Tag Archives: Haftpflichtversicherung

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Unfälle mit E-Scootern vermeiden – Tipp der Woche der ERGO Versicherung

Experten der ERGO Group informieren

Dimitar Gouberkov, Unfallexperte von ERGO:

Ab dem 15. Juni 2019 ist es so weit: Elektroroller, sogenannte E-Scooter, dürfen auch in Deutschland auf öffentlichen Radwegen und Straßen unterwegs sein. Die Gefährte sind komfortabel – gleichzeitig aber auch gefährlich. Das zeigen Erfahrungen aus Österreich: Alleine im letzten Quartal 2018 gab es dort 200 Unfälle mit E-Scootern. Besonders häufig sind schwere Kopfverletzungen, aber auch Knochenbrüche sowie offene Verletzungen an den Händen. Gefährlich sind vor allem Bordsteinkanten, Schlaglöcher, Abbiegevorgänge, Spurrillen oder das „Übersehen-werden“ durch andere Verkehrsteilnehmer. Um die Sicherheit zu erhöhen, empfiehlt es sich, einen Helm zu tragen. Das senkt das Risiko von Schädel-Hirn-Traumata erheblich. Wichtig ist auch rücksichtsvolles und umsichtiges Fahren, denn auch für Fußgänger erhöht sich das Risiko. Beim Gehen bewegen sich Menschen mit nur etwa 4 km/h. Stoßen sie dann mit einem anderen Spaziergänger zusammen, verläuft das meist glimpflich. Ein E-Scooter fährt dagegen fünf Mal schneller: Kollidiert er mit einem Fußgänger, wäre dies mit dem Zusammenstoß von zwei schnellen Läufern vergleichbar. Insbesondere für Kinder und Senioren kann das schwere Folgen haben. Besondere Aufmerksamkeit gilt in Kreuzungsbereichen. Hier langsam nähern und umschauen, um nicht in den toten Winkel anderer Verkehrsteilnehmer zu geraten – ähnlich wie beim Fahrradfahren. Denn immer wieder kommt es zu schweren Verkehrsunfällen mit Rechtsabbiegern. Für eine bessere Sichtbarkeit sorgen helle Kleidung und Reflektoren. Wer das erste Mal auf einen E-Scooter steigt, sollte den Umgang damit im verkehrsfreien Raum üben. Unfälle auf dem Weg zur Schule oder der Arbeitsstelle sind übrigens von der gesetzlichen Unfallversicherung gedeckt. Wer in der Freizeit viel E-Scooter fahren möchte, für den ist eine private Unfallversicherung sinnvoll. Sie würde beispielsweise die Kosten für längere Therapien, Hilfe- und Rehaleistungen übernehmen. Kommt es in Folge eines Unfalls zu einer Behinderung, unterstützt die private Unfallversicherung mit Kapital- und Rentenleistungen. Außerdem wichtig: Beim Kauf darauf achten, dass der E-Scooter eine Allgemeine Betriebserlaubnis hat. Zudem muss der Käufer die gesetzlich vorgeschriebene Haftpflichtversicherung abschließen. Ansonsten können die Roller nämlich nur auf Privatgrundstücken genutzt werden.
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Über die ERGO Group AG
ERGO ist eine der großen Versicherungsgruppen in Deutschland und Europa. Weltweit ist die Gruppe in 30 Ländern vertreten und konzentriert sich auf die Regionen Europa und Asien. Unter dem Dach der Gruppe agieren mit der ERGO Deutschland AG, ERGO International AG, ERGO Digital Ventures AG und ERGO Technology & Services Management vier separate Einheiten, in denen jeweils das deutsche, internationale, Direkt- und Digitalgeschäft sowie die globale Steuerung von IT und Technologie-Dienstleistungen zusammengefasst sind. 40.000 Menschen arbeiten als angestellte Mitarbeiter oder als hauptberufliche selbstständige Vermittler für die Gruppe. 2018 nahm ERGO 19 Milliarden Euro an Gesamtbeiträgen ein und erbrachte für ihre Kunden Brutto-Versicherungsleistungen in Höhe von 15 Milliarden Euro. ERGO gehört zu Munich Re, einem der weltweit führenden Rückversicherer und Risikoträger.
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Mit Zerstörungskraft: Die Wurzeln in Nachbars Garten

R+V-Infocenter: Baumbesitzer haftet für Schäden

Wiesbaden, 5. Juni 2019. Bäume halten sich nicht an Grundstücksgrenzen. Wenn sich das Wurzelgeflecht beim Nachbarn ausbreitet und sich dadurch seine Terrasse wölbt oder Risse im Carport auftreten, haftet der Baumbesitzer unter Umständen für die Schäden, warnt das Infocenter der R+V Versicherung.

Ein Fall für die Haftpflichtversicherung
Wenn Baumwurzeln über eine Grundstücksgrenze hinauswachsen, brauchen die Besitzer nicht sofort zu handeln. Anders verhält es sich jedoch bei Schäden. „Es kommt vor, dass auf dem Nachbargrundstück Pflastersteine angehoben werden und sich Risse im Mauerwerk bilden“, sagt Ferenc Földhazi, Haftpflichtexperte bei der R+V Versicherung: „Zudem können die Wurzeln in Leitungen, Teichfolien und Nutzgartenflächen hineinwachsen.“ In solchen Fällen muss der Besitzer des Baumes für Schäden aufkommen und die Wurzeln beseitigen.

