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Pressemitteilungen

Kommunen haben großen Einfluss auf Entwicklung junger Menschen

Präventionsketten ermöglichen chancenreiches Aufwachsen

Stuttgart / Freiburg, Mai 2019 – Bildung ist nicht ausschließlich Ländersache, auch Kommunen haben sehr großen Einfluss auf die Erziehung und Entwicklung junger Menschen. Sie entscheiden weitgehend, inwieweit Familien – auch in Armut – an ihrem Wohnort Angebote vorfinden, die Kindern ein gesundes und chancenreiches Aufwachsen ermöglichen. „Gerade die frühkindliche Bildung ebnet den Weg, damit Kinder ihren guten Weg finden und auch gehen können. Eine fördernde Begleitung ist während der gesamten Kindheit und Jugend wichtig, und hier kommt den Kommunen eine herausragende Aufgabe zu“, erklären die Caritasdirektoren Dr. Annette Holuscha-Uhlenbrock (Rottenburg-Stuttgart) und Thomas Herkert (Freiburg). Mit Blick auf die Kommunalwahl am 26. Mai appellieren sie an die Kommunen, sich nicht nur als Verwalterinnen, sondern als Gestalterinnen für bessere Bildungsbedingungen und -möglichkeiten einzubringen.

In kaum einem anderen westlichen Industrieland ist der Bildungserfolg eines Kindes so stark von der sozialen Situation seiner Familie abhängig, wie in Deutschland. „Die Verbindung „schlecht situiertes Elternhaus – schlechte Bildung“ muss dringend aufgebrochen werden“, so die Caritasdirektoren. „Wir sehen die Kommunen in der Pflicht, alles zu tun, um für Kinder aus bildungsfernen Elternhäusern Türen zu öffnen.“ Dazu fordern sie die Kommunen auf, den Ansatz der Präventionsketten als kommunale Strategie stärker zu berücksichtigen. Dies bedeutet, Angebote vom Kind aus zu denken und diese bezogen auf den Lebenslauf so früh wie möglich und auch niedrigschwellig anzubieten. Die Ressorts Jugend, Gesundheit, Soziales, Bildung, Schule und Stadtteilentwicklung stimmen dazu präventive Angebote für Familien über die eigenen Ressortgrenzen hinweg ab und verknüpfen diese – lückenlos von der Schwangerschaft bis zum Eintritt ins Berufsleben. Offene Treffs, Familienzentren, Familienhebammen oder auch Elternkurse sowie Möglichkeiten der Kinderbetreuung werden vernetzt und im Sinne einer Gesamtstrategie gedacht.

Wie schon das Ministerium für Soziales und Integration mit der begrüßenswerten Förderung der Präventionsketten in Singen, Mannheim und Pforzheim zeigte, handelt es sich hier um ein wirksames Instrument, die Lebenslagen von benachteiligten Kindern zu verbessern. „Dieses Vernetzen auf kommunaler Ebene ist entscheidend. Wir ermutigen jede Stadt und jede Gemeinde, sich zu diesem Schritt zu entscheiden und dafür Ressourcen bereit zu stellen“, so die Caritasdirektoren.

Als Wohlfahrtsverband der katholischen Kirche vertritt die Caritas in Baden-Württemberg rund 3.800 Einrichtungen mit mehr als 175.000 Plätzen in unterschiedlichen Hilfefeldern, in denen 65.000 Mitarbeiter/innen tätig sind.

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Caritas in Baden-Württemberg
Eva-Maria Bolay
Strombergstr. 11
70188 Stuttgart
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Kommunen sollen Leerstand von Wohnungen entschieden gegensteuern

Finanzielle Prämien für das Bereitstellen von Studentenzimmer

Stuttgart / Freiburg, Mai 2019 – Kommunen können maßgeblich gegensteuern, damit Wohnraum nicht zum Anlage- und Spekulationsobjekt und damit zum Luxusgut wird: Die Gemeinden und Städte haben beispielsweise durch gesetzliche Vorgaben die Möglichkeit, Leerstand mit Auflagen zu verknüpfen. Sie können beeinflussen, an wen Grundstücke vergeben werden und ob Mietbindungen ausgesprochen werden. Die Bebauungspläne liegen maßgeblich in den Händen der Kommunen. Daher begrüßt die Caritas die getroffene Einigung innerhalb der Landesregierung zum Anschub des Wohnungsbaus. „Den Kommunen kommt eine Schlüsselrolle zu, wenn es um das Schaffen und den Erhalt von bezahlbarem Wohnraum geht. Mit ihrer kommunalen Siedlungspolitik stellen sie maßgeblich die Weichen für den Wohnungsmarkt von morgen“, erklären die Caritasdirektoren Dr. Annette Holuscha-Uhlenbrock (Rottenburg-Stuttgart) und Thomas Herkert (Freiburg) anlässlich der bevorstehenden Kommunalwahlen am 26. Mai. Gerade um den sozialen Wohnungsbau attraktiver zu machen, halten sie den geplanten Grundstücksfonds des Landes für ein wirksames Instrument.

Da eine Wohnung die Basis einer jeden Existenz darstellt, fordert die Caritas, den Preis fürs Wohnen nicht dem freien Markt zu überlassen. Vielmehr sei der Mietpreis gesetzlich festzuschreiben, etwa durch Mietobergrenzen – genauso wie der Lohn für Arbeit, der längst über Tarife und Mindestlohn gesetzlich geregelt wird. Hier sitzen Kommunen am entscheidenden Hebel.

Den Mangel an Wohnraum sieht die Caritas als Folge einer Politik der letzten 20 Jahre. Gab es 2002 noch gut 137.000 preisgebundene Mietwohnungen im Land, waren es im Jahr 2016 nur noch gut 57.000 Wohnungen. Im Vergleich zu anderen Ländern weist Baden-Württemberg bezogen auf Einwohner und auch absolut einen unterdurchschnittlichen Bestand an sozialen Mietwohnungen auf. Um den Bedarf an bezahlbarem Wohnraum zu decken, müssten durch den sozialen Wohnungsbau im Südwesten jährlich 6000 neue Wohnungen geschaffen werden. Bis 2017 war es je-doch so, dass pro Jahr 500 Wohnungen wegfielen. „Wir müssen unbedingt vermeiden, dass Familien oder ältere Menschen mit kleinem Budget aus den Städten an den Rand gedrängt werden. Denn die Durchmischung der Quartiere spielt eine große Rolle für den gesellschaftlichen Zusammenhalt“, so die Caritasdirektoren.

Die Caritas sieht bei den Kommunen viele Möglichkeiten, die derzeitige Wohnraumknappheit zu entschärfen: Kommunen können etwa dazu aufrufen, ungenutzten Wohnraum wie eine Einliegerwohnung oder auch ein Studentenzimmer zur Verfügung zu stellen. Mit finanziellen Prämien können sie Anreize setzen. Auch kann das Sozialamt das Vermieterrisiko übernehmen, indem es als Zwischenmieter auftritt und im Fall von Mietausfällen einspringt. Auch Eigentümer von Büros und Gewerbeflächen können motiviert werden, die Flächen durch Umbau in attraktive Wohnungen umzuwandeln.

