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Pressemitteilungen

Blutkrebsforschung durch innovative Zellmodelle verbessern

Wissenschaftler des Leibniz-Instituts DSMZ stellen international 100 Zelllinien für die Leukämie-Lymphom-Forschung zur Verfügung

Wissenschaftler vom Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen haben ein Sortiment von 100 herausragend charakterisierten Krebs-Zelllinien, inklusive T-Zell-, B-Zell- und myeloischer Malignome, zusammengestellt, das die Entwicklung von gezielten Krebstherapien für die „Personalisierte Medizin“ unterstützt. Wie das Team um den Biologen Dr. Hilmar Quentmeier aus der von Prof. Dr. med. Hans G. Drexler geleiteten Abteilung für Menschliche und Tierische Zelllinienkulturen der DSMZ in seiner Publikation in der renommierten wissenschaftlichen Fachzeitschrift Scientific Reports berichtet, umfasst das sogenannte LL-100 Panel insgesamt 22 Tumor-Entitäten von menschlichen Leukämien und Lymphomen. „Das Besondere am LL-100 Panel ist, dass alle Krebs-Zelllinien eindeutig authentifiziert und dem richtigen Gewebe zugeordnet wurden. Hinzu kommt, dass von allen 100 Krebs-Zelllinien neben Sequenzinformationen auch andere Metadaten vorliegen, die Krebsforschern weltweit frei zugänglich sind“, betont Dr. Quentmeier die Einzigartigkeit des LL-100 Panels des Leibniz-Instituts DSMZ.
Seit vielen Jahren werden immortalisierte Zelllinien als Modellsysteme für die Krebsforschung eingesetzt. Zelllinien-Modelle wurden für die Grundlagenforschung und Medikamentenentwicklung genutzt, deckten bisher aber nicht das gesamte Spektrum der Leukämie und der Lymphome ab. Das neue LL-100 Panel steht Wissenschaftlern über das Leibniz-Institut DSMZ ( www.dsmz.de) zur Verfügung. Der Forschungsschwerpunkt der Abteilung Menschliche und Tierische Zelllinien an der DSMZ liegt bei der Nutzung von Zelllinien in der Hämatologie, der Erforschung der Ursachen von Krebserkrankungen und der Weiterentwicklung der Zellkulturtechnik. Doktor Hilmar Quentmeier leitet die Arbeitsgruppe Immunologie und forscht seit vielen Jahren unter anderem an der genetischen Heterogenität von Tumoren.

Originalpublikation
The LL-100 panel: 100 cell lines for blood cancer studies. Quentmeier H, Pommerenke C, Dirks WG, Eberth S, Koeppel M, MacLeod RAF, Nagel S, Steube K, Uphoff CC, Drexler HG. Sci Rep. 2019 Jun 3;9(1):8218. doi: 10.1038/s41598-019-44491

DSMZ-Pressekontakt:
Sven-David Müller, Pressesprecher des Leibniz-Instituts DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikro-organismen und Zellkulturen GmbH
Tel.: 0531/2616-300
sven.david.mueller@dsmz.de

Über das Leibniz-Institut DSMZ
Das Leibniz-Institut DSMZ – Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH ist die weltweit vielfältigste Sammlung für biologische Ressourcen (Bakterien, Archaea, Protisten, Hefen, Pilze, Bakteriophagen, Pflanzenviren, genomische bakterielle DNA sowie menschliche und tierische Zellkulturen). An der DSMZ werden Mikroorganismen sowie Zellkulturen gesammelt, erforscht und archiviert. Als Einrichtung der Leibniz-Gemeinschaft ist die DSMZ mit ihren umfangreichen wissenschaftlichen Services und biologischen Ressourcen seit 1969 globaler Partner für Forschung, Wissenschaft und Industrie. Die DSMZ ist als gemeinnützig anerkannt, die erste registrierte Sammlung Europas (Verordnung (EU) Nr. 511/2014) und nach Qualitätsstandard ISO 9001:2015 zertifiziert. Als Patenthinterlegungsstelle bietet sie die bundesweit einzige Möglichkeit, biologisches Material nach den Anforderungen des Budapester Vertrags zu hinterlegen. Neben dem wissenschaftlichen Service bildet die Forschung das zweite Standbein der DSMZ. Das Institut mit Sitz auf dem Science Campus Braunschweig-Süd beherbergt mehr als 69.701 Kulturen sowie Biomaterialien und hat 198 Mitarbeiter. www.dsmz.de

Über die Leibniz-Gemeinschaft
Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 95 selbständige Forschungseinrichtungen. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Forschung, auch in den übergreifenden Leibniz-Forschungsverbünden, sind oder unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer, vor allem mit den Leibniz-Forschungsmuseen. Sie berät und informiert Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-Einrichtungen pflegen enge Kooperationen mit den Hochschulen – u.a. in Form der Leibniz-WissenschaftsCampi, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 20.000 Personen, darunter 10.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei mehr als 1,9 Milliarden Euro. www.leibniz-gemeinschaft.de

Die DSMZ ist eines der größten Bioressourcenzentren weltweit. Die Sammlung umfasst derzeit über 67.000 Kulturen, einschließlich über 35.000 verschiedene Bakterien- und 4000 Pilz-Stämme, 800 menschliche und tierische Zelllinien, 41 Pflanzenzelllinien, 1.400 Pflanzen-Viren und Antiseren und 13.000 verschiedene Typen genomischer Bakterien-DNA.

