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Wie schwer darf ein Schulranzen sein?

Darauf sollten Sie beim Packen und Tragen des Ranzens achten

 

Karlsruhe, 02. September 2016. Wie schwer darf der Ranzen sein, ohne dass er meinem Kind und seinem Rücken schadet? Auf diese Frage wünschen sich viele Eltern eine klare Antwort. „Ein Großteil der Eltern vermutet, dass der schwere Ranzen schuld an Verspannungen und Rückenschmerzen ist“ erklärt Michael Richter, Chef der DAK-Gesundheit in Karlsruhe. Doch die Ursache dafür liegt häufig woanders. „Es spielen viele Faktoren eine Rolle“ beschreibt Richter die Problematik, „aus diesem Grunde hat sich unsere kompetente Sport- und Bewegungsexpertin Simone Rohkohl den wichtigsten Fragen gestellt und gibt Tips und Tricks um Problemen vorzubeugen.“

 

Rückenschmerzen durch zu schwere Ranzen?

„Viele Kinder bewegen sich leider zu wenig – häufig, weil Schule, Hausaufgaben und Medienkonsum sie so viel Zeit kosten. Darunter leidet der Rücken“, sagt Simone Rohkohl. „Für die Kinder ist es besser, mit dem Schulranzen auf den Schultern zur Schule zu laufen, als mit dem Auto zur Schule gefahren zu werden.“ Wer sich regelmäßig bewegt, wird auch mit einem vollen Ranzen klar kommen – ganz ohne Rückenschmerzen.

 

Wie schwer darf der Schulranzen sein? Keine pauschale Faustregel für das Gewicht

Früher galt die Faustregel: Ein gepackter Ranzen darf maximal so schwer sein wie zehn Prozent des Körpergewichtes des Kindes. Die Meinung ist unter Experten mittlerweile umstritten: „Wie schwer ein Schulranzen konkret sein darf, sollten Eltern ganz individuell von der Muskelkraft und Koordinationsleistung ihres Kindes und der Länge des Weges abhängig machen“, so die Bewegungsexpertin. „Für manche Kinder sind zehn bis 15 Prozent des Körpergewichtes locker zu schaffen, andere haben Probleme, wenn der Schulranzen weniger wiegt. Die Grenze kann nicht pauschal festgelegt werden.“

 

Mindestens genauso wichtig wie das Gewicht sind außerdem der Sitz des Ranzens und das richtige Tragen. Ansonsten kann es beim Nachwuchs zu Verspannungen und Haltungsschäden kommen. Die wichtigsten Punkte, die Sie bei einem Ranzen im Blick haben sollten, hat die DAK-Expertin Simone Rohkohl zusammengestellt.

 

Wie schwer darf der Schulranzen sein? Darauf sollten Sie beim Packen und Tragen achten:

 

Voraussetzungen: Ergonomie und Sitz       

Das A und O eines guten Schulranzens sind Stabilität und die Anpassung an die Körperform. Ein Schulranzen sollte deshalb ein passend geformtes Rückenteil mit Polsterung haben, so dass Bücher nicht einzeln zu spüren sind. Außerdem wichtig: Breite Schultergurte, die den Druck großflächig verteilen. So kann auch ein schwerer Ranzen vernünftig getragen werden.

 

Die DAK-Expertin rät, vor dem Kauf verschiedene Modelle auszuprobieren. „Jeder Rücken ist anders und auch jeder Ranzen. Darum sollten Eltern beim Ranzenkauf nicht nur die Wünsche ihres angehenden Schulkindes berücksichtigen, sondern auch auf die Passform achten.

 

Den Schulranzen täglich neu packen

 

Viele Kinder können ihren Ranzen noch nicht alleine packen. Es gibt zu viel zu beachten für die kleinen Köpfe: Ist die Federtasche vollständig? Wird morgen Deutsch oder Mathe unterrichtet? Steht Sport oder Kunst auf dem Plan? „Am besten üben Sie das Ranzenpacken gemeinsam“, rät Simone Rohkohl. „Dabei sollte vor allem das Kind den Stundenplan für den nächsten Tag im Blick haben.“ Nach ein paar Wochen weiß es selbst, worauf es ankommt. Übrigens: Wenn Sie täglich den Ranzen mit ihrem Kind neu packen, ist immer nur das Notwendigste drin und die Frage, wie schwer der Ranzen sein darf, erübrigt sich von ganz alleine.

 

Den Schulranzen richtig packen

 

Beim Packen gilt: Schweres nach hinten, leichte Sachen nach vorne. Dicke, große Bücher liegen an der Rückwand und somit körpernah, dicht am Rücken des Kindes. Leichtere Hefte und die Federtasche passen gut nach vorne. Trinkflasche und Brotdose sind am besten in den Seitentaschen aufgehoben.
Wichtig: Das Gewicht muss so im Ranzen verteilt sein, dass der Ranzen gerade am Rücken anliegt und nicht nach hinten oder zu einer Seite zieht. Es kommt also nicht nur auf die Frage an, wie schwer der Ranzen sein darf, sondern auch wie er gepackt ist.

 

Den Schulranzen richtig tragen

 

Ist der Ranzen richtig gepackt, kommt es auch auf das richtige Tragen an. Falsches Tragen kann zu Haltungsschäden und Rückenschmerzen führen. „Den Schulranzen trägt man anders als eine Tasche“, macht DAK-Expertin Simone Rohkohl klar. „Er sollte immer mit beiden Schulterriemen auf dem Rücken getragen werden. Wer seinen Ranzen zu oft in der Hand oder an einem Riemen hängend trägt, riskiert insbesondere in der Wachstumsphase Haltungsschäden. Durch die einseitige Belastung versucht der Körper automatisch, das Gewicht auszugleichen und die Haltung anzupassen.“
Die beiden Schulterriemen sind am besten straff gezogen. Der Ranzen muss an beiden Schulterblättern anliegen und die Oberkante waagerecht und auf Schulterhöhe verlaufen, also mit den Schultern abschließen. Wenn die Schulterriemen zu lang sind, besteht die Gefahr, ins Hohlkreuz kommen. Muskeln, Gelenke und Knochen werden dann stärker belastet.

 

Sporttasche in der Schule lassen

 

Die Sporttasche ist eine weitere Herausforderung, denn sie muss zusätzlich zum Ranzen getragen werden. Ideal ist ein leichter Turnbeutel mit wenig Inhalt: kurze Hose, T-Shirt, Turnschuhe – fertig. In vielen Schulen kann die Sporttasche auch in der Schule am Haken hängen bleiben und muss nicht hin und her getragen werden.

 

Wie schwer darf der Schulranzen sein? Probetragen!

 

Wer unsicher ist, ob der Schulranzen zu schwer ist, sollte anfangs gemeinsam den Schulweg mit dem Kind und seinem gepackten Ranzen abgehen. Dabei können Haltung und die Standfestigkeit beobachtet werden. „Wichtig ist, dass der Ranzen wirklich getragen und nicht gefahren wird“, sagt Simone Rohkohl. „Mit einem richtig eingestellten und gut gepackten Schulranzen sind die Kinder auf dem richtigen Weg und die Frage, wie schwer der Ranzen sein darf, erübrigt sich dabei sogar.“

 

Rucksack oder Ranzen?

