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Bei Fernreisen nach Afrika an die eigene Gesundheit denken

Impfungen können einen zuverlässigen Schutz bieten

Bei Fernreisen nach Afrika an die eigene Gesundheit denken

(Mynewsdesk) München, Mai 2017 – Endlose Savannen, faszinierende Tierwelten und unvergessliche Safaris locken zur Urlaubszeit zahlreiche Reisende nach Afrika. Damit die Fernreise in guter Erinnerung bleibt, sollten Urlauber bei ihren Vorbereitungen auch an die Gesundheitsvorsorge denken. Vielen Reisenden ist nicht bewusst, mit welchen Krankheiten sie sich in ihrem Urlaubsland anstecken können. Auf dem afrikanischen Kontinent treten beispielsweise vermehrt Infektionen mit Meningokokken und Tollwut sowie Fälle von Malaria auf.(1),(2),(3) Vor Urlaubsantritt sollten Reisende daher ihren Impfpass prüfen und notwendige Reiseimpfungen gegebenenfalls auffrischen oder nachholen.

Die Aktivität entscheidet über das Erkrankungsrisiko
Ob jemand bei Fernreisen besonders gefährdet ist, sich mit Krankheitserregern zu infizieren, hängt vor allem von den geplanten Aktivitäten ab. Während Hotelgäste in der Regel weniger gefährdet sind, steigt die Ansteckungsgefahr bei Personen, die sich viel in der freien Natur aufhalten und oft Kontakt zur einheimischen Bevölkerung haben, wie Safari- oder Individualtouristen. Kinder, Senioren und Personen mit chronischen Krankheiten, wie Herz-Kreislaufproblemen oder Diabetes, haben ein erhöhtes Risiko, sich mit Reisekrankheiten zu infizieren, weil ihr Immunsystem schwächer ist und sie somit anfälliger für Viren und Bakterien sind.(4) Ein ausführliches Gespräch mit dem behandelnden Hausarzt oder in einem Tropeninstitut ist vor jedem Reiseantritt zu empfehlen.

Die übertragbaren Krankheiten sind vielfältig
In Afrika treten verschiedene Krankheiten auf, mit denen Reisende sich infizieren können. Neben Malaria kommen besonders häufig Meningokokken- und Tollwut-Erkrankungen vor.(1),(2) Meningokokken sind Bakterien, die im Nasen-Rachen-Raum von Menschen angesiedelt sein können. Gelangen die Bakterien von dort ins Blut und vermehren sich, können sie schwere Erkrankungen wie Hirnhautentzündung (Meningitis) oder Blutvergiftung (Sepsis) auslösen.(5)

Beide Krankheitsbilder können auch zusammen auftreten.(5) Erste Anzeichen einer Meningokokken-Infektion können plötzliches Fieber, Kopfschmerzen und Nackensteifigkeit sein.(1) Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion, wie zum Beispiel beim Husten, Niesen oder Küssen.(6) Auch wenn Erkrankungen durch Meningokokken weltweit auftreten, kommt es auf dem afrikanischen Kontinent im sogenannten „Meningitis-Gürtel“ immer wieder zu größeren Epidemien.(7) Die Bakterien gehören unterschiedlichen Serogruppen an, im Meningitis-Gürtel sind die vier Gruppen A, C, W135 und X für die Erkrankungen verantwortlich.(8)

Ebenfalls besteht in Afrika ein erhöhtes Risiko, sich mit Tollwut anzustecken. Die seit Jahrtausenden bekannte Virusinfektion, die von Tieren auf den Menschen übertragen wird, kann – bei fehlendem Impfschutz – tödlich enden.(9) Im Anfangsstadium der Krankheit kommt es zunächst zu Kopfschmerzen und Appetitlosigkeit, im weiteren Verlauf zu Krämpfen der Muskulatur und zu Atemlähmung.(9)

