Tag Archives: copernicus

Pressemitteilungen

Wüstenstaub über Europa: Wie Copernicus Vorhersagen Energiebetrieben helfen

Vorhersagen des EU Erdbeobachtungsprogramm Copernicus Atmosphere Monitoring Service (CAMS) helfen Maßnahmen gegen den Staub zu entwickeln.

Reading, 25.04.2019 – Staub aus der Wüste fliegt über Europa – mit zahlreichen Folgen. Durch Vorhersagen des Copernicus Atmosphere Monitoring Service (CAMS) können rechtzeitig Maßnahmen ergriffen werden. CAMS, implementiert vom Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage (EZMW) im Auftrag der Europäischen Union, hilft durch möglichst genaue, weltweite Vorhersagen zu Menge und Ort des Wüstenstaubs in der Atmosphäre Wissenschaftlern, Umweltorganisationen, dem Energie- und Transportsektor, Unternehmen und Individuen.

Im normalerweise eher feuchten europäischen Frühling mag man im ersten Moment nicht an sengende Wüsten denken, Wüstenstaubpartikel können jedoch mehrere tausend Kilometer weit getragen werden. Dieses Phänomen passiert vor allem jetzt im Frühling, wenn Wind Schwaden von Staub aus der Sahara über das Mittelmeer bläst. Südeuropäern mögen rotgefärbte Himmel und roter Staub auf der Windschutzscheibe geläufig sein, doch auch nördlich der Alpen sind Länder in überraschend vielen Arten betroffen – von verschlimmerten Asthmasymptomen bis zu Staubschwaden auf der Straße. Der Staub betrifft jedoch nicht nur unsere Gesundheit, sondern auch die Pflanzenwelt, die Stromerzeugung und schließlich unser Klima.

Für viele ist das jährliche Ereignis eher ein Ärgernis, jedoch hat der Wüstenstaub auch positive Effekte. Die Staubpartikel sind nämlich reich an Mineralstoffen, die Algenwuchs fördern, sowie Phosphor, ein essenzieller Nährstoff für den Regenwald. Die Konzentration von Wüstenstaub in der Atmosphäre spielt wahrscheinlich auch eine wichtige Rolle, die Intensität atlantischer Wirbelstürme (Hurricanes) zu reduzieren. Durch die geringere Sonneneinstrahlung heizt sich der Ozean nicht so stark auf, was weniger Feuchtigkeit in der Atmosphäre und dadurch weniger Stürme bedeutet.

Damit gegen die negativen Effekte des Wüstenstaubs geeignete Maßnahmen ergriffen werden können, beinhalten die CAMS Vorhersagen eine Kombination aus Absonderung, Transport und Ablagerung des Staubes. Zweimal täglich werden sie mit Hilfe von Satellitenbeobachtungen in einem Computermodell erstellt und sagen voraus, wie die Staubwolken sich in den nächsten 5 Tagen verteilen werden.

Eine Branche, die bereits sehr von CAMS Vorhersagen über den Staub in der Luft profitiert, ist die Solarenergieindustrie. Sie erfährt, wenn der Staub das Sonnenlicht blockiert und so die Energiegewinnung beeinflusst. Außerdem reduziert Staub auf den Solaranlagen die Stromerzeugung. Mit den hochwertigen Vorhersagen können Betreiber von Solaranlagen besser einschätzen, wann sie die Panels säubern sollten und zudem den optimalen Standort für die Anlage auswählen.

CAMS Vorhersagen helfen auch der Transport- und Landwirtschaftsbranche. Beispielsweise setzt sich Staub auf Blättern ab und schränkt so die Photosynthese der Nutzpflanzen ein. Darüber hinaus sorgt Staub auf Gleisen und Oberleitungen für Probleme im Bahnverkehr.

„Die sichtbaren Konsequenzen von Wüstenstaub zeigen, dass Sandpartikel ohne Probleme einen weiten Weg zurücklegen können – ein weiteres Argument das Thema Luftverschmutzung nicht lokal, sondern global zu denken“, erklärt Richard Engelen, Deputy Head of CAMS. „Durch den Klimawandel wachsen unsere Wüsten, der Staub in der Atmosphäre wird also weiter steigen. Daher ist es wichtig möglichst genaue Vorhersagen treffen zu können, genau wie wir es für das Wetter tun.“

Für weitere Informationen oder falls Sie Interesse an einem Interview haben, wenden Sie sich bitte an: copernicus-press@ecmwf.int

Copernicus is the European Commission“s flagship Earth observation programme. It delivers freely accessible operational data and information services which provide users with reliable and up-to-date information related to environmental issues.

The Copernicus Climate Change Service (C3S) is implemented by ECMWF on behalf of the European Commission. ECMWF also implements the Copernicus Atmosphere Monitoring Service (CAMS). ECMWF is an independent intergovernmental organisation, producing and disseminating numerical weather predictions to its 34 Member and Co-operating States.

The Copernicus Climate Change Service website can be found at https://climate.copernicus.eu/

The Copernicus Atmosphere Monitoring Service website can be found at http://atmosphere.copernicus.eu/

The ECMWF website can be found at https://www.ecmwf.int/

Kontakt
Copernicus Communication
Gorana Jerkovic
Shinfield Park 1
RG2 9AX Reading
+44 (0)118 949 9769
copernicus-press@ecmwf.int
http://climate.copernicus.eu

Bildquelle: Copernicus Atmosphere Monitoring Service

Pressemitteilungen

Copernicus präsentiert den European State of the Climate

Ein umfassender Überblick über das Klima im Jahr 2018

Heute stellt der Copernicus Climate Change Service (C3S) neueste Ergebnisse über das Jahr 2018 in seinem jährlich erscheinenden European State of the Climate vor. C3S wird im Auftrag der Europäischen Union vom Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage (EZMW) implementiert. Mit zahlreichen relevanten Klimaindikatoren wird ein Überblick über das Klima des letzten Jahres im Kontext des Klimawandels gegeben.

Trend bestätigt: Erderwärmung schreitet weiter voran

Der European State of the Climate zeigt, dass 2018 eines der drei wärmsten Jahre Europas seit Beginn der Wetteraufzeichnungen war. Alle Jahreszeiten waren überdurchschnittlich warm, der Sommer 2018 sogar der Wärmste aller Zeiten mit 1,2 °C über dem Durchschnitt.

Somit bestätigt auch das Jahr 2018 den Wärmetrend der letzten 40 Jahre. In Nord- und Zentraleuropa herrschte von Ende Frühling bis in den Herbst hinein ungewöhnlich warmes Wetter, mit den höchsten gemessenen Temperaturen seit mindestens 1950.