Kontakt
Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen
Sven-David Müller
Inhoffenstraße 7 B
38124 Braunschweig
0531-5312616300
sven.david.mueller@dsmz.de
http://www.dsmz.de

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Pressemitteilungen

Christian Wulff besuchte die Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen

Hoher Besuch bei der DSMZ in Braunschweig: Bundespräsident und Ministerpräsident a. D. Christian Wulff besuchte die DSMZ

Vorgestern besuchte der ehemalige Bundespräsident und langjährige niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff das Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen aus Anlass des 50-jährigen Jubiläums. Mehr als zwei Stunden hielt sich Christian Wulff in den Laboren der international vielfältigsten Bioressourcensammlung auf. Die DSMZ ist einerseits aktive Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen sowie andererseits ein renommiertes Forschungsinstitut in diesen Bereichen. Nach der Begrüßung durch den Wissenschaftlichen Direktor des Leibniz-Instituts Prof. Dr. Jörg Overmann und die Administrative Geschäftsführerin Bettina Fischer präsentierten verschiedene Wissenschaftler des Instituts ihre Forschungsschwerpunkte.

Bioressourcen und Forschung made in Braunschweig
Während einer Führung durch die Räumlichkeiten hatte das ehemalige Staatsoberhaupt die Möglichkeit, das Ampullenlager mit fast 400.000 gefriergetrockneten Mikroorganismen, die Sequenzer und den Lagerroboter kennenzulernen. Anschließend sprach Christian Wulff mit der jüngst berufenen Leiterin der Abteilung Bioressourcen für Bioökonomie und Gesundheitsforschung Prof. Dr. Yvonne Mast über den aktuellen Stand der Wissenschaft bei Bakteriophagen und das Naturstoff-Biosynthesepotential von Actinomyceten. Darauf stellte der Leiter der Abteilung Menschliche und Tierische Zelllinien Prof. Dr. Hans G. Drexler die Vorteile der Nutzung von Zelllinien in der Medizin und Wissenschaft insbesondere in der Leukämie-Lymphom-Forschung vor. Zudem können Zelllinien, wie sie die von Professor Drexler seit mehr als 30 Jahren geleitete Abteilung in weltweit einzigartiger Qualität zur Verfügung stellt, Tierversuche überflüssig machen oder deren Notwendigkeit minimieren. Abschließend konnte die Leiterin der Nachwuchsgruppe Mikrobielle Biotechnologie Dr. Basak Öztürk ihre Forschungsergebnisse zu plastikabbauenden Meeresbakterien präsentieren. Für die Organisation des Besuchs von Bundespräsident a. D. Christian Wulff ist die DSMZ-Stabsstelle Presse und Kommunikation unter der Leitung von Sven-David Müller mit der Referentin Dr. Manuela Schüngel verantwortlich.

1969 bis 2019: 50 Jahre DSMZ
Im Jahr 1969 wurde das Leibniz-Institut DSMZ an der Universität Göttingen gegründet. Seit 1987 hat das als gemeinnützig anerkannte Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH seinen Sitz auf dem Science Campus Braunschweig-Süd in Niedersachsen. Im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten besucht der niedersächsische Forschungsminister Björn Thümler am 14. November die DSMZ. Am zentralen Festakt „DSMZ – 50 Jahre im Dienste der Wissenschaft“ am 20. November mit einer von Fernsehmoderatorin Dr. Susanne Holst geleiteten Podiumsdiskussion nehmen unter anderem Bundesministerin Anja Karliczek und der Präsident der Leibniz-Gemeinschaft Prof. Dr. Matthias Kleiner teil.

DSMZ: Wir über uns
Bei der DSMZ sind rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus 18 Nationen beschäftigt. Der Frauenanteil liegt bei 70 Prozent gesamt und 45 Prozent der Beschäftigten sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit einem Frauenanteil von knapp 50 Prozent. Bei den nichtwissenschaftlichen Mitarbeitern liegt der Anteil der weiblichen Beschäftigten bei fast 90 Prozent. Der international renommierte Mikrobiologe Prof. Dr. Jörg Overmann führt das Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen im niedersächsischen Braunschweig seit fast zehn Jahren. Jährlich gehen bei der DSMZ rund 43.000 Mikroorganismen- und Zelllinien-Bestellungen von Wissenschaftlern aus mehr als 80 Ländern ein. Neben Bioressourcen stellt die DSMZ in ihrer Digital Collection aufbereitete Daten zur Verfügung und bietet verschiedene Datenbanken wie die weltweit einzigartige bakterielle Metadatenbank BacDive zur kostenlosen Nutzung an. Das Land Niedersachsen trägt die DSMZ und die Finanzierung erfolgt über Bund und Länder.

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Über das Leibniz-Institut DSMZ
Das Leibniz-Institut DSMZ – Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH ist die weltweit vielfältigste Sammlung für biologische Ressourcen (Bakterien, Archaea, Protisten, Hefen, Pilze, Bakteriophagen, Pflanzenviren, genomische bakterielle DNA sowie menschliche und tierische Zellkulturen). An der DSMZ werden Mikroorganismen sowie Zellkulturen gesammelt, erforscht und archiviert. Als Einrichtung der Leibniz-Gemeinschaft ist die DSMZ mit ihren umfangreichen wissenschaftlichen Services und biologischen Ressourcen seit 1969 globaler Partner für Forschung, Wissenschaft und Industrie. Die DSMZ ist als gemeinnützig anerkannt, die erste registrierte Sammlung Europas (Verordnung (EU) Nr. 511/2014) und nach Qualitätsstandard ISO 9001:2015 zertifiziert. Als Patenthinterlegungsstelle bietet sie die bundesweit einzige Möglichkeit, biologisches Material nach den Anforderungen des Budapester Vertrags zu hinterlegen. Neben dem wissenschaftlichen Service bildet die Forschung das zweite Standbein der DSMZ. Das Institut mit Sitz auf dem Science Campus Braunschweig-Süd beherbergt mehr als 69.701 Kulturen sowie Biomaterialien und hat 198 Mitarbeiter. www.dsmz.de

