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Weltweit erster drahtloser, direkt im Herz positionierter Mikrocomputer in Hamburg und Berlin implantiert

Tel Aviv – Berlin/HH – 14. August 2019 – Der weltweit erste drahtlose und direkt im Herz eingesetzte Mikrocomputer wird in einer klinischen Studie in Hamburg und Berlin getestet. Die Ärzte hoffen, dass die bahnbrechende Technologie die Lebensqualität von Patienten mit Herzinsuffizienz drastisch verbessern wird und entscheidend dabei hilft, die Erkrankung besser zu kontrollieren. Ein weiterer Vorteil dieser neuen Methode ist, dass die Notwendigkeit von Krankenhausaufenthalten besser beurteilt werden kann.

V-LAP erstes Gerät seiner Art

V-LAP wird im linken Vorhof des Herzens implantiert, wo es genaue Daten über die Leistung des Herzens liefert und frühzeitig auf Probleme hinweist. Da das Implantat keine Batterie besitzt, sondern von außen gesteuert und aufgeladen wird, kann es ein Leben lang dort verbleiben – ohne weitere Eingriffe.

Vor kurzem fanden im Rahmen der Studie am Marienkrankenhaus in Hamburg sowie am Vivantes Klinikum Am Urban in Berlin zwei weitere Eingriffe statt. Der V-LAP wurde seit Beginn der Studie bereits sieben Patienten erfolgreich eingesetzt, wobei vier Implantationen in Deutschland stattfanden und drei in Großbritannien sowie Italien. Die beiden ersten Eingriffe hierzulande wurden im Frankfurter Herz-Kreislauf-Zentrum von Professor Horst Sievert erfolgreich durchgeführt. Bis Ende 2019 soll sich die Zahl der behandelten Patienten verdoppeln.

Der Hersteller des drahtlosen Herzmonitors V-LAP, das Unternehmen Vectorious, hat es sich zum Ziel gesetzt, Ärzten durch die regelmäßige Erfassung und Bereitstellung von Daten dabei zu helfen, Beschwerden aktiv zu behandeln, Probleme frühzeitig zu erkennen und eine Notwendigkeit von Krankenhausaufhalten genauer einschätzen zu können. Bislang konnte dies nur auf Basis der regelmäßigen Untersuchungen vor Ort geschehen.

Damit wird nicht nur die Lebensqualität der Patienten deutlich verbessert, sondern auch die Anzahl stationärer Krankenhausaufenthalte stark reduziert. Das Potential und die Notwendigkeit einer solchen Lösung wird besonders anhand der Statistiken deutlich: Herzinsuffizienz ist der häufigste Grund für die stationäre Aufnahme von Personen über 65 Jahren. Dies verursachte in Deutschland ca. 1,1 % der direkten Krankenhauskosten (2006: 2,9 Mrd. EUR), die vorwiegend aus stationären Aufenthalten resultieren.

Chefarzt Prof. Dr. med. Ulrich Schäfer, der die Implantation des V-LAP in Hamburg am Kath. Marienkrankenhaus leitete, sagt dazu:
„Das neue Implantat hat das Potenzial, die drei größten Probleme für Patienten mit Herzinsuffizienz zu adressieren: eingeschränkte Lebensqualität, häufige Untersuchungen im Krankenhaus und hohe Kosten für das Gesundheitssystem.

Heute stützen Ärzte die Behandlung von Herzinsuffizienz auf äußere Anzeichen und Symptome wie Kurzatmigkeit und Gewichtszunahme. Da diese jedoch im Verlauf der Krankheit erst sehr spät auftreten, erhält der Patient das Medikament, das er braucht um seinen Zustand zu stabilisieren, nicht frühzeitig genug.

44% der Patienten werden innerhalb eines Jahres nach dem ersten Vorfall wieder in ein Krankenhaus eingeliefert, sodass dieses Gerät ein echtes Potenzial zur Reduzierung der Wiederaufnahmen und der damit verbundenen Kosten bietet.“

Oren Goldshtein, CEO und Co-Founder von Vectorious kommentiert wie folgt:
„Wir sind der Meinung, dass der V-LAP-Monitor den Millionen Menschen, die in Deutschland unter Herzerkrankungen leiden, die Kontrolle über ihre Krankheit und damit über ihr Leben zurückgeben kann. Denn Patienten mit Herzinsuffizienz verdienen die beste Behandlung und Lebensqualität. V-LAP liefert frühzeitig genaueste Werte aus dem Inneren des Herzens des Patienten, sodass Ärzte die Medikamente rechtzeitig anpassen können und somit einer Verschlechterung des Zustands und unnötigen Krankenhausaufenthalten vorbeugen können.

Indem sie individuelle und langfristige Daten für jeden Patienten haben, können Ärzte auf jeden Einzelnen reagieren, anstatt auf die derzeit üblichen Schätzungen zurückzugreifen. Das V-LAP wurde bereits bei 7 Patienten erfolgreich implantiert. Die genauen Druckmessungen aus dem Herzen ermöglichen so eine Behandlung, die exakt auf die Druckverhältnisse und den Zustand des Patienten abgestimmt ist.

Wir freuen uns sehr über den bisherigen erfolgreichen Verlauf der Studie an den neuen Standorten Berlin und Hamburg. Wir hoffen, dass noch weitere Patienten prüfen, ob sie in die laufende Studie mit aufgenommen werden können.

Der minimal-invasive Eingriff zur Implantation des Gerätes erfolgt mit sehr geringem Risiko und ist in weniger als einer Stunde abgeschlossen. Bei normalem Verlauf des Eingriffs können die Patienten noch am selben Tag das Krankenhaus verlassen.
Die vom Gerät gelieferten Daten werden mittels künstlicher Intelligenz analysiert und ausgewertet, um so den Ärzten die Informationen zur Verfügung zu stellen, die sie benötigen. Das Ziel ist, frühzeitig zu intervenieren, wichtige Ereignisse zu erkennen und den Patienten zu helfen, medikamentös korrekt eingestellt zu bleiben.“

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Hintergrundinformationen

Was ist Herzinsuffizienz?

