Tag Archives: Erbe

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Erfolgreiche Unternehmertöchter

BWS NachfolgerForum 2017

Erfolgreiche Unternehmertöchter

Traditionen sind die Grundpfeiler von Familienunternehmen. Sie sind Chance und Hindernis zugleich, denn der Umgang mit ihnen entscheidet über Erfolg oder Niederlage und somit über den Fortbestand des Unternehmens als Familienunternehmen. Die Traditionen in den Unternehmerfamilien stammen oft noch aus vergangenen Zeiten, wodurch in der Vergangenheit die Möglichkeiten für Töchter, die Nachfolge anzutreten, eingeschränkt waren. Doch eine aktuelle Studie des Wittener Instituts für Familiennachfolge (WIFO) zeigt, dass immer mehr Unternehmertöchter in die Fußstapfen des Vaters treten, da sie die Nachfolge als Karrierechance nutzen.

Muster wie das der Primogenitur, also die Ordnung der Erbfolge, nach welcher nur der erstgeborene Sohn die Nachfolge antritt, verlieren in der Nachfolgeregelung von Familienunternehmen ihre verlässliche Orientierungsfunktion. Hier bekommen die Töchter mittlerweile eine bedeutende Rolle, indem sie die Führung des Familienunternehmens als Karrierechance nutzen. Gleichzeitig ergibt sich eine Perspektive für die Frage nach der Weiterführung der Unternehmen – auch angesichts fehlender Nachfolger. Familienzugehörig, gut qualifiziert und vor allem begeistert und motiviert, füllen Unternehmertöchter immer zahlreicher die Leerstellen in den Spitzenpositionen im Generationenwechsel des deutschen Mittelstandes. Mit ihrer Bereitschaft zur Verantwortung stehen sie als sichtbare Rollenvorbilder und treiben damit den Wandel schneller voran, als jede Quote es könnte. So das Ergebnis einer aktuellen WIFO-Studie. Diese zeigt auch, dass mit der weiblichen Nachfolge neue Herausforderungen entstanden sind. Insbesondere die Doppelrolle, die angesichts traditioneller Rollenbilder in der Familie noch sehr belastend ist, fordert neue Modelle.

Ein gutes Beispiel dafür, wie Vereinbarkeit von Familie und Beruf, sowie die erfolgreiche Übernahme eines Familienbetriebs gelingen kann, ist Martina Feierling-Rombach. Das Bierbrauen wurde der Unternehmerstochter geradezu in die Wiege gelegt, denn ihr Vater, Dr. Hubert Feierling, führte sie schon früh in die männerdominierte Brauszene in Freiburg ein. Nach dem Tod des Vaters übernahm die Diplom-Braumeisterin zuerst die Immobilienverwaltung, um dann die Hausbrauerei für die Zukunft neu aufzustellen. Nebenher engagierte sie sich als Gemeinderätin, Fraktionsvorsitzende und Ehrenamtliche für die Belange ihrer Heimatstadt und war im Beirat der Alpirsbacher Klosterbräu sowie in der Walter-Prestel-Stiftung aktiv. Heute ist die erfolgreiche Unternehmerin Vorsitzende des VdU Baden und wird auf dem NachfolgerForum innerhalb der Living Library einen Einblick in ihre spannende Vita und der Nachfolgeregelung bei der Feierling Brauerei geben.
„Erfolg entsteht durch Information und Kommunikation. Auf dem NachfolgerForum vermitteln wir deshalb substantielles Know-how und bringen Unternehmer mit potentiellen Nachfolgern und Investoren zusammen. Wir verbinden Strategie mit praktischer Erfahrung“, erklärt Peter Hertweck, Veranstalter des ersten NachfolgerForums. „Dabei ist auch das Unsichtbare im Nachfolgesystem sowie die Konsequenzen daraus ebenso von Bedeutung. Wie entdecke ich Fehlentwicklungen und wie kann ich darauf so reagieren, dass Stolperfallen eliminiert und die Nachfolge- oder Wachstumsgestaltung gefördert werden?“, so Hertweck weiter. Antworten darauf und viele Informationen zum Thema Nachfolgeregelung finden Interessierte auf dem NachfolgerForum, das vom 27. Bis zum 28. November im Europapark Rust (Baden) stattfindet.

Webseite NachfolgerForum: www.nachfolgerforum.de
Das Konferenzprogramm finden Sie hier: http://www.nachfolgerforum.de/nachfolgerforum-2017/
Übersicht der Referenten: http://www.nachfolgerforum.de/referenten/

THE DIGITAL DETOX® ist ein Tochterunternehmen der Agentur für nachhaltige Kommunikation. Als Anbieter von Seminaren, Workshops, Vorträgen und Organisator der ersten Digital Detox Camps in Deutschland ist die Agentur erste Anlaufstelle zu Themen im Kontext der Veränderungen von digitalen und medialen Nutzungsverhalten durch mobile Kommunikationslösungen wie zum Beispiel ständige Erreichbarkeit, digitale Entschleunigung und Effizienzsteigerung durch Minimierung von Digitalstress.

„Wir entwickeln Kommunikationslösungen, die auf nachhaltigen Strategien basieren. Unser Portfolio reicht von Inhouse-Seminaren bis hin zu kompletten Kommunikationskonzepten, die wir zum Beispiel in einem laufenden Veränderungsprozess begleitend umsetzen können. Die vielfältigen Qualifikationen unserer Berater stellen dabei sicher, dass für Unternehmen passgenaue Maßnahmenpakete zusammengestellt werden“, erklärt Ulrike Stöckle, Diplom-Betriebswirtin und geschäftsführende Inhaberin der Agentur für nachhaltige Kommunikation.

