Tag Archives: Einkommensteuer

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Gemeinsam in die Arbeit und jeder rechnet für sich ab?

Durch den individuellen Autoverkehr wird die Umwelt belastet. Warum nicht umweltfreundliche Fahrgemeinschaften für den Weg zur Arbeit bilden und dabei Steuern sparen? Das lässt sich realisieren, wenn die Arbeitszeiten der wohnortnahen Kollegen mit den eigenen übereinstimmen. Dieses Verhalten wird vom Fiskus belohnt. Die Entfernungspauschale gilt für jeden Arbeitstag, unabhängig davon, ob man Selbstfahrer oder Mitfahrer ist.

Identische Entfernungspauschale
Wer mit seinem Auto alleine in die Arbeit fährt, kann für jeden Entfernungskilometer zwischen seiner Wohnung und Arbeit 30 Cent absetzen. Pro Arbeitstag geht das einmal. Einen Höchstbetrag gibt es nicht. Wer sich von seinem Arbeitskollegen chauffieren lässt und mitfährt, kann genau den gleichen Betrag absetzen. Allerdings dürfen Mitfahrer nur bis zu 4.500 Euro Entfernungspauschale in Anspruch nehmen.

Höchstbetrag hoch angesetzt
Der Höchstbetrag entspricht umgerechnet einer Wegstrecke von 15.000 Kilometern. Wenn zum Beispiel bei einer vierköpfigen Fahrgemeinschaft an insgesamt 228 Arbeitstagen jeder zu gleichen Teilen abwechselnd der Fahrer ist, kommt jeder auf 57 Fahrer- und 171 Mitfahrertage. Die Höchstgrenze wird bei Mitfahrertagen dann bei 87 Kilometern täglicher Entfernung zur Arbeit erreicht. Sie ist also recht hoch angesetzt und wird in der Regel nicht ausgeschöpft.

Umwege werden nicht berücksichtigt
Werden weitere Kollegen unterwegs eingesammelt und wird ein Umweg zum Betrieb gefahren, kann dieser im Rahmen der Entfernungspauschale nicht geltend gemacht werden. Größere Umwege, um einen Kollegen abzuholen, rentieren sich steuerlich gesehen also nicht, wenn man sich beim Fahren abwechselt. Da ist es besser, es wird an einem zentralen Knotenpunkt ein Treffpunkt vereinbart, zu dem jeder selbst hinfährt und von dort aus wird dann gemeinsam weitergefahren.

Gut für die Umwelt und den Geldbeutel
Wechseln sich die Mitglieder einer Fahrgemeinschaft beim Fahren und Mitfahren ab, so rentiert sich das für alle. Und ein Beitrag zum Klimaschutz ist allemal geleistet, da Benzin, Abgase und Feinstaub durch Reifenabnutzung eingespart wurden. Und auch die Lebensdauer des eigenen Autos steigt durch die geringere Kilometerzahl und die geringere Abnutzung von Verschleißteilen. Was wieder gut fürs eigene Portemonnaie ist. Also mal das berufliche Umfeld checken, ob sich hier nicht ungenutzte Möglichkeiten ergeben!

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Die Lohi (Lohnsteuerhilfe Bayern e. V.) mit Hauptsitz in München wurde 1966 als Lohnsteuerhilfeverein gegründet und ist in rund 320 Beratungsstellen bundesweit aktiv. Mit über 650.000 Mitgliedern ist der Verein einer der größten Lohnsteuerhilfevereine in Deutschland. Die Lohi zeigt Arbeitnehmern, Rentnern und Pensionären – im Rahmen einer Mitgliedschaft begrenzt nach § 4 Nr. 11 StBerG – alle Möglichkeiten auf, Steuervorteile zu nutzen.

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So drücken Senioren ihre Steuerlast

Die seit 2005 geltende Rentenbesteuerung führt dazu, dass Jahr für Jahr mehr Rentner von einer Besteuerung betroffen sind. Denn mit jedem späteren Renteneintrittsjahr steigt der zu versteuernde Rentenanteil und der damit verbundene Freibetrag sinkt. Künftige Rentnerjahrgänge müssen bereits mit geringeren Bezügen Steuern zahlen, als dies bei früheren Jahrgängen der Fall war. Wer im Jahr 2019 in Rente geht, muss 78 Prozent seiner Rente versteuern. Es bleiben also nur noch 22 Prozent der Jahresrente steuerfrei.

