Tag Archives: Freizeitverhalten

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Kinder sitzen sich krank

Fatale Bewegungsarmut bei Heranwachsenden

Kinder sitzen sich krank

Grafik: komm-in-schwung.de (No. 6038)

sup.- Wer kann sich noch an die Zeiten erinnern, in denen Kinder jede freie Minute zum Toben und Spielen im Freien nutzten und in ihrer Bewegungsfreude kaum zu bremsen waren? Von diesem idyllischen Bild sind die heutigen Heranwachsenden weit entfernt. Im Alter von drei bis 17 Jahren erfüllen 77,6 Prozent der Mädchen noch nicht einmal die Mindest-Bewegungsempfehlung der WHO (Weltgesundheitsorganisation) von wenigstens 60 Minuten mäßig bis anstrengender körperlich-sportlicher Aktivität am Tag. Nur wenig besser sieht es bei den Jungen aus, bei denen die bedenkliche Bewegungsarmut auf 70,6 Prozent zutrifft. Zu diesem Ergebnis kommt die KIGGS Welle 2 (2014 bis 2017), eine Folgeerhebung des Robert Koch-Instituts zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland.

Dabei zeigte sich erneut, dass das Bewegungsdefizit mit steigendem Lebensalter kontinuierlich ausgeprägter wird. Während bei den drei- bis sechs-jährigen Mädchen immerhin noch 42,5 Prozent der Minimalanforderung entsprechen, sind es bei den 14- bis 17-Jährigen nur noch 7,5 Prozent. Im gleichen Alter kommen Jungen auf 48,9 Prozent bzw. auf 16 Prozent. Der Rückgang an körperlicher Aktivität fällt bei ihnen somit nicht ganz so fatal aus.

Unbestritten und durch zahlreiche Untersuchungen belegt ist jedoch, dass ein bewegungsfreudiger Lebensstil insbesondere in den Entwicklungsphasen Kindheit und Jugend einen unersetzlichen und nicht wieder aufholbaren Stellenwert für die physische, psychische sowie soziale Gesundheit hat. Chronische Defizite an körperlicher Aktivität haben lebenslange Konsequenzen zur Folge. Bewegungsförderung sollte deshalb ein zentrales Anliegen der Kitas und Schulen sein, vor allem aber auch der Eltern, die großen Einfluss auf das Freizeitverhalten ihrer Kinder nehmen können. „Gemeinsam den Alltag körperlich aktiv gestalten und Freude an sportlichem Engagement vorleben und vermitteln, sollte die Devise lauten“, fordert Dr. Axel Armbrecht (Institut für Bewegungstherapie, Eutin), der sich für diese Einstellung als Experte u. a. auf den Ratgeberportalen www.komm-in-schwung.de sowie www.familienaufstand.de stark macht.

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Kinder gehören an die frische Luft

Mangel an Tageslicht begünstigt Fehlsichtigkeit

sup.- Eltern sollten dafür sorgen, dass ihre Kinder möglichst täglich zum Spielen und Toben an die frische Luft kommen. Solch ein Freizeitverhalten fördert eine gesunde physische wie auch psychische Entwicklung und beugt außerdem Fehlsichtigkeiten vor. „Sind Kinder täglich zwei Stunden draußen, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass sie kurzsichtig werden, um mehr als die Hälfte“, berichtet Prof. Frank Schaeffel vom Zentrum für Augenheilkunde (Universitätsklinikum Tübingen). Das liegt daran, dass ein Mangel an Tageslicht Fehlsichtigkeiten begünstigt. Je nach Wetterlage ist es draußen 20- bis 200-mal heller als in Innenräumen. Generell gilt: „Regelmäßige Bewegung im Freien ist eine ganz wesentliche Basis für gesundes Heranwachsen“, betont Dr. Axel Armbrecht (Institut für Bewegungstherapie, Eutin), der sich als Experte u. a. für das Ratgeber-Portal www.komm-in-schwung.de engagiert.