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Wann Bestattungskosten von der Steuer abgesetzt werden können

Der Monat November ist von Trauer- und Gedenktagen, wie Allerheiligen, Allerseelen, Volkstrauertag oder dem Totensonntag, geprägt. Die Menschen erinnern sich an nahestehende Verstorbene und besuchen ihre Gedenkstätten. Die im Trauermonat schön herausgeputzten Gräber sind Anlaufstellen für die Familie. Bis dahin sind hohe Kosten für die Hinterbliebenen angefallen. Unter gewissen Voraussetzungen können die Bestattungskosten jedoch von der Steuer abgesetzt werden.

Wer muss für die Beerdigungskosten aufkommen?
Todesanzeige, Bestattung, Trauerfeier, Grabstätte, da kommen schnell mehrere tausend Euro zusammen. In der Regel sind die Erben verpflichtet, all diese Kosten zu übernehmen. Auch wenn das Erbe abgelehnt wird, bleibt die Verpflichtung, die Beerdigung zu bezahlen. Das regeln die Bestattungsgesetze der einzelnen Bundesländer, die sich geringfügig unterscheiden.

Deckt das gesamte Erbe die Kosten für die Beerdigung nicht ab, dann kann die Differenz als außergewöhnliche Belastung angesetzt werden. In diesem Fall wird der Anteil, der über der zumutbaren Eigenbelastung – in Abhängigkeit von Familienstand, Kinderzahl und Einkommenshöhe – liegt, abgezogen. Manchmal können sich die Erben die Bestattung selbst nicht leisten. Dann springt entweder das Sozialamt oder eine andere nahestehende Person, die zwar nicht erbt, aber dem Verstorbenen der guten Sitten wegen verpflichtet ist, ein. Diese Person kann die Kosten ebenso in der Steuer als außergewöhnliche Belastung angeben, sofern die Eigenbelastungsgrenze nicht dagegensteht.

Ist der Nachlass höher als die Bestattungskosten, geht bei der Einkommensteuer nichts mehr. Zum Nachlass zählen beispielsweise Geldvermögen, Aktien und Geldanlagen sowie Immobilien. Eine Auszahlung einer Sterbegeldversicherung wird mit den Bestattungskosten verrechnet und mindert den Betrag, der steuerlich geltend gemacht werden kann.

Welche Kosten einer Beerdigung erkennt das Finanzamt an?
Alle Ausgaben für das Bestattungsunternehmen, Überführung, Sarg, Urne, Steinmetz, Krematorium, Friedhofsverwaltung, Grabstätte, Blumenschmuck, Drucksachen, Porto, Trauerredner, Musiker und Verwaltungsgebühren zählen zu den Bestattungskosten. Nicht anerkannt werden hingegen die Bewirtungskosten von Trauergästen sowie die Reisekosten der Trauergäste, die Ausgaben für entsprechende Bekleidung, die Kosten für die Grabbepflanzung und -pflege. Sind die Beerdigungskosten also höher als das Erbe, so erkennt der Fiskus bis zu 7.500 Euro über dem Nachlass an.

Die Lohi (Lohnsteuerhilfe Bayern e. V.) mit Hauptsitz in München wurde 1966 als Lohnsteuerhilfeverein gegründet und ist in rund 330 Beratungsstellen bundesweit aktiv. Mit nahezu 600.000 Mitgliedern ist der Verein einer der größten Lohnsteuerhilfevereine in Deutschland. Die Lohi zeigt Arbeitnehmern, Rentnern und Pensionären – im Rahmen einer Mitgliedschaft begrenzt nach § 4 Nr. 11 StBerG – alle Möglichkeiten auf, Steuervorteile zu nutzen.

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Der D.A.S. Leistungsservice informiert: Urteile in Kürze – Erbrecht

Nottestament: Sohn der Alleinerbin darf kein Zeuge sein

Will jemand ein Testament errichten, der nicht mehr schreiben kann, kann er ein mündliches Nottestament vor drei Zeugen diktieren. Ist einer der drei Zeugen allerdings der Sohn der Alleinerbin, ist das Testament ungültig. Dies entschied laut D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH (D.A.S. Leistungsservice) das Oberlandesgericht Köln.
OLG Köln, Az. 2 Wx 86/17

Hintergrundinformation:
Viele Menschen setzen kein Testament auf, da sie sich mit diesem unangenehmen Thema nicht auseinandersetzen möchten. Trifft sie dann eine schwere Erkrankung, möchten sie oft noch kurzfristig Regelungen für ihren Nachlass treffen. Aber was geschieht, wenn der Betroffene zum Beispiel krankheitsbedingt nicht mehr in der Lage ist, selbst zu schreiben? Ein herkömmliches Testament muss der Erblasser komplett handschriftlich niederschreiben. Wer dies nicht mehr schafft, kann einen Notar hinzuziehen. Ist auch dies nicht machbar, kommt ein Nottestament vor dem Bürgermeister in Frage. Oder, wenn die Zeit drängt, ein Nottestament vor drei Zeugen. Dabei erklärt der Erblasser seinen letzten Willen mündlich vor drei Zeugen. Diese schreiben ihn nieder und unterschreiben das Dokument. Auch der Erblasser muss unterschreiben. Kann er dies nicht mehr, müssen die Zeugen dies auf dem Schriftstück vermerken. Der Fall: Ein 84-Jähriger war in einem Kölner Krankenhaus verstorben. Wenige Stunden vor seinem Tod waren vier Personen an sein Krankenbett gekommen. Drei davon hatten in einer Niederschrift bescheinigt, dass seine Lebensgefährtin Alleinerbin sein solle. Damit sei der Sterbende einverstanden gewesen, allerdings konnte er nicht mehr unterschreiben. Zu den Zeugen gehörte auch der Sohn seiner Lebensgefährtin. Als diese später unter Vorlage des Schriftstücks einen Erbschein beantragte, versuchten die Nichten und Neffen des Verstorbenen, das Testament anzufechten. Das Urteil: Das Oberlandesgericht Köln erklärte nach Informationen des D.A.S. Leistungsservice das Testament für unwirksam. Als Zeugen könnten nicht die Kinder oder andere nahe Verwandte der Person auftreten, die im Testament als Alleinerbe auftritt. Der Sohn der Lebensgefährtin hätte demnach kein Zeuge sein dürfen. Die Anwesenheit der vierten Person ändere nichts, da diese nicht an der Beurkundung des letzten Willens teilgenommen habe und ohnehin keine ausreichenden Deutschkenntnisse habe, um den Inhalt zu verstehen. Zwei Zeugen reichten für ein wirksames Testament nicht aus. Damit war die gesetzliche Erbfolge anzuwenden.
Oberlandesgericht Köln, Beschluss vom 5. Juli 2017, Az. 2 Wx 86/17

