Tag Archives: Heinz Sielmann Stiftung

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Sonderausstellung SIELMANN! gastiert ab 18. Mai in Eckernförde

CarlsArt präsentiert Ausstellung über den Naturfilmpionier Heinz Sielmann und das Engagement seiner Stiftung

Sonderausstellung SIELMANN! gastiert ab 18. Mai in Eckernförde

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In feierlichem Rahmen eröffneten Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther, Dr.-Ing. E.h. Fritz Brickwedde, Stiftungsratsvorsitzender der Heinz Sielmann Stiftung, und Hausherr Wolfram Greifenberg die Sonderausstellung „Sielmann!“ in der Galerie CarlsArt in Eckernförde. Die Ausstellung erinnert an das Werk des legendären Tierfilmers und leidenschaftlichen Naturschützers. „Die Heinz Sielmann Stiftung unterstützt, ganz im Sinne ihres Stifters, unser bekanntes Filmfestival „Green Screen“. Auch deswegen ist Eckernförde Naturfilm-Hauptstadt. Nun können wir hier die Sonderausstellung „Sielmann!“ eröffnen. Ich freue mich über diese gelungene Kooperation“, so der Ministerpräsident Daniel Günther in seiner Eröffnungsrede. Stifter und Stadtteilentwickler Wolfram Greifenberg ist ebenfalls stolz, dass es gelungen ist, die Ausstellung nach Eckernförde zu holen. Zur Eröffnung sagte er: „Natur und Kunst sind in unserer Kulturgeschichte untrennbar miteinander verbunden. Mein Anliegen ist es, den Menschen beide Themen zugänglich zu machen. Mit der Ausstellung „Sielmann!“ wird dies gelingen.“

+++ Heimische Natur im Fokus +++

Wisent, Feldhamster und Fischotter hatten eine lange Reise hinter sich. Drei LKW brachten die Sonderausstellung über 380 Autobahnkilometer von Berlin nach Eckernförde. Die meisterhaft präparierten Tiere sind Botschafter für die heimische Natur. Die Ausstellung portraitiert die Landschaften, für deren Erhalt sich die Heinz Sielmann Stiftung einsetzt. Kurze Infotexte und lebensechte Tierpräparate werden von Filmausschnitten aus Sielmanns berühmten Naturdokumentationen ergänzt.

+++ Kinder begeistern +++

Heinz Sielmanns Motto „Nur wer die Natur kennt und liebt, wird sie schützen!“ lebt in der Arbeit der Stiftung weiter. „Er wollte vor allem Kinder und Jugendliche für die Natur begeistern. In der Ausstellung gibt es daher Bereiche, die nur Kinder entdecken können. Sie nehmen die Themen anders wahr als ihre Eltern und erschließen sich die Exponate selbstständig“, erklärt Dr.-Ing. E.h. Fritz Brickwedde, Stiftungsratsvorsitzender der Heinz Sielmann Stiftung. „Dass dieses Konzept aufgeht, zeigen die Gästezahlen in Berlin und die positiven Rückmeldungen der Besucher. Ich bin sicher, dass „Sielmann!“ auch in Eckernförde ein großer Erfolg wird“, ergänzt Brickwedde.

Die innovativen Exponate begeisterten zuvor über eine halbe Million Besucher im Museum für Naturkunde Berlin. Bis zum 30. September haben Interessierte die Möglichkeit, die Ausstellung in der Galerie CarlsArt zu besuchen. Die Galerie hat mittwochs bis sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt für Einzelpersonen 3 Euro, für Familien 5 Euro.

+++ Über die Ausstellung +++

„Sielmann!“ zeigt über 80 heimische Tiere, lebensecht und naturnah präpariert. Im Museum für Naturkunde Berlin sahen über 550.000 Besucher die Ausstellung. Highlight ist die „Entdeckerlinse“ – Die kleine Pappkarte ist mit einer speziellen Folie bezogen. Auf fast magische Weise zaubert die Entdeckerlinse Bewegtbilder auf die sonst leeren Bildschirme.

+++ Kulturstandort Carlshöhe +++

Software-Unternehmer Wolfram Greifenberg investiert seit 2007 in den Eckernförder Stadtteil Carlshöhe. Sein Anliegen ist es, einen Raum zu schaffen, in dem soziale und kulturelle Projekte Platz haben. Es gibt Wohnraum, günstige Ateliers, Proberäume, Büros und Veranstaltungsstätten. Die Galerie „CarlsArt“ bietet ein breites Kulturangebot für alle Altersgruppen an.

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Über die Heinz Sielmann Stiftung

Die Heinz Sielmann Stiftung wurde 1994 von Prof. Heinz Sielmann und seiner Frau Inge Sielmann als öffentliche Stiftung bürgerlichen Rechts gegründet. Unter dem Leitsatz „Vielfalt ist unsere Natur“ verfolgt sie vier Ziele:

1. Menschen, vor allem Kinder und Jugendliche, durch persönliches Erleben an einen positiven Umgang mit der Natur heranführen.
2. Letzte Refugien für seltene Tier- und Pflanzenarten erhalten.
3. Die Öffentlichkeit für die Natur und deren Schutz sensibilisieren.
4. Das Heinz Sielmann-Archiv des Naturfilms bewahren.

2016 hat die Heinz Sielmann Stiftung als erste private Stiftung einen Nachhaltigkeits-Report nach GRI G4 Standard veröffentlicht. Die Stiftung verwendet jährlich rund 8 Mio. EUR für Natur- und Artenschutzprojekte, für Aufklärung und Umweltbildung sowie für die Information der Öffentlichkeit.

Weitere Informationen: https://nachhaltigkeit.sielmann-stiftung.de

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Heinz Sielmann Stiftung: Wer wird Gartentier des Jahres 2018?

Auch 2018 ruft die Heinz Sielmann Stiftung wieder zur Wahl des „Gartentier des Jahres“ auf und startet am 30. April die Online-Abstimmung.

Heinz Sielmann Stiftung: Wer wird Gartentier des Jahres 2018?

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Mit der Aktion möchte die Stiftung auf den dramatischen Rückgang der biologischen Vielfalt in unserer Kulturlandschaft hinweisen. Vor allem Insekten und Vögel leiden unter dem Verlust ihrer Lebensräume oder dem Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft. „In strukturreichen und naturnahen Gärten fühlt sich eine Vielzahl von Insekten wohl. Jeder Gartenbesitzer kann dazu beitragen, den teils gefährdeten Arten eine Heimat zu geben“, erläutert Insektenspezialist Dr. Hannes Petrischak von der Heinz Sielmann Stiftung.

+++ Sechs Kandidaten stehen ab sofort im Internet zur Wahl +++

In diesem Jahr stehen sechs für Gartenfreunde nützliche Insekten zur Wahl. Die Larven des Siebenpunkt Marienkäfers fressen etwa Blattläuse. Auch der Nachwuchs der Hainschwebfliege vertilgt die lästigen Pflanzenläuse mit großem Appetit. Die imposanten Hornissen interessieren sich nicht für Kuchen und Süßgetränke, sondern erbeuten unangenehme Plagegeister wie Wespen, Bremsen oder Stubenfliegen.