Auch Erkrankungen mit Hepatitis-A und -B-Viren können vermehrt in afrikanischen Ländern auftreten. Das Hepatitis-A-Virus wird meist durch verunreinigte Lebensmittel und Getränke übertragen.10 Bei einer Infektion entzündet sich die Leber, einhergehend mit Fieber und Appetitlosigkeit. Meist heilt die Krankheit innerhalb weniger Wochen von selbst aus.(10) Hepatitis B gehört zu den häufigsten Infektionskrankheiten weltweit und wird im Unterschied zur Hepatitis A hauptsächlich durch Blut und Sperma übertragen.(11) Häufige Beschwerden sind unter anderem Müdigkeit, Oberbauchschmerzen, Fieber, Leber-vergrößerung und Gelbsucht.(11)

Für Afrikareisende besteht auch die Gefahr sich mit Gelbfieber zu infizieren. Bei der Viruserkrankung, die durch Stechmücken übertragen wird, treten zunächst grippeähnliche Beschwerden wie Fieber, Übelkeit und Schmerzen auf. Nimmt die Krankheit einen schweren Verlauf, kommen Leberschädigungen und Störungen der Blutgerinnung hinzu.(12)

Bei Fernreisen außerhalb Afrikas, beispielsweise nach Asien, können sich Reisende unter anderem mit der Japanischen Enzephalitis infizieren. Die Krankheit wird wie das Gelbfieber durch Stechmücken übertragen und kann Symptome hervorrufen, wie leichtes Fieber, aber auch schwere Gehirn- und Gehirnhautentzündungen.(13)

Impfungen können schützen
Impfungen beugen einer Vielzahl von Infektionen vor. Vor Reiseantritt sollten Afrikaurlauber überprüfen, ob die Standardimpfungen für Deutschland z.B. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis und Polio vorliegen. Darüber hinaus wird für Reisen in Infektionsgebiete Afrikas von der Ständigen Impfkommission (STIKO) ein Impfstoff gegen die vier Meningokokken-Serogruppen A,C,W135 und Y empfohlen.(1) Die Impfung erfolgt durch eine einmalige Injektion.

Auch der lebensgefährlichen Tollwut können Reisende durch eine Impfung in Form von drei Injektionen vorbeugen. Eine Grundimmunisierung ist innerhalb von vier Wochen abgeschlossen.(14) Je nach Hersteller kann nach einem Jahr eine Auffrischimpfung notwendig sein.

Afrikareisenden wird ebenfalls eine Impfung gegen Hepatitis A und B empfohlen.(10),(11) Für eine langfristige Immunisierung sollten gegen Hepatitis A zwei Injektionen im Zeitraum von sechs Monaten verabreicht werden.(10) Das Impfschema bei Hepatitis B sieht drei Injektionen vor: Die ersten beiden Injektionen werden im Abstand von vier Wochen gegeben. Die dritte Impfgabe erfolgt sechs Monate nach der ersten Impfung.(15)

Gegen Malaria gibt es bislang noch keine Schutzimpfung. Reisende können hier jedoch andere Vorsorgemaßnahmen treffen, wie Moskitonetze verwenden und insektenabweisende Mittel auf die Haut auftragen. Auch die Einnahme von Malariaprophylaxe-Medikamenten kann eine Infektion verhindern.(16)

Gegen die Japanische Enzephalitis wird eine Impfung für alle Reisenden empfohlen, die sich in Risikogebieten aufhalten. Das konventionelle Impfschema sieht zwei Impfungen vor, die im Abstand von 28 Tagen gegeben werden.(17)

Weitere Informationen zu Schutzmöglichkeiten vor Reiseerkrankungen und was Urlauber vor, während und auch nach ihrem Afrikatrip beachten müssen, können Reisende auf www.fitfortravel.de oder in der kostenlosen fit for travel App nachlesen.

