Tag Archives: Einkommensteuer

Pressemitteilungen

Übungsleiter können Verluste jetzt erweitert absetzen

Nebenberufliche Tätigkeiten als Übungsleiter werden oft geringfügig vergütet. In der Praxis stehen der Vergütung indes häufig Ausgaben gegenüber. Ab sofort ist ein erweiterter Verlustabzug in der Einkommensteuererklärung zulässig. Der Bundesfinanzhof (BFH) hat jüngst entschieden, dass Aufwendungen aus einer nebenberuflichen Tätigkeit als Übungsleiter steuerlich selbst dann berücksichtigt werden können, wenn die steuerfreien Einnahmen unterhalb des Übungsleiterfreibetrags liegen. Allerdings setzt der steuerliche Abzug eine Gewinnerzielungsabsicht bei der Übungsleitertätigkeit voraus. „Handelt es sich lediglich um ein Hobby, so müssen die Ausgaben vom Finanzamt weiterhin nicht anerkannt werden“, erklärt Hans Daumoser, Vorstand der Lohnsteuerhilfe Bayern e. V.

Im verhandelten Fall machte ein Übungsleiter seinen Verlust aus selbständiger Tätigkeit in der Einkommensteuererklärung geltend, seine Einnahmen blieben jedoch unter dem Übungsleiterfreibetrag in Höhe von 2.400 Euro im Jahr zurück. Das Finanzamt wollte den Verlust nicht als Betriebsausgaben anerkennen. Es begründete seine Entscheidung damit, dass weder die Ausgaben, noch die Einnahmen in ihrer Höhe über dem Übungsleiterfreibetrag lagen und damit nicht steuerlich relevant seien.

Der BFH sah es anders. Seiner Auffassung nach darf der vom Gesetzgeber bezweckte Steuervorteil für nebenberufliche Übungsleiter sich nicht in einen Steuernachteil umkehren. Jedoch ist beim erweiterten Verlustabzug aus der Übungsleitertätigkeit die Absicht, einen Einnahmenüberschuss zu erzielen, Voraussetzung. Wo liegt aber die Grenze zwischen Liebhaberei und Gewinnerzielung? Das Finanzamt geht normalerweise von einem Hobby aus, wenn die Einnahmen die Kosten regelmäßig nur decken oder die Kosten die Einnahmen ständig überschreiten.

www.lohi.de/steuertipps

Die Lohi (Lohnsteuerhilfe Bayern e. V.) mit Hauptsitz in München wurde 1966 als Lohnsteuerhilfeverein gegründet und ist in rund 320 Beratungsstellen bundesweit aktiv. Mit über 650.000 Mitgliedern ist der Verein einer der größten Lohnsteuerhilfevereine in Deutschland. Die Lohi zeigt Arbeitnehmern, Rentnern und Pensionären – im Rahmen einer Mitgliedschaft begrenzt nach § 4 Nr. 11 StBerG – alle Möglichkeiten auf, Steuervorteile zu nutzen.

Firmenkontakt
Lohnsteuerhilfe Bayern e. V.
Jörg Gabes
Werner-von-Siemens-Str. 5
93128 Regenstauf
09402 503159
info@lohi.de
http://www.lohi.de

Pressekontakt
Lohnsteuerhilfe Bayern e. V.
Nicole Janisch
Werner-von-Siemens-Str. 5
93128 Regenstauf
09402 503147
presse@lohi.de
http://www.lohi.de

Bildquelle: ARochau

Pressemitteilungen

Beim Einstand und Ausstand zahlt das Finanzamt mit

Die Hälfte aller Angestellten ist mit ihrem aktuellen Job unzufrieden und möchte gerne den Arbeitgeber wechseln, wie eine Studie der ManpowerGroup aus dem Jahr 2018 besagt. Zu kündigen fällt dennoch vielen schwer, denn die Deutschen lieben das Gefühl von Sicherheit und das Bekannte. So nimmt nur ein kleiner Prozentsatz der Wechselwilligen tatsächlich einen neuen Job an. Dies ist häufig mit einem Ausstand in der alten Firma und einem Einstand beim neuen Arbeitgeber verbunden. Die Kosten dafür sind nicht alleine zu tragen, denn das Finanzamt kann beteiligt werden.

Von den alten Kollegen möchte man sich ordentlich verabschieden und gut in Erinnerung bleiben. Bei den neuen Kollegen möchte man von Beginn an einen guten Eindruck hinterlassen und deshalb einen standesgemäßen Einstand organisieren. Häufig läuft es auf einen Umtrunk mit kleinen Häppchen hinaus. Damit die getätigten Aufwendungen als Werbungskosten bei der Einkommensteuererklärung geltend gemacht werden können, sind die Rechnungen auf jeden Fall für das Finanzamt aufzuheben.

Damit es keine Nachfragen gibt, sollte die Höhe der Aufwendungen zur beruflichen Stellung und der Anzahl der Gäste passen. Einen echten Steuerbonus gibt es jedoch nur, wenn die Summe der Werbungskosten eines Jahres die Pauschale von 1.000 Euro überschreitet. Hierfür sind neben den Ein- und Ausstandkosten in erster Linie die Entfernungspauschale, aber auch Bewerbungskosten, Fortbildungskosten oder Kosten für Fachliteratur und Arbeitsmaterialen miteinzubeziehen.

In der Vergangenheit wurden Feiern in der Firma oft nicht vom Fiskus anerkannt. Doch neuere Urteile bekräftigen den Abzug, wenn es um eine beruflich motivierte Feier geht. Da Ein- oder Ausstände in der Regel in den Räumlichkeiten der Firma mit Kollegen und Vorgesetzten während oder im Anschluss an die Arbeitszeit stattfinden, lassen sich diese deutlich von einer – nicht absetzbaren – privaten Feier abgrenzen.

www.lohi.de/steuertipps

Die Lohi (Lohnsteuerhilfe Bayern e. V.) mit Hauptsitz in München wurde 1966 als Lohnsteuerhilfeverein gegründet und ist in rund 320 Beratungsstellen bundesweit aktiv. Mit über 650.000 Mitgliedern ist der Verein einer der größten Lohnsteuerhilfevereine in Deutschland. Die Lohi zeigt Arbeitnehmern, Rentnern und Pensionären – im Rahmen einer Mitgliedschaft begrenzt nach § 4 Nr. 11 StBerG – alle Möglichkeiten auf, Steuervorteile zu nutzen.