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Solidarisch mit Pflegebedürftigen: Kommunen können gute Versorgung sichern

Kommunen sollen zu einer sorgenden Gemeinschaft werden

Stuttgart / Freiburg, Mai 2019 – Um dem steigenden Bedarf an Unterstützung von pflegebedürftigen Menschen und ihren Angehörigen wirksam begegnen zu können, braucht es über gesetzliche Rahmenbedingungen hinaus auch einen Wandel im öffentlichen Bewusstsein. Pflege kann nicht mehr länger nur die Aufgabe einzelner Personen und Institutionen sein. Sonst werden die bestehenden Hilfesysteme angesichts heute schon vorhandener Versorgungsengpässe mancherorts bald schon zusammenbrechen. Vor allem in den Städten und Kommunen ist deshalb nach Ansicht der Caritas Baden-Württemberg eine andere Kultur nötig. „Kommunen sollten sich künftig stärker am Leitbild einer sorgenden Gemeinschaft orientieren, in der die Beziehung mit und zu anderen Menschen neu positiv bewertet und an die Mitverantwortung aller Bürgerinnen und Bürger appelliert wird“, erklären die Caritasdirektoren Thomas Herkert (Freiburg) und Dr. Annette Holuscha-Uhlenbrock (Stuttgart). Angesichts der demografischen Entwicklung sei es eine wichtige kommunale Aufgabe, Strukturen im Vor- und Umfeld von Pflege zu planen und zu gestalten, auch wenn es sich nicht um eine kommunale Pflichtaufgabe handle.

Die Caritas fordert mit dem Blick auf die Kommunalwahlen am 26. Mai die Kommunen im Land auf, ihre Gestaltungsmöglichkeiten für eine Verbesserung der pflegerischen Versorgung zu nutzen. Notwendige Spielräume dafür eröffnet das Landespflegestrukturgesetz, das zum Beispiel die Einrichtung kommunaler Pflegekonferenzen vorsieht. Aus Sicht der Caritas sind diese Konferenzen „absolut notwendig“, um vor Ort den Bedarf an Pflege und Unterstützung zu erkennen und die erforderlichen Angebote im Zusammenspiel mit unterschiedlichen Akteuren zu entwickeln. „Die Zeit ist überreif, dass Landkreise und Kommunen über ihre Haushalte das Schaffen von Strukturen und Angeboten vor Ort finanziell fördern und die klassische Altenhilfeplanung durch eine ressortübergreifende, ganzheitlich orientierte Sozialplanung ersetzen“, so die Caritasdirektoren. Zudem regt die Caritas an, dass die örtlichen Behörden der Heimaufsicht ihre Aufgabe mehr „im Sinne einer Ermöglichungskultur“ gestalten. Engpässe in der pflegerischen Versorgung und der Mangel an Personal dürften nicht durch bürokratische Forderungen der örtlichen Heimaufsichten noch zusätzlich verstärkt werden. Vielmehr sollten die Behörden ihr Verwaltungshandeln überprüfen und den Mut haben, vorhandene Ermessensspielräume beispielsweise bei der Umsetzung der Landesheimbauverordnung oder bei neuen ambulant betreuten Wohngemeinschaften auszuschöpfen.

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Schwangerschaftsberatung im Tandem für alle Fragen offen

Fast wie in der Weihnachtsgeschichte: schwangere geflüchtete Frauen erhalten bei der Caritas in Reutlingen Beratung in der Muttersprache

Schwangerschaftsberatung im Tandem für alle Fragen offen

Arbeiten im Tandem: Familienhebamme Karima Azemal und Schwangerschafts-Beraterin Jutta Birkhold

Stuttgart/Reutlingen, 20. Dezember – Ursprünglich stammt Frau G. aus Syrien. Mit ihrem Mann und ihren beiden kleinen Söhnen ist sie nach Deutschland gekommen. Besser gesagt: geflohen. Erst in Deutschland merkt die 24-Jährige, dass sie schwanger ist. Der Bauch wölbt sich langsam. Zuhause würde ihr die Familie zur Seite stehen, Mutter, Schwiegermutter. In Reutlingen aber ist sie allein. Sie kennt keinen, lebt isoliert. Wenig Geld, eine völlig fremde Kultur. Zu viert wohnt die Familie in einem Zimmer. Hier soll sie ihr drittes Kind zur Welt bringen?

Ein Fall, der an die Weihnachtsgeschichte erinnert. Flucht, Schwangerschaft, kein wohliges Zuhause. Doch natürlich gibt es heute ein anderes Umfeld, greifen andere Strukturen. Es gibt Beratungsstellen, etwa die der Caritas in Reutlingen: Hier arbeitet in der Schwangerenberatung die Beraterin Jutta Birkhold mit der Familienhebamme Karima Azemal im Tandem zusammen. Tandem heißt: Die Beraterin ist Spezialistin beispielsweise für psychosoziale oder sozialrechtliche Fragen, die Familienhebamme für gesundheitsrelevante Fragen. So erhalten geflüchtete, schwangere Frauen alle relevanten Informationen aus einer Hand. In der Muttersprache. Denn Karima Azemal spricht arabisch und französisch. Sie ist Reutlingerin mit arabischem Migrationshintergrund. So können die Frauen in der Beratungsstelle in Reutlingen ihre Fragen stellen, hier werden sie verstanden. Hier kommen sie emotional an.

Die Schwangerenberatung hat die Frauen mit allen ihren wichtigen Beziehungen und Bezügen im Blick. „Wir decken in der Beratung die Probleme der ganzen Familie ab“, sagt Jutta Birkhold. Es gibt viele sozialrechtliche Fragen, die geklärt werden müssen. Wo wohnt die Familie, welche Formulare sind auszufüllen? Auch wenn es etwa Probleme mit einem älteren Kind gibt, verweist die Beraterin auf andere Angebote im Hilfesystem. „Traumatisierung ist ein großes Thema. Viele sind auf schwerem Weg hierhergekommen. In den Gesprächen fließen oft Tränen“, sagt Jutta Birkhold. Beim ersten Beratungsgespräch sei meist der Ehemann mit dabei. Nach und nach entwickle sich ein Vertrauensverhältnis und die Frauen kommen alleine. Dass Karima Azemal selbst Migrationshintergrund habe, erweise sich auch insofern als Pluspunkt, dass die Frauen in ihr ein Vorbild se-hen: „Sie erleben durch mich, dass es möglich ist, sich in Deutschland zu integrieren ohne die ei-gene Identität aufzugeben“, so Azemal.

Damit die Frauen sich bestmöglich in Reutlingen zurechtfinden, haben die beiden Tandem-Fachkräfte ein Frauencafé ins Leben gerufen. „Die Frauen haben auch nach der Geburt das Bedürfnis, mit der Beratungsstelle im Kontakt zu bleiben. Sie fühlen sich nämlich wegen der Sprache oft isoliert“, berichtet Jutta Birkhold. Das Frauencafé eignet sich bestens, um relevante Informationen zum Leben in Deutschland weitergeben zu können. Die Mütter erfahren hier, welche Rechte sie in Deutschland haben. „Wir wollen die Frauen darin unterstützen, selbständig zu werden und ihr Leben selbst zu gestalten“, so Birkhold. Mitunter geht es um praktische Tipps, etwa wie wichtig es ist, zuhause eine Hausapotheke anzulegen, und wie diese bestückt sein sollte. Thema ist auch, wie man mit wenig Geld mit Kindern die Sommerferien in Reutlingen verbringen kann. „Wir wollen die Frauen animieren, sich gegenseitig zu unterstützen“, sagt Karima Azemal.

Gemeinschaften bilden. Integrieren. Beratend zur Seite stehen, wenn es darum geht, die nächste Hürde zu nehmen. Das Angebot kommt an und hat sich in der arabisch sprechenden Community als gute Sache rumgesprochen. Bei der Tandemberatung für Schwangere gibt es eine Warteliste. Beratungsgespräche werden nach Entbindungstermin vergeben.