Über die Leibniz-Gemeinschaft
Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 95 selbständige Forschungseinrichtungen. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Forschung, auch in den übergreifenden Leibniz-Forschungsverbünden, sind oder unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer, vor allem mit den Leibniz-Forschungsmuseen. Sie berät und informiert Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-Einrichtungen pflegen enge Kooperationen mit den Hochschulen – u.a. in Form der Leibniz-WissenschaftsCampi, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 19.100 Personen, darunter 9.900 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei mehr als 1,9 Milliarden Euro. www.leibniz-gemeinschaft.de

Die DSMZ ist eines der größten Bioressourcenzentren weltweit. Die Sammlung umfasst derzeit über 67.000 Kulturen, einschließlich über 35.000 verschiedene Bakterien- und 4000 Pilz-Stämme, 800 menschliche und tierische Zelllinien, 41 Pflanzenzelllinien, 1.400 Pflanzen-Viren und Antiseren und 13.000 verschiedene Typen genomischer Bakterien-DNA.

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Pflanzenvirus bedroht Grundnahrungsmittel in Afrika

Die Krankheit befällt die Wurzeln der auch als Maniok bekannten Cassava-Pflanze. Afrikanische Cassava-Züchter treffen sich mit Pflanzen-Virusforschern der DSMZ am JKI in Braunschweig.

Für rund eine halbe Milliarde Menschen in Afrika – vor allem südlich der Sahelzone – sind nicht Weizen oder Reis das wichtigste Grundnahrungsmittel, sondern die stärkehaltigen Wurzeln der Cassava-Pflanze, die auch als Maniok bekannt ist. Doch die Versorgung mit dieser ansonsten robusten Feldfrucht ist aktuell in Gefahr: Ein Virus, das sich in wenigen Jahren rasch in vielen afrikanischen Ländern ausgebreitet hat und immer weiter voranschreiten, infiziert Cassava-Pflanzen und lässt ihre Wurzeln absterben. Da die Infektion am oberirdischen Teil der Pflanzen kaum Spuren hinterlässt, fällt der Befall den Bauern zumeist erst auf, wenn sie die nicht mehr essbaren Wurzeln ernten.

Um die effektivsten Strategien zu besprechen, wie die weitere Ausbreitung der Krankheit in die wichtigsten Anbauländer Nigeria oder Kongo verhindert werden kann, treffen sich derzeit auf Initiative des internationalen Züchtungsprojekts NextGen-Cassava Züchter aus der ganzen Welt zu einem mehrtägigen intensiven Austausch am Julius Kühn-Institut (JKI) im niedersächsischen Braunschweig. Bei dem Treffen diskutieren die Forscher, wie die Züchtung von Cassava-Pflanzen beschleunigt werden kann, die gegen das Virus resistent sind. Gastgeber ist der Virologe Dr. Stephan Winter vom Leibniz-Institut DSMZ (Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen).

Dr. Winter untersucht zusammen mit Pflanzenvirologen des JKI seit mehr als 20 Jahren neue unbekannte Viren. Er ist einer der weltweit führenden Experten für das aggressive Cassava brown streak virus (CBSV). Seit 2014 finanziert die Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung einen Teil von Winters erfolgreicher Cassava-Forschung. „Ohne die eng vernetzte Zusammenarbeit Tür an Tür mit den international renommierten Virologen des JKI sind solche Erfolge nicht möglich“, sagt Dr. Winter über seine Forschung. „So konnte ich auch bei Cassava die Forschungsgewächshäuser des JKI für die praktischen Versuche mit Pflanzenviren nutzen.“ Auch Prof. Dr. Johannes Hallmann vom JKI, an dessen Institut Doktor Winter einen Großteil seiner Forschung durchführt, sieht hierin eine Win-Win-Situation: „Die fachliche Expertise und inhaltlichen Aufgaben der DSMZ ergänzen in idealer Weise unsere eigenen Aufgaben, so dass durch die enge Zusammenarbeit der Pflanzenvirologen von DSMZ und JKI ein enormer Mehrwert generiert wird, der sehr erfolgreich in gemeinsame Projekte mündet.“

Ein wichtiger Schritt zur Bekämpfung des Cassava brown streak virus ist bereits getan: Stephan Winter ist es gelungen, in Genbanken in Kolumbien virusresistente Cassava-Pflanzen aufzuspüren, die er in den Gewächshäusern des JKI intensiv testete und die auch erste Auspflanzungen im Freiland auf dem afrikanischen Kontinent erfolgreich bestanden. Nun gilt es, dieses resistente Material möglichst schnell in Sorten einzukreuzen, die an die Anbaubedingungen in Afrika angepasst sind.

Projekt: NextGen Cassava https://www.nextgencassava.org/
Um das Arbeitstreffen in Braunschweig hatte Prof. Dr. Chiedozie Egesi, Projektkoordinator des internationalen NextGen Cassava-Züchtungsprojekts gebeten. Der Cassava-Züchtern arbeitet am International Institute of Tropical Agriculture (IITA) in Ibadan, Nigeria und ist Professor für Pflanzenzüchtung an der Cornell Universität in Ithaca/USA. Weitere Züchter kommen aus Uganda und Tansania.

