Tag Archives: Einkommenssteuer

Pressemitteilungen

Arzneimittel von der Steuer absetzen – so geht’s

Nürnberg: Wer chronisch oder häufig krank ist, der muss für die benötigten Arzneimittel mitunter tief in die Tasche greifen. Insbesondere, wenn es sich um Medikamente handelt, die nicht von der Krankenkasse übernommen werden. Was viele nicht wissen: Ausgaben für Pillen & Co. können unter bestimmten Voraussetzungen steuerlich geltend gemacht werden. Wie das geht, weiß Marlene Haufe, Gesundheitsexpertin bei apomio.de.

Verordnung wichtig
Ob es sich um Schmerz-, Verdauungs- oder Erkältungsmittel handelt – es gibt viele Medikamente, die Patienten meist selbst bezahlen müssen. Auch bei Hautproblemen übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten in der Regel nicht. Denn hierbei handelt es sich in vielen Fällen um nicht verschreibungspflichtige Medikamente, auch OTC (Over-the-counter)-Medikamente genannt. Darüber hinaus gibt es einige verschreibungspflichtige Arzneimittel, deren Wirksamkeit nicht ausreichend bewiesen ist. Dafür müssen Patienten ebenfalls selbst in die Tasche greifen. „Patienten können die Kosten für Arzneimittel allerdings steuerlich geltend machen“, erklärt Marlene Haufe von apomio.de: „Aber nur, wenn sie von einer zur Heilbehandlung zugelassenen Person verordnet worden sind.“ Das kann nicht nur ein Arzt, sondern auch ein Heilpraktiker sein.

Rezepte und Kassenzettel aufbewahren
Wer seine Ausgaben in der Steuererklärung angeben will, sollte in jedem Fall alle Rezepte und Kassenzettel aufbewahren. Fordert das Finanzamt die Belege ausdrücklich an, müssen sie zur Prüfung eingereicht werden. Bei verschreibungspflichtigen Medikamenten stellt der Arzt rote Rezepte aus – hier können Patienten die Zuzahlung absetzen. Wer ein Medikament benötigt, dessen Kosten die Krankenkasse nicht übernimmt, kann sich dies vom Arzt oder Heilpraktiker mit einem grünen Rezept bescheinigen lassen und die Kosten ebenfalls absetzen.

Gesundheitskosten als „außergewöhnliche Belastung“ geltend machen
In welcher Höhe das Finanzamt die Ausgaben anerkennt, hängt von der individuellen Belastungsgrenze ab. Diese errechnet sich aus dem Einkommen, dem Familienstand und der Anzahl der Kinder. Tipp: Das Bayerische Landesamt für Steuern bietet einen Online-Rechner, mit dem die Belastungsgrenze schnell bestimmt werden kann. „Gerade Patienten mit Familie oder einem geringen Einkommen erreichen diese Grenze in der Regel schnell und können einen Teil ihrer Gesundheitskosten als sogenannte „außergewöhnliche Belastung“ nach § 33 Einkommenssteuergesetz (EStG) geltend machen“, rät die Gesundheitsexpertin. Dazu zählen auch Kosten für Hilfsmittel wie Brillen und Kontaktlinsen sowie Zahnprothesen und Impfungen. Zudem können Fahrten zum Arzt und zur Apotheke und Zuzahlungen für Behandlungen und Medikamente angerechnet werden. Für medizinisch nicht anerkannte Behandlungen benötigen die Patienten vor Beginn der Therapie eine Bescheinigung des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen oder ein amtsärztliches Attest. Letzteres fordert das Finanzamt auch für sogenannte „individuelle Gesundheitsleistungen“ (IGeL), auch unter dem Namen „Selbstzahlerleistungen“ bekannt.

Vorbeugende Maßnahmen nicht absetzbar
Wer seiner Gesundheit mit Vitaminpräparaten oder Nahrungsergänzungsmitteln ganz allgemein etwas Gutes tun möchte, der kann diese Kosten nicht von der Steuer absetzen. Außerdem wichtig: Wer versäumt hat, bei seiner Krankenversicherung die Erstattung zu beantragen, muss die Kosten komplett selbst tragen. „Was die Kasse übernommen hätte, wenn der Patient es eingefordert hätte, kann nicht abgesetzt werden“, verdeutlicht die Gesundheitsexpertin.

Preise vergleichen kann sich lohnen
Ob Vitaminpräparate, pflanzliche Medikamente bei Blasenentzündungen, homöopathische Mittel, Nikotinpflaster oder Cremes mit speziellen Wirkstoffen: Eine häufige Anwendung kann den Geldbeutel belasten. Daher lohnt es sich, schon beim Kauf von Arzneimitteln auf den Preis zu achten. Gut zu wissen: Auf Preisvergleichsportalen wie apomio.de finden Patienten stets den günstigsten Preis für ihr Arzneimittel und können in vielen Fällen rund 20, 40 oder gar 70 Prozent gegenüber der unverbindlichen Preisempfehlung sparen.

Anzahl der Anschläge (inkl. Leerzeichen): 4.106

Weitere Informationen unter www.apomio.de

Bei Veröffentlichung freuen wir uns über Ihr kurzes Signal oder einen Beleg – vielen Dank!

Bitte geben Sie bei Veröffentlichung des bereitgestellten Bildmaterials die genannte Quelle an.

Das digitale Vergleichsportal apomio.de stellt transparent und unabhängig die tagesaktuellen Preise der Produkte von über 90 Versandapotheken gegenüber. Das Portal ist keine Apotheke, sondern vermittelt Kaufinteressenten. Sie erhalten eine Übersicht, welche Apotheke für ihren gesamten Warenkorb am günstigsten ist und werden direkt per Mausklick an die jeweiligen Versandapotheken weitergeleitet. Auf dem Portal werden ausschließlich Apotheken aufgeführt, die den gesetzlichen Bestimmungen entsprechen und eine Lizenz für den Internet-Verkauf haben. apomio.de finanziert sich über die Abrechnungen mit den Versandapotheken auf cost-per-click-Basis sowie auf cost-per-order-Basis. Für Verbraucher ist die Nutzung des Portals kostenfrei. Kaufinteressenten in Österreich erreichen das Portal unter apomio.at. Das Unternehmen mit Sitz in Nürnberg wurde 2014 von der Müller Medien-Unternehmensfamilie übernommen.

Firmenkontakt
apomio.de
Gerte Buchheit
Hansastraße 17
80686 München
089/998 461-13
apomio@hartzkom.de
http://apomio.de

Pressekontakt
HARTZKOM Strategische Markenkommunikation
Gerte Buchheit
Hansastraße 17
80686 München
089/998 461-13
apomio@hartzkom.de
http://apomio.de

Bildquelle: Pixabay/Michal Jarmoluk

Pressemitteilungen

5 Millionen Pendler profitieren 2019 von steuerfreiem Jobticket

Größerer Gestaltungsspielraum für betriebliche Zusatzleistungen: Ab dem 01.01.2019 werden Arbeitgeberzuschüsse zum Jobticket steuerfrei.

5 Millionen Pendler profitieren 2019 von steuerfreiem Jobticket

Mehr Raum für betriebliche Sozialleistungen: 2019 wird das Jobticket steuerfrei. Infografik: Sodexo

Der Countdown läuft: Ab dem 01.01.2019 können Arbeitgeber ihren Beschäftigten das Jobticket steuerfrei zur Verfügung stellen. Das hat der Bundesrat beschlossen. Die Steuerfreiheit gilt für die komplette Kostenübernahme und auch für Zuschüsse zu Fahrkarten für öffentliche Verkehrsmittel. Bisher mussten solche Zuwendungen pauschalversteuert werden und waren nur im Ausnahmefall steuerfrei.
Von der Neuregelung profitieren bis zu 5 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Mehr als die Hälfte der aktuell 33,4 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland pendeln täglich zur Arbeit. Dabei ist laut Mikrozensus für rund 70 Prozent der Berufspendler das Auto das wichtigste Beförderungsmittel. Etwa 15 Prozent der Erwerbstätigen kommen mit Bus und Bahn zur Arbeit. Angesichts der für mehrere Metropolen angekündigten Diesel-Fahrverbote kann das steuerfreie Jobticket für den Personennahverkehr für viele Arbeitgeber eine sehr attraktive betriebliche Zusatzleistung sein, um Mitarbeiter und die Umwelt gleichermaßen zu entlasten.