Tut er dies nicht, darf der Nachbar nach einer angemessenen Frist selbst handeln und die Wurzeln kappen. Zudem kann er dem Baumbesitzer die Kosten für Reparaturen in Rechnung stellen. „Die Voraussetzung für dieses Vorgehen ist, dass die Wurzeln tatsächlich für Schäden oder eine andere wesentliche Beeinträchtigung verantwortlich sind“, sagt R+V-Experte Földhazi. Wohnt der Baumbesitzer auf dem Grundstück, kommt meist die Privathaftpflichtversicherung für Schäden durch Baumwurzeln auf dem Nachbargrundstück auf. Andernfalls bietet eine separate Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung Schutz.

Weitere Tipps des R+V-Infocenters:
– Der Geschädigte kann nur verlangen, dass die betroffenen Wurzeln entfernt werden müssen, nicht aber der komplette Baum.
– Wer die Wurzeln kappt, muss immer auf die Standsicherheit des Baumes achten.
– Um Schäden durch Baumwurzeln zu vermeiden, können Grundstückseigentümer eine Wurzelsperre einsetzen. Das ist auch nachträglich möglich.
– Wenn Gartenbesitzer neue Bäume pflanzen, sollten sie ausreichend Abstand zum Nachbargrundstück halten. Bei vielen Bäumen erreicht das Wurzelgeflecht einen Umfang, der etwa der ausgewachsenen Krone des Baumes entspricht. Baumschulen können hier Rat geben.

Das R+V-Infocenter wurde 1989 als Initiative der R+V Versicherung in Wiesbaden gegründet. Es informiert regelmäßig über Service- und Verbraucherthemen. Das thematische Spektrum ist breit: Sicherheit im Haus, im Straßenverkehr und auf Reisen, Schutz vor Unfällen und Betrug, Recht im Alltag und Gesundheitsvorsorge. Dazu nutzt das R+V-Infocenter das vielfältige Know-how der R+V-Fachleute und wertet Statistiken und Trends aus. Zusätzlich führt das R+V-Infocenter eigene Untersuchungen durch: Die repräsentative Langzeitstudie über die „Ängste der Deutschen“ ermittelt beispielsweise bereits seit 1992 jährlich, welche wirtschaftlichen, politischen und persönlichen Themen den Menschen am meisten Sorgen bereiten.

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Werkzeug als Einbruchshelfer: Garagen gut sichern

Wiesbaden, 30. April 2019. Schlecht gesicherte Eingänge überwinden Einbrecher in Sekundenschnelle. Neben Fenstern und Türen gehören auch Garagen zu den größten Schwachstellen an Häusern. Wenn die Langfinger das dort lagernde Werkzeug nutzen, haben die Bewohner unter Umständen sogar grob fahrlässig gehandelt, warnt das Infocenter der R+V Versicherung.

Einbrecher nutzen Schwachstellen
Einbrecher schlagen bundesweit rund 270 mal pro Tag zu, so die Polizeiliche Kriminalstatistik. Dabei gehen sie am liebsten den Weg des geringsten Widerstands – also beispielsweise durch die Garage. „Gerade im Sommer stehen Garagen viel offen oder sind nicht abgeschlossen. Wenn es einen direkten Zugang von der Garage zum Haus gibt, ist das eine Einladung für Einbrecher“, sagt Expertin Christine Gilles von der R+V Versicherung.

Doch auch der Inhalt der Garage ist für Einbrecher oft attraktiv. Neben wertvollen Fahrrädern finden sie dort oft auch Werkzeuge wie Brechstangen oder Akkubohrer, die sich ideal für einen Aufbruch eignen. Dann müssen sich die Besitzer unter Umständen sogar den Vorwurf gefallen lassen, dass sie grob fahrlässig gehandelt haben. „Das könnte beispielsweise passieren, wenn das Werkzeug für längere Zeit öffentlich sichtbar gelagert wird“, erklärt R+V-Expertin Gilles. „Das hängt aber vom jeweiligen Einzelfall ab. Und einige Versicherungen übernehmen den Schaden dann trotzdem.“

Garage möglichst abschließen
Die Expertin rät deshalb, das Garagentor nur so kurz wie unbedingt nötig offen stehen zu lassen und bei Abwesenheit immer abzuschließen. So haben Langfinger nur wenig Einblick in die genauen Örtlichkeiten und die gelagerten Gegenstände. „Außerdem lohnt es sich, auf den Sicherheitsstandard von Garagentoren und Verbindungstüren zu achten“, sagt Gilles.

Weitere Tipps des R+V-Infocenters:
– Auch Leitern sind Einbruchshelfer. Sie sollten deshalb gut gesichert und nicht einsehbar gelagert werden.
– Während eines Urlaubs gilt dies auch für Gartenmöbel, Regen- und Mülltonnen – denn auch sie können den Einstieg für Einbrecher erleichtern.

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Die erste eigene Wohnung

Welche Versicherungen sind sinnvoll?

1A-Versichert erklärt, welche Versicherungen beim Umzug in die eigene Wohnung wichtig sind.

