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Neue Instrumente für alte Knochen

Workshopreihe Einschnitte – Einblicke, Thema „Extremitäten, Bewegungsapparat“

(Stuttgart/Tübingen) – Die Workshop-Reihe „Einschnitte – Einblicke: Medizintechniker und Ärzte. Im Dialog. In der Anatomie.“ wurde im Februar 2019 mit dem Thema „Extremitäten, Bewegungsapparat“ fortgesetzt. In Live-OP-Übertragungen sowie praktischen Übungen im OP des Instituts für Klinische Anatomie und Zellanalytik erhielten Medizintechniker die Gelegenheit, mit Ärztlichen Direktoren und Oberärzten zu diskutieren und gemeinsam neue Ideen für Instrumente und Verfahren zu entwickeln. Der aktuelle Workshop zeigte unter anderem die Herausforderung, Gelenk- und Knochendefekte bei älteren Menschen zu operieren. Vor dem Hintergrund einer immer älter werdenden Bevölkerung, allein in Deutschland sind über 17 Millionen Menschen über 65 Jahre alt, gaben die Mediziner den Medizintechnikern einige Hausaufgaben mit.

„Dies ist eine Einladung! Diskutieren Sie mit uns! Wir müssen hier nicht zeigen, wie gut wir sind. Wir zeigen hier, welche Defizite und Schwierigkeiten es gibt. Damit Sie Vorschläge machen, um es Patienten zukünftig leichter zu machen.“ Prof. Dr. Arnulf Stenzl, Ärztlicher Direktor der Universitätsklinik für Urologie Tübingen sowie Leiter des Interuniversitären Zentrums für Medizinische Technologien Stuttgart – Tübingen (IZST) begrüßte die Ingenieure und Entwickler aus der Medizintechnikbranche mit klaren Worten. Gemeinsam mit dem Gastgeber Prof. Dr. Bernhard Hirt, Ärztlicher Direktor des Instituts für Klinische Anatomie und Zellanalytik, führte er die Teilnehmer durch einen Nachmittag mit höchst spannenden Einschnitten und Einblicken.

Beim fünften Workshop stand das Thema „Extremitäten, Bewegungsapparat“ auf der Agenda. An den OP-Tischen in der Anatomie waren mehrere typische Fälle aus der Praxis vorbereitet: Arthrose im Knie, Riss des Handgelenkbandes (SL-Band) sowie Endoprothesen (Implantat) für das Knie. Während Ärzte aus den verschiedenen Fachrichtungen am OP-Tisch die Eingriffe – und die damit verbundenen Schwierigkeiten – vorführten, diskutierten die Ärztlichen Direktoren live mit den Teilnehmern vor Ort sowie mit den via Live-Stream Zugeschalteten. Mit Prof. Dr. Christian Bahrs, Leitender Oberarzt der Traumatologie und Rekonstruktiven Chirurgie, Prof. Dr. Stephan Clasen, Stellvertretender Ärztlicher Direktor der Diagnostischen und Interventionellen Radiologie, Prof. Dr. Adrien Daigeler, Ärztlicher Direktor der BG-Klinik für Hand-, Plastische, Rekonstruktive und Verbrennungschirurgie und Prof. Dr. Nikolaus Wülker, Ärztlicher Direktor der Universitätsklinik für Orthopädie, war die Runde wieder hochkarätig mit Spezialisten der Universitätsklinik Tübingen besetzt.

Individuelle Knochenhebel
Eine Knie-Arthrose kann durch Fehlstellung der Gelenkwinkel oder durch eine übermäßige Belastung der Gelenke entstehen. Die Chirurgen demonstrierten live, wie die Achse im Knie verändert werden kann, um den Knorpel zu entlasten. Für diesen Eingriff wird vorab, anhand von Röntgenaufnahmen, die Achsabweichung exakt vermessen und die Winkelkorrektur berechnet. Im OP muss der Chirurg dann zunächst mit Hilfe eines Raspatoriums vorsichtig das Weichteilgewebe vom Knochen abschaben und das Periost, die Knochenhaut, zur Seite schieben, um das Operationsfeld freizulegen. Mit Hilfe eines Hohmann-Knochenhebels wird der Knochen aufgehebelt, um anschließend mit einem „Angelwing“ den Winkel festzulegen, indem Schienbein oder Oberschenkelknochen mit einer Knochensäge durchtrennt werden. Schließlich wird der Knochen mit einer Platte und Schrauben neu fixiert. Die Operateure demonstrierten dabei sehr eindrucksvoll, dass zwar im Vorfeld des Eingriffs alle relevanten Größen millimetergenau ermittelt werden, dass es dann am OP-Tisch letztlich doch vor allem auf die Erfahrung und die Intuition des Chirurgen ankommt, der diese Ergebnisse auf den Patienten anwendet. Daher streben die diskutierenden Fachärzte an, die Erkenntnisse aus der präoperativen Diagnostik künftig mithilfe von Robotertechnologie und digitaler Navigation an den Operationstisch zu übertragen. Außerdem bestand Konsens in der Runde, dass einerseits die verwendeten Instrumente, die teilweise schon vor Jahrzehnten entwickelt wurden, gut etabliert und funktionabel sind, andererseits aber die individuelle Anpassung von Knochenhebeln und Platten an den Patienten höchst wünschenswert wäre.

Die Behandlung einer Läsion des SL-Bandes im Handgelenk zeigte wieder einmal die Notwendigkeit der Miniaturisierung und Flexibilisierung von Instrumenten. Die Chirurgen müssen sich bei der Arthroskopie mit Instrumenten und Kamera in einem winzigen, sehr unübersichtlichen Bereich der Hand orientieren. Intensives Training der Operateure mit den Instrumenten ist daher enorm wichtig.

Stärkere Verbindungen
Als besondere Herausforderung gilt das Alter der Patienten: Je älter ein Patient ist, desto dünner ist die Haut, die sich nach einer Operation entsprechend schwer über der Wunde vernähen lässt. Bei der Osteosynthese, also dem Zusammenfügen der Knochen z. B. nach einer Sprunggelenksverletzung, erweisen sich die Knochen hoch betagter Patienten häufig als morsch und brüchig. Zangen anzusetzen oder Schrauben und Platten zu fixieren, gelingt dann nicht immer zufriedenstellend. Instrumente, die für junge und gesunde Knochen entwickelt wurden, sollten daher beispielsweise mit breiteren Auflageflächen produziert werden, damit der punktuelle Druck nicht zu hoch wird. Neben solchen Anforderungen an die Medizintechnik-Entwickler, zeigten die Ärzte in der Diskussion auch die Grenzen der Technik auf: Letztlich müssen Lösungen gefunden werden, um die Gelenke und Knochen vor den Auswirkungen von Arthrose und Osteoporose bereits im Vorfeld zu schützen, damit sie operabel bleiben. Dies gilt auch für Endoprothesen in Knie oder Hüfte, die sich im Laufe der Jahre im Körper weniger abnutzen als sich lockern, weil die Knochen nicht mehr ausreichend Halt bieten.

Die BioRegio STERN Management GmbH veranstaltete auch diesen Workshop gemeinsam mit dem Institut für Klinische Anatomie und Zellanalytik in Kooperation mit dem Interuniversitären Zentrum für Medizinische Technologien Stuttgart – Tübingen (IZST) und dem Verein zur Förderung der Biotechnologie und Medizintechnik e. V. „Extremitäten, Bewegungsapparat“ war bereits die fünfte Veranstaltung der erfolgreichen Reihe, die inzwischen für viele Medizintechnikunternehmen aus der Region zum Pflichttermin geworden ist. „Die Teilnehmer bestätigen uns immer wieder, dass sie hier außergewöhnliche Einblicke erhalten und die Möglichkeit, über den Tellerrand hinaus zu schauen“, erklärte Dr. Klaus Eichenberg. Der Mitveranstalter und Geschäftsführer der BioRegio STERN Management GmbH kündigte nicht nur zwei weitere reguläre Workshoptermine an, er konnte außerdem berichten, dass im September im Rahmen des EU-Förderprojektes S3martMed eine internationale Ausgabe des Formats veranstaltet wird.

