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Pressemitteilungen

Schon jetzt die Schulabsolventen von 2020 für den Übergang in den Beruf unterstützen

Schuljahresbeginn: Caritas fordert enge Begleitung mit Blick auf den Berufseinstieg

Stuttgart / Freiburg, 10. September 2019 – Obwohl landesweit im August noch 25.000 Lehrstellen unbesetzt waren, haben wieder rund 11.000 junge Menschen in Baden-Württemberg nach ihrem Haupt- oder Realschulabschluss keinen Ausbildungsplatz gefunden. Davon betroffen sind beispielsweise Jugendliche, die sich ausschließlich auf eine Ausbildung in ihrem Traumberuf beworben haben, der jedoch nicht zu ihrem schulischen Abschluss passt, und darum keine Zusage erhalten haben. Aber auch viele junge Menschen mit einem mittleren bis schlechten Abschlusszeugnis sind ohne Lehrstelle. Damit nicht jedes Jahr so viele Schülerinnen und Schüler den Berufseinstieg verpassen, fordert die Caritas Baden-Württemberg Schulen, Ausbildungsbetriebe sowie die Politik auf, bereits jetzt mit Beginn des neuen Schuljahres den Übergang ins Berufsleben in den Abschlussklassen zu planen und kontinuierlich und eng zu begleiten. „Eine berufliche Ausbildung ist das A und das O für das weitere Leben dieser jungen Menschen“, so die Caritasvorstände Dr. Annette Holuscha-Uhlenbrock (Rottenburg-Stuttgart) und Mathea Schneider (Freiburg). „Die Erfahrung zeigt: Haben die Jugendlichen eine Vertrauensperson an der Seite, die sie bei den Schritten hin zu einer Ausbildung längerfristig unterstützt, gelingt der Übergang in den Beruf deutlich besser.“

Die Caritas Baden-Württemberg begrüßt deshalb ausdrücklich, dass das Land die Jugendberufshelfer für das Schuljahr 2019/2020 weiterhin fördert. Jugendberufshelfer beraten und begleiten leistungsschwächere Schüler, um ihre Chancen im Hinblick auf Ausbildung und Beruf zu verbessern. Auch die lebensbegleitende Berufsberatung der Agentur für Arbeit, die zum neuen Schuljahr eingeführt werden soll, würdigt die Caritas im Land als einen hilfreichen Baustein für die berufliche Orientierung.

Bedauerlich allerdings sei es, dass das baden-württembergische Kultusministerium der weiteren Förderung des Berufseinstiegsbegleiters (BerEb) noch keine Zusage erteilt hat. „Hier wird an der falschen Stelle gespart! Ohne Schulabschluss oder beruflichen Anschluss nach der Schule sind die Chancen der jungen Menschen auf ein auskömmliches Leben durch Arbeit auf lange Zeit verbaut“, mahnen Schneider und Holuscha-Uhlenbrock. Die Berufseinstiegsbegleitung ist ein zentrales, systemübergreifendes Bindeglied zwischen den Schülern und der Berufswelt. Sie wird im Auftrag der Agentur für Arbeit durchgeführt und war bisher hälftig aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert. Wenn das Land die erforderliche Kofinanzierung nicht zur Verfügung stellt, werde es diese wirksame Unterstützung zukünftig für Schüler in Baden-Württemberg nicht mehr geben, kritisieren die Caritasdirektorinnen.

Die Träger der Jugendberufshilfe unter dem Dach der Caritas haben selbst Angebote für Schüler entwickelt. So findet im Förderband Mannheim ein Praxistag statt, bei dem Jugendliche für sie infrage kommende Berufe ausprobieren können. Im Landkreis Böblingen gibt es die von der Caritas aus organisierte „Tour de Handwerk“. Zusammen mit der Agentur für Arbeit führen die Caritas-Schulsozialarbeiter hier Handwerksbetriebe und Ausbildungssuchende zusammen.

Weitere Informationen zum Förderband Mannheim:
www.foerderband-ma.de

Weitere Informationen zur „Tour de Handwerk“:
https://www.caritas-schwarzwald-gaeu.de/caritas-vor-ort/caritas-sindelfingen/pluspunkte/tour-de-handwerk/tour-de-handwerk

Als Wohlfahrtsverband der katholischen Kirche vertritt die Caritas in Baden-Württemberg rund 3.800 Einrichtungen mit mehr als 175.000 Plätzen in unterschiedlichen Hilfefeldern, in denen 65.000 Mitarbeiter/innen tätig sind.

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Caritas in Baden-Württemberg
Eva-Maria Bolay
Strombergstr. 11
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STARFACE erhält Lea-Mittelstandspreis 2019 für soziales Engagement

Karlsruhe, 1. August 2019. Die STARFACE GmbH wurde 2019 mit dem Lea-Mittelstandspreis für soziale Verantwortung in Baden-Württemberg ausgezeichnet. Die renommierte Auszeichnung – das Kürzel „Lea“ steht für Leistung, Engagement und Anerkennung – würdigt das soziale Engagement des Karlsruher Telefonanlagenherstellers: STARFACE unterstützt seit vielen Jahren regionale Hilfsprojekte mit Fokus auf Kinder und Jugendliche, etwa den Kinderschutzbund Karlsruhe oder den Förderverein STAR CARE.