Steuerfreier Sachbezug wird für andere Zuwendungen frei
„Viele Arbeitgeber haben für einen anteiligen Zuschuss zum Jobticket bisher die 44-Euro-Freigrenze genutzt. Damit war die Freigrenze aber für andere steuerfreie Sachbezugsleistungen blockiert“, erklärt Sodexo-Unternehmenssprecher und Steuer-Experte George Wyrwoll: „Mit der Neuregelung und Steuerfreiheit für Jobtickets kann die 44-Euro-Freigrenze neu genutzt werden. Arbeitgeber haben 2019 also einen viel größeren Gestaltungsspielraum für zusätzliche betriebliche Sozialleistungen. Das wird auch die Beschäftigten freuen.“

44-Euro-Freigrenze nach § 8 Absatz 2 des Einkommenssteuergesetzes (EStG)
Unternehmen können Sachbezüge steuerfrei gewähren, wenn der geldwerte Vorteil insgesamt 44 Euro pro Monat nicht übersteigt. Viele Arbeitgeber setzen dafür den Sodexo Benefits Pass ein; eine Sachbezugskarte, mit der die Beschäftigten einkaufen, tanken oder essen gehen können. Mit der Sachbezugskarte lassen sich die Arbeitgeberzuwendungen zudem leichter steuern, denn für die Bemessung der 44-Euro-Freigrenze ist es wichtig, alle in einem Monat zugeflossenen Sachbezüge zusammenzurechnen. Für Jobtickets muss ab 2019 kein geldwerter Vorteil mehr angesetzt werden, sie werden lediglich auf die Entfernungspauschale des Arbeitnehmers angerechnet, um eine doppelte Steuerbegünstigung zu vermeiden [SX131218GT].

Über Sodexo:
Sodexo ist Europas führender Anbieter von Incentives und Motivationslösungen für Firmen und Arbeitnehmer und beschäftigt in Deutschland rund 11.200 Mitarbeiter. Im Geschäftsbereich Benefits and Rewards Services bietet Sodexo Verwaltungsprogramme, Gesundheitsangebote für Mitarbeiter, emittiert Gutscheine und Karten zur Mitarbeitermotivation, für betriebliche Sozialleistungen und Incentives, sowie Leistungen für die staatliche Verwaltung. Mit seinen Lösungen erreicht Sodexo in Deutschland täglich mehr als 1,1 Mio. Menschen.

Firmenkontakt
Sodexo Benefits and Rewards Services
George Wyrwoll
Lyoner Str. 9
60528 Frankfurt am Main
069-73996-6211
george.wyrwoll@sodexo.com
http://www.sodexo-benefits.de

Pressekontakt
Sodexo
George Wyrwoll
Lyoner Str. 9
60528 Frankfurt am Main
069-73996-6211
george.wyrwoll@sodexo.com
http://www.sodexo-benefits.de

Pressemitteilungen

Wirtschaftsberatung Augsburg, Jakob Geyer

Die Steuerkanzlei Geyer in Gersthofen bei Augsburg bietet zur Steuerberatung auch jederzeit umfassende Wirtschaftsberatung, maßgeschneidert ausgerichtet an der Situation des jeweiligen Mandanten.

Wirtschaftsberatung Augsburg, Jakob Geyer

Steuerkanzlei Dipl. oec. Jakob Geyer (Bildquelle: Dipl. oec. Jakob Geyer)

Die Beratung in der Steuerkanzlei Jakob Geyer in Gersthofen bei Augsburg beschränkt sich nicht nur auf klassische Steuerfragen. Es lohnt sich für Mandanten, eine Wirtschaftsberatung bei den Experten in Augsburg in Anspruch zu nehmen: Denn so lässt sich individuell und zukunftsorientiert die jeweilige Gesamtsituation analysieren, um dann die einzelnen Bereiche Steuern und Finanzen des kompletten Unternehmens mittel- bis langfristig planen und gestalten zu können.
Zur Wirtschaftsberatung der Steuerkanzlei Geyer in der Nähe von Augsburg gehören unter anderem folgende Leistungen: die Unternehmensplanung und Unternehmensbewertung, die Existenzgründungsberatung und die Existenzgründungsplanung, die Finanzplanung und die Vermögensplanung, die Unterstützung bei der Mittelbeschaffung und Kreditverhandlungen, die Beratung bei der Unternehmensnachfolge, steuerliche Belastungsvergleiche und die sinnvolle Wahl von Gesellschaftsformen sowie Unternehmensumwandlungen. Darüber hinaus unterstützen die Fachleute aus Augsburg ihre Mandanten im Bereich Wirtschaftsberatung in der Zusammenarbeit mit Kapitalgebern und Kreditinstituten. Die Steuerexperten beraten außerdem, wenn es um die Abwicklung bei Formalitäten und Kontakten auf Gesellschafterebenen, Versicherungen und Finanzgebern geht. Alle Verträge werden darüber hinaus selbstverständlich nach Gesichtspunkten der besten steuerlichen Gestaltung und auf Wunsch auch in Zusammenarbeit mit Justiziaren der Mandanten ausgearbeitet und geprüft.
Die Steuerkanzlei Jakob Geyer bei Augsburg ist somit stets der zuverlässige und seriöse Partner im Bereich Wirtschaftsberatung. Auf dem heutigen schnelllebigen Markt, der sich kontinuierlich verändert und der eine Vielzahl der unterschiedlichsten Angebote bereithält, lohnt es sich, einen Experten an seiner Seite zu haben, der kompetente und maßgeschneiderte Wirtschaftsberatung bieten kann. In Kombination mit allen Leistungen einer klassischen Steuerkanzlei stehen den Mandanten mit dem Unternehmen in Augsburg viele Wege offen, um die eigene Geschäftssituation finanziell optimal und attraktiv zu nutzen.
Die Steuerkanzlei Geyer bietet die Wirtschaftsberatung also zusätzlich zu ihrer zukunftsorientierten Optimierung der Steuergestaltung. Dabei umfassen die Dienstleistungen sowohl das inländische als auch das ausländische Steuerrecht. Somit bieten die Experten bei Jakob Geyer nahe Augsburg einen kompletten und stets passgenauen persönlichen Service im Bereich Finanzbuchhaltung, Steuern, Unternehmenssteuerung, Finanzplanung und ganzheitlicher Wirtschaftsberatung.

www.jakob-geyer.de

Wirtschaftsberatung Augsburg – Steuerkanzlei Jakob Geyer in Gersthofen bei Augsburg

Firmenkontakt
Dipl. oec. Jakob Geyer Steuerberater
Jakob Geyer
Senefelder Str. 23
86368 Gersthofen
0821-474930
info@jakob-geyer.de
http://www.jakob-geyer.de

Pressekontakt
Kunze Medien AG
Bärbel Reiner
Leopoldstr. 250
80807 München
089/38187-187
sem@kunze-medien.de
http://www.kunze-medien.de

Pressemitteilungen

Steuererklärung nicht gemacht? – Diese Strafen können drohen!

