Tag Archives: ERGO Group

Pressemitteilungen

Diebstahl im Schwimmbad – Verbraucherfrage der Woche der ERGO Versicherung

Gut beraten von den Experten der ERGO Group

Lea B. aus Ludwigsburg:
Im Schwimmbad wurde mein Spind aufgebrochen. Darin befanden sich mein Portemonnaie und mein Smartphone. Kommt für die gestohlenen Sachen eine Versicherung auf?

Peter Schnitzler, Versicherungsexperte von ERGO:
Werden Wertgegenstände aus einem Spind heraus gestohlen, steht die sogenannte Außenversicherung der Hausratversicherung dafür ein. Sie greift bei Beschädigung oder Verlust des eigenen Hausrates, wenn sich die Gegenstände vorübergehend außerhalb der eigenen vier Wände befinden. Aber nur, wenn es sich – wie beim Diebstahl aus dem Spind – um einen Einbruchdiebstahl handelt. Verstecken Badegäste ihre Wertsachen beispielsweise unter dem Badetuch, wäre das nur ein einfacher Diebstahl. Dann gehen Bestohlene leer aus. Übrigens: Wem vor dem Schwimmbad das Rad geklaut wird, der kann nur auf seine Hausratversicherung hoffen, wenn der Baustein „Fahrraddiebstahl“ eingeschlossen ist. Ansonsten bleiben auch hier die Betroffenen auf den Kosten sitzen.
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Über die ERGO Versicherung
ERGO ist eine der großen Versicherungsgruppen in Deutschland und Europa. Weltweit ist die Gruppe in mehr als 30 Ländern vertreten und konzentriert sich auf die Regionen Europa und Asien. Unter dem Dach der Gruppe steuern drei Einheiten das deutsche und internationale Geschäft sowie das Digital- und Direktgeschäft (ERGO Deutschland, ERGO International und ERGO Digital Ventures). Rund 42.000 Menschen arbeiten als angestellte Mitarbeiter oder als hauptberufliche selbstständige Vermittler für die Gruppe. 2017 nahm ERGO 19 Milliarden Euro an Gesamtbeiträgen ein und erbrachte für ihre Kunden Brutto-Versicherungsleistungen in Höhe von 18 Milliarden Euro.
Die Gesellschaft gehört zu ERGO und damit zu Munich Re, einem der weltweit führenden Rückversicherer und Risikoträger.
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Der D.A.S. Leistungsservice informiert: Urteil in Kürze – Reiserecht

Seenot: Schadenersatz wegen Todesangst

Kommt es am letzten Tag einer Pauschalreise zu einem Vorfall, bei dem ein Reisender Todesängste erleidet, ist unter Umständen die gesamte Reise als wertlos anzusehen. Dann muss der Reiseveranstalter den Reisepreis zurückerstatten. Dies hat laut Michaela Rassat, Juristin der D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH (D.A.S. Leistungsservice), das Landgericht Köln entschieden.

Worum ging es bei Gericht?

Ein Ehepaar hatte auf den Malediven Urlaub gemacht. Am Abreisetag sollte sie ein Fährboot von der Insel, auf der das Hotel lag, zurück zum Flughafen bringen. Das Boot kam wegen eines Unwetters bereits verspätet an. Die Fahrgäste der Hinfahrt berichteten von einer stürmischen Überfahrt. Trotz offizieller Unwetterwarnung schickte die Mannschaft die verunsicherten Fahrgäste an Bord und legte ab. Das Boot geriet in einen heftigen Sturm. Weil beide Motoren und die Navigation ausfielen, trieb es manövrierunfähig auf dem Meer. Viele Fahrgäste mussten sich übergeben, darunter auch die Kläger. Ein Küstenwachboot, das auf die Fähre aufmerksam wurde, rammte es versehentlich. Dadurch kam erneut Panik auf. Erst nach mehreren Notrufen eilte ein Marineschiff zu Hilfe und schleppte das Boot in den nächsten Hafen. Das Ehepaar verpasste seinen Flug und konnte mit dem völlig durchnässten Gepäck erst am nächsten Tag die Heimreise antreten. Die Ehefrau erlitt durch den Vorfall eine posttraumatische Belastungsstörung, weshalb sie dreimal stationär in eine psychiatrische Klinik musste. Eine ambulante Behandlung folgte. Sie war auch ein Jahr später zum Zeitpunkt des Verfahrens noch nicht wieder voll arbeitsfähig. Ärztliche Atteste bescheinigten den Vorfall als Ursache. Das Ehepaar machte vor Gericht eine Minderung des Reisepreises und Schmerzensgeld geltend. Der Reiseveranstalter war der Ansicht, dass hier höhere Gewalt vorliege, für die er nicht hafte. Außerdem könnten die Reisenden ihn nicht für Fehler eines örtlichen Dienstleisters verantwortlich machen, den er sorgfältig ausgesucht habe.