Andere Insekten tragen maßgeblich dazu bei, die Gemüse- und Obsternte zu steigern. „Schmetterlinge wie der Kleine Feuerfalter sind natürlich einfach schön anzusehen! Auch der Glänzende Blütenprachtkäfer macht seinem Namen alle Ehre“, so Petrischak weiter. Doch die Blütenbesucher übernehmen eine wichtige Funktion im Ökosystem. Viele Pflanzen sind auf die Bestäubung von Insekten angewiesen. Auch Nutzpflanzen sind hiervon nicht ausgenommen. Es ist zum Beispiel bekannt, dass die Qualität der Erdbeerernte deutlich gesteigert wird, wenn Insekten von Blüte zu Blüte fliegen. Erdbeerblüten können auch durch den Wind bestäubt werden, die Früchte sind dann allerdings verformt und bleiben klein. Auch die Dunkle Erdhummel fliegt auf Erdbeeren und natürlich viele andere Gartenpflanzen.

Naturfreunde können unter www.sielmann-Stiftung.de/gartentier aus den sechs Kandidaten wählen. Unter allen Teilnehmern verlost die Stiftung attraktive Preise. Die Abstimmung endet am 10. Juni. Das Gartentier des Jahres wird am 11. Juni 2018 bekannt gegeben.

Die Kandidaten stellen sich vor:

Die Heinz Sielmann Stiftung vergibt seit 2010 die Auszeichnung zum Gartentier des Jahres. Im letzten Jahr gewann das Rotkehlchen den Publikumspreis. In diesem Jahr stehen sechs Insekten zur Wahl. Insektenspezialist Dr. Hannes Petrischak erklärt Wissenswertes zur Lebensweise der Kandidaten:

Der Siebenpunkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata) trägt klassisch rote Flügeldecken. Sicher zu erkennen ist er an den sieben schwarzen Punkten. Die Larven ernähren sich von Blatt- und Schildläusen, Spinnmilben, Wanzen und anderen Insekten. Im Garten ist der Siebenpunkt-Marienkäfer ein nützlicher Helfer.

Die Dunkle Erdhummel (Bombus terrestris) gehört zur Familie der echten Bienen. Die Königinnen werden bis zu 23 Millimeter groß. Auf dem schwarzen Rumpf trägt die Erdhummel eine ein Millimeter breite braungelbe Querbinde. Außerdem erkennt man sie an den grauweiß gefärbten Stellen am Hinterleib. Sie sammelt Nektar und Blütenpollen. Oft ist sie schon sehr früh im Jahr, ab Februar oder März, auf der Suche nach Nahrung und einem passenden Ort für ein Nest. Dafür wählt sie gern verlassene Mäusenester aus.

Der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas) ist mit einer maximalen Flügelspannweite von 27 Millimetern tatsächlich eher ein Zwerg unter den Tagfaltern. Zu erkennen ist er an den orange-roten Vorderflügeln, die mit einem breiten, dunkelbraunem Rand abschließen. Er besiedelt schnell neue Lebensräume. Um ihm im eigenen Garten Nahrung anzubieten, kann man Berg-Aster (Aster amellus), Roß-Minze (Mentha longifolia), Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria), Heidekraut (Calluna vulgaris), Wasserdost (Eupatorium cannabinum) oder Thymian (Thymus vulgaris) pflanzen.

Die Hainschwebfliege (Episyrphus balteatus) ist die wohl bekannteste Schwebfliege. Man erkennt sie gut an ihrem langen schlanken Körper, dem dunkel geringelten Hinterleib und dem gelben Gesicht. Mit ihrer Färbung imitiert sie Wespen und Bienen und hofft so, von Feinden verschont zu bleiben. Die Weibchen der Hainschwebfliege können hier überwintern. Die meisten Tiere treten aber eine weite Wanderung über die Alpen oder die Pyrenäen bis in den warmen Süden Europas an, um den kalten Temperaturen zu entfliehen. Die Larven schlüpfen im Frühjahr und fressen unter anderem Blattläuse.

Die Hornisse (Vespa crabro) fällt auf Grund ihrer Größe besonders auf. Mit bis zu 35 Millimetern Körperlänge sind die Hornissen-Königinnen deutlich größer als Wespen. Doch das ist kein Grund sich vor Ihnen zu fürchten. Hornissen gelten als deutlich friedfertiger als die kleineren Verwandten. Die ausgewachsenen Tiere ernähren sich von Nektar und Pflanzensäften. Die Larven werden mit Insekten gefüttert. Dabei stehen auch Fliegen, Bremsen oder Wespen auf dem Speiseplan. Das kunstvolle und filigrane Papiernest bauen die staatenbildenden Insekten am liebsten in hohle Bäume hinein. Fehlen diese, weichen die Tiere auch auf Dachbalken oder Nistkästen aus.

Mit nur etwa sieben Millimetern Körperlänge ist der Glänzende Blütenprachtkäfer (Anthaxia nitidula) leicht zu übersehen. Doch die fehlende Körpergröße macht er mit seinem metallisch glänzenden Körper wett. Die Weibchen sind goldgrün, messingfarben oder purpurrot, ihre Flügeldecken sind blaugrün. Die Männchen schillern von Kopf bis Fuß grünlich. Die Käfer sind tagaktiv und fressen gern an den Blüten von Wildrosen, haben aber auch eine Vorliebe für gelbe Wiesenblumen.

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Über die Heinz Sielmann Stiftung

Die Heinz Sielmann Stiftung wurde 1994 von Prof. Heinz Sielmann und seiner Frau Inge Sielmann als öffentliche Stiftung bürgerlichen Rechts gegründet. Unter dem Leitsatz „Vielfalt ist unsere Natur“ verfolgt sie vier Ziele:

1. Menschen, vor allem Kinder und Jugendliche, durch persönliches Erleben an einen positiven Umgang mit der Natur heranführen.
2. Letzte Refugien für seltene Tier- und Pflanzenarten erhalten.
3. Die Öffentlichkeit für die Natur und deren Schutz sensibilisieren.
4. Das Heinz Sielmann-Archiv des Naturfilms bewahren.

2016 hat die Heinz Sielmann Stiftung als erste private Stiftung einen Nachhaltigkeits-Report nach GRI G4 Standard veröffentlicht. Die Stiftung verwendet jährlich rund 8 Mio. EUR für Natur- und Artenschutzprojekte, für Aufklärung und Umweltbildung sowie für die Information der Öffentlichkeit.

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Heinz Sielmann Stiftung: Schwarze Rieseninsekten verlassen ihr Winterquartier

Die größte deutsche Wildbiene, die Blauschwarze Holzbiene, wird jetzt im Vorfrühling bereits aktiv. Von ihr geht jedoch keinerlei Gefahr für den Menschen aus, erklärt die Heinz Sielmann Stiftung im Vorfeld des internationalen Tag des Artenschutzes.

Heinz Sielmann Stiftung: Schwarze Rieseninsekten verlassen ihr Winterquartier

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An den ersten milden, sonnigen Tagen im Februar oder März brummt sie oft schon durch den Garten: die Blauschwarze Holzbiene (Xylocopa violacea). Mit einer Körperlänge von rund 2,5 cm zählt sie zu den größten und auffälligsten Insekten Mitteleuropas. Sie ist tiefschwarz gefärbt, im Sonnenlicht schimmern Körper und Flügel bläulich. Obwohl sie auf den ersten Blick bedrohlich wirken kann, geht von ihr keinerlei Gefahr aus. Die Weibchen können zwar theoretisch stechen, doch die stattlichen Bienen sind friedlich und furchtsam und wehren sich nur im äußersten Notfall. Außerdem wirkt das Gift aller heimischen Wildbienen, sofern sie mit ihrem Stachel die menschliche Haut überhaupt durchdringen können, viel schwächer als das der Honigbiene.

