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Bio-Produkte zum Wohlfühlen bei erwinmueller.de

Heimtextilien und Bekleidung für die ganze Familie mit GOTS-Zertifizierung

Das Bewusstsein für unsere Umwelt, für biologische und nachhaltige Produktion steigt kontinuierlich. Konsumenten sind heute kritischer und legen Wert auf Transparenz. Das gilt besonders für Produkte, die der eigenen Gesundheit sehr nahe sind, wie Lebensmittel und auch Textilien. Eine Richtlinie beim Kauf von Bio-Textilien ist das GOTS-Siegel, das nur Textilien erhalten, die die strengen ökologischen und sozialverantwortlichen Kriterien erfüllen. Im Bereich “ Bio-Produkte“ bietet erwinmueller.de sorgfältig ausgewählte Heimtextilien, Unterwäsche und Babybekleidung in hochwertiger Bio-Qualität an.

GOTS – Global Organic Textile Standard
Der Global Organic Textile Standard (GOTS) gilt als weltweit führender Standard für die Verarbeitung von Textilien aus biologisch erzeugten Naturfasern. Er definiert auf hohem Niveau die umwelttechnischen Anforderungen in der gesamten Produktionskette und auch die Einhaltung von Sozialkriterien. Nur Textilprodukte, die aus biologisch erzeugten Naturfasern bestehen, können gemäß GOTS zertifiziert werden. Alle eingesetzten chemischen Zusätze, wie beispielsweise Farbstoffe, müssen festgelegte umweltrelevante und toxikologische Kriterien erfüllen. Das gilt entsprechend auch für die Verwendung von Accessoires. Es gibt zwei Label-Stufen: Produkte, die zu weniger als 95 % aus Naturfasern bestehen, werden mit „made with organic“ gekennzeichnet, Produkte aus 95 bis 100 % Naturfasern mit organic, BIO oder kbA.

Unterwäsche und Kinderbekleidung
Bei Textilien, die direkt auf der Haut aufliegen, ist es besonders wichtig, dass keine Schadstoffe enthalten sind. Das gilt vor allem für Unterwäsche und Baby- sowie Kinderbekleidung. Bio-Unterwäsche ist weich und anschmiegsam und kann auch von Menschen mit empfindlicher Haut gut getragen werden. Die neuen Bio Nachtwäsche-Kollektionen für Kleinkinder und Babys auf erwinmueller.de überzeugen durch die hohe, weiche Qualität und angesagte Designs.

Bio-Frottier schmeichelt der Haut
Eine Wohltat für die Haut von Baby und Kleinkind sind die Bio-Artikel der Kollektion „Walfamilie“ von Wörner Südfrottier. Bademantel, Poncho, Lätzchen, Kapuzenbadetuch und Waschhandschuh sind aus hochwertigem Bio Walk-Frottier. Neben der zertifizierten Bioqualität begeistert die Kollektion durch ihr Design in hellem Blau und den Applikationen einer kleinen Walfamilie.

Bio-Qualität auch für das Schlafzimmer
Die Bettausstattung trägt ganz wesentlich zur Schlafqualität bei. Bettwäsche aus Bio-Baumwolle ist atmungsaktiv und zeichnet sich durch hohe Feuchtigkeitsaufnahme und das weiche Gefühl auf der Haut aus.

Daunen sind das beliebteste Füllmaterial für Bettdecken. Doch bei Daunen gibt es große Unterschiede, abhängig von Herkunft und Qualität. Naturliebhaber werden von der Traumina Bio Daunen-Einziehdecke „Plume“ begeistert sein. Denn die Daunen stammen aus artgerechter Haltung und Ernährung in bäuerlicher Landwirtschaft in Deutschland. Großflockige Daunen von höchster Qualität wachsen hier heran. Sie bestechen durch ihre außerordentliche Leichtigkeit und hohe Wärmehaltung. Umhüllt wird das kostbare Füllgut von feinem Batist aus 100 % Baumwolle.

Akzente im Wohnbereich mit Bio-Textilien
Vorbei sind die Zeiten, als Bio-Textilien nur in Naturfarben angeboten wurden. Die Bio Wohndecken „Cotton pur“ von Ibena setzen bunte Farbtupfer in den Wohnbereich. Die zweifarbigen Decken in Doubleface-Optik gibt es in neun verschiedenen Farben. Da ist für jeden die Richtige dabei. Das Material aus 100 % kbA-Baumwolle ist weich und temperaturausgleichend.

Eleganz und Natürlichkeit bringen Stoffservietten und Tischläufer aus Bio-Baumwolle im dezenten Ethnostyle auf den Esstisch. Das leichte, strapazierfähige Gewebe aus kbA-Baumwolle ist GOTS zertifiziert und sorgt für Wohlfühlatmosphäre.

Im Themenbereich „Bio-Produkte“ auf erwinmueller.de ist eine große Auswahl von Bio-Produkten für die ganze Familie zu finden.

Vom Textilgroßhandel zum Versandhaus für die ganze Familie
Die Erwin Müller Versandhaus GmbH aus Buttenwiesen bei Augsburg wurde 1951 als Textilgroßhandel gegründet und ist bis heute ein Familienunternehmen. Seit Gründung wurde das Unternehmen kontinuierlich ausgebaut und gehört mit rund 400 Mitarbeitern zu einem der größten Arbeitgeber in der Region.

Pionier im Onlinehandel
Innovation und unternehmerisches Gespür waren und sind ausschlaggebend für den Erfolg des Unternehmens. Bereits 1997 eröffnete Erwin Müller einen Onlineshop. Seit 2005 ist das Unternehmen in Österreich, seit 2008 in der Schweiz und seit 2009 international mit einem Onlineshop vertreten. Der Shop wird regelmäßig ausgezeichnet. 2013, 2017 und 2019 konnte Erwin Müller den 1. Platz des Deutschen Online-Handels-Awards in der Kategorie Wohnen & Einrichten gewinnen.