 

Übrigens: Von Rucksäcken für Schulanfänger rät die Expertin ab. „Kleine Kinder sollten zu Beginn ihrer Schulkarriere einen Ranzen nutzen. Rucksäcke sind zwar leichter, aber ihnen fehlt die Stabilität. Die Bücher haben keinen Halt und rutschen herum. Sie besitzen häufig auch keine Polsterungen und passgenaue Form.“
Auch Schultrolleys sind nicht wirklich für Grundschulkinder geeignet aufgrund des einseitigen Ziehens. Dazu kommt, dass der kleine Koffer zum Hinterherziehen oft angehoben werden muss. Jeder Straßenwechsel, jede Treppe, jeder Bordstein stellt ein Hindernis dar. Am besten eignet sich ein gut sitzender Ranzen, der das Gewicht gleichmäßig verteilt.

Pressemitteilungen

Arbeitszeugnis – Wichtige Informationen zum Thema für Arbeitnehmer

Ein Beitrag von Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht Berlin und Essen.

Bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses kann der Arbeitnehmer vom Arbeitgeber ein so genanntes qualifiziertes Arbeitszeugnis verlangen. Anders als das einfache Arbeitszeugnis enthält dieses mehr als nur eine Bestätigung der Beschäftigungszeit. So enthält das Zeugnis eine konkrete Beschreibung des Inhalts des Arbeitsverhältnisses und eine Bewertung der Tätigkeit des Arbeitnehmers.

Formale Anforderungen an das Arbeitszeugnis:

Der Arbeitgeber muss bei der Formulierung des Arbeitszeugnisses bestimmte formale Anforderungen einhalten. So muss das Arbeitszeugnis auf dem Geschäftspapier ausgestellt und vom Arbeitgeber oder einer vertretungsberechtigten Person unterzeichnet sein. Das Zeugnis sollte möglichst auf den letzten Tag des Arbeitsverhältnisses datiert werden. Es sollte ungefaltet/ungeknickt und ohne die Anschrift des Arbeitnehmers im Adressfeld übergeben werden. Der Arbeitgeber darf auch keine Geheimzeichen und auch keine Fehler, die als Geheimzeichen interpretiert werden könnten, im Zeugnis machen. Die Regeln der Rechtschreibung und der Grammatik müssen penibel eingehalten werden.

Inhalt des Arbeitszeugnisses: mehr als reine Tätigkeitsbeschreibung:

Im heute allgemein üblichen qualifizierten Arbeitszeugnis beschreibt der Arbeitgeber den wesentlichen Inhalt des Arbeitsverhältnisses. Der Arbeitnehmer hat keinen Anspruch darauf, dass jede Facette seiner Tätigkeit vermerkt wird. Der Arbeitsgeber darf sich aber auch nicht zu kurz fassen. Neben dem Inhalt beurteilt der Arbeitgeber Leistung und Verhalten des Arbeitnehmers.

Wohlwollende Beurteilung des Arbeitnehmers erforderlich:

Der Arbeitgeber muss eine wohlwollende Beurteilung vornehmen. Zeugnisdeutsch ist selten gutes Deutsch, die Formulierungen sind Ansichtssache. Entscheidend ist, wie ein künftiger Arbeitgeber das Arbeitszeugnis aller Voraussicht nach verstehen wird.

Gesamtnote, Verhaltensbewertung, Abschlussformel:

Das Arbeitszeugnis ist mit einer Gesamtnote zu versehen.
– Note Eins: „sehr gut“ oder „stets (oder immer) zur vollsten Zufriedenheit“
– Note Zwei: „zur vollen Zufriedenheit“ oder „stets zur Zufriedenheit“
– Note Drei: „zur Zufriedenheit“
– Note Vier: „im Großen und Ganzen zufriedenstellend“
– Note Fünf: “ … die Arbeiten mit großem Interesse und Fleiß durchgeführt.“

Am Ende eines (sehr guten) Arbeitszeugnisses ist folgende Schlussformel üblich aber nicht unbedingt vor Gericht einklagbar: „Wir bedauern sein Ausscheiden außerordentlich, danken Herrn X für die geleisteten Dienste und wünschen ihm für seinen weiteren Lebensweg alles Gute und weiterhin viel Erfolg.“

Gerichtliche Durchsetzbarkeit des Anspruches auf Zeugniserteilung bzw. auf Zeugnisberichtigung:

Der Anspruch auf Erteilung eines Arbeitszeugnisses ist vor Gericht unproblematisch durchsetzbar. Ganz anders sieht es mit dem Anspruch auf Korrektur eines bereits erteilten Arbeitszeugnisses aus. Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts muss der Arbeitnehmer eine bessere Leistung als Note drei beweisen. Das kann er regelmäßig nur sehr schwer oder gar nicht. Ein Zeugnis mit der Note drei wiederum sollte für Bewerbungen regelmäßig nicht verwertet werden. Diese Rechtsprechung geht an den Erfordernissen der Praxis komplett vorbei, ist aber aktuell (zuletzt: Bundesarbeitsgericht,
Urteil vom 18. November 2014, AZ: 9 AZR 584/13)

Fachanwaltstipp Arbeitnehmer:

Arbeitnehmer sollten in folgenden Situationen ein Zwischenzeugnis verlangen: Wechsel des Vorgesetzten, Wechsel der Tätigkeit im Unternehmen, absehbare Beendigung der Tätigkeit. Im Rahmen von Aufhebungsvereinbarungen/-vergleichen sollten Arbeitnehmer den Inhalt des Arbeitszeugnisses, mindestens aber die Gesamtnote verbindlich klären.

Fachanwaltstipp Arbeitgeber:

Bei einer Kündigung des Arbeitnehmers sollten Sie zunächst einmal mit der Erteilung des Arbeitszeugnisses warten. Erst wenn die Frist für die Erhebung der Kündigungsschutzklage (drei Wochen) abgelaufen ist, sollten Sie das Zeugnis erteilen. Im Falle einer Kündigungsschutzklage haben Sie so ein gutes Druckmittel für eine Einigung.

Wir vertreten Arbeitnehmer und Arbeitgeber bundesweit in arbeitsrechtlichen Angelegenheiten. Vereinbaren Sie gern einen Telefontermin mit Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck unter der Tel.-Nr. 030/40004909.

26.1.2016

Videos und weiterführende Informationen mit Praxistipps zu allen aktuellen Rechtsfragen finden Sie unter: www.fernsehanwalt.com

Alles zum Arbeitsrecht: www.arbeitsrechtler-in.de

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Das Arbeitszeugnis – fünf Tipps die Arbeitnehmer unbedingt beherzigen sollten

Ein Beitrag von Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht Berlin und Essen.