Lang andauernde Wetterereignisse in Europa

Nord- und Zentraleuropa erlebte zudem eine langanhaltende Dürre. Saisonaler Niederschlag war sowohl im Frühling, Sommer und Herbst bis zu 80 % unter Normalwert. Die Dürrephase erstreckte sich über die gesamte Vegetations- und Erntezeit und führte zu landwirtschaftlichen Verlusten, Einschränkungen in der Wasserversorgung und niedrigen Wasserständen in Flüssen. Im Gegensatz dazu erlebten einige Gebiete in Südeuropa den bisher feuchtesten Frühling und Sommer ihrer Geschichte.

Mehrere Kältephasen trafen Europa zu Beginn des Jahres 2018, die nahezu den gesamten Kontinent befielen. Februar und März waren die beiden einzigen Monate, in denen Temperaturen europaweit unter dem Durchschnitt lagen. Dabei gab es heftigen Schneefall in großen Teilen Europas, inklusive Großbritannien.

Die Anzahl extremer Niederschläge lag im letzten Jahr in Europa deutlich unter dem Durchschnitt, dennoch sind verschiedene spezifische Wettereignisse hervorzuheben: Eines davon war Ex-Hurricane Leslie, der im Oktober auf die Iberische Halbinsel traf und als stärkster Sturm in der Region seit 1842 in die Geschichte einging. Er führte zu kräftigem Niederschlag und Überschwemmungen in Nordspanien und Südwestfrankreich. Durch zeitweise heftige Regenfälle gab es zudem Anfang des Jahres 2018 in Paris schlimme Überschwemmungen.

Auswirkungen der warmen und trockenen Klimabedingungen

Mit den Temperaturen stiegen auch die Sonnenstunden. Teile von Zentral- und Nordeuropa hatten bis zu 40 % mehr Sonnenstunden als gewöhnlich. Deutschland erlebte 2018 sein sonnigstes Jahr aller Zeiten. In Südeuropa hingegen gab es durchschnittlich weniger Sonnenstunden.

Die Auswirkungen auf Gletscher waren enorm. Die europäischen Alpen erlitten den größten Umfangverlust. Zudem stiegen die Wassertemperaturen europäischer Seen auf die höchsten Werte seit Beginn der Aufzeichnungen 1995. Die Waldbrandgefahrenstufe war in vielen Teilen Nordeuropas überdurchschnittlich hoch, vor allem in Skandinavien und um die Nordsee. Die Waldbrände in Schweden wurden als die Schwerwiegendsten der Neuzeit deklariert. Als Folge der Waldbrände herrschten in Nordeuropa im Jahresdurchschnitt die höchsten Emissionswerte seit mindestens 2003.

Seit Beging der satellitengestützten Überwachung des Meereises trat im Winter 2018 zum ersten Mal eine größere offene Wasserfläche, genannt Polynya, im Norden Grönlands auf. Insgesamt bestätigt sich der Trend einer unterdurchschnittlich großen Meereisfläche in der europäischen Arktis. Damit zusammenhängend herrschten dort meist überdurchschnittlich hohe Temperaturen in nahezu allen Monaten des Jahres 2018. Im Sommer schmolz das Meereis um 30 % mehr als das langfristige Mittel.

Die Übersicht beinhaltet auch Daten über die drei Haupttreibhausgase – Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O). Es zeigt sich, dass die geschätzten globalen Strömungen von reinen Treibhausgasen in die Atmosphäre in den letzten Dekaden gestiegen sind. Dieser Trend setzte sich auch 2018 fort.

Kostenlose, nutzerfreundlich-aufbereitete und aktuelle Klimainformationen

Seit bereits 5 Jahren liefert das Erdbeobachtungsprogramm Copernicus der EU eine nie dagewesene Fülle an Umweltinformationen für die öffentliche Hand sowie für die wachsende Informationswirtschaft.

„Zuverlässige Erdbeobachtungsdaten, wie im European State of the Climate, spielen eine entscheidende Rolle bei der Einschätzung des Zustands unseres Planeten“, sagt Juan Garces de Marcilla, Director of Copernicus Services des ECMWF. „Mit seinen kostenlosen, nutzerfreundlichen und aktuellen Daten trägt Copernicus nicht nur zum Global Framework for Climate Services der World Meteorological Organization (WMO) bei, wir bieten Entscheidungsträgern, Organisationen und Unternehmen zudem wichtige Informationen für ihre zukünftige Planung – zum Wohl aller europäischen Bürger und darüber hinaus.“

Freja Vamborg, Senior Scientist des Copernicus Climate Change Service (C3S) bei ECMWF und federführende Autorin des European State of the Climate, präsentiert die Ergebnisse auf einer Pressekonferenz im Rahmen der European Geosciences Union General Assembly (EGU) am Dienstag, 9. April 2019 um 14:00 Uhr.

Informationen, die auf neuesten Daten basieren

Der European State of the Climate wurde von C3S zusammengestellt. Zusätzliche Informationen kamen vom Copernicus Atmosphere Monitoring Service (CAMS), dem Copernicus Emergency Management Service (Copernicus EMS), dem Copernicus Marine Environment Monitoring Service (CMEMS), ECMWF und weiteren Partnern. Der Bericht deckt Daten über Europa sowie die europäische Arktis ab und vergleicht das Jahr 2018 in einem längerfristigen Kontext. Zusätzlich fasst er weltweite Information für wichtige Klimaindikatoren, wie Temperatur, Treibhausgase, Meereis, Gletscher und Meeresspiegel zusammen.

Der Inhalt des European State of the Climate basiert auf verschiedenen Datensätzen. Diese beinhalten sowohl Satelliten- und In-situ-Daten als auch Daten aus globalen „Reanalyse“-Computermodellen, die eine Kombination aus Algorithmen und zahlreichen historischen Datenquellen nutzen. Zudem sind Ergebnisse aus weiteren Computermodellen miteingeflossen. So wird sichergestellt, dass die Informationen auf neuesten Daten basieren und die aktuellsten Karten, Grafiken, und zahlreiche weitere Materialien zur Verfügung gestellt werden können.

Die kostenlosen und zuverlässigen Daten der Copernicus Services bieten wichtige Informationen für zahlreiche Branchen, wie die Landwirtschaft, öffentliche und humanitäre Hilfe, Gesundheitswesen, Versicherungen, Sicherheit, Tourismus sowie Städte- und Regionalplanung.

Copernicus trug zudem zum „Statement on the State of the Global Climate in 2018“ der WMO bei, das im März 2019 erschienen ist. Dieser Bericht gibt einen weltweiten Überblick über das Jahr 2018.

Die komplette Pressekonferenz auf der EGU finden Sie hier: https://client.cntv.at/egu2019/pc5
Den European State of the Climate finden Sie hier: https://climate.copernicus.eu/ESOTC

Für weitere Informationen oder falls Sie Interesse an einem Interview haben, wenden Sie sich bitte an: copernicus-press@ecmwf.int

Copernicus is the European Commission“s flagship Earth observation programme. It delivers freely accessible operational data and information services which provide users with reliable and up-to-date information related to environmental issues.

