Tag Archives: Gesundheitspolitik

Pressemitteilungen

Bundestag verabschiedet Pflegestärkungsgesetz II

Bundestag verabschiedet Pflegestärkungsgesetz II

(Mynewsdesk) Berlin, 13.11.2015. Das heute verabschiedete zweite Pflegestärkungsgesetz (PSG II) hat wesentliche Verbesserungen für pflegebedürftige Demenzkranke und ihre Familien zum Ziel. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) begrüßt die ab 2017 geltende Pflegereform als wichtigen Schritt zu größerer Gerechtigkeit für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen.

Mit der Neudefinition der Pflegebedürftigkeit wird künftig nicht nur körperlicher Pflegebedarf berücksichtigt, sondern auch „kognitive und kommunikative Fähigkeiten“ sowie „Verhaltensweisen und psychische Problemlagen“ und damit der spezielle Bedarf von Menschen mit Demenz. Sie brauchen geduldige Begleitung und eine Kommunikation, die bestärkt und Sicherheit gibt.

Dazu sagte Heike von Lützau-Hohlbein, 1. Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft: „Wir haben lange auf diese Reform gewartet, aber eine gleichberechtigte Anerkennung für Menschen mit Demenz in der Pflegeversicherung ist nur der erste Schritt. Es geht um eine Haltungsänderung und die Ausgestaltung der Pflege. Das neue Gesetz bringt aber nicht automatisch mehr Personal und damit mehr Zeit für die Menschen. Mehr Zeit ist aber das Wichtigste für Menschen mit Demenz und dafür werden wir uns weiter stark machen.“

Diese Pressemitteilung wurde via Mynewsdesk versendet. Weitere Informationen finden Sie im Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz .

Shortlink zu dieser Pressemitteilung:
http://shortpr.com/urzeqr

Permanentlink zu dieser Pressemitteilung:
http://www.themenportal.de/vermischtes/bundestag-verabschiedet-pflegestaerkungsgesetz-ii-36273

Heute leben in Deutschland etwa 1,5 Millionen Menschen mit Demenzerkrankungen. Ungefähr zwei Drittel davon leiden an der Alzheimer-Demenz. Ihre Zahl wird bis 2050 auf 3 Millionen steigen, sofern kein Durchbruch in der Therapie gelingt.

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz ist der Bundesverband von derzeit 137 regionalen Alzheimer-Gesellschaften, Angehörigengruppen und Landesverbänden. Sie nimmt zentrale Aufgaben wahr, gibt zahlreiche Broschüren heraus, organisiert Tagungen und Kongresse und unterhält das bundesweite Alzheimer-Telefon mit der Service-Nummer 01803 171017 (9 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz) oder 030 / 259 37 95-14 (Festnetztarif).

Kontakt
Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz
Susanna Saxl
Friedrichstr. 236
10969 Berlin
030259379512
susanna.saxl@deutsche-alzheimer.de
http://shortpr.com/urzeqr

Pressemitteilungen

18. Eppendorfer Dialog zur Gesundheitspolitik

Experten nehmen das Antikorruptionsgesetz ins Visier

18. Eppendorfer Dialog zur Gesundheitspolitik

Experten zum Antikorruptionsgesetz rund um Chairman Prof. Jockwig (Mitte)

Das Gesetz zur Bekämpfung der Korruption im Gesundheitswesen, das voraussichtlich Anfang April 2016 in Kraft treten wird, schlägt im Vorfeld hohe Wellen. Thomas Stritzl, (CDU-Bundestagsabgeord-neter und Mitglied im Gesundheitsausschuss) fand beruhigende Worte beim „18. Eppendorfer Dialog zur Gesundheitspolitik“ am 4. November 2015 in Hamburg. Es werde keine Zweifel geben, wann ein Korruptionsfall vorliege. In der Praxis bewährte und gewünschte Aktivitäten wie Fortbildungen oder Kooperationen würden nicht per se zum Tatbestand. Die Angst vor einem Generalverdacht werde sich zugunsten der Kennziffer der Verhältnismäßigkeit auflösen.

Zur 18. Expertendebatte zum Thema „Welche Auswirkungen hat das künftige Antikorruptionsgesetz auf die Heilberufe?“ hatte der neue Chairman Prof. Dr. med. Achim Jockwig (Vizepräsident der Hochschule Fresenius, Dekan für den Fachbereich Gesundheit & Soziales) eine hochkarätige Expertenrunde in den historischen Hörsaal des Hamburger Museums für Völkerkunde geladen. Neben Thomas Stritzl referierten und diskutierten Prof. Dr. Hendrik Schneider (Lehrstuhl für Strafrecht der Universität Leipzig), die Korruptionsexpertin Dina Michels (Kaufmännische Krankenkasse KKH), Noah Krüger (Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt), Dr. Stephan Hofmeister (Vorstand Kassenärztliche Vereinigung Hamburg) und Lutz Tisch (Geschäftsführer Recht der ABDA).

Der Strafrechtler Schneider erläuterte dezidiert, dass das Gesetz Gleichheits- und Gerechtigkeits-defizite zwischen freiberuflichen und angestellten Angehörigen der Heilberufe ausmerze und somit grundsätzlich gebraucht würde. Allerdings bemängelt er die verunsichernde unkonkrete Formulierung des Gesetzentwurfs und hält die Erfassung der Berufsrechtspflichtverletzung in § 299a StGB Abs. 1 Nr. 2 sogar für verfassungswidrig. Dr. Stephan Hofmeister und Lutz Tisch sehen in Zukunft Arzt und Apotheker unter Generalverdacht gestellt. Daraus resultiere eine empfindliche Beeinträchtigung der gewünschten und im Interesse der Patienten erforderlichen Kooperationen der Heilberufe sowie der heilberuflichen Überzeugung. Der Patient erwarte von Arzt und Apotheker, Empfehlungen auszusprechen. Wenn strafrechtliche Regelungen eingeführt würden, müssten diese eindeutiger formuliert sein, um jeden Zweifel auszuschließen.

Laut Staatsanwalt Krüger bietet das aktuelle System einen starken Anreiz zur Einflussnahme auf das Verordnungs- und Abgabeverhalten von Ärzten. Pharmaunternehmen und andere Marktteilnehmer gewährten niedergelassenen Ärzten und Apothekern umsatzabhängige materielle Zuwendungen mit dem Ziel, diese unrechtmäßig zu beeinflussen. Die §§ 299a ff. StGB werden die Ermittlungsarbeit bei bestimmten Konstellationen, die bereits jetzt als Betrug strafbar sind, zukünftig erheblich vereinfachen, da es nicht mehr notwendig ist, den konkreten individuellen Schaden zu ermitteln. In Zukunft hat man es in solchen Fällen mit der Staatsanwaltschaft zu tun – für Krüger ein richtiger Schritt gegen ein bestehendes Vollzugsdefizit.

Auch Korruptionsexpertin Michels sprach sich deutlich dafür aus, das als Korruption zu bestrafen, was Korruption ist. Sie nannte typische Beispiele, die immer wieder auffallen, wie etwa den Heilmittelerbringer, der Ärzten gesellschaftliche Beteiligungen an seinen Filialen anbietet, und ihnen detaillierte „Hilfestellung“ beim Ausstellen der Verordnungen gibt. Michels hält die neue gesetzliche Regelung für überfällig, um gegen niedergelassene Ärzte und freiberuflich tätige Heilberufler strafrechtlich vorgehen zu können.