Die jährlichen Anpassungen der Rente an das Lohnniveau sind ebenfalls in voller Höhe steuerpflichtig. 2019 rutschen durch die Rentenerhöhung 48.000 Rentner in die Steuerpflicht, die bisher befreit waren. Ein Viertel aller Rentner, knapp fünf Millionen Senioren, müssen 2019 ihre Steuererklärung abgeben. Dies beschert dem Bundesfinanzministerium 410 Millionen Euro zusätzlich. Wer in der Rente Steuern zahlen muss, kann die Steuerlast mindern. Hans Daumoser, Vorstand der Lohi (Lohnsteuerhilfe Bayern e. V.), stellt nachfolgend die sieben effektivsten Steuertipps für Rentner vor.

Sonderausgaben

„Zunächst dürfen laut Gesetz die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung als Sonderausgaben abgesetzt werden“, so der Steuerexperte der Lohi. „Das sind immerhin schon rund elf Prozent der Rente.“ Auch Beiträge zur Haftpflicht-, Unfall- oder Zahnzusatzversicherung kommen in Frage, wenn die steuerliche Höchstgrenze noch nicht erreicht wurde. Nicht zu vergessen sind die sonstigen Sonderausgaben, wie ein Versorgungsausgleich, Unterhaltsleistungen, die Kirchensteuer, Parteibeiträge oder Spenden. In den meisten Fällen wird der Pauschbetrag von 36 Euro (72 Euro bei gemeinsamer Veranlagung) überschritten.

Haushaltsnahe Dienstleistungen

Werden haushaltsnahe Dienstleistungen in Anspruch genommen, können die Kosten dafür zu 20 Prozent abgesetzt werden. Darunter fallen nicht nur die Kosten für eine Putzhilfe oder ambulante Pflege, sondern auch der Hausnotruf. Wer krankheitsbedingt in einem Pflegeheim wohnen muss, kann alle Dienstleistungen im Heim, auch für den Haarschnitt oder die Fußpflege, als haushaltsnahe Dienstleistung geltend machen. Mieter finden häufig auch Posten in der Nebenkostenabrechnung des Vermieters, die absetzbar sind.
Ähnlich zu den haushaltsnahen Dienstleistungen lassen sich auch Handwerkerrechnungen in der Rente von der Steuer absetzen.

Außergewöhnliche Belastungen

Alle Ausgaben, die unter die außergewöhnlichen Belastungen fallen, sollten für die Steuererklärung addiert werden. Dies sind z. B. die Kosten für die Brille, das Hörgerät, den Zahnersatz oder den Rollator. Auch nicht verschreibungspflichtige Medikamente auf Rezept, Zuzahlungen bei der Physiotherapie, Honorare für Heilpraktiker oder vom Arzt verordnete medizinische Behandlungen, die die Krankenkasse nicht übernommen hat, können in der Steuererklärung angegeben werden. Wissenschaftlich nicht anerkannte Behandlungen müssen zuvor vom Amtsarzt attestiert werden.

Fahrtkosten zum Arzt, zur Physiotherapie oder ins Krankenhaus können mit 30 Cent pro Kilometer berücksichtigt werden. Viele einzelne kleinere Rechnungen können hier am Ende ins Gewicht fallen. Und große Investitionen wie in einen Treppenlift, im Zuge eines alters- oder behindertengerechten Umbaus des Eigenheims, machen sich richtig bemerkbar. Es kommt zwar die zumutbare Belastung zum Tragen, bevor etwas abgesetzt werden kann, aber die ist bei kleineren Renten nicht wirklich hoch.

Behindertenpauschbetrag

Bei permanenten chronischen Leiden oder dauerhaften gesundheitlichen Einschränkungen sollte darüber nachgedacht werden, ob nicht ein Behinderungsgrad festgestellt werden kann. Wird ein Grad der Behinderung von 25 bis 100 bescheinigt, kann nach dem Grad gestaffelt der Behinderten-Pauschbetrag zwischen 310 und 1.420 Euro und erhöht bis 3.700 Euro geltend gemacht werden.