„STARFACE ist fest in der Region Karlsruhe verwurzelt und seit der Gründung sehr erfolgreich mit dem Technologiestandort mitgewachsen. Für uns ist es daher selbstverständlich, dass wir soziale Vereine und Projekte vor Ort unterstützen – und so ein bisschen von unserem Erfolg an die Region zurückgeben“, erklärt STARFACE Geschäftsführerin Barbara Mauve. „Der Lea-Mittelstandspreis ist ein schöner Beleg dafür, dass kleine und mittelständische Unternehmen in der Gesellschaft richtig viel bewegen können – und trägt dieses Signal auch über die regionalen Grenzen hinaus.“

„Wir möchten uns bedanken für Ihre vielseitigen Ideen gesellschaftlichen Engagements, für Ihren Einsatz aktiv mitzugestalten und dafür, dass Sie damit den Zusammenhalt in der Gesellschaft stärken. Sie sind mit Ihrem Engagement Vorbild und Beleg dafür, dass sich soziale Verantwortung und wirtschaftlicher Erfolg ergänzen können“, kommentierte Inci Wiedenhöfer, Leitung der Geschäftsstelle Lea-Mittelstandspreis, die Auszeichnung von STARFACE.

Lea-Mittelstandspreis 2019
Der Lea-Mittelstandspreis würdigt das freiwillige soziale Engagement kleiner und mittelständischer Unternehmen in Baden-Württemberg und zeichnet deren Corporate Social Responsibility (CSR)-Aktivitäten aus. Der Preis wird jährlich von den Wohlfahrtsverbänden Caritas und Diakonie sowie dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau in Baden-Württemberg gemeinsam vergeben. Ziel der Veranstalter ist es, mit der undotierten Auszeichnung Unternehmen, gemeinnützige Organisationen und weitere gesellschaftliche Akteure für das Thema CSR zu sensibilisieren und Partnerschaften zwischen Wirtschaft und Wohlfahrtsverbänden, Vereinen oder Schulen anzuregen und zu fördern.

Hintergrund: Soziales Engagement bei STARFACE
STARFACE engagiert sich seit vielen Jahren in sozialen Projekten und unterstützt damit Kinder und Jugendliche in der Region:
– STARFACE war Sponsor für das 13. Entenrennen am 21. Juli 2019 in Karlsruhe, bei dem tausende Gummienten auf der Alb zu Wasser gelassen werden. Mit dem Erlös werden bedürftige Kinder und Jugendliche aus Karlsruhe unterstützt.
– STARFACE unterstützt aktiv den Förderverein STAR CARE e.V. Das Netzwerk sammelt in Baden, Bremen, Hessen, Rheinland-Pfalz und Stuttgart Spenden für regionale Hilfsprojekte, medizinische Einrichtungen, Behinderteninstitutionen, Kinderheime und Kinderpflegestätten.
– Mit der alljährlichen Weihnachtsspende unterstützt STARFACE regionale Hilfsprojekte für Kinder und Jugendliche. 2018 ging die Spende an den Kinderschutzbund Karlsruhe, der sich dafür einsetzt, die Lebenssituation und die Zukunftsperspektiven von Kindern zu verbessern.

Weitere Informationen zu STARFACE und den STARFACE Produkten finden interessierte Leser unter www.starface.com

Über STARFACE
Die STARFACE GmbH ist ein dynamisch wachsendes Technologieunternehmen mit Sitz in Karlsruhe. 2005 gegründet, hat sich der Hersteller von IP-Telefonanlagen und -Kommunikationslösungen fest im Markt etabliert und gilt als innovativer Trendsetter. Im Mittelpunkt des Produktportfolios stehen die Linux-basierten STARFACE Telefonanlagen, die wahlweise als Cloud-Service, Hardware-Appliance und virtuelle VM-Edition verfügbar sind und sich für Unternehmen jeder Größe eignen. Die vielfach preisgekrönte Telefonanlage – STARFACE errang unter anderem fünf Siege und vier zweite Plätze bei den funkschau-Leserwahlen 2009 bis 2018 – wird ausschließlich über qualifizierte Partner vertrieben.

STARFACE wird in Deutschland entwickelt und produziert und lässt sich als offene, zukunftssichere UCC-Plattform mit zahlreichen CRM- und ERP-Systemen verknüpfen. Sie unterstützt gängige Technologien und Standards wie Analognetz, ISDN, NGN und Voice-over-IP und ermöglicht über offene Schnittstellen die Einbindung von iOS- und Android-basierten Mobiltelefonen sowie Windows- und Mac-Rechnern in die Kommunikationsstruktur von Unternehmen.

Firmenkontakt
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Stephanienstraße 102
76133 Karlsruhe
+49 (0)721 151042-170
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Ferienangebote für benachteiligte Kinder wirken Armut entgegen

Für Kinder aus armen Familien bleibt Erholung in den Ferien oft auf der Strecke

Stuttgart, 26. Juli 2019 – Ärmere Kinder haben in den Sommerferien oft nur wenige Erlebnisse, bei denen sie sich erholen und Energie tanken können. Der Besuch im Freibad, Eis essen mit Freunden, Fahrradfahren im Grünen oder sogar ein Urlaub mit den Eltern ist für sie meist nicht möglich. Verbringen die Kinder einen großen Teil ihrer Ferien in den vier Wänden zuhause, hebt sich die Ferienzeit nur wenig vom Alltag ab. „Dabei bräuchten gerade benachteiligte Kinder zwischen den Schuljahren Abwechslung und Distanz von den Verhältnissen, die Armut mit sich bringt“, erklärt Dr. Annette Holuscha-Uhlenbrock, Caritasdirektorin der Diözese Rottenburg-Stuttgart. „Bildung und Förderung der Kinder wird aber noch zu sehr auf das beschränkt, was im Klassenzimmer passiert. Dabei sind Ferienaktionen wichtig für die Regeneration und auch elementar für die emotionale, soziale und kognitive Entwicklung der Kinder.“ Die Caritas hält es daher für eine wichtige Aufgabe auch im Sinne einer Armutsprävention, anregende Ferienangebote für benachteiligte Kinder anzubieten. Hier sieht der katholische Wohlfahrtsverband auch Politik und Wirtschaft in der Pflicht, die Ferien als wichtige „Bildungs- und Entwicklungszeit“ zu gewichten.