Save-the-Date! Die nächsten Workshop-Termine von Einschnitte – Einblicke:
Intelligente Dauerimplantate: 3. Juli 2019
S3martMed: Einschnitte – Einblicke International: 19. September 2019
Endoskopie, Robotik in Diagnostik, Chirurgie: 5. Februar 2020
Rumpf, Wirbelsäule, Spinales Segment: 1. Juli 2020

Über die BioRegio STERN Management GmbH:
Die BioRegio STERN Management GmbH ist Wirtschaftsentwickler für die Life-Sciences-Branche. Sie fördert im öffentlichen Auftrag Innovationen und Start-ups und trägt so zur Stärkung des Standorts bei. In den Regionen Stuttgart und Neckar-Alb mit den Städten Tübingen und Reutlingen ist sie die zentrale Anlaufstelle für Gründer und Unternehmer.
Die BioRegion STERN zählt zu den großen und erfolgreichen BioRegionen in Deutschland. Alleinstellungsmerkmale sind die bundesweit einzigartige Mischung aus Biotechnologie- und Medizintechnikunternehmen sowie die regionalen Cluster der Automatisierungstechnik, des Maschinen- und Anlagenbaus.

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Bildquelle: Michael Latz/BioRegio STERN

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Tarnen, täuschen und vertuschen – Was kommt danach?

HANSEATIC FORUM DIALOG – 25 Entscheider treffen sich zu einem selbstkritischen Dialog.

Tarnen, täuschen und vertuschen - Was kommt danach?

Gerhard Ludwig (Moderation), Kai Sudmann und Thomas Hentze (Hanseatic Legal Rechtsanwälte) (Bildquelle: Copyright 2018: Fotograf Peter Walther)

Das Entscheider-Format „HANSEATIC FORUM DIALOG“ hatte Menschen mit Führungsverantwortung zu einer Veranstaltung in den Hamburger Business Club eingeladen. Hier sprach der Psychologe, Buchautor und Business-Coach Dr. Frank Hagenow in seinem Impulsvortrag über die psychologischen Mechanismen in den Chefetagen sowie über sein neues Buch „Führen ohne Psychotricks“.

In der ausgebuchten Veranstaltung referierte Dr. Hagenow mit viel Humor und Tiefgang über die Werte und Fallstricke in der Führung und zeigte, warum es sich (auch wirtschaftlich) lohnt, Menschen mit Ethik und Anstand zu gewinnen. Mit seinen Vorträgen und Coachings unterstützt Dr. Hagenow Manager und Führungskräfte dabei, Ihre Führungskompetenzen zu reflektieren und zu erweitern.

Unter der inspirierenden Moderation von Gerhard Ludwig diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehr angeregt über Ihre eigenen Erfahrungen. Problemstellungen und Herausforderungen aus dem Alltag eines Unternehmens wurden von den Teilnehmern eingebracht und diskutiert. Anschließend lieferte Dr. Hagenow noch hilfreiche Tipps für die konkrete Umsetzung im Business-Alltag und gab den Anwesenden auch einige Werkzeuge aus seiner „Manager-Toolbox“ mit auf den Weg.

Beim gemeinsamen Netzwerken ging die lebhafte Diskussion noch bis in den späten Abend weiter. Alle waren sich einig: Eine Führungskultur auf Augenhöhe mit Respekt und Wertschätzung zahlt sich langfristig aus – sowohl für die Unternehmen als auch für deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Mehr zum Thema „Führen ohne Psychotricks“ und dem Autor unter: www.frank-hagenow.com

Das Netzwerk für Entscheider und Führungskräfte. Wir organisieren Netzwerkveranstaltungen für Unternehmer und Inhaber. Unser Workshop-Format EinscheiderDIALOG bringt Unternehmen in Bewegung. In Kürze starten wir auch mit dem Format EntscheiderPODCAST auf allen Podcastkanälen.

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Andreas Vierling: Kompetenz Zuhören

Kompetenz Zuhören – Mit sich und mit anderen in Berührung kommen
Das Ohr ist allergisch für Worte; die nicht aus dem Herzen kommen.
(Unbekannt)

Andreas Vierling, Mediator und Visionscoach, lädt Sie herzlich zu einem Diskurs mit dem Thema: wie durch Empathie mediative Prozesse in Gang gesetzt werden ein und versucht dabei Fragen zu beantworten, wie jeder Einzelne, als Teil der Gesellschaft, die Beweggründe und Wünsche anderer respektieren und verstehen kann. Gerade heute, mit dem zunehmenden Gefühl einer Spaltung der Gesellschaft durch die Bildung von verhärteten Meinungsgruppen, die jeden Kontakt zueinander meiden, stellt sich die Frage: wie wir durch eine mediative Haltung der Dialog miteinander wieder in Gang gebracht werden kann? Ist es möglich vorurteilsfrei aufeinander zu zugehen und inwiefern ist es hilfreich emphatisch zu sein. Kann uns die Kraft der Empathie dabei helfen, andere besser zu verstehen? Birgt das neue Miteinander möglicherweise sogar Chancen, zum Beispiel neue Wege zu unserem Selbst zu finden? Diese und andere Fragen möchte Andreas Vierling in seinem Workshop gerne näher mit Ihnen besprechen.

Die auditive Wahrnehmung

Der Mensch nimmt mit all seinen Sinnen wahr. Die auditive Wahrnehmung ist dabei eine der fünf klassischen Sinnesmodalitäten zu denen neben dem Hören: Sehen, Riechen, Schmecken und Fühlen gezählt wird. Zu diesen klassischen Sinnesmodalitäten gesellen sich laut neuerer Forschung ebenso die Wahrnehmungen von Wärme und Kälte (Thermorezeption), von Schmerz sowie der Bewegung (Propriozeption) und des Gleichgewichtsinnes, also der Lage im Raum. Die gerade im Bereich der Haut,- des Gefühls und der Tastsinne speziell ansässigen Rezeptoren der Oberflächensensibilität und die der Tiefensensibilität im Inneren des Körpers werden in der Sinnesphysiologie denen der Sensorik gegenübergestellt.
Die auditive Wahrnehmung, das Hören, ist eine Sinneswahrnehmung, der es einem Lebewesen ermöglicht, Schall in Form von Schwingungen wahrzunehmen. Diese Form der Mechanorezeption findet im Ohr statt und wird vom Umgebungsmedium (Luft) übertragen. Die zentralen Funktionen des Gehörs sind dabei die Richtungswahrnehmung, die Sprachwahrnehmung, die Filterung auditiver Signale sowie Auswertung von Informationen.

Psychologie des Hörens

In China gibt es ein Sprichwort: Wer zu hören versteht, hört die Wahrheit heraus, wer nicht zu hören versteht, hört nur Lärm. Dieser Sinnspruch erläutert nur allzu deutlich, wie unser Gehör es versteht mit stressigen Situationen, wie sie zum Beispiel in einem ohrenbetäubenden Gesamtgefüge alltäglich vorkommen, auszuklammern und neu zu bewerten. Die als Cocktailparty-Effekt beschriebene Fähigkeit des menschlichen Gehörs einkommende Schallsignale zu selektieren und neu zu bewerten, ermöglicht es dem Gehör, zum Beispiel Sinnvolles von Lärm zu trennen und so in Dialog zu treten. Dieser Prozess ist der Aufmerksamkeit geschuldet und wird als Sensibilisierung des Gehörs auf einkommende Signale verstanden. Das Gehör kann somit wiederkehrende Schallsignale entweder ausblenden oder diese verstärken. Im Zusammenhang mit Emotion, wie Angst oder Freude, wird das Geräusch so fest im auditorischen Gedächtnis verankert. In diesem Sinne kann soziale Isolation eine Überempfindlichkeit gegenüber Geräuschen verursachen, umgekehrt können Geräusche als fürsorgliches Einschlafmittel ruhig in den Schlaf wiegen.

Was ist Empathie?

