Tag Archives: COPD-Behandlung

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Wirkstoff-Kombination erleichtert COPD-Behandlung

Therapietreue bei Lungenerkrankung besonders wichtig

sup.- Früher sprachen die Mediziner von „Compliance“, mittlerweile ist häufiger von „Adhärenz“ die Rede. Gemeint ist in beiden Fällen etwas, das sich nur unzureichend mit dem Begriff „Therapietreue“ übersetzen lässt. Adhärente Patienten akzeptieren ihre Erkrankung sowie den mit dem Arzt vereinbarten Behandlungsplan und passen ihr Verhalten entsprechend an. Das umfasst nicht nur die Einnahme der verordneten Medikamente, sondern z. B. auch Empfehlungen zu Diäten oder Lebensstiländerungen. Gerade bei chronischen Erkrankungen haben es die behandelnden Ärzte jedoch häufig mit einer unzulänglichen Adhärenz ihrer Patienten zu tun. In vielen Fällen eine der Hauptursachen: eine kompliziert erscheinende Medikation, also das Schema, das etwa Dosierung, Art und Dauer der Einnahme festlegt.

Die Umsetzung der ärztlichen Verordnungen scheitert dann an der schwierigen Handhabung der Medikamenteneinnahme. So müssen vor allem Lungenfachärzte immer wieder feststellen, dass der Umgang mit mehreren Inhalatoren und Inhalationssystemen nicht nur älteren Menschen Schwierigkeiten bereitet. „Patienten verwechseln oft die Medikamente oder setzen sie bei einer freien Kombinationstherapie mit mehreren Inhalatoren falsch ein“, berichtet die Berliner Ärztin Dr. Petra Sandow. Solch eine Behandlung mit zwei oder drei unterschiedlichen Wirkstoffen ist aber bei der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung COPD je nach Krankheitsstadium oft die wichtigste Maßnahme zum Schutz vor den gefürchteten akuten Krankheitsschüben (Exazerbationen). Von einem neuen Medikament, das drei Wirkstoffe in einem einzigen Gerät zusammenfasst, versprechen sich Mediziner eine erleichterte Handhabung und deshalb eine bessere Adhärenz der Betroffenen mit entsprechender Verordnung. „Die Tatsache, dass künftig eine Dreifach-Therapie mit nur einem Inhalator umsetzbar ist, wird ein wesentlicher Schritt zur Vereinfachung der COPD-Therapie sein“, so die Erwartung des italienischen Spezialisten Prof. Leonardo Fabbri (Modena). In Studien zur Wirksamkeit und Sicherheit der Fixkombination konnten Verbesserungen der Lungenfunktion sowie ein Rückgang der jährlichen Exazerbationsrate nachgewiesen werden.

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Redaktion Andreas Uebbing

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Therapietreue bei Lungenerkrankung besonders wichtig

sup.- Früher sprachen die Mediziner von „Compliance“, mittlerweile ist häufiger von „Adhärenz“ die Rede. Gemeint ist in beiden Fällen etwas, das sich nur unzureichend mit dem Begriff „Therapietreue“ übersetzen lässt. Adhärente Patienten akzeptieren ihre Erkrankung sowie den mit dem Arzt vereinbarten Behandlungsplan und passen ihr Verhalten entsprechend an. Das umfasst nicht nur die Einnahme der verordneten Medikamente, sondern z. B. auch Empfehlungen zu Diäten oder Lebensstiländerungen. Gerade bei chronischen Erkrankungen haben es die behandelnden Ärzte jedoch häufig mit einer unzulänglichen Adhärenz ihrer Patienten zu tun. In vielen Fällen eine der Hauptursachen: eine kompliziert erscheinende Medikation, also das Schema, das etwa Dosierung, Art und Dauer der Einnahme festlegt.