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„Plötzlich geerbt – wohin mit dem Geld?“ – Verbraucherinformation der ERGO Group

Tipps für eine sinnvolle Geldanlage

"Plötzlich geerbt - wohin mit dem Geld?" -  Verbraucherinformation der ERGO Group

Nach dem Erbe richtig investieren.
Quelle: ERGO Group

Einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zufolge vererben die Deutschen im Zeitraum von 2012 bis 2027 voraussichtlich bis zu 400 Milliarden Euro pro Jahr. Wer plötzlich erbt, steht jedoch häufig vor der Frage: Wohin mit dem Geld? Das kann in Zeiten des Niedrigzinses eine schwierige Entscheidung sein. Wie Erben sinnvoll und gewinnbringend anlegen können und was es dabei zu beachten gilt, weiß Erol Cen, Investment-Experte von ERGO.

Wer beispielsweise eine Immobilie abbezahlen muss, Pläne für einen Umbau der Wohnung hat oder seinem Kind ein Auslandsstudium finanzieren möchte, der hat sofort eine sinnvolle Verwendung für sein Erbe. Aber wohin mit dem Geld, wenn aktuell keine notwendigen Ausgaben anstehen? „Auf diese Frage gibt es keine eindeutige Antwort. Das kommt immer auf die individuelle Situation des Einzelnen an“, weiß Erol Cen, Investment-Experte von ERGO. Können Erben das Geld zunächst auf die Seite legen, gilt es also, eine zur jeweiligen Situation passende Anlage zu finden.

Große Auswahl an Anlagemöglichkeiten

Auf Sparbuch oder Festgeld gibt es derzeit kaum noch Zinsen. Wer sich noch nie mit dem Thema „Geld anlegen“ auseinandergesetzt hat, für den können die zahlreichen weiteren Anlagemöglichkeiten am Kapitalmarkt verwirrend sein. Am bekanntesten sind Aktien, Anleihen oder Geldmarktpapiere. Zudem wird mit Rohstoffen, Edelmetallen, Immobilien oder Währungen gehandelt. „Wer selber handeln möchte, sollte sich gut auskennen und die nötige Zeit mitbringen“, so Erol Cen. „Viele, die erstmals am Kapitalmarkt investieren, neigen dazu, bei einem kurzfristigen Fall der Kurse ihre Anteile übereilt zu verkaufen. Solche Schwankungen gleichen sich jedoch meist wieder aus.“ Ein schneller Verkauf kann daher zu unnötigen Verlusten führen. Hinzu kommt, dass Einsteiger am Kapitalmarkt häufig nur auf eine Anlage setzen. „Es empfiehlt sich eine breite Streuung über unterschiedliche Anlagen. So kann das Portfolio Schwankungen im Markt auffangen“, weiß Erol Cen. Für unerfahrene Anleger oder bei Zeitmangel sind von Anlageexperten gemanagte Investmentfonds eine gute Alternative.

Was sind Investmentfonds und wie funktionieren sie?

Investmentfonds zeichnen sich dadurch aus, dass sie das Geld vieler Anleger bündeln. Für ihre Einzahlungen erhalten die Anleger Anteile an den Vermögenswerten des Fonds. Das gesammelte Kapital verwaltet ein Fondsmanager. Er legt es in viele verschiedene Anlageklassen an, beispielsweise Aktien oder Anleihen. So ist der Fonds breit gestreut und stärkere Werte können kurzfristige Schwächen anderer Werte ausgleichen. „Anleger können entweder im Rahmen eines Fondsparplans monatliche Beträge einzahlen. Das ist meist ab 50 Euro möglich“, erklärt der ERGO Experte. „Oder sie zahlen einen einmaligen Betrag ein, etwa eine Erbschaft.“

Welcher Fonds passt zu mir?

Welcher Fonds für die individuelle Situation geeignet ist, sollten Interessenten mit einem Anlageberater klären. Denn zum Beispiel hinsichtlich Schwankungsbreite oder empfohlener Anlagedauer gibt es große Unterschiede zwischen verschiedenen Fonds. Generell empfiehlt der ERGO Experte Erben, vor der Entscheidung für einen Fonds ihr persönliches Sparziel festzulegen: Wer eine große Rendite erzielen möchte, muss ein höheres Risiko eingehen. Steht dagegen eher die Sicherheit im Vordergrund, kann ein Fonds mit risikoärmeren Wertpapieren sinnvoll sein.
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ERGO ist eine der großen Versicherungsgruppen in Deutschland und Europa. Weltweit ist die Gruppe in mehr als 30 Ländern vertreten und konzentriert sich auf die Regionen Europa und Asien. Unter dem Dach der Gruppe steuern drei Einheiten das deutsche und internationale Geschäft sowie das Digital- und Direktgeschäft (ERGO Deutschland, ERGO International und ERGO Digital Ventures). Knapp 44.000 Menschen arbeiten als angestellte Mitarbeiter oder als hauptberufliche selbstständige Vermittler für die Gruppe. 2016 nahm ERGO 17 Mrd. Euro an Beiträgen ein und erbrachte für ihre Kunden Versicherungsleistungen von 16 Mrd. Euro.
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Ehegattenerbrecht: Nachlass in der Ehe regeln

Testament, Erbvertrag, Pflichtteil: Angelika Lübke-Ridder, Rechtsanwältin für Familien- und Erbrecht aus Stuttgart zu den Vorgaben und Gestaltungsmöglichkeiten der Nachlassregelung in der Ehe.