Um Mitstreiter im Kampf gegen Kinderarmut im Südwesten zu vereinen, hat die Caritas Rottenburg-Stuttgart die Initiative MACH DICH STARK ins Leben gerufen. Für diese Initiative sind die großen Ferien eine wichtige Zeit, in der Kinder und Jugendliche zu Erlebnissen kommen, die sie stärken. „Von dem knappen Budget, das etwa Alleinerziehenden häufig zur Verfügung steht, lässt sich allerdings kaum etwas für eine abwechslungsreiche Gestaltung der Sommerferien abzweigen“, so Kim Hartmann, Koordinatorin von MACH DICH STARK. Sie verweist darauf, dass gerade die großen Ferien eine Chance böten, damit die Kinder eine Idee davon bekommen, was es heißt, Freundschaften zu schließen oder einfach die Seele baumeln zu lassen. Solche Erfahrungen trügen dazu bei, dass die Kinder Energie tanken und nach den Ferien auch wieder gestärkt und mit Lust in den Schulalltag starten können.

Pack die Badehose ein
Ein Partner von MACH DICH STARK, die Caritas Schwarzwald-Alb-Donau, schafft mit ihrem Projekt „Pack die Badehose ein“ beispielsweise im Raum Albstadt / Balingen genau ein solches Ange-bot: An einer einwöchigen Sommerfreizeit in Kooperation mit dem katholischen Jugendreferat Balingen können alle interessierten Kinder aus der Region teilnehmen. Herkunft und der finanziellen Handlungsspielraum der Eltern sind dabei unwichtig. Dass auch Kinder aus benachteiligten Familien dabei sind, wird durch die finanzielle Unterstützung von regionalen Partnern möglich. So treffen Kinder und Jugendliche aus unterschiedlichen Milieus und Lebenswelten bei der Sommerfreizeit aufeinander.

Kindererholung in den österreichischen Bergen
Die Kinderstiftung Knalltüte, ebenso Partner von MACH DICH STARK, bietet für benachteiligte Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren aus der Region Ostwürttemberg (Aalen, Heidenheim und Schwäbisch Gmünd) eine dreiwöchige Ferienfreizeit als Kindererholung in Österreich an. Hier steht der gesundheitliche Aspekt im Vordergrund: Im Zusammenspiel von Freizeitaktivitäten, festen Es-sens- und Ruhezeiten bietet der Ferienaufenthalt in den Bergen einen idealen Rahmen für die körperliche und seelische Erholung der Kinder. In der Regel bezuschussen die Krankenkassen die Kindererholung. Bei der Antragstellung werden die Familien vom Team der Kindererholung unter-stützt.

MACH DICH STARK sieht Förderung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe
Aber: Die Förderung der Kinder über die Schule hinaus – also auch in den Ferien – sieht MACH DICH STARK als eine übergeordnete, gesamtgesellschaftliche Aufgabe an. „Mit unserer Initiative wollen wir in erster Linie den Anstoß geben, damit arme und benachteiligte Kinder stärker in den gesellschaftlichen und politischen Fokus geraten und mehr Chancen erhalten“, sagt Kim Hartmann. „Letztendlich ist es eine Aufgabe der Gesellschaft und aller, diesen Wandel anzustoßen und zu leben.“

Um der steigenden Kinderarmut im Land zu Leibe zu rücken, hat der Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart die Initiative „MACH DICH STARK gegen Kinderarmut im Südwesten“ ins Leben gerufen. Die Initiative verfolgt das Ziel, Menschen, Organisationen und Institutionen im Kampf gegen Kinderarmut zu vereinen und dafür zu sorgen, dass allen Kindern Entwicklung und Teilhabe ermöglicht wird. Derzeit gibt es 23 Partner (Stiftungen, Fonds, Bildungsträger sowie Verbände) aus Baden-Württemberg, die das Anliegen von MACH DICH STARK unterstützen.

Weitere Informationen zu MACH DICH STARK unter
www.mach-dich-stark.net
www.facebook.com/Starkmacher/
https://twitter.com/_starkmacher

Der Caritasverband Rottenburg-Stuttgart e.V. ist der Wohlfahrtsverband der katholischen Kirche in der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Als Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege in Baden-Württemberg engagiert er sich politisch für die Interessen von armen, benachteiligten und hilfebedürftigen Menschen und tritt gegen deren Ausgrenzung ein. Regional und landesweit vertritt er die Interessen von 1.740 katholischen Einrichtungen und Diensten in wichtigen Fragen pflegerischer und sozialer Arbeit. Insgesamt arbeiten unter seinem Dach 33.000 hauptamtliche und genauso viele ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In neun Caritasregionen bietet der Caritasverband soziale Dienstleistungen für Kinder, Jugendliche und Familien, alte und pflegebedürftige Menschen, Menschen mit Behinderung, Arbeitslose, Wohnungslose, Menschen mit Fluchterfahrung oder mit einer Suchterkrankung an.