Abgabestichtag für die Einkommensteuererklärung 2016 war in der Regel der 31. Mai 2017. Wurden die Unterlagen nicht termingerecht beim Finanzamt eingereicht, so kann meist eine Verlängerung erwirkt werden, sofern diese gut begründet und schriftlich beantragt wurde. Jedoch schieben nicht wenige ihre Einkommensteuererklärung vor sich her und der eine oder andere kann die verlängerte Abgabefrist auch nicht einhalten. Die Lohi (Lohnsteuerhilfe Bayern e. V.) zeigt auf, was das für Konsequenzen haben kann.

Versäumniszuschlag, Zwangsgeld und Steuerschätzung

Sie alle dienen dem Finanzamt als Druckmittel für die Abgabe der Steuererklärung, falls die regulären Fristen verstrichen sind. Bevor so etwas verhängt wird, kommt allerdings noch ein Erinnerungsschreiben des Finanzamts, mit dem auf die versäumte Abgabe hingewiesen wird. Wer seine Steuererklärung trotz gegebenenfalls mehrmaliger Aufforderung immer noch nicht abgibt, der bekommt ein Zwangsgeld angedroht. Sollte man dann wieder nicht tätig werden, setzt das Finanzamt das Zwangsgeld fest. Allerspätestens jetzt sollte man seiner Pflicht nachkommen und die Steuerunterlagen einreichen. Dadurch wird eine Aufhebung des Zwangsgeldes erwirkt, weil der Grund dafür entfallen ist. Das gilt selbst dann, wenn die Steuererklärung unvollständig ist und noch Belege fehlen.

Alternativ kann das Finanzamt die Besteuerungsgrundlagen aber auch schätzen. Der Finanzbeamte wägt bei nicht fristgerechter Abgabe ab, ob der Steuerpflichtige eher durch ein Zwangsgeld zur Abgabe bewegt werden kann, oder ob eine Schätzung der Steuer durch das Finanzamt effektiver ist. Wer nicht abgibt, kann jedenfalls davon ausgehen, dass diese Steuerschätzung eher zu seinen Ungunsten ausfällt. Und die Verpflichtung zur Abgabe der eigenen Steuererklärung wird durch eine Schätzung ebenfalls nicht aufgehoben.

Daneben gibt es auch noch den Verspätungszuschlag, der mit dem Steuerbescheid festgesetzt wird. Er ist eine Art Strafe für eine verzögerte Abgabe. Je länger die Abgabefrist überzogen wurde, desto teurer wird es in der Regel. Die Höhe liegt im Ermessen des Finanzamtes. Der Verspätungszuschlag kann maximal bis zu zehn Prozent des Steuerbetrags ausmachen, höchstens aber 25.000 Euro. Werden fällige Steuern nicht nachgezahlt, fallen zusätzlich Zinsen an.

Welche Bürger sind steuerpflichtig?

Für große Teile der Bevölkerung besteht eine Abgabepflicht zur Steuererklärung. Betroffen sind zum Beispiel Rentner, wenn die gesamten Einkünfte den Grundfreibetrag übersteigen. Dieser beträgt für 2016 bei Ledigen 8.652 Euro. Bei Verheirateten verdoppelt er sich auf 17.304 Euro. Die Einkünfte errechnen sich aus der Bruttorente gekürzt um den Rentenfreibetrag und die Werbungskosten.

Aktive Arbeitnehmer haben laut Auskunft der Lohi die Pflicht zu veranlagen, wenn sie beispielsweise Freibeträge für Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen bei den elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmalen eingetragen haben. Ebenso verpflichtet sind Ehepaare, wenn bei einem Ehegatten Arbeitslohn nach der Steuerklasse V versteuert wird, als auch Personen, die die Steuerklasse VI aufweisen, d. h. von mehreren Arbeitgebern gleichzeitig Arbeitslöhne beziehen. Weiterhin sind Personen betroffen, die Lohnersatzleistungen wie Elterngeld, Arbeitslosengeld, Krankengeld, Insolvenzgeld, Betreuungsgeld oder Altersteilzeitzuschläge oder positive Einkünfte – wie z. B. bei Vermietung und Verpachtung – von über 410 Euro im Jahr bezogen haben.

Steuerhinterziehung bei verspäteter Abgabe?

Im schlimmsten Fall kann das Finanzamt die verspätete Abgabe sogar als strafrechtlich bedeutend einschätzen. Eine verspätete Abgabe kann nämlich als Steuerhinterziehung gelten. Etwa wenn man – um eine Steuernachzahlung zeitlich nach hinten zu schieben – die Abgabefristen für die Steuererklärung bewusst missachtet. Dies kann nochmal zusätzlich zu den steuerlichen Nachteilen, wie einem Verspätungszuschlag, zu einer Geldstrafe führen. Das Finanzamt wird aber nicht in jedem Fall gleich von einer Steuerhinterziehung oder einer Ordnungswidrigkeit ausgehen.

Abgabefrist bis Jahresende verlängern

Die Lohi – Lohnsteuerhilfe Bayern e. V. – rät Arbeitnehmern, Rentnern und Pensionären in den meisten Fällen zur Erstellung einer Steuererklärung, denn nur wer eine Steuererklärung abgibt, der kann auch alle Steuervorteile nutzen, die gesetzlich für ihn vorgesehen sind. Wer sich selbst nicht in das Thema vertiefen möchte, sollte sich von langjährig erfahrenen Spezialisten in den bundesweiten Lohi-Beratungsstellen helfen lassen. Professionelle Unterstützung erleichtert nicht nur das Leben, sondern verlängert die Abgabefrist für die Einkommensteuererklärung automatisch bis zum 31.12.2017.

Die Lohi (Lohnsteuerhilfe Bayern e. V.) mit Hauptsitz in München wurde 1966 als Lohnsteuerhilfeverein gegründet und ist in rund 330 Beratungsstellen bundesweit aktiv. Mit nahezu 600.000 Mitgliedern ist der Verein einer der größten Lohnsteuerhilfevereine in Deutschland. Die Lohi zeigt Arbeitnehmern, Rentnern und Pensionären – im Rahmen einer Mitgliedschaft begrenzt nach § 4 Nr. 11 StBerG – alle Möglichkeiten auf, Steuervorteile zu nutzen.

Firmenkontakt
Lohnsteuerhilfe Bayern e. V.
Gudrun Steinbach
Riesstraße 17
80992 München
089 2781310
info@lohi.de
http://www.lohi.de

Pressekontakt
Pressereferent
Jörg Gabes
Werner-von-Siemens-Straße 5
93128 Regenstauf
09402 503159
j.gabes@lohi.de
http://www.lohi.de

Pressemitteilungen

Die Behandlung von Trinkgeldern im Steuerrecht

In fast allen Bereichen der Serviceindustrie werden Trinkgelder gewährt. Doch welchen Stellenwert haben sie im Steuerrecht? Autor Christian Beyer liefert in seinem Buch „Trinkgelder im Steuerrecht. Eine Betrachtung mit Schwerpunkt Ertragsteuer- und Abgabenrecht“ , das im GRIN Verlag erschienen ist, einen Überblick über die aktuelle Situation in Deutschland. Das Buch richtet sich an Steuerberater und Unternehmen, die ein Standardwerk zum Thema Trinkgelder suchen. Aber auch Studenten mit Schwerpunkt Steuern und Interessierten bietet es einen guten Überblick.

Für den Gesetzgeber spielen Trinkgelder eine Nebenrolle im Steuerrecht. Bisher liegen wenige rechtssichere Abgrenzungen vor, wann die Finanzverwaltung den Abzug von Steuergeldern gestatten oder verwehren kann. Das führt, so Christian Beyer, zu Unsicherheiten auf Seiten der Steuerpflichtigen und zu einem erhöhten Verwaltungsaufwand seitens der Behörden. Er plädiert für eine differenzierte Betrachtung des Themas und dafür, verbindliche Richtlinien zu etablieren.