Empathie ist die Fähigkeit des Menschen sich in die Gedanken, Empfindungen und Emotionen seines Gegenübers hineinversetzen zu können. Ein emphatischer Mensch reagiert darüber hinaus auf die Empathie mit Gefühlen wie Mitleid, Trauer und Schmerz. Mitgefühl hingegen, als ein durchaus positives Gefühl, grenzt sich insofern von der Empathie ab, dass der Anstieg von Stress in Verknüpfung mit negativen Gefühlen, wie bei emphatischen Gefühlen, Vermeidungsreaktionen auslöst. Wer mit dem Gegenüber als positiv in Berührung kommen will und somit auch mit sich selbst, sollte in erster Linie sein Mitgefühl für andere steigern. Eines dieser Methoden ist das Zuhören, welches in Teilen dieses Workshops vermittelt werden soll. Die Kompetenz dazu erlangen Sie durch angelernte Mediation. Das heißt die Beilegung eines Konfliktes als dritte Partei. Bei der Mediation wird somit ein Kompromiss geschlossen und ist ein freiwilliger Vermittlungsvorgang, der im Zuhören Lösungsansätze findet. Das empathische Zuhören als Beispiel kann die Dialogpartner im Zwist schnell zu einer Lösung führen, indem der Kern des Streites schnell erkannt wird. Dies geschieht, indem wir unsere Wahrnehmung zum anderen hin wenden.

Übungsfelder des Workshops im Detail

Im Workshop werden Ihnen folgende Übungsfelder zum Praktizieren und Lernen angeboten:

1. Übungen zur Sensibilisierung unseres Hörens
2. Was ist empathisches Zuhören?
3. Was ist schöpferisches Zuhören?
4. Übungen zum „Aktiven Zuhören“
5. Übungen zum “ Kreativen Dialog“
6. Kompetenz zur Beilegung von Konflikten

melden Sie sich dazu bitte bis zum 29.10.2018 verbindlich unter veranstaltung@gfa-baden-baden.de an. Vielen Dank.
Kosten: Gäste 99 €, Mitglieder der Gesellschaft für Arbeitsmethodik e.V., Gabal e.V., Strategieforum 69€, Studenten 49€
Standort: Albert-Schweitzer-Saal Paulus-Gemeindehaus
Strasse: Aumattstr. 21
Ort: 76530 – Baden-Baden (Deutschland)
Beginn: 03.11.2018 09:30 Uhr
Ende: 03.11.2018 16:30 Uhr
Eintritt: 99.00 Euro (zzgl. 19% MwSt)

Gesellschaft für Arbeitsmethodik e.V., AG Hannover 82 VR 3058 |Zuständiges Finanzamt: Baden-Baden, 36065/68700, gemeinnützig: Freistellungsbescheid des Finanzamtes Baden-Baden vom 06.06.2018 zur Körperschafts – und Gewerbesteuer.
Umsatzsteuer-ID gemäß §27a Umsatzsteuergesetz: keine.

Kontakt
Gesellschaft für Arbeitsmethodik e.V.
Helmut Kluger
Aumattstr 21
76530 Baden-Baden
0722165215
veranstaltung@gfa-baden-baden.de
https://gfa-forum.de

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Auch bei Sturm. Kurs halten mit starken Marken.

Heidelberg, 18. Oktober 2018: 21. Deutscher Verpackungsdialog garantiert interessante Einblicke in die Welt der Markensteuerung.

Auch bei Sturm. Kurs halten mit starken Marken.

Philipp Lahm spricht auf dem 21. Verpackungsdialog über die Steuerung der Marke Schneekoppe. (Bildquelle: Nadine Rupp)

Heidelberg, den 13. September 2018 I „MARKE = KURS HALTEN“, so lautet das Motto des diesjährigen Verpackungsdialogs im Verpackungs-Museum Heidelberg. Der renommierte Branchentreff will klassische Hersteller-Marken untereinander und mit der Verpackungsindustrie ins Gespräch bringen. Und das, wie bereits in den letzten Jahren, auf Geschäftsführungs- und Inhaberebene! Am 18. Oktober werden vier Markenführer über ihre Strategien und Erfahrungen berichten, die sie als „Kapitäne“ bei der Steuerung ihres Markenschiffes gewinnen konnten.

Es sind wahrlich stürmische Szenerien, mit denen klassische Hersteller-Marken im Discount-Zeitalter immer häufiger konfrontiert werden. Um erfolgreich navigieren und Kurs halten zu können, ist eine starke Marke entscheidend. Glaubwürdigkeit beim Verbraucher und Kongruenz zum Markenkern führen die Marke auch auf „Nebenstrecken“ zum Erfolg. Gleiches gilt für das Marken-Design und die Fragen des Verpackungs-Auftritts.

Auf dem 21. Deutschen Verpackungsdialog äußern sich Marken-„Kapitäne“, die persönlich das Steuer führen: Über „Ronnefeldt“-Tee, eine Marke, die sich seit über 150 Jahren treu bleibt, spricht der Unternehmer Jan-Berend Holzapfel. Herr Frank W. Hein tritt als Enkel des Firmengründers am Beispiel der Traditionsmarke „Pustefix“ den Beweis an, wie wichtig eine starke Marke ist: „Die Marke PUSTEFIX ist eine echte Markenikone, die überall auf der Welt mit dem Herkunftsland Deutschland verbunden ist und auch assoziiert wird. Das markante Verpackungsdesign verbindet die Marke noch heute mit ihren Anfängen und sichert „PUSTEFIX“ eine starke Wiedererkennung und Differenzierung“, so Frank W. Hein.

Dr. Rüdiger Mittendorff stellt mit „Sebamed“ eine Körperpflege-Marke vor, die seit Jahrzehnten ihre ganz eigenen Wege beschreitet und gerade dadurch zu einem kopierten Vorbild einer neuen Kategorie geworden ist.

Last but not least wird Fußball-Weltmeister Philipp Lahm, der die Mehrheit am traditionsreichen Naturkosthersteller Schneekoppe übernommen hat, Einblicke in die „Steuerung“ der Marke „Schneekoppe“ geben, an deren Ausrichtung unter seiner Ägide möglicherweise vorsichtige Kurskorrekturen vorgenommen werden. Lahm prophezeit der Marke eine gute Zukunft, wenn er sagt: „Als Spitzensportler habe ich mich schon immer mit gesunder Lebensführung auseinandergesetzt – deshalb war mir Schneekoppe von Anfang an sympathisch. Schneekoppe steht als Traditionsmarke für einfache und gesunde Ernährung. Wir wollen mit Schneekoppe wachsen. Also müssen wir uns überlegen, wie wir die Marke wieder stark machen, wie wir mit unseren Produkten glaubwürdiger werden oder welche Verpackungen zu uns passen. Und wir wollen neue Partner finden, mit denen wir langfristig zusammenarbeiten.“

Bildunterschrift:
Fußball-Weltmeister Philipp Lahm, jetzt Inhaber der Marke Schneekoppe, spricht am 18. Oktober auf dem Verpackungsdialog des Verpackungsmuseums Heidelberg über die Steuerung der Marke.

Über das Deutsche Verpackungs-Museum

Seit der Eröffnung im Jahr 1997 stellt das Deutsche Verpackungs-Museum in Heidelberg als erstes und einziges Museum seiner Art die Kulturleistung der Verpackung in den Mittelpunkt – insbesondere die der traditionsreichen Marken und ihrem unverkennbaren, eigenen Verpackungsdesign. Die Warenverpackung präsentiert sich als unmittelbarer Spiegel der kulturellen Entwicklungen unserer Gesellschaft. Als äußeres Gewand eines Markenartikels leistet die Verpackung einen wesentlichen Beitrag zur Differenzierung und Prägung bzw. Wiedererkennbarkeit einer Markenidentität.

Die Mitgliederliste des Deutschen-Verpackungsmuseums liest sich wie das „Who-is-Who“ der deutschen Marken- und Verpackungswelt. Bedeutende Markenartikler, unter anderem Beiersdorf, Coca-Cola, Dr. Oetker Holding, Ferrero, Nestle, Radeberger Gruppe, Procter & Gamble, Unilever und viele weitere sind vertreten. Ebenso finden sich die Premium-Namen der Verpackungs-Industrie wie Westrock, Edelmann, Mayr-Melnhof Packaging, Multivac, Optima packaging group, Schubert packaging group, SIG Combibloc, STI oder TetraPak. Als herausragender Branchen-Treffpunkt und Begegnungsstätte von Entscheidern hat sich der jährlich stattfindende „Deutsche Verpackungsdialog“ positioniert. Mit der jeweils meist frühzeitig überbuchten Branchenveranstaltung und der jährlichen Auszeichnung „Verpackung des Jahres“ setzte und setzt das Museum immer wieder aufs Neue Meilensteine. Der „Deutsche Verpackungsdialog“ hat die Bedeutung eines „Jour fixe“ der Experten: Jahr für Jahr gastieren hochkarätige, prominente Redner aus der Marken- und Verpackungswirtschaft, aus Medien, Design, Beratung und Wissenschaft im Heidelberger Verpackungs-Museum.