Fünf Tipps für einen entspannten Urlaub in Afrika(18)

1. Sorgen Sie für angemessene Kleidung! Die Kleidung sollte feucht-heißen, als auch niedrigen Temperaturen anzupassen sein und möglichst viel die Haut bedecken, um Mückenstiche zu verhindern.
2. Achten Sie auf Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene! Durch das Abkochen von Wasser und das Kochen von Lebensmitteln können Infektionen mit Hepatitis A oder Magen-Darm-Erkrankungen wie Cholera vermieden werden. Auch sollte besser auf den Verzehr von Lebensmitteln an Straßenständen und in günstigen Straßenrestaurants verzichtet werden.
3. Berühren Sie keine freilaufenden Tiere! Vor allem Hunde, Katzen, Affen und Fledermäuse können Rabiesviren, die die lebensbedrohliche Tollwut auslösen können, übertragen. Meist gelangen die Viren durch den Biss eines Tieres ins Blut. Auch wenn Tierspeichel in offene Wunden gerät, können sich Reisende mit der Krankheit infizieren.
4. Erkundigen Sie sich über Malaria-Risikogebiete! Insektenabweisende Mittel und Moskitonetze sollten im Reisegepäck nicht fehlen. Eine Infektion kann durch die Einnahme von Malariaprophylaxe (Tabletten) verhindert werden.
5. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt! Vor allem ältere Menschen und Personen mit chronischen Krankheiten sollten vor Reisebeginn ein ausführliches Gespräch mit ihrem Arzt führen, da sie oft ein geschwächtes Immunsystem haben und anfälliger für Krankheiten sind.

Referenzen
1 https://www.fit-for-travel.de/krankheit/meningokokken-meningitis/, März 2017
2 https://www.fit-for-travel.de/krankheit/tollwut/, März 2017
3 https://www.fit-for-travel.de/krankheiten-a-z/malaria/, März 2017
4 https://www.fit-for-travel.de/rund-um-reise/risikogruppen/, März 2017
5 https://www.meningitis-bewegt.de/fakten/allgemeines/, März 2017
6 https://www.meningitis-bewegt.de/fakten/ansteckungswege-risikogruppen/, März 2017
7 https://www.impfen.de/reiseimpfung/reiseindikationen/meningokokken/, März 2017
8 https://www.meningitis-bewegt.de/fakten/vorkommen/, März 2017
9 RKI-Ratgeber für Ärzte „Tollwut“ https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Tollwut.html, März 2017
10 RKI-Ratgeber für Ärzte „Hepatitis A“
https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_HepatitisA.html, März 2017
11 RKI-Ratgeber für Ärzte „Hepatitis B und D“
http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_HepatitisB.html, März 2017
12 https://www.fit-for-travel.de/krankheit/gelbfieber/, März 2017
13 https://www.fit-for-travel.de/krankheit/japanische-enzephalitis/, März 2017
14 https://www.fit-for-travel.de/impfung/tollwut/, März 2017
15 https://www.fit-for-travel.de/impfung/hepatitis-b/, März 2017
16 RKI-Ratgeber für Ärzte „Malaria“
https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Malaria.html, März 2017
17 https://www.fit-for-travel.de/impfung/japanische-enzephalitis/, März 2017
18 https://www.fit-for-travel.de/, März 2017

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=== Safaritouristen sind besonders gefährdet sich mit Reisekrankheiten zu infizieren (Bild) ===

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„Welche Impfungen für die Fernreise?“ – Verbraucherinformation der ERV

Dem Winter entfliehen mit dem richtigen Impfschutz

"Welche Impfungen für die Fernreise?" - Verbraucherinformation der ERV

Wenn es morgens auf dem Weg zur Arbeit noch dunkel ist und der Wind eiskalt durch die Straßen pfeift, träumen viele Menschen vom Süden: Zahlreiche Urlaubsziele locken mit Sonne, Palmen und Strand. Dort treffen Urlauber leider aber auch regelmäßig auf fremde Krankheitserreger. Daher fängt ein sorgloser Urlaub mit dem passenden Impfschutz an, weiß Birgit Dreyer, Reiseexpertin der ERV (Europäische Reiseversicherung).

