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Gesundheit/Medizin

AVA-Fortbildungen reduzieren den Arzneimitteleinsatz und dienen dem Tierwohl als auch dem Verbraucher – 19. AVA-Haupttagung im März 2019 wirft ihre Schatten voraus

Wer Tiere achtet, denkt um – „umdenken-tierzuliebe“

Plakatkampagne der Tierärztekammer Berlin und der btk gegen Qualzuchten (Pressemeldung vom 15.11.2018)

In einer Presseinformation wendet sich die Berliner Tierärztekammer und die Bundestierärztekammer gegen Qualzuchten. „Wir wollen zurück zur Zucht von vitalen, gesunden, schmerz- und leidensfreien Tieren“, so die Präsidentin der Tierärztekammer Berlin, Dr. Heidemarie Ratsch.

Neben den Qualzuchten von Kleintieren werden in der aktuellen Pressemeldung vom 15. November 2018 auch Nutztiere mit einbezogen. Diese würden an Schmerzen durch extreme Zucht auf Leistung leiden. „Hier steht die Produktion möglichst vieler Nachkommen mit optimaler Rentabilität im Vordergrund“, meint die Landestierschutzbeauftragte. Die sogenannten „Leistungszuchtlinien“ weisen eine Vielzahl von zuchtbedingten Gesundheitsstörungen auf. Milchkühe leiden bspw. unter schmerzhaften Euterentzündungen und Stoffwechselerkrankungen, Legehennen erkranken häufig an Osteoporose und Mastschweine haben mit schmerzhaften Gelenkveränderungen und Muskeldegenerationen zu kämpfen. „Was glauben wir Menschen eigentlich den Tieren antun zu dürfen, nur weil wir es können“, mahnt Diana Plange, Landestierschutzbeauftragte des Landes Berlin.

AVA-Kommentar: Hochleistungstiere müssen weder leiden noch sind diese Qualzuchten – vorausgesetzt, die landwirtschaftlichen Betriebsleiter können diese Tiere sach- und fachgerecht „managen“. Eine große Rolle spielen dabei auch die bestandsbetreuenden Tierärzte*innen.

Es gibt gute Beispiele von Milchviehbetrieben, die bei bester Gesundheit ihrer Kühe durchschnittlich über 11.000 kg Milch und unter 100.000 Zellen/ml Milch produzieren. Auch Ferkelerzeugerbetriebe sind in der Lage, ohne Schwierigkeiten Leistungen ihrer Sauen von über 30 Ferkel pro Sau und Jahr aufzuzeigen ohne tiergesundheitliche Auffälligkeiten bei Muttersauen und Ferkeln. Auch dies ist dem know how der Betriebsmanager und der tierärztlichen Bestandsbetreuung geschuldet.

Aber: eine Vielzahl von Betriebsleitern bzw. Produktionsleiter sind als Manager ihrer anvertrauten Nutztiere schlichtweg überfordert. Damit wird die Tierbetreuung zur Qual für Mensch und Tiermit der Folge, dass sich Tiergesundheit verschlechtert. In diesen Betrieben sind Tierärzte*innen „Dauerbesucher“ und sollen den „Karren aus dem Dreck ziehen“.

Zum Beispiel ungenügende Weiterbildung kann hier Ursache sein, denn Hochleistungstiere verlangen nach landwirtschaftlicher und tiermedizinischer Wissenschaften ein optimiertes Management. Und dieses ist immer im Fluss, da sich Erkenntnisse und Anforderungen an die Tiere laufend „modernisieren“ und damit ändern.

Hier sieht die Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) ihre Aufgabe. Fortbildungen nach neuester landwirtschaftlicher und tiermedizinischer Wissenschaften für Landwirte und Tierärzte vermitteln das nötige know how zum Betreuen von Hochleistungstieren. Dabei müssen die bestandsbetreuenden Nutztierärzte*innen mehr und mehr Managementbegleiter des Landwirtes werden.

Die 19. AVA-Haupttagung vom 27. bis 30. März 2019 in Göttingen bietet für Rinder- und Schweinetierärzte*innen eine solche spezialisierte Weiterbildung an. Themen aus Tiermedizin und Landwirtschaft der über 50 hoch national und international anerkannten Referenten*innen aus dem In- und Ausland bieten vier Tage lang Fortbildung vom Feinsten, die sich kein Tierarzt*in entgehen lassen sollte, um landwirtschaftliche Betriebe noch erfolgreicher zum Wohle der Tiere und der Ökonomie des Landwirtes zu betreuen, was auch dem Verbraucher dient, denn AVA-Fortbildungen reduzieren den Arzneimitteleinsatz auf ein Minimum. Am ersten Fortbildungstag, 27. März, bietet die AVA für die Tierärzte*innen eine Vielzahl von Workshops an, die intensive individuelle Fortbildung spezieller Tierärztethemen sicherstellen. Vom 28. bis 30. März 2019 werden in getrennten Sektionen, Rind und Schwein, praxisnah aktuelle und neue Erkenntnisse mit den Referenten*innen diskutiert. Eine Industrieausstellung begleitet die AVA-Veranstaltung und ein „brisanter“ politischer Abend rundet die 19. AVA-Haupttagung ab. 

Zurück zu Hochleistungstieren: Leider bieten Zuchtgesellschaften im Rinder- und Schweinebereich den Landwirten „Reproduktionen“ an, die „immer mehr leisten“ und „immer besser“ sind. Der durchschnittliche und „normale“ Tierproduzent ist aber meist mit der Betreuung dieser hoch aktiven Nachwuchstiere überfordert, was in der Regel eine Verschlechterung von Tierwohl und Tiergesundheit zur Folge hat. Zuchtorganisationen wollen diese negative Entwicklung nicht sehen und behaupten, es gäbe keine verlässlichen wissenschaftlichen Untersuchungen diesbezüglich, was schlichtweg falsch ist. Die Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) fordert je nach Management des landwirtschaftlichen Betriebsleiters entsprechende adäquate Nachwuchstiere zu empfehlen und zu beraten. (Sehr gutes Management = sehr gute leistungsbereite Tiere; durchschnittliches Management = durchschnittliches Leistungsniveau der Tiere). Leider wird eine solche Beratungsempfehlung, die die AVA fordert, meist ignoriert, ja selbst die AVA scharf angegriffen und verbal angegangen. Schade eigentlich. Die Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) hat den Eindruck, es geht oft nur „um´s Verkaufen“ und nicht um Tiere, die dann bei einem nicht optimalen Betriebsmanagement entsprechend leiden.

AVA-Fortbildungen helfen Arzneimittel einsparen und fördern damit Tierwohl, Ökonomie und Verbraucherschutz. Die mittlerweile 19. AVA-Haupttagung vom 27. bis 30. März diskutiert aktuelle und neue Themen für eine erfolgreiche tierärztliche Bestandsbetreuung im Rinder- und Schweinebereich, um auch in Zukunft hoch leistende Betriebe tierärztlich als Managementberater des Landwirtes erfolgreich betreuen zu können. Dies zum Wohle der Tiere, für die Betriebsökonomie des Landwirtes und für einen aktiven Verbraucherschutz. Übrigens: Für Doktoranden*innen und Studierende der Tiermedizin gibt es hohe preisliche Nachlässe für die 19. AVA-Haupttagung. „Wir, die AVA, haben uns entschlossen, Studierenden finanziell zu ermöglichen diese praxisnah ausgerichtete Nutztiertagung zu besuchen. Ein Angebot, welches sich der tierärztliche Nachwuchs der Nutztierpraxis nicht entgehen lassen sollte. Eine praxisrelevantere Tierärztefortbildung dieser Art wird man im deutschsprachigen Raum kaum finden“.