Informationen zu Cassava
Die Cassava-Pflanze stammt ursprünglich aus Südamerika. Von dort wurde sie vor rund 400 Jahren von Portugiesen nach Afrika gebracht. In Deutschland nahezu unbekannt, spielt Cassava in vielen Ländern südlich der Sahara und vor allem in Nigeria und dem Kongo sowie teilweise in Südamerika eine noch wesentlichere Rolle bei der Ernährung als hierzulande Weizen oder Kartoffeln. Die Wurzeln der Pflanze werden gekocht, gebacken oder gebraten, können aber auch über längere Zeiträume gelagert oder zu Stärke (Tapioka) verarbeitet werden. Besonders die ärmere Landbevölkerung in vielen Ländern Afrikas ist auf Cassava als wichtigstem Kalorienlieferanten angewiesen. Cassava-Pflanzen gelten als ausgesprochen robust. Sie stellen beispielweise keine großen Ansprüche an den Boden und trotzen Trockenheit. Allerdings wird der Anbau immer wieder durch Viruskrankheiten bedroht. Da die Pflanzen vegetativ vermehrt werden, ist die genetische Vielfalt auf den Ackerflächen extrem eingeschränkt. Gegen das fatale Cassava-Mosaikvirus (CMV) konnten glücklicherweise resistente Sorten gezüchtet und flächendeckend eingeführt werden. Diese zeigen sich aber anfällig für die vor einigen Jahren erstmals aufgetretene Krankheit Cassava brown streak virus disease (CBSD).

Weitere Informationen: Presseinfo der DSMZ vom 17.12.2018: https://idw-online.de/de/news708079

Ihre Ansprechpartner:
Sven-David Müller
Pressesprecher DSMZ
Tel.: 0531 2616-300
E-Mail: sven.david.mueller@dsmz.de

Johannes Kaufmann und Gerlinde Nachtigall
Pressestelle JKI
Tel.: 03946 47-102 / 0531 299-3204
E-Mail: pressestelle@julius-kuehn.de

Über das Julius Kühn-Institut (JKI)
Das Julius Kühn-Institut (JKI) ist das Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen. Es ist das größte von vier Instituten, die Agrarforschung für das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) betreiben. Unter dem Dach des JKI gibt es 17 spezialisierte Fachinstitute mit rund 1.200 Mitarbeiter/innen an derzeit zehn Standorten in Deutschland. Das JKI arbeitet daran, unsere landwirtschaftlichen Kulturen, Gemüse, Obst, Reben und Zierpflanzen gesund zu erhalten. Pflanzenkrankheiten, die Biologie der Schaderreger, aber auch die genetische Ausstattung der Pflanzen selbst sind Gegenstand der Forschung. Angesichts des Klimawandels leistet das JKI mit seiner Züchtungsforschung einen wesentlichen Beitrag dazu, dass Sorten gezüchtet werden können, die weniger krankheitsanfällig sind und extremer werdenden Witterungsbedingungen trotzen. Die Suche nach den genetischen Grundlagen für die gewünschten Eigenschaften ist ein zentrales Arbeitsfeld am Hauptsitz des JKI in Quedlinburg. www.julius-kuehn.de

Über das Leibniz-Institut DSMZ
Das Leibniz-Institut DSMZ – Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH ist die weltweit vielfältigste Sammlung für biologische Ressourcen (Bakterien, Archaea, Protisten, Hefen, Pilze, Bakteriophagen, Pflanzenviren, genomische bakterielle DNA sowie menschliche und tierische Zellkulturen). An der DSMZ werden Mikroorganismen sowie Zellkulturen gesammelt, erforscht und archiviert. Als Einrichtung der Leibniz-Gemeinschaft ist die DSMZ mit ihren umfangreichen wissenschaftlichen Services und biologischen Ressourcen seit 1969 globaler Partner für Forschung, Wissenschaft und Industrie. Die DSMZ ist als gemeinnützig anerkannt, die erste registrierte Sammlung Europas (Verordnung (EU) Nr. 511/2014) und nach Qualitätsstandard ISO 9001:2015 zertifiziert. Als Patenthinterlegungsstelle bietet sie die bundesweit einzige Möglichkeit, biologisches Material nach den Anforderungen des Budapester Vertrags zu hinterlegen. Neben dem wissenschaftlichen Service bildet die Forschung das zweite Standbein der DSMZ. Das Institut mit Sitz auf dem Science Campus Braunschweig-Süd beherbergt mehr als 69.701 Kulturen sowie Biomaterialien und hat 198 Mitarbeiter. www.dsmz.de

Die DSMZ ist eines der größten Bioressourcenzentren weltweit. Die Sammlung umfasst derzeit über 67.000 Kulturen, einschließlich über 35.000 verschiedene Bakterien- und 4000 Pilz-Stämme, 800 menschliche und tierische Zelllinien, 41 Pflanzenzelllinien, 1.400 Pflanzen-Viren und Antiseren und 13.000 verschiedene Typen genomischer Bakterien-DNA.

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Meina Neumann-Schaal von der DSMZ zur Vizepräsidentin gewählt

Gründung der Deutschen Gesellschaft für Metabolomforschung am Braunschweig Integrated Centre of Systems Biology (BRICS)

Die Biochemikerin Doktor Meina Neumann-Schaal vom Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen ist Gründungsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Metabolomforschung (DGMet) und wurde am 14. Mai 2019 zur Vizepräsidentin der neuen Organisation gewählt. Weitere DGMet-Gründungsmitglieder sind Jennifer Kirwan vom Max-Delbrück-Centrum in Berlin, Karsten Hiller von der TU Braunschweig, Sven Schuchard vom Fraunhofer ITEM in Hannover, Jerzy Adamski vom Helmholtz Zentrum München und Sabine Metzger von der Universität Köln.