Das Urteil

Das Landgericht Köln gestand dem Ehepaar die komplette Rückzahlung des Reisepreises zu. Beide hätten zudem Anspruch auf je 500 Euro Schmerzensgeld für die Rückfahrt, bei der sie stundenlang Todesangst litten. „Die Ehefrau erhielt weitere 5.000 Euro Schmerzensgeld für ihre nachfolgende Erkrankung – und damit doppelt so viel wie von den Klägern gefordert“, so Michaela Rassat. Das Gericht erklärte, dass der Reiseveranstalter keinerlei Maßnahmen getroffen habe, um zu verhindern, dass die Reisenden auf dem Weg zum Flughafen in Gefahr gerieten. Da es eindeutige Unwetterwarnungen gegeben habe und es bereits auf der Hinfahrt stürmisch gewesen sei, hätte der Bootstransport nicht stattfinden dürfen. „Der Reiseveranstalter haftet dem Gericht zufolge auch für das Verhalten der von ihm beauftragten Dienstleister vor Ort“, so die Rechtsexpertin. Das Gericht erklärte, dass eine Reise durch ein extremes Ereignis am letzten Tag vollkommen entwertet sein könne, weil ihr Erholungswert komplett entfallen sei. Dies sei hier der Fall gewesen. Deshalb sei der Reisepreis vollständig zurückzuzahlen. „Bei der Höhe des Schmerzensgeldes für die Ehefrau orientierte sich das Gericht an früheren Urteilen zu posttraumatischen Belastungsstörungen nach erlittener Todesangst“, erläutert Rassat.

Was bedeutet das für Verbraucher?

„Kunden von Reiseunternehmen können nicht nur den Reisepreis zurückfordern, sondern auch Schmerzensgeld verlangen, wenn sie durch unsachgemäß handelndes Personal am Urlaubsort in Gefahr geraten und Todesangst ausstehen müssen“, erklärt die Juristin. Gesundheitliche Beeinträchtigungen sollten sie durch entsprechende ärztliche Bescheinigungen nachweisen können. Reiseveranstalter können sich in solchen Fällen nicht einfach auf höhere Gewalt berufen oder die Verantwortung auf ihre Vertragspartner vor Ort abwälzen. „Wichtig ist es, rechtzeitig Beweise zu sichern: Zum Beispiel sollte sich der betroffene Urlauber die Namen möglicher Zeugen notieren“, so der Tipp der Rechtsexpertin.
Landgericht Köln, Urteil vom 15. Januar 2019, Az. 3 O 305/17

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Über den D.A.S. Rechtsschutz
Seit 1928 steht die Marke D.A.S. für Kompetenz und Leistungsstärke im Rechtsschutz. Mit dem D.A.S. Rechtsschutz bieten wir mit vielfältigen Produktvarianten und Dienstleistungen weit mehr als nur Kostenerstattung. Er ist ein Angebot der ERGO Versicherung AG, die mit Beitragseinnahmen von 3,3 Mrd. Euro im Jahr 2016 zu den führenden Schaden-/Unfallversicherern am deutschen Markt zählt. Die Gesellschaft bietet ein umfangreiches Portfolio für den privaten, gewerblichen und industriellen Bedarf an und verfügt über mehr als 160 Jahre Erfahrung. Sie gehört zu ERGO und damit zu Munich Re, einem der weltweit führenden Rückversicherer und Risikoträger. Mehr unter www.das.de

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Vor Starkregen schützen – Saisonale Verbraucherinformation der ERGO Versicherung

Rund ums Haus

Extreme Niederschläge kommen in Deutschland immer häufiger vor. Überall, auch fernab von Flüssen, kann Starkregen Straßen und Keller überfluten. Hochwassersichere Gegenden gibt es faktisch nicht mehr. Aber nur 41 Prozent aller Gebäude sind gegen Naturgefahren wie Starkregen versichert. Peter Schnitzler, Versicherungsexperte von ERGO, gibt Tipps zum Schutz vor Starkregen und weiß, welche Versicherung im Schadenfall einspringt.

Es regnet. Das klingt erstmal ganz harmlos nach Regenschirm, Pfützen und nassen Füßen. Immer häufiger haben es die Deutschen aber auch mit nassen Kellern zu tun. Denn immer häufiger fällt Starkregen, vor dessen enormen Wassermengen Boden und Kanalisation kapitulieren. Die Folge: überflutete Straßen und Kellerräume. Von Starkregen spricht man laut dem Deutschen Wetterdienst ab einer Niederschlagsmenge von mindestens 20 mm in sechs Stunden. Das Problem: Extreme Niederschläge sind nur schwer vorherzusagen, sodass sich Betroffene schlecht vorbereiten können.

Naturgefahren absichern und Schäden vorbeugen

Das Wichtigste daher: der passende Versicherungsschutz. „Schäden durch Starkregen sind nur versichert, wenn Wohngebäude- und Hausratversicherung den Einschluss „Weitere Naturgefahren“ enthalten“, so Peter Schnitzler und ergänzt: „Diese sogenannte Naturgefahrenversicherung greift bei Überschwemmung, Starkregen und Rückstau, außerdem bei Erdbeben, Erdsenkung, Erdrutsch und Schneedruck.“ Da Starkregen meist plötzlich auftritt, ist es ratsam, im Voraus tiefliegende Fenster und Türen abzudichten sowie gefährliche Stoffe grundsätzlich nicht im Keller zu lagern. Der Versicherungsexperte empfiehlt zudem, die Abwasserrohre des Gebäudes mit einer Rückstausicherung auszurüsten und diese regelmäßig von einem Fachmann überprüfen zu lassen. „Sind solche Sicherungen undicht oder funktionieren nicht richtig, kann Abwasser ins Gebäude eindringen. Das ist übrigens eine der häufigsten Schadensursachen bei Starkregenfällen“, so Schnitzler.

