvorsorge als Immobilienrente schmackhaft gemacht wurden. Ein wesentlicher Tätigkeitsschwerpunkt ist auch das Recht der Handelsvertreter, die Regelungen über Provisionen, Buchauszüge, Wettbewerbsverbote etc.Weitere Information finden Sie unter: www.kanzlei-roehlke.de

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BWF-Skandal: Kein Anspruch der Opfer auf physisches Gold

Welche Möglichkeiten bestehen für Anleger ihre Ansprüche geltend zu machen?

BWF-Skandal: Kein Anspruch der Opfer auf physisches Gold

BWF-Skandal: Kein Anspruch der Opfer auf physisches Gold – von Röhlke Rechtsanwälte

Plausibilitätsprüfung – Inanspruchnahme der Hauptverantwortlichen – Schadensersatzansprüche – Verjährung – Weitere Urteile gegen Anlageberater?

Mit einem Urteil vom 10.05.2017 hat das Landgericht Berlin die Klage einer Geschädigten des sogenannten Berliner Falschgoldskandals auf Herausgabe des von ihr angeblich erworbenen Goldes abgewiesen. Hintergrund war das Kapitalanlagemodell der „BWF-Stiftung“, welches sich als ein Massenbetrugsfall entpuppte. Die schriftlichen Urteilsgründe liegen nunmehr vor.

Landgericht Berlin entscheidet: Kein Eigentumserwerb einer einzelnen Anlegerin

6000 geschädigte Anleger hatten der Stiftung ihr Geld in dem Glauben anvertraut, physisches Gold zu erwerben und nach einigen Jahren dieses an die Stiftung mit erheblichem Gewinn wieder verkaufen zu können. Ob die Stiftung mit dem Geld der Anleger aber tatsächlich Gold gekauft hat, und dazu in welcher Menge, bleibt vollkommen ungeklärt. Jedenfalls aber, so dass Landgericht Berlin, könne kein Eigentumserwerb einer einzelnen Anlegerin festgestellt werden, obgleich dies noch im Sommer 2015 von einigen Anwälten so propagiert wurde.

Was bedeutet die Entscheidung?

Das Urteil wird erläutert von Rechtsanwalt Christian-H. Röhlke, der eine Vielzahl geschädigter BWF-Mandanten erfolgreich vertreten hat. „Die Klage der Anlegerin war gerichtet auf Herausgabe einer bestimmten Menge Feingoldes, sie ging also davon aus, dieses Gold rechtlich einwandfrei erworben zu haben. Die entsprechende Klage hatte sie kurz vor dem Berichtstermin im Insolvenzverfahren der BDT e. V., also der Rechtsträgerin der BWF-Stiftung, eingereicht. In diesem Berichtstermin wurde vom Insolvenzverwalter aber bereits darauf hingewiesen, dass große Zweifel daran bestehen, ob Anleger tatsächlich in rechtlicher Hinsicht Gold erworben haben könnten. Auch in anderen Redebeiträgen wurde der Eigentumserwerb grundsätzlich bestritten und darauf hingewiesen, dass möglicherweise ohnehin nur Falschgold erworben sein könnte. Gleichwohl hat die Anlegerin des aktuellen Verfahrens die Klage nicht etwa zurückgenommen, sondern weiter betrieben, allerdings erfolglos – wie sich jetzt zeigt“, erläutert Rechtsanwalt Christian-H. Röhlke.

Feststellung: Haben Anleger bei Eigentumserwerb gleichzeitig Besitzerwerb?

„Das Landgericht Berlin hat nicht feststellen können, dass der für einen Eigentumserwerb auch notwendige Besitzerwerb der Anleger stattgefunden hat. Die Anleger haben das Gold niemals körperlich ausgehändigt bekommen und auch keinen sogenannten mittelbaren Besitz erlangt. Es könne schon nicht einmal gesagt werden, ob mit dem Geld der Anleger tatsächlich Gold angeschafft worden sei oder ob die aufgefundenen 324 kg Gold aus dem Tresor, dem die BWF-Stiftung sich mit anderen teilte, vielleicht schon vor Überweisung des Geldes der Anleger an die BWF erworben wurde. Daneben war die Klage auch deswegen unbegründet, weil der Insolvenzverwalter überhaupt kein Gold herausgeben konnte: Dieses befindet sich derzeit noch in der Beschlagnahme der Polizei. Damit ist ein weiterer Versuch gescheitert, mit zweifelhafter juristischer Argumentation die Ansprüche der Anleger zu sichern“, meint Rechtsanwalt Röhlke.

Welche Möglichkeiten haben betroffene Anleger, um ihre Ansprüche geltend zu machen?
Rechtsanwalt Christian-H. Röhlke: „Erfolgsversprechender scheint ein anderer Weg zu sein, der von Röhlke Rechtsanwälte bereits von Anfang an konsequent verfolgt wurde. Die Inanspruchnahme der Vermittler. Beinahe wöchentlich werden Urteile unterschiedlichster Landgerichte bekannt, nach welchen die Vermittler der Skandal-Anlage wegen einer unterlassenen Plausibilitätsprüfung zu Schadensersatz gegenüber den Anlegern verurteilt werden.“

Inanspruchnahme der Vermittler

Nach der Erfahrung des Rechtsanwalts sind viele Vermittler bereits außergerichtlich bereit, sich zu ansehnlichen Quoten auf eine vergleichsweise Beilegung des Rechtsstreits und eine schnelle Zahlung zu einigen, da die Aussichten vor Gericht für die Anlageberater verschwindend gering sind.

„Klagen gegen beratende Rechtsanwälte dagegen sind bereits mehrfach vor dem Landgericht Köln gescheitert. Ein denkbarer Weg wäre die Inanspruchnahme der Hauptverantwortlichen, die sich derzeit noch vor dem Landgericht Berlin in einem Strafprozess sich verantworten müssen“, so Christian-H. Röhlke.

Röhlke Rechtsanwälte empfehlen betroffenen Anlegern, möglichst zügig vor dem Hintergrund der möglicherweise bereits Ende 2018 eintretenden Verjährung von Schadensersatzansprüchen fachkundigen juristischen Rat aufzusuchen.

Röhlke Rechtsanwälte haben ihre Kernkompetenz im Bereich des Kapitalanlagenrechts und der angrenzenden Gebiete des Zivilrechts, insbesondere im Handels- und Gesellschaftsrecht. Ein weiterer Schwerpunkt liegt bei Kleinverdienern, denen vermietete Eigentumswohnungen zur Altersvorsorge als Immobilienrente schmackhaft gemacht wurden. Ein wesentlicher Tätigkeitsschwerpunkt ist auch das Recht der Handelsvertreter, die Regelungen über Provisionen, Buchauszüge, Wettbewerbsverbote etc.Weitere Information finden Sie unter: www.kanzlei-roehlke.de

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Berliner Falschgoldskandal: Entscheidung Gericht – Rechtsanwaltskanzlei haftet nicht

Aktuelle Entwicklung BWF-Goldskandal: Gutachten, kein Eigentum am Gold für BWF Kunden – Wem gehört das Gold?

Berliner Falschgoldskandal: Entscheidung Gericht - Rechtsanwaltskanzlei haftet nicht

Wem gehört das Gold? Welcher Weg ist richtig zur Geltendmachung von Ansprüchen?