Liegt der Behinderungsgrad bei 70 mit dem Merkmal „G“ oder bei 80, kann zusätzlich eine Pauschale für Fahrtkosten in Höhe von 900 Euro als außergewöhnliche Belastung beansprucht werden. Bei den Merkmalen „aG“, „BI“ oder „H“ können für Privatfahrten von bis zu 15.000 km und sogar bis zu 4.500 Euro abgesetzt werden, wenn die tatsächliche Fahrleistung nachgewiesen oder glaubhaft gemacht werden kann.

Werbungskosten

Jedem steuerpflichtigen Rentner wird vom Finanzamt automatisch eine Pauschale von 102 Euro angerechnet. Oft liegen aber höhere Werbungskosten, z. B. aufgrund einer gebührenpflichtigen Rentenberatung, Steuerberatung, Mitgliedschaft bei einem Lohnsteuerhilfeverein, Kontoführungsgebühren, Gewerkschafts- oder Verbandsbeiträgen vor. Auch Rechtsberatungs- oder Prozesskosten, bei denen es um die Rente geht, sind anzuführen. Wird einem Nebenjob, der kein Minijob ist, nachgegangen, kommen die Fahrtkosten, Arbeitsmittel und Fortbildungskosten dazu.

Günstigerprüfung für Kapitalerträge

„Liegt der persönliche Steuersatz in der Rente unter 25 Prozent und fallen aufgrund von lebenslangen Ersparnissen Kapitalerträge an, sollte auf der Anlage KAP die „Günstigerprüfung“ angekreuzt werden“, rät Hans Daumoser. Denn dann wird die Differenz zwischen dem niedrigeren persönlichen Steuersatz und der abgeführten Abgeltungsteuer rückerstattet.

Wer steuerpflichtig ist, sollte seine Steuererklärung von sich aus fristgerecht abgeben und darauf achten, dass er möglichst viel absetzen kann. Damit das Finanzamt die Abzüge anerkennt, müssen aber das ganze Jahr über Belege gesammelt werden. Denn nur nachweisliche Ausgaben werden steuerlich berücksichtigt. Wer jedoch unter dem steuerfreien Existenzminimum lebt, kann sich von der Abgabepflicht zur Steuererklärung befreien lassen und ist damit ein für alle Mal den Papierkram los.

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Essen/Trinken

Mehrkosten bei krankheitsbedingter Ernährung

Zahlreiche Krankheiten, wie beispielsweise Zöliakie, Diabetes, Gicht, Rheuma oder Neurodermitis erfordern eine spezielle Ernährung, um das jeweilige Krankheitsbild zu bessern. Manchmal ist eine Ernährungsumstellung auch die einzig mögliche Therapie, um symptomfrei zu sein und die Lebensqualität wiederherzustellen. In solchen Fällen kommt die Ernährung eigentlich einer Medikation gleich. Während Medikamente als außergewöhnliche Belastung von der Steuer absetzbar sind, lasten die Mehrkosten der Verpflegung auf dem Steuerzahler.

Oft spezielle Lebensmittel erforderlich

Ein an Zöliakie Erkrankter hat zum Beispiel Mehraufwendungen für seine Verpflegung, da die speziellen glutenfreien Lebensmittel teurer sind als vergleichbare übliche Lebensmittel, die Gluten enthalten. Auch Menschen mit Lebensmittelallergien oder -unverträglichkeiten müssen auf teure Ersatzprodukte bei ihrer Ernährung zurückgreifen, die das Allergen nicht enthalten. Nicht immer führen normale Lebensmittelgeschäfte solche Ersatzprodukte und es muss in speziellen Läden eingekauft werden. Je nach Krankheit können zusätzliche Kosten pro Monat in dreistelliger Höhe zusammenkommen.