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Kommunen haben großen Einfluss auf Entwicklung junger Menschen

Präventionsketten ermöglichen chancenreiches Aufwachsen

Stuttgart / Freiburg, Mai 2019 – Bildung ist nicht ausschließlich Ländersache, auch Kommunen haben sehr großen Einfluss auf die Erziehung und Entwicklung junger Menschen. Sie entscheiden weitgehend, inwieweit Familien – auch in Armut – an ihrem Wohnort Angebote vorfinden, die Kindern ein gesundes und chancenreiches Aufwachsen ermöglichen. „Gerade die frühkindliche Bildung ebnet den Weg, damit Kinder ihren guten Weg finden und auch gehen können. Eine fördernde Begleitung ist während der gesamten Kindheit und Jugend wichtig, und hier kommt den Kommunen eine herausragende Aufgabe zu“, erklären die Caritasdirektoren Dr. Annette Holuscha-Uhlenbrock (Rottenburg-Stuttgart) und Thomas Herkert (Freiburg). Mit Blick auf die Kommunalwahl am 26. Mai appellieren sie an die Kommunen, sich nicht nur als Verwalterinnen, sondern als Gestalterinnen für bessere Bildungsbedingungen und -möglichkeiten einzubringen.

In kaum einem anderen westlichen Industrieland ist der Bildungserfolg eines Kindes so stark von der sozialen Situation seiner Familie abhängig, wie in Deutschland. „Die Verbindung „schlecht situiertes Elternhaus – schlechte Bildung“ muss dringend aufgebrochen werden“, so die Caritasdirektoren. „Wir sehen die Kommunen in der Pflicht, alles zu tun, um für Kinder aus bildungsfernen Elternhäusern Türen zu öffnen.“ Dazu fordern sie die Kommunen auf, den Ansatz der Präventionsketten als kommunale Strategie stärker zu berücksichtigen. Dies bedeutet, Angebote vom Kind aus zu denken und diese bezogen auf den Lebenslauf so früh wie möglich und auch niedrigschwellig anzubieten. Die Ressorts Jugend, Gesundheit, Soziales, Bildung, Schule und Stadtteilentwicklung stimmen dazu präventive Angebote für Familien über die eigenen Ressortgrenzen hinweg ab und verknüpfen diese – lückenlos von der Schwangerschaft bis zum Eintritt ins Berufsleben. Offene Treffs, Familienzentren, Familienhebammen oder auch Elternkurse sowie Möglichkeiten der Kinderbetreuung werden vernetzt und im Sinne einer Gesamtstrategie gedacht.

Wie schon das Ministerium für Soziales und Integration mit der begrüßenswerten Förderung der Präventionsketten in Singen, Mannheim und Pforzheim zeigte, handelt es sich hier um ein wirksames Instrument, die Lebenslagen von benachteiligten Kindern zu verbessern. „Dieses Vernetzen auf kommunaler Ebene ist entscheidend. Wir ermutigen jede Stadt und jede Gemeinde, sich zu diesem Schritt zu entscheiden und dafür Ressourcen bereit zu stellen“, so die Caritasdirektoren.

Als Wohlfahrtsverband der katholischen Kirche vertritt die Caritas in Baden-Württemberg rund 3.800 Einrichtungen mit mehr als 175.000 Plätzen in unterschiedlichen Hilfefeldern, in denen 65.000 Mitarbeiter/innen tätig sind.

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Kommunen sollen Leerstand von Wohnungen entschieden gegensteuern

Finanzielle Prämien für das Bereitstellen von Studentenzimmer

Stuttgart / Freiburg, Mai 2019 – Kommunen können maßgeblich gegensteuern, damit Wohnraum nicht zum Anlage- und Spekulationsobjekt und damit zum Luxusgut wird: Die Gemeinden und Städte haben beispielsweise durch gesetzliche Vorgaben die Möglichkeit, Leerstand mit Auflagen zu verknüpfen. Sie können beeinflussen, an wen Grundstücke vergeben werden und ob Mietbindungen ausgesprochen werden. Die Bebauungspläne liegen maßgeblich in den Händen der Kommunen. Daher begrüßt die Caritas die getroffene Einigung innerhalb der Landesregierung zum Anschub des Wohnungsbaus. „Den Kommunen kommt eine Schlüsselrolle zu, wenn es um das Schaffen und den Erhalt von bezahlbarem Wohnraum geht. Mit ihrer kommunalen Siedlungspolitik stellen sie maßgeblich die Weichen für den Wohnungsmarkt von morgen“, erklären die Caritasdirektoren Dr. Annette Holuscha-Uhlenbrock (Rottenburg-Stuttgart) und Thomas Herkert (Freiburg) anlässlich der bevorstehenden Kommunalwahlen am 26. Mai. Gerade um den sozialen Wohnungsbau attraktiver zu machen, halten sie den geplanten Grundstücksfonds des Landes für ein wirksames Instrument.

Da eine Wohnung die Basis einer jeden Existenz darstellt, fordert die Caritas, den Preis fürs Wohnen nicht dem freien Markt zu überlassen. Vielmehr sei der Mietpreis gesetzlich festzuschreiben, etwa durch Mietobergrenzen – genauso wie der Lohn für Arbeit, der längst über Tarife und Mindestlohn gesetzlich geregelt wird. Hier sitzen Kommunen am entscheidenden Hebel.