Was tun bei Starkregen?

Wenn es dann tatsächlich schüttet wie aus Eimern und die Kanalisation überfordert ist, ist es wichtig, alle elektronischen Geräte inklusive der Heizung vom Stromnetz zu nehmen. „Denn sonst kann es im Wasser zu einem Kurzschluss kommen. Das kann für Bewohner lebensgefährlich werden“, warnt Schnitzler. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, legt den Sicherungsschalter für das ganze Haus um. Gefahrgut wie Heizöltanks sind zwar schwer, große Wassermassen können sie aber problemlos zum Schwimmen bringen. Die Tanks sollten deshalb mit festen Gurten oder Stahlbändern gesichert sein. Außerdem ratsam: Wichtige Dokumente wie Ausweispapiere oder Versicherungsscheine in höheren Etagen aufbewahren!

Was tun im Schadenfall?

Egal ob vollgelaufener Keller oder überflutetes Wohnzimmer: Betroffene sollten möglichst schnell ihren Versicherer über die Schäden informieren. Einen ersten Überblick bekommen sie, indem sie das Haus und die nähere Umgebung begutachten: Welche Räume sind überflutet? Sind Fenster und Türen beschädigt? Haben herumfliegende Äste und starker Wind die Regenrinne gelockert? Hat das Dach ein Leck? Wer bei dem Rundgang Schäden erkennt, sollte diese mithilfe von Fotos oder Videos für die spätere Schadenmeldung möglichst detailliert festhalten. Die entstandenen Schäden sollten Hausbesitzer nur dann umgehend beseitigen, wenn sie eine unmittelbare Gefahr darstellen. „Sind beispielsweise Fenster oder das Dach undicht und dringt deshalb Wasser in das Haus, ist schnelles Handeln nötig. Dann heißt es: Alles tun, um den Schaden so gering wie möglich zu halten“, rät der ERGO Experte. „Andernfalls sollten Betroffene besser abwarten. Überstürzter Tatendrang kann die spätere Regulierung erschweren.“

Schadenmeldung leicht gemacht

Bei vielen Versicherern können Kunden ihren Schaden bequem online melden. Dabei sollten sie möglichst detailliert angeben, welche Gegenstände in welchem Umfang beschädigt sind. Zusätzlich kann es hilfreich sein, wenn sie die Schadenhöhe grob einschätzen. Fotos oder Videos der Schäden runden die vollständige Meldung ab. Damit sich der Versicherer ein umfassendes Bild der Lage machen kann, ist es unbedingt erforderlich, dass Betroffene beschädigte Gegenstände zwecks Nachweis des Schadens und der Schadenhöhe vorerst aufheben.

Welche Versicherung zahlt im Fall der Fälle?

Für die wirtschaftlichen Schäden an Mobiliar und Einrichtung kommt grundsätzlich die Hausratversicherung auf – wenn sie die Absicherung von Weiteren Naturgefahren umfasst. Doch meist trifft es den Eigenheimbesitzer doppelt und neben Schäden beispielsweise an Teppichen oder Möbeln haben sie auch noch mit der teuren Wiederherstellung der angegriffenen Bausubstanz zu kämpfen. In solchen Fällen greift eine Wohngebäudeversicherung mit dem Einschluss von Weiteren Naturgefahren. Wichtig ist hier eine ausreichende Versicherungssumme. Sonst können Betroffene auf anteiligen Kosten sitzen bleiben. „Hausbesitzer sollten ihre Police in regelmäßigen Abständen überprüfen und gegebenenfalls anpassen“, weiß Schnitzler.
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Bei Umbau Versicherungen im Blick behalten – Verbraucherinformation der ERGO Versicherung

Tipps für Immobilienbesitzer

Wer sein Eigenheim modernisieren oder umbauen möchte, hat alle Hände voll zu tun. Da geraten die Hausrat- und die Wohngebäudeversicherung schon mal in Vergessenheit. Aber weil von Bauarbeiten Gefahren ausgehen und Modernisierungen den Wert des Objekts erhöhen, sollte der Versicherer mit im Boot sein. Worauf Immobilienbesitzer achten sollten, weiß Peter Schnitzler, Versicherungsexperte von ERGO.

Vor den Bauarbeiten: Gefahrerhöhung beachten

Ein Kaminofen, ein gemütlicher Wintergarten oder ein ausgebauter Dachboden: Egal um welche Umbau- oder Modernisierungsmaßnahme es sich handelt, sie kann zu einer sogenannten Gefahrerhöhung führen. Damit ist die steigende Wahrscheinlichkeit gemeint, dass ein Versicherungsfall eintritt. Ein Blick in die Versicherungsunterlagen zeigt, wann eine Gefahrerhöhung vorliegt. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn während der Bauarbeiten entzündliche Lacke in den Räumen lagern oder das Dach aufgrund der Umbaumaßnahmen abgedeckt ist. „Die Regelungen bei den Versicherern sind hier unterschiedlich. Viele Versicherer sehen beispielsweise in einem Baugerüst eine Gefahrerhöhung, bei anderen, so wie bei ERGO, sind mögliche Einbrüche über das Gerüst mitversichert“, erklärt Schnitzler. „Um auf der sicheren Seite zu sein, sollten Eigenheimbesitzer umfassende Umbauten oder Modernisierungen daher immer ihrem Versicherer melden und dessen Einwilligung einholen.“ Denn wenn eine Gefahrerhöhung vorliegt, können Versicherer den gesamten Vertrag kündigen, die Prämie aufstocken oder das gestiegene Risiko ausschließen. Aber auch die Kunden haben Entscheidungsspielraum: „Bei einem Risikoausschluss haben sie ein Sonderkündigungsrecht“, weiß Schnitzler. Gleiches gilt auch bei einer Prämienerhöhung von mehr als zehn Prozent. Verschweigt der Versicherte eine Gefahrerhöhung, muss er im Schadenfall – sofern es einen Zusammenhang zwischen der höheren Gefahr und dem Schaden gibt – damit rechnen, dass der Versicherungsschutz ganz oder teilweise erlischt.