Lebensmittel werden nicht als Arznei anerkannt

Man sollte meinen, dass diese krankheitsbedingten Zusatzkosten als Krankheitskosten bei der Einkommensteuer angerechnet werden. Fehlanzeige! Hierzu gibt es sogar einen höchstrichterlichen Beschluss. Von den Finanzbehörden anerkannt werden nur Arzneimittel. Das ist das Problem bei denjenigen Krankheiten, für die es derzeit keine Medikamente zur Therapie gibt. Ausgaben für Lebensmittel, seien sie auch krankheitsbedingt, sind im § 33 des Einkommensteuergesetzes explizit ausgeschlossen. Hier hilft selbst eine ärztliche Verordnung der Diät nicht weiter. Denn Kosten für die Verpflegung zählen zu den nicht abziehbaren Lebenshaltungskosten. Unterschiedliche Lebenshaltungskosten sind üblich und gelten somit nicht als außergewöhnliche Belastung.

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Vitamine, Mineralstoffe & Co steuerlich absetzbar

Nahrungsergänzungsmittel erfreuen sich sehr großer Beliebtheit. Obwohl in den Medien über eine positive Auswirkung auf die Gesundheit gestritten wird, lässt die Hoffnung, für seine Gesundheit etwas Gutes zu tun, die Bürger tief in die Tasche greifen. Werden die Pillen, Kapseln und Pulverchen nicht auf eigene Initiative eingenommen, sondern vom Arzt verschrieben, so sind die Ausgaben bei der Einkommensteuer absetzbar.

Auf die Einstufung der Nahrungsergänzungsmittel kommt es an. Werden sie als Lebensmittel betrachtet, ist kein steuerlicher Abzug nach dem Einkommensteuergesetz möglich. Für den Steuerabzug als außergewöhnliche Belastung müssen sie als Arzneimittel gelten. Nahrungsergänzungsmittel dürfen nämlich nicht nur aufgrund ihrer Inhaltsstoffe als Lebensmittel eingestuft werden, sondern können aufgrund ihrer pharmakologischen Wirkung auch als Arzneimittel gelten. Und Arzneimittel gemäß dem Arzneimittelgesetz können wie andere Krankheitskosten steuerlich berücksichtigt werden.

Voraussetzungen hierfür sind dann zum einen eine ärztliche Verordnung, z. B. weil die Mikronährstoffe ein Krankheitsbild verbessern. Zum anderen müssen die Kosten dafür selbst getragen worden sein. Dies ist meist der Fall, denn Krankenkassen erstatten in der Regel die Kosten für Vitamine, Mineralstoffe, Aminosäuren und andere Nahrungsergänzungen nicht. Als Beleg für die Ausgaben sollten der Kassenzettel der Apotheke und am besten die Verpackung, auf der die Zulassungsnummer als Arzneimittel abgedruckt ist, aufbewahrt werden. Sollte das Finanzamt die Kosten nicht anerkennen, so kann auf das Urteil des Bundesfinanzhofs mit dem Aktenzeichen VI R 89/13 verwiesen werden.

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Bildquelle: Kim Schneider

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7 wichtige Fakten auf dem Steuerbescheid

Liegt der Einkommensteuerbescheid erstmal im Briefkasten, so folgt eine Konfrontation mit kompakten Tabellen und Begrifflichkeiten aus der Juristensprache. Lustlosigkeit macht sich oftmals breit. Zudem haben viele Hemmungen, den Einkommensteuerbescheid genauer zu betrachten und auf seine Richtigkeit hin zu überprüfen. Da sich an jeder Stelle und nicht nur bei der Berechnung der Steuer in die Bescheide Fehler einschleichen können, sollte jeder Steuerbescheid nachgeprüft werden.

1. Das Ausstellungsdatum
Rechts oben in der Ecke steht auf dem Bescheid das Ausstellungsdatum. Das könnte relevant werden, falls gegen den Bescheid Einspruch erhoben wird. Die Einspruchsfrist beträgt einen Monat ab Zustellung. Für die Zustellung werden dem Datum des Bescheids drei Tage hinzuaddiert. An Sonn- und Feiertagen, an denen die Frist abläuft, gibt es nochmals eine kleine Verlängerung, da die Frist nur an einem Werktag ablaufen kann. Geht der Einspruch nach der Frist ein, wird er unwirksam.