Pressestelle der Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA), 16. November 2018

 

 

 

Zur Information: Die Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) mit Sitz im münsterländischen Steinfurt-Burgsteinfurt, bietet seit fast 20 Jahren Fortbildung für Tiermedizin und Landwirtschaft an. 2017 konnte die AVA rund 3.500 Personen in ihren Fortbildungsveranstaltungen begrüßen.

Eine eigene Fachzeitschrift (NUTZTIERPRAXIS AKTUELL (NPA) mit einer Auflage von 5000 Exemplaren informiert aktuell über moderne Nutztiermedizin und Landwirtschaft.

Die AVA ist eine Fortbildungsgesellschaft mit dem Ziel der Aus- und Weiterbildung und der Verteilung von Informationen für den landwirtschaftlichen und tiermedizinischen Bereich. Gleichzeitig ist die AVA ein Forum für Landwirte und Tierärzte, dass die Herausforderungen der Produktion gesunder Nahrungsmittel in den nächsten Jahrzehnten in den Blick nimmt.

»Ziel der Agrar- und Veterinär-Akademie ist es, die Probleme der modernen, nachhaltigen Landwirtschaft und Tierhaltung zu erörtern. Wir wollen gemeinsam Wege finden, um tiergerecht, praxisbezogen und verbraucherorientiert zu arbeiten« Ernst-Günther Hellwig, Gründer und Leiter der AVA Ernst-Günther Hellwig

Agrar- und Veterinär-Akademie (AVA) EG Hellwig

Wettringer Straße 10, Steinfurt-Burgsteinfurt

fon: +49-(0)2551- 7878   fax: +49-(0)2551-83 43 00

info@ava1.de       www.ava1.de

 

 

 

 

 

 

Gesundheit/Medizin

NUTZTIERPRAXIS AKTUELL (NPA) Nr. 60, Juli 2018, der AVA jetzt online verfügbar – Für die AVA-Mitglieder und Abonnenten abrufbar

Wie bereits angekündigt, steht die NUTZTIERPRAXIS AKTUELL (NPA), das Fachorgan der Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA), ab sofort nur noch online zur Verfügung. Den Mitgliedern der Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) und den Abonnenten der NUTZTIERPRAXIS AKTUELL (NPA) steht der Downloadlink der neuen Ausgabe kostenlos zur Verfügung. Wer Interesse an der neuen Ausgabe hat, kann in der Geschäftsstelle der Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) unter post@ava1.de den Downloadlink erfragen, bzw. die NUTZTIERPRAXIS AKTUELL (NPA) über den Onlineshop der Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) downloaden.

Die Redaktion der NUTZTIERPRAXIS AKTUELL (NPA) mit Chefredakteur Ernst-Günther Hellwig, Fachtierarzt und Agrarwissenschaftler, hat sich zur Änderung des Post-Vertriebsweges hin zur digitalen Ausgabe entschlossen, derweil mittlerweile eine Vielzahl der Abonnenten die Fachzeitschrift gerne „online“ – sei es aus Umweltgründen und auch wegen der digitalen Archivierungsmöglichkeiten- abonnieren möchten. Gerne sind wir den Wünschen nachgekommen.

In der aktuellen Ausgabe der NUTZTIERPRAXIS AKTUELL (NPA) Nr. 60 gibt es wieder spannende Themen, die mitunter kontrovers zu diskutieren sind. Gerne freut sich die Redaktion auf die Reaktion der Leserschaft. Prof. Dr. Thomas Blaha schreibt zum Thema: Tierschutz und Antibiotikaeinsatz – Der Nutztierpraktiker im Spagat zwischen Tierschutz und Verbraucher. Welche Milchkühe wir brauchen, um die Milchkuh der Zukunft zu züchten, dies erklärt der Tierzuchtprofessor Prof. Dr. Wilfried Brade. Antworten zur Leistungszucht und Tiergesundheit geben die Autoren Dres Friedhelm Klug, Frank Rehbock und Gertraude Freyer. Der Fütterungsexperte Prof. Dr. Manfred Hoffmann beschreibt den Nutzen der Milchleistungsprüfungsdaten zur prophylaktischen Milchviehherdenbetreuung, was für die Gesundheitsprophylaxe und -Beurteilung der Milchkühe von enormer Bedeutung ist. Fachtierarzt für Schweine und Agrarwissenschaftler Ernst-Günther Hellwig setzt sich erneut mit dem Verbot der betäubungslosen Kastration zu, 1.1. 2019 erneut intensiv auseinander. Für ihn kann es nur eine Verschiebung des Termins nach hinten geben. Dazu fordert und bittet er die Politik, derweil die „Verantwortlichen“ verschlafen haben und keine tierschutz- und tierwohlgerechten Methoden der Ferkelkastration bieten können. Die Ebermast wünscht man nicht, und die „Eberimpfung“ will der Handel nicht. Alles andere ist Makulatur und hilft den männlichen Ferkeln nicht. Das Gegenteil ist der Fall. Auch Prof. Dr. Steffen Hoy greift heiße Eisen an, indem er sich zur Caudophagie der Schweine klar und deutlich äußert. Nur ein Paradigmenwechsel bei der Suche der Ursachen kommt für ihn in Frage. Prof. Dr. Martin Wähner stellt sich der Frage des Hormoneinsatzes in der heutigen Ferkelerzeugung. Wir brauchen und nutzen bereits Alternativen, da die Verbraucher den Hormoneinsatz nicht mehr akzeptiert. Im Innenteil der neuen NUTZTIERPRAXIS AKTUELL (NPA) sind die Herbsttermine der weiteren Tierärztefortbildungen aufgeführt. Sicher ist die eine oder andere Fortbildung für Tierärztinnen und Tierärzte, aber auch für Landwirtinnen und Landwirte von Interesse. Das Redaktionsteam der NUTZTIERPRAXIS AKTUELL (NPA) freut sich auf die Reaktion der Leserinnen und Leser. Gerne können Sie die Fachzeitschrift aus der Schriftenreihe der Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) in der AVA-Geschäftsstelle unter post@ava1.de anfordern.

 

Zur Information: Die AVA ist eine Fortbildungsgesellschaft mit dem Ziel der Aus- und Weiterbildung und der Verteilung von Informationen für den landwirtschaftlichen und tiermedizinischen Bereich. Gleichzeitig ist die AVA ein Forum für Landwirte und Tierärzte, das die Herausforderungen der Produktion gesunder Nahrungsmittel in den nächsten Jahrzehnten in den Blick nimmt.

»Ziel der Agrar- und Veterinär-Akademie ist es, die Probleme der modernen, nachhaltigen Landwirtschaft und Tierhaltung zu erörtern. Wir wollen gemeinsam Wege finden, um tiergerecht, praxisbezogen und verbraucherorientiert zu arbeiten« Ernst-Günther Hellwig, Gründer und Leiter der AVA, Steinfurt, Burgsteinfurt

 

 

Ernst-Günther Hellwig

Agrar- und Veterinär-Akademie (AVA) EG Hellwig

Wettringer Straße 10 –  D 48565 Steinfurt-Burgsteinfurt

fon: +49-(0)2551- 7878   fax: +49-(0)2551-83 43 00

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Das Titelblatt der neuen NUTZTIERPRAXIS AKTUELL (NPA) aus der Schriftenreihe der Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA)

Gesundheit/Medizin

Ferkelproduktion: ab 31.12. 2018 – Verbot der betäubungslosen Kastration

Politik, bitte bewahrt die männlichen Ferkel vor unnötigem Leiden und verschiebt den Termin 1.1.2019 – Die Ferkel danken es Euch!!