Nach den Bauarbeiten: Vorsicht vor Unterversicherung

Ist der letzte Baustaub weggeputzt und die Bewohner sitzen zufrieden im neuen Wintergarten, sollten sie sich noch einmal den Versicherungsordner vornehmen. Denn durch umfangreiche Modernisierungen und Umbauten steigt häufig der Wert der Immobilie. „Und damit sollte sich auch die Versicherungssumme der Wohngebäudeversicherung erhöhen. Passen Immobilienbesitzer diese Summe nicht an, kann es zu einer Unterversicherung kommen“, weiß Schnitzler. Liegt beispielsweise die Versicherungssumme einer Immobilie bei 300.000 Euro, der Immobilienwert nach einer Renovierung aber bei 400.000 Euro, so sind nur drei Viertel versichert. Dann zahlt auch die Versicherung nur drei Viertel eines Schadens. „Zu einer Unterversicherung kann es übrigens auch dann kommen, wenn der Kunde eine sogenannte gleitende Neuwertversicherung hat“, weiß Schnitzler. Damit passt sich die vereinbarte Versicherungssumme automatisch an die Baukostenentwicklung an, um eine Unterversicherung zu verhindern. Die Entwicklung der Preise für den Wiederaufbau des Gebäudes wird somit berücksichtigt. Ändert sich aber nach der Renovierung der Gebäudewert und die Versicherungssumme wird nicht angepasst, unterliegt die Wertsteigerung nicht der automatischen Anpassung. Auch die Hausratversicherung sollten Immobilienbesitzer im Blick haben: Schaffen sie sich zum Beispiel für einen ausgebauten Dachboden neues Inventar an, sollten sie die Hausratversicherung entsprechend anpassen, um nicht unterversichert zu sein. Daher gilt auch nach Abschluss der Bauarbeiten: Den Versicherer über die Neuerungen informieren und sich beraten lassen.
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Kleinreparaturen in der Mietwohnung – Verbraucherfrage der Woche des D.A.S. Leistungsservice

Experten der ERGO Group informieren

Nele P. aus Freiburg:
Vor Kurzem tropfte unser Wasserhahn. Der Vermieter meinte, das sei eine Kleinreparatur und wir müssten die Kosten übernehmen. Was sind Kleinreparaturen genau und stimmt es, dass Mieter sie selbst bezahlen müssen?

Michaela Rassat, Juristin der D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH (D.A.S. Leistungsservice):
Kleinreparaturen sind Reparaturen von Bagatellschäden in einer Mietwohnung. Gerade bewegliche Teile wie Griffe, Schalter oder Wasserhahnventile nutzen sich mit der Zeit ab und irgendwann steht ein Austausch oder eine Reparatur an. Vermieter und Mieter können im Mietvertrag vereinbaren, dass der Mieter die Kosten dafür bis zu einer bestimmten Höhe übernimmt. Derartige Klauseln helfen, Streit zu vermeiden. Die zulässigen Grenzen ergeben sich aus Gerichtsurteilen – sie sind jedoch nicht einheitlich. Als Kleinreparaturen gelten demnach Arbeiten, die im Einzelfall bis zu 75 Euro, nach Ansicht einzelner Gerichte auch bis zu 120 Euro kosten dürfen. Dieser Betrag sowie eine Obergrenze für das gesamte Jahr muss im Mietvertrag geregelt sein. Die Gerichte sehen hier meist 150 bis 200 Euro oder bis zu acht Prozent der Jahreskaltmiete als zulässig an. Allerdings müssen Mieter nur Kleinreparaturen an Gegenständen bezahlen, auf die sie direkten Zugriff haben und die sie häufig nutzen. Dazu zählen zum Beispiel Wasserhahnventile oder Tür- und Fenstergriffe. Unzugängliche Installationen wie Wasserrohre oder elektrische Leitungen in der Wand gehören nicht dazu. Die 75 bis 120 Euro sind übrigens keine Selbstbeteiligung: Ist der Rechnungsbetrag des Handwerkers höher, ist es keine Kleinreparatur mehr. Der Mieter muss dann nichts bezahlen. Vertragsklauseln, die den Mieter unabhängig vom Rechnungsbetrag zur Zahlung eines bestimmten Anteils verpflichten, sind unwirksam. Das gilt auch für Absprachen, nach denen der Mieter den Handwerker beauftragen muss.
Anzahl der Anschläge (inkl. Leerzeichen): 1.554

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Der D.A.S. Leistungsservice informiert: Urteil in Kürze – Mietrecht

Schönheitsreparaturen: Müssen Mieter das Parkett abschleifen?