Erhöhter Verwaltungsaufwand durch fehlende Richtlinien

Trinkgelder entwickelten sich im Lauf der Zeit von einer für den Empfänger unentbehrlichen Zahlung zu einer Anerkennung, die vom Dienstleistungsnehmer zusätzlich und unabhängig zum Entgelt gezahlt werden kann. Solange sie diese Kriterien erfüllen, handelt es sich für den Arbeitnehmer um steuerfreie Einnahmen. Beyer legt in seinem Buch „Trinkgelder im Steuerrecht“ detailliert und anhand von praktischen Beispielen dar, wie Trinkgelder im Schenkungssteuer-, Umsatzsteuer- und Einkommenssteuerrecht definiert sind, wann sie als steuerfrei gelten und wann sie im Rahmen der Einkommensteuer besteuert werden müssen.

Auch für Unternehmen gibt es Möglichkeiten, die gezahlten Trinkgelder steuerlich geltend zu machen. Gerade im Ertragsteuer- und Abgaberecht, so Beyer, führt das Fehlen verbindlicher Vorschriften zu Tatbeständen, die den Anschein der leichtfertigen Steuerverkürzung erwecken können. Eine klare Regelung hätte nicht nur Rechtssicherheit für Unternehmen und Arbeitgeber zur Folge, sondern auch eine Verringerung des Verwaltungsaufwands für den Staat.

Über den Autor

Christian Beyer (B.A.) ist als Steuerfachangestellter Bürovorsteher in der Steuerberaterkanzlei seines Vaters und befasst sich im Rahmen seiner täglichen Arbeit mit verschiedenen steuerlichen Themen. Auf Grundlage seiner Erfahrungen vertritt er die Auffassung, dass Trinkgelder momentan ein noch unterschätztes und wenig beachtetes Thema sind – in der steuerlichen Beratung sowie der Rechtsprechung.

Das Buch ist im April 2016 im GRIN Verlag erschienen (ISBN: 978-3-668-20704-2).

Direktlink zur Veröffentlichung: http://www.grin.com/de/e-book/318577/
Kostenlose Rezensionsexemplare sind direkt über den Verlag unter presse@grin.com zu beziehen.

Der GRIN-Verlag publiziert seit 1998 akademische eBooks und Bücher. Wir veröffentlichen alle wissenschaftlichen Arbeiten: Hausarbeiten, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Dissertationen, Fachbücher uvm.

Kontakt
GRIN Verlag / Open Publishing GmbH
Janine Linke
Nymphenburger Str. 86
80636 München
+49-(0)89-550559-27
presse@grin.com
http://www.grin.com

Pressemitteilungen

Gesellschafter mittelständischer Firmen eingemauert.

Längerer Auslandsaufenthalt wird zum Steuerrisiko

Gesellschafter mittelständischer Firmen eingemauert.

Kai Arnold, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater
Partner der West-Rhein-Treuhand Zacharias & Demmer

„Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten.“ Ähnlich wie bei der aus den Geschichtsbüchern bekannten Absichtserklärung agiert der Gesetzgeber mit der Verschärfung des § 50i EStG ohne Rücksicht auf bestehende zwischenstaatliche Abkommen und gefährdet weite Teile der deutschen Wirtschaft.

In Unternehmen des Mittelstandes, insbesondere in Familiengesellschaften, kommt es regelmäßig vor, dass ein Gesellschafter sich über einen längeren Zeitraum im Ausland aufhält. Die Gründe hierfür sind vielschichtig. Der „Junior“ soll im Ausland Erfahrungen sammeln und lebt daher an seinem Beschäftigungsort. Ein Mitgesellschafter kümmert sich langfristig um neue Märkte außerhalb von Deutschland. Oder ein Gesellschafter kehrt der Bundesrepublik den Rücken, um zukünftig mit seiner Familie in einem anderen Staat zu leben.

Eine solche Veränderung der Lebensumstände bleibt von dem Steuerrecht nicht unberührt. Der deutsche Fiskus stellt sich bei einem Wegzug schon seit jeher die Frage, ob ihm durch den Wegzug eines Unternehmers „Steuersubstrat“ verloren geht. Im Detail geht es um die Frage, wo ein Gewinn aus der Veräußerung der Firmenanteile durch den im Ausland ansässigen Unternehmer versteuert werden muss?

Die steuerliche Beratungspraxis und die Finanzverwaltung konnten bis in das Jahr 2013 mit diesem Sachverhalt umgehen. Altbekannt waren die Regelungen zur sogenannten Wegzugbesteuerung. Diese sollte verhindern, dass vermögende Unternehmer ins Ausland umsiedeln und dann Ihre Firmenanteile ohne deutsche Besteuerung verkaufen. Bereits 1968 reagierte der Gesetzgeber auf den Wegzug des Kaufhausbesitzers Helmut Horten in die Schweiz. Mit der sogenannten „Lex Horten“ ordnete der Staat eine Versteuerung der stillen Reserven an, wenn die unrealisierten Gewinne in den Firmenanteilen bei einer Veräußerung nicht weiter der deutschen Steuerpflicht unterliegen.

Die Gestaltungspraxis reagierte auf diese Vorschrift, indem die Firmenanteile vor Wegzug eines Gesellschafters in eine Personengesellschaft eingebracht wurden. Diese Personengesellschaften sind in der Regel nicht unternehmerisch tätig, sondern lediglich gewerblich „geprägt“ oder „infiziert“. Bei einer Anteilsveräußerung waren Veräußerungsgewinne bis 2013 in Deutschland somit steuerverhaftet.

Neue Sichtweise durch den Bundesfinanzhof (BFH)

Vor dem BFH obsiegten im Jahre 2010 und 2011 Steuerpflichtige mit ihrem Anliegen, einen Veräußerungsgewinn trotz gewerblicher Prägung einer deutschen Holdinggesellschaft von der deutschen Besteuerung auszunehmen. Sie argumentierten, dass die einschlägigen Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) eine gewerbliche Prägung nicht kennen würden und der Veräußerungsgewinn somit als sonstiger Gewinn nach DBA im Sitzstaat des Gesellschafters zu versteuern sei. Der BFH stimmte dieser Auffassung zu und forderte eine originäre gewerbliche Tätigkeit der (Holding-)Personengesellschaft. Dieser Erfolg vor dem BFH entpuppte sich nach kurzer Zeit als Pyrrhussieg für ähnlich gelagerte Fälle.

Prompte Reaktion des Gesetzgebers

Die Reaktion des Gesetzgebers folgte am 29. Juni 2013 durch die Vorschrift des § 50i EStG, der eine Versteuerung der stillen Reserven bei Anteilsübertragungen anordnete. Vorausgesetzt vor einem Wegzug in einen DBA-Staat fand ein Vermögenstransfer in fiktiv gewerbliche Strukturen statt und eine Besteuerung unterblieb. Die Vorschrift steht im Gegensatz zu den bestehenden Doppelbesteuerungsabkommen. Sie ist daher ein klassischer Fall eines „treaty override“, also ein Paradebeispiel für die Heimholung des Besteuerungsrechts durch einen nationalen Gesetzgebungsakt.

Radikale Änderung durch das sogenannte „Kroatiengesetz“

Die Regelung des alten § 50i EStG ließ jedoch noch Auswege aus der Misere zu. Diese Auswege wollte sich offensichtlich ein Autobauer aus Stuttgart zunutze machen. So titelte die FAZ am 19.03.2014 „Wolfgang Porsche: Wie gelingt es, steuerfrei auszuwandern?“.