The Copernicus Climate Change Service (C3S) is implemented by ECMWF on behalf of the European Commission. ECMWF also implements the Copernicus Atmosphere Monitoring Service (CAMS). ECMWF is an independent intergovernmental organisation, producing and disseminating numerical weather predictions to its 34 Member and Co-operating States.

The Copernicus Climate Change Service website can be found at https://climate.copernicus.eu/

The Copernicus Atmosphere Monitoring Service website can be found at http://atmosphere.copernicus.eu/

The ECMWF website can be found at https://www.ecmwf.int/

Kontakt
Copernicus Communication
Gorana Jerkovic
Shinfield Park 1
RG2 9AX Reading
+44 (0)118 949 9769
copernicus-press@ecmwf.int
http://climate.copernicus.eu

Bildquelle: @ESA/Belspo

Pressemitteilungen

Copernicus präsentiert auf der EGU 2019 seinen European State of the Climate

Der European State of the Climate liefert einen der umfassendsten Einblicke auf die Klimasituation Europas im letzten Jahr.

Der Copernicus Climate Change Service (C3S) stellt auf der EGU 2019 die wichtigsten Ergebnisse seiner jährlichen Zusammenfassung über das europäische Klima, den European State of the Climate, vor. C3S wird vom Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage (EZMW) im Auftrag der Europäischen Union implementiert. Die Vorstellung der Ergebnisse findet im Rahmen einer Pressekonferenz am 9. April 2019 auf der European Geosciences Union General Assembly (EGU) in Wien statt. Die kostenlosen und qualitativ hochwertigen Klima-Daten von C3S adressieren viele gesellschaftliche Bereiche, wie beispielsweise Landwirtschaft, Gesundheitswesen, Sicherheit, Tourismus, regionales Bauwesen und Stadtplanung sowie humanitäre und zivile Hilfsorganisationen.

Als einzige ihrer Art liefert die Zusammenfassung einen gesamteuropäischen Einblick über weitreichende Klimadaten des vergangenen Jahres. Sie wird von C3S zusammengestellt, wobei auch Daten von anderen Copernicus Services sowie weitere Quellen miteinbezogen werden. Der European State of the Climate deckt dabei zahlreiche Klimamessgrößen ab, wie Temperatur, Treibhausgase, Meereisfläche, Gletscher sowie Wärme und Säuregehalt der Ozeane. Zudem werden verschiedene Wetterereignisse des letzten Jahres und ihre Auswirkungen detailliert beschrieben, wie beispielsweise die Anzahl der Sonnenstunden, Uferüberschreitungen von Flüssen, Waldbrände, Feuchtigkeit der Vegetation und des Bodens sowie Ausmaße der alpinen Gletscher.

Die Informationen dafür stammen von führenden Wissenschaftlern des C3S und anderer Copernicus Services. Dafür wurden unterschiedlichste Quellen genutzt einschließlich Satellitenbeobachtungen und bodenbasierten in-situ Daten.

Die Forschungsergebnisse werden im Rahmen einer Pressekonferenz auf der EGU von Freja Vamborg präsentiert, die als Senior Scientist bei C3S Hauptverantwortliche für den European State of the Climate ist. Die Pressekonferenz „The 2018 heatwave and new research on European climate“ wird am 9. April um 14.00 Uhr stattfinden. Außerdem wird Freja Vamborg in der Präsentation „Global climate indicators provided by the EU Copernicus Climate Change and Marine Monitoring Services in support of GCOS“ weitere Einblicke in C3S Forschung geben.

Seit fünf Jahren unterstützt Copernicus als wichtigstes Erdbeobachtungsprogramm der Europäischen Union öffentliche Entscheidungsträger und Wirtschaft mit der Bereitstellung von qualitativ hochwertigen Umweltdaten.

Sie können die Pressekonferenz unter folgendem Link live verfolgen: https://client.cntv.at/egu2019/pc5

Für weitere Informationen oder falls Sie Interesse an einem Interview haben, wenden Sie sich bitte an: copernicus-press@ecmwf.int

Copernicus is the European Commission“s flagship Earth observation programme. It delivers freely accessible operational data and information services which provide users with reliable and up-to-date information related to environmental issues.

The Copernicus Climate Change Service (C3S) is implemented by ECMWF on behalf of the European Commission. ECMWF also implements the Copernicus Atmosphere Monitoring Service (CAMS). ECMWF is an independent intergovernmental organisation, producing and disseminating numerical weather predictions to its 34 Member and Co-operating States.

The Copernicus Climate Change Service website can be found at https://climate.copernicus.eu/

The Copernicus Atmosphere Monitoring Service website can be found at
http://atmosphere.copernicus.eu/

The ECMWF website can be found at https://www.ecmwf.int/

Kontakt
Copernicus Communication
Gorana Jerkovic
Shinfield Park 1
RG2 9AX Reading
+44 (0)118 949 9769
copernicus-press@ecmwf.int
http://climate.copernicus.eu

Bildquelle: @Copernicus Climate Change Service

Pressemitteilungen

Die letzten vier Jahre waren die Wärmsten aller Zeiten – Zudem steigen die CO2-Werte weiter

2018 ist das vierte Jahr in einer Reihe von außergewöhnlich warmen Jahren laut Daten des Copernicus Climate Change Service (C3S). Außerdem steigt die atmosphärische CO2-Konzentration stetig an

Die letzten vier Jahre waren die Wärmsten aller Zeiten - Zudem steigen die CO2-Werte weiter

Lufttemperatur 2018 in Relation zum Durchschnittswert Jahre 1981-2010, Quelle: Copernicus C3S (Bildquelle: @Copernicus Climate Change Service)

Reading, 07.01.2018 – 2018 ist das vierte Jahr in einer Reihe von außergewöhnlich warmen Jahren. Das belegen Daten des Copernicus Climate Change Service (C3S). Gemeinsam mit dem Copernicus Atmosphere Monitoring Service (CAMS) meldet C3S außerdem einen kontinuierlichen Anstieg der atmosphärischen CO2-Konzentration

C3S und CAMS sind Services von Copernicus, dem Erdbeobachtungsprogramm der EU, und werden vom Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage (EZMW) implementiert. Ihre Daten verschaffen einen ersten globalen Überblick über die Temperaturen und CO2-Werte des Jahres 2018. Die vorläufigen Prognosen der WMO (Weltorganisation für Meteorologie) und dem Global Carbon Project (GCP) werden durch die Copernicus Messungen jetzt bestätigt.