Das Abschleifen eines Parkettbodens gehört nicht zu den sogenannten Schönheitsreparaturen, die der Vermieter dem Mieter auferlegen kann. Verpflichtet der Mietvertrag den Mieter dennoch dazu, ist sogar die gesamte Schönheitsreparaturklausel unwirksam und Mieter müssen beispielsweise auch keine Malerarbeiten bezahlen. Dies hat laut Michaela Rassat, Juristin der D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH (D.A.S. Leistungsservice), das Amtsgericht Nürnberg entschieden.

Worum ging es bei Gericht?

Der Vermieter einer Nürnberger Wohnung hatte seinen Mietern nach deren Auszug einen Teil ihrer Mietkaution zurückgezahlt. Weitere 2.049 Euro für Malerarbeiten und 62 Euro für Fahrtkosten behielt er jedoch ein. Die Mieter klagten daraufhin und forderten die komplette Kaution zurück. Sie waren der Meinung, dass der Vermieter diese Beträge unzulässigerweise einbehalten hatte. Die Schönheitsreparaturklausel im Mietvertrag sei unwirksam, da sie ihnen die Pflicht auferlege, das Parkett abzuschleifen und zu ölen. Dies sei keine Schönheitsreparatur. Der Vermieter wiederum behauptete das Gegenteil. Die Vereinbarung über die Parkettinstandsetzung sei zulässig, weil er sie individuell mit den Mietern getroffen habe und es sich nicht um Allgemeine Geschäftsbedingungen handle.

Das Urteil

Das Amtsgericht Nürnberg sah die Schönheitsreparaturklausel als unwirksam an und gestand den Mietern den geforderten Betrag zu. Das Gericht erklärte, dass das Abschleifen des Parketts zu den Instandsetzungsarbeiten gehöre, für die der Vermieter zuständig sei. Es gehöre nicht zu den Schönheitsreparaturen wie beispielsweise das Anstreichen von Wänden, da es besondere Fachkenntnisse und Werkzeuge erfordere. Eine Klausel, die dem Mieter das Abschleifen des Parketts auferlege, stelle eine unangemessene Benachteiligung dar und sei nach den Regeln über Allgemeine Geschäftsbedingungen in Verträgen unwirksam. „Das Gericht betonte, dass es sich hier nicht um eine individuell ausgehandelte Absprache, sondern um ein einseitig vom Vermieter vorgegebenes Vertragsformular gehandelt habe. Die Regeln über Allgemeine Geschäftsbedingungen waren also anwendbar“, so Michaela Rassat. Der Passus zum Abschleifen des Parketts sei damit nicht nur für sich genommen ungültig, sondern mache die gesamte Schönheitsreparaturklausel im Mietvertrag unwirksam. Dies führe dazu, dass die Mieter auch keinerlei Kosten für Malerarbeiten tragen müssten und die entsprechenden 2.049 Euro zurückbekämen. „Das Gericht ergänzte, dass der Vermieter auch keine Erstattung seiner Fahrtkosten verlangen könne, weil er zum Vertragsende die Immobilie aufgesucht habe. Diese Kosten entstünden ihm in jedem Fall. Zudem war völlig unklar, woher der Betrag von 62 Euro komme“, erklärt die Rechtsexpertin.

Was bedeutet das für Mieter?

Die Gerichte haben bereits viele Schönheitsreparaturklauseln in Mietverträgen für unwirksam erklärt. Vermieter können nicht einfach alles nach Belieben in Rechnung stellen. „Mieter sollten daher gerade bei Auszug genau hinschauen, was im Vertrag steht und sich im Zweifel beraten lassen. Denn hier geht es schnell um vierstellige Beträge“, so der Tipp der D.A.S. Expertin.
Amtsgericht Nürnberg, Urteil vom 18. Januar 2019, Az. 29 C 6568/18

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Stressfrei mit dem Auto in den Urlaub – Verbraucherinformation der ERGO Group

Tipps für eine gute Vorbereitung

Wenn die Deutschen verreisen, ist das Auto ihr liebstes Verkehrsmittel. 2018 fuhren 41,7 Prozent damit in den Urlaub. Wenn das Urlaubsziel nicht gerade um die Ecke liegt und Kinder an Bord sind, kann die Anfahrt schnell zur Nervenprobe werden. Birgit Dreyer, Expertin der ERGO Reiseversicherung, weiß, wie Eltern für gute Laune auf dem Rücksitz sorgen können. Frank Mauelshagen, Kfz-Experte von ERGO, gibt zusätzlich Tipps für den Kfz-Check vor Abfahrt, die richtige Beladung und zu Besonderheiten im Ausland.

Bevor es losgeht: Auto durchchecken!