…Am Anfang war die gemeinsame Erklärung zur Ferkelkastration, die so genannte Düsseldorfer Erklärung vom 29. Sept. 2008, die das Ziel verfolgtFerkelproduktion: ab 31.12. 2018 – Verbot der betäubungslosen Kastration
Politik, bitte bewahrt die männlichen Ferkel vor unnötigem Leiden und verschiebt den Termin 1.1.2019 – Die Ferkel danken es Euch!! Der Deutsche Bauernverband (DBV), der Verband der Fleischwirtschaft (VDF) und der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) haben sich für dieses gemeinsame Vorgehen entschieden.
In der Düsseldorfer Erklärung von 2018, die vom Deutschen Bauernverband (DBV), dem Verband der Fleischwirtschaft (VDF) und dem Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) verfasst wurden steht, dass neben Verbraucherschutz auch Tierschutz zu gewährleisten ist. Man wolle die Entwicklung eines alternativen Verfahrens zur üblichen Kastrationsmethode unterstützen, um jegliches Risiko für Verbraucher und Tiere auszuschließen, um gänzlich auf die Kastration zu verzichten. Weiterhin bietet man in der Düsseldorfer Erklärung dem Tierschutzbund an, sich an der Überprüfung und Weiterentwicklung geeigneter Methoden mit zu beteiligen.

Was hat man bisher „erreicht“? 4 Möglichkeiten der Ferkelkastration werden diskutiert: Methode 1: Die „Ebermast“. Eberfleisch stinkt!! Zwar merken das z.B. die Spanier gar nicht, und die Engländer nur wenig, aber wir Deutschen haben sehr empfindliche Nasen diesbezüglich. Dazu gibt es Untersuchungen. Ein Nachteil der Ebermast sind „hyperaktive“ Jungeber, die Buchtengenossen massiv durch z.B. Aufspringen belästigen: Kampfspuren mit massiven Hautverletzungen und Penisverletzungen treten gehäuft auf. Tierschutz: kann nicht gewährleistet werden.  Der zweite Weg ist die „Isoflurannarkose“ als Möglichkeit zur Schmerzlinderung (-ausschaltung). Weit gefehlt. Auch hier hat das „arme“ männliche Ferkel mehr Stress und „Pein“. Nicht nur der Autor möchte diese Methode nicht und wundert sich, warum Isofluran, z.B. in Biobetrieben, überhaupt zur Anwendung kommen darf. Ist dies nicht eine Umwidmung, die fachlich nicht gerechtfertigt ist? Was sagt die Veterinäraufsicht dazu?
Die 3. Methode, die zweimalige Injektion der Mastschweine mit einem Arzneimittel namens Improvac, wird bereits seit vielen Jahren z.B. in Australien angewandt. Dadurch wird die Hodenentwicklung aufgrund einer Antikörperbildung gehemmt, was den unangenehmen Ebergeruch ausschaltet. Dieser Impfstoff regt das Immunsystem des Schweines zur Bildung spezifischer Antikörper gegen den Gonadotropin-Releasing-Faktor (GnRF) an (vereinfacht ausgedrückt=Eberimpfung).
Die Lokalanästhesie, als „4. Weg“, wird von der Landwirtschaft als der ideale Weg favorisiert. Der Bayerische Bauernverband (BBV) hat Ende Juni 2018 die bayerischen Schweinehalter angeschrieben und u. a. das Unverständnis der Ablehnung des „4. Weges“ der Ferkelkastration thematisiert – denn „die Landwirtschaft“ will den „4. Weg“ mit aller Macht durchsetzen. Er ist nun mal der billigste Weg für die Landwirtschaft. Der Landwirt führt diese Operation ohne den Tierarzt durch und spart dadurch eine Menge Geld. Für die lokale Injektionsnarkose braucht man allerdings letztendlich 5 Injektionen, wie es in einer landwirtschaftlichen Zeitschrift veröffentlich wurde. Zwei Spritzen pro Hoden und eine Schmerzspritze. Mir graut bei dieser Methode. Das ist für jedes Ferkel sehr schmerzhaft, wie Untersuchungen mittels Kortisolmessungen zeigten; viel schmerzhafter als eine betäubungslose Kastration!!! Universitäten, Tierarztverbände, wie der bpt und die BTK, ebenso Fachtierärzte für Schweine und viele andere Fachleute haben sich vehement gegen diesen „4.Weg“ ausgesprochen. Mit Tierschutz habe das nichts zu tun. Das Gegenteil ist der Fall. Allerdings übergehen viele Bauernverbände die ablehnende Haltung tierärztlicher Gremien (BTK, bpt) und IUniversitäten, die sich eindeutig aus Tierschutz- und rechtlichen Gründen gegen den „4. Weg“ der betäubungslosen Ferkelkastration ausgesprochen haben. Darf man die Frage stellen, ob Tierärzte und besonders Fachtierärzte für Schweine dem BBV „untergeordnet“ sind? Sind die vielen Fachtierarztmeinungen und universitären Stellungnahmen zum 4. Weg für den BBV nicht gültig? Ist der Bauernverband auch ein tierärztliches Gremium mit tierärztlicher Ausbildung und tierärztlicher Fachkompetenz? Wie kann dieser sich so einfach über die tierärztliche Kompetenz hinwegsetzen? Haben Tierärzte denn jegliche Lobby verloren? Interessiert den Bauernverband nicht das Wissen und die begründet kritischen Aussagen der Schweinefachtierärzte? Nimmt der Bauernverband die Fachtierärzte für Schweine überhaupt nicht ernst? Stehen andere Interessen vor dem Tierschutz? Vielen Fragen ergeben sich daraus. Auch der Bauern- und Winzerverband in Rheinland-Pfalz fordert den „4. Weg“. Jedoch widerspricht die rheinland-pfälzische Agrarministerin, Ulrike Höfken, und nennt den „4.Weg“ bei der Ferkelkastration eine Scheinlösung, die den Bauern nicht helfe. Sie sagt weiter, dass es für den „4. Weg“ kein dafür zugelassenes Tierarzneimittel auf dem deutschen Markt gäbe. Die letzten Jahre hätte man in RP nutzen sollen, um tierschutzkonforme Lösungen vorzubereiten und zu etablieren. Rechtliche und praktische Voraussetzungen für den „4. Weg“ würde es in Deutschland nicht geben, so die Aussage der Ministerin in einer Presseerklärung ihres Ministeriums am 6. Juli 2018.
Fakt ist, die Politik lässt Tierärzte und Landwirte in dieser Sache allein. Wissenschaftliche Untersuchungen aller Universitäten kommen zu dem Ergebnis, dass bei der Ferkelkastration mit Procain keine ausreichende Schmerzausschaltung bei dem „vierten Weg“ erreicht wird. Damit erfüllt dieses Verfahren eindeutig nicht die Vorgaben des Tierschutzgesetzes. Ein Arzneimittel, das diesen hohen Anforderungen der lokalen Anästhesie bei der Kastration genügt, existiert derzeit noch nicht. Die zusätzlich zugefügten Schmerzen und das zusätzliche Leiden der Ferkel wurden bereits angesprochen. Wir brauchen Forschungen und Forschungsergebnisse, die neue und tiergerechte Möglichkeiten der Ferkelkastration aufzeigen. Und dafür brauchen wir die Politik, die Forschungsaufträge vergibt. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, den Termin des Verbots zum 1.1.2019 nach hinten zu schieben.
POLITIK: Bitte bitte tut etwas und schiebt den Termin 31.12. 2018 nach hinten!!!. So lange, bis wissenschaftlich begründete Kastrationsmethoden entwickelt sind, die dem Sinn des Gesetzes, nämlich aktiver Tierschutz, gerecht werden. Alles andere ist Makulatur und hat nichts mit Tierschutz zu tun. Im Gegenteil – das Leid der männlichen Ferkel wird schlimmer. Leider haben Verantwortliche die Selbstverpflichtungen der Düsseldorfer Erklärung von 2008 erst mal (seit nahezu 10 Jahren) „auf Eis“ gestellt