Der C3S-Datensatz zeigt für das Jahr 2018 eine globale Durchschnittstemperatur der Luft an der Erdoberfläche von 14,7°C, nur 0,2°C niedriger als 2016, dem bislang wärmsten Jahr der Wetteraufzeichnungen. Die Daten belegen außerdem:
-Die letzten vier Jahre waren die wärmsten vier Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. 2018 war dabei knapp nach dem drittwärmsten Jahr 2015 das viertwärmste Jahr
-2018 war über 0,4°C wärmer als der Durchschnitt in den Jahren 1981-2010
-Die durchschnittliche Temperatur der letzten fünf Jahre lag 1,1°C über dem vorindustriellen Durschnitt (nach IPCC-Definition)
-In Europa lagen die jährlichen Temperaturen nur weniger als 0,1°C unter denen der zwei wärmsten Jahre der Wetteraufzeichnungen, 2014 und 2015

Außerdem zeigen Satellitenmessungen der globalen atmosphärischen CO2 Konzentrationen:

-Der CO2-Wert ist im Jahr 2018 weiter gestiegen und hat sich um 2,5 +/- 0,8 ppm/Jahr erhöht

„Der Copernicus Climate Change Service liefert hochqualitative Daten über Klima-Messgrößen wie Lufttemperatur, See-Eisdecke und hydrologischen Werten wie beispielsweise Niederschlag“, sagt Jean-Noel Thepaut, Leiter des Copernicus Climate Change Service (C3S). „2018 haben wir erneut ein sehr warmes Jahr erlebt, das Viertwärmste, das je gemessen wurde. Drastische Klimaereignisse wie der warme und trockene Sommer in großen Teilen Europas oder die steigende Temperatur in der Arktisregion sind beunruhigende Zeichen für uns alle. Nur wenn wir uns gemeinsam bemühen, können wir etwas bewegen und unseren Planeten für zukünftige Generationen erhalten.“

C3S liefert ersten Datensatz zu globalen Temperaturen 2018

Die C3S Temperaturdaten sind der erste vollständige Datensatz für 2018, der sowohl jährliche Abweichungen als auch global gemittelte Bereiche beinhaltet. C3S ist in der Lage diesen globalen Überblick so schnell bereitzustellen, da es ein operativer Service ist, der täglich Millionen von Land-, See-, Luft- und Satellitenmessungen verarbeitet. Diese Beobachtungen werden in ein Rechenmodell zusammengeführt, ähnlich wie bei Wettervorhersagen. Der große Vorteil für Nutzer dieser Daten sind die daraus entstehenden, zuverlässigen Schätzungen von Temperaturen zu jeder gewünschten Zeit und an jedem gewünschten Ort – sogar in wenig-überwachten Gebieten, wie den Polarregionen.

Die Copernicus C3S Daten zeigen, dass die Lufttemperaturen an der Oberfläche mehr als 0,4°C höher waren als der Langzeitdurschnitt in der Zeitspanne von 1981-2010. Die auffälligsten Wärmeunterschiede verglichen mit dem Langzeitdurchschnitt wurden in der Arktis aufgezeichnet, besonders in und nördlich der Beringstraße zwischen USA und Russland und um Spitzbergen. Nahezu alle Landgebiete, insbesondere Europa, der Mittlere Osten und der Westen der USA, waren wärmer als der Durchschnitt. Im Gegensatz dazu erlebten der Nordosten Nordamerikas und einige Gebiete in Zentralrussland und -asien unterdurchschnittliche Jahrestemperaturen.

Abgesehen von den relativ kalten Monaten Februar und März war im letzten Jahr in Europa jeder einzelne Monat überdurchschnittlich warm. Beginnend mit dem Ende des Frühlings und weit bis in den Herbst, mancherorts sogar bis in den Winter, erlebte Nord- und Zentraleuropa Witterungsbedingungen die durchgehend wärmer und trockener waren als der Durschnitt.

Ein zuverlässiges Bild durch kombinierte Datensätze

Die für den C3S Datensatz benutzte Methode wird durch weitere Datensätzen ergänzt, die bodengestützte Langzeitmessungen verwerten. Die Datensätze unterscheiden sich hauptsächlich in ihrer Darstellung der Polarregionen und der Temperaturen über den Ozeanen. Durch die Kombination der Datensätze wird ein detailgetreuer Überblick generiert. Die Analyse zeigt, dass die globale Temperatur der Luft an der Erdoberfläche alle fünf bis sechs Jahre seit Mitte der 1970er Jahre um durchschnittlich 0,1°C gestiegen ist und dass die letzten fünf Jahre schätzungsweise 1,1°C über dem Temperaturdurschnitt der vorindustriellen Ära lagen.

Nach C3S wird auch die WMO ihre verschiedenen Temperaturdatensätze kombinieren und im „State of the Climate 2018“ veröffentlichen. Die Stellungnahme wird im März 2019 erwartet und aller Voraussicht nach die C3S Ergebnisse bestätigen.

CO2-Konzentrationen steigen weiter

Die Analyse von Satellitendaten zeigt, dass die Konzentrationen von Kohlenstoffdioxid weltweit über die letzten Jahre weiterhin stetig gestiegen sind, auch im Jahr 2018. Das ergibt eine Kombination von zwei Datensätzen, die für C3S und CAMS erstellt wurden.

Während sich Reports der WMO und des Global Carbon Projects auf Messungen an der Erdoberfläche stützen, basiert der CO2-Datensatz von Copernicus auf Satellitendaten. Die dabei gemessene Größe ist die durchschnittliche CO2-Konzentration einer gesamten Luftsäule über einem gegebenen Ort, genannt XCO2. Da höher gelegene atmosphärische Schichten, wie die Stratosphäre, normalerweise weniger CO2 beinhalten, sind die XCO2 Werte üblicherweise etwas geringer als die CO2 Werte, die Nahe der Erdoberfläche gemessen werden. Deshalb sind satellitenbasierte XCO2-Werte ähnlich aber nicht identisch mit Schätzungen, die auf Oberflächenbeobachtungen beruhen.

Die geschätzte jährliche durchschnittliche XCO2-Wachstumsrate für 2018 ist 2,5 +/- 0,8 ppm/Jahr. Damit ist sie größer als die Wachstumsrate für 2017, die bei 2,1 +/- 0,5 ppm/Jahr lag, aber geringer als die von 2015 mit 3,0 +/- 0,4 ppm/Jahr. 2015 war ein Jahr mit einem starken El Nioo, wodurch die Landvegetation atmosphärisches CO2 im schwächen Maße als sonst aufnahm, sowie mit starken CO2-Emissionen bedingt durch Waldbrände, beispielsweise in Indonesien.

Pariser Abkommen: IPCC unterstreicht absolute Dringlichkeit

Im Einklang mit dem 2015 vereinbarten Pariser Abkommen über den Klimawandel planen die beteiligten Länder alle fünf Jahre eine Bewertung des Status Quo. Der jüngste Spezialreport „Globale Erwärmung von 1.5°C“ des Weltklimarates (eng. Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) unterstreicht weiter die Dringlichkeit effektive Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels durchzuführen. Der Copernicus Climate Change Service und der Copernicus Atmosphere Monitoring Service tragen signifikant zu diesen Bemühungen bei, indem sie schnelle und exakte Informationen über die globale Temperatur und CO2-Werte liefern.

