Tag Archives: Inamori-Stiftung

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Bekanntgabe der Kyoto-Preisträger 2019

Der Kyoto-Preis 2019 geht an einen Chemiker, einen Astrophysiker und eine Regisseurin.

Kyoto/Neuss, 17. Juni 2019. Der Kyoto-Preis gilt neben dem Nobelpreis als eine der weltweit wichtigsten Auszeichnungen für das Lebenswerk herausragender Persönlichkeiten in Kultur und Wissenschaft. Die diesjährigen Preisträger sind der IAS Bank of East Asia Professor an der Hong Kong University of Science and Technology sowie Professor Emeritus an der University of Rochester Dr. Ching W. Tang, der Emeritus Eugene Higgins Professor of Astrophysical Sciences an der Princeton University Dr. James Gunn und Ariane Mnouchkine, Regisseurin und Gründerin des Theatre du Soleil.

Die Inamori-Stiftung wurde 1984 von Dr. Kazuo Inamori, dem Gründer des japanischen Technologiekonzerns Kyocera, ins Leben gerufen und zeichnet jährlich drei Preisträger in den Kategorien „Advanced Technology“, „Basic Sciences“ und „Arts and Philosophy“ mit dem Preis aus. Die feierliche Verleihung findet am 10. November 2019 in Kyoto statt. Jeder der Preisträger erhält eine Urkunde, die Kyoto-Preis-Medaille aus 20-karätigem Gold sowie ein Preisgeld von 100 Millionen Yen (zurzeit rund 818.000 Euro).

Die Kyoto-Preisträger 2019

Dr. Tang hat Lichtemissionsprozesse in elektrisch gesteuerten, organischen Materialien untersucht und eine neue Bauelementstruktur erfunden, in der zwei speziell ausgewählte Materialien übereinander angeordnet wurden, die eine hocheffiziente Lichtemission bei niedrigen Betriebsspannungen ermöglichen. Diese bahnbrechende Arbeit hat zur praktischen Anwendung von organischen Leuchtdioden (OLEDs) und deren weitreichender Applikation in Displays und Beleuchtungen geführt.

Dr. James Gunn war Leiter des Sloan Digital Sky Survey, bei der eine dreidimensionale, digitale kosmische Karte einer ausgedehnten Region erstellt wurde. Er spielte eine führende Rolle im Projekt, einschließlich Planung, Instrumentenentwicklung und Datenanalyse, und trug zur Aufklärung der evolutionären Geschichte des Universums bei. Er ist Autor vieler wegweisender astrophysikalischer Theorien und hat so einen signifikanten Beitrag zum Verständnis des Universums geleistet.

Ariane Mnouchkine, die Gründerin und Direktorin des Theatre du Soleil, produziert kontinuierlich Meisterwerke mit historischen und politischen Themen. Unter Berücksichtigung der traditionellen Aufführungen des Ostens sowie des Westens hat sie durch ihre kollaborativen Schöpfungen die theatralischen Ausdrucksformen weiterentwickelt. Die zusammenführenden Kreationen basieren auf der Methodik ihrer einzigartigen theatralischen Organisation, die hierarchische Ordnungen vermeidet.

Die Kyocera Corporation mit Hauptsitz in Kyoto ist einer der weltweit führenden Anbieter feinkeramischer Komponenten für die Technologieindustrie. Strategisch wichtige Geschäftsfelder der aus 286 Tochtergesellschaften (31. März 2019) bestehenden Kyocera -Gruppe bilden Informations- und Kommunikationstechnologie, Produkte zur Steigerung der Lebensqualität sowie umweltverträgliche Produkte. Der Technologiekonzern ist weltweit einer der erfahrendsten Produzenten von Solarenergie-Systemen, mit mehr als 40 Jahren Branchenfachwissen. 2019 belegte Kyocera Platz 655 in der „Global 2000“-Liste des Forbes Magazins, die die größten börsennotierten Unternehmen weltweit beinhaltet.

Mit etwa 77.000 Mitarbeitern erwirtschaftete Kyocera im Geschäftsjahr 2019 einen Netto-Jahresumsatz von rund 12,99 Milliarden Euro. In Europa vertreibt das Unternehmen u. a. Drucker und digitale Kopiersysteme, Halbleiter-, Feinkeramik-, Automobil- und elektronische Komponenten sowie Drucker und Küchenprodukte. Kyocera ist in Deutschland mit zwei eigenständigen Gesellschaften vertreten: der Kyocera Fineceramics GmbH in Neuss und Esslingen sowie der Kyocera Document Solutions in Meerbusch.