Die Bedeutung des Arbeitszeugnisses für das berufliche Fortkommen von Arbeitnehmern wird heutzutage immer noch unterschätzt. Fehlt dem Arbeitnehmer ein Arbeitszeugnis oder ist die Note schlechter als zwei, scheitern viele Arbeitnehmer im Bewerbungsprozess allein deswegen. Die Regel sind heute in der Praxis sehr gute, ja überschwängliche Arbeitszeugnisse. Wer dabei nicht mithalten kann, hat im Bewerbungsverfahren das Nachsehen. Doch wie stellt man als Arbeitnehmer sicher, dass man am Ende eines Arbeitsverhältnisses auch über ein sehr gutes Zeugnis verfügt? Dazu fünf Tipps vom Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck:

1. Regelmäßig ein Zwischenzeugnis verlangen

Kaum etwas ist im Arbeitsrecht so schwierig, wie die Berichtigung eines einmal erteilten, schlechten Arbeitszeugnisses. Das Bundesarbeitsgericht vertritt die Auffassung, dass der Arbeitnehmer eine Leistung, die besser als drei ist, beweisen muss. Das ist in der Praxis nahezu unmöglich. Wie will man schon die eigene Arbeitsleistung nachweisen? Vor diesem Hintergrund empfiehlt es sich regelmäßig, während des Arbeitsverhältnisses ein Zwischenzeugnis vom Arbeitgeber zu verlangen. Das Zwischenzeugnis kann zum einen für den Beweis einer besseren Leistung verlangt werden, zum anderen kann man es notfalls bei künftigen Bewerbungen statt eines (zu schlechten) Beendigungszeugnis vorlegen.

2. Beurteilungen außerhalb von Zeugnissen gut aufheben

Manchmal hält man schriftliche Beurteilungen während eines Arbeitsverhältnisses auch auf andere Art und Weise als in einem Zeugnis. So sollte man deshalb auch Glückwunschschreiben und Dankesschreiben für die geleistete Arbeit anlässlich von Geburtstagen, Firmenjubiläen usw. aufheben. Man sollte auch die Beurteilungen der Vorgesetzten, die außerhalb von Zeugnissen erfolgen gut aufheben.

3. Arbeitszeugnis rechtzeitig verlangen

Wenn Vorgesetzte wechseln sollte man rechtzeitig ein Zwischenzeugnis verlangen. Aber auch wenn man selber vorhat, dass Unternehmen zu verlassen, sollte man mit der Bitte um ein Zeugnis nicht zu lange warten. Man hat dann noch genügend Zeit den Inhalt des Zeugnisses mit den Vorgesetzten zu besprechen.

4. Arbeitszeugnis bei Rechtsstreitigkeiten nicht vergessen

Nicht selten kommt es bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses zum Streit mit dem Arbeitgeber. So wird zum Beispiel gegen eine Kündigung eine Kündigungsschutzklage erhoben. Hier sollte man immer auch den Inhalt oder zumindest die Gesamtnote des Arbeitszeugnisses mit Regeln. In der Regel sind die Arbeitgeber hier kompromissbereit, da das Zeugnis anders als zum Beispiel die Abmahnung kein Geld kostet.

5. Arbeitszeugnis auch sichern, wenn man schon einen neuen Job hat

Manchmal verzichten Arbeitnehmer, die bereits einen neuen Arbeitsplatz haben, auf das Zeugnis. Das ist ein großer Fehler. Bei künftigen Bewerbungen kommt es auf eine möglichst lückenlose Zeugnishistorie an.

Wir vertreten Arbeitnehmer und Arbeitgeber bundesweit in arbeitsrechtlichen Angelegenheiten. Vereinbaren Sie gern einen Telefontermin mit Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck unter der Tel.-Nr. 030/40004909.

20.1.2016

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Betriebsversammlung: Fünf Hinweise für den Betriebsrat zur Einberufung

Ein Beitrag von Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht Berlin und Essen.

Ein Beitrag von Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht Berlin und Essen.

Beschluss des Betriebsrats über die Einberufung der Betriebsversammlung:

Der Betriebsrat entscheidet als Gremium über die Einberufung einer Betriebsversammlung durch einen Beschluss, es sei denn in der Betriebsversammlung soll ein Wahlvorstand gewählt werden. In diesem Fall können neben dem Betriebsrat auch eine im Betrieb vertretene Gewerkschaft oder drei wahlberechtigte Arbeitnehmer einladen.

Tagesordnung wird vom Betriebsrat bestimmt:

Die Bestimmung der Tagesordnung bei der Betriebsversammlung ist Sache des Betriebsrats. Handelt es sich um eine ordentliche Betriebsversammlung, muss die Tagesordnung mindestens einen Vierteljahresbericht vorsehen. Bei einer außerordentlichen Betriebsversammlung muss der Beratungsgegenstand auf der Tagesordnung bezeichnet werden.

Nachträgliche Ergänzung der Tagesordnung der Betriebsversammlung:

Die Ergänzung der Tagesordnung um weitere Punkte kann vom Arbeitgeber oder einem Viertel der Arbeitnehmer des Betriebes verlangt werden. In der Betriebsversammlung kann durch Beschluss die Tagesordnung um Punkte ergänzt werden, die bis dahin nicht vorgesehen waren.

Ort der Betriebsversammlung:

Ort der Betriebsversammlung ist in der Regel der Betrieb, wobei der Arbeitgeber einen geeigneten Raum zur Verfügung zu stellen hat. Die Räumlichkeiten werden im Einvernehmen von Betriebsrat und Arbeitgeber ausgewählt.

Form und Frist der Einberufung nach pflichtgemäßem Ermessen des Betriebsrats:

Es ist Aufgabe des Betriebsrats, in betriebsüblicher Weise dafür zu sorgen, dass alle Arbeitnehmer rechtzeitig von Betriebsversammlung sowie deren Ort und Zeit Kenntnis nehmen können. Sind Arbeitnehmer erkennbar abwesend, muss der Arbeitgeber die Privatanschriften für eine Einladung zur Verfügung stellen. Die Einladung muss so rechtzeitig erfolgen, dass sich die Arbeitnehmer aber auch der Arbeitgeber und gegebenenfalls die Beauftragten der Gewerkschaften rechtzeitig auf die Teilnahme einstellen und vorbereiten können. Feste Fristen gibt es nicht. Im eigenen Interesse empfiehlt sich für den Betriebsrat aber eine möglichst frühzeitige Einladung.

Wir beraten und schulen Betriebsräte zu allen Fragen rund um die Ausübung des Amtes. Wir vertreten Betriebsräte deutschlandweit.

28.10.2015

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Saisonbeginn beim Schimmelpilz: Hinweise für Vermieter

Ein Beitrag von Alexander Bredereck, Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht Berlin und Essen.

Mit Beginn des Herbstes tritt auch der Schimmelpilz wieder verlässlich in entsprechend anfälligen Wohnungen auf. Wer als Vermieter nicht vorgesorgt hat, sieht sich dann unter Umstände einer Reihe von Ansprüchen betroffener Mieter ausgesetzt. Wenn die Mieter dann gut beraten werden, können folgende Prozesse für Vermieter durchaus teuer werden. Häufig kommt es zur Einholung von Sachverständigengutachten, die unterlegene Partei muss letztlich sämtliche Kosten tragen.

Ideal für Vermieter ist daher die Beseitigung sämtlicher Baumängel der Wohnung, die die Bildung von Schimmelpilz begünstigen könnten. Oftmals ist dieses Vorgehen aber zu teuer oder auch technisch nur schwer umsetzbar.