Ehegattenerbrecht: Nachlass in der Ehe regeln

Angelika Lübke-Ridder Rechtsanwältin aus Stuttgart zum Ehegattenerbrecht

Stuttgart, 30. Juni 2017 – Für Ehegatten gibt es unterschiedliche Formen, wie sie ihren Nachlass regeln können. Der Gesetzgeber hat zudem auch nahe Verwandte unter den Schutz des Erbrechts gestellt, z.B. mit dem gesetzlich vorgeschriebenen Pflichtteil. Angelika Lübke-Ridder, Rechtsanwalt für Familien- und Erbrecht in Stuttgart, gibt in einem Fachartikel einen Überblick über die Gestaltungsmöglichkeiten sowie gesetzliche Vorgaben, auf die Ehegatten bei der Niederschrift ihres Letzten Willens zurückgreifen können.

So bietet das Ehegattenerbrecht mit dem Testament und dem Ehegattenerbvertrag grundsätzlich zwei unterschiedliche Instrumente an, mit denen Eheleute ihren Nachlass rechtsverbindlich regeln können. Beim Testament gibt es die Möglichkeit, ein Einzeltestament, ein gemeinschaftliches Ehegattentestament mit Einheitslösung oder ein gemeinschaftliches Ehegattentestament mit Trennungslösung zu errichten. Welche der Möglichkeiten die jeweils beste ist, hängt von der individuellen Lebenssituation und der angestrebten Nachlassgestaltung ab.

Das gesetzliche Ehegattenerbrecht wird im Wesentlichen vom bestehenden Güterrecht beeinflusst. Eheleute können den gesetzlich vorgesehenen Güterstand, die sogenannte Zugewinngemeinschaft, beibehalten oder die Gütertrennung oder die Gütergemeinschaft gewählt haben. Jeder Güterstand wirkt sich anders auf das gesetzliche Ehegattenerbrecht aus.

Wird nun die Verteilung des Nachlasses festgelegt, ist zunächst zu prüfen, wer gesetzlicher Erbe sein könnte und inwiefern diese zu berücksichtigen sind, damit das Testament oder der Erbvertrag Bestand hat. Denn nahen Verwandten wie Kindern, Geschwistern, Eltern und Großeltern steht nach deutschem Erbrecht ein Pflichtteil am Erbe zu. Sie können nicht ohne weiteres Übergangen oder „Enterbt“ werden.

„Für die Nachlassregelung innerhalb der Ehe gibt es unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten sowie gesetzliche Vorgaben, die genau beachtet werden müssen. Ehegatten sollten sich daher sehr genau überlegen, welche Testamentsform auf sie am besten passt“, rät Anwältin Angelika Lübke-Ridder. Hierbei ist oftmals auch eine erbrechtliche Beratung im Vorhinein sinnvoll, damit sich keine Fehler oder unglückliche Formulierungen in die letztwillige Verfügung einschleichen, die den Letzten Willen gefährden.

Den gesamten Fachartikel können Sie hier einsehen:
www.scheidung-erbrecht.com/aktuelles/urteile/50-ehegattenerbrecht-ehepartner-und-testament.html

Rechtsanwältin Angelika Lübke-Ridder, Stuttgart

Rechtsanwältin Angelika Lübke-Ridder hat seit 1994 einen Schwerpunkt ihrer Tätigkeit auf das Scheidungsrecht, Familienrecht und Erbrecht gelegt. Sie verfügt über umfangreiche Erfahrung als Anwalt für Erbrecht und Ehescheidungen. Betroffene und Mandanten finden ausführlichere Informationen über die Leistungen der Lübke-Ridder Anwaltskanzlei in Stuttgart zu den Rechtsgebieten Scheidung, Familienrecht und Erbrecht auf einer speziellen Internetseite unter der Adresse: www.scheidung-erbrecht.com

Tag-It: Ehegattenerbrecht, Rechtsanwalt Erbrecht Stuttgart, Zugewinngemeinschaft, Gütertrennung, Nachlass regeln, Testament erstellen, Erbvertrag, Erbe, Familienrecht

Die Lübke-Ridder Anwaltskanzlei wurde 1994 von Rechtsanwältin Angelika Lübke-Ridder gegründet. Die Kanzlei betreut Mandate in den Rechtsgebieten Wirtschaftsrecht, Urheber- und Medienrecht, Internetrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht sowie den auf der neuen Homepage vorgestellten Bereichen Familienrecht, Erbrecht und Scheidung – unter anderem auch mit einschlägigen Erfahrungen im internationalen Scheidungsrecht. Mit einem Team aus erfahrenen Anwälten in den unterschiedlichen Rechtsgebieten bietet die Kanzlei eine umfassende Beratung und Vertretung an, sowohl am Standort Stuttgart als auch in Frankfurt am Main.

Weitere Informationen zu den Themen Scheidung, Familienrecht und Erbrecht:
http://www.scheidung-erbrecht.com

Kontakt
Lübke-Ridder Anwaltskanzlei
Angelika Lübke-Ridder
Kirchstraße 4
70173 Stuttgart
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Erster Marktüberblick zum digitalen Erbe erschienen

Mit welchen Diensten können Nutzer für ihren eigenen digitalen Nachlass vorsorgen?

Erster Marktüberblick zum digitalen Erbe erschienen

Seit dem Facebook-Urteil ist das Thema digitaler Nachlass in aller Munde. Zu Recht fragen sich online aktive Menschen, wie sie vorsorgen können und wer ihnen dabei hilft. Beim unabhängigen Informationsportal digital-danach.de ist nun der erste Überblick zu deutschen Vorsorgelösungen erschienen. Die Betreiber Sabine Landes und Dennis Schmolk haben neun Portale untersucht. Die Ergebnisse sind ab sofort abrufbar unter https://digital-danach.de/ueberblick-vorsorge

9 Vorsorgeplattformen für den digitalen Nachlass im Überblick

Der digitale Nachlass eines Menschen umfasst alle digitalen Lebensbereiche, die er hinterlässt, wenn er stirbt: E-Mail-Accounts, Dateien, Social-Network-Profile bis hin zu Bitcoin und anderen Digitalwährungen. Verbraucherschützer raten regelmäßig dazu, vorzusorgen.