Die Privathaftpflichtversicherung

Oft schon bei Erreichen der Volljährigkeit, spätestens aber mit dem Auszug aus dem elterlichen Haushalt erforderlich: Die Privathaftpflichtversicherung, die vor Schäden schützt, die man an der Person oder dem Eigentum Dritter verursacht. Unbedingt zu empfehlen, da solche Schäden schnell sehr teuer werden können. Einige Vermieter verlangen sogar vor Einzug einen Nachweis über das Vorhandensein einer Privathaftpflichtversicherung. Wichtig ist, bei Abschluss eine angemessene Deckungshöhe zu wählen.

Die Hausratversicherung

Besitzt man Mobiliar oder wertvolle Gegenstände, kann sich auch eine Hausratversicherung lohnen, die vor Schäden und Diebstahl schützt. Viele Versicherer bieten Kombiprodukte für Privathaftpflicht- und Hausratversicherung an, die häufig günstiger sind als der Tarif für die einzelnen Produkte. Mit dem Zusatz „einfacher Diebstahl auswärts“ schützt man sich zusätzlich unterwegs und hat so Anspruch auf die Erstattung eines gestohlenen Velos oder Handys.

Die Rechtsschutzversicherung (Verkehr & Privat)

Nicht immer verläuft das Zusammenleben im Mietverhältnis harmonisch, auch mit dem Vermieter kann es zu Auseinandersetzungen kommen. Um hier bei einer juristischen Auseinandersetzung geschützt zu sein, lohnt sich der Abschluss einer Rechtsschutzversicherung. Diese kommt im Streitfall für Anwalts- und Verfahrenskosten auf. Bei Rechtsschutzversicherungen unbedingt auf freie Anwaltswahl achten.

Als Fahrzeughalter kann auch eine Verkehrsrechtsschutzversicherung nützlich sein. Diese gibt es als separate Versicherung oder als Kombipaket in einer Rechtsschutzversicherung. Bei Verwicklung in einen Unfall hilft die Verkehrsrechtsschutzversicherung, den Anspruch auf Schadenersatz und ungerechtfertigte Forderungen abzuwehren. Auch bei Schwierigkeiten mit der eigenen Autoversicherung unterstützt Sie der Verkehrsrechtsschutz, ebenso bei Strafverfahren infolge der Verletzung der Strassenverkehrsregeln – und dies sogar, wenn man zu Fuss oder mit dem Tram unterwegs ist.

Die Krankenversicherung – Änderungen anmelden

Auch bei der Krankenkasse gibt es Veränderungen: Familienrabatt und auch Deckungen können bei dem Auszug aus dem Elternhaus wegfallen. Deshalb unbedingt den Umzug frühzeitig melden und die Versicherungsdeckung prüfen. Für junge Leute, die selten zum Arzt gehen, lohnt sich oft der Wechsel in ein Hausarzt- oder Telemedizinmodell. Auch das Heraufsetzen der Franchise kann helfen, die monatliche Prämie gering zu halten.

Jugendtarife helfen beim Sparen

Nimmt man alle empfohlenen und obligatorischen Versicherungen zusammen, kann das am Ende des Monats ganz schön teuer werden. Gerade für junge Menschen in Ausbildung oder mit dem Gehalt eines Berufseinsteigers kann das eine erhebliche finanzielle Belastung darstellen. Viele Versicherer bieten deshalb spezielle Tarife für junge Leute an, mit denen sich einige Franken sparen lassen. Abgeschlossen werden können diese Tarife normalerweise bis zum 25. Lebensjahr. Manche haben sogar eine eigene „Jugendversicherung“ im Angebot, die verschiedenen Angebote, wie z.B. Haftpflicht und Rechtsschutz, kombiniert.

„Die erste eigene Wohnung – welche Versicherungen sind sinnvoll“ auf 1A-Versichert.ch

Acklin und Partner ist als unabhängiger Versicherungsbroker keinem Anbieter verpflichtet. Wir kennen die Stärken und Dienstleistungen der einzelnen Gesellschaften und sind deshalb in der Lage, Ihnen für Ihre Versicherungsbedürfnisse die bestmögliche Lösung zu erarbeiten. Diese Unabhängigkeit erschliesst Möglichkeiten, bedeutet aber auch Verpflichtung. Mit den besten Ressourcen, Produkten und Fachleuten kommen wir dieser Verpflichtung nach – einfach, vertrauenswürdig und kompetent. Als Partner sind wir für die ganzheitliche Betreuung in Versicherungs- und Vorsorgefragen Ihr erster Ansprechpartner.

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Grünes Mofa-Kennzeichen ab 1. März: Versicherungsschutz nur mit gültigem Kennzeichen

Ab dem 1. März 2019 benötigen Kleinkrafträder wie Mofas, Mopeds oder E-Bikes ein neues Versicherungskennzeichen mit grüner Schrift. Das neue Nummernschild löst das ungültig gewordene, blaue Schild des Vorjahres ab und gilt wieder für ein Jahr bis zum 29.02.2020. Wer nicht termingerecht umstellt, besitzt ab diesem Datum keinen Versicherungsschutz mehr und darf somit nicht am Straßenverkehr teilnehmen. Der Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz ist zugleich strafbar. Mofa- und Mopedfahrer erhalten das neue Versicherungskennzeichen 2019/2020 bei GVV-Privat bereits ab 39 Euro. Für künftige Pkw-Fahrer wissenswert: Unfallfreies Fahren von Kleinkrafträdern wirkt sich bei GVV-Privat positiv auf die Schadenfreiheitsklasse beim Einstieg in die Kfz-Versicherung aus.