Das Unternehmen engagiert sich auch kulturell: Über die vom Firmengründer ins Leben gerufene und nach ihm benannte Inamori-Stiftung wird der imageträchtige Kyoto-Preis als eine der weltweit höchstdotierten Auszeichnungen für das Lebenswerk hochrangiger Wissenschaftler und Künstler verliehen (umgerechnet zurzeit ca. 818.000 Euro*).

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Träger des Kyoto-Preis 2018 bekanntgegeben

Auch in diesem Jahr zeichnet die Inamori-Stiftung das Lebenswerk herausragender Persönlichkeiten in Kultur und Wissenschaft aus.

Träger des Kyoto-Preis 2018 bekanntgegeben

Dr. Karl Deisseroth, Dr. Masaki Kashiwara, Frau Joan Jonas (von links nach rechts)

Der Kyoto-Preis gilt neben dem Nobelpreis als eine der weltweit wichtigsten Auszeichnungen für das Lebenswerk herausragender Persönlichkeiten in Kultur und Wissenschaft. Die diesjährigen Preisträger sind der amerikanische Neurowissenschaftler und Professor sowie Forscher am Howard Hughes Medical Institute der Universität Stanford Dr. Karl Deisseroth, der japanische Mathematiker und projektleitende Professor am Forschungsinstitut für mathematische Wissenschaften an der Universität Kyoto Dr. Masaki Kashiwara, sowie die amerikanische Künstlerin Joan Jonas.

Die Inamori-Stiftung, die 1984 von Dr. Kazuo Inamori, dem Gründer des japanischen Technologiekonzerns Kyocera, ins Leben gerufen wurde, verleiht den Preis jährlich an drei Preisträger in den Kategorien „Advanced Technology“, „Basic Sciences“ und „Arts and Philosophy“. Die feierliche Preisverleihung findet am 10. November 2018 in Kyoto statt. Jeder der Preisträger erhält eine Urkunde, die Kyoto-Preis-Medaille aus 20-karätigem Gold sowie ein Preisgeld von 100 Millionen Yen (rund 770.000 Euro).

Die Kyoto-Preisträger 2018

Dr. Karl Deisseroth beschäftigt sich mit mikrobiellen, lichtaktivierten Proteinen wie beispielsweise Kanalrhodopsine in grünen Algen. Er ist Mitbegründer der „Optogenetik“ – eine neue methodologische Disziplin, die die Aktivierung oder Hemmung von Neuronen durch Lichtimpulse im Millisekundenbereich erforscht. Diese Erfolge haben das Feld systemischer Neurowissenschaften revolutioniert, da sie kausale Untersuchungen von Neuronen-Anordnungen und der daraus resultierenden Funktionen ermöglichen, die über korrelationale Untersuchungen weit hinaus gehen.

Dr. Masaki Kashiwara etablierte die Theorie der D-Module und trug somit entscheidend zur Gestaltung und Weiterentwicklung der algebraischen Analyse bei. Seine zahlreichen Leistungen – zu denen etwa auch die Etablierung der sogenannten Riemann-Hilbert-Korrespondenz, ihre Anwendung in der Repräsentations-Theorie und der Aufbau einer Kristall-Basis-Theorie zählen – haben großen Einfluss auf verschiedene Felder der Mathematik und trugen erheblich zu deren Entwicklung bei.

Joan Jonas erschaffte eine neue künstlerische Form, indem sie Performance-Kunst und Video-Kunst miteinander verband und ihre ursprüngliche Ausdrucksform an der Spitze zeitgenössischer Kunst fortlaufend weiterentwickelte. Mit labyrinthähnlichen Werken, die das Publikum zu ganz unterschiedlichen Interpretationen anregen, gibt sie das Erbe der Avantgarde aus den 1960er-Jahren durch dessen Fortentwicklung in einen postmodernen Rahmen weiter und beeinflusst so nachhaltig Künstler nachfolgender Generationen.