Die Meinung des Autors, Fachtierarzt für Schweine, Agrarwissenschaftler, Gründer und Leiter einer Fortbildungsakademie für Tierärzte und Landwirte ist eindeutig: „Die Ferkelkastration innerhalb der ersten drei Lebenstage mit gleichzeitiger „Schmerzspritze“ ist nach seinem Dafürhalten (und vielen anderen Fachleuten der Veterinärmedizin) momentan die geeignetste Methode, die den Vorgaben „Tierschutz“ am nächsten kommt (so lange bis geeignete praktische Alternativen zur Verfügung stehen). Zur Erinnerung: früher wurde ohne Betäubung nicht unter einem Ferkelalter von sechs Wochen kastriert (betäubungslos!). Das war Quälerei für Tier und Mensch.
Ernst-Günther Hellwig, Fachtierarzt für Schweine und Agrarwissenschaftler

Zur Information: Die AVA ist eine Fortbildungsgesellschaft mit dem Ziel der Aus- und Weiterbildung und der Verteilung von Informationen für den landwirtschaftlichen und tiermedizinischen Bereich. Gleichzeitig ist die AVA ein Forum für Landwirte und Tierärzte, das die Herausforderungen der Produktion gesunder Nahrungsmittel in den nächsten Jahrzehnten in den Blick nimmt.

»Ziel der Agrar- und Veterinär-Akademie ist es, die Probleme der modernen, nachhaltigen Landwirtschaft und Tierhaltung zu erörtern. Wir wollen gemeinsam Wege finden, um tiergerecht, praxisbezogen und verbraucherorientiert zu arbeiten« Ernst-Günther Hellwig, Gründer und Leiter der AVA, Steinfurt, Burgsteinfurt
Ernst-Günther Hellwig
Agrar- und Veterinär-Akademie (AVA) EG Hellwig
Wettringer Straße 10 – D 48565 Steinfurt-Burgsteinfurt
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Pressemitteilungen

Neue EU-Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) und Tierärzte

Zurzeit redet fast jeder über die neue EU-Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO). Eigentlich eine Sache für Facebook, Twitter, WhatsApp und CO – könnte man denken. Aber weit gefehlt. Auch Tierarztpraxen sind betroffen, denn diese haben Kundendaten und damit findet die neue Verordnung Anwendung. Mit der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) sollen eigentlich die Regeln zur Verarbeitung und Bearbeitung personenbezogener Daten europaweit vereinheitlicht werden. „Zum Stichtag, 25. Mai 2018, muss auch jede Tierarztpraxis alle gestellten Anforderungen umzusetzen“, so Ernst-Günther Hellwig, Gründer und Leiter der in Steinfurt-Burgsteinfurt ansässigen Fortbildungsakademie für Tierärzte und Landwirte, der Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA). „Dies gelte sowohl für digitale als auch für analoge Daten. Bei Missachtung der DS-GVO drohen empfindliche „Strafen“, die zunächst weniger durch die Behörden „initiiert“ werden, sondern viel mehr durch „Abmahnanwälte“, die bereits in den Startlöchern stehen dürften“, der Chef der Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) weiter. Besonders die Homepages von Medizinern werden im Visier der Abmahnanwälte stehen. Diese durchforsten Webseiten und suchen Formfehler, um viel Geld im Rahmen des Abmahnprocederes zu verdienen, was letztendlich für Tierarztpraxen sehr teuer werden kann. Die Schwierigkeiten einer konkreten Umsetzung der EU-DSGVO für Tierärztinnen und Tierärzte liegt im Grunde genommen in der praxisferne. Die EU-DSGVO ist nun mal „furchtbar“ umfangreich und wenig „griffig“. Die AVA bietet mit einer Fortbildung zur Thematik der VO am 23. Juni 2018 in Göttingen im Hotel Freizeit In für die Tierarztpraxen konkrete Lösungsansätze, aber auch praktische Hilfestellungen, um die VO für die Tierarztpraxen juristisch sicher und unangreifbar umzusetzen. „Wir werden „Tacheles“ zur Dateninventur, zum Vorliegen mindestens eines der sechs Rechtfertigungsgründe für die Verarbeitung personenbezogener Daten, die Notwendigkeit eines Datenschutzbeauftragten, den neuen Beschäftigtendatenschutz und den hieraus zu ziehenden Konsequenzen für die tägliche Arbeit, reden“, sagt der AVA-Chef Hellwig. Als Top- Fachreferenten konnte die Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) den Juristen und Tierarzt Dr. Thomas Hertzsch aus Leipzig und den Finanzfachwirt Jan Siol von auxmed, einem Finanzconsulter für Mediziner, gewinnen. Die Tiermediziner sollten sich dieses Fachseminar zur eigenem digitalen Sicherheit nicht entgehen lassen. Alle weiteren und wichtigen Informationensind auf der Homepage der Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) unter www.ava1.de zu finden.

Zur Information: Die Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) mit Sitz im münsterländischen Steinfurt-Burgsteinfurt, bietet seit fast 20 Jahren Fortbildung für Tiermedizin und Landwirtschaft an. 2017 konnte die AVA rund 3.500 Personen in ihren Fortbildungsveranstaltungen begrüßen.

Eine eigene Fachzeitschrift (NUTZTIERPRAXIS AKTUELL (NPA) mit einer Auflage von 5000 Exemplaren informiert aktuell über moderne Nutztiermedizin und Landwirtschaft.

Die AVA ist eine Fortbildungsgesellschaft mit dem Ziel der Aus- und Weiterbildung und der Verteilung von Informationen für den landwirtschaftlichen und tiermedizinischen Bereich. Gleichzeitig ist die AVA ein Forum für Landwirte und Tierärzte, dass die Herausforderungen der Produktion gesunder Nahrungsmittel in den nächsten Jahrzehnten in den Blick nimmt.

»Ziel der Agrar- und Veterinär-Akademie ist es, die Probleme der modernen, nachhaltigen Landwirtschaft und Tierhaltung zu erörtern. Wir wollen gemeinsam Wege finden, um tiergerecht, praxisbezogen und verbraucherorientiert zu arbeiten« Ernst-Günther Hellwig, Gründer und Leiter der AVA, Horstmar-Leer

Ernst-Günther Hellwig

Agrar- und Veterinär-Akademie (AVA) EG Hellwig

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Pressemitteilungen

Tierernährung und Tierarzt gehören „zusammen“!