Stundenlange Autobahnfahrten mit schwerem Gepäck, Hitze oder Serpentinen mit starkem Gefälle belasten das Fahrzeug gerade bei weiten Strecken erheblich. Ein gründlicher Auto-Check vor dem Start ist daher ein Muss. Dazu zunächst einen Blick auf die Reifen werfen: „Das Gesetz schreibt eine Profiltiefe von 1,6 Millimeter vor. Wirklich zuverlässig – gerade bei längeren Autofahrten – sind aber nur Reifen mit einem Restprofil von drei Millimetern“, so Frank Mauelshagen. Prüfen lässt sich die Tiefe mithilfe einer Ein-Euro-Münze. Verschwindet der Messingrand der Münze im Profil, ist alles in Ordnung. Dabei sollten Urlauber das Gummi auch gleich auf Risse und andere Beschädigungen untersuchen. „Sind die Reifen älter als sechs Jahre, besteht die Gefahr der Materialermüdung. Im schlimmsten Fall könnten sie unterwegs platzen“, weiß der Kfz-Experte. Mauelshagen rät außerdem, die Außen- und Innenbeleuchtung zu kontrollieren. Zuletzt gilt es, Flüssigkeitsstände bei Motoröl, Bremsflüssigkeit, Kühlwasser und Scheibenwischwasser zu überprüfen. Ist demnächst ein Ölwechsel fällig, sollten Urlauber sich noch vor der Abfahrt darum kümmern. Einen abschließenden Blick sollten Reisende den Scheibenwischblättern widmen. Liegen sie nicht mehr glatt auf der Scheibe auf, sehen sie schartig aus oder ziehen sie Schlieren, müssen neue her.

Besonderheiten im Ausland beachten

Andere Länder, andere Sitten: Diese Binsenweisheit gilt auch bei Verkehrsregeln. Ob Tempolimit, Warnwesten- oder Lichtpflicht – wer Deutschland verlässt, muss sich an die Vorschriften des jeweiligen Urlaubslandes halten. Warnwesten beispielsweise müssen Autofahrer in Deutschland lediglich mitführen, eine Tragepflicht gibt es hierzulande nicht. In Frankreich dagegen müssen alle Insassen, die ein Auto nach einem Unfall verlassen, eine Weste tragen. Zudem sollten sich Autofahrer bewusst sein, dass sie Autobahnen nicht überall einfach so befahren dürfen. „In der Schweiz, Slowenien oder Österreich ist beispielsweise eine Vignette zum Befahren der Autobahn nötig. Wer ohne erwischt wird, muss mit einem Bußgeld rechnen“, so der Kfz-Experte. Daher empfiehlt Mauelshagen, sich vorab über die jeweiligen Regelungen im Urlaubs- oder Transitland zu informieren.

Auto richtig beladen

Die Koffer sind gepackt und nun soll alles irgendwie ins Auto. Der Experte warnt: „Reist eine vierköpfige Familie mit viel Gepäck, kann das die maximal zulässige Gesamtmasse schnell überschreiten.“ Wie viel Gewicht erlaubt ist, erfahren Autobesitzer in den Fahrzeugpapieren. Sperrige und schwere Gepäckstücke sollten möglichst direkt hinter der Rückbank lagern. Denn ist eine Vollbremsung notwendig, wird die Ladung nicht nach vorne geschleudert. Leichtere Gegenstände kommen darauf oder davor. Das bringt nicht nur mehr Sicherheit, sondern sorgt auch für ein besseres Fahrverhalten. Damit im Notfall Warndreieck und Verbandskasten flott zur Hand sind, sollten sie zuletzt und gut zugänglich verstaut werden. Abschließend sollten Autofahrer den Reifendruck an die erhöhte Ladung anpassen. Das spart Sprit und verhindert Schlingern in Spurrillen. Die relevanten Angaben finden sich in der Betriebsanleitung, an der Türinnenseite oder auf dem Tankdeckel.

Entspannte Reise für Kinder – und Eltern

Wer mit Kindern unterwegs ist, sollte vorab die Strecke genau planen: „Es empfiehlt sich, möglichst alle anderthalb Stunden eine Pause einzuplanen und nicht mehr als 500 km pro Tag zurückzulegen“, so Birgit Dreyer. Bei den Pausen gilt es, darauf zu achten, dass sich die Sprösslinge gut austoben können. Das lenkt sie vom langen Sitzen ab und macht müde – ein kleines Nickerchen im Auto ist dann sehr wahrscheinlich. Eine weitere wichtige Frage ist auch: Wann soll es losgehen? Dreyer empfiehlt, die Schlafzeiten der Kinder zu nutzen, um möglichst viel Strecke zu fahren. Dafür können die Kleinen beispielsweise am Abend vor der Abreise länger aufbleiben. Startet die Fahrt dann sehr früh, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie zu Reisebeginn rasch wieder einschlafen. Doch trotz allem werden die wenigsten Kids die komplette Fahrt über schlafen. Deshalb sollten Eltern auch für Unterhaltung an Bord sorgen. „Das Lieblingsspielzeug, die Schmusedecke, ein spannendes Hörspiel oder ein Film auf dem Tablet beispielsweise unterhalten die Kleinen und halten sie bei Laune“, weiß die Reiseexpertin. Auch Ratespiele wie „Ich sehe was, was du nicht siehst“ lenken von der Fahrt ab. Oder Mama und Papa erzählen eine Geschichte und lassen sie von den Kindern zu Ende erzählen. Auch an ausreichend Proviant sollten Eltern denken. „Für den kleinen Hunger im Auto eignen sich Lebensmittel, die weder krümeln noch tropfen, beispielsweise Apfelschnitze oder Karottenstäbchen. Zum Trinken sind Wasser, Tee oder Saftschorle ideal. Auf kohlensäurehaltige Getränke und Milch sollten Kinder besser verzichten, da sie leicht auf den Magen schlagen können“, weiß Dreyer. Sinnvoll können auch sogenannte Reisekaugummis gegen Übelkeit sein. Sie empfehlen sich insbesondere bei Berg- und Kurvenfahrten. Eltern von Kleinkindern sollten auch an Wechselbekleidung denken.
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Frauen und Altersvorsorge: keine Angst vor Aktien – Tipp der Woche der ERGO Versicherung