Umstrukturierung zum Versandhaus für die ganze Familie
Um sich mit seinen Kernkompetenzen noch besser im Markt zu positionieren, erfolgte ab Herbst 2014 eine Umstrukturierung. Unter dem Motto „Ihr Versandhaus für die ganze Familie“ steht das Unternehmen auf vier Säulen:

„Erwin Müller zu Hause“ mit dem bewährten Sortiment für Schlafen, Bad und Wohnen sowie Wäsche & Homewear.
„Erwin Müller Tisch & Küche“ mit einer großen Auswahl rund um den gedeckten Tisch und die Küchenausstattung für Kochen und Backen.
„Erwin Müller Baby & Kind“ mit allem rund um Schlafen, Bad und Wohnen sowie Wäsche & Homewear für Kinder von 0-10 Jahren.
Die vierte Säule ist die „manutextur“, in der im Online-Shop verschiedenste Produkte gewählt und durch Sticken, Lasern oder Bedrucken personalisiert werden können.

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Erwin Müller Versandhaus GmbH
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86647 Buttenwiesen
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Kreuzschmerz im Sport – Tipps zur Vermeidung / Sportmedizin / GOTS

Bewegungsmangel ist in der heutigen Gesellschaft das „neue Rauchen“ und führt unter anderem zu Schmerzen am Bewegungsapparat, zum Beispiel am Kreuz. Doch auch Sport kann zu Kreuzschmerzen führen, wenn wichtige Punkte nicht beachtet werden. Welche das sind, dazu referiert Priv.-Doz. Dr. Karin Pieber von der Sportordination Wien auf dem internationalen Kongress der Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin in Salzburg.

Bei der individuellen Sportauswahl ist zu beachten: Nicht jeder Sport ist für jeden gesund. Auch Trendsportarten, bei denen eine positive Wirkung auf Kreuzschmerzen beschrieben werden, zum Beispiel Bouldern, Yoga, Pilates können Beschwerden auslösen, wenn Sie nicht korrekt durchgeführt werden. Oder, wenn biomechanische Einschränkungen aufgrund bereits bestehender Verletzungen oder individueller anatomischer Konstitution nicht berücksichtigt werden.

Und: Grundsätzlich macht auch beim Sport – bezogen auf Kreuzschmerzen – die Dosis das Gift.

Kreuzschmerz trifft jede Altersgruppe. Frauen sind dabei häufiger betroffen. Die Schmerzen können vom Facettengelenk, der Bandscheibe, dem Iliosakralgelenk ausgehen oder auch von funktionellen Störungen wie Blockaden, Instabilitäten und muskulären Dysbalancen kommen. „Oft passen beim Kreuzschmerz der klinische Befund und die Bildgebung (Röntgen- bzw. MRT) nicht zusammen, da sich vor allem die funktionellen Störungen nicht in der Bildgebung darstellen lassen. Einerseits haben Sportler mit vielen Diagnosen in der Bildgebung teilweise geringe Beschwerden und andererseits kommen Sportler mit massiven Beschwerden trotz geringer Veränderungen in der Bildgebung zu mir in die Ordination“, so Dr. Pieber. „Eine entsprechend genaue Anamnese- und Statuserhebung inklusive manueller Untersuchungstechniken führt dann zur Diagnose und damit auch zur richtigen Behandlung des Sportlers.“ Die Bildgebung sei vor allem nach Traumata und anderen red flags indiziert.

Für alle Sportarten ist grundsätzlich eine gestärkte Tiefenmuskulatur wichtig (core stability, Stammmuskulatur). Diese erreicht jeder mit einfachen Übungen, wie zum Beispiel „planken“ und Gleichgewichtsübungen, welche im Rahmen der Physiotherapie erlernt werden und dann regelmäßig zu Hause durchgeführt werden müssen. Ein weiterer wichtiger Punkt in der Physiotherapie ist der Ausgleich von muskulären Dysbalancen mit entsprechenden Dehnungs- und Kräftigungsübungen.

Ganz allgemein gesagt sind Sportarten wie Schwimmen, Tanzen, Klettern, Yoga, Pilates oder Nordic walken in mäßiger individueller Intensität gesund. Nicht gesund sind dagegen Sportarten mit einseitigen Belastungen und Kombinationen aus Rotations- und Flexions-/Extensionsbewegungen.

Insgesamt ist der Sport jedoch immer mehr Option als Risiko. Wichtig ist die individuelle Eignung, eine gute Betreuung durch einen Trainer und/oder Therapeuten, wenn es intensiver sein soll. Dazu die korrekte Durchführung sowie Präventivmaßnahmen, um Verletzungen und Überlastungen und damit auch dem lästigen Kreuzschmerz vorzubeugen!

Die trinationale (Deutschland, Österreich, Schweiz) Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS) ist der größte europäische Zusammenschluss von Sportorthopäden und Sporttraumatologen. Sie ist erster Ansprechpartner in der Versorgung von Sportverletzungen und Garant für Qualität in der sporttraumatologischen Versorgung. Ihr Ziel ist es, das Verständnis von sportlicher Belastung und Verletzungen zu verbessern, um die muskuloskelettale Funktion und Lebensqualität zu erhalten. Dafür fördert die GOTS die Aus-und Weiterbildung, die Forschung sowie den internationalen Austausch unter sportorthopädisch und sporttraumatologisch tätigen Medizinern und Berufsgruppen angrenzender Fachgebiete.

Kontakt
Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin
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Breite Straße 10
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Sportmedizin / GOTS / Foam Rolling – Hype oder gesundheitsfördernd?

Faszienrollen oder auch Foam-Rollen / Massagerollen haben einen regelrechten Siegeszug angetreten und werden von einer breiten Masse der Bevölkerung genutzt. Doch welche Belastungen auf die Körperstrukturen treten dabei auf und welche Effekte gibt es eigentlich? Dr. Christian Baumgart und seine Kollegen gingen diesen Fragen in einer Studie nach. Die Ergebnisse stellen sie auf dem Kongress der Orthopädisch-Traumatologischen Gesellschaft für Sportmedizin im Juni in Salzburg vor. Erstes Fazit: Es gibt viel Hype um die Rollen, jedoch wenig wissenschaftliche Evidenz!