Herzinsuffizienz bedeutet, dass das Herz nicht mehr so effizient Blut durch den Körper pumpt, wie es sollte. Es handelt sich hier um eine chronische Erkrankung, die sich mit der Zeit häufig verschlimmert. Sie gilt als unheilbar. Mit der entsprechenden Behandlung und einigen Änderungen des Lebensstils können Betroffene jedoch eine sehr gute Lebensqualität beibehalten. Die Störung kann in jedem Alter auftreten, ist aber vor allem bei älteren Menschen verbreitet.

Herzinsuffizienz bedeutet einen geschwächten Blutfluss aufgrund der eingeschränkten Fähigkeit des Herzens, Blut zu pumpen. Das kann zu Staudruck in der Lunge führen, was in einer verringerten Sauerstoffversorgung des Gewebes resultiert. Atembeschwerden und Müdigkeit sind häufig die Folge.

In schwerwiegenden Fällen kann es zu Lungenödemen kommen, bei welchen sich die Lunge mit Flüssigkeit füllt. Eine kontinuierliche Überwachung der Druckverhältnisse ermöglicht es Ärzten, frühzeitig und minimal-invasiv einzugreifen und einer Verschlechterung entgegenzuwirken.

Daten zum deutschen Markt:

Quelle: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5655572/
„Herzschwäche ist die häufigste Ursache für die Aufnahme in ein Krankenhaus und die dritthäufigste Todesursache in Deutschland [9]; zwischen 2000 und 2013 stieg die Zahl der Einweisungen von 239.694 auf 396.380 Fälle [10]. Herzschwäche ist auch mit einer erheblichen finanziellen Belastung verbunden.

Die Krankheit verursacht ~1-2% der direkten Gesundheitskosten in den westlichen Industrieländern und ~1,1% der direkten Gesundheitskosten in Deutschland. Hierzulande werden die direkten Krankenhauskosten (2006: 2,9 Mrd. EUR) hauptsächlich durch die Kosten für stationäre Aufenthalte verursacht [9]. Eine kürzlich durchgeführte systematische Überprüfung ergab, dass die direkten medizinischen Kosten für Patienten mit chronischer Herzschwäche bei 3.417-5.576 EUR pro Patienten und Jahr lagen.

Darüber hinaus stiegen die Behandlungskosten nachweislich mit zunehmendem Krankheitsverlauf [11]. Dies bestätigt die hohen finanziellen Auswirkungen von HF auf das deutsche Gesundheitssystem“.

Aus der Studie

„Wir fanden eine Gesamtinzidenz von 655 neuen Fällen pro 100.000 gefährdeten Personen und, hochgerechnet auf die deutsche SHI-Population, von 524.000 neuen Fällen pro Jahr.

55,1% wurden über den 2-jährigen Follow-up-Zeitraum in ein Krankenhaus eingeliefert, und 11.761 dieser Patienten (17,2%) wurden im gleichen Zeitraum re-hospitalisiert.

Insgesamt 22,7% der Patienten (n = 5.983) mit neu diagnostizierter Herzschwäche starben innerhalb der 2-jährigen Nachbeobachtungszeit (Abb. 4). Die Hälfte der verstorbenen Studienpopulation tat dies innerhalb von 9 Monaten nach ihrer ersten Diagnose“.

Hintergrund zu dem V-LAP-Gerät

Der V-LAP ist technologisch überlegen, weil er ein Mikrocomputer ist, der in das Herz Der National Health Service (NHS) in Großbritannien und Nordirland greift derzeit üblicherweise auf Herzschrittmacher und die Verabreichung von Medikamenten als Reaktion auf klinische Anzeichen und Symptome zurück. Diese Praktiken sind begrenzt und nicht zuverlässig genug.

Möchte der Arzt den Druck im Herzen messen, muss der Patient stationär aufgenommen werden und sich einem Verfahren unterziehen, bei dem nur eine einzige Messung durchgeführt wird. Eine kontinuierliche Überwachung des Patienten ist also nicht wirklich möglich. V-LAP von Vectorious ist dabei, diesen Zustand zu ändern und liefert täglich ambulante Echtzeit-Daten, die Ärzten dabei helfen, Herzinsuffizienz besser zu managen.

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Viel Trinken kann Leben retten

Viel Trinken kann Leben retten

Wasser halbiert Risiko für tödliche Herzerkrankungen
Ergebnisse der Adventist Health Study mit über 20.000 Teilnehmern zeigen, dass reichliches Trinken Leben retten kann: Männer, die fünf oder mehr Gläser (à 240 ml) Wasser am Tag tranken, hatten ein um 54 % reduziertes Risiko, eine tödlich verlaufende koronare Herzkrankheit zu entwickeln im Vergleich zu Männern, die lediglich zwei oder weniger Gläser Wasser am Tag tranken. Bei Frauen reduzierte eine hohe Wasserzufuhr das Risiko um 41 % (Chan et al., 2002).
Die Studienleiter stellen fest, dass die Viskosität des Blutes, der Hämatokrit und der Fibrinogenwert durch Dehydrierung (Wassermangel) erhöht werden können und unabhängige Risikofaktoren für koronare Herzerkrankungen sind (Chan et al., 2002). Daher ist die lebensrettende Wirkung von Wasser nicht erstaunlich.
Andere Getränke hatten allerdings den gegenteiligen Effekt! Das Risiko wurde durch eine hohe Zufuhr (größer/gleich 5 Gläser vs. kleiner/gleich 2 Gläser pro Tag) anderer Flüssigkeiten erhöht: bei Männern um 46 %, bei Frauen sogar um 147 %. Diese „anderen Getränke“ setzten sich bei den Studienteilnehmern durchschnittlich folgendermaßen zusammen: Milch (44 %), Kaffee (18 %), Saft und Fruchtsaftgetränke (18 %), Tee und andere Heißgetränke (13 %), Softdrinks (5 %), heiße Schokolade (3 %), alkoholische Getränke (2 %) (Chan et al., 2002). Milch ist reich an gesättigten Fettsäuren und führt zu einer hohen Insulinausschüttung, die auf Dauer zu Stoffwechselstörungen führen kann.