Firmenkontakt
Lohnsteuerhilfe Bayern e. V.
Jörg Gabes
Werner-von-Siemens-Str. 5
93128 Regenstauf
09402 503159
info@lohi.de
http://www.lohi.de

Pressekontakt
Lohnsteuerhilfe Bayern e. V.
Nicole Janisch
Werner-von-Siemens-Str. 5
93128 Regenstauf
09402 503147
presse@lohi.de
http://www.lohi.de

Bildquelle: dusanpetkovic1

Pressemitteilungen

Vom Entlastungsbetrag für Alleinerziehende richtig profitieren

Rund 1,6 Millionen Mütter und Väter sind alleinerziehend und müssen Kindererziehung, Haushalt und Job unter einen Hut bringen. Sie profitieren im Gegensatz zu Verheirateten nicht vom Splittingtarif bei der Steuer und müssen allein für Miete, Gas, Wasser und Strom aufkommen. Zwar hilft der Kindesunterhalt, die Lebenshaltungskosten zu decken, doch ist das finanzielle Korsett oft sehr eng, da in vielen Fällen nur in Teilzeit gearbeitet werden kann. Um einen steuerlichen Ausgleich zu schaffen, hat der Gesetzgeber die Steuerklasse II für Alleinerziehende eingeführt und gewährt einen Entlastungsbetrag.

Der Entlastungsbetrag in Steuerklasse II

Verheiratete haben durch den Splittingtarif bei unterschiedlichen Einkommenshöhen einen großen Steuervorteil. „Dieser sollte bei einer Trennung noch maximal, also bis zum Jahresende, ausgeschöpft werden“, erklärt Mark Weidinger, Vorstand der Lohnsteuerhilfe Bayern e. V. (Lohi). Dann sollte schnellstmöglich in die Steuerklasse II gewechselt werden, denn nur dort gibt es für Alleinerziehende den sogenannten Entlastungsbetrag in Höhe von 1.908 Euro je Kalenderjahr.

Der Entlastungsbetrag wird nur einmal und nicht pro Kind gewährt. Jedoch erhöht er sich für jedes weitere Kind um 240 Euro. Es handelt sich um einen Steuerfreibetrag, der Alleinerziehende finanziell entlastet, indem er deren Steuerlast reduziert. Er steht auch Verwitweten mit Steuerklasse III zu, wenn sie die Voraussetzungen erfüllen. Allerdings wird er nicht automatisch berücksichtigt, es muss ein extra Antrag gestellt werden.

Voraussetzungen für den Entlastungsbetrag

Um den Entlastungsbetrag zu erhalten, muss man steuerlich gesehen als alleinerziehend gelten und vier Bedingungen erfüllen. Erstens muss mindestens ein Kind bei dem Alleinerziehenden mit Wohnsitz gemeldet sein und in dessen Haushalt leben. Zweitens muss für das Kind oder die Kinder der Anspruch auf Kindergeld erfüllt sein. Drittens darf der Splittingtarif nicht mehr zum Tragen kommen, mit Ausnahme beim Tod des Ehegatten. Zu guter Letzt darf keine Haushaltsgemeinschaft mit einer volljährigen Person vorliegen, es sei denn, es handelt sich um das eigene Kind, für das noch Anspruch auf Kindergeld besteht.

Eine Haushaltsgemeinschaft liegt z. B. bereits vor, wenn der 30-jährige Student noch im Hotel Mama lebt. In diesem Fall wird der Entlastungsbetrag nicht gewährt, weil das Finanzamt davon ausgeht, dass der Haushalt gemeinsam geführt wird. Dass dem nicht so ist, müsste dem Finanzamt nachgewiesen werden, was in der Praxis eher schwierig ist.

Das Ende des Entlastungsbetrags

Das Finanzamt verweigert den Entlastungsbetrag ebenfalls, wenn mehrere Alleinerziehende mit ihren Kindern eine Wohngemeinschaft gründen. Auch wenn jeder Elternteil für die Erziehung seines Kindes allein verantwortlich ist, so bringt eine Wohngemeinschaft doch einige wirtschaftliche Vorteile. Leider zum Nachteil des Entlastungsbetrags. Ebenfalls Pech hat derjenige Alleinerziehende, der bei seinen Eltern wieder einzieht -ob wegen des finanziellen Vorteils oder der Kinderbetreuung. Alleinerziehende müssen für die Steuerklasse II alleine wohnen.

Hat die oder der Alleinerziehende einen neuen Partner, so fällt der Entlastungsbetrag mit dem Monat, in dem beide zusammenziehen, weg. Er wird nur für jeden vollen Kalendermonat, in dem alle Voraussetzungen erfüllt sind, zu einem Zwölftel gewährt. Bei einer Heirat ohne vorheriges Zusammenwohnen entfällt der Entlastungsbetrag sogar für das gesamte Jahr, da der Splittingtarif rückwirkend gewährt wird und die monatlich gewährten Steuervorteile im Rahmen der Einkommensteuererklärung wieder angerechnet werden.

Verdoppelung des Entlastungsbetrags

Der Entlastungsbetrag wird nur dem einen Elternteil gewährt, der für das Kind das Kindergeld erhält. Bei zwei oder mehr Kindern können jedoch beide Elternteile den Entlastungsbetrag in Anspruch nehmen, wenn sie sich abwechselnd um den Nachwuchs kümmern. „Dafür müssen die Kinder bei beiden Eltern gemeldet sein und das Kindergeld muss zwingend zwischen beiden aufgeteilt werden, so dass jeder für ein Kind Kindergeld erhält“, so der Steuerexperte der Lohi.