Kontakt:
Katholische Schwangerschaftsberatung
Caritas-Zentrum Reutlingen
Telefon: 07121/1656-0
Email: reutlingen@caritas-fils-neckar-alb.de

Der Caritasverband Rottenburg-Stuttgart e.V. ist der Wohlfahrtsverband der katholischen Kirche in der Diözese Rottenburg-Stuttgart und feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen. Als Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege in Baden-Württemberg engagiert er sich politisch für die Interessen von armen, benachteiligten und hilfebedürftigen Menschen und tritt gegen deren Ausgrenzung ein. Regional und landesweit vertritt er die Interessen von 1.740 katholischen Einrichtungen und Diensten in wichtigen Fragen pflegerischer und sozialer Arbeit. Insgesamt arbeiten unter seinem Dach 33.000 hauptamtliche und genauso viele ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In neun Caritasregionen bietet der Caritasverband soziale Dienstleistungen für Kinder, Jugendliche und Familien, alte und pflegebedürftige Menschen, Menschen mit Behinderung, Arbeitslose, Wohnungslose, Menschen mit Fluchterfahrung oder mit einer Suchterkrankung an.

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Diözesancaritasverband Rottenburg-Stuttgart
Eva-Maria Bolay
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Wegweiser für die Zukunft:

Anlässlich 100-jährigen Bestehens hat die Caritas Rottenburg-Stuttgart für sich eine „Charta 28“ für die nächsten zehn Jahre erarbeitet

Mit einer Fachwoche zu sozialen Fragen feiert die Caritas Rottenburg-Stuttgart seit Dienstag ihr 100-jähriges Jubiläum. Als Höhepunkt setzte die Delegiertenversammlung heute die „Charta 28“ in Kraft. Der Caritasverband fokussiert darin jene gesellschaftlichen Entwicklungen, die er als wertegebundener Verband und Teil der katholischen Kirche in den kommenden zehn Jahren aktiv mitgestalten will. Die Charta 28 greift fünf gesellschaftliche Entwicklungen auf. Diese sind: Vielfalt in der Gesellschaft, Abbau der Armut, ein Umbruch in der Wachstumsgesellschaft, Digitalisierung und deren Auswirkung für Mensch und Arbeitswelt sowie das Sorgen und Versorgen von Menschen in allen Lebensphasen. Die Ausgangsfrage der Charta lautete „In welcher Gesellschaft wollen wir leben?“ „Dabei gilt es, die Lösungen in den kommenden Jahren zu entwickeln – auch und gerade mit den anderen Akteuren zusammen“, so Caritasdirektor Pfarrer Oliver Merkelbach.

Im Blick der Charta 28 stehen die Vielfalt der Menschen und ihre Unterschiedlichkeit hinsichtlich Geschlecht, ethnischer Herkunft, Weltanschauung und auch sexueller Identität. Der Verband will sich dafür einsetzen, dass Unterschiede vorurteilsfrei wertgeschätzt werden und die damit verbundenen Potenziale unsere Gesellschaft bereichern können. Auch will die Caritas Rottenburg-Stuttgart in den kommenden zehn Jahren daran mitwirken, dass die Armut in dieser Gesellschaft geringer wird. „Wir werden uns niemals damit abfinden, dass Menschen in Armut leben müssen“, so Merkelbach. Dabei betrachtet die Caritas Armut nicht als ein individuelles, sondern als ein gesellschaftliches Problem, das strukturell verursacht ist.

Wann ist die Grenze des Wirtschaftswachstums erreicht? Wie kann eine gute Balance zwischen Ökologie, Ökonomie und Sozialem gestaltet werden? Diese Fragen umkreisen den dritten Themenbereich. Antworten könnten im Upcycling oder auch im Gedanken des Teilens liegen.

Wie die Digitalisierung vor allem den Menschen in ihrer individuellen Lebensgestaltung und in ihrer Arbeit zugute kommt, daran will die Caritas ebenfalls mitwirken. „Den gesellschaftlichen Veränderungsprozess, den die Digitalisierung in Gang bringt, schätzen wir so grundsätzlich ein, wie die Erfindung des Buchdrucks. Hier wollen wir Mitgestalter und Begleiter der Prozesse sein“, so Merkelbach. Schließlich wird als fünftes Themenfeld unter dem Begriff „Sorgen“ in den Blick genommen, wie in einem solidarischen Miteinander, unter Einbeziehung aller vorhandenden familiären, nachbarschaftlichen und gesellschaftlichen Ressourcen im unmittelbaren Umfeld des Betroffenen, alte Menschen gepflegt, Kinder betreut und begleitet und Kranke versorgt werden können. Gute Rahmenbedingungen, die das Gelingen von guter Sorge und Fürsorge ermöglichen, will der Wohlfahrtsverband in den nächsten zehn Jahren unterstützen.

Der Caritasverband Rottenburg-Stuttgart e.V. ist der Wohlfahrtsverband der katholischen Kirche in der Diözese Rottenburg-Stuttgart und feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen. Als Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege in Baden-Württemberg engagiert er sich politisch für die Interessen von armen, benachteiligten und hilfebedürftigen Menschen und tritt gegen deren Ausgrenzung ein. Regional und landesweit vertritt er die Interessen von 1.740 katholischen Einrichtungen und Diensten in wichtigen Fragen pflegerischer und sozialer Arbeit. Insgesamt arbeiten unter seinem Dach 33.000 hauptamtliche und genauso viele ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In neun Caritasregionen bietet der Caritasverband soziale Dienstleistungen für Kinder, Jugendliche und Familien, alte und pflegebedürftige Menschen, Menschen mit Behinderung, Arbeitslose, Wohnungslose, Menschen mit Fluchterfahrung oder mit einer Suchterkrankung an.

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Hahn Fertigungstechnik GmbH: So geht Inklusion im Handwerk

Mitarbeiter Jochen Groeneveld ist im Team willkommen

Hahn Fertigungstechnik GmbH: So geht Inklusion im Handwerk

Hahn Fertigungstechnik GmbH, Papenburg

„Nicht nur reden, sondern machen“, das ist das gelebte Motto der Hahn Fertigungstechnik GmbH, auch beim Thema Inklusion. Ein beeindruckendes Beispiel für Inklusion erlebt Jochen Groeneveld. Seit dem 01.03. 2018 arbeitet Jochen Groeneveld bei der Hahn Fertigungstechnik GmbH in Papenburg, er ist bereits voll integriert und ein fester Bestandteil des Teams.

Norbert Hahn, Geschäftsführer des Familienunternehmens liebt Herausforderungen, sieht sich nicht als Vorreiter, sondern bewertet sein Verhalten als normal. Wieso sich viele Betriebe mit dem Thema Inklusion so schwertun, liegt vielleicht an den fehlenden Informationen, die die Betriebe davon abhalten, Menschen mit Behinderung zu beschäftigen. Aus jahrelanger Erfahrung im Handwerk weiß Hahn, dass trotz der zum Teil körperlich beanspruchenden Tätigkeiten, gerade das Handwerk gute Möglichkeiten für die Inklusion von Menschen mit Behinderung bietet. „Sind wir mal ehrlich, jeder bringt besondere Talente, Begabungen und Eigenarten mit, die den einzelnen Mitarbeiter auszeichnen. Wer ist schon genormt? Wir danken der Caritas, die uns Herrn Jochen Groeneveld vermittelt hat und als Ansprechpartner durch Herrn Matthias Heyen zur Seite steht. Nu geihts los, es gibt viel zu tun!“

Betriebe und Unternehmen sollten die Chance nutzen. Inklusion ist eine Bereicherung und will gelebt werden. Um Handwerksbetrieben die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung zu erleichtern, gibt es in den Handwerksorganisationen zahlreiche Inklusionsberater. Diese begleiten die Betriebe bei der Ausbildung und Beschäftigung sowie bei der Suche nach entsprechenden Bewerbern. Norbert Hahn hierzu: „Es ist ein Vorurteil, dass Menschen mit Behinderung faktisch unkündbar sind und häufiger krank als andere Mitarbeiter. Wir freuen uns, dass Jochen Groeneveld bereits nach kurzer Zeit geschätztes Teammitglied ist“.