Wirklich ärgerlich, sich ausgerechnet im Urlaub eine Krankheit einzufangen. Schüttelfrost und Fieber unter Palmen, strikte Bettruhe statt unbeschwertes Strandleben: Wer seine Gesundheit nicht ausreichend geschützt hat, muss jedoch weit mehr befürchten als eine verdorbene Reise. „Exotische Keime sind oft besonders aggressiv und schwer zu diagnostizieren“, erklärt Birgit Dreyer, Reiseexpertin der ERV (Europäische Reiseversicherung). „Eine Infektion kann daher langwierige und weit reichende Folgen haben.“ Umso fataler ist, dass viele Urlauber auf eine entsprechende Prophylaxe verzichten. Diese Sorglosigkeit kann böse Folgen haben, warnt Birgit Dreyer: „Eine Impfberatung ist grundsätzlich bei jeder Reise in exotische Regionen Pflicht. Ansprechpartner sind zum Beispiel die Gesundheitsämter, spezialisierte Reisemediziner oder die Tropeninstitute.“

Basisschutz noch in letzter Minute möglich

Wer eine Fernreise plant, sollte sich so früh wie möglich um den nötigen Schutz kümmern. Viele Impfungen brauchen vier bis acht Wochen, ehe sie vollständig wirksam sind. Doch auch für Kurzentschlossene gibt es noch Möglichkeiten zur Vorsorge: Manche Impfungen lassen sich kurz vor Abreise noch nachholen. „Welche Immunisierung genau erforderlich ist, hängt natürlich von Art und Ziel der Reise ab“, erklärt die ERV Expertin. „Der Standard-Schutz ist aber in jedem Fall ein Muss. Dazu gehören Tetanus, Polio, Diphterie und Keuchhusten.“ Diese Impfungen haben die meisten von uns bereits in der Kindheit erhalten. Sie müssen aber alle sieben bis zehn Jahre aufgefrischt werden, um wirksam zu bleiben. Die gute Nachricht für Last-Minute-Touristen: „Eine Auffrischungsimpfung ist sofort wirksam und kann sogar noch an vielen deutschen Flughäfen vorgenommen werden.“ Auch eine Immunisierung gegen Hepatitis A ist aufgrund der langen Inkubationszeit des Erregers schon nach der ersten Spritze zu 95 Prozent gegeben. Mit der gefürchteten Leberinfektion können sich Reisende sogar im Mittelmeerraum beim Verzehr von verunreinigtem Essen oder unsauberem Trinkwasser anstecken. „Eine zweite Impfung sollte dann innerhalb der nächsten sechs Monate folgen, um den vollen Impfschutz herzustellen“, ergänzt die ERV Expertin.

Kinderkrankheiten – auch für Erwachsene ein Risiko

Auch bei uns heimische, aber selten gewordene Viruserkrankungen wie Masern sind in vielen Regionen noch stark verbreitet. Hier besteht selbst in einigen europäischen Ländern ein erhöhtes Infektionsrisiko. „Masern sind extrem ansteckend und können bei Erwachsenen zu schweren Komplikationen führen“, sagt die ERV Reiseexpertin. „Daher ist eine Impfung sinnvoll für jeden, der die Krankheit noch nicht durchgemacht hat.“ Gegen Masern kann sogar noch bis zu drei Tage nach dem Kontakt mit einem Erkrankten geimpft werden. Bei Impfungen in letzter Minute können im Urlaub aber Nebenwirkungen auftreten. Wer hingegen mit mehr Vorlauf plant, kann die Masernimpfung auch gleich mit einem Mumps- und Rötelnschutz kombinieren.