Es gibt aber auch einfache Maßnahmen, die Vermieter leicht ergreifen können. Dazu zählt etwa eine umfassende Vereinbarung über das Lüftungs- und Heizverhalten, das der Mieter dem Vermieter schuldet, im Mietvertrag. Wer als Vermieter entsprechende Regelungen noch nicht in seinen Verträgen hat, sollte diese ergänzen. Im Hinblick auf den Neuabschluss von Mietverträgen stellen sich hier keine Probleme. Was bereits bestehende Mietverträge angeht, sollte auf eine ergänzende Vereinbarung mit dem Mieter hingewirkt werden. Weigert sich der Mieter, sollte man den Mieter umfassend über die Heizpflichten und das vom Mieter geschuldete Lüftungsverhalten belehren. Den Zugang dieses Schreibens muss man unter Umständen Jahre später beweisen können. Idealerweise lässt man sich den Zugang vom Mieter schriftlich bestätigen. Verweigert der Mieter dies, empfehle ich die Zustellung per Boten und eine genaue Dokumentation in der Mieterakte.

Wenn der Mieter bestehenden Schimmelpilz anzeigt, sollte dies ernst genommen werden. Empfehlenswert ist dann die Begehung der Wohnung mit einem Zeugen (Hausverwalter, Hausmeister). Stellt sich heraus, dass der Mieter einen erhöhten Feuchtigkeitseintrag in die Wohnung verursacht (Aquarien, Wäscheständer) oder unzureichend lüftet (angekippte Fenster, Topfpflanzen auf den Fensterbrettern), sollte dies von dem Zeugen schriftlich im Nachgang dokumentiert werden. Regelmäßig ist auch die Einholung eines privaten Sachverständigengutachtens sinnvoll, da der Sachverständige auch das Lüftungsverhalten und das Heizverhalten über einen längeren Zeitraum messen kann. Erstaunlicherweise ändern die Mieter ihr Verhalten auch während der Installation der technischen Geräte in der Wohnung regelmäßig nicht.

Bei unberechtigten und überhöhten Mietminderungen sollte über eine Kündigung nachgedacht werden.

Tritt der Schimmelpilz hingegen in verschiedenen Wohnungen des Hauses auf, spricht viel dafür, dass Baumängel vorliegen. In diesem Fall sind auch die Aussichten vor Gericht nicht allzu gut. Wer unnötige Kosten vermeiden will, muss zeitnah bauliche Abhilfe schaffen.

Gerade im Zusammenhang mit Teilmodernisierungen (zum Beispiel Einbau von Isolierglasfenstern ohne Dämmung der Außenwände) tritt im Nachgang häufig verstärkt Schimmelpilzbildung auf. Hier müssen die Mieter unbedingt auf ein künftig notwendiges geändertes Lüftungsverhalten hingewiesen werden. Andernfalls muss sich der Vermieter mindestens ein Mitverschulden an der späteren Bildung von Schimmelpilz zurechnen lassen.

5.10.2015

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Alles zum Mietrecht: www.mietrechtler-in.de

Seite für Vermieter: www.schimmelpilz-anwalt.de

Auf dieser Seite finden Vermieter juristische Informationen zum Thema Schimmelpilz, Mietvertrag, Hinweise an den Mieter zum Lüftungsverhalten, Beweissicherung und Musterschreiben einer Abmahnung und Kündigung wegen unberechtigter Mietminderung (Zahlungsverzug) sowie das Muster einer Räumungsklage. Daneben werden laufend aktuelle Urteile zum Thema Feuchtigkeit und Schimmelpilze in Mietobjekten mit entsprechenden Kommentaren vom Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht veröffentlicht.

Schließlich bieten wir Vermietern auf dieser Seite die Möglichkeit einer Begutachtung ihres Falls und der Möglichkeiten eines effektiven Vorgehens zum Pauschalpreis an.

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Schau mal, wie man’s richtig macht

FDT-Verlegevideos für Rhepanol®

Schneller Zugriff auf die FDT-Verlegevideos auf Smartphones oder Tablets.

Jetzt kann man sich nahezu überall anschauen, wie die Premiumdachbahn Rhepanol® der Mannheimer FDT FlachdachTechnologie GmbH & Co. KG richtig und fachgerecht verlegt wird. Insgesamt 12 Verlegevideos wurden sowohl auf der FDT-Homepage www.fdt.de als auch in einem eigens eingerichteten YouTube-Channel eingestellt.

Damit stehen interessierten Dachhandwerkern schnelle, einfache und grundlegende Informationen zur richtigen Handhabung der Premiumdachbahn aus Mannheim zur Verfügung. Drei Videos beschäftigen sich mit den Grundlagen zur Verlegung der Kunststoff-Dachbahnen Rhepanol® fk, Rhepanol® fk SR und Rhepanol® hg. Zur fachgerechten Detailausbildung wie Innen- und Außenecken, Dachrinnen-, Wand-, Wasserspeier- und Lichtkuppelanschlüssen sowie die Ausbildung eines senkrechten Stoßes liegen einzelne, knapp zweiminütige Videos vor. Auch der Auftrag von Rhepanol®-Dachfarbe auf eine bereits verlegte Abdichtung aus Rhepanol® fk-Bahnen wird anhand eines Videos erläutert. Den Abschluss der ersten Serie von FDT-Verlegevideos bildet der dokumentierte Einbau eines FDT VarioGullys

Mit den neuen Kurzfilmen setzt FDT den eingeschlagenen Kurs fort, Fachinformationen mittels Broschüren, Schulungen oder kompetenter Beratung vor Ort an die Fachverleger weiterzugeben. Das gewählte Videoformat ermöglicht zudem den Abruf der benötigten Informationen auf allen üblichen Smartphones oder Tablets – als schnelle Hilfe vor Ort.

FDT FlachdachTechnologie GmbH & Co. KG, Mannheim, ist ein weltweit tätiger Anbieter von technologisch ausgereiften Lösungen in den Segmenten Flachdach, Säureschutz und Lichtplatten. Das umfangreiche Flachdach-Programm umfasst die Premiumdachbahn Rhepanol® fk, die moderne Gründachbahn Rhepanol® hg, die Kunststoff-Dachbahn Rhenofol® und ein ausgewähltes Sortiment praxisbewährter Zubehörteile. FDT ist zudem Mitglied im DUD e.V., Darmstadt sowie förderndes Mitglied des IFBS, Krefeld.
Fotohinweis: FDT

Firmenkontakt
FDT FlachdachTechnologie GmbH & Co. KG
Achim Holtschneider
Eisenbahnstr. 6-8
68199 Mannheim
06 21-85 04-2 43
achim.holtschneider@fdt.de
http://www.fdt.de

Pressekontakt
Flüstertüte – Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Sven-Erik Tornow
Entenweg 15
50829 Köln
02212789004
sven.tornow@fluestertuete.de
http://www.fluestertuete.de

Pressemitteilungen

Karstadt: massiver Jobabbau – droht eine Kündigungswelle?

Die wichtigsten Hinweise für Arbeitnehmer im Beitrag von Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht, Berlin und Essen.