Infobox:

Das Unternehmen Hahn Fertigungstechnik, Papenburg, ist ein Familienunternehmen seit 2000. Rund 40 Mitarbeitern sind Standort Dieselstraße 1 26871 Papenburg am Papenburger Hafen im Bereich. Schwerpunkt ist Maschinenbau im Bereich Fertigungs- und Zerspanungstechnik. Näheres unter: hahn-fertigungstechnik.de

Die Caritas-Werkstätten nördliches Emsland GmbH

Gasthauskanal 5, 26871 Papenburg unterstützen durch den Fachdienst „Berufliche Inklusion“ Betriebe und Mitarbeiter. Ansprechpartner ist Herr Matthias Heyen. Näheres unter: www.caritas-os.de

Die Hahn Fertigungstechnik GmbH in Papenburg an der Ems in Niedersachsen wurde im Jahr 2000 gegründet und beschäftigt rund 40 Mitarbeiter. Hahn Fertigungstechnik GmbH ist ein mittelständiges Unternehmen und hat sich spezialisiert auf die Bearbeitung von anspruchsvollen Dreh- und Frästeilen. Von der Konstruktion bis zur Fertigung liefert Hahn Fertigungstechnik komplett bearbeitete, einbaufertige Teile oder komplexe Baugruppen aus allen zerspanbaren Materialien. Die Reparatur von Bauteilen ist Bestandteil unseres Leistungsspektrums. Gegenseitige Synergien der Unternehmen Hahn Fertigungstechnik und Maschinenbau Hahn werden in der Konstruktion, der Aus- und Weiterbildung, der Logistik und weiteren Bereichen genutzt. Weitere Informationen unter www.hahn-fertigungstechnik.de

Kontakt
Hahn Fertigungstechnik GmbH
Norbert Hahn
Dieselstraße 1
26871 Papenburg
+49 (0)4961 9707-0
+49 (0)4961 6224
office@hahn-fertigungstechnik.de
http://www.hahn-fertigungstechnik.de

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Caritas zeigt, wann Alkohol zum Risiko wird

Neuer Videoclip des Deutschen Caritasverbandes der Agentur VideoBoost bietet in sieben Sprachen Hilfe bei Problemen

In Deutschland wird Alkohol zu vielen Anlässen getrunken, er ist leicht zugänglich und wird meist mit Genuss und Entspannung verbunden. Zu viel Alkohol kann aber negative Folgen haben und der Gesundheit schaden.

Ein jetzt veröffentlichtes Video des Deutschen Caritasverbandes zeigt, wann Alkohol vom Genuss zum Risiko wird, welche Auswirkungen ein zu hoher Alkoholkonsum haben kann und in welchen Situationen komplett auf Alkohol verzichtet werden sollte. Das frei verfügbare Video beschreibt zudem Anzeichen, die auf eine Alkoholabhängigkeit hinweisen können und zeigt Hilfemöglichkeiten auf. Am Ende des Videos werden Links zu Hilfeangeboten eingeblendet.

Das zweiminütige Video wurde von der Darmstädter Video-Agentur VideoBoost produziert und ist in sieben Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Polnisch, Russisch, Arabisch und Farsi) jeweils mit Untertiteln verfügbar. Das Video stellt kurz und leicht verständlich verschiedenen Zielgruppen Informationen zum Thema Alkohol in ihrer Muttersprache zur Verfügung.

Das Video kann kostenlos geteilt oder in die eigene Webseite eingebunden werden. Es ist unter folgendem Link verfügbar: www.caritas.de/alkohol
Unter www.caritas.de/6F6X4 finden Sie außerdem alle Videos samt Einbettcodes in der Übersicht.

Caritas Deutschland
Der Deutsche Caritasverband ist Deutschlands größter Wohlfahrtsverband. 617.193 Mitarbeiter arbeiten in den 24.391 Einrichtungen und Diensten, die der Caritas bundesweit angeschlossen sind. Sie werden von rund 500.000 Ehrenamtlichen und Freiwilligen unterstützt. Unter dem Motto „Not sehen und handeln“ mischt sich der Deutsche Caritasverband in die sozialpolitische Diskussion ein und macht sich für eine gerechte und solidarische Gesellschaft stark.

Verantwortlich beim Deutschen Caritasverband e.V.:
Deutscher Caritasverband e.V.
Referat Gesundheit, Rehabilitation, Sucht
Dr. Daniela Ruf
Karlstr. 40, 79104 Freiburg
Tel.: 0049 (0) 761/200-385
Fax: 0049 (0) 761/200-350
Email: Daniela.Ruf@caritas.de
Internet: http://www.caritas.de
Facebook: http://www.facebook.com/caritas.deutschland

VideoBoost – Wir sind ein ambitioniertes Digitalunternehmen aus Darmstadt und produzieren Videos für große Corporates, DAX-Unternehmen und Weltkonzerne.

Firmenkontakt
VideoBoost
Julia Rudolf
Rößlerstr. 90
64293 Darmstadt
06151 62938122
j.rudolf@videoboost.de
http://www.videoboost.de

Pressekontakt
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Daniela Ruf
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79104 Freiburg
0049 (0) 761/200-385
Daniela.Ruf@caritas.de
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Strenger Stiftung entwickelt zweites Heimstark Haus in Stuttgart-Zuffenhausen

Die Strenger Stiftung hat im Stuttgarter Stadtteil Zuffenhausen eine Immobilie für das Projekt Heimstark gekauft. Heimstark Häuser dienen als modernes Wohnmodell für obdachlos gewordene Menschen. Das erste Haus mit sechs Appartements wurde im Jahr 2011 unter der Schirmherrschaft des Ludwigsburger Landrats Dr. Rainer Haas in Ludwigsburg-Eglosheim errichtet.

„Jedes erfolgreiche Unternehmen sollte sich auch Gedanken über seine soziale Verantwortung machen“, sagt Senator h. c. Karl Strenger, geschäftsführender Gesellschafter der Strenger Gruppe. „Wir haben uns deshalb vor über 15 Jahren dazu entschlossen eine Stiftung zu gründen, um Spenden und unser Engagement sinnvoll für eine gute Sache zu bündeln und einzusetzen.“ Das zweite Heimstark Haus hat ein Projektvolumen von 600.000 Euro und bietet sieben Apartments für wohnungslose Menschen. Die ersten Mieter ziehen voraussichtlich im Sommer 2018 ein. Derzeit laufen die Renovierungsarbeiten.

Das Heimstark Haus wird in Kooperation mit dem Caritasverband Stuttgart betrieben. „Angesichts des extrem angespannten Wohnungsmarktes in der Region Stuttgart ist es für obdachlos gewordene Menschen schlichtweg unmöglich wieder in die eigenen vier Wände zu finden“, sagt Manfred Blocher, der als Bereichsleiter Armut, Wohnungsnot und Schulden für den Caritasverband Stuttgart tätig ist. „Eine Adresse ist aber die Grundvoraussetzung für den Wiedereinstieg in ein selbstbestimmtes Leben.“ Die Möglichkeit, Projekte wie Heimstark umzusetzen, gäbe es für den Verband leider selten, führt Blocher fort. „Die Unterstützung durch einen Investor mit sozialem Engagement ist für uns deshalb wie ein Sechser im Lotto.“

Weitere Informationen zur Strenger Stiftung: www.heimstark-strenger.de

Als innovativer Marktführer im Südwesten kann das Familienunternehmen STRENGER auf eine erfolgreiche Firmengeschichte von über 30 Jahren zurückblicken. Die STRENGER Gruppe hat zwei Kernmarken: STRENGER Bauen und Wohnen steht für exklusive Eigentumswohnungen und durchdachte Siedlungskonzepte. In den Regionen Stuttgart, München und Frankfurt realisiert BAUSTOLZ seit über zehn Jahren clever geplante Reihenhäuser und Wohnungen mit einem Festpreis bis zu 20 Prozent unter dem regionalen Marktpreis. Umfassende Service-, Gebäudemanagement-, Makler- und Renovierungsleistungen komplettieren das Angebot der STRENGER Gruppe. Die STRENGER-Stiftung engagiert sich seit 2001 in den Bereichen Wohnungslosenhilfe, Naturschutz sowie Bildung und Erziehung.