2. Ein Vorläufigkeitsvermerk
Unter der Festsetzung steht oftmals ein Vorläufigkeitsvermerk, wie z. B. dass der Bescheid „teilweise vorläufig“ ist. Dieser Hinweis besagt, dass das Finanzamt sich vorbehält, den Bescheid nochmals nachzuprüfen, falls sich ein Sachverhalt ändert. Der Grund der Vorläufigkeit muss im langen Erläuterungstext stehen. Meistens liegt er in schwebenden Gerichtsverfahren, bei denen das Urteil noch aussteht.

3. Die Festsetzungstabelle
Die erste Tabelle auf dem Bescheid listet auf, ob zu viele Steuern abgezogen wurden und eine Rückerstattung ansteht oder eine Nachzahlung zu tätigen ist. Ist eine Nachzahlung fällig, so entbindet ein Einspruch leider nicht von der Durchführung der Zahlung, es sein denn, es wird zusätzlich ein Antrag auf Aussetzung der Vollziehung gestellt. Übrigens sollte auch bei einer Rückerstattung der Bescheid noch weiter geprüft werden!

4. Kontoverbindung
Ein kurzer Blick auf die Kontoverbindung zeigt, ob die Kontodaten richtig erfasst wurden und die Rückerstattung auch beim Richtigen landet. Insbesondere, wenn die Kontoverbindung geändert wurde, sollte auf die im Bescheid angegebene IBAN geachtet werden.

5. Alle Daten für die Einkommensteuer
Unter den Besteuerungsgrundlagen befinden sich alle Daten, die für die Berechnung der Einkommensteuer vom Finanzamt verwendet wurden. Für die Überprüfung der einzelnen Zahlen sollten nochmals die Angaben auf den eingereichten Unterlagen zum Vergleich herangezogen werden. In diesen Tabellen sollten alle anvisierten Abzüge enthalten sein. Sind sie es nicht, gibt in den meisten Fällen die Erläuterung zur Festsetzung Aufschluss.

6. Berechnung der Steuer
Die Berechnung zeigt auf, wie das Finanzamt zu seinem Ergebnis gekommen ist. Bei Verheirateten oder Lebenspartnerschaften, die gemeinsam veranlagt werden, kommt hier der Splittingvorteil zum Tragen.

7. Erläuterungen zur Festsetzung
Im Fließtext unter den Berechnungen wird aufgeführt, welche Abzüge nicht anerkannt wurden. Normalerweise sind die Änderungsgründe gleich am Anfang des langen Textes genannt. Falls bei der bisherigen Prüfung Posten gefehlt haben, könnte hier die Erklärung dafür stehen. Ansonsten sollte beim Finanzamt nachgefragt werden, warum ein Posten gestrichen wurde, wenn es aus dem Text nicht hervorgeht. Sollten noch Unterlagen nachzureichen sein, würde dies ebenfalls hier stehen.

Mitglieder der Lohnsteuerhilfe Bayern e. V. können sich bei diesem Thema zurücklehnen, da der Verein automatisch jeden Steuerbescheid inklusive aller Besteuerungsgrundlagen genauestens prüft. Sollte ein Fehler gefunden werden, wird zuverlässig beim zuständigen Finanzamt ein Einspruch für das Mitglied eingereicht.

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Zeit, mit dem Frühjahrsputz Steuern zu sparen!

Die Luft wird wieder warm, der Drang die Fenster aufzureißen und frische Luft in die Räume zu lassen ist da. Die Sonnenstrahlen beleuchten den Staub auf den Regalen und zeigen die Pollen und Schlieren auf den Fenstern, die bei trübem Wetter unsichtbar waren. Im Frühling packt es viele, ihr Heim auszumisten, sich von überflüssigen Gegenständen zu trennen und das Haus wieder auf Vordermann zu bringen. Es ist die Zeit für den Frühjahrsputz. Der eine greift selber zu Putzmittel und Lappen, der andere lieber zu Telefon und Terminkalender.

Wird eine Firma oder ein Minijobber engagiert, so kann der Fiskus an den Reinigungskosten beteiligt werden! Firmen übernehmen beispielsweise die professionelle Reinigung der Fenster, des Wintergartens, der Heizkörper, Teppichböden, Treppen oder des Terrassenbodens. Wird das Geschäft mit einer Reinigungsfirma gegen Rechnung und Überweisung abgewickelt, so kann sowohl der steuerpflichtige Mieter als auch der Eigenheimbesitzer diese Rechnung als haushaltsnahe Dienstleistung bei der Einkommensteuererklärung verwenden.