Die Umsetzung der ärztlichen Verordnungen scheitert dann an der schwierigen Handhabung der Medikamenteneinnahme. So müssen vor allem Lungenfachärzte immer wieder feststellen, dass der Umgang mit mehreren Inhalatoren und Inhalationssystemen nicht nur älteren Menschen Schwierigkeiten bereitet. „Patienten verwechseln oft die Medikamente oder setzen sie bei einer freien Kombinationstherapie mit mehreren Inhalatoren falsch ein“, berichtet die Berliner Ärztin Dr. Petra Sandow. Solch eine Behandlung mit zwei oder drei unterschiedlichen Wirkstoffen ist aber bei der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung COPD je nach Krankheitsstadium oft die wichtigste Maßnahme zum Schutz vor den gefürchteten akuten Krankheitsschüben (Exazerbationen). Von einem neuen Medikament (Trimbow), das drei Wirkstoffe in einem einzigen Gerät zusammenfasst, versprechen sich Mediziner eine erleichterte Handhabung und deshalb eine bessere Adhärenz der Betroffenen mit entsprechender Verordnung. „Die Tatsache, dass künftig eine Dreifach-Therapie mit nur einem Inhalator umsetzbar ist, wird ein wesentlicher Schritt zur Vereinfachung der COPD-Therapie sein“, so die Erwartung des italienischen Spezialisten Prof. Leonardo Fabbri (Modena). In Studien zur Wirksamkeit und Sicherheit der Fixkombination konnten Verbesserungen der Lungenfunktion sowie ein Rückgang der jährlichen Exazerbationsrate nachgewiesen werden.

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Schwierigkeiten bei der COPD-Behandlung

Medikamente mit bester Alltags-Umsetzbarkeit

Schwierigkeiten bei der COPD-Behandlung

Foto: Adobe Stock / Zerbor (No. 6081)

sup.- Sie gehört zu den unbekanntesten unter den Volkskrankheiten: An der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung COPD leiden Schätzungen zufolge allein in Deutschland rund sieben Mio. Menschen. Der ärztlichen Diagnose geht bei den Betroffenen oftmals schon eine längere Phase mit erheblich eingeschränkter Lebensqualität voraus. Symptome wie Atemnot, Husten und Auswurf sind auf die dauerhaft verengten Atemwege sowie auf Entzündungsprozesse in der Lunge zurückzuführen. Besonders gefährlich sind akute Krankheitsschübe, die eine Verschlimmerung der Symptomatik bewirken und häufig auch einen Krankenhausaufenthalt notwendig machen. Diese so genannten Exazerbationen haben stets eine unumkehrbare Zerstörung von Lungengewebe zur Folge.

Auch eine diagnostizierte COPD ist bis heute nicht heilbar. Aber es gibt Möglichkeiten, die Lebensqualität der Patienten zu stabilisieren bzw. zu verbessern. Da zu den Ursachen der Erkrankung neben Schadstoffbelastungen oder genetischen Veranlagungen vor allem der Nikotinkonsum zählt, gilt die Tabakentwöhnung von Rauchern als vorrangiger Behandlungsschritt. Weitere Säulen sind Trainingstherapien wie Lungensport, der Einsatz von Medikamenten zur Atemwegserweiterung und zur Entzündungshemmung sowie Rehabilitationsmaßnahmen. Allerdings sehen die Lungenfachärzte derzeit nur bei den COPD-Medikamenten eine angemessene Umsetzung im Alltag. Das ist ein Ergebnis des Pneumologen-Barometers, einer Online-Befragung von Ärzten in Praxen und Kliniken. Danach bleibt es offensichtlich im Rahmen der anderen Maßnahmen häufig nur bei Apellen, deren Umsetzung im täglichen Leben der Patienten für den Arzt kaum zu kontrollieren ist.

Forciert wird die gute Umsetzbarkeit der medikamentösen COPD-Behandlung durch aktuelle Innovationen bei den Inhalationsgeräten. So gibt es jetzt z. B. für Patienten mit schwerem Erkrankungsgrad, die trotz einer Therapie mit zwei unterschiedlichen Wirkstoffen noch zu Exazerbationen neigen, eine Triple-Therapie mit drei abgestimmten Wirkstoffen. „Eine relevante Vereinfachung der Therapie mittels einer fixen Dreifach-Kombination in einem Inhalator ist insbesondere für eine andauernde Behandlung wünschenswert, um die Therapietreue zu unterstützen“, so der Lungenfacharzt Dr. Mark Voss-Dirks (Hannover). Denn das Risiko, dass es wegen eines erforderlichen Einsatzes mehrerer Inhalatoren zu Versäumnissen oder Fehldosierungen kommt, kann bei dem Kombi-Präparat ausgeschlossen werden.