Baumgart ist Wissenschaftler an der Bergischen Universität Wuppertal und untersucht die biomechanischen Effekte des Foam Rolling. Er verweist darauf, dass Wirkung und Risiken nicht ausreichend untersucht sind. In einer Studie nutzten Studenten unter fachkundiger Anleitung die Massagerollen je zweimal eine Minute pro Muskelgruppe an den Beinen. Danach wurde zum einen die vertikale Sprunghöhe gemessen: es tat sich nichts. Zusätzlich wurde mit einem Taststift die Spannung der Muskulatur gemessen – auch hier gab es nur geringe Veränderungen.
Zum Vergleich: Nach einer 10minütigen Belastung auf dem Fahrradergometer sprangen die Studierenden höher.

Auch mit Effekten solcher Rollen auf das Bindegewebe sind die Wissenschaftler vorsichtig. Baumgart: „Faszien sind sehr dünn, und die Wirkung einer reinen Kompression ist fraglich. Im Gegenteil: Langfristige Folgen und gesundheitliche Risiken könnten mitunter größer sein, wenn das intensive Rollen zum Beispiel Schäden an den Venenklappen verursacht.“ Auch ein negativer Effekt der Kompression von Haut, Unterhaut, Muskeln, faszialen Arealen und Knochen sei denkbar, aber bisher noch wenig untersucht.

Das Foam Rolling kann auch keine manuellen Techniken zur Lockerung der Muskulatur ersetzen. „Ein Therapeut oder Masseur behandelt in der richtigen physiologischen Zugrichtung. Er merkt ob und was da im Inneren eventuell entgegen spannt“, so Baumgart. Deshalb hinkt der Übertrag von Effekten physiotherapeutischer Anwendungen auf die der Rolle. Auch ist die Wirkung klassischer Dehnmethoden häufig vergleichbar oder sogar besser – zum Beispiel für die (kurzfristige) Steigerung der Beweglichkeit.

Verschiedene Rollentypen führen zu unterschiedlichen biomechanischen Belastungen. Auf harten Noppen beispielsweise sind die Spitzendrücke um ein Vielfaches höher. Auch das kann zum Beispiel einen Einfluss auf die Veränderung der Schmerzdruckschwelle haben. Beim Rollen über die Wade oder über den vorderen Oberschenkel haben die Forscher eine Belastung von durchschnittlich 30 Prozent des Körpergewichtes gemessen. Bei Menschen, die sich mit dem Rücken drauf legen und rollen, liegt diese Belastung um ein Vielfaches höher.

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Welcher Sport ist gut bei Arthrose?

Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin

Arthrose – die Degeneration von Gelenken – ist ein weit verbreitetes Problem durch alle Bevölkerungsschichten, was mit steigendem Alter zunimmt. Wissenschaftler und Ärzte der GOTS (Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin) beschäftigt nun, inwieweit Sport und Arthrose kompatibel und welche Sportarten empfehlenswert sind.

Besonders geeignet sind Sportarten wie Radfahren, Wandern mit Stöcken oder Nordic Walken, Skilanglauf klassisch oder Wassergymnastik.
Speziell beim Radfahren ist die zyklische Bewegung in entlastender Sitzposition für die untere Extremität besonders günstig. Bei schon eingeschränkter Beweglichkeit ist vor allem das Fahrradergometer zu empfehlen, was die Koordination zum Auf- und Abstieg erleichtert. Durch das Verwenden eines Damenrades oder eines Rades mit niedrigem Holm kann das Absteigen im Gelände gut erleichtert werden. Entsprechende Gangschaltung, aber auch Wahl der Touren und Ausrüstung sind hier entscheidend für die Gelenkbelastung.

Beim Nordic Walken ist die verminderte Belastung der Gelenke der unteren Extremität doch etwas geringer als zunächst angenommen. Durch die Verwendung der Stöcke wird der Schritt etwas größer, somit auch teilweise der Impact höher, sodass dies nur bei gutem Beherrschen der Sportart empfohlen werden kann.

Sportarten mit höherem technischem Anspruch müssen schon vor der Arthrose-Entstehung beherrscht worden sein, da ein Erlernen mit Arthrose schwierig oder unmöglich ist. Zu diesen Sportarten zählen vor allem Tennis, Golf, Skilauf, Tischtennis, Segeln und Reiten. Bei entsprechender Erfahrung und Akzeptanz für das etwas eingeschränkte Leistungsniveau, können diese Sportarten durchaus weiter betrieben werden. Wichtig erscheint hier das Verwenden von gedämpften Schuhen, eventuell Gehhilfen oder beim Golfen das Verwenden des Carts. Die Modifikationen der Technik- wie beim Tennis ohne ausgeprägte Rumpfrotation oder beim Golfen unter Durchführen des Golfschwunges ohne entsprechender Körperverdrehungen und Knieausgleichsbewegung sind diese Sportarten durchaus sinnvoll.

Welchen Sport besser nicht?

Ungeeignete Sportarten bei Arthrose sind Mannschaftssportarten oder Sportarten, die mit hohem Tempo, nicht vorhersehbarem Richtungswechsel und Fremdeinwirkung einhergehen. Das sind z.B. Squash, Trampolinspringen, Basketball, Handball, Fußball, Volleyball oder auch Disziplinen wie Gewichtheben und Leichtathletische Disziplinen.

„Belastungen im Spitzensport bei gelenkbelastenden Sportarten gehen häufiger mit Arthrose-Entstehung einher. Moderate Trainingsformen mit mittlerer Intensität können dagegen günstige Auswirkungen auf die Knorpeladaptation haben. Sporttherapeutische Ansätze zeigen, dass Sport und Bewegung auch ein wichtiges Mittel gegen Arthrose bzw. in der Arthrose-Prävention sind“, sagt Prof. Dr. Stefan Nehrer, GOTS-Vorstand und Universitätsprofessor an der Donau-Universität Krems.