Anders als Pkw müssen Mofas und Mopeds für den Betrieb auf öffentlichen Straßen nicht bei einer Zulassungsstelle angemeldet werden. Eine Betriebserlaubnis und ein Versicherungskennzeichen reichen. Die Farbe des erforderlichen Kleinkraftrad-Kennzeichens wechselt jährlich zwischen Blau, Grün und Schwarz – Stichtag ist jeweils der 1. März. Um Manipulationen zu vermeiden, ist auf den Schildern das Gültigkeitsjahr aufgedruckt. Die gesetzliche Regelung gilt für alle zulassungsfreien Kleinkrafträder inklusive drei- und vierrädrige Kfz wie Trikes und Quads.

Günstige Haftpflicht und Teilkasko bei GVV-Privat

Die gesetzlich vorgeschriebene Haftpflichtversicherung erhalten Mofa- und Mopedfahrer bei GVV-Privat ab jährlich 39 Euro bei einer Versicherungssumme von 100 Mio. Euro. Sie übernimmt den berechtigten Schadensersatzanspruch eines Dritten, wenn der Schaden durch einen selbst verschuldeten Unfall verursacht wurde.

Ab 69 Euro pro Jahr ist auch die Teilkasko enthalten. Abgesichert sind dann z.B. auch der Fahrzeugdiebstahl, Unwetterschäden sowie Folgeschäden aus Tierbiss und Tierkollision

Die Mofa-Versicherung von GVV-Privat kann online unter www.gvv.de/mofa abgeschlossen werden. Das grüne Kennzeichen 2019/2020 samt Versicherungsschein wird umgehend per Post zugesendet.

Die GVV-Privatversicherung AG mit Sitz in Köln ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der GVV-Kommunalversicherung VVaG. Während das Mutterunternehmen seit 1911 Versicherungsschutz für Kommunen, kommunale Unternehmen und Sparkassen bietet, konzentrierte sich die Geschäftstätigkeit von GVV-Privat ursprünglich auf den Versicherungsbedarf der dort beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Heute steht GVV-Privat allen Privatpersonen in Deutschland offen. Das Portfolio umfasst die die Kfz-, Privathaftpflicht-, Unfall-, Wohngebäude- und Hausratversicherung.

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„Sharing Economy“: Teilen statt besitzen – Verbraucherinformation der ERGO Group

Welche Angebote gibt es und was ist zu beachten?

Vom Auto über Babykleidung oder Werkzeug bis hin zur Unterkunft: Verbraucher können heutzutage fast alles leihen, tauschen oder mieten – die Digitalisierung macht“s möglich. Was die sogenannte „Sharing Economy“ alles bietet und was Interessierte dabei beachten sollten, weiß Dieter Sprott, Experte der ERGO Direkt Versicherungen. Michaela Rassat, Juristin der D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH (D.A.S. Leistungsservice), klärt über rechtliche Grundlagen und Haftung auf.

Das Tauschen und Teilen von Gütern ist seit jeher Bestandteil der menschlichen Kultur. „Die Sharing Economy hat dem Thema neue Popularität verliehen“, so Dieter Sprott. 2017 nutzten 39 Prozent der Deutschen entsprechende Angebote, wie die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC in einer Studie belegt. Dabei gaben die Befragten im Schnitt 884 Euro aus. Und das Interesse wächst weiter – insbesondere bei der jüngeren Generation.

Welche Formen des Teilens gibt es?

Längst haben auch große Unternehmen das Motto „Teilen statt besitzen“ für sich entdeckt. „Doch neben bekannten Vertretern der Sharing Economy wie zum Beispiel der Übernachtungsplattform Airbnb existieren noch viele weitere kommerzielle Anbieter sowie private Initiativen und Nachbarschaftshilfen“, sagt der ERGO Direkt Experte. Zu den Sharing-Plattformen mit gemeinnützigem Charakter zählt unter anderem Foodsharing. Über diesen Anbieter können Verbraucher und Unternehmen überschüssige Lebensmittel an soziale Einrichtungen oder Privatpersonen verschenken. Auch die Plattform Kleiderkreisel für Secondhandmode wirbt mit sozialen Aspekten wie dem Eintritt in eine gleichgesinnte Community und nachhaltigem Konsum. Genau wie Airbnb gehört Kleiderkreisel zu den dezentralen Plattformen. Diese treten lediglich als Vermittler zwischen Anbieter und Nutzer auf und können hierfür geringe Gebühren verlangen. Bei zentralen Plattformen sind es nicht Privatpersonen, sondern Unternehmen, die ein Produkt oder eine Dienstleistung bereitstellen. Drivenow oder Car2go sind Beispiele für dieses Sharing-Modell. Hybride Plattformen wie Uber vereinen beide Formen, indem sie die Preise und die Rahmenbedingungen für Leistungen von Privatpersonen festlegen.