Antrag Steuerklasse II

Für den Entlastungsbetrag wird die Steueridentifikationsnummer des Kindes benötigt. Sie wurde nach der Geburt des Kindes ausgestellt und zugesandt. Sollte diese abhandengekommen sein, kann sie beim Bundeszentralamt für Steuern angefragt werden. Das Lohnsteuerabzugsmerkmal für den Entlastungsbetrag ist einmalig zu beantragen und wird dem Arbeitgeber automatisch durch das Finanzamt mitgeteilt, so dass das monatliche Netto von Alleinerziehenden steigt.
Alternativ kann auch rückwirkend für das vergangene Steuerjahr der Entlastungsbetrag zusammen mit der Einkommensteuererklärung beantragt werden. Hierfür müssen in der Anlage Kind die richtigen Eintragungen gemacht werden. In Folge kommt es für dieses Jahr meist zu einer Steuerrückzahlung. Die Lohi ist hierbei gerne behilflich.

www.lohi.de/steuertipps

Die Lohi (Lohnsteuerhilfe Bayern e. V.) mit Hauptsitz in München wurde 1966 als Lohnsteuerhilfeverein gegründet und ist in rund 320 Beratungsstellen bundesweit aktiv. Mit über 650.000 Mitgliedern ist der Verein einer der größten Lohnsteuerhilfevereine in Deutschland. Die Lohi zeigt Arbeitnehmern, Rentnern und Pensionären – im Rahmen einer Mitgliedschaft begrenzt nach § 4 Nr. 11 StBerG – alle Möglichkeiten auf, Steuervorteile zu nutzen.

Firmenkontakt
Lohnsteuerhilfe Bayern e. V.
Jörg Gabes
Werner-von-Siemens-Str. 5
93128 Regenstauf
09402 503159
info@lohi.de
http://www.lohi.de

Pressekontakt
Lohnsteuerhilfe Bayern e. V.
Nicole Janisch
Werner-von-Siemens-Str. 5
93128 Regenstauf
09402 503147
presse@lohi.de
http://www.lohi.de

Bildquelle: pololia

Pressemitteilungen

Privatinsolvenz und ihre Auswirkungen auf die Einkommensteuer

Rund 80.000 Privatpersonen melden jährlich eine private Insolvenz in Deutschland an. Die Ursachen einer Überschuldung liegen nicht nur in überzogenem Konsumverhalten, sondern auch in Lebensereignissen wie Scheidung, Krankheit, Arbeitslosigkeit und gescheiterter Selbstständigkeit. Wird vom Schuldner eine Privatinsolvenz beantragt, wirkt sich das auf die Einkommensteuererklärung aus. Welche Wechselwirkungen es gibt, wird im Folgenden beschrieben.

Die Privatinsolvenz, auch Verbraucherinsolvenz genannt, ist ein Gerichtsverfahren, das die Zahlungsunfähigkeit einer Privatperson regelt und innerhalb weniger Jahre zu deren Entschuldung führt. Arbeitnehmer müssen ihr Vermögen und Einkommen über der festgelegten Pfändungsfreigrenze dazu einsetzen, ihre Schulden zu tilgen. Wird ein Insolvenzverfahren eröffnet, so wird dem Schuldner zunächst eine neue Steuernummer zugewiesen.

Insolvenzverwalter und Steuererklärung

Im Rahmen eines Insolvenzverfahrens wird für den Schuldner ein Insolvenzverwalter bestellt. Dessen Aufgabe ist es, die verfügbaren Gelder unter den Gläubigern aufzuteilen. Und er ist verpflichtet, für den Schuldner die Steuererklärung zu übernehmen. Solange das Verfahren läuft, erstellt der Insolvenzverwalter die Steuererklärung – auch rückwirkend – und reicht diese beim Finanzamt ein.

Der Schuldner kann sich aber nicht auf die faule Haut legen, er muss seinem Insolvenzverwalter alle Informationen, Daten, Dokumente und Unterlagen für die Einkommensteuer zur Verfügung stellen. Muss der Insolvenzverwalter einen Lohnsteuerhilfeverein oder Steuerberater für die Einkommensteuererklärung zu Rate ziehen, muss der Schuldner die Kosten nicht aus seiner Tasche, die den unpfändbaren Anteil seines Einkommens enthält, begleichen. Diese Kosten fließen in die Insolvenzmasse mit ein.

Kosten für den Insolvenzverwalter absetzen

Der Insolvenzverwalter selbst muss für seine Arbeit natürlich bezahlt werden. Seine Vergütung und der Ersatz seiner Auslagen können in bestimmten Fällen von der Einkommensteuer als außergewöhnliche Belastungen abgesetzt werden. Damit dies zutrifft, müssen die Kosten für den Insolvenzverwalter zwangsläufig sein. Das bedeutet, die Insolvenz darf nicht durch das Verhalten des Steuerpflichtigen mutwillig selbst herbeigeführt worden sein, sondern muss ihm zwangsläufig, z. B. durch Krankheit, Unfall oder Tod des Ehepartners, entstanden sein.

Aufteilung der Lohnsteuerklassen bei Insolvenz

Betrifft die Insolvenz nur einen Ehepartner, dann könnten die Eheleute darüber nachdenken, die Lohnsteuerklassen vor der Eröffnung des Insolvenzverfahrens zu wechseln. Der gepfändete Ehepartner könnte die Lohnsteuerklasse V nehmen, da ihm diese die größte Steuerlast beschert. Dadurch stünde weniger pfändbares Einkommen zur Verfügung, das Haushaltsbudget des Ehepaars würde sich dadurch während des Pfändungszeitraums aber verbessern.