Ausgangslage:

Bei Karstadt steht Pressemeldungen zufolge ein erheblicher Personalabbau bevor. Angeblich will der Handelskonzern in einzelnen seiner 83 Filialen mehr als 25 % Personal abbauen. Wenn nahezu jeder vierte Mitarbeiter gehen muss, hat dies regelmäßig auf die Motivation der Mitarbeiter keinen guten Einfluss. Diese dürfte im Übrigen bei Karstadt Mitarbeitern ohnehin schon erheblich angeschlagen sein. Hinzu kommt, dass einige Filialen und Schnäppchencenter komplett geschlossen werden sollen (zum Beispiel Dortmund und Bremen, Saarbrücken im Jahr 2016).

Bundesweit sollen sich die Mitarbeiter im Kundenbereich auf Verkauf, Warenservice oder Kasse spezialisieren.

Vorsicht bei Umstrukturierungen.

Vorsicht bei Umstrukturierungen: insbesondere wenn sich die Tätigkeit des Mitarbeiters verändern soll, muss immer zunächst geprüft werden, ob der Arbeitgeber hierauf überhaupt einen Anspruch hat. Wer hier einfach alles hinnimmt, baut sich unter Umständen sein eigenes Grab in arbeitsrechtlicher Hinsicht.

Beispiel: immer öfter erlebe ich es, dass in Unternehmen gezielt Abteilungen geschaffen werden, die mit Mitarbeiter besetzt werden, die später gekündigt werden sollen. Möglicherweise können die Unternehmen auf diese Weise dann die Sozialauswahl umgehen.

Bei geplanter Änderung der Tätigkeit spätere Konsequenzen im Auge haben.

Bevor man sich als Arbeitnehmer mit der Änderung seiner Tätigkeit einverstanden erklärt, sollte man die Folgen genau prüfen bzw. prüfen lassen. Später lässt sich dies unter Umständen nicht mehr rückgängig machen.

Grundregeln bei der Aufhebung des Arbeitsverhältnisses beachten

Auch wer plant, einen Aufhebungsvertrag zu unterzeichnen, sollte gewisse Grundregeln beherzigen:

Keine Panik – alle kommenden Entscheidungen müssen gut durchdacht und auf ihre Folgen hin vorab überprüft werden.

Wer unterschreibt, kann danach in der Regel nichts mehr ändern.

Pokerface, auch wenn man bereits eine verlockende neue Option hat.

Nicht selten versuchen Arbeitgeber die Sache so darzustellen, als hätte der Arbeitnehmer das Problem. Tatsächlich muss aber der Arbeitgeber die Kündigung begründen und vor Gericht durch bekommen. Das will er mit einer Aufhebungsvereinbarung umgehen. Fazit: der Arbeitgeber will etwas vom Arbeitnehmer. Lassen Sie sich nicht in die gegenteilige Rolle drängen. Sie haben Zeit, Ihnen kann in der Regel nichts passieren. Wenn der Arbeitgeber nämlich wirklich glauben würde, dass eine Kündigung Aussicht auf Erfolg hätte, würde er kündigen und Ihnen keine Angebote unterbreiten.

Sozialversicherungsrechtliche Nachteile beachten.

Solche Nachteile können sich im Bereich der Höhe der Abfindung abspielen, es können aber auch finanzielle Nachteile beim Bezug von Arbeitslosengeld sein. Insbesondere wenn die Aufhebungsvereinbarung außergerichtlich geschlossen wird, drohen Sperrzeit und, falls die Kündigungsfrist nicht eingehalten werden, sogar ein Ruhen des Arbeitslosengeldanspruches. Solche Nachteile sind besonders deshalb ärgerlich, weil sie durch einfache Maßnahmen vermieden werden könnten. Insbesondere wenn Arbeitgeber Zeitdruck aufbauen, sollte man als Arbeitnehmer hellhörig werden. Ein ordentliches Angebot kann in Ruhe geprüft werden. Insofern verhält es sich nicht anders als beim klassischen Haustürgeschäft. Immer dann, wenn Eile und Zeitnot ins Spiel kommen, ist besondere Vorsicht geboten.

Kündigungsschutzklage innerhalb von drei Wochen nach Zugang der Kündigung einreichen.

Wer eine Kündigung erhält, hat insgesamt drei Wochen nach Zugang der Kündigung Zeit, die Kündigung vor dem Arbeitsgericht anzugreifen. Richtige Klage ist die Kündigungsschutzklage, also eine Klage auf Feststellung, dass das Arbeitsverhältnis durch die Kündigung nicht wirksam beendet wurde.

Rechtsschutz bei der Rechtsschutzversicherung auch schon bei angedrohter Kündigung.

Auch wenn noch gar keine Kündigung ausgesprochen ist, besteht in der Regel bereits bei angedrohter Kündigung ein Anspruch auf Rechtsschutz durch die Rechtsschutzversicherung. Das hat der Bundesgerichtshof bereits höchstrichterlich entscheiden müssen, weil sich die Rechtsschutzversicherung immer wieder weigern, Deckung zuzusagen.

6.2.2015

Spezialseite Kündigungsschutzklage für Arbeitnehmer: Hier können Sie prüfen, welche Erfolgsaussichten einer Kündigungsschutzklage in Ihrem Fall bestehen und wie die Aussichten sind, mit einer Kündigungsschutzklage entweder den Bestand des Arbeitsverhältnisses zu sichern oder eine gute Abfindung zu erzielen. Sie finden Formulare für eine Kündigungsschutzklage mit Ausfüllhinweisen. Es folgt eine ausführliche Darstellung des Ablaufs des Kündigungsschutzverfahrens mit Praxistipps für das Verhalten vor dem Arbeitsgericht. Des Weiteren finden Sie ein Muster für einen Aufhebungsvergleich mit typischen Formulierungen und Hinweisen zum Ausfüllen. Sie können zudem auf Muster für Widersprüche gegen Sperrzeitanordnungen der Bundesagentur für Arbeit und Kostenbeispiele zugreifen. Das besondere Angebot: der Onlinecheck für Ihre Kündigung zum Preis von 50 € zuzüglich MWST.

Das alles hier: www.kuendigungsschutzklage-anwalt.de

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Kündigung vom Vermieter erhalten – die wichtigsten Hinweise für Mieter

Die zehn wichtigsten Fragen mit Antworten von Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht Alexander Bredereck, Berlin und Essen.

Frage 1: Was ist nach Erhalt der Kündigung als erstes zu tun?

Der Vermieter kann Wohnraum nicht einfach kündigen. Er braucht einen Kündigungsgrund. Der Kündigungsgrund muss in der Kündigung angegeben sein. Fehlt ein Grund, können Sie die Kündigung ignorieren.

Frage 2: Kann der Vermieter einen einfach aus der Wohnung werfen?

Nein. Wenn man nicht freiwillig auszieht, muss der Vermieter zunächst Räumungsklage beim zuständigen Amtsgericht (Amtsgericht des Wohnsitzes) einreichen. Er braucht einen rechtskräftigen Räumungstitel.

Frage 3: Was ist denn, wenn mir der Vermieter eine Frist gesetzt hat und mit der zwangsweisen Räumung ohne Titel droht?