Für die gebeutelten Anleger der BWF-Stiftung werden die Alternativen zur Schadenskompensation immer geringer. Viele betroffene BWF-Gold Anleger haben ihre Hoffnung in eine Klage gegen eine beratende Rechtsanwaltskanzlei aus Berlin gesetzt, nach Rat anderer Rechtsanwaltskanzleien. Diese haftet aber den Anlegern nicht auf Schadenersatz, befand das Landgericht Köln. Andere betroffene Anleger hatten gehofft, ihr angebliches Eigentum am Gold der BWF aus der Insolvenz aussondern zu können. Funktioniert das?

Insolvenzverwalter holt Gutachten ein – Haftung – Schadensersatzanspruch

Ein aktuelles Gutachten, welches der Insolvenzverwalter Laboga eingeholt hat, geht allerdings davon aus, dass den Anlegern kein Gold zusteht. Die große Ernüchterung für die Betroffenen. Positive Nachrichten gibt es daher wie gehabt nur von Klagen gegen die Kapitalanlagenvermittler zu berichten, erläutert Rechtsanwalt Christian-H. Röhlke.

Der Berliner Anwalt vertritt eine Vielzahl geschädigter BWF-Kunden und teilt mit: „Wie bereits vermutet und nun bestätigt, hat das Landgericht Köln nunmehr sämtliche Klagen gegen eine beratende Rechtsanwaltskanzlei aus Berlin abgewiesen, da diese weder aus einem sogenannten Vertrag mit Schutzwirkung zugunsten Dritter noch aus einer erweiterten Prospekt- oder Garantenhaftung Schadenersatz leisten muss. Damit dürften mehrere hundert Klageverfahren geschädigter Anleger kostenpflichtig abgewiesen werden. Schlecht beraten waren auch diejenigen Anleger, die im Rahmen der Insolvenz versuchten, ihr Gold auszusondern. Wie auf der ersten Gläubigerversammlung mitgeteilt, hat Insolvenzverwalter Laboga ein Gutachten in Auftrag gegeben, wem das Gold eigentlich zusteht. Mit hoher Wahrscheinlichkeit kann nur Eines gesagt werden: den Anlegern steht das Gold wahrscheinlich nicht zu. Jedenfalls aber ist es nahezu ausgeschlossen, dass die Anleger einen Eigentumsübergang beweisen können. Ob das Gold überhaupt der BWF-Stiftung, also tatsächlich der BDT e. V. , gehört oder aber nach wie vor der TMS GmbH oder gar der EVVE e. V., die das Gold verkauft haben oder sich mit der BWF den Tresorraum geteilt, ist ebenfalls noch vollkommen unklar. Fakt ist, dass alle drei Unternehmungen inzwischen insolvent sind. Gestritten wird auch, die Insolvenzverwalter streiten sich um das Gold.“

Betroffene Anleger und ihre Familien suchen fairen Rat – Wie geht es weiter?

Die Berliner Rechtsanwaltskanzlei Röhlke sieht den von Anfang an von ihr angeratenen Weg daher als bestätigt an: geschädigte Anleger, die von Anfang an konsequent auf eine Inanspruchnahme der Vermittler gesetzt haben, haben in nahezu allen bekannt gewordenen und von Röhlke vertretenen Fällen ihr eingesetztes Kapital ganz oder teilweise zurückbekommen. Die betroffenen Vermittler haben teilweise ohne gerichtliche Verhandlung vollständig Schadenersatz geleistet oder aber großzügigen Vergleichen zugestimmt. Quer durch die Republik werden Urteile bekannt, in welchen Vermittler zu Schadenersatz verurteilt werden.

Die von einigen Rechtsanwälten unmittelbar im Zusammenhang mit dem Beginn der Insolvenz der BWF vertretenen Meinung, die Vermittler hafteten nicht für Schäden und hätten die Unplausibilität des Geschäftsmodells nicht erkennen können, erweist sich damit als fehlerhaft.

Fazit: Das Gegenteil ist der Fall – nur die Inanspruchnahme der Vermittler ist ein gangbarer Weg, in angemessener Zeit eine Schadenskompensation überhaupt erhalten zu können.

Es bleibt dabei, so der erfahrene Rechtsanwalt Christian-H. Röhlke: „Geschädigte Anleger, die ihren Schaden ersetzt bekommen möchten, sollten zu einem unabhängigen und spezialisierten Anwalt gehen, ich über die Vermittlerhaftung informieren und fair beraten lassen.“

Röhlke Rechtsanwälte haben ihre Kernkompetenz im Bereich des Kapitalanlagenrechts und der angrenzenden Gebiete des Zivilrechts, insbesondere im Handels- und Gesellschaftsrecht. Ein weiterer Schwerpunkt liegt bei Kleinverdienern, denen vermietete Eigentumswohnungen zur Altersvorsorge als Immobilienrente schmackhaft gemacht wurden. Ein wesentlicher Tätigkeitsschwerpunkt ist auch das Recht der Handelsvertreter, die Regelungen über Provisionen, Buchauszüge, Wettbewerbsverbote etc.Weitere Information finden Sie unter: www.kanzlei-roehlke.de

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BWF Stiftung Falschgoldskandal: keine Prospekthaftung gegen Rechtsanwaltskanzlei

Aktuelle Entwicklungen im Anlegerskandal um die BWF-Stiftung und das von ihr vertriebene Falschgold zeigen, wie wichtig die sorgfältige Wahl des richtigen Rechtsanwalts für die geschädigten Anleger ist.

BWF Stiftung Falschgoldskandal: keine Prospekthaftung gegen Rechtsanwaltskanzlei

Aktuell im Falschgoldskandal BWF-Stiftung: keine Prospekthaftung gegen Rechtsanwaltskanzlei

Im Strafrechtsverfahren gibt es inzwischen ein Geständnis des Goldhändlers Gerald S. Gerald S. sagte, er habe Lieferbelege gefälscht und so vorgetäuscht, dass es sich bei den Goldbarren im BWF-Stiftung-Tresor um Echtgold und nicht um Dummies handle.

Aktuelle Prozesse: Anleger gegen Finanzbetriebe – Klagen gegen Vermittler – Massenverfahren gegen Rechtsanwaltskanzlei

Während im Internet über Prozesserfolge geschädigter Anleger gegen die Finanzvertriebe berichtet wird, gibt es aktuell auch Berichte über fehlgeschlagene Klagen gegen die Vermittler der Betrugsanlage. Die Urteile gegen den Vertrieb sind deshalb unterschiedlich, weil die Vermittlungssituation immer verschieden war.

Zudem werden die Massenverfahren gegen eine Berliner Rechtsanwaltskanzlei, die die BWF-Stiftung nach Aussagen in einer Verkaufsunterlage beraten haben soll, Prozessbeobachtern zufolge wohl vollständig abgewiesen. Erste Termine für Entscheidungen hat das Landgericht (LG) Köln auf den 14.02.2017 bestimmt. Weitere Entscheidungen in 13 verhandelten Verfahren folgen wohl einen Monat später am 14.03.2017.

Rechtliche Aufarbeitung BWF-Skandal

Der Berliner Rechtsanwalt Christian-H. Röhlke, der eine Vielzahl geschädigter BWF-Anleger erfolgreich vertreten hat, erläutert die Hintergründe: „In der rechtlichen Aufarbeitung des BWF-Skandals im Sinne der geschädigten Anleger zeigten sich von Anfang an zwei Richtungen.