+++ Internationaler Tag des Artenschutzes am 3. März +++

Viele Wildbienenarten sind deutschlandweit inzwischen in ihrem Bestand bedroht, und der anhaltende Niedergang der Insekten hat längst besorgniserregende Ausmaße angenommen. Auch darauf will der jährlich am 3. März stattfindende internationale Tag des Artenschutzes (UN World Wildlife Day) aufmerksam machen. Der Aktions- und Gedenktag wurde 1973 im Rahmen des Washingtoner Artenschutzübereinkommens CITES (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora) eingeführt. Durch das Abkommen sollen bedrohte wildlebende Tier- und Pflanzenarten geschützt werden. „Bedrohte Arten gibt es nicht nur in fernen, exotischen Ländern, sondern auch in Deutschland direkt im eigenen Garten. Es ist unsere Aufgabe, bedrohte Arten in den Blick der Öffentlichkeit zu rücken, um ein größeres Bewusstsein für die ökologische Artenvielfalt und deren Schutz zu schaffen“, so Dr. Hannes Petrischak, Biologe und zuständig für den Geschäftsbereich Naturschutz in der Heinz Sielmann Stiftung.

+++ Blauschwarze Holzbienen starten früh im Jahr +++

Wer die größte deutsche Wildbiene in freier Natur beobachten möchte, hat schon im Frühjahr die Gelegenheit dazu. Holzbienen lieben nektarreiche Blüten, an denen sie ihre Energiereserven auftanken können. Dafür kommen sie auch in den Kräutergarten. Dort wird Rosmarin, der schon im zeitigen Frühling blüht, von ihnen, aber auch von anderen Wildbienen, besonders geschätzt. Die Männchen suchen im Frühling jedoch vor allem nach Weibchen, mit denen sie sich paaren können. Die Weibchen patrouillieren bald darauf auffällig an Hauswänden, Bäumen und anderen aufrechten Strukturen entlang, denn sie suchen nun Nistplätze. Diese finden sie in abgestorbenen, sonnenbeschienenen Baumstämmen, die noch nicht zu morsch sind, manchmal aber auch Zaunpfählen oder Holzbalken. In das Holz nagen sie in stundenlanger Arbeit mit ihren kräftigen Kiefern fingerdicke, bis zu 30 cm lange Gänge hinein. Dann suchen sie große, pollenreiche Blüten auf – Zierwicken oder Gartengeißblatt sind sehr beliebt. Den Pollen sammelt die Blauschwarze Holzbiene in den Haarbürsten der Hinterbeine, aber auch im Kropf. In den Holzgängen legt sie Nistzellen an, in denen sie jeweils eine zähe Pollenmasse als Proviant für ihren Nachwuchs hinterlegt. Dann legt sie ein Ei dazu. Die Trennwände der Nistzellen werden aus Holzstückchen und Speichel errichtet. In den Nistzellen wachsen die Larven schnell heran, verpuppen sich, und schon im Juli schlüpft die nächste Bienengeneration. Dann leben die Mütter häufig noch. „Nur selten können bei solitären, einzelgängerisch lebenden Wildbienen die Generationen wie bei dieser Art einander begegnen“, erklärt Biologe Dr. Petrischak. „Ein weiterer Fakt, der das große schwarze Insekt so beeindruckend macht.“

+++ Von Deutschland nach Galapagos +++

Holzbienen sind sehr wärmeliebend. In den Tropen und Subtropen sind sie sehr artenreich vertreten. Als einzige Wildbienen haben sie sogar die Galapagos-Inseln besiedelt, wo die Galapagos-Holzbiene (Xylocopa darwinii) ein wichtiger Bestäuber für viele Pflanzen ist. „In Deutschland war die Blauschwarze Holzbiene lange Zeit auf die warmen Flusstäler und ähnliche Tieflagen im Süden beschränkt, hat sich aber in den letzten Jahren stark nach Norden ausgedehnt und wurde inzwischen immer wieder auch in Norddeutschland nachgewiesen“, weiß Dr. Hannes Petrischak. Sofern Totholz und ein großes Blütenangebot verfügbar sind, besiedelt sie sehr gern Gärten, ansonsten findet man sie auf Streuobstwiesen, an Waldrändern oder sonnigen Hängen. Lange Zeit galt sie als einzige Holzbienenart Deutschlands. Im äußersten Südwesten des Landes, in der südlichen Oberrheinebene, insbesondere am Kaiserstuhl, zeigt sich jedoch inzwischen regelmäßig die sogar noch etwas größere verwandte Xylocopa valga, die als Südliche oder Östliche Holzbiene bezeichnet wird. Die Weibchen beider Arten sind im Gelände nicht voneinander unterscheidbar. Die Männchen der Blauschwarzen Holzbiene haben an den Fühlerspitzen allerdings orangefarbene Ringe, während die Fühler der Männchen von Xylocopa valga ganz schwarz gefärbt sind.

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Über die Heinz Sielmann Stiftung

Die Heinz Sielmann Stiftung wurde 1994 von Prof. Heinz Sielmann und seiner Frau Inge Sielmann als öffentliche Stiftung bürgerlichen Rechts gegründet. Unter dem Leitsatz „Vielfalt ist unsere Natur“ verfolgt sie vier Ziele:

1. Menschen, vor allem Kinder und Jugendliche, durch persönliches Erleben an einen positiven Umgang mit der Natur heranführen.
2. Letzte Refugien für seltene Tier- und Pflanzenarten erhalten.
3. Die Öffentlichkeit für die Natur und deren Schutz sensibilisieren.
4. Das Heinz Sielmann-Archiv des Naturfilms bewahren.

2016 hat die Heinz Sielmann Stiftung als erste private Stiftung einen Nachhaltigkeits-Report nach GRI G4 Standard veröffentlicht. Die Stiftung verwendet jährlich rund 8 Mio. EUR für Natur- und Artenschutzprojekte, für Aufklärung und Umweltbildung sowie für die Information der Öffentlichkeit.

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Wiederbewaldungsprojekt in Äthiopien vereinbart

Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe und die Heinz Sielmann Stiftung unterschreiben Kooperationsvereinbarung

Wiederbewaldungsprojekt in Äthiopien vereinbart

Dr. Sebastian Brandis (links) von Menschen für Menschen und Michael Beier, Heinz Sielmann Stiftung

München/Duderstadt, 21. Dezember 2017. Die Stiftung Menschen für Menschen – Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe (München) und die Heinz Sielmann Stiftung (Duderstadt) haben am Dienstag (19. Dezember) vereinbart, gemeinsam ein groß angelegtes Wiederbewaldungsprojekt in der äthiopischen Region Wogdi umzusetzen.

„Eine nachhaltige Wiederbewaldung ist eine essentielle Lebensgrundlage für die Menschen in Äthiopien. Wir freuen uns sehr, dass wir mit dieser Partnerschaft das Thema Mensch und Natur im Einklang weiterentwickeln können“, sagt dazu Dr. Sebastian Brandis, Vorstand der Stiftung Menschen für Menschen – Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe. „Neben der Verbesserung der Lebensumstände für die Menschen werden wir mit den geplanten Maßnahmen auch die Natur in unserem Projektgebiet Wogdi deutlich stabilisieren“, so Brandis weiter.