Wenn man die Frist verstreichen lässt, passiert zunächst gar nichts. Die Räumung kann nur der Gerichtsvollzieher vornehmen. Dieser wird nur mit einem Titel (siehe Frage 2.) tätig. Der Vermieter muss also zunächst Klage einreichen. Baut sich der Vermieter eigenmächtig an der Tür auf und versucht in die Wohnung einzudringen, begeht er einen strafbaren Hausfriedensbruch. Daneben kommen noch andere strafbaren Delikte (Nötigung usw. in Betracht). In einem solchen Fall holt man die Polizei.

Frage 4: Wie verhält man sich in so einer Auseinandersetzung vor der Wohnungstür?

Ruhig. Denken Sie immer daran, dass strafbares Verhalten ihrerseits gegenüber dem Vermieter (Beleidigungen, Körperverletzungen usw.) eine fristlose Kündigung des Vermieters begründen können. Verhalten Sie sich bestimmt, aber defensiv.

Frage 5: Was ist, wenn in der Kündigung ein Kündigungsgrund angegeben ist?

Die Kündigung kann auf verschiedene Gründen gestützt werden (zum Beispiel Zahlungsrückstand mit der Mieter, Eigenbedarf, sonstige Vertragsverletzungen des Mieters). Ist die Kündigung begründet, laufen unter Umständen wichtige Fristen. In einem solchen Fall sollte man umgehend Rechtsrat einholen.

Frage 6: Wie lange dauert es von der Kündigung bis zum endgültigen Verlust der Wohnung?

Je nachdem wie geschickt man agiert kann dies selbst bei wirksamer Kündigung des Vermieters Monate bis Jahre dauern. Nach Eingang der Räumungsklage dauert es oft bereits einige Monate bis der erste Termin vor Gericht stattfindet. Meistens schließt sich ein weiterer Termin zu Beweisaufnahme an. In der ersten Instanz vergeht oft ein Jahr oder länger. Dann hat man noch die Möglichkeit der Berufung und kann im Übrigen auch Räumungsfristen beantragen.

Frage 7: Kann man gegen eine Kündigung immer etwas unternehmen?

Den Zeitpunkt des Verlustes der Wohnung kann man immer nach hinten rausschieben. Das kostet unter Umständen aber Geld (Gerichtsgebühren und Anwaltsgebühren im Räumungsprozess). Außerdem macht man sich unter Umständen als Mieter bei verspäteter Herausgabe der Wohnung schadensersatzpflichtig. Vor diesem Hintergrund muss das Vorgehen genau überlegt werden. Wenn an der Kündigung nichts dran ist, wenn diese zum Beispiel schon mangels Begründung unwirksam ist, sieht das natürlich anders aus.

Frage 8: Wie kann man sich gegen Kündigungen wehren?

Wenn die Kündigung nicht schon mangels formeller Fehler unwirksam ist, gibt es je nach Art der Kündigung bzw. Kündigungsgrund unterschiedliche Möglichkeiten.
Bei der Kündigung wegen Zahlungsverzuges kann man die Kündigung nachträglich unter bestimmten Voraussetzungen (Nachzahlung) unwirksam machen. Bei einer Kündigung wegen Eigenbedarfs oder Hinderung angemessener wirtschaftlicher Verwertung muss unter Umständen fristgerecht ein Widerspruch eingelegt und begründet werden. Bei einer Kündigung wegen Vertragsverletzungen muss je nach Art der vorgeworfenen Vertragsverletzung eine angemessene Reaktion überlegt werden.

Frage 9: Kann es auch sein, dass man schon vor der Kündigung reagieren muss?

Unbedingt. Wer eine Kündigung wegen Zahlungsverzuges angedroht bekommt, zum Beispiel weil er die Miete aus Sicht des Vermieters erhöht gemindert hat, muss prüfen, ob er unter Vorbehalt einen Zahlungsausgleich vornimmt. Wer den Vermieter beleidigt hat und deswegen eine Kündigung fürchtet, muss eine Entschuldigung erwägen.

Frage 10: Wie können die Rechtsanwälte und Fachanwälte für Arbeitsrecht der Kanzlei Bredereck Willkomm helfen?

Wir vertreten bundesweit Mieter im Zusammenhang mit dem Ausspruch einer Kündigung des Mietverhältnisses. Soweit Sie eine Kündigung erhalten haben oder den Ausspruch einer Kündigung befürchten, klären wir kurzfristig mit Ihnen die Erfolgsaussichten einer Abwehr der Kündigung bzw. dass im Vorfeld angezeigte richtige Verhalten.

12.1.2014

Videos und weiterführende Informationen mit Praxistipps zu allen aktuellen Rechtsfragen finden Sie unter: www.fernsehanwalt.com

Rechtsanwaltskanzlei
Bredereck & Willkomm
Rechtsanwälte in Berlin und Potsdam

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Bredereck & Willkomm
Alexander Bredereck
Am Festungsgraben 1
10117 Berlin
030 4000 4999
berlin@recht-bw.de
http://www.recht-bw.de

Pressemitteilungen

Kündigung vom Arbeitgeber erhalten – was nun?

Die zehn wichtigsten Fragen mit Antworten von Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck, Berlin und Essen.

Frage 1: Was ist nach Erhalt der Kündigung als erstes zu tun?

Sie müssen prüfen, ob Sie gegen die Kündigung etwas unternehmen wollen und Sie müssen sich bei der Bundesagentur für Arbeit arbeitslos melden.

Frage 2: Wann kann man gegen die Kündigung etwas unternehmen?

Wenn die Kündigung entweder schon formal unwirksam ist oder wenn die Kündigungsfrist nicht eingehalten wurde. Wenn man in einem Betrieb mit regelmäßig mehr als zehn Mitarbeitern arbeitet, sollte man immer die Erhebung einer Kündigungsschutzklage in Betracht ziehen.

Frage 3: Kann man auf eine Abfindung klagen?

Regelmäßig nicht (Ausnahme: die Abfindung ist in einem, Sozialplan, Sozialtarifvertrag, oder im Kündigungsschreiben fest zugesagt).

Frage 4: Was muss man tun, um eine Abfindung zu erhalten?

Man muss Kündigungsschutzklage beim zuständigen Arbeitsgericht einreichen.

Frage 5: Innerhalb welcher Frist muss die Kündigungsschutzklage eingereicht werden?

Zwingend innerhalb der Frist von drei Wochen nach Erhalt der Kündigung.

Frage 6: Klagt man bei der Kündigungsschutzklage auf Abfindung?

Nein. Man klagt auf Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses. Der Arbeitgeber hat darauf aber regelmäßig keine Lust, sonst hätte er nicht gekündigt. Aus Sorge, er könnte den Rechtsstreit verlieren, bietet er dann regelmäßig eine Beendigung des Arbeitsverhältnisses gegen Zahlung einer Abfindung an.

Frage 7: Wie hoch ist die Abfindung?

Die Höhe der Zahlung ist grundsätzlich Verhandlungssache. Sie hängt letztlich von den beiderseitigen Risiken, der Qualität des Vorgehens (Klage und Klagevortrag) und vom Verhandlungsgeschick ab. Richtwert ist ein halbes Bruttomonatsgehalt pro Beschäftigungsjahr. Häufig erreichen wir aber auch deutlich höhere Beträge von ein bis anderthalb Bruttomonatsgehältern pro Beschäftigungsjahr.