Monatliches Klima-Update

Zusätzlich zu den jährlichen Temperaturdaten veröffentlicht C3S zu Beginn jeden Monats eine kurze Klima Bekanntmachung über beobachtete Veränderungen in der globalen Temperatur der Luft, See-Eisdecke und hydrologischen Werten. Das neueste Klima-Update von Dezember ist jetzt verfügbar:

Dezember 2018: Globale Durchschnittstemperatur der Luft
-Weltweit lagen die Temperaturen nur 0.5°C über dem durchschnittlichen Dezember im Vergleichszeitraum 1981-2010
-Kanada, der Atlantische Teil der Arktis und Nordrussland erlebten Temperaturen weit über dem Durschnitt
-Temperaturen weit unter dem Durschnitt wurden in großen Teilen Südrusslands, Zentralasiens und China gemessen
-Australia erlebte außergewöhnlich heiße und trockene Bedingungen
-In Europe waren die Temperaturen allgemein überdurchschnittlich hoch, aber im südlichen Balkan und Griechenland lagen die Temperaturen unter dem Durschnitt.

Weitere Informationen und hochauflösende Grafiken finden Sie hier: https://climate.copernicus.eu/climate-bulletins

Über die Daten – Globale Durchschnittstemperatur

Die Graphen und zitierten Werte stammen aus dem Datensatz von ECMWF Copernicus Climate Change Service“s ERA-Interim. Der Temperaturgraph basiert auf ERA-Interim und vier anderen Datensätzen: JRA-55, erzeugt von der Japan Meteorological Agency (JMA), GISTEMP, erzeugt von der US National Aeronautics and Space Administration (NASA), HadCRUT4, erzeugt von dem Met Office Hadley Centre in Zusammenarbeit mit der Climatic Research Unit der Universität von East Anglia, und NOAAGlobalTemp, erzeugt von US National Oceanic and Atmopsheric Administration (NOAA). Die ERA-Interim und JRA-55 Datensätze laufen bis Ende 2018, die anderen Datensätze sind momentan nur bis Ende November 2018 verfügbar. Die Daten wurden geprüft und weiterverarbeitet wie in einer durch Experten überprüften Veröffentlichung beschrieben (doi: 10.1002/qj.2949).

Alle Grafiken wurden so angepasst, dass sie dieselbe Durchschnittstemperatur für 1981-2010 wie ERA-Interim haben. Für JRA-55 bedeutete dies eine Temperatursenkung von 0.1°C. Die anderen Datensätze wurden ursprünglich nur als Werte relativ zu Bezugszeiträumen definiert. HadCRUT4 ist ein Gesamtwert, der 100 mögliche Realisationen hat. Der Halbwert und die Reichweite sind eingezeichnet. Der Gesamtwert berücksichtigt nicht den Unsicherheitsfaktor, der mit begrenzter geographischer Beobachtung einhergeht, was vor allem in den frühen Jahrzenten beträchtlich ist.
1981-2010 wurde von der WMO definiert als jüngster 30jähriger Bezugszeitraum, um klimatologische Durchschnitte zu berechnen. Es ist der erste Zeitraum bei dem Satellitenbeobachtungen von Schlüsselindikatoren wie Temperaturen an der Meeresoberfläche und See-Eisdecke verfügbar sind, um globale meteorologische Reanalysen, wie beispielsweise ERA-Interim, durchzuführen.

Man geht davon aus, dass die klimatologische Durchschnittstemperatur für den vorindustriellen Zeitraum 0.63°C geringer ist als der Durschnitt von 1981-2010. Dies geht einher mit dem, was im IPCC „Globale Erwärmung von 1.5°C“ Report gezeigt wird, welcher den Anstieg von der vorindustriellen Ära (festgelegt als Zeitraum von 1850-1900) bis zum 20jährigen Zeitraum 1986-2005 auf „0.63°C (0.06°C 5-95% Reichweite, allein basierend auf Messunsicherheiten)“ schätzt. Die Jahresdurchschnittstemperatur zwischen den Jahren 1981-2010 und 1986-2005 ist für die Datensätze, die hier dargestellt werden, nicht relevant (-0.009°C bis +0.004°C).

Über die Daten – Kohlenstoffdioxidkonzentrationen

Copernicus präsentiert monatlich die globalen Durchschnittswerte des atmosphärischen Kohlenstoffdioxids (CO2), gemessen mit Satelliten-Sensoren. CO2-Konzentrationen, die von Satelliten gemessenen wurden, stehen für ein gemitteltes CO2-Mischverhältnis im Säulendurchschnitt, auch XCO2 genannt. Der Jahresdurchschnitt in der Grafik ist durch Berechnung der monatlichen Werte ermittelt worden.

Die Daten von 2003-2017 sind das zusammengeführte Produkt von Daten des „C3S XCO2 data derived from satellite sensors“ Report, veröffentlicht vom Copernicus Climate Change Service. Die hochqualitativen C3S-Klimadatenaufzeichnungen entstanden durch die Zusammenführung von einzelnen Satellitendatensätzen der Satelliteninstrumente SCIAMACHY/ENVISAT und TANSO-FTS/GOSAT, indem sie generierte Produkte von C3S und ESA GHG-CCI (in Europa), NASA (USA) und NIES (Japan) nutzten. Dieses fusionierte Produkt, welches im Obs4MIPs-Format verfügbar ist (s. die Obs4MIPs Webseite: https://esgf-node.llnl.gov/projects/obs4mips/), wird jedes Jahr um ein Weiteres ergänzt. Das Jahr 2018 wird Ende 2019 verfügbar sein. Für weitere Details vgl. Buchwitz et al., 2018 ( https://www.atmos-chem-phys.net/18/17355/2018/ und/oder https://doi.org/10.1007/s42423-018-0004-6).

Die Daten für 2018 sind ein vorläufiges Produkt der „CAMS XCO2 data derived from satellite sensors“ Daten, die vom Copernicus Atmosphere Monitoring Service produziert wurden. Dieser Datensatz wurde erzeugt mit TANSO-FTS/GOSAT. Für weitere Details vgl. Heymann et al., 2015 ( https://www.atmos-meas-tech.net/8/2961/2015/amt-8-2961-2015.html).

Die durchschnittlichen Jahreswachstumsraten von XCO2 wurden errechnet mit der Buchwitz Methode, vgl. Buchwitz et al., 2018 ( https://www.atmos-chem-phys.net/18/17355/2018/).

Copernicus is the European Commission“s flagship Earth observation programme. It delivers freely accessible operational data and information services which provide users with reliable and up-to-date information related to environmental issues.

C3S is implemented by ECMWF on behalf of the European Commission. ECMWF also implements the Copernicus Atmosphere Monitoring Service (CAMS). ECMWF is an independent intergovernmental organisation, producing and disseminating numerical weather predictions to its 34 Member and Co-operating States.