Michael Beier, Geschäftsführender Vorstand der Heinz Sielmann Stiftung zu der Kooperation: „Man sollte im Naturschutz nicht mehr nur lokal denken. Am Beispiel der Zugvögel kann man sehen, wie wichtig es beispielsweise für die Störche ist, ein intaktes Winterquartier in Afrika zu haben. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit der Stiftung Menschen für Menschen. Die Organisation ist seit über 35 Jahren erfolgreich in Äthiopien tätig und verfügt über viel Erfahrung in der Wiederbewaldung großer Flächen.“

Die Zusammenarbeit der Stiftung Menschen für Menschen und der Heinz Sielmann Stiftung setzt dabei auch deutliche Signale. Das stärkere Engagement und die Zusammenarbeit innerhalb der Zivilgesellschaft für ein Engagement in Afrika ist ein vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und vom Bundesverband Deutscher Stiftungen (BVDS) schon länger geforderter Schritt. Das Wiederbewaldungsprojekt in der äthiopischen Region Wogidi ist eines der ersten Ergebnisse in der bundesweiten Stiftungslandschaft mit Blick auf Kooperation und Wirkung.

Über die Region Wogdi

Die äthiopische Region Wogdi liegt rund 580 Kilometer nordöstlich von Addis Abeba in der South Wollo Zone im Regionalstaat Amhara. Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe setzt dort seit 2013 Maßnahmen in den Bereichen Landwirtschaft, Wasser, Bildung, Gesundheit und Einkommen um. Rund 96 Prozent der 150.000 Einwohner leben dort in ländlichen Gegenden auf einer Höhe zwischen 1.100 und 2.850 Metern.

Starke Abholzung und Überweidung haben den Boden in Wogdi stark erodiert und ausgelaugt. Neben dem Bau von Gabionen und Steinwällen zur Landrückgewinnung und dem Bau von Terrassierungen ist deshalb die Wiederbewaldung der Region notwendig, um die Lebensgrundlagen der Menschen vor Ort wiederherzustellen und nachhaltig zu sichern. Die Stiftung wird in den nächsten Jahren mindestens 150 ha mit vorwiegend einheimischen Bäumen bepflanzen. Diese sind robust und gedeihen gut unter den lokalen Bedingungen. Durch den integrierten Ansatz und das Prinzip der Hilfe zur Selbstentwicklung wird die lokale Bevölkerung zum Schutz des Waldes selbst entscheidend beitragen.

Über die Heinz Sielmann Stiftung

Die Heinz Sielmann Stiftung ( www.sielmann-stiftung.de) wurde 1994 von Inge und Heinz Sielmann gegründet. Die Stiftung sorgt mit ihren Projekten dafür, dass Menschen die Natur erleben können. Besonders Kindern und Jugendlichen wird das Naturerlebnis in vielen Facetten ermöglicht, damit sie früh den Wert der Natur schätzen lernen.

Weitere Schwerpunkte der Arbeit der Heinz Sielmann Stiftung sind der Erhalt der Artenvielfalt, die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für den Naturschutz und die Bewahrung des filmischen Erbes vom Naturfilmpionier Heinz Sielmann.

Über Menschen für Menschen

Die Stiftung Menschen für Menschen ( www.menschenfuermenschen.de) leistet seit über 35 Jahren nachhaltige Hilfe zur Selbstentwicklung in Äthiopien. Im Rahmen integrierter ländlicher Entwicklungsprojekte verzahnt Menschen für Menschen gemeinsam mit der Bevölkerung Maßnahmen aus den Bereichen Landwirtschaft, Wasser, Bildung, Gesundheit und Einkommen. Den Grundstein für die Stiftung Menschen für Menschen legte am 16. Mai 1981 der damalige Schauspieler Karlheinz Böhm (gest. 2014) mit seiner legendären Wette in der Sendung „Wetten, dass..?“. Die Stiftung trägt das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI). Menschen für Menschen setzt die Maßnahmen derzeit in zwölf Projektgebieten mit über 700 fest angestellten und fast ausschließlich äthiopischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern um.

Pressekontakt Heinz Sielmann Stiftung
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Unter den Kiefern 9
14641 Wustermark
Telefon: 05527 914-420
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E-Mail: knut.jaeger(at)sielmann-stiftung.de

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Informationen über die Stiftung Menschen für Menschen finden Sie hier:
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Informationen über die Heinz Sielmann Stiftung finden Sie hier:
www.sielmann-stiftung.de

Über Menschen für Menschen:
Die Stiftung Menschen für Menschen leistet seit über 35 Jahren nachhaltige Hilfe zur Selbstentwicklung in Äthiopien. Im Rahmen integrierter ländlicher Entwicklungsprojekte verzahnt Menschen für Menschen gemeinsam mit der Bevölkerung Maßnahmen aus den Bereichen Landwirtschaft, Wasser, Bildung, Gesundheit und Einkommen. Den Grundstein für Menschen für Menschen legte am 16. Mai 1981 der damalige Schauspieler Karlheinz Böhm (gest. 2014) mit seiner legendären Wette in der Sendung „Wetten, dass..?“. Die Stiftung trägt das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI). Menschen für Menschen setzt die Maßnahmen derzeit in zwölf Projektgebieten mit über 700 fest angestellten und fast ausschließlich äthiopischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern um.

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Heinz Sielmann Stiftung: Landräte vom Bodensee mit Heinz Sielmann Ehrenpreis ausgezeichnet

Lothar Wölfle, Landrat des Landkreises Bodenseekreis, und Frank Hämmerle, Landrat des Landkreises Konstanz, wurden heute Abend in Berlin mit dem Heinz Sielmann Ehrenpreis geehrt. Erfolgsprojekt „Jeder Gemeinde ihr Biotop“ demnächst bundesweit.

Heinz Sielmann Stiftung: Landräte vom Bodensee mit Heinz Sielmann Ehrenpreis ausgezeichnet

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Dr. Fritz Brickwedde, Stiftungsratsvorsitzender der Heinz Sielmann Stiftung, würdigte mit dem alle zwei Jahre vergebenen Ehrenpreis das herausragende Engagement der beiden Landräte für den Aufbau von Sielmanns Biotopverbund Bodensee. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

„Mit großem Weitblick haben die beiden Landräte als Kuratoriumsmitglieder des Biotopverbunds Bodensee das Projekt gefördert und damit auch den Grundstein für die bundesweite Ausweitung des Projekts „Jeder Gemeinde ihr Biotop“ gelegt“, erklärte Dr. Fritz Brickwedde im Museum für Naturkunde in Berlin vor 200 Gästen. Die beiden Preisträger stünden für eine gelungene Kooperation von privatem und öffentlichem Engagement für die Artenvielfalt.

Aufgrund des großen Erfolgs von Sielmanns Biotopverbund Bodensee hat die Heinz Sielmann Stiftung beschlossen, das Projekt auf ganz Deutschland auszudehnen. Das Vorzeigemodell „Bodensee“ bildet das Fundament für die nationale Ausweitung.

+++ Jeder Gemeinde ihr Biotop +++

Mit dem Ansatz „Jeder Gemeinde ihr Biotop“ schafft die Heinz Sielmann Stiftung seit 2004 ein Netz von neuen Lebensräumen für Tiere und Pflanzen in der Bodenseeregion. Möglichst engmaschig soll es werden, damit sich Tier- und Pflanzenbestände erholen und verschwundene Arten zurückkehren können.

Etwa hundert Biotopbausteine an 31 Standorten konnten bereits gemeinsam mit Städten und Gemeinden geschaffen werden, darunter vor allem neu angelegte Stillgewässer, aufgewertete Streuobstwiesen und extensive Weideprojekte. Innerhalb kürzester Zeit besiedelten zahlreiche Vogelarten, Amphibien, Tagfalter und Libellen die neu geschaffenen Biotope. In 2014 wurde das Projekt von der UN Dekade Biologische Vielfalt als vorbildlich ausgezeichnet.