Tierernährung und Tierarzt gehören „zusammen“! Auch wenn dies auf den ersten Blick nicht plausibel klingt – in der heutigen modernen Schweinebestandsbetreuung ist dies ein absolutes Muss. Tierärzte sollen keine detaillierten Futterberechnungen durchführen, das ist nicht ihre Aufgabe, aber sie müssen viel über Futter wissen, denn der Darmtrakt ist zu rund 70% für die Ausbildung einer wirkungsvollen Immunität verantwortlich. Ganz einfach und trivial ausgedrückt: „Ist der Darm gesund, ist das Schwein gesund“. Und das bedeutet im gleichem Atemzug: weniger Arzneimittel, weniger Antibiotika. Ziel einer jeden Fütterung ist die tiergerechte Ernährung unter Beachtung der physiologischen Voraussetzungen, um die so genannte Eubiose aufrecht zu erhalten, also das friedliche Zusammenleben aller Darmbakterien untereinander. Erst dann sind die Tiere in der Lage, „gerne“ und gesund ihre Leistungen darzubieten.  „Stimmt“ die Ernährung nicht und ist sie unphysiologisch, kommt es zu einer so genannten Dysbiose mit der Folge von Darmstörungen, die zu Durchfall, Vergiftungen etc. bis hin zum Tode des Tieres führen können. Der Darm ist dann nicht mehr in der Lage, seine Abwehrleistung aufrecht zu erhalten – die Tiere werden krank – ein Teufelskreis beginnt. In der Schweinernährung hat sich in den letzten Jahren sehr vieles geändert, was der Schweinebetreuungstierarzt unbedingt wissen muss, um den Schweinebetrieb erfolgreich, eben möglichst ohne Arzneimitteln und Antibiotika, betreuen zu können. Liegt der Verdacht nahe, dass das Futter in irgendeiner Weise Einfluss auf die „Entwicklung“/ „Gesundheit“/ Leistungsbereitschaft“ usw. hat, sind primär die Tiermediziner  gefragt, um die Missstände aufzudecken und letztendlich abzustellen.

Um sich in Sachen Futter und Fütterung nach neuester landwirtschaftlicher und tiermedizinischer Wissenschaften auf den aktuellen Stand zu bringen, bietet die Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA)  entsprechende intensive und praxisnahe Kurse speziell für Tierärztinnen und Tierärzte zu Schweinefutter und  Schweinefütterung an, damit in der veterinärmedizinischen  Bestandsanalyse Futter und Fütterungsfehler früh genug erkannt werden können, um selbige dann zu korrigieren. Ziel: gesundes Futter, gesunde Futterkonzeption für gesunde Schweine.

Die Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) im münsterländischen Horstmar-Leer, ist momentan die einzige Fortbildungsorganisation im deutschsprachigen Raum, die solche praktischen  Intensivkurse anbietet. Leiter und Gründer der Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA), Ernst-Günther Hellwig, ist selbst Fachtierarzt für Schweine und Agrarwissenschaftler mit Schwerpunkt Tierernährung. Seine langjährigen nationalen und internationalen Erfahrungen in der Schweinebetreuung  und Fütterung von Klein- und Großbetrieben kommen den Seminarteilnehmern sehr zugute – einen besseren Erfahrungsaustausch kann es nicht geben. Zusätzliche Fachreferentin der zweitägigen Veranstaltung ist die Tierärztin  Dr. med. vet. Sandra Vagt, die seit Jahren in der Futtermittelindustrie, Deutsche Tiernahrung Cremer in Düsseldorf, beschäftigt ist und in nahezu ganz Deutschland Betriebe in Sachen Futter, Fütterung und Tiergesundheit berät. Die Tierärzte waren von den ersten AVA-Fütterungskursen begeistert. Sie können ab sofort die Futter- und Fütterungsprobleme auf Schweinebetrieben anhand der erarbeiteten Checklisten noch besser aufdecken  und entsprechend Hilfestellung für eine optimale Tierernährung geben. „Ist die Fütterung ok, sind die Tiere gesund und der Arzneimitteleinsatz, insbesondere die Antibiotika, auf ein Minimum eingeschränkt“.  AVA-Fortbildungen helfen Arzneimittel einsparen!

Weitere Informationen über die Agrar- und Veterinär-Akademie und die Fortbildungen erhält man auf der AVA-Homepage unter: www.ava1.de.

 

Zur Information: Die AVA ist eine Fortbildungsgesellschaft mit dem Ziel der Aus- und Weiterbildung und der Verteilung von Informationen für den landwirtschaftlichen und tiermedizinischen Bereich. Gleichzeitig ist die AVA ein Forum für Landwirte und Tierärzte, das die Herausforderungen der Produktion gesunder Nahrungsmittel in den nächsten Jahrzehnten in den Blick nimmt.

»Ziel der Agrar- und Veterinär-Akademie ist es, die Probleme der modernen, nachhaltigen Landwirtschaft und Tierhaltung zu erörtern. Wir wollen gemeinsam Wege finden, um tiergerecht, praxisbezogen und verbraucherorientiert zu arbeiten« Ernst-Günther Hellwig (Agrarwissenschaftler und Fachtierarzt), Gründer und Leiter der AVA, Horstmar-Leer

 

Ernst-Günther Hellwig

Agrar- und Veterinär-Akademie (AVA) EG Hellwig

Dorfstraße 5  –  D 48612 Horstmar-Leer

fon: +49-(0)2551- 7878   fax: +49-(0)2551-83 43 00

info@ava1.de       www.ava1.de

 

 

 

Gesundheit/Medizin

AVA-Fachtagung in Uslar war ein Erfolg: Alle wollen gesunde Kühe

Namhafte Vertreter von Tierzuchtorganisationen, Referenten aus der Praxis, als auch aus wissenschaftlichen Einrichtungen aus Deutschland und Österreich und ausgewiesenen Tierzuchtwissenschaftler diskutierten am letzten Wochenende in Uslar, bei Göttingen, auf einer von der Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) aus dem münsterländischen Horstmar-Leer organisierten Veranstaltung mit praktizierenden Tierärzten und Landwirten zu aktuellen Problemen der modernen Milcherzeugung unter besonderer Beachtung tierzüchterischer Aspekte. Sowohl Unterzeichner der „Göttinger Erklärung 2016“ als auch Unterzeichner der „Stellungnahme der DGfZ zur Göttinger Erklärung 2016 zur Milchproduktion“ brachten sich durch ihre Referate bzw. ihre oft auch lebhaften Diskussionsbeiträge in einen auf Konsens suchenden Dialog vor Ort ein. In der Tat wurden auch zahlreiche Punkte herausgearbeitet, die die Grundlage für ein zukünftig engeres Zusammenrücken aller Beteiligten aus Wissenschaft und Praxis bilden könnten. So bestand Einigkeit darüber, dass ein relativer Gesamt-Zuchtwert (RZ) für Gesundheit (RZGesundheit) dringend angezeigt ist. Alle Referenten und die zahlreichen Diskussionsteilnehmer der AVA-Tagung begrüßten solche Ansätze, die letztendlich  die Gesundheit der Milchkühe verbessern soll. Die AVA-Veranstaltung gab allen Beteiligten die Gelegenheit zu einer offenen und breiten Diskussion der Vor- aber auch Nachteile der modernen Milcherzeugung. Interessant war das große Interesse speziell der Tierärzteschaft aber auch der Beratung, sich über neue Entwicklungen in der Holstein- bzw. Fleckviehzucht zu informieren. Für den Organisator des Fachaustausches, Ernst-Günther Hellwig, Gründer und Leiter der Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) und selbst Fachtierarzt und Agrarwissenschaftler, war es ein Anliegen, die  unterschiedlichen Positionen von Organisationen und der Praxis zum Wohle der Kühe gemeinsam zu diskutieren. Zweifellos wäre es wünschenswert gewesen, wenn noch mehr Verantwortliche aus den Rinderzucht-Verbänden anwesend gewesen wären. Hier haben offensichtlich die Geschäftsführer und ihre Zuchtverantwortlichen noch nicht erkannt, dass es besser ist miteinander als übereinander zu reden. Repräsentanten sowohl der Dachorganisation für die Holstein-Züchter (= der DHV) als auch für das Fleckvieh und Braunvieh (= die ASR) haben eine Chance verpasst, mit interessierten Tierärzten oder auch kritischen Holstein- oder Fleckviehzüchtern ins Gespräch zu kommen. Und wer glaubte, dass nur bei Milchrindern (Holsteins und Brown Swiss) kritische Fragen von Praktikern gestellt wurden, der irrte. Einige neuere Entwicklungen wurden auch beim Zweinutzungsrind ‚Fleckvieh‘ kritisch beleuchtet.