Haushaltsnahe Dienstleistungen sind Arbeiten, die der Haushaltsführung zugerechnet werden und die im Haushalt oder dem dazugehörigen Grundstück getätigt werden. „Auch vollständige Haushalte in einem Alten- oder Pflegeheim und Zweit- oder eigengenutzte Ferienwohnungen innerhalb der EU / EWR fallen darunter“, erklärt Mark Weidinger, Vorstand der Lohi. Der Steuerzahler bekommt vom Fiskus die Kosten für Anfahrt, Arbeitszeit, und Maschinennutzung inklusive der Mehrwertsteuer zu zwanzig Prozent direkt von der Steuerschuld bis zu 4.000 Euro im Jahr abgezogen. Somit rentiert es sich, selbst kleinere Beträge einzureichen.

Auch die Kosten für eine Haushaltshilfe, die zum Beispiel die Gardinen abhängt und wäscht oder die Fliesen im Bad auf Hochglanz poliert, können als haushaltsnahe Dienstleistung von der Steuer abgesetzt werden. „Vorausgesetzt, die Tätigkeit erfolgt angemeldet und die Vergütung wird ordnungsgemäß überwiesen, denn Barzahlungen erkennt das Finanzamt nicht an“, so der Steuerexperte. Für die Inanspruchnahme von Minijobbern als Haushaltshilfe können zusätzlich zu dem Firmenbonus bis zu 510 Euro jährlich von der Steuer abgezogen werden.

Im Maximalfall wird nicht nur die Einkommensteuer um bis zu 4.510 Euro reduziert, sondern auch die Beiträge zum Solidaritätszuschlag um bis zu 248 Euro im Jahr 2018 und der Kirchensteuer um bis zu 361 oder 406 Euro, je nach Bundesland. „So kommen schnell einige weitere hundert Euro zusammen, die im Portemonnaie wieder zur Verfügung stehen“, resümiert Mark Weidinger.

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Kosten für Hausnotruf steuerlich absetzbar!

Finanzämter wollen Hausnotruf in der eigenen Wohnung oftmals nicht anerkennen

Eigenständig zu bleiben ist vielen Senioren wichtig – der eigene Haushalt, der gewohnte Tagesablauf und das Gefühl zu Hause zu sein. Doch schnell kann etwas passieren und Hilfe wird notwendig. Oftmals ist das Telefon gerade dann nicht in Reichweite. Hier hilft der Hausnotruf karitativer Organisationen. Per Knopfdruck am Armband oder Kettenanhänger werden z. B. die Johanniter verständigt, die eine Sprechverbindung aufbauen und bei Bedarf in die Wohnung kommen oder einen Rettungsdienst vorbeischicken.

Die Kosten für die Teilnahme am Notrufdienst im Seniorenheim und auch im Rahmen des betreuten Wohnens lassen sich seit einer günstigen Entscheidung des Bundesfinanzhofs von der Steuer absetzen. Dieser Service wird bei der Einkommensteuer als haushaltsnahe Dienstleistung eingestuft, da die Hilfeleistung in der Wohnung erfolgt. Die Gebühren mindern zu einem Fünftel bis zu 4.000 Euro die Steuerschuld direkt durch Abzug. Der persönliche Steuersatz spielt hier keine Rolle. Als Beleg dienen die Banküberweisung und eine Rechnung.

„Nach dem Urteil des Bundesfinanzhofs ist es naheliegend, dass auch die Kosten für einen Hausnotruf in der eigenen Wohnung abgesetzt werden können“, erklärt Mark Weidinger, Vorstand der Lohnsteuerhilfe Bayern e. V. (Lohi). Die Finanzämter erkennen dies aber leider oftmals nicht an, da die Beamten das Urteil eher restriktiv auslegen. „Trotzdem sollte man aber auch für die Kosten des Hausnotrufs in den eigenen vier Wänden die Steuerermäßigung beantragen. Wird dies durch das Finanzamt abgelehnt, ist ein Einspruch gegen den Einkommensteuerbescheid sinnvoll“, so der Steuerexperte.