Den Mangel an Wohnraum sieht die Caritas als Folge einer Politik der letzten 20 Jahre. Gab es 2002 noch gut 137.000 preisgebundene Mietwohnungen im Land, waren es im Jahr 2016 nur noch gut 57.000 Wohnungen. Im Vergleich zu anderen Ländern weist Baden-Württemberg bezogen auf Einwohner und auch absolut einen unterdurchschnittlichen Bestand an sozialen Mietwohnungen auf. Um den Bedarf an bezahlbarem Wohnraum zu decken, müssten durch den sozialen Wohnungsbau im Südwesten jährlich 6000 neue Wohnungen geschaffen werden. Bis 2017 war es je-doch so, dass pro Jahr 500 Wohnungen wegfielen. „Wir müssen unbedingt vermeiden, dass Familien oder ältere Menschen mit kleinem Budget aus den Städten an den Rand gedrängt werden. Denn die Durchmischung der Quartiere spielt eine große Rolle für den gesellschaftlichen Zusammenhalt“, so die Caritasdirektoren.

Die Caritas sieht bei den Kommunen viele Möglichkeiten, die derzeitige Wohnraumknappheit zu entschärfen: Kommunen können etwa dazu aufrufen, ungenutzten Wohnraum wie eine Einliegerwohnung oder auch ein Studentenzimmer zur Verfügung zu stellen. Mit finanziellen Prämien können sie Anreize setzen. Auch kann das Sozialamt das Vermieterrisiko übernehmen, indem es als Zwischenmieter auftritt und im Fall von Mietausfällen einspringt. Auch Eigentümer von Büros und Gewerbeflächen können motiviert werden, die Flächen durch Umbau in attraktive Wohnungen umzuwandeln.

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Solidarisch mit Pflegebedürftigen: Kommunen können gute Versorgung sichern

Kommunen sollen zu einer sorgenden Gemeinschaft werden

Stuttgart / Freiburg, Mai 2019 – Um dem steigenden Bedarf an Unterstützung von pflegebedürftigen Menschen und ihren Angehörigen wirksam begegnen zu können, braucht es über gesetzliche Rahmenbedingungen hinaus auch einen Wandel im öffentlichen Bewusstsein. Pflege kann nicht mehr länger nur die Aufgabe einzelner Personen und Institutionen sein. Sonst werden die bestehenden Hilfesysteme angesichts heute schon vorhandener Versorgungsengpässe mancherorts bald schon zusammenbrechen. Vor allem in den Städten und Kommunen ist deshalb nach Ansicht der Caritas Baden-Württemberg eine andere Kultur nötig. „Kommunen sollten sich künftig stärker am Leitbild einer sorgenden Gemeinschaft orientieren, in der die Beziehung mit und zu anderen Menschen neu positiv bewertet und an die Mitverantwortung aller Bürgerinnen und Bürger appelliert wird“, erklären die Caritasdirektoren Thomas Herkert (Freiburg) und Dr. Annette Holuscha-Uhlenbrock (Stuttgart). Angesichts der demografischen Entwicklung sei es eine wichtige kommunale Aufgabe, Strukturen im Vor- und Umfeld von Pflege zu planen und zu gestalten, auch wenn es sich nicht um eine kommunale Pflichtaufgabe handle.

Die Caritas fordert mit dem Blick auf die Kommunalwahlen am 26. Mai die Kommunen im Land auf, ihre Gestaltungsmöglichkeiten für eine Verbesserung der pflegerischen Versorgung zu nutzen. Notwendige Spielräume dafür eröffnet das Landespflegestrukturgesetz, das zum Beispiel die Einrichtung kommunaler Pflegekonferenzen vorsieht. Aus Sicht der Caritas sind diese Konferenzen „absolut notwendig“, um vor Ort den Bedarf an Pflege und Unterstützung zu erkennen und die erforderlichen Angebote im Zusammenspiel mit unterschiedlichen Akteuren zu entwickeln. „Die Zeit ist überreif, dass Landkreise und Kommunen über ihre Haushalte das Schaffen von Strukturen und Angeboten vor Ort finanziell fördern und die klassische Altenhilfeplanung durch eine ressortübergreifende, ganzheitlich orientierte Sozialplanung ersetzen“, so die Caritasdirektoren. Zudem regt die Caritas an, dass die örtlichen Behörden der Heimaufsicht ihre Aufgabe mehr „im Sinne einer Ermöglichungskultur“ gestalten. Engpässe in der pflegerischen Versorgung und der Mangel an Personal dürften nicht durch bürokratische Forderungen der örtlichen Heimaufsichten noch zusätzlich verstärkt werden. Vielmehr sollten die Behörden ihr Verwaltungshandeln überprüfen und den Mut haben, vorhandene Ermessensspielräume beispielsweise bei der Umsetzung der Landesheimbauverordnung oder bei neuen ambulant betreuten Wohngemeinschaften auszuschöpfen.

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Schwangerschaftsberatung im Tandem für alle Fragen offen

Fast wie in der Weihnachtsgeschichte: schwangere geflüchtete Frauen erhalten bei der Caritas in Reutlingen Beratung in der Muttersprache

Schwangerschaftsberatung im Tandem für alle Fragen offen

Arbeiten im Tandem: Familienhebamme Karima Azemal und Schwangerschafts-Beraterin Jutta Birkhold

Stuttgart/Reutlingen, 20. Dezember – Ursprünglich stammt Frau G. aus Syrien. Mit ihrem Mann und ihren beiden kleinen Söhnen ist sie nach Deutschland gekommen. Besser gesagt: geflohen. Erst in Deutschland merkt die 24-Jährige, dass sie schwanger ist. Der Bauch wölbt sich langsam. Zuhause würde ihr die Familie zur Seite stehen, Mutter, Schwiegermutter. In Reutlingen aber ist sie allein. Sie kennt keinen, lebt isoliert. Wenig Geld, eine völlig fremde Kultur. Zu viert wohnt die Familie in einem Zimmer. Hier soll sie ihr drittes Kind zur Welt bringen?