+++ Heinz Sielmann Ehrenpreis +++

Seit 1994 verleiht die Heinz Sielmann Stiftung den Heinz Sielmann Ehrenpreis an Einzelpersonen, öffentliche Institutionen, Forschungseinrichtungen oder Unternehmen, die sich um den Naturschutz und den Erhalt der Artenvielfalt verdient gemacht haben. Außergewöhnliche Leistungen in der Forschung, Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung sowie bei der Verwirklichung des Nachhaltigkeitsgedanken in Wirtschaft und Gesellschaft werden mit dem Heinz Sielmann Ehrenpreis ausgezeichnet.

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Über die Heinz Sielmann Stiftung

Die Heinz Sielmann Stiftung wurde 1994 von Prof. Heinz Sielmann und seiner Frau Inge Sielmann als öffentliche Stiftung bürgerlichen Rechts gegründet. Unter dem Leitsatz „Vielfalt ist unsere Natur“ verfolgt sie vier Ziele:

1. Menschen, vor allem Kinder und Jugendliche, durch persönliches Erleben an einen positiven Umgang mit der Natur heranführen.
2. Letzte Refugien für seltene Tier- und Pflanzenarten erhalten.
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4. Das Heinz Sielmann-Archiv des Naturfilms wahren.

2016 hat die Heinz Sielmann Stiftung als erste private Stiftung einen Nachhaltigkeits-Report nach GRI G4 Standard veröffentlicht. Die Stiftung verwendet jährlich rund 8 Mio. EUR für Natur- und Artenschutzprojekte, für Aufklärung und Umweltbildung sowie für die Information der Öffentlichkeit.

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Heinz Sielmann Stiftung: Heideblüte wichtig für bedrohte Wildbienenarten

Die Heideblüte erreicht derzeit Ihren Höhepunkt und wird zum Ausflugsziel vieler Touristen. Noch wichtiger ist die Heideblüte aber für die Heidekraut-Bienen. Einen Einblick in deren Lebensraum gibt ein aktuelles Video der Heinz Sielmann Stiftung.

Heinz Sielmann Stiftung: Heideblüte wichtig für bedrohte Wildbienenarten

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+++ Spätflieger im rosaroten Heideblütenteppich +++

Bundesweite Bekanntheit erlangte die Kyritz-Ruppiner Heide (auch bekannt als Wittstock-Ruppiner Heide) durch den dort gelegenen Truppenübungsplatz, das sogenannte Bombodrom. Dieser wurde schon vor Jahren aufgegeben und so erobert sich die Natur ihr Refugium zurück.

+++ Seltene Heidekrautbienen überleben dank Pflege geschützter Heideflächen +++

Nicht nur Honigbienen und Hummeln nutzen jetzt das reiche Blütenangebot, sondern auch zwei hübsche Spezialisten unter den Wildbienen: Die Heidekraut-Sandbiene (Andrena fuscipes) und die Heidekraut-Seidenbiene (Colletes succinctus). Erst wenn im Spätsommer das Heidekraut (Calluna vulgaris) blüht, sind diese beiden seltenen Wildbienenarten mit etwas Glück in großen Calluna-Beständen zu finden. Beide Arten sammeln den Pollen in Haarbürsten an den Beinen. Ihre Nester und Brutkammern legen sie unterirdisch im Sandboden zwischen den Heidekrautbüschen an.

„Aufgrund ihrer engen Bindung an das Heidekraut sind diese beiden Spezialisten unter den Wildbienen relativ selten und auf den Erhalt großer Heidebestände, wie von der Heinz Sielmann Stiftung in den brandenburgischen Landschaften gewährleistet, angewiesen“, erklärt Dr. Hannes Petrischak, Leiter des Geschäftsbereichs Naturschutz bei der Heinz Sielmann Stiftung.

+++ Kyritz-Ruppiner Heide – eine der größten zusammenhängenden Heideflächen +++

Ohne das spätblühende Heidekraut können die Heidekraut-Sandbiene und die Heidekraut-Seidenbiene nicht überleben. Der Erhalt ihrer Art ist von der Pflege großer zusammenhängender Heideflächen abhängig. Eine der größten zusammenhängenden Heideflächen der Bundesrepublik ist mit über 700 Quadratkilometern die Kyritz-Ruppiner Heide im nordwestlichen Brandenburg. Dort sowie in Sielmanns Naturlandschaften Döberitzer Heide und Tangersdorfer Heide sorgt die Heinz Sielmann Stiftung durch vielfältige Pflegemaßnahmen für den Erhalt und die Regeneration des Heidekrautbewuchses. Ohne Pflege würden die Gebiete vergrasen und verwalden.

+++ Flug über die Heide +++

Um die einzigartige Schönheit der Heideblüte auch aus der Vogelperspektive zeigen zu können, hat die Heinz Sielmann Stiftung eine hochauflösende Kamera aufsteigen lassen. Diese hat dabei beeindruckende Aufnahmen gemacht.

Die Aufnahmen stehen als 90-sekündiges Video (119 MB) in HD unter folgendem Link zum Download bereit:

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Oder auf YouTube unter: https://www.youtube.com/watch?v=dc_e4nj3hHY&t=1s

Die Veröffentlichung des Videos im TV bzw. die Einbindung in Webseiten oder Blogs ist mit dem Hinweis „Copyright Heinz Sielmann Stiftung“ kostenfrei möglich.

+++ Rosaroten Heideblütenteppich erleben +++

Der riesige rosarote Heideblütenteppich ist in jedem Jahr sowohl Futter für Wild- und Honigbienen als auch ein grandioser Anblick für Naturfreunde. Auf den Wanderwegen der Heinz Sielmann Stiftung durch die Döberitzer und Kyritz-Ruppiner Heide kann das Spektakel zu Fuß oder bei einer Kutschfahrt genossen werden. Mehr dazu unter https://www.sielmann-stiftung.de/natur-erleben-schuetzen/kyritz-ruppiner-heide/

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Über die Heinz Sielmann Stiftung

Die Heinz Sielmann Stiftung wurde 1994 von Prof. Heinz Sielmann und seiner Frau Inge Sielmann als öffentliche Stiftung bürgerlichen Rechts gegründet. Unter dem Leitsatz „Vielfalt ist unsere Natur“ verfolgt sie vier Ziele:

1. Menschen, vor allem Kinder und Jugendliche, durch persönliches Erleben an einen positiven Umgang mit der Natur heranführen.
2. Letzte Refugien für seltene Tier- und Pflanzenarten erhalten.
3. Die Öffentlichkeit für die Natur und deren Schutz sensibilisieren.
4. Das Heinz Sielmann-Archiv des Naturfilms wahren.

2016 hat die Heinz Sielmann Stiftung als erste private Stiftung einen Nachhaltigkeits-Report nach GRI G4 Standard veröffentlicht. Die Stiftung verwendet jährlich rund 8 Mio. EUR für Natur- und Artenschutzprojekte, für Aufklärung und Umweltbildung sowie für die Information der Öffentlichkeit.

Weitere Informationen: https://nachhaltigkeit.sielmann-stiftung.de

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Heinz Sielmann Stiftung: Rotkehlchen klarer Sieger bei der Wahl zum Gartentier des Jahres 2017!