Empfehlenswert: Schutz gegen Hepatitis B, Tollwut, Typhus

Bei längeren Reisen in exotische Regionen ist zusätzlich eine Impfung gegen Hepatitis B empfehlenswert. „An einigen Traumzielen, etwa auf Madagaskar oder in der Dominikanischen Republik, kommt es außerdem nach wie vor zu Ausbrüchen von Cholera oder Typhus“, so Birgit Dreyer. „Gegen Typhus können sich Urlauber problemlos impfen lassen, gegen Cholera gibt es keinen verlässlichen Schutz. In Risikogebieten empfiehlt sich daher eine größtmögliche Lebensmittel- und Wasserhygiene.“ In Teilen Afrikas und Südamerikas grassiert zudem das Gelbfieber – eine Impfung gegen diese Krankheit ist dringend zu empfehlen. In einigen Ländern ist sie sogar Pflicht. Ebenfalls sinnvoll in vielen Regionen der Welt ist eine Immunisierung gegen Tollwut. Gerade in Ländern mit schlechter medizinischer Versorgung kann der Biss eines infizierten Tieres sonst tödliche Folgen haben. In den Tropen ist darüber hinaus eine Malaria-Prophylaxe sinnvoll. Ratsam ist in jedem Fall das Tragen geeigneter Kleidung sowie das Schlafen unter einem Moskitonetz, um eine Infektion durch Mückenstiche zu vermeiden. Damit lässt sich zugleich das Risiko reduzieren, am Dengue-Fieber zu erkranken. Gegen beide Krankheiten gibt es bislang keine Impfung.

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Kurzfassung:

Welche Impfungen für die Fernreise?

Checkliste von Birgit Dreyer, Reiseexpertin der ERV (Europäische Reiseversicherung)

Unverzichtbar – Basisschutz gegen:
– Tetanus
– Polio
– Diphterie
– Keuchhusten
– Masern, Mumps, Röteln
– Immunisierung gegen Hepatitis A

Empfehlenswerte Impfungen je nach Reiseland:
– Hepatitis B (generell für exotische Regionen)
– Typhus (zum Beispiel für Madagaskar, Dominikanische Republik)
– Gelbfieber (zum Beispiel für Teile Afrikas und Südamerikas)
– Immunisierung gegen Tollwut (vor allem für Länder mit schlechter medizinischer Versorgung)
– Malaria-Prophylaxe (zum Beispiel für die Tropen)

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Südsudan: Hungersnot und Cholera / Die humanitäre Krise im Bürgerkriegsland spitzt sich zu

Südsudan: Hungersnot und Cholera / Die humanitäre Krise im Bürgerkriegsland spitzt sich zu

Südsudan: Hungersnot und Cholera / Die humanitäre Krise im Bürgerkriegsland spitzt sich zu

(Mynewsdesk) Juba/München – Im Bürgerkriegsland Südsudan droht eine verheerende Hungersnot. Gleichzeitig breitet sich die Cholera weiter aus. Rund 1,3 Million Menschen, die Hälfte davon Kinder, sind seit Beginn des Bürgerkriegs im Dezember 2013 auf der Flucht. Zwischen den Volksgruppen ist blutige Gewalt aufgeflammt. Trotz eines im Mai vereinbarten Waffenstillstands liefern sich Rebellen und Regierungsarmee weiter Kämpfe.Aufgrund der seit Monaten andauernden Bürgerkriegs können unzählige Bauern ihre Felder nicht bestellen. Die UNO warnt vor einer Hungerkatastrophe: Nach UN-Angaben sind 7,3 Millionen Menschen von Hunger bedroht, zehntausende Kinder laufen Gefahr zu verhungern.Die Regenzeit verschlimmert die Lage zusätzlich. „Der Schlamm macht Straßen für Wochen unpassierbar. Gerade die Gebiete, in denen der Konflikt tobt, wie Unity, Jonglei und die Oberen Nil-Gebiete, können nach unseren Informationen durch Hilfstransporte auf dem Landweg nicht erreicht werden“, erklärte Louay Yassin, Pressesprecher der SOS-Kinderdörfer weltweit mit Sitz in München.Verschärft wird die Flüchtlingskatastrophe im Südsudan zudem von einem Cholera-Ausbruch. Ende Mai meldete die Weltgesundheitsorganisation (WHO) 586 Fälle und 22 Todesopfer in der Region um die Hauptstadt Juba. Gerade in den überfüllten Flüchtlingscamps droht sich die Cholera rasend schnell zu verbreiten. Die Krankheit wird durch verunreinigtes Wasser und Nahrung übertragen und ist gerade auch für Kinder lebensbedrohlich.Die SOS-Kinderdörfer im Südsudan haben Vorsichtsmaßnahmen getroffen, um die SOS-Familien in Juba zu schützen. Außerdem versucht SOS, die Familien gegen Cholera impfen zu lassen. „Der Impfstoff ist jedoch im Südsudan knapp“, sagte Yassin. Kiros Aregawi, SOS-Programmleiter im Südsudan, ist besorgt, weil die Regierung die Schulen trotz des Cholera-Ausbruchs nicht geschlossen hat. „Die Schulen könnten Brutstätten der Cholera werden“, warnt er. Falls die Schulen geöffnet bleiben, will er die SOS-Kinder vorübergehend vom Unterricht befreien lassen. Fotovermerk: Flüchtlinge im Südsudan. Foto: SOS-Kinderdörfer weltweit/Conor Ashley
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Die SOS-Kinderdörfer sind eine unabhängige soziale Organisation, die 1949 von Hermann Gmeiner ins Leben gerufen wurde. Seine Idee: Jedes verlassene, Not leidende Kind sollte wieder eine Mutter, Geschwister, ein Haus und ein Dorf haben, in dem es wie andere Kinder in Geborgenheit heranwachsen kann. Aus diesen vier Prinzipien ist eine global agierende Organisation entstanden, die sich hauptsächlich aus privaten Spenden finanziert. Sie ist heute mit 545 Kinderdörfern und mehr als 1.800 SOS-Zusatzeinrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Jugendeinrichtungen, Ausbildungs- und Sozialzentren, Krankenstationen, Nothilfeprojekte und der SOS-Familienhilfe in 133 Ländern aktiv. Weltweit unterstützen die SOS-Kinderdörfer etwa 1,4 Millionen Kinder und deren Angehörige.