Rechtliche Grundlagen

Beim Tauschen und Schenken ist die Rechtslage eindeutig: Haben sich beide Parteien geeinigt und die Ware hat den Besitzer gewechselt, bestehen keine gegenseitigen Ansprüche mehr. Anders ist es beim Leihen oder Mieten – rechtlich betrachtet sind das unterschiedliche Vertragsverhältnisse. Der Hauptunterschied liegt darin, dass die Leihe unentgeltlich ist. Bietet jemand beispielsweise Cargo-Bikes gegen eine Gebühr an, so handelt es sich für gewöhnlich um ein Mietverhältnis. Im Leihverhältnis muss der Entleiher lediglich die Kosten zahlen, die für die Erhaltung des Ausleihgegenstandes notwendig sind – wie etwa bei einer Maschine das Schmieröl. Die Kosten für die Anschaffung dürfen Verleiher dem Entleiher nicht berechnen. Darüber hinaus gibt es weitere Unterschiede: „Wer etwas verleiht, ist im Gegensatz zum Vermieter nicht für die Instandhaltung verantwortlich. Er kann den entliehenen Gegenstand zurückfordern, sobald der Entleiher Gelegenheit gehabt hat, diesen zu nutzen – oder nach Ablauf einer vereinbarten Frist“, erklärt die D.A.S. Juristin. Der Entleiher darf den geliehenen Gegenstand nicht an eine weitere Person weiterverleihen. Auch wenn eine Leihe unentgeltlich ist, handelt es sich dennoch um ein gesetzlich geregeltes Vertragsverhältnis, bei dem sich zwei Vertragspartner rechtlich binden. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn sich ein Gartenbesitzer über ein Sharing-Portal unentgeltlich von einem Fremden den Rasenmäher ausleiht. Leiht sich ein Nachbar vom anderen einen Rasenmäher, handelt es sich in aller Regel nicht um ein Vertragsverhältnis, sondern um eine reine Gefälligkeit. „Verlangen die Eigentümer von Gegenständen in einem Sharing-Portal kein Geld, kommt ein Leihvertrag zustande. Sobald der Verleiher auch nur eine kleine Gebühr fordert, die nichts mit nachvollziehbaren Erhaltungskosten zu tun hat, ist in der Regel von einem Mietvertrag über einen beweglichen Gegenstand auszugehen“, so Rassat. „Dies hat unter anderem auch Folgen für die Haftung.“

Haftung bei Schäden

„Vor allem nicht kommerzielle Sharing-Modelle bergen bei Haftungsfragen im Schadensfall sowie bei Qualitäts- und Sicherheitsmängeln leider einige rechtliche Grauzonen“, gibt die D.A.S. Expertin zu bedenken. „So haftet das Sharing-Portal selbst meist für nichts. Denn es tritt nur als Vermittler auf. Manche Portale haben eigene Absicherungssysteme entwickelt, bei denen Verbraucher jedoch genau hinschauen sollten – hier lohnt sich ein Blick in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Zudem ist in manchen Fällen unklar, ob ein Leih- oder Mietverhältnis zugrunde liegt.“ Generell gilt: Wer Gegenstände leiht oder mietet, muss bei selbst verschuldeten Schäden oder bei Verlust dem Eigentümer den Schaden aus eigener Tasche ersetzen. Denn er haftet gegenüber dem Eigentümer. Die Privat-Haftpflichtversicherungen decken dieses Risiko in der Regel jedoch nicht ab. „Für Abnutzungserscheinungen, die beim vertragsmäßigen Gebrauch der Sache entstanden sind, muss der Entleiher oder Mieter hingegen nicht aufkommen“, ergänzt die Rechtsexpertin mit dem Hinweis auf § 602 und § 538 Bürgerliches Gesetzbuch. Auch der Verleiher ist haftbar – allerdings nur, wenn er den Schaden aus Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit verursacht hat. Dies gilt auch für Folgeschäden beim Entleiher, zum Beispiel, wenn der Verleiher ein offensichtlich defektes elektrisches Gerät verleiht und sich der Entleiher daran einen Stromschlag holt. Bei einer Vermietung ist die Haftung des Vermieters umfangreicher: Hier reicht neben Vorsatz bereits leichte Fahrlässigkeit – beispielsweise wenn der Vermieter eines Airbnb-Zimmers sein Gebäude nicht regelmäßig wartet, sodass Wasser durch das Dach tropft und das Gepäck des Mieters durchnässt. „Lagen die Sachmängel bereits bei der Übergabe vor, ohne dass der Mieter diese erkennen konnte oder treten sie während der Mietdauer auf, dann hat der Mieter sogar ein Recht auf Mietminderung“, erläutert die Juristin. „In einigen Fällen können jedoch Vermieter ihre gesetzliche Haftung durch vertragliche Vereinbarungen ausschließen.“ Daher ihr Rat: Sowohl die AGB des Portals als auch einen möglichen Miet- oder Leihvertrag mit dem direkten Vertragspartner genau lesen. Übrigens: Wer im Rahmen eines Sharing-Modells regelmäßig bestimmte Leistungen anbietet und damit Umsatz erzielt, muss möglicherweise ein Gewerbe anmelden.
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Wer haftet für Schäden beim Umzug? – Verbraucherinformation der ERGO Group

Pleiten, Pech und Umzugspannen

Wer haftet für Schäden beim Umzug? - Verbraucherinformation der ERGO Group

Auf dem ins neue Zuhause kann schnell etwas schiefgehen.
Quelle: ERGO Group

Bei einem Umzug ist viel zu tun. Häufig helfen daher Freunde und Familie beim Packen und Verladen. Lassen sie dabei die teure Lampe fallen, kommt es schnell zum Streit. Wer dafür haftet und wer für Schäden durch Umzugsunternehmen aufkommt, weiß Michaela Rassat, Juristin der D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH (D.A.S. Leistungsservice). Welche Versicherung im Fall der Fälle hilft, erklärt Rolf Mertens, Versicherungsexperte von ERGO.