Im Wesentlichen kann eine Arthrose alle Gelenke betreffen. Für den Sport relevant jedoch ist die Arthrose im Kniegelenk, oberen Sprunggelenk, gefolgt von der Hüfte und dem Schulterbereich. Die Entstehung von solchen Gelenkdefekten wird durch Verletzungen, gerade auch im Sport, forciert. Im Knie sind dies meist Meniskus-, Kreuzband- und Knorpelverletzungen, im oberen Sprunggelenk Bandinstabilitäten und Knorpelkontusionen sowie Kapselverletzungen an der Hüfte. Chronische Überlastungssituationen in Gelenken, besonders im Knie, können durch O- und X-Bein-Stellung verstärkt werden.

Was ist gut für´s Gelenk, was nicht?

Zyklische Be- und Entlastungsphasen sind wichtig, um die Knorpelzelle zu ernähren. Die Knorpelzelle ist abhängig von Diffusion, die durch den Pumpmechanismus der Belastung besteht. Da sich die viskoelastischen Fähigkeiten von Knorpel erschöpfen, sind Erholungsphasen notwendig.
Gift für den Gelenkknorpel sind übermäßige Belastungen wie langes Stehen oder langes Sitzen. Solche Belastungsmuster können problematisch sein, da es zum Auspressen der Flüssigkeit und zum Erschöpfen des Schmiermechanismus des Knorpels kommt. Ebenso schädlich sind kurze Extrem-Belastungen, die die Bruchlasten von Knorpel überschreiten.

Was tun bei Arthrose?

Dr.Markus Neubauer, Arzt für Orthopädie am Universitätsklinikum Krems, erläutert: “ Zuerst müssen muskuläre Kraft und Koordination wieder hergestellt werden. Die Verbesserung der Gelenkfunktion führt zur Linderung des Reizzustandes und damit zu einer Schmerzreduktion. Die Sporttherapie sollte zuerst physiotherapeutisch gelernt werden. Dringend zu empfehlen dabei ist die Erhebung des Ausgangszustandes um eine individuelle Abstimmung auf Bewegungsumfang und Intensität zu gewährleisten und Überbelastung zu vermeiden.“ Voraussetzung ist hier eine sportmedizinische Untersuchung. Im nächsten Schritt müssen die Bewegungsprogramme auch im Heimtraining durchgeführt werden.

Wie kann ich vorbeugen?

Zyklische Belastung und Bewegung erhalten die Funktionalität von Knorpel und Gelenk. Um diesen Effekt optimal nutzen zu können, müssen die Bewegungen allerdings bei möglichst minimierter Belastung und Krafteinwirkung ausgeführt werden. Daher ist Radfahren eine sehr geeignete Prävention. Es wird verhindert, dass Reizzustände entstehen, die über Entzündungen den Knorpel nachhaltig schädigen. Tritt dennoch ein Reizzustand auf, ist sofort ein vorrübergehendes Sportverbot einzuhalten und eine anti-entzündliche Therapie einzuleiten. Bei Berücksichtigung aller Regeln und Sportarten kann jeder, auch mit Arthrose noch befriedigend Sport treiben.

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Ski alpin mit künstlichen Knie- und Hüftgelenken: alles ist möglich!

Patienteninformation der Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin

In Deutschland werden jedes Jahr rund 450.000 Knie- und Hüft-Endoprothesen implantiert. Knapp ein Drittel der Betroffenen ist jünger als 65 Jahre und somit im aktiven, sportlichen Leben. Viele von Ihnen wollen aufs Skifahren nicht verzichten und müssen es auch nicht. Welche Voraussetzungen dafür entscheidend sind, haben jetzt Mediziner der Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS) zusammengestellt.

„Um überhaupt Sport mit einer Endoprothese treiben zu können, sind eine schonende Operationstechnik, ein optimaler Prothesensitz, knöcherne Integration und gute Beweglichkeit, sowie muskuläre Kontrolle äußerst wichtig“, sagt Prof. Dr. med. Thomas Tischer, Leiter Sektion Sportorthopädie&Prävention an der Universitätsmedizin Rostock. Diese Faktoren sollten unbedingt vor Wiederaufnahme des Sports von einem Arzt überprüft werden.

Für Ski alpin bei Breitensportlern gelten jedoch noch spezielle zusätzliche Punkte. „Die Basistechnik sollte ein beidbeiniges Skifahren mit führendem Außenski und belastetem Innenski (Außenski- zu Innenski-Belastung Verhältnis etwa 60:40 Prozent) sein. Die Skiführung normal hüftbreit in mittlerer bis nahezu aufrechter Körperposition. Erlaubt sind nur eine moderate Hüftbeugung, die Köperquerachse in neutraler Position, eine frontale Körperausrichtung, Arme in moderater Vorhalte. Die Knie sollten ebenfalls nur moderat gebeugt werden, eine leichte Antizipation des Oberkörpers ist erwünscht, aber keine Verdrehungen. Die Ski- Schwünge sollten auf jeden Fall nicht geschnitten werden – also kein Carven – um extremen Kurvendruck zu vermeiden, sowie Belastung und Geschwindigkeit zu reduzieren“, so Prof. Dr. Thomas Jöllenbeck, Leiter des Institutes für Biomechanik, Klinik Lindenplatz, Bad Sassendorf.

Wichtig ist der Kompromiss zwischen Belastungsreduktion und sicherer Hangbewältigung. Die Sportler müssen wissen, dass Komfort- und Schontechniken keine Renntechniken sind.

Aber auch auf Ausrüstung und Material muss großes Augenmerk gelegt werden. Das System aus Ski, Skibindung und Skischuhen muss Belastungen reduzieren können. Der Ski soll kurz, tailliert, leicht drehbar und mit kleinem Kurvenradius (10-14m) sein. Die Einstellung der Skibindung muss auf die Prothesen ausgerichtet und leichter auslösend sein. Skischuhe sollten weich sein, mit viel Beugung (Flex). Ein Gehen, Stehen und Fahren muss in aufrechter Position möglich sein. Es sollten Protektoren getragen werden.