Das Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt ist am Morgen bis zu viermal so hoch
Die gefährlichste Zeit für Herzinfarkt, Schlaganfall und andere Herz-Kreislauf-Notfälle ist am Morgen kurz vor und nach dem Aufstehen. In den ersten drei Stunden nach dem Aufstehen ist das Risiko für einen Herzinfarkt durchschnittlich verdoppelt, in der ersten Stunde im Vergleich zur Nacht sogar vervierfacht (Ridker et al., 1990; Muller 1989; Willich et al., 1989).
Daran sind viele Mechanismen beteiligt, insbesondere der morgendliche Blutdruck-Anstieg, bestimmte Hormone (Adrenalin, Cortisol) und eine erhöhte Blutgerinnung. Die offensichtlichste Ursache wird meist vergessen, ist aber einfach zu beheben: In der Nacht verliert unser Körper durch Atmung und Schwitzen einen halben Liter Wasser und mehr. Dies führt zu einer Verdickung des Blutes und zu verringertem Blutfluss. Damit die Blutversorgung aufrechterhalten bleibt, müssen Blutdruck und Herzschlag erhöht werden.
Durch Blutverdünner wie Aspirin kann dieser Effekt zum Teil verhindert werden (Ridker et al., 1990). Noch besser ist allerdings der Effekt von ausreichendem Wassertrinken, wie die Adventist Health Study – und der gesunde Menschenverstand – zeigen. Dies trifft besonders bei älteren Menschen zu, die abends bewusst wenig trinken, um nächtliche Toilettengänge zu vermeiden. Doch gerade in der Nacht ist die ausreichende Versorgung mit Wasser zum Ausgleich des starken Wasserverlusts wichtig.

Füllen Sie morgens gleich nach dem Aufstehen Ihren Wasserstand auf!
Trinken Sie möglichst gleich morgens direkt nach dem Aufstehen einen halben Liter (warmes) Wasser, um den Flüssigkeitsverlust in der Nacht auszugleichen. Trinken Sie ruhig auch während der Nacht ein Glas Wasser, falls Sie ohnehin wach sind.
Eineinhalb bis zwei weitere Liter trinken Sie am besten gut über den Tag verteilt, damit der Körper dauerhaft mit ausreichend Flüssigkeit versorgt ist. Wer zu viel auf einmal trinkt, hat übrigens nichts davon: Da der Körper große Mengen Flüssigkeit auf einmal nicht verarbeiten kann, scheidet er den Rest einfach wieder aus.
Bei ausgeprägter Herzinsuffizienz hat das Herz nicht genug Kraft, eine zu große Blutmenge durch den Körper zu transportieren. Daher sollten Herzkranke besonders darauf achten, die Flüssigkeit über den Tag verteilt zu trinken. So kommt es nicht zu einer akuten Überlastung mit Wasser.

Wasserbedarf: 2,6 Liter pro Tag
Während es für die einen nicht genug sein kann, halten die anderen einen Liter Trinken am Tag für ausreichend und warnen vor zu viel des Guten. Doch der Wasserbedarf kann stark variieren und die nötige Trinkmenge hängt auch davon ab, was wir essen und wie viel wir schwitzen.
Der tägliche Wasserbedarf liegt laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) bei durchschnittlich etwa 2,6 Litern. Davon werden ca. 800-900 ml aus festen Lebensmitteln (besonders aus Gemüse und Obst) aufgenommen. Zusätzlich produziert der Stoffwechsel selbst ca. 300 ml Wasser. Der Rest muss über Getränke aufgenommen werden. Dementsprechend empfiehlt die DGE eine tägliche Wasserzufuhr über Getränke von ca. 1,5 Litern (DGE, 2018).
Der Wasserbedarf ist allerdings auch abhängig vom Alter und der Körpergröße, so dass 1,5 Liter nicht immer ausreichend sind. Für die optimale Leistungsfähigkeit von Körper und Geist werden etwa 2 Liter Wasser benötigt, so ein Gutachten der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA, 2016). Auch bei höheren Temperaturen und/oder vermehrter körperlicher Aktivität kann deutlich mehr Wasser nötig sein.

Ist zu viel Trinken gefährlich?
Nicht selten wird betont, dass zu viel Trinken gefährlich sei und den Natriumspiegel im Blut zu stark senken könne (Hyponatriämie). Hierfür sind aber sehr große Mengen Flüssigkeit in wenigen Stunden nötig. Ansonsten scheidet ein gesunder Mensch (ohne Nieren-, Herz- oder Lebererkrankung) überschüssige Flüssigkeit einfach wieder aus. Das Risiko eines Wassermangels ist deutlich höher als das einer Überversorgung.
Die Hyponatriämie entsteht in der Regel nicht allein durch zu viel trinken. Problematisch ist vor allem die Kombination mit Entwässerungsmedikamenten (Diuretika), die nicht nur zum Verlust von Wasser, sondern auch zu einer vermehrten Ausscheidung von Mineralstoffen einschließlich Natrium führen. Auch bei extremen Sportarten, wo sehr große Mengen salzhaltiger Schweiß ausgeschieden werden, kann eine Hyponatriämie auftreten.
Für die meisten Menschen trifft dagegen zu: je weniger Natrium, desto besser. Denn zu viel Salz (Natriumchlorid) ist eine wesentliche Ursache für einen erhöhten Blutdruck. Dieser verursacht Herz-Kreislauf-Erkrankungen und ist inzwischen der Hauptrisikofaktor für eine schwere Behinderung und einen verfrühten Tod. Daher sollte man auf eine reichliche Zufuhr von Kalium und eine geringe Zufuhr von Natrium achten, denn beides unterstützt die Aufrechterhaltung eines normalen Blutdrucks.

