Tag Archives: Expeditionen ins Tierreich

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Heinz Sielmann Stiftung feiert 25 Jahre erfolgreichen Naturschutz

Die Stiftung des renommierten Tierfilmers beging ihr Jubiläum am 3. Juni im Aquarium des Berliner Zoos. Sie kehrt damit an den Ort zurück, an dem Heinz und Inge Sielmann die Stiftung der Öffentlichkeit präsentierten.

Eine Gelegenheit, Vergangenes Revue passieren zu lassen und in die Zukunft zu schauen.

+++ Weiterführende Informationen, Pressebilder und Videomaterial finden Sie unter www.sielmann-stiftung.de/25jahre/presse-medien +++

Klimaschutz, nachhaltige Entwicklung und der Erhalt der Natur als unsere eigene Lebensgrundlage sind die drängendsten Aufgaben unserer Zeit. Die Heinz Sielmann Stiftung setzt dies seit 25 Jahren erfolgreich um. Am 2. Juni 1994 gründeten der berühmte Naturfilmpionier und seine Frau Inge die gleichnamige Heinz Sielmann Stiftung. Einen Tag später wurden die Stiftung und ihre Ziele der Öffentlichkeit im Berliner Zoo präsentiert. Heinz Sielmann (damals 77-jährig) sagte selbst: „Die überwältigende Resonanz bestärkte mich, meine neue Aufgabe mit Leben zu füllen, und mit meinen Anliegen für die Stiftung, richtig zu liegen. Zum Ziel meiner Stiftung habe ich das Resümee meines lebenslangen Schaffens in der Natur gewählt: Naturschutz als positive Lebensphilosophie.“ Heinz Sielmann hatte auf seinen weltumspannenden Reisen auch gesehen, wie der Mensch die Natur zerstört. So wurde er vom Naturfilmer zum Naturschützer. Jetzt kehrt die Stiftung in den Berliner Zoo zurück, um ihr 25-jähriges Bestehen zu feiern.

Eine aktuelle Umfrage der EU-Kommission ergab, dass 98 % der Deutschen denken, dass es in der Verantwortung der Menschen läge, die Natur zu schützen. 97 % sagen, biologische Vielfalt sei wesentlich für den Klimaschutz und trage zur Gesundheit und Wohlbefinden der Menschen bei. Wissenschaftliche Ergebnisse, wie aus der Krefelder Studie oder dem Weltbiodiversitätsrat, erzeugen Volksbegehren und Schülerproteste, sowie eine gesellschaftliche Stimmung, die politisch wahrgenommen wird. Die Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter hielt in ihrer Festrede zum Jubiläum fest: „Das Bewusstsein für Artenschutz ist in der Bevölkerung angekommen.“ Dazu hat die starke zivilgesellschaftliche Arbeit von Nichtregierungsorganisationen wie der Heinz Sielmann Stiftung in den letzten Jahrzehnten maßgeblich beigetragen.

Seit 25 Jahren setzt die Heinz Sielmann Stiftung deutschlandweit erfolgreiche Naturschutz- und Artenschutzprojekte um. Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft wurden langfristig erprobt. Die bestehenden Angebote sind Blaupausen für weitere Projekte. Nach insgesamt 15 Jahren Projektlaufzeit hat sich etwa Sielmanns Biotopverbund Bodensee zur Erfolgsgeschichte entwickelt. Der Nachbarlandkreis Ravensburg hat sich bereits „anstiften“ lassen und setzte die Idee des Biotopverbundes dort um. In Nordbayern wird zurzeit der nächste Biotopverbund geplant. Die neuen oder aufgewerteten Landschaftselemente wirken wie ein Auffangnetz für Tier- und Pflanzenarten. Im Zusammenspiel mit einer klugen Nutzungsstrategie in der Agrarlandschaft könnte der Artenschwund in der Kulturlandschaft aufgehalten werden. Positive Trends zeichnen sich im Biotopverbund Bodensee deutlich ab.

Häufig springen zivilgesellschaftliche Akteure auch dort ein, wo Verwaltungen oder Politik Verantwortung übernehmen müssten. In Sielmanns Naturlandschaften in Brandenburg bewahrt die Stiftung 12.700 Hektar Fläche für den Naturschutz. Ein Großteil der Gebietskulisse ist als FFH-Gebiete nach europäischem Recht geschützt. Für sie gilt ein sogenanntes Verschlechterungsverbot. Durch ein umfangreiches Management der Flächen erfüllt die Stiftung die Aufgaben des Landes, die wertvollen Lebensräume zu bewahren.

Zur Stiftungsgründung im Jahr 1994 sagte Heinz Sielmann: „Ich bin ein Leben lang in der Natur tätig und setze mich leidenschaftlich für ihre Erhaltung ein. Jeder Mosaikstein, den ich für den Naturschutz setzen kann, ist für mich eine beglückende Bereicherung, ein Zugewinn an Lebensqualität. Dieses Bewusstsein möchte ich möglichst vielen Menschen weitergeben.“ So wurde das Naturerleben weiterer zentraler Stiftungszweck. Die Stiftung betreibt das Natur-Erlebniszentrum Gut Herbigshagen nahe dem niedersächsischen Duderstadt. In Brandenburg empfängt das Natur-Erlebniszentrum Wanninchen Schulklassen, Kindergarten-gruppen und Einzelbesucher. Alle Umweltbildungsangebote bauen im Sinne des Stifterehepaar auf den Grundsätzen der Bildung für nachhaltige Entwicklung auf. Auch nach dem Tod der Stifterin Inge Sielmann im März, fühlt sich die Stiftung weiterhin verpflichtet, Menschen für Natur zu begeistern. Die aktuellen Herausforderungen im Natur- und Klimaschutz nutzt die Stiftung als Motor für Innovation. Mit einer starken Orientierung entlang der 17 Ziele für Nachhaltigkeit der Vereinten Nationen bleibt sie zukunftsfähig.