Seit einigen Jahren gibt es Anbieter, die dem Nutzer technische Lösungen hierfür bereitstellen. digital-danach.de stellt heute zum ersten Mal einen Marktüberblick zur Verfügung. Die Übersicht führt folgende neun Anbieter auf und untersucht diese auf Kriterien wie Sicherheit, Kosten und Funktionsumfang: Exmedio, Digital Heritage, lastHello, LifeCompanion, Meminto, Somnity, TheVitalThings, Vorsorgeplattform24 und den Digitalen Nachlassplaner der LV 1871.

„Wir wollen mit diesem Marktüberblick Nutzern helfen, die für sie passende Lösung zu finden. Online-User haben verschiedene Bedürfnisse, und daher muss sich jeder fragen, ob er eine Vorsorgeplattform nutzen will – und wenn ja, welche“, erklärt Sabine Landes von digital-danach.de ihre Motivation.

Fazit: Keine One-Size-fits-All-Lösung

Die betrachteten Vorsorgeplattformen und -Apps bieten sehr unterschiedliche Möglichkeiten für den eigenen digitalen Nachlass. Von eher emotionalen „Tagebuchdiensten“, die eine bunte Biographie für die Hinterbliebenen anlegen, bis hin zu sicherheitszentrierten Datensafes sprechen sie verschiedene Nutzergruppen an.

Die Wahl des richtigen Diensts ist von vielen Faktoren abhängig: Legt man den Schwerpunkt auf Rechtssicherheit, weil man absehen kann, dass es Streit zwischen den Erben geben wird? Steht eine schnelle, unbürokratische Abwicklung im Vordergrund? Wie hoch ist das Bedürfnis nach Cybersicherheit? Und nicht zuletzt: Wie viel Arbeit möchte man in das doch eher unangenehme Thema stecken?

Neben den vorgestellten Diensten gibt es natürlich noch weitere Möglichkeiten, vorzusorgen. „Eine individuelle Vorsorge mit digitalen und analogen Bausteinen könnte eine Alternative sein“, meint Dennis Schmolk von digital-danach.de. „Zum Beispiel mit verschlüsselten Dateien in einer Dropbox und einem sicheren Versteck für das Entschlüsselungs-Passwort. Oder man hinterlegt entsprechende Daten bei einem Anwalt oder Notar und lässt sich dort umfassend beraten.“

Um sein digitales Erbe zu regeln, muss man also eine Reihe wichtiger Entscheidungen treffen. Vorsorgeplattformen können dabei helfen, aber man sollte nicht alle Entscheidungen an sie delegieren.

Sabine Landes und Dennis Schmolk pflegen seit 2015 unter https://digital-danach.de ein Infoportal rund um digitalen Nachlass, Online-Trauerkultur und digitales Gedenken. Zudem sind sie als Ratgeberautoren und Referenten zu diesen Themen tätig und veranstalten die Konferenz digina ( https://digina-conference.com).

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Erbvertrag und Testament mit Auslandsberührung

Grenzüberschreitend den Nachlass regeln: Rechtsanwältin Sonja Reiff von der Kanzlei Selzer Reiff Rechtsanwälte Notar aus Frankfurt zu den Besonderheiten beim Testament oder Erbvertrag mit Auslandsberührung.

Erbvertrag und Testament mit Auslandsberührung

Rechtsanwältin Sonja Reiff zum Erbvertrag oder Testament mit Auslandsberührung

Frankfurt, 4. Mai 2017 – Bei der Gestaltungspraxis von Testamenten und Erbverträgen häufen sich die Fälle mit Auslandsberührung. Hier gilt nicht automatisch deutsches Recht. Damit auch tatsächlich der Letzte Wille zur Anwendung kommt, sind einige Besonderheiten zu beachten, wie Rechtsanwältin Sonja Reiff in einem neuen Fachbeitrag zum Erbrecht auf der Website der Kanzlei SELZER REIFF Rechtsanwälte Notar erklärt.

Wenn der Erblasser ausländischer Staatsbürger ist, als Deutscher im Ausland lebt oder wenn sich das zu vererbende Vermögen im Ausland befindet, muss zuerst überprüft werden, nach welchem Recht sich die Erbfolge überhaupt regelt.

Gibt es entsprechende Staatsverträge zwischen Deutschland und weiteren Ländern, die vorrangig gelten? „Bilaterale Abkommen bestehen unter anderem mit der Türkei, dem Iran und den Nachfolgestaaten der Sowjetunion“, erklärt Rechtsanwältin Sonja Reiff.

In der gesamten EU mit Ausnahme des Vereinigten Königreichs, Irland und Dänemark gilt seit August 2015 die Europäische Erbrechtsverordnung. Ihr zufolge ist hier nicht die Staatsbürgerschaft des Erblassers entscheidend, sondern es gilt das Erbrecht des Landes, in dem der Erblasser zum Zeitpunkt seines Todes seinen gewöhnlichen Aufenthaltsort hatte. Ist dies nicht gewünscht und soll zum Beispiel für einen im europäischen Ausland lebenden Deutschen trotzdem das deutsche Erbrecht Anwendung finden, steht dem Erblasser das Instrument der Rechtswahl zu. Er kann im Testament oder Erbvertrag regeln, dass für ihn das Recht des Landes gilt, dessen Staatsbürger er ist.