Sofern keine sachlichen Gründe für dieses Vorgehen vorliegen, könnte es vom Insolvenzverwalter als Missbrauch gewertet werden und die Entschuldung gefährden. Sachliche Begründungen sind z. B. berechtigte Interessen des Ehepartners oder familiäre Verpflichtungen. Leben mehrere unterhaltspflichtige Kinder im Haushalt der Familie, ist die Höhe des Haushaltsbudgets für den solventen Ehegatten durchaus relevant. Ob eine Änderung der Lohnsteuerklassen gerechtfertigt ist, sollte sicherheitshalber mit dem Schuldnerberater oder Insolvenzverwalter besprochen werden

Insolvenz und Steuerrückerstattung

Problematisch kann es werden, wenn ein Ehepartner insolvent ist und beide Ehegatten zusammen veranlagt sind. Im Falle einer Steuerrückerstattung ginge dann die gesamte Rückerstattung vom Finanzamt an den Insolvenzverwalter, der sie wiederum unter den Gläubigern aufteilt. Der nicht verschuldete Ehepartner ginge in einem solchen Fall leer aus. Daher ist es ratsam, dass der Ehepartner, der die Steuererklärung mitunterschreibt, im Vorfeld eine Aufteilung der Erstattung beim Finanzamt beantragt. So geht der Splittingvorteil nicht verloren, die Rückerstattung wird jedoch dem einzelnen Steuerpflichtigen zugewiesen.

www.lohi.de/steuertipps

Die Lohi (Lohnsteuerhilfe Bayern e. V.) mit Hauptsitz in München wurde 1966 als Lohnsteuerhilfeverein gegründet und ist in rund 320 Beratungsstellen bundesweit aktiv. Mit über 650.000 Mitgliedern ist der Verein einer der größten Lohnsteuerhilfevereine in Deutschland. Die Lohi zeigt Arbeitnehmern, Rentnern und Pensionären – im Rahmen einer Mitgliedschaft begrenzt nach § 4 Nr. 11 StBerG – alle Möglichkeiten auf, Steuervorteile zu nutzen.

Firmenkontakt
Lohnsteuerhilfe Bayern e. V.
Jörg Gabes
Werner-von-Siemens-Str. 5
93128 Regenstauf
09402 503159
info@lohi.de
http://www.lohi.de

Pressekontakt
Lohnsteuerhilfe Bayern e. V.
Nicole Janisch
Werner-von-Siemens-Str. 5
93128 Regenstauf
09402 503263
n.janisch@lohi.de
http://www.lohi.de

Bildquelle: Drobot Dean

Pressemitteilungen

Gemeinsam in die Arbeit und jeder rechnet für sich ab?

Durch den individuellen Autoverkehr wird die Umwelt belastet. Warum nicht umweltfreundliche Fahrgemeinschaften für den Weg zur Arbeit bilden und dabei Steuern sparen? Das lässt sich realisieren, wenn die Arbeitszeiten der wohnortnahen Kollegen mit den eigenen übereinstimmen. Dieses Verhalten wird vom Fiskus belohnt. Die Entfernungspauschale gilt für jeden Arbeitstag, unabhängig davon, ob man Selbstfahrer oder Mitfahrer ist.

Identische Entfernungspauschale
Wer mit seinem Auto alleine in die Arbeit fährt, kann für jeden Entfernungskilometer zwischen seiner Wohnung und Arbeit 30 Cent absetzen. Pro Arbeitstag geht das einmal. Einen Höchstbetrag gibt es nicht. Wer sich von seinem Arbeitskollegen chauffieren lässt und mitfährt, kann genau den gleichen Betrag absetzen. Allerdings dürfen Mitfahrer nur bis zu 4.500 Euro Entfernungspauschale in Anspruch nehmen.

Höchstbetrag hoch angesetzt
Der Höchstbetrag entspricht umgerechnet einer Wegstrecke von 15.000 Kilometern. Wenn zum Beispiel bei einer vierköpfigen Fahrgemeinschaft an insgesamt 228 Arbeitstagen jeder zu gleichen Teilen abwechselnd der Fahrer ist, kommt jeder auf 57 Fahrer- und 171 Mitfahrertage. Die Höchstgrenze wird bei Mitfahrertagen dann bei 87 Kilometern täglicher Entfernung zur Arbeit erreicht. Sie ist also recht hoch angesetzt und wird in der Regel nicht ausgeschöpft.

Umwege werden nicht berücksichtigt
Werden weitere Kollegen unterwegs eingesammelt und wird ein Umweg zum Betrieb gefahren, kann dieser im Rahmen der Entfernungspauschale nicht geltend gemacht werden. Größere Umwege, um einen Kollegen abzuholen, rentieren sich steuerlich gesehen also nicht, wenn man sich beim Fahren abwechselt. Da ist es besser, es wird an einem zentralen Knotenpunkt ein Treffpunkt vereinbart, zu dem jeder selbst hinfährt und von dort aus wird dann gemeinsam weitergefahren.

Gut für die Umwelt und den Geldbeutel
Wechseln sich die Mitglieder einer Fahrgemeinschaft beim Fahren und Mitfahren ab, so rentiert sich das für alle. Und ein Beitrag zum Klimaschutz ist allemal geleistet, da Benzin, Abgase und Feinstaub durch Reifenabnutzung eingespart wurden. Und auch die Lebensdauer des eigenen Autos steigt durch die geringere Kilometerzahl und die geringere Abnutzung von Verschleißteilen. Was wieder gut fürs eigene Portemonnaie ist. Also mal das berufliche Umfeld checken, ob sich hier nicht ungenutzte Möglichkeiten ergeben!

www.lohi.de/steuertipps

Die Lohi (Lohnsteuerhilfe Bayern e. V.) mit Hauptsitz in München wurde 1966 als Lohnsteuerhilfeverein gegründet und ist in rund 320 Beratungsstellen bundesweit aktiv. Mit über 650.000 Mitgliedern ist der Verein einer der größten Lohnsteuerhilfevereine in Deutschland. Die Lohi zeigt Arbeitnehmern, Rentnern und Pensionären – im Rahmen einer Mitgliedschaft begrenzt nach § 4 Nr. 11 StBerG – alle Möglichkeiten auf, Steuervorteile zu nutzen.

Firmenkontakt
Lohnsteuerhilfe Bayern e. V.
Jörg Gabes
Werner-von-Siemens-Str. 5
93128 Regenstauf
09402 503159
info@lohi.de
http://www.lohi.de

Pressekontakt
Lohnsteuerhilfe Bayern e. V.
Nicole Janisch
Werner-von-Siemens-Str. 5
93128 Regenstauf
09402 503263
n.janisch@lohi.de
http://www.lohi.de

Bildquelle: estradaanton

Pressemitteilungen

So drücken Senioren ihre Steuerlast

Die seit 2005 geltende Rentenbesteuerung führt dazu, dass Jahr für Jahr mehr Rentner von einer Besteuerung betroffen sind. Denn mit jedem späteren Renteneintrittsjahr steigt der zu versteuernde Rentenanteil und der damit verbundene Freibetrag sinkt. Künftige Rentnerjahrgänge müssen bereits mit geringeren Bezügen Steuern zahlen, als dies bei früheren Jahrgängen der Fall war. Wer im Jahr 2019 in Rente geht, muss 78 Prozent seiner Rente versteuern. Es bleiben also nur noch 22 Prozent der Jahresrente steuerfrei.