Nicht zuletzt sind Aufklärung und Anleitung durch in der Sportart erfahrene Experten: Orthopäden, Physiotherapeuten, Skilehrer usw. wichtig. Der Sportler muss eine gute Fitness, Kraft, Ausdauer, Koordination und Beweglichkeit aufweisen. Ein Ganzjahrestraining ist unbedingt empfehlenswert, z.B. (Nordic) Walking, Radfahren, Crosstrainer oder skispezifisch mit Rollerblades bzw. an Geräten mit Skitrainer.

Empfehlenswert ist dieser Sport mit künstlichen Gelenken nur für Widereinsteiger, nicht als neue Sportart. Der Beginn sollte frühestens 6 bis 9 Monate nach der OP sein. Regelmäßige medizinische Nachkontrollen sind unerlässlich.

GOTS Patienteninfo „Ski alpin“ im Netz

Die trinationale (Deutschland, Österreich, Schweiz) Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS) ist der größte europäische Zusammenschluss von Sportorthopäden und Sporttraumatologen. Sie ist erster Ansprechpartner in der Versorgung von Sportverletzungen und Garant für Qualität in der sporttraumatologischen Versorgung. Ihr Ziel ist es, das Verständnis von sportlicher Belastung und Verletzungen zu verbessern, um die muskuloskelettale Funktion und Lebensqualität zu erhalten. Dafür fördert die GOTS die Aus-und Weiterbildung, die Forschung sowie den internationalen Austausch unter sportorthopädisch und sporttraumatologisch tätigen Medizinern und Berufsgruppen angrenzender Fachgebiete.

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Sportmedizin: Luxationen, Kapsel- und Sehnenverletzungen nicht auf die leichte Schulter nehmen

Neueste Therapien bei Schulterverletzungen auf dem Internationalen GOTS-Kongress der Sportmedizin vom 22. – 24. Juni in Berlin

Sportmedizin: Luxationen, Kapsel- und Sehnenverletzungen nicht auf die leichte Schulter nehmen

(Bildquelle: F. Mauch)

Ein ungünstiger Sturz und schon ist es passiert – die Schulter ist ausgekugelt. Einfach einrenken und weitermachen funktioniert nicht. Welches die besten und neuesten Therapien bei Schulterluxationen und anderen Verletzungen sind, erklären Experten auf dem Internationalen GOTS-Kongress der Sportmedizin in Berlin.

Profisportler renken sich in den Kontaktsportarten, besonders im Fußball und Handball und immer häufiger auch beim American Football, die Schulter aus. Bei den Breitensportlern steht das Radfahren (Stürze) an erster Stelle, gefolgt vom Snowborden, wo der Sportler sich nicht richtig abfangen kann.

Die jüngeren Sportler werden fast alle operiert

Die Therapien bei den Verletzungen sind altersabhängig. PD Dr. Frieder Mauch, Chefarzt im Department Sportorthopädie/Sporttraumatologie Obere Extremität / Schulterendoprothetik / MRT in der Sportklinik Stuttgart: „Die jüngeren Sportler zwischen 18 und 25 Jahren werden nahezu alle operiert. Die Gefahr, dass das Gelenk wieder herausrutscht ist sonst mit 90 bis 95 Prozent zu hoch. Anders sieht es bei den über 30 Jährigen aus. Hier helfen nach dem Einrenken oft eine feste Bandage, drei Wochen Ruhigstellung und eine anschließende spezielle Krankengymnastik.“

Grundsätzlich wird aber jede Schulter erst eingerenkt, dann erfolgt eine gründliche Diagnostik und erst anschließend eine Operation oder eine konservative Therapie. Bei unkomplizierten Luxationen kann minimalinvasiv arthroskopisch operiert werden. Bei labileren Gelenken, die immer wieder auskugeln, sind mehrere Aufbau-Operationen für die Knochen, auch offene OP, nötig.

Keine Unterschiede zwischen Profi- und Leistungssportlern

Zwischen der Behandlung von Profi- und Breitensportlern gibt es prinzipiell keine Unterschiede. „Nur bei zeitlichen Zwängen müssen wir manchmal aggressiver beraten“, so Mauch. „Was beim Breitensportler der Beruf, ist beim Profi der Sport. Wenn jemand noch dringend die Saison zu Ende spielen, oder andere Verzögerungen in Kauf nehmen muss, können wir das Gelenk erst einmal nur vorübergehend stabilisieren und später operieren.“

Mauch und seine Kollegen betreuen viele Bereiche im Leistungssport, unter anderem den VFB Stuttgart, Handball- und Basketball-Bundesligisten und den Olympiastützpunkt Stuttgart mit 19 Sportarten. Dazu agieren die Mediziner auf Sportveranstaltungen wie dem Mercedes Cup (ATP Tennis), dem Deutschen Turner-Pokal und bei den Hallen-Radmeisterschaften.

Sehnenverletzungen und Gelenkkapselabrisse – die Schulter muss viel aushalten

Doch die Schulter leidet noch unter ganz anderen Verletzungen. Gerade im Tennis entwickeln viele Athleten durch ständige Überlastung eine sogenannte Sportlerschulter. Bei den Turnern haben die Ärzte mit Sehnenverletzungen, Sehnen-, Gelenklippen- und Gelenkkapselabrissen zu tun.
Prof. Dr. med. Markus Scheibel von der Berliner Charite wird auf dem sportmedizinischen Kongress in Berlin in einem extra Kurs die neuesten minimalinvasiven Techniken in der rekonstruktiven Chirurgie für Sehnen und Bänder zeigen.
Er und seine Kollegen betreuen die Deutsche Turn-Nationalmannschaft, den Deutschen Judo- und Ringerbund, den Deutschen Schwimmerverband und Turmspringerverband. In einer wöchentlichen Sportlersprechstunde empfangen die Mediziner, die sich auf Schulter und Ellbogen spezialisiert haben, unter anderem Speerwerfer, Fußballer und Athleten aus dem Behindertensport.