Private Umzugshelfer

Gerade bei unerfahrenen, privaten Umzugshelfern passiert schnell mal ein Missgeschick. „Grundsätzlich haftet der Verursacher für Schäden am Eigentum von anderen“, erklärt Michaela Rassat und verweist auf § 823 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB). „Packen aber Freunde oder Familie bei einem Umzug mit an, ist die Haftung eingeschränkt. Denn sie helfen aus reiner Gefälligkeit.“ Gerichte gehen hier in der Regel davon aus, dass beide Parteien stillschweigend einen Haftungsausschluss vereinbart haben – zumindest für Schäden aufgrund leichter Fahrlässigkeit. Um möglichen Konflikten aus dem Weg zu gehen, rät die D.A.S. Expertin, schriftlich zu vereinbaren, dass die Helfer bei leichter Fahrlässigkeit von der Haftung für Schäden freigestellt sind.

Eine Privat-Haftpflichtversicherung kann Streit verhindern

Wie in vielen Bereichen des Lebens ist auch bei einem Umzug für den Helfer eine Privat- Haftpflichtversicherung sinnvoll. „Er sollte aber unbedingt einen Blick in seinen Vertrag werfen, ehe er Hand anlegt. Die meisten Versicherten gehen zwar davon aus, dass ihre Haftpflicht für derartige Schäden aufkommt, die sie anrichten. Tatsächlich aber ist dies bei Gefälligkeitshandlungen nicht zwangsläufig der Fall“, warnt ERGO Experte Rolf Mertens. So zum Beispiel, wenn jemand versehentlich einen Karton mit wertvollem Porzellan fallen lässt. Der Helfer kann damit jedoch in ein moralisches Dilemma geraten – denn viele Menschen wollen ihre Freunde nicht auf dem Schaden sitzen lassen. „Inzwischen bieten deshalb einige Versicherer Tarife an, die auch Schäden aus Gefälligkeitshandlungen einschließen“, weiß Rolf Mertens. „Bei ERGO gilt dieser Schutz sogar bis 50.000 Euro und ist sinnvoll für alle, die auf Nummer sicher gehen wollen. Wenn dann beim Umzug etwas kaputt geht, deckt die Versicherung den Schaden finanziell ab – und kann so im Ernstfall Freundschaften retten.“

Besser ein Umzugsunternehmen?

Anders ist die Haftung geregelt, wenn ein Umzugsunternehmen gegen Bezahlung den kompletten Umzug übernimmt – also vom Packen der Kartons im alten Heim bis zum Auspacken und Einräumen im neuen Zuhause. Geht dann etwas schief, haftet das Unternehmen in der Regel bereits bei leichter Fahrlässigkeit. Aber nur dann, wenn seine Mitarbeiter die Schäden verschuldet haben. „Wer sein Hab und Gut selbst in Umzugskartons packt, kann vom Unternehmen keinen Schadenersatz verlangen, wenn beispielsweise beim Transport etwas zu Bruch geht“, erklärt die Juristin. Allerdings sind auch Firmen in ihrer Haftung beschränkt: Sie haften nach § 451e des Handelsgesetzbuches bis maximal 620 Euro pro Kubikmeter Umzugsgut. Wichtig zu wissen: Verunfallt das Transportfahrzeug wegen eines sogenannten unabwendbaren Ereignisses, beispielsweise Blitzeis, gilt nach den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der meisten Unternehmen ein Haftungsausschluss. Auch bei Beschädigung von besonderen Wertsachen wie Schmuck und Antiquitäten kann eine Haftung vertraglich ausgeschlossen sein. Der Kunde bleibt in solchen Fällen ohne finanziellen Ausgleich auf seinen Scherben sitzen. Äußerlich erkennbare Schäden am Umzugsgut sollte der Kunde unbedingt spätestens am nächsten Tag dem Unternehmen anzeigen. Für nicht erkennbare Schäden hat er 14 Tage Zeit. Bei Missachtung dieser Fristen verliert er seinen Anspruch auf Schadenersatz. Allerdings gilt dies nur, wenn das Unternehmen den Kunden vorher auf die Fristen hingewiesen hat, beispielsweise im Umzugsvertrag.
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Neue Tarifgeneration in der Haftpflicht-, Hausrat- und Wohngebäudeversicherung

Neue Tarifgeneration in der Haftpflicht-, Hausrat- und Wohngebäudeversicherung

(Mynewsdesk) (November 2018) Eine neue Produktgeneration in der Sach-/Haftpflichtversicherung hat jetzt die SIGNAL IDUNA Gruppe, Dortmund/Hamburg, herausgebracht. Optionale Zusatzbausteine komplettieren dabei den Versicherungsschutz gemäß des individuellen Bedarfs.