Die jährlichen Anpassungen der Rente an das Lohnniveau sind ebenfalls in voller Höhe steuerpflichtig. 2019 rutschen durch die Rentenerhöhung 48.000 Rentner in die Steuerpflicht, die bisher befreit waren. Ein Viertel aller Rentner, knapp fünf Millionen Senioren, müssen 2019 ihre Steuererklärung abgeben. Dies beschert dem Bundesfinanzministerium 410 Millionen Euro zusätzlich. Wer in der Rente Steuern zahlen muss, kann die Steuerlast mindern. Hans Daumoser, Vorstand der Lohi (Lohnsteuerhilfe Bayern e. V.), stellt nachfolgend die sieben effektivsten Steuertipps für Rentner vor.

Sonderausgaben

„Zunächst dürfen laut Gesetz die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung als Sonderausgaben abgesetzt werden“, so der Steuerexperte der Lohi. „Das sind immerhin schon rund elf Prozent der Rente.“ Auch Beiträge zur Haftpflicht-, Unfall- oder Zahnzusatzversicherung kommen in Frage, wenn die steuerliche Höchstgrenze noch nicht erreicht wurde. Nicht zu vergessen sind die sonstigen Sonderausgaben, wie ein Versorgungsausgleich, Unterhaltsleistungen, die Kirchensteuer, Parteibeiträge oder Spenden. In den meisten Fällen wird der Pauschbetrag von 36 Euro (72 Euro bei gemeinsamer Veranlagung) überschritten.

Haushaltsnahe Dienstleistungen

Werden haushaltsnahe Dienstleistungen in Anspruch genommen, können die Kosten dafür zu 20 Prozent abgesetzt werden. Darunter fallen nicht nur die Kosten für eine Putzhilfe oder ambulante Pflege, sondern auch der Hausnotruf. Wer krankheitsbedingt in einem Pflegeheim wohnen muss, kann alle Dienstleistungen im Heim, auch für den Haarschnitt oder die Fußpflege, als haushaltsnahe Dienstleistung geltend machen. Mieter finden häufig auch Posten in der Nebenkostenabrechnung des Vermieters, die absetzbar sind.
Ähnlich zu den haushaltsnahen Dienstleistungen lassen sich auch Handwerkerrechnungen in der Rente von der Steuer absetzen.

Außergewöhnliche Belastungen

Alle Ausgaben, die unter die außergewöhnlichen Belastungen fallen, sollten für die Steuererklärung addiert werden. Dies sind z. B. die Kosten für die Brille, das Hörgerät, den Zahnersatz oder den Rollator. Auch nicht verschreibungspflichtige Medikamente auf Rezept, Zuzahlungen bei der Physiotherapie, Honorare für Heilpraktiker oder vom Arzt verordnete medizinische Behandlungen, die die Krankenkasse nicht übernommen hat, können in der Steuererklärung angegeben werden. Wissenschaftlich nicht anerkannte Behandlungen müssen zuvor vom Amtsarzt attestiert werden.

Fahrtkosten zum Arzt, zur Physiotherapie oder ins Krankenhaus können mit 30 Cent pro Kilometer berücksichtigt werden. Viele einzelne kleinere Rechnungen können hier am Ende ins Gewicht fallen. Und große Investitionen wie in einen Treppenlift, im Zuge eines alters- oder behindertengerechten Umbaus des Eigenheims, machen sich richtig bemerkbar. Es kommt zwar die zumutbare Belastung zum Tragen, bevor etwas abgesetzt werden kann, aber die ist bei kleineren Renten nicht wirklich hoch.

Behindertenpauschbetrag

Bei permanenten chronischen Leiden oder dauerhaften gesundheitlichen Einschränkungen sollte darüber nachgedacht werden, ob nicht ein Behinderungsgrad festgestellt werden kann. Wird ein Grad der Behinderung von 25 bis 100 bescheinigt, kann nach dem Grad gestaffelt der Behinderten-Pauschbetrag zwischen 310 und 1.420 Euro und erhöht bis 3.700 Euro geltend gemacht werden.

Liegt der Behinderungsgrad bei 70 mit dem Merkmal „G“ oder bei 80, kann zusätzlich eine Pauschale für Fahrtkosten in Höhe von 900 Euro als außergewöhnliche Belastung beansprucht werden. Bei den Merkmalen „aG“, „BI“ oder „H“ können für Privatfahrten von bis zu 15.000 km und sogar bis zu 4.500 Euro abgesetzt werden, wenn die tatsächliche Fahrleistung nachgewiesen oder glaubhaft gemacht werden kann.

Werbungskosten

Jedem steuerpflichtigen Rentner wird vom Finanzamt automatisch eine Pauschale von 102 Euro angerechnet. Oft liegen aber höhere Werbungskosten, z. B. aufgrund einer gebührenpflichtigen Rentenberatung, Steuerberatung, Mitgliedschaft bei einem Lohnsteuerhilfeverein, Kontoführungsgebühren, Gewerkschafts- oder Verbandsbeiträgen vor. Auch Rechtsberatungs- oder Prozesskosten, bei denen es um die Rente geht, sind anzuführen. Wird einem Nebenjob, der kein Minijob ist, nachgegangen, kommen die Fahrtkosten, Arbeitsmittel und Fortbildungskosten dazu.

Günstigerprüfung für Kapitalerträge

„Liegt der persönliche Steuersatz in der Rente unter 25 Prozent und fallen aufgrund von lebenslangen Ersparnissen Kapitalerträge an, sollte auf der Anlage KAP die „Günstigerprüfung“ angekreuzt werden“, rät Hans Daumoser. Denn dann wird die Differenz zwischen dem niedrigeren persönlichen Steuersatz und der abgeführten Abgeltungsteuer rückerstattet.