Die Literatur zum Artikel können Sie anfordern unter: info@drjacobsinstitut.de

Das Dr. Jacobs Institut für komplementärmedizinische Forschung ( http://www.drjacobsinstitut.de) hat sich zum Ziel gesetzt, ganzheitliche Zusammenhänge in der Ernährungs- und Naturheilkunde wissenschaftlich aufzuklären.

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Unterschätzte Gefahr: Herzrhythmusstörungen bei unter 40-Jährigen

Weltherztag am 29. September 2017

Unterschätzte Gefahr: Herzrhythmusstörungen bei unter 40-Jährigen

PD Dr. med Christian von Bary, Chefarzt der kardiologischen Abteilung im Rotkreuzklinikum München

Millionen Deutsche leiden laut der Deutschen Herzstiftung unter Herzproblemen, Tendenz steigend. Allerdings treten Krankheitsbilder wie z. B. Herzrhythmusstörungen oder die koronare Herzerkrankung nicht nur bei älteren Personen auf. Auch junge Menschen, unter 40 Jahren, können betroffen sein. Darauf verweist Privatdozent Dr. med. Christian von Bary, Chefarzt der Kardiologie am Rotkreuzklinikum München, anlässlich des Weltherztags am 29. September. Der Mediziner rät dazu, Risikofaktoren zu minimieren und frühzeitig auf Warnzeichen zu achten, da Erkrankungen des Herzens oftmals gar nicht oder zu spät erkannt werden. Im schlimmsten Fall kann es in solchen Fällen auch zum plötzlichen Herztod kommen – allein in Deutschland sterben einem Bericht der Deutschen Herzstiftung zufolge daran jährlich über 200.000 Menschen.

Die Sängerinnen Anastacia und Miley Cyrus oder TV-Sternchen Daniela Katzenberger sind nur einige prominente Beispiele, die zeigen, dass es neben der Hauptrisikogruppe über 65 Jahren auch junge Betroffene gibt. „Unregelmäßigkeiten des Herzschlags zum Beispiel reichen von relativ harmlosen Extrasystolen bis hin zu ernsthaften Arrhythmien. Diese unrhythmischen Herzschläge können schwere Komplikationen hervorrufen und sogar tödlich enden“, sagt PD Dr. von Bary. „Ein Herzinfarkt ist auch in jungen Jahren möglich. Herzrhythmusstörungen sind auch in der Altersgruppe von Jugendlichen keine Seltenheit. Daher sollte jeder auf Warnzeichen achten.“

Risikofaktoren für einen Herzinfarkt kennen – unabhängig vom Alter
Der Chefarzt erläutert: „Neben genetischen Faktoren zählen vor allem Rauchen, Bluthochdruck, Diabetes, familiäre Veranlagung und zu hohe Blutfettwerte zu den größten Risiken z. B. einer koronaren Herzerkrankung.“ Vorgebeugt werden kann deshalb vor allem durch gesunde Ernährung, der Vermeidung von Übergewicht, dem Verzicht auf Nikotin und ausreichend Bewegung. „Die Risikofaktoren sollte man kennen, um diese auf Lebenszeit auch günstig beeinflussen zu können.“

Wenn das Herz aus dem Takt gerät
Ursachen für unregelmäßige Herzschläge sind Störungen der komplexen elektrischen Erregungsausbreitung im Herzen, die zu dem rhythmischen Wechsel zwischen An- und Entspannung des Muskels führt. Wodurch das Herz das Blut täglich ca. 100.000 Mal durch das Gefäßsystem zu den Organen pumpt. Gerät dieser Ablauf aus dem Gleichgewicht, kann es entweder zum sogenannten Herzstolpern kommen, bei dem das Organ unregelmäßig schlägt, oder zur sogenannten Tachykardie (Herzjagen), bei dem das Herz viel zu schnell schlägt. Die häufigste Form der Herzrhythmusstörungen stellt das sogenannte Vorhofflimmern dar, bei dem der Herzrhythmus völlig aus den Fugen gerät und das Risiko z. B. für einen Schlaganfall stark ansteigt. Betroffene klagen dabei meist über ein beklemmendes Drücken in der Brust und einen Herzschlag bis zum Hals.