‚Uslar 2.0‘ war eine hervorragende Plattform zum ehrlichen Gedankenaustausch für Tierzüchter und Tierärzte, Praktiker und Wissenschaftler ohne Schuldzuweisung an jeweils den Anderen. Es war das Ziel dieser AVA-Fachtagung, zweifellos noch vorhandene ‚Gräben‘ in der Zuchtzielgestaltung abzubauen und zu überwinden.

Auch die sehr harte Kritik von Landwirtin Frau Kirsten Wosnitza, praktische Milchbäuerin aus Norderfeld (Schleswig-Holstein), an den Siegertieren auf den aktuellen Holstein-Schauen oder von Herrn Dr. Thomas. Grupp, Bayern-Genetik, an die zunehmende ‚Papier-Genetik‘ in der Fleckviehzucht fanden ihre Zustimmung unter fast allen beteiligten Diskussionspartnern. Natürlich fanden auch Beiträge zu den „CO2 footprints“ der Milchkühe Beachtung, wird dies doch zunehmend von den Verbrauchern kritisch gesehen. Der Beitrag der Tierärztin Dr. Anita Idel, Buchautorin des Buches „Die Kuh ist kein Klimakiller“ fand erhebliche Beachtung unter den Fachleuten.  „Uslar 2.0“ war eine erfolgreiche Fachtagung.

 

 

 

 

Weitere Informationen über die Agrar- und Veterinär-Akademie(AVA) findet man auf der AVA-Homepage unter: www.ava1.de

 

Zur Information: Die AVA ist eine Fortbildungsgesellschaft mit dem Ziel der Aus- und Weiterbildung und der Verteilung von Informationen für den landwirtschaftlichen und tiermedizinischen Bereich. Gleichzeitig ist die AVA ein Forum für Landwirte und Tierärzte, das die Herausforderungen der Produktion gesunder Nahrungsmittel in den nächsten Jahrzehnten in den Blick nimmt.

»Ziel der Agrar- und Veterinär-Akademie ist es, die Probleme der modernen, nachhaltigen Landwirtschaft und Tierhaltung zu erörtern. Wir wollen gemeinsam Wege finden, um tiergerecht, praxisbezogen und verbraucherorientiert zu arbeiten« Ernst-Günther Hellwig, Gründer und Leiter der AVA, Horstmar-Leer

 

Ernst-Günther Hellwig

Agrar- und Veterinär-Akademie (AVA) EG Hellwig

Dorfstraße 5  –  D 48612 Horstmar-Leer

fon: +49-(0)2551- 7878   fax: +49-(0)2551-83 43 00

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Gesundheit/Medizin

One Health – Medizin und Tiermedizin müssen gemeinsam Antibiotikaresistenzen bekämpfen

Mediziner und Tiermediziner sitzen in einem Boot, was die Bekämpfung von Krankheiten bei Mensch und Tier betreffen unter dem neuen Begriff „One Health“. Keine Therapie ohne genaue Diagnostik und labordiagnostischer Untersuchung mit Überprüfung der Antibiotikawirksamkeit der eingesetzten Chemotherapeutika. Diese Grundsätze sind bei den Veterinären seit Jahren fest verankert, denn die Verantwortung des Arzneimitteleinsatzes im Rahmen der One Health Strategie bei Mensch und Tier wird von den Tierärztinnen und Tierärzten sehr ernst genommen. Die Tiermediziner stehen hinter den Forderungen der so genannten Antibiotic Stewardship, der Maßnahme zur Gewährleistung einer optimalen antibakteriellen Pharmakotherapie (Antibiotikatherapie). Ziel ist, die optimale Wirksamkeit der durchzuführenden Therapie zu gewährleisten, um Resistenzentwicklungen zu reduzieren und Neben– und Wechselwirkungen zu vermeiden.

Im Rahmen der Präventivtiermedizin, also die Forderung, dass die Tiere eines Bestandes erst gar nicht erkranken sondern durch Maßnahmen  einer vorbeugenden Tiermedizin „Gesund“ bleiben, hat das Aufgabenfeld der Veterinärmediziner hin zur Managementbegleitung der Landwirte erweitert. Dazu gehören natürlich auch profunde Kenntnisse der praktischen Fütterung und Fütterungsstrategien von landwirtschaftlichen Nutztieren. Diese neuen Aufgabenbereiche für Tierärzte hat sich die Agrar- und Veterinär-Akademie (AVA) auf die Fahnen geschrieben. Gründer und Leiter der Agrar- und Veterinär-Akademie (AVA), Ernst-Günther Hellwig, ist selbst Agrarwissenschaftler und Fachtierarzt und bietet seit über 15 Jahren sehr erfolgreich berufsübergreifende Fortbildungen für Tierärzte, aber auch für Landwirte und Berater, an. „AVA-Fortbildungen helfen Arzneimittel einsparen“, so Hellwig.

Da bekannter Weise eine optimale Darmgesundheit der Grundpfeiler eines optimiertes Immunsystems ist, steht die tier- und altersgerechte Fütterung im Rahmen der Tiergesundheit ganz vorne an. Eine ausgeglichene Fütterung sorgt für eubiotische Bedingungen im Darm, was unabdingbar für die körpereigene Abwehr ist. „Die Immunität findet im Darm statt“, und damit spielt die Fütterung eine herausragende Rolle für den Erhalt der Tiergesundheit. Durch „strategische Futtermittel“ erfüllt die Futtermittelindustrie heute erfolgreich neue Aufgaben im Rahmen der Tierfütterung, um den Arzneimitteleinsatz per se zu minimieren.  Diese neuen Strategien muss auch der Tierarzt beherrschen, um das gemeinsame Ziel, die Tiere gesund zu erhalten, zu erfüllen. Dazu bietet die AVA 4 Fortbildungskurse Ende Mai und Anfang Kuni 2017 in der Akademie im münsterländischen Horstmar-Leer für Tierärztinnen und Tierärzte an, um sich der Thematik Fütterung intensiv zu widmen, die die erfahrene Tierernährungsexpertin Frau Dr. med. vet. Sandra Vagt aus Düsseldorf leitet. „Ist der Darm gesund, ist das Tier gegen eine Vielzahl von Infektionserregern gefeit und damit greift auch hier die One-Health-Strategie.  Weitere Erläuterungen zu den AVA-Fütterungsseminaren findet man auf der Homepage der AVA unter www.ava1.de

 

 

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Pressemitteilungen

NUTZTIERPRAXIS AKTUELL(NPA) Nr. 56 der AVA frisch bei den Tierärzte-Abonnenten – für mehr Tiergesundheit

NUTZTIERPRAXIS AKTUELL(NPA) Nr. 56 der AVA frisch bei den Tierärzte-Abonnenten - für mehr Tiergesundheit

Das vollständige Programm in der NPA: rund 500 Tierärztinnen und Tierärzte aus dem In- und Ausland werden zur 17. AVA-Tagung erwartet/ AVA