Einige Rechtsanwaltskanzleien sahen eine Haftung der Vertriebe und Kapitalanlageberatungsfirmen als nicht gegeben an und konzentrierten sich auf angeblich verantwortliche Hintermänner, entweder unter dem Gesichtspunkt der Prospekthaftung oder aufgrund der Verletzung von Beratungsverträgen mit sogenannter drittschützender Wirkung. Andere Rechtsanwälte haben darauf hingewiesen, dass eine Haftung der eingesetzten Vermittler tatsächlich bestehe und die Inanspruchnahme dieser Marktmittler der einfachste Weg zur Erlangung von Schadenersatz sei.“

Schadensersatzzahlung – Haftung

„Das bisherige Ergebnis ist eindeutig: bisher ist lediglich ein Urteil bekannt geworden, in dem ein Anlagevermittler gegen den Anleger gewonnen hat, während die Vermittler regelmäßig zum Schadenersatz verurteilt wurden oder sich gegenüber den Anlegern zur Zahlung von Schadenersatz im Vergleichswege bereit erklärt haben. Die angeblich so sicher bestehende Haftung der Berliner Rechtsanwaltskanzlei, die die Hintermänner der BWF-Stiftung beraten haben soll, ist dagegen bei einem Verhandlungstermin am 17.01.2017 vor dem Landgericht Köln in allen Aspekten verneint worden. Die auch von RÖHLKE Rechtsanwälten von Anfang an propagierte Marschrichtung der vorrangigen Inanspruchnahme der Vermittler hat sich also bisher als vollständig richtig erwiesen“, meint der erfahrene Rechtsanwalt Christian-H. Röhlke.

Die grundsätzlichen Unterschiede beider Herangehensweisen liegen auf der Hand:

Ein Schadenersatzanspruch gegen einen Kapitalanlagenberater ist vergleichsweise einfach belegbar: Der Berater hat meist direkt mit dem Anleger das Beratungsgespräch geführt, meist noch im Beisein eines Zeugen. Ihn treffen dabei weitreichende Pflichten. So muss er die Plausibilität des Kapitalanlagenmodells vorab überprüfen und über sämtliche mit der Kapitalanlage verbundenen Risiken ordnungsgemäß aufklären. In Sachen BWF-Stiftung scheitert es bereits an der Plausibilität der Kapitalanlage, da die von der BWF-Stiftung versprochenen Gewinne im Zwischengoldhandel überhaupt nicht erzielt werden konnten. Der Anleger durch das vereinbarte Sachdarlehen für die Laufzeit der Beteiligung entgegen der Darstellungen in den Werbematerialien überhaupt kein Eigentum an dem Gold erwerben konnte. Schon mit diesen zwei Argumenten lässt sich ein Schadenersatzanspruch relativ gut darstellen, wie auch die prozessualen Erfolge gezeigt haben, erläutert Rechtsanwalt Christian-H. Röhlke.

Ganz anders dagegen das bisherige Vorgehen gegen die beklagte Berliner Rechtsanwaltskanzlei: Diese ist zwar in einem Produktprospekt der BWF-Stiftung-Produkte als beratende RA Gesellschaft genannt, allerdings sind die zugrundeliegenden Beratungsverträge überhaupt nicht konkretisiert. Weder ist bekannt, wer Vertragspartner der Kanzlei war, noch welche Inhalte diese Verträge hatten.

Trotzdem wurde Prozessbeobachtern zufolge versucht, einen Prospekthaftungsanspruch geltend zu machen. „Da die betroffenen Anwälte der Rechtsanwaltsgesellschaft den Prospekt nicht geschrieben haben und auch die betroffenen Anleger im Regelfalle kein besonderes persönliches Vertrauen hierauf entwickelt haben, scheiterten die geltend gemachten Prospekthaftungsansprüche in allen Varianten“, so das Landgericht Köln nach Aussagen von Prozessbeobachtern. Der zweite Ansatzpunkt, ein angeblicher Drittschutz der Beratungsverträge mit den BWF-Stiftung-Verantwortlichen, scheiterte schon daran, dass Inhalt und Umfang dieser vermeintlichen Verträge zu den beteiligten Berliner Anlegeranwälten der Rechtsanwaltsgesellschaft überhaupt nicht dargestellt werden konnten. Eine drittschützende Wirkung dieser Verträge konnte also nicht bewiesen werden. Schließlich scheiterten einige Anlegeranwälte sogar schon daran, die richtigen Beklagten auszuwählen.

Fazit: Betroffene Anleger der BWF-Stiftung sollten erneut die Strategie und anwaltliche Durchsetzung prüfen lassen.

Im Ergebnis ein Desaster, über das sich wohl trotzdem nur die Anlagevermittler freuen können, kommentiert Rechtsanwalt Röhlke: “ Röhlke Rechtsanwälte hatten bereits frühzeitig davor gewarnt, dass einige Kanzleien in Zusammenarbeit mit Kapitalanlagenberatern Schutzgemeinschaften oder Ähnliches aufsetzen, um dann ausschließlich gegen vermeintlich verantwortliche Hinterleute zu klagen. Viele Anleger haben leider nicht genügend Kraft oder finanzielle Mittel, um mehr als eine Klage zu starten. Oftmals zahlt die Rechtsschutzversicherung nur einen Gerichtsprozess und nicht mehrere. Die betroffenen Anleger haben sprichwörtlich nur einen „Schuss“ und der muss sitzen! Wenn dieser „Schuss“ fehlgeht, bleibt keine Kraft mehr, das möglicherweise bessere Ziel – den Kapitalanlagenvermittler – zu treffen. Diese Zusammenarbeit zwischen Vermittler und angeblichen Anlegeranwalt kennt letztlich zwei Gewinner und nur einen Verlierer: den irregeleiteten Anleger, der somit ein zweites Mal zum Opfer wird.“

Im Komplex BWF-Stiftung ist nach den aktuellen Entwicklungen den geschädigten Anlegern zu raten, die bisherige gerichtliche Strategie und anwaltliche Durchsetzung unabhängig erneut überprüfen zu lassen, meint Rechtsanwalt Christian-Röhlke.

Röhlke Rechtsanwälte haben ihre Kernkompetenz im Bereich des Kapitalanlagenrechts und der angrenzenden Gebiete des Zivilrechts, insbesondere im Handels- und Gesellschaftsrecht. Ein weiterer Schwerpunkt liegt bei Kleinverdienern, denen vermietete Eigentumswohnungen zur Altersvorsorge als Immobilienrente schmackhaft gemacht wurden. Ein wesentlicher Tätigkeitsschwerpunkt ist auch das Recht der Handelsvertreter, die Regelungen über Provisionen, Buchauszüge, Wettbewerbsverbote etc.Weitere Information finden Sie unter: www.kanzlei-roehlke.de

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Präzedenzurteil zu BWF: Vermittler muss Schadensersatz zahlen

Eine Information des Deutschen Verbraucherschutzrings e.V. (DVS)

Präzedenzurteil zu BWF: Vermittler muss Schadensersatz zahlen

Deutscher Verbraucherschutzring e.V.