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Neue Empfehlungen zur COPD-Behandlung

Klassifizierung der Patienten wurde überarbeitet

Neue Empfehlungen zur COPD-Behandlung

Grafik: Supress (No. 6061)

sup.- Die deutsche Leitlinie zur Diagnostik und Therapie der Lungenerkrankung COPD der deutschen Atemwegsliga e. V. ist Anfang 2018 aktualisiert worden und hat dabei die Rolle der ICS-haltigen Dreifach-Therapie bei COPD gestärkt (ICS = Inhalative Corticosteroid). Damit orientiert sich die neue Leitlinie weitgehend an der Aktualisierung der internationalen GOLD-Guideline 2017 (Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease), die den Ärzten eine Orientierungshilfe für die Therapieentscheidung geben soll. Die Lungenfunktionswerte werden nach den GOLD-Richtlinien in vier Stufen eingeteilt, die eine Lungenleistung von über 80 Prozent bis unter 30 Prozent erfassen.

Die Therapie soll nach der deutschen Leitlinie nun vorranging anhand individueller Atemwegssymptome sowie der Häufigkeit der so genannten Exazerbationen in die Patientengruppen A bis D eingeteilt werden. Exazerbationen sind plötzliche gesundheitliche Verschlechterungen, die oftmals durch einen Infekt ausgelöst werden und sich z. B. durch extreme Atemnot-Anfälle und verstärkten Husten mit Auswurf auszeichnen oder sogar einen Krankenhausaufenthalt nach sich ziehen.

Gerade für Patienten mit erhöhtem Exazerbationsrisiko bei einer mittleren bis starken Symptomlast wird nun eine Dreifach-Therapie aus bronchienerweiternden Wirkstoffen (LAMA und LABA) und einem inhalativen anti-entzündlichen Kortikosteroid (ICS) empfohlen. In klinischen Studien konnten damit die Lebensqualität verbessert und die Exazerbationen gesenkt werden. „Da diese Therapie für instabile COPD-Patienten, die unter dualer Vortherapie weiter symptomatisch sind und/oder exazerbieren, bisher jedoch mindestens zwei Devices erforderte, war ihre Umsetzung oft zu kompliziert“, erläutert der Pneumologe Dr. Justus de Zeeuw (Köln). Mittlerweile steht diesen Patienten eine Dreifach-Fixkombination (Trimbow) zur Verfügung, in der alle Wirkstoffe in einem Dosieraerosol zusammengefasst sind. Statt zwei oder drei Inhalatoren benötigen die Patienten also nur einen einzigen, was die für den Krankheitsverlauf wichtige Therapietreue erleichtert und den Patienten ein weiteres Stück an Lebensqualität zurückgibt.

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Kortikosteroide bei der COPD-Behandlung

Entzündungen provozieren Exazerbationen

sup.- Die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD) ist eine entzündliche Erkrankung der großen wie auch der kleinen Atemwege. Die Prognose dieser irreversiblen Atemwegserkrankung hängt vor allem davon ab, wie erfolgreich die Rate an akuten Atemnot-Attacken (Exazerbationen) reduziert werden kann. Deshalb spielen insbesondere in fortgeschrittenen Stadien der COPD neben dem Einsatz von bronchienerweiternden Substanzen antientzündliche Wirkstoffe (Kortikosteroide) eine wichtige Rolle. Bei der Therapie mit entsprechenden Kombinationspräparaten haben sich laut Informationen von Dr. Thomas Voshaar (Ärztlicher Direktor des Krankenhauses Bethanien in Moers) Inhalatoren bewährt, die Medikamente in einer extrafeinen Formulierung enthalten, mit der auch die kleinen Atemwege erreicht werden. Je nach Patientenpräferenz kann bei der Verordnung jetzt erstmals zwischen einem modernen Dosieraerosol (Foster) oder einem innovativen Pulverinhalator (Foster Nexthaler) gewählt werden.

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