Die neue NUTZTIERPRAXIS AKTUELL(NPA) Nr. 56, das Fachorgan der Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) aus dem münsterländischen Horstmar-Leer, wird gerade an die rund 2.800 Tierarztpraxen der Nutztiermedizin in Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgeliefert.
In der neuen aktuellen Ausgabe Nr. 56 schreibt die Journalistin Dr. Tanja Busse aus Hamburg einen kritischen Bericht zum Thema „Bauern unter Druck“. Frau Busse ist Autorin des Buches „Die Wegwerfkuh“, welches viel Furore erregte. Die Journalistin war auch Gastreferent der AVA- Tagung zur Göttinger Erklärung 2016, wo sie unter den 15 Referenten als fünftbeste von den Fachleuten der Milchproduktion evaluiert wurde. Prof. Dr. Steffen Hoy aus Gießen stellt sich im neuen Heft der Diskussion, ob Langlebigkeit und große Sauenwürfe vereinbar sind. Prof. Dr. Gerald Reiner aus Gießen und Diplomagraringenieurin Mirjam Lechner berichten über das „neue“ Krankheitsbild SINS – das Entzündungs- und Nekrosesyndrom beim Schwein. Muss ein Umdenken erfolgen? Für die Schweineproduktion bedeuten die neuen Ergebnisse zu SINS die Einbeziehung neuer zu berücksichtigender Faktoren für Tierwohl und Tierschutz. Wie lassen sich aus der Sicht der Tierernährung Schweine ernähren, die nicht erkranken und deshalb keine Antibiotika benötigen. Dr. Christian Scheidemann präsentiert Antworten aus eigenen Untersuchungen seines Hauses
Die 17. AVA-Haupttagung der Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) Ende März steht vor der Tür. Wichtige Themen der tierärztlichen Bestandsbetreuung nach neuester landwirtschaftlicher und tiermedizinischer Wissenschaft ziehen sich wie ein roter Faden durch die viertägige Fortbildung. Prävention, Tierschutz, Antibiotikareduktion, Antibiotic Stewardship , tierärztlich juristische Themen, Arzneimittelgesetzgebung, berufspolitische Themen, über 40 Workshops zu Rinder- und Schweinethemen mit Top Referenten aus dem In- und Ausland geben der AVA-Tagung den hohen Stellenwert. AVA-Fortbildungen helfen Arzneimittel einsparen, so Gründer und Leiter der Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA), Ernst-Günther Hellwig, selbst Agrarwissenschaftler und Fachtierarzt. Die AVA erwartet rund 500 Tierärzte der Nutztiermedizin zu diesem größten Event der Nutztiermedizin im deutschsprachigen Raum. Weitere Infos zur Tagung vom 29. März bis 04. April 2017 auf der Homepage der Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) unter www.ava1.de
Die NUTZTIERPRAXIS AKTUELL (NPA) greift stets aktuelle der Tierproduktion auf und unterstützt die Nutztierärzte in ihrer Managementbegleitung der Landwirte zum Wohle der Tiere, der Verbraucher, der Umwelt und der Ökonomie des Betriebs.

Zur Information: Die Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) mit Sitz im münsterländischen Horstmar-Leer, konnte im letzten Jahr über 4000 Fachleute in ihren Fortbildungsveranstaltungen begrüßen.
Die eigene Fachzeitschrift (NUTZTIERPRAXIS AKTUELL (NPA) mit einer Auflage von 5000 Exemplaren informiert aktuell über moderne Nutztiermedizin und Landwirtschaft. Mitglieder der AVA beziehen die NPA kostenlos im Abo und haben noch weitere finanzielle Vergünstigungen.
Die AVA ist eine Fortbildungsgesellschaft mit dem Ziel der Aus- und Weiterbildung und der Verteilung von Informationen für den landwirtschaftlichen und tiermedizinischen Bereich. Gleichzeitig ist die AVA ein Forum für Landwirte und Tierärzte, das die Herausforderungen der Produktion gesunder Nahrungsmittel in den nächsten Jahrzehnten in den Blick nimmt.

»Ziel der Agrar- und Veterinär-Akademie ist es, die Probleme der modernen, nachhaltigen Landwirtschaft und Tierhaltung zu erörtern. Wir wollen gemeinsam Wege finden, um tiergerecht, praxisbezogen und verbraucherorientiert zu arbeiten. AVA-Kurse helfen Arzneimittel einsparen«
Ernst-Günther Hellwig, Gründer und Leiter der AVA, Horstmar-Leer

Ernst-Günther Hellwig, Agrarwissenschaftler und Fachtierarzt
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Zur Information: Die Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) mit Sitz im münsterländischen Horstmar-Leer, konnte im letzten Jahr über 4000 Fachleute in ihren Fortbildungsveranstaltungen begrüßen.
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Aktuelle Nachrichten

Tiermedizin: NUTZTIERPRAXIS AKTUELL(NPA) Nr. 55 an die Abonnenten und AVA-Mitglieder verschickt

Die neue Ausgabe der NUTZTIERPRAXIS AKTUELL(NPA) Nr.55 wurde gerade an alle Abonnenten und Mitglieder der Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) verschickt. Wichtige und interessante, aber auch spannende  Themen der Nutztierpraxis wurden aufgegriffen und in dieser Ausgabe Nr. 55 veröffentlicht. Der Autor René Pijl beschäftigt sich intensiv mit der „Afterklauenproblematik“, die bisher sehr „sträflich“ behandelt wurde, aber großen Einfluss auf ein gesundes und schmerzfreies“ Fundament hat. Die Probleme nehmen diesbezüglich zu, und Tierärzte müssen auch mehr Augenmerk auf die vermeintlich unnütze Afterklaue werfen. Prof. Dr. Steffen Hoy setzt sich mit dem „Magdeburger Urteil 2016“ zur Kastenstandbreite bei Sauen auseinander. Er bezieht deutlich Stellung und sieht hier relevante Tierschutzverstöße, die das Urteil als Konsequenz nach sich zieht. „Nicht der Weg ist das Ziel, sondern das Ziel ist das Ziel“ so Gründer und Leiter der Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) und Herausgeber der Fachzeitschrift NUTZTIERPRAXIS AKTUELL (NPA), Ernst-Günther Hellwig, selbst Agrarwissenschaftler und Tiermediziner. Es ist schwer nachzuvollziehen, was die so genannten Experten fordern… . Die Autoreninnen S.Feldner und S. Donicht haben in der NPA 55 einen sehr guten Beitrag zur Durchführung der täglichen Rinderkontrolle (Eigenkontrollen) durch den Landwirt veröffentlicht. Hoftierärzte sollten mit Ihren Rinderbetrieben die vorgestellten Checklisten diskutieren und nutzen, damit es unseren Rindern „noch besser geht“. Der Jurist Dr. Burkhard Oexmann, Spezialist im Tierarztrecht, weist auf die Beweislastumkehr und grobe Behandlungsfehler hin. Was müssen Tierärzte besonders beachten, um nicht vor dem „Kadi“ zu landen? Diplomagraringenieur Frank Menn zeigt auf, welche (wenig beachteten) Faktoren in der Milchviehernährung trotzdem von hoher Bedeutung sind, um unsere Kühe nicht zu stark stoffwechselmäßig zu belasten. Es gibt in der Tierernährung Möglichkeiten, direkt in „gewisse Stoffwechselkreise“ positiv einzugreifen, um die Tiergesundheit auf einem hohen Niveau zu halten. Was kann der Landwirt tun, wenn doch plötzlich das so genannte „Schwanzbeinen“ bei Schweinen auftritt? Tierärztin Dr. Anja Eisenack stellt praxisnah und nachvollziehbar Lösungsansätze vor, wenn diese Verhaltensanomalie trotzdem vorkommen sollte.  Und natürlich findet die Göttinger Erklärung 2016 wieder einen Platz, denn es hat sich zwar einiges getan, aber die Fronten scheinen verhärtet. Das Programm der 17. AVA-Haupttagung vom 30. März bis 02.- April2017 in Göttingen steht und kann auf der AVA-Homepage geladen werden ( www.ava1.de ) . Das Generalthema der 4-tägigen Veranstaltung für die Nutztierpraxis lautet: Bestandsbetreuung im Rinder- und Schweinebetrieb: Tierärztin und Tierarzt in ihrer Verantwortung für Tier, Mensch und Umwelt:. In diesem Jahr wird erneut eine Pferdesektion mit dem Schwerpunktthema „das alternde Pferd“ angeboten.. Gerne können Probeexemplare in der Geschäftsstelle der Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) (info@ava1.de)  angefordert werden. Auf der AVA-Homepage  www.ava1.de  sind u.a. alle Seminare und weitere  interessante Informationen aufgeführt.