Kontakt
STRENGER Gruppe
Presse STRENGER
Myliusstraße 15
71638 Ludwigsburg
07141/48843-0
kontakt@strenger.de
http://www.strenger.de

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Kompetenzmanagement – ein Interview mit Schokolade

Kompetenzmanagement - ein Interview mit Schokolade

Kompetenzmanagement – ein Interview mit Schokolade
30 Fragen an Dietmar Gehring, Leiter Personalentwicklung und Projektmanagement, CBS Caritas Betriebsträgergesellschaft mbH Speyer, Speyer

Herr Gehring, vielen Dank für dieses Gespräch. In welchem Bereich ist die CBS Caritas Betriebsträgergesellschaft mbH Speyer (kurz: CBS) tätig?
Die CBS wurde 2014 als gemeinnützige GmbH gegründet und ist eine 100prozentige Tochtergesellschaft des Caritasverbandes für die Diözese Speyer e.V. Die CBS ist im Sozialbereich tätig und übernimmt mit ihren Einrichtungen gemäß dem Subsidiaritätsprinzip im Auftrag des Staates Aufgaben etwa in der Hilfe für alte Menschen, für Menschen mit Behinderung oder in der Kinder- und Jugendhilfe.
In den Einrichtungen der CBS arbeiten ca. 2.400 Mitarbeiter*innen, davon ca. 80% Mitarbeiterinnen. Die Gründung war für unsere Mitarbeiter*innen ein Novum, da er zu einem bewussteren Umgang mit betriebswirtschaftlichen Fragestellungen führte. oder anders ausgedrückt: Jeder Euro, der in einer Einrichtung ausgegeben wird, muss auch verdient werden.
Welche strategischen Überlegungen steckten dahinter?
Die Gründung war die logische Konsequenz einer zunehmenden strategischen Ausrichtung des gesamten Unternehmens, die 2011 begonnen hatte. Diese Ausrichtung gestaltete sich in Bezug auf unsere Einrichtungen – grob gesprochen – so, dass jede für sich eine strategische Analyse vornahm, also eine Selbstbewertung auf der Basis des EFQM-Modells. Letztlich steckte eine genaue Betrachtung des Umfeldes, also etwa der Zielgruppen, der gesetzlichen Änderungen, der Politik und der Mitbewerber, und der eigenen Einrichtung im Sinne von Stärken und Schwächen. Aus diesen beiden Perspektiven machte jede Einrichtung eine SWOT-Analyse. Diese strategische Analyse wird seitdem in den Einrichtungen regelmäßig vorgenommen.
Wie haben die Einrichtungen das umsetzen können? Eine SWOT-Analyse kann man doch nicht „mal so eben“ durchführen.
Da haben Sie Recht. Jede Einrichtungsleitung war gefordert, ein strategisches Team zu bilden. In einem solchen Team sitzen Mitarbeiter*innen aus den unterschiedlichen Hierarchieebenen, der Einrichtung die dann an diesen strategischen Analysen arbeiten.
Sie können sich vorstellen, dass der Beginn im Jahre 2011 – wie bei vielen Dingen im Leben – nicht so einfach war. Da die Beschäftigung mit der SWOT-Analyse und ihren Erkenntnissen seitdem jedoch stetig und regelmäßig erfolgt, war in der Folge der Reifungsprozess so schnell, dass bereits drei Jahre später die CBS-Gründung vorgenommen werden konnte.
Bedeutet das, dass es der Caritas innerhalb von drei Jahren gelungen war, das betriebswirtschaftliche Bewusstsein in den Einrichtungen ausreichend zu stärken?
Ja. Und das heißt zudem, dass nicht nur in jeder Einrichtung dieses Bewusstsein vorhanden war und ist, sondern dass wir auch als Caritas – und damit alle Einrichtungen zusammen – eine gemeinsame Ausrichtung fahren. Was bedeutet das konkret? Die Caritas bzw. der CBS bildet ein gemeinsames Dach – quasi als Klammer – unter der jede Einrichtung Spielräume in Bezug auf ihre strategische Ausrichtung und Ziele hat. Auf diese Weise gewährleisten wir Stabilität und Flexibilität.
Aber ein solches Team zu bilden ist doch nicht so einfach. Nicht jeder kann strategisch denken und/oder hat auch Lust dazu. Es sind doch entsprechende Kompetenzen erforderlich.
Ja, das haben Sie gut erkannt. Bei uns spielt der Umgang mit Kompetenz – ich umschreibe es mal mit dem Begriff „Kompetenzmanagement“ – eine wichtige Rolle.
Als sich das Unternehmen 2011 begonnen hat, strategisch aufzustellen, haben wir auf der Leitungskonferenz – das sind der Vorstand und die zweite Führungsebene – begonnen, gemeinsam zu überlegen, was wir unter diesem Begriff verstehen und warum er wichtig für uns ist. Ferner haben wir auf einer Einrichtungsleitertagung- das ist die dritte Führungsebene in unserem Haus – ebenfalls dieses Thema bearbeitet: Was ist Kompetenzmanagement und wieso ist es für jede Einrichtung wichtig. Und das Ergebnis dieser Tagung war nahezu deckungsgleich mit dem, was auf der Leitungskonferenz erarbeitet worden war.
Auf Basis dieses gemeinsamen Verständnisses des Kompetenzmanagements haben wir uns dann überlegt, auf welche Weise Kompetenzen zielorientiert analysiert und weiterentwickelt werden können. So sind wir auf die DNLA-Verfahren gestoßen.
Die DNLA-Verfahren sind ein Potenzialmessverfahren, welche sich u.a. auf soziale und Managementkompetenzen konzentriert. Welche Rolle übernimmt es bei Ihnen innerhalb des Kompetenzmanagements?
Natürlich sollen die DNLA-Verfahren entsprechende Kompetenzen messen. Doch für uns war eine andere Facette mindestens genauso wichtig: Bei uns stellen die DNLA-Verfahren einen guten Baustein dar, um in einen Dialog zu kommen und zu bleiben.
Bedeutet das, dass in Ihrem Unternehmen gerade auch die sozialen und Managementkompetenzen entwickelt werden sollen? Dass also jeder, der an DNLA teilnimmt, auch die Chance erhält, seine persönlichen Kompetenzen weiterzuentwickeln?
Ja. Doch das gelingt selbstverständlich nicht automatisch – dazu benötigen Sie Vertrauen, das von den Führungskräften kommt. Für uns bedeutete das, dass zunächst alle Mitglieder der Leitungskonferenz ein DNLA-Verfahren absolviert haben. Alle 14 Mitglieder waren ob der Ergebnisse positiv erstaunt. Aber nicht nur das: Gerade auch die Auswertungsgespräche verliefen richtig gut und waren aus heutiger Sicht fundierte individuelle Entwicklungsgespräche. Insofern bestand schnell ein breiter Konsens dahingehend, dass wir das auch unseren Einrichtungsleitern anbieten wollten. Ich sage bewusst „anbieten“, da jeder Einrichtungsleiter für sich entscheiden konnte, einen solchen Test durchzuführen.
Sie sagten eben, dass es sich um „richtig gute Gespräche“ gehandelt hätte. Was war an ihnen denn so gut?
Die Ergebnisse zeigen klar auf, wo meine Stärken und wo meine Entwicklungsthemen liegen. Wo bin ich gut aufgestellt und wo habe ich Luft nach oben? Das finde ich persönlich auch das Schöne an dem Verfahren und an den Feedback-Gesprächen, dass nicht nur über die Entwicklungsthemen gesprochen wird, sondern auch über die eigenen Stärken, die erkennbar sind. So nach dem Motto: Was kann ich zum einen tun, um die Stärken zu erhalten und zu stabilisieren? An welcher Stelle helfen mir meine Stärken im Führungsalltag ganz konkret? Und was kann ich für mich auf den Weg bringen, um an den Entwicklungsthemen zu arbeiten? Das ist das Gute an dem Test und dem anschließenden Auswertungsgespräch. Und das haben alle Teilnehmenden bisher so erlebt.