Mehr Spannendes aus der Sportmedizin

Die Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS) ist der weltweit zweitgrößte Zusammenschluss von Sportorthopäden und Sporttraumatologen. In der trinationalen Gesellschaft sind rund1300 führende Sportärzte im Bereich Orthopädie und Traumatologie aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen geschlossen. Neben der Sicherstellung der kompetenten Versorgung sportverletzter Patienten setzt die GOTS qualitative Standards für deren Behandlung. Ziel ist es, das Verständnis von sportlicher Belastung und Verletzungen zu verbessern, um die muskuloskelettale Funktion und Lebensqualität zu erhalten. Der Wissenstransfer findet auf dem jährlich stattfindenden internationalen GOTS-Kongress statt. Die GOTS hat durch die Mitgliedschaft von Verbands- und Olympia-Ärzten einen intensiven Bezug zur Hochleistungsmedizin.

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Spitzen-Sportmedizin: Wie funktioniert die Betreuung von Olympiamannschaften?

Prof. Dr. Bernd Wolfarth auf dem Internationalen GOTS Kongress der Sportmedizin in Berlin

Spitzen-Sportmedizin: Wie funktioniert die Betreuung von Olympiamannschaften?

Auch ein Leistungssportler wird mal krank und – wie beim Hobbysportler auch – passt es genau dann gerade gar nicht! Wie gut, dass die Athleten ihre „eigenen“ Mediziner an der Seite haben, die mit ihnen durch dick und dünn gehen. Wie die Betreuung von gleich ganzen Olympiamannschaften funktioniert – darüber berichtet Prof. Dr. Bernd Wolfarth, Internist und Leiter der Sportmedizin an der Charite, auf dem internationalen GOTS Kongress der Sportmedizin in Berlin.
24 Ärzte, 43 Physiotherapeuten und über 300 Betreuer – das ist der Tross, den 424 Sportler der olympischen Spiele in Rio letztes Jahr mit auf Reisen hatten. Drei Wochen lang arbeiteten Sportmediziner, Therapeuten und Athleten hier gemeinsam. Wolfarth: „Bei drei Wochen im Ausland oder bei längeren Wettkämpfen gibt es nicht nur orthopädische Verletzungen in den Sportarten, sondern auch viele internistische Erkrankungen. Im Sommer sind es häufig Allergien, Hauterkrankungen, HNO- und Augenprobleme. Den Biathleten und Skispringern machen im Winter eher Infekte, vor allem der oberen Atemwege, zu schaffen.“
Ärzte die ihre Sportler begleiten, haben umfangreiches Equipment dabei: diagnostische Geräte, Geräte zur physikalischen Therapie und Medikamente aus dem eigenen Umfeld. Die Sportmediziner greifen ungern auf Medikamente aus dem Ausland zurück. Eine Umstellung auf andere Wirkstoffe oder andere Zusatzstoffe wären zu riskant.
Im olympischen Dorf finden Mediziner und Sportler eine sehr gute medizinische Infrastruktur samt kompletter Poliklinik vor. Wolfarth: „Die brauchen wir auch. Natürlich haben wir ab und zu schwerere Verletzungen die operativ versorgt werden müssen oder kardiologische Vorfälle. Aber auch bei anderen Erkrankungen nutzen wir die Klinik vor Ort. Der Unterschied: unsere Leistungssportler gehen dort nicht zum fremden Arzt, sondern wir als betreuende Mediziner gehen mit ihnen in die Klinik und behandeln sie dort.“

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Schmerzen in Knie, Rücken, Hüfte: Nicht immer sind Gelenke und Muskeln schuld

Applied Kinesiology findet die wahren Ursachen und hält zunehmend Einzug in die Sportmedizin
– Vorstellung auf dem GOTS-Kongress im Juni 2017 in Berlin

Schmerzen in Knie, Rücken, Hüfte: Nicht immer sind Gelenke und Muskeln schuld

(Bildquelle: Dr. Michael Tank)

Fußballer Lionel Messi tut es genauso, wie die deutschen Olympiasiegerinnen im Beach Volleyball und unsere jungen Biathletinnen: sie nutzen bei körperlichen Problemen die Möglichkeiten der Applied Kinesiology. Die Untersuchungsmethode stammt aus den USA und hält zunehmend Einzug in die deutsche Sportmedizin. Mit ihr werden wiederkehrende Schmerzphänomene, aus dem Nichts auftretende Entzündungen, Gelenkstörungen und Befunde erklärbar, die sich bildgebenden Verfahren entziehen. Dr. Michael Tank, Hautarzt, Allergologe und Sportmediziner aus Hamburg stellt die Methode auf dem Internationalen GOTS-Kongress der Sportmediziner im Juni in Berlin vor.

Applied Kinesiology überprüft die neuromuskuläre Funktionalität des Körpers. „Das heißt“, so Dr. Michael Tank, „ich untersuche nicht MRT-Bilder, sondern Patienten. Zuerst teste ich manuell die Muskeln und Gelenke nicht nur auf ihre Kraft und Beweglichkeit, sondern auf ihre neuro-muskulären Zusammenhänge, auf das Zusammenspiel der Skelettmuskeln mit den inneren Organen. Das ermöglicht mir die strategische Suche nach Auslösern für immer wiederkehrende Beschwerden.“

Häufig liegt die Ursache fernab vom Symptom, denn es bestehen komplexe Wechselbeziehungen zwischen den Bereichen Struktur (Muskeln und Gelenke), Biochemie (z.B. Stoffwechselprobleme, Allergien oder Umweltgifte) und Psyche (z.B. emotionale Ursachen wie Stress oder seelische Traumata). Muskel-Fehlfunktionen können so zum Beispiel auch durch Lärm, Chemie oder falsches Essen ausgelöst werden.