Das Rotkehlchen hat die von der Heinz Sielmann Stiftung durchgeführte Wahl zum „Gartentier des Jahres 2017“ klar gewonnen. Die Stiftung veranstaltete die Wahl mit dem Ziel, das Bewusstsein einer breiteren Öffentlichkeit für die einheimische Tierwel

Heinz Sielmann Stiftung: Rotkehlchen klarer Sieger bei der Wahl zum Gartentier des Jahres 2017!

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Im Frühjahr rief die Heinz Sielmann Stiftung zur Wahl des „Gartentier des Jahres 2017“ auf. Unter den insgesamt 1.037 Abstimmungen, die bei der Onlinewahl eingingen, war das Rotkehlchen mit 36,9% aller Wählerstimmen der klare Favorit. Platz 2 erreichte die Blauschwarze Holzbiene mit 25%. Den 3. Platz belegte die Zwergfledermaus mit rund 13,3%.

Dr. Hannes Petrischak, Leiter des Bereichs Naturschutz bei der Stiftung, freut sich über das Ergebnis. „Das Rotkehlchen kommt häufig in unseren Gärten vor. Mit seinem perlenden Gesang verschönt es uns den Tag, es brütet bodennah und kann sehr zutraulich werden“, sagt der Biologe. „Vor allem bei Kindern ist es sehr beliebt.“ In der Brutzeit, die Anfang April beginnt, vertilgt der nützliche kleine Vogel Insekten und Larven, Käfer, Ameisen und vor allem Blattläuse.

+++ Freikarten für die die „SIELMANN!“ Ausstellung +++

Unter den Teilnehmern der Wahl zum „Gartentier des Jahres“ hat die Heinz Sielmann Stiftung 20 Freikarten für die „SIELMANN!“ Ausstellung im Museum für Naturkunde in Berlin verlost. Die Ausstellung wird noch bis zum 5. November in Berlin zu sehen sein. Anschließend geht die Sonderausstellung „SIELMANN!“ auf bundesweite Tour. Erste Station nach Berlin ist das Ostpreußische Landesmuseum Lüneburg wo die Ausstellung bis April 2018 zu sehen sein wird. Informationen zur Ausstellung sind unter www.sielmann-stiftung.de/sielmann!/ zu finden.

+++ Sechs Kandidaten aus der heimischen Tierwelt +++

Neben dem Rotkehlchen standen die Zwergfledermaus, die Erdkröte, der Schwalbenschwanz (Schmetterling), die Blauschwarze Holzbiene sowie die gepanzerte Kellerassel zur Wahl. Nach den drei Erstplatzierten belegte der Schwalbenschwanz den 4. Platz mit 9,6%. Auf Platz 5 folgte die Erdkröte mit 8,4% aller Stimmen. Die Kellerassel belegte mit 6,8% den letzten Platz.

Um die Einzigartigkeit der Tierwelt zu erkunden, muss man nicht in die Ferne schweifen, auch die heimische Fauna hat etliches zu bieten. Um darauf aufmerksam zu machen und das Bewusstsein der Öffentlichkeit für die einheimische Tierwelt zu sensibilisieren, wird die Heinz Sielmann Stiftung auch im kommenden Jahr wieder zur Wahl des „Gartentier des Jahres“ aufrufen.

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Über die Heinz Sielmann Stiftung

Die Heinz Sielmann Stiftung wurde 1994 von Prof. Heinz Sielmann und seiner Frau Inge Sielmann als öffentliche Stiftung bürgerlichen Rechts gegründet. Unter dem Leitsatz „Vielfalt ist unsere Natur“ verfolgt sie vier Ziele:

1. Menschen, vor allem Kinder und Jugendliche, durch persönliches Erleben an einen positiven Umgang mit der Natur heranführen.
2. Letzte Refugien für seltene Tier- und Pflanzenarten erhalten.
3. Die Öffentlichkeit für die Natur und deren Schutz sensibilisieren.
4. Das Heinz Sielmann-Archiv des Naturfilms wahren.

2016 hat die Heinz Sielmann Stiftung als erste private Stiftung einen Nachhaltigkeits-Report nach GRI G4 Standard veröffentlicht. Die Stiftung verwendet jährlich rund 8 Mio. EUR für Natur- und Artenschutzprojekte, für Aufklärung und Umweltbildung sowie für die Information der Öffentlichkeit.

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Tierfilmlegende Heinz Sielmann wird posthum zum 100. Geburtstag gewürdigt

Der berühmte Tierfilmer Heinz Sielmann wäre am 2. Juni 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass würdigt die Heinz Sielmann Stiftung das Leben und Wirken der TV-Legende mit Veranstaltungen und Ausstellungen.

Tierfilmlegende Heinz Sielmann wird posthum zum 100. Geburtstag gewürdigt

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Der 2. Juni 2017 ist für die Heinz Sielmann Stiftung ein wichtiger Anlass, dieses denkwürdige Datum mit zahlreichen Veranstaltungen zu feiern. Berühmt geworden ist Heinz Sielmann vor allem durch die Sendung „Expeditionen ins Tierreich“, die 1965 erstmals im Fernsehen ausgestrahlt wurde. Bis 1991 produzierte und moderierte Heinz Sielmann die beliebte Sendung fur das Erste Deutsche Fernsehen. In 171 Folgen hielten ihm die Zuschauer die Treue. Die Produktionen lagen in der Verantwortung des Norddeutschen Rundfunks (NDR).

1917 im nordrheinwestfälischen Rheydt (Mönchengladbach) geboren, verstarb der renommierte Tierfilmproduzent, Fernsehstar und Naturschützer nach einer langen und erfolgreichen Laufbahn im Alter von 89 Jahren am 6. Oktober 2006 in München. Bereits als Kind entwickelte Sielmann den Wunsch die Tierwelt zu erforschen, um sie auf Celluloid zu bannen. Mit seinen aufwändigen Tierdokumentationen schrieb er in den darauffolgenden Jahrzehnten Kino- und Fernsehgeschichte. Fünf Kontinente hat Heinz Sielmann bereist und unzählige Filmproduktionen realisiert. Seine Werke brachten ihm als Kameramann, Regisseur, Produzent und Autor zahlreiche Auszeichnungen ein, darunter fünf Bundesfilmpreise, die Goldene Kamera, den Bambi und den Silbernen Bären. Zu seinen berühmtesten Kinofilmen zählen bis heute: „Herrscher des Urwalds“ und „Galapagos – Trauminseln im Pazifik“.

Für Generationen von Naturfilmern wurde der „Pionier des deutschen Tierfilms“ damit zum Idol. „Heinz Sielmann war für mich als Kind ein großes Vorbild. Einerseits war er der Naturexperte schlechthin; glaubhaft und sympathisch. Andererseits trat er nie vor riesigen Teleobjektiven oder am Steuer hochgerüsteter Geländewagen vor die Kamera, sondern im karierten Hemd vor Holzstativ und VW-Käfer. Das gefiel mir schon damals“, sagt Tierfilmer Jan Haft.

Seine Bekanntheit nutzte er dafür, die Öffentlichkeit für den Schutz der Natur zu sensibilisieren. Sein innigster Wunsch, Natur auch für künftige Generationen zu erhalten, mündete in die Gründung der Heinz Sielmann Stiftung. Diese rief er gemeinsam mit seiner Frau Inge im Jahr 1994 ins Leben.

