Tag Archives: Handwerkerleistungen

Pressemitteilungen

Frühjahrsputz – und das Finanzamt zahlt!

Onlineportal SteuerGoldies von Wolters Kluwer

Mannheim, 25. März 2019. Mit steigendem Alter nehmen immer mehr Menschen professionelle Hilfe in Anspruch, um ihr Zuhause fit für den Frühling zu machen: Wer einen Fensterputzer oder Gärtner beauftragt oder eine neue Markise an Terrasse oder Balkon anbringen lässt, sollte daran denken, den Fiskus an den Arbeitskosten zu beteiligen. Die Experten des Onlineportals SteuerGoldies, Teil des Informations- und Lösungsanbieters Wolters Kluwer Tax & Accounting, erklären, worauf Steuerzahler achten müssen, wenn sie Handwerkerleistungen und haushaltsnahe Dienstleistungen in ihrer Steuererklärung geltend machen wollen.
Grundsätzlich fördert der Staat alle von einem Unternehmen ausgeführten Handwerkerleistungen für Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsarbeiten. Ob der Betrieb in die Handwerksrolle eingetragen ist, spielt dabei keine Rolle. Die Förderung ist allerdings beschränkt auf Arbeits-, Maschinen- und Fahrtkosten einschließlich Mehrwertsteuer. Das eingesetzte Material plus darauf entfallende Mehrwertsteuer kann nicht abgesetzt werden. Die Arbeiten müssen in der privaten Wohnung bzw. dem Haus nebst Zubehörräumen und Garten durchgeführt werden. Dabei darf es sich auch um eine Ferien- oder Zweitwohnung im EU-Ausland handeln.

Was der Staat dazugibt
Für Handwerkerleistungen werden 20% der Arbeitskosten, jedoch maximal 1.200 Euro von der Einkommensteuer abgezogen. Die maximale Förderung wird also erreicht, wenn Kosten von insgesamt 6.000 Euro vorliegen. Zu den begünstigten Handwerkerleistungen zählen Arbeiten an Dach, Fassade und Garage sowie Innen- und Außenwänden genauso wie Reparaturen an Fenstern, Türen, Böden und Heizkörpern. Auch die Wartung und Erneuerung der Heizungsanlage, Pilzbekämpfung und Schadstoffsanierung sowie Gartengestaltung und Wegebauarbeiten können geltend gemacht werden.
Für haushaltsnahe Dienstleistungen werden ebenfalls 20% der Arbeitskosten von der Steuer abgezogen, jedoch sogar bis zu einem Maximalbetrag von 4.000 Euro. Für die höchstmögliche Förderung müssen dementsprechend 20.000 Euro Kosten vorliegen. Zu den begünstigten haushaltsnahen Dienstleistungen gehören:
– Zubereitung und das Servieren von Speisen und Getränken im Haushalt;
– Reinigung der Wohnung bzw. des Hauses;
– Pflege und Reinigung von Kleidung und Wäsche im Haushalt;
– Pflege und Betreuung von Kindern sowie kranken, alten oder pflegebedürftigen Personen;
– Pflege des Gartens;
– Hilfe bei einem privaten Umzug, z. B. durch eine Umzugsspedition;
– Reinigung von Straßen und Gehwegen.

Wer die Steuerbegünstigung in Anspruch nehmen möchte, muss sich eine Rechnung ausstellen lassen, in der die Arbeits-, Maschinen- und Fahrtkosten getrennt vom Material aufgeführt sind. Zudem muss der Handwerker oder Dienstleister immer per Überweisung bezahlt werden, niemals bar gegen Quittung! Denn dann werden die Kosten in der Einkommensteuererklärung nicht anerkannt. Die Experten des Informationsportals SteuerGoldies raten: Wer unsicher ist, ob bestimmte Arbeiten begünstigt sind, sollte trotzdem die erforderlichen Belege sammeln und den Antrag stellen. Einen Versuch ist das immer wert!