Weitere Informationen: https://www.sielmann-stiftung.de/25jahre

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Über die Heinz Sielmann Stiftung

Die Heinz Sielmann Stiftung wurde 1994 von Prof. Heinz Sielmann und seiner Frau Inge Sielmann als öffentliche Stiftung bürgerlichen Rechts gegründet. Die Schwerpunkte der Arbeit der Stiftung sind der Erhalt der Artenvielfalt, die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für den Naturschutz und die Bewahrung des filmischen Erbes von Naturfilmpionier Heinz Sielmann. Mit dem Kauf großer unzerschnittener Landschaften in Brandenburg erhält und schafft die Stiftung Lebensräume für seltene Tiere und Pflanzen. Auch fördert die gemeinnützige Stiftung Biotopverbünde, zum Beispiel am Bodensee oder entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze. So können sich auf diesen Flächen Tier- und Pflanzenbestände frei vom wirtschaftlichen Nutzungsdruck erholen und verschwundene Arten zurückkehren.

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Umweltpreisträgerin Inge Sielmann in München verstorben

Inge Sielmann ist am 25. März 2019 kurz vor ihrem 89. Geburtstag in ihrem Münchner Wohnsitz verstorben. Die gebürtige Hamburgerin ließ ihrem Ehemann, dem international bekannten Tierfilmer Heinz Sielmann, stets den Vortritt.

Dabei war sie selbst eine mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete, engagierte Naturschützerin.

Die große Liebe zur Natur hatte sie von ihrem Vater geerbt. Diese Gemeinsamkeit verband Inge und Heinz Sielmann während ihrer 55-jährigen Ehe intensiv miteinander. Die beiden haben mitunter nächtelang nur im Schneideraum zugebracht und gearbeitet, wollten mit ihren Beiträgen die Schönheit der Flora und Fauna zeigen. Sie brachten Artenvielfalt aus fünf Kontinenten in die Wohnzimmer, um damit ein Bewusstsein für den Natur- und Artenschutz, aber auch für die Auswirkungen der menschlichen Eingriffe ins Ökosystem zu schaffen. Er suchte ihren Rat und sie schnitt die Grobfassung für einige seiner Filme. Im fortgeschrittenen Alter haben die beiden Mahner ein weiteres Herzensprojekt ins Leben gerufen – sie gründeten die Heinz Sielmann Stiftung als bundesweit tätige Naturschutzstiftung.

+++ Die Stiftung bewahrt das Lebenswerk für zukünftige Generationen +++

Inge Sielmann hatte schon früh erkannt, dass sich wildlebende Pflanzen und Tiere am besten in großen, natürlichen und unzerschnittenen Lebensräumen schützen lassen. Mit ihrer Stiftung lässt sich nun das Lebenswerk der beiden für die Zukunft erhalten. Auf Inge Sielmanns Betreiben hin erwarb die Stiftung als erste private Naturschutzstiftung ehemalige Truppenübungsplätze und Bergbaufolgelandschaften. So wurden Flächen von europäischem Rang im Land Brandenburg langfristig für den Naturschutz gesichert. Diese Erfolge sind Inge Sielmanns persönlichem Engagement zu verdanken und von ihrer Handschrift geprägt.

Aber auch das Heranführen von Kindern und Jugendlichen an einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Natur war ihr ein Herzenswunsch. Sie ermöglichte die Gründung der Sielmanns Natur-Ranger, der Jugendorganisation ihrer Stiftung und sie gab ihren Namen für Schulen und Kindertagesstätten, um den Naturschutzgedanken weiterzugeben.

Nach dem Tod ihres Mannes führte sie das gemeinsame Lebenswerk fort, indem sie 2006 den Vorsitz des Stiftungsrats übernahm. Im Juni 2017 zog sie sich von der Spitze des Stiftungsrates zurück und legte die Aufgaben in die Hände von Dr.-Ing. E.h. Fritz Brickwedde, dem langjährigen Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Als Ehrenvorsitzende des Stiftungsrats blieb sie der Stiftung aktiv verbunden.

„Für den Natur- und Artenschutz in der Bundesrepublik Deutschland hat Inge Sielmann als private Stifterin eine über Generationen hinweg wegweisende Rolle gespielt“, sagt Michael Beier, Vorstandsvorsitzender der Heinz Sielmann Stiftung. Ihr Engagement wurde im Oktober 2017 mit dem Deutschen Umweltpreis gewürdigt.

Fotos, einen Lebenslauf und weitere Materialien zur freien Verwendung im Rahmen Ihrer Berichterstattung unter www.sielmann-stiftung.de/inge-sielmann

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Über die Heinz Sielmann Stiftung

Die Heinz Sielmann Stiftung wurde 1994 von Prof. Heinz Sielmann und seiner Frau Inge Sielmann als öffentliche Stiftung bürgerlichen Rechts gegründet. Die Schwerpunkte der Arbeit der Stiftung sind der Erhalt der Artenvielfalt, die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für den Naturschutz und die Bewahrung des filmischen Erbes von Naturfilmpionier Heinz Sielmann. Mit dem Kauf großer unzerschnittener Landschaften in Brandenburg erhält und schafft die Stiftung Lebensräume für seltene Tiere und Pflanzen. Auch fördert die gemeinnützige Stiftung Biotopverbünde, zum Beispiel am Bodensee oder entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze. So können sich auf diesen Flächen Tier- und Pflanzenbestände frei vom wirtschaftlichen Nutzungsdruck erholen und verschwundene Arten zurückkehren.

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Insektenforscher erhalten 3. Deutschen Biodiversitätspreis

Heinz Sielmann Stiftung zeichnet Ehrenamtliche des Entomologischen Vereins Krefeld e.V. für Forschung zum Insektenrückgang aus.

Insektenforscher erhalten 3. Deutschen Biodiversitätspreis

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Am Donnerstag den 15. November überreichte die Heinz Sielmann Stiftung den mit 10.000 Euro dotierten Deutschen Biodiversitätspreis an den Entomologischen Verein Krefeld e.V. Die Preisverleihung fand im Landesmuseum Hannover statt.