Ein Fall, der an die Weihnachtsgeschichte erinnert. Flucht, Schwangerschaft, kein wohliges Zuhause. Doch natürlich gibt es heute ein anderes Umfeld, greifen andere Strukturen. Es gibt Beratungsstellen, etwa die der Caritas in Reutlingen: Hier arbeitet in der Schwangerenberatung die Beraterin Jutta Birkhold mit der Familienhebamme Karima Azemal im Tandem zusammen. Tandem heißt: Die Beraterin ist Spezialistin beispielsweise für psychosoziale oder sozialrechtliche Fragen, die Familienhebamme für gesundheitsrelevante Fragen. So erhalten geflüchtete, schwangere Frauen alle relevanten Informationen aus einer Hand. In der Muttersprache. Denn Karima Azemal spricht arabisch und französisch. Sie ist Reutlingerin mit arabischem Migrationshintergrund. So können die Frauen in der Beratungsstelle in Reutlingen ihre Fragen stellen, hier werden sie verstanden. Hier kommen sie emotional an.

Die Schwangerenberatung hat die Frauen mit allen ihren wichtigen Beziehungen und Bezügen im Blick. „Wir decken in der Beratung die Probleme der ganzen Familie ab“, sagt Jutta Birkhold. Es gibt viele sozialrechtliche Fragen, die geklärt werden müssen. Wo wohnt die Familie, welche Formulare sind auszufüllen? Auch wenn es etwa Probleme mit einem älteren Kind gibt, verweist die Beraterin auf andere Angebote im Hilfesystem. „Traumatisierung ist ein großes Thema. Viele sind auf schwerem Weg hierhergekommen. In den Gesprächen fließen oft Tränen“, sagt Jutta Birkhold. Beim ersten Beratungsgespräch sei meist der Ehemann mit dabei. Nach und nach entwickle sich ein Vertrauensverhältnis und die Frauen kommen alleine. Dass Karima Azemal selbst Migrationshintergrund habe, erweise sich auch insofern als Pluspunkt, dass die Frauen in ihr ein Vorbild se-hen: „Sie erleben durch mich, dass es möglich ist, sich in Deutschland zu integrieren ohne die ei-gene Identität aufzugeben“, so Azemal.

Damit die Frauen sich bestmöglich in Reutlingen zurechtfinden, haben die beiden Tandem-Fachkräfte ein Frauencafé ins Leben gerufen. „Die Frauen haben auch nach der Geburt das Bedürfnis, mit der Beratungsstelle im Kontakt zu bleiben. Sie fühlen sich nämlich wegen der Sprache oft isoliert“, berichtet Jutta Birkhold. Das Frauencafé eignet sich bestens, um relevante Informationen zum Leben in Deutschland weitergeben zu können. Die Mütter erfahren hier, welche Rechte sie in Deutschland haben. „Wir wollen die Frauen darin unterstützen, selbständig zu werden und ihr Leben selbst zu gestalten“, so Birkhold. Mitunter geht es um praktische Tipps, etwa wie wichtig es ist, zuhause eine Hausapotheke anzulegen, und wie diese bestückt sein sollte. Thema ist auch, wie man mit wenig Geld mit Kindern die Sommerferien in Reutlingen verbringen kann. „Wir wollen die Frauen animieren, sich gegenseitig zu unterstützen“, sagt Karima Azemal.

Gemeinschaften bilden. Integrieren. Beratend zur Seite stehen, wenn es darum geht, die nächste Hürde zu nehmen. Das Angebot kommt an und hat sich in der arabisch sprechenden Community als gute Sache rumgesprochen. Bei der Tandemberatung für Schwangere gibt es eine Warteliste. Beratungsgespräche werden nach Entbindungstermin vergeben.

Kontakt:
Katholische Schwangerschaftsberatung
Caritas-Zentrum Reutlingen
Telefon: 07121/1656-0
Email: reutlingen@caritas-fils-neckar-alb.de

Der Caritasverband Rottenburg-Stuttgart e.V. ist der Wohlfahrtsverband der katholischen Kirche in der Diözese Rottenburg-Stuttgart und feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen. Als Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege in Baden-Württemberg engagiert er sich politisch für die Interessen von armen, benachteiligten und hilfebedürftigen Menschen und tritt gegen deren Ausgrenzung ein. Regional und landesweit vertritt er die Interessen von 1.740 katholischen Einrichtungen und Diensten in wichtigen Fragen pflegerischer und sozialer Arbeit. Insgesamt arbeiten unter seinem Dach 33.000 hauptamtliche und genauso viele ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In neun Caritasregionen bietet der Caritasverband soziale Dienstleistungen für Kinder, Jugendliche und Familien, alte und pflegebedürftige Menschen, Menschen mit Behinderung, Arbeitslose, Wohnungslose, Menschen mit Fluchterfahrung oder mit einer Suchterkrankung an.

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Wegweiser für die Zukunft:

Anlässlich 100-jährigen Bestehens hat die Caritas Rottenburg-Stuttgart für sich eine „Charta 28“ für die nächsten zehn Jahre erarbeitet

Mit einer Fachwoche zu sozialen Fragen feiert die Caritas Rottenburg-Stuttgart seit Dienstag ihr 100-jähriges Jubiläum. Als Höhepunkt setzte die Delegiertenversammlung heute die „Charta 28“ in Kraft. Der Caritasverband fokussiert darin jene gesellschaftlichen Entwicklungen, die er als wertegebundener Verband und Teil der katholischen Kirche in den kommenden zehn Jahren aktiv mitgestalten will. Die Charta 28 greift fünf gesellschaftliche Entwicklungen auf. Diese sind: Vielfalt in der Gesellschaft, Abbau der Armut, ein Umbruch in der Wachstumsgesellschaft, Digitalisierung und deren Auswirkung für Mensch und Arbeitswelt sowie das Sorgen und Versorgen von Menschen in allen Lebensphasen. Die Ausgangsfrage der Charta lautete „In welcher Gesellschaft wollen wir leben?“ „Dabei gilt es, die Lösungen in den kommenden Jahren zu entwickeln – auch und gerade mit den anderen Akteuren zusammen“, so Caritasdirektor Pfarrer Oliver Merkelbach.