25. Januar 2016. Das Landgericht Nürnberg hat einen Vermittler zur Zahlung von Schadensersatz verurteilt, da er beim Verkauf des „Gold Standard“ der BWF-Stiftung seine Pflichten aus dem Beratungsverhältnis verletzt habe. Wie der Deutsche Verbraucherschutzring e. V. (DVS) mitteilt, habe dieses noch nicht rechtskräftige Urteil Signalwirkung, nicht nur für BWF-Kunden.

Es ist das erste Mal, dass ein Gericht einen Vermittler des mittlerweile insolventen Goldhändlers BWF Berliner Wirtschafts- und Finanzstiftung, zum Schadensersatz verurteilt. 20.000 Euro zuzüglich der Gerichts- und Anwaltskosten muss der Nürnberger erstatten, da er seine Pflichten aus dem Beratungsverhältnis verletzt habe, so das Gericht. Die Richter führten aus, dass jemand, der fremde Kapitalanlagen vertreibt, auch in der Lage sein muss, zu beurteilen, ob das Konzept den Tatbestand eines Verbotsgesetzes erfülle. Zum Hintergrund Jana Vollmann, Geschäftsführerin des DVS ( www.dvs-ev.net ): “ Die BaFin hatte der Stiftung im Jahr 2015 das Geschäft verboten und ordnete die Rückabwicklung aller Verträge an, nachdem bereits im März wegen des Verdachts auf gewerbsmäßigen Betrug Ermittlungen der Staatsanwaltschaft durchgeführt wurden*.“

Diese Rechtssprechung könnte ein Präzedenz-Urteil darstellen. Denn in der Vergangenheit versuchten sich Vermittler mit ihren Rechtsanwälten immer wieder von einer Haftung zu befreien. „Mit diesem Urteil“, so DVS-Geschäftsführerin Vollmann, „steht nun fest, dass Vermittler die Anleger auch auf Unschlüssigkeiten im Anlagekonzept oder auf eventuell erlaubnispflichtige Investments hinweisen müssen. So gesehen hat dieses Urteil, wenn es denn rechtskräftig wird, einschneidende Auswirkungen auf das Geschäft mit unseriösen, durch Vermittler verkauften Finanzprodukten und positive Auswirkungen für die Anleger.“

*Das Geschäftsmodell der BWF klang für viele Kleinanleger gut. Die BWF bot den Anlegern an, Gold aus ihrem Hochsicherheits-Tresor zu kaufen und dieses später mit hohen Aufschlägen wieder von den Anlegern zurück zu kaufen. Bei entsprechender Laufzeit versprach die BWF einen garantierten Rückkaufpreis von bis zu 180 Prozent. Als die Ermittlungsbehörden bei BWF vier Tonnen angebliches Gold sicher stellten, soll sich – so die Staatsanwaltschaft – herausgestellt haben, dass lediglich 200 kg echtes Gold darunter gewesen wäre. Rund 6.500 Anleger investierten ca. 48 Millionen Euro bei BWF.

Der Deutsche Verbraucherschutzring e.V. (DVS)

Kompetente und effektive Unterstützung im Kampf gegen betrügerische Unternehmen.

Der Deutsche Verbraucherschutzring e.V. (DVS) setzt sich seit Jahren gezielt für die Interessen geschädigter Verbraucher und Kapitalanleger ein. Oberstes Ziel des DVS ist es, einen privaten Verbraucherschutz in Deutschland weiter fest zu verankern, um so die Interessen der Verbraucher konsequent gegen betrügerische Unternehmen durchzusetzen.

Der DVS bündelt unter anderem die Interessen geschädigter Kapitalanleger und setzt diese gegen die schädigenden Unternehmen durch. Als eingetragener Verein arbeitet er mit spezialisierten und erfahrenen Rechtsanwälten zusammen.

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BWF-Stiftung: Hier ist nicht alles Gold was glänzt

BWF-Stiftung: Hier ist nicht alles Gold was glänzt

18.03.2015 – Die Staatsanwaltschaft Berlin ermittelt im Falle der BWF-Stiftung u.a. wegen gewerbsmäßigen Kapitalanlagebetrugs. Bei einer umfangreichen Razzia wurden alle wichtigen Unterlagen der BWF-Stiftung beschlagnahmt. Die Anlegerschutzkanzlei Dr. Steinhübel Rechtsanwälte beschreibt Konsequenzen und Chancen für die Anleger.

Das Angebot der BWF-Stiftung

Die Berliner Wirtschafts- und Finanzstiftung (BWF) hatte Gold als lukrative Alternative zu Sparbuch bzw. Fonds beworben. Abhängig von einer Vertragslaufzeit von 2, 4 oder 8 Jahren garantierte man den BWF-Kunden einen Rückkaufpreis von 110 %, 130 % bzw. 180 % bezogen auf den jeweiligen Kaufpreis. Das Gold sollte bei der BWF-Stiftung verwahrt werden. Im Gegenzug wurden den BWF-Anlegern Zuwachsraten zwischen 5 % bzw. 7,5 % pro Jahr versprochen.

Abwicklung durch BaFin

Doch bei der Berliner Wirtschafts- und Finanzstiftung ist nicht alles Gold was glänzt. Mit Beschluss vom 06.02.2015 ordnete die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) bei der Berliner Wirtschafts- und Finanzstiftung die Einstellung des Geschäftsbetriebs und die unverzügliche Rückabwicklung der Geschäfte an. Zum Abwickler wurde Herr Rechtsanwalt Dr. Georg Bernsau gemäß § 37 Abs. 1 Satz 2 KWG bestellt. Aufgrund der Aktenlage geht Dr. Bernsau davon aus, dass etwa 6.500 BWF-Anleger betroffen sind. Am 12.03.2015 ließ der Abwickler mitteilen, dass es voraussichtlich mehrere Wochen dauern wird bis feststeht, ob und in welcher Höhe noch Anlegergelder vorhanden sind. Vorher lasse sich nicht sagen, ob und welchem Umfang Anlegergelder zurückgezahlt werden können.

Wurde bei der BWF-Stiftung betrogen?

Die Zeitschriften Finanztest und kapital-markt-intern (k-mi) warnten frühzeitig vor einer BWF-Anlage. Jetzt scheinen diese Befürchtungen wahr zu werden. Darüber hinaus steht die BWF-Stiftung sogar im Verdacht, im Zusammenhang mit strukturierten Gold-Anlageprodukten gefälschtes Edelmetall angeboten zu haben. In der Ausgabe 11/2015 berichtet kapital-markt-intern (k-mi), dass die Generalstaatsanwaltschaft Berlin trotz des laufenden Verfahrens bestätigt habe, dass von dem beschlagnahmten Gold wohl nur rund 5 % dem Goldstandard entspricht. Sollte bei der BWF-Stiftung tatsächlich nur 5 % echtes Gold vorhanden sein, würde die Rückzahlung des Anlagekapitals aber überaus fraglich sein.

Wie geht es für BWF-Anleger weiter?

Am 13.03.2015 wirft kapital-markt-intern (k-mi) deshalb die Frage auf, ob die BGH-Rechtsprechung bei der BWF-Stiftung zum Haftungs-Gau führt. Die BaFin vertritt im Beschluss vom 25.02.2015 die Rechtsansicht, dass der Bund Deutscher Treuhandstiftungen e.V. bzw. die BWF-Stiftung das Einlagengeschäft ohne die erforderliche Erlaubnis betreibe. Mithin geht die BaFin von einem Verstoß gegen das Kreditwesengesetz (KWG) durch das BWF-Anlageprodukt aus. Unabhängig davon, ob sich der Verdacht des Anlagebetrugs bestätigt, kann Rechtsanwalt Dr. Steinhübel der Rechtslage der betroffenen BWF-Anleger positive Aspekte abgewinnen. Wegen guter Erfolgsaussichten empfiehlt die Kanzlei Dr. Steinhübel Rechtsanwälte deshalb zeitnah Schadensersatzansprüche wegen verbotener Bankgeschäfte geltend zu machen.