Das klingt zwar schön, doch komme ich damit doch auch in eine Kontrolle rein, um zu prüfen, ob sich Veränderungen einstellen. Da kann ich mir vorstellen, dass nicht jeder gerne mitmachen möchte.
Bis heute ist bei uns die Teilnahme freiwillig. Bevor wir mit der Durchführung der DNLA-Verfahren auf der Einrichtungsleiterebene begannen, haben wir eine genaue Prozessbeschreibung dokumentiert und beschlossen, um die Rollen der jeweiligen Akteure detailliert und transparent darzulegen. Da sind natürlich auch die sensiblen Schnittstellen berücksichtigt worden, etwa die Frage, welche Informationen an den unmittelbaren Vorgesetzten geht oder welche Aufgaben der Personalentwickler übernimmt. So ist zudem festgelegt, dass im Rahmen eines Auswertungsgespräches die jeweilige Person auf die vorhandenen Stärken schaut und drei von ihnen priorisiert, um diese bewusster im Führungsalltag einzusetzen, und ge-nauso auf ein bis drei Entwicklungsthemen fokussiert, um an ihnen zu arbeiten. Dies wird in einem Kurzprotokoll festgehalten, das auch an den Vorgesetzten geht.
Sehen Sie, im ersten Durchlauf 2013 haben sich nur vier Einrichtungsleiter von insgesamt 33 gegen die Teilnahme entschieden, im zweiten Durchlauf waren es noch zwei und im dritten Durchlauf, den wir 2016 hatten, haben alle teilgenommen. Das war schon eine tolle Erfahrung und eine gute Rückmeldung an den Bereich Personalentwicklung, die ich als Schritt in die richtige Richtung ansehe.
Bedeutet das auch, dass ich mich als Führungsperson in Ihrem Unternehmen entwickeln darf? Oder anders gefragt: Was passiert, wenn eine Person ganz viele Schwächen aufweist? Hat der nicht Sanktionen zu befürchten?
Sie sprechen ein ganz wichtiges Thema an! Es ist meine Überzeugung, dass ein solches Verfahren im Speziellen und auch das Kompetenzmanagement im Allgemeinen an sich nur funktionieren kann, wenn die Basis von Vertrauen geprägt ist. Und dahinter steckt auch ein positives Menschenbild, nämlich jenes, dass sich jeder Mensch entwickeln darf und soll – weil er es möchte. Für einen Arbeitgeber bedeutet das, dass er dem Arbeitnehmer einen Vertrauens-vorschuss zu geben hat. Denn der Arbeitgeber kennt ja in aller Regel nicht die persönlichen Hintergründe, die zu einem Testergebnis führen. Wenn er jedoch darauf vertraut, dass sich der jeweilige Mitarbeiter entwickeln möchte, und dieser sich auch entwickeln kann, dann führt das dazu, dass dieser Mitarbeiter sich für sein Unternehmen engagiert – und etwa jene Kompetenzen entwickelt, die erforderlich sind, um in einem strategischen Team mitzuarbeiten.
Es geht also aus Arbeitsgebersicht nicht darum, sich von sogenannten schwachen Mitarbeitern zu trennen oder sie herabzustufen, sondern es geht um eine zielgerichtete Unterstützung der jeweiligen Person, um mehr Führungsstabilität zu erreichen. Wenn ein solches Potenzialmessverfahren anders genutzt wird, denke ich, dass es unter Umständen mehr Schaden anrichtet als Nutzen zu stiften.
Und wie wird bei Ihnen der Entwicklungsprozess begleitet?
Da es sich um eine persönliche, also individuelle Entwicklung handelt, können wir an dieser Stelle nicht nach dem Gießkannenprinzip vorgehen, Insofern haben wir uns schwerpunktmäßig für die Form des Einzelcoachings entschieden und arbeiten mit drei Coaches zusammen, die die DNLA-Verfahren genau kennen.
Ich fasse zusammen: Sie verändern die Strukturen der Caritas, bilden das betriebswirtschaftliche Bewusstsein im Unternehmen immer mehr aus und unterstützen die Führungskräfte der ersten drei Ebenen in ihrer Persönlichkeitsent-wicklung, so dass sie im Alltag auch stabiler und besser führen können. Welche Auswirkungen hat das denn dann auf die Organisation als lebendes System?
Es hat natürlich Auswirkungen auf die Organisation und seine Kultur. Es ist im Bewusstsein aller Führungskräfte angekommen, dass die Themen Unternehmensentwicklung und Personalentwicklung zwei Seiten einer Medaille sind. Wenn ich das Unternehmen in die Zukunft führen möchte, muss es gelingen, dass bestimmte Aspekte von den Mitarbeitern*innen antizipiert werden, etwa das Engagement und das proaktive Denken für das Unternehmen. Das gelingt nur, wenn ich die Mitarbeiter*innen mitnehme, sie unterstütze und weiterbilde, damit beide Seiten entsprechend profitieren. Das eine geht nicht ohne das andere.
Das klingt ganz danach, dass in Ihrem Unternehmen der Vertrauensaspekt sehr wichtig ist.
Ja, das ist so. Ganz klar! Wir versuchen – und ich behaupte, dass uns das immer besser gelingt – eine Vertrauenskultur aufzubauen.
Und wie zeigt sich das in der Kommunikation?
Die Kommunikation in unserem Unternehmen wird immer offener. Ich kenne kein anderes Unternehmen, bei dem ein direkter Vorgesetzter sein DNLA-Profil offen auf den Tisch legt und mit mir bereit ist, darüber zu sprechen. Und damit auch über seine Schwächen.
Mich hat das bei meinem Vorgesetzten übrigens auch nicht verwundert, es war vielmehr sehr stimmig, gerade auch, weil es darum geht, eine solche offene Kultur zu fördern. Solche Impulse müssen immer von der Führungskraft ausgehen.
Aber dann sehen Sie Ihren Vorgesetzten ja plötzlich als Mensch und nicht mehr nur in seiner Rolle als Führungsperson…
Aber gerade wenn ich meinen Vorgesetzten als Mensch erleben kann – mit seinen dokumentierten Stärken und Schwächen – wird doch erst Vertrauen gebildet! Gerade weil er darauf vertraut, dass die Profilinhalte von mir nicht an Dritte weitergegeben werden, kann er sich zeigen. Das ist doch ein Ausdruck von Kollegialität und Menschlichkeit.
Bedeutet das aus Ihrer Sicht, dass mit diesen Maßnahmen eine Vertrauenskultur zwischen den ersten beiden Führungsebenen entwickelt wurde und dass sich durch diese Kultur das tägliche Miteinander veränderte? Hatte das in der Folge dann auch eine positiv-ausstrahlende Wirkung auf die dritte Ebene?
Absolut.
Und bedeutet das dann ferner, dass sich die Führungskultur ändert? Dahingehend, dass ich mich als Führungsperson auch als Mensch zeigen darf und soll? Dass ich mich auf meiner hierarchischen Ebene mit Kollegen*innen austauschen darf und möchte, gerade auch über solche Aspekte, die in meiner Einrichtung gerade nicht so gut laufen?
Sie stellen gleich mehrere interessante Frage. Und Sie gehen mit diesen Fragen in die richtige Richtung. Aus meiner Sicht hat sich unsere Führungskultur grundlegend geändert – hin zu einem offeneren Austausch, gerade auch, um konstruktive Impulse von meinen Kollegen*innen zu erhalten, wenn ich Probleme habe in meinem Bereich. Und darin sehe ich auch die große Chance, die in den DNLA-Verfahren liegt: Dass man an schwierige Themen relativ schnell rankommt und sie besprechbar machen kann – sowohl in Bezug auf die einzelne Person als auch in Bezug auf das Unternehmen.