Stiftungsratsvorsitzender Dr. Fritz Brickwedde leitete die Preisverleihung mit einem eindringlichen Appell ein: „Wer Arten erhalten will, muss sie erkennen können. Wir steuern nicht nur auf einen unumkehrbaren Verlust der biologischen Vielfalt zu, das Wissen über die Tier- und Pflanzenarten droht gleichermaßen zu verschwinden. Das ehrenamtliche Engagement im Naturschutz ist unersetzbar. Eine grundlegende finanzielle Sicherung für dieses Engagement ist nötig, um die Nachwuchssorgen der aktiven Vereine zu zerstreuen.“

Die Auszeichnung mit dem Deutschen Biodiversitätspreis würdigt die langjährigen insektenkundlichen Untersuchungen der ehrenamtlichen Mitglieder des Krefelder Vereins und ihr Engagement für den Insektenschutz. Eine im Jahr 2017 veröffentlichte Studie hatte alarmierende Fakten über den Schwund von Insekten hervorgebracht. Standardisierte Langzeituntersuchungen erfassten die Biomasse von Fluginsekten in Schutzgebieten. Das Ergebnis: In den 27 Jahren ging die Zahl der fliegenden Insekten um 76 % zurück. „Die aktuellen Daten deuten auf ein allgemeines Muster des Rückgangs der Insektenvielfalt und -menge hin“, heißt es in der Studie. Die Veröffentlichung zum Insektensterben erregte weltweites Aufsehen und rückte das Thema in das Bewusstsein der Gesellschaft, Medien und Politik.

In seiner Laudation unterstreicht Dr. Andreas Krüß, Abteilungsleiter Ökologie und Schutz von Fauna und Flora im Bundesamt für Naturschutz, die besonderen Leistungen des Vereins: „Es ist sehr außergewöhnlich, dass ein Thema so lange in der Öffentlichkeit so eine hohe Aufmerksamkeit bekommt. Die Aktivitäten zum Thema Insektensterben nehmen tatsächlich zu. Auch auf politischer Ebene sind bereits Maßnahmen der Länder und des Bundes in Gang gekommen, unter anderem das Aktionsprogramm Insektenschutz. Sogar das Weltwirtschaftsforum hat sich mit dem Thema befasst, denn es findet sich in dessen aktuellen „Global Risk Report“ „.

Stellvertretend für den Verein nahmen die Vorstandsmitglieder Dr. Martin Sorg und Werner Stenmans den Preis entgegen. Beide freuen sich über die Auszeichnung. „Wir werden mit dem Preisgeld unsere Nachwuchsarbeit fördern. Wir können Natur nur schützen, wenn wir genug über die Arten und Prozesse in der Landschaft wissen. Unser Ziel ist es, das Wissen des Vereins zu sichern und weiter auszubauen. Dazu müssen wir mehr junge Menschen für die Insektenwelt begeistern“, erklärt Dr. Martin Sorg.

Weitere Informationen unter: https://www.sielmann-stiftung.de/ueber-uns/auszeichnungen/

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Über die Heinz Sielmann Stiftung

Die Heinz Sielmann Stiftung vergibt seit 2010 die Auszeichnung zum Gartentier des Jahres. Im letzten Jahr gewann das Rotkehlchen den Publikumspreis. In diesem Jahr standen sechs Insekten zur Wahl.

Die Heinz Sielmann Stiftung wurde 1994 von Prof. Heinz Sielmann und seiner Frau Inge Sielmann als öffentliche Stiftung bürgerlichen Rechts gegründet. Unter dem Leitsatz „Vielfalt ist unsere Natur“ verfolgt sie vier Ziele:

1. Menschen, vor allem Kinder und Jugendliche, durch persönliches Erleben an einen positiven Umgang mit der Natur heranführen
2. Letzte Refugien für seltene Tier- und Pflanzenarten erhalten
3. Die Öffentlichkeit für die Natur und deren Schutz sensibilisieren
4. Das Heinz Sielmann-Archiv des Naturfilms bewahren

2016 hat die Heinz Sielmann Stiftung als erste private Stiftung einen Nachhaltigkeits-Report nach GRI Standard veröffentlicht. Die Stiftung verwendet jährlich rund 8 Mio. EURO für Natur- und Artenschutzprojekte, für Umweltbildung sowie Öffentlichkeitsarbeit.

Weitere Informationen: https://nachhaltigkeit.sielmann-stiftung.de

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Heinz Sielmann Stiftung: Wer wird Gartentier des Jahres 2018?

Auch 2018 ruft die Heinz Sielmann Stiftung wieder zur Wahl des „Gartentier des Jahres“ auf und startet am 30. April die Online-Abstimmung.

Heinz Sielmann Stiftung: Wer wird Gartentier des Jahres 2018?

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Mit der Aktion möchte die Stiftung auf den dramatischen Rückgang der biologischen Vielfalt in unserer Kulturlandschaft hinweisen. Vor allem Insekten und Vögel leiden unter dem Verlust ihrer Lebensräume oder dem Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft. „In strukturreichen und naturnahen Gärten fühlt sich eine Vielzahl von Insekten wohl. Jeder Gartenbesitzer kann dazu beitragen, den teils gefährdeten Arten eine Heimat zu geben“, erläutert Insektenspezialist Dr. Hannes Petrischak von der Heinz Sielmann Stiftung.

+++ Sechs Kandidaten stehen ab sofort im Internet zur Wahl +++

In diesem Jahr stehen sechs für Gartenfreunde nützliche Insekten zur Wahl. Die Larven des Siebenpunkt Marienkäfers fressen etwa Blattläuse. Auch der Nachwuchs der Hainschwebfliege vertilgt die lästigen Pflanzenläuse mit großem Appetit. Die imposanten Hornissen interessieren sich nicht für Kuchen und Süßgetränke, sondern erbeuten unangenehme Plagegeister wie Wespen, Bremsen oder Stubenfliegen.

Andere Insekten tragen maßgeblich dazu bei, die Gemüse- und Obsternte zu steigern. „Schmetterlinge wie der Kleine Feuerfalter sind natürlich einfach schön anzusehen! Auch der Glänzende Blütenprachtkäfer macht seinem Namen alle Ehre“, so Petrischak weiter. Doch die Blütenbesucher übernehmen eine wichtige Funktion im Ökosystem. Viele Pflanzen sind auf die Bestäubung von Insekten angewiesen. Auch Nutzpflanzen sind hiervon nicht ausgenommen. Es ist zum Beispiel bekannt, dass die Qualität der Erdbeerernte deutlich gesteigert wird, wenn Insekten von Blüte zu Blüte fliegen. Erdbeerblüten können auch durch den Wind bestäubt werden, die Früchte sind dann allerdings verformt und bleiben klein. Auch die Dunkle Erdhummel fliegt auf Erdbeeren und natürlich viele andere Gartenpflanzen.