Wer steuerpflichtig ist, sollte seine Steuererklärung von sich aus fristgerecht abgeben und darauf achten, dass er möglichst viel absetzen kann. Damit das Finanzamt die Abzüge anerkennt, müssen aber das ganze Jahr über Belege gesammelt werden. Denn nur nachweisliche Ausgaben werden steuerlich berücksichtigt. Wer jedoch unter dem steuerfreien Existenzminimum lebt, kann sich von der Abgabepflicht zur Steuererklärung befreien lassen und ist damit ein für alle Mal den Papierkram los.

www.lohi.de/steuertipps

Die Lohi (Lohnsteuerhilfe Bayern e. V.) mit Hauptsitz in München wurde 1966 als Lohnsteuerhilfeverein gegründet und ist in rund 320 Beratungsstellen bundesweit aktiv. Mit über 650.000 Mitgliedern ist der Verein einer der größten Lohnsteuerhilfevereine in Deutschland. Die Lohi zeigt Arbeitnehmern, Rentnern und Pensionären – im Rahmen einer Mitgliedschaft begrenzt nach § 4 Nr. 11 StBerG – alle Möglichkeiten auf, Steuervorteile zu nutzen.

Firmenkontakt
Lohnsteuerhilfe Bayern e. V.
Jörg Gabes
Werner-von-Siemens-Str. 5
93128 Regenstauf
09402 503159
j.gabes@lohi.de
http://www.lohi.de

Pressekontakt
Lohnsteuerhilfe Bayern e. V.
Nicole Janisch
Werner-von-Siemens-Str. 5
93128 Regenstauf
09402 503263
n.janisch@lohi.de
http://www.lohi.de

Die Bildrechte liegen bei dem Verfasser der Mitteilung.

Essen/Trinken

Mehrkosten bei krankheitsbedingter Ernährung

Zahlreiche Krankheiten, wie beispielsweise Zöliakie, Diabetes, Gicht, Rheuma oder Neurodermitis erfordern eine spezielle Ernährung, um das jeweilige Krankheitsbild zu bessern. Manchmal ist eine Ernährungsumstellung auch die einzig mögliche Therapie, um symptomfrei zu sein und die Lebensqualität wiederherzustellen. In solchen Fällen kommt die Ernährung eigentlich einer Medikation gleich. Während Medikamente als außergewöhnliche Belastung von der Steuer absetzbar sind, lasten die Mehrkosten der Verpflegung auf dem Steuerzahler.

Oft spezielle Lebensmittel erforderlich

Ein an Zöliakie Erkrankter hat zum Beispiel Mehraufwendungen für seine Verpflegung, da die speziellen glutenfreien Lebensmittel teurer sind als vergleichbare übliche Lebensmittel, die Gluten enthalten. Auch Menschen mit Lebensmittelallergien oder -unverträglichkeiten müssen auf teure Ersatzprodukte bei ihrer Ernährung zurückgreifen, die das Allergen nicht enthalten. Nicht immer führen normale Lebensmittelgeschäfte solche Ersatzprodukte und es muss in speziellen Läden eingekauft werden. Je nach Krankheit können zusätzliche Kosten pro Monat in dreistelliger Höhe zusammenkommen.

Lebensmittel werden nicht als Arznei anerkannt

Man sollte meinen, dass diese krankheitsbedingten Zusatzkosten als Krankheitskosten bei der Einkommensteuer angerechnet werden. Fehlanzeige! Hierzu gibt es sogar einen höchstrichterlichen Beschluss. Von den Finanzbehörden anerkannt werden nur Arzneimittel. Das ist das Problem bei denjenigen Krankheiten, für die es derzeit keine Medikamente zur Therapie gibt. Ausgaben für Lebensmittel, seien sie auch krankheitsbedingt, sind im § 33 des Einkommensteuergesetzes explizit ausgeschlossen. Hier hilft selbst eine ärztliche Verordnung der Diät nicht weiter. Denn Kosten für die Verpflegung zählen zu den nicht abziehbaren Lebenshaltungskosten. Unterschiedliche Lebenshaltungskosten sind üblich und gelten somit nicht als außergewöhnliche Belastung.

https://www.lohi.de/steuertipps.html

Die Lohi (Lohnsteuerhilfe Bayern e. V.) mit Hauptsitz in München wurde 1966 als Lohnsteuerhilfeverein gegründet und ist in rund 320 Beratungsstellen bundesweit aktiv. Mit über 650.000 Mitgliedern ist der Verein einer der größten Lohnsteuerhilfevereine in Deutschland. Die Lohi zeigt Arbeitnehmern, Rentnern und Pensionären – im Rahmen einer Mitgliedschaft begrenzt nach § 4 Nr. 11 StBerG – alle Möglichkeiten auf, Steuervorteile zu nutzen.

Firmenkontakt
Lohnsteuerhilfe Bayern e. V.
Jörg Gabes
Werner-von-Siemens-Str. 5
93128 Regenstauf
09402 503159
j.gabes@lohi.de
http://www.lohi.de

Pressekontakt
Lohnsteuerhilfe Bayern e. V.
Nicole Janisch
Werner-von-Siemens-Str. 5
93128 Regenstauf
09402 503263
n.janisch@lohi.de
http://www.lohi.de

Bildquelle: Hanna

Pressemitteilungen

Vitamine, Mineralstoffe & Co steuerlich absetzbar

Nahrungsergänzungsmittel erfreuen sich sehr großer Beliebtheit. Obwohl in den Medien über eine positive Auswirkung auf die Gesundheit gestritten wird, lässt die Hoffnung, für seine Gesundheit etwas Gutes zu tun, die Bürger tief in die Tasche greifen. Werden die Pillen, Kapseln und Pulverchen nicht auf eigene Initiative eingenommen, sondern vom Arzt verschrieben, so sind die Ausgaben bei der Einkommensteuer absetzbar.