Louay Yassin
Ridlerstr. 55
80339 München
089 17914 259
louay.yassin@sos-kd.org
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T-Shirt für Spende: Die Aktion „Hilfe für Haiti“ geht weiter

100 Prozent vom Verkaufserlös geht an die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen

Höchstadt a.d. Aisch – Erdbeben, Cholera und Elend. Auch ein Jahr nach dem schweren Erdbeben in Haiti hat sich die dramatische Lage für die Menschen in der Hauptstadt Port-au-Prince und den umliegenden Provinzen nicht verbessert. Mit der Aktion „T-Shirt für Spende“ setzen Initiator und T-Shirt-Drucker Atze Bauer aus Höchstadt und seine Projektpartner seit dem Erdbeben im Januar 2010 auf eine nachhaltige Spendenaktion für Haiti. Über 100 Shirts sind seit dem Start der Aktion für den guten Zweck verkauft und damit gespendet worden. Der Verkaufspreis des Haiti-Spendenshirts in Höhe von 15 Euro geht zu 100 Prozent an die Organisation „Ärzte ohne Grenzen e.V.“, Deutschland. Über den Onlineshop www.t-shirt-drucker.de können die T-Shirts bestellt werden.

Spendenaktion für nachhaltige Hilfe in Haiti
„Ein T-Shirt trägt jeder. Es soll daran erinnern, dass die Aufbauarbeit in dem karibischen Land mittlerweile in Generationen gerechnet wird“, so Atze Bauer. Die Landkarte von Haiti, das Gesicht eines Haitianers und im Zentrum Port-au-Prince, die Hauptstadt und das Erdbebengebiet von Haiti geben dem Haiti-Spendenshirt ein Gesicht. Entworfen hat das Shirt der Graphiker Hannes Klein. Seine Idee für das Design: „Das Gesicht eines Haitianers in der Karte von Haiti verdeutlicht, dass sich der Hilferuf auf Millionen von Einzelschicksalen bezieht. Mit dem Tragen des Haiti-Shirts bekommt die Spendenaktion eine nachhaltige Wirkung.“ „Ich kaufe ein T-Shirt und habe gespendet. Mit unserer Aktion „T-Shirt für Spende“ bleibt die Aufmerksamkeit für Haiti lange im Gedächtnis der Leute, denn ein T-Shirt zieht jeder an“, so Atze Bauer.