The Copernicus Climate Change Service website can be found at https://climate.copernicus.eu/

The Copernicus Atmosphere Monitoring Service website can be found at
http://atmosphere.copernicus.eu/

The ECMWF website can be found at https://www.ecmwf.int/

Kontakt
Copernicus Communication
Silke Zollinger
Shinfield Park 1
RG2 9AX Reading
+44 (0)118 9499 778
copernicus-press@ecmwf.int
http://climate.copernicus.eu

Pressemitteilungen

Die Ozonschicht stets unter dem Auge des Copernicus Programm der Europäischen Union

Internationaler Tag zum Schutz der Ozonschicht am 16. September 2018

Reading, 17.09.2018 – Noch vor einigen Jahren las man ständig über das Ozonloch, doch heutzutage ist es nur noch wenig präsent in den Nachrichten. Nichtdestotrotz bildet es sich weiterhin jedes Jahr aufs Neue über der Antarktis. Im Zuge des Internationalen Tag zum Schutz der Ozonschicht am 16. September veröffentlicht der Copernicus Atmosphere Monitoring Service (CAMS) der Europäischen Kommission, implementiert vom Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage, ein Video zum Thema.

Das Video zeigt die Hintergründe über die Entstehung des Ozonlochs, warum es sich im Winter und Frühling ausdehnt und welche Technologien und Werkzeuge CAMS nutzt, um es Tag für Tag zu überwachen und erforschen. Zusätzlich informiert eine neue Website über alle Neuigkeiten rund ums Ozonloch und über den Fortschritt seiner Entstehung in diesem Jahr. Zum ersten Mal ist dabei das Ozonloch als 3D-Animation zu sehen, die jede Woche mit den täglich ermittelten CAMS-Daten auf den aktuellen Stand gebracht wird.

Bis zu ersten Beobachtungen des Ozonlochs in den 80er Jahren stieg in der Atmosphäre die Konzentration von bestimmten Halogenkohlenwasserstoffen (FCKWs, HFCKWs und Halone) ungebremst. Durch den großflächigen Einsatz von ozonabbauenden Stoffen (engl. Ozone Depleting Substances, ODS), die vor allem in Produkten wie Kühlschränken, Spraydosen und Lösungsmittel vorkamen, entstanden seit Mitte der 1950er Jahre Emissionen, die die Ozonschicht angriffen. Erst das Montreal Protokoll, das im September 1987 unterzeichnet wurde und 1989 in Kraft trat, schaffte Abhilfe. Mit einem Verbot der Haupt-Halogenkohlenwasserstoffgruppen auf internationaler Ebene konnte die Konzentration von ODSs in der Atmosphäre verringert und die Regenerierung der Ozonschicht eingeleitet werden. Insgesamt 196 Länder und die EU unterzeichneten das Protokoll: Bis heute das Paradebeispiel für eine erfolgreiche, internationale Kooperation.

Trotz dieses Erfolges ist eine stetige Überwachung der Ozonschicht notwendig, um den Status des fortlaufenden Regenerationsprozesses zu überprüfen. Insbesondere, da es noch schätzungsweise vier Jahrzehnte dauern wird, bis sich die Ozonschicht erholt und ihren vorindustriellen Zustand erreicht haben wird.

Dafür sammelt CAMS gezielt Informationen von Satelliten und in-situ Forschungsstationen und speist diese in hochentwickelte Computermodelle der Atmosphäre. Mit den erhobenen Daten kann CAMS qualitativ hochwertige Daten über die atmosphärische Zusammensetzung errechnen und so den Status der Ozonschicht überprüfen.

Aufgrund der natürlichen Witterungsbedingungen auf der Südhalbkugel vergrößert sich das Ozonloch jeden Winter über der Antarktis. Hintergründe dieses Phänomens und weshalb es den Eintritt von potentiell schädlicher ultravioletter Strahlung in die Erdatmosphäre verstärken kann, erklärt das CAMS Video. Die Produktion des Videos unterstreicht die Bedeutung des diesjährigen Internationalen Tag zum Schutz der Ozonschicht am 16. September, den 31ten Jahrestag der Unterzeichnung des Montreal Protokolls.

Das CAMS Ozon Video ist hier zu sehen: https://atmosphere.copernicus.eu/international-day-preservation-ozone-layer

Weitere Informationen und die 3D-Animation des Ozonlochs finden Sie hier:
https://atmosphere.copernicus.eu/monitoring-ozone-layer

Copernicus is the European Commission“s flagship Earth observation programme. It delivers freely accessible operational data and information services which provide users with reliable and up-to-date information related to environmental issues.

C3S is implemented by ECMWF on behalf of the European Commission. ECMWF also implements the Copernicus Atmosphere Monitoring Service (CAMS). ECMWF is an independent intergovernmental organisation, producing and disseminating numerical weather predictions to its 34 Member and Co-operating States.

The Copernicus Climate Change Service website can be found at https://climate.copernicus.eu/

The Copernicus Atmosphere Monitoring Service website can be found at
http://atmosphere.copernicus.eu/

The ECMWF website can be found at https://www.ecmwf.int/

Kontakt
Copernicus Communication
Silke Zollinger
Shinfield Park 1
RG2 9AX Reading
+44 (0)118 9499 778
copernicus-press@ecmwf.int
http://climate.copernicus.eu

Pressemitteilungen

?GAF team to provide technical assistance to GMES & Africa Support Programme

?GAF team to provide technical assistance to GMES & Africa Support Programme

(Mynewsdesk) GAF AG is pleased to announce the award of the “GMES and Africa Support Programme Technical Assistance Team” service contract by the European Commission. The services consist of the provision of support and consulting to the African Union Commission (AUC), which is coordinating the GMES & Africa initiative.

GMES & Africa is a cooperation framework for the development and implementation of Earth observation based services that support sustainable development in Africa. One of the pillars of the cooperation is the European Copernicus programme (formerly GMES), which constitutes a major source of data, information and technological expertise. GMES & Africa will cover the entire African continent and will be guided by African-owned processes in order to serve African needs. The GMES & Africa support project will focus on improving the sustainable management of natural, water, marine and coastal resources through the use of Earth observation technology. This will allow for better and more informed decision making and will assist policy makers. GMES & Africa is to be implemented by a network of African institutions in cooperation with European partners. The African Union Commission has the role of coordinator and facilitator.

Regional consultation meetings are now under way. The first conference has already taken place in Kigali, Rwanda with delegates from the East Africa region including the Indian Ocean Islands. Similar consultation and information meetings are planned for the regions of Western, Northern, Central and South Africa over the next weeks.

The GAF team assists the AUC by providing technical consulting, as well as training and capacity support. The teamleader started his assignment to AUC in Addis Ababa and he will be joined by 2 more long term key experts. They will be supported by specialists and back office resources. The GAF team combines the experience and capacities of three partners. GAF AG, Germany is a European leader in end-to-end services in the field of Earth observation and geo-information, associated applications and technical assistance (TA) services. AHT Group AG, Germany is a leading service company in the domains of water and natural resources management, agriculture and nature conservation. BRL Ingénierie, France has leading experience in the management of coastal, maritime, water and land resources. All the partners have extensive experience of working in Africa.