Die Kyocera Corporation mit Hauptsitz in Kyoto ist einer der weltweit führenden Anbieter feinkeramischer Komponenten für die Technologieindustrie. Strategisch wichtige Geschäftsfelder der aus 264 Tochtergesellschaften (31. März 2018) bestehenden Kyocera-Gruppe bilden Informations- und Kommunikationstechnologie, Produkte zur Steigerung der Lebensqualität sowie umweltverträgliche Produkte. Der Technologiekonzern ist weltweit einer der ältesten Produzenten von Solarenergie-Systemen, mit mehr als 40 Jahren Branchenerfahrung. 2017 belegte Kyocera Platz 522 in der „Global 2000“-Liste des Forbes Magazins, die die größten börsennotierten Unternehmen weltweit beinhaltet.

Mit etwa 75.000 Mitarbeitern erwirtschaftete Kyocera im Geschäftsjahr 2017/2018 einen Netto-Jahresumsatz von rund 12,04 Milliarden Euro. In Europa vertreibt das Unternehmen u. a. Drucker und digitale Kopiersysteme, mikroelektronische Bauteile und Feinkeramik-Produkte. Kyocera ist in Deutschland mit zwei eigenständigen Gesellschaften vertreten: der Kyocera Fineceramics GmbH in Neuss und Esslingen sowie der Kyocera Document Solutions in Meerbusch.

Das Unternehmen engagiert sich auch kulturell: Über die vom Firmengründer ins Leben gerufene und nach ihm benannte Inamori-Stiftung wird der imageträchtige Kyoto-Preis als eine der weltweit höchstdotierten Auszeichnungen für das Lebenswerk hochrangiger Wissenschaftler und Künstler verliehen (umgerechnet zurzeit ca. 764.000 Euro*).

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33. Verleihung des Kyotopreises durch die Inamori-Stiftung

Der Halbleiteringenieur Dr. Takashi Mimura, der Pflanzenphysiologe Dr. Graham Farquhar und der Musikwissenschaftler Dr. Richard Taruskin haben in der alten japanischen Kaiserstadt den Kyoto-Preis für ihr Lebenswerk entgegengenommen.

33. Verleihung des Kyotopreises durch die Inamori-Stiftung

Preisträger von links nach rechts: Dr. Takashi Mimura, Dr. Graham Farquhar, Dr. Richard Taruskin

Bei einer feierlichen Zeremonie wurde am Freitag den diesjährigen Preisträgern aus den Kategorien „Arts and Philosophy“, „Advanced Technology“ und „Basic Sciences“ der Kyoto-Preis überreicht. Die hochdotierte Ehrung wird stets am 10. November durch die Inamori-Stiftung verliehen – dieses Jahr bereits zum 33. Mal. Im Kyoto International Conference Center in der alten japanischen Kaiserstadt nahmen alle drei Laureaten die Auszeichnung im Beisein von Prinzessin Takamado, einem Mitglied der Kaiserfamilie, und mehr als tausend internationalen Gästen aus Wirtschaft, Kultur und Politik entgegen. Die Auszeichnung umfasst ein Diplom, die Kyoto-Preis Medaille und das Preisgeld in Höhe von jeweils 50 Millionen Yen (rund 400.000 Euro) pro Kategorie.

Kyoto-Preis: Auszeichnung mit Tradition
Der Kyoto-Preis wurde 1984 von Kazuo Inamori, dem Gründer des japanischen Technologie-Konzerns Kyocera mit Hauptsitz in Kyoto, ins Leben gerufen. Zu den Preisträgern der letzten 32 Jahre zählen bedeutende Persönlichkeiten wie die Choreographin Pina Bausch, der Philosoph Jürgen Habermas, der japanische Modeschöpfer Issey Miyake, der französische Komponist Pierre Boulez sowie der Molekularbiologe Yoshinori Ohsumi, der dieses Jahr den Nobelpreis für seine Forschungsarbeit erhalten hat.