Fazit der spannenden öffentlichen Debatte: Korruption im Gesundheitswesen muss als solche in jedem Fall bestraft werden dürfen. In einem Solidarsystem, in dem über die gesetzlichen Krankenkassen mehr als 200 Milliarden Euro jährlich ausgegeben werden, muss auf eine sichere Verteilung der Ressourcen geachtet werden. Allerdings hapert es aus Sicht der Experten noch an einer unmissverständlichen Formulierung des Gesetzes. Der Vorschlag, die Rechtsunsicherheit durch den Begriff „Angemessenheitskorridor“ zu entschärfen, fand allgemein guten Anklang. Bleibt zu hoffen, dass Thomas Stritzl die Anregungen aus dem Dialog in die Beratungen des Bundestags einbringt.

Eppendorfer Dialog zur Gesundheitspoltik im Netz

Adriane Beck & Partner GmbH organisiert seit Beginn den Eppendorfer Dialog zur Gesundheitspolitik. Die Full-Service-Agentur für Kommunikation unterstützt Unternehmen und Organisationen regional, national und international mit einem breiten Spektrum an Kommunikationsleistungen.

Kontakt
Adriane Beck & Partner GmbH
Maja Timm
Eppendorfer Landstraße 31
20249 Hamburg
040 – 480 73 81
info@beckundpartner.de
http://www.beckundpartner.de

Pressemitteilungen

Weichenstellung nach der Wahl: Die Zukunft der Gesundheitspolitik im Koalitionsvertrag

Weichenstellung nach der Wahl: Die Zukunft der Gesundheitspolitik im Koalitionsvertrag