Die Deutsche Gesellschaft für Metabolomforschung widmet sich der Erforschung des Stoffwechsels (Metabolismus) und seiner Produkte. An der DSMZ leitet die Wissenschaftlerin die Nachwuchs-forschergruppe „Bacterial Metabolomics“. Dr. Meina Neumann-Schaal gehört zur kleinen Gruppe von Forschern in Deutschland, die sich auf dieses spezielle Feld fokussiert haben. Das Leibniz-Institut DSMZ ist die weltweit vielfältigste Bioressourcensammlung und ein international anerkanntes Forschungsinstitut auf dem Gebiet der Mikroorganismen und Zellkulturen. Der renommierte Mikrobiologe Prof. Dr. Jörg Overmann ist seit fast zehn Jahren Wissenschaftlicher Direktor der DSMZ, die in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen feiert. Das Institut wird von Bund und Ländern getragen.

Die DSMZ ist eines der größten Bioressourcenzentren weltweit. Die Sammlung umfasst derzeit über 67.000 Kulturen, einschließlich über 35.000 verschiedene Bakterien- und 4000 Pilz-Stämme, 800 menschliche und tierische Zelllinien, 41 Pflanzenzelllinien, 1.400 Pflanzen-Viren und Antiseren und 13.000 verschiedene Typen genomischer Bakterien-DNA.

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Neue Abteilungsleiterin am Leibniz-Institut DSMZ: Prof. Dr. Yvonne Mast

Die 38-jährige Mikrobiologin Privatdozentin Dr. Yvonne Mast ist zur Abteilungsleiterin an das Leibniz-Institut DSMZ und zur Professorin an die TU Braunschweig berufen worden

Seit dem ersten April 2019 hat die Abteilung Bioressourcen für Bioökonomie und Gesundheitsforschung der Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH am Science Campus Braunschweig-Süd mit Yvonne Mast eine neue Leiterin. Die Mikrobiologin wurde von der TU Braunschweig zur Professorin für Angewandte Mikrobiologie berufen. Die DSMZ ist das vielfältigste Bioressourcenzentrum der Welt. Das Institut ist als gemeinnützig anerkannt und wird von Bund und dem Land Niedersachsen getragen. Wissenschaft-licher Direktor des Leibniz-Instituts DSMZ ist seit fast zehn Jahren der international renommierte Mikrobiologe Professor Dr. Jörg Overmann.

Den Fokus ihrer zukünftigen Forschungsarbeit an der DSMZ möchte die Mikrobiologin insbesondere auf das „Genome Mining“ legen, um das Naturstoff-Biosynthesepotential von Actinomyceten zu er-schließen. Prof. Dr. Yvonne Mast ist verheiratet und Mutter zweier Kinder (6 und 8 Jahre alt). Sie lebt in Wolfenbüttel unweit des Science Campus Braunschweig-Süd. Seit Mai 2009 war sie Leiterin der Arbeitsgruppe „Molecular analysis of secondary metabolite biosynthesis“ am Lehrstuhl für Mikrobiologie und Biotechnologie an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Nach ihrer Diplom- und Doktorarbeit in Tübingen habilitierte sie sich dort im Jahr 2017 mit dem Thema „Regulations-mechanismen in Antibiotika-produzierenden Streptomyceten“.

Prof. Dr. Yvonne Mast ist als Gutachterin für international renommierte Fachzeitschriften wie Metabolic Engineering, Antimicrobial Agents and Chemotherapy oder Frontiers in Microbiology tätig. Ihr Publikationsverzeichnis umfasst 25 Artikel in angesehenen Journals wie beispielsweise Nature Chemical Biology, Nucleic Acids Research und Microbiology. Nach der Freigabe des Neubaus (B2-Gebäude) auf dem Science Campus Braunschweig-Süd durch das Gewerbeaufsichtsamt Braunschweig kann die Mikrobiologin ihre Büros und Laborräume beziehen. Zur von Professorin Mast geleiteten Abteilung Bioressourcen für Bioökonomie und Gesundheitsforschung gehören die Kuratorien Actinomycetales, Gesundheitsrelevante Pilze, Pilze und Pilzsystematik, Klinische Phagen und -Regu-lation, Phagen-Genomik und -Anwendung sowie Pathogene Bakterien mit rund 18 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Die DSMZ ist eines der größten Bioressourcenzentren weltweit. Die Sammlung umfasst derzeit über 67.000 Kulturen, einschließlich über 35.000 verschiedene Bakterien- und 4000 Pilz-Stämme, 800 menschliche und tierische Zelllinien, 41 Pflanzenzelllinien, 1.400 Pflanzen-Viren und Antiseren und 13.000 verschiedene Typen genomischer Bakterien-DNA.

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Wissenschaftler der DSMZ entwickeln bioinformatische Plattform für die genombasierte taxonomische Klassifikation von Bakterien

Dr. Jan P. Meier-Kolthoff und Priv.-Doz. Dr. Markus Göker vom Leibniz-Institut DSMZ in Braunschweig entwickeln Typstamm-Genomserver (TYGS)

In der aktuellen Ausgabe der international renommierten Fachzeitschrift Nature Communications publizieren Doktor Jan P. Meier-Kolthoff und Privatdozent Dr. Markus Göker von der Abteilung für Bioinformatik des Leibniz-Instituts DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen unter dem Titel „TYGS is an automated high-throughput platform for state-of-the-art genome-based taxonomy“ ihren Beitrag über den neuen Typstamm-Genomserver TYGS. Der Type (Strain) Genome Server (TYGS: https://tygs.dsmz.de) ist eine von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der DSMZ entwickelte bioinformatische Plattform für die genombasierte taxonomische Klassifikation von Bakterien und Archaeen.