Da nicht sein kann, was nicht sein darf, verschärfte der Gesetzgeber mit dem sogenannten Kroatiengesetz den in 2013 neu geschaffenen § 50i EStG radikal. Die Vorschrift ist am 31. Juli 2014 in Kraft getreten. Mit dem starren Blick auf einen bestimmten Fall holte die Finanzverwaltung mit Unterstützung der Legislative zum Rundumschlag aus. Damit hat Sie ein enormes Risiko für mittelständische Unternehmen und Familienunternehmen geschaffen, deren sich viele Betroffene noch gar nicht bewusst sind.

Die Lesart der aktuellen Fassung der Vorschrift lässt vermuten, dass in einschlägigen Fällen zukünftig alle Übertragungen der Anteile des im Ausland lebenden Gesellschafters zu einer Versteuerung in Deutschland führen können. Dies gilt auch, wenn der Wegzug bereits Jahrzehnte zurückliegt und vor dem Wegzug ein entsprechender Vermögenstransfer in eine fiktiv gewerbliche Struktur ohne Versteuerung erfolgte. Selbst ein sogenannter Strukturwandel – Wandel einer gewerblich tätigen Personengesellschaft in eine gewerblich geprägte – der deutschen Holdinggesellschaft kann zukünftig eine Besteuerung der nicht realisierten Gewinne in den Anteilen des Auslandsgesellschafters auslösen.

Damit haben der Gesetzgeber und die Finanzverwaltung eine regelrechte Mauer um Gesellschaftsanteile der betroffenen Gesellschafter gebaut und diese einzementiert. Neben einem Anteilsverkauf mit entsprechendem Liquiditätszufluss können auch Umwandlungen, Einbringungen, Buchwertübertragungen oder Schenkungen zu einer Steuer führen. Gar nicht denken möchte man an den Fall, dass der im Ausland lebende Gesellschafter verstirbt und die Gesellschaftsanteile kraft erbrechtlicher Verfügung übertragen werden.

Von Prof. Zacharias 1946 in Köln gegründet, steht bei der Kanzlei seit Beginn an die persönliche, kompetente Beratung und vertrauensvolle und kontinuierliche Betreuung der Mandanten zu allen steuerlichen und wirtschaftlichen Fragen im Mittelpunkt. Die Aufnahme des Steuerberaters und Wirtschaftsprüfers Josef Demmer spiegelt sich bis heute im Kanzleinamen wider. Zum vierköpfigen Partnerkreis zählen heute neben Willi Engels mit Hans-Josef Demmer und Kai Arnold auch zwei Vertreter der dritten Gesellschaftergeneration.
Zu den Mandanten der überregional tätigen Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungskanzlei zählen Unternehmen unterschiedlicher Größenordnung und Branchen genauso wie Familien und Privatpersonen. Als familiär geführte Partnergesellschaft mit aktuell 20 Mitarbeitern hat die Kanzlei von Hause aus eine besondere Beziehung zu den Anforderungen von familien- und inhabergeführten Unternehmen.

Firmenkontakt
Zacharias & Demmer Wirtschaftsprüfung Steuerberatung
Herr Kai Arnold
Theodor-Heuss-Ring 44
50668 Köln
+49 221 120212
k.arnold@zacharias-demmer.de
http://www.zacharias-demmer.de

Pressekontakt
zB3 Kanzleikommunikation
Peter Marquardt
Kaiser-Wilhelm-Ring 39
40545 Düsseldorf
+49 211 551615
marquardt@zb3.de
http://www.zb3.de

Pressemitteilungen

Gesellschafter mittelständischer Firmen eingemauert.

Längerer Auslandsaufenthalt wird zum Steuerrisiko

Gesellschafter mittelständischer Firmen eingemauert.

Kai Arnold, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater
Partner der West-Rhein-Treuhand Zacharias & Demmer

„Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten.“ Ähnlich wie bei der aus den Geschichtsbüchern bekannten Absichtserklärung agiert der Gesetzgeber mit der Verschärfung des § 50i EStG ohne Rücksicht auf bestehende zwischenstaatliche Abkommen und gefährdet weite Teile der deutschen Wirtschaft.

In Unternehmen des Mittelstandes, insbesondere in Familiengesellschaften, kommt es regelmäßig vor, dass ein Gesellschafter sich über einen längeren Zeitraum im Ausland aufhält. Die Gründe hierfür sind vielschichtig. Der „Junior“ soll im Ausland Erfahrungen sammeln und lebt daher an seinem Beschäftigungsort. Ein Mitgesellschafter kümmert sich langfristig um neue Märkte außerhalb von Deutschland. Oder ein Gesellschafter kehrt der Bundesrepublik den Rücken, um zukünftig mit seiner Familie in einem anderen Staat zu leben.

Eine solche Veränderung der Lebensumstände bleibt von dem Steuerrecht nicht unberührt. Der deutsche Fiskus stellt sich bei einem Wegzug schon seit jeher die Frage, ob ihm durch den Wegzug eines Unternehmers „Steuersubstrat“ verloren geht. Im Detail geht es um die Frage, wo ein Gewinn aus der Veräußerung der Firmenanteile durch den im Ausland ansässigen Unternehmer versteuert werden muss?

Die steuerliche Beratungspraxis und die Finanzverwaltung konnten bis in das Jahr 2013 mit diesem Sachverhalt umgehen. Altbekannt waren die Regelungen zur sogenannten Wegzugbesteuerung. Diese sollte verhindern, dass vermögende Unternehmer ins Ausland umsiedeln und dann Ihre Firmenanteile ohne deutsche Besteuerung verkaufen. Bereits 1968 reagierte der Gesetzgeber auf den Wegzug des Kaufhausbesitzers Helmut Horten in die Schweiz. Mit der sogenannten „Lex Horten“ ordnete der Staat eine Versteuerung der stillen Reserven an, wenn die unrealisierten Gewinne in den Firmenanteilen bei einer Veräußerung nicht weiter der deutschen Steuerpflicht unterliegen.

Die Gestaltungspraxis reagierte auf diese Vorschrift, indem die Firmenanteile vor Wegzug eines Gesellschafters in eine Personengesellschaft eingebracht wurden. Diese Personengesellschaften sind in der Regel nicht unternehmerisch tätig, sondern lediglich gewerblich „geprägt“ oder „infiziert“. Bei einer Anteilsveräußerung waren Veräußerungsgewinne bis 2013 in Deutschland somit steuerverhaftet.

Neue Sichtweise durch den Bundesfinanzhof (BFH)

Vor dem BFH obsiegten im Jahre 2010 und 2011 Steuerpflichtige mit ihrem Anliegen, einen Veräußerungsgewinn trotz gewerblicher Prägung einer deutschen Holdinggesellschaft von der deutschen Besteuerung auszunehmen. Sie argumentierten, dass die einschlägigen Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) eine gewerbliche Prägung nicht kennen würden und der Veräußerungsgewinn somit als sonstiger Gewinn nach DBA im Sitzstaat des Gesellschafters zu versteuern sei. Der BFH stimmte dieser Auffassung zu und forderte eine originäre gewerbliche Tätigkeit der (Holding-)Personengesellschaft. Dieser Erfolg vor dem BFH entpuppte sich nach kurzer Zeit als Pyrrhussieg für ähnlich gelagerte Fälle.

Prompte Reaktion des Gesetzgebers

Die Reaktion des Gesetzgebers folgte am 29. Juni 2013 durch die Vorschrift des § 50i EStG, der eine Versteuerung der stillen Reserven bei Anteilsübertragungen anordnete. Vorausgesetzt vor einem Wegzug in einen DBA-Staat fand ein Vermögenstransfer in fiktiv gewerbliche Strukturen statt und eine Besteuerung unterblieb. Die Vorschrift steht im Gegensatz zu den bestehenden Doppelbesteuerungsabkommen. Sie ist daher ein klassischer Fall eines „treaty override“, also ein Paradebeispiel für die Heimholung des Besteuerungsrechts durch einen nationalen Gesetzgebungsakt.