(Mynewsdesk) In dem kurz vor Jahreswechsel unterzeichneten Koalitionsvertrag widmet Schwarz-Rot immerhin 11 Seiten dem Bereich „Gesundheit und Pflege“. Doch Papier ist bekanntlich geduldig. Was dürfen Sie von der Gesundheitspolitik der neuen Bundesregierung erwarten, welche Gefahren birgt die ein oder andere scheinbar harmlose Formulierung für die Ausübung Ihrer freiberuflichen Tätigkeit? Die PVS Baden-Württemberg hat im Abschnitt zur Ambulanten Gesundheitsversorgung für Sie genauer hingeschaut und einzelne Reformvorschläge aus Sicht der Niedergelassenen bewertet.1. Sicherstellung der flächendeckenden ambulanten VersorgungAngesichts des sich verschärfenden Ärztemangels besonders in ländlichen Gebieten sollen Unterschiede in der Bereitstellung der ambulanten Versorgung durch ein Maßnahmenpaket ausgeglichen werden: Anreize zur Niederlassung in unterversorgten Gebieten Ärzte sollen verstärkte Anreize zur Niederlassung in strukturschwachen Regionen erhalten. Die Rahmenbedingungen der Zulassung von Ärzten und Psychotherapeuten sollen flexibilisiert, bürokratische Hürden abgebaut werden. Außerdem wird die Förderung von Praxisnetzen erweitert und verbindlich gemacht. +? Eine Lockerung der formalen Hürden kann den Anreiz zum Einstieg in die ambulante Versorgung erhöhen.-? Worin konkret die Flexibilisierung der Rahmenbedingungen oder die Förderung von Praxisnetzen bestehen soll, wird nicht ausgeführt. Ermächtigung von Krankenhausärzten zur ambulanten VersorgungDie „Ermächtigung“ von Krankenhausärzten nach § 116 a SGB V als bedarfsabhängige Teilnahmeform an der ambulanten Versorgung im Falle festgestellter Versorgungslücken soll von einer Kann- in eine Muss-Vorschrift umgewandelt werden. Stellt der Zulassungsausschuss in einer Region Unterversorgung fest, muss er zukünftig Krankenhäuser nach entsprechendem Antrag zur ambulanten Versorgung zulassen. Allerdings haben die in der Region bereits niedergelassenen Ärzte ein Einspruchsrecht gegen diese Konkurrenz.+? Dem Patienten werden in ländlichen Gebieten längere Anfahrtswege zu einem niedergelassenen Arzt erspart, wenn er ein Krankenhaus in räumlicher Nähe zur ambulanten Behandlung aufsuchen kann. -? Gerade in strukturschwachen Gebieten fehlt den Krankenhäusern häufig schon Personal für die stationäre Versorgung. Die zusätzliche Übernahme ambulanter Leistungen stellt erhöhte Anforderungen an die Ressourcenplanung des Krankenhauses.Aufkauf von Vertragsarztsitzen durch KVenBei regionaler Überversorgung hat der Zulassungsausschuss der KV zukünftig die Pflicht, den Sitz von Einzelpraxen, die in überversorgten Regionen zur Übernahme ausgeschrieben sind, aufzukaufen. Die bereits seit Inkrafttreten des Versorgungsstrukturgesetzes im Januar 2012 bestehende Kann-Regelung zum Vorkaufsrecht durch die KV (§ 103 Abs. 3a SGB V) wird in eine Soll-Vorschrift umgewandelt.-? Durch den Aufkauf von Praxissitzen durch die KVen wird die Zahl der verfügbaren Zulassungen künstlich begrenzt und so eine Marktregulierung erzwungen. Für den entgangenen Verkaufserlös am freien Markt wird der Abgeber von der KV mit dem Verkehrswert entschädigt. Für den abgabewilligen Arzt bedeutet die neue Soll-Vorschrift eine potenzielle Bedrohung seines Vermögens, da der tatsächliche Wert einer Praxis an einem attraktiven Standort den Verkehrswert i.d.R. überschreitet und der Verkaufserlös meist ein wichtiges Standbein der Altersversorgung darstellt. Die Zahlung des Verkehrswertes für die Stilllegung der Praxis bedeutet für die KVen eine finanzielle Belastung, welche aus vorhandenen Mitteln kompensiert werden muss. 2. Reduzierung der Wartezeiten auf FacharzttermineZur Unterstützung der Vergabe zeitnaher Termine bei der Überweisung an einen Facharzt soll eine zentrale Terminservicestelle bei der KV eingerichtet werden, die in Kooperation mit den Krankenkassen betrieben werden kann. Sie vermittelt den Patienten innerhalb einer Woche einen Behandlungstermin, der innerhalb einer Frist von 4 Wochen liegen soll. Andernfalls wird dem Patienten ein Termin zur ambulanten Behandlung in einem Krankenhaus angeboten, ausgenommen sind medizinisch nicht begründete Fälle. Die im Krankenhaus entstehenden Behandlungskosten gehen zulasten des KV-Budgets. +? Grundsätzlich ist das Bemühen um die Verkürzung von Wartezeiten auf einen Facharzttermin aus Patientensicht positiv zu werten, wenn es sich um dringliche Fälle handelt, die keines Aufschubs bedürfen. -? Eine Zwangsregelung durch Deadlines für Terminvergabe und Wartezeiten über die Köpfe der Ärzte hinweg ist jedoch ein fragwürdiger Ansatz der Problemlösung. Durch die im Koalitionsvertrag vorgesehenen Maßnahmen wird zwar ein Symptom bekämpft, aber die Ursachen des Problems werden nicht angegangen: Die von Politikern bemängelte Knappheit von Facharztterminen kommt durch eine steigende Inanspruchnahme fachärztlicher Leistungen ebenso zustande wie durch den Mangel an niedergelassenen Fachärzten. Nicht zuletzt ist die Deckelung von Budgets in der vertragsärztlichen Versorgung Grund für die Verschiebung nicht dringlicher Behandlungsterminen in das nächste Quartal, da viele Fachärzte verständlicherweise nicht gewillt sind, Patienten nach Ausschöpfung des Budgets umsonst zu behandeln. Durch die Zwangsmaßnahme der zentralen Terminvergabe werden die Fachärzte in Zugzwang gebracht, Patienten trotz erreichter Auslastung zu behandeln. Wenn sie dies ablehnen, wird die Verantwortung für die Sicherstellung der fachärztlichen Versorgung in den stationären Bereich verlagert, wo jedoch aufgrund des Fachärztemangels vergleichbare Ressourcenprobleme herrschen. Damit besteht die Gefahr, dass die weniger schweren Behandlungsfälle an das Krankenhaus umverteilt werden, worauf die Kliniken nicht eingestellt sind. -? Die Pläne der Koalition bergen auch in finanzieller Hinsicht Zündstoff: Da die Behandlung der Patienten im Krankenhaus aus dem KV-Budget bestritten wird, gehen die benötigten finanziellen Mittel vom Honorar der Vertragsärzte und -psychotherapeuten ab. Die Krankenkassen werden durch den Gesetzgeber aktiv an der Umsetzung der Patientenversorgung beteiligt und erhalten ein Mitspracherecht bei der Ressourcenverteilung, ohne finanzielle Verantwortung übernehmen zu müssen.-? Auch der Schutz von Patientendaten wird nicht adäquat berücksichtigt: Bei einer Kooperation der Terminservicestelle mit den Krankenkassen werden zwangsläufig sensible Patientendaten an den Kostenträger übermittelt, was datenschutzrechtlich bedenklich ist.3. Stärkung der Rolle des Hausarztes und der hausarztzentrierten VersorgungDie hausärztliche Versorgung soll weiter gestärkt werden. Die von Fachärzten erbrachten hausärztlichen Leistungen sollen nicht den hausärztlichen Teil der Gesamtvergütung mindern und umgekehrt. Die gesetzliche Verpflichtung der Krankenkassen zu einem Angebot hausarztzentrierter Versorgung bleibt erhalten, neue Instrumente zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit und Qualitätssicherung werden eingeführt, bestehende Vergütungsbeschränkungen aufgehoben.+? Den Hausarzt als elementare Säule der Gesundheitsversorgung zu stärken und auch seine Vergütung zu verbessern ist grundsätzlich begrüßenswert. -? Die Frage, woher das zusätzliche Budget genommen werden soll, bleibt offen.4. Zulassung arztgruppengleicher MVZKünftig erhalten auch Angehörige gleicher Fachgruppen die Zulassung für ein MVZ, außerdem können auch Kommunen, nachrangig zu den ärztlichen Bewerbern, MVZ gründen. MVZ sollen bei Zulassung und Vergütung keine Nachteile erfahren.+? Die Möglichkeiten zur Gründung von MVZ werden erweitert und damit die Entwicklung moderner Versorgungsformen gefördert.?- Es bleibt die Frage der konkreten Ausgestaltung, welche Gründungen in der jeweiligen Region Sinn machen, ohne die bestehende ambulante Versorgung zu benachteiligen. 5. Ersatz der Wirtschaftlichkeitsprüfungen durch regionale VereinbarungenDie Wirtschaftlichkeitsprüfung soll bis Ende 2014 durch regionale Vereinbarungen zwischen Krankenkassen und KVen ersetzt werden, unberechtigte Regressforderungen bei Retaxationen von Heilmitteln (Regressverfahren der gesetzlichen Krankenkassen gegen Apotheker aufgrund von Fehlern bei der Abgabe von Arzneimitteln) sollen unterbunden werden.+? Die oft existenzielle Bedrohung der Ärzte und Apotheker durch Regressforderungen wird gemindert.6. Delegation und Substitution ärztlicher Leistungen Die Delegation ärztlicher Leistungen an qualifizierte nichtärztliche Gesundheitsberufe soll flächendeckend ermöglicht und leistungsgerecht vergütet werden. Neue Formen der Substitution ärztlicher Leistungen sollen modellhaft erprobt und je nach Ergebnis der Evaluation in die Regelversorgung aufgenommen werden.+? Die Übertragung der Ausführung ärztlicher Leistungen an qualifiziertes nichtärztliches Personal trägt zu einer zielgerichteten Verwendung der begrenzten Ressourcen des Arztes bei und unterstützt den reibungslosen Behandlungsablauf in der Praxis.-? Die Delegation ärztlicher Leistungen muss in jedem Einzelfall medizinisch vertretbar sein und darf nicht allein aus Kostengründen erfolgen. Aus diesem Grund haben bisher die Bundesärztekammer und die Landesärztekammern Richtlinien zur Delegationsfähigkeit ärztlicher Leistungen herausgegeben, die nicht unter dem Diktat von Einsparpotenzialen stehen. Eine Substitution, also der Ersatz ärztlicher Leistungen kann in letzter Konsequenz zur Entwertung des Arztberufes zugunsten nichtärztlicher Gesundheitsberufe führen.7. Förderung der WeiterbildungDie finanzielle Förderung der Weiterbildung der Allgemeinmedizin erfährt eine 50%ige Steigerung, die Weiterbildung aller Fachrichtungen im ambulanten Sektor soll gefördert werden. Auch im dem zu erarbeitenden „Masterplan Medizinstudium 2020“ soll u.a. die Stärkung der Allgemeinmedizin im Fokus stehen.+? Qualifizierte Weiterbildung ist mehr denn je Trumpf im Wettbewerb um eine moderne, patientengerechte Gesundheitsversorgung und wird besonders für den hausärztlichen Bereich vorangetrieben.-? Die Ausführungen im Koalitionsvertrag beinhalten keine praktischen Vorschläge zur Umsetzung. Hier ist die ärztliche Selbstverwaltung aufgerufen, die Förderung der Weiterbildung durch ein stimmiges Konzept zu unterstützen.8. Einrichtung eines InnovationsfondsDie Krankenkassen sollen über einen Innovationsfonds 300 Mio. Euro zur Förderung innovativer sektorübergreifender Versorgungsformen und für die Versorgungsforschung erhalten. Der G-BA legt die Vergabekriterien fest und führt das jährliche Ausschreibungsverfahren zur Mittelvergabe durch.+? Die Absicht einer Anschubfinanzierung für moderne Methoden in der Medizin geht in die richtige Richtung, da Innovationen bereits in der Planungs- und Realisierungsphase kostenintensiv sind.-? Es bleibt abzuwarten, welche Neuerungen nach positiver Evaluation in die Regelversorgung aufgenommen werden und wie sie, auch in der Übergangszeit bis zur Aufnahme in den Leistungskatalog, vergütet werden.Reaktionen aus der ÄrzteschaftDas Echo unter den Ärztevertretern auf den gesundheitspolitischen Teil des Koalitionsvertrages fiel zunächst verhalten aus. Die Standesvertretungen der Ärzte, KBV und Bundesärztekammer, finden im Vertrag durchaus positive Ansätze wie die Stärkung der Allgemeinmedizin und die Förderung der Weiterbildung. Bundesärztekammer-Präsident Montgomery sieht in der detailverliebten Ausarbeitung aber keinen „großen Wurf“, der auf eine radikale Veränderung des Gesundheitssystems hindeutet. Montgomery sieht vor allem die umfassende Kompetenzausweitung des G-BA kritisch, da sie die Kontrollbürokratie verschärfen und die Gestaltungskraft der Selbstverwaltung schwächen könne. Das eingangs im Koalitionsvertrag formulierte Bekenntnis zur ärztlichen Freiberuflichkeit als Säule einer flächendeckenden Gesundheitsversorgung wird durch die in den nachfolgenden Vorschlägen geschaffenen Einwirkungsmöglichkeiten der Krankenkassen auf Therapieentscheidung und Patientenversorgung stark relativiert. Dementsprechend scharf kritisierte Montgomery das neue Recht des MDK, in Krankenhäusern unangemeldet Qualitätskontrollen durchzuführen.Für KBV-Vorstand Regina Feldmann bedeuten die geplanten Vergütungszuschläge für höhere Qualität, der Abschluss qualitätsbezogener Einzelverträge zwischen Krankenkassen und Krankenhäusern und die Berücksichtigung von Qualitätskriterien in der Krankenhausplanung eine Verschiebung des Schwerpunkts von der Ausgabenorientierung zur Qualität als Gradmesser der Versorgung. Eine ähnliche Einschätzung ließ die Deutsche Krankenhausgesellschaft über ihren Hauptgeschäftsführer Baum verlauten: Zwar stelle der Koalitionsvertrag höchste Anforderungen an Qualität und Personal, treffe aber über die Finanzierung der Ressourcen keine oder nur rudimentäre Aussagen. Die Verknüpfung von Qualität und Vergütung sei der falsche Weg.Quo vadis deutsches Gesundheitssystem?Interessant ist auch, was im Koalitionsvertrag nicht gesagt ist: Konkrete Aussagen zur Investitionsfinanzierung der Kliniken vermisst Ärztepräsident Montgomery ebenso wie Anstrengungen, die Säule der Privatversicherung durch eine Reform der GOÄ zu stärken. Weder zu dem seit Jahrzehnten überfälligen Inflationsausgleich noch zu einer grundsätzlichen Novellierung der Privatgebührenordnung werden Aussagen getroffen. Die dringend notwendige Reform der Finanzierung des Systems privater und gesetzlicher Krankenversicherung wird noch nicht einmal erwähnt. Zwar ist das Thema Bürgerversicherung und die Eingliederung der Privaten Krankenversicherung in die gesetzliche Grundversorgung damit wohl erst einmal vom Tisch, aber ebenso die Forderung nach einem verstärkten Wettbewerb innerhalb der PKV, z.B. durch die Möglichkeit der Mitnahme von Altersrückstellungen beim Wechsel der Versicherung.Ein Konzept, um das Gesundheitssystem auf das demographische Problem der Überalterung vorzubereiten und generationengerecht zu gestalten, ist nicht erkennbar, die Frage der Finanzierung steigender Gesundheitsaufgaben bleibt ungelöst. Die Frage, ob der Koalitionsvertrag eine vertane Chance der Zukunftssicherung des Gesundheitssystems oder ein pragmatischer Reformansatz ist, wird sich letztendlich erst nach der konkreten Ausgestaltung der skizzierten Pläne beantworten lassen. Denn: Papier ist schließlich geduldig.
Diese Pressemitteilung wurde via Mynewsdesk versendet. Weitere Informationen finden Sie im PVS Baden-Württemberg e.V. .