Hilfe bei Herzerkrankungen
Frühzeitig erkannt, lassen sich Erkrankungen des Herzens heute durch Spezialisten und modernste Technologie in vielen Fällen gut behandeln. „Wichtig ist, dass Betroffene Herzrhythmusstörungen oder auch einen plötzlichen Bewusstseinsverlust ernst nehmen und zeitnah einen Arzt aufsuchen“, rät von Bary. „Liegt dann der Verdacht auf Rhythmusstörungen vor, können diese in der Regel relativ unkompliziert behandelt und oft geheilt werden.“ Neben der medikamentösen Behandlung werden besonders schnelle Herzrhythmusstörungen durch eine minimalinvasive Katheterablation (elektrische Verödung) von Herzmuskelzellen therapiert. Langsame Rhythmusstörungen werden zuverlässig durch Schrittmacher behandelt. „Auch eine koronare Herzerkrankung lässt sich heute durch minimalinvasive Eingriffe über die Armarterien günstig beeinflussen und Patienten können von ihren Beschwerden befreit werden. Falls es nötig ist, kann das Einsetzen eines Defibrillators in örtlicher Betäubung einen drohenden plötzlichen Herztod verhindern.“

Über die Kardiologie am Rotkreuzklinikum München
Die Kardiologie des Rotkreuzklinikums bietet mit ihrem Zentrum für Herzrhythmusstörungen und Invasiver Elektrophysiologie die Diagnose und Behandlung sämtlicher Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems und des Herzrhythmus. Im Herzkatheterbereich des Klinikums werden neben den hochkomplexen rhythmologischen Verfahren auch interventionelle – geplante wie akute – Eingriffe durchgeführt. Undefinierte Brustschmerzen können unmittelbar nach Aufnahme in der durch die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie zertifizierten Chest Pain Unit abgeklärt werden, zum Beispiel bei akutem Herzinfarkt.

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Herzerkrankungen: bessere Diagnostik mit Nuklearmedizin

(Wien, 21 März 2017) Herzkatheteruntersuchungen sind für die Abklärung möglicher Erkrankungen der Herzkranzgefäße oft unnötig und durch funktionale Herz-Bildgebungsverfahren ersetzbar. Das zeigt eine großangelegte Studie, die kürzlich in Großbritannien durchgeführt wurde. „Funktionale Herz-Bildgebung ist risikoärmer und kostengünstiger und liefert dabei genaue und zuverlässige Ergebnisse. Sie bietet einen guten diagnostischen Ausgangspunkt, der als „Pförtner“ für die Angiographie dienen sollte“, sagt Prof. Riemer H.J.A. Slart, Herz-Kreislauf-Experte der Europäischen Gesellschaft für Nuklearmedizin (European Association of Nuclear Medicine / EANM).

Brustschmerz kann ein Zeichen für eine koronare Herzkrankheit (KHK) sein. Bei Patienten mit diesen Symptomen muss ein solcher Verdacht unbedingt abgeklärt werden. Es gibt verschiedene Diagnosewege, um eine KHK festzustellen und zu bestimmen, ob eine Revaskularisierung – die Wiederherstellung oder Verbesserung der Durchblutung zum Herzen – nötig ist. Eine klassische Methode ist die Koronarangiographie (CAG), eine invasive Technik, die die Einführung eines Katheters in das Herz erfordert. Doch in den letzten zehn Jahren haben sich zwei funktionale Methoden der Herz-Bildgebung, die Bilder vom Herzen und den Herzkranzgefäßen liefern, zu wichtigen Alternativen entwickelt: die Myokardszintigraphie (Herzszintigraphie / MSZ) sowie die Magnetresonanztomographie des Herzens (Kardio-MRT). MSZ ist ein nuklearmedizinisches Bildgebungsverfahren. Es basiert auf Gammastrahlung, ausgesendet von injizierten Radiopharmaka, die sich in den Organen anreichern. Dagegen verwendet die Kardio-MRT starke Magnetfelder, die mit den Kernen der Wasserstoffatome im Körper wechselwirken.

MSZ und Kardio-MRT ermöglichen eine genaue Darstellung des koronaren Systems und die Lokalisierung von Regionen des Herzens mit unzureichender Blutversorgung. Sie spielen eine Schlüsselrolle bei der Diagnose von Herz-Kreislauf-Krankheiten sowie bei der Erstellung von Prognosen und der Bewertung der Wirksamkeit möglicher Therapien. Der Erfolg dieser Bildgebungsverfahren steigt sogar noch an, da die zugrunde liegenden technischen Abläufe kontinuierlich verbessert werden. Verglichen mit der CAG weisen diese Bildgebungstechniken eine Reihe von Vorteilen auf: Sie sind nicht-invasiv und risikoärmer, sie vermindern die Belastung für die Patienten und helfen Kosten zu sparen. Trotz dieser Pluspunkte kommt die CAG aber bei Patienten mit Verdacht auf KHK immer noch viel zu häufig bereits in einem frühen Stadium der Diagnose zum Einsatz. Zu viele dieser Patienten werden mit dem Herzkatheter untersucht, ohne dass eine obstruktive Koronarerkrankung festgestellt wird – eine Vorgehensweise, die Patienten unnötigen Risiken aussetzt und vermeidbare Kosten erzeugt. Das zeigt die Studie „CE-MARC 2“, eine randomisierte Untersuchung, die kürzlich in sechs britischen Krankenhäusern durchgeführt wurde. Beteiligt waren 1202 Patienten mit Verdacht auf koronare Herzkrankheit. Prof. Riemer H.J.A. Slart, Herz-Kreislauf-Experte der EANM, nennt als entscheidendes Ergebnis der Studie: „Der Einsatz nicht-invasiver funktionaler Herz-Bildgebung – MSZ ebenso wie Kardio-MRT – reduziert unnötige Angiographien beträchtlich.“

Leitlinien verursachen zu viele Angiogramme
Die Studie unterteilte die 1202 Patienten in drei Gruppen mit dem Ziel, drei diagnostische Strategien für die Abklärung eines KHK-Verdachts zu vergleichen: In der ersten wurde Kardio-MRT und in der zweiten MSZ als Startdiagnose eingesetzt. Die dritte Strategie folgte den Richtlinien des British National Institute for Health and Care Excellence (NICE). In dieser Gruppe wurden Patienten mit einer Vortestwahrscheinlichkeit für KHK von 10% bis 29% (definiert als niedriges KHK-Risiko auf der Grundlage von Alter, Geschlecht, Symptomen und Krankengeschichte) zu einer Herz-Computertomographie (Herz-CT) überwiesen. Für Patienten mit einer KHK- Vortestwahrscheinlichkeit von 30% bis 60% (mittleres Risiko) war eine MSZ vorgesehen und Patienten mit einer hohen Wahrscheinlichkeit von über 60% wurden gleich zur Koronarangiographie weitergeleitet.