SteuerGoldies.de: Im Rentenalter keine unnötigen Steuern zahlen!
Auf SteuerGoldies.de finden Rentner praktische Tipps, Rechner und Softwarelösungen rund um die Themen Steuern und Geld im Alter. Die Experten der Akademischen Arbeitsgemeinschaft, Teil des Informations- und Lösungsanbieters Wolters Kluwer Tax & Accounting, adressieren mit dem Online-Portal SteuerGoldies.de die speziellen Bedürfnisse von Menschen im besten Alter: Mit einem praktischen Rentenrechner können sie ganz einfach selbst ermitteln, ob sie eine Steuererklärung abgeben müssen. Bei Bedarf können sie die vielfach ausgezeichnete Software SteuerSparErklärung für Rentner direkt herunterladen, um ihre Steuererklärung schnell, einfach und mit maximaler Steueroptimierung zu erledigen.

Die Akademische Arbeitsgemeinschaft Verlagsgesellschaft mbH ist Teil von Wolters Kluwer, eines führenden globalen Anbieters von Informationen, Softwarelösungen und Services in den Bereichen, Tax & Accounting (Steuern und Rechnungswesen), Risiko- und Compliance-Management, Finanzen und Recht und Gesundheit. Seit 40 Jahren unterstützt die Akademische Arbeitsgemeinschaft Verbraucher mit Tipps und Hilfestellungen rund um die Themen Steuern und Geld – mit Loseblattwerken, Büchern, Broschüren, Software-Produkten und digitalen Inhalten. Der Newsbereich der Webseiten bietet fundierte Informationen über aktuell diskutierte Urteile und deren Auswirkungen auf den Verbraucher. Weitere Informationen finden Sie unter: www.steuertipps.de, www.steuergoldies.de, www.steuerhelden.de und www.geldtipps.de

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Mindestens 1.200 Euro für Bauherren

Bundesfinanzhof genehmigt zum ersten Mal Steuervorteil für Restarbeiten bei Neubauten

Mindestens 1.200 Euro für Bauherren

Eine aktuelle Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) kann Hauseigentümern mindestens 1.200 Euro Steuerersparnis bringen. Darauf weist das Immobilien-Portal www.wohnen-und-bauen.de hin. Der Clou: Das Geld können sogar Häuslebauer bekommen, die gerade erst in ihren Neubau eingezogen sind.
Es geht um sogenannte Handwerkerleistungen, die Immobilieneigentümer mit dem Finanzamt abrechnen dürfen. Demnach lassen sich maximal 1.200 Euro im Kalenderjahr direkt von der Steuerschuld abziehen. Umgerechnet also 20 Prozent von höchstens 6.000 Euro Handwerkerkosten.
Die alte Rechtsauffassung vor dem Entscheid des Bundesfinanzhofs (Aktenzeichen: VI R 53/17): Berücksichtigt wurden nur solche Arbeiten, die dem Erhalt oder der Renovierung einer Immobilie dienten. Ausgeschlossen war somit eine Steuerersparnis für Handwerkerarbeiten, die etwas Neues schafften. Mit der Folge, dass Eigentümer, die gerade erst eingezogen waren, in puncto Steuerersparnis leer ausgegangen sind. Dies hat sich nunmehr zum Vorteil von Bauherren geändert.
Hintergrund: Letztlich geht es um sogenannte Restarbeiten, die nach dem Einzug in ein neu gebautes Haus noch anfallen. Voraussetzung ist, dass die Immobilie bewohnbar ist auch ohne Restarbeiten. Bewohnbar ist ein Neubau nach Auffassung des Bundesfinanzhofs beispielsweise, falls das Grundstück noch keine Umzäunung hat oder die Außenfassade noch keinen Putz. Tipp vom Immobilien-Portal www.wohnen-und-bauen.de: Bauherren sollten trotz ausstehender Restarbeiten ins bezugsfertige Haus ausziehen, um vom Steuerabzug aufgrund der Handwerkerleistungen zu profitieren.
Ein wichtiges Kriterium für die Bezugsfertigkeit ist das Bewohnen eines Hauses ohne Gefahr für die Sicherheit und die Gesundheit der Menschen, die darin leben. Somit müssen Türen und Fenster fertiggestellt, Strom, Licht und fließend Wasser sowie eine funktionstüchtige Heizung, eine Kochmöglichkeit und auch Bad und Toilette vorhanden sein. Vor allem aber müssen sichere Zugänge zum Haus und innerhalb des Hauses gewährleistet sein.
Extra-Tipp: Der Steuerabzug von maximal 1.200 Euro für Handwerkerarbeiten gilt je Kalenderjahr. Falls sich die Restarbeiten über den Jahreswechsel erstrecken, besteht für Bauherren die Chance, den steuerlichen Abzugsbetrag auf maximal 2.400 Euro zu verdoppeln.

wohnen-und-bauen.de ist das Informationsportal für Bauherren, Immobilienkäufer, Mieter und Vermieter. Leser finden auf dieser Internetseite nutzwertige Informationen, aktuelle Gerichtsurteile, exklusive Tipps und Empfehlungen, die sich schnell umsetzen lassen. Redaktionell betreut wird die Internetseite durch ein Autorenteam namhafter Finanz- und Wirtschaftsjournalisten mit teils mehr als 30 Jahren Berufserfahrung.