Auf die Einstufung der Nahrungsergänzungsmittel kommt es an. Werden sie als Lebensmittel betrachtet, ist kein steuerlicher Abzug nach dem Einkommensteuergesetz möglich. Für den Steuerabzug als außergewöhnliche Belastung müssen sie als Arzneimittel gelten. Nahrungsergänzungsmittel dürfen nämlich nicht nur aufgrund ihrer Inhaltsstoffe als Lebensmittel eingestuft werden, sondern können aufgrund ihrer pharmakologischen Wirkung auch als Arzneimittel gelten. Und Arzneimittel gemäß dem Arzneimittelgesetz können wie andere Krankheitskosten steuerlich berücksichtigt werden.

Voraussetzungen hierfür sind dann zum einen eine ärztliche Verordnung, z. B. weil die Mikronährstoffe ein Krankheitsbild verbessern. Zum anderen müssen die Kosten dafür selbst getragen worden sein. Dies ist meist der Fall, denn Krankenkassen erstatten in der Regel die Kosten für Vitamine, Mineralstoffe, Aminosäuren und andere Nahrungsergänzungen nicht. Als Beleg für die Ausgaben sollten der Kassenzettel der Apotheke und am besten die Verpackung, auf der die Zulassungsnummer als Arzneimittel abgedruckt ist, aufbewahrt werden. Sollte das Finanzamt die Kosten nicht anerkennen, so kann auf das Urteil des Bundesfinanzhofs mit dem Aktenzeichen VI R 89/13 verwiesen werden.

Die Lohi (Lohnsteuerhilfe Bayern e. V.) mit Hauptsitz in München wurde 1966 als Lohnsteuerhilfeverein gegründet und ist in rund 320 Beratungsstellen bundesweit aktiv. Mit über 650.000 Mitgliedern ist der Verein einer der größten Lohnsteuerhilfevereine in Deutschland. Die Lohi zeigt Arbeitnehmern, Rentnern und Pensionären – im Rahmen einer Mitgliedschaft begrenzt nach § 4 Nr. 11 StBerG – alle Möglichkeiten auf, Steuervorteile zu nutzen.

Firmenkontakt
Lohnsteuerhilfe Bayern e. V.
Jörg Gabes
Werner-von-Siemens-Str. 5
93128 Regenstauf
09402 503159
j.gabes@lohi.de
http://www.lohi.de

Pressekontakt
Lohnsteuerhilfe Bayern e. V.
Nicole Janisch
Werner-von-Siemens-Str. 5
93128 Regenstauf
09402 503263
n.janisch@lohi.de
http://www.lohi.de

Bildquelle: Kim Schneider

Pressemitteilungen

7 wichtige Fakten auf dem Steuerbescheid

Liegt der Einkommensteuerbescheid erstmal im Briefkasten, so folgt eine Konfrontation mit kompakten Tabellen und Begrifflichkeiten aus der Juristensprache. Lustlosigkeit macht sich oftmals breit. Zudem haben viele Hemmungen, den Einkommensteuerbescheid genauer zu betrachten und auf seine Richtigkeit hin zu überprüfen. Da sich an jeder Stelle und nicht nur bei der Berechnung der Steuer in die Bescheide Fehler einschleichen können, sollte jeder Steuerbescheid nachgeprüft werden.

1. Das Ausstellungsdatum
Rechts oben in der Ecke steht auf dem Bescheid das Ausstellungsdatum. Das könnte relevant werden, falls gegen den Bescheid Einspruch erhoben wird. Die Einspruchsfrist beträgt einen Monat ab Zustellung. Für die Zustellung werden dem Datum des Bescheids drei Tage hinzuaddiert. An Sonn- und Feiertagen, an denen die Frist abläuft, gibt es nochmals eine kleine Verlängerung, da die Frist nur an einem Werktag ablaufen kann. Geht der Einspruch nach der Frist ein, wird er unwirksam.

2. Ein Vorläufigkeitsvermerk
Unter der Festsetzung steht oftmals ein Vorläufigkeitsvermerk, wie z. B. dass der Bescheid „teilweise vorläufig“ ist. Dieser Hinweis besagt, dass das Finanzamt sich vorbehält, den Bescheid nochmals nachzuprüfen, falls sich ein Sachverhalt ändert. Der Grund der Vorläufigkeit muss im langen Erläuterungstext stehen. Meistens liegt er in schwebenden Gerichtsverfahren, bei denen das Urteil noch aussteht.

3. Die Festsetzungstabelle
Die erste Tabelle auf dem Bescheid listet auf, ob zu viele Steuern abgezogen wurden und eine Rückerstattung ansteht oder eine Nachzahlung zu tätigen ist. Ist eine Nachzahlung fällig, so entbindet ein Einspruch leider nicht von der Durchführung der Zahlung, es sein denn, es wird zusätzlich ein Antrag auf Aussetzung der Vollziehung gestellt. Übrigens sollte auch bei einer Rückerstattung der Bescheid noch weiter geprüft werden!

4. Kontoverbindung
Ein kurzer Blick auf die Kontoverbindung zeigt, ob die Kontodaten richtig erfasst wurden und die Rückerstattung auch beim Richtigen landet. Insbesondere, wenn die Kontoverbindung geändert wurde, sollte auf die im Bescheid angegebene IBAN geachtet werden.

5. Alle Daten für die Einkommensteuer
Unter den Besteuerungsgrundlagen befinden sich alle Daten, die für die Berechnung der Einkommensteuer vom Finanzamt verwendet wurden. Für die Überprüfung der einzelnen Zahlen sollten nochmals die Angaben auf den eingereichten Unterlagen zum Vergleich herangezogen werden. In diesen Tabellen sollten alle anvisierten Abzüge enthalten sein. Sind sie es nicht, gibt in den meisten Fällen die Erläuterung zur Festsetzung Aufschluss.

6. Berechnung der Steuer
Die Berechnung zeigt auf, wie das Finanzamt zu seinem Ergebnis gekommen ist. Bei Verheirateten oder Lebenspartnerschaften, die gemeinsam veranlagt werden, kommt hier der Splittingvorteil zum Tragen.