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Training mit Pferden auf der „Zukunft Personal“: Vom Know-how zum Do-how

Training mit Pferden auf der "Zukunft Personal": Vom Know-how zum Do-how

Unter dem Motto „Die Kunst der Führung“ präsentieren sich Anbieter der EAHAE International Association for Horse Assisted Education aus ganz Deutschland auf der Messe „Zukunft Personal“. Am Stand O.21 in der Halle 2.2 erfahren Sie alles über das seit mehr als 20 Jahren in der Praxis erprobte Konzept für pferdegestütztes Lernen.

Die Stärken des Konzepts:

Im Unternehmensalltag lässt sich oft beobachten, dass vor allem Führungskräfte nicht noch mehr Know-how benötigen, sondern Do-how. Do-how in der Führung bedeutet z.B. Führung zu verinnerlichen und intuitiv zu wissen, welches Führungsverhalten in der gerade vorliegenden Situation das „richtige“ ist. Ein Gefühl dafür zu entwickeln, gelingt am besten durch Tun und das unverfälschte Feedback der Pferde.

So stellte ein Geschäftsführer zu Beginn eines Trainings mit Pferden die Frage, ob es als Führungskraft immer nötig ist, die Mannschaft im wahrsten Sinne des Wortes anzuführen. Die Antwort auf seine Frage erhielt er bei folgender Übung: Das gesamte Team musste ein Pferd über einen Hindernisparcours führen. Zunächst bewegte sich außer den Menschen gar nichts. Alle liefen durcheinander und redeten auf das Pferd – unseren Gustav – ein. Erst als sich der Geschäftsführer hinter dem Pferd positionierte und alle anderen Gustav flankierten, lief er los. Die Erkenntnis des Geschäftsführers daraus: „Ich muss nicht immer Anführer sein. Manchmal ist es sinnvoller, dem Team eine Struktur zu geben und es dann aus dem Hintergrund zu unterstützen“.

Dieser Fall aus der Praxis zeigt, die Wirksamkeit von pferdegestütztem Lernen. Durch das direkte Feedback des Pferdes konnte der Geschäftsführer unmittelbar erfahren, welches Führungsverhalten in diesem Moment „richtig“ war. Er konnte Führung erleben und fühlen. Lernen findet auf einer anderen Ebene statt und ermöglicht so nachhaltige Verhaltensänderungen.

Erfahren Sie mehr am Messestand der EAHAE (Stand O.21 in der Halle 2.2) vom 11.-13. September in Köln.

Wir freuen uns auf den Dialog mit Ihnen!

HorseDream ist der Pionier der pferdegestützten Aus- und Weiterbildung. Seit mehr als 20 Jahren ist das Unternehmen auf Führungstrainings und Teamentwicklung mit Pferden als Medium spezialisiert. Auf der Basis dieses Konzepts arbeiten inzwischen lizenzierte HorseDream Partner auf allen fünf Kontinenten.

Kontakt
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Lichtenhagener Straße 8
34593 Knüllwald
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Dawood Nazirizadeh: Was mich bewegt!

Lesen Sie hier, was einen jungen deutsch-iranischen Unternehmensberater antreibt, sich in Deutschland und Iran, sozialpolitisch und wirtschaftlich zu engagieren!

Dawood Nazirizadeh: Was mich bewegt!

Dawood Nazirizadeh

Dawood Nazirizadeh ist Unternehmensberater aus Wiesbaden und beruflich in Deutschland und Iran aktiv. Außerdem engagiert er sich sozial und gesellschaftspolitisch, sowie in seiner islamischen Gemeinde und im Dachverband der schiitischen Muslime in Deutschland. Andreas Rolle ist Gründer und Chefredakteur der größten Wiesbadener Facebook-Gruppe „Lust auf Wiesbaden“ mit mehr als 20000 Mitgliedern. Er führt regelmäßig Interviews mit Persönlichkeiten aus der Wiesbadener Gesellschaft. Andreas Rolle befragte Dawood Nazirizadeh, den er als engagierten Wiesbadener Bürger kennt, zu den Beweggründen für seine Aktivitäten:

Dawood Nazirizadeh: Eine Brücke zwischen meinen Heimatländern zu bilden, macht mich aus

Andreas Rolle: „Herr Nazirizadeh, Sie haben sich mit ihrem Engagement für die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Iran einen Namen gemacht. Was ist Ihre persönliche Motivation für diese Tätigkeit?“

Dawood Nazirizadeh: „Als Deutsch-Iraner, der in Isfahan geboren und in Wiesbaden aufgewachsen ist, bin ich im Grunde genommen zum Europäer geworden, als ich dann in England meinen Bachelor und meinen Master gemacht habe. Ich bin viel durch verschiedene Länder gekommen und habe verschiedenste Perspektiven gesehen, die mich geprägt und meine Funktion als eine Brücke zwischen den Kulturen verfestigt haben.
Selbstverständlich habe ich auf Grund meiner Herkunft und Familie eine besondere und emotionale Bindung an das Land Iran und die iranische Bevölkerung. Und dasselbe gilt für meine Heimat Deutschland. Ich habe dieses Land bewusst als meine Heimat gewählt, nachdem ich bereits in verschiedensten Ländern gelebt habe. Diese Brücke zwischen beiden Ländern zu bilden, ist das was mich ausmacht. Ich verstehe die deutsche und die iranische Kultur sehr gut und deshalb setze ich mich für eine Stärkung der Zusammenarbeit zwischen der deutschen und der iranischen Bevölkerung ein. Nicht nur für die Kooperation zwischen der iranischen Privatwirtschaft und deutschen kleinen und mittelständischen Unternehmen, sondern auch für den wissenschaftlichen Austausch und die Möglichkeit für iranische Studenten, in Deutschland zu studieren.
Als Pazifist bin ich gegen jede Form von Gewalt oder Aufrufen zur Gewalt und setze mich deshalb dafür ein, dass es
keinen Krieg gegen Iran gibt, ebenso wie ich unterstütze, dass Iran seine Interessen mit diplomatischen Mitteln vertritt.
Ich denke, wir müssen als Mittel zum Frieden den Dialog fördern, und der zivilgesellschaftliche Dialog wird immer durch menschliche Begegnungen und wissenschaftlichen Transfer gestärkt und durch die private Wirtschaft unterstützt.
Es gibt radikale Gruppierungen die fordern, dass man keinerlei wirtschaftliche, wissenschaftliche oder kulturelle Zusammenarbeit mit Iran betreiben dürfe, weil man damit ein bestimmtes politisches System stärken würde.“

Dawood Nazirizadeh: Ich denke, wir müssen als Mittel zum Frieden den Dialog fördern

„Ich sehe aber, dass eine solche Sanktionierung Irans die iranische Bevölkerung der Gefahr aussetzt zu hungern und sie auch auf vielen anderen Ebenen schädigt. Durch Sanktionen auf dem Rücken der iranischen Bevölkerung und einen Abbruch der Beziehungen werden die extremen Positionen, die sich gegen einen Dialog der Völker aussprechen, auf beiden Seiten nur gestärkt.“

Dawood Nazirizadeh: Ich habe viel Unterstützung aus der deutschen Zivilgesellschaft erhalten!