Über Dr. Steinhübel Rechtsanwälte:
Dr. Steinhübel Rechtsanwälte ist schwerpunktmäßig im Kapitalanlagerecht tätig. Neben institutionellen Investoren vertritt die Kanzlei vor allem Privatanleger, die durch den Erwerb einer Kapitalanlage einen finanziellen Schaden erlitten haben. Typische Anlageprodukte sind insoweit alle Wertpapierarten, (geschlossene) Fondbeteiligungen (Medien-, Schiffs-, LV- und Immobilienfonds etc.), sog. \\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\“Schrottimmobilien\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\“ und (atypisch) stille Beteiligungen.
Rechtsanwalt Dr. Steinhübel zählt seit vielen Jahren zu den erfolgreichen Anlegerschutzanwälten. Die Zeitschrift \\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\“FOCUS\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\“ (24/2000) nahm ihn bereits im Jahr 2000 in ihre Liste der Spezialisten für Kapitalanlagerecht auf. Die Zeitschrift \\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\“Capital\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\“(07/2008) listete ihn als Experten im Bankrecht.

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Dr. Steinhübel Rechtsanwälte
Dr. Heinz O. Steinhübel
Konrad-Adenauer-Str. 9
72072 Tübingen
07071-975800
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Kunsthandwerk und Selbstbespiegelung

Reliquiare des späten Mittelalters: Edelmetall als Umhüllung für das Allerheiligste, der Reliquienkult und historisches Kunsthandwerk – Diskussionsbeitrag der Berliner Wirtschafts- und Finanzstiftung

Kunsthandwerk und Selbstbespiegelung

Goldschmiedekunst im Mittelalter – Diskussionsbeitrag der BWF-Stiftung, Berlin

„Vermögen überdauern Jahrhunderte – jedes entstandene Vermögen hat eine Geschichte, egal ob die Verwaltung des Vermögens gut oder schlecht verlaufen ist, aktuelle Entscheidungen wirken wie in der Vergangenheit auch heute noch beeinflussend. Herr Detlef Braumann, Vorstand der Berliner Wirtschafts- und Finanzstiftung freut sich über den großen Zuspruch und vielen Gästen die der Einladung zur Inhouse Veranstaltung in den Räumlichkeiten der BWF-Stiftung, Königsweg 3d in Berlin zum weiteren kunsthistorischen Themenabend gefolgt sind. „Goldschmiedekunst im Mittelalter – Kunsthandwerk und Selbstbespiegelung – Reliquien als Exportschlager.“ Im Rahmen von Weiterbildungs- und Seminarveranstaltungen möchte die BWF-Stiftung, Trägerschaft des Bundes Deutscher Treuhandstiftungen e.V. die Kultur um die Verbildlichung der Verheerungen von Reliquien und den daraus entstandenen kunsthandwerklichen Reliquiaren und deren Machtausübung nachgehen. Die Teilnehmer, eingeladene Kunden, Mitarbeiter und Liebhaber der Gold- und Silberschmiedekunst der BWF-Stiftung werden vom Kunsthistoriker und Referenten in die Welt der Goldschmiedekunst im Mittelalter entführt.

Reliquien: Verehrung und Auswüchse

Der Referent zitiert hierzu J. Huizinga, Herbst des Mittelalters, Stuttgart 1952: „…Die Körperlichkeit, die die Heiligen schon durch die Abbildung hatten, wurde dadurch noch ungemein gesteigert, daß die Kirche von alters her die Verehrung iher leiblichen Überreste gestattet und begünstigt hatte. Es war nicht anders möglich, als daß von diesem Haften am Stofflichen ein materialisierender Einfluß auf den Glauben ausgehen mußte, der manchmal zu den erstaunlichsten Übertreibungen führte.“

Am bildlichen Beispiel erläutert der Kunsthistoriker die Zusammenhänge über die Reliquiare und deren Verehrung im späten Mittelalter. An der Südwand der Marienkapelle der Burg Karlstein bei Prag entstand in den Jahren 1357/1358 ein Fresko, das Kaiser Karl IV. und die Kaiserin mit einem großen goldenen Reliquienkreuz zeigt. Es ist das Kreuz, das Karl im Jahre 1357 für Reliquien der Passion Christi anfertigen ließ. Drei weitere Fresken der Marienkapelle feiern ebenfalls den Kaiser als großen Bewahrer und Verehrer von Reliquien. So sieht man ihn, wie er vom französischen Dauphin sowie von König Peter von Zypern und Jerusalem Heiligtümer entgegennimmt und dabei ist, eine kreuzförmige Partikel dem großen Kreuz hinzuzufügen. Zwar kennt auch das 14. Jahrhundert noch große Schreinreliquiare und, wie es das Fresko zeigt, heilige Kreuze. Doch dominieren nunmehr Reliquienbüsten und -statuetten, Ostensorien und sogenannte redende Reliquiare. Der Referent weist mit weiteren Beispielen darauf hin, dass die Goldschmiedekunst weitgehend in Abhängigkeit zur Großarchitektur und Großplastik getreten war, wirkte eine Reliquienmadonna der Zeit um 1280 im Aachener Domschatz in ihrer strengen Axialität und Statuarik wie eine jüngere Schwester der Reimser Maria aus der Zeit um 1236. Das Haupt eines um 1300 entstandenen Heiligen Blasius im Namurer Diözesanmuseum gleicht dem heiligen Josef von der Reimser Westfassade, und späterhin wird man sogar die Civitas Dei unter dem Bild der Stadt Soissons mit Kathedrale und Kirchen im Kranz von Mauern und Bastionen darstellen.
Vielfalt und Exportschlager Reliquienkult

„Alte Stiche und Inventare der großen Kirchenschätze lassen die erstaunliche Vielfalt dieser Zeit erkennen, die den Schatz an Reliquiaren auszeichnete“, so der Referent und erläutert den Reliquienkult als Exportschlager bis Mitte des 14. Jahrhunderts. Das Baseler Haupt der heiligen Ursula – Die Ursulabüsten. Im Jahre 1254 übersandte das Kölner Domkapitel der Stadt Basel ein Haupt und zwei Armknochen jener heiligen Jungfrauen, für deren Anführerin, Ursula, ein halbes Jahrhundert später ein Büstenreliquiar entstand, dass in der Kapelle der 11000 Jungfrauen des Baseler Münsters Aufstellung fand. Der Kunsthistoriker gibt zu bedenken, dass hierbei eine Form der Heiligenverehrung ausgebrochen ist, die bis in die Mitte des 14. Jahrhunderts eine Vielzahl von Reliquienbüsten entstehen ließ, die großenteils als Kölner Export in ganz Europa heute noch zu finden sind. In der 2. Hälfte des 13. und der 1. Hälfte des 14. Jahrhunderts nimmt die Reliquienverehrung durch den Nachweis der sogenannten „Passo Ursulae“ geradezu phantastische Formen an. Das zeigt sich darin, dass die der Heiligen geweihte Kölner Kirche allein fas 1800 Schädel besitzt. Die Reliquienindustrie findet hierbei ihre Blütezeit, ganz Europa wird mit Ursulabüsten und auch mit Büstenreliquiaren frommer Männer, die auch nachweislich die Kriterien von Heiligkeit erfüllt haben mussten, beliefert. Weiteres Bildmaterial zeigt anschaulich, dass die Büstenreliquiare der hohen Nachfrage wegen aus Holz hergestellt waren, doch auch aus Edelmetall sind Ursulahäupter gefertigt. Der Historiker hierzu: „Vergoldetes Silber und mit fertig bezogenen Pariser Geldzellenschmelzen gilt die Basler Büste als eine der edelsten Vertreterinnen eines Reliquienkultes, der in seinen Ausmaßen und Auswüchsen heutigem Empfinden am unzugänglichsten ist.“