+++ Auftakt des Heinz Sielmann Jubiläumsjahrs +++

Ausstellung SIELMANN! im Museum für Naturkunde Berlin

Datum: 02.06.2017 bis 05.11.2017

Ort: Museum für Naturkunde Berlin, Invalidenstraße 3, 10115 Berlin

Veranstalter: Museum für Naturkunde in Kooperation mit der Heinz Sielmann Stiftung

Zu Ehren seines 100. Geburtstages präsentiert die Heinz Sielmann Stiftung gemeinsam mit dem Museum für Naturkunde Berlin die Ausstellung SIELMANN! Die Ausstellung gliedert sich in sechs Themenbereiche. In einer spannenden Inszenierung wird nicht nur auf die Person Heinz Sielmann eingegangen, sondern es werden Landschaften in Deutschland vorgestellt, in denen die Heinz Sielmann Stiftung aktiv ist. Gezeigt werden vor allem Tiere, die auf besondere Weise durch Objekte und Filmbeiträge dargestellt werden. Die Ausstellung spiegelt das Leitbild von Heinz Sielmann wider: „Nur wer die Natur kennt und liebt, wird sie schützen“.

Dr. Fritz Brickwedde, der am 1. Juni Inge Sielmann als neuer Vorsitzender des Stiftungsrats nachfolgen wird, zeigt sich vom Ausstellungskonzept begeistert: „Die Chance, Heinz Sielmann und sein Lebenswerk durch eine Ausstellung im Berliner Museum für Naturkunde zu präsentieren, ist eine einmalige Gelegenheit für uns, das Anliegen Heinz Sielmanns auch einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen“.

+++ Sonderbriefmarke zum 100. Geburtstag Heinz Sielmanns +++

Anlässlich des 100. Geburtstags Heinz Sielmanns würdigt das Bundesfinanzministerium den großen Naturfilmer mit einer Sonderbriefmarke. Das Wertzeichen zu 45 Cent ist ab 8. Juni an allen Verkaufsstellen der Deutschen Post AG erhältlich. Die Marke zeigt den Tierfilmer bei der Arbeit, wie er eine Schneegans mit ihren Küken filmt. Schneegänse brüten überwiegend im nordwestlichen Grönland, im nördlichen Kanada, im nordöstlichen Sibirien oder in den Vereinigten Staaten. Selten findet man sie auch in Europa. Gestaltet wurde die Briefmarke von dem Münchner Fotografen und Grafik-Designer Thomas Mayfried. Inge Sielmann, die Frau des verstorbenen Tierfilmers, freut sich über die besondere Ehre, die ihrem Mann posthum zuteilwird: „Nie hätte er zu Lebzeiten mit solch einer Ehre gerechnet. Aber er hätte sich natürlich sehr darüber gefreut.“

+++ Presseakkreditierung +++

Am 31.05. um 13:00 Uhr laden das Museum für Naturkunde und die Heinz Sielmann Stiftung die Medien zu einem Presserundgang durch die Ausstellung ein.

Akkreditierungen für den Presserundgang richten Sie bitte bis zum 30.05. per Mail an die folgende Adresse: alicia.rust@sielmann-stiftung.de

Weitere Informationen:
https://www.sielmann-stiftung.de/Veranstaltungen
https://www.sielmann-stiftung.de/sielmann100/medien-downloads/

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Über die Heinz Sielmann Stiftung

Die Heinz Sielmann Stiftung wurde 1994 von Prof. Heinz Sielmann und seiner Frau Inge Sielmann als öffentliche Stiftung bürgerlichen Rechts gegründet. Unter dem Leitsatz „Vielfalt ist unsere Natur“ verfolgt sie vier Ziele:

1. Menschen, vor allem Kinder und Jugendliche, durch persönliches Erleben an einen positiven Umgang mit der Natur heranführen.
2. Letzte Refugien für seltene Tier- und Pflanzenarten erhalten.
3. Die Öffentlichkeit für die Natur und deren Schutz sensibilisieren.
4. Das Heinz Sielmann-Archiv des Naturfilms wahren.

2016 hat die Heinz Sielmann Stiftung als erste private Stiftung einen Nachhaltigkeits-Report nach GRI G4 Standard veröffentlicht. Die Stiftung verwendet jährlich rund 8 Mio. EUR für Natur- und Artenschutzprojekte, für Aufklärung und Umweltbildung sowie für die Information der Öffentlichkeit.

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Heinz Sielmann Stiftung: Startschuss für die Abstimmung zur Wahl des Gartentiers 2017 ist gefallen

2017 ruft die Heinz Sielmann Stiftung wieder zur Wahl des „Gartentier des Jahres“ auf. Die Stiftung veranstaltet die Wahl mit dem Ziel, das Bewusstsein einer breiteren Öffentlichkeit für die einheimische Tierwelt zu sensibilisieren.

Heinz Sielmann Stiftung: Startschuss für die Abstimmung zur Wahl des Gartentiers 2017 ist gefallen

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Zugegeben, Elefanten, Nashörner und Löwen sind imposante Tiere. Aber um die Einzigartigkeit der Tierwelt zu erkunden, muss man gar nicht immer in die Ferne schweifen, denn auch die heimische Fauna hat in dieser Hinsicht einiges zu bieten. Um darauf aufmerksam zu machen und das Bewusstsein einer breiteren Öffentlichkeit für die einheimische Tierwelt zu sensibilisieren, ruft die Heinz Sielmann Stiftung wieder zur Wahl des „Gartentier des Jahres“ auf.

+++ Sechs Kandidaten stehen ab sofort im Internet zur Wahl +++

Die winzige Zwergfledermaus: klein aber oho und ein richtiges Hörgenie. Das farbenfrohe Rotkehlchen: Frühaufsteher, der mit seinem Gesang den Tag begrüßt. Die genügsame Erdkröte: findet überall dort ein Zuhause, wo stehendes Gewässer ist. Der prächtige Schwalbenschwanz: ein wertvoller Bestäuber für unsere Gärten. Die Blauschwarze Holzbiene: eine schillernde Erscheinung mit einem Faible fürs Nischendasein. Die gepanzerte Kellerassel: Versteckkünstlerin und optimale Resteverwerterin.

Die Wahl zum „Gartentier des Jahres“ ist ab sofort online unter www.sielmann-stiftung.de/gartentier möglich und endet am 31.05.2017. Unter den teilnehmenden Personen verlost die Heinz Sielmann Stiftung 20 Freikarten für die „Sielmann!“ Ausstellung im Museum für Naturkunde in Berlin.

+++ Die Kandidaten stellen sich vor: +++

Hätten sie gewusst, dass die Zwergfledermaus – neben der Mückenfledermaus – die kleineste Art der Fledermäuse ist? Wie ihre Artgenossen kann sie mit den Ohren sehen, mit den Händen fliegen und mit dem Kopf nach unten schlafen. Fledermäuse haben von allen Tieren das sensibelste Gehör. Sie nehmen sogar Töne wahr, die für Menschen unhörbar sind. Die winzigen Flugakrobaten orientieren sich selbst in vollkommener Dunkelheit, dank einer ausgeklügelten Echoortung.

Das stimmgewaltige Rotkehlchen ist ein echter Frühaufsteher. Bereits zur ersten Morgendämmerung erfüllt sein fröhliches Gezwitscher unsere Gärten, Wälder und Parks. In der Brutzeit, die Anfang April beginnt, vertilgt der kleine Vogel Insekten und Larven, Käfer, aber auch Ameisen und Blattläuse.

Die bescheidene Erdkröte ist eine der häufigsten und mit bis zu elf Zentimetern auch eine der größten Amphibienarten Europas. Ihre Oberseite ist bräunlich gefärbt und mit einer Vielzahl von Warzen bedeckt, was ihr – vollkommen zu Unrecht- den Ruf eingebracht hat, nicht besonders schön zu sein. Doch Erdkröten sind in ihren Ansprüchen sehr bescheiden, sodass sie ein breites Spektrum von Lebensräumen besiedeln und an einer Vielzahl von Gewässern zu finden sind.