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Handwerkerrechnungen nicht bar begleichen

Die Lohi – Lohnsteuerhilfe Bayern e. V. – informiert

Handwerkerrechnungen nicht bar begleichen

Die Lohi – Lohnsteuerhilfe Bayern e. V. – informiert

Der Frühling ist da und weckt bei vielen die Lust auf frischen Wind in Haus und Garten. Der Vorgarten soll neu angelegt werden? Das Bad braucht neue Kacheln? Wohnräume benötigen einen Anstrich? „Ganz egal, ob kleine Verschönerung oder größere Maßnahme“, betont Gudrun Steinbach, Vorstand der Lohi (Lohnsteuerhilfe Bayern e.V.): „Handwerkerkosten für Erhalt und Renovierung können in der Regel im Rahmen der Steuererklärung geltend gemacht werden.“ Bis zu 6000 Euro pro Jahr berücksichtigt das Finanzamt. „Die Steuerermäßigung beträgt 20 Prozent der Kosten“, erläutert die Steuerexpertin: „So kann der Steuerzahler bis zu 1200 Euro gut machen.“

Nicht nur Eigentümer, auch Mieter können profitieren. Entscheidend ist letztlich nur, dass der Wohnraum vom Steuerzahler selbst genutzt wird. Daher sind auch selbst genutzte Ferienwohnungen (auch im europäischen Ausland) begünstigt. Als „selbst genutzt“ gelten zudem Wohnungen, die etwa für ein Kind in der Ausbildung angemietet wurden.

In der Regel wird der Begriff der Handwerkerleistung für Erhalt und Renovierung vom Finanzamt recht weit gefasst. Neben Schönheitsreparaturen und kleineren Ausbesserungsarbeiten in Haus und Garten betrachtet das Finanzamt auch die Modernisierung oder den Austausch einer Einbauküche, ja selbst den Einbau eines Kachelofens oder die Montage neuer Möbel als Handwerkerleistungen. Neuerdings können auch komplette Neubaumaßnahmen im bestehenden Haushalt, wie etwa ein Hausanbau, als Handwerkerleistung geltend gemacht werden, allerdings nur, wenn die Neubaumaßnahme nicht öffentlich gefördert wurde, wie z. B. mit zinsverbilligten Darlehen.

Arbeitskosten sind absetzbar, Materialkosten nicht

Wichtig: Steuerlich berücksichtigt werden stets nur Arbeits- und etwaige Fahrt- oder Maschinenkosten, nicht aber Materialkosten. „Sind die eingereichten Handwerkerrechnungen bereits in verschiedene Posten wie Arbeitskosten, Fahrt- und Materialkosten aufgesplittet, erleichtert dies die Bearbeitung im Finanzamt und beschleunigt damit letztlich auch die Erstattung“, rät Gudrun Steinbach. Zumindest müsse der Anteil der Arbeitskosten aus einer Anlage zur Rechnung klar erkennbar sein.
Die Lohi-Steuerexpertin rät zudem allen, die auf eine Erstattung ihrer Handwerkerkosten setzen: „Begleichen Sie Handwerkerleistungen niemals in bar.“ Die Überweisung sei gesetzlich vorgeschrieben: „Auch eine korrekte Quittung reicht daher nicht aus.“

Voraussetzung für die Absetzbarkeit sei es auch, dass Arbeiten im eigenen Haus bzw. Garten durchgeführt wurden. „Werden Türen ausgebaut und zum Abschleifen und Lackieren in die Werkstatt des Handwerkers transportiert, können die Arbeitskosten schon nicht mehr geltend gemacht werden“, so Gudrun Steinbach.