Naturfreunde können unter www.sielmann-Stiftung.de/gartentier aus den sechs Kandidaten wählen. Unter allen Teilnehmern verlost die Stiftung attraktive Preise. Die Abstimmung endet am 10. Juni. Das Gartentier des Jahres wird am 11. Juni 2018 bekannt gegeben.

Die Kandidaten stellen sich vor:

Die Heinz Sielmann Stiftung vergibt seit 2010 die Auszeichnung zum Gartentier des Jahres. Im letzten Jahr gewann das Rotkehlchen den Publikumspreis. In diesem Jahr stehen sechs Insekten zur Wahl. Insektenspezialist Dr. Hannes Petrischak erklärt Wissenswertes zur Lebensweise der Kandidaten:

Der Siebenpunkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata) trägt klassisch rote Flügeldecken. Sicher zu erkennen ist er an den sieben schwarzen Punkten. Die Larven ernähren sich von Blatt- und Schildläusen, Spinnmilben, Wanzen und anderen Insekten. Im Garten ist der Siebenpunkt-Marienkäfer ein nützlicher Helfer.

Die Dunkle Erdhummel (Bombus terrestris) gehört zur Familie der echten Bienen. Die Königinnen werden bis zu 23 Millimeter groß. Auf dem schwarzen Rumpf trägt die Erdhummel eine ein Millimeter breite braungelbe Querbinde. Außerdem erkennt man sie an den grauweiß gefärbten Stellen am Hinterleib. Sie sammelt Nektar und Blütenpollen. Oft ist sie schon sehr früh im Jahr, ab Februar oder März, auf der Suche nach Nahrung und einem passenden Ort für ein Nest. Dafür wählt sie gern verlassene Mäusenester aus.

Der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas) ist mit einer maximalen Flügelspannweite von 27 Millimetern tatsächlich eher ein Zwerg unter den Tagfaltern. Zu erkennen ist er an den orange-roten Vorderflügeln, die mit einem breiten, dunkelbraunem Rand abschließen. Er besiedelt schnell neue Lebensräume. Um ihm im eigenen Garten Nahrung anzubieten, kann man Berg-Aster (Aster amellus), Roß-Minze (Mentha longifolia), Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria), Heidekraut (Calluna vulgaris), Wasserdost (Eupatorium cannabinum) oder Thymian (Thymus vulgaris) pflanzen.

Die Hainschwebfliege (Episyrphus balteatus) ist die wohl bekannteste Schwebfliege. Man erkennt sie gut an ihrem langen schlanken Körper, dem dunkel geringelten Hinterleib und dem gelben Gesicht. Mit ihrer Färbung imitiert sie Wespen und Bienen und hofft so, von Feinden verschont zu bleiben. Die Weibchen der Hainschwebfliege können hier überwintern. Die meisten Tiere treten aber eine weite Wanderung über die Alpen oder die Pyrenäen bis in den warmen Süden Europas an, um den kalten Temperaturen zu entfliehen. Die Larven schlüpfen im Frühjahr und fressen unter anderem Blattläuse.

Die Hornisse (Vespa crabro) fällt auf Grund ihrer Größe besonders auf. Mit bis zu 35 Millimetern Körperlänge sind die Hornissen-Königinnen deutlich größer als Wespen. Doch das ist kein Grund sich vor Ihnen zu fürchten. Hornissen gelten als deutlich friedfertiger als die kleineren Verwandten. Die ausgewachsenen Tiere ernähren sich von Nektar und Pflanzensäften. Die Larven werden mit Insekten gefüttert. Dabei stehen auch Fliegen, Bremsen oder Wespen auf dem Speiseplan. Das kunstvolle und filigrane Papiernest bauen die staatenbildenden Insekten am liebsten in hohle Bäume hinein. Fehlen diese, weichen die Tiere auch auf Dachbalken oder Nistkästen aus.

Mit nur etwa sieben Millimetern Körperlänge ist der Glänzende Blütenprachtkäfer (Anthaxia nitidula) leicht zu übersehen. Doch die fehlende Körpergröße macht er mit seinem metallisch glänzenden Körper wett. Die Weibchen sind goldgrün, messingfarben oder purpurrot, ihre Flügeldecken sind blaugrün. Die Männchen schillern von Kopf bis Fuß grünlich. Die Käfer sind tagaktiv und fressen gern an den Blüten von Wildrosen, haben aber auch eine Vorliebe für gelbe Wiesenblumen.

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Über die Heinz Sielmann Stiftung

Die Heinz Sielmann Stiftung wurde 1994 von Prof. Heinz Sielmann und seiner Frau Inge Sielmann als öffentliche Stiftung bürgerlichen Rechts gegründet. Unter dem Leitsatz „Vielfalt ist unsere Natur“ verfolgt sie vier Ziele:

1. Menschen, vor allem Kinder und Jugendliche, durch persönliches Erleben an einen positiven Umgang mit der Natur heranführen.
2. Letzte Refugien für seltene Tier- und Pflanzenarten erhalten.
3. Die Öffentlichkeit für die Natur und deren Schutz sensibilisieren.
4. Das Heinz Sielmann-Archiv des Naturfilms bewahren.

2016 hat die Heinz Sielmann Stiftung als erste private Stiftung einen Nachhaltigkeits-Report nach GRI G4 Standard veröffentlicht. Die Stiftung verwendet jährlich rund 8 Mio. EUR für Natur- und Artenschutzprojekte, für Aufklärung und Umweltbildung sowie für die Information der Öffentlichkeit.