Radikale Änderung durch das sogenannte „Kroatiengesetz“

Die Regelung des alten § 50i EStG ließ jedoch noch Auswege aus der Misere zu. Diese Auswege wollte sich offensichtlich ein Autobauer aus Stuttgart zunutze machen. So titelte die FAZ am 19.03.2014 „Wolfgang Porsche: Wie gelingt es, steuerfrei auszuwandern?“.

Da nicht sein kann, was nicht sein darf, verschärfte der Gesetzgeber mit dem sogenannten Kroatiengesetz den in 2013 neu geschaffenen § 50i EStG radikal. Die Vorschrift ist am 31. Juli 2014 in Kraft getreten. Mit dem starren Blick auf einen bestimmten Fall holte die Finanzverwaltung mit Unterstützung der Legislative zum Rundumschlag aus. Damit hat Sie ein enormes Risiko für mittelständische Unternehmen und Familienunternehmen geschaffen, deren sich viele Betroffene noch gar nicht bewusst sind.

Die Lesart der aktuellen Fassung der Vorschrift lässt vermuten, dass in einschlägigen Fällen zukünftig alle Übertragungen der Anteile des im Ausland lebenden Gesellschafters zu einer Versteuerung in Deutschland führen können. Dies gilt auch, wenn der Wegzug bereits Jahrzehnte zurückliegt und vor dem Wegzug ein entsprechender Vermögenstransfer in eine fiktiv gewerbliche Struktur ohne Versteuerung erfolgte. Selbst ein sogenannter Strukturwandel – Wandel einer gewerblich tätigen Personengesellschaft in eine gewerblich geprägte – der deutschen Holdinggesellschaft kann zukünftig eine Besteuerung der nicht realisierten Gewinne in den Anteilen des Auslandsgesellschafters auslösen.

Damit haben der Gesetzgeber und die Finanzverwaltung eine regelrechte Mauer um Gesellschaftsanteile der betroffenen Gesellschafter gebaut und diese einzementiert. Neben einem Anteilsverkauf mit entsprechendem Liquiditätszufluss können auch Umwandlungen, Einbringungen, Buchwertübertragungen oder Schenkungen zu einer Steuer führen. Gar nicht denken möchte man an den Fall, dass der im Ausland lebende Gesellschafter verstirbt und die Gesellschaftsanteile kraft erbrechtlicher Verfügung übertragen werden.

Von Prof. Zacharias 1946 in Köln gegründet, steht bei der Kanzlei seit Beginn an die persönliche, kompetente Beratung und vertrauensvolle und kontinuierliche Betreuung der Mandanten zu allen steuerlichen und wirtschaftlichen Fragen im Mittelpunkt. Die Aufnahme des Steuerberaters und Wirtschaftsprüfers Josef Demmer spiegelt sich bis heute im Kanzleinamen wider. Zum vierköpfigen Partnerkreis zählen heute neben Willi Engels mit Hans-Josef Demmer und Kai Arnold auch zwei Vertreter der dritten Gesellschaftergeneration.
Zu den Mandanten der überregional tätigen Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungskanzlei zählen Unternehmen unterschiedlicher Größenordnung und Branchen genauso wie Familien und Privatpersonen. Als familiär geführte Partnergesellschaft mit aktuell 20 Mitarbeitern hat die Kanzlei von Hause aus eine besondere Beziehung zu den Anforderungen von familien- und inhabergeführten Unternehmen.

Firmenkontakt
Zacharias & Demmer Wirtschaftsprüfung Steuerberatung
Herr Kai Arnold
Theodor-Heuss-Ring 44
50668 Köln
+49 221 120212
k.arnold@zacharias-demmer.de
http://www.zacharias-demmer.de

Pressekontakt
zB3 Kanzleikommunikation
Peter Marquardt
Kaiser-Wilhelm-Ring 39
40545 Düsseldorf
+49 211 551615
marquardt@zb3.de
http://www.zb3.de

Pressemitteilungen

Steuerrecht: „Schlupflöcher aus purem Gold“

Steuerrecht: "Schlupflöcher aus purem Gold"

Steuerliche Gestaltung mit Goldhandel

Im Rahmen einer Seminarveranstaltung der Berliner Wirtschafts- und Finanzstiftung ( BWF-Stiftung ) führte Dipl.-Kfm. Oliver Over ein Informationsgespräch mit Interessierten aus Wirtschaft und Finanzen.

Durch eine Gesetzesänderung soll das als „Steuermodell Goldfinger“ bezeichnete Steuerschlupfloch geschlossen werden.

Bei dem Namen „Goldfinger“ denkt man z.B. an einen Hollywoodstreifen oder an die Vergoldung mit der Vergötterung in der alten Zeit. Gold ist erst einmal ein Edelmetall und wird im Periodensystem der chemischen Elemente durch das Kürzel Au bezeichnet. Bekannt ist auch, welche Macht von Gold ausgeht. Die Monarchien des Absolutismus beispielsweise nutzten das Gold als Symbol ihrer weltlichen Macht; und heute?

Heute gibt es das Modell „Goldfinger“, und dies war in den vergangenen Jahren nicht nur für wohlhabende Steuerzahler ein beliebtes Steuerschlupfloch. Zwar kritisierte die Öffentlichkeit in der Vergangenheit dieses Steuermodell sehr stark, aber die Rechtmäßigkeit dieses Modells wurde bereits mehrfach von den Gerichten bestätigt.

Das Modell „Goldfinger“ kurz erklärt:

Ein Steuerpflichtiger entschließt sich eines Tages, der Tätigkeit als Goldhändler nachzugehen. Er beteiligt sich dazu als Gesellschafter an einer englischen Personengesellschaft (LLP) mit einem Betrag von z.B. 50.000 Euro.

Die LLP verwendet diese Mittel zum Ankauf von Gold. Der deutsche Steuerpflichtige erstellt, aufgrund seiner Ansässigkeit in Deutschland, eine Gewinnermittlung gem. § 4 Abs. 3 EStG (Einkommensteuergesetz). Die Gewinnermittlung weist einen Verlust von 50.000 Euro aus Gewerbebetrieb aus. Dieser Verlust ist aufgrund der Regelung des § 32b EStG in Deutschland mit anderen Einkünften in voller Höhe steuerlich verrechenbar (negativer Progressionsvorbehalt). Damit kann im Jahr der Anschaffung der für den Kauf des Goldes aufgewendete Betrag in voller Höhe steuerlich geltend gemacht werden.

Angenommen die LLP verkauft nun im Folgejahr den Goldbestand (für 50.000 Euro), dann entsteht damit ein Verkaufserlös, der zugleich als Gewinn zu deklarieren ist (§ 4 Abs.3 EStG). Dieser Gewinn unterliegt in Deutschland allerdings nur dem sog. Progressionsvorbehalt (§ 32b EStG). Das bedeutet, dass steuerfreie Einkünfte (hier 50.000 Euro aus dem Verkauf), die nicht der Einkommensteuer unterliegen, im Rahmen der Berechnung des Steuersatzes zu den übrigen – steuerpflichtigen – Einkünften hinzu addiert werden. Somit ergibt sich ein höherer Steuersatz für das steuerbare Einkommen. Sofern der Steuerpflichtige allerdings sein übriges Einkommen bereits mit dem Höchststeuersatz versteuert, läuft die Regelung der Progression ins leere. In diesem Fall würde sich damit auch der Gewinn aus dem Verkauf in Höhe von 50.000 Euro steuerlich nicht auswirken.

Warum ist dieses Modell erfolgreich?