Fazit: Reliquienkult und gesellschaftlicher Wandel

Die Teilnehmer und Verantwortlichen der BWF-Stiftung diskutieren untereinander die gesellschaftlichen Vorstellungen und Visionen vergangener Zeiten. Anschließend bedankt sich die BWF-Stiftung für die rege Teilnahme und der Referent beendet den Abend mit dem Zitat:

„Die Kultur des ausgehenden Mittelalters zählt zu den Kulturen, in denen Pracht und die Schönheit verdrängen will. Die Verbildlichung alles Denkbaren bis in seine letzte Konsequenz, die Überladung des Geistes mit einem unendlichen System formaler Vorstellungen, das macht das Wesen der Kunst jener Zeit aus. Sie löst alle Formen in Selbstzergliederung auf, gibt jedem Detail eine unbeschränkte Durchführung bis ins Letzte. Es ist ein ungebundenes Wuchern der Form über die Idee. In dieser Kunst herrscht Horror vacui, den man vielleicht ein Merkmal zu Ende gehender Geistesepochen nennen darf“, Zitat Johan Huizinga, zu der Zeit, wie man diese sehen muss.

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Goldschmiedekunst im Mittelalter

Verehrung, Glaube, Überzeugung und die kunstschöpferische Entstehung von Reliquiaren aus edlen Metallen – künstlerische Bedeutung und Geschichte der Reliquiare – Diskussionsbeitrag von BWF-Stiftung, Berlin

Goldschmiedekunst im Mittelalter

Goldschmiedekunst im Mittelalter – Diskussionsbeitrag der BWF-Stiftung, Berlin

„Die Verehrung von Reliquien, der Kampf um ihren Besitz und die Verfertigung kostbarer Reliquiare sind Ausdruck der Sehnsucht, an einer höheren Form der Existenz als der eigenen, unzulänglichen teilzuhaben. Die Bevölkerung, die Machthaber und die Mächtigen verehrten Reliquien, um sich der magischen Kraft zu versichern, die man noch im Leichnam eines wundertätigen Menschen und der Dinge, die mit ihm in Berührung gekommen waren“, so der Kunsthistoriker, Fachmann für Goldschmiedekunst im Mittelalter und eingeladener Referent zur Veranstaltung der Berliner Wirtschafts- und Finanzstiftung (BWF-Stiftung). Herr Detlef Braumann, Vorstand der BWF-Stiftung begrüßt alle eingeladenen Teilnehmer in den Räumlichkeiten der BWF-Stiftung, Königsweg 3d in Berlin zum Thema: „Goldschmiedekunst im Mittelalter – Reliquien in ihren kostbaren Gehäusen – Geschichte und Kult.“

Reliquienkult: Entstehung, Faszination und Darstellung durch Reliquiare

Der Referent einführend: „So wie sich altägyptische Städte rühmten, Reliquien des Osiris zu besitzen, der Buddhismus für acht wirkliche Haare Buddhas, die märchenhafte Pagode von Rangoon errichtete, der Islam in der Moschee von Lahore eine große Sammlung von Reliquien anlegte, Napoleon sich den Talisman Karls des Großen schenken ließ, so kennt auch das vergangene Jahrtausend einen säkularisierten Reliquienkult. Täglich zogen Tausende Menschen in stummer Verehrung oder Neugier am einbalsamierten Leichnam Lenis im Kreml-Mausoleum vorüber. Selbst Hitlers Kult mit der Blutfahne war eine Anleihe bei der Reliquienverehrung der großen Religionen und sollte magische Kräfte freisetzen, mit denen man Traditionen begründete.“ Die Frage besteht darin, was das Gefühl entstehen lässt, dass man ohne solche Unterpfänder nicht glaubwürdig sei und als Zeichen hierfür Reliquien entstehen? Der Referent erläutert, dass für Reliquien, die man für Erinnerungsstücke an Christus und die Heiligen hielt, eine so unschätzbar große Zahl kostbarer Reliquiare geschaffen wurde, ist charakteristisch für ein Zeitalter, in dessen ganzheitlichem Denken alle Lebensbereiche ihren Platz im christlichen „ordo salutis“ hatten, alles Geschehen Teil der Heilsgeschichte war.

Kostbare Gehäuse – Goldschmiedekunst Blütezeit

Die Reliquien haben in ihren kostbaren Gehäusen, den Reliquiaren für das Mittelalter eine umfassende Realität besessen. Die Reliquiare haben die Menschen vom Sichtbaren über seine Verklärung bis zur Ahnung des Unsichtbaren geführt. Der Historiker gibt zu bedenken, dass nicht nur die künstlerische Bedeutung der Reliquiare eine maßgebliche Rolle gespielt hat. Des Weiteren darf auch das Wissen um die Empfindung Ungezählter, die sich mit ihnen verbunden haben, die Impulse, die von ihnen ausging, das Gute, das sie auslösten, der Missbrauch, der mit ihnen betrieben wurde, kurz die Rolle, die sie im Leben der Menschen gespielt haben nicht außer Betracht gelassen werden. Dies rechtfertigt auch heute noch eine intensive Beschäftigung mit der Geschichte des Reliquienkults.

Der Referent führt hierzu einen Auszug von Romano Guardini an:
„Um das Wesen des Mittelalters richtig zu sehen, muss man sich von jenen polemisch bestimmten Wertungen freimachen, die in der Renaissance und Aufklärung entstanden sind und sein Bild bis in unsere Zeit hinein verzerren – freilich aber auch von den Verherrlichungen der Romantik, welche dem Mittelalter einen geradezu kanonischen Charakter gegeben und manch einen gehindert haben, in ein unbefangenes Verhältnis zur Gegenwart zu kommen.