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Medienkonsum dominiert jugendliches Freizeitverhalten

Sportliche Aktivitäten kommen viel zu kurz

Medienkonsum dominiert jugendliches Freizeitverhalten

Foto: Fotolia / WavebreakMediaMicro (No. 5902)

sup.- Moderne Medien dominieren in erheblichem Maß das Freizeitverhalten von Kindern und Jugendlichen. Dieser Trend geht vor allem zu Lasten von sportlichen Aktivitäten. Das zeigt eine Studie von einem Forschungsteam aus Deutschland und Österreich, bei der Body-Mass-Index (BMI), motorische Fähigkeiten sowie Medienkonsum von 391 Kids im Alter zwischen zehn und 14 Jahren ausgewertet wurden. Der Untersuchung zufolge stehen 10,3 Stunden Medienkonsum an den Wochentagen (davon 8,2 Std. mit Bildschirmmedien) und sogar zwölf Stunden an den Wochenenden (9,9 Std. mit Bildschirmmedien) lediglich 5,1 Stunden pro Woche gegenüber, die auf sportliche Betätigungen entfallen. „Als Teil eines zunehmend komplexen Freizeitverhaltens in der Jugend ist der Gebrauch von Medien ein bedeutender und bestimmender Faktor für die sportlichen Aktivitäten und die motorischen Leistungen“, so Prof. Sebastian Kaiser-Jovy (Hochschule Heilbronn), der gemeinsam mit Anja Scheu (Institut für Sportwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz) und Prof. Klaus Greier (Universität Innsbruck) die Studienergebnisse in der renommierten Wiener klinischen Wochenschrift veröffentlicht hat.

Erhebungsdaten belegen, dass im Durchschnitt jeder Heranwachsende 5,6 der folgenden Medien/Geräte zur Verfügung hat: Fernseher, Mobiltelefon, Smartphone, Tablet, PC/Laptop, stationäre bzw. portable Spielkonsolen, CD-Spieler, MP3-Player und Radio. Die Anzahl der genutzten Geräte ist dabei unabhängig vom Alter, dem Schultyp oder dem sozialen Status der Familie, auch unabhängig von einem eventuellen Migrationshintergrund.

Hoher Medienkonsum ist nachweislich ein „Zeit-Killer“ für körperlich aktiv verbrachte Freizeit, denn außer den Fingern ist beim Gebrauch von Bildschirmen fast nichts in Bewegung. Die Folgen für die physische, psychische und soziale Entwicklung sind besorgniserregend. Sie reichen laut der BLIKK Medien-Studie des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) von einem erhöhten Risiko für Übergewicht über Schlaf- und Angststörungen bis hin zu ADHS und sozial bedingten Auffälligkeiten. Es besteht somit dringend Handlungsbedarf. Sinnvolle Rahmenbedingungen zur Förderung eines bewegungsaktiven Lebensstils bei Kindern und Jugendlichen zu schaffen, ist nicht nur Aufgabe der Politik und der Schulsysteme. Maßgeblichen Einfluss auf das Freizeitverhalten ihrer Sprösslinge haben vor allem auch die Eltern. Wenn Erziehungsberechtige sich kaum von ihrem Smartphone trennen können, ist es nicht verwunderlich, wenn die Kinder ihnen nacheifern. Gemeinsam den Alltag körperlich aktiv gestalten und Freude an sportlichem Engagement vermitteln und vorleben, sollte also die Devise lauten. „Tue deinem Körper etwas Gutes, damit deine Seele Lust hat, darin zu wohnen“, fordert Prof. Axel Armbrecht (Institut für Bewegungstherapie, Eutin), der Anregungen zu dieser Lebenseinstellung z. B. auf den Ratgeber-Portalen www.komm-in-schwung.de sowie www.familienaufstand.de gibt.

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