Hat DNLA als Personalentwicklungsinstrument also Auswirkungen auf die Organisationsentwicklung?
Ja, und das ist eigentlich eine logische Folge. Wenn ich etwa den Umgang mit Konflikten teste und an dieser Stelle einen persönlichen Entwicklungsprozess anstoße, wird die Führungsperson in der Folge anders mit diesem Thema umgehen. Sie wird stabiler in Konfliktsituationen werden und latente Konflikte aktiv ansprechen können. Das wirkt sich auf das Miteinander im Team aus und somit letztlich auf die Unternehmenskultur.
Ihre Ausführungen hören sich so an, als ob es ein bewusster Schritt war, die Entwicklung top-down anzustoßen.
So war es auch. Der Schritt war bewusst so gewählt, um in eine Vorbildfunktion zu gehen. Eine Veränderung der Unternehmenskultur im Allgemeinen und ein solches Potenzialverfahren im Speziellen bedeuten ja auch eine Zumutung für die Akteure. Für eine solche Entwicklung von Organisation und Individuum bedarf er also immer wieder der Ermutigung.
Wie beschreiben Sie denn die aktuelle Führungskultur in Ihrem Unternehmen?
Deutlich offener und transparenter als es noch vor 5-6 Jahren der Fall war.
Das hat auch mit unserem Geschäftsführer zu tun, der sehr offen die Themen in unserem Unternehmen anspricht und sich mit einem offenen Visier den Dingen stellt. Das möchte ich an einem Beispiel verdeutlichen: Bei uns gibt es seit über drei Jahren das „Forum“. Das ist ein Treffen der Einrichtungsleiter mit unserem Geschäftsführer, das einmal pro Quartal stattfindet und über einen ganzen Tag gehen. Das Besondere an diesem Format sind zwei Aspekte: Zum einen werden die Themen ausschließlich durch die Vertreter der Einrichtungsleiter ca. 2-3 Tage vor dem Forum gesetzt. Diese Themen werden dann im Rahmen des Forums in einem Diskurs mit dem Vorstand bearbeitet. Zum anderen erfährt der Geschäftsführer erst 24 Stunden vor dem Treffen von diesen Themen, so dass er vergleichsweise unvorbereitet in diese Treffen gehen muss. Diese offene Form des Austausches hat mittlerweile eine Qualität erreicht, die unglaublich ist. Und Sie können sich vorstellen, dass sie sehr viel zur Entwicklung der Kommunikationskultur beigetragen hat, die konstruktiv, lebendig, offen, engagiert und tabulos geworden ist.
Und was machen die Forumsteilnehmer dann mit den Ergebnissen?
Auch das ist sehr interessant zu beobachten: Die Teilnehmer sind bereit, Arbeitspakete mit nach Hause zu nehmen und zu bearbeiten. Sie sind verantwortungsvoller gegenüber der Organisation geworden. Bis hin zur Verbesserung unseres Controllingsystems, das von den Einrichtungsleitern eingefordert wird. Aus meiner Sicht zeigt das deutlich, wie sehr die entwi-ckelte Vertrauenskultur Gestalt angenommen und sich zu einer offenen Fehlerkultur in unserem Unternehmen entwickelt.
Das klingt ganz danach, dass es ausdrücklich erwünscht ist, mich als Mensch in das Unternehmen einzubringen.
Absolut! Das drückt sich auch in unserem Leitbild aus, in dem es letztlich um Sinnorientierung geht, ausgedrückt mit den Begriffen „Menschlichkeit“, „Fachlichkeit“ und „Wirtschaftlichkeit“. Denn bei allem Mensch-Sein darf nicht vergessen werden, dass es um die Erbringung von Leistungen geht, die das Unternehmen unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten umsetzen möchte. Und das kann wiederum ohne das Individuum, also seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nicht existieren.
Sie können es auch so formulieren: Es ist das Ziel sinnorientiert zu denken – sowohl für das Unternehmen als auch für den einzelnen. Das gehört zusammen.
Aus Ihrer Erfahrung lohnt es sich aus Unternehmenssicht also, eine Kultur zu etablieren, die Mensch-orientiert ist. Und das aus dem Grund, da das Individuum dann auch bereit ist, viel von sich einzubringen und zu leisten. Und dieses „Mehr“ an Leistung übersteigen aus Unternehmenssicht die Mehrkosten in Form von Löhnen, Boni etc. Ist das zutreffend?
Ja, diese These würde ich so unterschreiben. Allerdings ist es nicht so, dass bei uns eine Basisdemokratie herrschen würde. Darum geht es auch nicht, sondern um eine Beteiligungskultur, in die sich jeder als Mensch über effiziente Formen einbringen darf und soll. Und das wird inzwischen auf vielfältige Weise gemacht.
Anders formuliert: Während früher das Bewusstsein vorherrschte, dass es die Kirche immer geben wird, ist unsere Kultur heute davon geprägt, ein kirchliches Unternehmen zu sein, in das ich mich einbringen kann. Change- und Veränderungsmanagement ist in den letzten Jahren zum Alltag geworden.
Das klingt nach einer lernenden Organisation.
Ja. Das wollen wir, genau dort sind wir auf dem Weg.
Nun noch einige Fragen zu Ihnen als Privatperson mit der Bitte, spontan zu ant-worten. Ich nenne Ihnen nachfolgend drei Begriffspaare, die Pole zueinander dar-stellen. Welche Bedeutung haben diese Pole für Ihr Leben? Sie können jeweils 100% verteilen:
Planung 60%, Spontaneität 40%, Rationalität 50%, Intuition 50%, Sicherheit 40%, Mut 60%.
Erlauben Sie mir eine Anmerkung: Gerade bei zweifelhaften Entscheidungen kann ich junge Leute nur dazu ermutigen, auf ihre Intuition zu hören.
Wenn Sie zur Ruhe kommen möchten – wie sieht Ihr Ruheraum aus und wo befin-det er sich?
Der Ruheraum befindet sich in der Natur. Das kann allein per Rad sein, am liebsten jedoch zusammen mit meiner Frau.
Wenn Sie in Ihrem Leben etwas verändern könnten und die Garantie hätten, da-mit Erfolg zu haben – was würden Sie dann anders machen?
Ich möchte zur Zeit nichts ändern – höchstens das eine oder andere intensiviere, etwa spontane Reisen mit meiner Frau oder Erlebnisse mit meiner Familie.
Welche Geschichte über sich möchten Sie in 20 Jahren Ihren Enkeln erzählen können?
Ich möchte meinen Enkeln gerne zum einen aus meiner glücklichen Kindheit erzählen. Und zum anderen, wie wichtig es ist, in einer Ehe gemeinsam Dinge auf den Weg zu bringen und über die Freude, es dann auch geschafft zu haben. Und zum Dritten, dass es im Leben so etwas wie Fügung gibt.
Welche Farbe hat für Sie persönlich das aktuelle Jahr?
Das aktuelle Jahr hat die Farbe Rot. Ich bin noch voller Energie und habe noch einige Projekte, die ich zu einem guten Abschluss bringen möchte.
Und ich füge gerne noch an, dass das kommende Jahre die Farbe Grün.
Auf einer Skala von 1 bis 10: Wie fanden Sie die Schokolade?
Verkostet wurde eine Schokolade von Dr. A.: Herbe Vollmilch mit Kokos und salzigem Karamelcrunch.Wert 9
Herr Gehring, vielen Dank für das Gespräch!