In der Haftpflichtversicherung, die in den Produkt-Linien „Premium“, „Basis“ und „Pur“ erhältlich ist, beträgt die Deckungssumme in der Spitze 75 Millionen Euro für Personen-, Sach- und Vermögensschäden. Damit bietet die SIGNAL IDUNA bei einem marktüberdurchschnittlichen Preis-Leistungs-Verhältnis die höchste Deckungssumme am Markt. Dazu sind in allen Produkt-Linien auch Schäden durch deliktunfähige Personen mitversichert: in „Premium“ bis zu einer Million Euro bei Sach- und 75 Millionen Euro bei Personenschäden. Dabei sind auch Drohnen bis zu einem Fluggewicht von fünf Kilogramm im Versicherungsschutz eingeschlossen, und zwar bis zur Deckungssumme.

Eine weitere Neuerung ist die Neuwertentschädigung: Der Versicherte kann entscheiden, ob der Geschädigte den Zeitwert erstattet oder einen Entschädigung in Höhe des Neuwerts bekommt. Dies gilt für Sachen, die nicht älter als ein Jahr sind und im Wert unter 5.000 Euro liegen. Sind bei einem Schadenfall Verwandte oder Freunde betroffen, lässt sich so der Gefahr eines Streits aus dem Wege gehen. Der Versicherungsschutz lässt sich durch die Zusatzbausteine „Tiere“, „Auto“ und „Dienst-/Amtshaftpflicht“ ergänzen.

Übrigens: Wer aus seiner Haftpflichtversicherung in die Produkt-Linie „Premium“ der SIGNAL IDUNA wechselt, profitiert von der Vorversicherergarantie. Alle Leistungen aus dem bisherigen Vertrag sind automatisch mitversichert.

Die Hausratversicherung bietet in den erhältlichen Varianten „Premium“, „Basis“ und „Pur“ Versicherungsschutz in fast unbegrenzter Höhe. Die SIGNAL IDUNA verzichtet auf umständliche Wertermittlung. Hier reicht es einfach, die korrekte Quadratmeterzahl des versicherten Wohnraums mitzuteilen, um den gesamten Hausrat mit seinem Wiederbeschaffungswert zu versichern und das ohne Höchstentschädigungsgrenzen. Eine Besonderheit der Variante „Premium“: Sie enthält ein Diebstahlpaket, über das auch Taschen- und Trickdiebstahl versichert ist.

Als Zusatzbaustein erhältlich ist beispielsweise „Fahrrad“, mit dem sich der Drahtesel in 1.000-Euro-Schritten bis zu einer Summe von 10.000 Euro („Premium“) bedarfsgerecht absichern lässt. Der modernen vernetzten Welt trägt der Baustein „Smart Home“ Rechnung, eine innovative Allgefahrenabsicherung. Hierüber sind alle vernetzten, internetfähigen und im Smart Home eingebundenen Geräte abgesichert, die nicht fest mit dem Gebäude verbunden ist. Weitere Bausteine sind „Elementar“, „Unterwegs“ und „Haushaltsglas“.

Ebenfalls unbegrenzt versichert ist das eigene Heim über die Tarifvarianten „Premium“ und „Basis“ in der Wohngebäudeversicherung. Ist die Immobilie aufgrund eines versicherten Schadens unbewohnbar, leistet die Wohngebäudeversicherung für einen eventuell nötigen Hotelaufenthalt: in der Variante Premium sogar für 365 Tage bis zu einer Höhe von 500 Euro pro Tag. Hier bietet die SIGNAL IDUNA Leistungen, die über dem Marktdurchschnitt liegen.

Der analog zur Hausratversicherung hinzuversicherbare Zusatzbaustein „Smart Home“ bietet Versicherungsschutz für moderne Haus- und Umwelttechnik. Dieser umfasst beispielsweise Photovoltaik- und Solarthermieanlagen, aber auch steuerbare Jalousien und Beschattungen, Licht- und Heizungsanlagen. Weitere optionale Zusatzbausteine sind „Elementar“, „Ableitungsrohre“ und „Wohngebäudeglas“.

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Die SIGNAL IDUNA Gruppe geht zurück auf kleine Krankenunterstützungskassen, die Handwerker und Gewerbetreibende vor über 100 Jahren in Dortmund und Hamburg gegründet hatten. Heute hält die SIGNAL IDUNA das gesamte Spektrum an Versicherungs- und Finanzdienstleistungen für alle Zielgruppen bereit.

Der Gleichordnungskonzern betreut mehr als zwölf Millionen Kunden und Verträge und erzielt Beitragseinnahmen in Höhe von rund 5,6 Milliarden Euro.

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Sturmsicherer Garten: Bäume im Herbst überprüfen

R+V-Infocenter: Gartenbesitzer müssen die Allgemeinheit vor Gefahren schützen

Sturmsicherer Garten: Bäume im Herbst überprüfen

Wiesbaden, 9. Oktober 2018. Herbstzeit ist Sturmzeit: Wer Bäume im Garten hat, sollte sie jetzt gründlich checken. Denn abgerissene Äste oder komplett entwurzelte Bäume können Passanten verletzen und Schäden auf dem Nachbargrundstück anrichten. Dann muss der Eigentümer unter Umständen dafür aufkommen, warnt das R+V-Infocenter.