Im Unterschied dazu kam die Koronarangiographie in den beiden ersten Gruppen der Studie nur als mögliche Folge-Untersuchung zur Anwendung. Die Forscher stellten fest, dass sich innerhalb von zwölf Monaten 42,5% der Patienten, die zur Gruppe der NICE-Richtlinien gehörten, einer Koronarangiographie unterzogen. Innerhalb der Kardio-MRT-Gruppe war das nur bei 17,7% und innerhalb der MSZ-Gruppe nur bei 16,2% der Fall. Das wichtigste Ergebnis ist jedoch, dass 29% der Herz-Katheterisierungen, die an Patienten aus der Gruppe der NICE-Richtlinien vorgenommen wurden, sich als unnötig herausstellten. In der Kardio-MRT-Gruppe war das nur bei 7,5% und in der MSZ-Gruppe nur bei 7,1% der Fall. Bei der Anzahl klinischer Komplikationen, die nach der zwölfmonatigen Testphase auftraten, gabe es zwischen den drei Gruppen keinen Unterschied. Ein weiteres Ergebnis betrifft die Herz-CT, die die NICE-Richtlinien für Patienten mit einem niedrigen KHK-Risiko vorsehen. Es zeigte sich, dass die Zahl unnötiger Angiogramme, die auf der Grundlage vorangegangener Herz-CTs erstellt wurden, deutlich höher lag als die, welche auf den Ergebnissen funktionaler Bildgebungen beruhten.

„Es ist sehr deutlich geworden, dass die Koronarangiographie auf Fälle beschränkt werden muss, die wirklich eine invasive Untersuchung erfordern. Funktionale Bildgebungsverfahren sollten leichter und häufiger für die Beurteilung von KHK eingesetzt werden und zwar auch in Hochrisiko-Gruppen. Das liegt im Interesse der Patienten wie der Gesundheitssysteme“, sagt Prof. Slart. Allerdings, so der EANM-Experte, erfüllen die neuen Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC), die in etlichen europäischen Ländern gelten, diese Forderungen bereits zum Teil. Während die britischen NICE-Leitlinien eine Vortestwahrscheinlichkeit von 60% als Schwelle für eine sofortige Angiographie verlangen, legen die ESC-Leitlinien eine Vortestwahrscheinlichkeit von 85% fest. „Die ESC-Leitlinien sind sicher ein Schritt in die richtige Richtung“, so Prof. Slart.

Was ist Nuklearmedizin?

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Vortrag Urania Berlin 20.2.13 17.30 Uhr – Warum mangelnde Lebensfreude aus chinesischer Sicht zu Herzerkrankungen führt

Bernhard Lown, der berühmte Kardiologe, Friedensnobelpreisträger und Entwickler des Defibrilators zeigt in seinem Buch „Die verlorene Kunst des Heilens“ wie starke emotionale Erschütterungen Herz-Kreislauferkrankungen auslösen können. Warum entsteht eine Herzrhythmusstörung oder ein Herzinfarkt und wie kann ich dem vorbeugen? Wie ist eine Blutdruckerhöhung einzuschätzen, ab wann ist diese als gefährlich einzustufen und wie kann Sie mit naturheilkundlichen Methoden behandelt werden. Was kann ich aus Sicht der traditionellen chinesischen Medizin selbst tun und wie kann mir die integrative Medizin dabei helfen? Der Vortrag zeigt, wie die traditionelle chinesische und Integrative Medizin diagnostiziert und welche Möglichkeiten der Therapie es gibt. Im folgenden einige Inhalte des Vortrags am 20.2.13 um 17.30 Uhr in der Urania Berlin

Die Traditionelle Chinesische Medizin hält eine Fülle von interessanten Informationen für Menschen bereit, die an einer Erkrankung des Herz-Kreislaufsystems leiden und deren Linderung und an zukünftiger Prävention Interesse haben.

Das Ziel der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ist es gesundheitliche Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen und dem betroffenen Menschen Hinweise zu geben was er selber in die Wege leiten kann, um wieder gesund zu werden.

Zu einem frühen Zeitpunkt der Erkrankung reichen meist auch kleine therapeutische Impulse aus, um die vorliegende Störung zu beheben und die Balance in Körper und Geist wiederherzustellen.

Neben der Akupunktur kommen chinesische Kräutertherapie und Ernährungsoptimierung nach den 5 Elementen als weitere Verfahren der Traditionellen Chinesischen Medizin bei den unterschiedlichen Krankheitsbildern zum Einsatz.

Im Folgenden wird auf die Möglichkeit der Behandlung von Bluthochdruck mit TCM eingegangen. Dieses und weitere Themen werden im Vortrag am 20.2.13 um 17.30 Uhr in der Urania Berlin, An der Urania Berlin in 10787 Berlin dargestellt werden.

Die Traditionelle Chinesische Medizin kann mit den unterschiedlichen Methoden wie Akupunktur, Kräutertherapie Ernährungsberatung etc. die verschiedensten Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems behandeln.