Shortlink zu dieser Pressemitteilung:
http://shortpr.com/lb5mqk

Permanentlink zu dieser Pressemitteilung:
http://www.themenportal.de/vermischtes/weichenstellung-nach-der-wahl-die-zukunft-der-gesundheitspolitik-im-koalitionsvertrag-27327

Die Privatärztliche Verrechnungsstelle PVS Baden-Württemberg e.V. organisiert für ihre Mitglieder, das sind niedergelassene Ärzte und Krankenhäuser, die Abrechnung privatärztlicher Leistungen mit den Patienten. Darüber hinaus unterstützt sie ihre Mitglieder bei Verwaltungsaufgaben rund um die ärztliche Praxis und vermittelt über ihre Akademie das nötige Wissen.

Die Akademie der Privatärztlichen Verrechnungsstelle (PVS) Baden-Württemberg in Stuttgart-Degerloch bietet für Klinikärzte, niedergelassene Ärzte und für Mitarbeiter in medizinischen Berufen Seminare zu medizinischen Themen, zu Abrechnungsfragen und zur Praxisorganisation. Die Veranstaltungsreihe der Akademiegesprächsabende greift aktuellen Themen aus dem Gesundheitswesen auf. Namhafte Experten vermitteln hier Fachwissen und stellen sich den Fragen der Teilnehmer.


Andreas Keipert
Eierstraße 48
70199 Stuttgart
0711 7201-266
a.keipert@pvs-bw.de
http://shortpr.com/lb5mqk

Pressemitteilungen

Warnung vor Infektionsrisiken

Urteil der Experten beim 14. Eppendorfer Dialog zur Gesundheitspolitik: Deutschland ist unzureichend auf Pandemien vorbereitet.

Warnung vor Infektionsrisiken

V.l.n.r.: Prof. Burger, Prof. Augustin, Prof. Frank, Prof. Pott und Prof. Feldmeier

(Hamburg, 05. September 2013) Menschen sind mobil – Mikroorganismen und Viren auch. Die globale Mobilität eröffnet für Infektionserreger ideale Übertragungs- und Ausbreitungsmöglichkeiten. Keime und sich parallel ausbreitende Resistenzen sind die große Herausforderung für das Gesundheitswesen. Wie begegnen wir den Infektionsrisiken unserer Zeit? Mit dieser Frage hat sich der 14. Eppendorfer Dialog zur Gesundheitspolitik unter Leitung von Prof. Dr. Matthias Augustin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) ausein-andergesetzt. Der öffentlichen Debatte stellten sich der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI) Prof. Dr. Reinhard Burger, die Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) Prof. Dr. Elisabeth Pott, der Infektionsepidemiologe Prof. Dr. Hermann Feldmeier und Prof. Dr. Uwe Frank, Mikrobiologe und Leiter der Sektion Krankenhaus- und Umwelthygiene am Universitätsklinikum Heidelberg. Die Diskussion zeigt: Infektionskrankheiten sind nicht vermeidbar, aber beherrschbar, wenn die richtigen Strategien entwickelt, mit ausreichenden Mitteln ausgestattet und konsequent umgesetzt werden. So weit ist Deutschland nicht. Bei einer großen Pandemie wird es eng, formuliert RKI-Präsident Prof. Burger.