Andreas Rolle: „Neben Ihrer beruflichen Tätigkeit sind Sie ehrenamtlich Vorsitzender der Wiesbadener Akademie für Integration, für die Islamische Gemeinschaft der schiitischen Gemeinden in Deutschland, in der SPD und auch in sozialen Projekten aktiv. Was ist dabei Ihre Motivation und was möchten Sie erreichen?“

Dawood Nazirizadeh: „Bereits in meiner Kindheit habe ich meine Mutter oft zu „Tandem-Kursen“ begleitet. Dort wurde sie von ehrenamtlich tätigen Wiesbadenern freundschaftlich dabei unterstützt, in der Wiesbadener Gesellschaft anzukommen. Diese „Tandem-Kurse“ inspirieren und begleiten mich bis heute. Ich habe viel von der deutschen Gesellschaft bekommen und möchte das auch gerne zurückgeben.
Ich wäre nicht der, der ich bin, hätte ich nicht so viel Unterstützung aus unserer starken Zivilgesellschaft in Deutschland erhalten. Für meine Kinder wünsche ich mir in der Zukunft Deutschland als ein Land in dem Pluralität respektiert und als Stärke gesehen wird, in dem Anderssein etwas Interessantes ist und nicht ein Grund zum Mobbing. Deshalb setze ich mich dafür ein, dass wir in Zukunft eine freie, gerechte und solidarische Gesellschaft haben.
Meine Aktivitäten innerhalb meiner Moscheegemeinde und in der Islamischen Gemeinschaft der schiitischen Gemeinden in Deutschland haben ebenfalls Schwerpunkte im Bereich des Dialoges der Religionen und der Gesellschaft mit den Muslimen in Deutschland. Ich werbe für den vernunftbetonten Islam, im Gegensatz zu einem extremistischen Islamverständnis.“

Dawood Nazirizadeh: Ich habe gelernt, andere Meinungen zu respektieren!

Andreas Rolle: „Sie sind in zwei Kulturen aufgewachsen und haben zwei Heimatländer. Welche Erfahrungen machen Sie damit und wie verbinden Sie diese verschiedenen Kulturen? Ist das überhaupt möglich, oder sind die Werte und Grundlagen nicht viel zu verschieden?“

Dawood Nazirizadeh: „Tatsächlich sind in der deutschen und der iranischen Kultur viele Unterschiede festzustellen. Deshalb habe ich mir angewöhnt, Kulturen beschreibend anzuschauen, ohne sie zu bewerten.
Dabei habe ich gelernt, andere Meinungen zu respektieren. Ich denke, wenn wir mehr Empathie füreinander erlernen – dafür brauchen wir gar nicht Deutschland verlassen – hilft uns das auch innerhalb Deutschlands.
Selbstverständlich fördern Empathie und Respekt füreinander Freundschaften. Und das stärkt auch ein internationales, friedliches und respektvolles Zusammenleben. Man nennt mich manchmal naiv, weil ich daran glaube, dass wir auf diese Weise den Weltfrieden eines Tages erreichen können. Aber die Geschichte hat gezeigt, dass diejenigen, die in den Augen anderer die blöde Idee hatten, die Welt zu verändern, es dann auch getan haben.“

Willy Brandt: Der Frieden ist nicht alles, aber ohne den Frieden ist alles nichts!

Andreas Rolle: „Wenn man Sie fragt, welchem Land Sie sich mehr verpflichtet fühlen, was antworten Sie dann?“

Dawood Nazirizadeh: „Zwei Seelen wohnen, ach! In meiner Brust“, hat schon Goethe gesagt. Ich denke, dass man als Weltenbürger nicht so stark in Schwarz und Weiß unterscheiden kann. Man kann nicht sagen, dass man das eine ist und das andere nicht.
Ich fühle mich als Deutsch-Iraner und sehe mich den Grundsätzen der UN-Menschenrechtscharta als Basis meines Denkens und Handels verpflichtet. Darüber hinaus sehe ich mich selbstverständlich als Europäer, als Deutschen, als Wiesbadener – auch als Iraner, als Isfahaner.“

Gemeinsam für eine gerechte, pluralistische und solidarische Gesellschaft

„Ich sehe mich aber als Deutschen und Iraner nicht als besser an, als einen Italiener, einen Afghanen, oder irgendeinen Menschen anderer Herkunft. Ich sehe mich in der Pflicht, das friedliche Zusammenleben, egal in welchem oder mit jedem Land, zu fördern. Denn Frieden ist das, was wir als Menschen alle suchen. Willy Brandt hat einmal gesagt: „Der Frieden ist nicht alles, aber alles ist ohne den Frieden nichts.“

Dawood Nazirizadeh: Für eine Welt ohne Waffen!

Andreas Rolle: “ Herr Nazirizadeh, was wünschen Sie sich für die Zukunft?“

Dawood Nazirizadeh: „Ich wünsche mir, dass wir in der Welt selbstbewusster werden. Nicht selbstbewusster indem wir, wie es die Populisten tun, nach außen hin lautstark unsere Stärke herausposaunen, sondern indem wir echte innere Stärke und Selbstbewusstsein haben. Dann müssen wir unsere persönlichen, gesellschaftlichen und internationalen Beziehungen nicht mit Hilfe von Gewalt oder gar Waffengewalt zu dominieren trachten.
Als deutsche Bürger mit einem echten Bewusstsein für unsere Geschichte, müssen wir uns darüber im Klaren sein, dass sich die Fehler der Vergangenheit auch wiederholen können und dass wir das verhindern müssen. Unsere Werte müssen wir tagtäglich verteidigen.
Ich wünsche mir eine Welt, in der nicht nur Massenvernichtungswaffen verboten sind, sondern in der es generell keine Waffen, kein Militär mehr gibt. Eine Welt, in der eben nicht mehr gilt, was Clausewitz gesagt hat „Der Krieg ist das letzte Mittel der Diplomatie“. Eine Welt, in der Staaten tatsächlich ohne Waffengewalt miteinander auskommen.
Dafür müssen wir es schaffen, dass wir in der Erziehung unserer Kinder ihnen ein solches Selbstbewusstsein mitgeben, dass sie ohne Arroganz ein starker Teil der Gesellschaft werden. Das ist der beste Schutz gegen extremistische Positionen und die Basis für Respekt gegenüber Andersdenkenden. Wir müssen die Toleranz gegenüber anderen Meinungen fördern, auch wenn wir diese nicht nachvollziehen können und sie sich sehr von dem unterscheiden, für das man selber steht.“

Andreas Rolle: „Vielen Dank für diese Einblicke und weiterhin viel Erfolg auf allen Ebenen!“

Dawood Nazirizadeh: Was mich bewegt
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Dawood Nazirizizadeh: Was mich bewegt!

Dawood Nazirizizadeh: Was mich bewegt!

Dawood Nazirizadeh

Dawood Nazirizadeh ist Unternehmensberater aus Wiesbaden und beruflich in Deutschland und Iran aktiv. Außerdem engagiert er sich sozial und gesellschaftspolitisch, sowie in seiner islamischen Gemeinde und im Dachverband der schiitischen Muslime in Deutschland. Andreas Rolle ist Gründer und Chefredakteur der größten Wiesbadener Facebook-Gruppe „Lust auf Wiesbaden“ mit mehr als 20000 Mitgliedern. Er führt regelmäßig Interviews mit Persönlichkeiten aus der Wiesbadener Gesellschaft.
Andreas Rolle befragte Dawood Nazirizadeh, den er als engagierten Wiesbadener Bürger kennt, zu den Beweggründen für seine Aktivitäten:

Dawood Nazirizadeh: Eine Brücke zwischen meinen Heimatländern zu bilden, macht mich aus

Andreas Rolle: „Herr Nazirizadeh, Sie haben sich mit ihrem Engagement für die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Iran einen Namen gemacht. Was ist Ihre persönliche Motivation für diese Tätigkeit?“

Dawood Nazirizadeh: „Als Deutsch-Iraner, der in Isfahan geboren und in Wiesbaden aufgewachsen ist, bin ich im Grunde genommen zum Europäer geworden, als ich dann in England meinen Bachelor und meinen Master gemacht habe. Ich bin viel durch verschiedene Länder gekommen und habe verschiedenste Perspektiven gesehen, die mich geprägt und meine Funktion als eine Brücke zwischen den Kulturen verfestigt haben.