Experten der ERGO Group informieren

Der ERGO Risiko-Report 2018 hat gezeigt: Gerade Frauen schrecken davor zurück, mit Aktien für das Alter vorzusorgen. Nur zehn Prozent präferieren diese Möglichkeit – im Gegensatz zu 37 Prozent der befragten Männer. Neben dem Sicherheitsbedürfnis könnte ein Grund dafür die mangelnde Bereitschaft oder Zeit sein, sich mit dem Kapitalmarkt zu beschäftigen. Allerdings ist es für Anlegerinnen gar nicht notwendig, selbst die Aktienkurse zu verfolgen, um von den Renditechancen an der Börse zu profitieren. Das können erfahrene Fondsmanager übernehmen, die beispielsweise in einem Investmentfonds das Geld mehrerer Anleger bündeln, verwalten und die Allokation laufend an die aktuelle Marktlage anpassen. Neben reinen Aktienfonds gibt es Mischfonds, die das Kapital auch in Anlageklassen wie Anleihen, Immobilien oder Rohstoffe investieren. Je breiter das Portfolio, desto besser können starke Werte vorübergehende Schwächen anderer Werte ausgleichen. Wer monatlich etwas für später zurücklegen möchte, ist mit einem Fondssparplan gut bedient. Bei einigen Sparplänen können Interessierte bereits ab einer monatlichen Einzahlung von 25 Euro einsteigen. Ändern sich die privaten Umstände, können Anlegerinnen ihre Einzahlungen erhöhen, wieder reduzieren oder sogar aussetzen.
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Pressemitteilungen

Der D.A.S. Leistungsservice informiert: Urteil in Kürze – Zivilrecht

Bauarbeiten in der Stadt: Wer haftet für Schäden bei Nachbarn?

Entlädt ein LKW mit aufmontiertem Kran an einer öffentlichen Straße Baumaterial und verursacht dabei Schäden am Eigentum anderer, haftet der Fahrzeughalter. Dabei kommen die Regeln aus dem Verkehrsrecht zur Anwendung, auch wenn das Fahrzeug nicht fährt. Dies hat laut Michaela Rassat, Juristin der D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH (D.A.S. Leistungsservice), das Oberlandesgericht Köln entschieden.

Worum ging es bei Gericht?

Ein LKW hatte Baumaterial geliefert. Um es auszuladen, parkte der Fahrer am Rand einer öffentlichen Straße. Er fuhr die Stützen seines Fahrzeugs aus und transportierte die Ladung bei laufendem Motor mithilfe eines am LKW montierten Krans Richtung Baustelle. Während des Abladens platzte am Kran ein Hydraulikschlauch. Dadurch spritzte eine größere Menge Hydrauliköl unkontrolliert durch die Gegend und traf überwiegend den Vorgarten eines Nachbargrundstücks sowie dessen Hauswand. Der betroffene Nachbar machte Schadenersatz in Höhe von über 16.000 Euro gegen das Unternehmen geltend, dem das Baufahrzeug gehörte. Dieses war jedoch der Meinung, für den Vorfall nicht haften zu müssen.

Das Urteil

Das Oberlandesgericht Köln entschied hier wie bei einem Verkehrsunfall. Maßgeblich war dabei § 7 des Straßenverkehrsgesetzes (StVG), wonach der Fahrzeughalter haftet, wenn beim Betrieb seines Fahrzeugs ein anderer einen Schaden erleidet – unabhängig von einem Verschulden. „Das ist die sogenannte Betriebsgefahr. Sie spielt bei vielen Verkehrsunfällen eine Rolle“, erklärt Michaela Rassat. Das Gericht war der Ansicht, dass der LKW nicht fahren müsse, um eine Betriebsgefahr zu verursachen – denn auch das Entladen gehöre zum Betrieb. Immerhin sei der Kran fest auf dem LKW montiert und damit ein Teil des Fahrzeugs. Wichtig sei hier, dass das Fahrzeug im öffentlichen Verkehrsraum gestanden habe. Es sei nur vom Zufall abhängig gewesen, ob durch den defekten Kran andere Verkehrsteilnehmer oder Grundstücksanlieger Schäden erlitten. Der Baustofflieferant musste den Schaden also bezahlen.

Was bedeutet das für Verbraucher?