Vom neuzeitlichen Weltgefühl her beurteilt, erscheint das Mittelalter leicht als ein Gemisch von Primitivität und Fantastik, Zwang und Unselbstständigkeit. Dieses Bild hat aber mit geschichtlicher Erkenntnis nichts zu tun. Der Maßstab, an welchem eine Zeit allein gerecht gemessen werden kann, ist die Frage, wie weit in ihr, nach ihrer Eigenart und Möglichkeit, die Fülle der menschlichen Existenz sich entfaltet und zu echter Sinngebung gelangt. Das ist im Mittelalter in einer Weise geschehen, die es den höchsten Zeiten der Geschichte zuordnet.“

Reliquien: Macht und Machtausübung – Schwüre auf Heiligtümer

Der Referent verdeutlicht an Beispielen die Machtausübung im Mittelalter. „Da nehmen wir beispielsweise eine der wichtigsten Szenen des berühmten Teppichs von Bayeux. Dieser zeigt eine feierliche Eidesleistung in der Kathedrale der Stadt. Harald, Earl of Wessex, erkennt Wilhelm, den Herzog der Normandie, als seinen Lehnsherrn an. Zwischen zwei Schreinen stehend, berührt der Vasall mit zwei Fingern der rechten Hand und der ausgestreckten Linken die Reliquiare, andeutend, dass er beim Kostbarsten schwört, worauf sich schwören ließ: den Reliquien, Unterpfändern der Heiligen, in ihren goldenen, den Himmel widerspiegelnden Wohnungen“, so der Referent. Weiteres Beispiel: „Bei der Überführung der Gebeine der Heiligen Drei Könige aus Mailand nach Köln, dem Bischofssitz Rainalds von Dassel, Erzkanzlers des Reiches und Palladins Friedrichs I., im Jahre 1164 ist eines der wichtigsten Ereignisse der imperialen Geschichte des Mittelalters. Friedrich Barbarossa selbst kam am 6. April 1187 nach Augsburg, um mit drei Bischöfen den Reliquienschrein des Heiligen Udalrich in die neu erbaute Ulrichskirche zu tragen. Von der Heiligen Elisabeth erzählt die Legenda Aurera, dass sich die Menschen nach ihrem Tode Teile ihres Gewandes aneigneten, Haare von ihrem Haupte schnitten, um diese Erinnerungsstücke als große Heiligtümer zu bewahren“, so der Referent über die Geschichte der Reliquien in Deutschland.

Fazit: Reliquienverehrung mit mächtiger Ausstrahlung – Sielungen und Klosteranlagen entstehen dadurch

Solch eine Verehrung der Reliquien beim wundergläubigen Volk, den Klöstern und dem Kaisertum führte im Mittelalter zur Gründung unzähliger Kirchen und zur Anlage von Siedlungen. Man maß die Bedeutung der Städte am Rang der Reliquie, die ihre Gotteshäuser als Palladium der Bürger bewachten. Die Verehrung der Reliquie löste nicht nur die Entstehung zahlreicher kostbarer Reliquiare, sondern darüber hinaus ganze Bildprogramme und Wechselbezüge zwischen Heiligtum und Heiligendarstellung aus. Die Goldschmiedekunst blüht weiterhin. In der anschließenden Diskussion werden weitere Bilder von alten und sehr, sehr wertvollen Reliquien vorgestellt und erläutert. Die BWF-Stiftung (Trägerschaft Bundes Deutscher Treuhandstiftungen e.V.) bedankt sich und wird dem Wunsch nach weiteren geschichtlichen und kunsthistorischen Veranstaltungen zeitnah nachkommen.

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Edelmetallvorkommen und Verarbeitung – Gewinnung und Geschichte in Europa

Edelmetalle dienen nicht erst seit der Finanzkrise als „Sicherer Hafen“ auch in der langen Edelmetallgeschichte und Kunsthistorie fanden und finden die Edelmetalle ihre Daseinsberechtigung.

Edelmetallvorkommen und Verarbeitung - Gewinnung und Geschichte in Europa

BWF-Stiftung: Edelmetallvorkommen und Verarbeitung – Gewinnung und Geschichte in Europa

Diskussionsbeitrag der Berliner Wirtschafts- und Finanzstiftung (BWF-Stiftung), Trägerschaft des Bundes Deutscher Treuhandstiftungen e.V. in den Räumlichkeiten Königsweg 3d in 14163 Berlin. BWF Vorstand, Detlef Braumann begrüßt die Teilnehmer, Kunsthistoriker, Referenten, Kunden, Mitarbeiter und Liebhaber der Gold- und Silberschmiedekunst zum Thema „Geschichte und Historie der edlen Metalle“. „Nach verlustreichen Jahren glänzen Gold und Silber wieder und auch im Bereich Minenaktien ist weiterer Aufschwung zu erwarten. China ist weltweit zum größten Goldimporteuer aufgestiegen. Der Goldpreis konnte sich erholen und stieg trotz Deckelungsversuche weiter an, vor allem die Nachfrage aus China und Indien sowie der Handel am Terminmarkt lassen die berechtigte Hoffnung für ein Fortsetzung der positiven Signale aufkeimen“, so die Expertenmeinung der BWF-Stiftung.

Gewinnung der edlen Metalle

Der Referent einführend: „Von jeher waren die edlen Metalle Gold und Silber bevorzugte Materialien des Kunsthandwerks. Im Umgang mit Edelmetallen verband sich auch setzt die Verbindung zu den Mächten, die über die Schätze und Werte der Jahrhunderte herrschten. Edelmetalle wie Gold und Silber treten in der Natur in den vielfältigsten Erscheinungsformen und mit den unterschiedlichsten Beimischungen auf. Bis es aus den mineralen Erscheinungsformen der Abbaugebiete in den Zustand der uns hier bekannten kunstvollen Tafelgerätschaften überführt ist, durchläuft das Silber beispielsweise vielfältige und komplizierte Prozesse.“

Gewinnung von Feinsilber

Je nach der Art der Beimengungen, ob Bleiglanz, Gold, Platin, Kupfer oder andere unedle Metalle, wird das kristalline oder in Klumpennestern oder Platten lagernde Edelmetall in mehreren Schmelzprozessen gereinigt. Auch Auswaschungen der Beimengung oder Extraktion durch neue Molekularbindung können zur Gewinnung von Feinsilber herangezogen werden. Der Experte hierzu: „Dieses Feinsilber, das leicht neue Verbindungen mit Schwefel oder Chlor eingeht, ist bei 961 °C schmelzbar und kann bei derartigen Temperaturen mit anderen Metallen legiert werden, um einen höheren Festigkeitsgrad zu erreichen.“

Silber in Europa

Im Mittelalter konnten die Vorkommen in Mitteleuropa, aber auch die überseeischen Länder zum Hauptrohstofflieferanten genutzt werden. Der Referent gibt zu bedenken, dass die Quantitäten des Edelmetalls Silber, die von den spanischen und später englischen Kolonien nach Europa kamen, seit 1557 stets höher als die europäische Eigenproduktion waren. Folglich war zunächst ein Absinken des Silberpreises. Bereits im 16. Jahrhundert sank der Preis auf ein Viertel des Preises und das vor der Entdeckung Amerikas.

Edelmetallschwemme führen zu Verbreitung von Silber in Europa

Der Experte hierzu: „Allein schon die Tatsache dieser Edelmetallschwemme erklärt nicht zuletzt das Anwachsen der Verbreitung von aus Silber gefertigten Gegenständen. Bemerkenswert hierbei ist auch, dass diejenigen Länder, die am stärksten in die koloniale Ausbeutung verwickelt waren, auch regelmäßig eine Blüte des Gold- und Silberschmiedehandwerks erlebten, und neuer Formenreichtum und Mannigfaltigkeit waren dabei die Folge.“

Das übliche Tafelsilber wurde meist mit Kupfer legiert, um es für die hohen physischen Beanspruchungen tauglich zu machen. Das Verhältnis zwischen Feinsilber und Kupfer wird nach der Anteilsbemessung angegeben, die sich innerhalb einer Tausender-Skala darstellen lässt. Der Experte erläutert, dass die angegebenen Silberwerte von 800, 835, 925, 935 oder 958 g Silber sind auf 1000 g zu ergänzen sind, um den Kupferanteil zu errechnen. Das heißt für das mit 935 gekennzeichnete Sterlingsilber ist ein Anteil von 65 g je 1000 g Gesamtgewicht zu den Feinsilberanteilen hinzugefügt worden. Diese hochwertige Silberlegierung, die in früheren Zeiten stets von den Goldschmieden selbst hergestellt wurde, war das Ausgangsmaterial für die weiteren Bearbeitungsvorgänge, die zum künstlerisch hochwertigen Endprodukt führten.