Beispiele wie die Ausbreitung der SARS-Erreger vor zehn Jahren, der EHEC/HUS-Ausbruch 2011 oder die Expansion des H5N1-Virus zeigen, wie anfällig unsere Gesellschaft für plötzlich aufkommende neue Krankheitserreger ist. Auch aus wirtschaftlicher Sicht: Die Kosten für den EHEC-Ausbruch 2011 lagen bei 1,6 Mrd. Euro. Zudem führen die jährlich rund 4 Mio. nosokomialen Infektionen in Europa zu 37.000 Todesfällen und bedeuten 16 Mio. zusätzliche Krankenhaustage. Strategie und Aufklärung sind aus Expertensicht das A und O. Dazu gehört der verantwortungsbewusste Einsatz von Antibiotika in allen Bereichen. „Jede Erreger-Resistenz ist direkt assoziiert mit einer Antibiotikagabe“, so Prof. Frank. Er begrüßt die vom RKI initiierte Erfassung der Antibiotikaverbräuche in den Kliniken. Kliniken müssen auch die eigenen Resistenzen kennen und für die systematische Eradikation ein aktives Patientenscreening durchführen. Auch geht es nicht ohne das Implementieren von Hygienestrategien und den flächendeckenden Einsatz spezialisierter Infektiologen, die das „Stewardship“ übernehmen.

Zwar geht auch in Deutschland die MRSA-Rate aufgrund gesteigerter Bemühungen leicht zurück, doch gilt das nicht für andere Problemkeime und für spezielle Risikobereiche wie die operativen Abteilungen. Insgesamt reicht das Bewusstsein für einen effektiven Infektionsschutz in der Bevölkerung und auch in Fachkreisen noch lange nicht aus. Prof. Burger: „Es ist kein Ruhmesblatt für Deutschland, dass uns die Ausrottung von Masern im Gegensatz zu anderen Ländern nicht gelingt.“ Dass durch ideologische Beeinflussung eine effektive Durchimpfung trotz hoher wissenschaftlicher Evidenz nicht gelingt – so Burger – ist nur ein Beispiel dafür, wie unser föderalistisches System im Falle einer schweren Pandemie aufgestellt ist: mehr schlecht als recht. Zudem sei die personelle und finanzielle Ausstattung der Gesundheitsämter dramatisch gesenkt worden und auch das unerlässliche Zusammenwirken der Stellen defizitär. Zusammenarbeit war auch das Stichwort von Frau Prof. Pott: Optimal strukturierte, wissenschaftlich begründete, mit allen Stellen koordinierte und ständig evaluierte Aufklärungskonzepte können viel bewirken. Die HIV-Kampagne „Gib Aids keine Chance“ zeige das signifikant. In Deutschland mangelt es in anderen wichtigen Bereichen des Infektionsschutzes und assoziierter Hygienemaßnahmen jedoch an ausreichenden Aufklärungskonzepten. Dass mangelnde Zusammenarbeit und fehlverstandene Kommunikation die Infektionseindämmung dramatisch behindern, konnte Prof. Feldmeier am Beispiel des verbreiteten Kopflausbefalls anschaulich zeigen: Vorurteile, Scham und schlechte Zusammenarbeit zwischen Institutionen und Eltern erschweren die an sich einfache Bekämpfung einer in Deutschland einst ausgerottet geglaubten Infektionsplage.

Weiterführende Informationen gibt es hier: http://beckundpartner.de/detail.php?pro=20

Bildrechte: © Jakob Börner

Der Eppendorfer Dialog zur Gesundheitspolitik versteht sich als öffentliches Forum zur Diskussion wichtiger Entwicklungen im Gesundheitssektor. Seit 2006 lädt Prof. Matthias Augustin, renommierter Spezialist für Versorgungsforschung und Leiter des Instituts für Versorgungsforschung in der Dermatologie und bei Pflegeberufen, regelmäßig Experten aller Disziplinen des Gesundheitswesens zur Debatte ins Universitätsklinikum Eppendorf. Die Veranstaltungsreihe ist mittlerweile überregional bekannt dafür, unterschiedliche Sichtweisen auf aktuelle Themen zu bündeln und der Öffentlichkeit Fachwissen höchsten Rangs zugänglich zu machen.

Kontakt
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Prof. Dr. med. Matthias Augustin
Martinistraße 52
20246 Hamburg
040 – 480 73 81
info@beckundpartner.de
http://www.eppendorfer-dialog.de

Pressekontakt:
Adriane Beck & Partner GmbH
Maja Timm
Eppendorfer Landstraße 31
20249 Hamburg
040 – 480 73 81
info@beckundpartner.de
http://www.beckundpartner.de

Pressemitteilungen

Neue Dienstleistungen für Effizienzsteigerung und Kostensenkung in Kliniken

Medtronic Hospital Solutions erhält erste Aufträge von zwei führenden Krankenhäusern in Europa

(ddp direct) MEERBUSCH – 2. September 2013 – Medtronic, Inc. (NYSE: MDT) gab heute die Gründung von Medtronic Hospital Solutions bekannt, einem neuen Geschäftsbereich mit der Aufgabe, eine neue Form von Partnerschaften mit Krankenhäusern aufzubauen und für sie Dienstleistungen zu erbringen, die unmittelbar zu ihrer betrieblichen Effizienz beitragen. Der neue Unternehmenszweig wird zunächst schwerpunktmäßig in Europa Dienstleistungen rund um die Verwaltung und Modernisierung von Katheterlaboreinrichtungen anbieten, um diesen wichtigen Schlüsselbereich der Kardiologieabteilung durch nachhaltige Effizienzsteigerungen und Programme zu stärken.

Medtronic Hospital Solutions gab heute außerdem bekannt, dass es von zwei führenden Krankenhäusern in Europa bereits den Zuschlag für seine ersten Aufträge erhalten hat. Es handelt sich um Aufträge mit langer Laufzeit über das Management der Katheterlabore des University Hospital of South Manchester (UHSM) NHS Trust sowie des Imperial College Healthcare NHS Trust in London. Die Aufträge sehen vor, dass Medtronic die Katheterlabore der beiden Krankenhäuser gemäß hohen Standards führt und dabei die neueste medizinische Technik und Infrastruktur bereitstellt, die operative Effizienz optimiert, das Tagesgeschäft betreibt und lokale Märkte für kardiologische Dienstleistungen aufbaut, einschließlich eines Versorgungspfades für Patienten, die eine herzmedizinische Behandlung benötigen. Medtronic wird auf diese Weise vier UHSM-Katheterlabore am Wythenshawe Hospital und fünf Katheterlabore des Imperial College Healthcare am Hammersmith Hospital führen.

„Die Schaffung dieses neuen Geschäftsbereichs innerhalb von Medtronic zeugt einmal mehr von unserer Fokussierung auf die Entwicklung innovativer Dienstleistungen und Lösungen, die einem immer weiteren Kundenkreis von Krankenhäusern Effizienzsteigerungen und Kostensenkungen ermöglichen. Sie erschließen Patienten besseren Zugang zur Versorgung und bessere Behandlungsergebnisse“, erklärte der Chairman und CEO von Medtronic, Omar Ishak. „Mit der kürzlich bekannt gegebenen Übernahme von Cardiocom haben wir unsere Präsenz im Bereich der Behandlung chronischer Krankheiten ausgeweitet und gestärkt; auch dies ist Teil unserer Weiterentwicklung vom reinen Geräteanbieter hin zu umfassenden Gesundheitsdienstleistungen und -lösungen. Mit der heutigen Ankündigung haben wir nun den Geschäftsbereich Hospital Solutions ins Leben gerufen, der Effizienzsteigerungen und operative Verbesserungen herbeiführt – mit dem ausschließlichen Ziel, bessere klinische und wirtschaftliche Ergebnisse und Wertsteigerung für das Krankenhaus zu erzielen.“

Medtronic gab zudem heute bekannt, dass es zur Untermauerung dieses Vorhabens kürzlich eine strategische Partnerschaft mit NGC Medical SpA (NGC) mit Sitz in Novedrate, Italien, geschlossen hat. NGC kann einschlägige Kompetenz und eine langjährige Erfolgsbilanz im Management ausgelagerter Katheterlabore in Italien vorweisen. Die Vereinbarung, in deren Rahmen Medtronic eine 30-prozentige Beteiligung an NGC erwarb, sieht auch die Expansion der Geschäftstätigkeit von NGC über Italien hinaus vor. Medtronic geht davon aus, dass der Nettoeffekt dieser Investition im Geschäftsjahr 2014 neutral sein wird und dass die Transaktion im Einklang mit der disziplinierten Ausrichtung des Unternehmens auf langfristige Renditen steht.