Basis des TYGS ist eine wöchentlich aktualisierte Datenbank, die umfassende Informationen zur Taxonomie sowie Nomenklatur mit bereits fast 9.000 mikrobiellen Typstammgenom-Sequenzen und praktisch allen Typstamm-16S-Sequenzen verknüpft. Der Type (Strain) Genome Server ermittelt in einem Hochdurchsatzverfahren automatisch die zu einer bis mehreren nutzerdefinierten Genomsequenzen am nächsten verwandten Typstamm-Genomsequenzen und berechnet daraus unter anderem einen echten genombasierten Stammbaum, eine Einteilung in Arten und Unterarten mittels digitaler DNA:DNA-Hybridisierung und sämtliche Unterschiede im genomischen G+C-Gehalt. Dabei setzt der TYGS auf eine Reihe von in der Wissenschaft etablierten und häufig zitierten Methoden wie den Genome-to-Genome Distance Calculator (GGDC) oder das phylogenomische Verfahren Genome BLAST Distance Phylogeny (GBDP).

Als Ergebnis erhält der Nutzer einen speziellen Weblink auf eine interaktive Website des TYGS-Servers, die alle relevanten Informationen in Form von Tabellen, publikationsreifen und modifizierbaren Abbildungen, Referenzen zur taxonomischen Literatur sowie fertige Methoden- und Ergebnistexte beinhaltet. Diese Daten können nicht nur direkt in mikrobiologische Studien und Publikationen integriert werden, sondern über den Weblink auch einfach zwischen Kooperationspartnern ausgetauscht werden. Würde das phylogenetische Umfeld wahrscheinlich noch nicht genomsequenzierte Typstämme enthalten, könnte der Nutzer mit Hilfe des TYGS von diesem Ergebnis ausgehend bequem eine umfassendere Stammbaumanalyse der Sequenzen des 16S rRNA-Gens anfordern.

Originalpublikation:
Meier-Kolthoff JP, Göker M. TYGS is an automated high-throughput platform for state-of-the-art genome-based taxonomy. Nat Commun. 2019;10: 2182. doi:10.1038/s41467-019-10210-3

Die DSMZ ist eines der größten Bioressourcenzentren weltweit. Die Sammlung umfasst derzeit über 67.000 Kulturen, einschließlich über 35.000 verschiedene Bakterien- und 4000 Pilz-Stämme, 800 menschliche und tierische Zelllinien, 41 Pflanzenzelllinien, 1.400 Pflanzen-Viren und Antiseren und 13.000 verschiedene Typen genomischer Bakterien-DNA.

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Essen/Trinken

Petersilienforschung: Neues Petersilien-Virus von Braunschweiger Forschern der DSMZ entdeckt

Neues Petersilien-Virus kommt im Raum Braunschweig und anderen Teilen Deutschlands vor

Die Pflanzenvirologen Dr. Björn Krenz und Dr. Stephan Winter vom Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH in Braunschweig haben mit ihren Kollegen ein neues Petersilien-Virus identifiziert und über die Entdeckung in der renommierten Fachzeitschrift Archives of Virology ( https://link.springer.com/article/10.1007%2Fs00705-019-04280-3) berichtet. Das neu beschriebene Pflanzenvirus wurde aus Petersilienpflanzen in einem Garten in Weddel, einem Ortsteil von Cremlingen, in der Nähe der niedersächsischen Großstadt Braunschweig isoliert. Die infizierte Petersilie zeigte Zwergwuchs im Vergleich zu gesunden Pflanzen, was bei einer Verbreitung des Virus zu wirtschaftlichen Einbußen durch Ernteverlust führen könnte.

Neuer Nanovirus identifiziert
Mithilfe der Next-Generation-Sequenzierung am Leibniz-Institut DSMZ konnten die Wissenschaftler den neu identifizierten Virus als Nanovirus klassifizieren. Die Genomsequenz des Petersilien-Virus zeigt, dass es ein neues Mitglied der Familie der Nanoviridae ist. Das sind multipartite Einzelstrang-DNA Viren, die sonst nur Hülsenfrüchte wie zum Beispiel Bohnen, Erbsen oder Linsen befallen. Der Wirtskreis der Nanoviren hat sich also erweitert, so Pflanzenvirenforscher Björn Krenz. Das Virus trägt den Namen „parsley severe stunt-associated virus“ (PSSaV) und wurde mittlerweile auch schon in anderen Teilen Deutschlands gefunden.

Pflanzenvirenforschung an der DSMZ
Doktor Björn Krenz leitet am Leibniz-Institut DSMZ die Nachwuchsforschergruppe VirusInteract und forscht mit seinem Team an den vielschichtigen Interaktionen zwischen Pflanzen und Viren. Die Abteilung Pflanzenviren des Leibniz-Instituts DSMZ betreibt neben der Grundlagenforschung auch die Entwicklung von Diagnostika, sie ist gemäß ISO 17034 als Referenzmaterialhersteller akkreditiert. Das Leibniz-Institut DSMZ ist die weltweit vielfältigste Bioressourcen-Sammlung und feiert in diesem Jahr ihr 50jähriges Bestehen. Neben der Jubiläumsveranstaltung im November 2019 findet am 23. September 2019 ein Journalistenseminar „Mikroben können mehr als krank machen!“ statt, bei dem die spannenden Sammlungs- und Forschungsaktivitäten des Instituts vorgestellt werden.

Die DSMZ ist eines der größten Bioressourcenzentren weltweit. Die Sammlung umfasst derzeit über 67.000 Kulturen, einschließlich über 35.000 verschiedene Bakterien- und 4000 Pilz-Stämme, 800 menschliche und tierische Zelllinien, 41 Pflanzenzelllinien, 1.400 Pflanzen-Viren und Antiseren und 13.000 verschiedene Typen genomischer Bakterien-DNA.