Die Kosten variieren je nach Anbieter und Leistungsumfang. Wird beispielsweise eine monatliche Gebühr von 30 Euro bezahlt, so macht der Steuerbonus im Jahr 72 Euro aus. Dank der 24-stündigen Bereitschaft und einer direkten Verbindung zur Hausnotrufzentrale kann man sich im Alter sicher fühlen. Und auch für die Angehörigen ist es beruhigend zu wissen, dass im Notfall jemand kommt und sich kümmert.

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Einkommensteuer-Erklärung 2017 – aktuell und umfassend!

Einkommensteuer-Erklärung 2017 - aktuell und umfassend!

Erläuterungen und Hinweise anhand der amtlichen Vordrucke:
Als täglich einsetzbares Arbeitsmittel bei der routinemäßigen Erstellung von Einkommensteuererklärungen enthält der Ratgeber zu allen amtlichen Vordrucken hilfreiche Checklisten und relevante Materialien (EStG, ESt-Tabellen, Vordrucke). Der Ratgeber führt Sie Zeile für Zeile durch die amtlichen Vordrucke und erläutert Ihnen, welche Eintragungen für die vorliegenden Fallgestaltungen erforderlich sind und welche Auswirkungen die entsprechenden Angaben haben.

Ihr kompetenter Wegweiser durch die Steuererklärung:
– Nützliche Ausfüllhilfe und umfassendes Nachschlagewerk zu den amtlichen Vordrucken
– Mit anschaulichen Beispielen, Beratungshinweisen und Checklisten
– Unter Berücksichtigung der aktuellen Rechtsprechung und Verwaltungsauffassung
– Vordrucke in Originalgröße abgedruckt

Das ist neu:
– Zweites Gesetz zur Entlastung insbesondere der mittelständischen Wirtschaft von Bürokratie (Zweites Bürokratieentlastungsgesetz)
– Steuerumgehungsbekämpfungsgesetz
– Änderungen zum häuslichen Arbeitszimmer

Stollfuß Medien mit Sitz in Bonn wurde 1913 als Fachverlag gegründet und zählt heute zu einem der bundesweit führenden Medien- und Softwarehäusern mit Kernkompetenz in den Bereichen Steuern, Wirtschaft und Recht. Stollfuß Medien bietet eine breite Palette an Fachliteratur an. Eine Fülle von Online-Fachdatenbanken für die mobile Recherche und effiziente Software-Komplettlösungen für Steuerberater, Wirtschaftsbüros, die gewerbliche Wirtschaft und Unternehmenssteuerabteilungen runden das breite Leistungsspektrum ab.

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Wann Bestattungskosten von der Steuer abgesetzt werden können

Der Monat November ist von Trauer- und Gedenktagen, wie Allerheiligen, Allerseelen, Volkstrauertag oder dem Totensonntag, geprägt. Die Menschen erinnern sich an nahestehende Verstorbene und besuchen ihre Gedenkstätten. Die im Trauermonat schön herausgeputzten Gräber sind Anlaufstellen für die Familie. Bis dahin sind hohe Kosten für die Hinterbliebenen angefallen. Unter gewissen Voraussetzungen können die Bestattungskosten jedoch von der Steuer abgesetzt werden.

Wer muss für die Beerdigungskosten aufkommen?
Todesanzeige, Bestattung, Trauerfeier, Grabstätte, da kommen schnell mehrere tausend Euro zusammen. In der Regel sind die Erben verpflichtet, all diese Kosten zu übernehmen. Auch wenn das Erbe abgelehnt wird, bleibt die Verpflichtung, die Beerdigung zu bezahlen. Das regeln die Bestattungsgesetze der einzelnen Bundesländer, die sich geringfügig unterscheiden.

Deckt das gesamte Erbe die Kosten für die Beerdigung nicht ab, dann kann die Differenz als außergewöhnliche Belastung angesetzt werden. In diesem Fall wird der Anteil, der über der zumutbaren Eigenbelastung – in Abhängigkeit von Familienstand, Kinderzahl und Einkommenshöhe – liegt, abgezogen. Manchmal können sich die Erben die Bestattung selbst nicht leisten. Dann springt entweder das Sozialamt oder eine andere nahestehende Person, die zwar nicht erbt, aber dem Verstorbenen der guten Sitten wegen verpflichtet ist, ein. Diese Person kann die Kosten ebenso in der Steuer als außergewöhnliche Belastung angeben, sofern die Eigenbelastungsgrenze nicht dagegensteht.