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Heinz Sielmann Stiftung: Landräte vom Bodensee mit Heinz Sielmann Ehrenpreis ausgezeichnet

Lothar Wölfle, Landrat des Landkreises Bodenseekreis, und Frank Hämmerle, Landrat des Landkreises Konstanz, wurden heute Abend in Berlin mit dem Heinz Sielmann Ehrenpreis geehrt. Erfolgsprojekt „Jeder Gemeinde ihr Biotop“ demnächst bundesweit.

Heinz Sielmann Stiftung: Landräte vom Bodensee mit Heinz Sielmann Ehrenpreis ausgezeichnet

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Dr. Fritz Brickwedde, Stiftungsratsvorsitzender der Heinz Sielmann Stiftung, würdigte mit dem alle zwei Jahre vergebenen Ehrenpreis das herausragende Engagement der beiden Landräte für den Aufbau von Sielmanns Biotopverbund Bodensee. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

„Mit großem Weitblick haben die beiden Landräte als Kuratoriumsmitglieder des Biotopverbunds Bodensee das Projekt gefördert und damit auch den Grundstein für die bundesweite Ausweitung des Projekts „Jeder Gemeinde ihr Biotop“ gelegt“, erklärte Dr. Fritz Brickwedde im Museum für Naturkunde in Berlin vor 200 Gästen. Die beiden Preisträger stünden für eine gelungene Kooperation von privatem und öffentlichem Engagement für die Artenvielfalt.

Aufgrund des großen Erfolgs von Sielmanns Biotopverbund Bodensee hat die Heinz Sielmann Stiftung beschlossen, das Projekt auf ganz Deutschland auszudehnen. Das Vorzeigemodell „Bodensee“ bildet das Fundament für die nationale Ausweitung.

+++ Jeder Gemeinde ihr Biotop +++

Mit dem Ansatz „Jeder Gemeinde ihr Biotop“ schafft die Heinz Sielmann Stiftung seit 2004 ein Netz von neuen Lebensräumen für Tiere und Pflanzen in der Bodenseeregion. Möglichst engmaschig soll es werden, damit sich Tier- und Pflanzenbestände erholen und verschwundene Arten zurückkehren können.

Etwa hundert Biotopbausteine an 31 Standorten konnten bereits gemeinsam mit Städten und Gemeinden geschaffen werden, darunter vor allem neu angelegte Stillgewässer, aufgewertete Streuobstwiesen und extensive Weideprojekte. Innerhalb kürzester Zeit besiedelten zahlreiche Vogelarten, Amphibien, Tagfalter und Libellen die neu geschaffenen Biotope. In 2014 wurde das Projekt von der UN Dekade Biologische Vielfalt als vorbildlich ausgezeichnet.

+++ Heinz Sielmann Ehrenpreis +++

Seit 1994 verleiht die Heinz Sielmann Stiftung den Heinz Sielmann Ehrenpreis an Einzelpersonen, öffentliche Institutionen, Forschungseinrichtungen oder Unternehmen, die sich um den Naturschutz und den Erhalt der Artenvielfalt verdient gemacht haben. Außergewöhnliche Leistungen in der Forschung, Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung sowie bei der Verwirklichung des Nachhaltigkeitsgedanken in Wirtschaft und Gesellschaft werden mit dem Heinz Sielmann Ehrenpreis ausgezeichnet.

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Über die Heinz Sielmann Stiftung

Die Heinz Sielmann Stiftung wurde 1994 von Prof. Heinz Sielmann und seiner Frau Inge Sielmann als öffentliche Stiftung bürgerlichen Rechts gegründet. Unter dem Leitsatz „Vielfalt ist unsere Natur“ verfolgt sie vier Ziele:

1. Menschen, vor allem Kinder und Jugendliche, durch persönliches Erleben an einen positiven Umgang mit der Natur heranführen.
2. Letzte Refugien für seltene Tier- und Pflanzenarten erhalten.
3. Die Öffentlichkeit für die Natur und deren Schutz sensibilisieren.
4. Das Heinz Sielmann-Archiv des Naturfilms wahren.

2016 hat die Heinz Sielmann Stiftung als erste private Stiftung einen Nachhaltigkeits-Report nach GRI G4 Standard veröffentlicht. Die Stiftung verwendet jährlich rund 8 Mio. EUR für Natur- und Artenschutzprojekte, für Aufklärung und Umweltbildung sowie für die Information der Öffentlichkeit.

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Heinz Sielmann Stiftung: Heideblüte wichtig für bedrohte Wildbienenarten

Die Heideblüte erreicht derzeit Ihren Höhepunkt und wird zum Ausflugsziel vieler Touristen. Noch wichtiger ist die Heideblüte aber für die Heidekraut-Bienen. Einen Einblick in deren Lebensraum gibt ein aktuelles Video der Heinz Sielmann Stiftung.

Heinz Sielmann Stiftung: Heideblüte wichtig für bedrohte Wildbienenarten

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+++ Spätflieger im rosaroten Heideblütenteppich +++

Bundesweite Bekanntheit erlangte die Kyritz-Ruppiner Heide (auch bekannt als Wittstock-Ruppiner Heide) durch den dort gelegenen Truppenübungsplatz, das sogenannte Bombodrom. Dieser wurde schon vor Jahren aufgegeben und so erobert sich die Natur ihr Refugium zurück.

+++ Seltene Heidekrautbienen überleben dank Pflege geschützter Heideflächen +++

Nicht nur Honigbienen und Hummeln nutzen jetzt das reiche Blütenangebot, sondern auch zwei hübsche Spezialisten unter den Wildbienen: Die Heidekraut-Sandbiene (Andrena fuscipes) und die Heidekraut-Seidenbiene (Colletes succinctus). Erst wenn im Spätsommer das Heidekraut (Calluna vulgaris) blüht, sind diese beiden seltenen Wildbienenarten mit etwas Glück in großen Calluna-Beständen zu finden. Beide Arten sammeln den Pollen in Haarbürsten an den Beinen. Ihre Nester und Brutkammern legen sie unterirdisch im Sandboden zwischen den Heidekrautbüschen an.

„Aufgrund ihrer engen Bindung an das Heidekraut sind diese beiden Spezialisten unter den Wildbienen relativ selten und auf den Erhalt großer Heidebestände, wie von der Heinz Sielmann Stiftung in den brandenburgischen Landschaften gewährleistet, angewiesen“, erklärt Dr. Hannes Petrischak, Leiter des Geschäftsbereichs Naturschutz bei der Heinz Sielmann Stiftung.