Beim derzeitigen Bauboom kann es leicht vorkommen, dass Unbeteiligte durch Bauarbeiten einen Schaden erleiden. Es gibt dann verschiedene Haftungsgrundlagen, nach denen der Verursacher für den Schaden einstehen muss. „Dies kann die Betriebsgefahr sein, die von einem Fahrzeug ausgeht, der schuldhafte, unsachgemäße Umgang mit einer Maschine oder auch eine Verletzung von Verkehrssicherungspflichten bei der Absicherung einer Baustelle“, erläutert die Rechtsexpertin. Hier kommt es immer auf den Einzelfall an. Rassat empfiehlt daher: „Geschädigte sollten sich im Fall der Fälle fachkundigen Rat einholen.“
Oberlandesgericht Köln, Beschluss vom 21. Februar 2019, Az. 14 U 26/18

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Pressemitteilungen

Das Zuhause für den Urlaub sicher machen – Verbraucherinformation der ERGO Versicherung

Tipps, um entspannt zu verreisen

An langen Wochenenden oder in den Ferien heißt es für viele: Ab in den Urlaub! Zurück bleiben leere Häuser und Wohnungen. Damit bei der Heimkehr keine bösen Überraschungen warten, gibt Peter Schnitzler, Versicherungsexperte von ERGO, Mietern und Eigentümern Tipps, was sie vor der Abreise beachten sollten. Er informiert außerdem, welche Versicherung im Fall der Fälle für einen Schaden aufkommt.

Vorkehrungen für Haus und Wohnung

Sonnencreme einkaufen, die letzte Maschine Wäsche waschen, die Koffer vom Speicher holen – vor der Abreise in den Urlaub gibt es meist noch hundert Dinge zu tun. Da kann schon mal in Vergessenheit geraten, dass zur Urlaubsvorbereitung auch die Sicherheit des eigenen Zuhauses gehört. Besonders wichtig: Das Wasser abstellen – wenn möglich den Hauptwasserhahn oder zumindest die Zuleitungen zu Spül- und Waschmaschine. Viele unterschätzen zudem das Wetter in der warmen Jahreszeit. Nicht immer ist der Himmel blau und die Sonne scheint. Im Gegenteil: Von Mai bis September gibt es die meisten Gewitter und Starkregenereignisse. Daher ist es wichtig, die eigenen vier Wände vor dem Urlaub wetterfest zu machen. Das heißt: Alle Fenster und Kellerschächte fest verschließen. Um Überspannungsschäden durch Blitzeinschläge zu vermeiden, sollten Bewohner zudem alle nicht benötigten elektrischen Geräte vom Netz nehmen. Im Garten oder auf Balkon und Terrasse heißt es: Alle beweglichen Gegenstände wie Möbel, Gießkannen oder Sonnenliegen im Haus oder im Schuppen verstauen. „Denn bei einem Sturm können herumfliegende Gegenstände großen Schaden anrichten“, weiß Peter Schnitzler.

Urlaubszeit ist Einbruchzeit

Doch nicht nur Unwetter können Schaden anrichten: Für Einbrecher ist die Urlaubszeit Hochsaison. Besonders wichtig ist es daher, vor der Abreise zu kontrollieren, ob wirklich alles verriegelt ist. „Einen zusätzlichen Schutz bieten mechanische Sicherungen wie Zusatzschlösser an Terrassentüren und Fenstern oder Querriegelschlösser an Eingangstüren. Auch Mieter können hier nachrüsten – vorausgesetzt, der Vermieter ist damit einverstanden“, so Schnitzler. Darüber hinaus ist es sinnvoll, den Eindruck zu erwecken, jemand sei zu Hause. Eine Zeitschaltuhr kann beispielsweise das Licht steuern oder elektrische Rollläden nachts schließen und morgens wieder öffnen. „Urlauber können auch Nachbarn, Freunde oder Familienangehörige bitten, regelmäßig im Haus oder der Wohnung vorbeizuschauen und den Briefkasten zu leeren. Das täuscht Anwesenheit vor – und schreckt Einbrecher ab“, rät der Experte von ERGO.

Welche Versicherung zahlt im Fall der Fälle?

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kann es auch mal zu einem Schaden kommen. Haben Einbrecher Hab und Gut entwendet, springt die Hausratversicherung ein. „Der Versicherer übernimmt in solchen Fällen die Wiederbeschaffungskosten für gestohlene Gegenstände und erstattet die Kosten für Reparaturmaßnahmen, beispielsweise für aufgebrochene Fenster oder Türen“, so der Versicherungsexperte. Sind Inventar wie Möbel oder Teppiche beispielsweise durch einen Leitungswasserschaden beschädigt, ist ebenfalls die Hausratversicherung gefragt. Kommt es aber aufgrund von Starkregen zu einer Überschwemmung, zahlt die Hausratversicherung nur, wenn sie „Weitere Naturgefahren“ einschließt. Das gilt auch bei der Wohngebäudeversicherung, die für Schäden am Gebäude, beispielsweise an der Bausubstanz oder am Dach, aufkommt. „Wer sein Zuhause mit smarter Technik ausgerüstet hat, kann sich bei einigen Versicherern zusätzlich mit einem Smart Home-Baustein absichern“, weiß Schnitzler. Damit sollen größere Schäden frühzeitig erkannt und so Schlimmeres verhindert werden – auch dann, wenn die Bewohner selbst nicht zu Hause sind. Schnitzler erklärt: „Im Fall eines Wasserrohrbruchs beispielsweise springt der Wassersensor an und schickt den Bewohnern via Smart Home-System einen Alarm aufs Handy. Kann derjenige darauf gerade nicht selbst reagieren, leitet das System den Alarm an den Versicherer weiter.“ Dieser kontaktiert daraufhin eine vorab bestimmte Person, die im Besitz eines Haustürschlüssels ist. Derjenige kann so dafür sorgen, dass ein vom Versicherer beauftragter Klempner in die Wohnung kommt und den Schaden repariert.
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