„Der Fokus von Medtronic Hospital Solutions liegt darauf, in dem schwierigen Umfeld des globalen Gesundheitsmarkts einen Mehrwert für Krankenhäuser, Ärzte, Patienten und Kostenträger zu schaffen“, erläuterte Rob ten Hoedt, President von Medtronic Europe, Middle East, Africa and Canada. „Mit unserem breiten Portfolio marktführender Produkte, unserem fundierten klinischen Wissen, unserer Präsenz vor Ort in Krankenhäusern auf der ganzen Welt, unserer gesundheitsökonomischen Kompetenz, unseren schlanken Sigma-Ressourcen und unserer gesunden finanziellen Situation sind wir einzigartig positioniert, um mit unseren Kunden zusammenzuarbeiten und mit unseren Dienstleistungen klinischen und wirtschaftlichen Mehrwert zu schaffen. Wir freuen uns sehr darauf, unsere Beziehungen zum UHSM in Manchester und zum Imperial College Healthcare in London auf diesem neuen Gebiet zu vertiefen und eine einzigartig gute Leistung abzuliefern.“

Im Rahmen der Hospital Solutions wird Medtronic den mit ihm kooperierenden Krankenhäusern eine Reihe von Instrumenten und Prozessmodellen zur Steigerung ihrer Effizienz anbieten, die die Gesundheitsversorger darin unterstützen sollen, die Qualität und Effizienz ihrer Leistungserbringung zu steigern; unter anderem durch kostengünstigen Zugang zu den neuesten Technologien und Behandlungsmöglichkeiten. Dazu zählt auch der Auf- und Ausbau von Patientenversorgungspfaden und somit die mögliche Ausweitung des Zugangs der Patienten zu den Versorgungsangeboten. Dies ist besonders wichtig in einer Zeit, in der Krankenhäuser und Gesundheitssysteme unter stetig wachsendem Druck stehen, die Herausforderungen einer alternden Bevölkerung bei begrenzten Ressourcen zu bewältigen.

In einem Pilotprogramm, in dem Medtronic im vergangenen Jahr ähnliche Leistungen zur Effizienzsteigerung anbot, erzielte das medizinische Zentrum der Universität Maastricht in den Niederlanden eigenen Schätzungen zufolge in einem Jahr Einsparungen in Höhe von 4.500.000 Euro (6.000.000 US-Dollar). In dieser Zeit leistete Medtronic Programmmanagement vor Ort, von Unterstützung bei der Schulung des Krankenhauspersonals über die Einführung einer Kultur der Leistungsverbesserung bis hin zur Förderung von Verbesserungen bei Effizienz, Qualität, Behandlungserfolgen und Patientenzufriedenheit.

„Wir wissen nur zu gut, welchem Druck von allen Seiten Krankenhäuser ausgesetzt sind, und wir sind überzeugt, dass wir einen großen, aktiven Beitrag dazu leisten können, dass sie diese Herausforderungen meistern“, kommentierte Frederic Noel, Vice President von Medtronic Hospital Solutions. „Bei dem neuen Geschäftsbereich geht es uns darum, den Leistungsträgern im Gesundheitswesen mehr zu bieten als nur Produkte. Durch Anwendung effizienter, schlanker Prozesse auf höchstem Qualitätsniveau bieten wir langfristige, umfassende Lösungen, die die Krankenhäuser darin unterstützen können, ihre Patienten effizienter zu behandeln und gleichzeitig höchste Versorgungsqualität zu gewährleisten.“

Informationen über Medtronic

Medtronic, Inc. hat seinen Hauptsitz in Minneapolis, USA und ist ein weltweit führender Anbieter in der Medizintechnik. Medtronic GmbH in Deutschland hat ihren Sitz in Meerbusch, Medtronic GmbH in Österreich hat ihren Sitz in Wien. Der europäische Hauptsitz von Medtronic ist in Tolochenaz (VD) in der Schweiz angesiedelt. Sie finden Medtronic im Internet unter www.medtronic.com, www.medtronic.de und medtronic.eu.

####

Aussagen über die Zukunft unterliegen den Risiken und Unsicherheiten, wie sie in den periodisch bei der Securities and Exchange Commission hinterlegten Berichten dargestellt sind. Die tatsächlichen Ergebnisse können erheblich von den Voraussagen abweichen.

Shortlink zu dieser Pressemitteilung:
http://shortpr.com/rjgr3c

Permanentlink zu dieser Pressemitteilung:
http://www.themenportal.de/unternehmen/neue-dienstleistungen-fuer-effizienzsteigerung-und-kostensenkung-in-kliniken-59066

Kontakt:
Medtronic GmbH
Holger Storcks
Earl-Bakken-Platz 1
40670 Meerbusch
+49-(0)2159-8149-316
presse@medtronic.de
www.medtronic.de

Pressemitteilungen

Politik: Anleitung für Deutschlands „Kernsanierung“

Wahlgeschenke und Machterhalt sind Politikern wichtiger als die Zukunft unseres Landes. Wilhelm Heineking hält daher in seinem neuen Buch „Merkbrück, was nun?“ ein leidenschaftliches Plädoyer für eine verantwortungsvolle, zukunftsorientierte Politik. Die dafür nötigen und überfälligen Reformen liefert er in seinem politischen Wachrüttlerbuch gleich mit.

Politik: Anleitung für Deutschlands "Kernsanierung"

Wilhelm Heineking
Merkbrück, was nun?
Antworten auf die dringendsten Fragen der Deutschen
Mit einem Vorwort von Dr. Patrick Adenauer
PLASSEN Verlag 2013
304 Seiten, Hardcover
ISBN: 978-3864700859
19,90 Euro (D)

Staatsschulden, Eurokrise, Gesundheits- und Bildungsmisere, Steuerhinterziehung, Arbeitsmarktstarre, Altersarmut, Überalterung, Kindermangel usw. – Deutschland hat arg drängende Probleme. Doch statt überfälliger Reformen verkünden die Politiker derzeit lieber Wahlgeschenke, um ihre Macht zu sichern. So bleibt es Wilhelm Heineking vorbehalten, in seinem neuen Buch „Merkbrück, was nun?“ praktikable Veränderungsvorschläge für die relevanten politischen Themenfelder vorzustellen.