Die Steuerexpertin hat noch weitere Tipps zum Thema parat: So sollten Mieter ein besonderes Augenmerk auf ihre Nebenkostenabrechnung legen. Einige der Posten, etwa Kosten für den Schornsteinfeger, können Sie als Handwerkerleistungen im Rahmen der Steuererklärung geltend machen. Manche Handwerkerrechnung ließe sich auch den ebenso steuerabzugsfähigen „haushaltsnahen Dienstleistungen“ zuordnen. Dies sei besonders dann interessant, wenn ein Steuerzahler bereits den abzugsfähigen Maximalbetrag für Handwerkerrechnungen erreicht habe. Sind Handwerkerleistungen nach Schadensfällen, etwa nach einem Wasserrohrbruch, notwendig, so sind auch diese absetzbar, allerdings nur, wenn sie nicht bereits durch eine Versicherung erstattet wurden.

Mehr Infos zum Thema unter www.lohi.de .

Lohi – Lohnsteuerhilfe Bayern e.V.

Die Lohnsteuerhilfe Bayern e. V. mit Hauptsitz in München wurde 1966 als Lohnsteuerhilfeverein gegründet und ist in mehr als 350 Beratungsstellen im gesamten Bundesgebiet aktiv. Mit mehr als 550.000 Mitgliedern ist der Verein einer der größten Lohnsteuerhilfevereine in Deutschland. Im Rahmen einer Mitgliedschaft nach § 4 Nr. 11 StBerG zeigen wir Arbeitnehmern, Rentnern und Pensionären alle Möglichkeiten auf, Steuervorteile zu nutzen. Bildquelle:kein externes Copyright

Lohi – Lohnsteuerhilfe Bayern e.V.

Die Lohnsteuerhilfe Bayern e.V. mit Hauptsitz in München wurde 1966 als Lohnsteuerhilfeverein gegründet und ist in mehr als 350 Beratungsstellen im gesamten Bundesgebiet aktiv. Mit mehr als 550.000 Mitgliedern ist der Verein einer der größten Lohnsteuerhilfevereine in Deutschland. Im Rahmen einer Mitgliedschaft nach § 4 Nr. 11 StBerG zeigen wir Arbeitnehmern, Rentnern und Pensionären alle Möglichkeiten auf, Steuervorteile zu nutzen.

Lohi – Lohnsteuerhilfe Bayern e.V.
Gudrun Steinbach
Riesstraße 17
80992 München
089 27813113
g.steinbach@lohi.de
http://www.lohi.de

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Schäden bei Auftragsarbeiten

Wer haftet, wenn etwas zu Bruch geht?

Schäden bei Auftragsarbeiten

Geht bei Handwerkerleistungen etwas zu Bruch, muss es ersetzt werden. Doch nicht immer ist auf den ersten Blick klar, wer für den Schaden aufkommt: Und gerade dann, wenn mehr als nur eine Person an der Erfüllung eines Auftrags beteiligt ist, muss der Verursacher nicht zwingend der Haftende sein. Wer bei Handwerksarbeiten für Schäden gerade stehen muss, erklärt die D.A.S. Rechtsschutzversicherung.

Nebenpflichten einhalten!
Ein heruntergefallener Hammer lässt die neuen Küchenfliesen springen, ein Lötkolben brennt Löcher ins Parkett oder eine Waschmaschine verursacht nach der Reparatur einen Wasserschaden – gerade für Handwerksbetriebe ist diese Situation keine Seltenheit: Trotz einer sorgfältigen Arbeitsweise geschieht ein Unglück. „Besonders, wenn es um hohe Schadenssummen geht, kann es daraufhin zu Konflikten zwischen Auftraggeber und Unternehmer kommen“, warnt Anne Kronzucker, Juristin der D.A.S. Rechtsschutzversicherung. Ist ein Mitarbeiter für das Missgeschick verantwortlich, ist zwischen ihm und dem Chef ebenfalls eine Auseinandersetzung vorprogrammiert, denn meist ist es der Unternehmer, der für den Schaden gerade stehen muss. Als Auftragnehmer ist er durch die Bestimmungen des Werkvertrags verpflichtet, die Leistung im vereinbarten Umfang zu erbringen. Doch auch sogenannte Nebenpflichten, die zur Rücksicht auf die Rechtsgüter und Interessen des Auftraggebers verpflichten – etwa der pflegliche Umgang mit dem Parkett – obliegen dem Handwerker. Wer diese Pflichten verletzt, macht sich schadensersatzpflichtig. Aber: Wer genau für den Schaden aufkommt, ist leider weit weniger klar. Nicht immer haftet der Verursacher selbst!