Selbstverständlich habe ich auf Grund meiner Herkunft und Familie eine besondere und emotionale Bindung an das Land Iran und die iranische Bevölkerung. Und dasselbe gilt für meine Heimat Deutschland. Ich habe dieses Land bewusst als meine Heimat gewählt, nachdem ich bereits in verschiedensten Ländern gelebt habe. Diese Brücke zwischen beiden Ländern zu bilden, ist das was mich ausmacht. Ich verstehe die deutsche und die iranische Kultur sehr gut und deshalb setze ich mich für eine Stärkung der Zusammenarbeit zwischen der deutschen und der iranischen Bevölkerung ein. Nicht nur für die Kooperation zwischen der iranischen Privatwirtschaft und deutschen kleinen und mittelständischen Unternehmen, sondern auch für den wissenschaftlichen Austausch und die Möglichkeit für iranische Studenten, in Deutschland zu studieren.“

Als Pazifist bin ich gegen jede Form von Gewalt oder Aufrufen zur Gewalt und setze mich deshalb dafür ein, dass es keinen Krieg gegen Iran gibt, ebenso wie ich unterstütze, dass Iran seine Interessen mit diplomatischen Mitteln vertritt.

Ich denke, wir müssen als Mittel zum Frieden den Dialog fördern, und der zivilgesellschaftliche Dialog wird immer durch menschliche Begegnungen und wissenschaftlichen Transfer gestärkt und durch die private Wirtschaft unterstützt.

Es gibt radikale Gruppierungen die fordern, dass man keinerlei wirtschaftliche, wissenschaftliche oder kulturelle Zusammenarbeit mit Iran betreiben dürfe, weil man damit ein bestimmtes politisches System stärken würde.

Dawood Nazirizadeh: Ich denke, wir müssen als Mittel zum Frieden den Dialog fördern

Ich sehe aber, dass eine solche Sanktionierung Irans die iranische Bevölkerung der Gefahr aussetzt zu hungern und sie auch auf vielen anderen Ebenen schädigt. Durch Sanktionen auf dem Rücken der iranischen Bevölkerung und einen Abbruch der Beziehungen werden die extremen Positionen, die sich gegen einen Dialog der Völker aussprechen, auf beiden Seiten nur gestärkt.“

Dawood Nazirizadeh: Ich habe viel Unterstützung aus der deutschen Zivilgesellschaft erhalten!

Andreas Rolle: „Neben Ihrer beruflichen Tätigkeit sind Sie ehrenamtlich Vorsitzender der Wiesbadener Akademie für Integration, für die Islamische Gemeinschaft der schiitischen Gemeinden in Deutschland, in der SPD und auch in sozialen Projekten aktiv. Was ist dabei Ihre Motivation und was möchten Sie erreichen?“

Dawood Nazirizadeh: „Bereits in meiner Kindheit habe ich meine Mutter oft zu „Tandem-Kursen“ begleitet. Dort wurde sie von ehrenamtlich tätigen Wiesbadenern freundschaftlich dabei unterstützt, in der Wiesbadener Gesellschaft anzukommen. Diese „Tandem-Kurse“ inspirieren und begleiten mich bis heute. Ich habe viel von der deutschen Gesellschaft bekommen und möchte das auch gerne zurückgeben.

Ich wäre nicht der, der ich bin, hätte ich nicht so viel Unterstützung aus unserer starken Zivilgesellschaft in Deutschland erhalten. Für meine Kinder wünsche ich mir in der Zukunft Deutschland als ein Land in dem Pluralität respektiert und als Stärke gesehen wird, in dem Anderssein etwas Interessantes ist und nicht ein Grund zum Mobbing. Deshalb setze ich mich dafür ein, dass wir in Zukunft eine freie, gerechte und solidarische Gesellschaft haben.

Meine Aktivitäten innerhalb meiner Moscheegemeinde und in der Islamischen Gemeinschaft der schiitischen Gemeinden in Deutschland haben ebenfalls Schwerpunkte im Bereich des Dialoges der Religionen und der Gesellschaft mit den Muslimen in Deutschland. Ich werbe für den vernunftbetonten Islam, im Gegensatz zu einem extremistischen Islamverständnis.“

Dawood Nazirizadeh: Ich habe gelernt, andere Meinungen zu respektieren!

Andreas Rolle: „Sie sind in zwei Kulturen aufgewachsen und haben zwei Heimatländer. Welche Erfahrungen machen Sie damit und wie verbinden Sie diese verschiedenen Kulturen? Ist das überhaupt möglich, oder sind die Werte und Grundlagen nicht viel zu verschieden?“

Dawood Nazirizadeh: „Tatsächlich sind in der deutschen und der iranischen Kultur viele Unterschiede festzustellen. Deshalb habe ich mir angewöhnt, Kulturen beschreibend anzuschauen, ohne sie zu bewerten.

Dabei habe ich gelernt, andere Meinungen zu respektieren. Ich denke, wenn wir mehr Empathie füreinander erlernen – dafür brauchen wir gar nicht Deutschland verlassen – hilft uns das auch innerhalb Deutschlands.

Selbstverständlich fördern Empathie und Respekt füreinander Freundschaften. Und das stärkt auch ein internationales, friedliches und respektvolles Zusammenleben. Man nennt mich manchmal naiv, weil ich daran glaube, dass wir auf diese Weise den Weltfrieden eines Tages erreichen können. Aber die Geschichte hat gezeigt, dass diejenigen, die in den Augen anderer die blöde Idee hatten, die Welt zu verändern, es dann auch getan haben.“

Willy Brandt: Der Frieden ist nicht alles, aber ohne den Frieden ist alles nichts!

Andreas Rolle: „Wenn man Sie fragt, welchem Land Sie sich mehr verpflichtet fühlen, was antworten Sie dann?“

Dawood Nazirizadeh: „Zwei Seelen wohnen, ach! In meiner Brust“, hat schon Goethe gesagt. Ich denke, dass man als Weltenbürger nicht so stark in Schwarz und Weiß unterscheiden kann. Man kann nicht sagen, dass man das eine ist und das andere nicht.

Ich fühle mich als Deutsch-Iraner und sehe mich den Grundsätzen der UN-Menschenrechtscharta als Basis meines Denkens und Handels verpflichtet. Darüber hinaus sehe ich mich selbstverständlich als Europäer, als Deutschen, als Wiesbadener – auch als Iraner, als Isfahaner.

Gemeinsam für eine gerechte, pluralistische und solidarische Gesellschaft

Ich sehe mich aber als Deutschen und Iraner nicht als besser an, als einen Italiener, einen Afghanen, oder irgendeinen Menschen anderer Herkunft. Ich sehe mich in der Pflicht, das friedliche Zusammenleben, egal in welchem oder mit jedem Land, zu fördern. Denn Frieden ist das, was wir als Menschen alle suchen. Willy Brandt hat einmal gesagt: „Der Frieden ist nicht alles, aber alles ist ohne den Frieden nichts.“

Dawood Nazirizadeh: Für eine Welt ohne Waffen!

Andreas Rolle: “ Herr Nazirizadeh, was wünschen Sie sich für die Zukunft?“

Dawood Nazirizadeh: „Ich wünsche mir, dass wir in der Welt selbstbewusster werden. Nicht selbstbewusster indem wir, wie es die Populisten tun, nach außen hin lautstark unsere Stärke herausposaunen, sondern indem wir echte innere Stärke und Selbstbewusstsein haben. Dann müssen wir unsere persönlichen, gesellschaftlichen und internationalen Beziehungen nicht mit Hilfe von Gewalt oder gar Waffengewalt zu dominieren trachten.

Als deutsche Bürger mit einem echten Bewusstsein für unsere Geschichte, müssen wir uns darüber im Klaren sein, dass sich die Fehler der Vergangenheit auch wiederholen können und dass wir das verhindern müssen. Unsere Werte müssen wir tagtäglich verteidigen.

Ich wünsche mir eine Welt, in der nicht nur Massenvernichtungswaffen verboten sind, sondern in der es generell keine Waffen, kein Militär mehr gibt. Eine Welt, in der eben nicht mehr gilt, was Clausewitz gesagt hat „Der Krieg ist das letzte Mittel der Diplomatie“. Eine Welt, in der Staaten tatsächlich ohne Waffengewalt miteinander auskommen.