Der erfahrene Wirtschaftsprüfer, Steuer- und Unternehmensberater hat eine enorme Fülle von Studien, Analysen, Berechnungen, Befunden und Fakten ausgewertet, die Grundlage seiner Empfehlungen sind. Alle Lösungsvorschläge entsprechen den Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft. Ihr besonderer Wert resultiert aber vor allem daraus, dass sie sofort umsetzbar, sozial gerecht und zu finanzieren sind. Das rechnet der Autor seinen Lesern glasklar vor. Oftmals sind seine Empfehlungen so naheliegend, dass sich der geneigte Leser wundert, weshalb sie nicht längst von politischen Parteien aufgenommen oder von der Regierung umgesetzt wurden.

Kurzum: Heinekings Buch empfiehlt sich allen Bürgerinnen und Bürgern, denen das Wohl und die Zukunft Deutschlands am Herzen liegt. Kein anderes Buch vermittelt derart überzeugend den Weg, wie wir unseren Wohlstand auch künftig erhalten können.
Auszüge aus dem Buch gibt es im Web unter http://merkbrueck.de

Der Autor

Wilhelm Heineking ist seit über 40 Jahren als selbstständiger Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und Unternehmensberater tätig. Der Berater großer mittelständischer Unternehmen ist kritisch, realistisch und konsequent. Für das Handelsblatt und andere Medien veröffentlicht er regelmäßig politische Kommentare. 1997 kandidierte Heineking gegen Jürgen Möllemann um den Vorsitz der FDP in Nordrhein-Westfalen, 2004 verließ er die Partei. Der Experte rechnet den Politikern vor, welche Kosten neue Gesetze verursachen und wie alte politische Systeme auf wirtschaftlich gesunde Füße gestellt werden können. Klartext zu reden, ist Heineking, der in der Nähe von München lebt, außerordentlich wichtig.

www.merkbrueck.de

Über Dr. Gestmann & Partner – die Aufmerksamkeitsagentur

Das Team um Geschäftsführer Dr. Michael Gestmann hat vier Zielgruppen: Trainer/Berater, Verlage, Dienstleister im Gesundheitswesen sowie Hotels. Für diese Kunden werden Aufmerksamkeits-Strategien und PR-Maßnahmen entwickelt sowie umgesetzt, um (1.) eine starke Medienpräsenz der Auftraggeber zu sichern, (2.) die Besucherzahlen auf deren Homepages zu maximieren und (3.) für mehr Kunden und höhere Umsätze der Auftraggeber zu sorgen. Um diese Ziele zu erreichen, hat Dr. Gestmann & Partner ein wissenschaftlich evaluiertes Vermarktungskonzept entwickelt, von dem die Auftraggeber profitieren.

Kontakt:
Dr. Gestmann & Partner
Michael Gestmann
Colmantstr.39
53115 Bonn
0228-96699854
info@gestman.de
http://www.gestmann.de

Pressemitteilungen

Nein zur Bürgerversicherung –

Hessische Zahnärzte erteilen der Einheitsmedizin klare Absage

Frankfurt, 11. Juni 2013. Bei der Delegiertenversammlung der Landeszahnärztekammer Hessen (LZKH) am vergangenen Samstag in Kassel standen, neben zahlreichen aktuellen berufs- und gesundheitspolitischen Themen, die bevorstehenden Wahlen auf Bundes- und Landesebene im Mittelpunkt.

In der Diskussion über die gesundheitspolitischen Konzepte in den diversen Partei- und Wahlprogrammen zeigte sich bei den hessischen Zahnärzten Einvernehmen darüber, dass alle Parteien die Notwendigkeit einer trag- und zukunftsfähigen Neuregelung der Finanzierung im Gesundheitswesen erkennen. Auf diese werde aber bislang nicht mit durchdachten und tragfähigen Vorschlägen reagiert.

Mit großer Besorgnis blickte LZKH-Präsident Dr. Michael Frank auf die Konsequenzen, die für viele Ärzte aus der von einigen Parteien favorisierten Bürgerversicherung resultieren. Die belegbaren Einnahmeeinbußen seien für viele Praxen existenzbedrohend, besonders für kleinere und mittlere Arztpraxen in den ländlichen Regionen. Im Zuge dieser Entwicklung seien darüber hinaus im Bereich der Privaten Krankenversicherung (PKV) rund 100.000 Arbeitsplätze in Gefahr.

Einigkeit herrschte darüber, dass die Konsequenz des Modells Bürgerversicherung der Wegfall der freiberuflichen Praxisstruktur in Deutschland und mithin eines der wirksamsten Eckpfeiler des Patientenschutzes sei. Auch gehe mit der PKV ein entscheidender Innovationsmotor in der Medizin verloren. Daher sei dem Modell Bürgerversicherung von ärztlicher wie zahnärztlicher Seite eine ganz klare Absage zu erteilen, betonte Frank.

Frank führte die Vorschläge des Deutschen Ärztetags 2013 ins Feld, zu denen etwa ein einkommensunabhängiger Grundbeitrag zur Krankenversicherung zählt. „Hier sieht die Landeszahnärztekammer Hessen einen Weg, den es sich lohnen könnte zu gehen und der sich auch in den Vorschlägen der hessischen Zahnärzteschaft spiegelt. Hessens Zahnärzte stehen klar zum Erhalt des dualen Systems unter Berücksichtigung der notwendigen Reformen – etwa im Hinblick auf die Grundversorgung in der PKV. Die solide Finanzierung der GKV muss unabhängig von der Konjunktur sichergestellt werden“, erläuterte Kammerpräsident Dr. Michael Frank.

Landeszahnärztekammer Hessen
Körperschaft des Öffentlichen Rechts

Die Landeszahnärztekammer Hessen, mit Sitz in Frankfurt am Main und einer Außenstelle in Kassel, ist die Berufsvertretung von derzeit über 6.300 hessischen Zahnärztinnen und Zahnärzten.

Kontakt:
Landeszahnärztekammer Hessen
Veit Justus Rollmann
Rhonestraße 4
60528 Frankfurt
069427275116
rollmann@lzkh.de
http://www.lzkh.de

Pressemitteilungen

Dänzer fordert Reform der Krankenhausfinanzierung

„Fast jedes zweite Krankenhaus in Deutschland schreibt derzeit Verluste.“ Damit beschreibt Alfred Dänzer, Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, die wirtschaftliche Situation der deutschen Krankenhäuser.

Die Gründe dafür sieht er in gesetzlichen Kürzungsmaßnahmen der laufenden Legislaturperiode, in der immer weiter auseinander klaffenden Kosten-Erlös-Schere und in der unzureichenden Investitionsförderung durch die Länder. Zusätzlich führten der demographische Wandel, der medizinisch-technische Fortschritt und auch die gestiegenen Erwartungen und Ansprüche der Patienten zu einem zunehmenden Versorgungsbedarf – und damit zur Verschärfung der Finanzierungsproblematik.

Einen Ausweg sieht der DKG-Präsident darin, dass die Finanzierung der Mehrleistungen nicht länger eine Absenkung der Vergütungspreise für alle Krankenhäuser zur Folge haben dürfe. „Die derzeit erfolgende doppelte Preisminderung – auf Orts- und Landesebene – bei Leistungsmengensteigerungen führt zu einer dauerhaften Unterfinanzierung des gesamten Systems. Die Morbiditätslast darf nicht den Krankenhäusern aufgeladen werden, sondern muss zukünftig vollständig von den Krankenkassen getragen werden.“

Handlungsbedarf macht Dänzer auch beim DRG-System aus. Dieses sei als lernendes System konzipiert und werde vom InEK jährlich neu kalkuliert und weiterentwickelt. Eine sachgerechte Vergütung aller Krankenhausleistungen gelinge aber bis dato nicht. Dänzer beklagt das Fehlen von „Öffnungsklauseln im DRG-Vergütungssystem für nicht sachgerecht vergütete Extremkostenfälle und nicht absehbare, neuartige oder seltene Ereignisse wie die EHEC-Krise oder Naturkatastrophen“.