Frage 8: Wird die Abrechnung auf das Arbeitslosengeld angerechnet?

Wenn man keine Fehler macht nicht. Wichtig ist, dass die Einigung mit dem Arbeitgeber im Rahmen eines Klageverfahrens erfolgt und möglichst nicht außergerichtlich. Andernfalls droht eine Sperrzeit (zwölf Wochen kein Arbeitslosengeld und weitere Nachteile). Unbedingt eingehalten werden muss die Kündigungsfrist. Sonst droht ein Ruhen des Anspruchs auf Arbeitslosengeld (für einen gewissen Zeitraum kein Arbeitslosengeld wegen Anrechnung der Abfindung).

Frage 9: Wie hoch sind die Kosten einer Klage?

Wer eine Rechtschutzversicherung hat, zahlt seine Selbstbeteiligung. Bei Bedürftigkeit kann für die Klage Prozesskostenhilfe beantragt werden. Alle anderen zahlen die gesetzlichen Gebühren. Die Kosten liegen regelmäßig deutlich unter der erzielbaren Abfindung. In der ersten Instanz des arbeitsgerichtlichen Verfahrens zahlt man jeweils immer nur die Gebühren des eigenen Rechtsanwalts.

Frage 10: Wie können die Rechtsanwälte und Fachanwälte für Arbeitsrecht der Kanzlei Bredereck Willkomm helfen?

Wir vertreten bundesweit Arbeitnehmer. Soweit Sie eine Kündigung erhalten haben, klären wir kurzfristig mit Ihnen die Erfolgsaussichten einer Kündigungsschutzklage. Dies kann gern auch telefonisch erfolgen.

Beachten Sie bitte auch unser diesbezügliches Produkt bei www.anwalt.de

Stand: 9.1.2014

Spezialseite Kündigungsschutzklage für Arbeitnehmer:

Hier können Sie prüfen, welche Erfolgsaussichten einer Kündigungsschutzklage in Ihrem Fall bestehen und wie die Aussichten sind, mit einer Kündigungsschutzklage entweder den Bestand des Arbeitsverhältnisses zu sichern oder eine gute Abfindung zu erzielen. Sie finden Formulare für eine Kündigungsschutzklage mit Ausfüllhinweisen. Es folgt eine ausführliche Darstellung des Ablaufs des Kündigungsschutzverfahrens mit Praxistipps für das Verhalten vor dem Arbeitsgericht. Des Weiteren finden Sie ein Muster für einen Aufhebungsvergleich mit typischen Formulierungen und Hinweisen zum Ausfüllen. Sie können zudem auf Muster für Widersprüche gegen Sperrzeitanordnungen der Bundesagentur für Arbeit und Kostenbeispiele zugreifen. Das besondere Angebot: Der Onlinecheck für Ihre Kündigung zum Preis von 50 € zuzüglich MWST.

Das alles hier: www.kuendigungsschutzklage-anwalt.de

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Pressemitteilungen

AstraZeneca baut 280 Stellen ab: was sollten betroffene Arbeitnehmer beachten?

Ein Beitrag von Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck, Berlin und Essen.

Pressemeldungen zufolge wird der Arzneimittelhersteller erneut Stellen abbauen. Auch wenn der bisherige Stellenabbau aufgrund guter Abfindungen weitgehend einvernehmlich verlief, gibt es für die betroffenen Arbeitnehmer einiges zu beachten. Nachfolgend werden wichtige Probleme dargestellt, die Arbeitnehmer in Firmen, in denen Personalabbau droht regelmäßig begegnen. Weiter gebe ich Verhaltenstipps zum richtigen Umgang.

Grundsätzliche Überlegung

Grundsätzlich gilt, derartige Situationen sind einem Pokerspiel vergleichbar. Wer die besten Nerven hat, wird erfahrungsgemäß am meisten gewinnen. Das bedeutet auch, wer früher abschließt wird regelmäßig weniger erhalten. Trotzdem wird es für einen solchen Abschluss oft gute Gründe geben (neuer Arbeitsplatz, familiäre Pläne). Wenn der Abschluss der Aufhebungsvereinbarung nicht vor dem Hintergrund eines neuen Arbeitsverhältnisses erfolgt, muss besonders genau darauf geachtet werden, dass die Nachteile aus der Aufhebungsvereinbarung die Vorteile nicht teilweise wieder egalisieren. Wer zum Beispiel eine Anrechnung des Arbeitslosengeldes bei der Bundesagentur bekommt oder eine Sperrzeit, wird von seiner Abfindung deutlich weniger erhalten. Auch wichtige Nebenansprüche (Provisionen, Zeugnis, Urlaub, freiwillige Leistungen des Arbeitgebers) müssen in die Regelung mit einbezogen werden, damit später Streit und Nachteile für die betroffenen Arbeitnehmer vermieden werden.

Einvernehmliche Aufhebungen des Arbeitsverhältnisses

Neben den Vorteilen, die sich aus der Aufhebungsvereinbarung direkt ergeben, müssen auch die jeweiligen Nachteile genau beachtet werden. Außergerichtliche Aufhebungsvereinbarungen führen oft zu Sperrzeiten bei der Bundesagentur für Arbeit. Auch die Höhe der Abfindung muss eindeutig geregelt sein, um spätere Streitigkeiten zu vermeiden.
Nachfolgend noch einige grundsätzliche Fragen und Antworten zum Thema Sozialplan/Interessenausgleich.

Sozialplan mit guten Abfindungsregelungen – Lohnt sich eine Kündigungsschutzklage überhaupt?

In aller Regel ja. Wer eine Kündigung erhält, hat nur drei Wochen Zeit für die Erhebung der Kündigungsschutzklage. Wird die Klage nicht innerhalb dieser Frist erhoben bin, ist die Chance auf eine verbesserte Abfindungsregelung und sonstige vorteilhafte Vereinbarungen vertan. Hinzu kommt, dass in diesem Zeitraum regelmäßig noch gar nicht abgeschätzt werden kann, welche Entwicklung das Unternehmen, bzw. der Standort in den nächsten Monaten nehmen wird. Auch aus Vorsichtsgründen ist die Erhebung der Kündigungsschutzklage daher regelmäßig angezeigt.
Wer sich nicht auf einen langen Streit einlassen will, kann im Rahmen des Kündigungsschutzverfahrens in der Regel folgende Vorteile gegenüber einer außergerichtlichen Regelung erzielen:

Abschließende und verbindliche Regelung der Höhe der Abfindung: Sozialpläne enthalten oft relativ komplizierte Berechnungsmodelle für die Höhe der Abfindung. Auch die Bestimmung der Höhe des der Abfindungsberechnung zugrunde zulegenden Arbeitsentgeltes macht gelegentlich Schwierigkeiten. Im Rahmen eines Vergleichs in einem Kündigungsprozess können Zweifelsfragen in der Regel unproblematisch zu Gunsten des Arbeitnehmers geregelt werden.