Haftung möglich
Grundsätzlich gilt: Gartenbesitzer müssen die Allgemeinheit vor Gefahren schützen, die von ihrem Grundstück ausgehen – und damit auch von maroden Bäumen. Experten empfehlen deshalb, die „grünen Riesen“ einer regelmäßigen Kontrolle zu unterziehen, am besten jedes Jahr. Alte Bäume brauchen dabei mehr Aufmerksamkeit als junge.

„Für die Haftung kann entscheidend sein, ob der Baum durch einen Sturm entwurzelt oder umgeknickt wurde oder ob eine eventuelle Vorschädigung dazu beigetragen hat“, sagt Ferenc Földhazi, Haftpflichtexperte bei der R+V Versicherung. Wenn der Baum erkennbar vorgeschädigt war, muss der Eigentümer unter Umständen für den entstandenen Schaden geradestehen. „In der Regel springt hierfür jedoch – sofern vorhanden – die Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung ein“, so R+V-Experte Földhazi. War der Baum hingegen jung, gesund und fest verwurzelt, haftet der Grundstückseigentümer normalerweise nicht. Ein formloses Protokoll der Überprüfung hilft beim Nachweis.

Auch Mieter betroffen
Mitunter können auch Mieter von dieser Art der Verkehrssicherungspflicht betroffen sein – nämlich dann, wenn der Vermieter die Verantwortung für die Bäume auf dem gemieteten Grundstück auf die Mieter übertragen hat. „In diesem Fall sollten Mieter unbedingt ihre Privathaftpflichtversicherung überprüfen. Denn nicht bei jeder ist dies automatisch mit abgedeckt“, so Ferenc Földhazi.

Weitere Tipps des R+V-Infocenters:
– Bei der Überprüfung der Bäume sollten die Besitzer unter anderem darauf achten, ob die Bäume von Pilzen befallen sind, äußere Verletzungen aufweisen und standsicher sind. Auch abgestorbene Äste und dürres Laub können auf eine Krankheit hindeuten.
– Ist ein Baum umsturzgefährdet, sollte er schnell gesichert oder – wenn möglich und zulässig – gefällt werden.
– Sehr hohe Baumkronen sind dem Wind besonders ausgesetzt. Empfehlung: Rechtzeitig zurechtschneiden (lassen).
– Nach einem Sturm sollten Gartenbesitzer die Bäume zusätzlich überprüfen und schauen, ob beispielsweise von losen Ästen Gefahren ausgehen.

Das R+V-Infocenter wurde 1989 als Initiative der R+V Versicherung in Wiesbaden gegründet. Es informiert regelmäßig über Service- und Verbraucherthemen. Das thematische Spektrum ist breit: Sicherheit im Haus, im Straßenverkehr und auf Reisen, Schutz vor Unfällen und Betrug, Recht im Alltag und Gesundheitsvorsorge. Dazu nutzt das R+V-Infocenter das vielfältige Know-how der R+V-Fachleute und wertet Statistiken und Trends aus. Zusätzlich führt das R+V-Infocenter eigene Untersuchungen durch: Die repräsentative Langzeitstudie über die „Ängste der Deutschen“ ermittelt beispielsweise bereits seit 1992 jährlich, welche wirtschaftlichen, politischen und persönlichen Themen den Menschen am meisten Sorgen bereiten.

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Wohnwagen-Anhänger braucht eigene Versicherung

R+V-Infocenter: Versicherungsschutz des Zugfahrzeugs gilt nicht für den Anhänger

Wohnwagen-Anhänger braucht eigene Versicherung

Wiesbaden, 12. Juli 2018. Urlaubszeit: In den Sommermonaten rollt die Reisewelle – darunter zahlreiche Wohnwagen-Anhänger. Doch wenn ein Unfall passiert, bleibt der Besitzer mitunter auf dem Schaden sitzen, warnt das R+V-Infocenter. Denn der Wohnwagen gilt als eigenes Fahrzeug – und ist nicht mit dem Zugfahrzeug versichert.

Hohes Unfallrisiko
Fehlende Routine, Spurrillen oder Bodenwellen: Die Fahrt mit dem Wohnwagen-Anhänger ist riskant. Trägt das Gefährt bei einem Unfall Schäden davon, kann das für den Halter teuer werden. „Wie beim Auto deckt auch bei einem Wohnwagen nur die Vollkaskoversicherung Unfallschäden am eigenen Fahrzeug ab“, sagt Karl Walter, Abteilungsdirektor Kfz-Schaden bei der R+V Versicherung. Allerdings braucht der Anhänger eine eigene Vollkaskoversicherung. „Der Schutz des Zugfahrzeugs gilt nicht für den Anhänger.“

Während die Kaskoversicherung jedoch freiwillig ist, benötigen Wohnwagen-Anhänger – wie alle anderen Fahrzeuge auch – für die Zulassung zum Straßenverkehr immer eine Haftpflichtversicherung. „Diese ist gesetzlich vorgeschrieben“, so R+V-Experte Walter.

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