Ist der Nachlass höher als die Bestattungskosten, geht bei der Einkommensteuer nichts mehr. Zum Nachlass zählen beispielsweise Geldvermögen, Aktien und Geldanlagen sowie Immobilien. Eine Auszahlung einer Sterbegeldversicherung wird mit den Bestattungskosten verrechnet und mindert den Betrag, der steuerlich geltend gemacht werden kann.

Welche Kosten einer Beerdigung erkennt das Finanzamt an?
Alle Ausgaben für das Bestattungsunternehmen, Überführung, Sarg, Urne, Steinmetz, Krematorium, Friedhofsverwaltung, Grabstätte, Blumenschmuck, Drucksachen, Porto, Trauerredner, Musiker und Verwaltungsgebühren zählen zu den Bestattungskosten. Nicht anerkannt werden hingegen die Bewirtungskosten von Trauergästen sowie die Reisekosten der Trauergäste, die Ausgaben für entsprechende Bekleidung, die Kosten für die Grabbepflanzung und -pflege. Sind die Beerdigungskosten also höher als das Erbe, so erkennt der Fiskus bis zu 7.500 Euro über dem Nachlass an.

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Topaktuell, bereits kommentiert:
– §§ 3a, 4j, 34a EStG idF des Gesetzes gegen schädliche Steuerpraktiken v. 27.06.17
– §§ 38b, 39, 39b, 39e EStG idF des Steuerumgehungsbekämpfungsgesetzes v. 23.06.17
– § 3 Nr. 55, 55c, 56, 62, 63, 63a, 65 EStG idF des Betriebsrentenstärkungsgesetzes v. 13.07.17
– § 15 EStG (mit BFH v. 13.07.17 zur gewerblichen Prägung einer „Einheits-GmbH & Co. KG“)
– § 10 EStG (mit BMF v. 24.05.17 zur einkommensteuerlichen Behandlung von Vorsorgeaufwendungen)

Konsequent ausgerichtet auf Ihre Belange:
– Konfigurierbar auf spezifische VZ
– Fortlaufende Aktualisierung der Kommentierung auch zu vergangenen VZ
– Optische Hervorhebung der Aktualisierungen
– Zitierfähigkeit aktueller und alter Kommentierungen
– Laufende Beistellung zitierter Aufsätze, z.B. aus kösdi, Stbg und DStZ
– Hinweise auf drohende Gesetzesverschärfungen aus noch laufenden Gesetzesvorhaben
– Zahlreiche Arbeitshilfen und Gesetzesmaterialien

Renommierte Herausgeber:
Dr. Claas Fuhrmann LL.M., Rechtsanwalt, Steuerberater, Fachanwalt für Steuerrecht, ckss Partnerschaft mbB; Jörg Kraeusel, Ministerialdirigent im BMF a.D.; Professor Dr. Joachim Schiffers, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Warth & Klein Grant Thornton AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.

Hochkarätiges Autorenteam u.a.:
Stefan Bering, Oberregierungsrat im BMF; Rene Feldgen, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater,
DORNBACH GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft;
Professor Dr. Hendrik Jacobsen, Steuerberater, Duale Hochschule Baden-Württemberg;
Klaus Korn, Steuerberater, ckss Partnerschaft mbB; Dr. Annekatrin Veit, Rechtsanwältin, Steuerberaterin, DLA Piper UK LLP.

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Stollfuß Medien mit Sitz in Bonn wurde 1913 als Fachverlag gegründet und zählt heute zu einem der bundesweit führenden Medien- und Softwarehäusern mit Kernkompetenz in den Bereichen Steuern, Wirtschaft und Recht. Stollfuß Medien bietet eine breite Palette an Fachliteratur an. Eine Fülle von Online-Fachdatenbanken für die mobile Recherche und effiziente Software-Komplettlösungen für Steuerberater, Wirtschaftsbüros, die gewerbliche Wirtschaft und Unternehmenssteuerabteilungen runden das breite Leistungsspektrum ab.

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