Das Gespräch führte Prof.Dr. Bernd Ahrendt. Kontakt: www.berndahrendt.de

Die BBZGmbH / DNLA GmbH fertigt Analysen in Unternehmen, Institutionen, Verwaltung und öffentlichen Einrichtungen an. Es vertreibt und fertigt Gutachten zur Feststellung von Sozial- und Managementkompetenzen. Gleiches gilt für Team und personalwirtschaftliche Auswertungen. Es führt Beratung und Coaching in personellen Angelegenheiten durch und übernimmt die Organisation und Durchführung von Personalauswahl- und Entwicklungsverfahren für Unternehmen branchenübergreifend.

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Pressemitteilungen

SEHNSUCHT NACH AFRIKA IM IBIS KÖLN FRECHEN – Förderprojekt #ibis4isa unterstützt eine Freiwillige aus dem Rhein-Erft-Kreis in Tansania

Afrika ruft und sie startet in Kürze zu einem wirklich großen Abenteuer: Die Abiturientin Isabella Schrader geht als Freiwillige nach Tansania, um im Tosamaganga Orphanage and Childrens‘ Home zu arbeiten. Zur Unterstützung dieses sozialen Engagements

SEHNSUCHT NACH AFRIKA IM IBIS KÖLN FRECHEN - Förderprojekt #ibis4isa unterstützt eine Freiwillige aus dem Rhein-Erft-Kreis in Tansania

Claudia Wingens

Afrika ruft und sie startet in Kürze zu einem wirklich großen Abenteuer: Die Abiturientin Isabella Schrader geht als Freiwillige nach Tansania, um im Tosamaganga Orphanage and Childrens‘ Home zu arbeiten. Zur Unterstützung dieses sozialen Engagements gründete das ibis Köln Frechen nun das Förderprojekt #ibis4isa.

Zehn Monate wird Isabella Schrader als Freiwillige von der Caritas in den Distrikt Iringa ins ostafrikanische Tansania geschickt. Dort wird sie rund 500 Kilometer südlich der Hauptstadt Dodoma im Tosamaganga Orphanage and Childrens‘ Home tätig sein. Zu der Einsatzstelle gehören ein Waisen- und Kinderheim, eine Schneiderschule sowie ein Kindergarten und eine Vorschule. Darüber hinaus befinden sich eine kleine Öl- und Maismühle und ein Bauernhof mit Nutztieren auf dem Gelände. Meist unterrichten die Freiwilligen im Kindergarten oder in der Schneiderschule und betreuen die Kinder im Heim. „Die Aufgaben sind wohl breit gefächert“, hat Isabella Schrader erfahren. „So dürfen wir die Kinder füttern und ins Bett bringen, aber wir werden auch Wäsche waschen, putzen und auf dem Feld arbeiten – einfach überall mit anpacken, wo wir gebraucht werden.“

Das gesamte Vorhaben ist nur durch die Förderung des entwicklungspolitischen Freiwilligendienstes „weltwärts“ möglich, einem Gemeinschaftswerk des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und der Zivilgesellschaft. Die Freiwilligen sind dazu angehalten, einen Teil der Kosten für Unterbringung und Verpflegung über Spenden zu finanzieren und somit persönlich auf die Notwendigkeit von Entwicklungshilfe aufmerksam zu machen. Diese Förderung ermöglicht es diesen jungen Erwachsenen, sich direkt vor Ort in der Entwicklungshilfe zu engagieren.

„Da wir von so viel sozialem Engagement total begeistert sind, sehen wir uns geradezu in der Pflicht, Isabella bei dieser großen Herausforderung zu unterstützen“, betont Hoteldirektor Andreas Breitkopf. Daher möchte das Team vom ibis Köln Frechen auf dem diesjährigen Frechener Martinsmarkt am 4./5. November 2017 eine große Tombola mit zahlreichen attraktiven Preisen veranstalten. Ob ein Wochenend-Gutschein im Pullman Aachen Quellenhof, eine Übernachtung im Mercure Parkhotel Krefelder Hof, Cocktails in der angesagten Bar LAB12 im Pullman Cologne oder Gutscheine für das Agrippabad im Herzen Kölns – viele Unterstützer haben sich für die gute Sache zusammengefunden. „Mich überwältigt die Begeisterung für mein Projekt und ich werde alle an meinen Erlebnissen teilhaben lassen“, verspricht Isabella Schrader. So nimmt sie ein eigens für sie kreiertes ibis-Kissen und ein rotes Halstuch mit auf die Reise und wird auf der Facebook-Seite ibis Köln Frechen regelmäßig unter dem Hashtag #ibis4isa über ihre Arbeit und ihr Leben in Tansania berichten.

ibis Köln Frechen

Das ibis Köln Frechen verfügt über 79 Zimmer mit viel Wohlfühlkomfort, davon zwei für Personen mit eingeschränkter Mobilität. Alle Zimmer sind klimatisiert und verfügen über die innovativen Sweet Bed™ by ibis Betten für entspannten Schlaf, einen Schreibtisch, gratis WLAN und TV, inklusive vielfältiger Sky Sender. Das ibis Köln Frechen liegt direkt an der westlichen Kölner Stadtgrenze im Europark Frechen, nur circa acht Kilometer von der Kölner City entfernt. Dank der verkehrsgünstigen Lage am Autobahnkreuz Köln-West erreichen die Gäste das beliebte Hotel bequem mit dem Auto und kommen schnell zu vielen Zielen in Köln. So ist das RheinEnergie Stadion nur 1,75 Kilometer entfernt. Die Fahrzeuge der Gäste parken gratis auf dem Hotel-Parkplatz

Weitere Informationen unter www.ibis.com

ibis, die Economy-Marke von AccorHotels, verspricht Modernität, Komfort und Service zum Bestpreis.

Innovativer Wandel ist ein Kern der Marke, die damit ihre gelebten Werte Modernität, Komfort und Verfügbarkeit immer wieder neu demonstriert. So hat ibis ein revolutionäres Bettenkonzept namens Sweet Bed™ by ibis entwickelt, die Empfangsbereiche offener und einladender gestaltet und mit ibis kitchen ein modernes Food & Beverage Konzept ins Leben gerufen. Besonderes Augenmerk liegt auf dem Service-Engagement der Mitarbeiter. Die Hotelmarke genießt weltweit hohes Ansehen für die Werte Qualität und Zuverlässigkeit sowie für das Umwelt-Engagement. ibis wurde 1974 gegründet, ist europäischer Marktführer und viertgrößte Economy-Hotelkette weltweit und betreibt mittlerweile über 1.080 Hotels mit mehr als 138.741 Zimmern in 65 Ländern.

Als führende Reise- und Lifestylegruppe bietet AccorHotels weltweit einzigartige Erlebnisse in mehr als 4.100 Hotels, Resorts und Residences sowie über 3.000 exklusiven Privatwohnungen.

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