Erhöhung der Abfindungszahlung: Eine gewisse Aufstockung lässt sich meistens auch kurzfristig erzielen. Wer deutlich mehr haben will, braucht einen langen Atem. Mit Rechtschutzversicherung ist das gar kein Problem. Wer nicht über eine Rechtschutzversicherung verfügt, muss vor Erhebung der Klage eine Kosten-Nutzen-Rechnung durchführen. Hierfür ist eine Einzelfallbetrachtung zwingend notwendig.

Regelungen der Urlaubsansprüche und der Ansprüche wegen Überstunden: Insbesondere die Ansprüche wegen etwaiger Überstunden können in die Abfindungszahlung mit einbezogen werden. Vorteil für Arbeitgeber und Arbeitnehmer: Es werden Sozialabgaben gespart, da die Abfindungszahlungen hiervon befreit sind. Der Arbeitgeber zahlt weniger, der Arbeitnehmer bekommt mehr heraus.

Turboklauseln: Für Arbeitnehmer, die während des Laufs der Kündigungsfrist einen neuen Job finden, können Regelungen vereinbart werden, die es ermöglichen bei vorzeitiger Beendigung durch den Arbeitnehmer das verbleibende Bruttoarbeitsentgelt als zusätzliche Abfindung zu zahlen.

Regelung des Zeugnisinhalts: Im Vergleich kann der Anlage umgehend der Text für das Zwischen- und des Beendigungszeugnis vereinbart werden. Spätere Streitigkeiten sind dann unwahrscheinlich. Großer Vorteil: Zeugnisstreitigkeiten auf Arbeitnehmerseite sind in der Regel nicht erfolgreich, da nach der derzeitigen Rechtsprechung des Bundesarbeitsgericht die Beweislast für eine bessere Leistung als befriedigend beim Arbeitnehmer liegt. Ein solcher Beweis kann regelmäßig nicht geführt werden.

Transfergesellschaft: Die Bedingungen für den Wechsel in eine Transfergesellschaft können rechtsverbindlich geklärt werden. Dieses besonders wichtig in den Fällen, in denen zum Zeitpunkt der Kündigung die Einrichtung und Arbeitsweise der Transfergesellschaft noch nicht vollständig geklärt ist. Auch ein nachträglicher Wechsel ist im Wege der Einigung dann oft noch möglich. Umgekehrt, kann man auf den Wechsel verzichten, wenn sich später abzeichnet, dass sich die Transfergesellschaft unvorteilhaft entwickelt. Auf die möglichen Vor- und Nachteilen und die Besonderheiten der Transfergesellschaft komme ich in einem folgenden Artikel zurück.

Schaffung eines Titels: Die Abfindung regelmäßig erst bei Ablauf der Kündigungsfrist fällig. Wenn dann nicht oder nicht vollständig gezahlt wird, muss zunächst Klage erhoben werden. Wer die Abfindungszahlung bereits in einem gerichtlichen Vergleich geregelt hat, kann sofort vollstrecken.

Informationsverschaffung: Im Laufe eines Klageverfahrens gelingt es regelmäßig, wichtige Informationen zu erlangen. Diese können insbesondere auch für die Verbesserung der Vergleichssituation wichtig sein. Wer die Klagefrist versäumt hat, ist in aller Regel draußen. Selbst wenn er noch neue Informationen bekommt, er kann diese nicht mehr Gewinn bringend für sich verwenden.

Zeitgewinn: Zeit ist Geld, das gilt besonders im Kündigungsschutzverfahren. Wer hier die Nerven für ein Pokerspiel hat, bekommt in der Regel mehr. Auch die eigene Situation klärt sich im Laufe eines Kündigungsprozesses weiter, so dass man hier auf bei der Vereinbarung des Inhalts des Vergleiches besser eingehen kann. Beispiel: Es ist natürlich ein Unterschied, ob man bereits einen neuen Job hat oder nicht. Der Wechsel einer Transfergesellschaft ist zum Beispiel unsinnig, wenn man ohnehin sicher ist, woanders einen Job zu bekommen, bzw. diesen bereits hat. Die Kosten für die Transfergesellschaft kann man in solchen Fällen besser als zusätzliche Abfindung vereinbaren.

Vermeidung sozialrechtlicher Nachteile (Sperrzeit, Anrechnung der Abfindung auf das Arbeitslosengeld): Die Arbeitsagenturen sind angewiesen, im Falle von gerichtlich protokollierten Vergleichen keine Sperrzeit zu verhängen. Wird darüber hinaus auch die ordentliche Kündigungsfrist eingehalten, ist auch ein Ruhen des Arbeitslosengeldanspruchs nicht zu befürchten.

Fazit: Auch bei Bestehen eines Sozialplanes mit großzügigen Abfindungsregelungen ist in der Regel die Erhebung einer Kündigungsschutzklage sinnvoll. Wenn noch dazu eine Rechtsschutzversicherung besteht, wurde ich persönlich immer dazu raten. Ich habe bisher in der Praxis kaum Fälle erlebt, wo jemand im Nachhinein mit dem Modell Kündigungsschutzklage besser gefahren ist, als mit der außergerichtlichen Einigung.

12.11.2014

Spezialseite Kündigungsschutzklage für Arbeitnehmer: Hier können Sie prüfen, welche Erfolgsaussichten einer Kündigungsschutzklage in Ihrem Fall bestehen und wie die Aussichten sind, mit einer Kündigungsschutzklage entweder den Bestand des Arbeitsverhältnisses zu sichern oder eine gute Abfindung zu erzielen. Sie finden Formulare für eine Kündigungsschutzklage mit Ausfüllhinweisen. Es folgt eine ausführliche Darstellung des Ablaufs des Kündigungsschutzverfahrens mit Praxistipps für das Verhalten vor dem Arbeitsgericht. Des Weiteren finden Sie ein Muster für einen Aufhebungsvergleich mit typischen Formulierungen und Hinweisen zum Ausfüllen. Sie können zudem auf Muster für Widersprüche gegen Sperrzeitanordnungen der Bundesagentur für Arbeit und Kostenbeispiele zugreifen. Das besondere Angebot: Der Onlinecheck für Ihre Kündigung zum Preis von 50 € zuzüglich MWST.

Das alles hier: www.kuendigungsschutzklage-anwalt.de

Spezialseite Kündigung für Arbeitgeber: Hier finden Sie umfassende Informationen über Ihre Möglichkeiten, einen Arbeitnehmer zu kündigen. Wann besteht Kündigungsschutz? Sie finden Musterkündigungen mit Ausfüllhinweise. Daneben gibt es umfassende Informationen zur Betriebsratsanhörung und ein Musterformular mit Ausfüllhinweisen. Wir stellen den Ablauf des Kündigungsschutzprozesses dar und geben Beispiele für einen gelungenen Vortrag im Verfahren zu den jeweiligen Kündigungsgründen. Des Weiteren können Sie auf ein Muster für einen Aufhebungsvergleich mit typischen Formulierungen und Hinweisen zum Ausfüllen zugreifen. Das besondere Angebot: Der Onlinecheck für die von Ihnen vorbereitete Kündigung zum Preis von 250 € zuzüglich MWST.

Das alles hier: www.arbeitgeberanwalt-kuendigung.de

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