Dr Stefan Saradeth, GAF Director International Consulting, observes: “GAF looks forward to using its extensive expertise in Earth observation in order to provide benefits to decision makers in Africa. With GAF’s more than 135 person years of accumulated Copernicus/GMES experience and its extensive TA portfolio, we feel confident that we and our team can provide best-in-class consulting services to our partners in Africa”.

The project has been awarded by the European Commissions Directorate-General for International Cooperation and Development (DG DEVCO), following a competitive bidding process that took into account technical merits as well as price. The project has started in January 2017 and has a duration of 46 months. It has a value of €3.6 million and is funded by the European Union as part of EuropeAid, under Contract Number 380768.  

Diese Pressemitteilung wurde via Mynewsdesk versendet. Weitere Informationen finden Sie im Aigner Marketing & Communications

Shortlink zu dieser Pressemitteilung:
http://shortpr.com/8m5ser

Permanentlink zu dieser Pressemitteilung:
http://www.themenportal.de/bio-food/gaf-team-to-provide-technical-assistance-to-gmes-africa-support-programme-54264

About GAF AG

GAF AG is a leading solutions-provider with an international reputation for the skilled provision of data, products and services in the fields of geo-information, spatial IT and consulting for private and public clients. Over the past 30 years, the company has been active in more than 1,000 projects in over 100 countries throughout Europe, Africa, Latin America and Asia. In addition, GAF is one of the most experienced service providers in the EU/ESA Copernicus Programme. GAFs direct involvement with Copernicus, formerly GMES, started in 1998, at the same time as the Baveno manifesto was declared. The company is part of the Telespazio Group, which belongs to Leonardo and Thales, two European technology leaders. 

Firmenkontakt
Aigner Marketing & Communications
Birgit Aigner
Erika-Mann-Str. 56
80636 München
089 543 44 065
info@aigner-marketing.de
http://www.themenportal.de/bio-food/gaf-team-to-provide-technical-assistance-to-gmes-africa-support-programme-54264

Pressekontakt
Aigner Marketing & Communications
Birgit Aigner
Erika-Mann-Str. 56
80636 München
089 543 44 065
info@aigner-marketing.de
http://shortpr.com/8m5ser

Pressemitteilungen

GAF and ESA sign an agreement regarding the delivery of IRS data for the Copernicus Data Warehouse 2014-2020

GAF and ESA sign an agreement regarding the delivery of IRS data for the Copernicus Data Warehouse 2014-2020

(Mynewsdesk) GAF AG, the exclusive supplier of optical Indian Remote Sensing data in Europe, has signed an agreement with ESA concerning the provision of IRS data for the Copernicus Data Warehouse. The agreement will run until the end of 2020.

Munich, 4th of May 2015

The agreement covers the provision of archived and new Resourcesat-1, Resourcesat-2 and Cartosat-1 data for the Data Warehouse’s additional and core data sets. It also includes operation and maintenance of the special order, delivery and reporting interfaces to the Coordinated Data access System (CDS). Furthermore, there is an option to extend the interfaces in order to integrate Resourcesat-2A, once this has been successfully launched (currently planned for May 2016) and the associated ground segment has been established in Neustrelitz.

This agreement marks the continuation of a successful collaboration; GAF’s former subsidiary Euromap GmbH has previously made contributions to the pan-European high-resolution multispectral coverages of Image2006 (via a sub-contract with Spot Image) and Image2009 (as the main provider), as well as the first coverage for Image2012. It has also provided monthly pan-European medium-resolution multispectral coverages.

Under this agreement, GAF will provide Resourcesat-2 LISS-III data for the two HR_IMAGE_2015 high-resolution, pan-European multispectral coverages. It will also provide Resourcesat-2 AWiFS data for eight monthly, medium-resolution, pan-European multispectral coverages for MR_IMAGE_2015, as well as potentially other core datasets. The data will be provided as orthorectified products in one European and various national projections, with the products being created in a processing chain that uses DLR’s CATENA ortho-processor.

The German Aerospace Agency (DLR), which provides GAF with satellite data reception services at its ground station in Neustrelitz, will again be GAF’s sub-contractor for the operation, maintenance and further development of some of the interfaces to ESA’s CDS.

The work under the contract will be carried out with funding by the European Union.

image: GAF AG

About ESA / ESRIN: www.esa.int/esaMI/ESRIN_SITE/index.html

ESRIN, the ESA Centre for Earth Observation, is one of the five ESA specialised centres situated in Europe. Located in Frascati, a small town 20 km south of Rome in Italy, ESRIN was established in 1966 and first began acquiring data from environmental satellites in the 1970s. Since 2004, ESRIN has been the headquarters for ESAs Earth Observation activities.

ESA is developing and managing the Space Component for the Copernicus initiative. The Space Component includes a series of five space missions called Sentinels, which are being developed by ESA specifically for Copernicus. Besides the specifically developed Sentinel satellites, ESA also manages access to other Copernicus Contributing Missions.

These Contributing Missions include both existing and new satellites, whether owned and operated at the European level by EUMETSAT, or privately or publicly in the ESA Member States. They also include data acquired from non-European partners. The Space Component forms the European contribution to the worldwide Global Earth Observation System of Systems (GEOSS).

About DLR: www.caf.dlr.de

The German Remote Sensing Data Centre (DFD) is an institute of the German Aerospace Centre (DLR). Together with the centre’s Remote Sensing Technology Institute (IMF), it comprises DLR’s Applied Remote Sensing Cluster, which coordinates DLR’s activities relating to Earth Observation data from satellites and aircraft. DFD focuses on the reception, archiving, distribution and utilisation of data.

In addition to applied research, DFD has expertise in the development and operational performance of IT systems.

Diese Pressemitteilung wurde via Mynewsdesk versendet. Weitere Informationen finden Sie im Aigner Marketing & Communications .

Shortlink zu dieser Pressemitteilung:
http://shortpr.com/6tnc1h

Permanentlink zu dieser Pressemitteilung:
http://www.themenportal.de/bio-food/gaf-and-esa-sign-an-agreement-regarding-the-delivery-of-irs-data-for-the-copernicus-data-warehouse-2014-2020-67486

About GAF AG: www.gaf.de

GAF is a leading geo-information company with an international reputation as a skilled provider of data, products and services in the fields of geo-information, spatial IT and consulting for private and public clients. As a result of a merger with its former subsidiary Euromap GmbH, GAF has become the exclusive supplier of optical Indian Remote Sensing data in Europe. The companys archives contain systematic coverages of Europe and northern Africa from 1996 onwards, and include satellite raw data from the high and medium resolution IRS missions IRS?1C, IRS-1D, Resourcesat-1, Resourcesat-2 and Cartosat-1. GAF is also specialised in the production of orthoimage mosaics and digital elevation models from different high and very-high resolution satellite missions. The company is part of the Telespazio Group, which belongs to Finmeccanica and Thales, two major European technology firms.