Dafür müssen wir es schaffen, dass wir in der Erziehung unserer Kinder ihnen ein solches Selbstbewusstsein mitgeben, dass sie ohne Arroganz ein starker Teil der Gesellschaft werden. Das ist der beste Schutz gegen extremistische Positionen und die Basis für Respekt gegenüber Andersdenkenden. Wir müssen die Toleranz gegenüber anderen Meinungen fördern, auch wenn wir diese nicht nachvollziehen können und sie sich sehr von dem unterscheiden, für das man selber steht.“

Andreas Rolle: „Vielen Dank für diese Einblicke und weiterhin viel Erfolg auf allen Ebenen!“

Dawood Nazirizadeh: Was mich bewegt
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35. Umfrage „Kunststoffkonjunktur“

Positive Entwicklung im ersten Halbjahr 2018, doch hohe Erwartungen werden nicht erfüllt / Ausblick auf zweite Jahreshälfte verhalten optimistisch / Wirren der US-Handelspolitik bereiten erkennbare Sorgen

35. Umfrage "Kunststoffkonjunktur"

Für die Hälfte der Unternehmen brachte das erste Halbjahr 2018 eine verbesserte Geschäftsentwicklung

Bad Homburg, 30. Juli 2018 – Der Aufschwung der deutschsprachigen Kunststoffbranche setzt sich auch im vierten Jahr fort, verliert aber im ersten Halbjahr 2018 etwas an Schwung. Für die zweite Jahreshälfte erwartet die Branche eine moderate Fortsetzung des Wachstums.

Dies berichtet der Branchendienst „KI – Kunststoff Information“ als Ergebnis seiner aktuellen Umfrage zur Kunststoffkonjunktur, an der sich 518 Unternehmen beteiligt haben. KI befragt seit 2001 im halbjährlichen Rhythmus Führungskräfte der Kunststoffindustrie zu Geschäftsverlauf und -erwartung, Investitionen und Beschäftigung.

Eine positive Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr verzeichneten 50 Prozent der Unternehmen, eine negative Entwicklung 15 Prozent. Damit erfüllten sich die Erwartungen der Branche nicht ganz. Zu Jahresbeginn hatten noch 53 Prozent mit besseren Geschäften und nur 6 Prozent mit schlechteren Geschäften gerechnet. Weiterhin positiv entwickelt hat sich die Beschäftigung. 45 Prozent der Unternehmen erhöhten ihren Personalbestand, 8 Prozent verringerten ihn.

Die Erwartungen an das zweite Halbjahr 2018 sind nach wie vor optimistisch, wenn auch verhaltener. 30 Prozent der Unternehmen erwarten eine Verbesserung ihrer Geschäfte, 18 Prozent gehen von einer negativen Entwicklung aus. Der KI-Erwartungsindex notiert bei 93,4 Punkten und hat damit den gleichen Stand wie im Juli 2015. Zu Jahresbeginn lag er noch bei 108,8 Punkten.

Sorgen bereiten den Unternehmen aktuell die globalen wirtschaftspolitischen Entwicklungen, allem voran die Handelspolitik des US-Präsidenten. Unternehmen mit starker Exportausrichtung sind zwangsläufig stärker von Zöllen und Gegenzöllen betroffen, aber insgesamt 58 Prozent der Unternehmen erwarten negative Einflüsse durch die amerikanische Handelspolitik. Weniger dramatisch, aber dennoch beachtlich: 41 Prozent der Unternehmen erwarten negative Einflüsse auf die eigene Geschäftsentwicklung durch die derzeitigen Entwicklungen in der Eurozone.

Eine weitere Herausforderung besteht in der Umsetzung der Vorgaben der EU-Kreislaufwirtschaft, insbesondere der vermehrte Einsatz von Rezyklaten. 14 Prozent der Befragten praktizieren ihn bereits, 25 Prozent arbeiten daran, 29 Prozent haben sich mit der Thematik noch nicht auseinandergesetzt. 10 Prozent der Unternehmen halten den Rezyklateinsatz für unmöglich und begründen dies mit der ungenügenden Rezyklatqualität und den Kundenanforderungen.

Die KI Group versorgt mit den zugehörigen Unternehmen Kunststoff Information Verlagsgesellschaft mbH, KunststoffWeb GmbH und Kunststoff-Profi Verlag GmbH & Co. KG bereits seit 1971 Führungskräfte in der deutschen und europäischen Kunststoffindustrie mit entscheidungswichtigen Business-Informationen.
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Ideas brought to life in Anatomy

Incisions and insights workshop series – „Heart, lungs, thorax“

Ideas brought to life in Anatomy

Workshop „Incisions and insights“ at the Institute of Clinical Anatomy and Cell Analysis (Source: M. Latz/BioRegio STERN Management GmbH)

(Stuttgart/Tübingen) – The „Incisions and insights – medtech engineers and medical practitioners in dialogue“ workshop series continued in June 2018, focusing on the heart, lungs and thorax. BioRegio STERN Management GmbH is organising this exceptional series of events in collaboration with the Inter-University Center for Medical Technologies Stuttgart-Tübingen (IZST) and the Verein zur Förderung der Biotechnologie und Medizintechnik e. V. (Society for the Promotion of Biotechnology and Medical Technology). This fourth event once again saw medical directors and senior consultants meet with medtech engineers directly at operating tables in Anatomy to discuss the innovations they desire and need.

The specialists from University Hospital Tübingen have already dubbed the series of events „Make a wish“, as it gives them the opportunity to express their wishes to medtech engineers for new or improved instruments and equipment unfiltered by purchasing or marketing departments. The fourth workshop in the series focused on the heart, lungs and thorax. Alongside the live streaming of surgery and practical exercises in the operating theatre at the Institute of Clinical Anatomy and Cell Analysis, the medical directors and senior consultants from University Hospital Tübingen Dr. Helene Häberle, Senior Consultant Surgeon at the Intensive Care Unit, Prof. Alfred Königsrainer, Medical Director of General, Visceral and Transplant Surgery, Prof. Christian Schlensak, Medical Director of Thoracic and Cardiovascular Surgery, and Prof. Roland Syha, Head of Interventional Radiology, discussed potential innovations. During this session, Prof. Peter P. Pott, Head of the Institute of Medical Device Technology at the University of Stuttgart, explained what is technically feasible. Prof. Arnulf Stenzl, Medical Director of the University Department of Urology and Head of the Inter-University Center for Medical Technologies Stuttgart-Tübingen (IZST), co-chaired the workshop together with the host Prof. Bernhard Hirt, Director of the Institute of Clinical Anatomy and Cell Analysis. Around 40 medtech company representatives attended the event, which offered them an impressive range of incisions and insights.

A surgeon got straight to work on artificial heart implantation and minimally invasive lung and oesophagus surgery on an anatomical specimen. While feeding a tube into the trachea, he explained to the medtech engineers – and to medical students linked via live stream – why a second working channel would be useful: „A further piece of equipment, such as forceps, often needs to be inserted. This may also result in bleeding, which blocks the one channel.“ During the subsequent demonstration of a minimally invasive lobectomy – the removal of an organ lobe – the operating team explained the need for a second camera in order to monitor inside the thorax from an additional angle. A stapler that can attach staples and bend 90 degrees was also added to the wish list, as was a cleaning function for the camera lens. However, the surgeons‘ discussion with Prof. Pott quickly revealed that much of what is technically feasible is not at all practicable in everyday surgery. „Extra functions require cables and switches. Yet at the same time, the equipment is expected to become increasingly smaller and easier to handle.“ Physical limitations also curb miniaturisation: „A camera lens can only be reduced in size to a certain extent, otherwise it no longer transmits anything,“ explained Prof. Pott.