Dr. Tank: „Ich will Ärzte und Therapeuten dazu bringen, das ´Warum?´ zu verstehen. Manchmal reicht es eben nicht, nur das Gelenk oder den Muskel zu behandeln, Entzündungshemmer drauf und fertig. Sondern mit diesem einzigartigen System lässt sich die Ursache darstellen und dann eine zielgerichtetere Behandlung einleiten. Muskeln haben einen Organbezug und können eine Fehlfunktion aufweisen, wenn das Organ krank ist. Bei Knieschmerzen schauen wir uns zuerst die Muskeln an, die dort hin führen. Da ist zum Beispiel der Oberschenkel-Strecker – der gehört zum Dünndarmsystem. Also muss ich die Darmfunktion abfragen. Wenn jemand den Kopf nicht zur Seite neigen kann, muss das nicht am Nacken liegen, sondern kann auch Folge einer Dysfunktion im gleichseitigen Fuß oder ein Zahnproblem sein. Hartnäckige Nackenverspannungen haben ihre Ursache häufig im Magen. Rückenschmerzen rühren fast immer vom Darm oder vom Hüftbeuger her. Der Hüftbeuger wiederum ist abhängig vom Sprunggelenk und den Füßen.“

Die Methodik der Applied Kinesiology ist schnell und zielgerichtet anwendbar und bringt sofort Informationen über Fehlfunktionen von Muskeln, Bindegewebe und inneren Organen.

Dr. Michael Tank, der außerdem auch Chirotherapeut ist, hat diese Technik in Deutschland erfolgreich in den Leistungssport gebracht und wurde mit seinen Athleten zweimal in Folge Olympiasieger im Beachvolleyball. Auf dem sportmedizinischen Kongress der Superlative in Berlin demonstriert er die praktische Anwendung an freiwilligen Probanden aus dem Publikum.

Während verschiedene medizinische Fachgebiete auch in der Sportmedizin noch zu häufig einzeln betrachtet werden, ermöglicht die Applied Kinesiology endlich einen Blick auf die Zusammenhänge im Körper. Dadurch kann der Sportler eine individuell optimierte und nachhaltige Therapie bekommen.

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Die Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS) ist der weltweit zweitgrößte Zusammenschluss von Sportorthopäden und Sporttraumatologen. In der trinationalen Gesellschaft sind rund1300 führende Sportärzte im Bereich Orthopädie und Traumatologie aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen geschlossen. Neben der Sicherstellung der kompetenten Versorgung sportverletzter Patienten setzt die GOTS qualitative Standards für deren Behandlung. Ziel ist es, das Verständnis von sportlicher Belastung und Verletzungen zu verbessern, um die muskuloskelettale Funktion und Lebensqualität zu erhalten. Der Wissenstransfer findet auf dem jährlich stattfindenden internationalen GOTS-Kongress statt. Die GOTS hat durch die Mitgliedschaft von Verbands- und Olympia-Ärzten einen intensiven Bezug zur Hochleistungsmedizin.

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Sportlerleiste und Hüftprobleme – Überlastungsphänomene im Beckenbereich

Was sind die neuesten und besten medizinischen Verfahren? Antworten gibt der Internationale GOTS-Kongress im Juni in Berlin / Sportmedizin auf höchstem Niveau

Sportlerleiste und Hüftprobleme - Überlastungsphänomene im Beckenbereich

Sportler können schnell ihr Becken überlasten (Bildquelle: Sportchirurgie Dr. Jens Krüger)

Die Fußballer der Bundesliga erwischt es genauso wie Eishockeyspieler oder Läufer: sie zeigen häufig Überlastungsphänomene im Beckenbereich. Wie die richtigen Diagnosen gestellt werden, welche modernen offenen, minimalinvasiven und arthroskopischen OP-Techniken es gibt – zu diesem und vielen anderen Themen tagen vom 22. bis 24. Juni Hunderte Spitzen-Sportmediziner auf ihrem internationalen Kongress in Berlin. Einer der prominenten Ärzte ist der Berliner Sportchirurg Dr. Jens Krüger.

Er sagt: „Leisten- und Hüftverletzungen passieren meist in den Kontaktsportarten. Zwischen 18 und 25 Prozent der Fußballer und Eishockeyspieler und eine nicht zu vernachlässigende Zahl von Läufern, Handballern und Basketballspielern leiden unter akuten oder chronischen Leistenschmerzen. Diese Beschwerden machen eine sportliche Betätigung oft unmöglich und betreffen sowohl die Spitzen- als auch die Breitensportler. Durch häufige Dreh- und Kippbewegungen im Becken wird die Bauchdecke stark überlastet, es entstehen Stabilitätsprobleme. Zu einem Bruch kommt es seltener, aber es beginnen Störungen in den Muskeln, Bändern und Faszien.“

Bei der Hüfte kommen noch Abnutzungserscheinungen und leichte Fehlfunktionen hinzu. Insgesamt, so Krüger, zeigen Hüft- und Leistenverletzungen ähnliche Beschwerdebilder. Wer etwas an der Hüfte hat, klagt auch oft über Leistenschmerz.

Dr. Jens Krüger ist spezialisiert auf Sportverletzungen in der Diagnostik und Therapie der sogenannten „Sportlerleiste“ (weiche Leiste). Bereits seit Jahren suchen viele Leistungssportler (Fußballer, Handballer, Läufer) aus dem In- und Ausland seine Praxis auf. Bundesliga-Mannschaften wie Schalke 04, Hamburg, Wolfsburg, Hannover, Frankfurt, Bremen und Mainz 05 schicken ihre Spieler zur Untersuchung und Behandlung extra nach Berlin.