For more information, please contact:
GAF AG Daniela MillerArnulfstr. 19980634 MunichTel: +49 89 1215 28-0Fax: +49 89 1215 28-79 info@gaf.de: mailto:info@gaf.deGerman Aerospace Centre German Remote Sensing Data Centre Department: National Ground Segment Tel: +49 3981 480 111 Holger.Maass@dlr.de: mailto:Holger.Maass@dlr.de

Kontakt

Birgit Aigner
Erika-Mann-Str. 56
80636 München
089 543 44 065
info@aigner-marketing.de
http://shortpr.com/6tnc1h

Pressemitteilungen

GAF AG EINE DER ERSTEN ADRESSEN FÜR OPERATIONELLE COPERNICUS DIENSTE IN EUROPA

GAF AG  EINE DER ERSTEN ADRESSEN FÜR OPERATIONELLE COPERNICUS DIENSTE IN EUROPA

(Mynewsdesk) Sentinel 2, der „europäische Landsat“, wird ab der zweiten Jahreshälfte Daten für eine Vielzahl von Copernicus Umweltdiensten liefern. Die GAF AG arbeitet hier an vorderster Front an der Operationalisierung und Inwertsetzung dieser und anderer Datenquellen.

München, 2. März 2015

Das Copernicus-Programm für Erdbeobachtung und Umwelt-Monitoring ist neben dem bekannteren Galileo Navigationssystem eine weitere wichtige europäische Technologieinvestition, deren Aufbau und Nutzung der Wirtschaft in Europa echte Wachstumsimpulse geben kann. Als zweiter einer ganzen Flotte von geplanten Erdbeobachtungssatelliten wurde vor kurzem die „Bodentaufe“ des Sentinel-2 Satelliten gefeiert, der in Ergänzung und Erweiterung des seit über 40 Jahren eingeführten US-amerikanischen Landsat-System ab Mitte 2015 regelmäßig optische, multispektrale Beobachtungsdaten der Erdoberfläche liefern soll. Solche groß angelegten technologischen Investitionen machen nur Sinn, wenn die erzeugten Bilddaten dann auch tatsächlich in großem Umfang für Umwelt-, Ressourcen- und Planungsdienste benötigt und eingesetzt werden.

Genau hier liegt eine zentrale Expertise der GAF AG, der führenden deutschen Firma im Bereich der Nutzung von Erdbeobachtungsdaten. Neben einem breiten Aktivitätsfeld, das sich vom Empfang und dem Vertrieb von Satellitendaten, der Prozessierung und Auswertung massiver Datenmengen, über Design und Implementierung raumbezogener Softwarelösungen bis hin zur weltweiten Beratung im Einsatz von Geoinformationen spannt, ist die GAF bei der Nutzung von Copernicus- und anderen innovativen Datenquellen ein industrieller Schrittmacher.

Neben der federführenden Bearbeitung einer Reihe von Land- und Umwelt-Beobachtungsdiensten sowie der Etablierung von Echtzeit-Informationsdiensten zur Luftqualität werden auch 24/7/365 Dienste für sofortige Krisen- und Notfallkartierungen sowie Beschaffung und Verarbeitung von Geoinformationen operationell durchgeführt – die meisten im Kontext von europäischen und deutschen Copernicus-Anwendungen.

Die GAF arbeitet in diesem Bereich mit den wichtigsten europäischen Industrieunternehmen und Forschungsinstitutionen zusammen. Diese herausragende Position wird unterstrichen durch eine Reihe von aktuellen Auftragserfolgen und die Präsenz als Vertreter der Dienstleistungsindustrie bei den Presseterminen zur Vorstellung von Sentinel-2, siehe z.B.:

http://www.bbc.com/news/science-environment-31602534

http://www.spacedaily.com/reports/Last_look_at_Sentinel_2A_999.html

http://www.esa.int/Our_Activities/Observing_the_Earth/Copernicus/Last_look_at_Sentinel-2A

http://www.swr.de/swr2/wissen/umweltsatellit-sentinel2a/-/id=661224/nid=661224/did=15137446/gifyx4/index.html

Bild: GAF AG

Bildunterschrift: Josef Aschbacher (ESA, re.) und Markus Probeck (GAF)

besichtigen den Sentinel-2 Satelliten

Diese Pressemitteilung wurde via Mynewsdesk versendet. Weitere Informationen finden Sie im Aigner Marketing & Communications .

Shortlink zu dieser Pressemitteilung:
http://shortpr.com/0rz3ol

Permanentlink zu dieser Pressemitteilung:
http://www.themenportal.de/bio-food/gaf-ag-eine-der-ersten-adressen-fuer-operationelle-copernicus-dienste-in-europa-42144

Über die GAF AG

Die GAF AG wurde 1985 als erste deutsche Firma für angewandte Fernerkundung mit Sitz in München gegründet. Heute ist die GAF einer der größten europäischen Geoinformationsdienstleister mit dem Schwerpunkt Erdbeobachtung. Hervorzuheben ist ihre Rolle als bedeutendster Vertreiber kommerzieller Erdbeobachtungsdaten im deutschsprachigen Raum. Weiter kann die GAF auf eine langjährige fachliche und technische Expertise in der Anwendung und Auswertung von Fernerkundungsdaten sowie die umfangreiche nationale und internationale Erfahrung bei Dienstleistungen mit Geodaten und raumbezogene Software zurückgreifen. Die Firma verfügt über eine starke Präsenz bei vielen deutschen Behörden, Ministerien und in der Privatwirtschaft, bei der EU, ESA, Weltbank, sowie bei internationalen Aktivitäten in über 100 Ländern in Europa, Afrika, Asien und Südamerika.

Das Unternehmen bietet mit den rund 180 Mitarbeitern ein umfassendes Portfolio an Daten und Dienstleistungen: Erdbeobachtungs- und andere Geodaten, Datenanalysen, Geographische Informationssysteme und Datenbanken, Informationsprodukte, Consulting in allen Bereichen der natürlichen Ressourcen, der Umwelt sowie der kritischen Infrastrukturen und der Sicherheit. Die GAF ist Teil der Telespazio-Gruppe, einem Unternehmen von Finmeccanica und Thales, beide Unternehmensgruppen beschäftigen allein in Deutschland mehr als 6500 Mitarbeiter.

Kontaktdaten:

GAF AG

Daniela Miller

Arnulfstr.199, 80634 München

Tel. +49 89 12 15 28-0

Fax. +49 89 12 15 28-79

info@gaf.de: mailto:info@gaf.de | http://www.gaf.de

Kontakt

Birgit Aigner
Erika-Mann-Str. 56
80636 München
089 543 44 065
info@aigner-marketing.de
http://shortpr.com/0rz3ol