AVA-Fortbildungen helfen Arzneimittel einsparen und dienen den Tieren, dem Landwirt und dem Verbraucher, indem sich der Antibiotikagebrauch bei bester, fachmännischer Beratung der Tierärzte automatisch reduziert , so der Gründer und Leiter der Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA), Ernst-Günther Hellwig, selbst Agrarwissenschaftler und Fachtierarzt.

 

 

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Die eigene Fachzeitschrift (NUTZTIERPRAXIS AKTUELL (NPA) mit einer Auflage von 5000 Exemplaren informiert aktuell über moderne Nutztiermedizin und Landwirtschaft. Mitglieder der AVA beziehen die NPA kostenlos im Abo und haben noch weitere finanzielle Vergünstigungen.

Die AVA ist eine Fortbildungsgesellschaft mit dem Ziel der Aus- und Weiterbildung und der Verteilung von Informationen für den landwirtschaftlichen und tiermedizinischen Bereich. Gleichzeitig ist die AVA ein Forum für Landwirte und Tierärzte, das die Herausforderungen der Produktion gesunder Nahrungsmittel in den nächsten Jahrzehnten in den Blick nimmt.

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Pressemitteilungen

Wir wollen alle nur Eines: Gesunde Kühe

Mit Landwirtschaftsminister Christian Meyer aus Hannover der mit den Teilnehmern diskutiert, was die Politik für eine bessere Tiergesundheit leisten kann.

Die Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) greift das Thema „Tiergesundheit und Tierwohl moderner Milchkühe auf und führt, auch im Nachtrag der Göttinger Erklärung 2016 vom Frühjahr 2016, ein Seminar zum viel diskutierten Thema in der Nähe von Göttingen am 13. und 14. Oktober durch. Nicht nur die AVA und andere Tierärzteverbände kritisieren, dass die erfolgte Steigerung der Milchleistung mit hohen leistungsbedingten Erkrankungsraten (≥ 60 % aller Kühe pro Laktation) und daraus resultierenden frühen Abgängen verbunden ist. Die landwirtschaftlichen Managementmaßnahmen des Tierhalters und das Ausschöpfen tierärztlicher Behandlungsmöglichkeiten reichen letztendlich nicht aus, um diese züchterisch bedingten Gesundheits- und damit Tierschutzprobleme zu beseitigen, was ja selbst die 14 Agrarweisen in ihrem Gutachten Ende 2015 bestätigen. Tierzüchter und Zuchtverbände, aber auch die Fachpresse, verneinen weitgehend diese tierärztlichen Aussagen und sehen mehr oder weniger in der Göttinger Erklärung 2016 eine gewisse „Panikmache“. Natürlich lassen sich hoch leistende Herden mit bester Tiergesundheit und langer Lebensdauer managen – aber nicht jeder Landwirt ist in der Lage, ohne tiergesundheitliche Probleme mit all den Folgen sehr hohe Milchleistungen in seinem Betrieb zu verwirklichen und auch zu halten. „Wer einen Polo erfolgreich fährt, muss nicht automatisch einen Maserati beherrschen können“, so Gründer und Leiter der AVA, Ernst-Günther Hellwig, selbst Agrarwissenschaftler und Fachtierarzt. „Es ist an der Zeit, dass Milchviehhalter, Berater und Hoftierärzte intensiver über die Nachzuchten nachdenken.“ Nicht unbedingt die milchleistungsstärksten Vererber sind für jeden Milchviehbetrieb gleichermaßen geeignet. Jeder Milchviehhalter muss die Tiere im Stall haben, mit denen er problemlos umgehen kann“, so Hellwig weiter. Das dient dem gesünderen Tier und damit auch dem Landwirt, der „seine Herde“ im Griff hat und damit erfolgreich – ohne große tiergesundheitliche Probleme- mit den Kühen arbeiten kann. Tierärzte, Landwirte, Wissenschaftler, Verbände, Zuchtorganisationen, Tierzüchter, Institutionen, Besamungsstationen, Lehr- und Versuchsanstalten, Molkereien, Handel, Fachpresse – alle sind herzlichst eingeladen, an der wichtigen Veranstaltung am 13. und 14. Oktober bei Göttingen zum Wohle unserer Kühe teilzunehmen, um mit den hoch anerkannten Fachreferenten aus den unterschiedlichen Bereichen die divergierenden Standpunkte intensiv zu diskutieren. Auch Landwirtschaftsminister Christian Meyer aus Hannover wird referieren und erläutern, was die Politik für eine höhere Tiergesundheit leisten kann, damit es den Kühen und damit dem Landwirt besser gehen kann. Der Deutsche Bauernverband (DBV), der Bundesverband deutscher Milchviehhalter (BDM), Wissenschaftler, Ökonomen, Tierzüchter, Tierärzte und auch praktische Landwirte werden mit den Teilnehmern im Rahmen der Fachtagung diskutieren. Die Journalistin und Buchautorin, Tanja Busse, („Die Wegwerfkuh“) wird ihre Recherchen zur Thematik vorstellen, die oft recht provokant sind. Die ausgewogene Mischung der Referenten zu Pro und Contra  verspricht eine spannende und informative Tagung, die letztendlich das Ziel hat: WIR WOLLEN NUR EINES: GESUNDE KÜHE. Nähere Infos zur Tagung auf der Homepage der AVA unter www.ava1.de

Zur Information: Die Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) mit Sitz im münsterländischen Horstmar-Leer, konnte im Jahr 2015 rund 4.000 Personen in ihren Fortbildungsveranstaltungen begrüßen.

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Die AVA ist eine Fortbildungsgesellschaft mit dem Ziel der Aus- und Weiterbildung und der Verteilung von Informationen für den landwirtschaftlichen und tiermedizinischen Bereich. Gleichzeitig ist die AVA ein Forum für Landwirte und Tierärzte, das die Herausforderungen der Produktion gesunder Nahrungsmittel in den nächsten Jahrzehnten in den Blick nimmt. AVA-FORTBILDUNGEN HELFEN ARZNEIMITTEL EINSPAREN
»Ziel der Agrar- und Veterinär-Akademie ist es, die Probleme der modernen, nachhaltigen Landwirtschaft und Tierhaltung zu erörtern. Wir wollen gemeinsam Wege finden, um tiergerecht, praxisbezogen und verbraucherorientiert zu arbeiten« Ernst-Günther Hellwig, Gründer und Leiter der AVA, Horstmar-Leer

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