+++ Kyritz-Ruppiner Heide – eine der größten zusammenhängenden Heideflächen +++

Ohne das spätblühende Heidekraut können die Heidekraut-Sandbiene und die Heidekraut-Seidenbiene nicht überleben. Der Erhalt ihrer Art ist von der Pflege großer zusammenhängender Heideflächen abhängig. Eine der größten zusammenhängenden Heideflächen der Bundesrepublik ist mit über 700 Quadratkilometern die Kyritz-Ruppiner Heide im nordwestlichen Brandenburg. Dort sowie in Sielmanns Naturlandschaften Döberitzer Heide und Tangersdorfer Heide sorgt die Heinz Sielmann Stiftung durch vielfältige Pflegemaßnahmen für den Erhalt und die Regeneration des Heidekrautbewuchses. Ohne Pflege würden die Gebiete vergrasen und verwalden.

+++ Flug über die Heide +++

Um die einzigartige Schönheit der Heideblüte auch aus der Vogelperspektive zeigen zu können, hat die Heinz Sielmann Stiftung eine hochauflösende Kamera aufsteigen lassen. Diese hat dabei beeindruckende Aufnahmen gemacht.

Die Aufnahmen stehen als 90-sekündiges Video (119 MB) in HD unter folgendem Link zum Download bereit:

https://www.pr4you.de/pressefaecher/sielmann-stiftung/grafiken/Heidebluete.mp4

Oder auf YouTube unter: https://www.youtube.com/watch?v=dc_e4nj3hHY&t=1s

Die Veröffentlichung des Videos im TV bzw. die Einbindung in Webseiten oder Blogs ist mit dem Hinweis „Copyright Heinz Sielmann Stiftung“ kostenfrei möglich.

+++ Rosaroten Heideblütenteppich erleben +++

Der riesige rosarote Heideblütenteppich ist in jedem Jahr sowohl Futter für Wild- und Honigbienen als auch ein grandioser Anblick für Naturfreunde. Auf den Wanderwegen der Heinz Sielmann Stiftung durch die Döberitzer und Kyritz-Ruppiner Heide kann das Spektakel zu Fuß oder bei einer Kutschfahrt genossen werden. Mehr dazu unter https://www.sielmann-stiftung.de/natur-erleben-schuetzen/kyritz-ruppiner-heide/

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Die Heinz Sielmann Stiftung wurde 1994 von Prof. Heinz Sielmann und seiner Frau Inge Sielmann als öffentliche Stiftung bürgerlichen Rechts gegründet. Unter dem Leitsatz „Vielfalt ist unsere Natur“ verfolgt sie vier Ziele:

1. Menschen, vor allem Kinder und Jugendliche, durch persönliches Erleben an einen positiven Umgang mit der Natur heranführen.
2. Letzte Refugien für seltene Tier- und Pflanzenarten erhalten.
3. Die Öffentlichkeit für die Natur und deren Schutz sensibilisieren.
4. Das Heinz Sielmann-Archiv des Naturfilms wahren.

2016 hat die Heinz Sielmann Stiftung als erste private Stiftung einen Nachhaltigkeits-Report nach GRI G4 Standard veröffentlicht. Die Stiftung verwendet jährlich rund 8 Mio. EUR für Natur- und Artenschutzprojekte, für Aufklärung und Umweltbildung sowie für die Information der Öffentlichkeit.

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Heinz Sielmann Stiftung: Rotkehlchen klarer Sieger bei der Wahl zum Gartentier des Jahres 2017!

Das Rotkehlchen hat die von der Heinz Sielmann Stiftung durchgeführte Wahl zum „Gartentier des Jahres 2017“ klar gewonnen. Die Stiftung veranstaltete die Wahl mit dem Ziel, das Bewusstsein einer breiteren Öffentlichkeit für die einheimische Tierwel

Heinz Sielmann Stiftung: Rotkehlchen klarer Sieger bei der Wahl zum Gartentier des Jahres 2017!

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Im Frühjahr rief die Heinz Sielmann Stiftung zur Wahl des „Gartentier des Jahres 2017“ auf. Unter den insgesamt 1.037 Abstimmungen, die bei der Onlinewahl eingingen, war das Rotkehlchen mit 36,9% aller Wählerstimmen der klare Favorit. Platz 2 erreichte die Blauschwarze Holzbiene mit 25%. Den 3. Platz belegte die Zwergfledermaus mit rund 13,3%.

Dr. Hannes Petrischak, Leiter des Bereichs Naturschutz bei der Stiftung, freut sich über das Ergebnis. „Das Rotkehlchen kommt häufig in unseren Gärten vor. Mit seinem perlenden Gesang verschönt es uns den Tag, es brütet bodennah und kann sehr zutraulich werden“, sagt der Biologe. „Vor allem bei Kindern ist es sehr beliebt.“ In der Brutzeit, die Anfang April beginnt, vertilgt der nützliche kleine Vogel Insekten und Larven, Käfer, Ameisen und vor allem Blattläuse.

+++ Freikarten für die die „SIELMANN!“ Ausstellung +++

Unter den Teilnehmern der Wahl zum „Gartentier des Jahres“ hat die Heinz Sielmann Stiftung 20 Freikarten für die „SIELMANN!“ Ausstellung im Museum für Naturkunde in Berlin verlost. Die Ausstellung wird noch bis zum 5. November in Berlin zu sehen sein. Anschließend geht die Sonderausstellung „SIELMANN!“ auf bundesweite Tour. Erste Station nach Berlin ist das Ostpreußische Landesmuseum Lüneburg wo die Ausstellung bis April 2018 zu sehen sein wird. Informationen zur Ausstellung sind unter www.sielmann-stiftung.de/sielmann!/ zu finden.