Kontakt
Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen
Sven-David Müller
Inhoffenstraße 7 B
38124 Braunschweig
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http://www.dsmz.de

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Pressemitteilungen

Die Deutsche Presse-Agentur berichtet über den Gral der Mikroben und Zellkulturen der DSMZ in Braunschweig

Bakterien, Pilze, Pflanzenviren und Antiseren, Bakteriophagen und Krebszellen im Fokus der bundesweiten Berichterstattung

Christian Brahmann von der Deutschen Presse-Agentur hat zum 50-jährigen Jubiläum des Leibniz-Instituts DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen über die vielfältigste Bioressourcensammlung der Welt berichtet. Das Leibniz-Institut hat seinen Sitz auf dem Science Campus Braunschweig-Süd in Niedersachsen. Seit fast zehn Jahren leitet der renommierte Mikrobiologe Prof. Dr. Jörg Overmann als Wissenschaftlicher Direktor das Institut. Christian Brahmann berichtete als DPA-Korrespondent in Braunschweig ausführlich über die Tätigkeiten der DSMZ in den Bereichen Sammlung und Forschung. Die Bioressourcensammlung umfasst rund 70.000 Bakterien, Pilze, Pflanzenviren und Antiseren, Bakteriophagen, Menschliche und Tierische Zelllinien sowie bakterielle genomische DNA. Die DSMZ beliefert weltwelt Wissenschaftler und Forschungseinrichtungen mit Bioressourcen. Im vergangenen Jahr wurden rund 43.000 Bestellungen von 10.000 Einrichtungen aus 81 Ländern bearbeitet.

Im Rahmen der Berichterstattung lässt der DPA-Korrespondent neben Professor Overmann auch die neue Leiterin der Abteilung Bioressourcen für Bioökonomie und Gesundheitsforschung, Prof. Dr. Yvonne Mast, den Zellforscher Dr. Wilhelm Dirks, die Leiterin der Nachwuchsforschergruppe Microbial Biotechnology Dr. Basak Öztürk, Phagenexpertin Dr. Christine Rohde und Pflanzenvirenforscher Dr. Wulf Menzel zu Wort kommen. Basak Öztürk berichtete beispielsweise über ihre Ergebnisse in der Erforschung von plastikabbauenden Bakterien. Wilhelm Dirks von der Abteilung für Menschliche und Tierische Zellkulturen machte deutlich, dass durch die Nutzung von Zelllinien in der medizinischen Forschung Tierversuche reduzierbar sind.

Das Land Niedersachsen ist Gesellschafter des Leibniz-Instituts DSMZ, das Förderung von Bund und Ländern erhält. Die DSMZ ist als gemeinnützig anerkannt. Der Besuch der Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) beim Festakt am 20. November 2019 ist der Höhepunkt des Jubiläumsjahrs des Leibniz-Instituts DSMZ. Am 23. September 2019 findet im Rahmen des Jubiläums ganztätig ein Journalistenseminar „Mikroben können mehr als krank machen!“ für Fachjournalisten statt. Information und Anmeldung unter press@dsmz.de

Die DSMZ ist eines der größten Bioressourcenzentren weltweit. Die Sammlung umfasst derzeit über 67.000 Kulturen, einschließlich über 35.000 verschiedene Bakterien- und 4000 Pilz-Stämme, 800 menschliche und tierische Zelllinien, 41 Pflanzenzelllinien, 1.400 Pflanzen-Viren und Antiseren und 13.000 verschiedene Typen genomischer Bakterien-DNA.

Kontakt
Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen
Sven-David Müller
Inhoffenstraße 7 B
38124 Braunschweig
0531-5312616300
sven.david.mueller@dsmz.de
http://www.dsmz.de

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Pressemitteilungen

Professor Dr. Hans G. Drexler lief seinen 600sten Marathon

BILD berichtet über den Marathonmediziner aus Braunschweig

Vor wenigen Tagen berichtete die BILD-Zeitung ( https://m.bild.de/ratgeber/gesundheit/ratgeber/krebsarzt-prof-hans-g-drexler-er-ist-schon-600-marathons-gelaufen-61599148.bildMobile.html) über den Leiter der Abteilung Menschliche und Tierische Zelllinien des Leibniz-Instituts DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH, Professor Dr. med. Hans G. Drexler, der Mitte April seinen 600sten Lauf beim Hannover Marathon erfolgreich beendet hat. Als Spätzünder zum Laufsport gekommen, absolviert Professor Drexler nicht nur die normale Marathondistanz von fast 42 Kilometern, sondern nimmt auch regelmäßig an Ultra-Marathons teil – seine Rekordlaufstrecke liegt bei 166 Kilometern. Insgesamt ist er in 18 Jahren 75.000 Kilometer gelaufen.

Laufen, um abzuschalten
Der Krebsforscher Professor Drexler nutzt sein Hobby auch, um zur Ruhe zu kommen. „Die sechs Kilometer lange Strecke vom Institut nach Hause laufe ich oft, um zur Ruhe zu kommen“, beschreibt er den Ausgleich zu seiner anspruchsvollen Arbeit. Mit seinem Team am Leibniz-Institut DSMZ auf dem Science Campus Braunschweig-Süd forscht Hans Drexler unter anderem an Leukämiezellen. Sein Ziel: den Blutkrebs dort zu treffen und zu bekämpfen, wo er am empfindlichsten ist – ihn sozusagen an seiner Achillessehne zu packen. Seine wissenschaftlichen Erfolge spiegeln sich in Hans Drexlers Veröffentlichungen wider: auf seiner Publikationsliste stehen aktuell 520 Publikationen in renommierten Journalen wie beispielsweise „Nature Genetics“, „Blood“ oder „Leukemia“.