Im Blick der Charta 28 stehen die Vielfalt der Menschen und ihre Unterschiedlichkeit hinsichtlich Geschlecht, ethnischer Herkunft, Weltanschauung und auch sexueller Identität. Der Verband will sich dafür einsetzen, dass Unterschiede vorurteilsfrei wertgeschätzt werden und die damit verbundenen Potenziale unsere Gesellschaft bereichern können. Auch will die Caritas Rottenburg-Stuttgart in den kommenden zehn Jahren daran mitwirken, dass die Armut in dieser Gesellschaft geringer wird. „Wir werden uns niemals damit abfinden, dass Menschen in Armut leben müssen“, so Merkelbach. Dabei betrachtet die Caritas Armut nicht als ein individuelles, sondern als ein gesellschaftliches Problem, das strukturell verursacht ist.

Wann ist die Grenze des Wirtschaftswachstums erreicht? Wie kann eine gute Balance zwischen Ökologie, Ökonomie und Sozialem gestaltet werden? Diese Fragen umkreisen den dritten Themenbereich. Antworten könnten im Upcycling oder auch im Gedanken des Teilens liegen.

Wie die Digitalisierung vor allem den Menschen in ihrer individuellen Lebensgestaltung und in ihrer Arbeit zugute kommt, daran will die Caritas ebenfalls mitwirken. „Den gesellschaftlichen Veränderungsprozess, den die Digitalisierung in Gang bringt, schätzen wir so grundsätzlich ein, wie die Erfindung des Buchdrucks. Hier wollen wir Mitgestalter und Begleiter der Prozesse sein“, so Merkelbach. Schließlich wird als fünftes Themenfeld unter dem Begriff „Sorgen“ in den Blick genommen, wie in einem solidarischen Miteinander, unter Einbeziehung aller vorhandenden familiären, nachbarschaftlichen und gesellschaftlichen Ressourcen im unmittelbaren Umfeld des Betroffenen, alte Menschen gepflegt, Kinder betreut und begleitet und Kranke versorgt werden können. Gute Rahmenbedingungen, die das Gelingen von guter Sorge und Fürsorge ermöglichen, will der Wohlfahrtsverband in den nächsten zehn Jahren unterstützen.

Der Caritasverband Rottenburg-Stuttgart e.V. ist der Wohlfahrtsverband der katholischen Kirche in der Diözese Rottenburg-Stuttgart und feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen. Als Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege in Baden-Württemberg engagiert er sich politisch für die Interessen von armen, benachteiligten und hilfebedürftigen Menschen und tritt gegen deren Ausgrenzung ein. Regional und landesweit vertritt er die Interessen von 1.740 katholischen Einrichtungen und Diensten in wichtigen Fragen pflegerischer und sozialer Arbeit. Insgesamt arbeiten unter seinem Dach 33.000 hauptamtliche und genauso viele ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In neun Caritasregionen bietet der Caritasverband soziale Dienstleistungen für Kinder, Jugendliche und Familien, alte und pflegebedürftige Menschen, Menschen mit Behinderung, Arbeitslose, Wohnungslose, Menschen mit Fluchterfahrung oder mit einer Suchterkrankung an.

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Hahn Fertigungstechnik GmbH: So geht Inklusion im Handwerk

Mitarbeiter Jochen Groeneveld ist im Team willkommen

Hahn Fertigungstechnik GmbH: So geht Inklusion im Handwerk

Hahn Fertigungstechnik GmbH, Papenburg

„Nicht nur reden, sondern machen“, das ist das gelebte Motto der Hahn Fertigungstechnik GmbH, auch beim Thema Inklusion. Ein beeindruckendes Beispiel für Inklusion erlebt Jochen Groeneveld. Seit dem 01.03. 2018 arbeitet Jochen Groeneveld bei der Hahn Fertigungstechnik GmbH in Papenburg, er ist bereits voll integriert und ein fester Bestandteil des Teams.

Norbert Hahn, Geschäftsführer des Familienunternehmens liebt Herausforderungen, sieht sich nicht als Vorreiter, sondern bewertet sein Verhalten als normal. Wieso sich viele Betriebe mit dem Thema Inklusion so schwertun, liegt vielleicht an den fehlenden Informationen, die die Betriebe davon abhalten, Menschen mit Behinderung zu beschäftigen. Aus jahrelanger Erfahrung im Handwerk weiß Hahn, dass trotz der zum Teil körperlich beanspruchenden Tätigkeiten, gerade das Handwerk gute Möglichkeiten für die Inklusion von Menschen mit Behinderung bietet. „Sind wir mal ehrlich, jeder bringt besondere Talente, Begabungen und Eigenarten mit, die den einzelnen Mitarbeiter auszeichnen. Wer ist schon genormt? Wir danken der Caritas, die uns Herrn Jochen Groeneveld vermittelt hat und als Ansprechpartner durch Herrn Matthias Heyen zur Seite steht. Nu geihts los, es gibt viel zu tun!“

Betriebe und Unternehmen sollten die Chance nutzen. Inklusion ist eine Bereicherung und will gelebt werden. Um Handwerksbetrieben die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung zu erleichtern, gibt es in den Handwerksorganisationen zahlreiche Inklusionsberater. Diese begleiten die Betriebe bei der Ausbildung und Beschäftigung sowie bei der Suche nach entsprechenden Bewerbern. Norbert Hahn hierzu: „Es ist ein Vorurteil, dass Menschen mit Behinderung faktisch unkündbar sind und häufiger krank als andere Mitarbeiter. Wir freuen uns, dass Jochen Groeneveld bereits nach kurzer Zeit geschätztes Teammitglied ist“.