The subsequent artificial heart transplant once again showed that the surgeons attach great importance to small and agile instruments to open up the chest as little as possible, as this is often associated with major discomfort for patients. To implant the 200-gramme artificial heart, just two incisions are needed. Unfortunately, one of these remains permanently open, as the control and battery power cables need to be fed outside. „Of course there’s already the option of a cable-free power supply for hearing aids, for example,“ said Prof. Pott. „If this fails, the patient no longer hears anything. But if this fails in the case of the heart, the patient expires.“

The demand for innovation is therefore high, giving developers and users plenty to discuss, and this is unlikely to be exhausted at the next event in February 2019, which will focus on „Extremities and the musculoskeletal system“. „As far as we know, there’s no comparable event anywhere else in the world,“ explained Dr. Klaus Eichenberg, co-organiser and Managing Director of BioRegio STERN Management GmbH. „Surgeons are calling for new processes and instruments. I’m confident the local medtech businesses will take up this challenge and bring to life some of the ideas that were first formulated here.“

About BioRegio STERN Management GmbH:
BioRegio STERN Management GmbH promotes economic development in the life sciences industry, helping to strengthen the region as a business location by supporting innovations and start-up companies in the public interest. It is the main point of contact for company founders and entrepreneurs in the Stuttgart and Neckar-Alb regions, including the cities of Tübingen and Reutlingen.
The STERN BioRegion is one of the largest and most successful bioregions in Germany. Its unique selling points include a mix of biotech and medtech companies that is outstanding in Germany and regional clusters in the fields of automation technology and mechanical engineering.

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In der Anatomie werden Ideen zum Leben erweckt

Workshop-Reihe Einschnitte – Einblicke mit dem Thema „Herz, Lunge, Thorax“

In der Anatomie werden Ideen zum Leben erweckt

Der Workshop „Einschnitte – Einblicke“ im Institut für Klinische Anatomie und Zellanalytik (Bildquelle: M. Latz/BioRegio STERN Management GmbH)

(Stuttgart/Tübingen) – Die Workshop-Reihe „Einschnitte – Einblicke, Medizintechniker und Ärzte im Dialog“ wurde im Juni 2018 mit dem Thema „Herz, Lunge, Thorax“ fortgesetzt. Die BioRegio STERN Management GmbH organisiert diese außergewöhnliche Veranstaltungs-Serie gemeinsam mit dem Interuniversitären Zentrum für Medizinische Technologien Stuttgart – Tübingen (IZST) und dem Verein zur Förderung der Biotechnologie und Medizintechnik e. V. Auch bei der vierten Ausgabe der Veranstaltung diskutierten ärztliche Direktoren und leitende Oberärzte mit Medizintechnikern direkt an OP-Tischen in der Anatomie, welche Innovationen gewünscht und gebraucht werden.

Die Ärzte der Uniklinik Tübingen nennen die Veranstaltungsreihe bereits „Wünsch Dir was“, weil sie ihnen die Möglichkeit gibt, Medizintechnikern gegenüber ihre Wünsche für neue oder verbesserte Instrumente und Geräte ungefiltert durch Einkaufs- und Marketingabteilungen zu formulieren. Beim vierten Workshop der Reihe stand das Thema „Herz, Lunge, Thorax“ im Mittelpunkt. Parallel zu den Live-OP-Übertragungen und den praktischen Übungen im OP des Instituts für Klinische Anatomie und Zellanalytik, diskutierten die ärztlichen Direktoren sowie leitenden Oberärzte des Universitätsklinikums Tübingen PD Dr. Helene Häberle, Leitende Oberärztin Intensivstation, Prof. Dr. Alfred Königsrainer, Ärztlicher Direktor Allgemeine, Viszeral- und Transplantationschirurgie, Prof. Dr. Christian Schlensak, Ärztlicher Direktor Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie und Prof. Dr. Roland Syha, Bereichsleiter Interventionelle Radiologie über die potenziellen Innovationen. Prof. Dr. Peter P. Pott, Leiter des Instituts für Medizingerätetechnik der Universität Stuttgart, erklärte in dieser Runde das technisch Machbare. Prof. Dr. Arnulf Stenzl, Ärztlicher Direktor der Universitätsklinik fur Urologie sowie Leiter des Interuniversitären Zentrums für Medizinische Technologien Stuttgart – Tübingen (IZST) moderierte gemeinsam mit dem Gastgeber Prof. Dr. Bernhard Hirt, Ärztlicher Direktor des Instituts für Klinische Anatomie und Zellanalytik den Workshop. Rund 40 Vertreter von Medizintechnik-Unternehmen waren der Einladung gefolgt und erlebten spannende Einschnitte und Einblicke.

Bei einer Kunstherz-Implantation sowie einer minimal-invasiven Lungen- und einer Speiseröhren-Operation am anatomischen Präparat wurde sozusagen der Finger direkt in die Wunde gelegt: Während der Arzt einen Tubus in die Trachea, die Luftröhre, schiebt, erklärte er den Medizintechnikern – und per Live-Stream zugeschalteten Medizinstudenten -, warum ein zweiter Arbeitskanal sinnvoll wäre: „Häufig muss ein weiteres Gerät, beispielsweise eine Zange, eingeführt werden. Außerdem kann es zu Blutungen kommen, die den einen Kanal verstopfen.“ Bei der anschließenden Demonstration einer minimalinvasiven Lobektomie, der Entfernung eines Organlappens, erläuterte das OP-Team die Notwendigkeit einer zweiten Kamera, um das Geschehen im Inneren des Thorax aus einer zusätzlichen Perspektive überwachen zu können. Ein Stapler zur Anbringung von Klammern, der um 90 Grad abgewinkelt werden kann, kam ebenso auf die Wunschliste wie eine Reinigungsfunktion für die Kameralinse. In der Diskussion der Ärzte mit Prof. Pott wurde jedoch schnell klar, dass vieles von dem, was technisch machbar ist, im OP-Alltag gar nicht praktikabel ist: „Zusätzliche Funktionen benötigen Kabel und Schalter. Gleichzeitig sollen die Geräte aber immer kleiner und handlicher werden.“ Auch die Physik setze der Miniaturisierung ihre Grenzen: „Eine Kameralinse kann nur bis zu einem bestimmten Maß verkleinert werden, dann überträgt sie nichts mehr“, erläuterte Prof. Pott.

Bei der anschließenden Kunstherz-Transplantation wurde erneut deutlich, dass die Ärzte großen Wert auf kleine und wendige Geräte legen, um den Brustkorb so wenig wie möglich zu öffnen, da dies für die Patienten häufig mit großen Beschwerden verbunden ist. Um das 200 Gramm leichte Kunstherz einzusetzen, sind nur zwei Einschnitte notwendig; leider bleibt eine der Öffnungen dauerhaft unverschlossen, da die Kabel zur Steuerung und Stromversorgung über einen Akku nach außen gelegt werden müssen. Prof. Pott: „Natürlich gibt es, beispielsweise bei Hörgeräten, bereits die Möglichkeit einer kabellosen Energieversorgung. Wenn diese ausfällt, hört der Patient nichts mehr. Wenn sie aber beim Herzen ausfällt, lebt er nicht mehr.“

Es gibt also reichlich Innovationsbedarf und damit Gesprächsstoff zwischen den Entwicklern und den Anwendern. Ein Bedarf, der sich sicherlich auch in der nächsten Ausgabe im Februar 2019 mit dem Thema „Extremitäten, Bewegungsapparat“ nicht erschöpfen wird. „Soweit wir wissen, gibt es weltweit keine vergleichbare Veranstaltung“, erklärte Mitveranstalter und Geschäftsführer der BioRegio STERN Management GmbH Dr. Klaus Eichenberg. „Ärzte fordern neue Verfahren und Instrumente ein. Ich bin mir sicher, dass die hiesige Medizintechnikbranche die Herausforderung annimmt und einige der Ideen, die hier erstmals formuliert wurden, zum Leben erwecken wird.“

Save-the-Date! Die nächsten Workshop-Termine:
6.2.2019 „Extremitäten, Bewegungsapparat“
3.7.2019 „Intelligente Dauerimplantate“

Über die BioRegio STERN Management GmbH:
Die BioRegio STERN Management GmbH ist Wirtschaftsentwickler für die Life-Sciences-Branche. Sie fördert im öffentlichen Auftrag Innovationen und Start-ups und trägt so zur Stärkung des Standorts bei. In den Regionen Stuttgart und Neckar-Alb mit den Städten Tübingen und Reutlingen ist sie die zentrale Anlaufstelle für Gründer und Unternehmer.
Die BioRegion STERN zählt zu den großen und erfolgreichen BioRegionen in Deutschland. Alleinstellungsmerkmale sind die bundesweit einzigartige Mischung aus Biotechnologie- und Medizintechnikunternehmen sowie die regionalen Cluster der Automatisierungstechnik, des Maschinen- und Anlagenbaus.

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