Die DSMZ ist eines der größten Bioressourcenzentren weltweit. Die Sammlung umfasst derzeit über 67.000 Kulturen, einschließlich über 35.000 verschiedene Bakterien- und 4000 Pilz-Stämme, 800 menschliche und tierische Zelllinien, 41 Pflanzenzelllinien, 1.400 Pflanzen-Viren und Antiseren und 13.000 verschiedene Typen genomischer Bakterien-DNA.

Kontakt
Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen
Sven-David Müller
Inhoffenstraße 7 B
38124 Braunschweig
0531-5312616300
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Pressemitteilungen

Einladung zum Journalistenseminar „Bakterien und andere Mikroben können mehr als krank machen“

Aus Anlass des 50-jährigen Bestehens der DSMZ lädt die Stabsstelle Presse und Kommunikation des Leibniz-Instituts DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen in Braunschweig zum Journalistenseminar am 23. September 2019 ein. Das Journalisten-seminar steht unter dem Motto „Bakterien und andere Mikroben können mehr als krank machen“ und findet auf dem Science Campus Braunschweig-Süd statt. Weitgehend sind Bakterien noch unbekannte Wesen. Weltweit gibt es mehr als eine Milliarde verschiedener Bakterienarten, aber davon sind weniger als ein Prozent bisher beschrieben. Nur 538 Bakterienarten sind Krankheitserreger. 80 Prozent aller beschriebenen Bakterien befinden sich in der DSMZ-Sammlung in Braunschweig und stehen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern weltweit zur Verfügung. Die DSMZ ist die weltweit umfangreichste Bioressourcensammlung und eine der größten Mikroben- und Zellkultur-Sammlungen auf der Welt.

Mikroben- und Zellkultur-Experten sammeln und forschen in Braunschweig
Neben der Sammlung und Archivierung von Bakterien, Viren/Phagen, Pilzen, Hefen und menschlichen sowie tierischen Zelllinien sind die DSMZ-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Forschung aktiv. Zu den Forschungsschwerpunkten auf dem Science Campus Braunschweig-Süd gehören Umwelt- und Agrarforschung, Pflanzenvirenforschung, Phagen- und natürlich auch Krebsforschung (Leukämie-Lymphomforschung). Ablauf des Journalistenseminars am 23. September 2019:

9.30 bis 9.50 Uhr Get together
9.50 bis 9.55 Uhr Begrüßung und Einführung, Sven-David Müller
9.55 bis 10.40 Uhr Leibniz-Institut DSMZ – 50 Jahre im Dienste der Mikroben und Zellen, Prof. Dr. Jörg Overmann
10.40 bis 11.25 Uhr Mikroben können mehr als krankmachen – sie schaffen unsere Lebensgrundlagen und erhalten unsere Gesundheit, Prof. Dr. Yvonne Mast
11.25 bis 11.55 Uhr Bakterien, die Plastik fressen, Schadstoffe und Öl unschädlich machen, Dr. Basak Öztürk
11.55 bis 12.45 Uhr Gemeinsames Mittagessen
12.45 bis 13.30 Uhr Pflanzenvirenforschung rettet Tomaten, Cassava und Oliven, Dr. Stephan Winter
13.30 bis 13.45 Uhr Genom-Editing: Kartoffeln besser machen, Dr. Björn Krenz
13.50 bis 14.15 Uhr Deutsches Zentrum für Infektionsforschung: Bekämpfung von Infektionskrankheiten – State of the art, Prof. Dr. Ulrich Nübel
14.15 bis 15.45 Uhr „Biopause“, Imbiss und „Erlebnisführung“ (Blaualgen, die eigentlich Bakterien sind, Leuchtbakterien, Stickstofftanks und Einblick in die DSMZ-Schatzkammer mit 355.000 Ampullen voller Mikroben) durch das Leibniz-Institut DSMZ mit Interviewmöglichkeiten
15.45 bis 16.30 Uhr Wann können Bakteriophagen gegen multiresistente Keime (Krankenhauskeime) eingesetzt werden?, Dr. Christine Rohde
16.30 bis 17.15 Uhr Zellen im Mittelpunkt: Wie Krebs und speziell die Leukämie entstehen sowie behandelt werden können und Tierversuche durch Zelllinien ersetzbar sind, Prof. Dr. Hans G. Drexler

Am Journalistenseminar können maximal fünfzehn Journalistinnen und Journalisten kostenlos teilnehmen. Die verbindliche Anmeldung ist bis zum ersten September 2019 erforderlich. Die Verpflegung während des Seminars wird kostenlos zur Verfügung gestellt. Eine Übernahme der Fahrt- und Übernachtungskosten ist nicht möglich. Information und Anmeldung zum DSMZ-Journalistenseminar:

Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH
Stabsstelle Presse und Kommunikation
Sven-David Müller, DSMZ-Pressesprecher
E-Mail: sven.david.mueller@dsmz.de
Tel.: 0531 /2616-300

Die DSMZ ist eines der größten Bioressourcenzentren weltweit. Die Sammlung umfasst derzeit über 67.000 Kulturen, einschließlich über 35.000 verschiedene Bakterien- und 4000 Pilz-Stämme, 800 menschliche und tierische Zelllinien, 41 Pflanzenzelllinien, 1.400 Pflanzen-Viren und Antiseren und 13.000 verschiedene Typen genomischer Bakterien-DNA.

Kontakt
Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen
Sven-David Müller
Inhoffenstraße 7 B
38124 Braunschweig
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sven.david.mueller@dsmz.de
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