Weitere Details und anschauliche Beispiele wurden hierzu vorgestellt, Bearbeitungstechniken erläutert und eine rege Diskussion rundete die Veranstaltung der BWF-Stiftung in Berlin ab.

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BWF Stiftung – Fairplay für Investments – Gewinn: bessere Ergebnisse

Nachhaltigkeit gewinnt an Beliebtheit – Investition mit Nachhaltigkeitsschwerpunkt beeinflusst die Rendite positiv – von Oliver Over, Dipl.-Kaufmann, Köln

BWF Stiftung - Fairplay für Investments - Gewinn: bessere Ergebnisse

Berliner Wirtschafts- und Finanzstiftung, Berlin

Inhouse-Veranstaltung der BWF-Stiftung in Berlin, mit Finanzexperten, Steuerberater, Maklern und eingeladenen Kunden. Käufer von Produkten legen den Fokus auf die Nachhaltigkeit. Die Frage um die Nachhaltigkeit nimmt im alltäglichen Leben eine immer größer werdende Bedeutung ein. Verschwendung von Rohstoffen und grobfahrlässiger Umgang mit Ressourcen ziehen immense globale Auswirkungen und Veränderungen heute und in Zukunft nach sich. In regelmäßigen Veranstaltungen der Berliner Wirtschafts- und Finanzstiftung werden die Zusammenhänge vom globalen Investmentmarkt und der Wirtschaftsethik in den Berliner Räumlichkeiten der BWF-Stiftung diskutiert.

Nachhaltige Investments – Kirchen und Stiftungen suchten nach Investitionsanlagen mit besonderen Kriterien

Unternehmen und Konzerne haben das Potenzial und die Verantwortung für die Grundsätze der Nachhaltigkeit erkannt. Wer möchte schon die Verantwortung für negative Nachrichten in Bezug auf Umweltzerstörung durch giftige Färbemittel oder die menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen in Fabriken tragen. Ein Umdenken hat bereits stattgefunden, Konzerne wie Adidas versichern, dass sie verantwortlich handeln möchten und die Geschäftsstrategie auf Nachhaltigkeit baut. Ausschlusskriterien für nachhaltige Investments beinhalten zum Beispiel keine Gentechnik, Waffen oder Atomenergie. Weitere Beispiele werden hierzu diskutiert und Erfahrungen ausgetauscht. Einig waren sich die Teilnehmer, dass die Idee der Nachhaltigkeit zur positiven Veränderung und Gerechtigkeit am Markt beitragen kann. Entstanden durch die Suche von Kirchen und Stiftungen, die nach diesen Anlagekriterien gesucht haben.

Rohstoffmarkt: Jagt nach Rohstoffen

In diesem Zusammenhang wird immer wieder auf das gewaltige Nachfragepotential in China und in Indien hingewiesen. Rohstoffexperten sprechen bereits von der Jagd nach den Rohstoffen. Dipl.-Kfm. Oliver Over und die Experten diskutieren die Marktsituation und welche Entwicklung sich hierzu abzeichnet.

Was macht eine gute Anlagestrategie aus?

Der BWF-Finanzexperte und Vorstand Detlef Braumann hierzu: „Wer ein Vermögen hat, kann es ganz individuell nach seinen speziellen Wünschen und Neigungen natürlich anlegen oder anlegen lassen. Immer Voraussetzung ist: die Ermittlung der Anlageziele, der persönlichen Risikobereitschaft, des Anlagehorizonts sowie der familiären und steuerlichen Situation des Betroffenen. Dies dient als Basis für eine Anlagestrategie, die mit dem Berater in ausführlichen Gesprächen festgelegt werden sollte.“

„Schwachstellen gibt hierunter leider auch immer“, gibt Herr Braumann zu bedenken. Schlechte Anlagemanager erkennt man daran, dass sie ihre Anlageerträge mit unverhältnismäßig hohen Risiken erkaufen. Aufschluss darüber liefert ein Rendite-Risiko-Profil des gemanagten Portfolios. Professionelle Finanzberater wenden die Erkenntnisse der modernen Portfoliotheorie an. Eine risikooptimierte Anlagestrategie beinhaltet die möglichst optimale Aufteilung des investierten Betrages.

Bei den Vermögenden, die ihre Geldanlage von jeher von Profis verwalten lassen, sind die Erkenntnisse der modernen Portfoliotheorie bereits seit Langem angekommen. Klassische Anlageformen werden aus Gründen der Ausbalancierung alternativen Investments beigemischt. Über ein Fünftel des Vermögens steckt mittlerweile im Private Equity, Hedgefonds, Währungen oder Rohstoffen. Neben der optimalen Verteilung des Vermögens auf verschiedene Anlageklassen und der Auswahl der Einzeltitel ist es Aufgabe von Vermögensberatern, den Markt zu beobachten und auf Veränderungen kurzfristig und schnellstens zu reagieren.

Transparenz und Sicherheit bei der BWF-Stiftung

Die Prognosen für den Rohstoffmarkt, im Besonderen für den Edelmetall- und Goldmarkt wurden zudem erläutert und diskutiert. Die Geschäftspolitik der BWF-Stiftung setzt auf Sicherheit und Edelmetalle wie Gold, Silber und Platin werden dabei als besonders sicher und profitable gehandelt. Doch nicht jeder möchte gleich ein heimisches Goldlager eröffnen. Zudem unterliegen auch diese Anlagen Preisschwankungen. Die BWF-Stiftung verwendet das Geld der Anleger, um Gold zu kaufen. Dieses Gold wird dann in einem Hochsicherheitstresor verwahrt und regelmäßig durch die Wirtschaftsprüfer zertifiziert geprüft. Diese zusätzliche freiwillige Kontrollinstanz dient zum Schutz und Vertrauen für die Kunden, ein Zertifikat bietet den Anlegern Sicherheit darüber, dass das vom Kunden gekauft Gold auch tatsächlich in der Menge vorhanden ist. Die Berliner Wirtschafts- und Finanz Stiftung (BWF-Stiftung), Trägerschaft des Bundes Deutscher Treuhandstiftungen e. V., Königsweg 3d in 14163 Berlin, lässt regelmäßig durch einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer den Bestand der Edelmetalle, der den Kunden gehört und in einem gesicherten Tresorraum aufbewahrt wird, prüfen und bestätigen, dies trägt zu Sicherheit des Investments für die Kunden bei.

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Jahrelange Erfahrung, ein spezialisiertes Wissen sowie eine hohe Fach- und Druchführungskompetenz machen die Kempkes Rechtsanwaltgesellschaft zu einem der ersten Ansprechpartner zu diesen Themen.

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