Wer haftet bei Schäden?
Die D.A.S. Expertin erläutert die Rechtslage: „Ein Unternehmer haftet nach § 278 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) gegenüber dem Kunden auch für Schäden, die von seinen Mitarbeitern oder anderen von ihm beauftragten Personen bei der Ausführung des Auftrags verursacht werden.“ Schlägt ein Lehrling beispielsweise beim Austausch einer Regenrinne ein Fenster des Kunden ein, richtet sich der Kunde mit seinen Ersatzansprüchen an den Unternehmer, dem er den Auftrag zur Durchführung der Arbeiten erteilt hat. Dieser muss den Schaden bezahlen.
Auch bei der Beauftragung eines Subunternehmers muss der Auftragnehmer als Generalunternehmer und Vertragspartner für den Schaden des Kunden einstehen. Dazu die D.A.S. Juristin: „Angestellte und Subunternehmer gelten als Erfüllungsgehilfen. Deren Verhalten, aber auch Fehlverhalten, wird rechtlich dem Unternehmer zugerechnet. Deshalb trägt er gegenüber dem Kunden auch die Verantwortung für die Folgen.“

Schaden ist nicht gleich Schaden
Jedoch kann der Unternehmer prüfen, ob ihm der Schuldverursacher einen Teil des Schadens seinerseits ersetzen muss. Ob bzw. inwieweit der betreffende Mitarbeiter zur Verantwortung gezogen werden kann, hängt hierbei vom Grad des Verschuldens ab. „Für den Umfang der Arbeitnehmerhaftung unterscheidet man zwischen leichter, mittlerer und grober Fahrlässigkeit“, erläutert die D.A.S. Rechtsexpertin. Leichte Fahrlässigkeit liegt etwa vor, wenn der Lehrling versehentlich etwas Farbe auf den antiken Schreibtisch tropfen lässt. In derartigen Fällen haftet der Arbeitnehmer nicht.
Anders sieht es aus, wenn der Mitarbeiter die gebotene Sorgfalt außer Acht lässt, obwohl vorhersehbar ist, dass unter Umständen etwas passieren kann. Bohrt er beispielsweise eine Wand an, in der Stromleitungen laufen und beschädigt diese, kann er wegen mittlerer Fahrlässigkeit in Teilhaftung genommen werden. In welchem Verhältnis dabei die Aufteilung der Kosten erfolgt, hängt von mehreren Faktoren ab. Dazu zählen zum Beispiel die Höhe des Schadens und des Gehalts, aber auch die Stellung des Mitarbeiters im Betrieb (BAG, Az. 8 AZR 250/06). Darüber hinaus ist die sogenannte Gefahrgeneigtheit der Tätigkeit zu klären, also das Risiko, welches die Arbeit mit sich bringt. Denn wer beispielsweise in großer Höhe auf einem Gerüst oder Dach arbeitet, hat mehr Möglichkeiten, Schäden anzurichten, als bei einem Schreibtischjob. Hat der Arbeitgeber es unterlassen, das Risiko etwa durch eine Betriebshaftpflichtversicherung abzudecken, dann muss der Arbeitnehmer im Schadensfall nur für die fiktive Selbstbeteiligung einstehen.
Grob fahrlässig verhält sich dagegen, wer seine Sorgfaltspflicht in ungewöhnlich hohem Maß vernachlässigt. Verursacht zum Beispiel der Handwerker auf dem Weg zum Kunden angetrunken einen Unfall mit dem Dienstwagen, muss er für den Schaden allein aufkommen. Allerdings sieht die Rechtsprechung Höchstgrenzen für den finanziellen Schadenersatz vor, um den Angestellten nicht zu ruinieren. Diese betragen in der Regel drei bis vier Monatsgehälter. Hier können die Gerichte allerdings sehr unterschiedlich urteilen, und bei erheblichem Verschulden sind auch höhere Haftungsquoten des Mitarbeiters denkbar. In manchen Fällen springt eine Betriebshaftpflichtversicherung der Firma ein, bevor der Mitarbeiter in Regress genommen wird.
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