Alfred Dänzer wird notwendige Reformen der Krankenhausfinanzierung ausführlich beim 11. BGF – Das Gesundheits-Forum am 26. und 27. April in München vorstellen und u.a. mit Herbert Rebscher, Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit, diskutieren. Die weiteren rund 70 Referenten aus der Gesundheitspolitik und -wirtschaft sowie das Kongressprogramm finden Sie unter www.bgf-gesundheitsforum.de .
Den Teilnehmern des „Klassetreffens im Gesundheitsmarkt“ winken Impulse für die tägliche Arbeit und die ganz persönlichen Herausforderungen.

Gesundheits-Management

Kontakt:
Bayerisches Gesundheits-Management GmbH
Prof. Dr. Andreas Grün
Horst-Bieger-Weg 1
96117 Memmelsdorf
0951-7006823
info@bgm.ag
http://www.bgf-gesundheitsforum.de

Pressemitteilungen

Ilka beschreibt die Handlungsfelder der Zukunft

Auch in den kommenden Legislaturperioden bleiben für Thomas Ilka, Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium, der demografische Wandel und der Umgang mit der alternden Bevölkerung die entscheidenden Herausforderungen für die Gesundheitspolitik.

Zunehmend Sorge bereitet ihm, dass es „einfach immer weniger Beitragszahler in der Gesetzlichen Krankenversicherung“ geben werde. Die verkleinerte Finanzierungsbasis sei das Ergebnis der veränderten Altersstruktur. „Der steigende Anteil älterer und hochbetagter Menschen führt aber auch zu einer höheren Inanspruchnahme von Versorgungsleistungen und stellt geänderte Anforderungen an die Versorgungsangebote und Versorgungsstrukturen.“, so Ilka. Demgegenüber stehe ein absinkendes Angebot an jungen Fachkräften und Auszubildenden, weil die Jahrgänge immer kleiner würden und die Betriebe der Gesundheitswirtschaft mit anderen Branchen konkurrierten.

Auf die Herausforderungen habe die Bundesregierung mit dem GKV-Finanzierungsgesetz, dem Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz, dem AMNOG und dem VStG reagiert. Sowohl die Einnahmen- als auch die Ausgabenseite habe man abgesichert und „zukunftsfest gemacht“. Gleichzeitig sieht es Ilka damit als gewährleistet an, „dass sinnvolle medizinische Innovationen schnell für alle Versicherten zugänglich sind“.

Chancen für den Gesundheitsmarkt ergäben sich insbesondere durch die Entwicklung von Hightech-Produkten in der Medizintechnik oder von innovativen Arzneimitteln. Hier bescheinigt Ilka Unternehmen der deutschen Gesundheitswirtschaft Spitzenpositionen auf dem Weltmarkt: „Ihre Produkte sind weltweit begehrt und geschätzt, weil sie die medizinische Versorgung verbessern, langwierige Behandlungen abkürzen und die Effizienz im Gesundheitswesen verbessern. Und darin liegen Chancen für die Gesamtwirtschaft.“

Thomas Ilka wird die Chancen einer alternden Gesellschaft ausführlich beim 11. BGF – Das Gesundheits-Forum am 26. und 27. April in München vorstellen und u.a. mit Josef Hecken, Unparteiischer Vorsitzender des G-BA, diskutieren. Die weiteren rund 70 Referenten aus der Gesundheitspolitik und -wirtschaft sowie das Kongressprogramm finden Sie unter www.bgf-gesundheitsforum.de .
Den Teilnehmern des „Klassetreffens im Gesundheitsmarkt“ winken Impulse für die tägliche Arbeit und die ganz persönlichen Herausforderungen.

Gesundheits-Management

Kontakt:
Bayerisches Gesundheits-Management GmbH
Prof. Dr. Andreas Grün
Horst-Bieger-Weg 1
96117 Memmelsdorf
0951-7006823
info@bgm.ag
http://www.bgf-gesundheitsforum.de

Pressemitteilungen

Ilka beschreibt die Handlungsfelder der Zukunft

Auch in den kommenden Legislaturperioden bleiben für Thomas Ilka, Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium, der demografische Wandel und der Umgang mit der alternden Bevölkerung die entscheidenden Herausforderungen für die Gesundheitspolitik.

Zunehmend Sorge bereitet ihm, dass es „einfach immer weniger Beitragszahler in der Gesetzlichen Krankenversicherung“ geben werde. Die verkleinerte Finanzierungsbasis sei das Ergebnis der veränderten Altersstruktur. „Der steigende Anteil älterer und hochbetagter Menschen führt aber auch zu einer höheren Inanspruchnahme von Versorgungsleistungen und stellt geänderte Anforderungen an die Versorgungsangebote und Versorgungsstrukturen.“, so Ilka. Demgegenüber stehe ein absinkendes Angebot an jungen Fachkräften und Auszubildenden, weil die Jahrgänge immer kleiner würden und die Betriebe der Gesundheitswirtschaft mit anderen Branchen konkurrierten.

Auf die Herausforderungen habe die Bundesregierung mit dem GKV-Finanzierungsgesetz, dem Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz, dem AMNOG und dem VStG reagiert. Sowohl die Einnahmen- als auch die Ausgabenseite habe man abgesichert und „zukunftsfest gemacht“. Gleichzeitig sieht es Ilka damit als gewährleistet an, „dass sinnvolle medizinische Innovationen schnell für alle Versicherten zugänglich sind“.

Chancen für den Gesundheitsmarkt ergäben sich insbesondere durch die Entwicklung von Hightech-Produkten in der Medizintechnik oder von innovativen Arzneimitteln. Hier bescheinigt Ilka Unternehmen der deutschen Gesundheitswirtschaft Spitzenpositionen auf dem Weltmarkt: „Ihre Produkte sind weltweit begehrt und geschätzt, weil sie die medizinische Versorgung verbessern, langwierige Behandlungen abkürzen und die Effizienz im Gesundheitswesen verbessern. Und darin liegen Chancen für die Gesamtwirtschaft.“

Thomas Ilka wird die Chancen einer alternden Gesellschaft ausführlich beim 11. BGF – Das Gesundheits-Forum am 26. und 27. April in München vorstellen und u.a. mit Josef Hecken, Unparteiischer Vorsitzender des G-BA, diskutieren. Die weiteren rund 70 Referenten aus der Gesundheitspolitik und -wirtschaft sowie das Kongressprogramm finden Sie unter www.bgf-gesundheitsforum.de .
Den Teilnehmern des „Klassetreffens im Gesundheitsmarkt“ winken Impulse für die tägliche Arbeit und die ganz persönlichen Herausforderungen.

Gesundheits-Management

Kontakt:
Bayerisches Gesundheits-Management GmbH
Prof. Dr. Andreas Grün
Horst-Bieger-Weg 1
96117 Memmelsdorf
0951-7006823
info@bgm.ag
http://www.bgf-gesundheitsforum.de