Ärzte ohne Grenzen sind seit 70er Jahren in Haiti tätig
Ärzte ohne Grenzen berichten in ihrer Pressemitteilung vom 10. Januar 2011, dass sie in den ersten drei Monaten nach dem Beben 165.000 Menschen behandelt, zehn Krankenhäuser in Stand gesetzt und vier neue gebaut haben. Bis heute habe Ärzte ohne Grenzen mehr als 91.000 Menschen mit der tödlichen Durchfallerkrankung Cholera behandelt. Die Hilfsorganisation ist seit Anfang der 70er Jahre in Haiti tätig und hat einen breiten Erfahrungsschatz vor Ort. Ein Jahr nach dem Erdbeben hat Ärzte ohne Grenzen mehr als 8.300 Mitarbeiter in Haiti. Grund genug für den T-Shirt-Drucker, die Spendengelder für den langfristigen Wiederaufbau und die medizinische Versorgung an diese Hilfsorganisation zu spenden. Änne Rosenberger von der Spendenabteilung der Ärzte ohne Grenzen e.V. in Deutschland ist Ansprechpartnerin für die Haiti-Spendenshirt-Aktion. Rund 500 weitere Haiti-Shirts warten auf ihren Spender.

Partner der Spendenaktion „Hilfe für Haiti“:
Am Verkauf der T-Shirts bleibt kein Cent bei den Projektpartnern, die sich zu dieser gemeinsamen Hilfsaktion im Januar 2010 entschlossen haben. Der Verkaufspreis in Höhe von 15 Euro geht komplett als Spende an die Ärzte ohne Grenzen e.V. in Deutschland. Die Shirts kommen von den Zuliefererfirmen Maier-Wydra, Groener, Daiber und Promodoro. Den Druck der Flyer hat die Höchstädter Druckerei Dennhardt übernommen und PR-Beratung 21 aus Erlangen organisiert die Pressearbeit. Design, Druck und Verkauf übernimmt die Firma www.t-shirt-drucker.de über ihren Shop. Hier können die Shirts online oder vor Ort in Höchstadt erworben werden. Lediglich die Versandkosten werden als Kosten angerechnet. Die Mehrwertsteuer im Verkauf zahlt Atze Bauer aus eigener Tasche drauf. „Wir wollen eine ehrliche 100 Prozent-Spende leisten“, so der Drucker. Aktuelle Informationen zur Situation in Haiti gibt es unter http://aerzte-ohne-grenzen.de/informieren/einsatzlaender/amerika/haiti/index.html
Die Firma Axel Bauer Textildruck wurde 1990 im mittelfränkischen Höchstadt an der Aisch gegründet und beschäftigt 15 Mitarbeiter. Die Druckerei ist auf das Bedrucken von Textilien, unter anderem für Musikbands, Firmen, Sportvereine und Schulen, spezialisiert. Das Sortiment reicht von T-Shirts, Polos & Hemden, Sweater, Sportbekleidung, Trikots bis Caps. 20 Jahre T-Shirt-Drucker steht für Qualität im Siebdruckverfahren. Alle Drucke und Textilien sind farbbrillant, lichtecht und waschfest. Zu den Stammkunden gehören Firmen wie Puma oder das Musikhaus Thomann. In der Musikbranche gehören Bands wie J.B.O., Fiddler’s Green und Subway to Sally zum Kundenstamm. Für Musikbands entwirft die Kreativabteilung auch die Logos für Fan-Shirts. Produktinformationen und Wissenswertes im Onlineshop: http://t-shirt-drucker.de und http://die-shirt-welt.de
Axel Bauer Textildruck
Axel Bauer
Am Medbacher Tor 7a
91315 Höchstadt/Aisch
09193-7556

www.t-shirt-drucker.de

Pressekontakt:
PR-Beratung21
Andrea Lachmuth
Obere Heide 16
91056
Erlangen
andrea.lachmuth@pr-beratung21.de
091319334210
http://pr-beratung21.de