+++ Sechs Kandidaten aus der heimischen Tierwelt +++

Neben dem Rotkehlchen standen die Zwergfledermaus, die Erdkröte, der Schwalbenschwanz (Schmetterling), die Blauschwarze Holzbiene sowie die gepanzerte Kellerassel zur Wahl. Nach den drei Erstplatzierten belegte der Schwalbenschwanz den 4. Platz mit 9,6%. Auf Platz 5 folgte die Erdkröte mit 8,4% aller Stimmen. Die Kellerassel belegte mit 6,8% den letzten Platz.

Um die Einzigartigkeit der Tierwelt zu erkunden, muss man nicht in die Ferne schweifen, auch die heimische Fauna hat etliches zu bieten. Um darauf aufmerksam zu machen und das Bewusstsein der Öffentlichkeit für die einheimische Tierwelt zu sensibilisieren, wird die Heinz Sielmann Stiftung auch im kommenden Jahr wieder zur Wahl des „Gartentier des Jahres“ aufrufen.

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Über die Heinz Sielmann Stiftung

Die Heinz Sielmann Stiftung wurde 1994 von Prof. Heinz Sielmann und seiner Frau Inge Sielmann als öffentliche Stiftung bürgerlichen Rechts gegründet. Unter dem Leitsatz „Vielfalt ist unsere Natur“ verfolgt sie vier Ziele:

1. Menschen, vor allem Kinder und Jugendliche, durch persönliches Erleben an einen positiven Umgang mit der Natur heranführen.
2. Letzte Refugien für seltene Tier- und Pflanzenarten erhalten.
3. Die Öffentlichkeit für die Natur und deren Schutz sensibilisieren.
4. Das Heinz Sielmann-Archiv des Naturfilms wahren.

2016 hat die Heinz Sielmann Stiftung als erste private Stiftung einen Nachhaltigkeits-Report nach GRI G4 Standard veröffentlicht. Die Stiftung verwendet jährlich rund 8 Mio. EUR für Natur- und Artenschutzprojekte, für Aufklärung und Umweltbildung sowie für die Information der Öffentlichkeit.

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Heinz Sielmann Stiftung: Wenn es nicht mehr summt und brummt

Das Wildbienensterben in Deutschland geht ungebremst weiter. Die Heinz Sielmann Stiftung zeigt mögliche Ursachen auf und plädiert für einen bewussteren Umgang mit der Natur, bevor es zu spät ist.

Heinz Sielmann Stiftung: Wenn es nicht mehr summt und brummt

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Seit einigen Jahren verzeichnen Experten einen dramatischen Rückgang von Insekten in Deutschland. Besonders betroffen – die Wildbienen. „Es ist eine Kombination von vielen Faktoren, die zu einem Verlust von bis zu 80% der Biomasse an Insekten geführt hat“, sagt Dr. Hannes Petrischak, Biologe, zuständig für den Geschäftsbereich Naturschutz in der Heinz Sielmann Stiftung. Unter den Insekten gelten Wildbienen als die wichtigsten Pflanzenbestäuber. Rund zwei Drittel der gesamten Bestäubungsleistung gehen allein auf ihr Konto. Doch die Wildbienen sind bedroht wie nie. Von den in der Roten Liste erfassten Wildbienenarten gelten inzwischen über die Hälfte in ihrem Bestand als gefährdet. Allein in Deutschland gibt es rund 561 verschiedene Wildbienen-Arten, die in Gestalt und Aussehen extrem unterschiedlich sind.

+++ Verlust natürlicher Lebensräume und Einsatz von Insektiziden +++

Als Hauptgrund für den Schwund der wertvollen Bestäuber steht der Einsatz von Insektiziden in der Landwirtschaft in Verdacht. Aus der Sicht von Wissenschaftlern tragen vor allem Neonicotinoid- Insektizide wie Clothianidin, Minidacloprid und Thiamethoxam maßgeblich zum Aussterben der Bestäuber bei. Hinzu kommt die Vernichtung der natürlichen Lebensräume. Betroffen sind vor allem die Niststätten der Wildbienen: Etliche -meist seltene- Wildbienenarten wie beispielsweise die Mohnmauerbiene, die Schwarze Mörtelbiene und die Glockenblumenschmalbiene sind unter anderem auf ausgedehnte Flugsandfelder, offene Lehm-, Sand- und Kiesgruben, blütenreiche Wiesen oder auf Totholz angewiesen. Denn anders als Honigbienen leben Wildbienen weitgehend solitär, also nicht in Völkern. Außerdem sind sie sehr friedlich und stechen so gut wie nie.

Zusätzlicher Lebensraum geht durch die Intensivierung der Landnutzung, durch die zunehmende Bebauung und die damit einhergehende Flächenversiegelung verloren.

Die Folgen des Insektensterbens gehen weit über die viel zitierte „Bestäubungskrise“ hinaus. An den Vögeln lassen sich die Auswirkungen des Insektenschwunds besonders deutlich erkennen. Feldlerchen, Goldammern, Mauersegler oder Schwalben seien inzwischen vielerorts praktisch verschwunden, so Biologe Petrischak. Sterben die Fluginsekten aus, droht unsere gesamte Nahrungskette zu kippen. Blumen und Bäumen fehlen die natürlichen Bestäuber, den Vögeln fehlt die Nahrungsgrundlage.

+++ Private Gärten können als Refugium dienen +++

Doch es gibt Auswege: Würden alle Gärten in Mitteleuropa zusammen erfasst, ergäbe sich daraus rund die dreifache Fläche aller Naturschutzgebiete. Die Heinz Sielmann Stiftung plädiert deshalb für einen bewussteren Umgang mit der Natur auch innerhalb unserer Gärten. Naturnahe Gärten, die ohne den Einsatz von künstlichen Düngemitteln, Herbiziden und Pestiziden auskommen, wären wünschenswert. Dazu der verstärkte Anbau von pollenliefernden Blumen und Wildpflanzen. Auch Nisthilfen für Insekten, wie beispielsweise durch den Bau von Trockenmauern würden einen wertvollen Beitrag zur Ökologischen Vielfalt leisten. „Dies wäre ein erster Ansatz, um dem bedrohlichen Insektensterben endlich Einhalt zu gebieten“ sagt Michael Beier, Vorstand der Heinz Sielmann Stiftung. Auch die Agrarwirtschaft ist zum Umdenken eingeladen. Denn in einer vielgestaltigen, extensiven Landwirtschaft leben auch viele Wildbienen und dies wirke sich positiv auf die gesamten Erträge aus.