Infobox:

Das Unternehmen Hahn Fertigungstechnik, Papenburg, ist ein Familienunternehmen seit 2000. Rund 40 Mitarbeitern sind Standort Dieselstraße 1 26871 Papenburg am Papenburger Hafen im Bereich. Schwerpunkt ist Maschinenbau im Bereich Fertigungs- und Zerspanungstechnik. Näheres unter: hahn-fertigungstechnik.de

Die Caritas-Werkstätten nördliches Emsland GmbH

Gasthauskanal 5, 26871 Papenburg unterstützen durch den Fachdienst „Berufliche Inklusion“ Betriebe und Mitarbeiter. Ansprechpartner ist Herr Matthias Heyen. Näheres unter: www.caritas-os.de

Die Hahn Fertigungstechnik GmbH in Papenburg an der Ems in Niedersachsen wurde im Jahr 2000 gegründet und beschäftigt rund 40 Mitarbeiter. Hahn Fertigungstechnik GmbH ist ein mittelständiges Unternehmen und hat sich spezialisiert auf die Bearbeitung von anspruchsvollen Dreh- und Frästeilen. Von der Konstruktion bis zur Fertigung liefert Hahn Fertigungstechnik komplett bearbeitete, einbaufertige Teile oder komplexe Baugruppen aus allen zerspanbaren Materialien. Die Reparatur von Bauteilen ist Bestandteil unseres Leistungsspektrums. Gegenseitige Synergien der Unternehmen Hahn Fertigungstechnik und Maschinenbau Hahn werden in der Konstruktion, der Aus- und Weiterbildung, der Logistik und weiteren Bereichen genutzt. Weitere Informationen unter www.hahn-fertigungstechnik.de

Kontakt
Hahn Fertigungstechnik GmbH
Norbert Hahn
Dieselstraße 1
26871 Papenburg
+49 (0)4961 9707-0
+49 (0)4961 6224
office@hahn-fertigungstechnik.de
http://www.hahn-fertigungstechnik.de

Pressemitteilungen

Caritas zeigt, wann Alkohol zum Risiko wird

Neuer Videoclip des Deutschen Caritasverbandes der Agentur VideoBoost bietet in sieben Sprachen Hilfe bei Problemen

In Deutschland wird Alkohol zu vielen Anlässen getrunken, er ist leicht zugänglich und wird meist mit Genuss und Entspannung verbunden. Zu viel Alkohol kann aber negative Folgen haben und der Gesundheit schaden.

Ein jetzt veröffentlichtes Video des Deutschen Caritasverbandes zeigt, wann Alkohol vom Genuss zum Risiko wird, welche Auswirkungen ein zu hoher Alkoholkonsum haben kann und in welchen Situationen komplett auf Alkohol verzichtet werden sollte. Das frei verfügbare Video beschreibt zudem Anzeichen, die auf eine Alkoholabhängigkeit hinweisen können und zeigt Hilfemöglichkeiten auf. Am Ende des Videos werden Links zu Hilfeangeboten eingeblendet.

Das zweiminütige Video wurde von der Darmstädter Video-Agentur VideoBoost produziert und ist in sieben Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Polnisch, Russisch, Arabisch und Farsi) jeweils mit Untertiteln verfügbar. Das Video stellt kurz und leicht verständlich verschiedenen Zielgruppen Informationen zum Thema Alkohol in ihrer Muttersprache zur Verfügung.

Das Video kann kostenlos geteilt oder in die eigene Webseite eingebunden werden. Es ist unter folgendem Link verfügbar: www.caritas.de/alkohol
Unter www.caritas.de/6F6X4 finden Sie außerdem alle Videos samt Einbettcodes in der Übersicht.

Caritas Deutschland
Der Deutsche Caritasverband ist Deutschlands größter Wohlfahrtsverband. 617.193 Mitarbeiter arbeiten in den 24.391 Einrichtungen und Diensten, die der Caritas bundesweit angeschlossen sind. Sie werden von rund 500.000 Ehrenamtlichen und Freiwilligen unterstützt. Unter dem Motto „Not sehen und handeln“ mischt sich der Deutsche Caritasverband in die sozialpolitische Diskussion ein und macht sich für eine gerechte und solidarische Gesellschaft stark.

Verantwortlich beim Deutschen Caritasverband e.V.:
Deutscher Caritasverband e.V.
Referat Gesundheit, Rehabilitation, Sucht
Dr. Daniela Ruf
Karlstr. 40, 79104 Freiburg
Tel.: 0049 (0) 761/200-385
Fax: 0049 (0) 761/200-350
Email: Daniela.Ruf@caritas.de
Internet: http://www.caritas.de
Facebook: http://www.facebook.com/caritas.deutschland

VideoBoost – Wir sind ein ambitioniertes Digitalunternehmen aus Darmstadt und produzieren Videos für große Corporates, DAX-Unternehmen und Weltkonzerne.

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