Für Drittstaat (außerhalb der EU) ist nicht grundsätzlich gesichert, ob dieses Land eine Rechtswahl, in der das Heimatrecht gewählt wird, tatsächlich anerkennt. Hier sollte man sich frühzeitig entsprechenden Rechtsrat bei einem Rechtsanwalt mit Kenntnissen des jeweiligen Rechts einholen.

Rechtsanwältin Sonja Reiff empfiehlt bei Auslandsbezug in jedem Fall eine Erstellung des Testaments oder Erbvertrages durch einen Notar sowie die nachfolgende notarielle Beurkundung. „Aber auch ohne einen Bezug zum Ausland und ausländischem Recht ist ein notarielles Testament oder Erbvertrag sinnvoll. Die erbrechtlichen Regelungen sind so komplex, dass Laien in der Regel nicht immer in der Lage sind, rechtssicher ihren letzten Willen darzulegen. Der Notar stellt aber den Willen fest und verfasst eine wirksame und rechtssichere letztwillige Verfügung.“ Zudem biete die notarielle Beurkundung weitere Vorteile.

Den ausführlichen Fachartikel zum Thema Erbvertrag und Testament mit Auslandsberührung können Sie hier einsehen:

www.selzer-reiff.de/aktuelles/fachbeitraege-publikationen/erbvertrag-und-testament-mit-auslandsberuehrung

Über die Kanzlei SELZER REIFF Rechtsanwälte Notar in Frankfurt

In ihrer Kanzlei betreuen Rechtsanwältin und Notar Bettina Selzer und Rechtsanwältin Sonja Reiff Mandanten in den Bereichen Erbrecht, Arbeitsrecht, Handelsrecht und Gesellschaftsrecht, Immobilienrecht sowie Vertragsrecht. Als berufener Notar in Frankfurt bietet Notarin Selzer sämtliche notarielle Dienstleistungen in allen Rechtsgebieten an, unter anderem im Erbrecht, im Handelsrecht und Gesellschaftsrecht, im Grundstücks- und Immobilienrecht sowie im Familienrecht und bei klassischen Treuhandtätigkeiten.

Mit Heirat von Frau Bettina Selzer, geb. Schmidt, wurde die Kanzlei im Oktober 2016 umbenannt: Aus der Kanzlei Schmidt & Kollegen Rechtsanwälte, Notarin wurde SELZER REIFF Rechtsanwälte Notar.

Weitere Informationen hierzu:
www.selzer-reiff.de/notariat
www.notar-frankfurt-am-main.de

Kanzlei SELZER REIFF Rechtsanwälte Notar, Frankfurt am Main

Zentral im Westend Frankfurt gelegen, bietet die Kanzlei SELZER REIFF Rechtsberatung und Rechtsvertretung in den Rechtsgebieten Arbeitsrecht, Gesellschaftsrecht und Handelsrecht, Immobilienrecht sowie Vertragsrecht an. Ein Schwerpunkt der Rechtsanwaltskanzlei ist die Betreuung kleinerer und mittelständischer Unternehmen. Mandanten profitieren vom flexiblen, kreativen Umfeld einer kleinen Kanzlei, die ihnen darüber hinaus durch Einbindung in ein etabliertes Expertennetzwerk auch in benachbarten Rechtsgebieten und bei steuerlichen oder wirtschaftlichen Fragenstellungen kompetente Hilfe anbieten kann.

Mit einer bestellten Notarin in Frankfurt bietet die Kanzlei auch die Leistungen eines Notariats, z.B. Beurkundung von Verträgen oder Beglaubigung von Unterschriften. Rechtsanwältin und Notarin Bettina Selzer, geb. Schmidt, berät bei der Vertragsgestaltung und prüft für ihre Mandanten auch fremde Verträge. Darüber hinaus sind Rechtsanwältin und Notarin Bettina Selzer und Rechtsanwältin Sonja Reiff seit vielen Jahren regelmäßig als Rechtsexperten Interviewpartner des Hessischen Rundfunks.

Weitere Informationen: http://www.selzer-reiff.de

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Gemeinschaftliches Testament oder Erbvertrag

Einen gemeinsamen Nachlass regeln: Sonja Reiff, Rechtsanwältin aus Frankfurt zu den Unterschieden zwischen gemeinschaftlichem Testament und Erbvertrag.

Gemeinschaftliches Testament oder Erbvertrag

Rechtsanwältin Sonja Reiff zu den Unterschieden zwischen gemeinschaftlichem Testament und Erbvertrag

Frankfurt, 9. März 2017 – Eheleute wollen ihren Nachlass oft gemeinsam regeln. Vielen ist hierbei die Möglichkeit eines gemeinschaftlichen Testamentes präsent. Als weniger bekannte Alternative bietet sich der Erbvertrag an. Und eröffnet in vielen Fällen Vorteile, wie Rechtsanwältin Sonja Reiff in einem neuen Fachbeitrag auf der Internetseite der Kanzlei SELZER REIFF Rechtsanwälte Notar erklärt.

So kann ein Erbvertrag nicht nur zwischen Ehegatten und eingetragenen Lebenspartnern, sondern auch zwischen Lebensgefährten und sonstigen Personen getroffen werden. Auch ist es möglich, den Erbvertrag nicht nur zwischen zwei Erblassern zu schließen. Es lassen sich weitere Beteiligte aufnehmen. Und sogar lebzeitige Verpflichtungen, wie z.B. eine Pflegeverpflichtung, können bindend vereinbart werden.

Darüber hinaus zeichne sich der Erbvertrag im Vergleich zum gemeinschaftlichen Testament durch die flexiblere Rücktritts- und Änderungsmöglichkeiten aus, so Sonja Reiff. Sofern diese gewünscht sind, andernfalls lassen sie sich vertraglich auch ausschließen.