Der Grund für das Funktionieren dieses Systems liegt in der Anwendung zweier Vorschriften:

1. Die Regelung des § 4 Abs. 3 EStG, welche es erlaubt, die Aufwendungen für den Ankauf von Gold über eine ausländische Personengesellschaft – in der für den deutschen Gesellschafter zu erstellenden deutschen Gewinnermittlung – sofort als Betriebsausgaben und damit als Verlust auszuweisen. Dies wird möglich durch den Umstand, dass der deutsche Gesellschafter nicht dazu verpflichtet ist, eine Bilanz zu erstellen. In einer solchen wären die für den Goldeinkauf eingesetzten Beträge nämlich als Warenbestand und damit gewinnneutral zu buchen;

2. Die Bestimmung des § 32b EStG, wonach ein im Ausland entstehender Verlust im Rahmen des sog. negativen Progressionsvorbehaltes mit anderen inländischen Einkünften in voller Höhe verrechenbar ist.

Welche gesetzlichen Änderungen werden angestrebt?

In der Fachwelt ist dieses Steuermodell bereits deutlich länger bekannt, nun reagiert auch der Gesetzgeber und wird versuchen, dieses Steuerschlupfloch zu schließen. Es soll jetzt zeitnah der Entwurf für ein „JStG 2013 light“ (Jahressteuergesetzt) zur Beratung in den Bundestag eingebracht werden.

Geplant ist, durch Änderung des § 32b EStG die Verrechnung des im Ausland entstehenden Verlustes (aus dem Kauf von Gold) mit anderen inländischen Einkünften im Jahr der Entstehung zu verbieten. Dafür soll der Verlust nun nur noch mit zukünftigen Gewinnen (zum Zeitpunkt des Goldverkaufs) verrechenbar sein.

Dipl.-Kfm. Oliver Over hierzu: „Da es sich allerdings um Verluste aus Gewerbebetrieb handelt, ist es sehr fraglich, ob diese Änderung mit den Grundprinzipien des Steuerrechts und dem Grundgesetz vereinbar ist. Denn eine Differenzierung innerhalb einer Einkunftsart sieht die „Besteuerung nach dem Leistungsfähigkeitsprinzip“ nicht vor. Ob daher eine Änderung des § 32b EStG in dieser Form überhaupt möglich ist, und auf diesem Weg das Ziel der Schließung dieses Steuerschlupflochs tatsächlich erreicht werden kann, bleibt in der Praxis letztendlich der Entscheidung der Gerichte vorbehalten und damit abzuwarten.“

Im Anschluss fand eine rege Diskussion mit Erfahrungsaustausch unter den Teilnehmern statt, und der Wunsch nach weiteren Seminarveranstaltungen wurde geäußert.

V.i.S.d.P.:

Dipl.-Kfm. Oliver Over

Der Verfasser ist für den Inhalt verantwortlich

Die Kempkes Rechtsanwaltsgesellschaft unterstützt ihre Mandanten in rechtlichen und steuerlichen Belangen mit den Beratungsschwerpunkten in den Bereichen Stiftungsgründung und -verwaltung sowie im Medienbereich vorrangig für lizenzrechtliche und urheberrechtliche Themen.
Jahrelange Erfahrung, ein spezialisiertes Wissen sowie eine hohe Fach- und Druchführungskompetenz machen die Kempkes Rechtsanwaltgesellschaft zu einem der ersten Ansprechpartner zu diesen Themen.

Kontakt:
Kempkes Rechtsanwalt GmbH
Oliver Over
Bonner Wall 19
50677 Köln
0221 – 340 90 70
info@finanz-recht.net
http://finanz-recht.net

Pressemitteilungen

Möglichkeiten zum Steuern sparen 2013

ARAG Verbraucher-Information
Düsseldorf, 18.03.2013

Im diesem Jahr können sich viele Beschäftigte über etwas mehr Netto in der Lohntüte freuen. Die Steueränderungen sind zwar alles andere als der angekündigte große Wurf der Regierung. Beispielsweise ist der Abbau der so genannten kalten Progression (also die überproportionale Besteuerung von Einkommenszuwächsen) nicht umgesetzt worden. Es bleibt also dabei, dass Lohnerhöhungen, die die Inflation ausgleichen sollen, zu schleichenden Steuermehrbelastungen führen können. Auch die angekündigte steuerliche Förderung für energetische Sanierung lässt weiter auf sich warten. Trotzdem dürfte bei vielen übers Jahr gesehen mehr auf dem Gehaltskonto landen, meinen ARAG Experten und geben ein paar gute Tipps zum Thema Steuern 2013.

Steuerlicher Grundfreibetrag
Der Bundestag ist der Empfehlung des Vermittlungsausschusses gefolgt und hebt den Grundfreibetrag 2013 und 2014 an. Der steuerliche Grundfreibetrag für das verfassungsrechtlich gebotene Existenzminium steigt in zwei Schritten: Für dieses Jahr beträgt er 8.130 Euro, statt bisher 8.004 Euro. Ab kommendem Jahr erhöht er sich auf 8.354,00 Euro. Am Eingangssteuersatz von 14 Prozent ändert sich nichts. Das Bundesfinanzministerium rechnet dazu vor, dass bei einem Jahresgehalt von 40.800 Euro ein Ehepaar mit zwei Kindern im Jahr 2013 um 198 Euro entlastet wird.

Gesundheitskosten
Kosten für Zahnersatz, Brillen, Kuren und Zuzahlungen zu Rezepten können bei der Einkommensteuererklärung als außergewöhnliche Belastungen berücksichtigt werden. Dies gilt jedoch nur, wenn die Kosten über der zumutbaren Eigenbelastung liegen. Diese Grenze richtet sich nach dem Familienstand, der Anzahl der Kinder und dem Gesamtbetrag der Einkünfte. Bei einer Familie mit drei Kindern und Einkünften von 40.000 Euro wird der zumutbare Eigenanteil beispielsweise bei 400 Euro überschritten. Die über diese Grenze gehenden Kosten können steuerlich geltend gemacht werden. Für die Steuererklärung des vergangenen Jahres können auch die damals noch fälligen Praxisgebühren berücksichtigt werden. Außerdem ist es nicht zwingend nötig, dass der Nachweis einer Krankheit vor Behandlungsbeginn durch Amts- oder Vertrauensärztliches Gutachten geführt wird. Der Nachweis kann auch später – zum Beispiel durch Bestätigung des Facharztes oder Hausarztes erbracht werden. (BHF, Az.: VI R 17/09; VI R 16/09).

Werbungskosten
Auch die Anschaffung von Fachbüchern, Berufsbekleidung oder Fortbildungen können die Steuerlast senken. Wirksam werden die Ausgaben aber erst, wenn sie über dem Arbeitnehmerpauschbetrag von 1.000 Euro liegen. Auch Kosten für Schreibtisch, Regale im Arbeitszimmer oder einen Computer sind in der Regel absetzbar, und zwar bis zu einem Grenzwert von netto 410 Euro je Wirtschaftsgut sofort. Darüber hinaus kann ein Abschreibungsbetrag geltend gemacht werden, der sich nach der Nutzungsdauer des Gegenstandes richtet. Der Bundesfinanzhof hat nun entschieden, dass auch Aufwendungen für einen separat angemieteten PKW-Stellplatz im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung als Werbungskosten zu berücksichtigen sein können (BFH, Az.: VI R 50/11).