Die Kyoto-Preisträger 2017
Dr. Takashi Mimura, Japan – Gastwissenschaftler Advanced ICT Research Institute
Dr. Takashi Mimura hat Transistoren erfunden, die mit hoher Elektronenbeweglichkeit (high electron mobility transistor – HEMT) zwei Halbleiter miteinander verbinden. Der 72-jährige Gastwissenschaftler am japanischen Advanced ICT Research Institute des National Institute of Information and Communications Technology hat auch ihre umfassende Verwendung im hochfrequenten Bereich erforscht. Heute findet man HEMTs in Mikrowellenempfängern für Radioastronomie, in Empfängern für Satelliten- und GPS-Systeme, in Mobiltelefonen und Basisstationen sowie in KFZ-Abstands-Radars zur Kollisionsvermeidung. Die Erfindung des HEMT hat die Erforschung von Elektronen mit reduzierten Dimensionen entscheidend vorangebracht und maßgeblich zum Fortschritt der Informations- und Kommunikationstechnologie beigetragen.

Dr. Graham Farquhar, Australien – Professor an der Australian National University
Dr. Graham Farquhar hat eine Reihe von Prozessmodellen der Photosynthese entwickelt. Sie ermöglichen die Vorhersage von Umweltreaktionen des Kohlendioxidaustausches zwischen Vegetation und Atmosphäre. Die Prozesse sind zugleich unverzichtbar für die Berechnung nahezu aller heute vorhandener Modelle der terrestrischen Biosphären- und Kohlenstoffzyklen. Damit leisten sie einen essentiellen Beitrag für die Erforschung des Klimawandels sowie für die Umweltwissenschaften insgesamt. Auf Basis seiner prozessbasierten Modelle hat Dr. Farquhar außerdem bei der Auswahl von Dürre-resistenten Weizen- und Erdnuss-Sorten mitgearbeitet. Der 69-Jährige war Mitglied des Intergovernmental Panel on Climate Change und hat als wissenschaftlicher Berater Australien bei den Verhandlungen zum Kyoto-Protokoll vertreten. Dr. Graham Farquhar ist Tasmanier und arbeitete als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Michigan State University-U.S. Department of Energy Plant Research Laboratory, bevor er an seine Universität, die Australian National University, zurückkehrte.

Dr. Richard Taruskin, USA – emeritierter Professor an der University of California, Berkeley
Dr. Richard Taruskin ist Musikwissenschaftler und -kritiker, der sich konventionellen kritischen Paradigmen widersetzt und zeitgenössische Perspektiven der Musik seinen historischen Forschungen und Essays unterwirft. Seine Methode, die originalen Kompositionen in ihrem kontextuellen Umfeld zu analysieren, gilt als revolutionär. Taruskin argumentiert, dass zeitgenössische Aufführungen der Alten Musik nicht authentisch sind, sondern eher Reflexionen der Ästhetik des späten 20. Jahrhunderts. Seiner Überzeugung nach kann keine strikte Analyse von musikalischen Texten jemals die wahre Absicht des Komponisten offenbaren, die immer ein „Mysterium“ bleiben muss. Die Arbeit des 72-Jährigen zeigt, dass die Musik nicht nur die Auseinandersetzung mit Komposition und Aufführung braucht, sondern vor allem mit ihrem zeitlichen Kontext. Zu den international anerkannten Büchern des gebürtigen New Yorkers zählt die Oxford History of Western Music, die den bis dato umfangreichsten Überblick über die westliche Musikgeschichte bietet.

Weitere Informationen zum Kyoto-Preis sowie zur Inamori-Stiftung finden Sie unter http://www.kyotoprize.org/en/

Die KYOCERA Corporation mit Hauptsitz in Kyoto ist einer der weltweit führenden Anbieter feinkeramischer Komponenten für die Technologieindustrie. Strategisch wichtige Geschäftsfelder der aus 231 Tochtergesellschaften (31. März 2017) bestehenden KYOCERA-Gruppe bilden Informations- und Kommunikationstechnologie, Produkte zur Steigerung der Lebensqualität sowie umweltverträgliche Produkte. Der Technologiekonzern ist weltweit einer der ältesten Produzenten von Solarenergie-Systemen, mit mehr als 40 Jahren Branchenerfahrung. 2017 belegte Kyocera Platz 522 in der „Global 2000“-Liste des Forbes Magazins, die die größten börsennotierten Unternehmen weltweit beinhaltet.

Mit etwa 70.000 Mitarbeitern erwirtschaftete KYOCERA im Geschäftsjahr 2016/2017 einen Netto-Jahresumsatz von rund 11,86 Milliarden Euro. In Europa vertreibt das Unternehmen u. a. Drucker und digitale Kopiersysteme, mikroelektronische Bauteile und Feinkeramik-Produkte. KYOCERA ist in Deutschland mit zwei eigenständigen Gesellschaften vertreten: der KYOCERA Fineceramics GmbH in Neuss und Esslingen sowie der KYOCERA Document Solutions in Meerbusch.