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Über die Heinz Sielmann Stiftung

Die Heinz Sielmann Stiftung wurde 1994 von Prof. Heinz Sielmann und seiner Frau Inge Sielmann als öffentliche Stiftung bürgerlichen Rechts gegründet. Unter dem Leitsatz „Vielfalt ist unsere Natur“ verfolgt sie vier Ziele:

1. Menschen, vor allem Kinder und Jugendliche, durch persönliches Erleben an einen positiven Umgang mit der Natur heranführen.
2. Letzte Refugien für seltene Tier- und Pflanzenarten erhalten.
3. Die Öffentlichkeit für die Natur und deren Schutz sensibilisieren.
4. Das Heinz Sielmann-Archiv des Naturfilms wahren.

2016 hat die Heinz Sielmann Stiftung als erste private Stiftung einen Nachhaltigkeits-Report nach GRI G4 Standard veröffentlicht. Die Stiftung verwendet jährlich rund 8 Mio. EUR für Natur- und Artenschutzprojekte, für Aufklärung und Umweltbildung sowie für die Information der Öffentlichkeit.

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100. Geburtstag des legendären Tierfilmers Heinz Sielmann

Die Heinz Sielmann Stiftung plant im Jubiläumsjahr mehrere Veranstaltungen und Ausstellungen zur Ehrung des Vermächtnisses des berühmten Tierfilmers, der diese Jahr 100 Jahre alt geworden wäre.

100. Geburtstag des legendären Tierfilmers Heinz Sielmann

Logo der Heinz Sielmann Stiftung (Bildquelle: Copyright Heinz Sielmann Stiftung)

Der berühmte Tierfilmer Heinz Sielmann wäre am 2. Juni 2017 100 Jahre alt geworden. Für die Heinz Sielmann Stiftung ein wichtiger Anlass, zurück zu blicken und gleichzeitig nach vorne zu schauen. „Zeit seines Lebens hatte Heinz Sielmann seine Berühmtheit durch Film und Fernsehen dafür genutzt, die Öffentlichkeit für den Schutz der Natur zu sensibilisieren“, sagt Michael Beier, Vorstand der Heinz Sielmann Stiftung. Sein dringlichstes Anliegen sei der Erhalt der Artenvielfalt gewesen. Fünf Kontinente hat Heinz Sielmann im Laufe seiner Arbeit bereist und dabei unzählige Filmproduktionen realisiert.

„Mir läuft es kalt über den Rücken, wenn ich sehe, was wir mit der Erde angestellt haben“, sagte Heinz Sielmann kurz vor seinem Tod. „Die Natur sendet SOS“. Im Laufe seines Lebens entwickelte er sich vom leidenschaftlichen Verhaltensforscher zu einem engagierten Naturschützer.

Bekannt wurde er vor allem durch die Sendung „Expedition ins Tierreich“ die 1965 zum ersten Mal im westdeutschen Fernsehen ausgestrahlt wurde. Auch vor der Wende erfreute sich der Tierfilmer im Osten des Landes mit seiner Sendung großer Beliebtheit.

+++ Expeditionen ins Tierreich fesselten Millionen vor den Bildschirmen +++

Der renommierte Naturschützer und Tierfilmer wurde 1917 im nordrhein-westfälischen Rheydt (Mönchengladbach) geboren. Er verstarb am 6. Oktober 2006 im Alter von 89 Jahren in München. Bereits als Kind entwickelte Sielmann den Wunsch, die Tierwelt zu erforschen, um sie auf Zelluloid zu bannen. Mit seinen aufwändigen Tierdokumentationen schrieb er in den darauffolgenden Jahrzehnten Kino- und Fernsehgeschichte. Seine Werke brachten ihm zeitlebens zahlreiche Auszeichnungen ein, darunter auch die Goldene Kamera und den Bambi. Seine beliebteste Fernsehserie war mit 171 Folgen „Expeditionen ins Tierreich“, die er von 1965 bis 1991 für das Erste Deutsche Fernsehen produzierte und moderierte. 1994 rief Heinz Sielmann gemeinsam mit seiner Frau Inge die „Heinz Sielmann Stiftung“ ins Leben. „Wir dachten darüber nach, wie die Menschen innerhalb nur weniger Generationen in Jahrmillionen entwickelte Lebensformen vernichten“, sagt Inge Sielmann, 87, die alle wichtigen Entscheidungen mit ihrem Mann gemeinsam traf. Ihr Anliegen: große, unbesiedelte Gebiete durch Ankauf für den Natur- und Artenschutz dauerhaft zu sichern. Zu den wichtigsten „Sielmanns Naturlandschaften“ zählen u.a. Wanninchen, die Döberitzer- und die Kyritz-Ruppiner Heide, die in Brandenburg liegen.

„Eines der wichtigsten Anliegen von Heinz Sielmann war es, auch Kinder und Jugendliche für den Naturschutz zu begeistern“, sagt Michael Beier. „In diesem Sinne führen wir als Stiftung seinen Auftrag fort“.

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Veranstaltungshinweise:
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Über die Heinz Sielmann Stiftung

Die Heinz Sielmann Stiftung wurde 1994 von Prof. Heinz Sielmann und seiner Frau Inge Sielmann als öffentliche Stiftung bürgerlichen Rechts gegründet. Unter dem Leitsatz „Vielfalt ist unsere Natur“ verfolgt sie vier Ziele:

1. Menschen, vor allem Kinder und Jugendliche, durch persönliches Erleben an einen positiven Umgang mit der Natur heranführen.
2. Letzte Refugien für seltene Tier- und Pflanzenarten erhalten.
3. Die Öffentlichkeit für die Natur und deren Schutz sensibilisieren.
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2016 hat die Heinz Sielmann Stiftung als erste private Stiftung einen Nachhaltigkeits-Report nach GRI G4 Standard veröffentlicht. Die Stiftung verwendet jährlich rund 8 Mio. EUR für Natur- und Artenschutzprojekte, für Aufklärung und Umweltbildung sowie für die Information der Öffentlichkeit.

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