Bei der Hypertonie (Bluthochdruck) ist die Vorgehensweise wie folgt. Die Symptome Kopfschmerzen und Schwindel als Hauptmanifestation einer Hypertonie werden ja nach zu Grunde liegender Ursache und Begleitsymptomatik behandelt. Die wichtigsten Ursachen für die Entstehung einer Hypertonie aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin sind folgende Syndrome:

1. Aufsteigendes Leber-Yang durch Inneren Wind oder angestauten Zorn, Ärger oder Aggression
2. Loderndes Leber-Feuer durch Alkohol, Nikotin und /oder Fett
3. Herz-Feuer durch Emotionen und /oder stark gewürzte Speisen
4. Leber-Qi-Stagnation durch angestauten Zorn und Melancholie
5. Leber/Nieren-Yin-Mangel durch lange Krankheit oder exzessive Sexualität Den drei ersten Syndromen liegt ein Fülle- Muster zu Grunde. Die Energien, die nach kranial (kopfwärts) steigen, überwiegen und führen zu Beschwerden, die sich vorwiegend auf den Kopf beziehen.

Symptomatiken

1. Aufsteigendes Leber-Yang Gefühl, als wenn der Kopf platzt, Scheitelkopfschmerz, Temporalkopfschmerz, Augensymptomatik, plötzlich einsetzender Tinnitus, Schwindel, Reizbarkeit, Wut. Die Zunge ist rot mit wenig trockenem Belag. Der Puls ist drahtig und schnell.

2. Loderndes Leber-Feuer u. a. starker, pochender Kopfschmerz temporal, Augenreizungen, Tinnitus, Schwindel, Hitzegefühl, Unruhe und Wut. Die Zunge ist rot und trocken mit gelbem Belag. Der Puls ist drahtig, gespannt und schnell.

3. Herz-Feuer u. a. Stomatitis, extreme Ruhelosigkeit und ein rotes Gesicht. Die Zunge ist rot, brennend, rissig und hat einen dünnen, gelben Belag. Der Puls ist schnell.

4. Leber-Qi-Stagnation Sie ist charakterisiert durch das Fehlen des harmonischen Qi-Flusses durch den Körper und kann zu unterschiedlichen Symptomen führen: u. a. Spannungsgefühl im Thorax, Oberbauch, Rippenbogen, Depression, Menstruationsstörungen, Reizbarkeit. Die Zunge ist unauffällig. Der Puls saitenförmig bzw. drahtig.

5. Leber/Nieren-Yin-Mangel Diesem Syndrom liegt ein Yin-Mangel zu Grunde. Es kommt zu einem relativen Yang-Überschuss. Leber-Blut/Yin-Mangel Die Symptome sind Menstruationsschwäche (geringe Blutmenge), Schwindel, Muskelschwäche, Blässe. Die Zunge ist blass, trocken, meist ohne Belag. Der Puls ist drahtig und dünn. Nieren-Yin-Mangel Die Symptome sind u. a. Vergesslichkeit, Demenz, Schwindel, Tinnitus, Nachtschweiß, Hitzegefühl, Mundtrockenheit, Spermatorrhoe nachts. Die Zunge ist rot, rissig am Grund und hat keinen Belag. Der Puls ist schnell, dünn und leer.

Diese chinesischen Diagnosen werden sowohl mit Körperakupunktur als auch über das Mikrosystem Ohr behandelt. Die Ohrakupunktur ist eine in den 60er Jahren durch den Franzosen Paul Nogier wieder entdeckte Form der Akupunktur und zeigt in der Behandlung gleichwertige Ergebnisse wie die Körperakupunktur. Im Ohr sind die verschiedenen Körperareale bestimmten Zonen (und Punkten) zu geordnet, die bei gezielter Stimulation zu einer Harmonisierung des Qi-Flusses des betroffenen Organs führen können. Apex (blutiger Aderlass), Shenmen, Niere, Gallenblase, Herz, Hypertoniepunkt, Großhirn, Endokrinum, Okziput, Leber- Yang Abhängig von Blutfluss und – menge beim blutigen Aderlass am Ear-Apex kann bereits eine Aussage über die Intensität der Hypertonie gemacht werden.

Das Zentrum für Traditionelle Chinesische und Integrative Medizin Berlin wurde im September 2001 als privatärztliche Einrichtung am St. Hedwig-Krankenhaus, einem Krankenhaus in der Trägerschaft der Gesellschaften der Alexianerbrüder, eröffnet. Das Zentrum hat die Rechtsform einer privatärztlichen Praxis. Seit Gründung ist es dem Team um Dr. med. A. Kürten gelungen, die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) vielen Menschen als ein wirksames und in vielen Teilen der Welt etabliertes Heilverfahren näher zu bringen. Über 14000 Menschen wurden in den letzten 11 Jahren mit den Methoden der TCM und weiterer Methoden der Integrativen Medizin wie Neuraltherapie, Osteopathie etc. von Mitarbeitern des Zentrums betreut. Dies geschah einerseits in den Räumen des Zentrums in der Großen Hamburger Straße 5-11 in Mitte, andererseits in den Räumen der Obdachlosen- und Sozialsprechstunde in den Räumen der Caritas in der Großen Hamburger Str. 18 in 10115 Berlin. Weitere Patienten werden dezentral im Projekt Gesunde Kinder für ein Gesundes Berlin betreut (siehe Sozialprojekte des Zentrums).

Auf der Internetseite des Zentrums finden Sie neben Rezepten und einem Infoflyer zum ausdrucken auch unsere aktuelle Buchliste.

Gleichzeitig ist das Zentrum ein Ort der Annäherung und des Austausches mit anderen medizinischen Disziplinen. Studenten und Ärzten wird hier die Möglichkeit gegeben, die Chinesische Medizin zu erlernen. Dazu führt das Zentrum Vorlesungen in Zusammenarbeit mit der Charité durch. Über die ambulante Behandlung von Patienten hinaus führt das Zentrum Aus- und Weiterbildungen in Chinesischer Medizin und anderen in Zentrum angewandten Methoden für Therapeuten und Studierende.