Krüger: „Natürlich müssen wir nicht immer gleich operieren, arbeiten hier auch mit moderner Sport-Physiotherapie. Die Frage der OP muss bei Nervenirritationen geklärt werden. Abnutzungen oder Verletzungen – viele Sportler haben beides. Wir müssen herausfinden, was ursächlich ist. Dafür ist eine sensible Diagnostik nötig.“

Teile davon stellt Dr. Krüger auch auf dem Internationalen Kongress der Sport-Mediziner vor. In einem Kurs zeigt er spezielle Untersuchungs- und Injektionstechniken in bestimmte anatomische Strukturen.

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Von Eiskammer bis Vakuumlaufband: Eine Wunderkammer voller Möglichkeiten

Reha im Spitzensport – Vorstellung neuester Erkenntnisse auf dem Internationalen GOTS-Kongress der Sportmedizin im Juni in Berlin

Von Eiskammer bis Vakuumlaufband: Eine Wunderkammer voller Möglichkeiten

Fußballer in der Eiskammer an der Deutschen Sporthochschule Köln (Bildquelle: Bayer 04 Leverkusen)

Prof. Ingo Froböse ist Leiter des Institutes für Rehabilitation an der Deutschen Sporthochschule (DSHS) in Köln und einer der renommiertesten Sportwissenschaftler Deutschlands. Auf dem internationalen Sportmediziner-Kongress der GOTS in Berlin wird er über neue Verfahren in der Reha von Spitzensportlern reden und – dabei kräftig provozieren.

Keine Angst vor hohen Lasten – die neue Reha bei Verletzungen von Spitzensportlern

Froböse: „Bislang sind wir immer vorsichtig und schonend an die Rehabilitation unserer Athleten herangegangen. Es ging immer nur um die Sicherung des Operations-Erfolges. Aber: dann haben wir die Biologie des Sportlers nicht im Blick. Die Strukturen, wie Muskeln und Bindegewebe müssen tatsächlich schneller und stärker belastet werden. Nehmen wir die Muskelfaser-Typen. Davon gibt es zwei: die schnellen und die langsamen. Habe ich einen Muskelfaserriss/einen Muskelbündelriss, sind meist viele, von den schnellen Fasern kaputt. Diese Fasern müssen intensivst und relativ hoch belastet werden, um den Sportler überhaupt zu seiner alten Leistung zurück führen zu können.“
Auch das Zusammenspiel von Muskeltraining und Dehnung muss noch intensiver umgesetzt werden.
„Bindegewebe wächst nur in Zugrichtung. Also hohe Gewichte auf die Muskeln und das Ganze mit der Dehnung zusammen ausführen – wir brauchen exzentrische Belastungen! Das gilt übrigens auch für Breitensportler und erst recht in der Prävention, damit manche Verletzungen erst gar nicht entstehen“, so der Sport-Professor.

Die Prävention von Sportverletzungen steckt fast noch in den Kinderschuhen

Froböse: „Da haben wir noch gar nichts. Wichtig wäre zum Beispiel ein optimiertes Training mit dem Ziel, eine Reha von vornherein zu vermeiden. Zum Beispiel bei Fußballern: da brauchen wir noch mehr neuro-muskuläres Training. Das Zusammenspiel von Nerv und Muskel, gekoppelt mit Präzision unter Zeitdruck ist extrem wichtig. Versuchen Sie mal auf einer Linie in hoher Geschwindigkeit und dabei exakt entlang zu laufen.“
Die Reha von Verletzungen im Spitzensport ist in Deutschland dafür hoch professionell.
Schwer verletzt und trotzdem schnell wieder fit – wie machen die das?
Wir Hobby-Sportler reiben uns oft verwundert die Augen. Gerade noch wurde unser Idol auf der Trage vom Fußballrasen gebracht und musste sich einer schwierigen OP unterziehen. Doch nach 8-12 Wochen sehen wir die Stars oft schon wieder im Spiel, während wir immer noch an einer kleinen Zerrung zu knabbern haben. Wie geht das?

4-6 Stunden Reha am Tag und eine „Wunderkammer“ voller Möglichkeiten

Prof. Froböse gibt einen Einblick in die Welt der Spitzensport-Medizin: „Im Leistungssport haben wir allein schon eine höhere Dichte in der Reha. Unsere Athleten haben 4 bis 6 Stunden Reha – jeden Tag! Ein Breitensportler bekommt 1-2 mal pro Woche Physiotherapie, das ist absurd. Da komme ich nicht an die alte Leistung heran.“ Dazu kommt die viel höhere Qualität. Viele Sportler bekommen relativ schnell nach der OP zuerst eine Unterwasser-Therapie. Dann gibt es die sogenannten Vakuum-Therapie – Laufbänder, auf denen der Athlet, fast wie in einer Schwerelosigkeit, geht. Die Beine und der Oberkörper sind dabei quasi getrennt, der Oberkörper schaut aus dem Vakuum heraus und schon kann er „schwerelos“ joggen, ohne irgendwelche Strukturen zu belasten. Froböse: „Wichtig ist auch unsere Eiskammer. In Shorts, mit Schuhen, Handschuhen und Mütze gehen die Sportler bei unter minus 100 Grad Celsius(!) da hinein. Die Kälte wirkt gegen Entzündungen und setzt physiologische Reize. Neben den normalen Sportphysiotherapien haben wir natürlich auch modernste Trainingsgeräte, arbeiten mit Vibration, Elektrostimulation und vielem mehr. Da gibt“s eine ganze Wunderkammer an Möglichkeiten.“

Das Wichtige ist, so Froböse, dass der Sportler wirklich schnell an seine Leistung wieder anschließt. Ein „bisschen“ reicht da nicht. Schließlich darf zum Beispiel ein Fußball-Spieler nach einer Sportverletzung nicht statt 50 Millionen Euro plötzlich nur noch 20 Millionen Euro wert sein.
Doch obwohl viele Sportler gleich gut in ihren Leistungen sind, bringen sie häufig völlig unterschiedliche biologische, körperliche Voraussetzungen mit. Prof. Froböse: „Bei Sportlern mit schwachem Bindegewebe zum Beispiel, müssen wir vorsichtiger sein. Da dürfen wir nicht zu früh beginnen.“

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