7. Erläuterungen zur Festsetzung
Im Fließtext unter den Berechnungen wird aufgeführt, welche Abzüge nicht anerkannt wurden. Normalerweise sind die Änderungsgründe gleich am Anfang des langen Textes genannt. Falls bei der bisherigen Prüfung Posten gefehlt haben, könnte hier die Erklärung dafür stehen. Ansonsten sollte beim Finanzamt nachgefragt werden, warum ein Posten gestrichen wurde, wenn es aus dem Text nicht hervorgeht. Sollten noch Unterlagen nachzureichen sein, würde dies ebenfalls hier stehen.

Mitglieder der Lohnsteuerhilfe Bayern e. V. können sich bei diesem Thema zurücklehnen, da der Verein automatisch jeden Steuerbescheid inklusive aller Besteuerungsgrundlagen genauestens prüft. Sollte ein Fehler gefunden werden, wird zuverlässig beim zuständigen Finanzamt ein Einspruch für das Mitglied eingereicht.

www.lohi.de/steuertipps.html

Lohi – Lohnsteuerhilfe Bayern e. V.
Die Lohi (Lohnsteuerhilfe Bayern e. V.) mit Hauptsitz in München wurde 1966 als Lohnsteuerhilfeverein gegründet und ist in rund 330 Beratungsstellen bundesweit aktiv. Mit nahezu 600.000 Mitgliedern ist der Verein einer der größten Lohnsteuerhilfevereine in Deutschland. Die Lohi zeigt Arbeitnehmern, Rentnern und Pensionären – im Rahmen einer Mitgliedschaft begrenzt nach § 4 Nr. 11 StBerG – alle Möglichkeiten auf, Steuervorteile zu nutzen.

Firmenkontakt
Lohnsteuerhilfe Bayern e. V.
Gudrun Steinbach
Riesstrasse 17
80992 München
089 / 2781310
info@lohi.de
http://www.lohi.de

Pressekontakt
Lohnsteuerhilfe Bayern e. V.
Jörg Gabes
Werner-von-Siemens-Strasse 5
93128 Regenstauf
09402 / 503159
j.gabes@lohi.de
http://www.lohi.de

Pressemitteilungen

Zeit, mit dem Frühjahrsputz Steuern zu sparen!

Die Luft wird wieder warm, der Drang die Fenster aufzureißen und frische Luft in die Räume zu lassen ist da. Die Sonnenstrahlen beleuchten den Staub auf den Regalen und zeigen die Pollen und Schlieren auf den Fenstern, die bei trübem Wetter unsichtbar waren. Im Frühling packt es viele, ihr Heim auszumisten, sich von überflüssigen Gegenständen zu trennen und das Haus wieder auf Vordermann zu bringen. Es ist die Zeit für den Frühjahrsputz. Der eine greift selber zu Putzmittel und Lappen, der andere lieber zu Telefon und Terminkalender.

Wird eine Firma oder ein Minijobber engagiert, so kann der Fiskus an den Reinigungskosten beteiligt werden! Firmen übernehmen beispielsweise die professionelle Reinigung der Fenster, des Wintergartens, der Heizkörper, Teppichböden, Treppen oder des Terrassenbodens. Wird das Geschäft mit einer Reinigungsfirma gegen Rechnung und Überweisung abgewickelt, so kann sowohl der steuerpflichtige Mieter als auch der Eigenheimbesitzer diese Rechnung als haushaltsnahe Dienstleistung bei der Einkommensteuererklärung verwenden.

Haushaltsnahe Dienstleistungen sind Arbeiten, die der Haushaltsführung zugerechnet werden und die im Haushalt oder dem dazugehörigen Grundstück getätigt werden. „Auch vollständige Haushalte in einem Alten- oder Pflegeheim und Zweit- oder eigengenutzte Ferienwohnungen innerhalb der EU / EWR fallen darunter“, erklärt Mark Weidinger, Vorstand der Lohi. Der Steuerzahler bekommt vom Fiskus die Kosten für Anfahrt, Arbeitszeit, und Maschinennutzung inklusive der Mehrwertsteuer zu zwanzig Prozent direkt von der Steuerschuld bis zu 4.000 Euro im Jahr abgezogen. Somit rentiert es sich, selbst kleinere Beträge einzureichen.

Auch die Kosten für eine Haushaltshilfe, die zum Beispiel die Gardinen abhängt und wäscht oder die Fliesen im Bad auf Hochglanz poliert, können als haushaltsnahe Dienstleistung von der Steuer abgesetzt werden. „Vorausgesetzt, die Tätigkeit erfolgt angemeldet und die Vergütung wird ordnungsgemäß überwiesen, denn Barzahlungen erkennt das Finanzamt nicht an“, so der Steuerexperte. Für die Inanspruchnahme von Minijobbern als Haushaltshilfe können zusätzlich zu dem Firmenbonus bis zu 510 Euro jährlich von der Steuer abgezogen werden.

Im Maximalfall wird nicht nur die Einkommensteuer um bis zu 4.510 Euro reduziert, sondern auch die Beiträge zum Solidaritätszuschlag um bis zu 248 Euro im Jahr 2018 und der Kirchensteuer um bis zu 361 oder 406 Euro, je nach Bundesland. „So kommen schnell einige weitere hundert Euro zusammen, die im Portemonnaie wieder zur Verfügung stehen“, resümiert Mark Weidinger.

Die Lohi (Lohnsteuerhilfe Bayern e. V.) mit Hauptsitz in München wurde 1966 als Lohnsteuerhilfeverein gegründet und ist in rund 330 Beratungsstellen bundesweit aktiv. Mit nahezu 600.000 Mitgliedern ist der Verein einer der größten Lohnsteuerhilfevereine in Deutschland. Die Lohi zeigt Arbeitnehmern, Rentnern und Pensionären – im Rahmen einer Mitgliedschaft begrenzt nach § 4 Nr. 11 StBerG – alle Möglichkeiten auf, Steuervorteile zu nutzen.

Firmenkontakt
Lohnsteuerhilfe Bayern e. V.
Gudrun Steinbach
Riesstraße 17
80992 München
089 2781310
info@lohi.de
http://www.lohi.de

Pressekontakt
Pressereferent
Jörg Gabes
Werner-von-Siemens-Straße 5
93128 Regenstauf
09402 503159
j.gabes@lohi.de
http://www.lohi.de