Nicht zuletzt ist das Zentrum Teil eines wissenschaftlichen Netzwerkes, in dem neben hochqualifizierten Vertretern der klassischen Schulmedizin kompetente Kollegen aus dem Bereich der Alternativmedizin zu finden sind.

Dabei wird besonderer Wert auf die Integration des Wissens, der Methoden der Traditionellen Chinesischen Medizin und den Methoden der westlichen Medizin gelegt. Neben einer Diagnose im Sinne der Chinesischen Medizin wird im Zentrum für Traditionelle Chinesische und Integrative Medizin immer Wert auf das Vorliegen einer exakten schulmedizinischen Diagnose gelegt.

Bei allen Patienten, die im Zentrum behandelt werden, besteht daher jederzeit die Möglichkeit, unter Einsatz der in den Hedwigskliniken vorhandenen umfangreichen diagnostischen Möglichkeiten, eine umfassende schulmedizinische Diagnostik durchzuführen.

Kontakt:
Zentrum für Traditionelle Chinesische und Integrative Medizin Berlin
Achim Kürten
Große Hamburger Str. 5-11
10115 Berlin
03023112527
a.kuerten@alexius.de
http://www.tcm24.de

Pressemitteilungen

Wohlbefinden nach chinesischer Tradition: Qigong bringt Körper und Geist in Einklang

Gegen Stress und Krankheiten wenden Experten der ICHP-Akademie fernöstliche Entspannungstechnik an

(NL/1358012576) Was manche Skeptiker vorschnell belächeln, ist mittlerweile wissenschaftlich belegt: Die Entspannungstechnik Qigong, die seit Jahrtausenden in asiatischen Ländern etabliert ist und seit einigen Jahren zunehmend auch in Deutschland praktiziert wird, kann für viele Bedürfnisse eingesetzt werden, um das eigene Wohlbefinden wiederherzustellen. Bundesweit tätige Experten der ICHP-Akademie mit Sitz in Leverkusen beobachten deutliche Erfolge beim Abbau von Stress, bei der Verringerung körperlicher und seelischer Leiden, aber auch bei der Verbesserung von Intelligenz und Kreativität. Die achtwöchigen Kurse werden mit bis zu 80 Euro von den gesetzlichen Krankenkassen gefördert.

Qigong ist eine effektive und leicht zu erlernende Methode, die eigenen Körperbatterien aufzuladen, um gegen schädliche Einwirkungen des Alltags gewappnet zu sein, erklärt Dr. Christiane Engelhardt, promovierte Gesundheitswissenschaftlerin und ausgebildete Qigong-Trainerin. Nach asiatischer Auffassung seien Gesunderhaltung und Förderung der Selbstheilungskräfte des Körpers von großer Bedeutung: Wer sein inneres Gleichgewicht wiederhergestellt hat, spürt meist förmlich die Lebensenergie fließen und kann dem Alltag mit mehr Ruhe und Gelassenheit begegnen.

Qigong besteht aus Körper- und Bewegungsübungen, Konzentrations- und
Meditationsübungen, die hauptsächlich im Stehen ausgeführt werden und der
Harmonisierung und Regulierung des Energieflusses im Körper dienen. Noch heute wenden Millionen Chinesen täglich Qigong in Parks und auf Straßen an und belegen mit ihrer hohen Lebenserwartung und der guten Gesundheit den Erfolg der uralten traditionellen Methode, die seit einigen Jahren auch in Deutschland immer mehr überzeugte Anwender gewinnt.

Von den Hunderten verschiedenen Formen von Qigong gilt Zhineng Qigong als die effektivste: Zhi bedeutet Intelligenz und Weisheit, und Neng bedeutet Fähigkeit, erzählt Christiane Engelhardt. Zhineng Qigong wird in China auch intelligentes Qigong genannt, weil es den körperlichen wie auch den geistigen Zustand des Übenden gleichermaßen anspricht. Außerdem verbindet es die alten Qigong-Traditionen mit neuen wissenschaftlich-medizinischen Erkenntnissen.

Die Wirkung auf den Körper ist laut der Bielefelder Gesundheitswissenschaftlerin erstaunlich vielfältig: Zhineng Qigong fördert und erhält Gesundheit und Wohlbefinden, beugt Krankheiten vor, stärkt Immunsystem und Selbstheilungskräfte, lindert Beschwerden, unterstützt Therapie und Rehabilitation, wirkt regulierend auf das gesamte Nervensystem, harmonisiert Blut-, Lymph-und Energiefluss im Körper, und es fördert die Konzentrationsfähigkeit, Sensibilität und Selbstwahrnehmung, zählt Christiane Engelhardt auf. Vor allem wirkt sich die Technik positiv auf viele Zivilisationskrankheiten aus, u.a. Rückenbeschwerden, Bluthochdruck, Herzerkrankungen, Rheuma und andere schwere chronische Erkrankungen.

Die Expertin ermutigt Interessierte, die ihr Wohlbefinden steigern wollen, noch aus einem einfachen weiteren Grund zur Teilnahme an einem Qigong-Kurs der ICHP-Akademie: Alle Angebote sind anerkannte Maßnahmen der Primärprävention nach §20 Abs. 1 SGB V, so dass die gesetzlichen Krankenkassen bei regelmäßiger Teilnahme ca. 80 % der Kosten bzw. maximal 80 Euro erstatten. Eine Rücksprache mit dem Krankenversicherungsträger vor der Kursanmeldung lohnt sich also.

Die Kurse finden im Rahmen einer kleinen Gruppe von acht bis zehn Personen wöchentlich eine Stunde an acht Terminen statt. Informationen dazu sind im Internet unter www.ichp-akademie.de zu finden.
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ICHP-Akademie
Andreas Ermertz
Lützenkirchener Str. 25
51381 Leverkusen
info@andertz.de
02175 / 158856 www.ichp-akademie.de