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Jobticket als steuerfreier Bonus zum Gehalt

Gut durch den morgendlichen Berufsverkehr kommen und den Staus entgehen, das wünschen sich viele Arbeitnehmer auf dem Weg zur Arbeit. Die Bundesregierung zielt ebenfalls darauf ab, Verkehrsinfarkte in deutschen Städten zu verhindern und umweltfreundliche Fortbewegungsarten zu fördern. Daher hat sie den steuerlichen Anreiz für die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs wieder eingeführt.

Fahrkarten und ÖFA-Zuschüsse wieder gefördert

Stellt der Chef seinem Mitarbeiter kostenlos ein Monats- oder Jahresticket für die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs zur Verfügung, so muss der geldwerte Vorteil für diesen Sachbezug vom Arbeitnehmer ab 2019 nicht mehr versteuert werden. „Die unbegrenzte private Nutzung des Jobtickets im Nahverkehr ist inbegriffen“, erklärt Mark Weidinger, Vorstand der Lohnsteuerhilfe Bayern e. V. (Lohi). Auch finanzielle Zuschüsse des Arbeitgebers für die Kosten von Fahrkarten für Bus und Bahn wurden Anfang des Jahres erneut von der Besteuerung und Sozialabgabenpflicht befreit.

Bonus muss zum Gehalt erfolgen

Der Steuervorteil für Bus und Bahn gilt jedoch nicht, wenn der Chef vom Gehalt des Mitarbeiters etwas abzweigt und die Fahrkarte oder den Zuschuss zu den Ticketkosten in Form einer Entgeltumwandlung gewährt. „Der Ticket-Bonus muss unbedingt zusätzlich zum vereinbarten Gehalt erfolgen“, so der Steuerexperte der Lohi. Flüge und Taxifahrten sind von der Neuregelung nicht betroffen, da diese nicht zu den üblichen Verkehrsmitteln des öffentlichen Nahverkehrs zählen, um von zu Hause in die Arbeit zu pendeln.

Freigrenze für Sachbezüge wird nicht belastet

Einziger Nachteil ist, dass beide Formen des Bonus auf die Entfernungspauschale des Arbeitnehmers angerechnet werden. Somit reduziert sich dieser Steuervorteil. „Dennoch fährt der Arbeitnehmer mit dieser Gesetzesänderung besser“, resümiert Mark Weidinger. Bis Ende 2018 wurden Zuschüsse oder Sachbezüge für Job-Tickets nämlich als normaler Arbeitslohn angesehen und besteuert. Auch die monatliche 44-Euro-Freigrenze, die für steuerfreie Sachbezüge vom Arbeitgeber gilt, wird jetzt durch das Jobticket nicht mehr belastet und steht in vollem Umfang für weitere Boni des Chefs zur Verfügung.

www.lohi.de/steuertipps

Die Lohi (Lohnsteuerhilfe Bayern e. V.) mit Hauptsitz in München wurde 1966 als Lohnsteuerhilfeverein gegründet und ist in rund 320 Beratungsstellen bundesweit aktiv. Mit über 650.000 Mitgliedern ist der Verein einer der größten Lohnsteuerhilfevereine in Deutschland. Die Lohi zeigt Arbeitnehmern, Rentnern und Pensionären – im Rahmen einer Mitgliedschaft begrenzt nach § 4 Nr. 11 StBerG – alle Möglichkeiten auf, Steuervorteile zu nutzen.

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Bildquelle: auremar

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5 Millionen Pendler profitieren 2019 von steuerfreiem Jobticket

Größerer Gestaltungsspielraum für betriebliche Zusatzleistungen: Ab dem 01.01.2019 werden Arbeitgeberzuschüsse zum Jobticket steuerfrei.

5 Millionen Pendler profitieren 2019 von steuerfreiem Jobticket

Mehr Raum für betriebliche Sozialleistungen: 2019 wird das Jobticket steuerfrei. Infografik: Sodexo

Der Countdown läuft: Ab dem 01.01.2019 können Arbeitgeber ihren Beschäftigten das Jobticket steuerfrei zur Verfügung stellen. Das hat der Bundesrat beschlossen. Die Steuerfreiheit gilt für die komplette Kostenübernahme und auch für Zuschüsse zu Fahrkarten für öffentliche Verkehrsmittel. Bisher mussten solche Zuwendungen pauschalversteuert werden und waren nur im Ausnahmefall steuerfrei.
Von der Neuregelung profitieren bis zu 5 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Mehr als die Hälfte der aktuell 33,4 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland pendeln täglich zur Arbeit. Dabei ist laut Mikrozensus für rund 70 Prozent der Berufspendler das Auto das wichtigste Beförderungsmittel. Etwa 15 Prozent der Erwerbstätigen kommen mit Bus und Bahn zur Arbeit. Angesichts der für mehrere Metropolen angekündigten Diesel-Fahrverbote kann das steuerfreie Jobticket für den Personennahverkehr für viele Arbeitgeber eine sehr attraktive betriebliche Zusatzleistung sein, um Mitarbeiter und die Umwelt gleichermaßen zu entlasten.

Steuerfreier Sachbezug wird für andere Zuwendungen frei
„Viele Arbeitgeber haben für einen anteiligen Zuschuss zum Jobticket bisher die 44-Euro-Freigrenze genutzt. Damit war die Freigrenze aber für andere steuerfreie Sachbezugsleistungen blockiert“, erklärt Sodexo-Unternehmenssprecher und Steuer-Experte George Wyrwoll: „Mit der Neuregelung und Steuerfreiheit für Jobtickets kann die 44-Euro-Freigrenze neu genutzt werden. Arbeitgeber haben 2019 also einen viel größeren Gestaltungsspielraum für zusätzliche betriebliche Sozialleistungen. Das wird auch die Beschäftigten freuen.“

44-Euro-Freigrenze nach § 8 Absatz 2 des Einkommenssteuergesetzes (EStG)
Unternehmen können Sachbezüge steuerfrei gewähren, wenn der geldwerte Vorteil insgesamt 44 Euro pro Monat nicht übersteigt. Viele Arbeitgeber setzen dafür den Sodexo Benefits Pass ein; eine Sachbezugskarte, mit der die Beschäftigten einkaufen, tanken oder essen gehen können. Mit der Sachbezugskarte lassen sich die Arbeitgeberzuwendungen zudem leichter steuern, denn für die Bemessung der 44-Euro-Freigrenze ist es wichtig, alle in einem Monat zugeflossenen Sachbezüge zusammenzurechnen. Für Jobtickets muss ab 2019 kein geldwerter Vorteil mehr angesetzt werden, sie werden lediglich auf die Entfernungspauschale des Arbeitnehmers angerechnet, um eine doppelte Steuerbegünstigung zu vermeiden [SX131218GT].

Über Sodexo:
Sodexo ist Europas führender Anbieter von Incentives und Motivationslösungen für Firmen und Arbeitnehmer und beschäftigt in Deutschland rund 11.200 Mitarbeiter. Im Geschäftsbereich Benefits and Rewards Services bietet Sodexo Verwaltungsprogramme, Gesundheitsangebote für Mitarbeiter, emittiert Gutscheine und Karten zur Mitarbeitermotivation, für betriebliche Sozialleistungen und Incentives, sowie Leistungen für die staatliche Verwaltung. Mit seinen Lösungen erreicht Sodexo in Deutschland täglich mehr als 1,1 Mio. Menschen.

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