Das Unternehmen engagiert sich auch kulturell: Über die vom Firmengründer ins Leben gerufene und nach ihm benannte Inamori-Stiftung wird der imageträchtige Kyoto-Preis als eine der weltweit höchstdotierten Auszeichnungen für das Lebenswerk hochrangiger Wissenschaftler und Künstler verliehen (umgerechnet zurzeit ca. 400.000 Euro*).

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Kyoto-Preis 2017 geht an Halbleiter-Ingenieur, Pflanzenphysiologen und Musikwissenschaftler

Auch in diesem Jahr zeichnet die Inamori-Stiftung das Lebenswerk herausragender Persönlichkeiten in Kultur und Wissenschaft aus.

Kyoto-Preis 2017 geht an Halbleiter-Ingenieur, Pflanzenphysiologen und Musikwissenschaftler

Dr. Graham Farquhar, Dr. Richard Taruskin, Dr. Takashi Mimura (Preisträger Kyoto-Preis 2017)

Kyoto / Neuss, Juni 2017. Der Kyoto-Preis gilt neben dem Nobelpreis als eine der weltweit wichtigsten Auszeichnungen für das Lebenswerk herausragender Persönlichkeiten in Kultur und Wissenschaft. Die diesjährigen Preisträger sind der japanische Halbleiter-Ingenieur Dr. Takashi Mimura, der australische Pflanzenphysiologe Dr. Graham Farquhar und der amerikanische Musikwissenschaftler Dr. Richard Taruskin. Die Inamori-Stiftung, die 1984 von Dr. Kazuo Inamori, dem Gründer des japanischen Technologiekonzerns Kyocera, ins Leben gerufen wurde, verleiht den mit 50 Millionen Yen (rund 400.000 Euro) pro Kategorie dotierten Preis jährlich an drei Preisträger in den Kategorien „Advanced Technology“, „Basic Sciences“ und „Arts and Philosophy“. Die feierliche Preisverleihung findet am 10. November 2017 in Kyoto statt.

Die Kyoto-Preisträger 2017

Dr. Takashi Mimura (Japan) – . Gastwissenschaftler Advanced ICT Research Institute
Dr. Takashi Mimura hat Transistoren mit hoher Elektronenbeweglichkeit (high electron mobility transistor – HEMT), die zwei Halbleiter verbinden, erfunden. Er hat ebenso ihre umfassende Verwendung im hochfrequenten Bereich erforscht. Heute findet man HEMTs in Mikrowellenempfängern für Radioastronomie, in Empfängern für Satelliten- und GPS-Systeme, in Mobiltelefonen, deren Basisstationen sowie in KFZ-Abstands-Radars zur Kollisionsvermeidung. Die Erfindung des HEMT hat die Erforschung von Elektronen mit reduzierten Dimensionen entscheidend vorangebracht und maßgeblich zum Fortschritt der Informations- und Kommunikationstechnologie beigetragen. Sie leisten somit einen unverzichtbaren Beitrag in unserer modernen Kommunikationsgesellschaft. Dr. Takashi Mimura, 72, aus Osaka ist Gastwissenschaftler am Advanced ICT Research Institute des National Institute of Information and Communications Technology, Japan. Er erhielt bereits zahlreiche Auszeichnungen, darunter die renommierte Ehrenmedaille am Violetten Band der Japanischen Regierung, den ISCS Heinrich Welker Award und den Japan Society of Applied Physics Achievement Award.