Der wunderschöne Schwalbenschwanz ist einer der größten und prächtigsten Tagfalter in Deutschland. In auffällig flatterndem Flug kommt er weit umher und besucht dabei am liebsten blütenreiche Wiesen und Gärten, wo er zum Beispiel an Rotklee und Lavendel Nektar saugt: Er gilt als wichtiger Bestäuber. Gern legt er seine Eier an Gartenmöhre, Dill oder Fenchel ab. Die aromatischen Inhaltsstoffe machen seine Raupe für viele Feinde ungenießbar, was sie mit ihrer bunten Färbung deutlich signalisiert.

Die Blauschwarze Holzbiene ist mit einer Körperlänge von rund 23 bis 28 Millimeter die größte heimische Bienenart. Mit ihrem imposanten, hummelartigen Körper und den blauschwarz schimmernden Flügeln ist diese Wildbiene selbst im Flug kaum mit anderen Insekten zu verwechseln. Sie lebt solitär und gilt als standorttreu. Während bei vielen Wildbienen nur die Weibchen den Winter überdauern, überwintern bei der Holzbiene beide Geschlechter in Mauerspalten, Lehmwänden und anderen geschützten Verstecken.

Die genügsame Kellerassel ist eine regelrechte Künstlerin, wenn es darum geht, ein passendes Versteck zu finden. Unter Steinen, in totem Holz, aber auch in Büschen – man findet sie überall dort, wo man sie kaum vermutet. Kellerasseln ernähren sich von abgestorbenen organischen Substanzen: von sich zersetzendem Holz, aber auch von Hautschuppen. Bei einer drohenden Gefahr stellen sich Kellerasseln tot – in Form einer Schreckstarre.

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Die Heinz Sielmann Stiftung wurde 1994 von Prof. Heinz Sielmann und seiner Frau Inge Sielmann als öffentliche Stiftung bürgerlichen Rechts gegründet. Unter dem Leitsatz „Vielfalt ist unsere Natur“ verfolgt sie vier Ziele:

1. Menschen, vor allem Kinder und Jugendliche, durch persönliches Erleben an einen positiven Umgang mit der Natur heranführen.
2. Letzte Refugien für seltene Tier- und Pflanzenarten erhalten.
3. Die Öffentlichkeit für die Natur und deren Schutz sensibilisieren.
4. Das Heinz Sielmann-Archiv des Naturfilms wahren.

2016 hat die Heinz Sielmann Stiftung als erste private Stiftung einen Nachhaltigkeits-Report nach GRI G4 Standard veröffentlicht. Die Stiftung verwendet jährlich rund 8 Mio. EUR für Natur- und Artenschutzprojekte, für Aufklärung und Umweltbildung sowie für die Information der Öffentlichkeit.

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Heinz Sielmann Stiftung: Wenn es nicht mehr summt und brummt

Das Wildbienensterben in Deutschland geht ungebremst weiter. Die Heinz Sielmann Stiftung zeigt mögliche Ursachen auf und plädiert für einen bewussteren Umgang mit der Natur, bevor es zu spät ist.

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Seit einigen Jahren verzeichnen Experten einen dramatischen Rückgang von Insekten in Deutschland. Besonders betroffen – die Wildbienen. „Es ist eine Kombination von vielen Faktoren, die zu einem Verlust von bis zu 80% der Biomasse an Insekten geführt hat“, sagt Dr. Hannes Petrischak, Biologe, zuständig für den Geschäftsbereich Naturschutz in der Heinz Sielmann Stiftung. Unter den Insekten gelten Wildbienen als die wichtigsten Pflanzenbestäuber. Rund zwei Drittel der gesamten Bestäubungsleistung gehen allein auf ihr Konto. Doch die Wildbienen sind bedroht wie nie. Von den in der Roten Liste erfassten Wildbienenarten gelten inzwischen über die Hälfte in ihrem Bestand als gefährdet. Allein in Deutschland gibt es rund 561 verschiedene Wildbienen-Arten, die in Gestalt und Aussehen extrem unterschiedlich sind.

+++ Verlust natürlicher Lebensräume und Einsatz von Insektiziden +++

Als Hauptgrund für den Schwund der wertvollen Bestäuber steht der Einsatz von Insektiziden in der Landwirtschaft in Verdacht. Aus der Sicht von Wissenschaftlern tragen vor allem Neonicotinoid- Insektizide wie Clothianidin, Minidacloprid und Thiamethoxam maßgeblich zum Aussterben der Bestäuber bei. Hinzu kommt die Vernichtung der natürlichen Lebensräume. Betroffen sind vor allem die Niststätten der Wildbienen: Etliche -meist seltene- Wildbienenarten wie beispielsweise die Mohnmauerbiene, die Schwarze Mörtelbiene und die Glockenblumenschmalbiene sind unter anderem auf ausgedehnte Flugsandfelder, offene Lehm-, Sand- und Kiesgruben, blütenreiche Wiesen oder auf Totholz angewiesen. Denn anders als Honigbienen leben Wildbienen weitgehend solitär, also nicht in Völkern. Außerdem sind sie sehr friedlich und stechen so gut wie nie.

Zusätzlicher Lebensraum geht durch die Intensivierung der Landnutzung, durch die zunehmende Bebauung und die damit einhergehende Flächenversiegelung verloren.

Die Folgen des Insektensterbens gehen weit über die viel zitierte „Bestäubungskrise“ hinaus. An den Vögeln lassen sich die Auswirkungen des Insektenschwunds besonders deutlich erkennen. Feldlerchen, Goldammern, Mauersegler oder Schwalben seien inzwischen vielerorts praktisch verschwunden, so Biologe Petrischak. Sterben die Fluginsekten aus, droht unsere gesamte Nahrungskette zu kippen. Blumen und Bäumen fehlen die natürlichen Bestäuber, den Vögeln fehlt die Nahrungsgrundlage.

+++ Private Gärten können als Refugium dienen +++

Doch es gibt Auswege: Würden alle Gärten in Mitteleuropa zusammen erfasst, ergäbe sich daraus rund die dreifache Fläche aller Naturschutzgebiete. Die Heinz Sielmann Stiftung plädiert deshalb für einen bewussteren Umgang mit der Natur auch innerhalb unserer Gärten. Naturnahe Gärten, die ohne den Einsatz von künstlichen Düngemitteln, Herbiziden und Pestiziden auskommen, wären wünschenswert. Dazu der verstärkte Anbau von pollenliefernden Blumen und Wildpflanzen. Auch Nisthilfen für Insekten, wie beispielsweise durch den Bau von Trockenmauern würden einen wertvollen Beitrag zur Ökologischen Vielfalt leisten. „Dies wäre ein erster Ansatz, um dem bedrohlichen Insektensterben endlich Einhalt zu gebieten“ sagt Michael Beier, Vorstand der Heinz Sielmann Stiftung. Auch die Agrarwirtschaft ist zum Umdenken eingeladen. Denn in einer vielgestaltigen, extensiven Landwirtschaft leben auch viele Wildbienen und dies wirke sich positiv auf die gesamten Erträge aus.

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1. Menschen, vor allem Kinder und Jugendliche, durch persönliches Erleben an einen positiven Umgang mit der Natur heranführen.
2. Letzte Refugien für seltene Tier- und Pflanzenarten erhalten.
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