Einen weiteren wesentlichen Vorteil beim Erbvertrag sieht die Anwältin im stärkeren Schutz eingesetzter Erben schon zu Lebzeiten: Haben sich beispielsweise die Ehepartner bindend gegenseitig als Erben und das gemeinsame Kind als Schlusserben eingesetzt und versucht nun der Überlebende nach dem Tod seines Partners, die Nachlassgegenstände in beeinträchtigender Absicht an einen neuen Lebensgefährten zu verschenken, so ist das Kind als Vertragserbe davor geschützt. Bei einem Testament greift dieser Schutz erst mit dem Erbfall ein.

Vorteile bietet der Erbvertrag auch, wenn er außerhalb Deutschlands gelten soll, erklärt Rechtsanwältin Sonja Reiff: „Da die meisten Staaten ein gemeinschaftliches Testament mit Bindungswirkung, wie wir es in Deutschland haben, nicht kennen, ist dessen Einordnung in der neuen Europäische Erbrechtsverordnung (EU-ErbVO) umstritten. Erbverträge hingegen sind in der EU-Verordnung eindeutig geregelt.“

Letztendlich seien auch die Notarkosten zur Beurkundung eines gemeinschaftlichen Testaments und eines Erbvertrages gleich, so dass die Erstellung eines Testaments keinen Kostenvorteil bringt. Zwar muss der Erbvertrag zwingend von einem Notar beurkundet werden, während ein gemeinschaftliches Testament auch handschriftlich gefasst werden kann. Allerdings sei von einer eigenhändigen Erstellung eines gemeinschaftlichen Testamentes abzuraten: „Ist nämlich der Wortlaut des Testaments nicht eindeutig, so kann es zu Auslegungsschwierigkeiten und am Ende zu Rechtsstreitigkeiten zwischen den Erben und Nichtbedachten kommen. Und aufgrund der Komplexität der Regelungsmöglichkeiten ist die Erstellung eines Testaments für einen juristischen Laien kaum rechtssicher möglich“, so Sonja Reiff.

Den ausführlichen Artikel zum Vergleich von gemeinschaftlichem Testament und Erbvertrag können Sie hier einsehen

www.selzer-reiff.de/aktuelles/gemeinschaftliches-testament-oder-erbvertrag/

Über die Kanzlei SELZER REIFF Rechtsanwälte Notar in Frankfurt

In ihrer Kanzlei betreuen Rechtsanwältin und Notarin Bettina Selzer und Rechtsanwältin Sonja Reiff Mandanten in den Bereichen Arbeitsrecht, Handelsrecht und Gesellschaftsrecht, Immobilienrecht sowie Vertragsrecht. Ein Schwerpunkt der Kanzlei liegt in der Beratung und Vertretung von kleineren und mittelständischen Unternehmen, sowohl im Bereich Arbeitsrecht als auch in gesellschaftsrechtlichen und vertragsrechtlichen Fragestellungen.

Mit Heirat von Frau Selzer, geb. Schmidt, wurde die Kanzlei Oktober umbenannt: Aus der Kanzlei Schmidt & Kollegen Rechtsanwälte, Notarin wurde SELZER REIFF Rechtsanwälte Notar.

Rechtsanwältin Bettina Selzer berät als Notarin in Frankfurt zudem Firmenkunden und Privatleute bei beurkundungspflichtigen Rechtsgeschäften, unter anderem im Erbrecht, Grundstücks- und Immobilienrecht, bei Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht, im Handels- und Gesellschaftsrecht sowie im Familienrecht und bei klassischen Treuhandtätigkeiten.

Weitere Informationen hierzu:
www.selzer-reiff.de/notariat/
www.notar-frankfurt-am-main.de/

Kanzlei SELZER REIFF Rechtsanwälte Notar, Frankfurt am Main

Zentral im Westend Frankfurt gelegen, bietet die Kanzlei SELZER REIFF Rechtsberatung und Rechtsvertretung in den Rechtsgebieten Arbeitsrecht, Gesellschaftsrecht und Handelsrecht, Immobilienrecht sowie Vertragsrecht an. Ein Schwerpunkt der Rechtsanwaltskanzlei ist die Betreuung kleinerer und mittelständischer Unternehmen. Mandanten profitieren vom flexiblen, kreativen Umfeld einer kleinen Kanzlei, die ihnen darüber hinaus durch Einbindung in ein etabliertes Expertennetzwerk auch in benachbarten Rechtsgebieten und bei steuerlichen oder wirtschaftlichen Fragenstellungen kompetente Hilfe anbieten kann.

Mit einer bestellten Notarin in Frankfurt bietet die Kanzlei auch die Leistungen eines Notariats, z.B. Beurkundung von Verträgen oder Beglaubigung von Unterschriften. Rechtsanwältin und Notarin Bettina Selzer, geb. Schmidt, berät bei der Vertragsgestaltung und prüft für ihre Mandanten auch fremde Verträge. Darüber hinaus sind Rechtsanwältin und Notarin Bettina Selzer und Rechtsanwältin Sonja Reiff seit vielen Jahren regelmäßig als Rechtsexperten Interviewpartner des Hessischen Rundfunks.

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Der D.A.S. Leistungsservice informiert: Urteile in Kürze – Erbrecht

Gilt ein Erbverzicht auch für die Kinder des Erben?