Dr. Graham Farquhar (Australien) – Professor an der Australian National University
Dr. Graham Farquhar hat eine Reihe von Prozessmodellen der Photosynthese entwickelt, die die Vorhersage von Umweltreaktionen des Kohlendioxidaustausches zwischen Vegetation und Atmosphäre ermöglichen. Außerdem sind diese Prozesse unverzichtbar für die Berechnung nahezu aller heute vorhandener Modelle der terrestrischen Biosphären- und Kohlenstoffzyklen und leisten einen essentiellen Beitrag für die Erforschung des Klimawandels sowie für die Umweltwissenschaften insgesamt. Auf Basis seiner prozessbasierten Modelle hat Dr. Farquhar außerdem bei der Auswahl von Dürre-resistenten Weizen- und Erdnuss-Sorten mitgearbeitet. Er war Mitglied des Intergovernmental Panel on Climate Change und hat als wissenschaftlicher Berater Australien bei den Verhandlungen zum Kyoto-Protokoll vertreten. Dr. Graham Farquhar, 69, aus Tasmanien arbeitete als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Michigan State University-U.S. Department of Energy Plant Research Laboratory, bevor er an seine Universität, die Australian National University, zurückkehrte. Er erhielt den Humboldt-Forschungspreis, den Prize for Science des australischen Premierministers und ist Officer of the Order of Australia.

Dr. Richard Taruskin (USA) – emeritierter Professor an der University of California, Berkeley
Dr. Richard Taruskin ist Musikwissenschaftler und -kritiker, der sich konventionellen kritischen Paradigmen widersetzt und zeitgenössische Perspektiven der Musik seinen historische Forschungen und Essays unterwirft. Er argumentiert, dass zeitgenössische Aufführungen der Alten Musik keine wahre Authentizität bieten, sondern eher Reflexionen der Ästhetik des späten 20. Jahrhunderts seien. Seiner Überzeugung nach kann keine strikte Analyse von musikalischen Texten jemals die wahre Absicht des Komponisten offenbaren, die immer ein „Mysterium“ bleiben muss. Diese Argumentation beeinflusste die Aufführungspraxis der frühen Musik. Seine revolutionäre Methode, die originalen Kompositionen in ihrem kontextuellen Umfeld zu analysieren, spiegelt seine umfangreichen Kenntnisse von Geschichte, Kultur, Politik, Kunst, Literatur und Religion wider. Zu seinen international anerkannten Büchern zählt die Oxford History of Western Music, der umfangreichste Überblick über die westliche Musikgeschichte, der jemals von einem einzigen Autor geschrieben wurde. Die Qualität und der Umfang seiner Arbeit zeigen, dass die Musik Kreativität nicht nur in Komposition und Aufführung, sondern auch im detaillierten Diskurs über den Zusammenhang, in dem Musik entstanden ist, erfordert. Der gebürtige New Yorker Dr. Richard Taruskin, 72, erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen, darunter die Dent-Medaille und den Royal Philharmonic Society Music Award.

Die Kyocera Corporation mit Hauptsitz in Kyoto ist einer der weltweit führenden Anbieter feinkeramischer Komponenten für die Technologieindustrie. Strategisch wichtige Geschäftsfelder der aus 231 Tochtergesellschaften (31. März 2017) bestehenden Kyocera-Gruppe bilden Informations- und Kommunikationstechnologie, Produkte zur Steigerung der Lebensqualität sowie umweltverträgliche Produkte. Der Technologiekonzern ist weltweit einer der ältesten Produzenten von Solarenergie-Systemen, mit mehr als 40 Jahren Branchenerfahrung. 2017 belegte Kyocera Platz 522 in der „Global 2000“-Liste des Forbes Magazins, die die größten börsennotierten Unternehmen weltweit beinhaltet.

Mit etwa 70.000 Mitarbeitern erwirtschaftete Kyocera im Geschäftsjahr 2016/2017 einen Netto-Jahresumsatz von rund 11,86 Milliarden Euro. In Europa vertreibt das Unternehmen u. a. Drucker und digitale Kopiersysteme, mikroelektronische Bauteile und Feinkeramik-Produkte. Kyocera ist in Deutschland mit zwei eigenständigen Gesellschaften vertreten: der Kyocera Fineceramics GmbH in Neuss und Esslingen sowie der Kyocera Document Solutions in Meerbusch.

Das Unternehmen engagiert sich auch kulturell: Über die vom Firmengründer ins Leben gerufene und nach ihm benannte Inamori-Stiftung wird der imageträchtige Kyoto-Preis als eine der weltweit höchstdotierten Auszeichnungen für das Lebenswerk hochrangiger Wissenschaftler und Künstler verliehen (umgerechnet zurzeit ca. 400.000 Euro*)

Firmenkontakt
Kyocera Corporation
Daniela Faust
Hammfelddamm 6
41460 Neuss
02131/16 37-188
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