Spenden
Das gesamte Jahr werben gemeinnützige Organisationen um Spender. Wer mit finanziellen Mitteln etwas Gutes tut, sollte das auch seinem Finanzamt sagen. Kirchliche, mildtätige und gemeinnützige Spenden können bis zu einer Höhe von 20 Prozent des sogenannten Gesamtbetrags der Einkünfte als Sonderausgaben von der Steuer abgesetzt werden, sie reduzieren also die Summe der Einkünfte und damit auch die Steuerlast. Überschreiten die geleisteten Spenden diesen Höchstbetrag, können diese in die nächsten Jahre vorgetragen und dann steuerlich geltend gemacht werden, so ARAG Experten. Ohne Beleg funktioniert das aber nicht. Bei Spenden bis 200 Euro genügt die Vorlage eines Kontoauszuges, bei höheren Beträgen braucht der Spender eine formale Spendenbescheinigung.

Kinderbetreuung
Seit letztem Jahr können alle Eltern die Kosten für die Betreuung ihrer Kinder im Alter bis 14 Jahre von der Steuer absetzen. Als Sonderausgaben können pro Jahr zwei Drittel der Kosten, maximal aber 4.000 Euro abgezogen werden. Entsprechende Belege wie der Betreuungsvertrag oder Kontoauszüge sollten daher für die Einkommensteuererklärung aufgehoben werden.

Freistellungsaufträge
Seit dem Jahr 2009 müssen private Anleger auf ihre Kapitalgewinne eine Abgeltungssteuer zahlen: 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer behalten Kreditinstitute automatisch ein. Erträge bis 801 Euro bzw. 1.602 Euro bei zusammenveranlagten Ehepaaren, sind jedoch steuerfrei. Um diesen Sparer-Pauschbetrag zu nutzen, muss der Bank ein Freistellungsauftrag erteilt werden. Steuerzahler, die mehrere Konten bei verschiedenen Banken unterhalten, sollten den Pauschbetrag entsprechend der zu erwartenden Gewinne auf die jeweiligen Konten verteilen. Laut ARAG Experten dürfen Banken und Sparkassen für die Verwaltung und Änderung von Freistellungsaufträgen keine Gebühren verlangen (BGH, Az.: XI ZR 269/96 und BVerfG, Az.: 1 BvR 1821/97).

Download des Textes:
http://www.arag.de/rund-ums-recht/rechtstipps-und-urteile/job-und-finanzen

Aktuelle Meldungen finden Sie auch bei Twitter: http://www.twitter.com/ARAG

Der ARAG Konzern ist das größte Familienunternehmen in der deutschen Assekuranz. Die ARAG versteht sich als vielseitiger Qualitätsversicherer. Neben ihrem Schwerpunkt im Rechtsschutzgeschäft bietet sie ihren Kunden bedarfsorientierte Produkte und Services aus einer Hand auch über die leistungsstarken Tochterunternehmen im deutschen Komposit-, Kranken- und Lebensversicherungsgeschäft sowie die internationalen Gesellschaften und Beteiligungen in 13 weiteren europäischen Ländern und den USA – viele davon auf führenden Positionen in ihrem jeweiligen Rechtsschutzmarkt. Mit knapp 3.500 Mitarbeitern erwirtschaftet der Konzern ein Umsatz- und Beitragsvolumen von knapp 1,5 Milliarden EUR.

Kontakt
ARAG SE
Brigitta Mehring
ARAG Platz 1
40472 Düsseldorf
0211-963 2560
brigitta.mehring@arag.de
http://www.ARAG.de

Pressekontakt:
redaktion neunundzwanzig
Thomas Heidorn
Lindenstraße 14
50676 Köln
0221-92428215
thomas@redaktionneunundzwanzig.de
http://www.ARAG.de

Pressemitteilungen

UNI.DE hilft bei der Unternehmensgründung

UNI.DE informiert über die verschiedenen Rechtsformen und gibt Tipps zur Selbständigkeit

UNI.DE hilft bei der Unternehmensgründung

UNI DE – das Studentenportal

Wer ein Unternehmen gründen möchte, der steht vor vielen Fragen. Aber zu den Wichtigsten gehört die Wahl der richtigen Rechtsform. Welche Rechte und Pflichten ergeben sich, wie ist die Haftung, welches Kapital muss ich aufbringen? UNI.DE stellt im Online Magazin die sogenannten Personengesellschaften und Juristischen Personen mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen vor. Und erklärt den Unterschied zwischen freiberuflich, selbstständig und gewerbetreibend.

Welche Rechtsform sollten Gründer wählen?
Zu den sogenannten Personengesellschaften gehören Einzelfirma, Offene Handelsgesellschaft (OHG), Kommanditgesellschaft (KG) und die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR). Die Rahmenbedingungen der OHG und KG regelt das Handelsgesetzbuch (HGB). Die Rechtsform der GbR wird auch BGB-Gesellschaft genannt, weil ihre gesetzlichen Rahmenbestimmungen im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) geregelt sind. Wer mit seinem Unternehmen Größeres plant, der sollte sich die Rechtsformen der Aktiengesellschaft und der Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) genauer ansehen.

Step by step zur Selbstständigkeit
Wer sich selbstständig machen will oder freiberuflich arbeiten möchte, sollte sich zunächst bei seinem zuständigen Finanzamt informieren. Denn zwischen freiberuflich und gewerbetreibend gibt es gerade steuerlich große Unterschiede. Es müssen z.B. nicht alle Freiberufler, Selbstständige oder Gewerbetreibende Umsatzsteuer ausweisen. Doch bevor die erste Rechnung geschrieben werden kann, ist es wichtig in Erfahrung zu bringen, welche Steuern noch zu zahlen sind. Neben der Gewerbesteuer, ist auch noch die Einkommensteuer fällig. Grundsätzlich sollte vor jeder Aufnahme einer Selbstständigkeit ein Steuerberater zu Rate gezogen werden.

Weitere Abgaben für Selbstständige
Wer selbständig oder freiberuflich arbeitet, der muss sich gut versichern. Neben einer Krankenversicherung sollten auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung, sowie Haftplicht-, und Rechtsschutzversicherungen abgeschlossen werden. Eine wichtige Versicherung für Freiberufler und Selbstständige ist auch die Rentenversicherung. Mittlerweile gibt es sogar die Möglichkeit, gegen einen geringen monatlichen Beitrag, eine Arbeitslosenversicherung abzuschließen.

Weitere wichtige Informationen und Tipps zur Selbständigkeit gibt es im UNI.DE Online-Magazin unter: http://uni.de/geld-finanzen-artikel

UNI.DE wurde 1997 von Studenten gegründet und ist heute mit über einer Million Besuchern monatlich eine der führenden deutschsprachigen Onlineplattformen für die studentische Zielgruppe. Schwerpunkte auf UNI.DE sind Services wie Free E-Mail, Free SMS, das Hochschulportal mit ganzseitigen Portraits von über 400 staatlichen und privaten Bildungseinrichtungen sowie das UNI.DE Magazin mit interessanten Monatsthemen wie „Anfang“, „Angst“ oder „Überfluss“ und Spezialthemen wie „Nachhaltigkeit“ oder „Tierleben“. Im Online-Magazin schreiben auch Studenten zu vielfältigen Themen aus Politik, Zeitgeschehen und Gesellschaft. UNI.DE TV ergänzt in einem separaten Video-Bereich die Magazin-Themen durch regelmäßige Standpunkt-Umfragen unter Studenten oder persönlichen Interviews mit Professoren. Hinzu kommt ein breites Angebot von Informationen und News rund um Studium, Karriere und Studentenleben. Mit der Künstlerplattform studentART spricht UNI.DE gezielt kunstaffine Studenten an und präsentiert deren Werke. Darüber hinaus bieten Kooperationen mit Partnern wie ImmobilienScout24 oder Mitfahrgelegenheit.de weitere Hilfen und Unterstützung für die vielen Lebenslagen junger Menschen.

Kontakt:
UNI.DE GmbH
Maria Baum
Schießstättstr. 28
80339 München
+49.89.500 59 585
presse@uni.de
http://www.uni.de