Verzichten Tochter oder Sohn darauf, die eigenen Eltern zu beerben – etwa wegen einer erhaltenen Abfindung – gilt dieser Verzicht nicht unbedingt auch für deren eigene Kinder. Entscheidend ist, was im notariellen Vertrag steht. Dies entschied laut D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH (D.A.S. Leistungsservice) das Oberlandesgericht Düsseldorf.
OLG Düsseldorf, Az. I-3 Wx 192/15

Hintergrundinformation:
Wer etwas zu vererben hat, kann durch einen notariellen Vertrag mit einem Erben vereinbaren, dass dieser auf sein Erbe verzichtet. Meist ist dabei eine Abfindung im Spiel. Der Verzichtende erhält dann später nichts – auch keinen Pflichtteil. Das Bürgerliche Gesetzbuch legt in § 2349 fest, dass ein solcher Verzicht prinzipiell auch für die Abkömmlinge, also Kinder und Enkel des Betreffenden, gilt. Es gibt jedoch Ausnahmen. Der Fall: Ein Ehepaar hatte sich gegenseitig per Erbvertrag zu Alleinerben eingesetzt. Nach dem Tod des letzten Ehepartners sollten die drei Kinder zu je einem Drittel erben, ersatzweise die Enkelkinder. Nun bekam jedoch ein Sohn bereits zu Lebzeiten von den Eltern ein Grundstück geschenkt. Per notariellen Vertrag hatte er im Gegenzug den Verzicht auf sein Erbe erklärt. Der Notar wies in diesem Vertrag darauf hin, dass der Erbverzicht nicht für die Kinder des Sohnes gelte. Als schließlich nacheinander die Ehepartner verstorben waren, beantragten die beiden Geschwister des Sohnes Erbscheine zu je 50 Prozent. Aber auch dessen Kinder – die Enkel der Erblasser – wollten erben. Sie meinten, dass der Erbverzicht ihres Vaters nicht für sie gelte. Das Urteil: Das Oberlandesgericht Düsseldorf entschied nach Informationen des D.A.S. Leistungsservice zu Gunsten der Enkelkinder. Zwar beziehe sich ein Erbverzicht grundsätzlich auch auf die Abkömmlinge des Verzichtenden. Dies gelte nach einer Gesetzesänderung für alle Erbfälle seit dem 1. Januar 2010. Aber: Laut Gesetz gelte diese Grundregel nur, wenn die Beteiligten nichts anderes bestimmt hätten. Im vorliegenden Fall sei im notariellen Vertrag der Hinweis enthalten, dass der Erbverzicht sich nicht auf die Enkel beziehe. Die Erblasser hätten dies nicht zum Anlass genommen, ihren Erbvertrag zu ändern. Es sei daher davon auszugehen, dass sie ihre Enkel gerade nicht aus der Erbfolge herausnehmen wollten. Letztlich erbten die beiden Enkel je ein Sechstel des Nachlasses.
Oberlandesgericht Düsseldorf, Beschluss vom 31. August 2016, Az. I-3 Wx 192/15

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Der D.A.S. Leistungsservice informiert: Urteile in Kürze: Erbrecht

Erbverzicht gegen Sportwagen ist sittenwidrig

Eine Vereinbarung, nach der ein 18-Jähriger auf sein Erbe verzichtet, dafür aber bei Abschluss seiner Berufsausbildung mit Bestnote im Alter von 25 Jahren den väterlichen Sportwagen bekommen soll, ist sittenwidrig und deshalb unwirksam. Dies entschied laut D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH (D.A.S. Leistungsservice) das Oberlandesgericht Hamm.
OLG Hamm, Az. 10 U 36/15

Hintergrundinformation:
Wer etwas zu vererben hat, kann zu Lebzeiten mit seinen Verwandten oder seinem Ehepartner eine Vereinbarung treffen, nach der diese auf ihr Erbe verzichten. Der Verzichtende ist dann von der gesetzlichen Erbfolge ausgeschlossen. Er erhält auch keinen Pflichtteil. Allerdings vereinbaren die Beteiligten häufig eine Abfindung. Einen solchen Erbverzichtsvertrag muss ein Notar beglaubigen. Nicht jede derartige Absprache ist jedoch rechtswirksam. Der Fall: Ein wohlhabender Zahnarzt hatte seinem Sohn aus einer früheren, recht kurzen Ehe zu dessen 18. Geburtstag eine Vereinbarung vorgelegt, nach der der Sohn mit sofortiger Wirkung auf jegliches Erbe und seinen Pflichtteil verzichteten sollte. Dafür sollte der Sohn einen Sportwagen bekommen, den der Vater für etwa 100.000 Euro gekauft hatte und selbst fuhr. Dies war jedoch an weitere Bedingungen geknüpft: Der Sprössling sollte den Wagen erst im Alter von 25 Jahren erhalten und nur dann, wenn er innerhalb fester Fristen sowohl seine Gesellenprüfung als auch seine Meisterprüfung zum Zahntechniker mit Note 1 abgelegt habe. Der Sohn begleitete den Vater zum Notar und unterschrieb, bereute es jedoch einen Tag später. Er brach seine Ausbildung ab, zog zu seiner Mutter und focht die Vereinbarung vor Gericht an. Das Urteil: Das Oberlandesgericht Hamm erklärte die Vereinbarung für unwirksam. Nach Informationen des D.A.S. Leistungsservice störte das Gericht insbesondere, dass es sich nur scheinbar um einen Erbverzicht gegen Abfindung handelte. Denn der Erbverzicht galt ohne Bedingungen und ab sofort, während die Überlassung des Sportwagens an weitere Voraussetzungen geknüpft war. Könne der Sohn eine davon nicht erfüllen, habe er ohne jegliche Abfindung auf sein Erbe verzichtet. Auch wenn er das Auto bekomme, sei dieses dann sieben Jahre älter und deutlich im Wert gesunken. Dazu komme, dass die Vereinbarung einem 18-Jährigen, der gerade erst seine Ausbildung angefangen habe, keine Chance zur beruflichen Umorientierung lasse. Der Druck auf ihn wachse dadurch, dass er das Auto nur bei Erreichen der Bestnote bekomme. Das Gericht sah die Begründung des Vaters, dass er den Sohn nur zu beruflichem Ehrgeiz habe motivieren wollen, als vorgeschoben an. Dem geschäftserfahrenen Vater sei es in erster Linie darum gegangen, den Sohn gegen eine verhältnismäßig geringe oder gar keine Abfindung vom Erbe auszuschließen. Die allein vom Vater ausgearbeitete und dem Sohn als Geburtstagsüberraschung präsentierte Absprache sei sittenwidrig und unwirksam.
Oberlandesgericht Hamm, Urteil vom 8. November 2016, Az. 10 U 36/15

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